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INHALT
TAGESSPIEGEL KÖPFE | NR. 84
DER
KOMoPnatsF
Kirsten Niehuus
Seit mehr als zehn Jahren steht die
gebürtige Hamburgerin an der Spitze
des MEDIENBOARD BERLINBRANDENBURG. Die 55-Jährige
beschäftigt 46 Mitarbeiter, davon 37
Frauen, und ist für den Bereich Filmförderung zuständig. Nach welchen
Kriterien Gelder vergeben werden und
welche wirtschaftlichen Effekte die
Förderung für den Standort Berlin hat,
lesen Sie im Interview. SEITE 18
6 | PIA FREY DIE JOURNALISTIN HAT
EIN INTERAKTIVES MEINUNGSTOOL
ENTWICKELT – DEN PRESSEKOMPASS
28 | BERND NEUMANN DER EX-KULTURSTAATSMINISTER IST NUN PRÄSIDENT
DER FILMFÖRDERUNGSANSTALT FFA
GRÜNDER
EXPERTEN
6 | MIT KOPF, HERZ UND HAND
Zehn interessante neue Start-ups –
empfohlen von der Köpfe-Redaktion
18 | »DAS RAD AM LAUFEN HALTEN«
Interview mit Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin der Filmförderung beim Medienboard Berlin-Brandenburg
KÖNNER
22 | HINTER DEN KULISSEN
Der European Film Market der Berlinale gilt
als Stimmungsbarometer für die Branche
12 | AUSGEZEICHNET
Das Berliner Unternehmen Sitzfeldt heimst
zwei »Interior Innovation Awards 2015« ein
13 | FRUIT LOGISTICA Der weltweit
führende Branchentreff für Fruchthandel
findet von 4. bis 6. Februar in Berlin statt
14 | FÜHRUNGSWECHSEL
Die Galeries Lafayette haben einen neuen
Direktor: den Franzosen Philippe Hugot
16 | NAMENSWECHSEL Die Arena am
Ostbahnhof wird umbenannt: Die O2 World
heißt jetzt Mercedes-Benz Arena
4 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
24 | GUTE FILME IN SERIE
Stefan Arndt hat vor mehr
als 20 Jahren X-Filme
Creative Pool gegründet
28 | DIE ROLLE SEINES LEBENS
Als Präsident der Filmförderungsanstalt FFA
gibt es für Bernd Neumann viel zu tun
30 | STOFFLIEFERANTEN
Auch erfolgreiche Drehbuchautoren wie Kristin Derfler
leben mit Unsicherheiten
FOTOS Mike Wolff (3), Thilo Rückeis (3), Doris Spiekermann-Klaas, Kai-Uwe Heinrich, Kitty Kleist-Heinrich, DAVIDS/Sven Darmer
des
ÜBERLASSEN
SIE DAS UNS!
32 | DREHORTBLOCKER
Der Filmservice »bloc inc.«
von Folker Greisner hat sich
auf Absperrungen spezialisiert
• Altpapierentsorgung
optimale Lösungen und beste
Preise für Industrie, Gewerbe,
Wohnungswirtschaft und
Privathaushalte
36 | ES BLEIBT IN DER FAMILIE
Iris, Marcel und Nico Müller vermitteln
Komparsen für Film und Fernsehen
• Gewerbeabfälle
(Gewerbemüll)
40 | DER STAR IST DIE STADT
Als Filmkulisse macht Berlin seit vielen
Jahrzehnten eine richtig gute Figur
• Gewerbefolien
61 | DILEK KOLAT AN DER SEITE VON
STEPHAN SCHWARZ BEI DER FÜNFTEN
GEBURTSTAGSPARTY DES CLUBS
NETZWERKER
59 | TAGESSPIEGEL WIRTSCHAFTSCLUB
Neues Jahr, neuer Name: Der Club hat sich
umbenannt
60 | CLUBLEBEN
Neumitglied Frank Westphal;
das Netzwerk feiert Geburtstag
und diskutiert über Olympia
54 | MARC VIETOR & PAUL CRUSIUS,
DIE GRÜNDER VON AUDIBENE, EINER
INTERNETFIRMA FÜR HÖRGERÄTE
MACHER
44 | KLEINES WIRTSCHAFTSWUNDER
Wie der Mittelstand jungen Flüchtlingen
helfen und von ihnen profitieren kann
48 | MANN MIT FLÜGELN
Christoph Schreiber sammelt
und restauriert Klaviere und
Konzertflügel
52 | VOM FELD AUF DEN TISCH
Die Bio Company hat sich seit 1999
vom Einzelhändler zum Marktführer in der
Region Berlin-Brandenburg entwickelt
54 | KLEINER LAUSCHANGRIFF
Die Internetfirma Audibene erobert von
Kreuzberg aus den europäischern Markt
für Hörgeräte
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FÜR r - 5,5 cbm)
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(240 Lit
62 | OPTIMISMUS PUR
IHK und Handwerkskammer feiern
gut gelaunt den Jahresauftakt
63 | SCHICK UND SPENDABEL
Prominent besuchte Aids-Gala in der
Deutschen Oper
RUBRIKEN
12
13
14
16
47
48
51
53
56
58
64
66
KOMMENTAR
EIGENER HÄNDE ARBEIT
JAHRHUNDERTFIRMA
IMPRESSUM
AUF EIN GLAS MIT...
