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Jahresprogramm 2015

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Universität zum Anfassen
Experiencing Science
Audi
Kolloquium
2015
Sehr geehrte Damen und Herren,
neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung, anschaulich und kompakt erklärt: Dafür steht seit vielen Jahren unser
Audi Kolloquium. Nun halten Sie zum ersten Mal ein komplettes
Jahresprogramm in Ihren Händen. In diesem sind alle unsere
strategischen Hochschulpartner aus Deutschland vertreten. Sie
sind Teil eines internationalen wissenschaftlichen Netzwerks, das
wir in den vergangenen zwölf Jahren aufgebaut haben und auf
das wir sehr stolz sind. Mit dem Audi Kolloquium möchten wir
die universitäre Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich
machen und einen Beitrag zur Bildung in der Region leisten.
Denn es sind die Menschen, die Innovationen schaffen und so den
berühmten „Vorsprung durch Technik“ gestalten – und auch beim
Audi Kolloquium dreht sich 2015 alles um den Menschen: Werden
wir künftig Computer allein per Blickkontakt steuern? Wie lassen
sich gewohnte Denkmuster im Management durchbrechen?
Warum erzielt Werbung beim Empfänger oft nicht die erhoffte
Wirkung? Ist unsere Soziale Marktwirtschaft als Modell noch
überlebensfähig? Auch zu Themen wie Mensch-Maschine-Interaktion, Psycholinguistik oder der Funktionsweise des menschlichen
Immunsystems erwarten Sie weitere interessante Einsichten.
Die Referenten sind allesamt Experten unserer strategischen
Partnerhochschulen.
Zu den Highlights des Programms zählt die „International Audi
Guest Lecture“ von Prof. Dr. Junhai Liu von der Renmin University
of China in Peking, Inhaber einer Audi Gastprofessur an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er wird aktuelle gesetzliche Reformen in China erläutern und aufzeigen, welche Folgen
sie für internationale Unternehmen haben.
Inspirierende Stunden mit vielen neuen Gedankenanstößen
wünscht Ihnen
Ihr Thomas Sigi
Prof. h.c. Thomas Sigi
Personalvorstand und Arbeitsdirektor der AUDI AG
Jahresprogramm 2015
Vorträge in Ingolstadt
19. Februar 2015 .......................................................................................
Gesten, Blicke, Berührungen:
Perspektiven natürlicher Mensch-Computer-Interaktion
Prof. Dr.-Ing. Raimund Dachselt
Technische Universität Dresden
6
17. März 2015 ............................................................................................
Die Immunantwort der Leber – ein zweischneidiges Schwert
Prof. Dr. Percy A. Knolle
Technische Universität München
7
21. April 2015 ............................................................................................. 8
Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen:
Perspektiven aus der Wissenschaft
Prof. Dr. Claudia Maria Riehl
Ludwig-Maximilians-Universität München
19. Mai 2015 ...............................................................................................
Ethik in einer kapitalistischen Marktwirtschaft
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ulrich Küpper
Ludwig-Maximilians-Universität München
9
23. Juni 2015 International Audi Guest Lecture...........................................
The Impacts of Reform of Corporate Law and Consumer Law
on the Multinationals Doing Business in China
Prof. Dr. Junhai Liu
Renmin University of China (Peking)
10
21. Juli 2015 .............................................................................................
„Das ist gerade nochmal gut gegangen“ –
Sicherheit im Straßenverkehr als Herausforderung
für eine lebensbegleitende Verkehrsbildung
Prof. Dr. phil. Margret M. Fell
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
11
22. September 2015 ..............................................................................
Überforderte Arbeitnehmer versus Generation Y
Prof. Dr. Claudia Lieske
Technische Hochschule Ingolstadt
12
20. Oktober 2015 ....................................................................................
Vertrauen zahlt sich aus!
