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Leseprobe zum Titel: Handelsblatt (21.01.2015)

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Stand: 22h00
G 02531 NR. 14 / PREIS 2,60 €
MITTWOCH, 21. JANUAR 2015
DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG
2
THEMEN DES TAGES
HANDELSBLATT-ENERGIETAGUNG
Dreikampf um die
Vorherrschaft im All
Eon schlägt
zurück
Der Wettlauf um eine weltweit flächendeckende Internetversorgung
mit Satelliten hat sich verschärft:
Nach Medienberichten beteiligt
sich Google mit einer Milliarde Dollar an dem Satelliten-Projekt des
Unternehmers Elon Musk. Das setzt
die Konkurrenten Facebook und
Virgin Galactic, die ähnliche Pläne
verfolgen, unter Druck. Seite 18
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Schweizer Uhrmacher
kommen aus dem Takt
Reuters [M]
Belgien 3,20 € Frankreich 3,70 € Großbritannien 3,30 GBP
Luxemburg 3,20 € Niederlande 3,20 € Österreich 3,20 €
Polen 19,90 PLN Schweiz 5,30 CHF Tschechien 120,00 CZK
Ungarn 1100,00 FT
Der Streit zwischen Regierung
und Energiebranche eskaliert:
Konzernchef Teyssen führt
den Widerstand gegen
Minister Gabriel an.
Eon-Chef Johannes Teyssen: „Herr Gabriel hat nicht den Anspruch der päpstlichen Unfehlbarkeit.“
Jürgen Flauger, Silke Kersting,
Klaus Stratmann, Georg Weishaupt
Berlin
E
s gehört einiges Selbstbewusstsein dazu, das
Machtwort eines Ministers zu kontern. Doch daran mangelte es Eon-Chef
Johannes Teyssen nicht am Dienstag
bei der Handelsblatt-Energietagung
in Berlin, dem wichtigsten Treff der
Branche . Nachdem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) tags zuvor die Debatte über die künftige Regulierung des Strommarkts und die
sogenannten Kapazitätsmärkte im
Handelsblatt-Interview quasi für beendet erklärt hatte, griff sie Teyssen
erst recht auf: „Ich glaube, die Diskussion um überzeugende Konzepte hat erst begonnen“, startete er die
Gegenoffensive. „Herr Gabriel hat ja
auch nicht den Anspruch der päpstlichen Unfehlbarkeit.“
Teyssens Prophezeiung: „Der
Kapazitätsmarkt wird kommen.“
Damit wagt er die direkte Konfrontation mit dem Vizekanzler. Der hatte
es mit deutlichen Worten abgelehnt,
den Kraftwerksbetreibern künftig
staatliche Hilfen dafür zu zahlen,
dass sie ihre Kohlekraftwerke noch
als Reserve bereithalten.
Genau darum geht es bei den Kapazitätsmärkten: Weil Strom aus
Primärenergieverbrauch
in Deutschland, Anteil in Prozent
2013
8,0
11,5
Kernenergie
Erneuerbare
Energien
Energie
80,2
Öl, Gas
und Kohle
Diff. zu 100: Sonstige
Handelsblatt
30,8
66,2
2035
Quellen: IEA, AGEB
Wind- und Sonnenkraft nicht immer
verfügbar ist, müssen Gas- und Kohlekraftwerke bereitstehen. Die zentrale Frage: Müssen dafür Subventionen her – oder wird sich der Preis
von selbst auf einem Niveau einpendeln, mit dem sich die nötigen Kraftwerke auch so rentieren? Gabriel
glaubt an die Marktkräfte. Im Handelsblatt-Interview warf er einigen in
der Branche vor, lediglich ihre Überkapazitäten konservieren zu wollen
– auf Kosten der Stromkunden.
Doch die Stromproduzenten
schließen nach der Berliner
Kampfansage die Reihen – und
springen Teyssen zur Seite: „Wir
brauchen ganz klar einen Kapazitätsmarkt“, sagte Rolf Martin
Schmitz, Vizechef des Konkurrenten RWE. Den ursprünglich als ergebnisoffen angekündigten Dialog
habe Gabriel nun beendet,
schimpfte Schmitz. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem
dringlichsten Problem des Energiemarkts sieht anders aus“, sagte
auch die Chefin des Energieverbands BDEW, Hildegard Müller.
Und selbst die Kommunalversorger sind sich ausnahmsweise einig
mit den Energieriesen: „Eon und
Stadtwerke stehen jetzt an einer
Seite“, sagte Sven Becker, Chef des
Stadtwerke-Netzwerks Trianel.
