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(In)effizienzgesetz - über Pensionsreform: Info

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Das
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Die Zeitung der Wirtschaftskammer Steiermark · 14. Jahrgang
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
14 Millionen Menschen besuchten 2014 die heimischen
Kinos. Das heurige BlockbusterJahr bringt viele Highlights.
Seiten 4–5
Was uns in Zukunft
bewegen wird
Trendforscher Matthias Horx im
Interview, wie wir leben werden
und wo er die größten Chancen
für die Wirtschaft sieht.
Seiten 8–9
Was steirische Hilfe
bewirken kann
In Bosnien baut die Caritas
nach der Flut mit Spenden aus
der grünen Mark ganze Lebensgrundlagen wieder auf.
So meistern Sie das
(In)effizienzgesetz
Mit 31. Jänner wird das umstrittene Energieeffizienzgesetz – trotz zahlreicher
„Baustellen“ – schlagend. Was Betriebe wissen und beachten müssen. S. 14–15
Seiten 18–19
Was Payer Medical
in Graz vor hat
Am neuen Produktionsstandort
übernimmt das Unternehmen
50 Experten von Pharmariesen
und Abwanderer Roche.
Seite 20
Darf´s ein Achtel
mehr sein?
Februar-Aktion Inserat 1/8 Seite
(98x62 mm) statt € 793,Infos und Buchung: 0664/4671012
€ 490,zzgl. 5% MWst. und 20% USt.
Foto: BilderBox
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Was das Filmjahr
heuer bringt
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
2 · Steirische Wirtschaft
Magazin
Inhalt
Themen der Woche
Editorial
‣ 4–13
Foto: GEPA
Arbeitsmarkt: Jeder dritte Betrieb hat vor,
Jobs abzubauen. Was man abseits der Konjunktur für den Jobmarkt tun kann. ‣ 6–7
WM-Erfolg: Eine Millionen-Investition und
50.000 Besucher bei der WM am Kreischberg freuen die gesamte Region. ‣ 12
Service
‣ 14–16
Meeting: Der neue Besprechungsraum für
Unternehmer in der WKO ist eine erstklassige
und für Mitglieder kostenlose Adresse. ‣ 16
Branchen
‣ 20–24
In eigener Sache
Von Chefredakteur Mario Lugger
Wir werden stets Sprachrohr, Leistungsschau und helfender Begleiter der
steirischen Unternehmer sein – dieses
Versprechen habe ich Ihnen, werte Leser,
zum Relaunch Ihrer Unternehmerzeitung
gegeben. Drei Jahre ist das mittlerweile
her. Drei Jahre, in denen wir sehr viel
positives Feedback erhalten haben –
dafür möchte ich mich im Namen der
Redaktion herzlichst bedanken. Und
zwar mit Storys aus der Wirtschaft, für
die Wirtschaft. So blicken wir rechtzeitig vor den Oscars hinter die Kulissen
der heimischen Kinobetreiber (S. 4/5),
klären über die Tücken des Energieeffizienzgesetzes auf (S. 14/15) und werfen
mit dem renommierten Trendforscher
Matthias Horx einen Blick in die ökonomische Kristallkugel (S. 8/9). Dazu
passend haben wir auch die schwierige
Situation am Arbeitsmarkt analysiert.
Gewerbe: Eine neue Förderung von Stromspeichern soll das Interesse an Photovoltaik
ankurbeln. ‣ 22
Die Steiermark ist bei
Urlaubern gefragt.
Consulting: Beim Constantinus Award übernimmt die Fachgruppe UBIT die Hälfte der
Einreichkosten.
‣ 24
Unternehmer
Experten zufolge ließe sich hier einiges
optimieren, wodurch das konjunkturelle
Wellental zumindest zum Teil ausgeglichen werden könnte (S. 6/7). Ein Musterbeispiel dafür finden Sie auf Seite 20:
Payer Medical übernimmt 50 ehemalige
Roche-Mitarbeiter am Standort Graz.
Bravo! Und bravo auch jenen steirischen
Unternehmern, die aktiv an der Beseitigung der Hochwasserschäden in Bosnien
mitgeholfen haben (S. 18). Sie zeigen
damit einmal mehr, dass das Unternehmerherz für weitaus mehr schlägt als nur
für schnöden Mammon.
‣ 28–31
Foto: Lechner
Nur Bestnoten für das Tourismusjahr 2014
Menschen32
Nightrace: 50.000 Zuseher und ein Sieger
aus Russland, der als Werbebotschafter den
Tourismus frohlocken lässt.
‣32
Impressum
Foto: Steierm.Tourismus - Lanxx
Helden aus Holz: Michael Leipold baut
weiß-grünes Spielzeug mit ökologischem
Mehrwert.
‣ 28–29
‣ 13
Die steirischen Touristiker haben Bilanz
gezogen. Das Kalenderjahr 2014 konnte
mit Bestnoten abgeschlossen werden und
hat sogar das Superjahr 2013 übertroffen.
3.550.300 Gäste bedeuten ein Plus von 1,9
Prozent, 11.398.300 Übernachtungen eine
Zunahme von 0,8 Prozent. Der oberste
Tourismusboss LH-Stv. Hermann Schützenhofer über die Marschrichtung: „150.000
zusätzliche Nächtigungen internationaler
Gäste und 88.700 zusätzliche Nächtigungen
rot-weiß-roter Touristen zeigen, dass wir
auch in Zukunft nur über die Internationalisierung unserer Gäste die wirklichen Zuwächse erzielen können.“ Der größte Bringer
war 2014 Deutschland, 64.900 zusätzliche
Nächtigungen verbucht die Kategorie gewerbliche Ferienwohnungen.■
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Magazin · 3
Zahl der Woche
Fotos: Lorenzo Gaudenzi; Tupungato - Fotolia;
Janos Korom; Håkan Dahlström
40
Prozent der (betroffenen) steirischen Unternehmer mussten
wegen der Währungsverluste der vergangenen Wochen rund
um den Schweizer Franken Investitionen verschieben. Das
ergab eine Blitz-Umfrage im WKO-Steiermark-Newsletter.
Die Woche in 64 Zeilen
‣‣Leichtsinnig ging ein Betrun-
kener vor, als er versehentlich
eine kleine Drohne auf das
Gelände des Weißen Hauses in
Washington steuerte. Zu allem
Überdruss handelte es sich bei
dem Betrunkenen um einen
amerikanischen Geheimdienst­
agenten, der die Personenschützer des Secret Service unabsichtlich auf Trab hielt.
‣‣Letzten Ausweg suchte in
Graz ein Trafikräuber, als er mit
dem Auto in die Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof
flüchtete. Er raste riskant an
den wartenden Fahrgästen vorbei, während sich die Polizei
verschätzte und dramatisch
in eine stehende Straßenbahn
krachte: drei Verletzte.
‣‣Lukrativ erweist sich das
Weihnachtsgeschäft für den
IT-Riesen Apple. Mit 18 Milliarden Dollar Gewinn im
Weihnachtsquartal stellte man
einen Weltrekord auf. Noch nie
in der Wirtschaftsgeschichte
war ein Unternehmen so erfolgreich.
‣‣Letztlich glimpflich ­endete ein
groß angekündigter Schnee-
sturm an der Ostküste der USA.
Die Meteorologen warnten vor
katastrophalen
Zuständen.
Flüge fielen aus, die Bevölkerung bunkerte Lebensmittel
und sogar die UNO in New York
wurde geschlossen. Das gröbste Chaos ist aber schließlich
zum Glück ausgeblieben.
‣‣Leicht hat es der neue griechische Premier Alexis Tsipras
nicht. Sein Vorgänger Antonis
Samaras zog kurzerhand aus
dem Amtssitz aus und nahm
die Passwörter für den Internetzugang gleich mit. Auch die
Website der Regierung konnte
nicht geändert werden. Bereits
24 Stunden nach dem Wahlsieg präsentierte Tsipras eine
Koalition.
‣‣Lange hat der steirische Bischof Egon Kapellari warten
müssen, bis ihm der Rücktritt
erlaubt wurde. Bereits vor vier
Jahren hat er um seine Entpflichtung gebeten. Jetzt hat
Papst Franziskus den Abschied
erlaubt. Einen Nachfolger gibt
es freilich nicht. Nachfolgekandidat Franz Lackner ist längst
Erzbischof in Salzburg.
WKO-Wahl: Nur unterschriebene
Wahlkarten haben Gültigkeit
Die Vorbereitungen für die WKOWahl laufen auf Hochtouren:
Gewählt wird vom 24. bis 26.
Februar. Es ist aber jetzt schon
möglich, die Stimme mittels
Wahlkarte abzugeben. Tausende
solcher Wahlkarten sind bereits verschickt und zugestellt,
hunderte sind bereits wieder in
der WKO eingelangt. Allerdings
muss die Wahlkarte unterschrieben sein – sonst verliert die
Stimme ihre Gültigkeit, warnt
Wahlleiter Jürgen Köstner. Alle
Infos zur WKO-Wahl im Internet
unter www.wko.at/stmk/wahl.■
Als Heizsystem
wird Fernwärme immer
wichtiger.
Foto: pic - Fotolia
Graz will bei der Fernwärme vom
Kraftwerk Mellach unabhängig sein
Jede Stimme
zählt bei der
WKO-Wahl. Bei
Wahlkarten Unterschrift nicht
vergessen!
Foto: Schwier - Fotolia
60 Millionen Euro sollen in den
nächsten fünf Jahren in den Ausbau der Grazer Energieversorgung
gesteckt werden. Geplant ist etwa,
das Fernheizkraftwerk in der Puchstraße auszubauen. Auch eine
Biomasseanlage im Grazer Um-
land soll erweitert werden. Durch
zusätzliche Energielieferungen
soll die Landeshauptstadt in fünf
Jahren vom Kraftwerk Mellach
unabhängig werden. Bisher lieferte das Kraftwerk Mellach rund 70
Prozent des Grazer Bedarfs.■
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
4 · Steirische Wirtschaft
Thema
Digitalisierung setzt
Kinos unter Druck
Foto: nyul - Fotolia
Die Umrüstung auf die digitale Vorführtechnik hat die
steirischen Kinos einige Millionen Euro gekostet. Mittlerweile sind alle 19 steirischen
Kinohäuser „digitalisiert“, in
Summe mussten 73 Säle aufgerüstet werden. Kostenpunkt
je Saal: 60.000 Euro. „Die Kinobetreiber hatten da keine Wahl.
Die Alternative wäre zusperren
gewesen“, bringt es Kinosprecher Manfred Melkes auf den
Punkt, denn 35mm-Filme werden gar nicht mehr angeboten.
Wenig verwunderlich also,
dass die Kinos mittlerweile
flächendeckend mit Digitalprojektion ausgestattet sind.
Für Kinos, die ihre Säle auf
3D „upgraden“ möchten, wird
es noch teurer: Die Adaption
schlägt mit satten 80.000 Euro
zu Buche – pro Saal, wohlgemerkt. Mit dem 3D-Boom hat
das Kinovergnügen buchstäblich eine neue Dimension bekommen: Mittlerweile können
58,5 Prozent aller heimischen
Kinosäle in 3D bespielt werden.
3D-Kinogenuss kommt
die Betriebe
teuer.
FILM
AB!
Von James Bond über Star Wars VII bis zu Fast & Furious 7: Die Kinos erwarten heuer mit altbekannten
Helden ein „Megajahr“ und ziehen kurz vor der OscarVerleihung Bilanz. Ein Aus- und Rückblick.
Gute Nachrichten für die steirischen Kinobetreiber: Wie
kürzlich bekannt wurde, gibt
es wieder eine Kinoprämie –
und zwar für die Ausstrahlung
kulturell wertvoller Filme und
heimischer Produktionen. Vorgesehen sind Förderungen von
bis zu 200 Euro pro Film und
Kinostandort. Sie können rückwirkend für 2014 bis 31. März
2015 beantragt werden. Kulturlandesrat Christian Buchmann
will damit „steirische Kinos
motivieren, heimische Produktionen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Das unterstützt Filmschaffende
und Kinos gleichermaßen.“ Für
Fachgruppenobmann Heimo
Medwed ist die Prämie ein
wichtiges Signal, „weil damit
die Erhaltung der Kinostruktur
unterstützt wird“. Infos in der
Fachgruppe: Tel. 0316/601462, Mail: kkv@wkstmk.at
Foto: Hubert Mican Fotoproduktion
Prämie für steirische Kinos:
Bares Geld für wertvolle Filme
„Superwelt“ ist der Eröffnungsfilm bei der Diagonale im März.
Winterzeit ist Filmzeit: Kaum sind
die Golden Globes verliehen, blickt
die Film-Branche mit Spannung
der Oscar-Verleihung entgegen,
bei der die besten Movies von 2014
prämiert werden. Filme, die im
Vorjahr allein in Österreich 14,1
Millionen Menschen in die heimischen Kinos gelockt haben, wie die
jüngste Bilanz des Fachverbands
ausweist.
Das ist zwar unterm Strich ein
Gesamtminus von 5,8 Prozent im
Vergleich zu 2013, allerdings legten die Besucherzahlen bei heimischen Produktionen um satte 4,9
Prozent zu (siehe Box). „Die Kinos
sind unmittelbar von der Zugkraft
der Filme und der Qualität der
Filme abhängig“, so der steirische
Kino-Sprecher Manfred Melkes.
Umsatzbringer Nummer eins
sind nach wie vor die großen Blockbuster. „Beim jungen Publikum
haben ,Die Tribute von Panem‘
oder ,Der Hobbit‘ am meisten
gezogen“, sagt Melkes. Auch die
französische Produktion „Mon­
sieur Claude und seine Töchter“ hat
sich als Kassenschlager entpuppt.
Vom laufenden Jahr
erwarten sich die KinoBetreiber ein „Megajahr“,
stehen doch mit „50 Shades of
Grey“, „Fast & Furious 7“ und dem
lang erwarteten „Star Wars VII“
einige Blockbuster am Programm,
die die Massen in die Kinos locken
sollen. Cineastischer Höhepunkt
soll der neue James-Bond-Streifen
„Spectre“ werden – nicht zuletzt
deshalb, weil er unter anderem
auch in der Steiermark gedreht
wurde (siehe Beitrag unten).
Multiplex und
Arthouse-Kino
Melkes, der in Hartberg das
„Cine4You“ mit vier Sälen und 500
Plätzen betreibt und vorwiegend
den Mainstream bedient, sieht bei
den Jugendlichen die wichtigste
Zielgruppe: „Rund 60 Prozent
des Umsatzes entfallen auf diese
Altersgruppe.“ Dieter Pochlatko,
der das kleine Rechbauer-Kino in
Graz betreibt, spricht indes ganz
andere Kundenschichten an: „Als
Arthouse-Kino sehen wir uns
quasi
als cineastistischer
Feinkostladen.“ Mit
Dokumentationen könne
man vor allem bei älterem und
gebildetem Publikum punkten,
sagt er.
Beide Betreiber sind sich einig,
dass Kino heute Event-Charakter
hat – und braucht, denn die Konkurrenz durch die neuen Medien
wie Netflix und Co. schläft nicht.
„Zusätzliche Angebote wie ein
Filmfrühstück oder Diskussionsabende sind heute unverzichtbar. Eine reine Abspielbasis ist
zu wenig“, weiß Pochlatko, der
vor wenigen Monaten auch das
Stadtkulturkino in Bruck/Mur
übernommen hat. Schritte, die
beweisen, dass Kino durchaus
Zukunft hat… Karin Sattler■
Die grüne Mark als Filmkulisse
Vom Blockbuster bis zur
heimischen Produktion:
Die Steiermark ist ein
Filmland. Nächstes Highlight ist die Diagonale.
Mit dem Dreh des neuen JamesBond-Streifens „Spectre“ im Ausseer Land hat die Steiermark als
Filmkulisse einen wichtigen Coup
gelandet. CineStyria-Generalsekretär Enrico Jakob sieht darin
einen Höhepunkt für das Filmland
Steiermark: „Damit spielen wir ab
sofort in der internationalen Oberliga der Filmbranche mit.“
Doch nicht nur internationale
Top-Formate, auch heimische Produktionen finden auf steirischem
Boden statt, wie erst kürzlich die
Dreharbeiten zu „Jack“ (Unterweger) von Elisabeth Scharang
oder aktuell das EPO-Filmprojekt
„Bergfried“ mit Peter Simonischek. Schnittstelle dafür ist
neben der „CineStyria“ für kommerzielle Zwecke auch die „CineArt“ für Kunstprojekte – beide
liefern mit Förderungen und Experten einen wertvollen Beitrag
für die steirische Filmwirtschaft.
Das nächste cineastische Highlight abseits des Mainstreams
steht bereits an: Von 17. bis 22.
März geht in Graz wieder das
Film-Festival „Diagonale“ über
die Bühne. Mehr Infos im Internet:
www.diagonale.at■
· Thema · 5
Fotos: Sony Pictures Releasing France; Lucasfilm Ltd.; Universal Pictures; Lionsgate; Columbia TriStar Films
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Kino in Zahlen
652.486
‣‣Kino-Besucher
wurden im
Vorjahr bundesweit bei heimischen Produktionen gezählt. Das
ist ein Plus von 4,9 Prozent im
Vergleich zu 2013.
20
‣‣Kinohäuser mit insgesamt 73
Sälen gibt es in der Steiermark,
darunter zwei „Multiplexe“. In
ganz Österreich gibt es 133
Kinohäuser.
13.109
‣‣Sitzplätze zählen die steiri-
schen Kinos. In ganz Österreich
sind es 94.630.