Prof. Dr. Antoinette Weibel
Universität St. Gallen
13
Jahresprogramm 2015
17. November 2015 ...............................................................................
Vorsicht Management! – Lernen von Musterbrechern
Prof. Dr. Hans A. Wüthrich
Universität der Bundeswehr München
14
15. Dezember 2015 ................................................................................
Vom Sinn und Unsinn von Werbung:
Was machen Firmen und wie macht man es richtig?
Prof. Dr. Andreas Fürst
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
15
Vorträge in Neckarsulm
26. März 2015 .......................................................................................... 16
Simulation von Faserverbundwerkstoffen:
Auf dem Weg zu einer geschlossenen Simulationsprozesskette
Prof. Dr.-Ing. Peter Middendorf
Universität Stuttgart
25. Juni 2015 ............................................................................................
„Programmieren durch Vormachen“: Wie lernen Roboter?
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Dillmann
Karlsruher Institut für Technologie
17
24. September 2015 ..............................................................................
Mensch und Technik – heute und morgen
Prof. Dr.-Ing. Carsten Wittenberg
Hochschule Heilbronn
18
26. November 2015 ...............................................................................
Innovation braucht Resourceful Humans – Aufbruch in
eine neue Arbeitskultur durch Virtual Engineering
Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova
Karlsruher Institut für Technologie
19
Das Audi Kolloquium ist eine Erweiterung des akademischen Angebots für die
jeweiligen Regionen der Audi Standorte. Die Veranstaltungsreihe bietet jedem
Interessierten die Möglichkeit, Einblicke in aktuelle gesellschaftliche und
wissenschaftliche Themen zu erhalten. Namhafte Referenten der Audi Partnerhochschulen bringen ihre wissenschaftlichen Ansätze anschaulich näher.
Die Vorträge finden jeweils um 18:00 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Eine Anmeldung zum jeweiligen Vortrag unter dem Reiter „Audi Kolloquium“
auf der Seite www.audi.de/wissenschaftskooperationen ist erforderlich.
19. Februar 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Gesten, Blicke,
Berührungen:
Perspektiven
natürlicher MenschComputer-Interaktion
Prof. Dr.-Ing. Raimund Dachselt
Technische Universität Dresden
Interactive Media Lab Dresden, Fakultät für Informatik
Smartphones und Tablets sind zunehmend zu unverzichtbaren
Werkzeugen geworden, und deren Bedienung allein mit unseren
Fingern geht uns (größtenteils) leicht von der Hand. Das drei
Jahrzehnte dominierende Paradigma von Einzelplatzrechnern mit
grafischen Benutzungsschnittstellen, die mit Maus und Tastatur
bedient werden, beginnt zu wanken. Immens groß ist inzwischen
das Spektrum an neuartigen Eingabeformen zur Bedienung von
Computern, und es schließt neben Multitouch-Eingabe die Interaktion mit Stiften, Freihandgesten, Füßen, unseren Augen oder
greifbaren Objekten ein.
Im Vortrag werden anhand von zahlreichen eigenen Forschungsergebnissen des Interactive Media Labs Dresden an der Technischen Universität Dresden neue Wege aufgezeigt, wie Menschen
auf sehr natürliche Weise mit künftigen Computersystemen interagieren können. Dazu zählt z.B. die Kombination aus Stifteingabe und Multitouch, um Diagramme effizient und leicht editieren
zu können oder die Kombination aus Augensteuerung und Smartphone-Berührungen, um mit Inhalten auf sehr großen Displaywänden zu arbeiten. „Tangible Displays“ sind hingegen in der Hand
gehaltene, leichtgewichtige Displays, die durch den Raum bewegt
werden können. Je nach Lage zeigen sie unterschiedliche Inhalte
an und erlauben eine „magische“ und sehr intuitive Exploration
von Daten.
