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Ausschreibung Winterdienst Doberlug

EinbettenHerunterladen
D 47412 ISSN 1436-2597
17. Jahrgang
November 2014
11
Das Praxismagazin für Verfahrens- und Chemieingenieure
CITplus, das Magazin für die Mitglieder von ProcessNet, wird herausgegeben von GDCh, Dechema und VDI-GVC
27
Herstellerneutrale Integration von
Instrumentierung in die Leittechnik
30
Diagnose und Topologie für Profinet
und Ethernet
32
Konfigurieren und Kalibrieren von
Smart Transmittern
36
Powtech-Nachlese
41
Fünfstufiger Vakuumpumpstand
44
Kostensparende Lösungen für
anspruchsvolle Förderaufgaben
SONDERTEIL SPS IPC DRIVES
22
Titelstory:
Klebt perfekt – auch am Sensor
NIR-Messung von Klebstoff mit Ceramat-Wechselarmatur
FILTECH 2015
Koelnmesse · February 24 – 26, 2015
Cologne – Germany
“FILTECH is an ideal platform for us
as a filter manufacturer. With the
combination of specialist lectures and
exhibition, visitors can find out about
the latest technical developments and
trends in a very manageable amount
of time. We as exhibitors and the
visitors profit from this.”
The Filtration Event
Andrea Trautmann,
Marketing Manager, Coperion GmbH
FILTECH 2015: Hall 11.1 Stand D10
FILTECH
February 24 – 26, 2015
www.Filtech.de
Pure Solutions
for the Processing
Industry
Contact Jens-C. Chittka
Phone: +49 (0)2132 93 57 60 · E-mail: jens@filtech.de
Editorial
Potenzen und Potentiale
Wenn man eine natürliche Zahl zweimal
mit sich selbst multipliziert, bekommt man
eine Kubikzahl. Eine besonders schöne Kubikzahl ist die 1000. Das Wort Tausend, das
höchste nicht zusammengesetzte Zahlwort
im Deutschen, wird gerne synonym verwendet für „sehr viel“. 1000 ist auch der magische Schwellenwert, den sich die Macher von
Powtech und Technopharm bei der Anzahl der
Aussteller aufs Panier geschrieben haben.
Bisher scheiterten die Versuche des Nürnberger Messeduos, diese Hürde zu überspringen. Als es um die Jahrtausendwende herum
mit der Explorisk zusammen noch ein Messetrio war, hatte es auch schon nicht geklappt.
Schon damals wollte man den Kubiknutzen,
den „Nutzen hoch drei“ schaffen – und schaffte es nicht. Selbst die gewiefteste Messearithmetik erlaubte es nicht, die Teilbelegungszahlen miteinander zu multipli- geschweige denn
zu potenzieren. Nach dem Aufsummieren der
Aussteller kam immer nur mal mehr, mal weniger „kleiner 1000“ heraus.
Es ist aber auch wirklich schwer zu vermitteln, dass zur gleichen Zeit am gleichen
© Bertold Werkmann -
Fotolia.com
Ort verschiedene Messen zu irgendwie unterschiedlichen und doch auch irgendwie ähnlichen Schwerpunkten stattfinden. Wenn man
zwei, drei oder auch wie bei der Hannover
Messe sogar 8 oder gar 12 Teilmessen veranstaltet, muss man eigentlich die Statistiken
für jede separat aufführen. Das erweist sich
besonders im Falle von Powtech und Technopharm schon bei der Zuordnung der Aussteller als komplex und kompliziert. Natürlich gibt es Spezialisten, deren Leistungsprofil
exakt auf die eine oder die andere der Spezialmessen passt. Die meisten aber sind doch
branchenübergreifend aufgestellt und bieten
Produkte an für die Pharma- und für die Düngemittelindustrie, für Baustoffbetriebe wie für
Spezialchemikalienhersteller.
Somit sind die angesprochenen Besucher
im einen Fall vielleicht Facharbeiter im anderen hochdifferenzierte Spezialisten. Naturgemäß gibt es von der einen Sorte deutlich
mehr, als von der anderen. Wollte man deren
Bewegungen hierhin oder dorthin nachvollziehen, müsste man eigentlich beim Überschreiten der jeweiligen Messegrenzen Re-
gistrierungsbarrieren wie Klassenschranken
errichten. Doch genauso wie wir lieber freie
Fahrt auf der Autobahn als alle paar Kilometer eine Mautstelle haben wollen, wollen wir
uns beim Messebesuch natürlich nicht permanent aufhalten, kontrollieren und zählen lassen. Wozu also müssen wir die beiden Messen
überhaupt und per Nomenklatur voneinander
abgrenzen?
Genauso wie auf der Autobahn, auf der wir
rasen dürften, wenn nur nicht so viele Verkehrsteilnehmer das gleichzeitig mit uns vorhätten, schätzen wir es perverserweise, wenn
die Gänge zwischen den Ständen proppenvoll
sind. Psychologisch gesehen sind wir dann
mittendrin, nicht bloß dabei, auch wenn wir
kaum vorankommen und unsere Gesprächspartner keine Zeit für uns haben. Wenn wir
aber nebenan sind, wo weniger los ist, kommt
gleich ein entropisches Unbehagen auf. Was
stimmt da nicht? Sind wir hier bei der falschen Messe? Ist die schlechter besucht? Oder
liegt es an der Standplatzierung? Am Produkt, an der Präsentation, an der Besucherwerbung?
Wenn solche künstlichen Zuordnungsgrenzen aufgehoben werden, kann eine natürliche
Durchmischung stattfinden und die Klassifizierung erfolgt nicht länger über die Tonnage der eingesetzten Materialien. Am richtigen Ort fühlen sich dann auch die Aussteller,
wenn sie - und mit ihnen 1000 andere - um
die Gunst der Besucher buhlen können. Dann
ist man Teilnehmer bei einer richtig großen
Sache, nicht bloß bei einer von zwei kleinen.
Somit könnte das Kalkül der Nürnberger
Messemacher für die nächste Veranstaltung
im April 2016 durchaus aufgehen. Mit der Integration der Technopharm in die Powtech
mag die strenge Systematik der Teilmessen
aufgeweicht werden. Durch die vereinfachte
Darbietungsform aber könnte psychologisch
gesehen die Potenzierung gelingen.
Ihr
Wolfgang Sieß
Chefredakteur CITplus
10 • 2014 • 3
Inhalt
Seite 22
Seite 25
SONDERTEIL
SPS IPC DRIVES
Klebt perfekt – auch am Sensor
17. Jahrgang
D 47412 ISSN 1436-2597
TITELSTORY
November 2014
NIR-Messung von Klebstoff mit
­ eramat-Wechselarmatur
C
11
Das Praxismagazin für Verfahrens- und Chemieingenieure
CITplus, das Magazin für die Mitglieder von ProcessNet, wird herausgegeben von GDCh, Dechema und VDI-GVC
27
Herstellerneutrale Integration von
Instrumentierung in die Leittechnik
30
Diagnose und Topologie für Profinet
und Ethernet
32
Konfigurieren und Kalibrieren von
Smart Transmittern
36
Powtech-Nachlese
41
Klebrige Produkte, wie z. B. der zur
Beschichtung von Klebefilmen verwen­
dete Acrylatkleber, sind eine besonde­
re ­Herausforderung für die Sensorik, mit
der ihr Herstellungsprozess überwacht
wird. Bei einem herkömmlichen Mess­
stellenaufbau könnten die eingesetzten
Sonden nicht dauerhaft in dem extrem
adhäsiven Medium verbleiben, sondern
müssten regelmäßig entnommen und ge­
reinigt werden. Abhilfe verspricht ein
Messstellenaufbau, bei dem die Sensor­
schleuse Ceramat von Knick Elektronische
Messgeräte eine zentrale Rolle spielt.
Fünfstufiger Vakuumpumpstand
44
Kostensparende Lösungen für
anspruchsvolle Förderaufgaben
SONDERTEIL SPS IPC DRIVES
22
Titelstory:
Knick Elektronische Messgeräte
GmbH & Co.KG, Berlin
Tel.: +49 30 80191 239
koska@knick.de
www.knick.de
Klebt perfekt – auch am Sensor
NIR-Messung von Klebstoff mit Ceramat-Wechselarmatur
THEMA VERFAHRENSENTWICKLUNG
REPORT
Die Grenzen des Möglichen neu definieren​ 6
Zukunft gestalten​
Effizienzverbesserung in der chemischen
Verfahrensentwicklung
N. Kuenzle und D. Zollinger, Lonza
Gemeinsame ProcessNet-Jahrestagung und
31. Jahrestagung der Dechema-Biotechnologen
Fachmesse für die elektrische Auto­
matisierung SPS IPC Drives findet zum
25. Mal statt
Termine8
Kreativ und präzise​18
Die neue FDI-Ära beginnt​
Wirtschaft + Produktion
Siegerteam der RWTH Aachen überzeugt im
ChemCar-Wettbewerb
Herstellerneutrale Integration von
Instrumentierung in die Leittechnik
9
SONDERTEIL SPS IPC DRIVES
14
Wo der Funke – kontrolliert – überspringt​ 25
27
N. Shah, ABB
Aus Ereignissen lernen​
PROJEKT DES MONATS
Ganz schön wählerisch
9
Entwicklung und Charakterisierung neuer
sensitiver polymerer Trenn- und Sorptionsphasen für die Chromatografie​
Vorträge beim 5. VDI-GVC Jahrestreffen
der Betriebsingenieure
Forschung + Entwicklung​
NIR-Messung von Klebstoff mit
­Ceramat-Wechselarmatur
C. Koska, Knick
12
Was Menschen bewegt, die etwas bewegen
Christoph Müller, ETH Zürich
Bezugsquellenverzeichnis
ab 47
Index/Impressum51
4•
11 • 2014
30
J. Müller, Indusol
Klebt perfekt – auch am Sensor
Im Profil
Lotse für`s Netzwerk​
Zusammenspiel zwischen Diagnose und
­Topologie für Profinet und Ethernet
TITELSTORY
Dechema/IGF
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22
Digitales Protokoll lesen und interpretieren​32
Konfigurieren und Kalibrieren von
Smart Transmittern
R. Hoster, Germex und H. Laurila, Beamex
Produkte​26, 31, 35
von B&R Industrie-Elektronik, Eaton
­Measurement Technology, Innominate
­Security Technologies Profibus und Profinet
International, Rauscher, Softing Industrial
Automation, Steute Schaltgeräte
Inhalt
POWTECH-NACHLESE
Seite 41
POWTECH-NACHLESE
PUMPEN-KOMPRESSOREN-DRUCKLUFT
Herbst-Powtech behauptet sich​
36
Sehr gute Stimmung bei Fachbesuchern
und Ausstellern
Die energetisch günstigere Lösung​
41
Fünfstufiger Vakuumpumpstand zur Rückgewinnung von Monomeren
Good
Vibrations
Seite 36
Quality in vibrators
PUMPEN-KOMPRESSORENDRUCKLUFT
P. Koterew, ZM Engineering
Produkte​
37, 38, 39, 40
von Aerzen, AZO, Bluhm Systeme, Coperion, Dinnissen, Flux-Geräte, Goudsmit
Magnetic SystemsGrundfos, Retsch, Sawa
Pumpentechnik, Vega Grieshaber, Zeppelin
Systems,
Gut geplant – viel gewonnen​44
Kostensparende Lösungen für anspruchsvolle Förderaufgaben
A. van Dorp, Paul Bungartz
Produkte​
42, 46
von GEA, Systec controls
Series GT 4-48 oelfrei: 135 – 12'000 N
Findeva AG
Pneumatische Vibratoren für die Industrie
Loostrasse 2, CH-8461 Oerlingen,
Schweiz. Tel. +41 (0)52 319 25 61
www.findeva.com.
Mail: info@findeva.com.
Deutschland: www.aldak.de
Mail: alsbach@aldak.de
14.53.d
Thema Verfahrensentwicklung
Die Grenzen des
Möglichen neu definieren
Effizienzverbesserung in der chemischen Verfahrensentwicklung
Eine schnelle und kostengünstige Verfahrensentwicklung ist in zunehmendem Masse Voraussetzung für den erfolgreichen
Fortbestand der chemischen Industrie in Westeuropa. Je weiter man sich in diese Richtung verbessert, desto mehr Verfahren
können bei gleichbleibenden Entwicklungskosten zur Marktreife entwickelt werden. Dadurch kann ein breiteres Produktespektrum bedient und letztlich mehr Innovation generiert werden. Der Aspekt der Geschwindigkeit ermöglicht zudem, auch
bei Produkten mit kurzer Lebensdauer bereits in der höhermargigen Frühphase des Produktzyklus am Markt teilzuhaben.
Der Freiheitsgrad in Projekten ist zu Beginn typischerweise groß, der Einfluss von Entscheidungen auf die Spätkosten ebenfalls. Grundlegende Erkenntnisse für die Verfahrensauswahl
und die Verfahrensentwicklung möglichst
früh zu erlangen hat deshalb den großen Vorteil, dass Kosten in einer späteren Projektphase deutlich reduziert werden können. Hohe
Entwicklungskosten resultieren insbesondere dann, wenn in einem bereits weitgehend
entwickelten Verfahren ein Schlüsselelement
grundlegend umgestaltet werden muss.
Dies kann z. B. dann der Fall sein, wenn
es nicht möglich ist, das Rohmaterial aus
der Reaktion mit den verfügbaren Aufarbeitungstechnologien auf die geforderten Spezifikationen aufzureinigen. Das Risiko eines
grundlegenden Konzeptwechsels in der späten
Projektphase kann reduziert werden, indem
z. B. nicht zuerst die chemische Reaktion festgelegt und optimiert und erst anschließend die
Aufarbeitung untersucht wird, sondern alle
Aspekte gleichzeitig betrachtet werden.
Bereits bei der Routenauswahl lässt sich in
vereinfachter Weise abschätzen, wie sich die
6•
11 • 2014
Dr. Niklaus Künzle,
Daniel Zollinger,
Leiter Center of Excellence
Feasibility: Design for
Technologies, R&T Life
­Manufacturing, R&T Life
­Science Ingredients, Lonza
­Science Ingredients, Lonza
chemische Route auf die Aufarbeitung und
auf die Anlagenwahl auswirkt. Vereinfachte Kostenberechnungsmethoden (z. B. auf
Basis der Zahl der Einheitsoperationen und
der Rohmaterialkosten) schaffen die Basis für
eine zeitige und trotzdem ausreichend genaue
Entscheidungsgrundlage bei der Routenwahl.
Experimente effizienter gestalten
Die großen Fortschritte in der Automatisierungstechnik und der Online-Analytik in den
letzten Jahren erlauben mittlerweile das Betreiben von Forschungslabors im 24/7-Betrieb. Ohne zusätzlichen Personalaufwand
kann so der Durchsatz an Experimenten um
bis zu 300 % erhöht werden. Gleichzeitig
steigt die Informationsdichte durch lückenlose Datenerfassung um Größenordnungen.
Neben der Herausforderung, die generierten
Daten zeitnah und effizient in Wissen zu verwandeln, erhöht die Möglichkeit eines höheren Durchsatzes im Labor auch die Anforderungen an die Versuchsplanung. Ein Labor,
in dem alle Versuche im 24/7-Betrieb durch-
Thema Verfahrensentwicklung
Abb. 1: Traditioneller Weg der Verfahrensentwicklung. Sequentielles Arbeiten mit entsprechend langen Entwicklungszeiten.
Abb. 2: Parallele Untersuchung von Reaktion und Aufarbeitung, sowie Vermeidung von Pilotierung ermöglicht
kürzere Entwicklungszeiten.
geführt werden, erreicht die maximale Effizienz nur dann, wenn die einzelnen Versuche faktisch zum Verständnis des Prozesses
beitragen.
Unabhängig vom Automatisierungsgrad
werden Versuche zur Beantwortung wichtiger Fragen zu Beginn eines Projektes durchgeführt - auch dann, wenn in vielen Details
noch Anpassungen zu erwarten sind. Dadurch
wird das Risiko einschneidender Konzeptanpassungen in einer späten Phase der Verfahrensentwicklung minimiert. Exemplarisch
können durch den Einsatz von Korrosionssonden (z. B. basierend auf Elektrochemischer
Impedanz-Spektroskopie) Informationen zum
Korrosionsverhalten in Reaktionsgemischen
bereits in wenigen Stunden mit ca. 50 ml Ausgangsmaterial erhalten werden – inklusive
Zeitauflösung. Im Vergleich dazu dauern die
herkömmlichen Tests ca. 20 Tage und benötigen mehr als das 20fache an Rohmaterial. Sie
sind daher oft erst in einer relativ späten Projektphase möglich.
Paralleles Erfassen von Daten
Erfahrungsgemäß lässt sich die Informationsdichte von Laborexperimenten oft deutlich
verbessern, indem mehrere Parameter parallel gemessen werden und/oder durch onlineErfassung die Zeitauflösung verfeinert wird.
So kann die gleichzeitige Verwendung von
verschiedenen Online-Sonden (z. B. Raman,
UV, IR) eine rasche Prüfung der Machbarkeit
für PAT-Techniken erlauben, oder sicherheitstechnische und kinetische Daten können bereits in einer frühen Phase mit wenig Material
in miniaturisierten Geräten kombiniert erfasst
werden (z. B. DSC, micro-RC, combined RC).
„Trial and Error“
Viel Effizienz geht bei Prozessentwicklungen
verloren, wenn Versuche dazu dienen, konzeptlos Antworten aus einem unbekannten
System zu generieren. Die „Trial-and-Error“Methode wird häufig bei der Auswahl von Lösungsmitteln oder Katalysatoren verwendet.
Paralleles Arbeiten (z. B. mit Parallelreakto-
ren) kann die Kosten zwar auch in diesem Fall
reduzieren, effizienter aber ist das Vermeiden
der unnötigen Versuche. Modelle können hier
Abhilfe schaffen. Auch wenn kaum Stoffdaten vorhanden sind, bringt z. B. die Verwendung quantenmechanischer Modellierungen
(e. g. COSMO-RS) große Einsparungen.
Im konkreten Beispiel einer Cyclisierungsreaktion konnten wir die Reaktion innerhalb
von 4 Stunden mit 40 verschiedenen Lösungsmitteln modellieren. Die Präselektion
von wenigen potentiell geeigneten Lösungsmitteln erfolgte basierend auf der abgeschätzten Stabilisierung von Zwischenprodukt und
Produkt. Dadurch wurden viele Versuche, die
jeweils 24 h gedauert hätten, überflüssig. Aus
dem verbleibenden Spektrum von Lösungsmitteln wurde das für den Gesamtprozess geeignetste ausgewählt und im Anschluss erfolgreich eingesetzt.
Modellierungen helfen uns auch, Destillationen auszulegen und ohne aufwändige
Labor- oder Pilotstudien in die Produktion zu
implementieren. Dabei lassen sich auch sehr
komplexe Aufgaben bewältigen, so zum Beispiel die zeitnahe Auslegung von Verfahren
in Trennwandkolonnen für den Mehrzweckbetrieb.