Angesichts des geballten Ärgers
versuchte Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake zu beschwichtigen: Noch sei die Frage unbeantwortet, wie das künftige Design des
Strommarkts aussehe, sagte Baake
in Berlin. In Sachen Kapazitätsmärkte hofft Teyssen nun auf
Schützenhilfe von der Europäischen Union: „In Brüssel setzt sich
die Einsicht, dass wir hier eingreifen müssen, schon durch.“
Teyssen-Interview, HandelsblattEnergietagung Seiten 4 bis 7
Kritik am Mindestlohn wächst
Politik und Wirtschaft fordern bereits Nachbesserungen an der neuen Regel.
S. Book, T. Sigmund, F. Specht, A. Stehle
Berlin
T
axibetriebe müssen Umsatzbeteiligungen
mühsam in Stundenlöhne umrechnen. Wirten droht der Ruin wegen strenger Arbeitszeitregeln. Friseure ersticken im Papierkram, obwohl sie mehr als 8,50 Euro zahlen. Unternehmern, die das Handelsblatt jüngst besuchte, hat
der neue Mindestlohn vor allem zwei Dinge gebracht: Ärger und Bürokratie.
Keine Einzelfälle, sagt DIHK-Vizehauptgeschäftsführer Achim Dercks: „Die Industrie- und
Handelskammern erreichen viele Anfragen verunsicherter Unternehmen“, Informationsveranstaltungen seien oft überlaufen. Am Montag reagierte
Bundeskanzlerin Angela Merkel und stellte Erleichterungen beim Mindestlohn in Aussicht. Die
CDU werde darauf achten, wo man gegebenenfalls
Bürokratie abbauen könne, sagte Merkel auf einer
Veranstaltung in ihrem Wahlkreis in Greifswald
und ergänzte: „Wir wollen kleineren Unternehmen das Leben nicht zu einer dauerhaften bürokratischen Herausforderung machen.“
Der Parlamentskreis Mittelstand will am 3. Februar in der Unionsfraktion einen Antrag zur Ab-
stimmung stellen, Dokumentationspflichten nur
noch bis 1 900 statt bis knapp 3 000 Euro Monatslohn greifen zu lassen. Minijobber sollen ganz ausgenommen werden. „Selbst unser Koalitionspartner spricht seit Wochen vom Bürokratieabbau,
aber beim Mindestlohn packt er obendrauf“, klagt
Carsten Linnemann, Chef der Unions-Mittelstandsvereinigung. Mit Unterstützung der SPD kann die
Union nicht rechnen: Ohne strenge Aufzeichnungspflicht bleibe der Mindestlohn „ein zahnloser Tiger“, sagt Arbeitsmarktexpertin Katja Mast.
Reportage, Kommentar Seiten 8, 17
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Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, die Bindung
des Frankens an den Euro aufzugeben, trifft die Uhrenindustrie des
Alpenlandes hart. Experten rechnen für dieses Jahr mit Stillstand.
Der Luxuskonzern LVMH plant
trotzdem eine Preiserhöhung für
seine Topmarke Hublot, um die
Folgen abzufedern. Seite 20
Lebensversicherer
halten Kunden knapp
Die Lebensversicherer kürzen nach
einer Gesetzesänderung die Ausschüttungen aus den Beteiligungsreserven. Den Kunden werden dadurch Milliardenbeträge vorenthalten. Seite 28
Jürgen Stark kritisiert
Anleihekäufe der EZB
Der ehemalige Chefvolkswirt der
EZB, Jürgen Stark, hält die negativen Inflationsraten als Grund für
ein Programm zum Ankauf von
Staatsanleihen für vorgeschoben.
Die Debatte um die Deflationsgefahren in Europa sei „völlig überzogen“. „Die EZB will die Refinanzierungskosten einzelner Länder verringern. Das ist etwas anderes als
die traditionelle Geldpolitik“, sagt
er im Interview. Seite 30
DAVOS 2015
Die Welt sucht
nach Sicherheit
Es ist Brainstorming auf höchstem Niveau: Rund 2 500 Entscheider, darunter zahlreiche
Staatschefs und Wirtschaftslenker, diskutieren ab Mittwoch in
Davos beim World Economic Forum (WEF). Die Welt sucht nach
Sicherheit: Terror, Krisen und ein
neuer Digitalkapitalismus stellen
alte Denkmuster infrage. Das
Handelsblatt beleuchtet die
wichtigsten Themen des WEF auf
16 Sonderseiten. Beilage TOPIC
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