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Leseprobe zum Titel: DER SPIEGEL Nr. 5/2015

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In diesem Heft
Titel
84 Frankreich Nach den Anschlägen von
50 Zeitgeschichte Vor 70 Jahren wurde
Auschwitz befreit – Erinnerungen an die
Todesfabrik
53 Protokolle 19 Überlebende aus dem Lager
berichten über den Holocaust
Deutschland
87
89
90
10 Leitartikel Papst Franziskus redet viel,
aber bewegt wenig
12 Mega-U-Boot-Deal mit Australien /
16
26
28
30
31
32
35
36
38
40
94
Paris suchen Juden eine neue Heimat in
Israel
Terrorismus Warum das kleine Belgien
so viele gewaltbereite
Dschihadisten hervorbringt
Argentinien Der mysteriöse Tod des
Staatsanwalts Alberto Nisman
Migration Unterwegs mit den Schleusern
von Mersin, die Flüchtlinge auf
Frachtschiffen nach Europa schicken
USA Der Kulturkampf von New York –
Polizisten gegen den linken Bürgermeister
Bill de Blasio
Global Village Ärger über reiche Araber im
tschechischen Kurbad Teplice
Juncker verliert Rückhalt / In
Norddeutschland mehr Depressionen /
Kolumne: Der schwarze Kanal
Rüstung Das Milliardengrab A400M
offenbart die grundsätzlichen Probleme
großer Beschaffungsprojekte
Union Der Aufstand der Traditionsbataillone
gegen Angela Merkels Islam-Satz
Sicherheit Der ehemalige sozialdemokratische Innenminister Otto Schily fordert
einen kritischen Blick auf den Islam
Populismus Der sächsische Ministerpräsident Tillich versucht, mit Wutbürgern
ins Gespräch zu kommen
Regierung Entwicklungsminister
Gerd Müller gerät wegen Vetternwirtschaft
in Bedrängnis
Waffenexporte Deutsche Firmen halfen
Syrien jahrzehntelang, Giftgas zu
produzieren
Verteidigung Die Nato will wegen der
Ukraine-Krise das Rote Telefon reaktivieren
Religion Katholiken und Protestanten
haben die Missbrauchsskandale nur halbherzig aufgearbeitet
Strafjustiz Die Pflegeeltern der an
einer Methadon-Vergiftung gestorbenen
Chantal stehen vor Gericht
Kriminalität Schmuggler sollen deutsche
Firmen zum Drogenimport genutzt haben
104 Das Drama um Tutanchamuns
Gesellschaft
114 Literatur als Propagandawaffe der CIA /
98
Sport
99 Die Arena in Hamburg soll wieder
Volksparkstadion heißen / Skitouristen
entdecken Sotschi
100 Krisen Borussia Dortmund kämpft
gegen den Abstieg – und mit der Psyche
seiner Spieler
Wissenschaft
106
109
110
113
vom Papst
43 Eine Meldung und ihre Geschichte Ein junger
Israeli will kein Opfer sein
116
44 Grexit Die Bewohner einer
griechischen Gemeinde sind erschöpft
vom Sparen und wollen
die Linkspartei Syriza wählen
49 Ortstermin Wie ein junger Koch in
Baden-Baden um Michelin-Sterne kämpft
120
124
126
Wirtschaft
Präsident der Europäischen
Zentralbank, kauft in großem
Stil europäische Staatsanleihen und drückt auf diese
Weise den Kurs des Euro.
Experten warnen vor einem
Währungskrieg, den niemand
gewinnen kann. Seite 72
geklebten Bart / Science-FictionTraum Holografiebrille / Gold
im Klärschlamm
Haustiere Warum Hundetrainer jetzt
Zeugnisse brauchen
Fluggeräte Wie Dealer versuchen,
Häftlinge per Drohne mit Drogen zu
beliefern
Medizin Scharlatan-Alarm –
die dubiosen Billigangebote türkischer
Haartransplanteure
Ökologie Das Verschwinden der wundersamen Sägefische
Jan Böhmermann,
Kultur
42 Sechserpack: Bilderstürmer / Faustschlag
Mario Draghi,
Streit um Macke-Gemälde aus der
Sammlung der WestLB / Kolumne: Besser
weiß ich es nicht
Fernsehen Moderator Jan Böhmermann
kritisiert im SPIEGEL-Gespräch die
Pegida-Proteste und fordert mehr Mut von
TV-Unterhaltern
Essay Der Terrorist als Spielverderber
Literatur Pop-Ikone Jochen Distelmeyer
debütiert als Romancier
Filmkritik In der Komödie „Birdman“
macht sich Hollywood über sich selbst
lustig
ZDF-Entertainer, spricht über
Hitler-Witze und über seine
Aversion gegen Pegida – ungewohnt ernsthaft. An ein
Leben nach dem Tod glaubt
er nicht, an Harald Schmidts
Rückkehr schon. Seite 116
70 EU prüft deutschen Mindestlohnplan /
72
74
76
80
Neue Schmiergeldbelege bei
Panzer-Deal / Währungsverluste für
Privatanleger
Währungen Die Euro-Talfahrt beflügelt die
Konjunktur
Kommunen Belastung durch teure
Franken-Spekulationen
Hightech Die Digitalwirtschaft erobert
das Weltall
Freihandel Die EU sucht Alternativen zum
TTIP-Vertrag
Ausland
82 Der palästinensische Politiker Saeb Erekat
über den Beitritt zum Internationalen
Strafgerichtshof / Seit der Annäherung
zwischen Washington und Havanna flüchten mehr Kubaner in die USA als zuvor
Farbige Seitenzahlen markieren die Themen von der Titelseite.