Streng genommen sind auch Pilotierungen „Trial-and-Error“-Versuche. Viele Fragestellungen für die Skalierung eines Laborverfahrens auf Produktionsmaßstab lassen sich
nämlich mit theoretischen Ansätzen, Modellen und Laborexperimenten deutlich kosteneffizienter beantworten. Dafür sind aber
ein tiefes Verständnis der Verfahren und eine
breit abgestützte Fachkompetenz notwendig. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass
Technologie-Transfers von Batch-Prozessen
mit Pilotierung nicht reibungsloser abliefen
als solche, die ganz ohne Pilotierung durchgeführt wurden. Jedoch waren Projekte mit Pilotierung durchschnittlich deutlich teurer und
dauerten länger. Im Labor gezielt getätigter
Zusatzaufwand zur Erreichung eines höheren
Prozessverständnisses zahlt sich aus. Darüber hinaus erweist sich die Kenntnis der entscheidenden Parameter im Labor als äußerst
nützlich bei der produktionsbegleitenden Optimierung oder für Untersuchungen für den
Ausbau der Prozesse im Produktionsmaßstab.
Zusammenarbeit
Grundlage und wichtigstes Element in der
chemischen Verfahrensentwicklung sind unsere Mitarbeiter. Fachliche Exzellenz, Lernbereitschaft und Engagement gepaart mit grossem Teamgeist sind wichtige Punkte bei der
Selektion von Mitarbeitern. Fast alle oben genannten Methoden verlangen nach einer intensiven Zusammenarbeit sowohl zwischen
den verschiedenen Hierarchiestufen als auch
zwischen den Spezialisten verschiedener
Fachrichtungen. Integrierte Projektteams mit
einer Mischung aus Generalisten und Spezialisten bilden die Basis für die simultane Bearbeitung unterschiedlicher Einheitsoperationen und erhöhen die Kreativität. Ein in der
Verfahrensentwicklung erfahrener Projektleiter koordiniert die Arbeit eines solchen Teams
und sorgt dafür, dass das Team auch auf Veränderungen der Rahmenbedingungen rasch
reagiert und auf ein klar definiertes Ziel hinarbeitet.
Spezialisierte firmeninterne und externe Partner ermöglichen den Einbezug neuer
Technologien und Arbeitsmethoden. Einen
weiteren entscheidenden Einfluss auf die
Effizienz von Verfahrensentwicklung (und
wohl auch auf alle anderen Bereiche) hat die
Firmenkultur. Die Offenheit, vorhandenes
Wissen untereinander zu teilen, ermöglicht
schnelles Lernen in der Organisation. Neugierde und eine konstruktive Fehlerkultur ermöglichen es, die Grenzen des Möglichen neu
zu definieren.
Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag der
Autoren bei der ProcessNet-Jahrestagung
2014 in Aachen
Kontakt
Lonza Ltd, Visp, Schweiz
Dr. Niklaus Künzle
Tel.: +41 27 948 5385
niklaus.kuenzle@lonza.com
www.lonza.com
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November
Verfahrenstechnische Dimensionierung mit Erfahrungsregeln
10.–11. Nov
Berlin
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Die chemisch-pharmazeutische Industrie im Überblick
10.–11. Nov
Frankfurt am Main
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh),
www.gdch.de/fortbildung
Schüttguttechnik kompakt
10.–12. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Methoden der Charakterisierung von Schüttgütern
10. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Service-Praxisseminar Analyse
11.–12. Nov
Hamburg
Endress+Hauser Messtechnik, seminar@de.endress.com
Dosieren von Schüttgütern
11. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Moderne Schüttgut-Förderkonzepte
11. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Profinet-Technologie Workshop für Entwickler und Produktmanager
12. Nov
Basel
Profibus Nutzerorganisation, www.profibus.com/profinetfrankfurt
Funktionale Sicherheit in der Prozessleittechnik (PLT)
12. Nov
Bochum
Dekra Exam, dirk.wessels@dekra.com
Seminar Mischtechnik
12. Nov
Hardheim
Maschinenfabrik Gustav Eirich, infotage@eirich.de
Pneumatische Förderanlagen
13.–14. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Leistungscheck-Elastomerdichtung
14. Nov
Webinar
10.30–11.30 Uhr
C. Otto Gehrckens, h.wrage@cog.de
Verfahrenstechn. Erfahrungsregeln bei der Auslegung von
Apparaten und Anlagen
17.–18. Nov
Wuppertal
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Gesetzlich geregelte Umweltanalytik? Was ist wirklich wichtig?
17. Nov
Frankfurt/M.
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), fb@gdch.de
Service-Praxisseminar Füllstand/Druck
18.–19. Nov
Hamburg
Endress+Hauser Messtechnik, seminar@de.endress.com
Patente? Vom Laborjournal zum Patentamt
18. Nov
Frankfurt/M.
Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), fb@gdch.de
Elektrischer Explosionsschutz gemäß ATEX und BetrSichV
19.–21. Nov
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Blitz- und Überspannungsschutz für Gas-, Druck-, Regel-,
­Mess-Anlagen
19./20. Nov
Kassel/Neumarkt/Opf.
Dehn + Söhne, seminare@dehn.de
Funktionale Sicherheit verfahrenstechnischen Anlagen
19. Nov
Wuppertal
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Druckluftseminar
20.–21. Nov
Kastellaun
CompAir Drucklufttechnik, Kirsten.Waldmann@compair.com
Basis-Seminar Kosteneffizient und sicher abdichten mit O-Ringen
20. Nov
Pinneberg
(bei Hamburg)
C. Otto Gehrckens, h.wrage@cog.de
Prozessinnovationen in der zukünftigen chemischen Industrie
20. Nov
Frankfurt/M.
Dechema, www.dechema.de
Fließen von Pulvern und Schüttgütern
24.–25. Nov
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Düsen und Zerstäuber auslegen und berechnen
24. Nov
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Verfahrenstechnik für eine veränderte Rohstoffbasis
24. Nov
Merseburg
Dechema, www.dechema.de
Kompaktseminar Prozessmesstechnik in der Verfahrenstechnik
25.–26. Nov
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Flüssigkeitspumpen in der industriellen Anwendung
25.–26. Nov
Wuppertal
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Dichtungen bis Schrauben – Flansche
26. Nov
Berlin
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
1 x 1 der Verfahrenstechnik
27.–28. Nov
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Messtechnik für Rohrleitungssysteme - Messen, Regeln
27. Nov
Albershausen
Georg Fischer, www.gfps.com
Scale−up in der Verfahrenstechnik
01.–02. Dez
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Kostenminimierung bei der Projektierung von Schüttgutanlagen
01.–02. Dez
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW),
ralf.bartelmai@taw.de
Valve World Expo
01.–04. Dez
Düsseldorf
Messe Düsseldorf, dohset@messe-duesseldorf.de
Wärmetechnische Auslegung von Wärmeübertragern
02.–03. Dez
Düsseldorf
VDI-Wissensforum, wissensforum@vdi.de
Zerstäuben von Flüssigkeiten
02. Dez
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Funktionale Sicherheit in verfahrenstechnischen Anlagen
03. Dez
Essen
Haus der Technik (HdT), www.hdt-essen.de
Claim Management im Anlagenbau
04. Dez
Altdorf bei Nürnberg
Technische Akademie Wuppertal (TAW), ralf.bartelmai@taw.de
Dezember
8•
11 • 2014
Wirtschaft & Produktion
Ganz schön wählerisch
Neue Festphasen für die Chromatografie
Im Rahmen eines Projekts der
industriellen Gemeinschaftsforschung arbeiten Forscher in Golm
und Duisburg an neuen Polymermaterialien als Festphasen für die
Chromatografie.
Chromatografie ist eines der
leistungsfähigsten und vielseitigsten Verfahren zur Stofftrennung. Da man bei der Chromatografie (mindestens) zwei
Parameter hat, die man variieren kann, und die Attraktivität
der festen Phase auf ganz unterschiedlichen Aspekten beruhen
kann – Polarität, Ladung, Molekülgröße, spezifische Bindungen
– ergibt sich eine riesige Viel-
falt an möglichen Systemen. Die
Kunst besteht darin, für das jeweilige Trennproblem das richtige System herauszufinden.
Im Rahmen eines Projekts der
industriellen Gemeinschaftsforschung soll diese Vielfalt noch
weiter erweitert werden: Forscher
in Golm und Duisburg arbeiten
an neuen Polymermaterialien als
Festphasen für die Chromatografie. Die Grundlagen bilden Pericellulosen und Hydrogele. Durch
chemische Modifikationen der
Oberfläche ist es nicht nur möglich, diese Polymermaterialien
auf ganz bestimmte Trennpro­
bleme zu optimieren. Zusätzlich
lassen sich die Oberflächeneigenschaften über Veränderungen
von Temperatur oder pH-Wert
während des Trennungsgangs
variieren.
Das Projekt soll eine Lücke im
Bereich der wässrigen Hochleistungschromatografie schließen,
die vor allem in der Lebensmittel-,
Umwelt- und Biotechnologie eine
Kontakt
Jörg Reiblich
Tel.: +49 69 7564 283
reiblich@dechema.de
www.dechema.de/ProjektdesMonat
große Rolle spielt, wo Reaktionsprodukte häufig in Wasser gelöst
vorliegen. Die Wissenschaftler
möchten damit vor allem mittleren und kleinen Unternehmen
ein breiteres Spektrum an Trenntechniken zur Verfügung stellen.
Diese sind einem hohen Innovationsdruck ausgesetzt und für neue
Technologien offen.
IGF-Vorhaben: 18033 BG
Entwicklung und Charakterisierung neuer sensitiver polymerer
Trenn- und Sorptionsphasen
Korrosionsschutz für 100 Jahre
Bei der Feier zu ihrem 60. Jubiläum verlieh die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen de Otto von Guericke-Preis den Ingenieuren Peter Lebelt (r.) vom Institut für Korrosionsschutz Dresden, Dennis Rademacher (l.) von der Technischen
Universität Dortmund und Fabian Simonsen (m.) von der Staatlichen
Materialprüfungsanstalt Darmstadt. Sie bekamen die mit 5.000 € dotierte Auszeichnung für ihr Projekt „Feuerverzinkte Baustähle“. Diese
gewährleistet einen langlebigen, wartungsfreien und robusten Korrosionsschutz von 100 Jahren beim Brückenneubau. Dem AiF-Dachverband gehören 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen
an. Diese arbeiten mit rund 1.200 Forschungsstellen sowie 50.000 angeschlossenen Unternehmen zusammen. Kernaufgabe der AiF ist die
Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF). Die zweite Säule
bildet das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand mit dem
Fördermodul FuE-Kooperationsprojekte (ZIM-KOOP). Beide
fördert das Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie mit
öffentlichen Mitteln. www.aif.de
WEBINAR Modellierung von optischen Elementen und Systemen
Systeme mit COMSOL Multiphysics
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Donnerstag, 04. Dezember 2014, 14 Uhr
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© Copyright 2014 COMSOL
COM
11 • 2014 • 9
Wirtschaft & Produktion
Achema-Gründerpreis
Profinet goes China
Um sich für den Achema-Gründerpreis 2015 zu bewerben, können Unternehmer und zukünftige Gründer aus den Sparten Energie, industrielle Biotechnologie und Messtechnik / Analytik noch bis zum 30. November 2014 ihre Businesspläne einreichen. Der Wettbewerb wird von
der Dechema, den Business Angels FrankfurtRheinMain und dem HighTech Gründerfonds ausgerichtet. Der Verband der chemischen Industrie
(VCI), der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), die Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereinigungen und die Gesellschaft Deutscher
Chemiker unterstützen den Wettbewerb. Zu den Sponsoren zählen Altana und Air Liquide. Ziel des Wettbewerbs ist es, Unternehmensgründer beim Erschließen neuer Geschäftsfelder zu unterstützen und die
Innovationskraft der genannten Branchen zu fördern. Anfang 2015
wird eine Jury
aus Experten aus
Wissenschaft und
Industrie sowie
Trägern und Unterstützern des
Wettbewerbs die
Businesspläne
bewerten. In der
zweiten Runde
bekommen die Finalisten die Gelegenheit, ihr Modell persönlich vorzustellen. Die drei
Finalisten der jeweiligen Bereiche erhalten einen kostenlosen Messestand auf der Achema. Zusätzlich erhalten die Sieger jeder Sparte ihre
Auszeichnung bei einer öffentlichen Preisverleihung inklusive einem
Preisgeld von je 10.000 €.
www.achema.de/gruenderpreis · www.ba-frm.de · www.high-tech-gruenderfonds.de
Profinet ist nun offiziell nationaler chinesischer Standard.
Dies wurde in einem feierlichen Akt in Beijing in Anwesenheit von mehr als 150
hochkarätigen Vertretern gewürdigt. Besonderer Dank
wurde den Experten von PI
und ITEI (dem PI Testlabor
in China) sowie dem chinesischen nationalen Normungskomitee SAC/TC124 Industry Process Meassurement and
Control ausgesprochen, die durch ihre enge Zusammenarbeit dieses
Standardisierungsprojekt möglich gemacht haben. Der Vorteil für Anwender wie Hersteller liegt vor allem in der lokalen Unterstützung bei
ihren Projekten. „Es macht einen Unterschied, ob der Support in English oder der Muttersprache der Ingenieure geleistet wird“, so Karsten
Schneider (siehe Abb.), Chairman von PI (Profibus & Profinet International). Mit der Erteilung des chinesischen, nationalen Standard werde
sich Profinet noch schneller in China ausbreiten.“
www.profibus.com
Neue Norm für Qualitätsmanagementsysteme
In der bisherigen Norm für Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9001)
wurden Dienstleister nicht gesondert aufgeführt. Weil die Bedeutung
des Service- und Dienstleistungssektors weltweit stetig zunimmt, wird
sich dies im Zuge der aktuellen Überarbeitung der Norm ändern, die
voraussichtlich im September 2015 in Kraft treten wird. Im Gegensatz
zu Produkten sind Dienstleistungen meist immateriell und der Kunde
wird direkt in den Dienstleistungsprozess mit einbezogen. Zeitpunkt
der Dienstleistungserbringung und deren Nutzung sind identisch, so
dass mögliche Fehler nur schwer rückgängig zu machen sind. Die klassischen Qualitätstechniken (Q7) und Managementwerkzeuge (M7) reichen daher oftmals nicht aus, um Fehlerquellen zu identifizieren. Mit
der neuen Norm ISO 9001:2015 lassen sich neue Qualitätstechniken
speziell für Dienstleister erarbeiten. Dazu veranstaltet die TÜV NORD
Akademie z.B am: 17.11.2014 in Frankfurt ein Seminar, in dem die
Teilnehmer Problemlösungstechniken für Dienstleistungs- und Serhttp://bit.ly/1pogWdy
viceunternehmen kennenlernen.
Literaturpreis der chemischen Industrie
für Ganteför
Der diesjährige Literaturpreis des
Fonds der Chemischen Industrie (FCI)
geht an Professor Dr. Gerd Friedrich
Ganteför, Universität Konstanz, für
sein Buch „Alles Nano oder was? Nanotechnologie für Neugierige“, das im
Verlag Wiley-VCH erschienen ist. Der
mit 10.000 € dotierte Fonds-Literaturpreis würdigt Autoren, die zu einem
größeren Verständnis chemiebezogener Themen beitragen. In der Laudatio
hieß es: „Der Autor nimmt den Leser
von der ersten Zeile an mit auf eine
spannende, abwechslungsreiche Tour
durch die faszinierende Nano-Welt. Mit der Souveränität des Kenners
dieses facettenreichen Wissenschafts- und Forschungsgebietes zeigt
Ganteför anhand ansprechend und attraktiv erläuterter Beispiele auf,
dass die Nanotechnologie längst erfolgreich in unserem Alltag angekommen ist. Das Buch leistet auch einen überfälligen und wohltuenden Beitrag zu einer sachorientierten Auseinandersetzung mit einer
modernen, unverzichtbaren Technologie, deren öffentliche und mediale Wahrnehmung und Darstellung oft von Vorurteilen geprägt ist.“
www.vci.de/fonds
Bessere Sekundärnutzung von Rohstoffen
Der neue temporäre ProcessNet-Arbeitskreis „Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft“ will sich nicht nur auf wissenschaftlich-technische
Fragestellungen konzentrieren, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. In enger Abstimmung mit thematisch verwandten bestehenden Gremien, aber
auch mit Industrieverbänden, Umweltverbänden und Behörden wollen die Experten im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten
Arbeitsprogramms Konzepte für eine bessere Sekundärnutzung von
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metallischen und mineralischen Rohstoffen entwickeln. Sechs Handlungsfelder mit unterschiedlichem Zeithorizont sind bereits umrissen.
Dazu gehören Sammelsysteme und Logistik, die erst die Voraussetzung
dafür schaffen, Stoffströme für das Recycling zugänglich zu machen,
ebenso wie die Entwicklung neuer Trenntechnologien und die Erfassung der Wertstoffvorkommen in Deutschland. Nach Schätzungen von
Experten liegen in Deutschland z.B. etwa 250.000 t Selten-Erd-Metalle
in Form von Schlacken auf Deponien
www.processnet.org/tak_ruk
Forschung & Entwicklung
Präparation von Kohlen für die MS
Für die Entwicklung effektiver
Verfahren zur stofflichen Nutzung von Kohlen ist es wichtig,
die molekulare Zusammensetzung und die Struktur der Kohle
möglich gut zu kennen. Die Massenspektrometrie (MS) ist eine geeignete Methode, um Einzelkomponenten in komplexen Matrices
zu bestimmen. Um viele Einzelspektren aufnehmen zu können,
bedarf es einer hinreichend großen Probenkapazität, die für
Kohlepräparationen bislang nicht
erreicht wurde. In einer Studie
wurde eine neue Präparationsmethode für die Negativ-Ionen
Laserdesorptions-Ionisations-MS
von Kohlen entwickelt. Dabei
wird die Probe als Dispersion mit
Glycerin oder Polyethylenglycol
400 und Wasser auf einen Probeträger aufgebracht. Die Messungen dieser Präparate zeigen eine
hohe Probenkapazität, sind stabil und liefern gut reproduzierbare Ergebnisse.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201400042
Marius M. Kroll, TU Bergakademie Freiberg
marius.kroll@chemie.tu-freiberg.de
Konditionierung von Trockenbraunkohle
Zur Effizienzsteigerung werden
Kohlevergaser der neuen Generation mit höheren Betriebsdrucken
(bis 65 bar) betrieben. Das erhöht
auch die Anforderungen an deren
Zufuhrsysteme. Moderne Braunkohle-Eintragssysteme
sollen
kontinuierlich arbeiten, gegenüber dem Reaktor vollständig
abdichten und gleichzeitig den
energetischen Wirkungsgrad des
Vergasungsprozesses verbessern.
Dickstoffpumpen, die Feuchtstoffe mit hohem Feststoffgehalt fördern können, kommen
prinzipiell in Frage – allerdings
nur bei entsprechend modifizier-
ter Trockenbraunkohle mit höherer Gleitfähigkeit und verringerter Agglomerationsneigung.