URTEIL DES MONATS
PATENT
OMBUDSMANN
NACHRUF Frank Gilly
KLARTEXT
MEIN ARBEITSPLATZ
INDEX
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 5
Entsorgungslösungen
auch für:
Glas • Holz • E-Schrott • Schrott
sowie alle anderen Abfälle
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- seit 1921Entsorgungsfachbetrieb
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MIT KOPF, HERZ
UND HAND
Eine Leihbar für Geräte aller Art, eine Fitness-Card für mehr als
500 verschiedene Kurse oder ein Serviceunternehmen für
Heizungen – zehn START-UPS, empfohlen von der Köpfe-Redaktion
präsentiert:
FOTOS Agentur DAVIDS/Sven Darmer, promo
TEXTE Sabine Hölper, Michael Pöppl
6 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
PIA FREY
Pressekompass
1
Wie stellt man komplexe politische oder gesellschaftliche Diskurse auf einen Blick dar?
Diese Frage beschäftigte die junge Berliner Journalistin Pia Frey (Foto) und ihren Bruder Cornelius. Sie suchten nach einem neuen Weg, um
die herkömmliche und sehr textlastige Form der
Presseschau zu ersetzen. Im März 2013 starteten
sie dann das interaktive Meinungstool Pressekompass. Der besondere Kniff ihrer Webseite:
Statt umfangreichen Textsammlungen zu einem
Thema sieht der User eben jenen Kompass, auf
dem die Medien und ihre Meinungen zwischen
mehreren unterschiedlichen Polen verortet werden. Interessiert ihn der genaue Wortlaut der
Kommentare, kann er sie über einen Link nachlesen. »Wichtig ist dabei, die richtigen Fragen so
zu stellen, dass man sie relativ eindeutig beantworten kann«, sagt Pia Frey. Der Erfolg der an
sich einfachen Idee zur Visualisierung zeigt sich
am großen Interesse der Leser: Bis zu 40.000
User informieren sich täglich auf der Webseite.
Weil das Richtungssymbol bestens dafür geeignet ist, einfach darzustellen, wie unterschiedlich
wichtige Themen kommentiert werden, nutzen
auch die Onlineseiten großer Medienhäuser
wie »Der Spiegel« oder »Der Tagesspiegel« das
schlaue Tool von Pressekompass.
Durch die Möglichkeit für die Leser, auch
selbst mit einem einzigen Klick auf den Kompass
zu entscheiden, wo sie zum jeweiligen Thema
stehen, lässt sich ein allgemeiner, wenn auch
nicht ganz repräsentativer Meinungstrend aufzeigen. Für die gute Idee wurden die Macher des
Pressekompass’ 2014 mit dem Grimme Online
Award ausgezeichnet. Eine erfreuliche Belohnung »für die viele Zeit und das Herzblut«, die
das siebenköpfige Team in das Projekt stecke, so
Pia Frey, die im Moment noch in der Ausbildung
zur Redakteurin steckt.
pressekompass.net
FLORIAN TETZLAFF, KRISTOFER
FICHTNER & PHILIPP A. PAUSDER
Thermondo
2
Drei Viertel der 20 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland sind veraltet, sagt
Philipp A. Pausder (Foto re.). Und so, wie er
es sagt, ist klar, dass er das vor allem als große
Chance sieht. Denn sein Serviceunternehmen
Thermondo baut Heizanlagen – und das, wie
er sagt, »einfacher und schneller als andere«,
außerdem »zu sehr guten Preisen«. Allerdings
beschränkt sich Thermondo auf Heizungen in
Ein- und Zweifamilienhäusern. Um die passende Anlage empfehlen zu können, hat das Team
einen Algorithmus für die Planung entwickelt,
der 15 entscheidende Punkte berücksichtigt.
Das Start-up wurde unter anderem von IBB und
E.ON mit Kapital ausgestattet. thermondo.de
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 7
KÖNNER
KOMMENTAR
TAUSENDMAL
NICHTS PASSIERT
B
Möbel von Sitzfeldt
mit dem »Interior
Innovation Award 2015«
ausgezeichnet
Sitzfeldt erhält doppelte Ehrung
AUSZEICHNUNG Die Berliner Sofamarke Sitzfeldt wurde Ende vergangenen
Jahres gleich zweimal für neu eingeführte Kollektionen ausgezeichnet.