58
‣‣Prozent aller heimischen Ki-
nosäle können in 3D bespielt
werden. In der Steiermark sind
exakt 57 Säle mittlerweile mit
3D ausgestattet.
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
6 · Steirische Wirtschaft
Steiermark
In Kürze
Es werde Licht: Uni
Graz erhellt die Stadt
Jeder dritte Betrieb
Die Unesco hat das „Jahr des
Lichts“ ausgerufen, die Uni
Graz setzt dazu im Laufe
des Jahres viele erhellende
Zeichen. So stehen zum LichtSchwerpunkt Vorträge, offene
Labors und eine Ausstellung
an. Mit den Veranstaltungen
sollen alle Altersgruppen angesprochen werden. Infos:
http://tinyurl.com/ngs228n
Wie sich die Beschäftigungszahl 2015
in der Steiermark entwickeln wird
Umfrage Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark,
aufgeteilt nach Groß-, Mittel- und Kleinbetrieben
(Werte in Prozent).
38,2
37,4
34,9
Es ist angerichtet:
Trigos-Frühstück
Am 3. Februar findet in der
steirischen BKS-Bank-Direktion in der Grazer Kaiserfeldgasse um 9 Uhr das Informationsfrühstück zu Trigos statt.
Um Anmeldung unter bks@
bks.at wird gebeten.
20,1
11,5
Es piepst gewaltig:
Sicherheit auf Pisten
Foto: pieps
Der steirische Technologieführer bei der Herstellung
von LawinenverschüttetenSuchgeräten „Pieps“ konnte
2014 den Umsatz um 20
Prozent im Vergleich zu
2013 steigern. 7,5 Millionen
Euro wurden erwirtschaftet.
Gelungen ist das durch Innovationen, wie etwa den JetForce, einem revolutionären
Lawinenairbag.
Sicherheit auf der Piste mit
steirischem Know-how
Kleinbetriebe
bis 49 MA
■ MA-Zahl steigt
Mittelbetriebe
50 bis 249 MA
Großbetriebe
ab 250 MA
■ MA-Zahl sinkt
In Graz tickt der Jobmarkt anders
In puncto Arbeitsmarkt ist
der Raum Graz besonders
auffällig: Enormer Zuzug
und Migration sind die
Herausforderungen.
Innerhalb des steirischen JobMarktes nimmt der Großraum
Graz eine Sonderstellung mit
ganz speziellen Herausforderungen ein. So hat vor allem die Stadt
permanent mit enormem Zuzug
zu kämpfen, was den potenziellen
Arbeitsmarkt an seine Grenzen
bringt. „Von den 55.000 Jobsuchenden in der Steiermark entfallen etwa 20.000 auf den Großraum
Graz“, so Karl-Heinz Snobe.
Zusätzlich verschärfe sich die
Situation durch eine extreme
Schere im Bildungsniveau – also
die vielen besonders hoch Qualifizierten auf der einen und die große
Gruppe der Niedrigqualifizierten
auf der anderen Seite. Ist ein Job
in der Stadt frei, bleiben letztere
auf der Strecke. Ebenso sticht
Graz beim Anteil der Personen
mit Migrationshintergrund unter
den Arbeitslosen deutlich hervor.
Snobe: „In den meisten steirischen
AMS-Geschäftsstellen sind es zehn
bis 15 Prozent. In Graz sind es 40
Prozent.“ Hier setzt man verstärkt
mit speziellen – auch muttersprachlichen – Beratungen an, um
mögliche Vermittlungshemmnisse auszuloten. ■
Mehr zum
Thema auf
wko.tv
Foto: Gina Sanders - Fotolia
5,3
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Steiermark · 7
„Jeder dritte steirische Betrieb
geht von einer Personalreduktion
aus. Drastisch ist die Pro­gnose
bei den Kleinunternehmen.“
„Wir setzen gemeinsam mit der
WKO starke Aktionen für Betriebe.
Denn jede zusätzliche Qualifikation
der Mitarbeiter macht sich bezahlt.“
Josef Herk
Karl-Heinz Snobe
Foto: Fischer
plant bei Jobs zu kürzen
Rekordarbeitslosigkeit
und kein wirtschaftlicher
Aufschwung in Sicht: WKO
und AMS starten Initiati­
ve, um das konjunkturelle
Wellental auszugleichen.
Mit 55.000 Steirern auf Jobsuche
ist das neue Jahr mit einer Rekordarbeitslosigkeit gestartet. Und
daran werde sich leider auch in den
kommenden Monaten wenig ändern, verkünden WKO-SteiermarkPräsident Josef Herk und AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe die
nächste Hiobsbotschaft – denn eine
konjunkturelle Besserung lasse
auf sich warten. „Laut aktuellem
Wirtschaftsbarometer geht jedes
dritte steirische Unternehmen von
einem Personalabbau aus“, erklärt
Herk. Besonders dramatisch ist die
Prognose der KMU (s. Grafik). Umso
dringender brauche es Entlastungen speziell für Klein- und Mittelbetriebe sowie Maßnahmen für den
„Hotspot Graz“ (s. Story unten).
Doch derzeit hat man beim AMS
vor allem mit der Kürzung der
Bundesmittel zu kämpfen. Andere
Bundesländer kompensieren diese
Rückgänge mit Landesmitteln
unter dem Titel kooperatives Budget. „Für die Steiermark würden
wir uns auch eine Umschichtung
in diese Richtung wünschen“, so
Herk. Nur ein Vergleich: In Oberösterreich hat das AMS fast vier
Mal so viel Landeskapital zur Verfügung wie in der Steiermark (zehn
Millionen Euro). Gerade dieses
Geld sei aber wichtig für die Finanzierung wirtschaftsnaher Qualifikationen. Snobe: „Schon allein aus
rechtlichen Gründen braucht es da
oft das Land als Finanzierungspartner.“ Diese wirtschaftsnahen Aus-
bildungen wiederum sind die beste
Prophylaxe gegen Arbeitslosigkeit
und ein Mittel, um den Jobmarkt
abseits der konjunkturellen Lage zu
beleben. Darum starten AMS und
WKO eine entsprechende Informationsinitiative für Betriebe. ■
Infos im Web
Weitere Informationen dazu
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Nr. 4 · 30. Jänner 2015
8 · Steiermark · Steirische Wirtschaft
Was uns die
Industrie fordert klares
Signal der Entlastung
„Ein derart uneinheitliches Bild
war zuletzt 2008 zu erwarten“, bewertet Industriellenvereinigung-Steiermark-Präsident
Jochen Pildner-Steinburg die
aktuelle Umfrage unter 52 heimischen Industriebetrieben mit
insgesamt über 32.000 Mitarbeitern. Denn die Befragung zu
erwarteter Auftragslage und Beschäftigung zeigt eine deutliche
Zweiteilung der Unternehmermeinungen. So prognostizieren
23 Prozent der Chefs einen Personalaufbau, während 29 Prozent der befragten Firmen hier
reduzieren werden. Damit korreliert die Befragung auch mit den
Ergebnissen des Wirtschaftsbarometers der WKO (siehe auch
S. 6–7). „Es zeigt sich, dass vor
allem Betriebe, die seit Jahren
stark auf Forschung setzen, nun
auch in der Lage sind, expansive
Personalstrategien zu fahren“,
erklärt Pildner-Steinburg.
Was die Ist-Situation betrifft,
so erweise sich diese „zwar als
überraschend stabil“, doch verhaltene Erwartungen für das erste
Quartal dämpfen den Optimismus
Raketenautos, ins Hirn
implantierte Chips, zu­
sammenbrechende Wirt­
schaft? Alles Humbug für
Trendforscher Matthias
Horx, er zeichnet ein
anderes Bild der Zukunft.
Jochen
PildnerSteinburg
Foto: Fischer
der Chefs. Generell gelte aber:
„Aussagen über die Gesamtlage
werden immer schwieriger, da
es sogar innerhalb jeder Branche
Unterschiede in der Situation der
Unternehmen gibt. Das gilt auch
für Konjunkturprognosen.“ Was
es braucht, um in der sensiblen
Wirtschaftslage den Betrieben
den Rücken zu stärken, steht für
Pildner-Steinburg fest: „Endlich
ein klares Signal der Entlastung
der österreichischen Wirtschaft
im Bereich der Lohnnebenkosten
von zumindest 800 Millionen
Euro im Jahr 2016 und weiteren
660 Millionen Euro im Jahr 2018.“
Darüber hinaus pocht die Industriellenvereinigung auf beste
Rahmenbedingungen für die
Forschungsarbeit der Betriebe.
Pildner-Steinburg: „Wir fordern
die Anhebung der Grenze der Anrechenbarkeit bei der Auftragsforschung von derzeit einer auf
fünf Millionen Euro, die langfristige Absicherung der derzeitigen
zehnprozentigen Forschungsprämie und ein europaweit koordiniertes Vorgehen bei der Absetzbarkeit von Lizenzzahlungen.“■
Von Angelika Dobernig
redaktion.stwi@wkstmk.at
Oft schwärmen die Menschen
von der „guten, alten Zeit“.
Was halten Sie von der weit
verbreiteten Nostalgie?
Matthias Horx: Wenig.
Nostalgie macht Zukunft gewissermaßen
unmöglich,
weil man dann die
Verantwortung für
das, was kommt,
im Namen der
Vergangenheit ablehnt.
Nach mehreren Anläufen wurde der
Fliegerhorst Nittner nun verkauft
Prolactal wird jetzt an israelischen
Lebensmittelkonzern verkauft
Lange suchte man nach einem
Käufer für den ehemaligen
Fliegerhorst Nittner am Flughafen Graz. Nun wurde er an
die Unternehmensgruppe Asset
One um acht Millionen Euro
verkauft. Damit musste das
Verteidigungsministerium beim
Kaufpreis deutliche Abstriche
hinnehmen. Usprünglich wollte
man mehr als zehn Millionen
Euro für den ehemaligen Militärstützpunkt erhalten.
Wie das Gelände nun genutzt
wird, ist noch offen. So steht ein
Der Käseerzeuger Prolactal wird
an ICL Food Specialities aus Tel
Aviv verkauft. ICL ist weltweit
tätig, beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 5,5 Milliarden Euro um. Als
gesichert
gelten
die Produktionsstandorte in Hartberg und in Bayern.
Der Kaufvertrag soll
bereits
unterzeichnet
sein, die Kartellbehörden
hätten jedoch den Verkauf
Foto: Bundesheer-BEGANOVIC
„Verteilzentrum“ für Asylwerber
zur Debatte. In der Landesregierung sieht man dafür jedoch
keinen Bedarf. Die Steiermark
würde schon jetzt die Aufnahmequote übererfüllen. ■
Zuletzt stationiert: Saab 105Ö
noch nicht bestätigt. Wie viel das
Unternehmen mit Sitz in Linz
gekostet hat, wurde bisher nicht
bekannt. ■
Foto: Paulista - Fotolia
Die aktuelle Konjunktur­
umfrage der Industri­
ellenvereinigung zeigt
stabile Ist-Situation mit
verhaltenem Ausblick.
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Zukunft bringen wird
Welche Auswirkungen hat
ein Denken dieser Art?
Es hat direkten Einfluss auf unser
Leben und unsere Zukunft. Ob
man Menschen als „viel zu viele“
empfindet, hat enorme Auswirkungen auf unser Verhalten. Und
Zukunft liegt ja nicht irgendwo
weit vorne, sondern sie beginnt
genau jetzt! Wir beeinflussen die
Zukunft durch unsere Handlungen, aber auch durch die Art und
Weise, wie wir Wandel verstehen.
Wie sollte man dann in die
Zukunft blicken?
Mit Zuversicht. Indem man nicht
fragt, was alles schiefgehen kann,
sondern wie es am besten gelingen wird. So erreicht man Gelassenheit. Man schaut „von vorne“
auf das Heute. Damit wird die
Gegenwart plötzlich das, was sie
ist: ein Übergang ins Morgen.
Was erwartet uns Ihrer
­Meinung nach morgen?
Die Zukunft entsteht durch Wechselwirkungen: zwischen Technik
und Menschen, Beharrung und
Dynamik, Krise und Fortschritt.
Oft entsteht das Zukünftige aus
kleinen Verbesserungen.
Wo sehen Sie die meisten
Chancen?
In der Materialtechnik, in der Ökologieforschung, in der Armutsbekämpfung, der Entwicklung der
Städte – da spielt sich Erstaunliches ab. Aber keiner merkt es so
richtig, weil wir nur auf utopische
oder dystopische Visionen starren. Apokalyptische oder hypertechnische Utopien sind einfach
gut zu verkaufen!
Welche Utopien meinen Sie?
Alles wird angeblich immer schneller, automatischer, und demnächst
fliegen wir in Raketenautos durch
die Luft und haben Hirnverbesserungsimplantate zum schnelleren
Denken. Die andere Variante ist
der Weltuntergang: Die Natur
stirbt, die Wirtschaft bricht zusammen. Solche Utopien beherrschen
den Mediendiskurs und sorgen für
Unsicherheit. Die wahre Zukunft
sieht ganz anders aus.
Warum wird so wenig über
Entwicklungen berichtet?
Weil es nicht spektakulär genug ist.
Tausende von Kanälen rangeln um
Aufmerksamkeit, auch das Internet
führt zu einer gigantischen Informationsüberflutung. In diesem Gewimmel kann man am besten durch
Übertreibung, Angst und Alarm auf
sich aufmerksam machen.■
Während die Landeshauptstädte
in Österreich durch die Binnenwanderung profitieren, leiden vor
allem die kleinen Städte unter Bevölkerungsschwund. Gerade Gemeinden unter 5.000 Einwohnern
weisen oft eine negative Wanderungsbilanz auf. Das zeigen die
pollen
schmecken nicht.
[ pollentinus ]
Zur Person
Matthias Horx wurde am 25. Jänner 1955 in Düsseldorf geboren. Er studierte Soziologie in Frankfurt und arbeitete zunächst als Comiczeichner
und Science-Fiction-Autor, später als Journalist
bei „Zeit“ oder „Merian“. 1993 gründete er das
Trendbüro in Hamburg, 1998 das Zukunftsinstitut
in Frankfurt am Main, und 1999 zog er schließlich
nach Wien. Heute gilt er als einer der einflussreichsten Zukunftsforscher im deutschsprachigen
Raum und beschäftigt 35 Mitarbeiter.
Mehr Abwanderung in Kleinstädten
Ein Blick in die aktuellen
Zahlen der Statistik Aus­
tria zeigt: Den ländlichen
Gemeinden laufen die jun­
gen Leute davon.
diese
aktuellsten Daten der Statistik
Austria. Am deutlichsten zeigt
sich das in Eisenerz. Hier lebten
1971 noch mehr als 11.000 Menschen. 2014 waren es nur noch
4.520. Eine ähnliche Entwicklung
durchlebt Knittelfeld.
Und es sind vor allem die jungen
Leute, die vom Land in die Stadt
flüchten. So gilt Graz nicht mehr
als Pensionopolis der Nation. Den
höchsten Anteil an über 65-Jährigen unter den Landeshauptstädten
hat jetzt Salzburg mit 20,1 Prozent.
Besonders bei den Kinderbetreu-
ungseinrichtungen gibt es viele
Vorteile in größeren Städten.
Je mehr Einwohner ein Ort hat,
desto weniger oft bleiben Krippen
und Kindergärten geschlossen.
Während in mittelgroßen Orten
zwischen 5.000 und 10.000 Einwohnern diese Einrichtungen im
Schnitt 28,7 Tage geschlossen
sind, liegt dieser Wert bei kleineren Gemeinden bei 33,8 Tagen.
Insgesamt hat sich aber die Betreuung der Kleinen verbessert. Die
Zahl der betreuten Kinder stieg seit
2003 insgesamt um 26 Prozent.■
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Die Produktion von
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Einhaltung strengster
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an das Reinigungspersonal
werden höchste fachliche
Anforderungen gestellt.
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Die Steirischen
Gebäudereiniger.
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Entgeltliche Einschaltung
Was antworten Sie denjeni­
gen, die sagen, dass „früher
alles besser war“?
Dabei handelt es sich um ein
Denkmuster, das uns an der Sicht
nach vorne hindert. Es gibt davon
viele: Früher waren die Menschen
weniger egoistisch, die Familien
heiler. Oder: Computer machen
uns arbeitslos. Oder: Es gibt zu
viele Menschen auf der Welt, die
Rohstoffe werden immer knapper,
es wird nicht für alle reichen.
Wenn China aufsteigt, muss Eu­
ropa absteigen. Die Liste ließe
sich endlos fortsetzen.
· Steiermark · 9
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
10 · Steiermark · Steirische Wirtschaft
Goldige Aussichten für die Gemeinden
Wenn Unternehmertum
auf goldenen Boden fällt,
dann kann Großes entste­
hen. Das haben 17 steiri­
sche Gemeinden erkannt.
Nachdem bereits im Vorjahr 56
steirische Gemeinden als „Goldener Boden“ von der WKO Steiermark für ihre Wirtschaftsfreundlichkeit geadelt wurden, kamen
nun 17 weitere Kommunen hinzu.
Um dieses Gütesiegel zu erhalten,
mussten zahlreiche Kriterien im
Vorfeld erfüllt werden. Teil davon
war auch die erfolgreich durchgeführte Gemeindestrukturreform.
So konnten im Bezirk Weiz gleich
zwei Kommunen, nämlich Weiz
und Krottendorf bei Weiz, ausgezeichnet werden, obwohl sie erst
zum Jahreswechsel zusammengelegt wurden. Grund dafür war
eine intensive Zusammenarbeit
der zuvor getrennten Kommunen,
die schon im Vorfeld der Fusion
gemeinsam am neuen Qualitätsmerkmal der Zukunftsgemeinde
gearbeitet haben.