6
17. März 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Die Immunantwort
der Leber – ein zweischneidiges Schwert
Prof. Dr. Percy A. Knolle
Technische Universität München
Institut für Molekulare Immunologie
Jeder dritte Mensch weltweit wird mit dem Hepatitis B Virus
infiziert, 350 Millionen Menschen haben eine chronische VirusHepatitis. Fast 300 Millionen Menschen erfahren jährlich eine
Infizierung durch Malaria. Die Mortalität akuter Infektionen
und die Konsequenzen chronischer Infektionen betreffen zwei
Millionen Menschen – jedes Jahr!
Die Kontrolle einer Infektion erfolgt durch Immunzellen, welche
die mit dem Blut durch die Leber zirkulierende Bakterien eliminieren und Virus- / Parasiten-infizierte Hepatozyten töten. Die Immunantwort gegen akute Infektionen ist auf die schnelle Kontrolle
und Elimination der Pathogene ausgelegt, um chronische immunvermittelte Schäden zu vermeiden. Hierbei laufen in der Leber
einzigartige immunologische Prozesse ab, die man sich auch für
die Kontrolle anderer Infektionen und sogar für den Kampf gegen
Krebs zu Nutze machen könnte.
Neben der Kontrolle von Infektionen beeinflusst das Immunsystem
auch die Entstehung der Fettleber-Hepatitis. Eine Erkrankung die
drei bis fünf Prozent der Bevölkerung betrifft – bei stark ansteigender Rate – da bis zu 40 % der Bevölkerung eine Leberverfettung
aufweisen. Dabei führt die vom Immunsystem ausgelöste Entzündungsreaktion über unterschiedliche Wege zu einer chronischen
Entzündung der Leber und schließlich unter Umständen zur Entwicklung von Leberkrebs.
Die Forschung an der TUM verfolgt die Entwicklung zielgerichteter
Therapien, ein schwieriges Unterfangen aufgrund der zweischneidigen Funktion des Immunsystems. Neue Ansätze umfassen die
Entwicklung von Präventions-Maßnahmen, um Organschäden
und die Entwicklung von Krebs bereits in einem frühen Stadium
zu verhindern.
7
21. April 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Mehrsprachigkeit
und Sprachenlernen:
Perspektiven aus der
Wissenschaft
Prof. Dr. Claudia Maria Riehl
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsch als Fremdsprache
Mehrsprachigkeit stellt eine wichtige natürliche Ressource in
unserer globalisierten Gesellschaft dar, die sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft von Bedeutung ist. Im Gegensatz
zu Mitteleuropa ist in vielen Regionen der Welt Mehrsprachigkeit
der Normalfall. Allerdings gibt es verschiedene Formen von Mehrsprachigkeit, die je nach Sozialisation und Situation unterschiedlich
sein können und vom Zeitpunkt und der Art des Erwerbs abhängen.
Insgesamt zeigt sich, dass der Erwerb mehrerer Sprachen über
psychologische Aspekte hinaus auch kognitive und neuronale
Vorteile mit sich bringt.
In dem Vortrag werden Ergebnisse aus psycholinguistischen Testverfahren, aus der Sprachbeobachtung und der Hirnforschung
präsentiert, die diese Vorteile empirisch belegen. Dabei wird einerseits gezeigt, welche positiven Auswirkungen besonders die frühe
Mehrsprachigkeit bei Kindern hat, und andererseits, wie sich Mehrsprachigkeit auch im Alter positiv auf die mentale Gesundheit
auswirkt. In einem abschließenden Teil wird diskutiert, wie man
Sprachenlernen gezielt fördern kann, um das Potential der Mehrsprachigkeit gewinnbringend nutzen zu können.
8
19. Mai 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Ethik in einer
kapitalistischen
Marktwirtschaft
Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Ulrich Küpper
Prof. em. der Ludwig-Maximilians-Universität München
Direktor des ehemaligen Instituts für Produktionswirtschaft
und Controlling
Zwischen 1945 und 1990 war die Welt durch den Gegensatz
zwischen Ost und West, dem planwirtschaftlich-kommunistischen
und dem kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem,
geprägt. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion schien diese
Auseinandersetzung zugunsten des kapitalistischen Systems
entschieden. Die Krisen der New Economy, der Finanzmärkte und
des Euro ließen daran starke Zweifel aufkommen.