Die Sessel- und Sofakombinationen
»Heim« und der Beistelltisch »Game«
haben den »Interior Innovation Award
2015« erhalten. Die Entwürfe für die
Möbel stammen von den Nachwuchsdesignern Sebastian Herkner und Steffen Kehrle. Für die Geschäftsführer
sind die renommierten Designpreise
»eine weitere Bestätigung dafür, dass
wir auf dem richtigen Weg sind«, sagt
Anna Deyerling, Mitgründerin von
Sitzfeldt.
HG
sitzfeldt.com
Mehr Geld
Noch mehr Geld
Der Investor Insight
Venture Partners hat einen
Mehrheitsanteil an Europas
größtem Online-Marktplatz
für Handgemachtes
Dawanda erworben. Mit
der Finanzspritze will das
Unternehmen national und
international expandieren.
Der Berliner Online-Optiker Mister
Spex bekommt weitere Unterstützung für seinen Wachstumskurs. Die
US-Investment-Bank Goldman Sachs
führt eine Finanzierungsrunde über
32 Millionen Euro unter Beteiligung
mehrerer bestehender Investoren
an. 2013 erzielte das Unternehmen
einen Umsatz von 47 Millionen Euro.
12 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat
eine neue Aufgabe gefunden: Der
61-jährige SPD-Politiker ist seit
Mitte Januar Mitglied im Präsidium des Vereins Berliner Kaufleute
und Industrieller (VBKI).
2
WAREN ES
einmal, jetzt
gibt es nur noch eins:
Die beiden größten
deutschen Fernbusanbieter, Meinfernbus
mit Sitz in Berlin und
Flixbus aus München,
haben fusioniert.
Gemeinsam decken
sie drei Viertel des
Marktes ab.
FOTOS Mike Wolff, promo (4), dpa/Jens Kalaene, Thilo Rückeis
ER, die 1000. Bald jedenfalls
sind es 1000 Tage, dass der
Flughafen nicht eröffnet worden ist. Tausendmal das Thema berührt, tausendmal ist nichts passiert.
Außer dass drinnen geputzt wird. Die
Kabel sind wahrscheinlich immer
noch verwurschtelt, so ein Durcheinander war das. Und wer will schon
Wände aufstemmen
dafür. Entraucht
werden müssen
auch dringend die
Köpfe, damit nicht
doch noch die ganze Anlage abgebaut
wird. Der BER als
STEPHANMuseum? Das wär’
ANDREAS
auch eine MögCASDORFF,
lichkeit. Die Ruine
Tagesspiegeleines langsamen
Chefredakteur
Brüters. Und wenn
das Ganze dann ein
Museum der Unfähigkeit geworden
ist, dann kann ja was Neues aufgebaut
werden. Wie wär’s mit Werneuchen?
Das klänge auch schön: Direktflug
Werneuchen-New York. Und der Flughafen hieße: WER. Einen Buchstaben
auswechseln – das ist zu schaffen.
Vielleicht interessiert sich dann auch
Dietmar Woidke mehr für das Thema.
Schmackhaft, saftig und gesund
MESSE Kennen Sie die »Aurora Papaya« oder die gelbe Kirschtomate
namens »Lemoncherry«? Natürlich
nicht. Denn beide sind neu auf dem
Markt. Und beide sind aussichtsreiche
Kandidaten für den Innovation Award,
der auf der diesjährigen Fruit Logistica
verliehen wird, übrigens zum zehnten
Mal. Vom 4. bis 6. Februar 2015 findet
der weltweit führende Branchentreff
des Fruchthandels in den Messehallen
Berlin statt. Partnerland der Fruit Logistica 2015 ist Portugal. Das Land hat
sich zu einem wichtigen Exporteur im
Bereich des Frischfruchthandels entwickelt. Das Ausfuhrvolumen von Obst
und Gemüse aus dem südeuropäischen
Land steigerte sich laut dem Verband
»Portugal Fresh« in den vergangenen
drei Jahren um 26 Prozent – von 780
Millionen Euro im Jahr 2010 auf
983 Millionen Euro im Jahr 2013.
Zur Messe werden rund 6o.000
Fachbesucher aus 14o Ländern
erwartet.
HOEL
fruitlogistica.de
Goncalo Andrade,
Vizepräsident von
»Portugal Fresh« (l.),
der portugiesische
Botschafter Luís De
Almeida Sampaio (M.)
und Messe-Berlin-Chef
Christian Göke
EIGENER HÄNDE ARBEIT
Welches Material geht durch
Ihre Hände?
TASTATUR, STIFTE
HOLZ, BETON,
LINOLEUM
Wie lange arbeiten Sie bereits
in Ihrem Beruf?
SEIT 22 JAHREN
Was bedeutet für Sie Handwerk?
www.genrenale.de
Unter dem Motto »Kill your Darlings« lädt am 11. und 12.
Februar die Genrenale ins Babylon Mitte, wo ungewöhnliche
deutsche Action-, Horror- oder Fantasyfilme zu sehen sind.