„Es geht uns nämlich um
die Rahmenbedingungen vor Ort,
etwa ein eigener Wirtschaftsausschuss, die transparente Ausweisung von Gewerbeflächen und die
Vergabe öffentlicher Aufträge an
regionale Unternehmer“, skizziert
der Projektverantwortliche Stefan
Helmreich die wichtigsten Kriterien, die den „goldenen Boden“
ausmachen.
Begleitend zur Bewerbung um
die Auszeichnung können die Gemeinden im Internet unter www.
goldenerboden.at aktuelle und
laufend erweiterte Informationen
und Tipps anfordern. „Erklärtes
Ziel der Initiative, die auf Nachhaltigkeit und Wissenstransfer
baut, ist es, den Kommunen
bestmögliche Unterstützung zu
bieten“, erklärt WKO-SteiermarkPräsident Josef Herk. ■
Auszeichnungen
Mehr zum
Thema auf
wko.tv
Folgende Gemeinden wurden mit dem „Goldenen
Boden“ ausgezeichnet:
Frohnleiten, Gleisdorf, Groß
St. Florian, Hausmannstätten, Kalsdorf, Kammern
im Liesingtal, Krottendorf,
Lannach, Schwanberg, St.
Johann in der Haide, St. Ruprecht an der Raab, Stainz,
Thörl, Unterpremstätten,
Vorau, Weinitzen und Weiz.
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Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Regionen
· Regionen · 11
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Wirtschaft“ am iPad
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In Kürze
Umsatzplus für
Neuroth-Gruppe
Graz. Der Hörgerätehersteller Neuroth ist auch im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr
gewachsen. Der Umsatz stieg
um drei Prozent auf rund 115
Millionen Euro. Insgesamt
betreibt die Unternehmensgruppe in Europa mittlerweile mehr als 230 Filialen.
Ylog startet jetzt mit
Knapp neu durch
Graz-Umgebung. Nach der
Insolvenz 2013 stand es lange
schlecht um das junge Logistikunternehmen Ylog. Jetzt
startet man mit der Knapp
AG als Partner neu durch.
Das neue Hauptquartier in
Dobl wurde jetzt eröffnet.
Inzwischen arbeiten schon
wieder 25 Mitarbeiter an der
Entwicklung der intelligenten
Ylog-Shuttles. Schon bald sollen es mehr werden.
Lorenzerhof nach
Umbau wieder offen
Foto: Schweighofer
Hartberg-Fürstenfeld. Der
Traditionsbetrieb Lorenzerhof
aus St. Lorenzen startete nach
einer aufwendigen Umbauphase mit einer Eröffnungsfeier wieder den Betrieb. Kern der
Umbauarbeiten bilden eine
neu gestaltete Gaststube und
der Bau eines Wintergartens.
Der Lorenzerhof tritt mit
neuem Glanz auf.
Die Wirtschaftspolitik des Landes Steiermark konzentriert sich 2015 ganz auf Klein- und Mittelbetriebe. Foto: Frankl
Wirtschaftsförderung setzt
verstärkt auf die Kleinen
52,4 Millionen Euro steirische Wirtschaftsförderungen sollen 2015 vor
allem Klein- und Mittelbetrieben zugute kommen.
Dass die Wirtschaftslage derzeit
nicht besonders rosig ist, hat man
auch bei der steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) erkannt.
Deshalb will man 2015 besonders
die Investitionsfreude der Kleinund Mittelunternehmen fördern
und nimmt dafür auch mehr Geld
in die Hand. 52,4 Millionen Euro
werden dazu freigespielt, deutlich
mehr als noch im Vorjahr. Um auch
kleinere Investitionen förderbar
zu machen, werden nun auch Projekte ab 150.000 Euro gefördert.
Bisher qualifizierten sich nur
Projekte ab 750.000 Euro dafür.
„Wir wollen damit Unternehmen
motivierten, geplante Investitionen früher durchzuführen“, erklärt
Wirtschaftslandesrat
Christian
Buchmann. Neu ist auch eine Maßnahme zur Wachstumsförderung
von Ein-Personen-Unternehmen.
Gezielte Qualifizierungsmaßnahmen sollen die betriebliche Weiterentwicklung von Einzelunternehmern ermöglichen und sie so
zu Arbeitgebern machen. Bis zu 50
Prozent der Weiterbildungskosten
werden gefördert. Ein weiterer
Schwerpunkt des aktuellen Förderjahres wird der Zugang zu schnellem Internet in den Regionen
sein. Im Rahmen der neuen Breitbandstrategie „Highway 2020“
investiert das Wirtschaftsressort
des Landes heuer vier Millionen
Euro in den Auf- und Ausbau einer
leistungsstarken Infrastruktur in
den steirischen Regionen. Das soll
auch Unternehmen zugute kommen, die ihren Standort an den Datenhighway anschließen wollen.
Fast 1.800 Projekte im
ganzen Land gefördert
Aber noch einmal zurück zu den
Förderungen. Im Vorjahr unterstützte das Land Steiermark 1.796
Projekte (siehe Aufstellung rechts)
mit rund 40 Millionen Euro. Dabei
wurde ein Gesamtinvestitionsvo-
lumen von 394,8 Millionen Euro
unterstützt. Sechs von zehn vergebenen Förder-Euro flossen dabei
in Investitions- sowie Forschungsund Entwicklungsprojekte steirischer Unternehmen. Ein weiteres
Drittel des Geldes wurde für Maßnahmen der Standortentwicklung
und des Standortmanagements
aufgewendet. ■
Anzahl der geförderten/
finanzierten Projekte (2014)
Bruck-Mürzzuschlag
140
Deutschlandsberg
107
Graz
396
Graz-Umgebung
198
Hartberg-Fürstenfeld
121
Leibnitz
140
Leoben
72
Liezen
81
Murau
55
Murtal
113
Südoststeiermark
127
Voitsberg
87
Weiz
159
Gesamt
1.796
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
12 · Steirische Wirtschaft
Eine Millionen-Investition
und 50.000 Besucher bei
der WM der Ski-Freestyler
und Snowboarder freuen
die gesamte Region.
Landeshauptmann-Stellvertreter
Hermann Schützenhöfer: „Wir
konnten die Steiermark einmal
mehr als Top-Wintersportland positionieren. Solche Großereignisse haben eine große Bedeutung
für die Tourismusregion und sind
vor allem auch ein Impulsgeber
für die Zukunft.“ So konnten durch
die Weltmeisterschaft zahlreiche
Investitionen in die Infrastruktur
vor Ort getätigt werden. 6,5 Millionen Euro wurden in den Ausbau
der Sport- und Verkehrsinfrastruktur investiert. Weitere drei
Millionen Euro vom Land Steiermark flossen als Unterstützung in
den Umbau und die Aufwertung
der Beherbergungsbetriebe der
Region Murau. Außerdem be-
Murau. Die erste gemeinsam
ausgetragene Weltmeisterschaft
der Ski-Freestyler und Snowboarder am Murauer Kreischberg ging
erfolgreich zu Ende – und das
nicht nur aus sportlicher Sicht.
Mehr als 50.000 Besucher sorgten
für Stimmung und volle Kassen in
der Wintersportregion Kreischberg/Lachtal. 20.000 zusätzliche
Nächtigungen verbuchten die
Touristiker. Besonders erfreut
zeigt sich auch Tourismusreferent
deutet so ein internationales Ereignis unbezahlbare Werbung für
die Steiermark. Immerhin waren
350 Medienvertreter bei diesem
Großereignis vertreten und übertrugen Fernsehberichte in 25
Länder. Auch sportlich gesehen
gab es zum Abschluss noch einen
besonderen Grund zur Freude.
Die Österreicherin Andrea Limbacher gewann Gold im SkicrossBewerb der Damen und damit die
sechste Medaille für Österreich.
Landeshauptmann Franz Voves,
für die Sportagenden des Landes
zuständig, gratulierte: „Wir freuen
uns mit unseren Spitzensportlern
über die Erfolge. Sie haben eine
wichtige Vorbildwirkung für den
Nachwuchs.“ ■
Fotos: GEPA
Hoch hinaus
ging es für den
Kreischberg
bei der Snowboard-WM.
Foto: Kurhan - Fotolia
Murauer feiern WM-Erfolg
Für die Installateure von
Krobath geht es weiter.
Mitarbeiter führen
Krobath weiter
Südoststeiermark. Nach
der Insolvenz und der gescheiterten Sanierung der Krobath
Wasser Wärme Wohlbehagen
GmbH aus Feldbach konnte
nun eine Auffanglösung gefunden werden. Drei ehemalige leitende Mitarbeiter übernahmen das Unternehmen und
gründeten mit der „Krobath
Bad Heizung Service GmbH“
eine Nachfolgegesellschaft.
Damit wurde die von Masseverwalter Norbert Scherbaum
angestrebte Lösung realisiert:
„Wir haben das Unternehmen
geordnet weitergeführt und
parallel möglichst viele Arbeitsplätze erhalten.“ Vorerst
werden 60 Mitarbeiter nach
ihrem Austritt aus dem insolventen Unternehmen übernommen. „Ziel ist es jedoch, bis
April rund 100 Arbeitsplätze
wieder zu besetzen“, so Scherbaum, der versichert, dass der
Hauptsitz des Unternehmens
in Feldbach erhalten bleibt.
Auch die Abarbeitung bestehender Kundenaufträge konnte so bei gleichen Bedingungen
und Gewährleistungen durch
den
Management-Buy-out
gesichert werden.
Wilder Berg nach US-Vorbild
Graz. Raiffeisen Steiermark und
der Steirische Tennisverband sind
eine Kooperation eingegangen.
Der Sponsorvertrag wurde kürzlich unterschrieben und soll vor
allem bei der Tennis-Jugend Impulse setzen. „Wir wollen dazu
beitragen, dass junge Menschen
bei ihren sportlichen Zielen weiterkommen“, erklärt RaiffeisenVorstandsdirektor Rainer Stelzer.
Der steirische Tennisverband zählt
25.000 Mitglieder. ■
Leoben. Mit Hochdruck wird
an der Neuausrichtung des
ehemaligen Wildparks Mautern zum „Wilden Berg“ gearbeitet. Nachdem das Projekt
von den Planai-Bahnen übernommen wurde, präsentierte
man nun das Konzept. Vorbild
sind dabei die Nationalparks
in den USA. „Schwerpunkt des
Parks wird der Tierpark mit
heimischen Tieren sein“, so
Planai-Chef Georg Bliem. ■
Foto: GEPA
Investition in die Tennis-Zukunft
Das Sponsoring fördert die Jugend.
Planai-Geschäftsführer Georg Bliem
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Über 4,5 Millionen
verkaufte Gutscheine
Der Acht-Städte-Gutschein
ist ein voller Erfolg.
Impressum
Foto: Deix
Oststeiermark. Riesenerfolg für den oststeirischen
Acht-Städte-Gutschein. Seit
seinem ersten Erscheinen
vor neun Jahren wurde der
Gutschein mehr als 4,5 Millionen Mal verkauft. Vor allem
zu Weihnachten als Geschenk
beliebt, kann der Gutschein in
rund 1.000 Geschäften in Bad
Radkersburg, Fehring, Feldbach, Friedberg, Fürstenfeld,
Gleisdorf, Hartberg und Weiz
eingelöst werden. 45 Millionen Euro Umsatz wurden
mit der Aktion bisher an die
Region gebunden.
· Regionen · 13
Feststimmung bei den versammelten Ehrengästen in Eibiswald
Ball der Wirtschaft sorgt für
Stimmung unter Unternehmern
Deutschlandsberg. Der „Ball
der Wirtschaft“ in Eibiswald
stand dieses Jahr unter dem
Motto „Im Blickpunkt“. Unter
den zahlreichen Ehrengästen begrüßte Gastgeber und Regionalstellenobmann Manfred Kainz u.
a. Wirtschaftslandesrat Christian
Buchmann,
WKO-SteiermarkPräsident Josef Herk und WKOSteiermark-Direktor Karl-Heinz
Dernoscheg. „Die Wirtschaft steht
für uns nicht nur heute im Blickpunkt, sondern ist es im gesamten
Jahr, wenn es darum geht, für die
steirischen Unternehmen optimale Rahmenbedingungen zu
schaffen“, betonten Kainz und
Dernoscheg bei der Eröffnung.
Den sonst nüchternen Festsaal
in Eibiswald schmückte übrigens
Gärtnermeister Steffan Fritjung
und setzte sich so auch selbst eindrucksvoll in den Blickpunkt.■
Medieninhaber, Herausgeber
(Verleger) und Produzent:
Wirtschaftskammer Steiermark,
8021 Graz, Körblergasse 111–113,
Tel. 0316/601-657, Fax DW 308.
Offenlegung: wko.at/stmk/offenlegung
Chefredakteur Mag. Mario L
­ ugger
Redaktion: Mag. Karin Sattler; redaktionelle Mitarbeiter der
WKO|Inhouse GmbH: Veronika
Pranger, Bakk. phil., Mag. (FH)
Michael Neumayr, Klaus ­Krainer.
Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at
Anzeigenverwaltung: TRICOM
OG, Körösistraße 9, A-8010 Graz,
Mobil: 0664 / 467 10 12, www.
tricom.at
Druck: Druck Styria, Graz
Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv. Die in
mit „Entgeltliche Einschaltung“
gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener
der Wirtschaftskammer Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt
beim jeweiligen Auftraggeber.
Verbreitete Auflage Inland (1. Hj. 2014):
62.336
„Unsere Mitarbeiter
sind echte Profis“
‣‣Andreas Jirka ist Gründer
und Geschäftsführer von
„Bridge Personal & Service“ in Graz. Seit acht
Jahren ist es für ihn das
Schönste, „Menschen zu
helfen, den für sie richtigen Job zu finden“.
‣‣Sämtliche weitere Informationen zum Personalservice-Unternehmen in
Graz-Andritz sowie den
angebotenen Dienstleistungen gibt es unter www.
bridge.co.at sowie unter
Tel. 0316/69 69 99-0.
Herr Jirka – bis zu 700 Jobs
im Jahr von Ihnen geschaffen? Wie soll das gehen?
Jirka (lacht): Wenn man es so
wortwörtlich nimmt, stimmt das
natürlich nicht – ich habe ja keinen
Betrieb, wo ich so viele Stellen frei
habe. Aber andere Firmen sind
auf der Suche vom Helfer bis zum
Techniker. Und für diese habe
ich in meinem Unternehmen
die richtigen und vor allem
motivierten Mitarbeiter. Pro
Jahr werden so über die
Personalüberlassung mehrere
hundert
Menschen in
den Betrieb
direkt vermittelt.
Was motiviert Sie?
Jirka: Ich arbeite nach dem Leitspruch: Niemand ist der Falsche
in seinem Job, sondern maximal
falsch eingesetzt bzw. wurde ihm
bislang noch nicht der richtige Job
angeboten. Das zu beherzigen, ist
essentiell. Nur so haben der Mitarbeiter und auch der Firmenkunde
langfristig etwas davon. Qualität
vor Quantität, könnte man sagen.
Wie würden Sie Ihre Mitarbeiter beschreiben?
Jirka: Meine internen Mitarbeiter
sind fachlich kompetente und
engagierte
Menschen.
Das ist auch ein Grund,
wieso immer mehr Firmenkunden auf unser
Know-how zurückgreifen. Hier finden sie
das dringend benötigte
Personal mit hohem
Spezialisierungsgrad schnell und
effektiv.
Andreas Herz, Obmann Gewerbliche Dienstleister: „Eine
Interessenvertretung
kann
nur so stark sein wie das
Votum, das sie von ihren Mitgliedern bekommt. Darum appelliere ich an alle Unternehmer, von ihrem Stimmrecht
Gebrauch zu machen.“
http://dienstleister-stmk.at
http://www.facebook.com/
gewerbliche.Dienstleister
Entgeltliche Einschaltung
Andreas Jirka „schafft“ bis
zu 700 Jobs im Jahr. Denn
für jeden Einzelnen den
richtigen Platz zu finden,
ist sein erklärtes Ziel.
Fotos: Fischer; Morgenstern
Gewerblicher Dienstleister der Woche
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
14 · Service · Steirische Wirtschaft
Service
EORI-Nummer dient
der Identifizierung
Wozu benötigt man eine
EORI-Nummer, wer muss
sich registrieren lassen?
Dazu Dagmar Mirsch-Soko:
Die EORI-Nummer dient zur
Identifizierung von Wirtschaftsbeteiligten und anderen Personen in ihren Beziehungen zu den Zollbehörden.
Sie ist in allen Kontakten mit
den Zollbehörden (auch in
der EU) zu verwenden und
wird auch beim Informationsaustausch mit anderen
Zollbehörden und anderen
Behörden verwendet. Registrieren lassen müssen sich
alle Wirtschaftsbeteiligten,
die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit auch Tätigkeiten ausüben (auch passiv),
die unter die Bestimmungen
des Zollrechts fallen (als
Importeur, Exporteur, Anmelder, Bewilligungsinhaber
im Zollverfahren) und die
ihren Sitz oder Wohnsitz im
Zollgebiet der Gemeinschaft
(zum Beispiel in Österreich)
haben. Ausgabestelle für die
EORI-Nummer ist die Zollverwaltung. Für jeden Wirtschaftsbeteiligten wird nur
eine einzige Nummer vergeben, die im Falle von Niederlassungen innerhalb der
gesamten EU zu verwenden
ist. Auch Privatpersonen können sich registrieren lassen.
