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AZ-Bericht vom 29.01.2015 - SVP Wohlen

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AARGAUER ZEITUNG
www.aargauerzeitung.ch
DONNERSTAG, 29. JANUAR 2015
FREIAMT
21
AARGAU, WOHLEN, MURI, BREMGARTEN
Ein neuer Weg durch die Geschichte
Muri Vier vielversprechende Murianer Angebote zum kantonalen Gedenkjahr «1415 – Die Eidgenossen kommen»
VON EDDY SCHAMBRON
Murikultur, der Verein Museum zwischen
Pflug und Korn und der Verein Wyssebacher Sagi realisieren verschiedene Angebote zum kantonalen Gedenkjahr «1415 –
Die Eidgenossen kommen». Mit dabei sind
der Klosterhof und der Sentenhof Muri,
das Führerkollegium des Klosters Muri sowie verschiedene Vereine und Gruppierungen, welche das lokale Brauchtum
pflegen. Als Hauptangebot wird ein Geschichtserlebnisweg rund um Muri geschaffen. Er wird am 18. Juli eröffnet und
kann täglich begangen werden, wie auf
der Website von Murikultur nachzulesen
ist. Besondere Höhepunkte bilden die drei
Erlebnistage vom 18. Juli, 9. August und
29. August. Eine Broschüre, eine Fahnenburg mit dem Aargauerbanner und den
Fahnen aller 41 Freiämter Gemeinden,
verschiedene themenspezifische Führungen, ein Wettbewerb und Vorträge ergänzen das Angebot.
In die Geschichte eintauchen
Kanton Initiant des Gedenkjahres
Initiant des Gedenkjahres ist der Kanton Aargau. Die vier Hauptregionen des
Aargaus – Freiamt, Region Baden, Berner
Aargau und Fricktal – entstanden 1415. Die
Eidgenossen vertrieben damals die Habsburger aus ihren Stammlanden. Der Aargauer Regierungsrat hat deshalb die Abteilung Kultur mit der Durchführung eines
Gedenkjahres zu den Ereignissen vor 600
Jahren beauftragt. Mit einem vielfältigen
Veranstaltungsprogramm im Museum
Aargau, aber auch bei Partnerangeboten
im ganzen Kanton wird dieses Aargauer
Schicksalsjahr in Erinnerung gerufen.
Alle Murianer Angebote verstehen sich
als Projekt im Rahmen dieses kantonalen
Gedenkjahres. Mit den Angeboten in Muri
sollen das Bewusstsein für die Geschichte
des Kantons Aargau und seiner Regionen,
vor allem des Freiamts, gebildet, die Verbundenheit mit dem Freiamt und dem
Die Wyssebacher Sagi wird Teil des Geschichtserlebnisweges sein, der zum Gedenkjahr 1415 in Muri realisiert wird.
ES
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Ausgehend von der Fahnenburg im Konventgarten des Klosters Muri, «tauchen Besucherinnen und Besucher auf einem
Rundgang westlich von Muri in die spannende Geschichte des Freiamts und des
Aargaus ein», verspricht Murikultur. Zahlreiche Tafeln unterwegs orientieren über
die Ereignisse von 1415 und über das Leben in früheren Jahrhunderten. Wichtige
Stationen unterwegs sind der Klosterhof,
der Sentenhof, die Wyssebacher Sagi und
das Museum zwischen Pflug und Korn.
41
Fahnen der Freiämter Gemeinden sowie das Aargauerbanner werden die Fahnenburg in Muri bilden. Von dort
aus wird es einen Rundgang
in die spannende Geschichte
des Freiamts und des Aargaus geben.
Aargau gefördert und ein Blick ins Alltagsleben früherer Jahrhunderte mit einem
besonderen Fokus auf die Zeit um 1415 ermöglicht werden. Der Kanton unterstützt
die Angebote finanziell aus dem Swisslosfonds. Zudem profitiert Muri von der Unterstützung durch die Stiftung Dr. Franz
Käppeli, die Katharina-Strebel-Stiftung
Muri sowie allenfalls weitere Sponsoren.
Auftakt am 4. März
Vor den Geschichtserlebnistagen macht
ein Vortrag am Mittwoch, 4. März 2015,
19.30 Uhr im Dachsaal Kloster Muri den
Auftakt. Dabei gehen die Referenten Peter
Jäggi, Urs Pilgrim, Ueli Ineichen und Martin Köchli unter anderem der Frage nach,
ob es stimmt, dass die Eidgenossenschaft
im Aargau entstand, die «bösen» Vögte
Gessler Freiämter waren, dass das Freiamt eine der meistverrufenen Regionen
der Eidgenossenschaft war oder dass 1415
für die Schweizer Geschichte wichtiger
war als 1291.