BEGREIFEN, WAS
UM UNS HERUM
PASSIERT
WEM diese Hand gehört,
erfahren Sie auf Seite 16
Wechselwillig
Aufgetankt
Ein Nachfolger für den scheidenden Flughafenchef Hartmut Mehdorn scheint gefunden zu sein:
Karsten Mühlenfeld soll auf Mehdorn, der im
Dezember das Handtuch geschmissen hatte,
folgen. Mühlenfeld ist Geschäftsführer von Rolls
Royce Deutschland. Allerdings soll auch der
frühere Bombardier-Chef Michael Clausecker im
Gespräch sein. Die Flughafen Berlin Brandenburg
GmbH äußert sich nicht zu den Personalien.
An der Spitze des Mineralölwirtschaftsverbandes wird es einen Wechsel geben:
Am 1. April übernimmt Christian
Küchen, 52, den Posten des Hauptgeschäftsführers und löst damit seinen
langjährigen Vorgänger Klaus Picard ab.
Küchen ist derzeit Sprecher der Geschäftsführung des Instituts für Wärme
und Oeltechnik (IWO) in Hamburg.
Seit Ende letzten Jahres ist Astrid
Nelke neue Professorin für Unternehmenskommunikation und
Innovationsmanagement an der
FOM Berlin. Nelke war zuvor bereits
als Dozentin an der größten privaten
Hochschule Deutschlands tätig.
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 13
DER KOPF
Wie im echten Film: MedienboardIntendantin Kirsten Niehuus an der
Hotelrezeption, Teil der Kulisse aus
»The Grand Budapest Hotel«
»DAS SCHWUNGRAD
AM LAUFEN HALTEN«
Sie ist die oberste Filmfördererin in der Hauptstadtregion: KIRSTEN NIEHUUS,
Geschäftsführerin des Medienboard Berlin-Brandenburg, über Entscheidungsmacht,
Verantwortungsgefühl und die Zukunft der Filmmetropole Berlin
INTERVIEW Heike Gläser | FOTOS Mike Wolff
18 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
D
ie Räumlichkeiten des Medienboards
liegen im dritten Stock des fx.Centers
auf dem Gelände der Babelsberger Studios. Im Foyer stehen die Hotelrezeption und
der Fahrstuhl aus »The Grand Budapest Hotel«.
Viele Szenen des Erfolgsfilms von Wes Anderson
wurden in Babelsberg gedreht. In Kirsten
Niehuus‘ Büro finden sich Requisiten aus der mit
dem Golden Globe ausgezeichneten Komödie,
die auch noch für den Oscar nominiert ist.
Frau Niehuus, Sie kamen 1991 nach Berlin, als
Chefin der Rechtsabteilung der bundesweit zuständigen Filmförderanstalt FFA. Damals war die
Filmlandschaft in Berlin eine gänzlich andere als
heute. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Ich war bereits 1988 Referendarin bei der FFA,
die damals als Bundesanstalt in Westberlin
angesiedelt war. Zu der Zeit, und das galt 1991
noch genauso, war der wichtigste Filmstandort
in Deutschland ganz klar München. Es mutete
damals schon ein bisschen absurd an, dass die
FFA so weit vom Geschehen saß, während in
München Luggi Waldleitner, Bernd Eichinger
oder Günter Rohrbach das Filmgeschehen geprägt haben – und in Berlin vergleichsweise
wenig passierte. Die ersten Aufsehen erregenden
Geschichten aus dem neuen Berlin kamen dann
von Produzent Stefan Arndt und dem Regisseur
Tom Tykwer, die damals schon als X-Filme »Die
tödliche Maria« in Berlin gedreht haben. Das
war noch vor »Lola rennt«.
FOTO Fox/promo
Wim Wenders hat aber doch auch zu dieser Zeit
»Himmel über Berlin« hier gedreht…
Das war ja sogar noch vor dem Mauerfall, und
der Film ist heute noch ein Meisterwerk. Auch
Oskar Roehler gehört zu den prägenden Berliner
Regisseuren und Christian Petzold und Andreas
Dresen, die das Bild vom Berlin-Film entscheidend geprägt haben.
Sie wurden 2014 mit der Gründung des Medienboard Berlin-Brandenburg Chefin für den Bereich
Filmförderung. War das ein Wunschposten?
Ja, das war ein totaler Wunschposten. Ich bin
ja eigentlich Juristin und habe schon lange in
Rechtsabteilungen sowohl von Fördereinrichtungen als auch von Produktions- und Verleihfirmen gearbeitet. In dieser Zeit habe ich mir das
Rüstzeug für Filmfinanzierung und die rechtliche Konstruktion einer Filmproduktion, auch
mit internationalen Partnern, zugelegt und auch
gelernt, die Marktchancen eines Projektes einzuschätzen. Insofern hat es mich sehr gereizt die
Geschäftsführung beim Medienboard zu übernehmen. Denn das Besondere ist, dass hier nicht
ein externes Gremium die Entscheidungen trifft,
sondern meine Fördermitarbeiter und ich.