Weitere Infos
Dagmar Mirsch-Soko
WKO-Rechtsservice
Tel. 0316/601-601
Muss ich den Wunsch meiner
Mitarbeiterin auf Elternteilzeit
akzeptieren?
Ihre Servicenummer für alle Fragen
im Unternehmen: 0316/601-601
Dagmar
Köberl
Die Energie brennt
unter den Nägeln
Das Energieeffizienzgesetz
wird mit dem Registrierungsstichtag 31. Jänner
„Wahrheit“. Was Verbraucher und Energielieferanten jetzt tun müssen.
Die Verwirrung ist groß, zwei
wichtige Termine stehen vor der
Tür. Am 31. Jänner läuft die Registrierungspflicht aus, bis 14. Februar müssen die Energiemengen
bekanntgegeben werden, die 2014
in Österreich abgesetzt wurden.
Wer muss sich von den Stichtagen
angesprochen fühlen?
‣‣Energieverbraucher: Betriebe
mit mehr als 250 Mitarbeitern,
wobei nach Auskunft des WKExperten Peter Postl auch noch
andere Kriterien wie Umsatz,
Beteiligungsverhältnisse etc.
herangezogen werden können.
Bis 31. Jänner müssen diese
Betriebe ihrer Registrierungs-
pflicht nachkommen (Formular
siehe QR-Code) und angeben,
ob sie sich einem Energieaudit
stellen oder ein Managementsystem installieren. Für die
Umsetzung wird diesen Unternehmen in Folge eine Frist bis
Ende November eingeräumt.
‣‣Energielieferanten: Auch diese
Betriebe müssen sich registrieren lassen und zusätzlich Liefermengen an Endkunden bis
14. Februar bekanntgeben. In
diese Pflicht genommen werden
nur Firmen mit Abgabemengen
über 25 GWh. Sie müssen ihre
Einsparungsquote bekanntgeben bzw. sich auf Ausgleichszahlungen im Fall negativer
Sparquoten einstellen.
Peter Postl über einen Zusatzpassus des Ministeriums: „Übersteigt
die Liefermenge 20 GWh, bleibt
aber unter 25 GWh, dann ist nur
eine Registrierung notwendig,
die Energieliefermengen für 2014
müssen bis 14. Februar nur gemeldet werden.“
‣‣Energiedienstleister: Diese
Zielgruppe findet alle Informationen auf der Homepage des
Wirtschaftsministeriums.
Fristverlängerung
bis Ende Februar
Peter Postl macht alle Betriebe da­
rauf aufmerksam, dass ihnen in den
nächsten Tagen und Wochen Briefe
von Energielieferanten in Haus
flattern könnten, mit dem Hinweis,
dass bestehende Lieferverträge
aufgrund des Energieeffizienzgesetzes mit einem Ergänzungsvertrag zu versehen sind. Diese Schrei­
ben sollten fürs Erste ignoriert
werden. Seitens der WKO laufen
hier nämlich intensive Verhandlungen. Mit der Energie Steiermark
wurde zum Beispiel bereits eine
Fristerstreckung bis Ende Februar
erwirkt, diese sollte abgewartet
SVA-Sprechtage – Februar 2015
Bezirks-/Servicestelle
Kalsdorf, Gemeindeamt, Hauptplatz 1,
Tel. 03135/525 51
Mürzzuschlag, WK, Schwarzenbergstraße 2, Tel. 0316/601-9560
Mariazell, WK, Grazerstraße 6,
Tel. 0316/601-9870
Hartberg, WK, Ressavarstraße/Ecke
Roseggerstraße, Tel. 0316/601-9300
Feldbach, WK, Schillerstraße 3,
Tel. 0316/601-9100
Judenburg, WK, Herrengasse 23,
Tel. 0316/601-9500
Neumarkt, Gemeindeamt, Hauptplatz
1, Tel. 03584/21 07
Murau, WK, Schwarzenbergstraße 2,
Tel. 0316/601-9560
Deutschlandsberg, WK, Frauentaler
Straße 53, Tel. 0316/601-9200
Bad Radkersburg, WK, Theatergasse
2, Tel. 0316/601-9460
Leoben, WK, Franz-Josef-Straße 17,
Tel. 0316/601-9900
Zeit
Tag
8.00-11.00
3
8.30-13.00
4
8.30-12.30
5
8.00-13.00
6
8.00-13.00
9
8.30-13.00
10
14.00-15.00
10
8.30-12.30
11
8.00-12.30
12
9.00-12.00
13
8.00-13.00
2, 16
Bezirks-/Servicestelle
Eisenerz, Stadtgemeindeamt, Rathausplatz 1, Tel. 03848/25 11-0
Bad Aussee, WK, Wiedleite 101,
Tel. 0316/601-9690
Gröbming, WK, Hauptstraße 828,
Tel. 0316/601-9660
Liezen, WK, Hauptstraße 33,
Tel. 0316/601-9600
Voitsberg, Conrad-von-HötzendorfStraße 14, Tel. 0316/601-9700
Knittelfeld, WK, Hauptplatz 14,
Tel. 0316/601-9562
Leibnitz, WK, Leopold-Feßler-Gasse 1,
Tel. 0316/601-9400
Fürstenfeld, WK, Klostergasse 30/II,
Tel. 0316/601-9160
Bruck/Mur, WK, An der Postwiese 4,
Tel. 0316/601-9800
Weiz, WK, Gleisdorfer Straße 43,
Tel. 0316/601-9000
Zeit
Tag
14.00-15.00
–
8.30-13.00
17
8.30-13.00
18
8.30-13.00
19
8.00-13.00
20
8.30-12.30
23
8.00-13.00
24
8.30-12.30
25
8.00-13.00
26
8.00-13.00
27
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Anspruch auf eine
Arbeitsaufzeichnung
„Energielieferanten versuchen
zum Teil in bestehende Verträge einzugreifen. Das ist nicht zu akzeptieren.“
Foto: everythingpossible - Fotolia
Peter Postl
Rechtsexperte
werden. In jedem Fall
steht das Formular zur
Registrierung für Energiedienstleister, energieverbrauchende Unternehmen und Energielieferanten online zur Verfügung.
Unter diesem Link finden sich auch
die Absatzmengen, die bekanntzugeben sind: http://tinyurl.com/
qatm4vc. (QR-Code). Holen Sie sich
aber auch Hilfe bei den Experten:
Tel. 0316/601-601, E-Mail rechtsservice@wkstmk.at/stmk/rs.
Allen Betrieben, die ihre Energieeffizienz steigern möchten,
bietet die „Wirtschaftsinitiative
Nachhaltigkeit“ unter www.win.
steiermark.at umfangreiche Information und ein gefördertes Beratungspaket an. Zusätzlich stehen
über das Wirtschaftsservice jeden
zweiten Mittwoch Experten bei
Am 31. Jänner muss Betroffenen
kostenlosen Energieein Licht zum Thema Energieeffisprechtagen von 9.00
zienzgesetz aufgehen.
bis 13.00 Uhr zur Verfügung. ■
Interview…
… mit Jürgen Roth,
Vizepräsident WKO
Steiermark
Das Tohuwabohu rund ums
Energieeffizienzgesetz sorgt
in vielen Betrieben für
Kopfschütteln. Nachvollziehbar für Sie?
Ich würde es einmal so sagen:
Das Gesetz ist verabschiedet
und jetzt müssen wir das Beste
daraus machen. Sprich: ein möglichst unbürokratisches Regelwerk für den unternehmerischen
Alltag. Was dabei auf jeden Fall
nicht rauskommen darf, ist eine
reine Mehrbelastung der Unternehmer. Dagegen verwehren wir
uns als WKO aufs Schärfste.
Was sollte das Gesetz I­ hrer
Meinung nach idealer­
weise bringen?
Wie der Name schon sagt:
einen effizienteren Umgang
mit Energie, aber keinen
neuerlichen Zertifikatshandel. Für den
Bereich des
Energiehan-
· Service · 15
dels haben wir zum Beispiel einen
solchen Ideallösungsvorschlag
ausgearbeitet: den Effizienzkraftstoff. Da sparen wir wirklich Energie und der Konsument bekommt
eine echte Mehrleistung.
Was fordern Sie für die
Wirtschaft generell?
Rechtssicherheit, ums auf
den Punkt zu bringen. Jetzt
gibt es zwar ein Gesetz,
aber noch immer keine
Monitoringstelle. Da müssen
jetzt Nägel mit Köpfen
gemacht werden.
Bin ich als Arbeitgeber
verpflichtet, meinen Mitarbeitern die Arbeitszeitaufzeichnungen auszuhändigen?
Dazu Birgit Grabenhofer: Ja.
Seit Jänner haben Arbeitnehmer einmal monatlich
den gesetzlichen Anspruch
auf kostenfreie Übermittlung
ihrer Arbeitszeitaufzeichnungen, wenn diese nachweislich
verlangt werden.
Solange der Arbeitgeber
diese Übermittlung verwehrt,
werden nunmehr Verfallsfristen gehemmt. Unverändert
ist dabei weiterhin, dass bei
verpflichtender Führung von
Arbeitszeitaufzeichnungen
diese Pflicht den Arbeitgeber
trifft. Dieser kann zwar grundsätzlich die Führung solcher
Aufzeichnungen, nicht aber
die rechtliche Verantwortlichkeit mittels Weisung oder
Selbstaufzeichnungsvereinbarung an den Arbeitnehmer
übertragen. In diesen Fällen
hat er aber seine Dienstnehmer zur ordnungsgemäßen
Führung der Aufzeichnungen
anzuleiten und diese auch
regelmäßig zu kontrollieren.
Wichtig zu beachten: Mit 1.
Jänner sind weitere Änderungen betreffend Arbeitszeitaufzeichnungen in Kraft
getreten.
Weitere Infos
Birgit Grabenhofer
WKO-Rechtsservice
Tel. 0316/601-601
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Fotos: Fischer
16 · Service · Steirische Wirtschaft
Ein repräsentativer Besprechungsraum zum Nulltarif. Für große Kommunikationsrunden bis 16 Personen oder das kleine Buinessmeeting.
Wenn das Geschäft viel Platz braucht
Ob Businessmeetings oder
Firmenpräsentationen, der
neue Besprechungsraum
für Unternehmer in der
WKO ist eine erstklassige
und kostenlose Adresse.
Treffpunkt Wirtschaftskammer
Steiermark wird es künftig immer
öfter heißen, wenn sich Unternehmen zu Meetings treffen möchten.
Der neuen Besprechungsraum
im Erdgeschoß der WKO bietet
alles, was Firmenchefs für einen
Treffpunkt mit Kunden oder Geschäftspartnern brauchen.
Inklusive Technik
Helles und modernes Ambiente, viel Platz für zwei bis 16
Personen, Blick auf Grün und vor
allem technisches Equipment:
Vom Großbildschirm für Präsen-
tationen bis zum WLAN stehen
alle Kommunikationstüren auch
technisch offen.
Selbstverständlich
können
auch Pressekonferenzen abgehalten werden. Neben inhaltlichen
Vorzügen punktet der neue Besprechungsraum vor allem aufgrund seiner leichten Erreichbarkeit mit den Öffis – die Buslinie 39
hält direkt vor
der WKO – und
ausreichend
Parkplätzen vor
der Haustüre.
Die neue Serviceleistung
der WKO kann
kostenlos in Anspruch genommen werden. Es
ist allerdings ratsam, die Location
früh genug zu buchen (siehe Kas-
ten). Unternehmer, die ihre Gesprächspartner auch kulinarisch
verwöhnen möchten, können aus
dem geschmackvollen Angebot
des hauseigenen Caterers (kostenpflichtig) wählen (siehe Kasten).
Treffpunkt Wirtschaftskammer
hat also eine neue, höchst kommunikative Bedeutung.■
Wie buchen?
Location: www.wko.at/
stmk/besprechungsraum.
Catering:
0664/2642944
Kurz notiert
Servicetermine
‣‣Patentsprechtag: 3. Februar,
9.00–13.30 Uhr, SigmundtKloiber-Zimmer, Tel. 0316/601765, E-Mail angelika.janisch@
wkstmk.at
‣‣EXPORTservice für die steirische Lebensmittelbranche:
4. Februar ,16.00–18.00 Uhr,
ICS, Tel. 0316/601-400, E-Mail
­office@ic-steiermark.at
‣‣ERFA Arbeitsrecht: 11. Februar,
14.30–16.00 Uhr, Steiermarksaal, Campus 02 / WIFI, Tel.
0316/601-661, E-Mail daniela.
kozissnik@wkstmk.at
‣‣Steuersprechtag Ennstal/
Salzkammergut (Bezirke Liezen,
Gröbming u. Bad Aussee: 5. Februar (ganztags), RST Ennstal/
Salzkammergut, Tel. 0316/6019600, E-Mail liezen@wkstmk.at
‣‣Steuertipps für Gründer: 10.
Februar, 14.00 – 16.00 Uhr,
WIFI Graz, Tel. 0316/601-600,
E-Mail gs@wkstmk.at
‣‣Steuersprechtag Leoben: 12.
Februar (vorm.), RST Leoben,
Tel. 0316/601-9500, E-Mail leoben@wkstmk.at
‣‣NEU: Energiesprechtag. Jeden
zweiten Mittwoch im Monat
von 9.00 bis 13.00 Uhr in der
WKO Steiermark. Anmeldungen:
sprechtag@energieeffizienz.pro.
Voranschläge 2015
Dem Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
wurden der Voranschlag der Wirtschaftskammer Österreich und die
Voranschläge der Fachverbände
sowie der Voranschlag der Wirtschaftskammer Steiermark und die
Voranschläge der Fachgruppen für
das Jahr 2015 gemäß § 132 Abs.3
Wirtschaftskammergesetz zur
Kenntnis gebracht.
Die Voranschläge werden vom 2. 2.
bis 2. 3. 2015 Montag bis Freitag
in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr
in der Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Finanz- und
Rechnungswesen, 1040 Wien,
Wiedner Hauptstraße 63, Zone A,
1. Stock, Zimmer A1 21, sowie in
der Wirtschaftskammer Steiermark, Abteilung für Finanz- und
Rechnungswesen, 8010 Graz,
Körblergasse 111–113, 1. Stock,
Zimmer 106, zur Einsicht für die
Mitglieder aufliegen.
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Österreich
· 17
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Wirtschaft“ am iPad
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Wirtschaftsminister Mitterlehner verlängert die finanzielle Unterstützung für positiv abgelegte Meister- und
Befähigungsprüfungen. Im
Rahmen des „Meisterbonus“
übernimmt das Wirtschaftsministerium
ein
Drittel
der Prüfungsgebühren der
Meisterprüfungsstellen der
Landes-Wirtschaftskammern,
wenn die Meister- oder Befähigungsprüfung bestanden
wird. Pro Person und je nach
Gewerbe, in dem die Prüfung
abgelegt wurde, können bis
zu 600 Euro an MeisterbonusFörderung ausgezahlt werden.
So kommt der neue
Meister zum Bonus:
Einreichen können all jene
Personen, die im Zeitraum 1.
November 2011 bis 30. Juni
2015 ihre Meister- bzw. Befähigungsprüfung in Österreich
positiv abgeschlossen haben.
Nach erfolgreich abgelegter Prüfung Antragsformular
zusammen mit einer Kopie
des Prüfungszeugnisses und
einem Nachweis der Zahlung
der Prüfungsgebühren
‣‣per E-Mail an meisterbonus@bmwfw.gv.at,
‣‣per Post an das BM für
Wissenschaft, Forschung
und Wirtschaft („Meisterbonus“, 1010 Wien, Stubenring 1),
‣‣per Fax an +43/(0)1/71100930075 senden.
In Folge bekommt der neue
Meister ein Drittel der Prüfungsgebühr rückerstattet,
wenn die Voraussetzungen
vorliegen.
Foto: contrastwerkstatt - Fotolia
Der „Meisterbonus“
wird jetzt verlängert
Bessere Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie für Unternehmens-Youngster werden gefordert.
Ein Signal für Optimismus
Die Gründer trotzen dem
Abwärtstrend: Trotz anhaltend schwacher Wirtschaftsdaten wurden im
Vorjahr erneut mehr
Unternehmen gegründet.
2014 wagten österreichweit –
ohne den Berufszweig der selbständigen Personenbetreuer –
exakt 28.490 Neugründer den
Schritt in Selbständigkeit. Das bedeutet ein leichtes Plus von einem
Prozent – oder 277 Neugründungen – im Vergleich zum Jahr 2013.
„Damit setzen unsere Gründer ein
starkes Zeichen des Mutes für
die gesamte Wirtschaft“, betont
Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl. Maßgeblichen
Anteil hatte dabei die lange
geforderte und schließlich auf
Schiene gebrachte Rechtsform der
neuen GmbH: Die Zahl der GmbHGründungen lag 2014 bei 4.181.
Das ist im Vergleich zum Vorjahr
ein Anstieg um 21 Prozent. Doch
die erste GmbH-Reform trat erst
Mitte 2013 in Kraft. Vergleicht
man die Zahl der GmbH-Gründungen mit jenen vom Jahr 2012
(3.050), dann liegt das Plus sogar
bei 37 Prozent. Leitl: „Damit konnte der langjährige Trend mit stetig
geringen Rückgängen bei dieser
Rechtsform endlich durchbrochen
werden. Es hat sich gelohnt, dass
die WKO und insbesondere die
Junge Wirtschaft hier hartnäckig
weitergekämpft haben.“
Den Schwung, den Jungunternehmer in die Wirtschaft bringen,
dürfe man ihnen nicht nehmen,
unterstreicht Leitl. „Wenn wir
nicht schleunigst das Ruder he­
rumreißen und aktiv werden, um
„Den Schwung, den die
Jungunternehmer in die
Wirtschaft bringen, darf
man ihnen nicht nehmen.“
WKÖ-Präsident Christoph Leitl
den Mut und das Engagement
der Jungunternehmer durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu stützen, und Impulse
für Wachstum und Beschäftigung
geben, werden wir in genau einem
Jahr hier sicher keine ‚good news‘
mehr von den Gründungszahlen
2015 berichten können“, mahnt er.
