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Inseratenkampagne - Verein zur Abschaffung der Tierversuche

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Verein zur Abschaffung der Tierversuche
Präsident: Dr. med. Dr. phil. II Christopher Anderegg Gegründet 1979 unter dem Namen CIVIS-Schweiz
Ostbühlstr. 32, 8038 Zürich
www.animalexperiments.ch
Telefon: 044 482 73 52
Postkonto 80-18876-5
Tierversuchsopfer Mensch:
Medikamentenschäden
In den USA und in der EU sterben jedes Jahr ­rund 130 000 ­bzw.
200 000 Patienten an den Neben­wirkungen von ­Medikamenten,
­was ­der fünft­­­häufig­sten ­Todes­ursache in diesen Ländern entspricht. Dass Tierversuche daran schuld sind, wird von Industrie,
­Behörden und den Medien mit keinem Wort erwähnt.
Zum Thema Medikamentensicherheit schreibt Interpharma, Verband der forschenden
pharma­zeutischen Firmen der Schweiz, in Basel: ­«Die Prüfung von Medikamenten ist
­gegenwärtig ohne Tierversuche nicht denkbar. Tierversuche sind unerlässlich, um die
­Wirksamkeit und die Sicherheit von Medikamenten gewährleisten zu können.» Stimmt das?
 Laut der amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA)
­scheitern nicht weniger als 92% aller Medikamente, die in Tierversuchen als sicher und
­therapeutisch wirksam befunden wurden, in klinischen Versuchen an Menschen wegen
­ihrer Toxizität und/oder Unwirksamkeit, und werden deshalb nicht bewilligt. ­Ausserdem
muss mehr als die Hälfte der verbleibenden 8% der Medikamente, die von der FDA
­bewilligt ­werden, später zurückgezogen oder deren Beipackzettel ergänzt werden wegen
­schwer­­wie­gender ­unerwarteter Nebenwirkungen. Das entspricht einer Misserfolgsquote
von über 96%.
 Laut dem amerikanischen Institute for Safe Medication Practices ­erleiden in den USA jedes
Jahr 2-4 Millionen Patienten schwere Medikamentenschäden. ­Zudem ­sterben ­jährlich rund
130 000 ­Patien­ten an den Neben­wirkungen von ­Medi­kamenten, ­was ­der ­fünft­häu­fig­sten
­Todes­ursache im Land entspricht. Auch in der EU sind Medikamentennebenwirkungen laut
der EU-Kommission der ­Europäischen ­Gemeinschaften die fünfthäufigste Todesursache, wo
sie für rund 200 000 ­Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind.
 Alle diese Medikamente wurden zuerst im gesetzlich vorgeschriebenen Tier­versuch auf
ihre angebliche Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Bei Menschen führten sie aber zum
­schwersten Leiden und Tod. Dies ist kaum ­verwunderlich: Wegen grundsätz­licher ­Speziesund Stoffwechselunterschiede reagieren ­Tiere auf Medikamente anders als ­Menschen.
­Zudem werden Tierversuche unter künstlichen Laborbedingungen durchgeführt, die den
­komplexen Eigenschaften des menschlichen Körpers nicht ­entsprechen.
 Tierversuche erlauben deshalb keine sicheren, aussagekräftigen Rück­schlüsse auf den
­Menschen und haben in Wirklichkeit lediglich eine Alibifunktion: Bei Todes- oder Schadens­
fällen infolge ­tödlicher oder zu Invalidität ­führender Medikamentenneben­wirkungen ­weisen
die ver­ant­wortlichen Pharmakonzerne darauf hin, dass sie die ­gesetzlich vorgeschriebenen
«Sicherheitsprüfungen» an Tieren durchgeführt ­haben und deshalb nicht haftbar sind. So
gehen die ­Opfer oder ihre Angehörigen bei ihren Schaden­ersatz­forde­rungen ­meistens leer aus.