Das ist das so genannte Intendantenprinzip. Was
ist der Unterschied zu Förderentscheidungen in
anderen Bundesländern?
Bei allen anderen Förderungen ist es so, dass es
ein Gremium gibt. Da setzen sich in der Regel
viermal im Jahr Leute zusammen, die aus allen
Teilen des jeweiligen Landes oder der Republik
kommen: Vertreter von Staatskanzleien, Kirchen, Verleiher-, Produzenten- und Regieverbänden diskutieren die Projekte. Das sind dann so
Gruppen von zehn bis 15 Leuten, große Gremien.
Wie sieht das Intendantenprinzip konkret aus?
Unter der professionellen Beratung meines
Teams diskutieren wir ausführlich, und am Ende
kommen wir meist zu übereinstimmenden Ergebnissen. Sollte das nicht gelingen, obliegt es
mir als Geschäftsführerin, die Entscheidung zu
treffen. Alleine bedeutet somit nicht, dass man
mit sich selber würfelt. Wir haben lange Diskussionsprozesse inhouse mit den jeweiligen Förderreferenten, die quasi meine Sparringspartner
sind – und wir überlegen uns die Entscheidungen sehr genau.
KIRSTEN NIEHUUS
ist seit 2004 Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboards
Berlin-Brandenburg.
Die gelernte Juristin ist
in Hamburg geboren.
Mitte der 1990er Jahre
war sie Leiterin der
Rechtsabteilung von
Senator Film, 1999
bis 2004 stellvertretender Vorstand der
Filmförderanstalt FFA.
Die 55-Jährige sitzt in
mehreren Gremien der
Filmwirtschaft, wie etwa
dem ZDF-Fernsehrat,
dem Beirat Deutscher
Filmförderfonds (DFFF)
und German Films.
Zudem unterrichtet sie
Filmfinanzierung an der
FIlmuniversität Konrad
Wolf. Ihr Vertrag als
Medienboard-Intendantin wurde kürzlich
um weitere fünf Jahre
verlängert.
Wie viele Kollegen sind an dem Prozess beteiligt?
Meine sieben Kollegen und Kolleginnen und ich.
Und ich lese 400 bis 500 Anträge pro Jahr.
Respekt!
Ja, aus Interesse, aber auch aus Verpflichtung.
Wenn man Entscheidungen trifft, dann sollte
man auch wissen, worüber. Es ist für mich auch
ein Anreiz, weil man viel
darüber mitbekommt,
welche Themen gerade
relevant sind. Wir haben
ja nicht nur mit Berliner Filmemachern zu
tun, sondern quer aus
der Republik ebenso
wie mit internationalen
Filmemachern.
Das Medienboard
förderte »The Grand
Budapest Hotel« mit
500.000 Euro
Das ist ja eine sehr
machtvolle Position ...
Männer nennen es
Macht, Frauen nennen
es Verantwortung.
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 19
EXPERTEN
3
GUTE FILME
IN SERIE
Stefan Arndt hat X-FILME CREATIVE POOL vor mehr
als 20 Jahren gegründet. Seither hat die Firma rund
30 Kinofilme produziert, viele davon sind preisgekrönt
TEXT Sabine Hölper
2
1
5
4
FOTOS Fotolia, promo (5)
E
in Teller voller Croissants, ein dampfender Kaffee auf dem Tisch – das Gespräch
scheint gemütlich zu werden. Doch niemand rührt die Hörnchen an, Stefan Arndt würdigt sie nicht einmal eines Blickes. Stattdessen
raucht er eine nach der andern weg. Aber somit
kommt den »zugigen Fenstern«, von der Büroleiterin beim Mantelabnehmen noch als großer
Nachteil des Gebäudes angeprangert, immerhin
eine wichtige Funktion zu. Irgendwo muss der
Qualm ja hin. Besser raus damit, in den Himmel,
der an diesem Januartag so wolkenverhangen
und ungemütlich ist, dass man am liebsten in
die Karibik flüchten möchte. Oder ins Kino.
Kino ist das Stichwort. Als Gründer und
Geschäftsführer von X-Filme Creative Pool ist
Arndt einer der wichtigsten Player in der deutschen Filmbranche. Seit mehr als 20 Jahren produziert er so erfolgreiche Kinofilme wie »Lola
rennt«, »Good Bye, Lenin!« oder »Cloud Atlas«,
Letzterer ist der teuerste deutsche Film aller Zeiten. Für viele seiner Produktionen hat der Mann
mit dem wirren Haupthaar Auszeichnungen eingeheimst, darunter sogar einen Oscar. Er ging an
»Liebe«, einen Film von Michael Haneke. Die
liebste Trophäe ist ihm allerdings eine andere.