Als besonders geeignet erwiesen
sich Konditionierungen mit Ölen,
Tierfett und gemahlener Rapssaat. In einer Studie wurden verschiedene Konditionierungsmethoden eingehend untersucht.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201300172
Alexander Rosin, Technische Universität Bergakademie Freiberg
Alexander.Rosin@tun.tu-freiberg.de
Laserfügen keramischer Wärmerohre
Um Restwärme aus Hochtemperaturprozessen, wie der Vergasung von Kohle und Biomasse,
zurückzugewinnen, sind Wärmeübertrager-Einheiten notwendig,
die stabil und dauerhaft bei diesen hohen Temperaturen und aggressiven Umgebungen arbeiten.
Konstruktionswerkstoffe aus Keramik sind hier eine gute Alternative zu metallischen Materialien. Durch Bestrahlung mit einem
Diodenlaser bei verschiedenen
Wellenlängen lassen sich Keramik/Glas-Verbindungen herstellen, die keramische Wärmerohre dicht verschließen. In einer
Studie wurde das Fügeverfahren
optimiert und Glaslote aus den
Werkstoffsystemen Y2O3-Al2O3SiO2 und MgO-Al2O3-SiO2 charakterisiert. Die über die Glasphase erzielten stoffschlüssigen
SSiC-Verbindungen blieben auch
nach ihrer Auslagerung in der
Rohgasatmosphäre absolut dicht
und ausreichend fest.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201400016
Floriana-Dana Börner, Technische Universität
Dresden
floriana.boerner@tu-dresden.de
Die Meldungen mit DOI (Digital Object Identifier) auf dieser Seite beruhen
auf wissenschaftlichen Originalarbeiten, die in voller Länge in der Ausgabe
10/2014 der Chemie Ingenieur Technik, Wiley-VCH, Weinheim, erscheinen.
Der Aufruf eines Arikels erfolgt im Webbrowser mit der der Nummer vorangestellten Adresse http://dx.doi.org/
Beispiel: http://dx.doi.org/10.1002/cite.201300185
Magnesiumoxid für Vergasungsanlagen
Bei der Vergasung von Kohle und
kohlenstoffhaltigen Rohstoffen
wie Biomasse wird unter Zugabe
von Sauerstoff und Wasserdampf
Synthesegas erzeugt. Dank neuer
Verfahrensweisen konnte die Maximaltemperatur gesenkt werden,
sodass sich die bisher unabdingbaren hochchromoxidhaltigen
feuerfesten Auskleidungen nun
durch kostengünstigere und umweltfreundlichere Werkstoffe ersetzen lassen. In einer Studie
konnte jetzt gezeigt werden, dass
ZrO2-dotierte Magnesiumoxid-
Feuerfestkeramiken als Auskleidungsmaterial für Vergasungsanlagen geeignet wären. Durch die
Zugabe von 5 Gew.-% monoklinem ZrO2 konnte die offene Porosität gesenkt und die Heißbiegefestigkeit sowie insbesondere die
Temperaturwechselbeständigkeit
ausreichend erhöht werden.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201300185
Nora Gerlach, TU Bergakademie Freiberg
Nora.gerlach@ikgb.tu-freiberg.de
Primärfragmentierung von Kohlepartikeln
Das Verhalten eines Einsatzstoffes im Vergasungsprozess lässt
sich abgeschätzen, indem der
Prozess durch ein für den Einsatzstoff spezifisches reaktionskinetisches Modell simuliert
wird. Der thermisch induzierte
Partikelzerfall kann einen maßgeblichen Einfluss auf den Vergasungsprozess ausüben und sollte daher berücksichtig werden. In
einer Studie wurde jetzt das Partikelzerfallsverhalten von 18 Kohlen unter Fallrohrbedingungen in
einem Drop-Kalorimeter untersucht. Wie sich zeigte, hängt das
Fragmentierungsverhalten stark
von der eingesetzten Kohle ab,
steigt aber tendenziell mit zunehmendem Inkohlungsgrad an. Der
Fragmentierungsfaktor nimmt
mit steigender Temperatur und
Partikelgröße stark zu, sobald ein
kritischer Wert der Temperatur
und der Partikelgröße überschritten ist.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201400040
Jan Friedemann, TU Bergakademie Freiberg
Jan.Friedemann@iec.tu-freiberg.de
Metallische Werkstoffe für Vergasungsverfahren
Aufgrund der Prozessbedingungen bei der Vergasung sind
Werkstoffe großen Temperatur- und Druckbeanspruchungen sowie korrosivem Angriff
ausgesetzt. Metallische Werkstoffe, wie sie für hochbeanspruchte Sauerstoffdüsen und
Abhitzekessel benötigt werden,
wurden in einer Studie auf ihre
Korrosionsbeständigkeit in einem
H2/H2O/H2S-Laborgas untersucht.
In Screening-Versuchen an ferritischen und austenitischen Stählen und Nickelbasislegierungen
wurden vielversprechende Legierungen ermittelt.
Kontakt
DOI: 10.1002/cite.201400012
Joanna Zurek, Forschungszentrum Jülich
j.zurek@fz-juelich.de
11 • 2014 • 11
Im Profil
Was Menschen bewegt,
die etwas bewegen
Im Profil: Christoph Müller, ETH Zürich,
Preisträger der Arnold-Eucken-Medaille 2014 von VDI-GVC
Die private Seite
Wie würden Ihre Familie / Ihre Freunde
Sie charakterisieren?
Wahrscheinlich als ehrgeizig und durchhaltefähig. Meine älteste Tochter meint: ein guter
Bergsteiger.
Was treibt Sie an?
Den Stand der Forschung weiterzubringen
und zur Lösung von industriellen oder globalen Herausforderungen beizutragen.
Was gibt Ihnen Kunst / Kultur?
Ich muß gestehen, dass ich kein begeisterter
Oper, Theater oder Museumsgänger bin.
Ihr Verhältnis zum Reisen?
Es macht mir Freude, mich mit Kollegen auf
Konferenzen oder Seminaren zu treffen. Wenn
möglich ziehe ich das Reisen per Bahn dem
Flugzeug vor, es dauert wahrscheinlich ein
bisschen länger, ist aber einfach angenehmer.
Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?
Meine Freizeit verbringe ich wenn möglich
in den Bergen (entweder mit der Familie oder
Freunden).
Was lesen Sie gerade? / Ihr Buchtipp.
Allein unter Russen (lustige und interessante Erzählungen eines deutschen Bergsteigers,
der häufig mit Russen unterwegs ist).
Ihre Lieblingsmusik?
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11 • 2014
Im Büro häufig klassische Musik, auf dem
Laufband/Joggen eher etwas „aggressiveres/
lauteres.“
Was wären Sie auch gern geworden?
Basketballspieler, Skifahrer oder Bergführer
Was schätzen Sie an Ihren Freunden?
Hilfsbereitschaft und Ausgeglichenheit
Was möchten Sie in Ihrem
Ruhestand machen?
Darüber habe ich eigentlich noch nicht soviel
nachgedacht, ist ja auch noch eine Weile bis
dahin. Ich denke, dass ich mich mehr in meiner SAC Sektion engagieren werde und wahrscheinlich mehr Zeit in der Natur/Bergen verbringen werde, dann vielleicht ja schon mit
meinen Enkelkindern.
Privat
Geboren am: 03.04.1978 in Nürnberg
Geschwister: 2 Brüder
Lebenspartnerin: verheiratet mit Gabriela
Kinder: 4 Kinder
Hobbys: Bergsteigen, Klettern, Skitouren,
Ski­fahren, Mineralogie
Beruflich
Schule: Abitur am Maria-Theresia Gymnasium,
Augsburg
Bis 2004: Studium Verfahrenstechnik/
Maschinenbau an der TU München mit
­Abschluss Dipl.-Ing.
2007: Junior Research Fellowship am Queens’
College, University of Cambridge
Die berufliche Seite
Wer oder was hat Sie geprägt?
Meine Eltern und mein Doktorvater Prof.
John Dennis.
Was lieben Sie an Ihrem Beruf?
Die Freiheit seine eigenen Forschungsschwerpunkte zu setzen.
Was war Ihr größter Erfolg?
Der größte Erfolg bisher war sicherlich eine
Stelle als Assistenzprofessor bekommen zu
haben. Eine Festanstellung zu bekommen
2008: Promotion an der University of Cambridge
2009: Danckwerts-Pergamon Prize
2008-2009: Director of Studies in Chemical
Engineering, Queens’ College, University of
Cambridge
2010: Assistant Professor und Leiter des Labors
Energiewissenschaft and -technik am Institut
für Energietechnik an der ETH Zürich
65 Veröffentlichungen in internationalen,
­peer-review Journalen
Im Profil
FlexWall
passt immer
Prof. Dr. Christoph Müller
Was befürchten Sie in der
­Zukunft?
Ich hoffe dass ich auch bei einer
wachsenden Gruppengröße weiterhin eine sehr gute persönliche
Betreuung meiner Doktoranden
sicherstellen kann. Dies wird sicherlich eine Herausforderung
für die Zukunft. Von einem eher
globalen Standpunkt betrachtet, befürchte ich ein wenig, dass
unsere Welt etwas „unruhiger“
werden könnte, da wir mit sehr
großen Herausforderungen konfrontiert werden, z. B. Klimawandel, Schuldenkrisen, bewaffnete
Konflikte etc.
Worauf würden Sie gerne
­verzichten?
Generell würde man Aufgaben
die nicht direkt mit der Forschung
oder Lehre verbunden sind gerne
minimieren. Allerdings gehören
diese administrativen Aufgaben
auch irgendwie zum Beruf dazu,
d. h. wirklich beschweren kann
ich mich eigentlich nicht.
An welchen Prinzipien orientieren Sie sich?
In der Lehre versuche ich, Studenten in der Vorlesung mit einzubeziehen und die zu lösenden Probleme anschaulich darzustellen.
Generell schätze ich analytische
Herleitungen. In der Forschung
arbeite ich gerne fächerübergreifend mittels Kollaborationen.
Wenn möglich versuche ich in
unsere spezifischen Forschungsbereiche bis jetzt nicht angewandte Messmethoden zu etablieren, um die zugrundeliegende
Physik, Reaktionen und morphologischen Veränderungen besser
Die patentierte, kompakte Trapezbauform
des FlexWall ® Plus-Dosierers sorgt für
echten Massenfluss auch bei schwierigen
Schüttgütern
hohe Dosiergenauigkeit
Produktionssicherheit
r
Was vermissen Sie in Ihrem
Beruf?
Ich kann mich eigentlich nicht
beklagen. Ich bin mit meinem
Beruf sehr zufrieden.
®
FlexWall Plus
das Original für optimale
Schüttgutdosierung
t e n ti e
Was erhoffen Sie von der
­Zukunft?
Eine große Hoffnung von mir ist
natürlich, eine Festanstellung an
der ETH Zürich (d. h. tenure) zu
bekommen. Des Weiteren würde
ich mich freuen, weiterhin sehr
gute Mitarbeiter für meine Gruppe zu finden.
te
c h ütt g
rS
u
FlexWall
Plus
Pa
Was war Ihr größter
­Misserfolg?
Einen richtig großen, einschneidenden Misserfolg kann ich nicht
nennen. Die größten Misserfolge
sind eigentlich nicht akzeptierte
Forschungsanträge oder Manuskripte (gehören aber zum Beruf
dazu).
o s i e re r
zu charakterisieren und verstehen zu können.
td
wäre natürlich der nächste große
Schritt.
Was sind Ihre nächsten Pläne?
Ich würde gerne mehr im Bereich Katalyse forschen. Zudem
habe ich vor, schnelle Magnetresonanztomographiemessungen
in Partikelsystemen einzusetzen.
Dies ist allerdings eine ziemliche
Herausforderung.
50 Jahre Erfahrung in
der Entwicklung von
richtungsweisenden
Dosierwaagen.
Kontakt
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der Brabender Technologie GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Christoph Müller
ETH Zürich
Institut für Energietechnik LEE P 201
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Report
Das Motto „Zukunft gestalten“ zog
sich vom 30. September bis zum
2. Oktober wie ein roter Faden durch
das Vortragsprogramm der gemeinsamen Jahrestagung von ProcessNet
und der Dechema-Fachgemeinschaft
Biotechnologie in Aachen. Mehr als
1.300 Teilnehmer suchten der Frage
auf den Grund zu gehen, welchen
Zukunft gestalten
Gemeinsame ProcessNet-Jahrestagung und
31. Jahrestagung der Dechema-Biotechnologen
In der Eröffnungssitzung betonte Dr. Martin
Brudermüller, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender BASF, die Bedeutung der Prozessentwicklung und Prozessinnovation für
die Zukunft der chemischen Industrie. Anders
als in der Vergangenheit vollzieht sich derzeit der Rohstoffwandel nicht global, sondern
regional sehr unterschiedlich. Für weltweit
agierende Unternehmen bedeutet dies, dass
sie ein breites Portfolio technischer Lösungen
entwickeln und bereithalten müssen. Prof. Dr.
Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender
des FZ Jülich, analysierte das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Er trat
für ein Verschmelzen von Disziplinen und für
ein stärkeres Zusammenwirken verschiedener
Stakeholder ein; Co-Design ist das Stichwort,
unter dem spätere Nutzer die Entwicklung
neuer Technologien und Produkte von Anfang an begleiten und beeinflussen.
284 Vorträgen und über 300 Postern lieferten Ansatzpunkte für solche interdisziplinären
Prozesse. Fragen der Bioökonomie und Biomasseverarbeitung standen weit oben auf dem
Programm, aber auch Vorträge zu Themen wie
14 •
11 • 2014
„Industrie 4.0“ und Energiespeicherung zogen
ein großes Publikum an. Ein Novum waren
die Poster-Workshops, bei denen ausgewählte
Posterautoren die Möglichkeit hatten, in Kurzvorträgen ihre Arbeiten vorzustellen und Lust
auf mehr Informationen zu machen. Die holten sich die Teilnehmer dann auch zahlreich
bei der Posterparty.
Ehrungen
Den festlichen Rahmen der Jahrestagung
nutzten die Vorsitzenden der beteiligten Organisationen gerne, um nicht nur verdiente
Persönlichkeiten sondern auch hervorragende
Nachwuchskräfte mit Ehrungen zu bedenken.
Dechemax Schülerwettbewerb
Die Siegerteams des 14. Dechemax-Schülerwettbewerbs zum Thema „Das Periodensystem – der Baukasten für Natur und Technik“ kommen aus Rheinland-Pfalz, Sachsen
und Nordrhein-Westfalen. Das Team LulsKi-
Beitrag Verfahrenstechnik und Biotechnologie leisten können, die anstehenden globalen Herausforderungen zu
bewältigen.
pi aus der 8. Klasse des Futurum VogtlandGymnasiums Mylau, das Team Ununbium
aus der 8. Klasse des Konrad-AdenauerGymnasiums Meckenheim und das Team
Schrödingers Puma aus der 11. Klasse des
Nikolaus-von-Kues-Gymnasiums Bernkastel freuten sich über die Hauptpreise. Ein
Sonderpreis ging an das Team DasElement
aus der
9. Klasse des Evangelisch Stiftisches Gymnasiums Gütersloh. Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der Dechema, (l.)
überreichte den Siegern zusammen mit den
Urkunden ein Preisgeld in Höhe von 250 €
pro Teilnehmer. Bei dem Schülerwettbewerb
für die Klassenstufen 7 bis 11 haben in diesem Jahr mehr als 13.000 Schülerinnen und
Schüler teilgenommen. Von den mehr als
3.500 Teams, schafften es 950 Teams in die
Experimentalrunde.
VDI-Ehrenmedaille für Achim Noack
Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und
Chemieingenieurwesen (VDI-GVC) hat Dipl.-
Report
Abb.1: Dr. Martin Brudermüller,
Abb. 2: Prof. Dr. Wolfgang Marquardt,
Abb. 3: Prof. Dr. Thomas Hirth (l.), Institutsleiter des Fraunhofer IGB, bei der
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Vorstandsvorsitzender des FZ Jülich
Überreichung des Posterpreises.
der BASF
Ing. Achim Noack mit der goldenen VDI-Ehrenmedaille ausgezeichnet. Damit werden
seine Arbeiten und Erfolge in der Chemie und
Verfahrenstechnik, insbesondere seine Initiative zur Unterstützung der Betriebsingenieure in Deutschland gewürdigt. Nach der
Gründung eines eigenen VDI-Fachbereichs
haben nun auch die Betriebsingenieure in
Deutschland eine fachliche Heimat gefunden. Noack habe die VDI-GVC und ProcessNet, die gemeinsame Initiative von Dechema
und VDI-GVC, maßgeblich mitgestaltet und
zum Erfolg geführt. Durch sein großes ehrenamtliches Engagement sei es ihm in außergewöhnlicher Weise gelungen, die Interessen
und Belange von Industrie und Forschung
zusammenzuführen und den Produktionsstandort Deutschland nachhaltig zu fördern.
Der Ingenieur der Chemietechnik hat in seiner beruflichen Laufbahn verschiedene leitende Positionen im Bayer-Konzern inne. Bis
Ende 2013 war er Vorstandsmitglied der Bayer
Crop­Science. Den Vorsitz der VDI-GVC hatte
er von 2007 bis 2013 inne.
Arnold-Eucken-Preis 2014 für
Christoph Müller
bildgebende Messungen in zweiphasigen Partikelsystemen verdient gemacht.
VDI-GVC hat den diesjährigen, mit 5.000 €
dotierten Arnold-Eucken-Preis an Assistenz­
professor Prof. Dr.-Ing. Christoph Müller
von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich ETH, Institut für Verfahrenstechnik, vergeben (siehe auch „Im Profil“ auf
Seite 12 in dieser Ausgabe). Der Vorsitzende
der VDI-GVC, Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen
überreichte ihm die Auszeichnung für seine
herausragenden Leistungen zur nachhaltigen
Energieumwandlung. Müllers Foschungsgruppe arbeitet in der Grundlagenforschung
für die industrielle Herausforderung der
nachhaltigen Energieumwandlung und entwickelt neuartige Kalziumoxid (CaO)-Materialien zur Kohlendioxid (CO2)-Abtrennung
von Abgasströmen fossiler Kraftwerke. Diese
Materialien übertreffen die zyklische CO2Aufnahme von Kalkstein um ein Vielfaches.
Des Weiteren hat sich Müller, um den Einsatz
der Magnetresonanztomographie (MRT) für
Arnold-Eucken-Medaille für
Joachim Werther
Mit der Arnold-Eucken-Medaille ehrte die
GVT Forschungs-Gesellschaft VerfahrensTechnik e.V. Professor Dr.-Ing. Joachim
Werther, Technische Universität HamburgHarburg. Mit der im Jahre 1956 von der GVT
gestifteten Medaille werden Werthers Verdienste auf dem Gebiet der Mechanischen
Verfahrenstechnik, insbesondere der Verfahrenstechnik partikulärer Systeme gewürdigt.
