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Ausgabe 63 - 07 Das Stadtmagazin . BLOG

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AUSGABE
Kultur l Veranstaltungen l Termine l Aktuelles l Gastronomie l Shopping
63
Februar 2015
Viadukt mit Geschichte
Märchensammler
Die Autobahnbrücke in Göschwitz wurde
vor rund 75 Jahren eingeweiht
Musäus machte die Sagenfigur
R­übezahl salonfähig
On Tour:
­F eine ­Sahne ­
Fischfilet
Support:
Waving The Guns
Kassablanca,
27.02.2015
­Semin
Lehm • Kalk • Hanf Schilf • Holzfaser Farben • Wandheizung
are im
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ökologisch • ökonomisch
nachhaltig • gesund
3
Willkommen
| inhalt |
| vorwort |
Liebe
­Leserinnen,
liebe Leser,
Jena
Wenn es darum geht, einen bekannten
deutschen Märchensammler bzw. Märchenerzähler zu nennen, fallen den meisten an
erster Stelle die Gebrüder Grimm ein. Jena
hat jedoch einen Sohn hervorgebracht, der
sich schon einige Jahre vor dem Bruderpaar
daran machte, im Volk Geschichten und
Ammenmärchen zu sammeln: Johann Karl
August Musäus. 1735 in der Saalestadt geboren, schlug er zunächst zwar den Weg eines
Geistlichen ein, besann sich jedoch, nachdem
seine Dorfgemeinde ihn wegen ›würdelosen‹
Verhaltens (er hatte in der Öffentlichkeit getanzt!) aus dem Amt gejagt hatte, eines besseren und verlegte sich auf das geschriebene
Wort. Da er von der Romanschreiberei allein
Matthias Hartmann hat schon mehr als 40 Jahre lang Esel als treue Begleiter.
10
nicht leben konnte, trat er in Weimar zusätzlich die Stelle eines Pagenhofmeisters und
eines Gymnasialprofessors an. In seiner FreiChristoph Heidens »Teufelsloch«
21
zeit jedoch trug er alle Legenden, Sagen und
Ausgezeichnetes Bier
21
Volksmärchen zusammen, deren er habhaft
werden konnte. Dafür durchstöberte er nicht
Thomas Hettche liest in der
nur alle auffindbaren Chroniken, sondern lud
Villa Rosenthal
21
auch Männer, Frauen und Kinder, egal welchen Standes und Alters dazu ein, ihm GeMathias Perlet in der Galerie
schichten zu erzählen.
Huber & Treff
25
Das Ergebnis dieser Sammelleidenschaft
Post mit eckigen Klammern
28
bildeten die »Volksmärchen der Deutschen«,
14
die Musäus in den Jahren 1782 — 86 nach
»Faust« am Theater Rudolstadt
29
und nach veröffentlichte. Musäus selbst ist
›Team Me‹ im Kassablanca
4
es wahrscheinlich nicht bewusst gewesen,
Die Autobahnbrücke in Göschwitz
30
jedoch stellt diese Märchensammlung aus
Adrian Crowley im Glashaus
5
Jenaer Straßengeschichten Teil 7
32
heutiger Sicht tatsächlich den Anfang der
»Feine Sahne Fischfilet« im Interview
6
literarischen Märchentradition im deutschen
Barock und Gegenwart
Sprachraum dar. Und auch eine weitere ›Piim Kunsthaus Apolda
34
»Hamlet« am Theaterhaus Jena
8
onierarbeit‹ kann dem Weimarer Märchenonkel hierbei zugute geschrieben werden:
Neue Bücher
35
»Junior« im Café Wagner
9
Indem er fünf humorvoll erzählte RübezahlNeue DVDs
36
Joachim Witt im F-Haus
9
Legenden in seine »Volksmärchen« aufnahm,
war
er der erste unter zahlreichen ihm nachKleinanzeigen38
Unnützes Wissen
11
eifernden Dichtern, der die sagenumwobene
Figur aus dem Riesengebirge einem breiten
Wir fragen, Jena antwortet
50
Lichtbildarena Spezial
12
Publikum auf höchst unterhaltsame Weise
Klugs Newsletterwelt
13
zugänglich zu machen verstand.
Ein ausführliches biographisches Porträt
Paul ist tot!
14
von Johann Karl August Musäus finden Sie in
dieser Februarausgabe — wie natürlich auch
»Yesterday — The Beatles Musical«
die gewohnte Fülle an Informationen, Empkommt nach Jena
15
fehlungen, Geschichten und Kolumnen, für
Ein ausgezeichnetes Hotel
16
die unser Magazin bekannt ist.
Kalender
Individuelle Ernährungspläne
17
Ein angenehmes Blättern und Lesen
Kulturkalender Februar 2015
40
wünscht Ihnen
Johann Karl August Musäus im Portrait 18
Filmempfehlungen Schillerhof
Geschichten in Stein
20
zum Herausnehmen
26
Ihr Stadtmagazin 07
Eselfreund
4
September
Februar 2015
2012
| konzert |
Durchstarten
mit Team Me
Z
um »Electro Swing Pulse« eröffnet das
Kassablanca am 6. Februar eine neue
Spielwiese zwischen Konzert und Party. Mit Suit Kei aus Italien kommt hierfür
gleich eine echte Szenegröße. Ihr vielseitig beeinflusster Stil schlägt sich, umspielt
von prägnanten Sounds und Funkparts der
1980er, im Electro Swing und handfestem
Techno nieder. Zum Höhepunkt der Show
wird dann ein Kollektiv auf die Bühne springen, das derzeit wie kein zweites für Furore
sorgt. Denn wenn gesalzener 50’s Rock’n’Roll
und organische Electronica aufeinandertreffen oder Swingsounds mit süßen Dubflächen
verschmelzen, ist so ziemlich genau das in
Worte gefasst, was bei Bomba ­Titinka geschieht.
Wer zu faul zum Lesen ist, kauft sich Hörbücher und wer einen ausführlichen Buch-
tipp braucht, geht zu Lesungen. Am 18. Februar kommt Gereon Klug ins Kassa, um sein
aktuelles Buch »Low Fidelity. Hans E. Plattes
Briefe gegen den Mainstream« vorzustellen.
Ein hitverdächtiges Werk, das eigentlich viel
mehr eine Sammlung von Newslettern ist.
Geschrieben sind diese von Hans E. Platte
alias Gereon Klug aus dem Pudelclub-, Rocko
Schamoni- und Studio Braun-Umfeld. Ein
Buch nur aus Newslettern? Exakt. Denn Klug
machte aus Werbe-E-Mails eine freie Kunstform — mit Konsequenz und Dauerimperativ.
Klingt absurd? Ist es auch.
Zum Ende des Monats gibt es dann noch
ein musikalisches Highlight aus Norwegen:
Team Me sprühen vor kindlicher Energie
und brennen für große Melodien. Dem fast
schon bieder gewordenen Folk-Pop verhelfen
sie so zu neuer Jugend, vielleicht auch, weil
| Lesung |
Team Me
sie musikalisch so herrlich unkonventionell
arbeiten. ›Team Me‹ klingen so euphorisch
wie ein Duracell Hase mit frischen Akkus.
Das wird nicht nur Fans von Fanfarlo, Sufjan
Stevens, Friska Viljor und Artgenossen gefallen. ›Team Me‹ sind ein wilder und zappeliger
Haufen, von dem man eine durchtanzte Nacht
und eine Portion Muskelkater (garantiert) bekommt.(msz)
Kassablanca ­Konzertempfehlungen:
06.02.2015: Bomba Titinka & Suit Kei,
Beginn: 22 Uhr
18.02.2015: Gereon Klug Lesung, Beginn:
20 Uhr
26.02.2015: Team Me + Support, Beginn:
21 Uhr
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Wir Angepassten
In einer gemeinsamen Veranstaltung der Ernst-Abbe-Bücherei und der
­ eschichtswerkstatt Jena reflektiert Roland Jahn am 25. Februar über das
G
Leben in der DDR zwischen Anpassung und Widerspruch.
Roland Jahn (geb. 1953), ein Sohn
der Stadt Jena, wurde 1982 nach
wiederholten ›staatsfeindlichen‹
Aktivitäten in seiner Heimatstadt
inhaftiert und verurteilt, ein Jahr
später schließlich in den Westen
abgeschoben. Jahn behielt jedoch
auch von dort aus Kontakt zu
DDR-Oppositionellen und berichtete regelmäßig für ARD und ZDF,
unter anderem über Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in der DDR. Nach der
Wende arbeitete Jahn als Rundfunkredakteur
für das Politmagazin »Kontraste«, 2011 wurde
er schließlich vom Deutschen Bundestag zum
Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen
gewählt.
Am 25. Februar kommt Jahn mit seinem
2014 erschienenen Buch »Wir Angepassten«
ins Volkshaus nach Jena. »Wir
Angepassten« enthält Erinnerungen an sein Leben in der DDR,
an Geschichten von Freunden
und Weggefährten: »Es sind Beschreibungen anhand konkreter
Erlebnisse«, heißt es in seinem
Vorwort, »die Menschen dazu bewogen haben, sich zu gewöhnen,
zu schweigen, mitzulaufen oder
auch die Angst zu überwinden.
Allen diesen Erinnerungen ist
gemeinsam, dass sie zeigen, dass
das Leben unter den Bedingungen der Diktatur Menschen oft vor unmögliche Entscheidungen stellt. Das eigene Menschsein wird
auf eine bisweilen absurde Art getestet …«
Zur Wahl gehen oder den Studienplatz
riskieren? Den Kontakt zur Tante im Westen
abbrechen oder den beruflichen Aufstieg ge-
Roland Jahn
fährden? Solchen und ähnlichen Fragen haben sich viele Menschen in der DDR stellen
müssen. Roland Jahn, selbst ein »Rädchen
im Mechanismus der Diktatur« bevor er sich
dieser verweigerte, erzählt in seiner Lesung
vom DDR-Alltag, dem allgemeinen und seinem eigenen. Vieles davon läuft auf die Frage hinaus, warum sich so viele den Vorgaben
des SED-Staates angepasst haben: Wie groß
war letztlich der Spielraum, den der Einzelne
hatte?
Roland Jahn
»Wir Angepassten. Überleben in der
DDR«
25.02.2015, Volkshaus, Großer Saal,
20 Uhr
Kartenvorverkauf in der Jena TouristInformation
Foto: Arnfinn Johnsen
Wie in jedem Jahr hat sich das Kassablanca über den Jahreswechsel
eine kurze Pause zum Durchatmen, Reparieren und Durchkehren gegönnt.
Pünktlich zum Februar startet man jedoch wieder ins ›Tagegeschäft‹.
5
September
Februar
2015
2012
Fotos: Dara Munnis / Tobias Schütze
| konzert |
Prominente
Fürsprecher
Adrian Crowley
Ryan Adams nannte ihn im »Rolling Stone« einen der besten Songschreiber, von dem noch niemand gehört hat. Und selbst der sonst so
schweigsame Nick Cave ist Fan des Iren Adrian Crowley, der am 12. Februar
das Glashaus im Paradies bespielt.
Bereits der Name lässt erahnen, worum es den Eltern das Land wegen eines Aufstandes
Driftmachine geht. Auf der einen Seite me- verlassen mussten, lebt Adrian Crowley
chanische Präzision, eine auf Minimalismus inzwischen in Dublin. Er war Entwickler in
Fotolaboren, hat Bücher illusund Reduktion bedachte Matriert, schreibt Soundtracks
schinenästhetik, auf der anfür Low-Budget-Filme und ist
deren Seite das Hypnotische,
Preisträger des ›Choice Music
Abschweifende und schlafAwards‹. Diesen Preis, der
wandlerische Geheimnis von
jährlich für das beste irische
zeitlupenhaftem AmbientAlbum verliehen wird, geDub. Dahinfließende, weiche,
wann er 2009 für sein fragilangsame Bewegungen, nur
les und schwermütiges Werk
mit Druck und Masse, sprich:
»Season Of The Sparks«. Es
Mit Bässen. Andreas Gerth,
sind die zumeist persönlichen
der mit dem ›Tied & Tickled
Texte Crowley, die von einer
Trio‹ bereits vor Jahren im
hohen Auffassungsgabe und
Rahmen der Kulturarena in
Erzählkunst zeugen und die
Jena Halt gemacht hat und
sowohl große Melancholie als
Florian Zimmer von ›Saroos‹
Wooden Peak auch schimmernde Hoffnung
haben intensiv modulare Sysin sich vereinen. Genauso
teme und Synthesizer studiert
und werden mit deren Hilfe am 3. Februar glänzt Crowleys Gitarrenspiel, bewegt sein
ihre pulsierende Nachtmusik ins Glashaus warmer Bariton, der zuweilen an Nick Drake,
Leonard Cohen oder Elliott Smith erinnert.
bringen.
Wooden Peak ist ein Zweimannorchester, Dazu hat er mit Katie Kim eine umwerfende
das alles das live spielt, was als Duo möglich Begleiterin an seiner Seite, die bereits auf
ist. Im Fall des aktuellen Albums eine beson- seinem aktuellen Album mitgewirkt und
dere Herausforderung: »Polar« ist ein filmisch die stimmliche Reduktion perfektioniert hat.
anmutendes Spektakel aus Gitarre, Schlag- (sha)
zeug und Stimme, zum Leben erweckt von
digitalen Begleitern wie Fußorgel und subtil
eingesetzten elektronischen Elementen. Woo03.02.2015: Driftmachine;
Special Guest: The!
den Peak schafft es mühelos, Arrangements
Glashaus im Paradies, 20 Uhr
zurückzunehmen, im nächsten Moment zum
Orchester aufzublasen und dabei stets orga10.02.2015: Wooden Peak
nisch und dicht zu bleiben. Die Songs der beiCafé Wagner, 20 Uhr
den wirken gern verspielt und gleichermaßen
12.02.2015: Adrian Crowley & Katie
aufeinander abgestimmt, sind unaufdringlich
Kim; Special Guest: Mute Swimmer
und doch mit jedem Ton präsent, experimenGlashaus im Paradies, 19:30 Uhr
tell und trotzdem im besten Sinne Pop.
Vorverkauf in der Bücherstube am
Schon die Geschichte seiner Geburt ist
Johannistor, im Radsport Ritzel (SaalStoff für einen Roman: Geboren auf Malta,
bahnhofstraße) und im Café Wagner.
da seine zu dieser Zeit in Sierra Leone leben-
HAMLET
von William Shakespeare
Ab dem 5. Februar 2015
Regie: Moritz Schönecker
Spielzeit 14/15 –
Realität abschaffen!
www.theaterhaus-jena.de
6
September
Februar 2015
2012
| musik |
»
Das ist schon abgefahren.
Abgefahren geil.«
Feine Sahne Fischfilet — die Band steht für astreinen Punkrock
und eine klare politische Kante. Ende Januar veröffentlichten sie ihr neues
Album »Bleiben oder Gehen«. Bevor sich jedoch die Frage nach Bleiben
oder Gehen stellt, kommen sie aber erst einmal nach Jena. Stadtmagazin 07
befragte Sänger Jan »Monchi« Gorkow zum neuen Album, zur Tour und
über die Beziehungen der Band zu Jena.
Euer neues Album heißt »Bleiben oder
Gehen«. Was überwiegt denn eigentlich,
der Wille zu bleiben und sich allen
Situationen zu stellen oder doch die
Sehnsucht nach fremden Orten, sei es nun
als kurzer Ausbruch aus dem gewohnten
Alltag oder als dauerhafte Flucht?
Jan »Monchi« Gorkow: Dies ist völlig
ambivalent bei uns. Manchmal wollen wir
einfach nur noch weg und das andere Mal
denken wir »Kopf nach oben, Bauch rein,
Brust raus« — auf nach vorne. Wir denken,
dass es wichtig ist, dass man kontinuierlich
vor Ort etwas aufbaut und auch für Sachen
kämpft. Jedoch würden wir nie so etwas sagen wie »Wir gehen niemals weg«.
Wenn ich bspw. jedoch an Jena denke,
dann denke ich genau da an ein sehr positi-
ves Beispiel von ›Bleiben‹: Die JG Stadtmitte,
welche von Lothar König und vielen anderen engagierten Menschen aufgebaut wurde
und immer noch mit viel Leben gefüllt wird,
sodass sich auch etwas nach außen bewegt
und nicht nur im eigenen Saft schmort. Die JG
Stadtmitte feiern wir hart!
Wie oft stellt ihr Euch selbst die Frage nach
»Bleiben oder Gehen«?
Jan: Oft. Grad liege ich im Bett, höre eine
Johnny Cash Platte, fühle mich scheiße und
würde es geil finden, vielleicht nur für ein
paar Wochen (oder auch länger) nicht hier zu
sein, sondern zu gehen!
Wie fühlt es sich für Euch an, wenn mit der
Band alles immer größer wird? Vor noch
gar nicht allzu langer Zeit habt ihr Konzerte
in Jugendzentren gespielt, dann hatten die
Klubs so langsam mehr und mehr Fassungsvermögen. In diesem Jahr stehen nun
Konzerte bei den richtig großen Festivals
an, etliche Shows der jetzigen Tour melden
ausverkauft. Könnt ihr als Band diesen
stetigen Erfolg eigentlich greifen oder
erscheint es Euch als irreal?
Jan: Teilweise ist es völlig absurd. Aber
das Absurde ist ja oft auch einfach interessant. Wir werden unseren Kindern später
mal erzählen können, dass wir mit Motörhead zusammen auf der Bühne des größten
deutschen Festivals gestanden haben. Das ist
schon abgefahren. Abgefahren geil.
Ihr betont des Öfteren in Interviews, dass
ihr gar nicht unbedingt in den bekannten
linken Clubs spielen müsst, weil die
politische Einstellung dort eh schon klar ist
und alle an einem Strang ziehen. Eher
möchtet ihr dahingehen, wo es auch mal
weh tut und macht das auch. Habt ihr den
Eindruck, bei den Besuchern dieser
Konzerte etwas bewegt zu haben?
Jan: Manchmal ja, manchmal nein. Es
geht ja auch nicht darum, ständig Leute zu etwas zu bewegen. Manchmal wollen die Leute
vielleicht auch einfach nur chillen, was genauso okay ist. Wenn’s jedoch nur noch beim
Chillen bleibt und die Leute sich nur die Eier
schaukeln, finden wir es schon peinlich. Wir
denken, dass es wichtig ist, auf die Straße zu
gehen und sich gegen Faschisten einzusetzen.
Lieber einmal weniger bei einem Konzert folkloremäßig »Alerta Antifascista« brüllen,
sich aber dafür auf eine Blockade setzen, finden wir definitiv sympathischer.
Ihr veröffentlicht »Bleiben oder Gehen«
beim Label Audiolith. Wie gestaltet sich
die Zusammenarbeit mit dem Label,
Foto: Audiolith
Feine Sahne Fischfilet gründeten sich 2007
im hohen Norden der Republik. Schon früh in
ihrer Bandgeschichte positionierten sie sich
klar gegen Rechts. Das eigentlich Selbstverständliche brachte ihnen in letzter Zeit allerdings eine Menge Ärger ein. So tauchen sie
alle Jahre wieder im Verfassungsschutzbericht des Landes Mecklenburg-Vorpommerns
auf, welcher ihnen eine linksextremistische
Haltung vorwirft. Das hat zu einem gewissen
Teil sicher dazu beigetragen, dass die Band
auch überregional bekannt wurde, gingen
diese Meldungen doch so ziemlich durch jedes
Magazin der Musikpresse. Doch eigentlich bedarf es einer solch unfreiwilligen »Werbung«
gar nicht, denn Feine Sahne Fischfilet wissen
auch allein durch ihre Musik zu überzeugen.
Eingängiger Punkrock mit Bläsern sowie Skaund Indierock-Anleihen, Texte zum Zuhören
und Mitsingen sowie energiegeladene Konzerte sprechen eine ganz eigene Sprache.
7
September
Februar
2015
2012
Stadtm
verlost agazin 07
für das K 3 ¹ 2 Freikarten
sowie 2 ¹ onzert am 27.02.,
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Album.
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hat ganz sicher oftmals auch etwas Therapeutisches. Unser Gitarrist hat beispielsweise
in dem Lied »Warten auf das Meer« sicherlich
megaviel von sich preisgegeben. Aber es hat
ihm gut getan und wenn wir das Lied spielen,
denkt er noch an die Situation, aber danach
kann er diese erstmal wieder wie ein Buch
schließen.
Feine Sahne Fischfilet
welches eher für elektronische Musik
bekannt ist?
Jan: Das sind größere Punker als wir. Wir
sind nur mit Audiolith unterwegs, weil man
sich dann bei den Partys sicher sein kann,
dass, wenn die am Start sind, sich dann
jemand noch assozialer benimmt als man
selbst. Die Zusammenarbeit ist sozusagen als
Präventivmaßnahme unsererseits zu sehen.
Textlich dreht sich auf dem neuen Album
vieles um die Themen Zusammenhalt,
Freundschaft und die Hoffnung darauf,
dass am Ende alles gut wird. Seht ihr
optimistisch in die Zukunft, auch wenn
vieles in der Welt momentan in eine
vollkommen falsche Richtung läuft?
Jan: Persönlich? Eher nicht. Liebeskummer, Trennungen und so weiter lassen einen
nicht allzu viel Positives sehen. Aber irgendwann wird es sicherlich alles gut. Dafür sind
Ihr seid in Jena gern gesehene Gäste, habt
einen guten Draht zur JG Stadtmitte. Ist das
Konzert in Jena wegen Eurer Kontakte für
Euch so etwas wie ein Besuch bei guten
Freunden? Eine kleine Auszeit während des
gar nicht mal so romantischen Tourlebens?
Oder bleibt Euch am Ende gar nicht die
Zeit, die Jenaer Freunde zu treffen?
Jan: Also wenn wir unsere Freunde von
der JG Stadtmitte an dem Abend nicht sehen
sollten, dann würde ich mich schämen. Über
mehrere Jahre sind Teile der Jungen Gemeinde sehr gute Freunde von mir und der Band
geworden. Ich war zum Beispiel mit auf der
»Israel/Palästina«-Reise der JG. Es sind Freunde, die wir an dem Abend sehen. Hoffentlich
werden wir auch noch einen Abstecher in die
Johannisstraße machen. Und ich hoffe, dass
ich schlussendlich nach dem Konzert mit all
den coolen Menschen von dort am Tresen stehe und Lothar (Lothar König, d. R.) uns einen
ausgibt. Ich freue mich sehr auf das Konzert
in Jena. Es ist definitiv wie eine kleine Auszeit!
ja Freunde da. Und politisch? Eher nicht! Aber Eine letzte Frage: Auf was können sich die
umso mehr sollte man die coolen Leuten, die Besucher auf der Tour freuen?
sich gegen all die Wichser auf der Welt stelJan: Wir spielen das erste Mal eine Headlen, supporten!
linertour. Wir haben uns ein paar schicke Sachen überlegt, um die Hütten abzureißen. Am
meisten freuen wir uns jedoch darüber, dass
Auf dem Album finden sich teilweise sehr
wir bei den Shows immer befreundete Bands
persönliche Texte. Fällt es Euch schwer,
dabei haben, welche uns teilweise schon seit
Euer Innerstes für die Hörer, die ihr ja gar
Jahren begleiten bzw. aus Meck-Pomm komnicht persönlich kennt, nach außen zu
men und wir sie geil finden. Nach Jena brinkehren? Oder können solche Texte auch
gen wir unsere Hip-Hop Homies von Waving
eine Art Therapie sein, nachdem das Jahr
the Guns mit. Wird fett, keine Frage.
2014 für Euch privat teilweise nicht immer
einfach war?
Jan: Ich hoffe es. Vielleicht sehe ich das Danke für das Gespräch.
Album ja irgendwann als eine Art ›Start- Interview: Michael Stocker
punkt‹. In einem Großteil der Lieder auf den
letzten drei Alben geht es oftmals um dieselbe
Feine Sahne Fischfilet live am
Frau. Angefangen über »Alter geil, ich bin rie27.02.2015 im Kassablanca Jena.
sen verliebt« bis hin zu »ich bin völlig kaputt,
Das neue Album »Bleiben oder Gehen«
sauf nur noch, behandle Freunde scheiße und
ist seit dem 23. Januar erhältlich.
fucke ab«. Persönliche Lieder zu schreiben
8
September
Februar 2015
2012
| theaterhaus jena |
Foto: Michael Stocker
Der Rest ist Schweigen
Ein Klassiker der Theatergeschichte feiert im Februar am Theaterhaus Jena Premiere: William Shakespeares »Hamlet«. Das Stadtmagazin 07 traf Regisseur Moritz Schönecker und Hamlet-Darsteller Yves Wüthrich
zum Gedankenaustausch über das Stück.
»Hamlet« — die Geschichte um den tief gefallenen dänischen Prinzen scheint wohl jeder
zu kennen, zumindest haben die meisten von
uns schon einmal davon gehört. »Sein oder
Nichtsein«, das berühmteste Zitat aus Shakespeares »Hamlet«, ist uns allen ein bekanntes
und gängiges Sprichwort.
Aber rufen wir uns doch noch einmal in
Erinnerung, worum es eigentlich geht: Prinz
Hamlet von Dänemark erfährt eines Nachts
vom Geist seines verstorbenen Vaters, dass
dieser kaltblütig von seinem Bruder im Schlaf
ermordet wurde. Nun ist alles dahin. Die Liebe des Vaters ist vergangen, die Zuneigung
seiner Geliebten verloren und die Aussicht,
das Königreich zu beerben, in weiteste Ferne
gerückt. Hamlet will handeln und sich aus
dieser Misere befreien. Deshalb täuscht der
junge Prinz zunächst eine Form von Wahnsinn vor, um so die Wahrheit über den Mord
zu erfahren. Als feststeht, dass es sich wirklich so zugetragen hat wie der Geist des Vaters behauptete, schwört Hamlet Rache.
Der wohlbehütet aufgewachsene Prinz hat
jedoch nie gelernt, mit Verlusten umzugehen.
Und so müssen seine Rachepläne zunächst
zurückstecken hinter einer Phase der tiefen
Depression, die Hamlet mehr lähmt als antreibt. Der zunächst vorgetäuschte Wahnsinn
wird langsam zur Realität. Jede Form von
Vertrauen zu den ihn umgebenden Personen
ist dahin, auch zu seiner Geliebten Ophelia
und seinem bestem Freund Horatio. Und so
bahnt sich die Katastrophe ihren Weg. Hamlet ist verzweifelt, weiß weder ein noch aus
und verliert am Ende jedweden Glauben,
auch den wichtigsten: den an sich selbst.
Dabei, so betont Regisseur Moritz Schönecker, kann man den »Hamlet« eigentlich gar
nicht mehr im bekannt klassischen Sinne aufführen. »Das Stück wurde mittlerweile schon
so oft gespielt, dass es zwangsläufige neue
und eigene Ideen bei der Umsetzung geben
muss. Natürlich dreht sich alles um die Handlung und den Text, das muss es ja auch. Aber
für die Inszenierung auf der Bühne muss man
sich schon etwas Neues einfallen lassen. Das
versuchen wir mit unseren eigenen Mitteln
zu erreichen.«
Tragikgeschichte wie
aus dem Bilderbuch
Der Originaltext von William Shakespeare, welcher auch der Inszenierung des Jenaer Theaterhaus zugrunde liegt, hat es wirklich in sich — ganz so wie die meisten Werke
des großen englischen Dichters. »Das fällt
besonders auf, wenn einzelne Sätze falsch
betont werden«, so Yves Wüthrich, der den
Hamlet verkörpert. »Dann kann sich zumin-
dest kurzzeitig die eigentliche Blickrichtung
der Handlung ändern. ›Hamlet‹ ist also wirklich ein grandioses Stück der Erzählkunst,
bei welchem man hochkonzentriert arbeiten
muss, um den Fokus auf das Wesentliche zu
behalten. Und genau das macht die Arbeit mit
dem Stück so spannend. Man entdeckt stets
neue sprachliche Eigenheiten, welche den
›Hamlet‹ immer in einem neuen Licht erscheinen lassen.«
Shakespeares Drama ist eine Tragikgeschichte wie aus dem Bilderbuch. Heutzutage würden die Literaturkritiker es wohl
mit einem Krimi und einer Liebesgeschichte
zugleich beschreiben, die allerdings auch
durchaus heitere Anleihen bietet. Und so darf
das Jenaer Publikum gespannt darauf sein,
was für ein »Hamlet« im Jahr 2015 auf der
Bühne zu sehen ist. (mst)
»Hamlet«: Am 03.02. (öffentliche
Hauptprobe), 05.02., 06.02., 07.02.,
19.02., 20.02. und 21.02.2015 jeweils um
20 Uhr auf der Hauptbühne des
Theaterhauses Jena.
Weitere Infos sowie Karten unter:
www.theaterhaus-jena.de
9
Februar 2015
| konzert |
Gefühlvoll
Musik mit Herz und Verstand bringen ›Junior‹ und
›Junior‹, das sind Ian Fisher aus
Kanada und Fabian Kalker aus
Berlin. Auf ihrem Debütalbum
»Self Fulfilling Prophets« stehen
Reduktion und Klarheit im Vordergrund. Das Ergebnis: ElektroFolk-Pop ohne jeglichen Pathos
und Pomp, bei dem sich Fishers
literarisch anmutende Texte
mühelos mit dem melodiösen,
druckvollen Sound von Moog,
Wurlitzer Piano und Gitarre verbinden. Beeinflusst sind Junior
von Depeche Mode, Joy Division,
The Beatles u. a.
Den Support für ›Junior‹ bildet
niemand anderes als Harmen
Rider a.k.a. ›Town of Saints‹.
Bereits zum dritten Mal beehrt er
Junior
das Jenaer Publikum mit gefühlvoll-melancholischem Indie-Folk
und scharfsinnigen Texten, etwa
mit jenem zu der Frage, was man
am Ende seiner Zwanziger, also
seiner Jugend, mit sich und seinem Leben so anfangen will …
Limitierte, handgefertigte Vorverkaufstickets gibt es in der Bücherstube am Johannistor und im
Café Wagner.(nro)
Junior
Support: Town of Saints
(Solo)
16.02.2015, Café Wagner
| konzert |
Neumond
Fans aufgepasst: Joachim
Witt spielt am 28. Februar
im Jenaer F-Haus.
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Joachim Witt
Neue deutsche Musik zu erschaffen — das ist seit jeher Joachim
Witts erklärtes Ziel. Wie nachhaltig er mit dieser Vorgabe
ganze Strömungen geprägt hat,
zeigen Schlagworte wie ›Neue
Deutsche Welle‹ und ›Neue Deutsche Härte‹: Witt war der »Goldene Reiter« in den 80ern, bezwang
zum Ausklang des Jahrtausends
»Die Flut« und brachte zuletzt mit
»Gloria« seine eigene Lebensphilosophie auf den Punkt: »Immer,
immer wieder«. Passend zu diesem Leitmotiv nennt Witt sein
aktuelles Album »Neumond«:
ein Vorgang am Nachthimmel,
der immer wieder einen neuen
Abschnitt einläutet.
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Foto: Agentur
Foto: Antje Jandrig
›Town of Saints‹ ins Café
Wagner.
Joachim Witt kehrt dieses Jahr
nicht nur mit einem Album voller
epischer Hymnen zurück, sondern zum ersten Mal seit 2006
auch wieder als Headliner auf
die Konzertbühne. Stadtmagazin 07 verlost für das Konzert
am 28.02. im F-Haus 2 ¹ 2 Karten. Um an der Verlosung teilzunehmen, senden Sie bitte bis
zum 22.02.2015 eine E-Mail an
leserpost@­s tadtmagazin07.de (flb)
Joachim Witt:
»Neumond Tour«
28.02.2015, F-Haus, Jena,
Beginn: 18:45 Uhr
S C H I C H KI N D
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10
Februar 2015
Mit Eseln in der Stadt
Das WWWW des Liebhabers:
Viele Jenenser und Jenaer dürften sie bereits kennen, die beiden
Esel Antana und Atlas — sieht man sie doch oftmals mit ihrem Besitzer
­ atthias Hartmann durch die Stadt laufen. Moment mal, durch die Stadt?