Verein zur Abschaffung der Tierversuche
Präsident: Dr. med. Dr. phil. II Christopher Anderegg Gegründet 1979 unter dem Namen CIVIS-Schweiz
Ostbühlstr. 32, 8038 Zürich
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Tierversuchsopfer Mensch:
Produkteschäden
Alles im gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuch geprüft:
«Konsolidierte Liste von Produkten, deren Gebrauch und/
oder Verkauf von Regierungen verboten, zurückgezogen,
streng eingeschränkt oder nicht genehmigt worden sind»
Zum Thema Produktesicherheit schreibt der Arbeitskreis Gesundheit und Forschung in
Zürich: «Tierversuche gewährleisten die Erhaltung unserer Gesundheit und den Schutz
von Mensch, Tier und Natur. Jedes Produkt und jeder Stoff muss im Tierversuch auf seine
Sicherheit und Unbedenklichkeit geprüft werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser
Stoff in Medikamenten oder Chemikalien Anwendung findet.» Stimmt das?
 In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geben die Vereinten
­Nationen einen 1500-seitigen Katalog mit dem Titel «Products Banned» heraus, in dem
eine limitierte Auswahl von rund 1200 ­Arzneimitteln, Agro- und Industriechemikalien
­sowie ­Konsumentenprodukten erfasst werden, die in den letzten 50 Jahren wegen ihrer
­schädlichen oder tödlichen Wirkungen von 121 Regierungen verboten, zurückgezogen,
streng eingeschränkt oder nicht ­genehmigt worden sind. Einige dieser Produkte haben
10 000 bis 30 000 ­Erkrankungen oder Todesfälle bei Menschen verursacht.
 Laut der EU-Kommission der Europäischen Gemeinschaften sterben in der EU ­jedes
Jahr rund 200 000 ­Patien­ten an den Neben­wirkungen von ­Medi­­kamenten, ­was ­der
fünft­­häufig­sten ­Todes­ursache im gesamten ­EU-Raum entspricht. Auch in den USA sind
Medikamenten­nebenwirkungen laut dem amerikanischen Institute for Safe Medication
Practices die fünfthäufigste Todes­ursache, wo sie für rund 130 000 ­Todesfälle pro Jahr
verantwortlich sind.
 Alle diese Produkte wurden zuerst im gesetzlich vorgeschriebenen Tierversuch auf ihre
angebliche Sicherheit, Unbedenklichkeit und/oder Umweltverträglichkeit geprüft. Bei
Mensch, Tier und Umwelt führten sie aber zum schwersten Leiden und Tod. Dies ist kaum
verwunderlich: Wegen grundsätzlicher Spezies- und Stoffwechselunterschiede reagieren
Tiere auf Substanzen anders als Menschen. Zudem werden Tierversuche unter künstlichen
Laborbedingungen durchgeführt, die den komplexen Eigenschaften des menschlichen
Körpers und der natürlichen Umwelt nicht entsprechen.
 Tierversuche erlauben deshalb keine sicheren, aussagekräftigen Rück­schlüsse auf
Mensch, Tier und Umwelt und haben in Wirklichkeit lediglich eine Alibifunktion: Bei ­Todesoder Schadens­fällen infolge ­tödlicher oder zu Invalidität ­führender ­Produkteschäden und
Vergiftungen ­weisen die ver­ant­wortlichen Chemie- und Pharmakonzerne darauf hin, dass
sie die ­gesetzlich vorgeschriebenen «Sicherheitsprüfungen» an ­Tieren durchgeführt
­haben und deshalb nicht haftbar sind. So gehen die ­Opfer oder ihre ­Angehörigen bei
ihren Schaden­ersatz­forde­rungen ­meistens leer aus.
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Präsident: Dr. med. Dr. phil. II Christopher Anderegg Gegründet 1979 unter dem Namen CIVIS-Schweiz
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Mythos Tierversuch:
Übertragbarkeit
Sind die Ergebnisse von Versuchen mit Ratten, Mäusen
und anderen Tierarten auf den Menschen übertragbar,
wie Tierversuchsbefürworter behaupten?
In Wirklichkeit halten Behauptungen über die angebliche Aussagekraft und Nützlich­keit von
Tierversuchen für den Menschen ­einer kritischen Betrachtung nicht stand:
 Der korrekt interpretierende Forscher – egal mit welcher Tierart er experimentiert und in
­welchem Forschungsbereich er tätig ist – kann aus seinem ­Tierversuch nichts ­anderes ­ersehen,
als dass ein gewisser Eingriff vom Tier gut oder schlecht vertragen wird, oder aber dass eine
Substanz unter den gege­­benen Dosierungen und Laborbedingungen eine bestimmte Reaktion
oder Funk­tions­­änderung am Tier hervorruft. Sein Tierversuch ist nur für die einge­setzte Tier­
art ­aussagekräftig, und alle daraus für den Menschen gezogenen Rückschlüsse sind lediglich
Spekulationen und ­Vermutungen.