Als man danach fragt, springt er vom Stuhl auf,
eilt zum Fensterbrett, auf dem die Skulpturen
dicht an dicht stehen, und greift zu einer Palme
aus goldglitzerndem Papier. »Die hat mir meine Telefonistin gebastelt. Weil der Regisseur ja
die Original-Palme abgreift.« Der Regisseur war
ebenfalls Michael Haneke, den Hauptpreis des
Filmfestivals in Cannes bekam er für »Das weiße
Band«. Arndt ist stolz auf die vielen Auszeichnungen, nicht auf die Menge, sondern darauf,
dass er sie für Filme bekommen hat, die er als
»Unikate« bezeichnet. Er grenzt sich damit von
den Hollywood-Produktionen ab, bei denen es
oft mehr ums Geld als um Inhalte gehe.
Stefan Arndt wuchs in einer bayerischen
Germanisten-Familie auf. Als er jung war, fand er,
dass nur Weicheier nach Berlin gehen. Kurz darauf
ging er selber hin, um dem Einberufungsbefehl
der Bundeswehr zu entgehen. Auf die Sekunde
sei er infiziert gewesen von dieser pulsierenden
Stadt, sagt Arndt. Anderthalb Jahre lang hat er
sie nicht für einen einzigen Tag verlassen. Arndt
hatte Besseres zu tun. Er wurde Kinobetreiber.
Erst kaufte er ein Kino, dann das zweite. Nur
X-FILME
Das Produktionsunternehmen hat preisgekrönte Filme wie »Liebe«
(4) produziert. Der Film
von Michael Haneke
gewann den Oscar als
bester ausländischer
Beitrag. »Lola Rennt«
(1) und »Good bye, Lenin!« (5) gehören zu den
wirtschaftlich erfolgreichsten Streifen der
Firma, »Cloud Atlas« (2)
war mit rund 100 Millionen Euro der teuerste
deutsche Film aller Zeiten. Ende März kommt
der Oskar Röhler-Film
»Tod den Hippies, es
lebe der Punk« (3) in die
deutschen Kinos.
X-Filme Creative Pool
wurde 1994 gegründet.
Neben X-Filme gibt es
seit dem Jahr 2000
den X-Verleih für die
Vermarktung und den
Vertrieb. X-Verleih-Chefin
ist Manuela Stehr,
Arndts Ehefrau.
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 25
EXPERTEN
BERLIN – DIE SINFONIE
EINER GROSSSTADT
Walther Ruttmanns
experimentelle Dokumentation des Stadtlebens ist einer der
ersten »Berlin-Filme«.
1961
In Deutschland steht Berlin als DREHORT außer
Konkurrenz. Auch international schätzen viele
Filmemacher die Hauptstadt – als Kulisse ist sie
wandlungsfähig wie kaum eine andere Metropole
40 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
DIE LEGENDE VON
PAUL UND PAULA
Der Defa-Klassiker hat unter
anderem einen Plattenbau
in Friedrichshain und die
Rummelsburger Bucht zu
Pilgerorten gemacht.
EINS, ZWEI, DREI
Das Brandenburger Tor musste für
Billy Wilders Komödie am Ende nachgebaut werden. Horst Buchholz spielte
dafür in der echten Coca-Cola-Fabrik.
DER WAHRE
STAR IST
DIE STADT
TEXT Alexander Riedel
1973
O
b in der Hauptrolle oder als Double für
andere Städte: Berlin macht stets eine
gute Figur. Mehr als 300 Filme werden
pro Jahr in der Hauptstadtregion gedreht. Zählt
man Serien, Musikclips und Werbefilme hinzu,
wird die Zahl der Drehtage auf deutlich mehr
als 5000 geschätzt. Die Filmwirtschaft wird damit zum wichtigen Wirtschaftsfaktor: Mehr als
2000 Unternehmen der Branche machen einen
Umsatz von rund 900 Millionen Euro.
Der Erfolg Berlins hat mehrere Gründe: Die
Filmförderung spielt eine große Rolle. Das Medienboard Berlin-Brandenburg gab im letzten
Jahr 25,9 Millionen Euro. Damit wurden eigenen Angaben zufolge Umsätze in Höhe von 120
Millionen Euro ausgelöst. Die vielfältige Studiolandschaft wird vom international geschätzten
Standort Babelsberg angeführt. Und: Filmemacher aus aller Welt finden hier für fast alles die
passende Kulisse – vom »Berlin-Film« bis zum
Science-Fiction-Streifen.
FOTOS dpa/akg-images, dpa (2), mauritius images/United Archives, dpa/Filmverlag der Autoren
1927
1987
1983
DER HIMMEL ÜBER
BERLIN
Bruno Ganz (l.) und Otto
Sander mischten sich als
Engel unter die Menschen.
Wim Wenders Meisterwerk
prägte Bilder der Stadt.
OCTOPUSSY
Der Besuch von James Bond (gespielt
von Roger Moore) am Checkpoint
Charlie versetzte die Ost-Grenzschützer
damals in große Aufregung.
EIN EIGENES GENRE: DER BERLIN-FILM
H
amburg-Film? Gibt es nicht.