M
Ja, richtig gelesen! Eigentlich ein ungewohntes Bild, vermutet man die Lastenträger mit den langen Ohren doch eher auf dem Land. Doch dem ist bei
diesen beiden Gefährten nicht so: Sie sind längst nicht mehr wegzudenken
aus unserer Saalestadt.
D
a wäre zum einen Antana, die grauweiße Eselin. Sie ist mittlerweile zehn
Jahre alt und gleichzeitig auch die Mutter ihres braungefärbten Weggefährten Atlas,
fünf Jahre alt. Die beiden haben ihr Quartier
bei Matthias Hartmann im Jenaer Kernbergviertel aufgeschlagen, wo sie sich pudelwohl
fühlen und mittlerweile
ein fester Teil der Nachbarschaft geworden sind.
Doch wie kam Matthias Hartmann eigentlich
zu seinen Eseln? »Das ist
eine längere Geschichte.
Ich war befreundet mit
einem spanischen Immigranten. Dieser floh
zunächst nach Frankreich, von wo aus er
dann im Zuge der Besetzung durch deutsche
Truppen nach Deutschland deportiert wurde.
Nach all den Kriegswirren wohnte er in einem
Haus oberhalb von Ziegenhain, welches keinen Trinkwasseranschluss besaß. Ich schlug
ihm vor, er könnte doch einen Esel nehmen,
um seine Wasservorräte zu seinem Haus zu
bringen. Dieser Idee war er nicht abgeneigt
und zusammen haben wir einen Esel besorgt.
Aber nach einem halben Jahr wollte er ihn
nicht mehr, scheinbar hat die Zusammenarbeit doch nicht so gut funktioniert. Ich habe
den Esel dann übernommen und seitdem mit
ihnen zu tun.« Mit einigen Pausen sind das
nun schon über 40 Jahre, in denen die Tiere
Begleiter von Matthias Hartmann sind.
Natürlich gibt es im Laufe der Zeit viele
lustige und interessante Geschichten mit und
über die Esel zu erzählen. Matthias Hartmann: »Wir haben uns einmal ein Stückchen
weg von Jena im tiefsten Nebel richtiggehend
verlaufen. Wie also
einen Ausweg finden
aus dieser Misere? Wir
haben einfach die Esel
laufen lassen! Und siehe
da, die beiden haben den
Heimweg gefunden. Die
Tiere sind wirklich mit
einem sehr guten Orientierungssinn ausgestattet.« Und auch die Polizei hat die Esel schon
einmal einfangen müssen, nachdem diese
ausgebüchst waren. »Für die Polizisten war
das natürlich auch eine super Sache und ein
großer Spaß, mal etwas ganz anderes« lacht
Matthias Hartmann. »Aber glücklicherweise
kam dass nicht noch einmal vor, dass die Esel
alleine auf Wanderschaft gegangen sind.«
Die Esel sind ganz klar eine Bereicherung
für das Stadtbild, vor allem an ihrem Standort im Kernbergviertel erfreuen sie Jung und
Alt mit ihrer Anwesenheit. Besonders Kinder
sind natürlich begeistert von den ruhigen
Tieren mit den großen Ohren. Aber als Eselhalter muss man natürlich auch eine Menge
Wer: Matthias Hartmann und die
beiden Esel Antana und Atlas
Was: Ein Leben mit Eseln
Seit wann: Mitten in der Stadt
Wo: Am liebsten in der freien Natur
Rücksicht auf seine Umwelt nehmen. »Ich
versuche alles zu tun, um zum Beispiel eine
eventuelle Geruchsbelästigung zu vermeiden.
Den Mist der Esel räume ich jeden Tag beiseite und auch unterwegs habe ich immer eine
Schaufel dabei, um fallen gelassene Esel­äpfel
gleich aufzusammeln. Gestört soll sich von
den beiden natürlich keiner fühlen«, so Matthias Hartmann.
Natürlich gibt es auch kleine Sorgen,
wenn eher stadtfremde Tiere ihr Zuhause direkt in der Nachbarschaft haben. So ist die
Versuchung groß, den Eseln etwas Leckeres
durch den Zaun zuzustecken. Aber das ist
nicht gut und gesund für die Tiere. »Esel wollen eigentlich eher karg gehalten werden. Sie
würden von Natur aus natürlich alles fressen,
was ihnen angeboten wird. Es liegt also in
der Verantwortung des Menschen, sorgsam
mit der Fütterung umzugehen. Möhren oder
Äpfel sind zwar immer noch im Rahmen und
auch der Gesundheit zuträglich, aber Brot ist
zum Beispiel wirklich tabu.«
Nicht stur, vielmehr scheu
Nun kennt jeder von uns die landläufige
Meinung, dass Esel sturköpfig sind. Das trifft
aber nur bedingt zu. »Stur wäre das falsche
Wort. Natürlich haben die Esel ihren eigenen
Kopf. Aber es ist eher die Scheu vor manchen
Dingen, welche die Tiere in bestimmten Situationen nicht weiterlaufen lässt. Wassergrä-
Fotos: Michael Stocker
| mein liebstes ding |
11
Februar 2015
| wissen |
ben oder schmale Brücken sind zum Beispiel
nicht die größte Liebe der Esel. Allerdings
kann man das trainieren und ihnen die
Furcht davor nehmen. Wir sind zum Beispiel
gerade dabei, eine Art Pfützentraining zu machen, um ihnen etwas die Angst vor Wasser
zu nehmen. Das funktioniert bislang auch
ganz gut«, schmunzelt Matthias Hartmann.
Und dass die Tiere lernfähig sind, haben sie
schon bewiesen. An Kreuzungen bleiben sie
von sich aus stehen und schauen zunächst
nach links und rechts, bevor sie die Straße
überqueren. Wie sich das als Stadtbewohner
eben gehört. »Das dauert schon mal eine Minute, bevor es weitergehen kann. Aber diese
Zeit muss man den Eseln auch gewähren. Es
geht um Vertrauen, Respekt und Aufmerksamkeit — diese drei Dinge sollte sowohl der
Mensch den Tieren gegenüber als auch umgekehrt haben. Und da gehört es eben auch
dazu, einmal kurz zu warten.«
Für zukünftige Eselhalter hat Matthias
Hartmann noch einen Ratschlag: »Man muss
sich natürlich schon im Vorfeld Gedanken darum machen, woher man langfristig die Nahrung für die Tiere bezieht und wohin man die
Abfälle der Tiere schaffen kann. Aber solche
Dinge treffen ja nicht nur auf Esel zu, dass
sollte für jede Anschaffung von Tieren gelten.« Matthias Hartmann bekommt das Heu
für Antana und Atlas zum Beispiel von einem
befreundeten Bauern. »Zwei große Fuhren
mit Heuballen im Jahr, damit kommen wir
super hin.«
Hätten Sie’s
gewusst?
Nützlich wie ein Schokoriegel für
Zwischendurch: Stadtmagazin 07 verbreitet
unnützes Wissen. Bitte miteinander teilen
und schmecken lassen!
350 Junge Ratten lachen,
wenn man sie kitzelt.
351 Cenosillicaphobia ist der wissenschaftliche Name für die
Angst vor einem leeren Glas.
352 »Psycho« war der erste Hollywoodfilm, der das Spülen einer
Toilette zeigte.
353 »Harry Potter« ist das beliebteste Buch in der Bibliothek von
Guantanamo, dicht gefolgt von »Don Quixote«. Drittbeliebtestes
Werk ist die Autobiografie von Barack Obama »Dreams from My
Father«.
354 Vögel in Städten haben in Relation zu ihrer Körpergröße größere Gehirne als Vögel auf dem Land.
355 Krokodile fressen Steine, um beim Auflauern ihrer Beute
unter Wasser bleiben zu können.
356Ein Mensch weint im Lauf seines Lebens geschätzt achtzig
Liter Tränen. Das entspricht über zwei Milliarden Tränen.
357 Personen, die am hyperthymestischen Syndrom leiden, können sich an jeden Tag ihres Lebens genau erinnern.
358Bäume, die in der Nähe von Straßenlaternen stehen, behalten im Herbst ihr Laub länger.
Gerne ist Matthias Hartmann mit seinen
beiden Eseln in Kindertagesstätten oder auf
Kindergeburtstagen unterwegs. Und auch die
Einkäufe der Familie werden mit Hilfe der
Tiere erledigt. »Dann bekommen sie zwei
Körbe umgeschnallt und gehen mit zum Supermarkt. Das ist natürlich immer ein Highlight für alle Beteiligten.«
Esel werden bis zu dreißig Jahre alt. Antana und Atlas sind demnach immer noch
junge Tiere. Und so können wir uns darauf
freuen, die beiden Gefährten noch lange in
unserem Stadtbild zu sehen.(mst)
359 In Deutschland sind 38 Prozent der Hausärzte übergewichtig.
Dicke Ärzte diagnostizieren zudem seltener Adipositas.
360 Frauen, die gerade ihren Eisprung haben, erkennen besser,
ob ein Mann schwul ist.
361 Kängurus können nicht rückwärts laufen.
362 In San Francisco gibt es einen Straßenkünstler namens
»World Famous Bushman«, der seit 30 Jahren Touristen erschreckt, indem er sich hinter Zweigen versteckt und wartet, bis
sich ihm Mensch nähern.
12
September
Februar 2015
2012
| lichtbildarena |
Foto: Martin Engelmann
Pilgern auf den
Spuren von Künstlern
und Denkern
Die Schönheit der Landschaft entlang des Fr anziskusweges
war bereits für Leonardo da Vinci, Michelangelo, Dante oder Botticelli —
Meister ihrer Epoche — eine Inspirationsquelle.ihrem Tagesablauf teilhaben.
das sind die Markenzeichen von Martin
Engelmann. Der ausgebildete Meisterfotograf zählt zu den erfolgreichsten Reisefotografen und Vortragsreferenten
im deutschsprachigen Raum und lebt in Innsbruck. Nach Reportagen über Peru, Kambodscha oder die Mayas in
Zentralamerika wanderte er nun 500 Kilometer auf dem Franziskusweg von Florenz über Assisi nach Rom – mitten
durchs grüne Herz Italiens.
Magische Landschaftsaufnahmen und eindrückliche Portraits —
Was führte Sie auf den Franziskusweg zu
Fuß nach Rom, der quasi »vor der Haustür«
liegt?
Martin Engelmann: Italien war für
mich als Fotograf schon immer ein Eldorado.
Auch wenn mich meine anderen Fotoprojekte
oft quer über den Erdball geführt haben, so
ist die Schönheit Italiens wirklich einzigartig. Noch dazu wollte ich mich schon immer
einmal auf einen Pilgerweg begeben und der
Jakobsweg war mir immer zu überlaufen.
Engelmann: Der Franziskusweg ist bei
weitem noch nicht so überlaufen wie der Jakobsweg, es gibt Tage da trifft man überhaupt
keine Menschen entlang des Weges. Die Begegnungen, die ich hatte, waren aber oft ein
ganz besonderes Erlebnis für mich. Ich liebe
es den Menschen zuzuhören und mir ihre
Geschichte erzählen zu lassen, den Fragen
nachzuspüren, warum sich jemand auf Pilgerschaft begibt und welche Erfahrungen die
Menschen entlang des Weges machen. Neben
den Pilgern sind es aber natürlich auch die
Menschen der Toskana, Umbrien und Latium,
Der Franziskusweg war Inspirationsquelle
die tief mit ihrer Kultur verwurzelt sind und
für Franz von Assisi, Leonardo da Vinci,
so manche interessante Geschichte zu erzähDante oder Michelangelo. Haben auch Sie
len haben. Das Glück des einfachen Lebens
diese Kraft gespürt?
Engelmann: Das ist vermutlich die spiegelt sich gerade in den Menschen der entBesonderheit dieses Pilgerweges: Man be- legenen Regionen Italiens wider.
gibt sich automatisch auf die Spuren großer
Künstler und Denker, die alle in dieser Regi- Welcher Streckenabschnitt hat Ihnen
on gewirkt haben. Jedes Kunstwerk steht hier besonders gefallen?
wie ein Meilenstein am Wegesrand, um darEngelmann: Besonders schön sind der
an zu erinnern, dass die Schönheit der Land- Weg zum Kloster von La Verna oder die Wanschaft die Inspiration und Wiege der Kultur derung nach Assisi. Aber auch die Gebirge
ist. Mich beschlich das Gefühl, dass das kein der »Monti Sibillini« in Richtung Castelluccio
Zufall sein konnte und tatsächlich empfinde di Norcia sind wahrlich ein Erlebnis. Man
ich heute meine fast vierjährige fotografische begegnet Wildschweinen und Füchsen, wanArbeit in Italien als besonderes Geschenk dert durch eine Landschaft, die nahezu unbeund blicke auf viele inspirierende Momente rührt ist und sieht Mohnblumenfelder, die bis
zurück, die meinen Vortrag letztendlich auch zum Horizont reichen..
geprägt haben.
Danke für das Gespräch.
Welche Menschen sind Ihnen begegnet?
Interview: Anne-Kristin Henker
Mit insgesamt 16 Veranstaltungen — so
vielen wie nie zuvor — lädt die beliebte
Vortragsreihe »Lichtbildarena Spezial« in
ihrem 13. Jahr an ausgewählten Wochen­
enenden bis zum 25. 3. ein zu Leinwandreisen ans Ende der Welt, im kunstvollen
Dreiklang nach Wien, zu Fuß nach Rom
oder mit Pferden durch Kanada und Alaska. Die Organisatoren Barbara Vetter und
Vincent Heiland holen aber ebenso exotische Orte wie Thailand, Laos und Kambod­
scha, sehnsuchterzeugende Länder wie
Marokko, Peru oder Neuseeland in den
Vortragssaal.
Weitere Informationen:
www.lichtbildarena.de
Die Kunst und Kultur der Toskana,
Umbriens und Latiums sowie die
pittoreske Schönheit beschaulicher
Dörfer entlang des Franziskusweges hält
Martin Engelmann in magischen Bildern
fest. Mit seiner neuen Live-Reportage »Zu
Fuß nach Rom« ist er bei der 13. Lichtbildarena Spezial zu erleben: am
Sonntag, den 15. Februar 2015 um 17:30
Uhr im Hörsaal 1 des Uni-Campus,
Carl-Zeiss-Straße 3. Karten sind unter
www.lichtbildarena.de und im Vorverkauf erhältlich.
13
Februar 2015
| lesung |
Klugs Newsletterwelt
Wer bereits zu seinen 32.000 Newsletter-Abonnenten gehört, kommt
sowieso. Wer ihn noch nicht kennt und trotzdem am 18. Februar ins Kassa­
blanca geht, dürfte belohnt werden: Mit einer Lesung voller Gags, Anekdoten
und hoher Literatur, die gar lustig tief fällt.
Ein Vorabgespräch mit Gereon Klug a.k.a. ›Hans E. Platte‹.
Abbildungen: Benjakon / Tomprodukt
Du schreibst seit sieben Jahren unter dem
Pseudonym ›Hans E. Platte‹ Newsletter für
einen Hamburger Plattenladen. Warum
gibt es die jetzt als Buch?
Gereon Klug: Weil sie literarisch so
wertvoll sind wie ein kleines Steak. Meint
jedenfalls mein Verleger und die vielen Leser,
die mir immer schrieben »Wann kommt Dein
Buch, Hans?«
In den Texten verbeugst Du
dich vor der Musik und den
Künstlern, zeigst aber auch
einen gehörigen Frust an der
Menschheit und die Lust an
der Abrechnung mit der Welt
im Allgemeinen. Und
trotzdem sind sie lustig.
Klug: Ja, die Zumutungen
der Moderne sind nur so auszuhalten. Humor überdeckt periodisch den Vollschrott, den
uns Wirtschaft, Politik und die
Medien langtags auftischen.
Gar nicht so einfach, von den
Anreden der Newsletter auf die Zielgruppe
zu schließen: »Liebe intellektuelle Crème
Brûlée«, »Dromedare« oder »Liebe
Eselsohren des Buch Gottes«.
Klug: Die Anreden sind Fun und ha-
ben mit üblichem Zielgruppendefinierwahn
nichts zu tun. Hauptsache, die Leute lesen
weiter und das schafft man am besten mit
Formulierungen, die null google-Einträge haben.
Gereon Klug
Ein Buch mit Newslettern für »Minderheiten« und »gegen den Mainstream« wird
zum Spiegelbestseller (Buchaufkleber).
Geht das zusammen?
Klug: Da steht nicht »Spiegel-Bestseller«
Es scheint ja inzwischen fast egal, was Sie auf dem Buch. Da steht »Spiegel-Besteller«,
also ohne ›s‹. Ich bin Spiegel-Besteller und
schreiben. Jedenfalls nehmen Sie überwollte mit diesem grafischen Trick die Lishaupt keine Rücksichten auf
tenhörigen zum Kauf locken. Denn Dir geht’s
übliche Marktmechanismen
wie allen: Auf den ersten Blick überliest man
oder Verkaufsstrategien,
es und zack verkauft man mit dieser Spiegeloder?
Klug: Stimmt, mit der Zeit fechterei ein paar Exemplare mehr.
wurden sie immer freier und
nun lesen die Leute den Wahn- In Jena werden mit Deinem Namen nicht so
sinn, obwohl die meisten ja viele etwas anfangen können.
Newsletter sonst nicht mal
Klug: Danach schon. Außerdem regnet
mehr mit der Kneifzange öff- es in Jena deutlich weniger als in Hamburg.
nen. Natürlich sollen die Briefe Und unter uns: Ich plane mit diversen Künstauch Bestellungen generieren, lerkollegen einen Altersruhesitz im Dreieck
aber die kriegt die Hanseplatte Weimar-Gera-Jena. Eine gutgelaunte Senioauch so. Ich arbeite gerne mit ren-WG dort, wo man gut altern kann.
grenzüberschreitenden, auf
der Gefühlsklaviatur crescen- Danke für das Gespräch.
dig klimpernden Sentenzen. Interview: Florian Berthold
Ist man irritiert, ist man aufgeregt. Ist man
aufgeregt, ist man drin und zwar in meiner
Gereon Klug »Low Fidelity«
Newsletterwelt. Dann hab ich den Leser.
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14
September
Februar 2015
2012
| musik |
Ausgerechnet jenes Mitglied der legendären Beatles,
das sich heute noch am lebendigsten der Öffentlichkeit präsentiert, ist angeblich schon lange
tot und wird bereits seit Jahrzehnten von einem
Doppelgänger ersetzt. Der vermeintliche Tod Paul
McCartneys im Jahre 1966 gehört zweifellos zu
den größten und langlebigsten Gespinsten der
Rockmusikgeschichte.
Immer noch ›seltsam‹ lebendig:
Paul McCartney bei einem Auftritt in Uruguay 2014.
Paul ist tot!
Wenn die Überlieferung stimmt, dann fand
die Mär im Herbst 1969 ihren Anfang. Es war
am Abend des 12. Oktobers als sich beim Detroiter Radiosender WKNR in der Sendung
von Russ Gibb ein Hörer namens Tom mit
dem Anliegen meldete, er wolle doch gern
über den Tod von Paul McCartney reden.
Gibb, durchaus vertraut mit ›musikalischen
Verschwörungstheorien‹, versuchte den Hörer damit abzuwimmeln, dass es bereits genug totgesagte Rockstars in der jüngeren Vergangenheit gegeben habe, die sich nach wie
vor nun ja ›bester‹ Gesundheit erfreuten. Bob
Dylan etwa sei derartigen Gerüchten zufolge
bei einem Motorradunfall gestorben, Mick
Jagger an einer Überdosis Heroin und Eric
Clapton durch einen Stromschlag aus seiner
elektrischen Gitarre. Sogar McCartneys Bandkollege Ringo Starr solle nicht mehr unter
den Lebenden weilen, da bei einem Autounfall auf einer Australien-Tour umgekommen.
Hörer Tom ließ sich jedoch nicht abwimmeln
und bat den DJ »Revolution Number Nine«,
ein Stück auf dem »White Album« der Beatles, rückwärts abzuspielen — dabei wäre eine
geheime Botschaft zu hören.
Gibb kam der Bitte nach und traute seinen
Ohren kaum. Wie er den Plattenteller gegen
die Spielrichtung drehte, tönte aus dem Lautsprecher deutlich vernehmbar eine Stimme,
die die Worte »Turn me on, dead man« sagt.
Der Moderator hatte sich kaum von diesem
Schreckmoment erholt, als ein Junge, der die
Sendung verfolgt hatte, in der Tür stand, aufgeregt mit der Beatles-Platte »Magical Mystery
Tour« wedelnd. Auch er habe einen Hinweis
auf den Tod Paul McCartneys gefunden — am
Ende von »Strawberry Fields Forever« sagt
John Lennon: »I buried Paul.«
Was hiernach losbrach, sollte als eine
der erstaunlichsten und langlebigsten Verschwörungstheorien der Rockgeschichte
Schlagzeilen machen. Zahllose Beatles-Fans
gingen daran, die gesamte Diskographie der
›Fab Four‹ nach Hinweisen zu durchsuchen.
Platten wurden akribisch Rille für Rille abgehört, Plattencover und Fotos mit der Lupe
nach deutbaren Indizien abgesucht.
Innerhalb weniger Tage wurden mehr
als 150 ›todsichere‹ Hinweise zusammengetragen, die beweisen sollten, dass Paul McCartney tatsächlich tot sei — und das schon
seit drei Jahren. Bereits 1966 sei er bei einem
Autounfall gestorben, sein Tod jedoch auf
Drängen des Managements und der Plattenfirma von den restlichen Bandmitgliedern
verschwiegen worden. Stattdessen wurde
ein ›McCartney-Lookalike-Wettbewerb‹ veranstaltet, dessen Sieger nach einigen ergän-
Die Beatles im Jahr 1964: Paul McCartney
ist ganz offensichtlich auch dabei (2.v.l.).
zenden Operationen den ›freien‹ Platz in der
Band übernahm. Und die drei Original-Beatles — so die Legende — versuchen seitdem,
ihre Fans hinter dem Rücken der Plattenfirma
mit versteckten Hinweisen auf den Tod ihres
Freundes aufmerksam zu machen.
Aus diversen Textbausteinen und Geräuscheschnipseln mehrerer Beatles-Veröffentlichungen glaubte die suchende Fangemeinde dann auch tatsächlich, sich die
›wahre‹ Geschichte vom Ableben ihres Idols
rekonstruieren zu können: Demnach habe
Paul McCartney 1966 in den Morgenstunden
eines Novembermorgens eine rote Ampel
übersehen und sei, als er dies realisierte und
ungeschickt reagierte, mit einem Lichtmast
kollidiert.
Ende Oktober 1969 berichteten schließlich mehr als 100 Zeitungen über das Phänomen; Tausende besorgter Fans riefen bei der
Beatles-Firma Apple an, um zu erfahren, was
an den Gerüchten wahr sei. Auch wenn die
Welt nach einigen Wochen doch wieder weitgehend davon überzeugt war, dass McCartney noch am Leben sei, gab es immer noch
zahlreiche Grübler und Zweifel. Bis heute
beschäftigen sich über 120 Internetseiten mit
dem Thema, zum Teil aus reiner Spielerei,
zum Teil mit geradezu kriminalistischem
Ehrgeiz.
Und Paul McCartney selbst? Der schwieg
sich zu dem Thema aus — und lieferte damit
jede Menge Rohstoff für die Gerüchteküche.
Eine späte Reaktion zeigte er allerdings im
Jahr 1993: Ein neu erschienenes Livealbum
benannte er »Paul is Live«. (mei)
Fotos: flickr/jikatu, Wikipedia
Der Gedanke an sich mutet schon absurd an:
15
Februar 2015
| show |
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Yesterday — The Beatles Musical
Wie ihr Vorbild sind auch die »Silver Beatles« in den vergangenen Jahren durch ganz Europa getourt und
haben Begeisterungsstürme ausgelöst. Mit ihrer Show, faszinierenden Bühnenbildern und originalgetreuen
Kostümen lässt die Beatles-Tribute-Band eine Zeit wiederaufleben, die voller Leben, voller neuer Ideen und voll von
dem Wunsch nach Veränderung war. Am 10. Februar auch in Jena.
Keine Band hat die Welt je so verändert,
wie es die Beatles getan haben. Keine andere Band ist so in die Musikgeschichte eingegangen. Und keine Band ist heute, über 50
Jahre nach ihrer Gründung, noch so populär
wie damals. Wie ihre Karriere im britischen
Liverpool ihren Anfang nahm, wie sie im
Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli zum Geheimtipp wurden und wie sie begannen, die
Welt zu erobern: Die neue Musical-Hommage
der »Silver Beatles« entführt das Publikum in
die Atmosphäre der 60er Jahre, in die Zeit von
Präsident Kennedy und dem Ruf nach Frieden
in Vietnam, in eine Welt von Liebe, Aufruhr
und Revolution.
Die mitreißende Live-Show der »Silver Beatles« ist dabei in die berührende Geschichte
von einem jungen Mädchen eingebettet, das
den Konflikt einer ganzen Generation durchlebt. Sie liebt die Musik der Beatles, doch ihr
Vater — Polizist, Verehrer der Queen und stockkonservativ — lehnt alles ab, was mit dieser
neuen Jugendkultur zu tun hat. Vielleicht wird
er seine Meinung ändern. Doch dazu muss
erst John Lennon ins Spiel kommen …
Vor dem Auftritt der »Silver Beatles« mit
ihrer Musical-Show am 10. Februar im Volkshaus haben wir mit Bandmitglied Johnny
Silver gesprochen.
ermöglicht uns neben der Musik auch eine
Story zu erzählen, die den damaligen Konflikt zwischen Kindern und Eltern in einem
humorvollen Musical übermittelt. Eingebettet
in ein fulminantes Bühnenbild verschmelzen
Handlung und Musik zu einem eindrucksvollen Musicalerlebnis.
Im Mittelpunkt stehen aber weiterhin die
Songs der Beatles. Die Besucher wollen die Titel der Beatles hören und zwar so perfekt und
nah am Original wie nur möglich. Die Musik
der Beatles ist und bleibt also der Mittelpunkt
des Abends.
Und warum nun Musical?
Silver: Wir haben uns gedacht einmal
näher hinzuschauen, in und auf die Zeit, als
die vier Pilzköpfe so viel veränderten. Es war
damals nicht nur die Musik, die von den Vier
revolutioniert wurde, da steckte weit mehr
dahinter. Genannt sei hier der Bruch mit verstaubten Werten, der Beginn von Toleranz
und der Aufbruch der Jugend, ein neues Weltbild zu suchen. All das offenbart auch die
Musik der Beatles.
Beatles und es ist eine Rückblende in die Zeit
der Beatles, die diese Musik vielleicht erst ermöglichte.
Wer steht im Mittelpunkt des Bühnengeschehens?
Johnny Silver: Das sind und bleiben
die Jungs der »Silver Beatles«, der Band, die
nun schon seit vielen Jahren zu den besten
Beatles-Tribute-Bands Europas gehört. Die
Handlung zeigt das Schicksal einer jungen
Frau, eines Beatles-Fans der ersten Stunde,
mit all den Hoffnungen und ihrer großen
Liebe zu ihren Idolen, in der Auseinandersetzung mit ihrem elterlichen Zuhause. Konflikte und große Gefühle führen letztendlich
doch zu einem ›Happy End‹.
Jedes Musical lebt von Melodien, die einfach dazu gehören. Deshalb stehen auch die
Songs der Beatles wie »Penny Lane«, »Hey
Jude«, »Yellow Submarine«, »All you need
ist love«, »She loves you« und natürlich der
Welthit und Titelsong »Yesterday« im Vordergrund der Show »Yesterday — The Beatles
Musical«.
Das waren Veränderungen von riesigem
Danke für das Gespräch.
Ausmaß. Wie passt das in ein Musical?
Silver: Wir erzählen eine Geschichte, die Interview: Florian Berthold
Ausdruck dieser Veränderungen ist. Professionelle deutsche Schauspieler und Musiker
Die neue Tournee heißt jetzt »Yesterday —
The Silver Beatles:
The Beatles Musical«. Welche Veränderun- aus England wagen diese Balance und zeigen
»Yesterday — The Beatles Musical«
dem Zuschauer einen spannungsgeladenen
gen gibt es zu den vorherigen Shows?
10.02.2015, Volkshaus Jena,
Johnny Silver: Die Vergrößerung des Zeitspiegel, ohne dass das Musikerlebnis der
Beginn: 20 Uhr
Ensembles mit unserer Schauspiel-Company Beatles gestört wird. Es bleiben die Songs der
16
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2012
| integration |
stellte der Querwege e.V. sein ›Hotel & Café Rasenmühle‹ vor und
nahm eine Auszeichnung der Agentur
für Arbeit entgegen.
Von links nach rechts sind zu sehen: Anke Protze
(Querwege e. V.), Dirk Schneider (Café & Hotel Rasenmühle) und
Birgit Becker (Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Jena).
Ein ausgezeichnetes Hotel
war nach kurzer Zeit immer schnell vorbei.
Nun beim Querwege e. V. fühlen sie sich richtig wohl und kommen ihrer Arbeit sehr gerne
nach.
Die beste Unterstützung neben der Agentur für Arbeit erfährt das Haus aber durch seine Besucher. Die Mitarbeiter freuen sich über
einen Besuch des Cafés, welches mittlerweile
einen sehr guten Ruf die selbstgebackenen
Kuchen genießt. Und auch die Hotelzimmer
sind empfehlenswert. Für Gäste der Stadt
ist das ›Hotel & Café Rasenmühle‹ eine unbedingte Empfehlung — vor allem wegen der
Mitarbeiter.(mst)
Hotel Rasenmühle
Burgauer Weg 1a, 07745 Jena
Telefon 03641-5342130
www.hotel-rasenmuehle.de
Steinkreuzsagen
Es war einmal ...Thüringer
und Steingeschichten
Ein unscheinbares Kreuz, oft einfach und kunstlos aus Stein gehauen – sicher ist man schon an einem vorübergegangen ohne
zu wissen, wie viel es uns zu erzählen hat! Fast immer geht es
um den jähen Tod – von tragischen Unfällen, sogar von bösen
Taten wird berichtet, aber auch Mut, Gerechtigkeit und Liebe
finden wir in den alten Geschichten. Aberglaube und Angst vor
dem Unbekannten ließen Spukgestalten entstehen. Unsere erzählfreudigen Thüringer Vorfahren haben mit viel Fantasie spannende und berührende Sagen erdacht, die es wert sind, bewahrt
und weitergegeben zu werden. In diesem Büchlein sind einige
von ihnen gesammelt, mit Bildern geschmückt und durch interessante Fakten ergänzt.
Format 15 x 21 cm · 88 Seiten · Hardcover
ISBN 978-3-9816311-8-0
Erhältlich im Buchhandel und in der Jena Tourist-Information.
Mehr noch unter www.dominoplan.de
... AUS LIEBE ZUM DETAIL
Birgit Becker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Jena. »Leider ist
das nicht mit allen Unternehmen so.« Obwohl
es eine gesetzliche Beschäftigungspflicht für
Menschen mit Beeinträchtigungen ab einer
bestimmten Mitarbeiteranzahl für Unternehmen gibt, kommen viele Betriebe dieser Quotenregelung nicht nach. Birgit Becker: »Da ist
wirklich noch viel Luft nach oben und wir
müssen in Zukunft eine Menge Aufklärungsarbeit leisten.«
Ganz anders sieht es aber bei ›Hotel & Café
Rasenmühle‹ aus. Momentan sind zwei Mitarbeiter mit Handicap im Haus fest angestellt
und übernehmen viele wichtige Aufgaben im
laufenden Betrieb. So gehören zum Beispiel
die Reinigung der Hotelzimmer und das Eindecken der Tische zu den ausgeführten Tätigkeitsfeldern. Für die beiden Angestellten ist
die Festanstellung beim Querwege e. V. wie
ein Hauptgewinn im Lotto. Zwar hatten sie
schon einige andere Arbeitgeber, aber das
DominoPlan
Die Idee für das ›Hotel & Café Rasenmühle‹
entstand im Jahr 2011 während der Planungsphase des Querwege e. V. für die »STEINMALEINS-Grundschule« und die »Freie Gesamtschule UniverSaale«, welche mittlerweile
ihren Platz mitten im Jenaer Paradies haben.