 Erst wenn mit ­un­kalkulierbarem Risiko und unvorher­sehbarem ­Resultat der gleiche ­Versuch
am ­Menschen wieder­holt wird, kann man im Nachhinein sagen, ob ­und ­inwieweit die Tier­
versuchs­­ergebnisse auf den Menschen über­tragbar sind. Vor dem Menschenversuch kann
man die Aussagekraft der ­Tierversuche nicht abschätzen, weil ihre Übertragbarkeit auf den
Menschen weder ­bekannt noch kalkulierbar ist. Tier­versuche verhin­dern also ­Versuche am
Menschen nicht, ­sondern w
­ egen ­ihrer Unverwert­­­barkeit e
­ rfordern sie diese ­zwangs­läufig.
 Jedes Wissen über die Wirkung einer pharmazeutischen Substanz und über die Wirksamkeit
eines medizinischen Verfahrens beim Menschen kann deshalb nur am Menschen und nicht am
Tier­­gewonnen werden. ­So­wohl die Gesetz­geber als auch die Gesundheits­behörden teilen diese
­Auf­­fassung, denn sie ­halten die Übertragung von Tier­versuchsergebnissen auf den Menschen für
ein unzu­lässiges ­Risiko. ­Darum ­fordern sie für die Zulassung jeder pharma­zeu­tischen ­Substanz
und jedes medi­zinischen ­Verfahrens den Nachweis auf deren Wirk­samkeit, Verträglichkeit und
Unbedenklichkeit im Menschenversuch – ­verharmlosend als «klinische Prüfung» bezeichnet.
 Entgegen anderslautenden Behauptungen ist somit weder die Zulassung und relativ risiko­
freie Dosierung von Medikamenten und Impfstoffen noch die Anwendung von Behandlungs­
methoden und Operationstechniken auf Tierversuche zurück­zuführen, ­sondern ausschliesslich
auf die notwendigerweise gesetz­lich ­geforderten ­Versuche ­am Menschen.
 Tierversuche dienen nicht dem medizinischen Fortschritt, sondern der juristischen ­Abwehr
von Schadenersatzansprüchen infolge tödlicher oder zu Invalidität führender Arzneimittel­
schäden, Behandlungsmethoden und Operationstechniken: Bei unerwarteten ­Schadens- oder
Todesfällen ­während der klinischen Prüfungen oder in der Praxis weisen die ­verantwortlichen
Pharmakonzerne, Hochschulen und Forscher darauf hin, dass sie die gesetzlich vorgeschrie­be­
nen «Sicherheitsprüfungen» an Tieren durchgeführt haben – und deshalb nicht haftbar sind. So
gehen die Opfer oder ihre Angehörigen bei ihren Schadenersatzforderungen meistens leer aus.
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Mythos Tierversuch:
Menschenversuche
Sind Versuche an Menschen in der medizinischen
­Forschung unethisch und deshalb verboten, wie
Tierversuchsbefürworter behaupten?
Tierversuchsbefürworter behaupten, die einzige Alter­native zu Tierversuchen wäre, an
­Menschen zu experimentieren, was unethisch und deshalb verboten sei. Stimmt das?
 Der korrekt interpretierende Forscher – egal mit welcher Tierart er experimentiert und
in ­welchem Forschungsbereich er tätig ist – kann aus seinem ­Tierversuch nichts ­anderes
­ersehen, als dass ein gewisser Eingriff vom Tier gut oder schlecht vertragen wird, oder
aber dass eine Substanz unter den gege­­benen Dosierungen und Laborbedingungen eine
bestimmte Reaktion oder Funk­tions­­änderung am Tier hervorruft. Sein Tierversuch ist nur
für die einge­setzte Tierart ­aussagekräftig, und alle daraus für den Menschen gezogenen
Rückschlüsse sind lediglich Spekulationen und ­Vermutungen.
