close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kompetenz im Handwerk - General

EinbettenHerunterladen
8
Samstag/Sonntag, 17./18. Januar 2015
WIRTSCHAFT
GENERAL-ANZEIGER
Unternehmer schweben auf der Wolke
Immer mehr Firmen nutzen bei der Datenverarbeitung das sogenannte Cloud-Computing
VON FRANK RINTELMANN
BONN. Die Wirtschaft wird zur Da-
tenwirtschaft – und um die immer
größer werdende Informationsflut
zu bewältigen, werden viele Unternehmen eine Entwicklung vollziehen müssen, die sie in die Lage
versetzt, in Echtzeit Daten zu bearbeiten. Diesen Weg von der reinen Hardware hin zu einer vernetzten Software beschrieb gestern Internetexperte und Autor Sascha Lobo vor rund 400 Teilnehmern beim Cloud-Unternehmertag
in Bonn.
Was im privaten Gebrauch
durch soziale Medien wie Facebook und Twitter längst angekommen ist, werde auch in den
Unternehmensalltag Einzug halten, sagte Lobo: „Dieser Prozess ist
nicht mehr aufzuhalten.“ Was Experten mit dem Begriff „CloudComputing“ (Cloud, englisch für
Wolke) beschreiben, ist nichts anderes, als der Zugriff auf IT-Ressourcen über das Internet. Firmen
müssen keine eigenen Rechenzentren mehr vorhalten, sondern
können auf die beinahe unbegrenzte Rechenleistung der sogenannten Datenwolke im Internet
zugreifen.
„Unternehmen
sparen
mit
Cloud-Computing Geld, da sie nur
für das bezahlen, was sie auch tatsächlich nutzen. Sie können Leistungen jederzeit hinzukaufen und
Die Datenwolke als Symbolbild auf der Computermesse Cebit: Rund zwölf Prozent der Unternehmen in DeutschFOTO: DPA
land nutzen zurzeit Cloud-Computing.
kündigen. Damit sind auch die
Kosten gut kalkulierbar“, sagte
Michael Rosbach, Vorstand des
Bonner Softwarehauses Scopevisio. Über die Einsparungsmöglichkeiten gehen die Expertenmeinungen auseinander. Das Gros
der Fachleute rechnet mit einer
Kostenersparnis zwischen 30 und
50 Prozent.
Rosbach: „Cloud-Lösungen sind
unabhängig von Standort, Zeitpunkt und verwendetem Endgerät
nutzbar und deshalb ideal für den
Außendienst oder für den Einsatz
an mehreren Firmenstandorten
geeignet. Und noch ein Vorteil:
Mitarbeiter können unabhängig
vom Standort gemeinsam in Anwendungen und an Dokumenten
arbeiten.“ Internetexperte Lobo
formuliert es so: „Man geht nicht
mehr in die Firma, man loggt sich
in die Firma ein.“
Noch ist Cloud-Computing in
der deutschen Wirtschaft nur eine
Randerscheinung. Nach Angaben
des Statistischen Bundesamtes bezogen 2014 hierzulande gerade
einmal zwölf Prozent der Unternehmen von externen Anbietern
kostenpflichtige IT-Dienste über
das Internet. Die Nutzung ist entscheidend von der Größe des Unternehmens abhängig. Während
bereits 27 Prozent der großen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten die Datenwolke nutzen, sind es bei den kleineren Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern zehn Prozent. Vor allem
rechtliche Unsicherheiten und Sicherheitsbedenken geben Firmen
als Gründe an, warum sie Cloud
Computing nicht nutzen. „CloudComputing ist grundsätzlich weder sicherer noch unsicherer als
der Server in der Firma. Es hängt
stark davon ab, ob ich dem Anbieter des Cloud-Computing vertraue“, sagte Experte Lobo.
Allerdings wächst der CloudMarkt ungebrochen. Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) kletterte der Umsatz mit
Cloud-Lösungen in Deutschland
allein im vergangenen Jahr um 46
Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.