Das Konzept verfolgte den Ansatz, eine Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeit für Menschen mit Behinderung zu schaffen. So wurde
2014 in unmittelbarer Nachbarschaft zu den
Schulen ein Hotel mit dazugehörigem Café
eröffnet, welches ein großes Betätigungsfeld
in den Bereichen der Hauswirtschaft, Gastronomie und einer Werkstatt bietet.
Nun wurde das ›Hotel & Café Rasenmühle‹
im Dezember vergangenen Jahres im Rahmen
der »Aktionswoche der Menschen mit Behinderung« von der Agentur für Arbeit Jena für
seine Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen ausgezeichnet. »Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Einrichtungen funktioniert ganz ausgezeichnet«, so
Foto: Michael Stocker
Im Rahmen der »Aktionswoche
der Menschen mit ­Behinderung«
17
Februar 2015
Foto: Ebenbild
| gesundheit |
Seit mehr als 11 Jahren hat Ernährungscoach Janett Schwarz Erfahrungen in den Bereich Ernährungs- und Personalcoaching.
Sie ist überzeugt: Mit medizini-
scher Diagnostik und eine Kombination aus Ernährung und Sport, kann
jeder seine Ziele erreichen.
Janett Schwarz
Ein Ernährungsplan so
­individuell wie Sie selbst
Was ist Ihr Ansatz für eine erfolgreiche
Diät?
Janett Schwarz: Nicht die einzelne
Diät oder die Stunde Sport pro Woche bringt
den dauerhaften Erfolg, sondern nur ganzheitliche Ansätze, bestehend aus Ernährungsumstellung, Sport- und einem Trinkplan. Alles andere ist einseitig und wird über kurz
oder lang nicht zum Erfolg führen.
Kann ich denn dann noch alles essen,
was mir schmeckt?
Schwarz: Man erhält eine auf seine
Gene abgestimmte Liste mit mehr als 1.000
Nahrungsmitteln und findet so heraus, was
ohne Probleme gegessen werden kann und
was eher gemieden werden sollte. Mir reichen die Lebensmittel aus der Liste auf jeden Fall aus.
Gesünder Leben nach den Genen! Wie geht
das?
Schwarz: Gene sind der Bauplan unseres Körpers — nicht umsonst geht man davon
aus, dass Übergewicht zu 80 % genetisch
bedingt ist. Da jeder von uns andere Gene
in sich trägt, nehmen manche Menschen mit
›ungünstigen‹ Genen Fett viel zu effektiv auf
während bei anderen selbst bei der doppelten Menge an Fett in der Nahrung nur die
notwendige Menge aus dem Darm absorbiert
wird. Ähnlich verhält es sich bei den Kohlenhydraten.
Wie funktioniert das Verfahren?
Schwarz: Nach der humangenetischen
Analyse der Speichelprobe werten unsere
Wissenschaftler das genetische Profil aus
und stellen ein auf die Gene angepasstes
Programm zusammen. Anschließend wird
die Analyse gemeinsam besprochen und
die Umsetzung professionell betreut und
begleitet.
Welches ist das richtige Programm, um
mich gesund zu ernähren?
Schwarz: Dank der neuen Möglichkeiten der Humangenetik lässt sich das schnell
herausfinden. Aus ihrem Genprofil kann man
lesen, welche Nahrungsmittel gemieden werden sollten und welche bedenkenlos weiter
gegessen werden können. Außerdem lässt
sich so, ganz individuell, die optimale Menge
an Sport und täglichen Kalorien bestimmen,
die man braucht, um schnell sein Wunschgewicht zu erreichen und anschließend auch
einfach halten zu können.
Erfülle einem
Kind in Not
Herzenswünsche.
Danke für das Gespräch.
Das Interview führte Jürgen Grohl.
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September
Februar 2015
2012
| literatur |
Schon Jahre vor den
Gebrüdern Grimm, Wilhelm Hauff oder Ludwig Bechstein begeisterte
Johann Karl August Musäus ein ganzes Land mit seinen Volksmärchen.
Mit seinen Legenden vom Rübezahl schuf sich der gebürtige Sohn der
Stadt Jena dabei ein literarisches Denkmal, das bis heute zu den beliebtesten »Volksmärchen der Deutschen« gehört. Ein Porträt.
Geschichtensammler und Märchenerzähler:
Der Mann, der Rübezahl
salonfähig machte
Kurze Pfarrerkarriere
Damit schien tatsächlich alles auf eine
Karriere als Pfarrer hinauszulaufen: Seine
Probepredigten als Pfarramtskandidat in
Eisenach, wohin er wieder zurückgekehrt
war, stießen alsbald auf so viel Begeisterung,
dass eine kleine Gemeinde nahe Eisenach
ihn als Pfarrer einstellen wollte. Doch Musäus, glücklich darüber, dass das »Warten
und Hungerleiden nun zu Ende sein sollte«,
beging einen folgeschweren ›Fehler‹. Einen
Tag nach seiner Berufung ließ sich der junge
Geistliche beim Kirchweihfest zu einem ausgelassenen Tanz hinreißen — woraufhin die
Farnrodaer Bauern den ›Würdelosen‹ kurzerhand als Pfarrer ablehnten. Musäus nahm
diese Abfuhr offenbar recht entspannt — er
verbuchte diese unter »Wen Gott lieb hat,
den straft er« und zog seiner Wege, um sich
einem neuen Lebensinhalt zuzuwenden: der
Schreiberei.
Gänzlich unbeschlagen startete er jene
Karriere indes nicht. Bereits während seiner
Zeit in Jena war er Mitglied der »Teutschen
Gesellschaft« geworden, deren Ziel es war,
»sich in der guten teutschen Schreibart und in
der Kunst des Redners und Dichters zu üben«.
Obwohl zunächst anonym veröffentlicht,
brachte ihm denn auch gleich sein Erstlingswerk »Grandison der Zweite oder Geschichte
des Herrn v. N.«, erschienen als dreibändiges
Werk in den Jahren 1760 — 62 einen zwiefachen Achtungserfolg ein. Zum einen lud ihn
in der Folge der Berliner Verleger Friedrich
Nicolai ein, künftig Literaturkritiken für die
von ihm publizierte »Allgemeine Deutsche
Bibliothek« — einer für ganz Deutschland
herausgegeben, führenden kritischen Literaturzeitschrift — zu verfassen. Zum anderen erregte er mit seinem Roman auch die
Aufmerksamkeit der verwitweten Regentin
Herzogin Anna Amalia von Sachsen-WeimarEisenach, die so angetan von Werk und Autor
war, dass sie ihn umgehend an ihren Hof holte und eine Anstellung als Pagenhofmeister
in Aussicht stellte. Musäus nahm beide Angebote an und übersiedelte 1763 nach Weimar,
das ihm bis zu seinem Tode eine geschätzte
Heimstatt werden sollte.
In Lohn und Brot in Weimar
Die Aufgabe der Pagenerziehung gelang
Musäus, dessen lockere, humorvolle und
liebenswerte Art am Hofe schnell die Runde
machte, so glänzend, dass ihn die Regentin
1769 zum Professor erhob und am örtlichen
Idyllisches Weimar: Musäus verbrachte
hier zahlreiche Jahre.
Abbildungen: Wikipedia
I
n gewisser Weise war Johann Karl August Musäus ein Frühgeborener unter
den großen Dichternamen seiner Zeit:
Am 29.3.1735 in Jena als einziger Sohn des
Fürstlich-Eisenachischen Amtskommisarius
und Landrichters Joseph Christoph Musäus
geboren, erblickte er neun Jahre vor Wieland, 12 Jahre vor Goethe und 24 Jahre vor
Schiller das Licht der Schriftstellerwelt. Als
Berufsinhalt musste jene Schriftstellerei allerdings noch mehrere Jahrzehnte warten, da
der junge Musäus nach Abschluss der Schule
zunächst einen geistig ganz anders ausgerichteten Lebensweg einzuschlagen gedachte.
Über seine Kindheit und Jugend ist nicht
viel überliefert — bekannt ist, dass er zunächst im Hause seines Onkels und Paten
Weißenborn in Allstedt bei Weimar aufwuchs und als dieser in Eisenach eine Stelle als General-Superintendent annahm, dort
das Gymnasium besuchte. Selbst schrieb
Musäus später im Rückblick auf diese ›erste
Reifephase‹ über sich und nicht ohne Ironie:
»Ich zählte achtzehn volle Sommer, ehe meine Raupengestalt die erste fade Haut verlohr
und bunte Farben auf der Oberfläche spiegelt,
die doch nie so lebhaft waren, daß der kundige Insektensammler daraus bey der nächsten
Verwandelung einen Schmetterling geahndet hätte, welcher der Mühe werth gewesen
wäre, unter Glas aufbewahrt zu werden.«
Noch nicht ganz ›Schmetterling‹ zog Musäus
ein Jahr später zurück in seine Geburtsstadt,
um dort ein Theologiestudium aufzunehmen,
das er 1758 beendete.
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Johann Karl August Musäus (1735 — 1780): Geistlicher,
Lehrer, Literaturkritiker, Schriftsteller und Märchensammler
Wilhelm-Ernst-Gymnasium Geschichte und
alte Sprachen unterrichten ließ. Auch hier behandelte der ungelernte Lehrer seine Schüler
mit geradezu väterlicher Zuneigung — die es
ihm auf ihre Weise dankten: An jedem seiner
Geburtstage überreichte ihm die Oberklasse
des Gymnasiums ein neues Geburtstagsgedicht.
Da ihm für seine Professorenstelle am
Gymnasium nur 300 Thaler Jahresgehalt bewilligt wurden und für die Buchkritiken, die
er fleißig schrieb, auch nicht wirklich viel
abfiel, behielt Musäus gezwungenermaßen
auch in den Folgejahren seinen Posten als
Pagenerzieher. Nur so reichte sein Auskommen, um eine Familie ernähren zu können:
1770 hatte er seine langjährige Verlobte Juliane Krüger geheiratet, zu deren direkter Verwandtschaft auch die bekannte Familie von
Kotzebue gehörte. Dadurch ergab es sich in
der Folge auch, dass August von Kotzebue —
später selbst einmal Dichter und Dramatiker —
von seinem Onkel am Gymnasium unterrichtet wurde.
Für die Nachwelt erwies sich dieser Umstand als besonderes Glück, da vieles von
dem, was heute über Musäus bekannt ist,
von seinem Neffen August überliefert wurde. So wusste dieser auch zu berichten, dass
sein viel beschäftigter Onkel sich bei alle
seinen beruflichen Pflichten immer erst in
den Abend- bzw. Nachstunden der Schreiberei widmen konnte: »Wenn er den lieben
langen Tag seine mühselige Berufsarbeit vollbracht hatte, so setze er sich gewöhnlich des
Abends nach dem Essen an seinen Schreibtisch, dichtete bis um zwey Uhr des Morgens,
und rauchte Toback, und trank kalten Kaffee
dabey.« Selbst dann waren es häufig nicht
Buchkritiken oder gar eigene Geschichten,
an denen er schrieb, sondern Auftragsdichtungen für festliche Anlässe oder Libretti für
Opern und Singspiele, mit denen er sein schmales Einkommen aufbesserte. »Wie manchesmal habe ich den verdienstvollen und
kargbesoldeten Musäus, wenige Tage vor
dem Neujahrsfeste, beschäftigt angetroffen«,
erinnert sich später August von Kotzebue an
seinen nimmermüden Onkel, »für den Küster
der Stadtkirche zu Weimar ein Neujahrslied
zu dichten, wofür ihm dieser einen Laubthaler {franz. Silbermünze} bezahlte.«
Ruhm mit Volksmärchen
Diese Situation änderte sich erst, als Musäus 1778 einen neuen Roman veröffentlichte,
diesmal auch unter seinem Namen: »Physiognomische Reisen«, eine Parodie auf Lavaters
kurz zuvor erschienenen »Physiognomische
Fragmente«, war so erfolgreich, dass der
Roman 1781 bereits die dritte Auflage erlebte. Von der Literaturwissenschaft wird dieses
Buch heute als einer der interessantesten satirischen Romane seiner Zeit gewertet.
Mit diesem Erfolg im Rücken konnte der
von Geldsorgen geplagte Autor sich nun
endlich einem Projekt zuwenden, das ihm
schon lange am Herzen lag bzw. als lukrative
Einnahmequelle vor Augen schwebte — der
Herausgabe einer selbst verfassten Märchensammlung. Wie er in einem Brief an seinen
Berliner Freund Nicolai festhielt, hatte er
selbst längst bemerkt: »Die Feeereien scheinen wieder recht in Schwung zu kommen.
Rector Botz und Amtsmann Bürger vermodernisiren die tausend und eine Nacht um
die Wette, selbst die Feenmährchen sind in
Jena {…} von neuem gedruckt worden. Ich
will mich an die Rotte hängen, und lasse von
meiner Drehscheibe jetzt ein Machwerk dieser Art ablaufen, das den Titel führen wird:
Volksmärchen, ein Lesebuch für große und
kleine Kinder.«
Schon Jahre bevor die Gebrüder Grimm
damit begannen, hatte sich der Geschichtenliebhaber eigens hierfür von Männern, Frauen und Kindern jeden Alters die trivialsten
Ammenmärchen erzählen lassen. Sein Neffe
August von Kotzebue kann sich später noch
lebhaft daran erinnern, dass »er wirklich eine
Menge alter Weiber mit ihren Spinnrädern um
sich her versammelte, sich in ihre Mitte setzte, und von ihnen mit ekelhafter Geschwätzigkeit vorplaudern ließ, was er hernach so
reizend nachplauderte. Auch Kinder rief er
oft von der Straße herauf, wurde mit ihnen
zum Kinde, ließ sich Märchen erzählen, und
bezahlte jedes Märchen mit einem Dreyer.«
Rübezahl in heimischer Umgebung
(Moritz von Schwind, 1859)
Musäus verzichtete jedoch auf eine rein wortgetreue Wiedergabe des Gehörten. Ganz nach
seinem eigenen humorvollen Stil schmückte
er die Märchen stattdessen aus, dichtete sie
um oder auch fort und machte aus dem angesammelten Urstoff mit unverwechselbarer
Erzählweise ein eigenes Werk. Dieser war
vor allem von einem hohen Maß an Ironie
und Situationskomik geprägt und zielte darauf ab, mit dem Aberglauben eher zu brechen als diesen zu bestärken. Seine Märchen
waren infolgedessen bei weitem nicht nur für
ein junges, sondern gleichermaßen auch für
ein belesenes, also erwachsenes Publikum
geschrieben. Dem Erfolg der 14 Erzählungen umfassenden Märchensammlung, die
schließlich unter dem Titel »Volksmärchen
der Deutschen« zwischen 1782 und 1786 aufgeteilt in fünf Bände veröffentlicht wurde,
tat dies keinen Abbruch — ganz im Gegenteil.
Innerhalb kürzester Zeit erschienen von den
»
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September
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2012
Geschichten in Stein
Abbildung: Barbara Künzl
Abbildung: www.zeno.org
| jena und umgebung |
Beliebtes Postkartenmotiv:
Rübezahl grüßt von der Schneekoppe.
»
»Volksmärchen« mehrere Auflagen, bereits 1791 erfolgte eine
erste Übersetzung ins Englische.
Insbesondere die fünf in der
Sammlung versammelten Rübezahl-Legenden brachten Musäus
größte Popularität als Schriftsteller ein. Auch wenn die Sagengestalt aus dem Riesengebirge in
der Überlieferung schon lange
vor ihm existiert hat, war er derjenige, der Rübezahl ›salonfähig‹
machte. Auf die Vorgaben des
Leipziger Sagensammlers Johannes Prätorius zurückgreifend, die
dieser 1662 in seiner »Daemonologia Rubinzalii Silesii« über den
Berggeist gemacht hatte, milderte er dessen dämonische und
derbe Züge und verlieh ihm etwas Schalkhaftes — das nur verschwindet, wenn er bei seinem
Spottnamen ›Rübezahl‹ gerufen
wird …
Neben großer Popularität erlangte Musäus mit seinen
»Volksmärchen der Deutschen«
nun endlich auch den finanziellen Erfolg, den er sich zeitlebens erhofft hatte. Wirklich
ausgiebig genießen konnte er
indes die Früchte seiner literarischen Arbeit nicht mehr: Ein
Herzschlag riss ihn ein Jahr
nach Vollendung des letzten
Märchenbandes am 28. 10. 1787
viel zu früh aus dem gerade
erblühenden Schriftstellerleben. Seine letzte Ruhestätte
fand Johann Karl August Musäus — Geistlicher, Lehrer, Literaturkritiker, Schriftsteller und
Märchensammler — auf dem
Weimarer Jacobsfriedhof.(mei)
Wie Rübezahl zu seinem Namen kam
Die genaue Entstehung des Namens Rübezahl ist bis heute ungeklärt.
Johann Karl August Musäus zufolge geschah dies folgendermaßen: Der
Bergschrat, welcher im Riesengebirge lebte, entführte die Königstochter des Landes beim Baden. Um sie von Gedanken an Flucht abzuhalten und ihr Herz zu gewinnen, verwandelte er Rüben von seinem Feld
in Personen und Dinge, nach denen sie sich sehnte. Die Königstochter
stellte ihm jedoch die Aufgabe, alle Rüben auf dem Feld zu zählen und
ihr die genaue Anzahl zu sagen. Läge er richtig, würde sie ihn heiraten.
Läge er falsch, dürfte sie gehen. Um ja sicherzugehen, zählte der Berggeist seine Rüben gleich zweimal — was der Königstochter genügend
Zeit zur Flucht verschaffte. Von diesem Zeitpunkt an wurde er mit dem
Namen ›Rübezahl‹ verspottet.
Überall in Wald und Flur begegnen uns steinerne
­ eugen der Vergangenheit. Auch wenn sie stumm scheiZ
nen, erzählen sie bei näherer Betrachtung spannende
Geschichten. Barbara Künzl hat zahlreiche davon in
einem Büchlein zusammengetragen.
Nahe Isserstedt bei Jena steht
an einem Waldweg, am westlichen Beginn des Mühltales, ein
Gedenkstein. Die Worte darauf
kann man noch heute lesen:
Denkmal der hier am 26.
Februar 1830 durch das
große Wasser verunglückten
Jungfrau J. F. H. Stiebritz geb.
zu Jena dem 21. Mai 1813.
Johanna Friederike Henriette
Stiebritz war die älteste Tochter
des Jenaer Bürgers und Maurers
Joh. Heinrich Stiebritz. Sie war
der Einladung eines Isserstedter
Lehrers zu einem Schlachtfest
gefolgt. Aus dem Isserstedter Kirchenbuch: »… Sie wollte an diesem Tage nach Isserstedt gehen;
es war heftiges Thauwetter eingefallen. Im Hopfenthale war ein
gewaltig wildes Wasser, wahrscheinlich hat sie dieses durchwaten wollen, war aber von dem
Strome fortgerissen worden. Gegen Abend wurde ihr Leichnam
unter dem Röthel bei den Flachsrösten, also da, wo das Ziskauer
Thal in das Mühlthal einmündet,
an einer Pappel gefunden.« Ihr
untröstlicher Bräutigam ließ diesen Stein setzen und pflanzte drei
Birken dazu.
Märchen und Sagen haben Barbara Künzl, geb. 1943 in Jena,
durch ihre Kindheit begleitet —
für geheimnisvolle alte Orte, vor
allem die vielen Burgruinen ihrer
thüringischen Heimat, die oft das
Ziel sonntäglicher Wanderungen waren, interessiert sie sich
bereits seit ihrer Schulzeit. Nach
ihrer Pensionierung hat sie mehr
Zeit für ihre Hobbys, insbesondere für all jene geheimnisvollen
Steinkreuze in der Umgebung.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann,
der diese Begeisterung mit ihr
teilt, sucht und entdeckt Barbara
Künzl seither, oft auf schwierigen
Wegen, verborgene Steinkreuze.
Viele der dazugehörigen Geschichten sind nun in einem
wunderschön illustrierten Büchlein veröffentlicht worden, das
zusätzlich vielerlei interessante,
historische Hintergründe sowie
Wissenswertes zur Geschichte
der Steinkreuze und Steindenkmale zu offenbaren weiß.(ana)
Barbara Künzl
»Thüringer Steinkreuzsagen und Steingeschichten«
DominoPlan, 88 Seiten
(geb.), 14,80 Euro
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2012
| literatur |
Jena als Protagonist
talentiert gestrickte Plot, der sowohl das Ermittlerteam als auch den Leser mit so manch
falscher Fährte konfrontiert und am Ende ein
fulminantes Finale bereithält. Hervorhebenswert ist ebenfalls die gelungene Darstellung
der einzelnen Figuren, die Einblicke sowohl
in die Seelenwelt des Kommissars Henry als
auch in jene von Opfer und Täter gewährt
und damit eine Erzählatmosphäre zu erzeugen weiß, die packt und zum Weiterlesen
zwingt.
Der eigentliche Clou des Romans ist jedoch
die unmittelbare Einbeziehung der Szenerie,
die jedem Leser, der Jena kennt oder gar in
der Stadt wohnt, eine wahre Freude bereiten
dürfte. Vertraut mit den erwähnten Stadtvierteln, Bergen, Höhlen, Straßen und Gebäuden
hat man so genau vor Augen, wo die Hand-
Ausgezeichnet
Sieger­treppchen.
W
ie heißt es so schön: Geschmack wird belohnt.
Das noch recht neue
›Köstritzer Kellerbier‹ überzeugte letztes Jahr nicht nur auf Anhieb die Konsumenten, sondern
auch die Leser der nationalen
Fachzeitschrift ›Getränke Zeitung‹. Mit 46 % Prozent der abgegebenen Stimmen belegte die Bierspezialität den ersten Platz bei den
Bier-Neuheiten des Jahres 2014.
Erst im November letztens Jahres
wurde die Bierspezialität von der
Christoph Heiden. »Teufelsloch«
Emons Verlag, 304 Seiten (brosch.),
10,90 Euro
| lesung |
| geniessen |
Thüringer Bierspezialität
lung gerade spielt und wo schließlich alles zu
einem großen Finale zusammenläuft.
Christoph Heiden, gebürtiger Berliner
und Freund Jenas, kann man zu diesem Debütroman nur gratulieren — und hoffen, dass
die Möglichkeit eines Nachfolgeromans, die
sich aus »Teufelsloch« herauslesen lässt,
schon bald Realität werden.(mei)
Foto: © Stiftung Schloss Leuk / Thomas Andenmatten
E
in Mann prügelt einen anderen in der Jenaer Innenstadt halb tot, weil dieser angeblich seine Freundin angebaggert hat.
Den Namen des bekannten Schlägers haben
die beiden Ermittler Henry und Linda schnell
herausgefunden, nur fehlt von diesem jede
Spur. Die Wohnung im Zehngeschosser am
Saalbahnhof ist leer. Die Annahme, dass sich
der Gesuchte aus dem Staub gemacht hat,
erweist sich jedoch als voreilig: Man findet
ihn wenige Tage später mit durchschnittener
Kehle und eingeritztem Symbol am Saaleufer.
Die beiden Kommissare nehmen die Ermittlungen auf ohne zunächst wirklich Resultate
zu erzielen — bis ein zweiter Toter gefunden
wird …
Was »Teufelsloch« zu einem Buchtipp
für Krimifreunde macht, ist sicher auch der
Foto: Köstritzer / Björn Walther
Foto: Matthias Pick/Verlag
Den einen oder anderen Thüringenkrimi mit Schauplatz Jena hat es
wohl schon gegeben, aber keinen, der die Saalestadt mitsamt ihrer Umgebung
so dicht in die Handlung mit einbindet wie Christoph Heidens im letzten
Jahr erschienener Roman »Teufelsloch«.
Thomas Hettche liest in
der Villa Rosenthal
aus seinem preisgekrönten
Roman »Pfaueninsel«.
Thomas Hettche
schafft es wieder auf das
Literarischer Salon
Zeitschrift ›Lebensmittel Praxis‹
als »Produkt des Jahres 2015«
ausgezeichnet, im August erhielt
es den »HIT 2014«, zuvor ebenfalls den »Superior Taste Award«
des International Taste & Quality
Institute. Was so gut schmeckt,
empfehlen wir gern weiter:
Stadtmagazin 07 verlost fünf Kästen ›Köstritzer Kellerbier‹. Um an
der Verlosung teilzunehmen, senden Sie bitte bis zum 25. Februar
2015 eine E-Mail an leserpost@­
stadtmagazin07.de(flb)
Die Pfaueninsel in der Havel ist
ein künstliches Paradies und das
Thema des gleichnamigen Werks
von Thomas Hettche. In seinem
opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt der Literat von dessen Blüte, Reife und
Verfall aus der Perspektive des
kleinwüchsigen Schlossfräuleins
Marie, in deren Lebenslauf sich
die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet. Es mutet an
wie ein modernes Märchen, denn
es beginnt mit einer Königin, die
einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wo-
chen nach dieser Begegnung auf
der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810,
ist die junge Königin Luise tot —
und der kleinwüchsige Christian
und seine Schwester Marie leben
fortan weiter mit dem entsetzten
Ausruf der Königin: »Monster!«
Damit ist die Dimension dieser
Geschichte eröffnet, aus der der
Autor am 6. Februar in der Villa
Rosenthal lesen wird.(flb)
Thomas Hettche:
»Pfaueninsel«
06.02.2015, Villa Rosenthal, Jena, 19.30 Uhr
22
| stil |
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nicht nur der Fettverbrennung, sondern auch
der Entspannung. Denn jeder
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Ihnen neben der Kurszeit auch Zugang zu Bad & Saunalandschaft.
Natürlich können Neujahrsvorsätze ebenfalls mit den GalaxSea Trocken-Sportkursen auf
sehr angenehme Weise umgesetzt
werden. Neben »Funktionellem
Basistraining« zur Stärkung der
Rumpfmuskulatur, einem Kurs für
»Körperstabilisierung und Muskeldehnung« und der »Präventiven Wirbelsäulengymnastik« sind dabei insbesondere
mit dem Elektro-Muskel-Stimulations-Training (EMS) verblüffende Ergebnisse erzielbar. Das zentrale Schlagwort dieser modernen Trainingsmethode lautet ›Effektivität‹: In
kürzester Zeit erzielen Sie maximale Erfolge,
egal ob Sie Rückenbeschwerden haben, Kraft
und Ausdauer verbessern wollen oder Ihren
Körper formen und straffen möchten. Mit
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steuern alle Hauptmuskelgruppen und die
dazwischen oder tiefer liegenden Muskeln
an. So wird jeder einzelne Muskel in wesentlich kürzerer Zeit um ein Vielfaches intensiver und öfter aktiviert als bei herkömmlichen
Methoden. Das Ergebnis: Ihre Muskulatur
wird stabilisiert, die Rumpfmuskulatur gestärkt, Gewicht und Fett dagegen reduziert.
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15.01.15 10:54
25
Februar 2015
| Theater Gera |
| Ausstellung |
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Foto: Mathias Perlet
Die Gerlinale ruft!
Um ›echten‹ Filmstars zu begegnen, muss man
nicht erst nach Berlin fahren: Zum Theaterball
Ohne Anfang
und Ende
Mit der Ausstellung »Das Erbe der Pandora« zeigt
die ›Galerie Huber & Treff‹ Bilder des Leipziger Künstlers Matthias Perlet, die von Gefühlen und Zuständen
erzählen und sich im Augenblick des Erkennens ganz der
Imagination des Betrachters überlassen.
Mathias Perlet ist ein Fixpunkt in
der Leipziger-Malerei-Landschaft:
Seit mehr als zwanzig Jahren lebt
und arbeitet er in der Stadt seiner künstlerischen Ausbildung.
Sein unverkennbarer Stil ist
mit Begriffen wie Surrealismus,
Symbolismus, fotorealistischen
Elementen, Phantastischer Realismus und Romantik sicherlich
nur unzureichend umschrieben.
Was sein Werk aber ohne Zweifel der Leipziger Schule zugehörig macht, sind das Drängen nach
handwerklicher Perfektion, der
hohe künstlerische Anspruch
und die überwiegende Beschäftigung mit der menschlichen Figur.
Die Bilder von Mathias Perlet
verblüffen und faszinieren den
Betrachter gleichermaßen mit ihren Figuren, ihrer Farbigkeit und
scheinbaren Klarheit. Sie werfen
Fragen auf, wirken befremdlich
in ihrer Mischung aus realistischem Bildpersonal und phantastischer Umgebung. Tiere, Landschaften und anderes sind den
Protagonisten der Bilder attributiv zur Seite gestellt. Eine räumliche Situation der vorgestellten
Szene ist oft nur angedeutet, ornamental gefüllt oder symbolhaft
mit linearer Zeichnung umschrieben. So bleibt dem Betrachter —
im Sinne des ›Non finito‹ — offen,
all diese Szenen mit seinen Erfahrungen und Gefühlen zu füllen.
Bei jedem Blick auf die Arbeiten
von Mathias Perlet entstehen somit neue Bilder, die in ihrer Vielschichtigkeit einmalig sind.(flb)
Mathias Perlet
»Das Erbe der Pandora«
16.01.–28.03.2015, Galerie
Huber & Treff, Charlottenstraße 19, Jena
Mo 9 – 13 Uhr,
Do/Fr 15 – 20 Uhr,
Sa 10 – 16 Uhr
Tel. 03641-442829
www.huber-treff.de
am 28. Februar wird am Theater Gera der rote Teppich
ausgerollt.
Begegnen Sie anlässlich der glamourösen Abschlussparty eines
internationalen Filmfestivals
Weltstars der Filmgeschichte
wie Marlene Dietrich, Marilyn
Monroe, Heinz Rühmann, Stan
Laurel oder Gene Kelly auf dem
roten Teppich, im Theatersaal,
an verschiedenen kleineren
Spielstätten und auf dem Tanzparkett. Der Theaterball 2015 bei
»­Theater & Philharmonie Thüringen« macht’s möglich. Das Publikum entscheidet mit darüber,
wer sich am Ende der Preisverleihungsgala über einen der begehrten Preise freuen darf.
Im Anschluss an einen dem
Anlass entsprechenden festlichen
Empfang vor dem Theater und
im Spiegelfoyer und nach einem
fulminanten, von Dame Edna
(Philipp Reinheimer) moderiertem G
­ ala-Programm mit Künstlern aller fünf Sparten sorgt ein
festliches Buffet für das leibliche
Wohl.
Ab 21:45 Uhr spielen das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von
Generalmusikdirektor Laurent
Wagner sowie das Metropolitan
Jazz Orchestra unter Leitung von
Claus Bloszik Jr. im Konzertsaal
schließlich zum Tanz auf. Zahlreiche Showacts an verschiedenen Spielorten sorgen überdies
den ganzen Abend für beste Unterhaltung und gute Laune.
Mitwirkende beim
Theaterball 2015:
· Philharmonisches ­Orchester
Altenburg-Gera
· Opernchor von Theater &
Philharmonie Thüringen
· Thüringer Staatsballett
· Solisten des Musiktheater-, Schauspiel- und Puppentheaterensembles
· Metropolitan Jazz Orchestra —
Leitung: Claus Bloszik Jr.
Dirigenten: Thomas Wicklein, GMD Laurent Wagner
Künstlerische ­Gesamtleitung:
Bernhard Stengele
Bühne, Kostüme: Hilke Förster
Dramaturgie: Felix Eckerle
Choreinstudierung:
Holger Krause
Pauschalangebot:
2 Karten zum Ball und Übernachtung im ›pentahotel Gera‹
(Doppelzimmer) mit Frühstück
ab 237 €
Theaterball 2015
28.02.2015, Bühnen der
Stadt Gera, Theaterplatz 1,
07548 Gera
Einlass 18:30 Uhr,
Beginn 19:30 Uhr
Infos und Karten:
Tel. 0365 8279105,
kasse@tpthueringen.de
www.tpthueringen.de
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Als wir träumten
Sondertermine:
01.02., 16:00
„Deutschlands wilde Vögel“
Naturschutzwoche
02.02., 19:30 „Frauentag“
Polnische Filmreihe
04.02., 20:00 „Chinatown“
35 mm Kino, Film e.V.
ab 12.2. im Schillerhof
Birdman, diese Rolle hat der alternde
Schauspieler Riggan Thomson drei Mal
gespielt. Doch zu Teil vier hat er Nein
gesagt, und seitdem ist seine Karriere im Tiefflug. Zusammen mit seinem
Freund und Produzenten Jack versucht
er nun noch einmal, seine Reputation
zurückzugewinnen: Er inszeniert sich
selbst in einer Adaption von Raymond
Carvers Kurzgeschichte „What we talk
about when we talk about love“ und
das gleich am legendären Broadway.