DAS SCHICKSALSJAHR 1415
Weichenstellung im Aargau
E
in Streit zwischen dem Habsburger Herzog und dem deutschen König läutete im Jahr 1415
eine historische Weichenstellung im
Aargau ein, deren heuer, 600 Jahre
danach, gedacht wird. Nach der Aufforderung des Königs, dem Habsburger seine Stammlande abzunehmen,
liessen sich die benachbarten Eidgenossen nicht zweimal bitten und marschierten in den Aargau ein. In nur
vier Wochen gingen die habsburgischen Städte, Burgen und Landschaften – mit Ausnahme des Fricktals, das
noch über Jahrhunderte österreichisch blieb – in den Besitz der Berner, Zürcher und Innerschweizer
über. Mit der Aufteilung des Aargaus
unter den Eidgenossen im Frühling
1415 entstanden in nur wenigen Wochen die heute noch den Kanton prägenden Regionen Freiamt, Baden,
Berner Aargau und Fricktal. Zudem
veränderte sich durch die Ereignisse
im Jahr 1415 das relativ lose Bündnis
der eidgenössischen Orte nachhaltig.
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte
mussten die Eidgenossen gemeinsam
Ländereien regieren und verwalten.
Die zu tragende Verantwortung über
die Gemeinen Herrschaften von Baden und die Freien Ämter spielte eine
wichtige Rolle in der Stärkung des
Bündnisses. Und sie führte zur ersten
regelmässig stattfindenden eidgenössischen Tagsatzung in Baden, dem
vormaligen Verwaltungszentrum der
Habsburger. (AZ)
Wegen Konkurs: Schulpflegepräsident soll abdanken
Wohlen Jean-Pierre Gallati fordert von Franco Corsiglia Konsequenzen, nachdem die Firma, in der dieser VR-Präsident und CEO war, Konkurs angemeldet hat
VON TONI WIDMER
Jean-Pierre Gallati, Wohler Grossrat und
Einwohnerrat, bringt die Kanone in Stellung. Auf der Homepage der SVP Wohlen
fordert er den sofortigen Rücktritt des
Wohler Schulpflegepräsidenten Franco
Corsiglia. Das, weil die Firma Schäfer
Kunststofftechnik AG in Root LU vor wenigen Tagen ihre Bilanz deponiert hat. Corsiglia war in dieser Firma Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer.
«Ich fordere Herrn Corsiglia auf, als
Schulpflegepräsident sofort zurückzutreten. Zwei Konkurse sind mindestens einer
zu viel. Die Schule Wohlen braucht einen
Präsidenten, der unbelastet ist», schreibt
Gallati. Mit dem zweiten Konkurs spricht
der SVP-Politiker die Pleite der Wohler
Acry-Trend AG an: «Nicht jeder Konkurs»,
sich nach aussen präsentiere. Was Gallati
zur Bemerkung veranlasst: «Damals ging
es ihm und den vereinigten Mitte-LinksParteien unserer Gemeinde darum, eine
SVP-Kandidatin als Schulpflegerin abzuschiessen.» Jetzt, erklärt der Grossrat und
Einwohnerrat weiter, müsse auch Corsiglia die Konsequenzen ziehen.
hält er in seiner Mitteilung auf der Homepage der SVP fest, «muss zum Rücktritt
aus einem öffentlichen Amt führen; es
kann im Einzelfall Gründe geben, welche
einen Verwaltungsrat entlasten. Aber bei
Herrn Corsiglia liegt der Fall ein wenig anders, weil er schon 2008 mit seiner Firma
Acry-Trend AG Konkurs angemeldet hat.»
Gallati hält Corsiglia Aussagen vor
Gallati konfrontiert Corsiglia mit Aussagen, die dieser in der Vergangenheit gemacht hat. Unter anderem im September
2013, als eine Wohler SVP-Kandidatin für
die Schulpflege mit ungeschickten Einträgen im Facebook in den Internet-Portalen
landesweit für Aufmerksamkeit sorgte.
Auf «20min.ch» erklärte Corsiglia damals:
«Jemand in einem solchen Amt trägt Verantwortung.» Man müsse wissen, wie man
«Offenbar ist das
eine Retourkutsche
der SVP für meine
Aussage im Wahlkampf von 2013.»
Franco Corsiglia Präsident
der Schulpflege Wohlen
Entscheid des Mutterkonzerns
Daran denkt dieser überhaupt nicht. Im
Gegenteil: Franco Corsiglia nimmt die
Rücktrittsaufforderung von Jean-Pierre
Gallati sogar recht gelassen: «So spielt die
Politik. Offenbar ist das eine Retourkutsche, weil ich mich im Wahlkampf 2013
zur SVP-Kandidatin geäussert habe.»
Der Konkurs der Schäfer Kunststofftechnik AG habe mit seinem Amt als Schulpflegepräsident nichts zu tun. Und ohnehin
sei nicht primär er dafür verantwortlich,
dass die Firma am 22. Januar habe die Bilanz deponieren müssen: «Das war ein
Entscheid der Muttergesellschaft in
Deutschland. Sie hat im November 2014
Insolvenz erklärt und in diesem Strudel
sind auch wir als Schweizer Ableger untergegangen.» Er hätte zwar die Geschäfte
der Firma geführt, die wichtigen Entscheidungen seien aber in Deutschland gefallen, sagt Corsiglia weiter. Gallati indessen
hält fest, die deutsche Muttergesellschaft
hätte ihre Insolvenz mit einem «unerwartet schlechten Ergebnis der Schweizer
Tochtergesellschaft» begründet.
Mit der siebenköpfigen Belegschaft der
Firma in Root hat am 20. Januar auch Corsiglia seine Stelle verloren. Er habe, erklärte er, bereits einen neuen Job gefunden, dürfe aber noch nicht sagen wo.
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Seele and Geist
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