Seine Arbeiten zu Wirbelschichtverfahren in
der chemischen Produktion und der Energietechnik, insbesondere zur Untersuchung,
Modellierung und Simulation partikulärer
Systeme, haben Methoden zur Optimierung
chemischer und energietechnischer Verfahren
von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in aktuellen kommerziellen Standardwerkzeugen der Prozessindustrien etab-
Abb.: Dipl.-Ing. Achim Noack (Mitte) wird von dem
Vorsitzenden der VDI-GVC, Dr.-Ing. Claas-Jürgen
Klasen (re.), und der VDI-GVC-Geschäftsführerin,
Dr. Ljuba Woppowa (li.), geehrt.
(© Dechema e.V./Eventbildservice/Mika Volkmann)
Prof. Dr. Martin M. Strohrmann (r), BASF SE, der Vorsitzende des ProcessNet-Lenkungsausschusses überreichte die Gerhard Damköhler-Medaille an Massimo Morbidelli (l.), die Emil Kirschbaum-Medaille an Andrzej
Górak (2. v. l.) und die Hans Rumpf-Medaille an Karl-Ernst Wirth (2. v. r.).
11 • 2014 • 15
Report
Professor Dr.-Ing. Joachim Werther (l.) wurde vom
Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der Dechema, (l.) überreichte den Siegern des 14. Dechemax-
Vorsitzenden der GVT Forschungs-Gesellschaft Ver-
Schülerwettbewerbs Urkunden und ein Preisgeld in Höhe von 250 € pro Teilnehmer.
fahrenstechnik, Prof. Dr. Norbert Schadler (r.) mit der
Arnold-Eucken-Medaille ausgezeichnet.
liert. Seine Leistungen sind für den Wechsel
der industriellen Ressourcen auf nachwachsende und wiederverwertete Rohstoffe auch
in Zukunft die Basis der weiteren Entwicklung.
Emil Kirschbaum-Medaille für
Andrzej Górak
Univ.Prof. Dr.-Ing. Andrzej Górak von der
Technischen Universität Dortmund (sieh auch
CITplus 9/2014, Seite 10 f.) erhielt die Emil
Kirschbaum-Medaille für seine grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Fluidverfahrenstechnik. Damit würdigte ProcessNet besonders seine Verdienste
mit Blick auf hybride Trennverfahren. In seinen Arbeiten habe Górak die wissenschaftlichen Aufgabenstellungen mit einer klaren
Anwendungsorientierung verbunden und so
die Forschungslandschaft in der Fluidverfahrenstechnik wie kaum eine andere Persönlichkeit geprägt.
Gerhard Damköhler-Medaille für
Massimo Morbidelli
Prof. Dr. Massimo Morbidelli von der ETH
Z­ürich (siehe CITplus 10/2014, Seite 16 f.)
erhielt die Gerhard Damköhler-Medaille für
seine außergewöhnlichen Arbeiten auf dem
Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik.
Besondere Anerkennung finden dabei seine
detaillierten Untersuchungen zur Stabilität und Sensivität von chemischen Reaktionssystemen. Er habe neue Verfahren zur
Herstellung von Polymeren und Polymermodifikationen sowie thermische und neue
adsorptive und chromatographische Trennverfahren entwickelt.
Hans Rumpf-Medaille für
Karl-Ernst Wirth
Prof. Dr.-Ing. Karl-Ernst Wirth von der Universität Erlangen-Nürnberg wurde für seine
herausragenden Forschungsarbeiten auf dem
Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik mit der
Hans Rumpf-Medaille ausgezeichnet. Durch
seine Arbeiten habe er bahnbrechende Ergebnisse im Bereich der Wirbelschichttechnik und der pneumatischen Förderung erzielt.
Besonders seine Arbeiten zur Optimierung der
Fließeigenschaften von Pulvern zu Wärmeund Stoffübertragungsphänomenen sowie zu
hochintegrierten Reaktor-Regeneratorsystemen besitzen eine große Bedeutung für die
industrielle Anwendung.
Erste VDI-GVC-Mitgliederumfrage belegt sehr gute Stimmung in der chemischen Industrie
Eine aktuelle Umfrage der VDI-Gesellschaft
Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) unter ihren Mitgliedern belegt die
derzeitige, sehr gute Stimmung in der chemischen Industrie. Die befragten Experten
heben zudem die starke Innovationsfähigkeit
der Verfahrenstechnik und ihre großen Innovationspotenziale hervor. Vorgestellt wurden
die Ergebnisse der VDI-Umfrage im Rahmen
der ProcessNet-Jahrestagung 2014 in Aachen.
„Gute Ausbildung, Interdisziplinarität, krea­
tive Freiräume und lebendiger Erfahrungsaustausch sind unsere Stärken und bilden
die Säulen für die Innovationspotenziale der
deutschen chemischen Industrie“, erklärt Dr.Ing. Claas-Jürgen Klasen, Vorsitzender der
GVC. „Die Stimmung in der Branche ist sehr
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positiv, der Arbeitsmarkt in der chemischen
Industrie ist sehr gut. Einzig die Verlagerung
einzelner Bereiche ins Ausland sorgt für Unsicherheit bei den Befragten“, so Klasen zu den
Umfrage-Ergebnissen. Auch bei Auslandseinsätzen zeigen deutsche Ingenieure ein hohes
Maß an Motivation, Flexibilität und Kreativität.
Innovationen zählen zu den wichtigsten
Faktoren für den Erhalt des Forschungs- und
Wirtschaftsstandorts Deutschland. Nur mit
innovativen Produkten kann Deutschland
seine Position als führende Exportnation behaupten. Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum
und Wohlstand sind zum überwiegenden Teil
das Ergebnis von Innovationen. Die VDI-Umfrage stand daher ganz im Zeichen von In-
novationen und Aussichten für die Zukunft.
Kann sich die deutsche chemische Industrie
auch zukünftig im internationalen Wettbewerb behaupten? Sind wir schnell und innovativ genug, um auch in den kommenden
Jahren Schritt zu halten? Diese Fragen beantworteten die rund 400 befragten Experten
mit einem klaren Ja. Die chemische Industrie
nutze das ihr zur Verfügung stehende Kapital
zur Innovationsfähigkeit offensichtlich sehr
gut. Man dürfe sich aber nicht auf den guten
Ergebnissen ausruhen, sondern müsse sie
weiterhin bestmöglich fördern und ausbauen, so die einhellige Meinung der Experten.
www.vdi.de/gvc/mitgliederumfrage2014
www.vdi.de
Ich werde an der Realisierung meiner
Produktionsziele gemessen. Ich muss
mehr aus meiner Anlage herausholen,
um diese Ziele zu erreichen.
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Dieses Video zeigt
Ihnen, was wir unter
Effektivität verstehen.
Das Emerson Logo ist ein Warenzeichen der Emerson Electric Co. © 2014 Emerson Electric Co.
Report
Kreativ und präzise
Siegerteam der RWTH Aachen überzeugt im ChemCar-Wettbewerb
Das Team HydRotor der RWTH Aachen sicherte sich beim neunten ChemCar-Wettbewerb den Sieg gegen acht Mannschaften aus
dem In- und Ausland.
Studierenden-Teams werden beim Chemcar-Wettbewerb aufgerufen, kleine Fahrzeuge
zu bauen, die für Antrieb und Steuerung ausschließlich (bio-)chemische Reaktionen nutzen. Umweltfreundlichkeit und Kreativität
waren ausschlaggebend für die Entscheidung
zu Gunsten des Gewinner-Konzepts, das mit
überragender Präzision die kurzfristig ausgeloste Entfernung der „Rennstrecke“ von zwölf
Metern mit einem Zusatzgewicht von 20 %
bewältigte.
Für den diesjährigen Wettbewerb, der von
den kreativen jungen Verfahrensingenieuren
(kjVIs) der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen VDI-GVC organisiert wurde, hatten sich acht Mannschaften qualifiziert. Über das Sieger-Preisgeld von
2.000 € durften sich die Aachener Teamleiterin Christin Köhler und ihre Kommilitonen
Matthias Diekmann, Julius Gebele, Philipp
Holzemer-Zerhusen, Eugen Hoppe, Torben
Talis und Daniel Schmitz freuen. Ihr ChemCar
basiert auf der katalytische Zersetzung von
Wasserstoffperoxid, dessen Reaktionsprodukte Wasser und Sauerstoff sind. Der produzierte Sauerstoff verdrängt dabei das Wasser,
das einen Rotor antreibt, danach den Reaktor
kühlt und aufgefangen wird.
Auf den Rängen zwei bis vier lieferten sich
die Teams „Jordan Racing“ (FH-Münster),
„Cologne Pistons“ (FH-Köln) und „Nitinol
Bolide“ (TU-Dortmund) ein Kopf-an-KopfRennen.
www.vdi.de/gvc/chemcar
▼ Abb. 1 : Der « HydRotor » auf dem Weg zum Sieg.
▲ Abb. 2 : Das Chemcar 2014-Siegerteam
von der RWTH Aachen.
18 •
11 • 2014
Report
Aus Ereignissen lernen
Vorträge beim 5. Jahrestreffen der Betriebsingenieure –
Fortbildung und Netzwerk für den Produktionsstandort Deutschland
Am 14.11.2014 findet das 5. Jahrestreffen der Betriebsingenieure in Frankfurt statt. Auch der neue Vorsitzende der VDIGesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI - GVC), Dr. -Ing. Claas-Jürgen Klasen von Evonik Industries, der Anfang 2014 dieses Amt von Dipl. -Ing. Achim Noack,vormals Bayer Crop Science, übernommen hat (siehe
dazu auch S. 15), will diese wichtige Initiative zur Stärkung des Produktionsstandorts Deutschland weiter ausbauen.
Nach dem Motto „Ohne uns läuft hier nichts“
tragen Ingenieure in der Produktion eine
große Verantwortung und hohe Arbeitsbelastung. Dabei sind Fortbildungen und ein
funktionierendes Netzwerk eine wichtige
Hilfestellung, um den Arbeitsalltag zu bewältigen.
Die Veranstaltung im November des vergangenen Jahres war mit über 130 Teilnehmern komplett ausgebucht und hat dieses
wichtige Netzwerktreffen wohl endgültig
etabliert. Auch die diesjährige Veranstaltung widmet sich den täglichen Herausforderungen des betrieblichen Alltags rund um
die Produktionsanlage. Sie steht unter dem
Motto: „Aus Ereignissen lernen“. Das breite
Spektrum der angesprochenen Themen reicht
von der Optimierung von Werkstoffen und
Schadensanalyse über praktische Erfahrungen mit der Dichtigkeitsprüfung von Flansch-
verbindungen bis hin zu Pumpensystemen für
besondere Anforderungen und Einsatzgebiete. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung sind
moderne Systeme zum Instandhaltungsmanagement.
Im Folgenden werden die Schwerpunkte
der Vorträge zusammengefasst und Lösungsansätze vorgestellt, um gemeinsam einen Dialog zu diesen aktuellen Thematiken zu beginnen.
Instandhaltung: Sicherheitsmanagement
und Mietsysteme von Sicherheitstechnik
Ersatzteilmanagement – Einführung und
aktuelle Herausforderungen
„Safety first!“ Diesen Satz würde jeder
Betreiber sowohl für den Regelbetrieb als
auch für Stillstände mit Sicherheit ohne
Zögern unterschreiben. In der Realität fallen Entscheidungen oft anders aus. Studien
offenbaren das Spannungsfeld zwischen
Sicherheitsniveau, Zeit- und Kostendruck.
Betreiber sind sich darüber einig, dass die
Minimierung kritischer Situationen nur
über die solide Planung des Grundbedarfs
und die Verbesserung der Flexibilität bei
Bedarfsspitzen erfolgen kann.
Hierzu ist es notwendig, effiziente und flexible Konzepte bei vertretbarer Kostenentwicklung zu implementieren. Im Hinblick auf
Reaktionszeitverkürzung, zusätzliche Ressourcenbereitstellung in Engpass-Situationen sowie qualifiziertes Sicherheitspersonal
rentiert sich die Zusammenarbeit mit Anbietern ganzheitlicher Sicherheitsmanagementkonzepte. Dräger ist ein solcher Anbieter.
Dipl.-Ing. (FH) Gerhard Bauer,
Wacker Chemie AG, Burghausen
Dipl.-Ing. Thielo Hammer,
Dräger Safety, Shutdown &
Rental Management, Krefeld
Die Erfahrung des Dräger Shutdown & Rental Managements im präventiven Abwenden
von Ereignissen konnte in der Vergangenheit
wirkungsvoll in unterschiedlichsten internationalen Industrieprojekten mit herausfordernden sicherheitstechnischen Vorgaben unter
Beweis gestellt werden.
Aber welche Komponenten werden für welchen Einsatzfall wirklich gebraucht und angeboten? Und wie hat das Thema „Aus Ereignissen
lernen“ das Dienstleistungsportfolio des Dräger
Shutdown & Rental Managements geprägt?
In der kapitalintensiven Prozessindustrie ist
eine hohe Anlagenverfügbarkeit unverzichtbar
für den Unternehmenserfolg. Die Instandhaltung mit einem funktionierenden Ersatzteilmanagement unterstützt hierbei wesentlich.
Der zunehmende Kostendruck zwingt jedoch
zum Reduzieren des Lagerbestandes und knapper werdende Personalressourcen erfordern effizientere Prozesse, um Beschaffungsvorgänge
oder auch Suchzeiten zu verkürzen.
In historisch gewachsenen Standorten gibt
es oftmals eine Mischform aus zentralen, bestandsgeführten und dezentralen, nicht bestandsgeführten Lägern. Aufgrund mangelnder Transparenz werden Ersatzteile mehrfach
beschafft und gelagert. Mögliche Synergien
zwischen Bereichen und Standorten gehen
verloren.
11 • 2014 • 19
Report
Die Herausforderung ist nun die Einführung
eines transparenten Ersatzteilmangements
und einer nachhaltigen Bestandsoptimierung
bei mindestens gleicher Ersatzteilverfügbarkeit. Dabei stellen sich viele Fragen wie: Kann
ein effektives Ersatzteilmanagement in SAP
realisiert werden? Ist es sinnvoll, ein standardisiertes Klassifizierungssystem einzuführen?
Welche Teile sollen zentral, welche lokal gelagert werden? Welche Verantwortlichkeiten
sind für das Ersatzteilmanagement sowohl
global als auch lokal festzulegen?
satzteilstücklisten und Wartungsplänen erste
Lösungsansätze für dieses komplexe Thema?
Schwingungsproblematik:
Schäden und Kavitation
Prof. Dr.-Ing.
Eberhard Schlücker,
Digitalisierte Herstellerinformationen für
das Instandhaltungsmanagement
Dipl.-Ing.
Christoph Attila Kun,
BASF SE, Ludwigshafen
Die BASF SE beschafft jedes Jahr über 100.000
technische Güter für Instandhaltung, Erweiterung und Neubau von Produktionsanlagen.
Diese technischen Güter sind in einer Vielzahl
von Warengruppen klassifiziert. Die einzelnen Warengruppen können dabei dutzende
Hersteller umfassen.
Zu allen technischen Gütern aus diesen
Warengruppen gibt es Herstellerunterlagen,
die im Lebenszyklus des technischen Gutes
zwingend benötigt werden.
Diese Herstellerunterlagen enthalten Informationen die für die richtige Auslegung,
Aufstellung, Inbetriebnahme, Ersatzteilbevorratung, Bedienung, Reinigung, Inspektion, Wartung und Instandsetzung erforderlich
sind. Darüber hinaus gibt es gesetzliche Bestimmungen, die das Vorhandensein bestimmter Herstellerunterlagen, wie z.B. FDA Zertifikate oder Werkstoffzeugnisse, vorschreiben.
Die mit der Beschaffung erhaltenen Herstellerunterlagen, müssen für die jeweiligen Nutzer zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in der
richtigen Form zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen des Instandhaltungsmanagements werden ausgewählte Informationen
aus den Herstellerunterlagen beispielsweise
in Wartungsplänen, Ersatzteilkonzepten der
risikobasierten Instandhaltung (RBM), der
Abstellungsplanung oder Verfügbarkeitsoptimierung weiterverarbeitet.
Der Transfer dieser Informationen erfordert
einen hohen Aufwand, der trotz der verfügbaren EDV-Systeme, aufgrund fehlender Normung des Umfangs und der Struktur des Inhalts, sowie des Formates der Unterlagen, nicht
mehr zeitgemäß ist. Bieten standardisierte Er20 •
11 • 2014
Universität
Erlangen-Nürnberg
Das prozesstechnische Ziel von Betriebsingenieuren der Verfahrenstechnik ist ein hohes
Maß an Zuverlässigkeit der Anlagen. Zweifellos sind Pumpen hierfür eine der empfindlichsten Schwachstellen. Will man Schäden in
und mit Pumpen vermeiden, so steht an erster
Stelle die richtige Auswahl und Auslegung.
Ein wesentlicher Aspekt dabei ist der Wirkungsgrad. Denn Förderenergie, die durch
einen schlechten Wirkungsgrad in der Pumpe
verbleibt, äußert sich meist in dissipativen
Turbulenzen, Leckströmen oder Reibungseffekten. Während Erstere oft unproblematisch sind, sind Letztere vielfach gefährlich
für eine Pumpe. Die naheliegendsten Effekte
sind hier die Kavitation durch Verdüsung oder
die Saugbehinderung durch Reibung.
Der zweite Aspekt ist, wie die Pumpe im
System arbeitet. Hierfür ist wichtig zu wissen, dass jede Pumpe pulsiert und jede Pulsation das Potential hat Systemschwingungen
anzuregen, die mit der Pumpe interagieren
und Kräfte auf die Pumpe bewirken können,
die z. B. leicht zu Lagerüberlastungen führen
können. Der dritte Aspekt ist die saugseitige Auslegung. Auch hier ist die Fluiddynamik problematisch. Hat man eine pulsierende Strömung, so treten Massenkräfte auf,
die in der Regel immer höhere (scheinbare)
Druckverluste bewirken und auch dazu führen können, dass Kavitation auf der Saugseite zu Pulsationen auf der Druckseite führen
können.
Aktuelle Entwicklungen auf dem
­Pumpenmarkt – eine Marktanalyse
Dipl. Ing. (FH / DFHI) Arne Winkler,
Ansprechpartner und Termine
der Regionalgruppen:
▪▪ Rhein-Ruhr:
Christian Poppe, BayerMaterialScience AG,
Leverkusen, christian.poppe@bayer.com
Nächstes Treffen: Dez. 2014
▪▪ Mitteldeutschland:
Wolfram Lüneburg, Taminco GmbH, Leuna,
wolfram.lueneburg@taminco.com
Nächstes Treffen: 06.11.2014,
Dow Chemical, Schkopau
▪▪ Rhein-Main-Neckar:
Thomas Lang, Bayer CropScience AG,
Frankfurt, thomas.lang@bayer.com
Klaus Franke, Heraeus Precious Metals
GmbH & Co. KG, Hanau,
Klaus.Franke@heraeus.com
Nächstes Treffen: 10.02.2015,
InfraServ Wiesbaden
▪▪ Westfalen:
Jürgen Mosler, Evonik Industries AG, Marl,
juergen.mosler@evonik.com
Otger Harks, Evonik Industries AG, Marl,
otger.harks@evonik.com
Nächstes Treffen: 20.01.2015,
Feierabendhaus, Chemiepark Marl, Marl
▪▪ Bayerisches Chemiedreieck:
Gerhard Bauer, Wacker Chemie AG,
Burghausen, gerhard.bauer@wacker.com
Nächstes Treffen: 12.02.2015,
InfraServ Gendorf
▪▪ 5. Jahrestreffen der Betriebsingenieure
Informationen, Programm und Online -Anmeldung: www.vdi.de/gvc/bing2014
Mehrere Pumpenhersteller haben darauf
mit veränderten oder erweiterten PumpenLösungen reagiert, die den Betriebsingenieur
vor neue Herausforderungen stellen und weitreichend Fragen aufwerfen:
Welche Entwicklungen bei Chemie-Normpumpen (ISO 2858) mit „extended flow“Hydrauliken gibt es auf dem Markt? Welche
Auswirkungen auf die Stutzenkräfte müssen
dabei berücksichtigt werden? Wie hat sich
das „Condition-Monitoring“ bewährt und
wie geeignet ist es wirklich im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realitäten in
der Chemie. Und welche Trends bei der Dichtungs- und Werkstofftechnik sind relevant?