Über allem steht die Gefahr eines veritablen Flops. Schließlich kommt der Untertitel ins Spiel: Die unverhoffte Macht
der Ahnungslosigkeit, gleichzeitig der
Titel einer Kritik, die Riggan nach der
Premiere lesen muss. Ob er mit Hilfe
seiner ambitionierten Inszenierung zu
sich selbst gefunden hat, ob er den
Respekt bekommen hat, den er zu
verdienen glaubt. Iñárritu belässt es
bei einem offenen Ende, das ebenso
vielfältig zu interpretieren ist wie der
gesamte Film, der inhaltlich, stilistisch
und metaphorisch zu den reichsten Filmen des Jahres zählt.
Michael Meyns
Los Angeles 1970: Der Privatdetektiv und Drogenliebhaber Larry “Doc”
Sportello staunt nicht schlecht, als
seine Ex-Freundin Shasta eines Abends
urplötzlich bei ihm auf der Matte steht.
Sie erzählt ihm von ihrer Affäre mit
dem Milliardär Mickey Wolfman sowie
dem Plan von dessen Frau Sloane und
deren Liebhaber, den reichen Bauherrn
zu entführen und in eine psychiatrische
Anstalt zu stecken. Doc soll der verliebten Shasta nun helfen, dieses Vorhaben zu verhindern. Doch kaum hat der
Ermittler mit seinen Nachforschungen
begonnen, verschwindet Mickey. Während Doc seine Bemühungen zur Aufklärung des Falls verstärkt, bekommt er
es mit seinem verfeindeten Ex-Kollegen
Christian “Bigfoot” Bjornsen und anderen zwielichtigen Gestalten zu tun.
Dabei verstrickt sich Doc immer tiefer
in Ärger, aus dem ein unbeschadetes
Entkommen zunehmend unwahrscheinlicher wird…
USA 2014
Regie: Alejandro G. Iñárritu
Darsteller: Michael Keaton, Emma Stone, Edward
Norton, Zach Galifianakis, Naomi Watts
Inherent Vice
Man denkt zuerst, dass es sich bei “Inherent Vice” um einen Krimi handelt, doch
beim zweiten Hinsehen versteht man,
dass es sich hierbei um Paul Thomas Andersons Idee einer Komödie handelt. Es
gibt genug Slapstick, geistig anspruchsloses Material und seltsame Charaktere,
um Freunde von Monty Python zu beglücken. Reelviews.net
Deutschland 2014
Regie: Andreas Dresen
Darsteller: Merlin Rose, Julius Nitschkoff, Joel
Bassmann, Pit Bukowski
Kino im Schillerhof · Helmboldstr. 1
ÖPNV: Straßenbahn 2, 3, Bus 14
Infos: www.schillerhof.de
Telefon: (03641) 52 36 53
tägl. ab 16 Uhr, Sa/So ab 14 Uhr
fer
er U
Löbstedter
ger
An
USA 2015
Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Joaquin Phoenix, Reese Witherspoon,
Owen Wilson, Josh Brolin
Fürstengraben
ALS WIR TRÄUMTEN ist offizieller Wettbewerbsbeitrag der 65. Internationalen
Filmfestspiele Berlin 2015.
Am
24.02., 10:00
Seniorenkino
ab 29.1. im Schillerhof
na
genje
Weni
14.02. Valentinstag:
„Brasserie Romantiek“
Inherent Vice
Helmboldstr.
Wir sehen uns!
Birdmann
Schen
kstr.
Sch
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Der Februar hats in sich.
Während die Filmwelt in
Berlin um metallene Bären kämpft, haben wir seinen Wettbewerbsbeitrag
schon gebucht: Andreas
Dresens Romanverfilmung
von Clemens Meyers „Als
wir träumten“. Aber zuerst kommt „Birdman“,
der endlich ein richtiger
Schauspieler sein will und
den Broadway aufmischt,
gefolgt von Doc in „Inherent Vice“, der seiner
Ex zum Liebhaber verhelfen will und dabei in arge
Schwierigkeiten kommt.
„Wir sind jung. Wir sind
stark“ ist ein eindringlicher deutscher Film über
eine verlorene Generation, und im „Königreich
der Frauen“ putzen die
Männer diesen die Stiefel.
Auch „Antboy“ ist nur so
lange normal, bis ihn eine
Ameise beisst. Wenigstens
zum Valentinstag wird’s
romantisch.
Als wir träumten war der Stadtrand
von Leipzig die Welt. Die DDR war
weg und wir waren noch da. Pitbull
war noch kein Dealer. Mark war noch
nicht tot. Rico war der größte Boxer
und Sternchen war das schönste
Mädchen, doch sie hat mich nicht so
geliebt, wie ich sie. Alles kam anders.
Aber es war unsere schönste Zeit.
Leipzig in der Nachwendezeit: Die
Clique um Rico, Mark und Daniel
lebt ziellos in den Tag hinein. In ihrem Viertel fühlen sie sich stark,
cool und akzeptiert. Wenn sie nicht
gerade mit ihrer Fußballmannschaft
um den Aufstieg spielen, prügeln sie
sich, um auf der Straße respektiert zu
werden, klauen oder treiben mit anderen kleinkriminellen Unfug. Nachts
betrinken sie sich sinnlos, nehmen
Drogen, randalieren ohne Grund.
Heimlich aber träumen sie davon, irgendwo anders ein Leben mit Bedeutung zu beginnen.
Kraftvoll, wild und zärtlich verfilmte Regisseur Andreas Dresen (Halbe
Treppe, Halt auf freier Strecke,) den
gleichnamigen Erfolgsroman von
Clemens Meyer. Nach „Sommer vorm
Balkon“ und „Whisky mit Wodka“
ist es die dritte Zusammenarbeit
mit dem Drehbuchautor Wolfgang
Kohlhaase. Der Debütroman des gebürtigen Leipzigers Clemens Meyer
wurde mehrfach ausgezeichnet und
etablierte ihn als kraftvollen Erzähler
US-amerikanischer Tradition. An den
Marginalisierten der Gesellschaft, so
Meyer, reize ihn das erzählerische Potential: „Wer nichts hat, wer nur verliert, der braucht viel mehr Illusionen,
Träume, Legenden.“
Löbdergraben
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Karl-Lie
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ch
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Filmkritiken aus www.programmkino.de · Mit freundlicher Genehmigung der AG Kino. Fotos: Verleiher ·
ab 26.2. im Schillerhof
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Saa
Sonderbeilage
Gute Filme
im Februar
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KINDERKINO im Schillerhof
immer Sonntag Nachmittag
Wir sind jung. Wir
sind stark.
Antboy
ab 29.1. im Schillerhof
Brasserie Romantiek
ab 19.2. im Schillerhof
Jacky im Königreich
der Frauen
14. Februar. Langsam füllt sich das
kleine Restaurant mit dem für den
Abend treffenden Namen „Brasserie
Romantiek“. Allerdings hat sich die
Chefin Pacaline den Verlauf ein wenig anders vorgestellt, denn gleich
der erste Gast bringt sie völlig aus
dem Konzept. Frank ist ihre große
Jugendliebe. Und er fragt sie, ob sie
mit ihm nach Buenos Aires geht! An
einem anderen Tisch haben sich die
Stammgäste Roos und ihr Mann Paul
in den Schützengräben einer Ehe
verschanzt, die längst am Ende ist.
Währenddessen wartet der schüchterne Walter mit feuchten Händen
auf sein Date.
Beinahe in Echtzeit folgt der Film
den verschiedenen Dramen. Dabei
kontrastiert er das Chaos und die
explodierenden Emotionen in der
Küche mit dem nach außen hin gesitteten Benehmen der Figuren an den
Tischen. Überhaupt liegt in dem Gegensatz zwischen äußerem Erscheinungsbild und innerem Tumult eine
Spannweite, die immer wieder für
Überraschungen sorgt. „Brasserie Romantiek“ ist eine wundervolle Liebeskomödie mit tollen Schauspielern, die
dem unerträglich kommerzialisierten
Valentinstag neue Nuancen abringen.
Oliver Kaever
ab 19.2. im Schillerhof
Belgien 2014
Regie: Joël Vanhoebrouck
Darsteller: Sara De Roo, Axel Daeseleire, Koen De
Bouw, Barbara Sarafian
Frankreich 2014
Regie: Riad Sattouf
Darsteller: Vincent Lacoste, Charlotte Gainsbourg,
Didier Bourdon , Anémone , Valérie Bonneton
In der fiktiven Volksrepublik Burbunne besitzen die Frauen die Macht.
Pferde sind heilig und das Essen
von Pflanzen verboten. Die Männer
erledigen die Hausarbeit und putzen den in grauen Militäruniformen
auftretenden Frauen unterwürfig die
Stiefel. Ansonsten fügen sie sich in
ihre Rolle als allzeit bereite Sexualobjekte. Auch der junge Jacky ist mit
seinem Los eigentlich ganz zufrieden. Wäre da nicht sein brennender
Wunsch, die noch unverheiratete
Diktatorentochter Bubunne XVII zu
bekommen.
Mit seiner überspitzten Satire versucht Regisseur Riad Sattouf ein
Plädoyer gegen jede Form von Unterdrückung zu manifestieren. Dem
vielseitigen Comiczeichner gelingen dabei surreal bizarre Momente. Gleichzeitig konnte Sattouf mit
Charlotte Gainsbourg als diktatorischer Komödienfigur einen veritablen Casting-Coup landen. Die Schauspielerin mit dem Blick einer scheuen
Katze, hat sich nie für kommerzielle
Produktionen verkauft. Auch hier
verleiht die 43jährige der eher derben Tirade gegen die Intoleranz herben Charme.
Luitgard Koch
Zwei Jahre nach der deutschen Einheit war der Traum von blühenden
Landschaften schon fast ausgeträumt, steckte die Wirtschaft in
der Rezession, beantragten über
400.000 Menschen Asyl. Aus dieser
Mischung, zusätzlich gespeist von
Alkohol, Drogen und einem diffusen
Gefühl der Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit entstand wohl die Atmosphäre, die am 24. August 1992
zu den Ausschreitungen im Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen führte, bei denen, wie durch ein
Wunder, niemand ums Leben kam.
Aus diesem Thema einen Spielfilm zu
drehen ist ein heikles Unterfangen,
zumal wenn man versucht zu verstehen, was die Täter antrieb. Im Zentrum stehen jugendliche Deutsche,
die sich jung und stark fühlen und
– so suggeriert es der Film – nicht
wissen, was sie tun.
Ein bemerkenswerter deutscher Film
von kraftvoller Intensität!
Michael Meyns
Deutschland 2014
Regie: Burhan Qurbani
Darsteller: Jonas Nay, Joel Bamsn, Devid Striesow,
Saskia Rosendahl, Paul Gäbler
Von Menschen und
Pferden
Island, Isländer und ihre Ponys – das
ist hier eine gelungene Mischung aus
rustikalem Charme und Selbstironie.
Jede einzelne Episode beginnt mit dem
Blick in ein Pferdeauge, in dem sich das
Menschenleben widerspiegelt. Was
würden die Tiere wohl von diesen merkwürdigen Zweibeinern halten, wenn sie
denken könnten? Von Gier und Eifersucht sind die Menschenwesen erfüllt,
aber auch, zumindest gelegentlich, von
Liebe, Sehnsucht und Mitleid. Davon
handeln die Geschichten.
Erlingssons Kinodebüt wurde vielfach
preisgekrönt. Er findet wunderbar
klare Bilder, die oft sehr eindringlich,
manchmal schockierend schön oder
sogar ein bisschen grausam wirken.
Dazu weht eine wunderschöne Musik
durch die Bilder, die Schauspieler inklusive der Ponys sind bestens aufgelegt. Erlingssons bärbeißiger Humor
passt sehr gut zu dem liebevoll boshaften Blick auf seine Landsleute und
auf seine Heimat.
Gaby Sikorski
Island 201 Regie und Buch: Benedikt Erlingsson
Darsteller: Ingvar E. Sigurðsson, Charlotte Bøving,
Steinn Ármann Magnússon
Pelle ist 12, lebt mit seinen Eltern
in einer dänischen Kleinstadt und
ist ein typischer Außenseiter, wie
er an jeder Schule vorkommt. So
unscheinbar ist er, dass ihn selbst
die Klassenfieslinge links liegen
lassen und lieber den Nerd Wilhelm triezen. Doch Pelle hat Mut,
hilft Wilhelm und muss flüchten.
In einem verwunschenen Garten
versteckt er sich – und wird von
einer Ameise gebissen.
Am nächsten Morgen wacht er
benommen auf und fühlt sich
irgendwie anders. Gläser zerplatzen plötzlich in seiner Hand, Gegenstände bleiben an ihm kleben
und den Sportlehrer schmeißt er
problemlos auf die Matte. Das ist
nicht etwa die Pubertät, sondern
etwas viel Merkwürdigeres: Der
Comic-Experte Wilhelm klärt Pelle
auf und ist begeistert davon, nun
einen Superhelden zum Freund zu
haben.
Nach einigen verunglückten Kostümentwürfen ist Pelle bereit: Als
Antboy wird er fortan die Stadt
beschützen. Und hoffentlich das
Herz der schönen Amanda gewinnen, dem beliebtesten Mädchen
der Klasse, die Pelle immer übersehen hat, aber von Antboy begeistert ist. Zufälligerweise ist ihr
Vater ein Industrieller, der im Genlabor aufregende Forschungen
betrieb und sich nun selbst mit
einem Wirkstoff injiziert: Als Floh
macht er die Gegend unsicher und
entwickelt sich zum großen Rivalen von Antboy. Erzählt aus der
kindlichen Perspektive entsteht so
ein rundum gelungener Kinderfilm.
Michael Meyns
„Der originellste Kinderfilm seit langem.“ Brigitte
Dänemark 2013
Regie: Ask Hasselbalch
Darsteller: Oscar Dietz, Nicolas Bro, Samuel
Ting Graf, Amalie Kruse Jensen
Alle Spielzeiten
finden Sie hier:
www.schillerhof.de
28
September
Februar 2015
2012
Sollte es tatsächlich möglich sein, innerhalb Deutschlands Briefe für weniger als 10 Cent zu verschicken? Im Jahr 2015? Gerüchte hierzu kursieren schon seit einigen Monaten im Internet. Von Neugier getrieben ist
Stadtmagazin 07 der Thematik einmal nachgegangen – natürlich auch mit einem Selbstversuch.
Post mit eckigen Klammern
Nehmen wir es gleich vorweg: Es hat tatsächlich funktioniert. Ein mit lediglich sechs
Cent frankierter, an uns selbst adressierter
Standardbrief ist nach zwei Tagen von der
Deutschen Post AG anstandslos in unserem
Briefkasten gelandet. Dabei war der Brief
ganz normal mit Absender (auf der Rückseite) und Adressat beschriftet, die Postleitzahl
wurde jedoch in eckige Klammern gesetzt,
zudem folgender Zusatz aufs Briefkuvert geschrieben: »Non Domestic F.R.G.« (nicht innerstaatlich BRD).
Letzteres scheint, wenn man den in Internetforen gegebenen ›Anleitungen‹ Glauben
schenkt, eine absolute Notwendigkeit zu
sein, um seine Post zum Fast-Nulltarif transportiert zu bekommen. Manche meinen zwar,
unter die Briefmarke müsse zudem auf jeden
Fall auch das Versanddatum nebst einer eigenhändigen Unterschrift platziert werden,
während andere die Erfahrung preisgeben,
dass es auch ohne Datum und Unterschrift
funktioniere. Die eckigen Klammern und der
Extra-Vermerk aber — die sind ein ›Muss‹!
Einige Blogger meinen überdies, dass selbst
Briefe, die lediglich mit drei, vier oder fünf
Cent frankiert wurden, problemlos am Zielort
angekommen wären.
Beschwörung des Kaiserreichs
Natürlich werden auch Erklärungsansätze
geliefert, warum dieser ›Zauber mit eckigen
Klammern‹ funktioniert und die Deutsche
Post tatsächlich derartige Standardbriefe (bis
zu 20 Gramm) ohne Beanstandung zu einem
Bruchteil der normalen Portokosten zustellt.
Wie man genau darauf gekommen ist, lässt
sich zwar nicht mehr nachvollziehen — Einigkeit scheint jedoch unter den Internetforisten
darüber zu herrschen, dass dies von Festlegungen herrühre, die zu Zeiten des Deutschen
Kaiserreiches vor über 100 Jahren getroffen
wurden. Einmütig wird dabei auf das Reichspostgesetz von 1871 sowie auf ein dokumentiertes Abkommen des Weltpostvereins UPU
aus dem Jahre 1875 verwiesen, in dem die
damaligen Portokosten für den Brieftransport festgeschrieben waren. Damals habe
man Briefe innerhalb der Reichsgrenzen für
5 Pfennige verschicken können. Und die heutige Deutsche Post, so der Schluss, fühle sich
diesen Abmachungen immer noch verpflichtet und befördert entsprechend gekennzeichnete Briefe für ›ermäßigtes‹ Porto.
Wenn es an die Frage geht, warum die
Deutsche Post sich darauf einlassen sollte,
diesen Gesetzmäßigkeiten aus ›grauen Vorzeiten‹ weiterhin zu folgen, fängt es jedoch an
ein wenig krude zu werden: Mit der ›QuasiLogik‹ eines Verschwörungstheoretikers wird
da behauptet, dass die heutige Bundesrepublik Deutschland kein souveräner Staat sei,
stattdessen ein Land, das nach 1945 zu einer
Besatzungszone der Alliierten ›verkommen‹
ist.
In der Folge hätten völkerrechtlich nach
wie vor die Gesetze des Deutschen Reiches
anno 1937 nicht nur Bestand, sondern auch
Gültigkeit — so unter anderem auch die alten
Postabkommen. Die tatsächlich erfolgte Zu-
stellung der eigentlich nach aktuellem Posttarif unterfrankierten Briefe sei in der ›Konsequenz‹ nichts anderes als ein schlagender
Beweis dafür, dass diese Behauptung der
Wahrheit entspricht.
Doch ausgemachter Schwachsinn?
Sich von der Deutschen Post selbst eine
erhellende Erklärung für dieses außerordentliche Briefphänomen zu erhoffen, ist leider
ein von vornherein eher aussichtloses Unterfangen: Für diese wäre es ja nur geschäftsschädigend, die Möglichkeit eines solchen
›Sondertarifes‹ überhaupt einzuräumen. Entsprechend lautet denn auch die Antwort der
Bonner Pressestelle an einen Blogbetreiber:
»Ihre Annahme, dass das Ganze ›ausgemachter Schwachsinn‹ ist, ist korrekt. Oder lassen
Sie es mich so formulieren: Natürlich gelten
beim Versand von Briefen über die Deutsche
Post unsere regulären Briefpreise {...}. Ist ein
Brief unterfrankiert, kann die Deutsche Post
die Annahme verweigern oder die Sendung
zurückgeben bzw. zur Abholung bereithalten
oder ohne Benachrichtigung des Absenders
befördern. Dafür wird ein Nachentgelt berechnet.«
Wenn auch dieses ›Briefphänomen‹ so
ungeklärt bleibt, lässt sich wenigstens eines
noch erhellen: Die eckigen Klammern allein
können den ›Zauber‹ nicht bewirkt haben.
Denn das, was jene einrahmen sollen — die
jeweilige Postleitzahl — wurde erst Mitte der
1940er Jahre in Deutschland eingeführt … (jgr)
Foto: Jürgen Grohl
| kurioses |
29
September
Februar
2015
2012
Fotos: Tim Bartholomäus
| Theater Rudolstadt |
Faust — Ein Enthusiast des Scheiterns
Der erste Teil von »Faust« zählt zu den meistgespielten Stücken in Deutschland. Der Text wurde in den letzten
200 Jahren schon auf die unterschiedlichsten Arten interpretiert. Am 7. Februar feiert »Faust_Eins – Ein Musik_Theater_Schauspiel« am Theater Rudolstadt Premiere. Wir trafen uns mit Michael Kliefert, der zusammen mit
Steffen Mensching das Stück inszeniert, um mit ihm über die Produktion zu reden.
Worin besteht der Reiz, »Faust« immer
wieder neu zu inszenieren?
Michael Kliefert: Der »Faust« ist das
wohl am meisten gelesene, erforschte und zugleich unbekannteste Stück. Lange gab es die
Tendenz auf deutschen Bühnen, Faust zu idealisieren, in jüngster Zeit werden seine Taten
und Motive äußerst kritisch gesehen. Beim
Lesen und Wiederlesen ist man immer wieder verblüfft, wie viele
Dinge man übersehen
bzw. wie viele Stellen
auch komplett anders
auslegbar sind. Man
verläuft sich schnell im
Dschungel der möglichen Interpretationen. Wichtig ist eine Lesart zu entwickeln, die Michael Kliefert
auch für den Zuschauer
nicht nur Altbekanntes serviert, sondern die
großen Risse und unglaublichen Schönheiten, den Witz, den Humor und die dunkle
dynamische Tragik dieses Theaterstückes
erfahrbar macht. Goethe hat den überlieferten Faust-Stoff mit der Überführung des
Teufelspaktes in eine Wette, der doppelten
Wettsituation für Mephisto und der Hinzufügung der Gretchentragödie revolutioniert.
Sein Lebenswerk handelt vom Urdrama des
Menschen, der eingespannt ist zwischen der
Unendlichkeit seines Geistes und der Endlichkeit seines Körpers.
seine begierige Suche nach dem wahren und
tiefsten Lebensgenuss nicht aufgibt. Er weiß:
kreatives und intensives Leben ist und bleibt
ein gefährlicher Teufelspakt. Ein Enthusiast
des Scheiterns.
Sie und Steffen Mensching haben schon
häufiger als Team mit dem Orchester
zusammengearbeitet. Eure letzte gemeinsame Produktion war »Deutschlandlieder«.
Worin bestehen die Schwierigkeiten, mit
Musikern und Schauspielern auf einer
Bühne zusammenzuarbeiten?
Kliefert: Ich will viel lieber von Schönheiten und Freuden sprechen. Musiker und
Schauspieler rücken trotz der räumlichen
Trennung durch so eine Teamarbeit enger
zusammen. Alle spüren im besten Fall die
Totalität des Theaters. Es ist für einen Schauspieler eine großartige Erfahrung, von einem
Orchester bei Gesang und Spiel — wohlwissend, dass man kein Opernsänger oder Tänzer ist — begleitet zu werden.
Natürlich verlangt es allen Beteiligten bei
den Proben und Aufführungen auch höchste
Konzentration, Rücksichtnahme und Verständnis für die Probleme des anderen ab.
Unser Theater platzt bei dieser Aufführung
wahrscheinlich aus allen Nähten — aber
wann, wenn nicht beim »Faust«?
Eine Besonderheit der Rudolstädter
Inszenierung ist die Rückbesinnung auf die
historische Aufführungspraxis des Stoffes.
Dafür wird es bei der
Produktion eine
Zusammenarbeit von
Thüringer Symphonikern und dem Schauspielensemble des
Theaters geben.
Warum habt ihr euch
dafür entschieden, den
»Faust« mit Musik auf
die Bühne zu bringen?
Kliefert: Dass die Tragödie mit Musik
aufgeführt wird, ist an sich überhaupt nichts
Neues. Nur dass bei unserer Inszenierung ein
großes Orchester live spielt und es dadurch
hoffentlich eine echte Mischung aus Schauspiel und Musiktheaterelementen gibt, wie sie Danke für das Gespräch.
Goethe in seinem Text verlangt, so etwas hat
es, nach meiner Kenntnis, sehr lange nicht Interview: Tim Bartholomäus
gegeben. Schon zu seinen Lebzeiten setzte
sich Goethe bei den ersten Aufführungen für
ein enges Zusammenwirken von Wort und
Musik ein. Der »Faust« ist ein großes Gedicht
— quasi ein Sprachgebirge, da kann Musik
»Faust_Eins«
zur wahrnehmungspsychologischen Entlas07.02.2015, Theater Rudolstadt,
tung und sinnlichen Transzendierung wahre
Was ist Ihrer Ansicht nach Faust für ein
Großes Haus, 19:30 Uhr
Wunder bewirken. Man könnte anlehnend
Mensch?
Alle Informationen zu den weiteren
Kliefert: Faust ist ein höchst zerrisse- an Nietzsche sagen: Ohne Musik ist auch der
Terminen: www.theater-rudolstadt.de
ner, unfasslicher, sperriger Charakter, der »Faust« ein Irrtum!
30
September
Februar 2015
2012
| architektur |
»
Streng und edel
wie bei den Römern«
Ü
ber 700 Meter überspannt sie das breite Saaletal und hangelt sich mit 17 Natursteinbögen durch die Landschaft:
Die Saaletalbrücke bei Göschwitz. Zu ihrer
Entstehungszeit war sie Teil einer massenmobilen und massenmedial inszenierten Verheißung namens Reichsautobahnprogramm, für
das Reichskanzler Adolf Hitler im September
1933 den ersten symbolischen Spatenstich
vollzogen hatte. Die Brückenbauten — zu ›Pyramiden‹ stilisiert — wurden dabei besonders
in den Vordergrund gerückt. Dies war auch
der Fall bei der vom Berliner Architekten
Friedrich Tamms entworfenen Göschwitzer
Autobahnbrücke. Nicht nur, dass das Bauwerk harmonisch in die Landschaft eingefügt
werden sollte, auch architektonisch und assoziativ wurde auf
a n t i ke   Vo r b i l d e r
Bezug genommen.
Wie etwa bei der
berühmten Engelsbrücke in Rom setzen die halbkreisförmigen Bögen
direkt auf dem Gelände auf.
fing das Bauwerk allerhand Pathos, wie etwa
die Beschreibungen des »Reichsautobahnmalers« Ernst Vollbehr belegen: Auf Wunsch des
Führers sei ein Entwurf ganz aus deutschem
Werkstein ausgewählt worden, »obwohl
er im Augenblick der kostspieligste, aber in
Jahrhunderten gesehen, was Haltbarkeit und
Reparaturen anbelangt, wohl der billigste
war. Wuchtig werden die Bögen in langer
Reihe das Tal überbrücken, trotzig und massig wird die Brücke erstehen, als ein Zeichen
des Siegeswillens unserer Zeit.« Noch Jahrzehnte später galt das Bauwerk regelmäßig
als »eine der schönsten Brücken Deutschlands«, der eine Art überzeitlicher Charakter
zugeschrieben wurde: »In langer gleichmäßiger Bogenreihe schreitet die Bahn über das
flache Tal. Streng
und edel wie bei
den Römern, aber
größer im Schrittmaß. Alles harter
Stein. Haltbar für
Jahrtausende, wenn
nicht menschlicher
Zerstörungswahn
Hand anlegt«, hieß
es in einem Brückenband Anfang
Für die Ewigkeit gebaut
Blick auf die Baustelle: Die charakteristischen der 1950er Jahre,
herausgegeben vom
Schon vor ihrer Brückenbögen nehmen Gestalt an.
Paul Bonatz, zur NSFertigstellung um-
Zeit neben Tamms der federführende Architekt des Autobahnbrückenbaus.
Ab 1937 hatten sich Baubrigaden nahe
Jena ans (Jahrhundertbau-)Werk gemacht.
Die Brücke war damals Teil der 26 Kilometer
langen Autobahnteilstrecke Jena — Weimar
und am 18. August 1939 für den Verkehr freigegeben — im Beisein von NSDAP-Gauleiter
und Reichsstatthalter von Thüringen Fritz
Sauckel und dem für den Bau der Reichsautobahnen zuständigen »Generalinspekteur
für das deutsche Straßenwesen« Fritz Todt.
Todt hielt damals auch die Weiherede und
kündigte noch für das laufende Jahr die Fertigstellung des 4000. Autobahnkilometers an.
Über diese Marke wuchsen die »Straßen des
Führers« allerdings bis zum Ende des »Dritten Reichs« kaum noch hinaus. Um 1941, dem
Jahr der verkehrstechnischen Schlussabnahme der Brücke, kam der Schnellstraßenbau
aus Kriegsgründen weitgehend zum Erliegen.
Längste Brücke
des Autobahnprogramms
Zum Baustart der Saaletalbrücke herrschte an Mensch und Material indes noch kein
Mangel. Unter Mitarbeit der Ingenieure Karl
Schaechterle und Oskar Jüngling, die Tamms
bereits beim Bau der ersten großen Steinbogen-Autobahnbrücke zwischen dem thüringischen Hirschberg und dem bayrischen
Rudolphstein unterstützt hatten, wuchs 20
Abbildungen: Sammlung Ralph Seide / Stadtmuseum Jena
Viadukt mit Geschichte: Die Autobahnbrücke in Göschwitz wurde im
August 1939 eingeweiht. Seit 2010 steht dem denkmalgeschützten Bauwerk
ein modernes Pendant zur Seite, das die Formen der alten Brücke mit
modernen Mitteln aufnimmt.
31
Februar 2015
Seit jeher ein beliebtes Foto- und
­P ostkartenmotiv: Die Saaletalbrücke
bei Göschwitz.
Meter über dem Talgrund die zur Bauzeit mit
794 Meter längste Reichsautobahnbrücke empor, bestehend aus einer 648 Meter langen
Hauptbrücke, einer Vorlandbrücke West mit
117, und einer im Osten von 29 Metern Länge.
Die Natursteinbögen überbrückten die Saaleniederung mit einer Spannweite von 26 bis
knapp 32 Metern.
Für das monumental anmutende Bauwerk
wurden zirka 30.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, 95.000 Kubikmeter Beton und 46.000
Tonnen Werkstein verbaut. Die Verblendung
der Brücke mittels handbehauener Muschelkalkquader glich einem Puzzlespiel, nur war
mehr System dabei: Die Steine wurden entsprechend ihrer späteren Position am Bauwerk nummeriert und anschließend an Ort
und Stelle eingebaut. Ein Großteil des Materialtransports wurde über Eisenbahnschienen
abgewickelt, auf denen auch die beim Bau
der Brücke eingesetzten Kräne Halt fanden.
Das Viadukt war in mehrfacher Hinsicht
ein Stück Jena: Zement kam aus der nahe gelegenen Göschwitzer Zementfabrik Prüssing,
der Muschelkalkstein in Teilen aus der Jenaer
Umgebung, Jenaer Steinmetzbetriebe zeigten,
dass sie Könner ihres Faches sind.
gelegt, jedoch in zerstörerischer Absicht:
Um den Vormarsch US-amerikanischer Armeeverbände zu verlangsamen, wurden
noch einen Tag vor der Camsdorfer Brücke,
am 11. April 1945, zwei Bögen der Göschwitzer Saalebrücke gesprengt. Acht lange Jahre
sollte es dauern, bis die Brücke in ihrer alten
Form wiederhergestellt war. Nachdem nach
Kriegsende zunächst eine hölzerne Behelfsbrücke die beiden gesprengten Brückenbögen
notdürftig ersetzt hatte, wurde das Bauwerk
Anfang der 1950er Jahre für 3,2 Millionen
Mark wiederaufgebaut. Am 15. April 1953
konnten die ersten Fahrzeuge das neue alte
Saaleviadukt passieren.
So richtig in die Kur genommen wurde
die Brücke dann im Zuge des sechsspurigen
Ausbaus der Bundesautobahn 4 zwischen
2007 und 2010. Der Kalksandstein wurde
gesäubert und dort, wo verschlissen, durch
neues Material ersetzt. Der Natursteinbogen
über die B 88 wurde zurückgebaut und durch
einen neuen, von dreizehn auf zwanzig Meter
erweiterten Bogen ersetzt.
Zwillingsbrücke
in moderner Bauweise
Um das gestiegene Verkehrsaufkommen
aufzunehmen, war dem denkmalgeschützten
1945 — 1953 — 2010: Zerstört,
Brückenbauwerk zudem bis 2006 im Abstand
wiederaufgebaut, saniert
Kurz vor Kriegsende wurde dann erneut von fünf Metern ein modernes Pendant in
von deutscher Seite Hand an die Brücke an- Spannbetonbauweise zur Seite gestellt wor-
den. Die ›Neue‹, für 17 Millionen Euro binnen
36 Monaten errichtet, nimmt durch analog
zu den alten Rundbögen gekrümmte Pfeilerscheiben die Geometrie und Umrisse des
Brückendenkmals auf und weist ebenfalls
17 Hauptöffnungen auf. »Mit der neuen Saalebrücke wurde die Vorgabe, Form und Charakter der vorhandenen Brücke aufzugreifen,
perfekt gelöst. Die erzielte Ensemblewirkung
aus Neu und Alt hat Vorbildfunktion für die
Verbindung von Denkmalschutz und heutiger
Baukunst«, urteilte 2008 die Jury des Deutschen Brückenbaupreises.