 Erst wenn mit ­un­kalkulierbarem Risiko und unvorher­sehbarem ­Resultat der gleiche
­Versuch am ­Menschen wieder­holt wird, kann man im Nachhinein sagen, ob ­und ­inwieweit
die Tier­versuchs­­ergebnisse auf den Menschen über­tragbar sind. Vor dem Menschen­
versuch kann man die Aussagekraft der ­Tierversuche nicht abschätzen, weil ihre Übertrag­
barkeit auf den Menschen weder ­bekannt noch kalkulierbar ist. Tier­versuche verhin­dern
also ­Versuche am Menschen nicht, ­sondern ­wegen ­ihrer Unverwert­­barkeit ­erfordern sie
diese ­zwangs­läufig.
 Jedes Wissen über die Wirkung einer pharmazeutischen Substanz und über die
Wirksamkeit eines medizinischen Verfahrens beim Menschen kann deshalb nur am
Menschen und nicht am Tier­ ­gewonnen werden. ­So­wohl die Gesetz­geber als auch die
Gesundheits­behörden teilen diese ­Auf­­fassung, denn sie ­halten die Übertragung von Tier­
versuchsergebnissen auf den Menschen für ein unzu­lässiges ­Risiko. ­Darum ­fordern sie für
die Zulassung jeder pharma­zeu­tischen ­Substanz und jedes medi­zinischen ­Verfahrens den
Nachweis auf deren Wirk­samkeit, Verträglichkeit und Unbedenklichkeit im Menschen­
versuch – ­verharmlosend als «klinische Prüfung» bezeichnet.
 Entgegen anderslautenden Behauptungen ist somit weder die Zulassung und relativ
risiko­freie Dosierung von Medikamenten und Impfstoffen noch die Anwendung von
Behandlungs­methoden und Operationstechniken auf Tierversuche zurück­zuführen,
­sondern ausschliesslich auf die notwendigerweise gesetz­lich ­geforderten ­Versuche ­am
Menschen.
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Tierversuchsopfer Mensch
Wegen irreführenden Tierversuchen wurde der Kausalzusammenhang zwischen Rauchen und ­Lungenkrebs
stark angezweifelt. Als Folge davon wurden Gesundheits­
warnungen jahrelang verzögert, was Tausenden von
Menschen das Leben ­kostete.
Mensch und Tier unterscheiden sich grundsätzlich in der Art und Weise, wie der Körper auf
Substanzen und Krankheiten reagiert. Diese Tatsache wird aber von der Forschung seit Jahrzehnten ignoriert. Das Festhalten an irre­führenden, nicht aussagekräftigen Tier­versuchen
hat deshalb immer wieder zu fatalen Folgen für den Menschen geführt.
 Ein wichtiges Beispiel ist die schädliche Wirkung des Rauchens. Die Entdeckung, dass
­Rauchen Lungenkrebs verursacht, wurde durch Untersuchungen an Rauchern erzielt und ist
einer der wichtigsten Beiträge zur Gesundheitsfürsorge des letzten Jahr­hunderts. ­Erfolglose
Versuche, Lungenkrebs bei Versuchstieren hervorzurufen, indem diese zum Einatmen von
Tabakrauch gezwungen wurden, führten jedoch zu ­schweren Zweifeln bezüglich der ­Gültigkeit
der Rauchen-Lungenkrebs-Theorie. Als Folge ­davon wurden Gesundheitswarnungen ­jahre­lang
verzögert, während Tausende von Menschen an Lungenkrebs starben.
 Die Erkenntnis, dass zu viel Alkohol zu Leber- und Herzkrankheiten führt, wurde durch
Untersuchungen an Alkoholikern erzielt und ist ein ebenso wichtiger Beitrag zur Gesundheits­
fürsorge des letzten Jahr­hunderts. Erfolglose Versuche, solche Krankheiten bei ­Versuchs­tieren
hervorzurufen, indem diese zum übermässigen Alkoholkonsum gezwungen wurden, stellten
aber auch ­diese Humanstudien in Frage. Gesundheitswarnungen wurden jahrelang ­verzögert,
was ­Tausenden von Menschen das Leben kostete.