Medien
127 Teurer Fernsehfußball / Kerners neue
Echsen-Show
128 Presse „New York Times“-Chef-
redakteur Dean Baquet verteidigt
im SPIEGEL-Gespräch seine „Charlie
Hebdo“-Berichterstattung und
kündigt neue Initiativen im Digitalgeschäft an
132 Karrieren Ein ehemaliger Topjournalist
beschreibt seinen beruflichen Abstieg
6
119
134
135
136
138
Briefe
Bestseller
Impressum
Nachrufe
Personalien
Hohlspiegel / Rückspiegel
Wegweiser für
Informanten:
www.spiegel.de/
briefkasten
Jürgen Klopp,
Trainer von Borussia Dortmund, war der begnadete Erzähler des BVB-Fußball-Märchens. Jetzt steht Dortmund
vor der Rückrunde auf Platz
17, ganz unten, und Klopp
fehlen zwar nicht die Worte,
aber Erklärungen. Seite 100
DER SPIEGEL 5 / 2015
5
Briefe
„Wir müssen uns fragen, inwieweit wir an den brutalen
Eruptionen einer verlorenen Generation Schuld tragen.“
Bernd Reich, Buxtehude (Nieders.)
Misstrauen überall
Nr. 4/2015 Der Terror der Verlierer – Warum junge
Männer Europa den Krieg erklären
Angesichts des Erfolgs, mit dem islamistische Rattenfänger diese Jugendlichen
zu Kanonenfutter des IS oder der Qaida
machen, ist klar, dass wir mit dem Problem
mehr zu tun haben, als uns recht sein
kann. Möglicherweise müssen wir dann
erkennen, wie weit wir als ehemalige
Solidargemeinschaften mit sozialer Marktwirtschaft zu turbokapitalistischen Kapitalaristokratien verkommen sind, die unfähig sind, die Schwachen und Unterprivilegierten in ihrer Mitte zu halten.
Volkhard Ziegler, Witten (NRW)
Ihr Titelbild ist ja geradezu ein weiterer
Ansporn für gewaltbereite Islamisten, wieder ein paar Leute umzubringen, um sich
so über den Tod hinaus den Gesinnungsgenossen zu zeigen. In derselben Ausgabe
spricht Olivier Roy von der „narzisstischen
Gewaltkultur“ der Attentäter. Das bestätigt mich darin, dass Sie mit diesem Cover
dem nächsten Attentat Vorschub leisten.
Wolfgang Schaefer, Altleiningen (Rhld.-Pf.)
Es macht mich traurig, ja fast wütend, dass
ausgerechnet diejenigen, die durch die
strikte Auslegung, dass der Prophet nicht
abgebildet – geschweige denn durch Satire
verunglimpft – werden darf, den Nährboden für die Morde in Paris bereitet haben,
in der ersten Reihe der Demonstrationen
und sogar vor Redaktionen für Meinungsund Pressefreiheit eintreten. Hätten sie das
mit einer Ausgabe von „Charlie Hebdo“
in der Hand getan, hätten sie meine Hochachtung. Solange die Imame, Muslimverbände und Gelehrten keine eindeutige
Stellungnahme dazu abgeben, sind sie für
mich mitverantwortlich für weitere Attentate und Morde – wie die Reaktionen der
arabischen Zeitungen auf die neue „Charlie Hebdo“-Ausgabe es erwarten lassen.
Hubert Krämer, Leverkusen
Die muslimischen Teilnehmer unseres
Kreises werden schon länger mit antiislamischen Ressentiments konfrontiert. Nach
den Attentaten von Paris befinden sie sich
in einer bedrückenden Situation. Die
durch nichts zu rechtfertigenden Morde in
Paris (oder in Nigeria oder Syrien) haben
nichts mit ihrem Verständnis des Islam und
ihrer Praxis zu tun, nach der sie hier ihr
Leben gestalten. Dennoch werden sie ständig gedrängt, ihre Friedfertigkeit durch öf6
DER SPIEGEL 5 / 2015
fentliche Distanzierungen unter Beweis zu
stellen. Diese Forderung wird zunehmend
als Ausgrenzung erfahren. Das Misstrauen,
das hinter solchen Forderungen steckt,
erschwert das Zusammenleben im Alltag.
