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Adolf Stäbli - Aargauer Kunsthaus

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Medienmitteilung
Aarau, Januar 2015
Adolf Stäbli
Meine Malerei ist Erlebnis, nicht Erfindung
24. Januar bis 12. April 2015
Aargauer Kunsthaus, Aarau
Sturm und Wetter, dramatisch aufgewühlte Wolken, windzerzauste
Baumwipfel und regenverhangene Ebenen – so kennen und schätzen wir
Adolf Stäbli (1842–1901), den aus dem aargauischen Brugg stammenden
Maler
und
Zeichner.
Mit
seinen
stimmungsvoll
aufgeladenen
Landschaftsdarstellungen genoss der Künstler zu Lebezeiten weit über
die Schweizer Landesgrenzen und vor allem in seiner Wahlheimat
München grosse Anerkennung. «Meine Malerei ist Erlebnis, nicht
Erfindung», soll Stäbli selbst gesagt haben und liefert damit die
Vorlage zur Betrachtung seiner Bilder – wie auch den Titel zur
Ausstellung im Aargauer Kunsthaus. Diese erste monografische
Überblicksschau nach über dreissig Jahren stellt den Bildtypus der
sogenannten «Stimmungslandschaft» ins Zentrum.
Mit
der
Ausstellung Adolf Stäbli. Meine Malerei ist Erlebnis, nicht
Erfindung nimmt das Aargauer Kunsthaus die Thematik der Brugger Ausstellung
aus dem Jahr 1984 wieder auf. Im Zentrum der Aarauer Schau steht der
Bildtypus der sogenannten «Stimmungslandschaft». Anhand einer Auswahl von
Stäblis wichtigsten Werken kann dargelegt werden, wie der Künstler ein
Leben lang um die Erneuerung seiner Kompositionen rang und diese in
verschiedenen Fassungen und Studien desselben Motivs auf Landschaften in
seiner Heimat und Oberbayern anwendete.
Stäblis Sicht auf die Landschaft als Stimmungsträger lässt sich in der
Romantik, insbesondere in der deutschen Spätromantik, verorten. Seine
Vorliebe für bewegte Regen- und Gewitterlandschaften soll ihm in München
aber auch den Ruf eines «Ruisdael des 19. Jahrhunderts» eingebracht haben,
denn
jene
pittoresken
Sujets,
die
in
den
idealisierten
Landschaftsdarstellungen vieler seiner Kollegen anzutreffen sind, fehlen
bei Stäbli. An ihre Stelle treten flüchtige Wetterstimmungen, dramatische
Lichteffekte und ein bisweilen spektakuläres Wolkenspiel, beeinflusst von
der Paysage intime, wie sie sich zu jener Zeit bei Landschaftsmalern wie
Eduard Schleich dem Älteren (1812–1874) und Adolf Heinrich Lier (1826–1882)
in München etablierte. Gleichzeitig weisen Stäblis Gemälde aber auch voraus
auf die Landschaft als touristisches Motiv, das im Moment der Gefahr, der
Stürme und Gewitter, eine Überhöhung findet, die bis heute fesselt und etwa
in der «Wetterfotografie» neue Höhepunkte erlebt. «Meine Malerei ist
Erlebnis, nicht Erfindung», soll Stäbli selbst gesagt haben. Es wird damit
auf den Punkt gebracht, worum es in seinen Werken geht: um Landschaften als
Träger von Emotionen, um ein aktives Sehen, ums Eintauchen, Mitfühlen und
eben Erleben dieser Kunst.