 Ein weiteres Beispiel, wie widersprüchliche Tierversuche zu fatalen Fehlschlüssen ­führten,
ist der Asbest-induzierte Lungenkrebs. Die ersten Berichte über den Kausal­zusammenhang
­zwischen Asbest und Lungenkrebs kamen aus England und Deutsch­land während der 30er
­Jahre – aufgrund sorgfältiger Untersuchungen an Menschen, die an Asbestose starben. Als
­Folge davon erklärte die deutsche Regierung 1943 Asbest-verursachten Lungenkrebs zur
­Berufs­erkrankung. Aber in einigen Ländern, vor allem in Frankreich und den USA, wurde
die krebs­erregende Wirkung von Asbest stark angezweifelt, weil es unmöglich war, diese
­Erkran­kung bei Versuchstieren hervor­zurufen. Gesundheitswarnungen und ­Schutzmassnahmen
wurden jahre­lang verzögert, was wiederum Tausenden von Menschen das Leben kostete.
 Wegen den grundsätzlichen Unterschieden ­zwischen der menschlichen und tierischen
­Anatomie, Physiologie und ­Pathologie erlauben Tierversuche keine aussagekräftigen Rück­
schlüsse auf menschliche Krankheitsprozesse. Zudem ist eine ­künstlich erzeugte ­Erkrankung
am Tier mit einer natürlich ­entstandenen Krankheit beim ­Menschen nicht ver­gleichbar. Die
Milliarden von Geldern, die jährlich in der tierexperimentellen ­Forschung verloren gehen,
dienten endlich der menschlichen ­Gesundheit, wenn sie neu für aussage­kräftige, auf den
Menschen bezogene Forschungs­methoden eingesetzt würden.
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Tierversuchsopfer Mensch
Wegen Versuchen an Affen wurden weltweit ­Millionen
von Menschen, die gegen Polio (Kinderlähmung)
während der 50er und 60er Jahre geimpft wurden,
­gefährlichen Affenviren ausgesetzt.
Bild: Keystone/AP Harvey Georges
Polio-Impfung in den USA im Jahr 1954
Mensch und Tier unterscheiden sich grundsätzlich in der Art und Weise, wie der Körper
auf Arzneimittel und Krankheiten reagiert. Diese Tatsache wird aber von der Forschung
seit Jahrzehnten ignoriert. Durch das Festhalten an irreführenden, nicht aussagekräftigen
Tierversuchen werden Menschen immer wieder ernsthaften Risiken ausgesetzt.
 Ein wichtiges Beispiel sind die aus ­Affennierenzellen gewonnenen Polio-Impfstoffe, die
von 1954 bis 1963 Millionen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den USA, in der
ehemaligen Sowjetunion und in Europa dem Affenvirus SV40 aussetzten. Dieses Virus wandelt
kultivierte menschliche Zellen in Krebszellen um und ist bei mehreren menschlichen Krebs­
arten gefunden worden. Ausserdem hat die tierexperimentelle Forschung die AIDS-­Epidemie
höchstwahrscheinlich ausgelöst: Mehrere Studien deuten darauf hin, dass das AIDS-Virus
HIV vom Affen auf den Menschen ­übergesprungen ist ­infolge von Massen­impf­kampagnen
in ­Zentralafrika zwischen 1957 und 1960 mit Polio-­Impfstoffen, die aus Affennierenzellen
­gewonnen wurden und mit einem HIV-ähnlichen Affen-AIDS-Virus verseucht ­waren.
 Ein weiteres Beispiel, wie Tierexperimente die Forschung in die Irre führen und fatale ­Folgen
für den Menschen haben, ist das häufig verordnete Arthritis-Schmerzmittel Vioxx, das sich
in Tierversuchen als sicher und sogar nützlich für das Herz erwies. Doch im Jahr 2004 wurde
es vom globalen Markt zurückgezogen, nachdem es ­weltweit schätzungsweise 320 000 Fälle
von Herz­infarkten, Herzversagen und Schlaganfällen ­bei Menschen verursacht hat – 140 000
davon tödlich. Als Folge davon hat die amerika­nische Arzneimittelbehörde Food and Drug
Administration Vioxx als «die grösste ­Arzneimittelkatastrophe der Geschichte» bezeichnet.