Heimat für groSSe Dohlenkolonie
Rücksicht wurde bei der Brückensanierung und -erweiterung indes nicht nur auf
denkmalschützerische Belange genommen,
sondern auch auf die alteingesessene, gefiederte Bewohnerschaft der Brücke. Bereits
kurz nach deren Fertigstellung im Jahre 1939
wählten sich Dohlen das Bauwerk als geeignete Heim- und Brutstätte. Trotz des wachsenden Verkehrslärms mauserte sich der Standort schon bald zur größten Dohlenkolonie
Thüringens.
Bis heute lassen sich die silbrig-schwarzen
Rabenvögel von der automobilen Blechlawine in ihrer Nachbarschaft nicht kirre machen
und halten inzwischen ein Dreivierteljahrhundert ihrem steinernen ›Brücken-Nistkasten‹ die Treue.(akl)
32
September
Februar 2015
2012
| Stadtgeschichte |
deren nördlicher, ›zahmer‹ Arm auch die Stadt durchfloss, werden bereits im 13. Jahrhundert erste Mühlen erwähnt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts trieb diese insgesamt elf Mühlen an – daher rührt auch der Name »Mühltal«.
An der einst wesentlich reichlicher gefüllten Leutra,
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Jenaer Straßengeschichten
Teil 7: Rund um die Ölmühle
1873
vor 1908
1884
1908
1895
1926
Stadtpläne, Stadtgeschichte und mehr … Abbildungen: TLVermGeo Erfurt / StadtMuseum Jena / Stadtarchiv Jena / Sammlung Klaus Schumann, Jena
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
mussten die Mühlen entlang der Leutra nach
und nach ihren Dienst einstellen. Einige von
ihnen nutzten das bereits bestehende Schankrecht und existierten als Gastwirtschaft weiter. Das heute als »Ölmühle“ bezeichnete Gebäude etwa wurde 1936/37 als Hotel erbaut
und ist der Nachfolgebau des zur Mühle gehörenden Gasthofes. Die eigentliche Mühle stand
weiter unten, nahe der Leutra. Sie wurde jedoch nicht direkt von der heutigen, ›wilden‹
Leutra angetrieben, sondern erhielt ihr Wasser von einem Mühlgraben, der zunächst die
»Neumühle« versorgte, dann die Leutra überquerte, die »Ölmühle« antrieb und weiter als
›zahme‹ Leutra zu den bachabwärts gelegenen
Mühlen floss.
Die Straße nach Erfurt hieß ab 1897 »Kaiser-Wilhelm-Straße«, in der von 1901 und bis
1969 die Straßenbahn zur »Papiermühle«
fuhr, wurde 1946 jedoch in »August-BebelStraße« umbenannt.
Die im Rahmen der Stadtentwicklung vorgesehenen Straßen sind im Plan von 1884 bereits als rote Linien verzeichnet. Die spätere
»Lutherstraße« trifft dabei auf den von der
Stadt zum Forst führenden Weg. Der südwestliche Teil dieses Weges wurde später
der Anfang der »Herderstraße«. Der östliche
Teil zwischen dem heutigen »Jahnplatz« und
der »Melanchtonstraße« wandelte sich im
Rahmen der Bebauung der neuen Straßen in
die »Wittenbergstraße«. Durch eine Gebäudedurchführung gelangt man heute in die
»Melanchthonstraße«, die sich an der Stelle
zu einem Platz erweitert. Sie trägt seit 1903 ihren Namen und war ein ehemaliger Weg zum
»Galgenberg«.
Die »Lutherstraße« erhielt 1886 ihren Namen nicht etwa nach dem Reformator, sondern
nach dem damals in der Nähe des heutigen
Volkshauses befindlichen »Litterbrunnen« —
also einer Quelle. Die »Katharinenstraße«
wurde 1900 dann allerdings nach der Frau
Martin Luthers, Katharina von Bora benannt.
Diese Straße endete nördlich zunächst in der
heutigen »Talstraße«.
Die heutige »Wilhelm-Külz-Straße« trägt
seit 1950 den Namen des ersten Vorsitzenden
der LDPD in der DDR, zuvor kleidete diese
der Name Helmuth von Moltkes. Den »Lommerweg« schließlich ließ der Vorsitzende des
Jenaer Verschönerungsvereins Dr. Horst Lommer anlegen. Den Namen erhielt dieser nach
Lommers Tod im Jahr 1910. Die Westschule
öffnete im April 1904 ihre Pforten.(ana)
www.dominoplan.de
33
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2012
| messe |
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| messe |
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Noch größer
und vielfältiger
Jubiläumsausstellung
Information, Kauferlebnis und Unterhaltung
für die ganze Familie — mit diesem Erfolgsrezept
erreicht die Thüringen Ausstellung regelmäßig mehr
als 70.000 Besucher. Am 28. Februar startet die größte
Verbraucher­messe des Freistaats in ihre 25. Auflage.
Am letzten Märzwochenende dürfte es zweifellos wieder bestätigt werden: Die Messe »Reiten-
Jagen-Fischen« gehört zu den beliebtesten Angeboten der
Messe Erfurt.
Mit zuletzt 27.500 Besuchern
zählt die »Reiten-Jagen-Fischen«
zu den Höhepunkten im Erfurter
Messekalender. Mit Ausstellern
aus zwölf Ländern, Gästen aus
ganz Mitteldeutschland und
ausgebuchten Flächen wird die
Messe immer größer, attraktiver,
vielfältiger und beliebter. Jahr für
Jahr purzeln die Besucherrekorde.
Auch vom 27. bis 29. März
setzt die Veranstaltung auf eine
attraktive und umfassende Mischung aus Freizeit-, Sport- und
Fachangeboten in den Hobbywelten Reiten, Jagen und Fischen.
Die Thüringer Angelfreunde und
Fischereiexperten können sich
auf einen abgeschlossenen und
deutlich erweiterten Ausstellungsbereich in der Messehalle 1
freuen. Auch das Messesegment
Jagen und Forst wird deutlich
vergrößert.
Neben dem kompletten Angebot an Produkten und Dienstleistungen erwartet Privat- wie
Fachbesucher ein umfangreiches
Begleitprogramm, darunter attraktive Prüfungen und Vorführungen zum Thema Reitsport und
die beliebte Meisterschaft der
Hirschrufer. Bereits zum dritten
Mal macht zudem das ›Thuringia Western Turnier‹ Station auf
dem Freigelände der Messe.
Zur 17. Ausgabe der Messe
werden wieder rund 220 Aussteller auf 25.000 m 2 Fläche
und um die 30.000 Besucher
erwartet.
Tagestickets für 9,50 Euro
und ermäßigte Tickets für
6 Euro können über den Ticketshop Thüringen sowie die
Internetseite der Messe www.
reiten-jagen-fischen.de geordert
werden.
»Reiten-Jagen-Fischen«
27.–29.03.2015,
Messe Erfurt
www.reiten-jagen-fischen.de
Vom 28. Februar bis 8. März 2015
ist es wieder soweit: Neun Tage
lang präsentiert die größte Verbrauchermesse des Freistaats auf
dem Gelände der Messe Erfurt
Produkte und Dienstleistungen
rund um den täglichen Bedarf
und die private Investition. Weil
dies zum 25. Mal geschieht, krönt
eine Jubiläumsschau das bewährte Angebot, in der die Geschichte
der Raumfahrt dargestellt wird.
Rechtzeitig zum beginnenden
Frühjahr zeigen elf Themenwelten den Besuchern in vier Hallen, wie sie Haus und Garten auf
Vordermann bringen. Experten
informieren über Trends und Innovationen rund ums Bauen und
Energie sparen, Wohnwelten und
Mustergärten liefern jede Menge
Anregungen, die neuesten Küchenhelfer sind auf der Messe
zu begutachten, und junge Frühjahrsmode sorgt für frischen
Wind im Kleiderschrank. Hinzu
kommen attraktive Sonderschauen und Thementage, die an jedem Messetag einen exklusiven
Schwerpunkt setzen.
Bei 650 Ausstellern können
sich die Besucher der Thüringen
Ausstellung an den neun Messetagen auf insgesamt 24.000 Quadratmetern Hallenfläche informieren. An den beiden Wochenenden
setzen zwei weitere Messen Akzente: »Hochzeit & Feste« (28. Februar und 1. März) spricht alle an,
die ans Heiraten denken oder ein
Fest feiern wollen, die »Thürin-
ger GesundheitsMesse« (7. und
8. März) widmet sich der Vorsorge, Therapie und Rehabilitation.
Neben der Information kommt
auf der Thüringen Ausstellung
auch die Unterhaltung nicht zu
kurz. Dafür sorgen klassische
Modenschauen, Brautmodenschauen und ein kurzweiliges
Bühnenprogramm ebenso wie
die Themenwelt »Spiel & Fun«,
die in einem spannenden Familienwochenende ihren Abschluss
findet. Kulinarische Erlebnisse
verspricht unter anderem der
»Marktplatz Thüringen«, der leckere Spezialitäten aus Thüringen bereithält.
25. Thüringen Ausstellung
28.02.-08.03.2015,
Messe Erfurt
Täglich von 10–18 Uhr
Freitag von 10–20 Uhr
www.thueringenausstellung.de
www.facebook.com/
thueringen-ausstellung
34
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Februar 2015
2012
| ausstellung |
Daniel Koninck trifft auf
Norbert Bisky, Jim Butler und
Foto: SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin
Moritz Schleime begegnen Pieter
Verelst und Egbert van Heemskerck
diskutiert mit Neo Rauch. In der
Ausstellung »Bittersüße Zeiten –
Barock und Gegenwart in der SØR
Rusche Sammlung Oelde/Berlin«
treffen Werke aufeinander, deren
Entstehungszeiten gut 400 Jahre
auseinanderliegen – und die sich
dennoch auf beinahe wundersame
Weise ergänzen.
Cornelis Norbertus Gysbrechts: »Vanitas-Stillleben«, Öl auf Leinwand, um 1662
Einzigartige Begegnung
zwischen Barock und Gegenwart
W
enn das flämische Barock aus dem
17. Jahrhundert gemeinsam mit zeitgenössischen Künstlern in einem
Raum hängt, scheinen die Gegensätze nicht
größer sein zu können — so denkt man. Doch
ein zweiter Blick offenbart, dass die Gemeinsamkeiten stärker sind als die Unterschiede.
Sind es nicht damals wie heute dieselben Probleme, die den Künstler beschäftigen? Das
Bildnis des Menschen, die Liebe und die Erotik, das Leben, das sich in Arbeit und Vergnügen spaltet, und die Mahnung vor dem unausweichlichen Ende, das alle weltlichen Güter
und Eitelkeiten mit einem Streich hinfällig
macht. Mögen sich die Zeiten geändert haben,
die essenziellen Probleme des Mensch-Seins
sind die gleichen geblieben: Wir werden geboren, wir leben, lieben und arbeiten, und
wir sterben am Ende. Die Ausstellung zeigt
die fundamentalen Unterschiede in der Kunst
und der Perspektive beider Epochen auf das
Leben, aber auch die Gemeinsamkeiten in
Form und Motivwahl, die sich als geschichtsübergreifende Konstante der Kunst herausstellen.
In fast 30 Werken aus dem holländischen
und flämischen Barock des 17. Jahrhunderts
und gut 90 zeitgenössischen Werken von international bekannten Künstlern der Gegenwart verfolgt »Bittersüße Zeiten — B
­ arock und
Gegenwart in der SØR Rusche Sammlung
Oelde/Berlin« die wichtigsten Stationen des
menschlichen Lebensweges von der Kindheit
bis zum Totenbett. Dabei begegnen dem Besucher des Kunsthauses Apolda Avantgarde
die Meister der flämischen Feinmalerei, die
von italienischen Landschaften beeinflussten
»Bamboccianti« und die beeindruckenden
Werke der holländischen Genremalerei, die
mit ihrem scharfen Blick für Details eine Bestandsaufnahme ihrer Zeit liefern. Samuel
von Hoogstraten, Frans Hals’ jüngerer Bruder
Dirck Hals, Pieter Codde, Jacob Adriaensz. Backer, Hendrik Gerritsz. Pot, Adriaen van Ostade, David Teniers, d. J., und Cornelis Norbertus Gysbrechts sind einige der Künstler, die
vor allem in Haarlem, Den Haag, Amsterdam
und Antwerpen die holländisch-flämische
Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts prägten.
Idealisierte Darstellungen des täglichen Lebens, moralische Anleitungen für ein ehrbares Dasein und die Hervorhebung des bürgerlichen Selbstbewusstseins durchziehen die
Motive ihrer Gemälde.
Ihnen gegenüber stehen die Künstler des
›Heute‹, die ähnliche Fragestellungen nach
der Existenz des Menschen und der Essenz
menschlichen Daseins mit ihren eigenen Mitteln aufgreifen. Es sind häufig eine eruptive
Malweise und bewusst eingesetzte Provokationen, mit denen der Betrachter konfrontiert wird, aber vielfach entdeckt man auch
konkrete Anlehnungen an Motive und Sujets,
die aus dem niederländischen Barock herrühren. Neben George Condo, Jim Butler, Tracey
Emin, David Hockney und David Lynch sind
es dabei Jonathan Meese, Neo Rauch, Daniel
Richter und Oda Jaune, die internationalen
Ruf genießen. Auch die in der Tradition der
»Leipziger Schule« stehenden Künstler wie
Tilo Baumgärtel, Kathrin Heichel und Irene
Bisang gehören zu den Künstlern, die die Malerei derzeit prägen, ebenso wie Jonas Burgert, Alicja Kwade, Paule Hammer, Norbert
Bisky, Martin Eder, Justine Otto, BEZA und
viele andere.
Sämtliche Werke der Ausstellung stammen aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/
Berlin, die mit weit über 2.000 relevanten
Werken eine der umfassendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland
sein dürfte — und womöglich die einzige
Sammlung ist, deren Schwerpunkte sich in
einem so hohen Maße gleichzeitig auf Werke
des holländisch-flämischen Barocks und der
Gegenwart konzentriert.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.(flb)
»Bittersüße Zeiten — Barock und
Gegenwart in der SØR Rusche
Sammlung Oelde/Berlin«
11.01.—15.03.2015, Kunsthaus Apolda
Avantgarde, Bahnhofstraße 42,
99510 Apolda
Telefon: 03644-515364
www.kunsthausapolda.de
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| schöne bücher |
Leseempfehlungen
Der Mann mit dem Fahrrad
Was hat Alfred Jarry getan, dass so viele namhafte Künstler, Schriftsteller und Regisseure auf ihn schwör(t)en?
Paul Gauguin berief sich auf ihn als Inspirationsquelle genauso wie Pierre Bonnard, Marcel Duchamp, Max Ernst
oder Antonin Artaud, ebenso die Marx Brothers, Pablo Picasso, Man Ray, Eugène Ionesco, Boris Vian, M. C. Escher,
Louis Malle, Raymond Queneau, William S. Burroughs,
Boris Vian, ­Georges Perec, Jean Baudrillard, Gilles Deleuze, Umberto Eco, Peter Greenaway, David Hockney,
DJ Spooky etc. Bekannt war bislang eher wenig: Alfred
Jarry (1873 — 1907) der französische Avantgarde-Dichter,
Alfred Jarry, der Schöpfer der »Pataphysik« — jener Nonsens-Wissenschaft der imaginären Lösungen, die jedem
Aussagesystem mit überhöhtem Wahrheitsanspruch den
Garaus macht, Alfred Jarry, der ›Bürgerschreck‹, der nach
einem exzessiven Leben am Rande des Existenzminimums viel zu jung verstarb, unzählige um seine Person
sich rankende Geschichten hinterlassend.
Diesen und den dahinter verborgenen Wahrheiten kann
man nun in einer 2014 erschienenen, von Autor Alastair
Brotchie aufwendig recherchierten, überragend gestalteten, mehr als 500 Seiten umfassenden Biographie nachspüren. Einer eleganter und noch lebendiger geschriebenen Darstellung des Lebens und Schaffens von Alfred
Jarry dürfte man so bald nicht begegnen. Enorme Lebenschronik eines bedeutsamen Künstlers.(mei)
Alastair Brotchie »Alfred Jarry — Ein Pataphysisches Leben«
Piet Meyer Verlag, 552 Seiten (brosch.), 44,70 Euro
Nigerianischer Lesegenuss
Lola Shoneyin erzählt in ihrem Debütroman die faszinierende Geschichte einer wohlhabenden afrikanischen
Familie: Der alternde Patriarch Baba Segi lebt in Nigeria mit seinen drei Ehefrauen und sieben Kindern in
scheinbarer Eintracht, bis die hübsche Bolanle als vierte
Ehefrau dazu kommt und das Gleichgewicht im Haus zu
kippen droht. Denn Bolanle ist im Gegensatz zu den drei
älteren Ehefrauen nicht nur jung und modern, sondern
auch gebildet, gar Akademikerin. Seltsamerweise ist sie
aber dennoch bereit, sich ganz ohne äußeren Zwang in
die traditionsbehaftete polygam-patriarchale Struktur
einzugliedern …
Shoneyin stellt die zwischen Ernsthaftigkeit und satirischem Witz wechselnden Stimmen bzw. Perspektiven
der vier von eigenen Träumen und Ängsten getriebenen
Frauen, des (heraus)gefordeten Patriarchen Baba Segi
und jene des Erzählers so gekonnt einander gegenüber,
dass man nicht anders kann als ihr zu attestieren: Dieser
Roman kann großen Lesegenuss erzeugen!(flb)
Lola Shoneyin »Die geheimen Leben der Frauen des Baba Segi«
Edition Büchergilde, 352 Seiten (geb.), 22,95 Euro
Fotos: Verlage
Erfrischend, ehrlich, amüsant
»Fick doch deine Mutter, Arschloch, und verpiss dich!«
— Dem ersten Satz von Juan Pablo Villalobos’ Roman
»Quesadillas« kann man schon die Absicht unterstellen, den Leser ein wenig vom Weiterlesen abhalten zu
wollen. Doch der nächste Satz bringt Relativierung und
Einsicht: »Ein passender Beginn sieht anders aus, weiß
ich ja, aber in meiner Geschichte und der meiner Familie wird nun mal ständig geflucht und geschimpft.« Ich
ist in diesem Fall Orest, ein pubertierender Junge, der
mit seiner Familie in einem schuhschachtelgroßen Rohbau am Rande eines sehr unwichtigen mexikanischen
Dorfes lebt und dessen ›Tageshighlight‹ der Abend für
Abend ausgetragene Kampf um seinen Anteil an den mit
Juan Pablo Villalobos »Quesadillas«
Berenberg Verlag, 142 S. (geb.), 22 Euro
Käse gebackenen Tortillas mit seinen sechs Geschwistern
bildet. Eben jene titelgebenden Quesadillas bilden jedoch
nur die Ausgangssituation für eine einerseits komischüberdrehte, andererseits aber auch melancholisch-ernüchternde Geschichte: »Quesadillas« erzählt nicht nur
von Orests abenteuerlicher Entdeckung der Welt jenseits
der Grenzen seines Erfahrungshorizonts, sondern liefert
gleichzeitig auch ein recht deutlich aus dem Hintergrund
hervortretendes Abbild des mit zahlreichen Rissen versehenen mexikanischen Wertesystems. Und da ist es dann
doch irgendwie passend, wenn die Sprache in diesen Roman direkt, ehrlich und voller Flüche daherkommt. Ein
Buch, das gleichzeitig berührt und amüsiert.(flb)
36
September
Februar 2015
2012
| filme |
Jede Menge Strolche
Hal Roach erlangte in den 1920er Jahren Berühmtheit — bei den Erwachsenen mit der Erfindung von Laurel & Hardy (alias Dick & Doof),
bei den Kindern als Schöpfer der allseits bekannten und beliebten Serie »Die kleinen Strolche«. In immer neuen Abenteuern eroberte die
stürmische und vor allem witzige Rasselbande
im Laufe der Jahre zahllose Kinoleinwände und
Fernsehschirme. Mal stellen sie ihre Schule auf
den Kopf, mal veranstalten sie mit ihrem Hund Haustiershows, mal
geraten sie in jede Menge wilde Tumulte …
Ende der 1960er Jahre lief die populäre Serie erstmals im deutschen Fernsehen — in großem Umfang kann man sich die StrolcheAbenteuer seit kurzem nun auch auf DVD anschauen: Studiocanal
hat die Folgen aus den Jahren 1927 — 1929 und 1935 — 1938 in einer
Gesamtedition herausgebracht. Das sind insgesamt 760 Minuten
Kinderspaß für die ganze Familie, der in all den Jahren nichts von
seinem Charme verloren hat.(flb)
Die kleinen Strolche: 1927 — 1938, Gesamtedition (8 DVDs) Auf DVD seit 04.12.2014; 37,99 Euro
Ökoterroristen
Drei junge amerikanische Umweltaktivisten
wollen mehr als nur reden und die in ihren Augen der Zerstörung der Umwelt gleichgültig gegenüber stehenden Menschen mit einer spektakulären Aktion aufrütteln. Gemeinsam planen
sie die Sprengung eines Staudamms. Jedoch es
kommt, wie es kommen muss: Der sorgsam
entwickelte Plan läuft schief und ein Unglück
geschieht. Mit den ungewollten Konsequenzen
ihres Handelns konfrontiert, wird der verzweifelte Versuch der
Drei, in die einstige Normalität ihres Lebens zurückzukehren, zu
einem aussichtlosen Unterfangen …
Mit »Night Moves« präsentiert Regisseurin Kelly Reichardt einen
elegischen Independent-Thriller, der für ein Publikum, das für ausführlich etablierte Charakter-Psychogramme und einen gemächlichen Erzählfluss empfänglich ist, eine Sogwirkung entwickeln
kann, die bis zum Ende nicht mehr loslässt. Dankeschön.(mei)
Night Moves Auf DVD ab 17.02.2015; 15,99 Euro
Wiedergänger
Was, wenn einst Verstorbene plötzlich wieder
da wären? Wie eine ganze Anzahl an Filmen
zuvor widmet sich die Mystery-Serie »The Returned« dem allseits beliebten Sujet des Zombies — allerdings auf sehr menschliche Weise.
Denn die Toten in dieser acht Folgen umfassenden französischen Miniserie sind nicht etwa
halbverweste, zerlumpt herumtorkelnde Kreaturen, die von geistloser Fressgier getrieben
werden, sondern individuelle Charaktere mit
Geist und Namen. Alle Wiedergänger eint die
Herkunft — ein idyllisch gelegenes Bergstädtchen in der Nähe eines Staudamms — und ihr einst so plötzlicher Abschied aus dem
Diesseits: durch Unfall, Mord oder Selbstmord. Ganz so, als wären
sie nie tot gewesen, versuchen sie ihr früheres Leben wieder aufzunehmen, was sich nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihr
soziales Umfeld zu einer erheblichen Herausforderung und beinahe
zwangsläufig zu einer dramatischen Zuspitzung erwächst.
»The Returned« ist eine melancholisch erzählte Serie, die gekonnt
›Mystery‹ mit Fragen zum Umgang mit Tod und Trauer verbindet —
und natürlich mit einem Ende aufwartet, das geradezu nach Fortsetzung schreit.(flb)
The Returned. Die komplette 1. Staffel Auf DVD seit 04.12.2014; 19,99 Euro
Melodram und Horrorfilm in einem: »When
Animals dream« erzählt die Geschichte der
introvertierten Marie, die mit ihren Eltern in einem entlegenen dänischen Fischerdorf lebt. Ihrer sozial nur wenig erwärmenden Umgebung
begegnet sie mit misstrauischer Gelassenheit,
hingezogen fühlt sie sich nur zu ihrem Arbeitskollegen Daniel. Gerade als die erste Liebe in
ihr aufkeimen will, entdeckt Marie, dass sie
When Animals dream Auf DVD seit 08.01.2015; 10,99 Euro
sich zunehmend verändert: verstärkter Haarwuchs am ganzen
Körper, blutunterlaufene Fingernägel, Aggressionsschübe. Und
Tote gibt es bald im Dorf. Ihr Vater versucht zwar noch, sie und das
seit etlichen Jahren auf der Familie lastende Geheimnis zu schützen, aber was einmal heraus will, will nun einmal heraus …
»When Animals dream« setzt weniger auf Horrortrash vom Fließband als vielmehr auf Atmosphäre und einzelne stimmig inszenierte Schockmomente: Ein kleiner skandinavischer ›Geheimtipp‹ im
Stil von »So finster die Nacht«.(mei)
Cover: Labels
Sanfter Horror
Februar 2015
37
38
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Ich bin ein 12-jähriger Junge und
möchte gern weiter Klavier spielen.
Bisher war mein Unterricht sehr gut
(sagen meine Eltern), aber ich habe
keine Freude mehr. Gibt es einen jungen Mann, der zu mir nach Hause
kommt und mit mir moderne Stücke
übt, Filmmusik zum Beispiel. Da habe
ich Lust drauf.
Kontakt: Tel. 03641-444643
Bassist gesucht!
Die Band Skavida aus Jena sucht dringend eine/n Bassisten/in mit Leidenschaft und Spaß am Musik machen.
Wir sind eine Ska/Funk/Jazz/Balkan/
Swing-Band. Proberaum und anstehende Auftritte für 2015 gibt’s.
Bei Interesse gern jederzeit melden:
Tel. 0151-20149928
DolmetscherInnen gesucht!
Das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge REFUGIO Thüringen ist ein Therapie- und Beratungszentrum für
Flüchtlinge, die in ihrer Heimat politischer Verfolgung, Folter und Gewalt
im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen erlitten haben. Wir bieten
Unterstützung in Form von Psychotherapie, Sozialberatung und Vermittlung
von externen Hilfen an.
Wir suchen dringen DolmetscherInnen
für folgende Sprachen: Albanisch, Arabisch, Irakisch-Kurdisch, Kosovo-Albanisch, Kurdisch (Kurmandschi, Sorani),
Mazedonisch, Persisch (Dari, Farsi),
Russisch, Serbokroatisch, Somali,
­Syrisch-Kurdisch, Tigrinya, Türkisch,
Türkisch-Kurdisch.
Sie sollten sehr guten Sprachkenntnisse in Wort und Schrift haben. Auch
psychische Belastbarkeit und Empathie sollten Sie mitbringen. Ihr Einsatz
wird natürlich vergütet.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei
REFUGIO Thüringen unter Tel. 03641226281.
Einsame und EinzelgängerInnen
gesucht!
Bist Du einsam? Oder siehst Du dich
vielleicht eher als EinzelgängerIn — als
›lonesome rider‹? Hast Du Probleme
mit Sozialbeziehungen oer empfindest
Du deinen Umgang mit deinen Mitmenschen als genau richtig?
Im Rahmen meiner Studienabschlussarbeit im Fach Soziologie interessiere
ich mich für die Geschichten jener, die
sich selbst als Einsame oder EinzelgängerInnen beschreiben. Dafür sollen
wissenschaftliche Interviews geführt
werden. Es gibt keine Beschränkungen
hinsichtlich Herkunft, Geschlecht oder
sozialer Stellung — jeder Interviewpartner ist willkommen. Die erhobenen
Daten werden nur mit Einverständnis
sowie anonymisiert verwendet.
Wenn Du Lust hast, an einem Forschungsprojekt mitzuwirken, um soziologische Erkenntnisse zu Themen
zu produzieren, die bislang wenig untersucht wurden, dann melde dich
doch unter ole.karnatz@uni-jena.de.
Telefon: 036 41-42 43 35
Keßlerstraße 27, 07745 Jena
39
Februar 2015
Jobs
Aushilfskraft gesucht
Die rmcStolze GmbH sucht ab sofort
Aushilfen für Lager sowie Werkstatt
und Auslieferung von Produkten. Auszuführende Tätigkeiten sind: Reinigen
von Medizinprodukten, kleinere Reparaturen, sonstige Lagertätigkeiten. Verdienst: 8,50Euro/Stunde. Arbeitsort:
Naumburg/Saale. Einsatz stundenweise nach Absprache. Führerscheinklasse B erforderlich.
Kontakt: h.herburg@rmcstolze.de
Helfer für Montage gesucht
Zur Unterstützung unseres Montageteams suchen wir tatkräftige Helfer auf
Minijob-Basis. Gemeinsam mit einem
unserer Monteure gilt es, Büromöbel
und Küchen zu verladen und zu montieren. Spaß an körperlicher Arbeit
und ein gewisses Maß an Fitness sind
Voraussetzungen für diesen Job. Eine
flexible Zeiteinteilung wäre von Vorteil. Arbeitszeiten schwanken je nach
Bedarf.
Weitere Informationen unter Tel.
03641-227560 oder per Mail:
info@huk-einrichtungen.de
Nachhilfelehrer/in für Deutsch
­gesucht!
Wir suchen für unsere Tochter
(4. Klasse) eine/n Nachhilfelehrer/in
für Deutsch. Wer? Lehramtsstudent/in
für das Fach Deutsch (LaG,LaR). Wo?
Großschwabhausen. Wie oft: regelmäßig einmal pro Woche, nach 16 Uhr.
Wieviel?: Die Bezahlung erfolgt nach
Vereinbarung.
Wenn Sie interessiert sind und Freude
an der Arbeit mit Grundschülern haben, melden Sie sich gern bei uns!
Kontakt: Tel. 036454-50834
Sonstiges
Du möchtest tanzen?
Bei uns hast Du die Möglichkeit, an
vier kostenlosen Schnupperstunden in
der Aula der Nordschule, Dornburgerstraße 31 teilzunehmen. Wenn es Dir
gefällt, würden wir uns freuen, Dich
bald als neues Mitglied der Dance
Company »Schnapphans« e. V. begrüßen zu können.
UNSER INTENSIVPFLEGEPROGRAMM
FÜR DIE KALTE JAHRESZEIT
Bei uns tanzen Kinder aller Altersgruppen ab vier Jahre sowie Jugendliche.
Ihre erlernten Tänze — das sind Kindertänze in schönen Kostümen sowie
anspruchsvolle Show- und Folkloretänze — zeigen die Gruppen in zahlreichen Veranstaltungen in Jena und der
Region. Regelmäßiges Training ist eine
Voraussetzung für erfolgreiche Auftritte. Die kreativen Vorschläge der Tänzer zu Musikauswahl, Choreografien
und Kostümgestaltung werden in die
Probenarbeit einbezogen.
AKTION DES MONATS:
FÜR WINTERGESCHÜTZTES
HAAR
Auf unserer Internetseite www.dancecompany-schnapphans.de
findest Du viele Informationen zu unserem gemeinnützigen Verein, zu den
Probezeiten der einzelnen Gruppen sowie zahlreiche Fotoserien von Auftrittsveranstaltungen.
Du zählst zu den jung gebliebenen Erwachsenen und möchtest Fitness,
Tanz und Spaß? Dann komm in unseren geselligen Tanzkreis, mittwochs,
14-tägig (gerade Wochen), 19 Uhr ins
LISA in Lobeda-West, Werner-Seelenbinder-Straße 28 a /Sportraum. Nach
etwas Gymnastik nach moderner Musik werden Kreis- und Reihentänze
z. B. Syrtaki getanzt. Kostenlose
Schnupperstunde ist möglich. Singles
und Paare sind herzlich willkommen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Bitte Sportschuhe mitbringen.
Du bist etwas älter und möchtest Deine Gymnastik im Sitzen beginnen?
Dann gibt es jeden Dienstag 13.15 Uhr
im Jenaer Tanzhaus, Löbdergraben 26
die passende Gruppe für Dich. Auch
hier wird am Ende der Stunde gesellig
im Kreis getanzt.
