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LESUNGEN - Literaturhaus Stuttgart

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2014/2015
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Eine Veranstaltungsreihe von:
LpZ Stuttgart und SWR2 Wissen
In Zusammenarbeit mit:
Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum
STERN
Sternchenthemen – das klingt deutlich funkelnder als „Pflichtlektüre“ in der Schule. Die Sternchenthemen sind verbindliche
Texte für das Deutschabitur in Baden-Württemberg. Über 30.000
Schülerinnen und Schüler befassen sich jedes Jahr intensiv mit drei
literarischen Werken, die im Abitur geprüft werden können.
Seit dem Schuljahr 2012/2013 stehen Peter Stamms Roman „Agnes“, Max
Frischs „Homo faber“ und das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner
auf dem Lehrplan. Die Schüler sollen Sprache und Aufbau untersuchen, die
Wertvorstellungen der Texte erkunden, historische Bezüge erkennen und die
Werke miteinander vergleichen. Keine leichte Übung. Welche Verbindungen
lassen sich zwischen diesen Texten finden? Wie können Deutschlehrer die
Sternchenthemen im Unterricht lebendig machen? Und was passiert eigentlich mit einem literarischen Werk, wenn es zur Pflichtlektüre in der Schule
wird? Das Literaturhaus Stuttgart und SWR2 Wissen gehen diesen Fragen in
einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe nach.
Vor den Abiturprüfungen können Schüler, Lehrer und Interessierte im Gespräch mit dem Autor Peter Stamm Hintergründe über den Roman „Agnes“
erfahren. Der Dramaturg und Schriftsteller John von Düffel erzählt, wie sich
„Dantons Tod“ heute inszenieren lässt. Und der Schriftsteller und Universitätsprofessor Hanns-Josef Ortheil erkundet, warum der Roman „Homo faber“
immer wieder zur Schullektüre wird. Der Stuttgarter Performance-Poet Timo
Brunke wird die Abende jeweils mit poetischen Kommentaren begleiten.
Parallel klopft SWR2 Wissen in der Sendereihe „Sternchenthemen im Deutschabitur“ die drei Werke auf ihre Aktualität für das 21. Jahrhundert ab.
Erwin Krottenthaler
(Literaturhaus Stuttgart)
Anja Brockert
(SWR 2 Wissen)
1
NCHEN
Mittwoch, 04.02.2015, 20 Uhr
Agnes
Peter Stamm
Moderation: Anja Brockert (SWR2 Wissen)
Poetischer Kommentar von Timo Brunke
Was passiert mit einem literarischen Werk,
wenn es zur Pflichtlektüre in der Schule wird?
Das erleben nicht viele Schriftsteller bereits zu
Foto: © Gaby Gerster
Lebzeiten, der Schweizer Autor Peter Stamm
hingegen schon.
Sein Debütroman „Agnes“, in dem er eine komplexe Liebesgeschichte im
ausgehenden 20. Jahrhundert erzählt, wurde zum Sternchenthema. Der IchErzähler und seine Freundin Agnes, eine junge Physikerin, erfahren Nähe und
Fremdheit miteinander, schwanken zwischen Verantwortung und Freiheit.
Als der Ich-Erzähler beginnt, ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben,
muss er erleben, wie die literarische Fantasie die wirkliche Liebe überholt. Am
Ende ist Agnes verschwunden und möglicherweise tot. Das Buch ist in BadenWürttemberg nun über Jahre verbindliche Lektüre für das Deutsch-Abitur.
Wie ergeht es den Beteiligten damit, den Lehrenden, den Schülern und nicht
zuletzt dem Autor selbst? Welches pädagogische Interesse steht dahinter?
Wird „Agnes“ nun in der Schule beigesetzt im Kanon der „Klassiker“ – oder im
Gegenteil besonders lebendig unter den Augen junger Leserinnen und Leser?
Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum
Büchsenstraße 33, Stuttgart · Eintritt: 9,--/7,--/4,50 €
Sendung zum Thema: 29.01.2015, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen
Peter Stamms „Agnes“. Ein Roman kommt in die Schule.
Von Eberhard Falcke
Sendung zum Nachlesen und Nachhören auf www.swr2.de/wissen
2
ENTHE
Montag, 09.02.2015, 20 Uhr
Dantons Tod auf der Bühne
John von Düffel
Moderation: Anja Brockert (SWR2 Wissen)
Poetischer Kommentar von Timo Brunke
Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ (1835)
führt zurück in die Zeit der Jakobinerherrschaft, fünf Jahre nach der Französischen
Foto: © Katja von Düffel
Revolution. Die Ideale der Freiheit sind einer
Willkürherrschaft gewichen. Büchner erzählt von den wachsenden Zweifeln Dantons, der die Septembermorde
mit zu verantworten hat; von Wahrheit und Lüge und den Grenzen des Einzelnen, in den Lauf der Geschichte einzugreifen. Büchner sprach in diesem
Zusammenhang vom „grausamen Fatalismus der Geschichte“: von Umstürzen ist kein sozialer Fortschritt zu erwarten, sie enden immer in einem
Blutbad. Das Moderne an Büchners Drama: illusionslos beschreibt er auch
die Geburt des Massenmenschen, der unbarmherzigen technokratischen
Herrschaft in Wirtschaft und Gesellschaft und soziale Kälte. Die Manipulierbarkeit gerade der untersten Schichten durch populistische Versprechungen, die Schaffung von Sündenböcken und gezielte Desinformation
sind Themen Büchners: „Wir sind nur die Instrumente, die Musik spielt ein
anderer.“ Gemeinsam mit dem Dramaturgen und Schriftsteller John von
Düffel wollen wir der Frage nachgehen, ob und wie sich dieses Drama auf
heute übertragen lässt – auf der Bühne und im Schulunterricht.
Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum
Büchsenstraße 33, Stuttgart · Eintritt: 9,--/7,--/4,50 €
Sendung zum Thema: 05.02.2015, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen
Büchners „Danton“. Ein Lehrstück für die Gegenwart?
Von Michael Reitz
Sendung zum Nachlesen und Nachhören auf www.swr2.de/wissen
3
EMEN
Mittwoch, 25.02.2015, 20 Uhr
Schon wieder Homo faber?
Hanns-Josef Ortheil
Moderation: Anja Brockert (SWR2 Wissen)
Poetischer Kommentar von Timo Brunke
Max Frischs Roman „Homo faber“ aus
dem Jahr 1957 gilt als Beschreibung des
Menschen im technischen Zeitalter, der
Foto: © Lotta Ortheil
glaubt, das Leben ganz nach den Gesetzen von Logik und Wissenschaft organisieren zu können. Der rationale Techniker Walter Faber verliebt sich
auf einer Reise in die junge, lebensfrohe Sabeth. Bereits schwer krank,
schreibt er in seinem „Bericht“ die Ereignisse dieser Begegnung nieder.
Die Nähe zu Sabeth lässt Faber an seiner bisherigen Weltsicht zweifeln;
ihr Tod konfrontiert ihn mit versäumter Verantwortung und Schuld.
Der moderne Mensch, so Frisch, lebt an sich selbst vorbei und ergibt
sich der Machbarkeitseuphorie der Technik. Sein tiefstes Wesen und sein
Schicksal geraten ihm dabei aus dem Blick, menschliche Beziehungen
und Kommunikation unterwerfen sich dem Diktat der Naturwissenschaften. Heute haben sich die technischen Möglichkeiten durch die
Entwicklung der digitalen Medien extrem erweitert; viele Beziehungen
werden in sozialen Netzwerken im Internet gepflegt. Welche Perspektiven eröffnet uns der „Homo faber“ für das 21. Jahrhundert? Gemeinsam
mit dem Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil wird der Frage nachgegangen, welche Antworten der Roman für Jugendliche und junge Erwachsene liefern kann.
Außer Haus: Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum
Büchsenstraße 33, Stuttgart · Eintritt: 9,--/7,--/4,50 €
Sendung zum Thema: 19.02.2015, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen
Homo faber in der digitalen Welt. Zur Aktualität von Max Frischs Roman.
Von Michael Reitz
Sendung zum Nachlesen und Nachhören auf www.swr2.de/wissen
NTHE
EINTRITTSKARTEN: Hinweise zu den einzelnen Veranstaltungen bzw. zum Kauf der Eintrittskarten finden Sie auf
der Website des Literaturhauses unter www.literaturhausstuttgart.de. Zudem werden die Einzelveranstaltungen im
Monatsprogramm Februar 2015 des Literaturhauses noch einmal gesondert angekündigt.
Eintritt für Einzelveranstaltung:
EUR 9,--(Normalpreis)
EUR 7,- - (ermäßigt)
EUR 4,50 (Mitglieder, Schülergruppen mit Lehrkraft)
Ermäßigungen: Der ermäßigte Eintrittspreis gilt für Studenten, Schwerbehinderte, Mitglieder der Kulturgemeinschaft Stuttgart, Gedok-Stuttgart und arthaus-Filmtheater gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.
Vorverkauf Buchhandlung im Literaturhaus:
Eintrittskarten erhalten Sie vorab in der Buchhandlung im Literaturhaus
(Mo - Fr 12 - 20 Uhr / Sa 10 - 16 Uhr).
Vorverkaufsstellen in Stuttgart und Umland: Viele Vorverkaufsstellen in Stuttgart und Umland bieten ebenso Eintrittskarten für das
Literaturhaus an (siehe unter www.literaturhaus-stuttgart.de).
Online-Bestellung: Informationen hierzu erhalten Sie ebenfalls über
die Website des Literaturhauses unter den angekündigten Veranstaltungen. Sie haben die Wahl, sich Ihre Eintrittskarte zusenden zu lassen
(zuzüglich der von reservix erhobenen Versandgebühr) oder sich die
Karte selbst zu Hause auszudrucken.
Verkauf Abendkasse: Die Abendkasse öffnet jeweils 1 Stunde vor
Veranstaltungsbeginn. Der Vorverkauf läuft durchgehend bis zum
Veranstaltungstag. Daher kann es vorkommen, dass es kurzfristig an
der Abendkasse keine Karten mehr gibt. In diesem Fall finden Sie einen
Hinweis auf unserer Homepage.
Reservierung für Literaturhausmitglieder: Literaturhausmitglieder können für alle unsere Veranstaltungen telefonisch Karten reservieren (Kartentelefon 0711/22 02 17 47) und an der Abendkasse abholen.
Bitte bringen Sie hierfür immer Ihren Mitgliedsausweis mit und holen
Sie die Karten bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
ab. Die Reservierungen werden danach automatisch gelöscht und die
Karten gehen wieder in den Verkauf.
Rückgabe & Umtausch von Karten: Die Rückgabe oder der Umtausch
von verkauften Karten ist ausgeschlossen.
VERANSTALTUNGSORT:
Hospitalhof Stuttgart · Evangelisches Bildungszentrum
Büchsenstraße 33
70174 Stuttgart
www.hospitalhof.de
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Kontakt:
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E-Mail: krottenthaler@literaturhaus-stuttgart.de
Websites: www.lpz-stuttgart.de · www.literaturhaus-stuttgart.de
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