Gerade der Bürokratiewildwuchs belastet die „Jungen“, wie
eine aktuelle Studie der Jungen
Wirtschaft belegt: Demnach stufen 54 Prozent der Jungunternehmer Österreich als sehr bürokratisch ein. „Als besonders schlimm
werden die Bereiche Evaluierung/
Überprüfung
wahrgenommen,
aber auch Lohnverrechnung, Genehmigung zur Erweiterung von
Produktions- und Arbeitsstätten
sowie die Einstellung von Mitarbeitern werden als überbürokratisch empfunden“, so JW-Vorsitzender Herbert Rohrmair-Lewis.
Deshalb müssten neben Deregulierungen und Vereinfachungen
auch alternative Finanzierungsformen rasch Gestalt annehmen,
wenn Neugründungen und damit
Wachstum und Beschäftigung
gefördert werden sollen. ■
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
18 · Steirische Wirtschaft
International
Das Leben nach dem
Hochwasser geht weiter
Der Weg Bosniens aus der
Hochwasserkatastrophe im
vergangenen Jahr ist steinig. Vor Ort haben wir erfahren, dass Hilfe auch aus
der Steiermark kommt.
Von Michael Neumayr
michael.neumayr@wkstmk.at
Als es im Mai des Vorjahres in
Bosnien und weiten Teilen Serbiens „Land unter“ hieß, erschütterten viele die dramatischen Bilder
aus den armen Ländern. Besonders die persönlichen Geschichten
bewegen. Etwa jene von Zorka
Juric (siehe oben). Erst in letzter
Minute konnte die 88 Jahre alte
Frau von ihren Nachbarn aus den
Fluten gerettet werden. Die Hilfsbereitschaft war auch hierzulande
groß, und so sammelten nicht nur
Privatpersonen Hilfsgüter und
spendeten Geld. Auch zahlreiche
Unternehmen sprangen in die
Bresche und halfen, wo es am nötigsten war (siehe unten). Insgesamt rund 815.000 Euro kamen so
allein bei der Caritas Steiermark
zusammen.
Die „Steirische Wirtschaft“ hat
sich gemeinsam mit der Caritas
Steiermark vor Ort in Banja Luka,
Bosniens zweitgrößter Stadt, er-
kundigt, wie es nun um die
Hilfsprojekte der Hochwasserhilfe steht. Nach wie vor kann man
an vielen Häusern die Schäden
des Hochwassers sehen. Ein
brauner Rand lässt sich an manchen Wänden noch gut erkennen.
„Bis hierher reichte das Wasser“,
erklärt Tamara Duda, eine der
verantwortlichen Ingenieurinnen
beim Aufbauprojekt der Caritas.
Meist reicht der braune Rand bis
über die Fenster hinaus. „Alles war
zerstört, die Böden, die Türen und
die Fenster. Auch die Elektrogeräte und Möbel waren nur noch
Schrott“, so Duda. Und genau hier
setzt die steirische Hilfe an. „66
Foto: Kundigraber
Foto: Sommer
Foto: Scheriau
Steirische Unternehmen packten mit an
Geldsammeln bei Party Wasser in der Not
Direkte Hilfe vor Ort
Margret Roth, Saubermacher:
„Ich hatte Geburtstag. Da die wenigsten wissen, was sie schenken
sollten haben wir gesammelt
und noch einiges dazugelegt. Die
Schwiegermutter eines Freundes
kommt aus der Hochwasserregion, und da wollten wir helfen.“
Sava Dalbokov, Steiermärkische Sparkasse: „Hilfe gehört
dazu, wenn man sich aufrichtig
den Menschen in einer Region verbunden fühlt. Deshalb haben wir
zusätzlich zur Caritas-Kooperation
auch selbst beim Bau von Brücken
und Häusern geholfen.“
Wolfgang Messner, Holding
Graz: „Wir haben eine Maschine,
die Wasserbeutel im großen Stil
befüllen kann. Wir setzen sie zum
Beispiel bei Rohrbrüchen ein, um
die Grazer zu versorgen. Beim
Hochwasser haben wir diese Pakete nach Bosnien geliefert.“
Häuser
und 41 Baracken konnten wir
bisher mit steirischem Spendengeld renovieren“, bestätigt
Brigitte Kroutil-Krenn, Leiterin
der Auslandshilfe der steirischen
Caritas. Zuerst galt es jedoch, für
das Notwendigste zu sorgen. Das
bedeutete vor allem, Lebensmittel
und sauberes Wasser zu verteilen. Viele Menschen in Bosnien
versorgen sich nämlich selbst
und die Ernte in den zahlreichen
Gemüsegärten war zerstört. Diese
Nothilfe reicht bis in den Winter,
denn in Bosnien wird mit Holz
geheizt und die Brennstoffvorräte
wurden durch das Hochwasser oft
unwiederbringlich zerstört. So
liefert die Caritas noch den ganzen
Winter über Brennholzcontainer
(siehe oben).
Hilfe bis ins Frühjahr
Kritisch für das neue Jahr ist
aber die Hilfe im Frühjahr. Zahlreiche Gemüsegärten müssen neu
angelegt werden. „Wir müssen
sehen, ob das Erdreich kontaminiert ist. Vielleicht müssen
wir eine Schicht abtragen, um
überhaupt Gemüse anbauen zu
können“, sagt Duda. Zusätzlich
wird dringend Saatgut gebraucht.
Auch hier wollen die steirischen
Helfer der bosnischen Bevölkerung unter die Arme greifen (siehe
Spendenaufruf rechts oben). ■
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· International · 19
In Bosnien wird jetzt im Winter
weiterhin dringend Brennholz gebraucht. Da viele Bosnier Selbstversorger sind, müssen viele mit
Foto: BilderBox
Caritas-Spendenaktion für Bosnien
Saatgut versorgt werden. Die
Kontoinformationen: PSK, IBAN:
AT34 6000 0000 0792 5700. Kennwort: Winterhilfe in Bosnien
Zusammenhalt ohne ethnische Grenzen
Funktionierte der bosnische Staat so weit, dass eine
strukturierte Hilfe bei Naturkatastrophen möglich ist?
Nemeti: Leider nicht. Als die Katas­
trophe passiert ist, war der Staat
relativ hilflos und die Leute waren
de facto sich selbst überlassen. Unerwartete Kooperation, auch über
ethnische Grenzen hinaus, gab es
aber auf kommunaler Ebene. Hier
haben sich engagierte Bürgermeister zusammengetan und sich
gegenseitig geholfen. Außerdem
gab es zahlreiche private Initiativen, die sich gebildet haben.
Konnte die Katastrophe das
Gemeinschaftsgefühl der
Bosnier über die ethnischen
Grenzen hinweg stärken?
Nemeti: Das haben eben die kommunalen Kooperationen gezeigt.
Es ist schon bemerkenswert, dass
hier teilweise ethnische Grenze
verschwunden sind. Es gab ein Ge-
Die Hilfe aus Österreich war
ja besonders groß. Wie wirkt
sich das auf unser Image im
Land aus?
Nemeti: Das wurde natürlich
wahrgenommen. Unsere bosnischen Partner schätzen es sehr,
dass die österreichische Hilfe
sofort gekommen ist.
Inwieweit waren österreichische Investitionen vom
Hochwasser betroffen?
Nemeti: Es gab natürlich auch österreichische Investitionen, die in
Mitleidenschaft gezogen wurden.
Für einzelne Unternehmen waren
das auch große Schäden. Aber im
Allgemeinen haben die österreichischen Unternehmen das Hochwasser relativ gut überstanden.
Welche Konsequenzen zogen
Investoren aus der Naturkatastrophe?
Nemeti: Österreichische Unternehmen haben sich zum Glück
nicht aus dem Land zurückgezogen. Die Schäden wurden repariert
und man ist geblieben. Die Standortvorteile bestehen ja weiterhin.
Das sind die geografische Nähe zu
Österreich, die gute Ausbildung
und die guten Deutschkenntnisse
der Arbeitskräfte. Hinzu kommen
kompetitive Lohnkosten und attraktive Unternehmenssteuern.■
Foto: jo - Fotolia
Das Hochwasser hat weite
Teile Bosniens zerstört. Wie
stark hat sich das langfristig
auf die Wirtschaftsleistung
ausgewirkt?
Sigmund Nemeti: Hier gibt es zwei
Aspekte, die man berücksichtigen
muss. Die internationale Gebergemeinschaft hat eine beträchtliche
Summe für den Wiederaufbau
in Aussicht gestellt. Dieses Geld
wurde aber noch nicht zur Gänze
abgeholt. Der zweite Punkt ist,
dass man durch das Hochwasser
das erwartete Wirtschaftswachstum von zwei Prozent revidieren
musste. Positiv ist aber, dass es
trotz der Katastrophe 2014 wohl
keine Rezession gab.
meinschaftsgefühl, das es so wohl
schon lange nicht mehr, vielleicht
noch gar nie gegeben hat.
Auch von der Flut betroffen: die zweitgrößte bosnische Stadt Banja Luka.
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Das Hochwasser in Bosnien
hatte enorme Auswirkungen, weiß Wirtschaftsdelegierter Sigmund Nemeti
im Interview.
07.01.15 16:20
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
20 · Industrie · Steirische Wirtschaft
Branchen
„Was gibt es Schöneres, als
nachhaltig Jobs zu sichern?
Wir freuen uns über die
Neuen im Payer-Team.“
Foto: Payer
Payer-Group-CEO F.-K. Jenny
Payer sichert 50 ehemalige Roche-Jobs
Payer Medical erweitert
um einen neuen Produktionsstandort in Graz und
übernimmt 50 Experten
am alten „Roche-Standort“.
„Es ist nicht eine, es sind sogar
zwei sehr gute Nachrichten“, freut
sich Payer-Group-CEO Franz-Karl
Jenny. Denn nicht nur, dass man
am ehemaligen Roche-Standort
in Graz – im kürzlich vorgestellten
„Space One“ – eine neue Medi­
zintechnik-Produktion für Payer
installiere, die fortan Sensoren für
Roche herstellen werde, es sind
auch 50 Ex-Roche-Mitarbeiter, die
damit ins Payer-Team integriert
werden. „Das sind hochspeziali­
erte Sensor-Experten, die schon
eine Kündigung vorliegen hatten.
Umso mehr freut es uns, diese für
unsere Erweiterung in der Medi­
zintechnik gewonnnen zu haben“,
erklärt Jenny.
Bereits seit 2005 arbeitet Payer
in Kooperationen mit Roche – die
aktuelle Vereinbarung, Sensoren
für den Pharma- und Diagnostik­
Multi in Graz zu fertigen, fuße
auf monatelangen Verhandlun­
gen, berichtet Jenny: „Es ist eine
wichtige Sache. Wir hoffen hier
auf eine sehr langfristige und er­
folgreiche gemeinsame Geschich­
te für Roche und Payer Medical.“
Insgesamt sind es mit dem
Standort St. Bartholomä seit Jah­
resbeginn rund 90 Mitarbeiter, die
Payers verstärktes Engagement
im Medizintechnikbereich voran­
treiben werden. „Zwei Millionen
Projektkosten wurden in die Umset­
zung und Integration der Sensor-
Kooperation mit Roche von der Pay­
er-Gruppe in die Hand genommen“,
erklärt Jenny. Eine Investition, die
sich aber bald bezahlt machen wird
– bereits für das erste Geschäftsjahr
wird der erwartete Umsatz der
Payer Medical mit rund 13 Millio­
nen Euro hochgerechnet. Stichwort
erstes Jahr: Hier werde sich auch
im Job-Bereich noch einiges tun,
verrät Jenny. „Wir rechnen mit bis
zu sieben weiteren Mitarbeitern
im Stammhaus. Die braucht es, um
die neuen Herausforderungen zu
managen.“■
Transformers in Weiz getroffen.
Großes Thema des Branchentreffs
war die Lehre – und damit der
Fachkräftemangel. So zeigt eine
Erhebung der Industrie, dass über
40 Prozent der Industriebetriebe
2014 ihre Lehrstellen nicht beset­
zen konnten. Dem entgegenwirken
soll unter anderem schon bald das
beim Branchentreff vorgestellte
„TA.C Talent-Center“ der WKO
Steiermark. Dieses neue Berufs­
orientierungsformat soll Jugend,
Eltern und Pädagogen Entschei­
dungsgrundlagen für einen Be­
rufseinstieg in der Wirtschaft
liefern.
Böhler & Pengg Austria
mehreren Jahren Theorie mit der
Praxis erfolgreich in Verbindung
gebracht. Kein Wunder, dass diese
Betriebsbesuche dann auch „Chef­
sache“ sind: Johann Weigand und
Walter Gröblinger (Böhler) sowie
Johann Pengg und Alexander Phi­
lipp (Pengg) begrüßten die Studiosi.
Industrie on tour
Siemens Transformers
Unter „Spannung“ stand der Bran­
chentreff der steirischen Elek­
tro- und Elektronikindustrie. Kein
Wunder, schließlich hatten sich
die Vertreter zahlreicher weißgrüner Unternehmen bei Siemens
„Hochspannung“ bei Siemens
Den Hörsaal an der Uni Graz mit
den Produktionshallen von Böhler
Edelstahl sowie der Pengg Austria
getauscht haben kürzlich Studie­
rende mit Professor Stefan Karner.
Auf Initiative der Sparte wird seit
Ein Blick hinter
die Firmentore:
Studierende
auf Praxistour
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Handel · 21
Italiens Modewelt ruft: Händler auf nach Bologna
Foto: Fotolia
Das Landesgremium veranstaltet
auch in diesem Frühjahr eine Ein­
kaufsreise ins Modegroßhandels­
zentrum „Centergross“ (Bologna).
Starkes Finish unterm Baum
Mode & Freizeit
Schuhordertag
Ein zusätzlicher Einkaufstag, viele Online-Klicks
und ein starker Endspurt
haben dem steirischen
Handel ein „200-MillionenEuro-Packerl“ beschert.
Das Landesgremium des Han­
dels mit Mode und Freizeit­
artikeln informiert, dass der
nächste Schuhordertag am
26. Februar 2015 von 9 bis
18 Uhr in der Klagenfurter
Messe, Halle 3, stattfindet.
Weitere Informationen dazu
im Gremialbüro unter Tel.
0316/601-574.
Die Latte lag hoch – 200 Millionen
Euro Umsatz rund um das Fest
wurden vom steirischen Handel
zu Beginn der Adventzeit als Ziel
angepeilt. „Eine Zahl, die wir
bereits auch im Weihnachtsge­
schäft 2013 erreichen konnten und
uns für 2014 gewünscht haben“,
erzählt Spartenobmann Gerhard
Wohlmuth. „Und ja, das Christkind
war dem Handel trotz anfängli­
cher Schwierigkeiten doch erneut
wohlgesonnen.“
Denn dank „zusätzlichem“
Einkaufstag, flottem Endspurt
kauffreudiger Kunden und vor
allem aufgrund starken In­
ternethandels konnte der Re­
kordwert von 2013 auch 2014
wieder erreicht werden. „Dass
sich das Internet als Weih­
nachtsretter entpuppt, das
unterstreicht die aktuelle
Lebensmittel
„Spar-Lehrlinge“
Großen Grund zur Freude in
Zeiten des Fachkräfteman­
gels: 44 junge Nachwuchs­
talente haben ihre Lehre bei
Spar Steiermark und südli­
ches Burgenland erfolgreich
abgeschlossen.
Handel allgemein
Warnung vor Betrug
Hochrechnung der Bundesspar­
te“, erklärt Wohlmuth. So spülte
das stationäre Business mit den
Packerln österreichweit 1,53 Mil­
liarden Euro in die Händlerkas­
sen. „Plus-minus null vom Vorjah­
resniveau“, ergänzt Bundesspar­
tenobfrau Bettina Lorentschitsch.
Das leichte Plus von nominell 0,5
Prozent oder insgesamt öster­
reichweit 1,617 Millarden Umsatz
unterm Christbaum schulde man
den Klicks auf die heimischen On­
line-Schaukästen. Denn virtuell
war das Weihnachtsgeschäft deut­
lich dynamischer. Hier markiert
österreichweit ein starkes no­
minelles Plus von neun Prozent,
oder anders gesagt 87 Millionen
Euro, dass am Onlinehandel kein
Weg mehr vorbeiführt. „Das sind
bereits 5,4 Prozent des gesamten
Weihnachtsgeschäftes. Tendenz
stetig steigend“, so Wohlmuth.■
Foto: lev dolgachov - Fotolia
In Kürze
Tankstellen im Fokus der Forschung
Von Bertha Benz’ Autofahrt
bis zu Ed Ruschas millionenteuren Zapfsäulen-Bildern: KF-Uni-Projekt geht
in die zweite Runde.