Kontakt: Tel. 03641-607127
10,– €
3x in Jena
Uniklinikum, Erlanger Allee
03641 – 22 66 36
Markt 5
03641 – 62 87 28
WIN-Center, Hermann-Pistor-Str. 33a
03641 – 23 60 00
www.sk-friseure.de
So funktioniert’s:
Ihr sucht etwas oder habt etwas abzugeben? Dann gibt es hier
einen neuen kostenlosen Weg dafür: Schickt uns einfach
euren Text und die passende Rubrik und schon in der nächsten
Ausgabe wird eure Kleinanzeige auf dieser Seite erscheinen.
Das ganze per Post an:
Stadtmagazin 07, Am Planetarium 37, 07743 Jena
oder per eMail an leserpost@stadtmagazin07.de
Einsendeschluss für die Märzausgabe 2015
ist der 16. Februar 2015.
| arbeitsmarkt |
Tag der Berufe
Grafik: Bundesagentur für Arbeit
Jetzt anmelden
und am 11. März beim Aktionstag dabei sein.
Bereits seit dem 2. Januar haben Jugendliche
die Möglichkeit, sich für den ›Tag der Berufe‹
am 11. März anzumelden. Einige haben die
Gelegenheit schon genutzt und sich mit ihrer
Anmeldung einen Teilnahmeplatz gesichert.
Noch gibt es aber viele interessante Angebote, denn am Aktionstag stellen sich rund 70
Unternehmen aus Jena und den Landkreisen
Saale-Holzland sowie Saalfeld-Rudolstadt vor.
Sie öffnen ihre Türen für angemeldete Besucher und bieten Rundgänge durch die Firma,
Gespräche mit Auszubildenden und Mitarbeitern sowie zum Teil praktische Übungen an.
Diese Chance sollte man unbedingt nutzen,
um Berufe kennen zu lernen und mehr über
die realen Arbeitsbedingungen in den einzelnen Betrieben zu erfahren.
Und so geht’s: Unter www.tagderberufe.
de kann nach bestimmten Berufen gesucht
werden. Dies geschieht entweder über Interessensfelder, die man auswählen kann, eine
Umkreissuche oder direkt über die Eingabe
eines Berufes. Aufgrund der ausgewählten
Kriterien erhält man hierauf Vorschläge zu
passende Firmen, die man am ›Tag der Berufe‹ erkunden kann. Die Anmeldung kann
dann gleich online erfolgen.
Aufgrund des begrenzten Platzangebotes in einigen Unternehmen, ist es
sinnvoll sich schnell anzumelden, um sich einen Platz
im Wunschbetrieb zu sichern.
(ank)
WIR
SIND
OFFEN IN
FUR DET
LEN
40
Februar 2015
Termine & Tagestipps Februar 2015
noch bis zum 07.02.2015
Ernst-Abbe-Bücherei, 2. Etage
Foto-Ausstellung »Fotografen auf dem
Holzweg?!«
noch bis zum 13.02.2015
SCHOTT Villa
»Forschung bei SCHOTT«
Sonderausstellung
noch bis zum 15.02.2015
Romantikerhaus Jena
»Die Rabe und Die Rübe: Unbekannte
Märchen der Brüder Grimm neu entdeckt«
Eine Sonderausstellung des Romantikerhauses in Zusammenarbeit mit der Brüder Grimm-Gesellschaft, Kassel.
noch bis zum 22.02.2015
Kunstsammlung im Stadtmuseum
»Ich zeichne die Zeit, du malst den Moment.«
Ulrike Seyboth & Ingo Fröhlich
Mit Ulrike Seyboth und Ingo Fröhlich
haben sich zwei Künstler von ausgeprägter Eigenart als Partner auf ein gemeinsames Arbeiten verständigt, das
sich zwar nicht in gemeinsamen Bildern, sehr wohl jedoch in gemeinsamen
Projekten darstellt. Herkunft und Lebensweg der beiden Künstler unterscheiden sich so deutlich wie die Temperamente ihrer bildnerischen Entäußerungen.
noch bis zum 27.02.2015
Sparkasse Jena, Ludwig-WeimarGasse 5
»Sichtweisen und Gesichter«
Arbeiten von Nils Wattehammer
Ein neuer Protostern am Kunsthorizont
will Jenaer werden. Der Leipziger Wattehammer erschien scheinbar aus dem
Nichts auf der thüringisch-sächsischen
Kunstbühne. In Ausstellungen finden
seine Bilder den Weg eher selten. Meist
warten darauf bereits geduldige Liebhaber. Diese haben ein besonderes Faible
für seinen Stil, der gleichzeitig Provokation und Versöhnung ist.
noch bis zum 27.02.2015
Villa Rosenthal
»Ausstellung: Ingar Krauss«
Der 1969 in Ost-Berlin geborene und
seit Mitte der neunziger Jahre aktive
Künstler ist eine Ausnahmeerscheinung
im Bereich der zeitgenössischen Fotografie.
Begann er Mitte der 90er Jahre als Autodidakt, so kann Ingar Krauss heute auf
namhafte Ausstellungsbeteiligungen wie
in der Hayward Gallery London, im
Musée de Elysée in Lausanne, im Palazzo Veccio in Florenz oder im ICP (International Center of Photography) in
New York verweisen.
In der Villa Rosenthal werden ungewöhnliche Stillleben zu sehen sein, die
im Zusammenhang mit seiner Beschäftigung mit frühromantischen Naturkonzepten und eigenen Expeditionen in das
Reich der Jenaer Gärten und Pflanzenwelt stehen.
Der Eintritt ist frei!
noch bis zum 28.02.2015
Bibliothek (EAH Jena), Carl-ZeissPromenade 2
»Bilder«
16 Aussteller präsentieren ihre Werke
von Aquarellen über Pastelle bis hin zu
Ölbildern
noch bis zum 28.02.2015
Universitätshauptgebäude, Ausstellungskabinett Raum 025
»Kulturfluss«
Die Archäologie des mittleren Saaletals
aus 150 Jahren Ur- und Frühgeschichtliche Sammlung der Universität Jena
So, 1. Februar
noch bis zum 01.03.2015
Kunstsammlung im Stadtmuseum
»Wozu Bilder? Gebrauchsweisen der
Fotografie«
dreht die gewohnten Perspektiven auf
das Medium um. Die Exponate sind
nicht danach ausgewählt, was auf ihnen
zu sehen ist oder welche Sujets sie bieten, sondern vielmehr nach ihren Gebrauchs und Verwendungsformen, die
in großer Breite sichtbar werden.
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, Schillerhaus,
10 Uhr
»Theaterfrühstück bei Schiller«
Premierenmatinee
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
15 Uhr
»Giselle«
Fantastisches Ballett in zwei Akten von
Adolphe Adam
DNT Weimar, Foyer, 15 Uhr
Café-Konzert »Con corde e ancia«
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
18 Uhr
»Wie ein Fünfer mit Superzahl«
Ein Liederabend mit Uschi Amberger und
Toni Steidl
DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr
»Rhythm & Schiller« – ein Balladenabend
noch bis zum 10.03.2015
Klinikum Lobeda, Erlanger Allee 101
Ausstellung »Drauf-, Durch- und Absichten«, Kunst aus Röntgenbildern
Röntgenfilmbearbeitungen von Silke
Konschak
noch bis zum 15.03.2015
Stadtmuseum Jena
»Heimatfront. Eine mitteldeutsche Universitätsstadt im Ersten Weltkrieg.«
Am 14. August 1914 verdammte der weltberühmte Gelehrte Ernst Haeckel im
­Jenaer Volksblatt »Englands Blutschuld
am Weltkriege«. Aufregende Jahre standen Jena bevor …
Vortrag, Lesung & Führung
noch bis zum 25.03.2015
JEMBO Park
Ausstellung von Gunter Krieg
»Artemetrie«
noch bis zum 28.03.2015
Kunsthandlung Huber & Treff, Charlottenstraße 19
Ausstellung »Mathias Perlet – Das Erbe
der Pandora«
Mathias Perlet ist ein Fixpunkt in der
Leipziger-Malerei-Landschaft. Die Bilder
von Mathias Perlet verblüffen und faszinieren den Betrachter gleichermaßen
mit ihren Figuren, ihrer Farbigkeit und
scheinbaren Klarheit. Aber zudem werfen sie Fragen auf, wirken befremdlich
in ihrer Mischung aus realistischem
Bildpersonal und phantastischer Umgebung. Eine räumliche Situation der vorgestellten Szene ist oft nur angedeutet,
ornamental gefüllt oder symbolhaft mit
linearer Zeichnung umschrieben. So
bleibt dem Betrachter, im Sinne des
Non finito, offen, die Szenen mit seinen
Erfahrungen und Gefühlen zu füllen.
noch bis zum 12.04.2015
Mineralogische Sammlung,
­Sellierstraße 6
Sonderausstellung »Die kunterbunte
Welt der Minerale«
noch bis zum 30.06.2015
Phyletisches Museum
Sonderausstellung »Falten in Natur und
Technik«
02.02. – 27.03. 2015
GODYO AG, Prüssingstraße 35
Kathrin und Mathias Baumann:
»Was uns bewegt«
Montag – Freitag von 14:00 – 17:00 Uhr
Eintritt frei!
21.02. – 10.05.2015
Romantikerhaus Jena
»Fabelhafte Welten – Meisterwerke der
komischen Kunst von Ernst Kahl und
Michael Sowa.«
Malerei und Grafik.
meskulturen in Bildern fest. Die unglaubliche Harmonie und Schönheit der Sahara, die bizarren Felsformationen des
Antiatlas und die blühenden Palmenoasen entlang der Flusstäler fügen sich zu
einem farbenprächtigen Bild zusammen.
Ausgehen
Cafè Wagner, 20 Uhr
Spieleabend
Kassablanca, 20 Uhr
Livelyrix-Literatursonntag
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Volkshaus Jena, , 15 Uhr
»Die kleine Meerjungfrau – das Musical«
Eine moderne, bunte und fröhliche Interpretation des Märchens von Hans Christian Andersen für die ganze Familie.
Zeiss-Planetarium
»Milliarden Sonnen – Eine Reise durch
die Milchstraße«, 14 Uhr
»Das Kleine 1 x 1 der Sterne«, 15 Uhr
Hörsaal 1 (FSU), Carl-Zeiß-Straße 3,
14:30 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Kanada /
Alaska mit Pferden«
Ein unterhaltsamer und inspirierender
Abend mit dem Abenteuerreiter Günter
Wamser.
In ihrem neuen Vortrag erzählen Sonja
Endlweber und Günter Wamser von
dem letzten Abschnitt ihrer Durchquerung des amerikanischen Kontinents,
der vor 20 Jahren in Feuerland begann.
Das neue Abenteuer startet im Süden
Kanadas, führt durch die Rocky Mountains, mit den Nationalparks Banff und
Jasper und dann durch die legendäre
Wildnis des Yukon bis nach Alaska.
Auf sich allein gestellt, lernen sie sich
in der Heimat von Grizzlys und Wölfen
zurechtzufinden, eiskalte Flussdurchquerungen und Blockhüttenwinter inklusive.
Stadtmuseum, Kunstsammlung, 15 Uhr
Öffentliche Führung: »Wozu Bilder?
­Gebrauchsweisen der Fotografie«
Hörsaal 1 (FSU), Carl-Zeiß-Straße 3,
17:30 Uhr
Lichtbildarena spezial: »Marokko – Orient
zwischen Atlas und Wüste« von Wigbert
Röth.
Ein einheimisches Sprichwort besagt,
dass Marokko »ein Land ist, welches sein
Wesen, seine Seele nur jenem offenbart,
der sich die Zeit nimmt, Wasser zu schöpfen, um einen Tee aufzugießen.« Wigbert
Röth ist seit vielen Jahren immer wieder
in diesem Land unterwegs. Seine kulturelle Exotik, die maurische Baukunst, die
spannungsvolle Landschaft und vor allem
die besondere Gastfreundschaft machen
Marokko für ihn zum faszinierendsten
Land Nordafrikas. Mit Maultieren überquert er mit seiner Familie die Berge des
Atlas. Er besucht die imposanten Königsstädte und hält die traditionellen Stam-
Sonstiges
Goethe-Galerie, 12 – 18 Uhr
Hochzeitsmesse
Mo, 2. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr
»Dinner bei Harry Graf Kessler und Henry
van de Velde« – ein kulinarisch- dokumentarischer Vierteiler
Konzert
Schillerkirche, Schlippenstraße 30,
20 Uhr
»Kerzen – Lieber Stille«
Vortrag, Lesung & Führung
Dornburger Straße / Haltestelle
Scharnhorststraße, 8 Uhr
»Stromertag – auf Spurensuche im
­Isserstedter Holz«
Tiere, Menschen und Geschichte
Jena Tourist-Information, Markt 16,
14 Uhr
»Jena – zwischen Historie und Hightech«
Allgemeiner Stadtrundgang
Hörsaal 24 (FSU), Fürstengraben 1,
18 Uhr
Wissen und Schönheit der Kartographie.
Zu »Alexander von Humboldts System
der Isotherm-Kurven, in Merkators Projektion«
Prof. Dr. Robert Stockhammer
Ausgehen
Café Wagner, 20 Uhr
Greenpeace Filmreihe: »Die Essensretter«
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
41
Februar 2015
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 18 Uhr
Yoga – Lernen durch Bewegung, Bewusstheit durch Bewegung
Region
Seitenroda, Leuchtenburg Rittersaal,
10 Uhr
Ferienprogramm auf der Leuchtenburg
Di, 3. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
»Weiskerns Nachlass« nach dem Roman
von Christoph Hein
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Hamlet« von William Shakespeare
Öffentliche Hauptprobe
Konzert
Glashaus im Paradies, 20:30 Uhr
»Driftmachine + Support«
›Driftmachine‹ sind Andreas Gerth
vom Tied & Tickled Trio und Florian
Zimmer von Saroos.
›Driftmachine‹, ein Name der bereits
Musik ist: Dahinfließende, weiche,
langsame Bewegung, aber bitteschön
mit Druck und Masse. Sprich: Mit Bässen. Der Dub ist der Treibstoff. Aber
auch die Melodie weist den Weg dieser
Band, die nur ein Duo ist. Sie macht
vieles auf einmal, und es klingt nach
wenig, nach Minimal.
Ausgehen
Kassablanca, 20:30 Uhr
Kino: »Parada« (2011)
R: Srdjan Dragojevic
Der schwule Mirko will in Belgrad eine
Gay-Pride-Parade veranstalten. Eine mutige Idee, denn regelmäßig werden in Serbien Homosexuelle von Rechtsradikalen
angegriffen. Auch Limun, Chef einer Sicherheitsfirma, ist ein Schwulenhasser.
Seine Verlobte hat ausgerechnet Mirko
als Wedding Planner eingestellt. Der
Deal: Mirko sorgt für eine schöne Hochzeit und Limun für Sicherheit bei der Parade.
Kulturbahnhof Jena, 22 Uhr
»Med-Club is back«
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
»Internet leicht & verständlich«
mit Übungen & Tipps speziell für Einsteiger
Volkshochschule, Grietgasse 17a,
18 Uhr
»Faszinierendes Weimar – Berühmte
Frauen«
Teil 3: Künstlerinnen und Musen der
Dichter
Dr. Thomas Frantzke
Hörsaal 3 (FSU), Carl-Zeiß-Straße 3,
18:15 Uhr
»Demokratie- und Menschenrechtsfeind-
lichkeit – religiöse Gewalt und Salafismus«
Referent: Kurt Edler, Hamburg
URANIA Volkssternwarte, Schillergäßchen 2a, 20 Uhr
Kuppelführung und Himmelsbeobachtung
Zeiss-Planetarium
»Der Regenbogenfisch«, 10 Uhr
Begleitet den Regenbogenfisch in seine
Unterwasserwelt! Mutig schließt er mit
einem riesigen Blauwal Frieden und findet neue Freunde in der Tiefsee!
»Kosmische Dimensionen«, 11:30 Uhr
Die Faszination des Unvorstellbaren Spektakuläre Bilder, wie sie uns das
Weltraumteleskop Hubble von der fremden Welt da draußen liefert, zeigen ganz
deutlich, dass unser Planet Erde nur ein
Winzling ist.
Kinder & Familie
Volkshaus Jena, 9 Uhr
Biboknirpse
Reime, Lieder, Fingerspiele
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Optisches Museum, 11 Uhr
»Da traust du deinen Augen nicht!«
Optische Täuschungen für Kinder ab
6 Jahren
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Frauenzentrum TOWANDA e.V., Wagnergasse 25, 17 Uhr
»One Billion Rising«
Tanzworkshop
Frauenzentrum TOWANDA e.V., Wagnergasse 25, 18 – 20 Uhr
»Frei schreiben! Kreativ-Biografisches
Schreiben für Frauen«
Region
Seitenroda, Leuchtenburg Rittersaal,
10 Uhr
Ferienprogramm auf der Leuchtenburg
Mi, 4. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr
»Freunde der Staatskapelle«
Ausgehen
Café Wagner, 20 Uhr
UFC-Kinoabend
Kassablanca, 23 Uhr
Schöne Freiheit:
DJs: Mmbeck, Less
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
Bildbearbeitung am PC
Lutherhaus Jena, Hügelstraße 6a,
9:30 Uhr
»Das Blut der Könige« – die Bluterkrankheit und ihr Einfluss auf die europäische
Geschichte Referent: Dr. Günter Syrbe
Optisches Museum, 11 Uhr
Rundgang durch die Historische ZeissWerkstatt 1866
Aula (FSU), Fürstengraben 1, 17:15 Uhr
Studium Generale: »Innovation und
Nachhaltigkeit: Die Energiewende in
Deutschland«
Prof. Dr. Uwe Cantner und PD Dr. Holger
Graf
Hörsaal 250 (FSU), Fürstengraben 1,
18:15 Uhr
»Das Reihengräberfeld von Zöllnitz. Spätslawische Bestattungssitten im Flussgebiet der Saale.«
Vortrag im Rahmen des Begleitprogram-
mes der Ausstellung »Kulturfluss – Archäologie des mittleren Saaletals aus 150
Jahren Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Jena«. Referent:
Daniel Scherf M. A. (Universität Jena).
Jenaer Senfmanufaktur, Drackendorfcenter 3, 18:30 Uhr
Vorführung der Senfherstellung und Führung durch das Senfmuseum
Konzert
Volkshaus Jena, Carl-Zeiß-Platz 15,
20 Uhr
Konzert mit dem Collegium Musicum
Weimar und dem Hochschulchor der
Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Werke von G. Rossini, W.A. Mozart und
G. Puccini
Kassablanca, 20 Uhr
»AnnenMayKantereit«
Support: Von Wegen Lisbeth
Sie leben in Köln, sind zusammen aufgewachsen und schreiben heute Songs
darüber, wie sie das Leben und die
Liebe zerreißt, ratlos macht und beflügelt. Annenmaykantereit haben sich
mit ihren Konzerten von der Straße in
ausverkaufte Clubs gespielt. Ihre Videos drehen sie selbst und das erste
Album haben sie im Alleingang live
eingespielt. Die Fangemeinde ist im
letzten Jahr beeindruckend gewachsen, die Videos werden tausendfach
aufgerufen und ihre Album-ReleaseParty im legendären Gebäude 9 in
Köln war blitzschnell ausverkauft.
Lohnt!
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Frauenzentrum TOWANDA e.V., Wagnergasse 25, 9 Uhr
»Oase der Ruhe«
Einfache und angenehme Entspannungsübungen, Meditationen, Phantasiereisen
und / oder Elemente aus Autogenem Training und Körperarbeit.
Zeiss-Planetarium
»Lars – Der Kleine Eisbär«, 10 Uhr
ab 5 Jahren
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 16 Uhr
Mutter-Kind-Töpfern
Region
Seitenroda, Leuchtenburg Rittersaal,
10 Uhr
Ferienprogramm auf der Leuchtenburg
Bad Sulza, Toskana Therme, 21 Uhr
Vollmondkonzert
Do, 5. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, theater tumult,
18 Uhr
PREMIERE: »Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Was ihr wollt«
William Shakespeare
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
Konzert Anschlag »Stille«
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
PREMIERE: »Hamlet«
William Shakespeare
Hamlets Welt ist »aus den Fugen«.
Alles, an was er geglaubt hatte, liegt
zerstört vor ihm. Die bedingungslose
Liebe seiner Eltern, die Tugend seines
Vaters, die Aussichten auf den Thron.
Behütet als Prinz von Dänemark aufgewachsen, hat Hamlet nie gelernt Verluste zu verschmerzen. Die Ermordung
seines Vaters durch dessen Bruder und
die viel zu schnell darauf folgende Heirat der Mutter mit ihrem Schwager,
dem Mörder ihres Mannes, stürzen
Hamlet in die Verzweiflung. Seine Geliebte Ophelia wendet sich plötzlich
von ihm ab. Der Geist seines Vaters
fordert ihn zur Rache am Onkel auf,
doch Hamlet, in Selbsthass, Verachtung der Welt und verkopften Theorien
gefangen, zögert vor der blutigen Tat.
Fremd geworden, wahnsinnig, den
Wahnsinn spielend, bewegt er sich
durch eine Welt, die jeden Sinn verloren hat. Was macht es mit einem Menschen, wenn er nichts mehr für wertvoll hält, wenn er jeden Glauben verloren hat? Die Inszenierung des Theaterhaus-Teams entwirft eine Welt wie aus
den depressiven Augen Hamlets betrachtet, in der Orientierungslosigkeit,
Angst und zynische Komik herrschen.
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
F-Haus, 20 Uhr
Live: »MICHAEL KREBS«
Zusatzkonzert
Einlass: 19 Uhr
Café Wagner, 21 Uhr
LIVE on Stage: »Molde & Dwarphs«
Ausgehen
Kassablanca, 19 Uhr
Peace Please!
Film: »Nostalgie des Lichts«
Rosenkeller, 22 Uhr
Zahnmediziner Party
Vortrag, Lesung & Führung
Ernst-Abbe-Bücherei, 9 Uhr
Schulung zum ThueBIBNet
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
PC Kurs für Einsteiger
Optisches Museum, 11 Uhr
»Augentricks«
Optische Täuschungen für Kinder ab
6 Jahren
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 19 Uhr
»Die wichtigsten Vorsorgeverfügungen«
Was sollte ich wie festlegen für den Fall
der Entscheidungsunfähigkeit?
Stadtmuseum Jena, 19 Uhr
»Der Fall Hodler«
Prof. Matthias Steinbach
Volkshaus Jena / Raum 10, Carl-ZeißPlatz 15, 19:30 Uhr
»Göttingen als literarisches Zentrum. Die
Hain-Dichter. Lichtenberg.«
Referent: Dr. Detlef Ignasiak
Kinder & Familie
Zeiss-Planetarium, 10 Uhr
»Unendlich und Eins«
Ein Musical für die ganze Familie – Ein
geheimnisvolles Abenteuer, zauberhaft
umspielt mit toller Musik vom unvergessenen Traumzauberbaum-Komponist
Reinhard Lakomy und lustigen Texten
von Monika Erhardt.
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
42
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 18:15 Uhr
Orientalischer Tanz
Zeiss-Planetarium
»Queen Heaven – The Original!«,
16:30 Uhr
Region
Seitenroda, Leuchtenburg Rittersaal,
10 Uhr
Ferienprogramm auf der Leuchtenburg
Messe Erfurt, 20 Uhr
Live: »Peter Maffay«
Fr, 6. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, theater tumult,
10+12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
Musiktheater »Die Räuber« (I Masnadieri)
Giuseppe Verdi
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Hamlet«
William Shakespeare
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Rosenkeller, 19 Uhr
»Off The Hook, Vengeance Today, Ghostwriter, Dull Eyes«
Hardcore Konzert
Volkshaus Jena,
Carl-Zeiß-Platz, 15, 20 Uhr
»Cobario«
Instrumentaltrio
Ausgehen
KuBuS, Lobeda-West, 20 Uhr
Karaoke-Party
F-Haus, 21:11 Uhr
4. Jenaer Studentenfasching SPOWI +
MED-CLUB
»MAMMA – MIA im Dschungel wird dirty
gedanced«
Einlass: 20:11 Uhr
»Die Perle«, Weigelstraße 7, 22 Uhr
»HOUSEPERLEN – Strictly House Classics«
Café Wagner, 22 Uhr
Party: We are Beat
Kassablanca, 22 Uhr
Electro Swing Pulse
Live: »Bomba Titinka«
Dj: Suit Kei
Vortrag, Lesung & Führung
Optisches Museum, 11+15 Uhr
Öffentliche Kinderführung
mit Sammy, dem Seh-Igel
Villa Rosenthal, 19:30 Uhr
Literarischer Salon: »Thomas Hettche«
Thomas Hettche liest aus »Pfaueninsel«
URANIA Volkssternwarte, Schillergäßchen 2a, 20 Uhr
Kuppelführung und Himmelsbeobachtung
Zeiss-Planetarium
»Queen Heaven – The Original!«, 21 Uhr
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Volkshaus Jena, 17 Uhr
»Vorhang Zu!« Vorleseprojekt am Freitag
Februar 2015
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Region
Seitenroda, Leuchtenburg Rittersaal,
10:00 Uhr
Ferienprogramm auf der Leuchtenburg
Messe Erfurt, 11 – 18 Uhr
»Erlebniswelt Modellbau«
Freuen Sie sich auf eine Reise durch Miniaturwelten sowie Spiel und Spaß für jedermann. Hier kommen Modellbauer,
Bastler und Sammler auf ihre Kosten,
doch auch für Laien und Interessierte bietet die Erlebniswelt Modellbau jede
Menge kurze Weile und Abwechslung.
Erleben Sie in den Messehallen ein abwechslungsreiches Programm und tauchen Sie ein, in eine Welt, in der sich
alles um Maßstab, Detailtreue sowie Fingerspitzengefühl dreht. Hier kann Man(n)
sich mit Gleichgesinnten austauschen
und Tipps & Tricks von Experten erfahren. Egal ob am Boden, auf dem Wasser
oder in der Luft, zu sehen und bestaunen
gibt es alle Spektren, die der Modellbau
zu bieten hat.
Messe Erfurt, 20 Uhr
»André Rieu & Das Johann Strauss
­Orchester«
Konzert
Sa, 7. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr
»Wallenstein«
Friedrich Schiller
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
PREMIERE: »Faust_Eins«
ein Musik_Theater_Schauspiel
Johann Wolfgang Goethe
DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 20 Uhr
PREMIERE: »Das Ding«
Philipp Löhle
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Hamlet«
William Shakespeare
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Ausgehen
JEMBO Park, Rudolstädter Straße 93,
19 Uhr
Tanz mit »Wolffs Revier«
Café Wagner, 22 Uhr
Wave Party
F-Haus, 22 Uhr
(Un)treu Party
Rosenkeller, 23 Uhr
Nightclubbing
Kassablanca, Turmbühne, 23 Uhr
»Caribyou!«
Djs: Reverend, Seagel Silver
Vortrag, Lesung & Führung
Johannistor, 18 Uhr
Nachtwächterrundgang
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Reitsportzentrum Jena, Im Wehrigt 10,
10 Uhr
»Märchenstunde« mit Kinderreiten
Mo, 9. Februar
Konzert
Sport
Sparkassen-Arena, Keßlerstraße 28,
19 Uhr
Science City Jena – BV Chemnitz 99
Heimspiel in der 2. Basketball Bundesliga
ProA
Sonstiges
Burgaupark Jena
Thüringenwoche
Region
Messe Erfurt, 9 – 18 Uhr
»Erlebniswelt Modellbau«
Bad Sulza, Toskana Therme, 21 Uhr
»Liquid Sound Club«
So, 8. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
15 Uhr
»Wie ein Fünfer mit Superzahl«
ein Liederabend mit Uschi Amberger und
Toni Steidl
DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr
Musiktheater »Lohengrin«
DNT Weimar, Junges DNT, Studio­
bühne, 20 Uhr
»Das Ding«
Philipp Löhle
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
»Wächters Freunde«
Ausgehen
Kassablanca, Turmbühne, 14 Uhr
»Sunday Boogie«
Djs: Martin Jungmann, Flo Höhn, Jamy
Wing
Café Wagner, 20 Uhr
Improvisationstheater »Öde&Schiller«
Konzert
Volkshaus Jena, 19:30 Uhr
»Freud am Singen« – Konzert des Psychochores der FSU
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
Stadtteilzentrum LISA, Lobeda-West,
15-18 Uhr
Tanzcafé am Nachmittag
Cafè Lenz, Schenkstraße 21, 10 Uhr
Winterbrunch mit Märchenstunde
Zeiss Planetarium
»Tabaluga und die Zeichen der Zeit«,
11:30 Uhr
Der beliebte Drache, erstmalig als
360-Grad-Erlebnis, erzählt von Gregor
Rottschalk, animiert nach den Bildern
von Helme Heine und mit der unverwechselbaren Musik von Peter Maffay –
empfohlen ab 9 Jahren.
Sonstiges
Stadtkirche »St. Michael«, 10 Uhr
Akademischer Gottesdienst
JEMBO Park, Rudolstädter Straße 93,
11 Uhr
Brunchbowling
Region
Messe Erfurt, 9 – 17 Uhr
»Erlebniswelt Modellbau«
Messe Erfurt, 20 Uhr
»Die Nacht der Musicals«
Kassablanca, Turmbühne, 20 Uhr
Live: »Buriers« (UK)
Die Buriers (vormals A Band Of Buriers) aus London machen außergewöhnliche Videos (u.a. mit Matthew
Lewis von Harry Potter). Aber natürlich
nicht nur das. Die Band rund um
James P. Honey und dem klassisch
ausgebildeten Cellisten Jamie Romain
erzeugen eine melancholische Atmosphäre voll whiskyhaltiger Dramatik,
aus welcher das zentrale Element,
James P. Honeys gesungene und gerappter Texte poetisch und musikalisch hervorstechen. Die melodische
Mischung von Gitarre, Cello und Violine kombiniert mit einem weiblichen
Backing-Chor komplementieren die abstrakte und fantasievolle Poesie der Lyrics. Das Resultat: Großartige Songs
durchzogen von fragiler Schönheit.
Eine unglaublich charismatische und
beeindruckende Band - einer dieser
Abende, an denen ihr drüber nachdenken solltet, warum die typen vom
Kassa an einem unmöglichen Wochentag eine Band, von der nur wenige bisher gehört haben, einladen. DAS werden die unvergessenen Momente!
Ausgehen
Café Wagner, 20 Uhr
Science Pub
Vortrag, Lesung & Führung
Jena Tourist-Information, Markt 16,
14 Uhr
»Jena – zwischen Historie und Hightech«
Allgemeiner Stadtrundgang
Hörsaal 24 (FSU), Fürstengraben 1,
18 Uhr
»Kartographische und literarische Weltenränder in der Frühen Neuzeit«
Prof. Dr. Jörg Dünne (Uni Erfurt, Romanistische Literaturwissenschaft) – Ringvorlesung: Kartographie zwischen Kunst und
Wissenschaft
Buchhandlung Steen (Seiteneingang),
Fürstengraben 3, 20 Uhr
»Mich Gott zuwenden. Meditation im Alltag. Einführungsveranstaltung«
Leitung: Ulrike Eistert
Di, 10. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Junges DNT, Studio­
bühne, 10 Uhr
»Pettersson und Findus und der Hahn im
Korb«
Niclas Ramdohr
DNT Weimar, Junges DNT, e-werk,
10 Uhr
»Tschick« nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
43
Februar 2015
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
15 Uhr
»Faust_Eins«
Ein Musik_Theater_Schauspiel
Johann Wolfgang von Goethe
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Mutti«
Juli Zeh/ Charlotte Roos
Konzert
Volkshaus Jena, 20 Uhr
»Yesterday – The Beatles Musical«
Haus 4 (EAH Jena), Carl-Zeiss-Promenade 2, 10 Uhr
»Vorführungen der Historischen Automatendreherei«
Schillers Gartenhaus,
Schillergäßchen 2, 10 Uhr
»Ich habe die Trägheit des Herzens besiegt …«
Christine Theml stellt die Lyrikerin Eva
Strittmatter anlässlich ihres 85. Geburtstages vor
Volkshochschule, Grietgasse 17a,
18:30 Uhr
»Zauberhafte Pflanzen: Pflanzen und ihre
Kräfte in Mythen und Legenden, Teil 3«
Referentin: Dr. rer. nat. Dörte Hansen
URANIA Volkssternwarte, Schillergäßchen 2a, 20 Uhr
Kuppelführung und Himmelsbeobachtung
Kinder & Familie
Kinderklinik, Elternspeiseraum, Kochstraße 2, 15:30 – 17:30 Uhr
»Erste Hilfe bei Säuglingen und Kindern,
Teil 1«
Seminar der Eltern- und Babysitterschule
des UKJ
Themen: Notfälle, Unfälle, Verletzungen
Zeiss-Planetarium
Café Wagner, 21 Uhr
»Wooden Peak«
(Analogsoul – Acoustic/Folk/Electro)
WOODEN PEAK ist ein Zweimannorchester, das stetig die eigenen Grenzen
auslotet. Zu diesem ehrgeizigen Programm gehört auch, möglichst alles
live zu spielen, was als Duo möglich
ist. Im Fall des aktuellen Albums eine
besondere Herausforderung: »Polar«
ist ein filmisch anmutendes Spektakel
aus Gitarre, Schlagzeug und Stimme,
zum Leben erweckt von digitalen Begleitern wie Fußorgel und Elektronik.