Bayer MaterialScience, Leverkusen
Schadensfälle – Erfahrungen und Lösungen
Die vergangene Dekade war gekennzeichnet
durch Entwicklungen zur zustandsorientierten Instandhaltung von Pumpen sowie der
zunehmenden geographischen Verschiebung
von Investitionen in Neuanlagen nach Asien.
Dies ist nicht ohne Auswirkungen auf den
Pumpenmarkt geblieben.
Dr. Friedrich Stoll, TÜV Süd Chemie Service
Ein sorgfältiges und geeignetes Engineering
und damit einhergehend ein auf die Werkstoffeigenschaften ausgerichtetes Design der Komponenten und Apparate kann in vielen Fällen
Report
verhindern, dass es zum Ausfall
oder zu gravierenden Schäden
kommt. Das aktuelle Wissen über
Werkstoffe, ihre adäquate Verarbeitung und ihr Verhalten gegenüber den verfahrenstechnischen
und betrieblichen Anforderungen
ist zum guten Teil Erfahrungswissen, leider auch gespeist aus Erfahrungen zum Versagen und zu
Schäden.
Das Gute ist, aus Schäden
kann man lernen. Dazu ist im
Schadensfall in der Regel eine
umfassende
Schadensanalyse erforderlich. Werkstoffe und
Schadensbilder werden dabei
mittels verschiedener Messtechniken untersucht.
Häufige Schadensarten sind
Korrosion, mechanische Schädigungen durch mechanische
Wechselbeanspruchungen oder
thermische Belastungen, nicht
oder unzureichend berücksichtigtes Zeitstandverhalten von
Polymerwerkstoffen und auch
strukturelle
Überbelastungen
durch nicht bestimmungsgemäße Betriebszustände.
Auf Basis dieser Analysen, begleitet von Recherchen zu Prozess- und Betriebsablauf, sind die
Ursachen, die zu Schäden geführt
haben, in der Regel sehr exakt
nachzuvollziehen. Auf gesicherter Basis lassen sich für den Einzelfall geeignete und angemessene Maßnahmen beschreiben und
auslegen.
Weiter zielt das Lernen aus Erfahrungen, das die systematische
Aufbereitung und die geeignete, adressatengerechte Kommunikation dieses Wissens bedeutet. Wissenschaftlich-technische
Vereinigungen wie der VDI und
beispielsweise IGR e.V. bieten
zielgerichtete Informationsplattformen für Betriebs­
ingenieure,
um dieses Wissen auf breiter
Basis zu vermitteln.
Nicht ganz dicht? Praxiserfahrung zur Qualitätssicherung
von Flansch­verbindungen
Dipl.-Ing. Stefan Giesen,
Bayer MaterialScience, Dormagen
Erfahrungen zeigen, dass die
Montagequalität von Flanschverbindungen schlechter wird.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Dichtheit in Stör-
fallanlagen. Die konsequente
Umsetzung von Best-PracticeErfahrungen soll hier entgegenwirken. Eine Verbesserung der
Montagequalität führt zwangsläufig zu einer schnelleren und
sicheren Anfahrt bzw. einem sicheren Betrieb ohne Leckagen.
Eine Standardisierung der Planung und klare Montagevorgaben sind neben einer guten
Flanschmonteurschulung
die
Voraussetzung für eine fehlerfreie Montage. Der Monteur wird,
ähnlich wie bei einer Schweißverbindung, in die Verantwortung genommen, aber auch in
seinen Rechten gestärkt. Die Praxis zeigt jedoch, dass eine umfassende Qualitätsüberwachung
im gesamten Herstellungs- und
Montageprozess unerlässlich zur
Zielerreichung sind. Hierzu gehören insbesondere eine Überprüfung der Flanschgüte, eine
spannungsfreie Montage unter
Verwendung einer korrekten und
geschmierten Schraubverbindung und selbstverständlich eine
Dichtheitsprüfung vor Inbetriebnahme.
Sämtliche
Qualitätssicherungsmaßnahmen sollten durch
den Betreiber, unabhängig vom
Monteur, gesteuert und kontrolliert werden. Die Ergebnisse in
der Praxis zeigen, dass die Qualität von Flanschmontagen dauerhaft und signifikant durch die
konsequente Anwendung eines
Montageworkflows gesteigert
wird. Leckageraten kleiner 1 x
10-4 mbar/(l x s) und eine Absenkung der Fehlerquote von größer
2 % auf kleiner als 0,5 % sind erreichbar.
Dr.-Ing. Peter Fischer,
Vestolit GmbH, Marl
verbergen sich enorme Möglichkeiten zur Erkennung und Verhinderung von Störungen sowie
zur Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen.
Beispiele aus der Praxis zeigen, wie Ereignisse entstehen
und welche Einflussfaktoren eine
Rolle spielen können. Dabei stehen nicht die Ereignisse und die
abgeleiteten Maßnahmen im Vordergrund, sondern die Fragen,
die man (sich) bei der Aufklärung
stellen sollte. Welche technischen
Faktoren sind beim Zustandekommen der Situation beteiligt?
Welche Rolle spielen organisatorische und personelle Gegebenheiten? Wie lassen sich Anweisungen, Ausbildung, Verhalten,
Hierarchien und Unternehmenskultur entwickeln?
Im Dialog zwischen Referenten und Auditorium wird die Anlagensicherheit im Betrieb nicht
nur unter rein technischen Aspekten betrachtet, sondern sich
aktiv mit nachhaltiger Aufklärung, Führung und Sicherheitskultur auseinandergesetzt.
www.vdi.de/gvc/bi
Düsseldorf, Germany
2.-4. Dezember 2014
Unser Beitrag zu
Halle 4, Stand D60
German EngineeRING
Präzisions-O-Ringe vom Spezialisten
Aus Ereignissen lernen
Spektakuläre Schadensfälle mit
katastrophalen Folgen sind glück­
licherweise in der chemischen
Industrie sehr selten. Aber unterhalb der öffentlich wahrgenommenen Ebene ereignen sich
natürlich trotzdem Fehler und
Fehlzustände, die von „BeinaheEreignissen“ über kleinere Schäden bis hin zu behördlich meldepflichtigen Ereignissen reichen.
Auch diese Ereignisse können
(und müssen) zur kontinuierlichen Verbesserung der Anlagensicherheit genutzt werden, denn
gerade in diesen Vorkommnissen
Dass deutsche Ingenieurskunst weltweit einen glänzenden Ruf besitzt,
hat viel mit Zuverlässigkeit zu tun. Dafür sind – in aller Bescheidenheit –
auch unsere Präzisions-O-Ringe verantwortlich. Seit über 100 Jahren
achtet COG darauf, dass bei „German Engineering“
größter Wert auf die letzte Silbe gelegt wird.
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Pr e se
Titelstory
Klebt perfekt – auch am Sensor
NIR-Messung von Klebstoff mit Ceramat-Wechselarmatur
Klebrige Produkte, wie z. B. der zur Beschichtung von Klebefilmen verwendete Acrylatkleber, sind eine besondere
­Herausforderung für die Sensorik, mit der ihr Herstellungsprozess überwacht wird. Bei einem herkömmlichen Mess­
stellenaufbau könnten die eingesetzten Sonden nicht dauerhaft in dem extrem adhäsiven Medium verbleiben, sondern
müssten regelmäßig entnommen und gereinigt werden. Abhilfe verspricht ein Messstellenaufbau, bei dem die Sensorschleuse Ceramat von Knick Elektronische Messgeräte eine zentrale Rolle spielt.
Die Produktionsanlage ist mit einer Messstelle ausgerüstet, die die Umsetzung der Monomere direkt während der Reaktion per Nahinfrarot-Spektroskopie (NIRS) überwacht
und die ermittelten Daten online bereit stellt.
Für die Güte des Erzeugnisses ist die verbleibende Menge nicht umgesetzter Monomere
entscheidend – deren Anteil darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Aus diesem Grund empfielt sich der Einsatz einer
Wechselarmatur, die eine Messung unmittelbar im Kessel ermöglicht, in dem die Reaktion
abläuft – und dabei eine unkomplizierte Reinigung der Sonden, eine einfache Wartung
und eine raschen Austausch von Komponen22 •
11 • 2014
ten gestattet, ohne dafür eine Prozessunterbrechung erforderlich zu machen.
Messen unter Extrembedingungen
Zu den erschwerenden Faktoren der Messung
zählen nicht nur die adhäsiven Eigenschaften
des Mediums, das die NIR-Sonde buchstäblich verklebt: Der Reaktionsessel, in dem die
Messungen durchgeführt wird, ist für hohen
Druck ausgelegt und muss zusätzlich einem
Sicherheitsdruck standhalten. Außerdem ist
der gesamte Produktionsbereich als Atex-Zone 0 ausgewiesen. Diese anspruchsvollen Pro-
zessbedingungen und die vorgesehene Anordnung der Messstelle lassen bei der Wahl
einer geeigneten Wechselarmatur keine Standardprodukte zu, sondern stellten höchste
Anforderungen an den Ex-Schutz, die Dichtigkeit und Materialeigenschaften der benötigten Sensorschleuse.
Wechselarmatur bringt die Lösung
Die einzige Wechselarmatur, die für diese Bedingungen in Frage kommt, ist die Ceramat
WA153 von Knick Elektronische Messgeräte,
eine verschleißfreie Sensorschleuse, die auf
Titelstory
Firmeninfo
Knick Elektronische Messgeräte wurde vor
mehr als 50 Jahren von Dipl. Ing. Ulrich Knick
in Berlin gegründet und wird heute in familiärer
Tradition fortgeführt. Das Unternehmen stellt
Gerätereihen für die Mess- und Regelungstechnik für die chemische Industrie, den Anlagenbau und die Industrieautomatisierung her.
Abb. 1: Prinzipdarstellung eines Messaufbaus mit einer vollautomatischen Steuerung des Reinigungszyklus
durch Unical 9000 in Verbindung mit der Ceramat WA 153.
die üblichen O-Ring-Dichtungen verzichtet.
Bei der pneumatisch betriebenen Wechselarmatur mit Atex-Zulassung sorgt die Drehbewegung von zwei hochplanen, ultraharten
Keramikscheiben auch bei hohen Drücken
für die sichere, vollständige Abschottung der
Reinigungs- und Kalibrierkammer gegen den
Prozess. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit einer kontinuierlichen Reinigung des
Sensors bei laufendem Prozess. Sensor, bzw.
die Sonde und die Antriebseinheit einschließlich der Dichtungen können jederzeit ausgebaut werden, ohne den Prozess zu unterbrechen. Innerhalb weniger Minuten lässt sich
die Messung fortsetzen.
Durch ihre praktisch unzerstörbaren Keramikelemente und ein nicht bewegtes Außen-
gehäuse aus carbonverstärktem Peek, PVDF
oder Edelstahl eignet sich Ceramat für den
Einsatz in aggressiven oder abrasiven Medien sowie für Medien, die starke Ablagerungen
bilden. Eine tangentiale Führung der Spülmedien in der Kalibrierkammer sorgt für die
optimale Reinigung des Sensors. Zudem verfügt die Sensorschleuse über eine zusätzliche
Hohlraumspülung zwischen Gehäuse und Keramik, die eine effektive Beströmung und Reinigung der Toträume gewährleistet.
Auch sonst zeichnet sich die Wechselarmatur Ceramat durch besondere Wartungsfreundlichkeit aus: So lässt sich der Antrieb
bei laufendem Prozess und vollem Mediendruck austauschen. Nicht zuletzt bietet die keramische Sensorschleuse den entscheidenden
Vorteil, dass sie, anders als Schubstangenarmaturen, bei optischen Messungen keine
messwertverfälschenden Reflexionen verursacht.
Aufbau einer Messstelle und Konfektionierung der Komponenten
Im Gesamtkonzept der Messstelle ist Ceramat jedoch nur eine der erforderlichen Komponenten. Das eingesetzte Spektrometer zur
Auswertung der Messdaten einer realisierten
Messstelle stammt von Bruker. Die OnlineNIR-Messung in diesem anspruchsvollen Prozess wurde erst durch die enge Zusammenarbeit von Knick und Hellma Analytics möglich,
dem Hersteller der in diesem Aufbau verwendeten Hellma Flacata 12 NIR-Sonden.
Der Spezialist für optische Tauchsonden hat
die Formfaktoren seines umfangreichen Programm an Sonden für die NIR-, VIS- und UVSpektographie eigens an die Abmessungen
der Ceramat angepasst, während Knick die
keramische Sensorschleuse um spezielle Aufnahmen für die optischen Sonden sowie einen
Torsionsschutz für die abgehenden Lichtleiter ergänzte. Zudem wurde die Ceramat mit
Spül- und Ablaufleitungen aus chemikalienbeständigem, flammwidrigem PFA mit hoher
Temperaturfestigkeit, Teflon und Edelstahl
ausgestattet. Für statische Dichtungen wählte
Knick den chemisch unverwüstlichen Werkstoff Kalrez.
Fazit
Abb. 2: Ceramat WA 153 mit einer speziellen Aufnahme für NIR-Sonden.
Die keramisch dichtende Wechselsonde Ceramat ermöglicht die erfolgreiche Einrichtung
der automatisierten Online-Messeinrichtung
mit NIR-Sonden unter anspruchsvollsten
Prozessbedingungen. Die Effizienz und Qualität der Messergebnisse und damit die Prozess11 • 2014 • 23
Titelstory
Abb. 3: Bei der pneumatisch betriebenen Wechselarmatur Ceramat von Knick
Abb. 4: Unical 9000 zur vollautomatischen Steuerung des Reinigungsprozesses
dichten hochplane, verschleißfreie Keramikelemente die Kalibrierkammer sicher
gegen den Prozess ab.
sicherheit wird deutlich erhöht. Stillstandszeiten werden gleichzeitig minimiert.
Ceramat
Chemisch aggressive und feststoffhaltige Prozessmedien greifen bei Messstellen die Dichtungen von Wechselarmaturen an und verkürzen die Standzeiten der Sensorik. Meist gestaltet
sich der Austausch der Komponenten umständlich und zeitaufwändig. Bei Ceramat ist die die
Kalibrierkammer auch ohne Spezialwerkzeug
leicht zugänglich, alle Wartungsarbeiten können vor Ort und ohne Werkstatthilfe durchgeführt werden. Der Anschluss sämtlicher Zuleitungen für Spül- und Kalibriermedien sowie
Steuerluft und der elektrischen Leitungen zur
Signalübertragung erfolgt mit nur einem Steckvorgang über den zentralen Multistecker.
Ceramat ist in zwei Varianten erhältlich:
Neben der Inline-Version Ceramat WA 150
mit einer Eintauchtiefe von 135 mm bietet
Knick die überlange Eintauch-Version Ceramat WA 160 an. Mit Längen bis 2000 mm
eignet sich Ceramat WA 160 für den Betrieb
in offenen Becken oder an Kesseln, an denen
kurze Armaturen nicht seitlich montiert werden können. Wie bei der kompakten Variante lässt sich der Antrieb zu Wartungszwecken
während des laufenden Prozesses demontieren. Für den Betrieb der Sensorschleusen
dienen die Steuerungen Uniclean 900 oder
Unical 9000, die eine vollautomatische Reinigung nach Kundenvorgaben uneingeschränkt
auch in Ex-Zonen der Kategorie 0 gestatten.
Knick bietet für beide Ceramat-Varianten
umfangreiches Zubehör an. Dazu zählen Adapter für Zusatzmedien, ein Anschluss-Set
zum manuellen Betrieb oder Betrieb an einer
SPS, Haltebügel für Ceramat WA 160 und ein
pneumatisches Handsteuerventil.
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Marketingleiter, Knick Elektronische Messgeräte
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Sonderteil
SPS IPC Drives
Wo der Funke – kontrolliert – überspringt
Fachmesse für die elektrische Automatisierung SPS IPC Drives findet zum 25. Mal statt
Ende November werden die Hersteller
von Komponenten und Systemen für
die elektrische Automatisierung noch
einmal in diesem Jahr zu einer Leistungsschau in Nürnberg antreten.
Vom 25. – 27.11.2014 werden bei
der 25. internationalen Fachmesse
SPS IPC Drives mehr als 1.600 Aussteller aus dem In- und Ausland in
14 Messehallen ihre Innovationen,
Produkte und Lösungen präsentieren.
Kontakt
Mesago Messemanagement GmbH,
Stuttgart
Tel.: +49 711 61946 76
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Weitere Themen
▪▪ Die neue FDI-Ära begint
▪▪ Diagnose und Topologie für
Profinet und Ethernet
▪▪ Smart Transmitter konfigurieren
und kalibrieren
S. 27
S. 30
S. 32
3 • 2014 • 25
Sonderteil SPS IPC Drives
Wo der Funke – kontrolliert – überspringt
Fachmesse für die elektrische Automatisierung SPS IPC Drives findet zum 25. Mal statt
Ende November werden die Hersteller
von Komponenten und Systemen für
die elektrische Automatisierung noch
einmal in diesem Jahr zu einer Leistungsschau in Nürnberg antreten.
Vom 25.–27.11.2014 werden bei der
25. internationalen Fachmesse SPS
IPC Drives mehr als 1.600 Aussteller
aus dem In- und Ausland in 14 Messehallen ihre Innovationen, Produkte und
Lösungen präsentieren.
Die neue Halle 3A ist den Themenbereichen
Antriebstechnik und Sensorik gewidmet.
Das Thema Industrielle Software wird neben
dem Bereich der Mechanischen Infrastruktur
in Halle 6 integriert. Das Gebiet Industrielle Kommunikation wird in Halle 2 platziert.
Dort sind Themen wie Industrial Ethernet und
Feldbussysteme zu finden. Halle 11 wird vom
Messestand der Firma Siemens belegt, die in
diesem Jahr dorthin umgezogen sind.
