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Köpke GmbH – Gellermann Optik 46

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Köpke GmbH – Gellermann Optik
[www.gellermann-optik.de]
46% Stromkosteneinsparung mit LED-Technik
Die Firma Gellermann Optik ist seit 25 Jahren in zentraler Lage in Hamburg-Volksdorf
ansässig. Seit 01. September 2013 ist Falk
Köpke Inhaber und Geschäftsführer des
Handwerksunternehmens.
Mit der Übernahme stand fest, dass neben
allgemeinen Umbauten im Ladengeschäft
auch
die
Beleuchtungsanlage
sukzessive
modernisiert werden sollte. Die Deckenbeleuchtung bestand wie so häufig in Verkaufsräumen,
überwiegend
aus
Einbau-
Halogenstrahlern.
Herr Köpke recherchierte nach Alternativen auf LED-Basis, um die Stromkosten des Betriebs zu
senken. Der Anfang wurde bei den 50 Watt Halogen-Einbaudeckenstrahler gemacht: Allein
diese trugen jährlich mit 1.236 Euro zu den Stromkosten bei und hatten eine elektrische Leistung
von 2.300 Watt. Mit den in Eigenleistung montierten Retrofit-LED Strahlern mit jeweils nur 7
bzw. 10 Watt hat sich die Leistungsaufnahme um 85% auf 352 Watt reduziert - somit
konnten die Stromkosten hierfür auf rund 190 Euro jährlich gesenkt werden.
Die Investitionskosten für den Leuchtmitteltausch haben sich bereits im ersten Jahr amortisiert,
wie die aktuelle Stromabrechnung gezeigt hat. Im Mai 2014 stand dann die Neugestaltung der
Brillenvitrinen an. Um eine bestmögliche Ausleuchtung, Farbwiedergabe und Farbtemperatur
in Kombination mit den warmweißen Deckenstrahlern zu gewährleisten, war zuvor eine
gründliche Planung erforderlich.
Geschäftsführer Falk Köpke entschied sich für eine Lösung mit LED-Bändern, die mit 6.500 Kelvin
Lichtfarbe im Tageslichtbereich liegen. Waren die
Brillenwände zuvor mit 35 Watt Halogenstrahlern bestückt, haben die LED-Strips nur noch eine
Leistungsaufnahme von 2,8 bzw. 3,8 Watt.
Das Projekt ZEWUmobil wird von der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) gefördert
www.zewumobil.de
Die Gesamtleistung wurde von 1.435 Watt auf 128 Watt reduziert, weniger als ein 10tel der
früheren Leistung. Die Investitionskosten für die LED-Bänder, so Falk Köpke, haben sich schon
nach einem halben Jahr bezahlt gemacht.
Schrittweise wurden auch die Leuchtstoffröhren in den abgehängten Decken, die für die indirekte Beleuchtung des Augenoptikergeschäfts sorgen, durch LED-Röhren ersetzt. Da die Auswahl an Retrofit-LED-Röhren groß ist und das Farbspektrum stark variieren kann, testete Herr
Köpke zunächst verschiedene Farben, bevor er sich endgültig für ein Fabrikat entschied.
Mittlerweile wurden alle 16 T8 Leuchtstoffröhren mit jeweils 69 Watt (inkl. Verlustleitung) gegen LED-Tubes mit je 20 Watt Leistungsaufnahme getauscht. Für diese Maßnahme hat der Betriebsinhaber eine Stromersparnis von rund 402 Euro jährlich errechnet. Da der
Austausch in Eigenleistung erfolgen konnte, haben sich auch hierbei die Anschaffungskosten im
ersten Jahr amortisiert. Als positiver „Mitnahmeeffekt“ der Umstellung auf energieeffiziente
LED-Leuchtmittel hat sich ergeben, dass sich der
Wärmeeintrag im Geschäft durch die Lampen im
Sommer deutlich reduziert hat und die Klimaanlage nur noch in seltenen Fällen eingeschaltet
werden muss, um die Räume zu kühlen. So konnte
der Stromverbrauch weiter reduziert werden.
Inzwischen hat Herr Köpke die erste Stromabrechnung nach den Umrüstaktionen erhalten.
Die Stromeinsparung im vergangenen Jahr gegenüber der letzten Abrechnung betrug insgesamt 20.500 kWh, das bedeutet eine CO2-Reduktion von rund 11,6 Tonnen. Die Stromkosten konnten um 3.800 Euro gesenkt werden, davon gehen rund 2.150 Euro auf das Konto Beleuchtung. Falk Köpke sieht den Vorteil nicht nur in der Kostenersparnis, sondern ganz bewusst
auch in der Umweltentlastung, die durch energiesparende Maßnahmen erreicht wird. Weitere
Schritte sind daher geplant: Um den Energiebedarf für die Beheizung des Ladengeschäftes im
Winter zu reduzieren, soll eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nachgerüstet werden. Das umweltbewusste Handeln beschränkt sich aber nicht nur auf das Stromparen:
Bei der Auswahl der Lieferanten für Brillengestelle und –Gläser setzt der Unternehmer auf hohe
Produktqualität und darauf, dass die Ware idealerweise lokal oder in Deutschland produziert
wird. Um lange Transportwege zu vermeiden, gehören Hersteller aus Fernost nicht zum Sortiment des Augenoptikers.
rs/Januar 2015
Das Projekt ZEWUmobil wird von der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) gefördert
www.zewumobil.de
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Bildung
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