Sebastian Bode und Jonas Wolter
schaffen es mühelos, ihr Duo zum Orchester aufzublasen, kochen Stimmungen hoch, die sie erschaffen haben,
lassen aufatmen und nehmen mit.
Kein Platz für Beiläufigkeit.
Ausgehen
Kassablanca, 20:30 Uhr
MonoKino:
»Väter und Söhne« (1956),
R: Mario ­Monicelli
Meisterhaft gestaltete Alltagskomödie: In
locker aufgereihten Episoden aus fünf
Personenkreisen – viermal das VaterSohn-Thema in zwei sich verflechtenden
Handlungsabläufen variierend – präsentieren sich Freuden und Nöte mit großen
und kleinen Kindern, vom geplagten kinderreichen Zoo-Giraffenwärter bis zum
elegant windigen Schneidermeister. Ein
kunstvoll inszeniertes Geflecht aus wirklichkeitsnahen Situationen, die mit Klugheit, List und Vernunft ausgestanden werden.
Rosenkeller, 23 Uhr
AfterThULB Party
Vortrag, Lesung & Führung
KuBuS, Lobeda-West, 10 Uhr
»Gesunder Rücken«
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
»Internet leicht & verständlich«
Dornburger Straße / Haltestelle
Scharnhorststraße, 10 Uhr
»Stromertag – Munketal, Napoleonstein«
»Unendlich und Eins«, 14 Uhr
Sonstiges
Innenstadt, 8 Uhr
Jahrmarkt
Mi, 11. Februar Theater & Bühne
DNT Weimar, Junges DNT, Studio­
bühne, 19 Uhr
»Der Zementgarten« nach dem Roman
von Ian McEwan
Theaterhaus Jena, 20:00 Uhr
»Rio Mährlein. Die Wachstumsparty ist
vorbei«
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
Bildbearbeitung am PC
Busbahnhof Jena, 9:45 Uhr
Wanderung: Thalbürgel – Waldecker Buchen – Rabsgrund - Papiermühle, Treffpunkt: 9:45 Uhr Jena Busbahnhof, Fahrt
mit Buslinie 410 bis Thalbürgel
Optisches Museum, 15 Uhr
»Alhazen – die Gedanken sind frei« Sonderführung
Volkshochschule, Grietgasse 17a,
18 Uhr
»Schörl – Der schwarze Turmalin«
Referent: Hans-Jürgen Freytag
Raum 316 (FSU), Carl-Zeiss-Straße 3,
19:30 Uhr
»Es wird durchgeblüht – ein botanischer
Streifzug durch die Phänologie der Jahreszeiten«
Lichtbildvortrag von Dr. Bernd Liebermann, Jena (gemeinsame Veranstaltung
NABU Jena+AHO)
Ausgehen
Volkshaus Jena, 20 Uhr
Urban Priol »Jetzt«
Deutschland hat gewählt. Es war eine
Schicksalswahl. Schon die achtzehnte.
Die deutsche Permanentschicksalswahl ist volljährig geworden und
durfte sich selbst in der Urne versenken. Und jetzt? Alles formiert sich neu,
nach der Wahl ist vor der Wahl. Wichtiges wird aufgeschoben, denn schon
stehen die nächsten Landtagswahlen
vor der Tür, die entscheidend sein
könnten als Richtungswahl für die
nächste bundesweite Schicksalswahl.
Die Daily Soap der Kreuzchenmacher und am nächsten Tag ist die Stimme
weg. War das alles? Neue Nasen, alte
Phrasen, alter Wein in alten Schläuchen – wenn es denn Wein ist. Und
nun?
Das neue Kabarettprogramm von und
mit UP.
Café Wagner, 20 Uhr
UFC-Kino
Kassablanca, Turmbühne, 20 Uhr
Punkrockkaffee — Live: »Peng Pengs«
Zeiss-Planetarium
»Schwerelos: Space Tour«, 18 Uhr
Sonstiges
Innenstadt Jena, 8 Uhr
Jahrmarkt
Do, 12. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, theater tumult,
10+12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
11 Uhr
»Faust_Eins«
Ein Musik_Theater_Schauspiel
Johann Wolfgang von Goethe
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Mephisto« nach dem Roman von Klaus
Mann
DNT Weimar, Junges DNT, e-werk,
19 Uhr
»Tschick« nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
PREMIERE: »Bekenntnisse«
Eine Teenpark-Produktion
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Volkshaus Jena, 20 Uhr
Queenz of Piano »TastaTour«
Klassik meets Kabarett
Besetzung: Anne Folger und Jennifer Rüth
(piano)
»TastaTour« das neue Programm von den
Queenz of Piano (Anne Folger, Jennifer
Rüth), ist eine großartig aufeinander abgestimmte Bühnenshow aus weiblichem
Charme, mitreißendem Entertainment
und musikalischem Können. Auf spielerische Weise, mit Witz und einem Hauch
Selbstironie lassen die »Königinnen«
durch gewagte Spielkombinationen neue,
klangvolle Effekte und eine nie da gewesene Art des Klavierspiels entstehen.
Charmant verpackt, kreativ inszeniert
und amüsant dargeboten, meistern sie
gekonnt den Spagat zwischen Unterhaltung und anspruchsvoller Musik, bieten
die perfekte Kombination aus weiblichem
Charme, mitreißendem Entertainment
und musikalischem Können und machen
ihrem Namen alle Ehre.
Glashaus im Paradies, 20:30 Uhr
»Adrian Crowley /w Katie Kim, Special
Guest: Mute Swimmer«
Der Ire Adrian Crowley bekommt Komplimente von seinem Kollegen Nick
Cave, dessen Urteilskraft niemand bezweifelt. Crowleys Stimme lächelt voller Wärme, obwohl er meist etwas
trauriges singt. Seine Poesie vergoldet
einen Engel ebenso wie ein Wildschwein und die Elster, sein E-Gitarren-Spiel erinnert oft an Daniel Lanois.
Elf Stücke finden sich auf seinem
neuen Album »Some Blue Morning«,
mehr Folk-Soul als Rock, kein Moment
Langeweile. (Quelle: Rolling Stone)
Ausgehen
Café Wagner, 21 Uhr
Wagner’s Corner – open Stage
Rosenkeller, 22 Uhr
EAH Party Jena zum Semesterabschluß
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
PC Kurs für Einsteiger
Volkshaus Jena, 19:30 Uhr
»Kinderliteratur«
Referent: Dr. sc. phil. Detlef Ignasiak
Raum 316 (FSU), Carl-Zeiss-Straße 3,
19:30 Uhr
»Erlebte Natur 2012«
Videoabend mit Herr Rudolph Heyer
(Jena)
THALIA-Buchhandlung (neue mitte),
20:15 Uhr
»Matthias Koch: 111 Gründe, den FC Carl
Zeiss zu lieben«
Es ist kein Zufall, dass »111 GRÜNDE, DEN
FC CARL ZEISS JENA ZU LIEBEN« 111 Jahre
nach der Gründung des Vereins erscheint.
Echte Experten wissen, dass unter den
Kernbergen ein schlafender Riese haust.
Es spielt keine Rolle, dass der FCC zum
zweiten Mal nach der Wende am harten
Brot der Viertklassigkeit kaut.Thüringens
wirkliche Nummer eins lässt seine europapokalverwöhnten Fans in der Provinz
in Wahrheit nur Groundhopper-Punkte
sammeln. Irgendwann wird es wieder so
schnell wie zwischen 2004 und 2006
gehen, als das Team von der 4. in die
2. Liga durchmarschierte. Bis dahin wird
dieses Werk an die großen nationalen
und internationalen Jahrzehnte Jenas erinnern, aber auch manche Posse der Gegenwart beleuchten. Zeiss-Planetarium
»Star Rock Universe«, 20 Uhr
44
Februar 2015
Kinder & Familie
Volkshaus Jena, 17 Uhr
»Vorhang Zu!« –
Vorleseprojekt am Freitag
Fr, 13. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, theater tumult,
10+12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
Gastspiel: »Zupfgeigenhansl – Erich
Schmeckenbecher«
Der Vogel Sehnsucht
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Die Räuber« (I Masnadieri)
Giuseppe Verdi
Bühnen der Stadt Gera, Großes
Haus, 19:30 Uhr
PREMIERE: »Die schöne Helene«
In der Schauspiel-Operette nach Jacques Offenbach wird der Troja-Mythos
heiter-reizvoll entzaubert. Die Gesellschaftskritik ähnelt der des Satyrspiels
im antiken Theater der Griechen. Deborah Epstein (Inszenierung) und Olav
Kröger (Musikalische Leitung) zeigen
Helenes Entführung als lustvolle Parodie.
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
20 Uhr
»Ziemlich beste Freunde«
Komödie nach dem gleichnamigen Film
von Olivier Nakache und Eric Toledano
Bühnenfassung: Gunnar Dreßler
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Bekenntnisse«
Eine Teenpark-Produktion
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Rosenkeller, 21 Uhr
»Spawn, Décembre noir, Hellstroke
Calling The Reaper pres. Metal 666«
Ausgehen
Paradies Café, Vor dem Neutor 5,
20 Uhr
Live: MATTHIAS EGERSDÖRFER
»Vom Ding Her«
Einlass: 19 Uhr
Galerie Kunsthof, Ballhausgasse 3,
20 Uhr
»In Guter Nachbarschaft«
Lesung – Offenes Mikrofon – Musik
mit Paul-Henri Campbell, Cayoux & mutigen Freiwilligen
#5:
bühne
us-jena.de
Sa, 14. februar
13 – 17 uhr
Sa, 14. Februar
Auch im Jahr 2015 vereint »In guter Nachbarschaft« wieder erfahrene Literaturschaffende, mutige Talente und hervorragende MusikerInnen im Kunsthof Jena.
Am offenen Mikrophon suchen junge Autorinnen und Autoren erste Bühnenerfahrung und bieten mit ihren Beiträgen ein
Kaleidoskop der regionalen Literaturszene. Heute liest Paul-Henri Campbell
Erzählungen aus »meinwahnstraße«
(2011) und unveröffentlichte Prosa. »Cayoux« aus Weimar werden den Abend mit
Kontrabass und Gesang musikalisch umrahmen – mit atmosphärischen Klängen,
Bassmelodien und Loops. Ein Augenschmaus für die Ohren! Ob Industrie, Naturlyrik oder gar das Tagebuch des Verführens: Am offenen Mikrophon haben
Nachwuchstalente 8 Minuten Zeit, ihre
Texte in entspannter Atmosphäre vorzutragen. Die Beiträge unterliegen dabei
weder formalen noch thematischen Beschränkungen – alles ist möglich.
Café Wagner, 22 Uhr
Party: World Wide Beat
Kassablanca, 23 Uhr
»Filia« — Live: Edward
Djs: Götze & Wohlfahrt, Anacker &
­Grötzschel
Theater & Bühne
DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr
»Der Rosenkavalier«
Richard Strauss
Bühnen der Stadt Gera, Bühne am
Park, 18 Uhr
»Cinderella«
Ballett von Peter Werner-Ranke
Musik vom Band
Sergej Prokofjew (1891 – 1953): Cinderella
op. 87
DNT Weimar, e-werk, 19 Uhr
»Camelot« – Handbuch für Ritter
Gastspiel des Salzburger Mozarteums
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
»Staatsfeind Kohlhaas«
Stück von Istvan Tasnadi nach Heinrich
von Kleist
Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater Gera, 19:30 Uhr
»Medea«
Stück von Theo Fransz, Deutsch von Monika The
Deutsche Erstaufführung
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Bekenntnisse«
Eine Teenpark-Produktion
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
21 Uhr
Rote Laterne
»Allerlei Lust« – Erotische Literatur zur
Nacht
Ausgehen
Hörsaal 1(FSU), Carl-Zeiss-Str. 3,
20 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Neuseeland - Am
schönsten Ende der Welt«
Petra & Gerhard Zwerger-Schoner (A)
Ein gutes halbes Jahr haben Petra und
Gerhard Zwerger-Schoner »Aotearoa –
das Land der langen weißen Wolke« bereist. Sie zeigen uns Traumstraßen entlang unberührter Küsten, schneebedeckte
Gipfel über immergrünem Regenwald,
rauchende Vulkane, brodelnde thermale
Wunderwelten, idyllisches Farmland und
geschichtsträchtige Orte mit stolzer Maorikultur. Unterwegs mit Reisecamper, im
Geländewagen, mit Kanu, Helikopter,
Flugzeug oder zu Fuß machen sich die
Reisejournalisten ein Bild von der lockeren Lebensart der »Kiwis« in ihrem
F-Haus, 20:11 Uhr
LNT-Faschingsparty
mit »THE FIREBIRDS«
Einlass: 19:30 Uhr
Café Wagner, 22 Uhr
Party: Rotzfrech #19
Rosenkeller, 23 Uhr
Nightclubbing
Vortrag, Lesung & Führung
Karl-Volkmar-Stoy-Schule, Paradiesstrasse 5, 9 – 12 Uhr
Informationstag an der Stoyschule
Volkshaus Jena, 10 Uhr
31. Immobilienmesse
Hörsaal (FSU) Max-Wien-Platz 1,
10:30 Uhr
Öffentliche Samstagsvorlesung: »Einstein
und die Vermessung der Welt«
Optisches Museum, 11:30 Uhr
Rundgang durch die Historische ZeissWerkstatt 1866
Optisches Museum , 15 Uhr
»Alhazen – die Gedanken sind frei« Sonderführung
Jena Tourist-Information, Markt 16,
20 Uhr
Kostümführung »Dem Turme geschworen...« — Aus- und Einsichten mit dem Jenaer Türmer und seiner Frau
Kinder & Familie
Reitsportzentrum Jena, Im Wehrigt 10,
10 Uhr
»Märchenstunde« mit Kinderreiten
Zeiss-Planetarium
»Der Kleine Tag – Familienmusical«,
15 Uhr
»Tabaluga und die Zeichen der Zeit«,
17:30 Uhr
Sonstiges
neue mitte Jena, 11 Uhr
Valentinstag
Goethe-Galerie, 13 Uhr
»Karneval«
Jenaer Karnevalsvereine präsentieren
sich
JEMBO Park, Rudolstädter Straße 93,
18 Uhr
»Menü für Verliebte«
Kath. Kirche St. Johannes Baptist,
Wagnergasse 34, 19:30 Uhr
Ökumenische Segnungsfeier zum Valentinstag für Verliebte und Paare
Region
Großeutersdorf, Militärgelände oberhalb der Gemeinde, 9 Uhr
Historische Führung
So, 15. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Foyer, 11 Uhr
»Kammermusik – Matinee des AmaliaQuartett« — Konzert
BEKENNTNISSE
Eine Teenpark-Produktion
Regie: Matthias Pick
20 Uhr, Hauptbühne
www.theaterhaus-jena.de
Vortrag, Lesung & Führung
SCHOTT Villa, Otto-Schott-Str. 13,
15 Uhr
»Forschung bei SCHOTT«
Letzte Führung! mit Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland
Samstag
14.02.15
21.00 Uhr
Eintritt frei
45
Februar 2015
Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus,
14:30 Uhr
»Die schöne Helene«
Operette für Schauspieler nach Jacques
Offenbach
In der Bühnenfassung von Peter Hacks
Theater Rudolstadt, theater tumult,
15 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr
»Was ihr wollt«
William Shakespeare
DNT Weimar, Großes Haus, 18:15 Uhr
Konzert »12350te Nacht«
Thomas Brasch mit zwei Schlagzeugen
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
20 Uhr
»Ziemlich beste Freunde«
Komödie nach dem gleichnamigen Film
von Olivier Nakache und Eric Toledano
Bühnenfassung: Gunnar Dreßler
Konzert
Rathausdiele, 11 Uhr
»Romantik versus Neoklassizismus«
6. Kammerkonzert
Stadtkirche »St. Michael«, Kirchplatz
1, 17 Uhr
Antonin Dvorák »Stabat Mater«
Konzert mit dem Jugendorchester der
Musik- und Kunstschule Jena, dem Konzertchor Wümme-Wieste e.V. und Gästen
vom Jugend-Sinfonie-Orchester BremenNord
Leitung: Martin Lentz
Ausgehen
Hörsaal 1(FSU), Carl-Zeiss-Str. 3,
14:30 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Peru – Die Weite
der Anden« mit Martin Engelmann (A)
Die »Straße des Lichts« ist ein uralter Zeremonialweg einer bis dato unbekannten,
Jahrtausende alten Kultur in Peru. Martin
Engelmann erkundet nahe der Stadt Arequipa ihre mystischen Tempelruinen. Seit
den 1990er Jahren bereist der Fotograf
Peru. Die versunkenen Anden-Reiche sind
das Herzstück seiner lebendigen Live-Reportage. Aus einer kleinen Cessna gelingen ihm sensationelle Luftaufnahmen der
2000 Jahre alten Linien von Nazca und
Palpa in der Wüste. Unterwegs auf dem
Inkaweg nach Machu Picchu erkundet er
die einstige Hochkultur. Er wandert durch
die majestätischen Cordillera Blanca
Berge, um schließlich an der Pazifikküste
Caral, die älteste Stadt Amerikas, zu erreichen.
F-Haus, 15 Uhr
Kinderfasching des LNT-Fasching
Einlass: 14 Uhr
Hörsaal 1 (FSU), Carl-Zeiss-Str. 3,
17:30 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Zu Fuß nach
Rom – 500 km auf dem Franziskusweg«
Martin Engelmann (A)
Rosenkeller, 19:30 Uhr
Comedy Lounge Jena mit Manuel Wolff,
Michael Schönen, André Kaiser,
Moderation: Vicki Vomit
Café Wagner, 20 Uhr
Improvisationstheater mit dem Rababakomplott
Vortrag, Lesung & Führung
Volkshaus Jena, 10 Uhr
31. Immobilienmesse
Hörsaal 4 (FSU), Carl-Zeiß-Straße 3,
10 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Fotoseminar Reisefotografie«
Martin Engelmann
Stadtmuseum Jena, Markt 7, 15 Uhr
»Die Sprache der Steine. Eine geologische
Entdeckungstour durch Jena«
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
KuBuS, Lobeda-West, 14 – 17 Uhr
Sonntagskaffee
Bärensaal Lobeda, Marktstraße 26,
14:31 Uhr
Kindercarneval des LCC
F-Haus, 15 Uhr
LNT-Kinderfasching
Region
Messe Erfurt, 18 Uhr
»Der große chinesische Nationalcircus«
Die verbotene Stadt
Mo, 16. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, theater tumult,
10 + 12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr
»Neumann, 2x klingeln«
Impro-Familien-Serie
Konzert
Café Wagner, 21 Uhr
»Junior (US/Berlin)
Support: Town of Saints (Solo)«
Junior, das sind Ian Fisher (Singer/
Songwriter aus Kanada) und Fabian
Kalker (Musiker und Produzent aus
Berlin). Auf ihrem Debütalbum »Self
Fulfilling Prophets« stehen Reduktion
und Klarheit im Vordergrund. Das Ergebnis: Elektro-Folk-Pop ohne jeglichen Pathos und Pomp. Fishers literarisch anmutende Texte verbinden sich
mühelos mit dem melodiösen, druckvollen Sound von Moog, Wurlitzer
Piano und Gitarre. Beeinflusst sind Junior von Depeche Mode, Joy Division,
The Beatles u. a.Live wird die Band auf
Ihrer Tour wie immer von Phil Rittmannsperger (»Phil Fill«, Schlagzeug)
und Ryan Thomas Carpenter komplettiert.
»Town of Saints« (Solo) kaum ein besserer als Harmen Rider, der einigen
von euch schon bekannt sein sollte,
wird Junior auf der Tour begleiten.
Zum 3. male wir er uns mit seinen
Scharfsinnigen Texten z.B. über die
Frage, was man am Ende seiner Zwanziger, seiner Jugend, mit sich und seinem Leben anfangen will beehren. Indie-Folk mit gefühlvollen Herz, der
neben Melancholie mit Hoffnung aber
auch Sarkasmus erfüllt ist.
Vortrag, Lesung & Führung
Braugasthof »Papiermühle«, Erfurter
Straße 102, 17 Uhr
Öffentliche Brauereiführung inkl. Bierverkostung
Ausgehen
F-Haus, 20:11 Uhr
LNT-Rosenmontags-Party
mit ROSA, Einlass: 19:30 Uhr
Sonstiges
JEMBO Park, Rudolstädter Straße 93,
15 Uhr
Faschingsbowling
Di, 17. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
15 Uhr
»Faust_Eins«
Ein Musik_Theater_Schauspiel
Johann Wolfgang von Goethe
Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus,
19:30 Uhr
»Tod eines Handlungsreisenden«
(Death of a Salesman )
Ein soziales Psychodrama von Arthur
­Miller
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Brachland« von Dmitrij Gawrisch
mit Publikumsgespräch
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
Internet leicht & verständlich
Café Wagner, 20 Uhr
Literatursalon – Buchpremiere mit Volker
Surmann
Kassablanca, 20:30 Uhr
Kino: »Die Höhle der vergessenen
Träume« (2011), R: Werner Herzog
Die Höhle der vergessenen Träume
heißt eigentlich Chauvet-Höhle und befindet sich im Süden Frankreichs. Sie
beherbergt die ältesten vom Menschen
produzierten Wandmalereien. Werner
Herzog liefert mithilfe der neuesten
3D-Technik Einblicke in diese ansonsten für die Öffentlichkeit nicht zugängliche archäologische Stätte. Dabei beschränkt sich der Film nicht nur darauf, die bemalten Wände in plastischen Bildern zu zeigen. Auch die modernen Wissenschaftler mit ihrer
Faszination für den frühen Menschen
und dessen Alltag kommen in »Die
Höhle der vergessenen Träume« zu
Wort.
AUF’S OHR #5:
KURSK-141
Lamentate aus der Barentssee
20 Uhr, Probebühne
www.theaterhaus-jena.de
Mi, 18. Februar
Theater & Bühne
Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal,
19:30 Uhr
»5. Philharmonisches Konzert«
Sofia Gubaidulina (*1931): Märchenpoem
für Orchester
Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975):
1. Violinkonzert op.77
Peter Tschaikowski (1840 – 1893):
4. Sinfonie f-Moll op.36
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
»MMM – Was bin ich?«
Die beliebte Rateshow »Heiteres Beruferaten«
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
»Kabale und Liebe«
Friedrich Schiller
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Auf’s Ohr #5: KURSK-141 – Lamentate
aus der Barentssee«
Performatives Konzert von und mit Filip
Hiemann und Gästen
Konzert
Volkshaus, 20 Uhr
»6. Philharmonisches Konzert Reihe A«
Rosenkeller, 20 Uhr
»Mantar + Black Mood«
Live in concert
Ausgehen
Café Wagner, 20 Uhr
UFC-Kino:
Kinder & Familie
Volkshaus Jena, Carl-Zeiß-Platz 15,
9 Uhr
Biboknirpse
Fingerspielen, Reimen, Liedern und Geschichten
Kinderklinik, Elternspeiseraum, Kochstraße 2, 15:30 – 17:30 Uhr
»Erste Hilfe bei Säuglingen und Kindern,
Teil 2«
Seminar der Eltern- und Babysitterschule
des UKJ
Themen: Wiederbelebung – Theorie und
praktische Übungen
Zeiss Planetarium
»Der Regenbogenfisch«, 14 Uhr
Sonstiges
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 18-20 Uhr
»Frei schreiben! Kreativ-Biografisches
Schreiben für Frauen«
Galerie pack of patches, Lutherstraße
160, 17 Uhr
15. Kreativ-Stammtisch
Kassablanca, 20 Uhr
Gereon Klug liest: »Low fidelity – Hans
E. Plattes Briefe gegen den Mainstream« Klug machte aus WerbeE-Mails eine freie Kunstform – mit Konsequenz und Dauerimperativ. Vom
»Hallo-Leute-wir-haben-neue-Platten«
zum »Butterfahrt-Reality-TV-Mash-Upinklusive-Gastkolumne-von-Tim-Mälzer«. Klingt absurd? Ist es auch. »Ich
wollte nicht die immer gleichen Sentenzen gebrauchen, warum eine
Schallplatte empfehlenswert ist oder
nicht und etwas in wenigen Sätzen abhandeln, wofür andere zwei, drei Jahre
viel Herzblut geopfert haben.« sagte
Klug kürzlich in einem Interview.
Wenn man über etwas nicht reden
kann, muss man eben nicht zwangsläufig schweigen.
46
Februar 2015
Kassablanca, 23 Uhr
Schöne Freiheit
Djs: Monkey Maffia, Metaboman
Vortrag, Lesung & Führung
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 9 Uhr
Bildbearbeitung am PC
Lutherhaus Jena, Hügelstraße 6a,
9:30 Uhr
Politiker-Anekdoten
Mittwochkreis der Ev. Erwachsenenbildung,
Referent: Ernst Werner
Dornburger Straße / Haltestelle
Scharnhorststraße, 10 Uhr
»Stromertag – Wege in Jena«
Stadtteilerkundung in Jena-Nord
Verwaltungsgebäude Am Anger 26,
Beratungsraum 1_03, 18 Uhr
Sitzung Beirat Lokale Agenda 21
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 18 – 22 Uhr
Großes Reiki-Treffen
Kinder & Familie
Frauenzentrum TOWANDA e.V.,
­Wagnergasse 25, 16 Uhr
Mutter-Kind-Töpfern
Zeiss Planetarium
»Eingefangene Sterne – Live«, 19 Uhr
Do, 19. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Großes Haus, 10:30 Uhr
»Faust. Der Tragödie erster Teil«
Johann Wolfgang Goethe
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»La Bohème«
Giacomo Puccini
Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal,
19:30 Uhr
»5. Philharmonisches Konzert«
Sofia Gubaidulina (*1931): Märchenpoem
für Orchester
Dmitri Schostakowitsch (1906-1975):
1. Violinkonzert op.77
Peter Tschaikowski (1840-1893): 4. Sinfonie f-Moll op.36
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Hamlet« von William Shakespeare
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Volkshaus, 20 Uhr
4. Orgelkonzert
Orgel: Christina Lauterbach
Klarinette: Christof Reiff
Café Wagner, 21 Uhr
LIVE on Stage: »Marceese + Evil Mr. Sod«
Vortrag, Lesung & Führung
Stadtmuseum Jena, 19 Uhr
»Die Universität Jena im Ersten Weltkrieg«
Vortrag von Dr. Stefan Gerber
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Hamlet«
William Shakespeare
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Sparkassen-Arena, Keßlerstraße 28,
19:30 Uhr
»Das Fest der Feste – Die Party geht weiter!«
F-Haus, 20 Uhr
Live: Rocknacht mit »Sandmen United &
Septic Shockers«
Einlass: 19:00 Uhr
Ausgehen
Kassablanca, 20 Uhr
Chill & Jam
»Loving Barbra, Liza, Sammy and Frank«
Zeiss Planetarium
»Unendlich und Eins«, 14 Uhr
Fr, 20. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 Uhr
»Der Zementgarten« nach dem Roman
von Ian McEwan
Theaterhaus Jena, 10:00 Uhr
Gastspiel: »Max & Moritz«
Puppenspiel für Kinder ab 4
DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr
»Wallenstein«
Friedrich Schiller
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
»König der Herzen«
Komödie von Alistair Beaton
Bühnen der Stadt Gera, Bühne am
Park, 19:30 Uhr
»Sie haben nämlich Entenfüße«
Deutsche Balladen
Rezitation: Bernhard Stengele · Klavier:
Paul Amrod
Volksbad Jena, 20 Uhr
Sidsel Storm »Nothing in Between«
Sidsel Storm ist in der internationalen
Musikszene bereits heiß begehrt. Mit
eingängigen Melodien und einer kraftvollen Stimme zieht sie das Publikum
genauso in ihren Bann wie mit ihrem
herzlichen und warmen Charakter. Seit
der Veröffentlichung ihres Debutalbums »Sidsel Storm« 2008 und
»Nothing In Between« 2013 erschien
Storm auf dem Cover der japanischen
Jazzzeitschrift Jazz Perspective und
performte in ausverkauften Häusern in
den USA, Deutschland, Thailand,
Japan und Schweden. Ein Zukunftsausblick: Für Storm geht das Leben mit
Vollgas weiter – Erfolg motiviert weiterhin auf der Überholspur zu verweilen.
Info-Veranstaltung zu neuem WaldWeiSe-Projekt
»Waldzeit mit Musik im Alter«.
Wald und Musik können Freude und Entspannung in Ihr Leben
zaubern! 2015 wird mit »WaldWeiSe – Systemische Prozessgestaltung in der Natur« eine Möglichkeit geschaffen, mit
kompetenter Unterstützerkraft einen oder mehrere Waldtage
zu erleben. Ausgerichtet sind diese Ausflüge insbesondere auf
all jene Menschen, die wegen ihrer Gebrechlichkeit nicht mehr
allein das Haus verlassen können, zudem auf Hilfe von außen
angewiesen sind – aber dennoch nicht auf das Lebensfreude
spendende Grün des Waldes verzichten möchten.
Um das Projekt vorzustellen, lädt WaldWeiSe alle Interessierten am 27. Februar um 10 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein.
www.waldweise-jena.de
Theater & Bühne
Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 16 Uhr
PREMIERE: »Geschichten gegen die
Angst«
(ab 5 Jahren)
Nach »Geschichten für die Kinderseele«
von Linde von Keyserlingk
Theaterhaus Jena, 16 Uhr
Gastspiel: »Anatolis musikalischer Zirkus.«
Musikalisches Varietè für die ganze
­Familie
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
Musiktheater »Die Räuber« (I Masnadieri)
Giuseppe Verdi
Bühnen der Stadt Gera, Bühne am
Park, 19:30 Uhr
»Amphitryon«
Ein Lustspiel nach Molière von Heinrich
von Kleist
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
20 Uhr
PREMIERE: »Glück – Le Bonheur«
Komödie von Eric Asous
DNT Weimar, Junges DNT, Studio­
bühne, 20 Uhr
»Das Ding«
Philipp Löhle
Theaterhaus Jena, 20Uhr
»Hamlet«
William Shakespeare
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Alles in Butter«
Konzert
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
»5. Sinfoniekonzert«
»Spätwerk und Reife« – Werke von Schumann, Mozart und Brahms
Ausgehen
Kassablanca, Turmbühne, 18 Uhr
»Finde deine Szene«
Waldzeit
27.02.2015, 10 Uhr im Physioaktivzentrum Antje ­Müller,
Holzmarkt 9, 2. Etage (Fahrstuhl vorhanden)
Sa, 21. Februar
Café Wagner, 22 Uhr
Party: Rocksteady/Soul
Rosenkeller, 23 Uhr
»Schwarz – Koopmann – Techno - Kooperation«
Kinder & Familie
Volkshaus Jena, 17 Uhr
»Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag
Sonstiges
Café Lenz, Schenkstraße 21, 19:30 Uhr
»Mahlzeit – Berühmte Thüringer bitten zu
Tisch«
Lesedinner mit dem Autorenduo Barbara
Kösling & Christian Hill und
4-Gang-Menü nach historischen Rezepten.
Angergymnasium Jena, Karl-Liebknecht-Straße 87, 20:30 Uhr
Frauenvolleyball
Volkshaus Jena, 20 Uhr
Lily Dahab »Huellas«
Klangwelten Argentiniens
Die musikalischen Pole argentinischer
Klänge liegen immens weit auseinander, Tango und Folklore, tiefgehende
Songwriterpoesie, nationaler Rock – all
diese Stile haben ihre Spuren (span.