Auch das häufig verordnete Diabetes-Medikament Avandia erwies sich in Tierversuchen
als sicher und sogar nützlich für das Herz. Doch im Jahr 2010 wurde es vom europäischen
Markt zurückgezogen und im amerikanischen Markt streng eingeschränkt, nachdem es in
den USA schätzungsweise 100 000 Fälle von ­Herz­infarkten, Herzversagen und Schlaganfällen
bei ­Menschen verursacht hat. Trotz ­obligatorischer, umfang­reicher Tierversuche sind schwer­
wiegende Medikamenten­neben­wirkungen ­weiterhin die fünfthäufigste Todes­ursache in den
USA und in der EU, wo sie für rund 130 000 bzw. 200 000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich sind.
 Wegen den grundsätzlichen Unterschieden ­zwischen der menschlichen und tierischen
­Anatomie, Physiologie und ­Pathologie erlauben Tierversuche keine aussagekräftigen Rück­
schlüsse auf menschliche Krankheitsprozesse. Zudem ist eine ­künstlich erzeugte ­Erkrankung
am Tier mit einer natürlich ­entstandenen Krankheit beim ­Menschen nicht ver­gleichbar. Die
Milliarden von Geldern, die jährlich in der tierexperimentellen ­Forschung verloren gehen,
dienten endlich der menschlichen ­Gesundheit, wenn sie neu für aussage­kräftige, auf den
Menschen bezogene Forschungs­methoden eingesetzt würden.
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Umweltchemikalien
Weltweit nimmt die menschliche Fruchtbarkeit ­drastisch
ab, und viele Tierarten sind vom ­Ausster­ben bedroht, weil
sie ­unfruchtbar oder ihre ­Embryonen ­be­sc­ ­h­­ä­digt sind. Dass
­Tierversuche daran schuld sind, wird von ­Industrie, ­Behörden
und den Medien mit keinem Wort erwähnt.
Über Umweltchemikalien schreibt der Zürcher Verein Forschung für Leben: «Versuche an ­Tieren sind unerlässlich zum Nachweis der Unbedenklichkeit von Chemikalien, die Mensch,
Tier und Umwelt gefährden könnten. Um die Wirkung von Giften zu testen, werden ­Versuche
mit ­Mäusen und Ratten durchgeführt. Nur [so] ist es möglich, Grenzwerte für Umwelt­gifte festzulegen und zu verhindern, dass gefährliche Produkte auf den Markt kommen.» Stimmt das?
 In den letzten Jahrzehnten hat die menschliche Fruchtbarkeit drastisch abgenommen, ­so dass
immer mehr Paare kinderlos bleiben. Weltweit produzieren Männer 50% ­weniger ­Spermien als
im Jahr 1940, und die Samenflüssigkeit enthält immer mehr tote ­und missgebildete ­Spermien.
Die Häufigkeit von Hodenkrebs hat sich mehr als verfünffacht, diejenige von Brust­krebs ­bei
Frauen fast verdreifacht, und die Zahl der Missbildungen bei Neugeborenen steigt rapide an.
Auch viele Tierarten wie Wale, Tümmler, Fischotter, Adler, Alligatoren und Frösche sind vom
­Aussterben bedroht, weil sie unfruchtbar oder ihre ­Embryonen ­bes­c­h­ädigt sind.
 Vermutliche Ursache dieser Befunde: Die Vielzahl von Agro- und Industriechemikalien wie
DDT, PCB und Dioxine, die seit den 40er Jahren in den Handel gekommen sind, in die Nahrungs­
kette gelangen und Mensch, Tier und Umwelt verseuchen. Alle diese Giftstoffe ­wurden zuerst
im ­gesetz­lich vorgeschriebenen Tier­versuch auf ihre angebliche Sicherheit, ­Unbe­denk­­­lich­keit
und Umwelt­verträglichkeit geprüft. Bei Mensch, Tier und ­Umwelt führen sie aber zu verheeren­
den ­Erkrankun­gen und Vergiftungen. Dies ist kaum verwunderlich: ­Wegen grundsätz­licher
­Spezies- und Stoff­wechsel­unterschiede ­reagieren ­Versuchstiere anders als ­Menschen. Zudem
werden Tier­ver­suche unter ­künstlichen Laborbedingungen ­durchgeführt, die den kom­plexen
Eigenschaften des menschlichen Körpers und der ­natürlichen Umwelt nicht ­entsprechen.