Damit stellt sich die Frage nach der moralischen Grundlage
unseres Wirtschaftssystems. In diesem Vortrag wird der ethische
Hintergrund der Marktwirtschaft analysiert und gefragt, inwieweit
ethische Konzepte in unserer wirtschaftlichen Ordnung sowie
im einzelnen Unternehmen bedeutsam werden können. Der Vortrag ist letztlich ein Plädoyer dafür, die moralischen Chancen der
sozialen Marktwirtschaft zu nutzen, wo und wie dies auch immer
möglich erscheint.
9
23. Juni 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
The Impacts of Reform
of Corporate Law and
Consumer Law on the
Multinationals Doing
Business in China
Prof. Dr. Junhai Liu
Renmin University of China
Director, Business Law Center
Prof. Dr. Liu will introduce the latest developments in Chinese
Corporate Law and Consumer Law. In this context he will discuss
the institutional innovation of capital systems, including the
abolishment of the minimum mandatory capital requirements
and full amount payment of subscribed capital upon the corporate
registration. Furthermore, the relaxation of the requirements of
corporate domicile, the abolishment of the annual examination
system, the creation of an annual report system and the innovation
of electronic registration licenses will be approached.
Prof. Liu will also explore possible responses to creditors, such as
searching platforms for credit information of corporations and
norms to punish dishonest corporations. Other sanctions include
the application of piercing corporate veil, the valuation of due
diligence and the implementation of civil liabilities towards
shareholders paying insufficient capital or withdrawing capital
from the corporation.
As the pioneering scholar of corporate social responsibility in
China and Vice Chairman for the "China Consumers’ Association",
Prof. Liu will also present some examples for failures of corporate
social responsibility regarding the needs of consumers. Moreover,
he will suggest for multinational corporations to seek win-win
solutions and thereby achieve sustainable success as consumerfriendly multinationals on the Chinese market.
10
21. Juli 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
„Das ist gerade noch mal
gut gegangen“ – Sicherheit im Straßenverkehr
als Herausforderung für
eine lebensbegleitende
Verkehrsbildung
Prof. Dr. phil. Margret M. Fell
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Lehrstuhl Erwachsenenbildung / Außerschulische Jugendbildung
Wir leben und arbeiten in einer Gesellschaft, in der ein sicheres
sich Fortbewegenkönnen von einem Ort zum anderen Ort zu den
wichtigsten Schlüsselkompetenzen der allgemeinen Daseinsbewältigung zählt. Doch bei weitem nicht jeder Verkehrsteilnehmende
verfügt über die für diese Schlüsselkompetenz erforderlichen
Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das gilt nicht zuletzt für viele Führerscheininhaber. Deshalb wird der Erwerb dieser Schlüsselkompetenzen v.a. in Gesellschaften, die von räumlicher Mobilität leben
und in denen die gemischte Nutzung von Verkehrswegen immer
potentielle Konflikte birgt, immer notwendiger. Demzufolge ist
es nicht ab„wegig“ – neben verbesserten Fahrzeugtechniken und
verkehrspolitischen Maßnahmen – die Hauptakteure des Verkehrswesens, die Verkehrsteilnehmenden selber, mehr als bisher in den
Mittelpunkt weiterer Überlegungen zu rücken und sich auf die
Verbesserung ihres Verkehrshandelns zu konzentrieren. Mit dem
Lebensbereich Straßenverkehr verhält es sich genauso wie mit
anderen Lebensfeldern: einmal gelernt, heißt nicht für immer
gelernt. Die Entwicklung des Straßenverkehrs stellt sich als ein
gesamtgesellschaftliches Problem dar, das nicht allein verkehrspolitisch gelöst werden kann. Insoweit lassen sich Maßnahmen
zur Verbesserung des Verkehrshandelns durchaus auch als (öffentlicher) Bildungsauftrag formulieren, den z.B. Volkshochschulen,
Bildungswerke, Familienbildungsstätten, Einrichtungen der
beruflichen und betrieblichen Weiterbildung, aber auch Senioreneinrichtungen und Rehakliniken durch Bereitstellung geeigneter
Angebote zur Verkehrsbildung für die Allgemeinheit erfüllen
können.