Für das Jahr 2018 prognostiziert
der Verband einen Umsatz von
knapp 20 Milliarden Euro.
Privater Lokalfunk in NRW fürchtet um Existenz
Streit um Vergabe von elf UKW-Frequenzen. Derzeit verfügen die Lokaradios nur über zehn Prozent der Sendeleistung
Von unserem Korrespondenten
WILFRIED GOEBELS
DÜSSELDORF. Die 45 privaten Lo-
kalradios in NRW fürchten um ihre Existenz und fordern mehr
„Waffengleichheit“
mit
dem
Westdeutschen Rundfunk. Hintergrund ist die in Kürze geplante
Vergabe von elf UKW-Frequenzen
durch die Landesmedienanstalt
(LfM). Die Lokalfunksender wollen auf diesen Frequenzen mit dem
Jugendsender „Deinfm“ mehr
junge Hörer gewinnen und zu-
sätzliche Werbeerlöse erzielen. In
einer Beschlussvorlage favorisiert
die Landesmedienanstalt (LfM)
aber den türkischsprachigen Sender „Metropol FM“.
In einem Brief an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) fordern die NRW-Privatradios „lokale Vielfalt“ und eine Vertagung der
Entscheidung. Die LfM will am 23.
Januar über die Vergabe der Frequenzen befinden. Da sich die finanziellen Einnahmen der Lokalradios im Vergleich zu 2007 bis
2017 halbieren dürften, seien die
Sender auf die „Bildung einer Flottenstrategie“ aus regionalen Radiostationen und „Deinfm“ angewiesen“, sagte der Vorsitzende des
Verbandes Lokaler Rundfunk in
NRW, Fritz-Joachim Kock, in Düsseldorf. Ziel der privaten Lokalradios bleibt eine zweite landesweite Hörfunkkette in NRW.
Freie Frequenzen sollen vergeben werden in: Dorsten, Essen,
Bochum, Hagen, Köln, Krefeld,
Mülheim, Attendorn, Lennestadt,
Olpe und Herdecke. Von der Entscheidung hänge ab, ob die Rolle
des Lokalfunks für eine unabhängige und bewusst lokale Berichterstattung gestärkt werde, betonten die „Deinfm“-Geschäftsführer
Sven Thölen und Jan-Uwe Brinkmann.
Weil „Deinfm“ die junge Zielgruppe bediene, sei eine gemeinsame Vermarktung mit den Lokalradios auf Dauer wirtschaftlich.
Die Geschäftsführer versprechen
sich zusätzlich 60 000 Hörer pro
Stunde im Jugendsender.
Derzeit verfügen die Lokaradios
nur über zehn Prozent der Sende-
leistung in NRW, der WDR aber
mit den zahlreichen Programmen
über 90 Prozent. Brinkmann kritisierte, dass der WDR „den Werbemarkt dichtmachen“ und die
gesamte Werbezielgruppe bis 49
Jahre abdecken wolle. Es werde
zunehmend schwierig, sich gegenüber der Marktmacht des WDR
zu positionieren, klagte Brinkmann. Durch die gemeinsame
Vermarktung von Werbezeiten der
Lokalsender und „Deinfm“ könne
die Existenzgefährdung verhindert werden.