 Anstatt die Produktion und den Einsatz von Agro- und Industriechemikalien drastisch
einzuschränken und auf die völlig unzuverlässigen Tierversuche zu ­verzichten, ver­suchen die
Chemiekonzerne, Gesundheits­behörden und sogar einige Umweltschutz­organisationen seit
mehreren Jahren, ­diese ­globale ­Bedrohung durch zusätzliche ­Tierversuche zu «untersuchen».
­So laufen ­weltweit Hunderte von «Forschungsprojekten», ­welche die schädlichen ­Wirkungen
der Umwelt­chemikalien im ­Tier­versuch erklären sollen. ­Somit ­dienen Tierversuche nicht
dem Schutz von Mensch, Tier und Umwelt, ­sondern ­lediglich den ­Interessen der chemischen
­Industrie: ­Zuerst werden ­gefährliche ­Giftstoffe auf den Markt gebracht, weil sie im Tierversuch
für ­sicher, ­unbedenklich und umwelt­ver­träglich befunden wurden, und dann werden diese
Giftstoffe nicht aus dem Handel ­gezogen, unter dem Vorwand, dass ihre schädlichen Wirkungen
­im ­Tierversuch ­weiterhin ­«erforscht» ­werden ­müssten.
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Tierversuchsopfer Mensch
In der Bekämpfung von Kinderlähmung ­(Polio)
haben Versuche an Affen die Forschung in die Irre
geführt und die Entwicklung eines wirksamen PolioImpfstoffes jahrzehntelang verzögert, so dass der
Impfstoff für ­Tausende von Polio-Opfern zu spät
kam.
Bild: Getty Images / The LIFE Picture Collection
Polio-Opfer in den USA im Jahr 1948
Mensch und Tier unterscheiden sich grundsätzlich in der Art und Weise, wie der Körper
auf Arzneimittel und Krankheiten reagiert. Diese Tatsache wird aber von der Forschung
seit Jahrzehnten ignoriert. Das Festhalten an irreführenden, nicht aussagekräftigen Tierversuchen hat deshalb immer wieder zu gravierenden Folgen für den Menschen geführt.
 Ein wichtiges Beispiel ist das Affenmodell für Kinderlähmung. Dieses führte die ­Forschung
hinsichtlich des Infektionsmechanismus und des klinischen Verlaufs der Krankheit in die
Irre und verzögerte damit den Fortschritt in der Bekämpfung von Polio. In einer Anhörung
vor dem US-Kongress 1984 gab Dr. med. Albert Sabin, Affenexperimentator und Erfinder
des im Jahr 1957 ­entwickelten und heute noch verwendeten Sabin-Impfstoffes gegen
­Polio, zu: «Die Bemühungen zur Vorbeugung von Polio wurden lange Zeit ­verzögert infolge
eines falschen Verständnisses der Art der menschlichen Erkrankung, das auf ­irreführenden
Versuchsmodellen mit Affen beruhte.» Als Folge davon wurde die Entwicklung eines
wirksamen Polio-Impfstoffes jahrzehntelang verzögert, so dass der Impfstoff für Tausende
von Polio-Opfern zu spät kam.
 Ein weiteres Beispiel, wie Tierexperimente die Forschung in die Irre führen und ­enorme
Summen öffentlicher Gelder verschwenden, ist die Krebsforschung. Mit der ­Unterzeichnung
des ­Nationalen Krebsgesetzes 1971 erklärte US-Präsident Richard Nixon den «Krieg ­gegen
Krebs» und legte das Hauptgewicht auf die tierexperimentelle Forschung. Doch ­ent­gegen
den Vorhersagen vieler Experten, Krebs werde bis 1976 ausgerottet sein, erwies sich
­dieses ­landesweite Forschungsprojekt als Multimilliardendollar-Fehlschlag: Heute, mehr
als 40 Jahre später, bleiben die meisten ­Krebserkrankungen unheilbar, und in den USA
und anderen Industrie­ländern ist Krebs weiterhin die zweithäufigste Todesursache.
