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ZUKUNFTSPROGNOSEN
um sie in die bestehende IT-Architektur zu integrieren. Es entsteht ein sehr komplexes Gefüge, das natürlich seinen Preis
hat. Je komplexer die IT, desto höher die Kosten, sie zu beherrschen. Diese Situation verlangt den IT- und Business-Entscheidern eine immer größere Investitionsbereitschaft ab. Gleichzeitig bremst sie der steigende Kostendruck im Bankensektor aus.
Tendenziell sinkt also die Investitionsbereitschaft, obwohl die
IT eigentlich das Gegenteil benötigt. Hier muss sicherlich ein
Prozess des Umdenkens stattfinden.
Christos Elefteriadis,
Director Business Development, Diamos
Dem Bedarf an mehr Eigenkapital werden Banken 2015 unter
anderem durch „operational excellence“ begegnen – also
Automatisierung und Harmonisierung der Prozesstiefe in der
Wertpapierabwicklung. Die Herausforderung, Best-of-BreedTradingsysteme in einem universellen Middleoffice-System
zusammenzuführen, löst das hochautomatisierte Diamos TransactionCenter. Für Banken bedeutet das: Transparenz erhöhen,
Kosten senken, Systemkomplexität reduzieren, Positionen einfacher netten und Eigenkapitalanforderung senken.
Für die Erneuerung der IT-Anwendungslandschaft haben
die Entscheider der Banken und Sparkassen in den kommenden Jahren nach Investitionen in den Vertrieb den
zweitgrößten Budgetposten reserviert, so der „Branchenkompass 2014 Banken“. Mehr als die Hälfte der Institute
wird bis 2017 in das IT-Infrastruktur- und IT-Applikationsmanagement investieren. Dabei sind Industrialisierungsprojekte häufig auch für Standardsoftware im Kernbanksystem sowie für Workflow-Management-Systeme vorgesehen.
Stefan Lamprecht,
Mitglied der Geschäftsführung,
Steria Mummert Consulting
Neben Regulatorik und Kostenmanagement, die unvermindert die großen
Themen bilden, wird vor allem die
technologische Weiterentwicklung im
Mittelpunkt stehen. Die zunehmende
Digitalisierung macht ganze Bereiche obsolet, andere wiederum werden durch elektronische Plattformen
ersetzt. Diese zeichnen sich durch das
bankenübergreifende Management
von Konten und Depots, intelligente
Wissensteilung sowie Schnelligkeit in
der Anlageberatung und Asset Allocation aus – toolgestützt, mobil und
datenbasiert.
Rainer Remke,
Vorsitzender der Geschäftsführung,
NRS
Regulatorische und aufsichtsrechtliche Neuerungen wie zum Beispiel
Basel III oder die Mindestanforderungen an das Risikomanagement sowie
betriebswirtschaftliche Anforderungen setzen Kreditinstitute immer mehr
unter Druck. Darüber hinaus sehen sie
sich einer Vielzahl von weiteren ökonomischen Herausforderungen gegenüber. Eine Bewältigung ohne externe
Unterstützung erscheint – besonders
ZUKUNFTSPROGNOSE N
Maurice Groeneveld
Claus-Dieter Toben
Vice President,
Compuware
Mainframe EMEA
Vorstandsvorsitzender,
GAD
Samir Taki
Rainer Remke
Bereichsleiter IT- und
Prozessmanagement,
norisbank
Vorsitzender der
Geschäftsführung,
NRS
Dr. Walter
Kirchmann
Jörg Petersen
Vorstand,
innobis
Vorsitzender der
Geschäftsführung,
Finanz Informatik
Technologie Service
Michel Billon
Christos Elefteriadis
Jochen Gag
Stefan Lamprecht
Dr. Lothar Thoma
Geschäftsführer,
Hanseatic Bank
Director Business
Development,
Diamos
Vorsitzender der
Geschäftsführung,
Finanz Informatik
Solutions Plus
Mitglied der Geschäftsführung und langjähriger
Bankenexperte, Steria
Mummert Consulting
Geschäftsführer,
Prosegur Deutschland
Banken+Partner 6 I 14
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vor dem Hintergrund fortwährender
Steuerungskomplexität und Regulierungsflut – für kleine und mittelgroße
Sparkassen daher herausfordernd.