Foto: http://www.zeno.org
Die Bundessparte informiert
über aktuelle Betrugsver­
suche mit Rechnungen für
„Online-Speicher von Safe­
cloudz.com“. So erklärt die
Cybercrime-Meldestelle des
Bundeskriminalamtes, dass
derzeit wieder falsche Rech­
nungen an Unternehmen ver­
sendet werden. Die Rechnun­
gen werden dabei als bereits
fällig gestellt und beinhal­
ten detaillierte Infos über
die Firma sowie angeführte
Kontaktpersonen aus dem
Betrieb. Der in Rechnung ge­
stellte Betrag begründet sich
auf die Mietung von 2048 MB
protected storage bei der Fa.
Safecloudz.com. Es wird ge­
raten, nicht zu bezahlen und
sich an die Rechtsexperten
der Landeskammer zu wen­
den. Infos: wko.at/sicherheit
Von 13. bis 14. April gibt es die
Gelegenheit, italienischen Trends
nachzuspüren. Anmeldeschluss:
6. März, Infos: 0316/601-574.
Bereits zum zweiten Mal nehmen
Studierende des Instituts für
Volkskunde der KF-Uni Graz „Die
Tankstelle als Ort der Begegnung“
unter der Leitung von Professor
Helmut Eberhart und mit der Un­
terstützung des Energiehandels
unter die Lupe. – Und fördern
dabei Kurioses, Historisches und
auch Künstlerisches zu Tage:
Denn wer hätte gewusst, dass
„die erste Tankstelle der Welt“
eine Apotheke im baden-württem­
bergischen Wiesloch war. Hier
musste Bertha Benz bei der ersten
Fernfahrt mit einem Automobil (s.
Bild) nämlich anhalten, um dort
Leichtbenzin (war damals ein
Reinigungsmittel für Wäsche) zu
„tanken“. Oder wer hätte gedacht,
dass die „Brennende Tankstelle“
des US-amerikanischen Malers
Ed Ruscha einem Kunstsammler
sieben Millionen Dollar wert war?
Diese und noch viele andere
spannende „Tankstellen“-Storys
werden von den Jungforschern
weiter aufbereitet und sollen im
Herbst in einer Ausstellung am
Institut präsentiert werden. ■
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
22 · Gewerbe · Steirische Wirtschaft
Schwieriges Jahr für
Photovoltaik-Branche
Eine neue Förderung von
Stromspeichern soll das
Interesse an Photovoltaik
ankurbeln. Breite Zustimmung aus der Branche.
zum bestehenden Angebot, so der
zuständige Landesrat Siegfried
Schrittwieser: „Damit wollen wir
die Führungsposition bei der So­
larenergie weiter ausbauen.“ Mit
Ende Jänner wurden bereits 180
Anträge beim Land gestellt.
Konkret gefördert werden Akkus,
die mit einer Photovoltaikanlage
arbeiten. Der Solarstromspeicher
speichert den Strom dann, wenn
er produziert wird, und gibt ihn
dann an das Hausnetz ab, wenn er
benötigt wird. Auch Ernst Konrad,
Innungsmeister der Elektrotech­
niker, hält die neue Förderung für
sehr sinnvoll: „Neue Technologi­
en gehören unbedingt gefördert.“
Die Batterien hätten sich massiv
verbessert. „Es gibt Produkte am
Die Photovoltaik-Branche hat
nicht unbedingt ein leichtes Jahr
hinter sich (siehe Bericht rechts).
Frischen Schwung soll jetzt eine
neue Förderung bringen, mit
der das Land das Interesse an
Photovoltaik neu beleben will.
Gestützt werden elektrische Ener­
giespeicher – je nach Anlagentyp
gibt es zwischen 300 und 2.500
Euro, für Lastmanagementsyste­
me 300 Euro je Anlage. Die neue
Förderung sei eine Ergänzung
Foto: ikonoklast_hh - Fotolia
Förderung soll
Photovoltaik
neu beleben
Markt mit einer Lebensdauer von
25 Jahren und länger.“ Gerade
hier rechne sich die Investition,
so Konrad: „Qualität macht sich
jedenfalls bezahlt.“ In der neuen
Förderung sieht der Experte eine
Chance, den Eigenverbrauchsan­
teil massiv zu erhöhen. „So kann
man den Überschussstrom selbst
Karin Sattler■
nutzen.“
Infos im Web
www.technik.steiermark.at
umweltlandesfonds@
stmk.gv.at; Tel.
0316/877-3414,
Für die heimische Photovolta­
ikwirtschaft war das Jahr 2014
ein äußerst schwieriges. Für
Aufregung sorgte im Februar
ein Erlass des Finanzministe­
riums, der bei Kleinanlagen
bis fünf Kilowattpeak (kWp)
eine Besteuerung des Eigen­
verbrauchs von selbst erzeug­
tem Sonnenstrom vorsah.
Eine Petition mit mehr 30.000
Unterschriften konnte das
Vorhaben schließlich abwen­
den. „Die Anhebung der Frei­
grenze im Eigenverbrauch auf
25.000 Kilowattstunden war
für die Photovoltaik in Öster­
reich eine Existenzfrage“, so
Hans Kronberger, Präsident
des Bundesverbandes Pho­
tovoltaic Austria (PVA). Die
­Klimafondsförderaktion für
Kleinanlagen wurde schließ­
lich doch noch ein Erfolg. Die
Zahl der installierten Anlagen
ist zwar leicht gesunken, aber
die durchschnittliche Anla­
gengröße ist gestiegen. Nach
dem äußerst erfolgreichen
Jahr 2013 (262 Megawattpeak
an neu installierter Leistung)
werden die Neuinstallationen
2014 mit 140 Megawattpeak
beziffert. Für 2015 erwartet
die PVA wiederum ein Über­
schreiten der Zweihunder­
tergrenze. Zu den erklärten
Zielen zählen u. a. „die Op­
timierung des Ökostromge­
setzes und die Steigerung
des Eigenverbrauchs“, sagt
Kronberger.
„Handwerk mit Hingabe“: Einblicke
in den Alltag von Gewerbebetrieben
Grund zur Freude für die Tischlermeisterstätte Kum­
pusch in Gleinstätten: Der Betrieb wurde kürzlich als
einer von 40 Unternehmen als „Bester Lehrbetrieb
Österreichs 2014“ ausgezeichnet. Der Familienbe­
trieb engagiert sich seit 37 Jahren im Bereich der
Lehrlingsausbildung. Im Vorjahr
übernahm Tischlermeisterin Bir­
git Kumpusch den Vorzeigebe­
trieb. Zur hohen Auszeichnung
gratulierten der ambitionierten
Firmenchefin
WKO-Präsident
Christoph Leitl, Bundesspar­
tenobfrau Renate ScheichelbauerSchuster und Vizekanzler Rein­
hold ­Mitterlehner.■ Große Ehre für Birgit Kumpusch
Weg von der Massenproduktion,
hin zum Qualitätsprodukt: Unter
diesem Motto steht die gelungene
Filmproduktion „Handwerk mit
Hingabe – Steirische Meister­
welten“ des ORF Steiermark, der
die Handwerkskunst steirischer
Meister ins Zentrum rückt. Bei der
Präsentation im Europasaal der
WKO zeigten sich neben WKOSteiermark-Präsident Josef Herk
auch ORF-Chefredakteur Gerhard
Koch und Meisterwelten-Obfrau
Heide Zeiringer sowie deren
Stellvertreterin Regina Strunz be­
geistert vom Filmprojekt, das von
Thomas Weber gestaltet wurde.
Zu sehen ist der Film am 15. Fe­
bruar um 18.25 Uhr in ORF 2 im
Rahmen von „Österreich-Bild“.■
Foto: ORF/Schöttl
Foto: Wieser
Hohe Auszeichnung für
steirischen Tischlerbetrieb
Zeiringer, Herk, Weber und Koch
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Tourismus · 23
Frau Holle managt den Wintersport
Die Energieferien bieten noch
einmal alle Möglichkeiten, touris­
tische Bestmarken im Wintertou­
rismus anzupeilen. Das brauchen
die Betrieb auch, schließlich hat
der grüne Saisonauftakt (Novem­
ber-Dezember 2014) der Steier­
mark mit 437.300 Gästen bei den
Ankünften ein Minus von 1,6%
beschert.
Mit 1.298.800 Übernachtungen
in den ersten zwei Wintermonaten
hinkt die Steiermark im Vergleich
zu 2013 um 1,3 Prozent nach.
Jetzt wartet alles gespannt auf die
Energieferien, die – inklusive der
Osterferien im März – die Häuser
und Pisten noch füllen sollen.
Die Hoffnung ist berechtigt, der
Schnee ist da und damit auch die
spontane Lust vieler, sich doch
noch die Brettln anzuschnallen.
Einen Trend, den auch Gastwirt
und Hotelier Adi Lercher in Murau
mit doch etwas gedämpftem Op­
timismus bestätigen kann: „Wir
sind sehr gut gebucht, aber nicht
ausgebucht.“ Lercher ortet immer
häufiger das Phänomen, dass auch
Ferienwochen nicht mehr durchge­
bucht werden. „Die Gäste machen
verstärkt zwei bis drei Tage Ener­
gieferien.“ Die Gründe – glaubt
Lercher – sind nicht (nur) knappen
Budgets zuzuschreiben, sondern
auch der zunehmenden Lust auf
Abwechslung. „Die Urlauber ent­
scheiden immer spontaner, ob sie
Urlaub machen werden und was sie
tun möchten.“ Auch für die Hote­
liers in der Thermenregion sei das
unschlüssige Verhalten schwierig,
so Ernst Legenstein, Wellnessho­
tel Legenstein in Bairisch Köll­
dorf, der einen eher schwachen
Winter bilanziert: „Dass fast alle
Buschenschenken, Vinotheken etc.
geschlossen haben, ist zusätzlich
ein Grund für viele Gäste, lieber im
Herbst zu kommen.“■
Das sagen die Unternehmer
Ernst Legenstein, Bairisch Köll­
dorf: „Wir kämpfen im Winter mit
der Auslastung, weil uns einfach
das Entertainment im Umfeld
fehlt. Buschenschenken, Vinothe­
ken, fast alles hat im Winter zu.“
Adolf Lercher, Murau: „Den
schneearmen Saisonstart haben
auch wir gespürt. Die WM hat uns
allerdings entschädigt. Wir sind
gut gebucht, die Gäste bleiben
aber immer kürzer.“
Foto: Steiermark Tourismus - ikarus.cc
Frau Holle heißt die Chefin im Wintersport. Bleibt
sie – wie heuer – zu Saisonbeginn aus, dann können Betriebe nur schwer
volle Fahrt aufnehmen.
Bleibt in den Städten der Schnee aus, dann fehlt auch die Lust auf Luftsprünge im (Kunst-)Schnee am Berg.
In Kürze
Ein Blick auf die Statistik für die
Monate November und Dezem­
ber zeigt deutlich, dass das erste
Winterdrittel in der Steiermark
nur zögerlich angelaufen ist. Die
wichtigsten Eckdaten: Ankünf­
te: 437.300 (–7.000 Gäste; –1,6
%); Übernachtungen: 1.298.800
(–16.700 ÜN; –1,3 %). Ankünfte
Inland: 304.400 (–2,5 %). Über­
nachtungen: 837.400 (–1,8 %). An­
künfte Ausland: 132.900 (+0,7 %).
Übernachtungen: 461.400 (–0,3
%). Nach Unterkunftsart war die
Zunahme im Bereich der gewerb­
lichen Ferienwohnungen höchst
positiv: 19.300 Gäste (+1,6%) bzw.
86.600 Übernachtungen (+61,1
%). Im Vergleich dazu: 5/4-SterneHäuser: 570.900 ÜN (+1,5 %).
Maßnahmen eingestimmt. Bei
allen gemeinsamen Aktivitäten
geht es darum, Schweizer Gästen
die Urlaubsmöglichkeiten im Be­
reich Regeneration & Wellness,
Städteurlaube in Graz und vor
allem den Genuss im Grünen Herz
verstärkt ans Herz zu legen.
Herz und Kreuz
Wenn aus Griaß di Grüezi wird,
dann hat die Marktoffensive von
Steiermark Tourismus mit seinen
Partnern in der Schweiz begonnen.
13 steirische Touristiker haben
mit einem Steiermark-Abend für
die Schweizer Reisebranche, Ver­
kehrsträger und die Presse in
Zürich auf die weiteren folgenden
Foto: Steierm.Tourismus/Filipa
Bilanz Winterstart
Steirer erobern die Schweiz
WM und TV-Rechte
Die Wettkämpfe von 2. bis 15.
Februar in Beaver Creek dürfen
in Tourismusbetrieben frei über­
tragen werden, wenn das TVGerät nur für die Wiedergabe der
Wettkämpfe aufgestellt wird, die
Projektionsflächen nicht größer
als drei Meter (Diagonale) sind
und kein Eintritt (Sponsoring)
verlangt wird. Die Freistellung für
Fernsehgeräte/Projektionsflächen
bis drei Meter Diagonale gilt auch
für alle übrigen Branchen, sofern
Betriebe einen aktuellen Vertrag
mit der AKM haben.
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
24 · Consulting · Steirische Wirtschaft
Oskar der Beratungsbranche
Dabei sein rechnet sich:
Die FG UBIT übernimmt
50 Prozent der Einreichkosten von 190 Euro für
den Constantinus Award.
Humankapital: Jede
Investition wirkt
Länder, die hochwertige Ar­
beitsplätze und einen wirk­
samen Sozialschutz bieten
und in das Humankapital
investieren, haben sich laut
einem aktuellen Bericht über
die Entwicklungen in Be­
schäftigung und Gesellschaft
in Europa 2014 in der Wirt­
schaftskrise als resistenter
erwiesen.
Hervorgehoben
wird die Notwendigkeit von
Investitionen, um Arbeits­
kräften die benötigten Qua­
lifikationen zu vermitteln
und diese auf dem aktuellen
Stand zu halten und so die
Produktivität zu stützen.
IT- und Beratungsunternehmen
können ab sofort ihre besten Pro­
jekte zum Constantinus Award,
Österreichs großem Beratungsund IT-Preis, einreichen. „Bereits
zum 13. Mal geben wir den Er­
folgsgeschichten unserer Mitglie­
der und ihrer Kunden eine breite
Bühne und zeichnen die besten
Projekte der Branche Unterneh­
mensberatung und IT aus“, unter­
streicht Dominic Neumann, UBITFachgruppenobmann, den Erfolg
des österreichischen Awards. Die­
ser wird übrigens in diesem Jahr
bereits zum fünften Mal auch
weltweit und zum dritten Mal
auf europäischer Ebene vergeben.
Einreichungen sind bis 20. März
online möglich.
EU-Millionen für
innovative KMU
Die Kategorien
Der Constantinus Award wird
wie bisher in den fünf Hauptka­
tegorien „Informationstechnolo­
gie“, „Kommunikation & Netzwer­
ke“, „Standardsoftware & Cloud
Services“, „Management Consul­
ting“ und „Personal & Training“
vergeben. Einreicher können
zudem ihre Projekte zusätzlich in
den drei Sonderpreisen „Interna­
In Kürze
Der Cubus – die Location für das Event
tionale Projekte“, „Open Source“
und „Mobile Apps“ einreichen.
Auch dieses Jahr wird wieder ein
Publikumspreis über ein Voting
auf Facebook vergeben. Die große
Gala findet am 25. Juni im Cubus
in Vorarlberg statt. ■
Jetzt einreichen
Bis 20. März können Projekte online eingereicht
werden:
www.constantinus.net.
Über 275 kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) in Eu­
ropa erhalten insgesamt 117
Millionen Euro aus Mitteln
der Europäischen Union, um
ihren innovativen Ideen den
Weg aus der Forschung hin
zum Markt zu bereiten. Das
ist das Ergebnis der im Herbst
2014 zu Ende gegangenen
Ausschreibungsrunde
im
Rahmen des neuen KMU-In­
struments, welches aus dem
neuen EU-Forschungs- und
Innovationsprogramm Hori­
zont 2020 finanziert wird.
Eine „Armee“ von Spezialisten
Berlin ist
immer eine
Reise wert.
Foto: Sergey Borisov
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45 Damen und Herren haben
kürzlich die Prüfung zum „Mak­
ler- bzw. Verwalterassistenten“ er­
folgreich abgeschlossen. Sie wur­
den im Rahmen der Übergabe der
Zertifikate gefeiert und können
zu Recht stolz auf den Abschluss
einer sehr selektiven Ausbildung
sein. Als erste Gratulanten stell­
ten sich die Berufsgruppenspre­
cher Patricia Reisinger, Erwin
Dorfer und FG-Geschäftsführer
Werner Lämmerer bei den frisch­
gebackenen Absolventen ein.■
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Foto: Fischer
Eine Reise in die Internet-Zukunft
Dorfer, Lämmerer (links) und Reisinger (rechts hinten) gratulierten den
neuen Makler- bzw. Verwalterassistenten.
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· 25
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28 · Steirische Wirtschaft
Unternehmer
Ein Wald voller Helden aus
Er will doch nur spielen!
Michael Leipold ist Herr
über weiß-grüne Waldhelden, die man selbst zum
Leben erwecken muss.
Innovative
Geister
Serie
Kleine Männchen mit Ritterhelm,
Pferdewagen, Drachen und Katapulte mit richtig viel Schusskraft
– nein, das ist nicht ein weiterer
Teil der Hobbit-Saga, das ist die
nicht minder fantastische Welt des
Grazers Michael Leipold. Zwar ist er
eigentlich als Maschinenbauer beruflich selbständig tätig, doch seit
einiger Zeit tauscht der Unternehmer immer öfter den Computer mit
der Laubsäge – um im heimischen
Keller all die Utensilien aus Holz zu
basteln, die es für eine mittelalterliche Welt so braucht. „Mein Sohn
war und ist hier mein wichtigster
Impulsgeber und härtester Kritiker“, gesteht der Spielzeugerfinder.