 Wegen den grundsätzlichen Unterschieden ­zwischen der menschlichen und tierischen
­Anatomie, Physiologie und ­Pathologie erlauben Tierversuche keine aussagekräftigen
Rückschlüsse auf menschliche Krankheitsprozesse. Zudem ist eine ­künstlich erzeugte
­Erkrankung am Tier mit einer natürlich ­entstandenen Krankheit beim ­Menschen nicht
ver­gleichbar. Die Milliarden von Geldern, die jährlich in der tierexperimentellen ­Forschung
verloren gehen, dienten endlich der menschlichen ­Gesundheit, wenn sie neu für aussage­
kräftige, auf den Menschen bezogene Forschungs­methoden eingesetzt würden.
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Mythos Tierversuch:
Querschnittlähmung heilen
Werden Querschnittgelähmte dank ­Ver­suchen an
­Ratten und Affen bald wieder ­gehen ­können, wie
Berichte in den Medien immer wieder ­behaupten?
1990 gelang es Wissenschaftlern am Institut für Hirnforschung der Universität Zürich,
durchtrennte Rückenmarksnerven von Ratten wieder nachwachsen zu lassen. Seitdem
wird immer wieder behauptet, dank ­diesem «spektakulären Durchbruch» könnte man
Querschnitt­gelähmte bald heilen und ihnen das Leben im Rollstuhl ­ersparen. Stimmt das?
 Bei Ratten fand man heraus, dass sich durchtrennte Nervenfasern wegen wachstums­
hemmen­d­er Stoffe im Rückenmark nicht regenerieren können. Um diese Hemmstoffe
­auszuschalten, wurden den Ratten Krebs­zellen ins Gehirn ­gespritzt. Diese Zellen entwickelten
sich zu Tumoren und schieden in die umliegende ­Gehirn-Rücken­mark-Flüssigkeit Antikörper
aus, welche die Wachstumshemmer im ­Rücken­mark ­blockierten. Gleichzeitig wurde das
Rücken­mark nicht ganz, sondern nur halb durch­trennt, damit die ­Ratten teilweise bewegungs­
fähig – d.h. nicht querschnitt­gelähmt – blieben.
 Am Ende wuchsen einige der durchtrennten Ruckenmarksnerven nach, und die Ratten
ge­wannen ihre Bewegungsfähigkeit «fast vollständig» zurück. Nachdem die Forscher die Anti­
körper-Therapie auch an teilweise querschnittgelähmten Affen getestet und eine ­«funk­tionelle
Erholung» beobachtet hatten, fingen sie 2006 an, die Therapie an ­querschnittgelähmten
­Menschen zu prüfen. ­Laut NeuroRegeneration (Nr. 42/2013) stellte sich aber heraus, dass
die klinischen Studien mit betroffenen Patienten «ins Stocken geraten sind», weil offenbar
kein kräftiges Nervenwachstum wie im Tierversuch, sondern nur bescheidenes Wachstum
entstanden ist. Deshalb «ist es zu befürchten, dass die federführende Pharmaindustrie [von
der Wirksamkeit der Therapie] zu wenig überzeugt ist».
 Es ist aber nicht verwunderlich, dass die Antikörper-Therapie bei querschnittgelähmten
Patienten nicht gelungen ist. Denn im Gegensatz zu Tierversuchen, die unter künstlichen
­Laborbedingungen durchgeführt werden, wird das Rückenmark verunfallter Menschen
­weder chirurgisch noch sauber durchtrennt. Vielmehr erleiden Querschnitt­gelähmte schwere
­Verletzungen und ­Quetschungen, die grosse Bereiche des Rücken­markes betreffen und mit
tier­experi­mentell «geprüften» ­Therapien kaum ­erfolgreich ­behandelt werden ­können.
 Um echte Fortschritte zur Linderung und zur Heilung von Querschnittlähmungen erzielen zu
können, müssen Forscher auf Tierversuche verzichten und aussagekräftige, auf den Menschen
­bezogene Methoden anwenden. Besuchen Sie unsere Website www.animalexperiments.ch,
um mehr über solche Forschungsmethoden zu erfahren.
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Seele and Geist
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