Gemeinschaftsstände und Kongress
Die Verbände VDMA und ZVEI bieten auf
den Messeforen in Halle 3 und Halle 2 quali-
fizierte Vorträge und Podiumsdiskussionen zu
branchenaktuellen Themen. Auf den Gemeinschaftsständen „AMA Zentrum für Sensorik,
Mess- und Prüftechnik“ in Halle 4A und „wireless in automation“ in Halle 10 können sich
die Besucher punktgenau und umfassend zu
den jeweiligen Themen informieren. Im persönlichen Gespräch werden Lösungen zu individuellen Automatisierungsaufgaben gefunden.
Für einen praxisorientierten und herstellerneutralen Austausch zwischen Entwicklung
und Anwendung soll der parallel zur Messe
stattfindende Kongress sorgen. Er bündelt
48 Vorträge, zwei Keynotes zu den Themen
„Big Data“ und „Unkonventionelle Antriebe
mit Smart Materials“ sowie den R&D-Talk,
eine Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Grenzen von Industrie 4.0“.
Kontakt
Mesago Messemanagement GmbH,
Stuttgart
Tel.: +49 711 61946 76
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Remote-Bedienterminals für explosionsgefährdete Bereiche
Eaton stellt ein neues Remote-Bedienterminal MTL Gecma RT vor. Das Remote-Terminal
zeichnet sich durch modulare Bauweise aus,
bietet ein hohes Sicherheitsniveau und eignet
sich für den Einsatz in explosionsgefährdeten
Bereichen z. B. in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, in Raffinerien sowie in
der Öl- und Gas-Industrie. Es besteht aus fünf
Elektronikmodulen: Display, Stromversorgung, Kommunikationsmodul, Tastatur und
Zeigegerät. Dank des modularen Konzepts können Upgrades an vorhandenen Anlagen schnell
und problemlos durchgeführt werden, was Zeit
sparen und kostspielige Wartungsmaßnahmen
26 •
11 • 2014
und Ausfallzeiten auf ein Minimum senken
kann. Die Module sind einzeln und entsprechend internationalen Explosionsschutzvorschriften für den Einsatz in Zone 1 zugelassen
sind. Dies ermöglicht die sichere Handhabung
vor Ort, unabhängig vom Gehäuse.
Eaton Industries auf der SPS IPC Drives
Halle 9 · Stand 371
Kontakt
Eaton Measurement Technology Limited
Tel.: +44 1582 723633 · mtlenquiry@eaton.com · www.eaton.com
Sonderteil SPS IPC Drives
Sonderteil SPS IPC Drives
Die neue FDI-Ära beginnt
Herstellerneutrale Integration von Instrumentierung in die Leittechnik
Mit der lange erwarteten Vorstellung der FDI-Spezifikation und der -Komponenten (FDI – Field Device Integration) in den nächsten Monaten werden für die
Feldgerätenutzer und -anbieter aufregende Zeiten beginnen. Eines der wesentlichen Ziele der Spezifikation ist, die Einfachheit der Gerätetreibertechnologie
zu nutzen und gleichzeitig die Flexibilität beim Einsatz von Grafik für spezielle
Gerätemerkmale und zur komplexen grafischen Darstellung zu bieten.
Die technischen Konzepte der FDI wurden in
den letzten Jahren vielfach diskutiert. Aber
wir müssen die FDI unter dem Blickwinkel
der praktischen Probleme und der Realität des
Endnutzers betrachten. Dieser Artikel befasst
sich mit den Kernfragen, mit denen die Nutzer von Gerätemanagement-Tools konfrontiert sind, und wie die FDI diese Fragen beantworten kann. Am Ende des Artikels werden
jene Probleme behandelt, die sich nicht alleine durch die FDI lösen lassen.
Der aktuelle Stand
Es gibt mehr als 30 Kommunikationsprotokolle (offene und proprietäre), die sich unter
dem Begriff Automatisierungsprotokolle für
die Industrie- / Prozessautomation zusammenfassen lassen. Bei über 90 % der Feldins­
trumentierung in der Prozessautomation werden nur drei (HART, Profibus oder Foundation
Fieldbus, nachfolgend Feldbus genannt) verwendet. Ohne näher auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Kommunikationsprotokolle einzugehen, steht außer Zweifel, dass diese
drei Protokolle bei der Verbesserung und Optimierung des Anlagenbetriebs (auch Enterprise Asset Management) eine wichtige Rolle
spielen und ein großes Potenzial aufweisen.
Da die Feldinstrumentierung die Basis für
ein enormes Verbesserungspotenzial bilden,
ist deren Wartung und Pflege von größter Bedeutung. Die Tools zur Verwaltung der Ins-
Neil Shah,
Produktmanager
Feldbus, ABB
trumentierung müssen in der Lage sein, die
Vorteile des jeweiligen Kommunikationsprotokolls in vollem Umfang zu nutzen. Darüber
hinaus müssen die Tools für den Anwender
möglichst einfach zu bedienen sein und alle
Anwendungsfälle des Endnutzers berücksichtigen.
Außerdem gibt es unterschiedliche Nutzertypen, die die FeldbusgerätemanagementTools am Standort des Kunden verwenden.
Während beispielsweise ein Servicetechniker
für die Gerätediagnose nur online mit dem
Gerät kommunizieren muss, will ein Inbetriebnahme-Ingenieur eventuell das Gerät zuerst offline konfigurieren und dann die Software in das Gerät laden. Dann gibt es noch
die Geräteingenieure / Wartungsmanager, die
11 • 2014 • 27
Sonderteil SPS IPC Drives
einen Überblick über den Zustand des Geräts
erhalten möchten. Alle diese Akteure möchten natürlich als Grundlage für ihre Maßnahmen und Entscheidungen dieselben Daten
verwenden und nicht wegen einer mangelnden Anbindung oder völlig verschiedener
Tools wichtige Informationen verpassen. Deshalb muss ein Gerätemanagement-Tool allen
diesen Nutzern gleichzeitig dienen und immer
noch einfach sein!
FDI beantwortet Kernfragen der Nutzer
Heute verfügt jeder große Anbieter von Automatisierungstechnik über ein Produktangebot, das von der Instrumentierung bis zu
kompletten Leitsystemen reicht. Die meisten
bieten auch ihre eigenen GerätemanagementTools an.
Trotz der weitgehenden Standardisierung
funktionieren die für ein System gelieferten Gerätetreiber (DTMs, EDD, usw.) in anderen Systemen nicht auf die gleiche Weise
und haben auch ein anderes Aussehen. Deshalb muss der Nutzer unterschiedliche Treiber für verschiedene Tools verwenden, auch
wenn das eigentliche Gerät dasselbe ist. Diese
Situation stellt auch für die Anbieter von Instrumentierungstechnik ein Problem dar, denn
sie müssen ihre Gerätetreiber anhand diverser
Gerätemanagement-Tools testen.
Hier kommt das FDI-Device Package ins
Spiel: Ein Gerät, ein Paket, alle Tools. Es gibt
genau ein Device Package für jedes Gerät und
es wird von allen Tools oder Systemen verwendet. Das Einsatzspektrum reicht von einzelnen PCs bis zu kompletten Prozessführungs- und Automatisierungssystemen. Egal
welches Gerätemanagement-Tool von welchem Hersteller verwendet wird, das FDI- Device Package stellt sicher, dass es problemlos
funktioniert.
Standardisierung hilft, aber die Benutzerschnittstelle ist suboptimal! Die Nutzer von
Gerätemanagement-Tools beklagen dies seit
Jahren. Mit Standardisierung und Empfehlungen bringt man die Gerätetreiber in den
verschiedenen Tools kaum zum Laufen. Aber
wird die Benutzerschnittstelle wirklich optimiert? Ist die grafische Darstellung zu groß
oder zu klein, wenn derselbe Treiber in verschiedenen Tools verwendet wird? Wird der
Text in einem Tool linksbündig und in einem
andern rechtsbündig angezeigt?
Jeder Host interpretiert einen Gerätetreiber
etwas anders, damit er zu seiner Bedienoberfläche passt. Geräteanbieter passen ihren
Treiber jedoch zumeist an ein bevorzugtes
Tool an. Obwohl es Anpassungen des Gerätetreibers an andere Tools gibt, passt er dann
doch nicht so perfekt, als wenn er für dieses
Tool erstellt worden wäre. Diese Probleme lassen sich nicht einfach mit Hilfe von Spezifikationen und Empfehlungen lösen. Hier liegt
28 •
11 • 2014
Abb.: FDI will herstellerneutral Feldgeräte in die Leittechnik integrieren.
die größte Stärke der FDI: gemeinsame HostKomponenten.
Die gemeinsamen Host-Komponenten bestehen aus der EDD-Engine und der UI-Engine. Alle FDI-Gerätepakete müssen in Bezug
auf den aus den gemeinsamen Host-Komponenten bestehenden FDI-Referenzhost
geprüft und zugelassen werden. Diese gemeinsamen Host-Komponenten werden den
Host-System-Herstellern zur Implementierung ihrer Tools zur Verfügung stehen. Die
Verwendung der gemeinsamen Host-Komponenten stellt Folgendes sicher:
▪▪ Die Darstellung des FDI-Gerätepakets wird
bei den verschiedenen Tools gleich sein.
▪▪ Da die Gerätepaketentwickler bei der Entwicklung den FDI-Referenzhost verwenden, wird die Darstellung der Grafiken,
Bilder usw. im Device Package deutlich
verbessert und entspricht den Vorstellungen des Geräteherstellers.
▪▪ Außerdem brauchen die Gerätehersteller
und die Host-System-Anbieter ihre Gerätetreiber nicht mehr in verschiedenen Tools
zu prüfen.
Uneinheitliches Erscheinungsbild, uneinheitliches Verhalten.
Inkonsistenzen werden behoben
Die Endnutzer wurden bislang am meisten
durch das uneinheitliche Erscheinungsbild
irritiert. Gleiches gilt auch für das uneinheitliche Verhalten eines Gerätetreibers in verschiedenen Host-Systemen oder von Treibern
für verschiedene Geräte in demselben HostSystem. Der wesentliche Grund für diese Situation ist die Tatsache, dass jeder Host einen
Gerätetreiber in sein eigenes Bedienschnittstellenparadigma einpasst und dass jeder Ge-
rätehersteller seine eigene Auffassung davon
hat, welche Parameter für einen Nutzer wichtig sind oder zu einer bestimmten Funktionalität wie Diagnose oder Betrieb gehören. Dies
führt zu Inkonsistenzen:
▪▪ in der Menüstruktur / -bezeichnungen, unterschiedliche Bezeichnungen, Menübezeichnungen / Kennzeichnungen
▪▪ bei der Übersetzung der Bezeichnungen in
andere Sprachen
▪▪ beim Zugriff auf Variablen für die benannten Nutzer
▪▪ Diese Unstimmigkeiten werden weitgehend
durch einige weniger bekannte, von der FDI
durchgeführte Maßnahmen behoben. Das
ist zum einen der FDI Usability Style Guide.
Er dokumentiert ausführlich verschiedene
Aspekte der Bedienschnittstellengestaltung
für FDI-Gerätepakete:
▪▪ Quellcodebeispiele oder Skizzen der grafischen Darstellung der Bedienelemente oder
der Frames.
▪▪ Standardisierte Bezeichnungen : beispielsweise die Hauptmenüs wie Geräteeinstellungen, Diagnose, Bedienung und Maßnahmenbezeichnungen wie “Annehmen”,
“Abbrechen”, “Weiter” usw.
▪▪ Übersetzungen in die wichtigsten Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch, brasilianisches Portugiesisch, Japanisch und Russisch) für diese
Bezeichnungen werden ebenfalls dokumentiert.
Eine weitere Maßnahme der FDI ist die
Spezifizierung von Benutzersichten. Eine Benutzersicht spezifiziert eine Reihe von Aufgaben, die von einer bestimmten Rolle ausgeführt werden müssen. Die FDI unterstützt
Rollen nach dem Konzept der vom Kunden
anpassbaren Benutzersichten. Die Pflege der
Benutzersicht umfasst sämtliche Kernfunkti-
Sonderteil SPS IPC Drives
onen und Variablen/Parameter für die Inbetriebnahme und den Austausch eines Geräts.
Der Benutzersichtenspezialist ermöglicht den
unbeschränkten Zugriff auf alle Gerätefunktionen und Variablen einschließlich der Kernfunktionen.
Die Benutzersichten und die Harmonisierung der EDDL waren im übrigen die Hauptforderungen der Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie
(Namur). Darüber hinaus werden die FDI-Gerätepakete auf der harmonisierten EDDL basieren. So wird sichergestellt, dass alle neuen
EDDs die aktualisierte und optimierte IEC
61804-3 Norm verwenden und auf die drei
Protokolle anwendbar ist: HART, Profibus
und Foundation Fieldbus.
Wertvolle Geräteinformationen
­zugänglich machen
In der ersten Nutzungsphase einer Anlage
sind die Nutzer mit den in den Gerätemanagementtools vorhandenen Informationen
zufrieden. Früher oder später wird es notwendig sein, die wertvollen, im Gerät abgelegten
Informationen in Tools / Systemen außerhalb
des Gerätemanagement-Tools verfügbar zu
machen. Gründe hierfür können die Analyse
des Gerätezustands, Störungen, Kalibrierdaten oder einfach der Zugriff von einem anderen Spezialtool auf ein Gerät einer bestimmten Marke sein.
Die meisten Gerätemanagement-Tools ermöglichen keinen transparenten und einfachen Zugriff auf diese wertvollen Informationen, die sie von den Feldgeräten haben.
Selbst wenn das Gerätemanagement-Tool
den Zugriff auf die geräteinternen Informationen erlaubt, sind noch eine ganze Reihe von
Schritten oder zusätzliche Hardware / Software nötig.
Technologien wie OPC-UA spielen beim
„einfachen“ Zugänglichmachen von Informationen für die Tools von Fremdanbietern
eine sehr effektive Rolle. Die Verwendung
der Standardschnittstelle OPC-UA in den FDI
Hosts ermöglicht einen bequemen Zugang
von anderen Applikationen aus.
▪▪ Applikationen können ohne Unterstützung
durch den Lieferanten des FDI Hosts erstellt
und entwickelt werden.
▪▪ Vom FDI-Server unterstützte OPC-UA-Services ermöglichen einen sicheren Zugang
zum Gerät oder zu offline gespeicherten
Daten.
▪▪ Generische OPC-UA Clients können Wartungstools oder MES- bzw. ERP-Systeme
sein.
Ein zu berücksichtigender Aspekt ist, dass
nicht alle vorhandenen Geräte sofort mit den
FDI-Gerätepaketen ausgestattet sein werden.
Es wird einige Zeit dauern, bevor eine entsprechende Anzahl von FDI-Gerätepaketen
auf dem Markt verfügbar sein wird. Aber die
Nutzer brauchen sich keine Sorgen zu machen, denn die FDI wird die vorhandenen Gerätetreiber unterstützen.
oder dieselben Parameter oder Funktionen
(z. B. Nullstellung) immer und immer wieder
ausführen. Die meisten Tools unterstützen
solche Aufgaben nicht. Selbst wenn, dann ist
dies nur umständlich möglich. So etwas frustriert die Nutzer. Zusammenfassend lässt sich
sagen, dass die Tools weder die Hauptaufgaben des Nutzers unterstützen noch die Ausführung erleichtern.
Die Probleme des Nutzers beschränken sich
nicht allein auf die Anzahl der Klicks, sondern
der Bildschirm wird mit einer Unmenge an Informationen überfrachtet und das meist auch
noch mit ungewohnten Farben und Icons. Die
Tools unterscheiden sich erheblich bei der
Verwendung von Farben und Icons für den
Gerätestatus. Eine Möglichkeit ist die Verwendung standardisierter Statusanzeigen, wie sie
von Namur vorgeschrieben werden.
Darauf sollte man achten…
Tools sind nicht skalierbar und unflexibel
Es klingt also so, als ob die FDI jedes nur erdenkliche Anliegen aller Nutzer der Feldbusgerätemanagement-Tools erfüllen würde. Das
stimmt nicht so ganz! Es gibt einige wenige
Fragen, die nicht einfach mit einer Spezifikation oder einer Standardisierung beantwortet
werden können. Bei den Tools zur Umsetzung
dieser Standards müssen einige weitere Punkte berücksichtigt werden:
Wie einfach ist es, das Tool zu nutzen, zu
beschaffen und zu installieren? Manchmal ist
es der erste Schritt, der am meisten Zeit kostet.
Viele Tools sind sehr umfangreich, sodass das
Download und die Installation zeitaufwendig
sind. Daneben erfordern viele Tools spezielle Voraussetzungen, wie die Installation der
.NET-Technologie und / oder Datenbankanwendungen wie z. B. SQL. Dadurch verlängert
sich die Installationsdauer. Die Installationsprobleme sind damit noch nicht zu Ende. Die
Gerätetreiber müssen installiert / importiert
werden. Vielleicht liegen die Gerätetreiber
auch nicht in der neuesten Version vor.
Die Installation und Konfiguration des Modemtreibers ist ein weiterer Schritt. Die Vorgehensweise ist von Anbieter zu Anbieter
unterschiedlich. Anschließend erfordern die
meisten Tools eine manuelle Aktualisierung
des Katalogs. Oftmals müssen noch Lizenzen
freigeschaltet / aktiviert werden. Schließlich
ist der Nutzer fast fertig. Einige wenige weitere Klicks, um die Kommunikation mit dem
Gerät aufzunehmen, es zu scannen oder freizuschalten, müssen noch gemacht werden.
Heutzutage findet der Nutzer eine Vielzahl
von Tools – von einfachen, kostenlosen Paketen bis zu teuren, komplett systemintegrierten
Programmen. Häufig jedoch möchte derselbe
Käufer (Kunde) ein und dasselbe Werkzeug
auf verschiedene Weisen nutzen. Ein Servicetechniker beispielsweise möchte, wenn er auf
der Anlage vor einem Geber steht, ein leichtes, schnell und einfach zu bedienendes Programm, das online mit dem Gerät kommunizieren kann – mehr nicht. Derselbe Techniker
benötigt eine deutlich umfangreichere Funktionalität (Diagnose, Kalibrierung, Loop-Prüfung, Geräteaustausch), wenn er sich im Labor
befindet. Deshalb sind Skalierbarkeit und Flexibilität sehr wichtige Kriterien. Können die
Standardfunktionen / -version auf zahlreichen Clients / Clienttypen installiert werden
(selbst dann, wenn sich der Nutzer vor Ort bewegt), während die Vollversion auf den Engineering-Systemen installiert ist, die mit den
Leitsystemen kommunizieren und vollständig
in diese integriert sind, und - um noch einen
Schritt weiterzugehen - sogar in anlagenweite
Applikationen wie ERP integriert sind?
Obwohl es also bei der FDI darum geht, bei
den Feldbussen eine neue Ära einzuleiten,
sollte der Blick fest darauf gerichtet sein, wie
die Anbieter von Gerätemanagement-Tools
von dem neuen Standard und der neuen Technologie profitieren. Achten Sie deshalb auf
neue FDI-Produkte!
Abb.2: Die gemeinsamen Host-Komponenten
­bestehen aus der EDD-Engine und der UI-Engine.