11
22. September 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Überforderte
Arbeitnehmer
versus Generation Y
Prof. Dr. Claudia Lieske
Technische Hochschule Ingolstadt
Professur für Internationales HR-Management
Permanente Anbindung an die Arbeitswelt – 24 Stunden am Tag,
sieben Tage die Woche – und Informationsüberflutung führen
häufig zu überforderten Mitarbeitern mit geringerer Produktivität
und schwindender Loyalität zum Unternehmen. Studien zeigen,
dass viele Führungskräfte die Überforderung der Mitarbeiter
bereits als dringendes Problem erkennen, gleichzeitig ihr Unternehmen für die Bewältigung dieser Herausforderung aber noch
nicht gerüstet sehen.
Besondere Relevanz erhält das Thema im Hinblick auf die nachwachsende Generation. Groß geworden als „digital natives“ mit
viel direkterem Bezug zu Internet und mobiler Kommunikation
als die Vorgängergenerationen, zeichnet sich die Generation Y
insbesondere durch die Forderung nach mehr Sinn in der Arbeit,
mehr Freiräumen und Selbstverwirklichung aus.
Wie geht die Generation Y mit Themen wie „Arbeitsüberforderung“ und „permanente Erreichbarkeit für den Job“ um?
Diese Fragen sollen im Rahmen des Vortrags aufgegriffen und
mögliche Lösungsvorschläge dargestellt werden.
12
20. Oktober 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Vertrauen
zahlt sich aus!
Prof. Dr. Antoinette Weibel
Universität St. Gallen
Institut für Führung und Personalmanagement
„Vertrauen ist wie die Luft zum Atmen“ merkt die Vertrauensforscherin Anette Baier an. „Wenn es da ist, bemerkt es niemand
so recht. Doch wenn es fehlt, merkt es jeder.“ Leider geht es vielen
Unternehmen zur Zeit so, dass sie den Vertrauensverlust schmerzlich spüren: reduziertes freiwilliges Arbeitsengagement der Mitarbeitenden, abnehmende Bindung und Loyalität gegenüber dem
Unternehmen und fehlendes Interesse im Unternehmen mitzudenken und mitzuhelfen sind klare Indikatoren für diese Situation.
Fehlendes Vertrauen erhöht die Kontrollkosten und verringert die
Entwicklungschancen des Unternehmens. Ziel dieses Vortrags ist
aufzeigen, wie man Vertrauen im Unternehmen pflegt. Im Mittelpunkt stehen drei Vertrauenssäulen: 1) die Schaffung inspirierender Arbeitsplätze, 2) wertschätzende und auf Augenhöhe befindliche Führungsarbeit und 3) eine respektvolle und pro-aktive
Unternehmenskultur. Auf der Grundlage von wissenschaftlicher
Evidenz und Beispielen, welche auf „next practices“ aufbauen,
wird vermittelt, wie Vertrauensaufbau und -pflege in Unternehmen
gelingen kann.
13
17. November 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Vorsicht Management! –
Lernen von
Musterbrechern
Prof. Dr. Hans A. Wüthrich
Universität der Bundeswehr München
Lehrstuhl für Internationales Management,
Institut für zukunftsfähige Organisationen
Offenbar gibt es weltweit nur einen einzigen Organisationsdesigner:
überall dieselben Systeme, dieselben Instrumente, dieselben
Prozesse. Und überall dieselben Sorgen aus denselben Gründen.