»huellas«) in der Musik von Lily Dahab
hinterlassen. In einer kongenial erfrischenden Verbindung mit dem Jazz findet die leidenschaftliche Sängerin und
Wahlberlinerin auf ihrem neuen Album
zu ihrer Heimat Buenos Aires zurück,
und dies mit einer Ausnahmestimme,
die die Badische Zeitung als »leuchtenden Honig« pries.
F-Haus, 20 Uhr
Live: »JOAN ARMATRADING«
Einlass: 19 Uhr
Ausgehen
Stadtteilzentrum LISA, Lobeda-West,
21 Uhr
Familientanz
Café Wagner, 22 Uhr
Party: Optical Sounds #9
Kassablanca, 23 Uhr
Elektronacht
F-Haus, 23 Uhr
Pump up the 90’s – Die 90er Jahre Party
47
Februar 2015
Best of 90’s Sound & Visions
+ L.E. Gogos + special priced 90’s drinks
Rosenkeller, 23 Uhr
Nightclubbing
Vortrag, Lesung & Führung
Optisches Museum, 11:30 Uhr
Rundgang durch die Historische ZeissWerkstatt 1866
Jena Tourist-Information, Markt 16,
20 Uhr
Kostümführung »Galgen, Gassen & Ganoven«
Fuchsturm Jena, 20 Uhr
»Heul doch Wessi« & »Schnauze Wessi«
Holger Witzel liest aus seinen Büchern
Kinder & Familie
Reitsportzentrum Jena, Im Wehrigt 10,
10 Uhr
»Märchenstunde« mit Kinderreiten
Zeiss-Planetarium, 11 Uhr
»Der Kleine Tag – Familienmusical«
Wusstet Ihr eigentlich, dass im Lichtreich
der Sterne die Tage zuhause sind? Alle
Tage leben dort: der Tag von gestern, von
morgen, von nächster Woche oder von
nächstem Jahr.
Sonstiges
Innenstadt Jena, 8 Uhr
Trödelmarkt
Wilhelmshöhe, Burgweg 75, 18:30 Uhr
»Seidenstrasse Abend«
mit Buffet, Bauchtanz und Themenritualen
DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 20 Uhr
»Das Ding« — Philipp Löhle
Konzert
Volkshaus, 15 Uhr
»3. Kaffeekonzert« — Teuflisch gut!
Kirche Jena-Göschwitz, Unter der
­Kirche, 18 Uhr
Orgelpfeifen singen und tanzen
mit Felix Reuter
Vortrag, Lesung & Führung
Döbereiner Hörsaal, Am Steiger 3,
17 Uhr
»Allgäu – Wandertrilogie im Dreiklang mit
der Natur«
Referent: Klaus-Peter Kappest (Blickpunkt
Erde)
Kinder & Familie
IMAGINATA, 10 – 18 Uhr
Stationenpark geöffnet
KuBuS, Lobeda-West, 10 Uhr
Familienkino: »Lauras Stern und die
Traummonster«
Cafè Lenz, Schenkstraße 21, 10 Uhr
Winterbrunch mit Märchenstunde
Generationenzentrum Mittendrin,
10 – 14 Uhr
»Kinderakademie: HipHop mit der Bewegungsküche e.V.«
(fürs Kids ab 6 Jahre geeignet)
Café Wagner, 11 Uhr
Wagnerbrunch
Sport
Sparkassen-Arena, 19 Uhr
Science City Jena – ETB Wohnbau Baskets
Essen
Heimspiel in der 2. Basketball Bundesliga
ProA
Region
Großkröbitz, Galerie Plinz, 20 Uhr
»Cat Henschelmann«
So, 22. Februar
Theater & Bühne
Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr
»Geschichten gegen die Angst« (ab 5 Jahren)
Nach »Geschichten für die Kinderseele«
von Linde von Keyserlingk
Theater Rudolstadt, Schillerhaus,
10 Uhr
»Theaterfrühstück bei Schiller«
Premierenmatinee
DNT Weimar, Foyer, 11 Uhr
Matinee zur PREMIERE »Wie werde ich
reich und glücklich«
Musiktheater
Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus,
14:30 Uhr
»Iphigenie auf Tauris«
Oper in vier Akten von Christoph Willibald Gluck
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
15 Uhr
»Faust_Eins«
Ein Musik_Theater_Schauspiel
Johann Wolfgang von Goethe
Bühnen der Stadt Gera, Bühne am
Park, 19:30 Uhr
»Auf den Spuren des Solo Jazz-Klaviers«
Ein listig-musikalischer Vortrag über das
Leben der Jazz-Pianisten
Klavier: Paul Amrod
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
20 Uhr
»Glück – Le Bonheur«
Komödie von Eric Asous
Region
Bad Sulza, Toskana Therme, 12:30 Uhr
Literarischer Aufguss
Weimar, ccn-Weimarhalle, 19:30 Uhr
»5. Sinfoniekonzert der Staatskapelle
Weimar«
Messe Erfurt, 20 Uhr
»ABBA THE SHOW«
Mo, 23. Februar
Konzert
Rosenkeller, 20 Uhr
»Radio Havanna + Alex Mofa Gang«
»Unsere Stadt brennt« Release Tour
Punkrock
Volkshaus Jena, 20 Uhr
»Immer wieder Sonntags – unterwegs«
präsentiert von Stefan Mross und vielen
Stars
Ausgehen
Café Wagner, 19 Uhr
Film und Gespräch »Being and Becoming«
Region
DNT Weimar, ccn-Weimarhalle,
19:30 Uhr
»5. Sinfoniekonzert der Staatskapelle
Weimar«
Di, 24. Februar
Volksbad Jena, 11 Uhr
»Der goldene Schlüssel«
Eine märchenhafte Clownsgeschichte
Es ist zum Verzweifeln! Wie soll Adelind Blütenweiss die Liebreizende ihren
Prinzen finden, wenn dieser na, dieser
ääh, dieser Dingsdabumms an ihrer
Seite immer alles vermasselt?
Alles geht schief, dabei ist sie doch die
perfekte Prinzessin. Doch dann funkelt, glänzt, blinkt etwas. Glitzert und
flimmert. Ein Schlüsselchen!? Was
man wohl damit aufschließen kann?
Zwei Schelme jagen sich durch die verrückte Wunderwelt der Grimmschen
Märchen; zaubern mit Wort und Pantomime Geschichten von Angebern und
Angsthasen, Machern und Maulhelden,
von Großkotz und Kleinmut.Die poetische Sprache des Berliner Autors Gerd
Knappe ergänzt das fantasievolle Spiel
von Andrea Post und Tim Schreiber,
die mit ihrer fünften Kindertheaterproduktion Menschen ab 4 begeistern.
Stadtmuseum Jena, 11 Uhr
»Warum stehen die Kinder mit dem
Eimer auf dem Stuhl?«
Eine Geschichte der Fotografie für Kinder
Im Rahmen der Ausstellung: »Wozu Bilder? Gebrauchsweisen der Fotografie«
Stadtmuseum,12 – 14 Uhr
Offene Werkstatt
Sonstiges
Burgaupark Jena, 9 Uhr
Hochzeitsmesse mit Modenschauen
Sport
Ernst-Abbe-Sportfeld, Oberaue 3,
14 Uhr
FF USV Jena – SGS Essen
Heimspiel in der Frauenfußball-Bundesliga
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
10 + 12 Uhr
»Der Zauberlehrling und sein Handschuh«
Ein Schiller-Goethe-Balladenabend
DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 + 19 Uhr
»HELDEN! Oder warum ich einen grünen
Umhang trage und gegen die Beschissenheit der Welt ankämpfe.«
Karen Köhler
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
»Killer Joe«
Tracy Letts
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Bekenntnisse«
Eine Teenpark-Produktion
Konzert
Volkshaus Jena, 20 Uhr
»Lyambiko« – Female Jazz Voices
Die deutsche Jazzsängerin Lyambico –
die Sängerin des Jahres 2011 – stellt ihr
aktuelles Album »Muse« vor, in dem
sie ausschließlich Lieder von Frauen
singt. Mit ihren drei Begleitern schafft
sie durch vokale Farbwechsel und
einer künstlerischen Offenheit ohne
festgelegte Kategorien eine Nähe zum
Publikum, die ihre warme, packende
Stimme und den groovenden Bandsound lieben. Nicht umsonst zählt sie
zu den »zeitlosen« Stimmen des Jazz.
Vortrag, Lesung & Führung
Thüringer Sozialakademie,
Am Stadion 1
»25. Baum- und Bodenseminar«
In zwei ganztägigen Workshops geht es
dieses Jahr um den Umgang mit der VOB
und die Sicherheit auf Kinderspielplätzen.
Haus 4 (EAH Jena), Carl-Zeiss-Promenade 2, 10 Uhr
Vorführungen der Historischen Automatendreherei
Ausgehen
Café Wagner, 18 Uhr
Bar-Abend
Kassablanca, 20:30 Uhr
Kino:»The Deep« (Island 2012),
R: Baltasar Kormakur
Die Nordsee vor Islands Küste im Winter
1984: Es sollte eine Ausfahrt wie immer
werden für einen Fischkutter und es
wurde die letzte. Kurz vor den für ihre
felsigen Gewässer bekannten Westmännerinseln verhakt sich das Schleppnetz
im Untergrund und bringt das Schiff zum
Kentern. Ein Teil der Mannschaft ertrinkt
direkt. Den anderen steht ein Tod durch
Unterkühlung in den eisigen Fluten bevor.
Doch wie durch ein Wunder erreicht
Crew-Mitglied Gulli das rettende Ufer. Als
einziger Überlebender sieht er sich mit
einer zweifelhaften Gnade konfrontiert.
Rosenkeller, 23 Uhr
AfterThULB Party
Kinder & Familie
Kinderklinik, Elternspeiseraum, Kochstraße 2, 15:30 – 17 Uhr
»Allergieprävention bei Säuglingen und
Kindern aus ernährungswissenschaftlicher Sicht«
Seminar der Eltern- und Babysitterschule
des UKJ
Referent: Kahtrin Schönherr, Dipl. troph
Aktuelle Empfehlungen zur Allergieprävention
Mi, 25. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 Uhr
»HELDEN! Oder warum ich einen grünen
Umhang trage und gegen die Beschissenheit der Welt ankämpfe.« Karen Köhler
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
10 + 12 Uhr
»Der Zauberlehrling und sein Handschuh«
Ein Schiller-Goethe-Balladenabend
Theater Rudolstadt, Theater Tumult,
10 + 12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, e-werk, 19 Uhr
»Let’s talk about Sex & Politics: Hass.«
mit einem Aussteiger aus der rechtsextremen Szene, Andreas Speit, und Schauspieler Jonas Schlagowsky
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Faust. Der Tragödie erster Teil«
Johann Wolfgang Goethe
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
»Bekenntnisse«
Eine Teenpark-Produktion
Ausgehen
Café Wagner, 20 Uhr
UFC – Kino
Kassablanca, Turmbühne, 20 Uhr
Punkrockkaffee
Live: »Ugly Hurons«
48
Vortrag, Lesung & Führung
Thüringer Sozialakademie,
Am Stadion 1
25. Baum- und Bodenseminar
In zwei ganztägigen Workshops geht es
dieses Jahr um den Umgang mit der VOB
und die Sicherheit auf Kinderspielplätzen.
Lutherhaus Jena, Hügelstraße 6a,
9:30 Uhr
»Mehr Licht – das Lebenswerk des Franz
Itting« — Dokumentarfilm
Referent: Roman Grafe
Bushaltestelle Mühltal / Papiermühle
(Linie 16), 10 Uhr
Wanderung: Papiermühle – Kahles Höhe –
Otto Schott Platz – Haeckel Stein - Lichtenhain,
Hörsaal 24 (FSU), Fürstengraben 1,
16 Uhr
Seniorenkolleg »Das Ideal und das
Leben«
Dr. Helmut Hühn (FSU Jena)
Klinikum Lobeda, Hörsaal 1, Erlanger
Allee 101, 19 Uhr
»Leukämien: Krankheitsbild und moderne Therapieverfahren«
Jenaer Abendvorlesung der GesundheitsUni
Referent: Prof. Dr. Paul La Rosee, Klinik
für Innere Medizin II
Volkshaus Jena, 20 Uhr
Lesung mit Roland Jahn: »Wir Angepassten – Überleben in der DDR«
Zur Wahl gehen oder den Studienplatz
riskieren? Den Kontakt mit der Tante im
Westen abbrechen oder den beruflichen
Aufstieg gefährden? Solchen und ähnlichen Fragen haben sich viele Menschen
in der DDR stellen müssen. Roland Jahn,
selbst ein »Rädchen im Mechanismus der
Diktatur« bevor er sich verweigerte, erzählt von den Zumutungen des Alltags in
der DDR. Und er fragt, warum sich so
viele den Vorgaben des SED-Staates angepasst haben. Wie groß war letztlich der
Spielraum, den der Einzelne hatte? »Ich
will vor allem Mut machen zu erzählen.
Weniger werten und voreilige Schlüsse
ziehen als vielmehr ein offenes Gespräch
führen. Denn es gibt keine allgemein gültige Norm über das richtige Verhalten in
einer Diktatur.«
Kinder & Familie
Kinderklinik, Elternspeiseraum, Kochstraße 2, 15:30 – 17 Uhr
»Buchstabensalat und Zahlendreher«
Wenn Lesen, Schreiben oder Rechnen in
der Schule zum Problem wird.
Seminar der Eltern- und Babysitterschule
des UKJ
Referent: Antje Kaden, autorisierte ORTHOLOGIX-Lerntherapeutin
Do, 26. Februar
Theater & Bühne
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
10 Uhr
»Der Zauberlehrling und sein Handschuh«
Ein Schiller-Goethe-Balladenabend
Theater Rudolstadt, Theater Tumult,
10 + 12 Uhr
»Patricks Trick«
Stück von Kirsto Sagor (10+)
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»HOFMEISTER« – Vorteile der Privaterziehung
Donnerstag, 26.02.2015, 20 Uhr
»die sieben wunder des sozialismus«
Lesung aus Texten von Ronald M. Schernikau
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Frauentagsprogramm«
Februar 2015
Konzert
Kassablanca, 20 Uhr
»Team Me« (NOR) — + Support
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Frauentagsprogramm«
Konzert
Volkshaus, 20 Uhr
»5. Philharmonisches Konzert Reihe C«
Rosenkeller, 21 Uhr
»Cowboy Bob & Trailer Trash + The
2930s«
Rockabilly * Hillbilly * Country
Sa, 28. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr
»Disney in Concert – Fantasia«
Filmkonzert der Staatskapelle Weimar
Ausgehen
Vortrag, Lesung & Führung
Thüringer Sozialakademie,
Am Stadion 1
»25. Baum- und Bodenseminar«
Dornburger Straße / Haltestelle
Scharnhorststraße, 8 Uhr
»Stromertag: Berg- und Talwege«
Über den Kospoth ins Leutratal und zurück
Bildungslücke e.V., Anna-SiemsenStraße 41, 8:30 Uhr
»Rechts- und Sozialberatungstag«
Unklarheiten bei Fragen zu Rente, Bürgerlichem-, Sozial- oder Arbeitsrecht? Sie erhalten Antragshilfe & Bescheidprüfungen
durch Rechtspfleger der Ombudsstelle
Jena.
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, CarlZeiss-Promenade 2, 14:30 Uhr
»Lichtstadt Jena 2015: Jugend forscht«
2. Regionalwettbewerb Jena
Raum 316 (FSU), Carl-Zeiss-Straße 3,
19:30 Uhr
»Ornithologische Erlebnisse auf Helgoland«
Vortragsabend: Frau Heidrun Wolfram
Ausgehen
Café Wagner, 21 Uhr
Smells like Rap – freestyle cypher
Sonstiges
FreiRaum Jena e.V. im Kulturbahnhof,
16 Uhr
»Jenaer Reparier-Café«
Stuhlbein wackelt? Toaster kaputt? Kabelbruch oder löchrige Kleidung? Helfen
wir uns doch gegenseitig! Das ReparierCafé ist ein monatliches Treffen zum gemeinsamen Reparieren, gegen den Trend,
defekte Geräte einfach wegzuwerfen und
für Hilfe zur Selbsthilfe. Gemeinsam mit
unseren ehrenamtlichen »Experten«
könnt ihr eure lieb gewonnenen Geräte
wieder zum Leben erwecken. Ob jung
oder alt – eingeladen ist jeder, mit seinen
reparaturbedürftigen Schätzen vorbei zu
kommen.
Fr, 27. Februar
Theater & Bühne
DNT Weimar, e-werk, 11 Uhr
»Kabale und Liebe« — Friedrich Schiller
DNT Weimar, Großes Haus, 19:30 Uhr
»Disney in Concert – Fantasia«
Filmkonzert der Staatskapelle Weimar
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
»König der Herzen«
Komödie von Alistair Beaton
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
VORAUFFÜHRUNG: »Die lustigen Weiber
von Windsor« — Komisch-fantastische
Oper von Otto ­Nicolai Libretto von Salomon Hermann Mosenthal
Theaterhaus Jena, 20 Uhr
Theatertag
»Detroit« von Lisa D’Amour
mit Publikumsgespräch
Kassablanca, 20 Uhr
Audiolith präsentiert:
»Feine Sahne Fischfilet«
Was für ein bekloppter Name, was für
eine authentische Band.
Mit »Wut, Herz und Haltung«, Pfeffi en
masse, einer ordentlichen Portion Antifaschismus und ihrem neuen Album
»BLEIBEN ODER GEHEN« sind sie auf
Tour und kommen heute ins Kassa.
Purer Punkrock. Mit Blasmusik und
eindeutigen Texten, die den Nerv treffen und Mut machen. Ein Konzert als
Krafttankstelle. In Zeiten, in denen
tausende gegen die vermeintliche Islamisierung Deutschlands auf die Straße
gehen, wieder Flüchtlingsheime brennen und Rassismus Teil der Alltagskultur in Deutschland geworden ist. Gönnen wir uns eine kleine Auszeit vom
täglichen Kampf und lassen uns einen
Abend lang von den 6 Jungs von
»Feine Sahne Fischfilet« und der Lust
auf Veränderung treiben. Auf einen
grandiosen Absturz, auf eine Nacht
voller Musik, auf die Gewissheit am
Morgen danach, das es mit neuer Kraft
weitergeht.
Café Wagner, 22 Uhr
Party: Funk Soul Nighter + LIVE-Band
F-Haus, 22Uhr
»ATEMLOS DURCH DIE NACHT«
Musik: Schlager / Discofox / NDW /
­Fetenhits
Vortrag, Lesung & Führung
Thüringer Sozialakademie,
Am Stadion 1
»25. Baum- und Bodenseminar«
Kinder & Familie
Volkshaus Jena, 17 Uhr
»Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am
­Freitag
Sonstiges
JEMBO Park, Rudolstädter Straße 93,
15 Uhr
»Discobowling«
mit DJ, tollen Spielen und Gewinnen
Närrische
Nacht
Bühnen der Stadt Gera, Sonderveranstaltung, Großes Haus, 19:30 Uhr
THEATERBALL »Gerlinale – Filmstars
auf dem roten Teppich«
Schauspieler, Tänzer, Sänger, Musiker
und Puppenspieler präsentieren Highlights aus filmischen Meisterwerken im
Galaprogramm. Zum Tanz spielen das
Philharmonische Orchester und das
Metropolitan Jazz Orchestra auf.
Schlemmen Sie am reichhaltigen Buffet und flanieren Sie durch das stimmungsvolle Ambiente mit vielen Überraschungen.
Theater Rudolstadt, Großes Haus,
19:30 Uhr
PREMIERE: »Die lustigen Weiber von
Windsor«
Komisch-fantastische Oper von Otto
­Nicolai Libretto von Salomon Hermann
Mosenthal
Theater Rudolstadt, Schminkkasten,
20 Uhr
»Das Lächeln der Frauen«
Komödie nach dem gleichnamigen
Roman von Nicolas Barreau
Bühnenfassung: Gunnar Dreßler
DNT Weimar, e-werk, 20 Uhr
»Radio Cooperativa«
Kevin Rittberger
Theaterhaus Jena, 2015, 20 Uhr
»Detroit« von Lisa D’Amour
Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr
»Frauentagsprogramm«
Vortrag, Lesung & Führung
Botanischer Garten, Fürstengraben
26, 10 Uhr
»Nadelgehölze in den Gewächshäusern
und im Freiland des Botanischen Gartens«
Leitung: Burkhard Witt
Treffpunkt: Eingang Gewächshäuser
Jena Tourist-Information, Markt 16,
20 Uhr
Kostümführung »Dem Turme geschworen …«
Konzert
F-Haus, 19:30 Uhr
Live: »JOACHIM WITT«
Einlass: 19 Uhr
SAUNANACHT
27. Februar 2015, 20 bis 1 Uhr
• Närrisches mit dem „Kleinkunsttheater Hironimus“
• vielfältige Aufgüsse
• Wellness: Hot-Stone-Rücken-Massage
(60 min) für 55 €
Jenaer Bäder & Freizeit GmbH
Telefon: 03 6 4 1 4 2 9 -23 1
49
Februar 2015
Veranstaltungsadressen
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Am 11. März 2015 öffnen über 1.000 Unternehmen in
Sachsen-Anhalt und Thüringen die Türen, lassen Dich
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Traumberuf. Das bringt Dich weiter.
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Ausgehen
Steigenberger Esplanade Jena, 19 Uhr
»Musikalisches Tafelkonfekt«
Hörsaal 1 (FSU), Carl-Zeiss-Str. 3,
20 Uhr
Lichtbildarena Spezial: »Around the
World – Weltreise mit 25 Wohnmobilen«
Konstantin Abert
Café Wagner, 22 Uhr
Party: A Night of Classical HipHop –
LIVE: »TAPE THAT + DJs«
Rosenkeller, 23 Uhr
Nightclubbing
Kassablanca, 23 Uhr
Überschall
Volkshaus Jena, 20 Uhr
Konstantin Wecker »40 Jahre Wahnsinn«
Bühnenjubiläumstour 2014/2015
Ob mit Band, Streichorchester, im Duo
mit Jo Barnikel oder solo am Flügel,
seit vier Jahrzehnten gibt der Musiker
in Deutschland, Österreich, Italien,
Schweiz und Luxemburg Konzerte. So
lange wie kaum ein anderer seiner Kollegen. Missen möchte er keine Minute
davon, denn Konstantin Wecker hat
sein Leben der Musik gewidmet – und
damit auch seinen Anhängern: »40
Jahre auf der Bühne zu stehen ist
Wahnsinn. Und zwar der schönste
Wahnsinn, den man sich vorstellen
kann.« Aus diesem Grund hat der
deutsche Liedermacher seine Bühnenjubiläumstour auch schlicht »40 Jahre
Wahnsinn« getauft. In seinem neuen
Programm wird er die Stationen seiner
Karriere Revue passieren lassen. Natürlich werden auch seine Klassiker erklingen. Ein wahrlich wahnsinniges Jubiläum, welches er im Februar 2015
mit seinen Jenaer Fans feiern wird.
Kinder & Familie
Reitsportzentrum Jena, Im Wehrigt 10,
10 Uhr
»Märchenstunde« mit Kinderreiten
THALIA-Buchhandlung (neue mitte),
11 Uhr
»Der kleine Drache Kokosnuss ist zu Besuch«
Wollt Ihr mit dem Drachen Kokosnuss ein
bisschen malen? Er lässt sich auch gern
mit Euch fotografieren.
Sport
Universitätssportzentrum, Oberaue 1,
14:30 Uhr
USV Jena – Berliner SC
Rugby-Heimspiel 2. Bundesliga
Kartbahn Jena, Wiesenstraße 104,
18 Uhr
2. Kart Challenge
Zeiss-Planetarium
Konzert mit »Bernd Kistenmacher«,
20 Uhr
Elektronische Musik - Laser - Visuals!
adressen Jena
Café Wagner Jena e. V.
Wagnergasse 26
Telefon: 036 41-47 21 53
www.wagnerverein-jena.de
Ernst Abbe Bücherei
Carl-Zeiß-Platz 15
Telefon: 036 41-49 81 52
www.stadtbibliothek.jena.de
F-Haus
Johannisplatz 14
Telefon: 036 41-55 81 11
www.f-haus.de
Jenaer Philharmonie
im Volkshaus Jena
Carl-Zeiß-Platz 15
Telefon: 036 41-49 81 15
www.philharmonie.jena.de
Kassablanca Gleis1
FelsenkellerStr. 13a
Telefon: 036 41-28 26 0
www.kassablanca.de
Kulturbahnhof im Saalbahnhof
Spitzweidenweg 28
Telefon: 0178-479 59 95
www.kulturbahnhof.org
KuBuS
Theobald-Renner-Straße 1 a
Telefon: 036 41-53 16 55
www.kubus.jena.de
Kurz & Klein Kunstbühne
Teutonengasse 3
Telefon: 036 41-22 14 90
www.kurz-und-kleinkunst.de
Optisches Museum
Carl-Zeiß-Platz 12
Telefon: 036 41-44 31 65
www.optischesmuseum.de
Rosenkeller e. V.
Johannisstraße 13
Telefon: 036 41-93 11 90
www.rosenkeller.org
Ricarda-Huch-Haus
Löbdergraben 7
Telefon: 036 41-82 84 86
www.ricarda-huch-haus.de
Theaterhaus Jena
Schillergäßchen 1
Telefon: 036 41-88 69 0
www.theaterhaus-jena.de
Volksbad
Knebelstraße 10
Telefon: 036 41-49 82 90
www.volksbad.jena.de
Volkshaus
Carl-Zeiß-Platz 15
Telefon: 036 41-49 81 80
www.volkshaus-jena.de
Volkshochschule Jena
Grietgasse 17 a
Telefon: 036 41-49 82 00
www.vhs-jena.de
Villa Rosenthal
Kahlaische Straße 6
Telefon: 036 41-49 82 71
www.villa-rosenthal-jena.de
Galerien und Kunst
Galerie Kunsthof
Jena e. V.
Ballhausgasse 3
Telefon: 0178 — 14 56 704
www.kunsthof-jena.de
galerie pack of patches
Lutherstraße 160
Telefon: 036 41-54 34 57
www.packofpatches.com
Galerie eigenSinn
Wagnergasse 36
Telefon: 036 41-42 66 82
www.eigensinn.de
Kunsthandlung
Huber-Treff
Charlottenstraße 19
Telefon: 036 41-44 28 29
www.huber-treff.de
Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena
Markt 7
Telefon: 036 41-49 82 61
www.stadtmuseum.jena.de
Salon der Künste
Lutherstraße 7
Telefon: 036 41-41 00 81
Galerie Schwing
Johannesplatz 10
Telefon: 036 41-44 92 08
www.galerie-schwing.de
adressen Region
Thüringer Landestheater
Rudolstadt
Anger 1, 07407 Rudolstadt
Telefon: 036 72-42 27 66
www.theater-rudolstadt.com
Theater Gera
Theaterplatz 1
07548 Gera
Telefon: 0365-827 91 05
www.tpthueringen.de
Puppentheater Gera
Gustav-Hennig-Platz 5
07545 Gera
Tel. 0365-827 91 05
www.tpthueringen.de
Deutsches National­
theater (DNT) Weimar
Theaterplatz 2
99401 Weimar
Telefon: 036 43-75 50
www.nationaltheaterweimar.de
Jugend- und Kultur­
zentrum mon ami
Goetheplatz 11
99423 Weimar
Telefon: 036 43-84 77 0
www.monami-weimar.de
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i. S. d. P. Florian Görmar
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Titel: Audiolith, Wikipedia, Ralph Seide
Seite 3: Michael Stocker, Wikipedia
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Anzeigen- und Redaktionsschluss
13.02.2015 für die Märzausgabe 2015
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weiterverwendet werden. Gerichtsstand ist Jena. Es gelten die
Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
50
Februar 2015
| wir fragen, jena antwortet |
Jena anonym: Stell dir vor, dir würde eine Tarnkappe in die
Hände fallen … Was würdest Du damit tun?
Interviews und Schnappschüsse:
Anna-Maria Schmidt
C. P., 37
M.H., 32
A.B., 35
Finanzwirt
Studentin
Student
Das Erste, was mir da einfällt: Ich möchte
gern Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung (Schwester, Ex-Freundin, Eltern) bei
Gesprächen zuhören. Da die Situation aufgrund eines Familienkonfliktes momentan
ziemlich angespannt ist, würde ich gerne
herausfinden, was sie über mich denken und
reden. Natürlich würde ich auch alle Banken
ausrauben — vor allem die Sparkasse, diese
Verbrecher — aber ich würde das Geld nicht
selbst behalten, sondern für gute Zwecke verwenden (Krankheiten heilen, Armut lindern
etc.). Außerdem könnte ich, mit einer Tarnkappe bewaffnet, jedes hübsche Mädchen
auf der Straße küssen, ohne eine Ohrfeige zu
bekommen.
Ich würde mich im Dunstkreis meines ExFreundes einnisten und ihm das Leben zur
Hölle machen! Reißzwecken und zerbrochenes Glas am Boden, wenn er aus der
Dusche kommt, Wohnungsschlüssel entführen, Brechmittel in sein Essen rühren, seine
Konto-PIN-Nummer ausspionieren und dann
sein Konto leerräumen, ihm irgendwas Ekliges ins Bett tun, wenn er schläft und seine
Beziehungen sabotieren … Die Möglichkeiten
sind zahlreich und verdient hätte er das alles
und noch viel mehr!
Zum Schabernack treiben wäre das sicherlich lustig, z. B. meinem Mitbewohner die
Hose runterziehen oder ständig Türen öffnen
und schließen … Aber nur zuhause und nicht
in der Öffentlichkeit, denn ich möchte ihn ja
nicht bloß stellen. Ich würde die Tarnkappe
auch nicht für moralisch verwerfliche Zwecke benutzen wie Banküberfälle, Stalking
oder für Verbrechen allgemein. Auch diese
für meine eigenen Vorteile zu benutzen, wäre
nichts anderes als Selbstbetrug. Ich würde
das immer wissen und könnte mich am erschwindelten Erfolg bzw. Geld nicht erfreuen.
R.P., 31
A.B., 26
M. E., 24
Studentin
selbständig
Student
Mit einer Tarnkappe würde ich Gespenst spielen. Dann könnte ich mal ein wenig meinen
kleinen Bruder erschrecken, der sich ab und
an ein bisschen zu cool vorkommt. Über die
Tarnkappe würde ich ein weißes Bettlaken
hängen, mit meinem Schlüsselbund rasseln,
unheimliche Laute von mir geben und das
Licht abwechselnd an- und ausschalten. Eine
noch größere Freude wäre es, einfach so in
ein Flugzeug einzusteigen und in den Urlaub
zu fliegen, irgendwohin, wo es warm ist. Natürlich sollte der Flug auch so richtig was kosten, sonst lohnt sich das ›Schwarzfliegen‹ ja
gar nicht! Meinem Bruder würde ich aus dem
Urlaub eine Karte schreiben.
Da man ja so ausgestattet nie wieder arbeiten
gehen müsste, weil man sich alles, was man
will, zu jeder Zeit nehmen kann, kann man ja
seinen Job aufgeben und für den Rest seines
Lebens rumreisen und sich ’nen Fetten machen. Wenn mir das süße Leben zu langweilig werden sollte, kann ich nebenbei Verbrechen bekämpfen, politische Machenschaften
aufdecken und Menschen in Not helfen. Auch
wäre es sicherlich unterhaltsam, irgendwelchen Fernsehstars Streiche zu spielen …
Wenn ich mich mit einer Tarnkappe unsichtbar machen könnte, würde ich in Tierversuchslabore und Schlachthöfe einsteigen
und die Tiere befreien. Das scheint mir am
sinnvollsten, da das Leiden dieser Tiere immens ist und ich an dieser Stelle mit meiner
Tarnkappe etwas Gutes bewirken könnte,
ohne juristische Konsequenzen befürchten zu
müssen. Mein polizeiliches Führungszeugnis
ist momentan noch jungfräulich und ich denke, das sollte für meine Lebensplanung auch
so bleiben.
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Seele and Geist
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