München-Film? Auch nicht.
Und Köln-Film? Na ja. Berlin-Filme existieren dafür umso mehr.
Woran das liegt? Man kommt an dieser
Stelle nicht umhin, wieder einmal die
Einzigartigkeit der Stadt zu betonen –
die Bedeutung, die sie früher schon und
auch heute noch hat, den Charme, der
Kreative aus aller Welt anzieht, und die
einmalige Geschichte, aus der sich viel
Filmstoff ziehen lässt. »Die Geschichte
der Stadt spiegelt sich häufig im Film
wieder«, sagt Arne Krasting von der
Videobustour, die auf einer Rundfahrt
zu Drehorten führt. »Die Stadt ist der
Protagonist und spielt die Hauptrolle.«
Schon in den frühen Zeiten der
Filmgeschichte entstanden die ersten
Berlin-Filme, etwa die dokumentarischen Werke »Berlin – Die Sinfonie ei-
ner Großstadt« (1927) oder »Menschen
am Sonntag« (1930), die das Leben der
Stadt in Bildern einfangen wollten.
Auch sozialkritische Töne mischten
sich in Filme wie »Berlin Alexanderplatz« (1931) oder »Mutter Krausens
Fahrt ins Glück« (1929). Unter den Nationalsozialisten wurde Berlin dann vor
allem Schauplatz von Propaganda- und
Unterhaltungsfilmen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die
Filmstadt am Boden und konnte auch
wegen der Teilung lange Zeit nicht an
frühere Erfolge anknüpfen. Vereinzelt
schufen Regisseure wie Billy Wilder
(»Eins, zwei, drei«) und Wim Wenders
(»Der Himmel über Berlin«) dennoch
Klassiker, die das Bild von Berlin auch
international mitgeprägt haben.
Mittlerweile ist die Filmhauptstadt
wieder durchgestartet. Das zeigt sich
auch an zahlreichen neuen BerlinFilmen. Ob »Das Leben der Anderen«
(2006), »Good bye, Lenin!« (2003) oder
»Sonnenallee« (1999) – ständig kommen erfolgreiche Hauptstadt-Filme hinzu. Für die Macher der Videobustour ist
das ein ganz eigenes Problem: »Jedes
Jahr wird es schwieriger, die Filme auszuwählen«, sagt Krasting. Und weil Berlin seine Geschichte behält, sich aber
zugleich weiterhin enorm entwickelt
und verändert, dürfte dies noch einige
Zeit so bleiben.
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 41
NETZWERKER
Wir sind anders als
die anderen: Der
TAGESSPIEGEL
WIRTSCHAFTSCLUB
bietet persönliche
Betreuung, ein Netzwerk
auf Augenhöhe und
Veranstaltungen mit
interessanten Köpfen
HABEN WIR IHR
INTERESSE GEWECKT?
Dann kontaktieren Sie uns.
Clubchef Thomas Stannebein
030 290 21-15502
Heike Harrand
030 290 21-15520
NEUER NAME
Es tut sich was
Der Club rückt 2015 noch näher an den
Tagesspiegel heran und heißt deshalb ab
sofort »Tagesspiegel Wirtschaftsclub«.
Die Mitglieder profitieren künftig noch
stärker vom Multiplikatoren-Netzwerk
des Tagesspiegels, das im vergangenen
Jahr um viele Angebote gewachsen ist:
Tagesspiegel »Agenda«, das wöchentliche Politik-Journal für Politik-Entscheider, das morgendliche Newsangebot für
Smartphones »Tagesspiegel Morgenlage«, und als Fachlektüre den »BID«,
einen politischen Monitoringdienst zur
Analyse von Parlament und
Gesetzgebung. Für die Weiterentwicklung seiner
Vernetzen Sie sich
mit anderen Clubmitgliedern unter
wirtschaftsclub.tagesspiegel.de
Vertrautes Team:
Thomas Stannebein
und Heike Harrand
ABSCHIED
Wir haben einen
Freund verloren
Die Nachricht hat uns sehr bestürzt:
Unser langjähriges Clubmitglied
Frank Gilly ist völlig überraschend
verstorben (s. Nachruf auf S. 56).
Gilly hat sich mit vielen Ideen ins
Clubleben eingebracht, noch im
vergangenen Oktober hatte er zum
Clubabend in die Räumlichkeiten
der Deutschen Bank
Unter den Linden eingeladen.
Wir werden ihn vermissen.
60 | TAGESSPIEGEL KÖPFE
journalistischen Produkte wurde der Tagesspiegel bei den »Lead Awards 2014«
als »Zeitung des Jahres« ausgezeichnet.
Er hat seine Position als Leitmedium der
Hauptstadt weiter gefestigt.
»Der persönliche Charakter des
Clubs bleibt selbstverständlich auch
nach der Namensänderung erhalten«,
sagt Clubchef Thomas Stannebein.