Adolf Stäbli wurde 1842 in Winterthur als Sohn des aus Brugg stammenden
Kupferstechers und Zeichenlehrers Diethelm Stäbli geboren, wobei er stets
seinem Heimatkanton verbunden blieb: Noch nach vielen Jahren in München
dienten ihm Skizzen, die er in der Umgebung des Klosters Fahr, an Limmat,
Reuss und Aare angefertigt hatte, als Vorlagen für Gemälde. Ferner sind
unter seiner Schweizer Käuferschaft nicht wenige Aargauer. Das Aargauer
Kunsthaus seinerseits ist im Besitz einer repräsentativen Gruppe von Werken
Stäblis. Die ersten Ankäufe erfolgten zu Lebzeiten des Malers, als der
Aargauische Kunstverein zu den wichtigsten Förderern des jungen Künstlers
zählte. Ein Bildauftrag des Kantons war es dann, für den Stäbli 1868
erstmals für längere Zeit nach München reiste und sich daraufhin für immer
dort niederliess. Entstanden war das Gemälde Aufziehendes Gewitter (Schloss
Brunegg) (1868), das sich immer noch in der Sammlung des Aargauer
Kunsthauses befindet. Neben Aarau sind Stäblis Werke in den Sammlungen der
grossen
Schweizer
Museen
wie
auch
einigen
deutschen
Institutionen
vertreten. Aus Stäblis Wahlheimat München etwa reist aus der Neuen
Pinakothek das wegweisende Gemälde Sturm (Heroische Landschaft)(1878) für
die Ausstellung nach Aarau.
Biografie
Adolf Stäbli (1842-1901) gehört zu den wichtigsten Vertretern der
spätromantischen Landschaft in der Schweizer Kunst. Nach dem Austritt aus
dem Gymnasium in Winterthur wird Stäbli ins Atelier von Rudolf Koller
(1828–1905) in Zürich aufgenommen; 1862 setzt er auf Empfehlung von Koller
seine Ausbildung in Karlsruhe bei Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863) fort
und lässt sich nach weiteren Stationen in Dresden, Mailand und Paris 1869
definitiv in München nieder. In München schliesst er Freundschaft mit dem
Solothurner Maler Otto Frölicher (1840–1890) und verkehrt u.a. mit Arnold
Böcklin (1827–1901) sowie dem Kunsthistoriker und späteren Konservator der
Alten Pinakothek Adolf Bayersdorfer (1842–1901). Bald nimmt er regelmässig
an den Ausstellungen im Münchner Glaspalast sowie den Schweizerischen
Turnus-Ausstellungen teil und nach langen Jahren grosser Armut finden seine
Bilder allmählich, vor allem in der Schweiz, Abnehmer. Einer Italienreise
1882
folgt
eine
künstlerisch
unproduktive
Zeit.
Erst
die
IsarÜberschwemmung 1886 inspiriert Stäbli zu neuen Motiven. Eine Chloroformvergiftung sowie übermässiger Alkoholgenuss verursachen ab 1894 immer
wieder gesundheitliche Probleme, die Stäbli am Arbeiten hindern. Dennoch
entstehen im Spätwerk einige monumentale Gemälde, die nicht nur stilistisch
neue Kapitel schreiben, sondern – u.a. durch die Fürsprache Böcklins – auch
in Fachkreisen Anerkennung ernten. Nach Stäblis Tod 1901 gelangen grosse
Teile des Nachlasses in die Schweiz.
Weitere Informationen zu Adolf Stäbli und eine detaillierte
finden Sie auf: www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4022952
Biografie
Kurator: Thomas Schmutz in Zusammenarbeit mit Fritz Senn
Kuratorische Assistenz: Yasmin Afschar
Katalog
Zur Ausstellung Adolf Stäbli. Meine Malerei ist Erlebnis nicht Erfindung
erscheint eine Publikation mit reichhaltigem Bildmaterial sowie
Textbeiträgen von Thomas Schmutz, Yasmin Afschar, Karoliina Elmer, Astrid
Näff und Fritz Senn. Hrsg. von Thomas Schmutz und Aargauer Kunsthaus,
Aarau, Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, 2015, D, ISBN 978-3-85881-4593. CHF 39.-, für Mitglieder des Aargauischen Kunstvereins CHF 29.Medienorientierung
Donnerstag, 22.1.2015, 10 Uhr
Begrüssung Madeleine Schuppli, Direktorin Aargauer Kunsthaus, Einführung
Thomas Schmutz, Kurator/Stv. Direktor. Anschliessend Apéro im Foyer.