Doch ab und zu wird man überrascht – und trifft auf mutige Menschen, die den Steuerungs- und Kontrollraum renoviert oder gar
umgebaut haben. Manche haben den Systemen nur einen neuen
Anstrich gegeben, andere trauten sich, vorgeschriebene Systemupdates zu ignorieren, wiederum andere ließen gänzlich neue
Komponenten bauen und versteckten sie geschickt in den alten
grauen Gehäusen. Diese Renovierer, Umbauer, Update-Ignorierer
und Komponentenauswechsler nennen wir Musterbrecher. Sie
verlassen nicht das Spielfeld, dann wären sie Aussteiger – aber
sie machen dennoch nicht einfach weiter wie bisher.
Der Vortrag lädt ein zu einer Reise der Reflexion über Management
und Leadership und offeriert Denkangebote und Impulse für alle
diejenigen, die an einem (Denk-) Musterwechsel interessiert sind.
14
15. Dezember 2015
Audi Konferenz Center Ingolstadt
Vom Sinn und Unsinn
von Werbung:
Was machen Firmen
und wie macht man
es richtig?
Prof. Dr. Andreas Fürst
Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen
Lehrstuhl für Marketing
Jährlich investieren Firmen allein in Deutschland einen zweistelligen Milliarden-Betrag in Werbung. Hintergrund ist die Hoffnung
bzw. Erwartung, dass sich die Investitionen spürbar auf den finanziellen Erfolg der Firma auswirken. Allerdings erfüllt sich diese
Hoffnung bzw. Erwartung (scheinbar) nicht immer, was vielerorts
zu spürbarer Skepsis gegenüber Werbung führt.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Einstellungen von Kunden
zu Werbung und die aktuelle Werbepraxis von Firmen. Darüber
hinaus werden einige weit verbreitete Fehler von Firmen beim
Umgang mit Werbung vorgestellt sowie Empfehlungen für gute
Werbung gegeben. Hierbei wird sowohl auf Werbung in den klassischen Medien (z.B. TV, Print) eingegangen, als auch auf Werbung
in den neuen Medien (z.B. Suchmaschinen, Social Media).
Positiv- und Negativbeispiele aus verschiedenen Branchen (u.a.,
aber nicht nur, der Automobilindustrie) illustrieren die dargestellten Inhalte und verdeutlichen, dass gute Werbung nicht nur
Kreativität erfordert, sondern auch ein gutes Gespür für den
Kunden und den Wettbewerb sowie die unterschiedliche Wirkungsweise verschiedener Medien.
15
26. März 2015
Audi Forum Neckarsulm
Simulation von Faserverbundwerkstoffen:
Auf dem Weg zu
einer geschlossenen
Simulationsprozesskette
Prof. Dr.-Ing. Peter Middendorf
Universität Stuttgart
Institut für Flugzeugbau
Faserverbundwerkstoffe, insbesondere mit Kohlenstofffaserverstärkung (CFK) weisen ein nominell sehr hohes Leichtbaupotenzial
auf. Eine von vielen Herausforderungen zur Ausnutzung dieses
Potenzials liegt in der Simulation des Werkstoffes und des Werkstoffverhaltens. Da dieser erst mit der Fertigung des entsprechenden Bauteils entsteht, ist die Einbeziehung der Prozesssimulation
und Übertragung der daraus relevanten Daten in die Strukturberechnung eine wichtige Voraussetzung zur Erzielung einer besseren
Prognosegüte. Um dies zu erreichen, müssen einzelne SoftwareTools miteinander kommunizieren und Daten austauschen können,
man spricht dann von einer sogenannten Simulationskette entlang des Fertigungsprozesses.
Neben dem Datenhandling steht der Modellierungslevel bei diesem Ansatz im Fokus: einzelne Phänomene können in der Prozesssimulation nur auf mesoskopischer Ebene abgebildet werden,
während man aus Rechenzeitgründen für die Strukturberechnung,
z.B. eine Crashsimulation, makroskopische, d.h. homogenisierte
phänomenologische Modelle anstrebt.