Nicht „intuitiv”, sondern „gewöhnungsbedürftig“
In den meisten Fällen möchte der Nutzer lediglich einige Standardparameter (z. B. Bezeichnung, Bereich, Einheit) konfigurieren
ABB auf der SPS IPC Drives
Halle 4 · Stand 420
Kontakt
ABB Automation GmbH
Tel.: +49 621 3811791
neil.shah@de.abb.com · www.abb.com
11 • 2014 • 29
Sonderteil SPS/IPC/Drive
Lotse fürs Netzwerk
Zusammenspiel zwischen Diagnose und Topologie für Profinet und Ethernet
Für die Überwachung von Profinet- und Ethernet-Netzwerken bietet
Indu-Sol jetzt eine Kombilösung für
Diagnose und Topologie an. Das Profinet Diagnoseduo funktioniert wie ein
Navigationssystem für die Anlage und
kann Instandhalter dadurch sehr effektiv bei ihrer Arbeit unterstützen.
Mittlerweile hat es sich herumgesprochen: Die
permanente Überwachung und eine kontinuierliche Zustandsanalyse der Kommunika­
tionsqualität bei industriellen Netzwerken
sind eigentlich unabdingbar. Um ein indus­
trielles Netzwerk zuverlässig zu überwachen,
ist allerdings gleichzeitig auch eine präzise
Kenntnis der Netzwerktopologie unerlässlich.
Nur dann lässt sich der potentielle Störungsverursacher schnell lokalisieren. Mit dem richtigen Equipment gelingt dies heute auch bei
großen Anlagen, ohne dass man sich dazu
tiefgreifende Netzwerk- oder IT-Kenntnisse
aneignen muss.
Indu-Sol bietet für die Überwachung von
Profinet- und Ethernet-Netzwerken jetzt eine
schlaue Kombilösung für Diagnose und Topologie an. Das praxisgerechte Profinet Diagnoseduo funktioniert wie ein Navigationssystem
für die Anlage und kann Instandhalter dadurch sehr effektiv bei ihrer Arbeit unterstüt-
© lillolillo - Fotolia.com
zen. Dank dem Zusammenspiel von Live-Topologieplan und Diagnose-Anzeige sieht man
sofort die Position jedes Netz-Teilnehmers und
dessen „Gesundheitszustand“. Dafür arbeitet
die Topologie-Software Proscan Active Hand
in Hand mit dem Profinet-Inspektor, der für
die Netzwerkdiagnose zuständig ist.
Live-Topologieplan plus
Diagnosewerkzeug
Mit der Topologie-Software Proscan Active
können Profinet- und Ethernet-Netzwerke innerhalb kürzester Zeit ausführlich beschrieben und dargestellt werden. Sie scannt auto-
Abb. 1: Die Topologie-Software zeigt nicht nur, wo genau sich die Teilnehmer in ihrer Anlage befinden, sondern auch deren Gesundheitszustand. Dieser wird mittels
Ampelfarben grafisch angezeigt.
30 •
11 • 2014
Sonderteil SPS/IPC/Drive
Abb. 2: Die intelligente Analyse des logischen Telegrammverkehrs mithilfe des Profinet-Inspektors bildet
die Basis für die Zustandsanzeige im Topologieplan.
matisch in individuell einstellbaren Abständen
im laufenden Betrieb das Profinet-Netzwerk
und erstellt live einen grafischen Topologieplan. Darin enthalten sind Informationen zu
Profinet-Name, IP- bzw. MAC-Adresse, aktuelle Portbelegung, Kabellängen, Dämpfungsreserven bei Polymerfasern und Hinweise auf
Unterbrechungen. Zudem liefert die Software
in einer übersichtlichen Liste Teilnehmerinformationen wie Hard- und Software-Version,
Gerätename und -typ sowie Bestellnummer.
Sie ist ressourcensparend optimiert für den
Einsatz auf Touchpanels und arbeitet herstellerunabhängig.
In Verbindung mit dem Diagnosegerät Profinet-Inspektor sieht man in diesem Topologieplan dann auf einen Blick den Zustand der
einzelnen Teilnehmer. Der Gerätestatus wird
mit Ampelfarben (grün, gelb, rot) grafisch dargestellt. Dazu registriert und speichert der In­
spektor teilnehmerbezogen entsprechend voreingestellter Triggerfunktionen alle Ereignisse
im Netzwerk und gibt dabei Aufschluss über
Qualitätskriterien wie beispielsweise Auslastung, Datendurchsatz, Aktualisierungsraten, Telegrammlücken und Telegrammjitter,
die den aktuellen Zustand der Kommunika­
tionsqualität im Netzwerk widerspiegeln. Über
einen potentialfreien Kontakt lässt sich zusätzlich auch eine visuelle sowie akustische
Alarmierung einrichten. Der Instandhalter
„vor Ort“ hat damit jederzeit einen Überblick
über die Netzwerkqualität und kann potentielle Störer lokalisieren, und das ohne tiefgehende Kenntnisse der eigentlichen Netzwerktechnik. Wer auch auf der Leitebene den Überblick
behalten will, wird von der zentralen Software
Indu-Sol auf der SPS IPC Drives
Halle 2 · Stand 310
Firmeninfo
Indu-Sol ist ein herstellerneutrales, branchenübergreifendes Technologieunternehmen, das
sich der objektiven Bewertung von Qualität
und Stabilität in industriellen Datennetzwerken widmet. Das Unternehmen entwickelt und
vertreibt Tools für die Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung von Kommunikationsbussen und bietet Lösungen für eine permanente Netzwerküberwachung. Angeboten
wird auch die Unterstützung bei der Planung/
Netzwerkauslegung, bei der Fehlersuche und
Fehlerbehebung in industriellen Netzwerken,
bei der Abnahme und Zertifizierung von Netzwerken sowie Praxisseminare und Workshops.
Promanage unterstützt. Sie ermöglicht eine
zentrale, feldbusübergreifende Überwachung
von mehreren Inspektoren bzw. Switchen.
Ellen-Christine Reiff, Redaktionsbüro Stutensee
Kontakt
PI-Gemeinschaftsstand verpricht Rekorde
PI (Profibus & Profinet International) und
rund 100 Mitaussteller präsentieren auf der
SPS/IPC/Drives Geräte und Technologien
rund um Profibus, Profinet und IO-Link. Die
Live-Demo für die Prozessautomatisierung
zeigt den einfachen Gerätetausch und die
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Diagnose gemäß der NE107 und den damit
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wird die Präsentation der Themen der Prozessautomatisierung durch FDI. IO-Link stellt
mit 140 Produkten einen neuen Geräterekord
auf, 15 % der Geräte sind neu auf dem Markt.
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Digitales Protokoll lesen und interpretieren
Konfigurieren und Kalibrieren von Smart Transmittern
Was sind Smart Transmitter und wie werden sie am besten konfiguriert und kalibriert? In diesem Beitrag beschreibt Beamex einen Vorgang, der tagtäglich in
der Prozessindustrie durchgeführt werden muss. Nichts besonderes könnte man
also denken, doch wie kalibriert man ein digitales Signal?
Ralph Hoster,
Die sogenannten Smart Transmitter sind in
der Prozessindustrie angekommen, sie machen heutzutage den größten Anteil aller neu
gelieferten Instrumente aus. Allerdings bringen die neuen Smart Instrumente auch neue
Herausforderungen an den Kalibrier- und
Konfigurationsprozess mit sich.
Was ist ein “Smart” Transmitter?
Ein Prozesstransmitter ist ein Gerät, das einen
physikalischen Parameter wie Druck, Temperatur u.v.m. misst und dazu ein Ausgangs­
signal, das proportional zum gemessenen
Eingang steht, erzeugt. Der Ausdruck „Smart“
beruht dabei weniger auf einer eindeutigen
technischen Definition, als vielmehr dem Ansinnen, einen passenden Ausdruck für diese
Instrumente zu finden.
Im Allgemeinen versteht man unter einem
Smart Transmitter ein Feldgerät, das mit
32 •
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Hilfe eines Mikroprozessors und einem digitalen Kommunikationsprotokoll, gemessene
Werte übermittelt und eigene Konfigurations­
einstellungen ermöglicht. Ein Mikroprozessorbasierender Transmitter besitzt einen
internen Speicher für Berechnungen, Diagnoseprozeduren etc. Des Weiteren bietet ein moderner Smart Transmitter üblicherweise bessere Genauigkeiten und Stabilitäten als ein
herkömmlicher analoger Transmitter.
Auf jeden Fall stellt das digitale Kommunikationsprotokoll für einen Messtechniker,
der diese Geräte kalibrieren und konfigurieren muss, den größten Unterschied zu einem
analogen Gerät dar. Es reicht nicht mehr aus
einfach das analoge Ausgangssignal zu messen, es muss ein Weg gefunden werden mit
dem Gerät zu kommunizieren um das digitale
Ausgangssignal lesen zu können. Dies stellt
den ersten Teil der neuen Herausforderungen
dar – wie, bzw. womit, kann der digitale Ausgang gelesen werden?
Germex - Deutschland,
Geschäftsführer
Heikki Laurila,
Beamex -Finnland,
Produktmanager Hardware
Smart Transmitter Protokolle
Es existieren diverse digitale Kommunikationsprotokolle die bei Transmittern als “smart”
angesehen werden können. Einige davon sind
proprietäre Protokolle eines bestimmten Herstellers, doch diese sterben mehrheitlich aus.
Sonderteil SPS IPC Drives
Protokolle, die auf einem offenem Standard
basieren, werden heutzutage favorisiert und
bilden die klare Mehrheit.
Das wohl populärste Protokoll ist das
HART (Highway Addressable Remote Transducer) Protokoll. Ein HART Transmitter besitzt sowohl einen konventionelles, analoges
mA-Signal als auch ein frequenzüberlagertes digitales Signal. Aufgrund des analogen
mA-Signals eignen sich HART Transmitter
auch für konventionelle Installationen. Einen
neuerlichen Schub erhielten die HART Geräte
durch das WirelessHART Protokoll.
Die Feldbustechnologie, wie Foundation
Fieldbus und Profibus, sind mit rein digitalem
Ausgang, gänzlich ohne Analogsignal, ausgestattet. Der Stellenwert der Feldbusgeräte
wächst stetig im Bereich des Marktes für Prozesstransmitter. Im Rahmen dieses Artikels
betrachten wir Smart Transmitter mit HART,
WirelessHART, Foundation Fieldbus und Profibus PA Protokollen.
Konfiguration
Ein Hauptmerkmal von Smart Transmittern
ist die Konfigurationsmöglichkeit mittels
digitalem Protokoll. Dabei bezieht sich die
Konfiguration auf das Einstellen der Geräteparameter und somit die Festlegung wesentlicher Eigenschaften, wie z. B. : Einheit, Sensortyp, Messbereich und vieles mehr. Da nun
diese Konfigurationen ausschließlich über
das digitale Protokoll erfolgen, benötigt man
ein Konfigurationstool. Hierzu kann eine
spezielle Software oder ein spezielles Gerät,
ein sogenannter Kommunikator, eingesetzt
werden.
Von wichtiger Bedeutung ist hierbei, dass
weder Software noch Kommunikator ein Kalibriernormal darstellen, es sind keine metrologischen Kalibrierstandards. Auch wenn mit
einem Kommunikator durchaus ein Adjust-
Technische Details
Der Beamex MC6 ist ein hochpräziser Kalibrator und Kommunikator für den Feldeinsatz. Damit können
Druck-, Temperatur- und diverse elektrische Signale kalibriert werden. Der MC6 verfügt außerdem
über einen kompletten Kommunikator für HART-, Foundation Feldbus- und Profibus PA-Instrumente.
Er ist mit einem großen 5,7“-Farb-Touchscreen und Bedienerführung in vielen Sprachen ausgestattet. Das
robuste nach IP65 klassifizierte staub- und wasserdichte Gehäuse, das ergonomische Design und das
geringe Gewicht machen den MC6 zu einem idealen Gerät für den Feldeinsatz in vielen Branchen, wie der
Pharma-, Energie-, Öl- und Gas-, Nahrungsmittel- sowie der petrochemischen und chemischen Industrie.
Der MC6 ist ein einziges Gerät für fünf verschiedene Funktionsmodi, was bedeutet, dass man weniger
Geräte mit sich führen muss. Folgende Funktionsmodi sind verfügbar: Messgerät, Kalibrator, dokumentierender Kalibrator, Datenlogger und Kommunikator. Außerdem kommuniziert der MC6 mit der
Beamex-Kalibriersoftware CMX und lässt sich damit in vollautomatische papierlose Kalibrier-und
Dokumentationssysteme integrieren.
ment bzw. Trim durchgeführt werden kann,
bietet dies keinerlei Aussagekraft oder gar
Garantie auf Genauigkeit. Eine metrologische Kalibrierung erfordert, per Definition,
den Vergleich mit einem rückführbaren Referenzstandard (Normal).
Kalibrierung
Bei der Kalibrierung findet ein Vergleich mit
einem Normal höherer Ordnung statt, dies gilt
auch für die Kalibrierung von Smart Transmittern. In der Prozessindustrie wird dieses
Normal üblicherweise als Kalibrator bezeichnet.
Auch wenn formal gesehen die Kalibrierung und die Justage zwei verschiedene Tätigkeiten darstellen, sieht der Arbeitsablauf
im industriellen Alltag diese beiden Tätigkeiten als einen gemeinsamen Arbeitsablauf an.
Neben der Kalibrierung kommt einem modernen Kali­brator noch eine zweite, sehr wichtige Funktion zu: Die Dokumentation der
Messwerte und deren Abweichungen. Während eines Kali­brierprozess wird mittels der
eigentlichen Kalibrierung festgestellt, ob eine
Abweichung am Transmitter vorliegt und daraus ggf. eine Justage abgeleitet. Gleichzeitig
werden die so aufgenommenen Werte dokumentiert.
Um analoge Transmitter zu kalibrieren genügt es das Eingangssignal zu generieren
bzw. messen und zeitgleich das Ausgangssignal zu messen. In diesem Fall ist der Kalibriervorgang einfach und direkt und kann
mit einem ausreichend genauen Kalibrator
durchgeführt werden.
Aber wie kann ein Smart Transmitter kalibriert werden, wenn doch kein messbares
Ausgangssignal vorhanden ist? Klar ist, dass
hier wie bei einem konventionellen Transmitter, weiterhin der Transmittereingang erzeugt
oder gemessen werden muss. Dazu genügt ein
normaler Kalibrator. Um jedoch den Transmitterausgang verstehen zu können, ist ein
Gerät oder eine Software nötig, die das digitale Protokoll lesen und interpretieren kann.
Die Kalibrierung wird damit zu einer Herausforderung, denn nun sind mehrere Geräte und
mehrere Personen für diese Arbeit notwendig.
Manchmal wird es sehr schwierig, wenn nicht
sogar unmöglich, ein geeignetes Gerät zu finden, das vor allem im mobilen Einsatz den digitalen Ausgang lesen kann.
Eine Besonderheit stellen hier die die kabelgeführten HART Transmitter (im Gegensatz
zum WirelessHART) mit einem Hybrid-Protokoll dar. Hier wird die digitale Kommunikation dem herkömmlichen analogen 4–20mA
Ausgangssignal überlagert, wodurch das
4–20mA Ausgangssignal des Kabel-HARTTransmitters wie ein gewöhnlicher nicht digitaler Transmitter kalibriert werden kann.
Allerdings stellt dies nur die halbe Miete dar;
zum Einstellen, Anpassen oder Auslesen des
digitalen Ausgangssignals ist ein HART-Protokoll fähiges Gerät notwendig.
Wieso überhaupt noch kalibrieren?
Die modernen Transmitter werden als so
intelligent und präzise angepriesen, dass das
Bertriebspersonal leicht in die Versuchung
11 • 2014 • 33
Sonderteil SPS IPC Drives
Firmeninfo
Das finnische Technik- und Service-Unternehmen Beamex konzentriert sich seit seiner
Gründung im Jahr 1975 exklusiv auf die Entwicklung von technischen Lösungen im Bereich
der Kalibration. Das Sortiment an Produkten
und Dienstleistungen reicht von tragbaren
Prozesskalibratoren, Kalibrierarbeitsplätzen
mit entsprechendem Zubehör, bis hin zu Kalibrier-Management-Software, branchenspezifischen Lösungen und professionellen Services.
Über sein globales Partner-Netzwerk vertreibt
Beamex seine Produkte und Dienste weltweit in
über 80 Ländern und seit 1995 in Deutschland
über Germex exklusiv.
kommt, zu behaupten, sie bräuchten überhaupt nicht mehr kalibriert zu werden, weil
sie eben so „smart“ sind. Weshalb also müssen
sie trotzdem immer noch kalibriert werden?
Zunächst, weil die Einführung eines digitalen Ausgangsprotokoll nichts mit der grundlegenden Notwendigkeit der Kalibrierung zu
tun hat. Es gibt zahlreiche Gründe für ein anfängliches Kalibrieren und späteres Rekali­
brieren.
Die wichtigsten sind:
▪▪ Selbst die besten Geräte und Sensoren driften mit der Zeit, besonders wenn sie unter
harten Bedingungen eingesetzt werden.
▪▪ Die Prozessnormen insbesondere von Qualitätssicherungs-, Sicherheits-, Umweltschutz- und Normerfüllungssystemen erfordern periodisches Kalibrieren.
▪ Wirtschaftliche Erwägungen – Präzise Messungen bringen direkte finanzielle Vorteile.
▪ Sicherheitserwägungen – Die Sicherheit
von Personal, Kunden oder Patienten hängt
auch von der Gerätegenauigkeit ab.
▪▪ Kalibrierte Geräte tragen zu ununterbrochen hoher Produktqualität und optimaler
Prozessgestaltung bei.
▪▪ Schutz der Umwelt.
Die Lösung
Der neue Beamex MC6 ist ein Gerät, das einen
kompletten Feld-Kommunikator mit einem
extrem genauen Multifunktions-Prozesskalibrator vereint. Damit kann der Eingang eines
Smart Transmitter erzeugt bzw. gemessen werden, während er gleichzeitig dessen digitales
Ausgangssignal liest. Die ermittelten Messwerte werden automatisch im Speicher abgelegt und können an eine Kalibriersoftware
weitergegeben werden.
Zur Konfiguration von Smart Transmittern verfügt der MC6 über einen vollständigen Kommunikator für die Protokolle HART,
Wire­lessHART, Foundation Fieldbus H1 und
Profibus PA. Die notwendige Elektronik ist
34 •
11 • 2014
bereits integriert, einschließlich Stromversorgung und notwendige Widerstände für die
Protokolle.
Der MC6 kann sowohl als Kommunikator
für die Konfiguration als auch als Kalibrator
zum Kalibrieren intelligenter Instrumente eingesetzt werden. Er unterstützt alle Protokollbefehle, die gemäß der Gerätebeschreibungsdatei (DD´s) des Transmitters notwendig sind;
ein zusätzlicher Kommunikator ist überflüssig.
Es befinden sich einige andere „smarte“
Prozesskalibratoren auf dem Markt, die die diversen Protokolle nur begrenzt unterstützen.