„So hat auch alles begonnen. Zuerst
war es die Puppenstube für die
Nichten, dann die Ritterburg für
den Sohn. Bald entwickelte sich
daraus eine Leidenschaft, die mich
vor genau einem Jahr zur Gründung
von ,WoodHeroes‘ motivierte“, erzählt er.
Seine Ideen und Vorlagen setzt
Leipold mit der Hilfe mehrerer
steirischer Firmen um. „Ein Betrieb
schneidet mit Laser die von mir
berechneten Teile aus dem Holz,
ein Tischler liefert die Leisten.
Und wieder eine andere Firma
produziert die Verpackung aus
Recyclingpapier“, betont Leipold
den bewusst regionalen wie ökologischen Aspekt seiner Produktion.
„Es wird auch nur heimisches bzw.
europäisches Holz verwendet. Da
ist keine Lackierung drauf, das
ist reine Natur.“ Wenn Kinder
also eine besondere Gestaltung
möchten, dann dürfen sie selbst
zum Pinsel greifen Doch bevor es
daran geht, müssen sie die Figuren
erst einmal zusammenbauen. „Ich
möchte Kinder motivieren, aktiv zu
werden. Und wenn sie ihr Spielzeug
selbst ,erschaffen‘, gehen sie auch
sorgsamer damit um.“ Mit seinen
„WoodHeroes“ beflügelt Leipold
aber nicht nur die Phantasie seiner
kleinen Fans, auch die Großen finden Gefallen an der – sogar von der
Steirischen Wirtschaftsförderung
(SFG) unterstützten – Spielfiguren­
idee: „Ich weiß aus vertraulichen
Quellen, dass auch viele Väter hier
ihren Spaß haben. Beim Kauf schieben sie einfach ihre Kinder vor.“ ■
Quergefragt
Mein Unternehmen…
… ist noch sehr jung, umso stolzer bin ich, dass ich jetzt auf
der Nürnberger Spielzeugmesse
meine WoodHeros internationalen
Händlern präsentieren darf.
Meine Motivation…
…ist, Spielzeug „mit gutem Gewissen“ in Europa zu produzieren. Die
Vorstellung, dass ein indisches
Neues Joanneum-Research-Institut
für intelligente, lernfähige Roboter
Landeshauptmann Franz Voves überreichte kürzlich
dem erfogreichen Grazer Medizintechnikunternehmen Mides das steirische Landeswappen (Bild). Der
Spezialist für Ultraschallsysteme hat es innerhalb
weniger Jahre an die Weltspitze im Bereich Sondenreparatur gebracht. Gründer und
Geschäftsführer Norbert Minarik:
„Wir sind sehr stolz darauf, nun
auch das steirische Landeswappen als Auszeichnung für unsere
Leistungen erhalten zu haben.
Auch wenn wir international sehr
erfolgreich sind, bleibt der regionale Bezug zur Steiermark für uns Norbert und Elsbeth Minarek mit
besonders wichtig.“■ LH Franz Voves (v.l.)
„Robots can learn“ – mit diesem
Vortrag begeisterte der renommierte Wissenschafter Jadran Lenarčič
(Laibach) die Anwesenden aus
Wissenschaft und Wirtschaft zur
Präsentation des neuen Instituts
Robotic der Joanneum Research.
Mit diesem Institut, das am Standort Lakeside Park in Kärnten seine
Heimat habe, greife die Joanneum
Research den Bedarf der Wirtschaft
an anwendungsorientierter Forschung für diese Technologien an
der Schnittstelle zwischen digitaler
und realer Welt auf, so Geschäfts-
führer Wolfgang Pribyl. Für Wissenschaftslandesrat Christopher
Drexler ein starkes Zeichen dafür,
wie „kontinuierlich sich die Joanneum Research weiterentwickelt“.■
Foto: Joanneum Reseach
Foto: steiermark.at/Frankl
Steirisches Landeswappen
für Ultraschallsonden-Profi
W. Pribyl, C. Drexler, M. Hofbaur
(Direktor des Robotic-Instituts) v.l.
· Unternehmer · 29
Kompetenzzentrum für Biomarkerforschung
Mit dem „CBmed“ (Center for
Biomarker Research in Medicine) hat nun in Graz ein neues
K1-Kompetenzzentrum eröffnet.
ubit
Rund 25 Millionen Euro wurden
investiert, etwa 70 Arbeitsplätze
sollen in den kommenden Jahren
entstehen. Infos: www.cbmed.org
In eigener Sache:
UBIT kommuniziert!
Holz
In dieser wöchentlichen Kolumne
haben alle steirischen Unternehmensberater, IT-Experten und
Buchhalter die Möglichkeit, für
die Leserinnen und Leser der
Steirischen Wirtscha interessante und nützliche Inhalte zu
kommunizieren.
Mit Infos zu aktuellen Themen
soll der wirtschaliche Erfolg
der steirischen Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützt
werden.
„
Kind für unseren Spaß im Westen
schuften muss, ist schrecklich.
Mein Ziel…
…ist es eine „industrielle“ Produktionsstätte zu betreiben. Ich
entwickle gerade Maschinen, die
für diese diffizile Kleinstarbeit
geeignet sind.
Michael Leipold mit seinen
ersten weißgrünen Spielzeugen.
Bringen Sie
Ihre Botscha
an alle Unternehmer
der Steiermark.
Foto: Woodheros/Lechner
Infos: www.woodheroes.at
Energieverluste im Flug analysiert
zienzmaßnahmen interaktiv ausgewählt werden können“, erklärt
Projektleiterin Claudia Windisch
von der Forschungsabteilung von
Siemens. So simuliert die Software
Effekte von verschiedenen Optimierungsschritten und berechnet
die optimalen Maßnahmenkombinationen für die „Problemzonen“
der Stadt. Die ersten Thermalbilder sollen bereits im Februar mit
Hilfe von Heißluftballons erfasst
werden und für die Auswahl von
Sanierungsmaßnahmen genutzt
werden.■
Wenn Sie als Mitglied der Fachgruppe Unternehmensberatung
und
Informationstechnologie
(UBIT) den Lesern der „Steirischen Wirtscha“ ein relevantes Thema präsentieren wollen,
dann schicken Sie Ihren Artikel
(beschreiben Sie das Problem,
das Sie lösen können) mit Foto,
Zitat, Firmenname und Funktion
im Ausmaß von maximal 900 Zeichen an das UBIT-Fachgruppenbüro!
Wir freuen uns auf Ihre
Einsendungen!
Wirtschaskammer Steiermark
Fachgruppe UBIT
office@ubit-stmk.at
Foto: Siemens
Heißluftballons oder Drohnen
schwärmen über ganze Stadtteile
und sammeln eifrig wie Bienen
Daten zu Energie- bzw. Wärmeverlusten. Nur so ist auch eine flächdeckende und effiziente Sanierung
möglich – zumindest wenn es nach
den Tüftlern bei Siemens geht. Die
Forscher aus Graz haben im Projekt
„Hotspots“ eine neue Techologie
zum Erfassen von Energieverlusten in großen Gebieten entwickelt.
„Ziel ist es, ein Entscheidungsinstrument für Stadtentwickler zu
generieren, mit dem Energieeffi-
news
Heißluftballons oder Drohnen
sammeln Thermalbilder ein.
www.ubit-stmk.at
Entgeltliche Einschaltung
Foto: CB Med/Schöttl
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
30 · Unternehmer · Steirische Wirtschaft
„Lehre mit Matura!“
Das hat der Lehre einen
Image-Schub gegeben –
und den Absolventen viel
breitere Perspektiven für
ihren Berufsweg.
„Die Matura ist für dich so etwas
wie eine Zukunftssicherung“,
hatte Karl Schrotter 2010 seinem
Sohn Benjamin geraten. Benjamin
Schrotter hatte keine richtige
Beziehung mehr zur Schule:
„Ich wollte einfach so schnell
wie möglich in unserem Betrieb
arbeiten.“ Und so hat er nach der
abgebrochenen HTL die Lehre als
Fotograf begonnen – im Modell
„Lehre mit Matura“.
Maturant mit Lehre
Lehre abgeschlossen, Matura
abgeschlossen: Jetzt absolviert
Benjamin Schrotter gerade seinen
Zivildienst als Rettungssanitäter.
„Und danach starte ich wieder
voll in unserer Firma durch.“ Die
Karl Schrotter GmbH in Gleisdorf
verfügt über das größte Tageslichtstudio Österreichs und fotografiert
in allen Bereichen, vom privaten
Porträt bis zur Werbefotografie.
Vier Prüfungsgegenstände umfasst die Berufsmatura. Die Teilprüfung wird jeweils gleich nach
dem Vorbereitungslehrgang am
WIFI abgelegt. Der Ablauf Schritt
für Schritt erleichtert die Konzentration. Und man lernt ja nicht nur
für die Matura.
„Ob ich den Prüfungsstoff für
Mathematik noch oft brauche,
kann ich jetzt noch nicht zweifelsfrei sagen“, meint Benjamin
Schrotter. „Aber Deutsch braucht
man immer, das gehört zur Kultur.
Und Englisch ist eine Weltsprache. Was mich beruflich interessiert, ist im Internet überwiegend
englisch geschrieben.“
Die vierte Teilprüfung absolviert man in einem Fachbereich,
der mit dem Beruf zu tun hat. Für
Kaufleute ist es meist BWL, für
Benjamin Schrotter war es IT. „In
der modernen Medientechnologie
ist IT-Wissen das Um und Auf. Die
Fotografen leben schon längst in
einer digitalen Welt.“
Die Qualifizierung
„Das war die beste Wahl“, sagen
Vater und Sohn einhellig über die
Lehre mit Matura. Karl Schrotter
hat einen Top-Mitarbeiter in seinem Unternehmen. Und Benjamin
Schrotter? Seine Pläne? Vielleicht
studieren? „Das weiß ich jetzt
noch nicht. Was ich weiß, ist, dass
ich es könnte. Und das ist mir
wichtig.“■
Foto: Schrotter
Die Lehre mit den
neuen Chancen
Vater und Sohn hatten einen Deal: „Du machst die Lehre in unserer Firma – aber mit Matura.“ Jetzt hat Benjamin Schrotter sein Ziel erreicht.
Lehre mit Matura und die Berufsmatura
‣‣Am WIFI mit vier Teilprüfungen
zu Matura.
‣‣Start zugleich mit der Lehre im
Modell „Lehre mit Matura“
‣‣Wer die Lehre schon abgeschlossen hat oder eine von
bestimmten mehrjährigen
Schulen, kann auch berufsbe-
gleitend maturieren.
‣‣Die meisten Lehrgänge starten
im Februar und im September
an mehreren WIFI-Standorten
in der Steiermark.
‣‣Informationsabende informieren über alle Details.
‣‣www.stmk.wifi.at/matura
Foto: WIFI/KK
Die Matura mit dem vollen Stoff
Beatrix Rathofer: „Vorbereitung
mit den aktuellsten Unterlagen.“
Neben der Matura an AHS und
BHS ist die Berufsmatura die
dritte vollwertige Reifeprüfung in
Österreich. Der Prüfungsstoff für
Deutsch, Englisch und Mathematik ist derselbe wie an Allgemeinbildenden Höheren Schulen.
Beatrix Rathofer ist die WIFIMatura-Fachkoordinatorin
für
Mathematik. „Wir arbeiten am
WIFI bereits mit dem Kompetenzkatalog für die neue Zentralmatura.“ Sie ist auch Lehrerin an
der Graz International Bilingual
School – und Mitglied des offiziellen Teams von Lehrern, die die
Übungstestaufgaben für die Zentralmatura in Österreich erstellen.
„Die kommenden Aufgaben sind
stärker in Praxisbeispiele eingebettet, der Schwerpunkt hat sich
auf das Modellieren, Argumentieren und Interpretieren verlagert.“ Mathematik ist nicht nur
Theorie, sondern reicht von BWL
und Technik bis in den normalen
Alltag hinein.
Damit wird, wie es bei Deutsch,
Englisch und dem Fachbereich
ist, auch die Mathematikmatura
mehr Praxis- und damit auch mehr
Berufsbezug bekommen.■
Infos
WIFI Berufsmatura
‣‣Vorbereitungslehrgänge und
gleich anschließend die jeweilige Teilprüfung
‣‣Teilprüfungen in Deutsch, Englisch, Mathematik und einem
Fachbereich
‣‣Dauer pro Lehrgang rund 200
Unterrichtsstunden
‣‣Detaillierte Beratung bei der
Bildungsinformation
‣‣Termine und Anmeldung:
www.stmk.wifi.at/matura
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Unternehmer · 31
– in die Mitarbeiter. Ein umfangreiches Führungskräfte-Curriculum für Schicht- und Abteilungsleiter widmet sich in vier
speziellen Modulen den Themen
Führungskompetenz,
Teambildung und Projektmanagement. Es
finden auch zahlreiche
externe Seminare
und Schulungen statt
– im Speziellen für
Produktionsmitarbeiter, um das Know-how
weiterzuentwickeln und
auch neuen Mitarbeitern zur Verfügung
zu stellen.
Zudem gibt
es ein großes
Angebot an Aktionen im Rahmen
der betrieblichen Gesundheitsförderung. Im Sommer 2014
startete ein Laufprojekt, bei dem
alle Stölzle-Niederlassungen im
Wettbewerb stehen, möglichst rasch – laufend – die
Erde zu umrunden. Gezählt werden alle in der
Freizeit und bei LaufEvents absolvierten
Kilometer; die Teams
haben bereits 25.000
der nötigen
40.075 Kilometer
zurückgelegt.
top of styria: Ideen für die Steiermark
Investition in die Menschen
Von Johannes Schick,
CEO der Stölzle Glasgruppe
Rund 30 Millionen Euro hat
Stölzle-Oberglas, das steirische
Stammwerk der Stölzle Glasgruppe, in den vergangenen zwei
Jahren in innovative Technologien und Anlagen investiert. Durch
die Sanierung beider Schmelzwannen und die Umstellung auf
regenerative Schmelztechnik
sowie die Adaptierung des
Druckluftsystems konnte eine
bedeutende Reduktion des Energieverbrauches und somit des
CO2-Abdruckes erreicht werden.
Um bei Produktneuentwicklungen am Puls der Zeit zu
sein, wurden in Köflach und am
britischen Standort der Gruppe
3D-Drucker eingesetzt. Durch
sie kann das STO-Designteam in
enger Zusammenarbeit mit den
Kunden rasch und unkompliziert
Produktänderungen umsetzen
und – für Testzwecke sogar befüllbare – Produktmuster selbst
herstellen.
Letztlich sind jedoch Investitionen in die Menschen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
am wichtigsten, weil hinter der
besten technologischen Ausstattung immer noch der Mensch
steht, der das Werk am Laufen
hält. Dies ist uns wohl bewusst.
Seit 2008 wird deswegen intensiv und gezielt in das wertvollste
Gut des Unternehmens investiert
Johannes Schick wurde
2012 als TOP of Styria in der
Kategorie Innovation ausgezeichnet. www.topofstyria.at
(Foto: Fischer)
Modern Business.
Modern Business Modelle im Leasing
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gebunden an den Monatsdurchschnitt des von der Oesterreichischen Nationalbank veröffentlichten 3-Monats-Euribors; vorbehaltlich einer entsprechenden Bonitätsprüfung durch MBFSA,
Änderungen und Druckfehler; im Wartungsvertrag sind alle Wartungen gemäß Serviceheft sowie Reparaturen und Verschleißteile für 36 Monate bzw. 90.000 km gesamt (je nachdem, was
früher erreicht wird) enthalten; Details und weitere Informationen können Sie den AGBs entnehmen (www.mercedes-benz.at/leasing-agb); Angebot gültig bis 28.02.2015 bzw. bis auf Widerruf.
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Nr. 4 · 30. Jänner 2015
32 · Steirische Wirtschaft
Foto: GEPA
Menschen
Planai-Sieger ist Werbebotschafter
Rot-weiß-rote Sieger gab
es in Schladming leider
nicht, dafür einen Russen
als Werbebotschafter auf
dem Siegerstockerl.
Sie kamen alle in die WM-Stadt
2013, um einen heimischen Sieger beim Night Race zu feiern.
Allen voran Landeshauptmann
Franz Voves, sein Stellvertreter
Hermann Schützenhöfer, Landesrat Christian Buchmann oder
Tourismus-Boss Erich Neuhold,
WKO-Präsident Josef Herk und
sein Vize Jürgen Roth. Dass ihnen
nach der kollektiven Schlappe der
rot-weiß-roten Stangenartisten
keineswegs das Lachen im Hals
stecken geblieben ist, dafür sorgte
die hohe Werbewirksamkeit, die
ein Sieger wie Alexander Choroschilow in seiner Heimat Russ-
land garantiert. Und das genau
in einer Zeit, in der die Russen
ausbleiben, freuten sich die Tourismusverantwortlichen im Land,
die jetzt auf hohe Sogwirkung
bei den zahlungskräftigen Gästen
setzen. Die Planai bot nicht nur
sportlich, sondern auch optisch
die perfekte Kulisse für ein Traumrennen und hüllte sich knapp vor
den Semesterferien in eine frische
Schneedecke. Zur großen Begeis-
terung der vielen Promis, die sich
unter die rund 50. 000 Besucher
mischten – unter ihnen auch PlaniSeilbahnen-Chef Georg Bliem,
Edith Hornig mit Sohn und
Geschäftsführer Johannes Hornig, Hans Rinner (Frigopol), das
Künstlerbrüderpaar Andreas und
Willi Gabalier, Willy Temmel
(Café Lewandofsky, Bad Aussee)
oder Stefan Knapp (Café-Konditorei Steffl-Bäck).■
Der Schulterschluss der Flaggen
Die weiß-grüne Landesspitze mit
Franz Voves und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann
– er kam mit seiner Frau Caroline
– nutzte das Schladming-Event
auch heuer dazu, um sich abseits
der Piste in der „Holzhackerstube“ mit USA-Botschafterin
Alexa Wesner (Mi) und steirischen Wirtschaftsgrößen auszutauschen. Unter ihnen Angelika
und Otto Kresch (Remus Innovation), Herbert und Andrea
Pfeilstecher (Sattler AG) sowie
Klaus und Lydia Bartelmus
(IBS Austria).■
Er führt eines der aufstrebenden
unternehmerischen Flaggschiffe
in der Steiermark: Herbert Ritter, Geschäftsführer der M&R
Automation GmbH in Grambach.