In diesem Spannungsfeld hat es in den letzten 10 Jahren relevante
Fortschritte in Forschung und Entwicklung gegeben, von denen
einige ausgewählte Beispiele im Rahmen des Vortrags vorgestellt
und diskutiert werden sollen.
16
25. Juni 2015
Audi Forum Neckarsulm
„Programmierung
durch Vormachen“:
Wie lernen Roboter?
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Dillmann
Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Anthropomatik und Robotik
Um eine höhere Akzeptanz durch menschliche Nutzer zu erzielen,
wird bei Robotern in Alltagsszenarien eine menschenähnliche
Gestalt sowie menschenähnliches Verhalten angestrebt. Aktuelle
Entwicklungen in Forschung und Industrie schlagen hierzu humanoide Roboter in unterschiedlichsten Konfigurationen und Komplexitätsgraden vor. Die Gesichtssinne des Roboters bestehen
dabei aus visuellen, haptischen und akustischen Sensoren zur
Erfassung des Zustands der Umgebung und bieten ihm die Fähigkeit, Objekte und Personen und deren Handlungen zu erkennen
und situationsgerecht auf diese zu reagieren. Das Bewegungssystem eines humanoiden Roboters ist dabei auf menschenkompatible Bewegungen zugeschnitten, so dass das Verhalten des
Roboters auf Menschen vertraut wirkt und kooperatives Handeln
zwischen Mensch und Roboter möglich wird.
Zur Unterstützung einer sicheren Kooperation mit dem Menschen,
muss ein Roboter in der Lage sein, die Absicht des Menschen zu
erkennen und mit bereits vorhandenem Wissen zu assoziieren.
Unter Anwendung dieses Wissens, bzw. unter Nutzung bereits
gemachter Erfahrungen, ist es möglich, eine intuitive und situationsabhängige Kooperation zu erzielen. Die Fähigkeit des Roboters
zum Lernen von Handlungen durch Beobachtung des Menschen
spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das zur Durchführung der
Aufgabe erforderliche Geschick und notwendige Verhalten wird
dabei durch den Menschen vorgeführt und durch den Roboter
mithilfe dessen Sensoren zunächst gespeichert, interpretiert und
danach gelernt. Über die maschinelle Beobachtung und Deutung
einer menschlichen Handlung wird es einem Benutzer möglich,
ein Robotersystem an neue Aufgaben heranzuführen und dessen
Verhalten zu korrigieren und um individuelle Fähigkeiten zu erweitern. Diese Vorgehensweise wird „Programmierung durch Vormachen“ genannt. Der Stand der Entwicklung wird in diesem Vortrag
aufgezeigt und einige Anwendungsszenarien illustriert.
17
24. September 2015
Audi Forum Neckarsulm
Mensch und Technik –
heute und morgen
Prof. Dr.-Ing. Carsten Wittenberg
Hochschule Heilbronn
Lehrstuhl für Robotik und Automation
Wir Menschen sind auf der einen Seite sehr technikbegeistert,
tun uns andererseits aber auch sehr schwer mit der Benutzung
von technischen Produkten.
Der Vortrag beleuchtet, wie menschliche Eigenschaften zu der
Einschränkung der Benutzbarkeit technischer Produkte führen,
andererseits aber auch zu neuen Technologien inspirieren. Eine
Reihe von Beispielen aus unserem täglichen Umfeld bis hin zu
Spezialanwendungen illustrieren dies.
Gleichzeitig wird der Blick in die Zukunft gewagt: Wie stellt man
sich die Interaktion zwischen Mensch und Technik in den kommenden Jahrzehnten vor, wenn Informationen in Echtzeit uns allgegenwärtig präsentiert werden, das „Internet“ zum „Outernet“
wird oder technische Dinge und Maschinen ihre eigenen sozialen
Netzwerke bilden.