Vernissage
Freitag 23.1.2015, 18 Uhr
18.15 Uhr Begrüssung durch Madeleine Schuppli, Direktorin; Einführung in
die Ausstellungen durch Madeleine Schuppli, Thomas Schmutz, Kurator/Stv.
Direktor, und Katrin Weilenmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Anschliessend Apéro im Foyer.
Rundgang und Gespräch
Sonntag 22.2. 11 Uhr
mit Fritz Senn, Stäbli-Kenner und Sammler, und Thomas Schmutz, Kurator
Aargauer Kunsthaus. Anschliessend Apéro
Rundgang und Gespräch
Donnerstag 9.4. 18.30 Uhr
mit Fritz Senn, Stäbli-Kenner und Sammler, und Thomas Schmutz, Kurator
Aargauer Kunsthaus. Anschliessend Apéro
Rundgang mit Musik
Donnerstag 26.3. 18.30 Uhr
Ausstellungsrundgang mit Musik, geführt von Thomas Schmutz, Kurator, und
Fritz Senn, Stäbli-Kenner und Sammler. Am Piano: Jürg Lüthy, Brugg.
Anschliessend Apéro
Führungen
Donnerstag 18.30 Uhr
5.2. mit Astrid Näff
Sonntag 11 Uhr
25.1. mit Astrid Näff, 1.2. mit Karoliina Elmer, 15.2. mit Brigitte Haas,
1.3. mit Brigitte Haas, 15.3. mit Brigitte Haas, 29.3. mit Brigitte Haas,
5.4. mit Astrid Näff, 12.4. mit Astrid Näff
Kunstvermittlung
Kinder-Vernissage
Freitag 23.1. 18 Uhr
Besammlung 18 Uhr im Atelier, UG (für Kinder ab 5 Jahren)
Kinder und Familien
Familiensonntag
Sonntag 8.2. 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr
Interaktive Führung mit anschliessendem Workshop im Atelier
(für Familien mit Kindern ab 5 Jahren)
Kunst-Pirsch
Samstag 21.2. / 28.2. / 7.3. / 14.3 / 21.3.
10 – 12.30 Uhr für 9 – 13jährige
13.30 – 15.30 Uhr für 5 – 8jährige
CHF 50.– / Kind, für Mitglieder Junior-Kunstverein CHF 25.– / Kind
Erwachsene
Kunst-Picknick
Donnerstag 12.2. 12 – 13 Uhr
Rundgang über Mittag mit gestalterischer Auseinandersetzung, inkl. Sandwich
Eintritt + CHF 10.–
Rendez-vous
Sonntag 15.2. 15 – 16.30 Uhr
Dialogische Führung mit Fritz Senn, Stäbli-Kenner und Sammler, und Christin
Bugarski, Leitung Kunstvermittlung
Eintritt + CHF 10.–
Angebote für Schulen, Kinder und Familien in separatem Flyer der
Kunstvermittlung.
Termine für Kunst-Workshops (Schulklassen) und Kunst-Treffen (Erwachsene)
auf Anfrage: T +41 (0)62 835 23 31, E-Mail: kunstvermittlung@ag.ch
Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag 10–17 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr
Öffnungszeiten Feiertage
Geöffnet 10 – 17 Uhr: Gründonnerstag 2.4., Karfreitag 3.4., Karsamstag
4.4., Ostern 5.4. und Ostermontag 6.4.2015
Medienbilder
Bilder stehen auf unserer Website www.aargauerkunsthaus.ch > Medien
zum Herunterladen bereit. Bitte beachten Sie den Bildnachweis.
Für weitere Informationen:
Thomas Schmutz, Kurator
Tel. +41 (0)62 835 23 22, E-Mail: thomas.schmutz@ag.ch
Filomena Colecchia, Kommunikation
Tel. +41 (0)62 835 23 34, E-Mail: filomena.colecchia@ag.ch
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