RWE kann
Dea doch
verkaufen
Russe zahlt fünf
Milliarden Euro
ESSEN. Der Energiekonzern RWE
kann seine Ölfördertochter Dea
nach einer langen Zitterpartie nun
doch verkaufen. Für fünf Milliarden Euro soll das Unternehmen bis
Anfang März an den russischen
Oligarchen Michail Fridman und
die von ihm kontrollierte Letter
One-Gruppe gehen, wie RWE am
Freitag in Essen mitteilte. Vor allem Großbritannien hatte sich vor
dem Verkauf wegen der Sanktionen gegen Russland im Zuge der
Ukraine-Krise quergestellt. Letter
One will sich nun aber verpflichten, das britische Dea-Geschäft für
mehrere Jahre getrennt von den
restlichen RWE Dea-Aktivitäten zu
führen. „Die Parteien gehen davon
aus, dass mit der gewählten
Konstruktion den Sorgen der britischen Regierung Rechnung getragen wurde“, sagte ein RWESprecher. Auch im Fall, dass Dea
unter Letter One am Ende seine
Förderlizenzen für britische Ölfelder verlieren sollte, bleibe der Deal
bestehen. Gegen eine weitere Abkühlung des Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen
hat sich Letter One aber abgesichert: Sollten Sanktionen gegen
die Gruppe oder ihre Eigner verhängt werden, müsste RWE innerhalb des ersten Jahres nach
dem Geschäft die britischen DeaAktivitäten zurückerwerben. dpa
BP droht hohe
Geldstrafe
NEW ORLEANS. Der britische Öl-
riese BP muss mit einer weiteren
hohen Milliardenstrafe bei der
Aufarbeitung der verheerenden
Explosion auf der Plattform
„Deepwater Horizon“ im Golf von
Mexiko rechnen. Ein US-Bundesgericht in New Orleans hat die
Menge des ausgelaufenen Öls bei
der Katastrophe im April 2010 auf
3,19 Millionen Barrel (je 159 Liter)
festgelegt. Damit droht dem Konzern eine Höchststrafe von 11,8
Milliarden Dollar.
dpa
ANZEIGE
TAG DER OFFENEN TÜR
im Weru-Fachbetrieb Gütler
am Samstag, 17. und
Sonntag, 18. Januar
Kompetenz im Handwerk
Ein Spezialist für Fenster und Haustüren stellt sich vor
TAG DER OFFENEN TÜR am
Samstag, 17. Januar, 10-16 Uhr
Sonntag, 18. Januar, 11-16 Uhr*
Achtung, geänderte Winteröffnungszeiten!
Infos auf unserer Webseite
Parkplätze
hinter dem Gebäude
Geht es um Qualität und Modellvielfalt von Fenstern und Türen, können sich Hausbesitzer
und Bauherren bei einem renommierten Unternehmen in der
Bonner Innenstadt kundig machen: „Hausbesitzer und Bauherren aus Bonn und der Region
können sich von der Qualität der
Weru-Markenprodukte, unserer
fundierten Beratung und dem
umfassenden Service jederzeit
überzeugen“, sagt Geschäftsführer Markus Gütler.
Das Traditionsunternehmen
Gütler mit Stammsitz in Neuwied ist ein qualifizierter WeruFachbetrieb und hat sich seit 15
Jahren als Spezialist für die Renovierung von Fenstern und
Haustüren einen Namen gemacht. An der Sandkaule 9 -11 in
Bonn präsentiert Gütler eine
kleine exklusive Ausstellung.
Damit Kunden die Ausstellung in
aller Ruhe begutachten und die
Vorzüge der verschiedenen Modelle kennenlernen können, lädt
Gütler zu einem Tag der offenen
Tür an diesem Wochenende, 17.
und 18. Januar, ein. Zu sehen
Eine Gütler
Haustüre ist –
energieeffizient und sicher
– von den
Montageprofis
in einem Tag
eingebaut.
FOTO: WERU
sind dann beispielsweise moderne, pflegeleichte und kratzfeste Haustüren mit Nano-LackBeschichtung ebenso wie traditionelle Haustüren mit Facette
geschliffenen Glaskunstmotiven.
Gezeigt werden auch die automatische Haustürverriegelung
„Auto-Lock“ sowie die Türfangeinrichtung „Twin-Lock“ – diese
öffnet die Tür zunächst nur einen Spalt breit.
Der Gütler Leistungsüberblick:
l Ausstellung für Bemusterung
l detaillierte Planung
l zügige Angebotserstellung
l exaktes Aufmaß
l pünktliche Lieferung
l saubere Montage
l Garantie und Serviceleistung
Autor
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
1
Dateigröße
584 KB
Tags
1/--Seiten
melden