Gerade auch jüngere Muslime registrieren
dies sehr genau. Ihre legitime Forderung
nach gleichberechtigter Teilhabe am Leben
verhallt und zeigt, dass die Gesellschaft
sich trotz aller Lippenbekenntnisse immer
noch nicht auf die Präsenz des Islam in
Deutschland eingelassen hat.
Prof. Dr. Wolf-Dieter Just,
Christlich-islamischer Gesprächskreis Duisburg
An dem Tag, an dem man mir mindestens
ein Land nennt, das den Islam als Staatsreligion führt und das nicht auto- oder plutokratisch, despotisch oder terroristisch beherrscht wird und in dem man nach seiner
Fasson selig werden kann, glaube ich, dass
der Islam auch zu uns gehört.
Manfred Schwarz, Paderborn
Haben wir, die demokratische Welt, es
wirklich nötig, den Propheten Mohammed
zu verunglimpfen, nur weil einige Verrückte seinen Namen missbrauchen, um
zu morden? Wir haben es nicht nötig und
schon gar nicht, um der Welt unsere Prinzipien der Pressefreiheit zu beweisen. Also
könnten wir es auch lassen.
Imri Rapaport, Berlin
Ich sehe Deutschland in einer ähnlichen
Situation wie Frankreich und würde mir
wünschen, dass unsere Politiker mit ihren
Äußerungen, dass der Islam zu Deutschland gehört, etwas dezidierter darauf eingehen, welche Form des Islam in Deutschland geduldet und akzeptiert wird.
Klaus Schepull, Berlin
Vier Tote beim Attentat auf das Jüdische
Museum in Brüssel im vergangenen Mai,
schlimm genug für anderthalb Tage TV-Berichterstattung, einen Artikel im SPIEGEL,
nicht schlimm genug für eine ausgedehnte
Ursachenforschung, denn dann ist wieder
Ebbe. Bomben in Madrid und London, kurze Empörung, Aufschrei, dann kehrt der
Alltag ein. Hunderte Tote in Nigeria nach
dem Terror von Boko Haram Anfang Januar, fast zeitgleich mit den Paris-Morden,
doch nur eine Randnotiz. Und jetzt dieses
mediale Dauerfeuer. Vielleicht auch, weil
jetzt Journalisten Opfer sind? So übel diese
Morde sind, frage ich mich nach der Verhältnismäßigkeit der Berichterstattung.
Stephan Hamacher, Düsseldorf
Selbstgerecht und ewig empört
Nr. 3/2015 Die Erfinder der Pegida-Bewegung
Pegida ist das Ergebnis von Unmündigkeit,
es ist ein Symptom; der eigentliche Anlass
und der wahre Hintergrund für die Massenkundgebungen sind die vielfältigen
sozialen Asymmetrien in unserer Gesellschaft. Panem et circenses (Brot und Spiele)
versprachen die römischen Kaiser, um das
Volk in Passivität zu halten. Auch heute
scheint diese Vorgehensweise eine verbreitete politische Strategie zu sein. Konsum
und Fun ist die neue Formel, um von den
akuten Problemen abzulenken und die
Bürger in Ruhe und Lethargie zu halten.
Dr. Helmut Thielen, Bollendorf (Rhld.-Pf.)
Wie ungebildet muss jemand sein, der sich
von den Parolen der Pegida-Demagogen
mitziehen lässt? Zwischen der Literatur
über das „Dritte Reich“ und dem Dumpfbacken-Getöse von Pegida herrscht ein
teilweise frappierender Gleichklang. Haben die denn alle im Unterricht geschlafen?
Nicolas Katzung, Wiesbaden
Wenn diese Leute behaupten, sie seien das
Volk, dann sicherlich nicht in einem radikaldemokratischen Sinn. Pegida-Anhänger
verstehen in ihrer Mehrheit diesen Begriff
völkisch und damit ausgrenzend und fremdenfeindlich. Der Fehler der Politik war,
wider besseres Wissen, die internationalen
Realitäten wie Kriege und Armuts- und
Flüchtlingsbewegungen zu verleugnen.
Auch ist es von allen Parteien bewusst
versäumt worden zu erklären, was eine
Nation ausmacht, nämlich nicht ein homogener Volkskörper mit deutschem Blut und
ähnlichen Albernheiten, sondern das freiwillige Zusammenleben von Menschen
unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem
Glauben, soweit sie die Menschenrechte
und sonstigen demokratischen Regeln wie
Trennung von Religion und Staat akzeptieren. Der Islam hat in dieser Frage Defizite, die demokratieunverträglich sind.
Diese zu benennen halte ich nicht nur für
legitim, sondern dringend geboten.
Horst Isola, Bremen
Ich sehe Rechte und Pflichten aller Menschen weder regional noch national begrenzt. Unabhängig davon benötigen wir
dringend, wenn Deutschland denn ein Einwanderungsland ist, eine geregelte Einwanderungspolitik, wie sie die USA, Kanada und Australien doch auch haben.
Reinhard Goebel, Geldern (NRW)
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