18
26. November 2015
Audi Forum Neckarsulm
Innovation braucht
Resourceful Humans –
Aufbruch in eine neue
Arbeitskultur durch
Virtual Engineering
Prof. Dr. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jivka Ovtcharova
Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen
Der wahrhaftige Wandel der Gesellschaft von technologie- zu
menschzentriert drückt sich zuallererst in einem natürlichen
Mensch-Maschine-Kommunikationsstil aus, der auf Verständnis
und Dialog zwischen Mensch und Maschine basiert und die Verknüpfung von mehreren Kommunikationskanälen der menschlichen Wahrnehmung (unter anderem Sehen, Hören, Riechen,
Schmecken und Tasten) voraussetzt. Noch steht dieser Wandel
und der damit verbundene Aufbruch in eine neue Lebens- und
Arbeitskultur ganz am Anfang, jedoch sind schon heute weitgehende Auswirkungen in allen menschlichen Lebensbereichen,
wie Gesellschaftsformen, Technologie, Ökonomie und Wertesysteme sichtbar.
Dieser Vortrag befasst sich mit der Problematik der MenschMaschine-Mensch-Schnittstelle im Kontext des Virtual Engineering.
Da systemtechnische Lösungen heutzutage in Zusammenhang
mit der Verwaltung von komplexen und umfangreichen Problemstellungen und Informationsmengen stehen, setzt das Virtual
Engineering mit seinem Ansatz „Reducing Complexity“ an und
reduziert die Komplexität auf das Wesentliche, um Menschen als
„Resourceful Humans“ in Entscheidungsprozessen zu unterstützen.
Dies ermöglicht es Menschen, einander an ihren Ideen teilhaben
zu lassen und neue Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen
multidisziplinäre Teams mit unterschiedlichen, jedoch sich ergänzenden Erfahrungen nachhaltig zusammenarbeiten können. Diese
Thematik betrifft über Prozesse der operativen Ebene hinausgehend insbesondere auch Unternehmensentwicklungs-, Strategieplanungs- und Managementprozesse. Aktuelle VE-Anwendungen
in der Produktentwicklung, Produktion und Bildung werden anhand von Forschungsergebnissen des Instituts für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI) (www.imi.kit.edu) am
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) (www.kit.edu) illustriert.
19
Wissenschaftskooperationen von Audi
Seit zwölf Jahren bilden die Ingolstadt Institute (INI) und Hochschulinstitute Neckarsulm (HIN) in enger Kooperation mit der
AUDI AG und führenden Hochschulen regionale Kompetenzzentren.
Wissenschaft und Industrie arbeiten bei der Entwicklung von
innovativen Problemlösungen eng zusammen.
INI.TUD
INGOLSTADT INSTITUTE DER TU DRESDEN
Seit 2010 erweitert die internationale Audi Gastprofessur das
Lehrangebot an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der
Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Internationale Wissenschaftler geben in englischsprachigen Vorträgen einen Einblick
in internationale Forschung zu wirtschaftswissenschaftlichen, wirtschaftsrechtlichen und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen.
International Audi Guest Lecture
20
Anfahrt
Standort Ingolstadt
Audi Konferenz Center (A60)
Ettinger Straße, 85057 Ingolstadt
Hepberg
Wettstetten
BAB Ausfahrt
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Nürnberg
Nr. 60
Oberhaunstadt
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Standort Neckarsulm
Audi Forum Neckarsulm
NSU-Straße 1, 74172 Neckarsulm
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21
Ausfahrt
Neckarsulm/Heilbronn
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Notizen
Der Veranstalter behält sich Änderungen im Programm vor.
Besucher der Veranstaltung erklären sich mit evtl. entstehenden Bild- und
Tonaufnahmen ihrer Person während einer Veranstaltung einverstanden.
Eine weitere Verwertung des Materials zur redaktionellen Berichterstattung
ist ohne Anspruch auf Vergütung möglich.
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Audi Wissenschaftskooperationen
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www.audi.de/wissenschaftskooperationen
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