Gemeinsam mit der Club-Koordinatorin
Heike Harrand und dem gesamten Team
wird er weiterhin Veranstaltungen mit
herausragenden Gesprächspartnern
organisieren und die Mitglieder nach
den Podiumsdiskussionen miteinander
ins Gespräch bringen.
Über die klassischen Veranstaltungen
hinaus werden die Mitglieder in Zukunft
aber auch auf anderen Ebenen Kontakte
knüpfen: Sie können ausgewählte
Business to Business-Veranstaltungen
des Tagesspiegels besuchen oder
das starke MultiplikatorenNetzwerk nutzen, das der
Verlag aufbauen wird, um
unterschiedliche Wirtschaftsvereinigungen miteinander zu
vernetzen.
TSP
VOLLEYS
Sportlicher Abend
Zwei Erkenntnisse standen am Ende des
Clubabends am 21. Januar: Die Mehrheit
der Gäste ist für Olympia in Berlin – und
die BR Volleys haben ein wichtiges Spiel
gewonnen. Diskutiert haben Peter Trapp
(CDU), Andreas Kuffner (Rudersportler), Thomas Stannebein, Gabriele Hiller
(Die Linke) und Friedhard Teuffel. RNI
FOTOS Kai-Uwe Heinrich, Thilo Rückeis, Mike Wolff (3), Kitty Kleist-Heinrich
UNSER CLUB
An diesem Abend
im Publikum:
Senatorin Dilek Kolat
Zum vierten Mal
auf dem Podium:
HandwerkskammerPräsident Stephan
Schwarz. Danach
wurde gefeiert
CLUBMITGLIED
FRANK WESTPHAL
BERLINER WASSERSPORT
SERVICE GMBH
Geschäftsführer Marketing
und Vertrieb
Herr Westphal, warum sind Sie dem
Club beigetreten? Ich bin zwar ein
Neumitglied, beobachte den Berlin
Maximal Club aber schon seit seiner
Gründung. Das Angebot hat sich
meiner Ansicht nach immer weiter
verbessert, deshalb haben wir
un zum jetzigen Zeitpunkt zum
uns
Be
Beitritt entschlossen.
GEBURTSTAGSFEIER
Fünf Jahre
Netzwerk
Zum Jubiläum hat es Stephan Schwarz
zum vierten Mal getan: sich auf das Podium des – so hieß er ja im November
noch – Berlin Maximal Clubs gesetzt.
Mit »Köpfe«-Chefredakteur Gerd
Appenzeller sprach der Präsident der
Berliner Handwerkskammer unter anderem über den steigenden Fachkräftemangel: »Als Unternehmen muss man
sich gut überlegen, wie man die Menschen an sich bindet.« Und über Berlins wirtschaftliche Entwicklung, die
ihn »positiv überrascht« habe.
Klaus Wowereits Einfluss auf diesen Aufschwung hält er allerdings für
überschätzt, auch wenn der ehemalige
Regierende zweifellos »ein ausgezeichnetes Sprachrohr für Berlin« gewesen
sei. Zu den vielen anderen Gästen, die
sich in den verganenen Jahren im Club
auf das Podium gesetzt haben, gehören
Klaus Wowereit, Renate Künast, Klaus
Töpfer, Peter Raue, Matthias Platzeck,
Cornelia Yzer, Monika Grütters und
Dilek Kolat. Die Arbeitssenatorin saß
zur Geburtstagsfeier übrigens auch als
Gast im Publikum.
Clubchef Thomas Stannebein dankte
den Mitgliedern für ihre Treue, Kürschnermeister und Clubmitglied Peter
Hoppe war unter den Gratulanten, die
sich an »interessante Veranstaltungen
und schöne Begegnungen« erinnerten.
Er habe hier Freunde gefunden. »Und
ich kann dem Team zu der Art, wie es
den Club führt, nur gratulieren.« RNI
Ei
Ein paar Worte zu Ihrem Unterne
nehmen... Die Berliner Wassersp
sport Service GmbH gibt es
se
seit 1998, wir haben rund 20 Mitar
arbeiter. Neben dem klassischen
Re
Reedereigeschäft – dem Linienun
und Charterverkehr – betreiben
wi
wir in einem der schönsten
Wa
Wassersportreviere Berlins in
Kö
Köpenick unsere »Marina Wendenschloss«.
Wie motivieren Sie Ihre Mitarbeiter?
Wir achten auf ein teamorientiertes
Miteinander, außerdem ist der
Wassersport natürlich ein toller
Arbeitsbereich. Bei uns arbeitet auch
die Führungsebene mit im Tagesgeschäft, wir sitzen nicht nur am
Schreibtisch.
Das Jahr ist noch jung. Haben Sie
gute Vorsätze? Wir haben uns vorgenommen, auch 2015 verletzungsfrei
zu bleiben. Durch den Personenund Güterverkehr ist auf Berliner
Gewässern ja ziemlich viel los.
TAGESSPIEGEL KÖPFE | 61
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