Auch wenn sich sein Alltag fast
ausschließlich am Unternehmen
orientiert, einen Tag lang wurden betriebliche Agenden ausgesperrt, um mit Gattin Sabine zum
großen Geburtstagfest zu laden.
Zum 50er des jugendlichen Unternehmers kamen viele hochkarätige Gratulanten aus Wirtschaft
und Politik.
Allen voran LR Christian Buchmann,
WKO-Präsident
Josef Herk, IVChef
Jochen
Pildner-Steinburg, Klaus
Schweighofer und Friedrich
Santner (Styria)
sowie Thomas Spann
(Kleine Zeitung).■
Foto: M&R Automation
Foto: Huber
Prominentes Geburtstagskind
mit prominenten Gratulanten
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
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. –2 6 . F E B R U
165 Jahre im Zeichen der Wirtschaft
Der Innovator und Visonär Erzherzog Johann
hat als Gründervater
der WKO Steiermark die
Grundlage für eine moderne Unternehmervertretung gelegt.
Ein Mann
mit Visionen: Erzherzog Johann
dem Staat sind heute so aktuell
wie damals, im Jahr 1850.
Vor 160 Jahren befand sich die
Steiermark in einer tiefen Krise.
Erzherzog Johann hat mit seinen innovativen Gedanken und
Ideen die Grundlagen für einen
modernen Wirtschaftsstandort
geschaffen.
Neben der Gründung der Industrie- und Gewerbekammer,
deren erster Präsident er war,
errichtete er das Joanneum, aus
dem in der Folge die TU Graz und
Lithographie von Joseph Kriehuber
Besonders in Zeiten, in denen
sich der gesellschaftliche Wandel immer schneller abspielt und
die Wirtschaft immer rascheren
Veränderungen unterworfen ist,
braucht es auch Kontinuität und
Beständigkeit.
Dafür steht die WKO mit
ihrer 165-jährigen Geschichte.
Warum dieses System der unternehmerischen Selbstbestimmung auch in der Gegenwart
nach wie vor zeitgemäß ist,
macht ein kleiner Streifzug
durch die bewegte Geschichte
der Wirtschaftskammer Steiermark deutlich.
Der Grundgedanke einer
Selbstverwaltung der Wirtschaft
und die Forderung nach einem
starken Auftreten für die Interessen der Unternehmer gegenüber
die Montanuniversität Leoben
hervorgingen, und er gründete
die Grazer Wechselseitige.
Zudem setzte er sich für die
Ausbildung der Handelsleute
und Handwerker ein und unternahm selbst zahlreiche Reisen,
bei denen er Handelsbeziehungen anbahnte. In diesem Sinne
agiert die WKO noch heute –
man denke an Bildungseinrichtungen wie das WIFI oder den
Campus 02 oder die zahlreichen
Außenwirtschaftscenter in aller
Welt.
Starke Partner
Als Teil der Sozialpartnerschaft – neben Gewerkschaften,
Verbänden und den anderen
Kammern – steht die WKO außerdem für Konsensfindung und
sozialen Frieden (siehe Interview auf Seite III).
Die Steirische Wirtschaft
blickt auf den folgenden Seiten
zurück auf eine bewegte Geschichte und auf ein Erfolgsmodell, das für Kontinuität genauso
wie für Erneuerung steht. ■
Foto: Steiermärkische
Foto: TU Graz
Foto: Montanuni Leoben
Foto: Kucek
Weitere Gründungen von Erzherzog Johann
Wissbegierde reizen
Revolutionäre Schritte Gründergeist spürbar
Verantwortung zeigen
Wolfgang Muchitsch, Direktor Universalmuseum Joanneum:
„Das Bestreben von Erzherzog
Johann, mit der Gründung des
Joanneums 1811 die Wissbegierde zu reizen und das Lernen zu
erleichtern, hat bis heute nichts
an Aktualität eingebüßt.“
Wilfried Eichlseder, Rektor
Montanuni Leoben: „Die Montanuniversität setzt auf traditionelle
Bereiche, ist aber ständig bestrebt,
sich durch evolutionäre oder revolutionäre Schritte zu verbessern.
Diese Entwicklungen sind ganz
im Sinne Erzherzog Johanns.“
Gerhard Fabisch, Steiermärkische-Sparkasse-Chef: „Der Gründungsgedanke des Erzherzog
Johann, sich für Menschen in der
Region gesellschaftlich verantwortlich zu zeigen, ist nach wie
vor Hauptbestandteil unserer
Identität und aktueller denn je.“
Harald Kainz, Rektor TU Graz:
„Innovation und Kooperation in
einem globalen Kontext unter
Wahrung der lokalen Verbundenheit und Wertschätzung der
Traditionen prägt immer noch
den Geist der ,Erzherzog Johann
Universität‘ TU Graz.“
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
II · Wahl Spezial · Steirische Wirtschaft
Ein starkes Haus für starke
Seit 165 Jahren steht die
WKO Steiermark Unternehmern mit Rat und Tat
zur Seite. Wir blicken zurück auf bewegte Zeiten.
Mit der baulichen Sanierung
der WKO Steiermark wurde der
vorerst letzte Schritt in der
165-jährigen Geschichte der Interessenvertretung gesetzt. Seit
ihrer Gründung im Jahr 1850
haben sich sowohl Gesellschaft als
auch Wirtschaft grundlegend verändert. Die Grundidee der Gründerväter der Wirtschaftskammer
ist dennoch die gleiche geblieben:
die Unterstützung und Wahrung
der Interessen aller Wirtschaftstreibenden.
Gegründet im Revolutionsjahr
1848 in Wien, waren schon damals der Interessensausgleich
und die gesetzlich geregelte
Mitgliedschaft die Grundpfeiler
der jungen österreichischen Handelskammer. Zum Zweck der Verbesserung in Gewerbe- und Handelsangelegenheiten durfte sie
sich schon damals mit Behörden
in Verbindung setzen und Gesetze
begutachten. Dass eine Kammer
grundsätzlich alle Branchen der
Wirtschaft erfassen sollte, war ge-
Im Krieg wurde das Haus in der
Burggasse beschädigt, in der
Radetzkystraße (r.) war das
Haus des Gewerbes.
1848 ⇢
1850
1946
Errichtung der ersten österreichischen Handelskammer in
Wien. Wesentliche Eckpfeiler
sind schon damals der Interessensausgleich und die gesetzlich
geregelte Mitgliedschaft. Der
erster Präsident der Wiener
Handelskammer war Theodor
Hornbostel.
Ein neues Gesetz zur Errichtung der Handelskammern
führt zur Gründung von 60
Kammern in allen Teilen der
Monarchie. In der Steiermark
wurde die Industrie- und
Gewerbekammer gegründet,
an deren Spitze Erzherzog
Johann stand.
Das neue Handelskammergesetz sieht die
Errichtung einer Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft und die Einbeziehung
der Fachorganisationen vor. Weiters wurde
das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI)
gegründet, das sowohl Unternehmern als
auch ihren Mitarbeitern ein umfassendes
Bildungsangebot bietet.
Foto: Leopold Kupelwieser
1848
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
Steirische Wirtschaft
· Wahl Spezial · III
Altes Erbe und neue
Herausforderungen
Unternehmer
setzlich vorgeschrieben. Im Jahr
1850 wurde schließlich auch in
der Steiermark die Industrie- und
Gewerbekammer gegründet, mit
Erzherzog Johann an der Spitze.
In den 1920er-Jahren erhielten
alle Unternehmer das Wahlrecht,
unabhängig von deren Steuerleistung. Die 1930er waren geprägt
von der Wirtschaftskrise: Unternehmer schlossen sich in Bünden
zusammen und eine gemeinsame
Vertretung von Arbeitgebern und
Arbeitnehmern wurde diskutiert.
Ein neuer Anfang
Nach dem zweiten Weltkrieg
wurde die Bundeskammer als
Dachorganisation gegründet und
in den 1950ern gewann die Sozialpartnerschaft immer mehr
an Bedeutung. Die 1970er-Jahre
standen ganz im Zeichen des
Umbruchs – so wurde 1974 das
Lehrlingszentrum in Graz fertiggestellt und es erfolgte der Spatenstich für das Zentralgebäude
der steirischen Handelskammer.
Nach nur zwei Jahren Bauzeit
vereinte der Komplex in der
Körblergasse alle Kammerdienststellen und das Wirtschaftsförderungsinstitut. 1971 schuf man mit
dem „Mitteilungsblatt der Han-
delskammer“ erstmals eine Zeitung, die sämtliche Wirtschafts­
treibende direkt mit Informationen versorgte. 1977 markierte die
Errichtung der „Frau in der Wirtschaft“ einen weiteren Meilenstein. Markante WK-Ini­
tiativen
prägten die 1980er-Jahre: etwa
die aktionistischen Catch-Auftritte des „Unternehmers“ Herr Sepp
und des „Arbeitnehmers“ Wanz.
Die 1990er-Jahre standen im
Zeichen von Reformen: Die Handelskammer wurde zur Wirtschaftskammer, das WIFI-Gebäude ausgebaut und ein Europareferat installiert. Dieser Reformgeist
setzte sich auch im neuen Jahrtausend fort: 2003 stellte sich die
WK Steiermark mit einer Neuausrichtung den Anforderungen der
Zeit. Neue Leistungsbereiche, der
Ausbau der Serviceleistungen mit
eigener Hotline und internetbasierten Lösungen wurden geschaffen, Standorte reformiert und mit
der Gründung des Internationalisierungscenters österreichweit
ein Meilenstein gesetzt. Welche
Impulse für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes notwendig sind, zeigte
die WKO 2006 mit der Errichtung
Österreichs erster Fachhochschule
der Wirtschaft, dem Campus 02.■
Wie wichtig ist die Sozialpartnerschaft für Österreich?
Gerald Schöpfer: Die Sozialpartnerschaft gehört zur österreichischen Identität. Sie
trägt viel zum sozialen Frieden bei – allerdings könnte
man den Satz auch umdrehen: Weil wir in Österreich
sozialen Frieden haben, gibt
es eine gut funktionierende
Sozialpartnerschaft.
Welche Bilanz ziehen Sie
aus der Geschichte? Was
sind die wichtigsten historischen Erfolge der Sozialpartnerschaft?
Schöpfer: Auch in schwierigen
Zeiten konnten immer Kompromisse gefunden werden.
Als es nach 1945 darum ging,
sehr unpopulär die Währung
zu sanieren und viele Gelder
einzufrieren, hat die Sozialpartnerschaft der Regierung
wichtigen Flankenschutz gegeben. Auch in kritischen
Phasen konnte die
soziale Stabilität
gewahrt bleiben
– dies führte bekanntlich dazu,
dass Papst Paul VI. Ös-
terreich emphatisch als „Insel
der Seligen“ bezeichnete.
Wo stehen die Sozialparterschaft und die WKO
heute? Wie sehen Sie ihre
Zukunft?
Schöpfer: Von der vom Papst
erwähnten Seligkeit sind wir
leider weit entfernt, dass es
aber im internationalen Vergleich relativ gut läuft, ist
keine Selbstverständlichkeit.
Um sozialen Frieden zu wahren und auch in den auf uns
zukommenden wechselhaften
Wirtschaftslagen weiter gut
zu bestehen, werden viele Anstrengungen notwendig sein.
Hier kommen einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik und
einem maßvollen Interessensausgleich zentrale Bedeutung
zu. Hier wird die WKO sicher
gefragt sein – mehr denn je.■
Foto: Fischer
Gerald Schöpfer von
der Universität Graz
im Interview über das
Wesen der Sozialpartnerschaft und zukünftige Herausforderungen.
1950
1957
1991
2006
In diesem Jahr werden
die ersten freien Handelskammerwahlen nach
dem zweiten Weltkrieg
abgehalten.
Die Errichtung der Paritätischen
Kommission für Lohn- und
Preisfragen ist die Grundlage
der österreichischen Sozialpartnerschaft. Ziel es ist,
Interessensgegensätze durch
Konsenspolitik zu lösen.
Ausbau des Wahlrechts bei den Handelskammerwahlen
sowie der Mitglieder-, Minderheitenund Kontrollrechte.
Erleichterung bei
Gebühren und
Grundumlagen.
Gründung des
Campus 02 in
Graz als erste
Fachhochschule der
Wirtschaft.
Foto: Melbinger
1950 ⇢
Nr. 4 · 30. Jänner 2015
IV · Wahl Spezial · Steirische Wirtschaft
Unternehmer haben jetzt die Wahl
Der Countdown läuft, etwas
mehr als drei Wochen sind es
noch, bis zur WKO-Wahl 2015.
Dann wird feststehen, wer in den
nächsten fünf Jahren die Interessen der Wirtschaft vertreten soll.
Alle Unternehmer werden
einem Wahlsprengel (Zweigwahllokal) zugeordnet. Diese
Zuordnung erfolgt nach dem
Firmensitz bzw. bei mehreren
Firmensitzen nach der Zusendeadresse.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, seine Stimme per
Briefwahl abzugeben. Wahlkarten können noch bis 11.
Februar beantragt werden und
werden dann per Post zugestellt. Pro Berechtigung erhalten Sie einen Stimmzettel und
Foto: Christian Schwier - Fotolia
Kleines Kreuz mit großer
Wirkung: Vom 24. bis 26.
Februar wird gewählt.
Noch können Wahlkarten
angefordert werden.
Ob im Wahllokal oder per Briefwahl: jede Stimme zählt – und zwar von 24. bis 26. Februar
ein Stimmzettelkuvert. Wichtig: Pro Stimmzettel darf nur
ein Stimmzettelkuvert verwenden werden und die Wahlkarte
muss unterschrieben werden.
Die Stimmzettelkuverts werden
dann in die Wahlkarte gesteckt
und in den Postkasten geworfen.
Der Versand ist kostenlos. Die
Wahlkarte muss spätestens am
Freitag, dem 20. Februar 2015,
bei der Hauptwahlkommission
eingelangt sein.
Das Formular zum Anfordern
der Wahlkarte finden Sie im Internet: http://bit.ly/1ulKnju■
Infos im Web
Sämtliche Informationen
zur Wirtschaftskammerwahl
finden Sie auf
wko.at/wahl
Schön, dass Sie sich für Ihre Branche starkmachen…
… Herr Abel. Der 35-jährige Stuckateur ist seit
dem letzten Sommer
selbständig und engagiert sich für den Nachwuchs in seiner Branche.
AU
S
T
als Kandidat für seine Branche
antritt. Aber schon bisher engagierte sich Abel nebenberuflich.
Und zwar für die Jugend: Er
ist an der WIFI-Meisterschule
tätig und hat beispielsweise den
Stuckateur-Staatsmeister Erich
Niederl und die Vize-Staats„Ich möchte mich persönlich für meisterin Jasmin Trummer zum
die kleinen und mittelgroßen Erfolg geführt.
Handwerksbetriebe einsetzen“,
„Es macht mir Spaß und ich
sagt Gerhard Abel. „Es ist persönlich kann mich durch
wichtig, aufzuzeigen, dass es diese Arbeit auch noch weiteruns kleine neben den großen bilden. Außerdem nutze ich sie
Unternehmen auch noch gibt!“ zum Netzwerken und zum GeIm Juli letzten Jahres hat sich dankenaustausch“, erzählt der
der Stuckateur und Spezialist Irdninger, der selbst im Jahr
für Trockenbau gemeinsam mit 2000 der jüngste Stuckateur­
meister der Steierseinem GeschäftsRT
R WI SCHAF
partner
Bernhard
mark war.
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D
Knechtl
selbstänDabei hat er zudig
gemacht.
nächst den Beruf
Für ihn ist es
des
Zimmerers
die erste Wirterlernt, obwohl
schaftskammersein Vater einen
FÜ
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wahl, bei der er
Stuckateurbetrieb beIE W IR TS C
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VON 14
sitzt. „Ich wollte damals auf keinen Fall die Lehre im elterlichen
Betrieb absolvieren“, sagt Abel.
Später hat er sich dann aber
doch dazu entschlossen, ins
Metier seines Vaters zu wechseln und in dessen Betrieb
mitzuarbeiten. Sein Handwerk
wurde ihm gewissermaßen in
die Wiege gelegt, so wie auch
das Engagement dafür – war
doch sein Vater Gerhard
Abel senior langjähriger
Innungsmeister-Stellvertreter.
Was Abel besonders am Herzen
liegt? „Ich bin
für Meisterhandwerk und Qualitätssicherung.
Eine
wichtige
Basis dafür sind
gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.“■
MeisterStuckateur
Gerhard
Abel
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Seele and Geist
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