Grundsätzlich ermöglichen aufsichtsrechtliche Vorgaben eine Arbeitsteiligkeit sämtlicher Aktivitäten und Prozesse (außer den Leitungsaufgaben der
Geschäftsführung). Eine temporäre oder
dauerhafte Auslagerung von komplexen
oder vertriebsfernen Tätigkeiten bietet
den Instituten daher zum einen die Möglichkeit, sich auf das Kundengeschäft
zu konzentrieren, zum anderen können
damit die Nachteile der Dezentralität
ausgeglichen werden.
Maurice Groeneveld, Vice President,
Compuware Mainframe EMEA
Datensicherheit ist ein drängendes Thema. Durch die neue EU-Data-PrivacyGesetzgebung müssen sich Banken 2015
verstärkt gegen sekundäre SecurityRisiken wappnen, um die persönlichen
Daten ihrer Kunden zu schützen. Das
betrifft zum Beispiel Daten aus Business-Prozessen. Sicherheitslücken entstehen bei Anwendungstests mit echten
Kundendaten und bei Application Audits.
Im Gegensatz zu Angriffen von außen
haben Banken oftmals keine wirkliche
Kontrolle darüber, wer auf Daten intern
zugreift. Deshalb müssen alle Finanzinstitute jetzt sichere Prozesse aufsetzen,
um bei unerwünschten Aktivitäten sofort
die rote Flagge hissen zu können.
Dr. Lothar Thoma, Geschäftsführer,
Prosegur Deutschland
Fokussierung auf Kernkompetenzen ist
für Kreditinstitute der Schlüssel zum
Erfolg. Die Versorgung mit Bargeld tritt
dabei zu Recht als kostenintensiver Störfaktor immer mehr in den Hintergrund.
Als Geldlogistiker bieten wir Lösungen
und können die Kreditinstitute dabei
unterstützen, ihre Kosten rund um das
Thema Bargeld-Handling zu optimieren – durch umfassende
Services und effiziente Prozesse.
Immer mehr zeigt sich, dass Geschäftsprozesse und IT
stärker in den Fokus der Kreditinstitute rücken. Sie
müssen ihre Hausaufgaben erledigen und sich künftig
schlanker und flexibler aufstellen. Daher nehmen auch
die Outsourcing-Aktivitäten etwas zu. Mit 43 Prozent planen aktuell wieder mehr Banken neue Maßnahmen als in
den Vorjahren so der „Branchenkompass 2014 Banken“.
Einen Anstieg verzeichnen beispielsweise Postbearbeitung und Dokumentenlogistik, aber auch Zahlungsverkehr und Kunden-Servicecenter. Bei der Gestaltung von
Outsourcing-Verträgen entscheiden sich die Banken für
unterschiedliche Servicemodelle. Dabei wird das Managed
Hosting, also der Betrieb und das Management der IT-Infrastruktur durch einen Dienstleister, leicht favorisiert. An
zweiter Stelle liegen Cloud-Lösungen wie Software oder
Infrastructure as a Service, gefolgt von Managed Services.
Samir Taki,
Bereichsleiter IT- und Prozessmanagement, norisbank
Die regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen an die
Bank erhöhen sich ständig und damit natürlich auch die Administrationskosten. Zukünftig wird also die Investition in neue
Technologien zur weiteren Automatisierung der komplexen
Geschäftsprozesse und zur Optimierung der Backoffice-Einheiten immer wichtiger werden. Dazu kommt die zunehmende
Notwendigkeit von Produkt- und Prozessinnovationen, um den
Trends zum Beispiel zu neuen Authentifizierungsverfahren, Person-to-Person-Payments oder den steigenden Ansprüchen im
Personal Finance Management gerecht werden zu können.
Dr. Walter Kirchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung,
Finanz Informatik Technologie Service
Im Zuge der immer weiter steigenden Regulierung der Finanzwirtschaft bildet eine moderne IT die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg von Banken. Dabei erkennen sie aber, dass eine
individuelle IT-Landschaft als wesentliches Asset nicht mehr
wirtschaftlich ist. Daher fragen die Institute verstärkt standardisierte Services für IT-Betrieb oder Sicherungsverfahren nach.
Auf diesem Weg können sie Compliance- und Regulierungskonforme Infrastrukturen gemeinsam nutzen und profitieren
gleichzeitig von Skaleneffekten.
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Banken+Partner 6 I 14
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