Oft beherrschen sie nur ein einziges Protokoll,
zumeist HART, und bieten daher nur begrenzte Dienste. In der Praxis ist dann auf jeden Fall
weiterhin ein zweiter Kommunikator nötig.
Ralph Hoster,
Germex - Deutschland, Geschäftsführer
Heikki Laurila,
Beamex -Finnland, Produktmanager Hardware
Kontakt
GERMEX GmbH
Ralph Hoster
Grevenbroich Deutschland
www.germex.com
Sonderteil SPS IPC Drives
Secure Cloud
Das mGuard Secure Cloud-Ökosystem bietet Betreibern sowie
Maschinen- und Anlagenbauunternehmen eine schlüsselfertige
VPN-Komplettlösung. Über eine
einfache Web-Oberfläche verbinden sich Service-Mitarbeiter
schnell und sicher mit Maschinen,
Industrie-PCs und Steuerungen.
Auch ohne spezielles IT-Wissen
kann sichere Fernwartung unabhängig von Ort und Zeit durchgeführt werden. Die mGuard Secure
Cloud gibt es in einer gehosteten
Schnelles Entwicklungstool
Version und in Form einer 19-ZollAppliance – ab der SPS IPC Drives
2014 auch für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum.
Innominate Security Technologies
auf der SPS IPC Drives
Halle 9 · Stand 305
Kontakt
Innominate Security Technologies AG
Tel.: +49 30 921028050
www.innominate.com
Mobile Profibus-Diagnose und Kabeltest
Der Profibus-Tester BC-700-PB
ist ein leistungsfähiges Diagnose- und Troubleshooting-Tool zur
umfassenden Prüfung von Profibus-Segmenten im laufenden
Betrieb und kann jetzt auch zum
Kabeltest verwendet werden. Das
Gerät läuft akkubetrieben und
bietet Anwendern auf diese Weise
größtmögliche Mobilität im Feld.
Testergebnisse werden bereits im
autarken Betrieb über die neue
grafische Anzeige deutlich und
leicht verständlich angezeigt und
können für eine erweiterte Analyse am PC exportiert werden.
Durch seine intuitive Menüführung ist das Gerät bereits für den
weniger erfahrenen Anwender
geeignet. Dem Feldbusspezialisten bietet die PC-Software viele
zusätzliche Funktionen zur Ausführung, Analyse und Verwaltung von Messungen.
Bildverarbeitungsaufgaben stellen hohe Ansprüche an die Softwareentwicklung, denn viele
Teilaufgaben müssen gleichzeitig entwickelt werden: Algorithmen, Anbindungen an Kameras
und Datenbanksysteme, Kommunikationskanäle zu Handlingsystemen uvm. Die Vielfalt der
benötigten Hard- und SoftwareTechnologien war bisher die entscheidende Hürde für interaktive Software-Entwicklungstools.
Der Matrox Design Assistant 4.0
ermöglicht schnelle Entwicklungen mit robusten Algorithmen
in Kombination mit großer Freiheit bei der Auswahl der eingesetzten Hardware. So können mit
einem Tool vollständige BV-Aufgaben inklusive der Kommuni-
kation mit der Außenwelt gelöst
werden, ohne Programmcode zu
schreiben oder sich im Vorfeld
auf bestimmte Hardwarehersteller festlegen zu müssen.
Kontakt
Rauscher GmbH
Tel.: +49 8142 448410
info@rauscher.de · www.rauscher.de
B&R: Schneller und kleiner
Softing Industrial Automation
auf der SPS IPC Drives
Halle 7 · Stand 580
Kontakt
Softing Industrial Automation GmbH
+49 89 45656340
info.automation@softing.com
www.softing.com
Mit zwei Innovationen kommt
B&R auf die diesjährige SPS/IPC/
Drives: Durch die mapp Technology können sich Entwickler ausschließlich auf die Umsetzung im
spezifischen Maschinen- oder
Anlagenprozess konzentrieren,
damit sinkt die Entwicklungszeit für neue Maschinen und Anlagen um durchschnittlich 67 %,
der Aufwand für Wartung und
Instandhaltung wird ebenfalls
reduziert. Der Dreiachs-Servoverstärker ACOPOS P3 bringt
eine Platzersparnis im Schaltschrank von bis zu 69 %. Trotz
der kompakten Bauform ist er der
schnellste Servoverstärker mit
Safety-Funktionen am Markt.
Weitere Messehighlights sind
der Industrie-PC Automation PC
2100 und eine Business-Intelligence-Lösung für das Prozessleitsystem APROL.
B&R
auf der SPS IPC drives
Halle 7 · Stand 206
Kontakt
B&R Industrie-Elektronik GmbH
Tel.: +49 6172 4019 0
michele.nicolaus@br-automation.com
www.br-automation.com
Der Beamex MC6 versteht sie Alle
GERMEX GmbH
Tel: 0 21 81 - 21 16 44
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Der Beamex MC6 versteht sich als vollwertiger Kommunikator für HART, Profibus PA und Foundation Fieldbus
Signale. Gepaart mit der Funktionalität eines dokumentierenden Prozesskalibrators - für Druck, Temperatur und
elektrische Signale - haben Sie die Funktionalität einer Konfigurationssoftware und die diverser Einzelgeräte in
einem einzigen robusten, staub- und wasserdichten (IP65) Gerät in der Hand.
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11 • 2014 • 35
Nachlese
Abb. 1: Die Powtech 2014 bot in sechs Hallen einen umfassenden Überblick zu
Abb. 2: Willy Viethen, Projektleiter
Mischen, Zerkleinern, Sieben, Dosieren, Wiegen und Analysieren von Feststof-
der Powtech und TechnoPharm bei
fen und halbfesten Stoffen – für nahezu alle Industrien.
der NürnbergMesse (© CITplus)
Herbst-Powtech behauptet sich
Sehr gute Stimmung bei Fachbesuchern und Ausstellern
Nach drei Tagen ergiebigem Messegeschehen und Wissenstransfer ziehen Powtech und TechnoPharm 2014 eine positive Bilanz. Mit insgesamt 929 Ausstellern aus 30 Ländern und rund 15.000 Fachbesuchern ist es nach wie vor die weltweit größte und wichtigste Veranstaltung für neue Trends in der Be- und Verarbeitung von Pulver und Schüttgut sowie für
innovative Technologien zur Herstellung fester, halbfester und flüssiger Arzneiformen.
„Wir haben eine erfolgreiche Herbstveranstaltung hinter uns“, resümiert Willy Viethen,
Projektleiter der Powtech und TechnoPharm
bei der NürnbergMesse. „Die Aussteller berichten von sehr guten Gesprächen. Dies ist
umso erfreulicher, da die deutsche Maschinenbaubranche derzeit teilweise starke Auftragseinbrüche zu verzeichnen hat.“
Obwohl die Veranstaltung im Herbst turnusgemäß schwächer ist als im Frühjahr, war
die Stimmung in den Messehallen ausgesprochen gut. Durchweg erfreulich aus Sicht der
Aussteller war das hohe Interesse der Besucher aus dem Ausland – sie machten über ein
Drittel der Gesamtbesucherzahl aus. Auch die
Resonanz auf Besucherseite ist positiv.
Die nächste Veranstaltung findet vom
19. – 21. April 2016 im Messezentrum Nürnberg statt – dann wieder im Verbund mit der
Partec, dem Internationalen Kongress für Partikeltechnologie.
Aus Technopharm wird Pharma.Manufacturing.Excellence
Nicht dabei sein wird dann aber die Technopharm – zumindest nicht unter diesem Namen
36 •
11 • 2014
und als getrennt durchgeführte Messe. Sie
wird vielmehr ab dem Jahr 2016 als Schwerpunkt „Pharma.Manufacturing.Excellence.“
einen zentralen Platz mitten im Messegeschehen der Powtech einnehmen. Somit bildet die Messe weiterhin die gesamte Pharmaprozesskette ab und zeigt alles, was für die
Herstellung fester, halbfester und flüssiger
Arzneiformen benötigt wird. Die Arbeitsgemeinschaft für Pharmazeutische Verfahrenstechnik (APV) und die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
(VDI-GVC) unterstützen die Powtech 2016 als
ideelle Träger.
Für Projektleiter Viethen ist die Integration die natürliche und logische Konsequenz der Entwicklungen der vergangenen
Jahre. „Wir folgen damit einem lang gehegten Wunsch der Aussteller und Besucher,
den Pharma­bereich in die Powtech zu integrieren und die Wahrnehmung bei den Besuchern deutlich zu stärken. Ab dem Jahr
2016 stehen der Powtech neue Hallen zur
Verfügung. Dies nutzen wir als Chance, den
Pharmabereich im Herzen der Powtech zu
etablieren und die Struktur der Messe anzupassen.“
Im Herzen der Powtech
Das Herzstück des Fokus „Pharma.Manufacturing.Excellence“ wird ein hochwertig gestaltetes, kongressähnliches Forum in Halle
4 sein. Darum herum erhalten Aussteller mit
Lösungen für die GMP-konforme Produktion
ab dem Jahr 2016 zentrale Standflächen mitten im Messegeschehen der Powtech. Dies bietet den Vorteil, dass Fachbesucher sich nicht
mehr wie bisher auf zwei, sondern nur noch
auf einer Fachmesse orientieren müssen. Aussteller können ihre pharmarelevanten Produkte dem breiten internationalen Fachpublikum einfacher präsentieren. Zudem haben
Aussteller, die ihre Lösungen auf der TechnoPharm bisher nur der Pharma-, Food- und
Kosmetikindustrie zeigten, ab dem Jahr 2016
die Möglichkeit, auch weitere Branchen anzusprechen.
Kontakt
Nürnberg Messe GmbH
Geertje Ihde, Christina Freund
Tel +49 (0) 9 11. 86 06-83 55
christina.freund@nuernbergmesse.de
www.powtech.de
Nachlese
Effizientes Handling von Schüttgütern
Komponenten für die Schüttgutindustrie
müssen robust und effizient sein. Effizient
sind sie allerdings nur, wenn Schleusen und
Weichen genau auf die Anwendung abgestimmt sind. Für Niederdruckförderanlagen
präsentiert Zeppelin Systems die Austragsund Durchblasschleusen A1 und D5, sowie die
Zwei-Wege-Verteilweiche ZWV. Bei den Mitteldruckförderanlagen ab 1,5 bar Förderdruck
und in der Königsklasse der Hochdruckförderanlagen bis 3,5 bar Förderdruck bietet der
Hersteller die Mitteldruck- und Hochdruck-
die gesamte Verfahrenstechnik auf den Prozess ab. Ein konstruktiver Explosionsschutz
durch Explosionsdruckentlastung sowie ein
vorbeugender Ex-Schutz durch Erdung aller
Anlagenteile und der Vermeidung von Zündquellen gehören ebenfalls zum Programm.
schleusen CFM und CFH, sowie die Verteilweichen VST und TST. Zeppelin Systems stellt
Kontakt
Zeppelin Systems GmbH
Tel.: +49 7541 20202
zentral.fn@zeppelin.com · www.zeppelin.com
Kraftvolle
Schneidmühle
PERFORMANCE 3.
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BEREIT FÜR EINE NEUE
PROZESSLUFT-EFFIZIENZ?
Die Schneidmühle SM 300 von
Retsch kann für sehr viele, auch
anspruchsvolle Zerkleinerungsaufgaben eingesetzt werden, da
sie über eine variable Drehzahl
von 700 – 3.000 min-1 verfügt.
Der leistungsstarke 3 kW-Motor
mit RES-Technologie sorgt für
exzellente Mahlergebnisse auch
bei hohen Ansprüchen an die
Durchzugskraft, so dass selbst
sehr heterogene Materialgemische kein Problem darstellen.
Ein weiterer Vorteil des Gerätes
ist die schnelle und einfache Reinigung des Mahlraums: das Gehäuse wird aufgeklappt und der
Steckrotor kann ohne Werkzeug
problemlos entnommen werden. Wie bei allen Retsch-Mühlen gibt es auch für die SM 300
umfangreiches Zubehör, z. B.
drei verschiedene Rotortypen,
die eine optimale Anpassung an
das Mahlgut ermöglichen.
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Retsch GmbH
Tel.: +49 2104 2333100
mk@retsch.com · www.retsch.com
Schüttgüter pneumatisch transportieren, von Staubkornbis Tennisballgröße, schnell, schonend und mit geringstmöglichem Energieaufwand – eine Aufgabe für Könner,
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Drehkolbengebläse, Drehkolbenverdichter und Schraubenverdichter von AERZEN lösen Ihr Transportproblem.
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11 • 2014 • 37
Nachlese
Schüttgut-Füllstandmessung
Das Vegapuls 69, ein Allround-Radar-Füllstandmessgerät für Schüttgüter, arbeitet mit
einer Frequenz von 79 GHz. Dies ermöglicht
eine deutlich bessere Fokussierung des Sendesignals. In Behältern und Silos mit vielen Einbauten, hilft die gute Fokussierung, den
Einfluss von Störsignalen deutlich zu reduzieren. Auch bei komplexen Behälterkonstruktionen ist so eine zuverlässige Messung möglich.
Mit neuesten Mikrowellenkomponenten können selbst kleinste Reflexionssignale noch sicher erfasst werden. So lassen sich
auch bis dahin schwierig zu messende Medien
mit schlechten Reflexionseigenschaften, wie
Kunststoffpulver oder Holzspäne, zuverlässig
messen. Dies erweitert das Einsatzspektrum
der Radartechnik in der Schüttgutindustrie
erheblich und eröffnet neue Anwendungsbereiche.
Mit einem Messbereich bis zu 120 Metern
und einer Genauigkeit von ±5 mm sind genügend Leistungsreserven selbst für ungewöhn-
◀ Abb.: Matthias Veith (l.), stellvertretender Marketingleiter von Vega und Vertriebsleiter Holger Sack
(r.) stellen die beiden Ausführungen des neuen Vegapuls 69 vor: Einmal die leichte Kunststoffantenne und
zum anderen die im Flansch integrierte Linsenantenne. (Quelle: CITplus)
liche Einsätze, etwa in Minenschächten oder
für die Abstandmessung in Förderanlagen,
vorhanden. Trotz des großen Messbereichs ist
der Sensor auch für kleine Behälter eine ideale Lösung. Verschiedene Antennenausführungen stehen hier zur Auswahl und ermöglichen
eine optimale Anpassung an die jeweilige Anwendung.
Die neuartige Linsenantenne ist unempfindlich gegen Ablagerungen und stellt auch
bei rauen Einsätzen einen wartungsfreien Betrieb sicher.
Um die Inbetriebnahme noch einfacher zu
gestalten, wurde eine intelligente App für das
Smartphone entwickelt. Diese ermöglicht eine
schnelle und einfache Ausrichtung des Sensors auf einer Schwenkhalterung.
Kontakt
Vega Grieshaber KG
Tel.: +49 7836 50 0
info@de.vega.de · www.vega.com
Pulsationsfreie Dosierung von Pellets
Coperion K-Tron präsentiert einen BSP-135
Bulk Solids Pump-Dosierer auf schwenkbarem Gestell sowie einen gravimetrischen
Chargen-Mischer mit integrierten VakuumAbscheidern und Pulver-Dosierer. Die patentierten Bulk Solids Pump-Dosierer wurden
speziell für die schonende und präzise Do-
sierung frei fließender Pellets, Granulate und
bruchempfindlicher Schüttgüter konstruiert.
Zur Materialförderung werden weder Schnecken, Förderbänder noch Vibrationsrinnen
eingesetzt. Stattdessen wird das Prinzip der
formschlüssigen Verdrängung genutzt, um
frei fließende Produkte mit höchster Genau-
igkeit pulsationsfrei und materialschonend zu
dosieren.
Kontakt
Coperion GmbH
Tel.: +49 711 8970
info.cc.ce@coperion.com
www.coperionktron.com
Kleingebinde-Befüllung mit integrierter Wiegeeinrichtung
In Zeiten kleiner werdender Produktchargen
ist es notwendig, Anlagen schnell und unkompliziert von einem auf ein anderes Gebinde umrüsten zu können. Die modular aufgebaute Station, die AZO auf der Powtech
zeigte, ermöglicht das gravimetrische Abfüllen von kleinen bis mittleren Chargen.
Gute Reinigbarkeit, hohe Flexibilität und
schnelles Umrüsten auf unterschiedliche
Kleingebinde wie Eimer, Fässer, Kartons mit
Inliner, Beutel und Säcke stehen hierbei im
Fokus.
Die Basisstation kann zur Endkontrolle des
Produkts durch eine Wirbelstrom-Siebmaschine Typ DA, die gleichzeitig zum Dosieren
eingesetzt wird und/oder Metalldetektoren ergänzt werden. Verschiedene Verschließ-Module für Säcke wie beispielsweise Verschweißund Sackzunähmaschinen sind ebenfalls
verfügbar. Die Befüllköpfe zum staubfreien
Andocken der unterschiedlichsten Gebinde
reichen von Blähring- über Blähmanschet38 •
11 • 2014
AZO in der Lage, einen Gebindewechsel innerhalb von 2 Minuten durchzuführen.
Die integrierte, eichfähige Wiegeeinrichtung besitzt einen Wiegebereich von 50 kg
und einen Ziffernsprung von 10 g. Die tatsächliche Dosiergenauigkeit ist abhängig von
der Größe des Dosierorgans und der Fließfähigkeit des eingesetzten Schüttguts. Typische Werte sind hier ± 10 g bis ± 50 g. Leistung
der Abfüllstation: je nach Gebindeform und
-größe, sowie Anzahl der Bediener ist das Befüllen und Verschließen des Gebindes in 1–2
Minuten möglich.
Abb.: AZO-Marketingleiter Alois Billigen: „Mit der
Einführung dieser Anlage reagieren wir auf Trends
wie kleiner werdende Produktchargen, eichpflichtige
Anwendungen, schnelle Produktwechsel oder schnelle Umstellung von einer auf eine andere Gebindeform. (© CITplus)
ten- bis zur Schaumstoffringabdichtung. Unsere Kunden sind mit der Befüllstation von
Kontakt
AZO GmbH + Co. KG
Tel.: +49 6291 92 0
azo-solids@azo.com · www.azo.com
Nachlese
Effizienter – Verdichter
Auf der Powtech zeigte Aerzen erstmalig die
komplett überarbeiteten Verdichteraggregate aus der Baureihe Delta Screw E-design,
die jetzt noch energieeffizienter arbeiten.
Die neue Baureihe des E-Compressor umfasst
insgesamt 4 Baugrößen im Volumenstrombereich von 900 m³/h bis 6.700 m³/h und Antriebsleistungen von 55 kW bis 630 kW.
Diese einstufigen, ölfreien Schraubenverdichter werden in zwei Ausführen mit 2,0 bar
und 3,5 bar Druckdifferenzen angeboten. Je
nach Druckverhältnis bzw. Volumenstrom
konnten bis zu 6 % an Energieersparnis nachgewiesen werden – ein in dieser Klasse beachtlicher Wert. Weitere überarbeitete Modelle der Baureihe Delta Screw sollen folgen.
Anstatt die zu verdichtende Luft wie bisher in der Schalldämmhaube anzusaugen,
wird die kühlere Außenluft jetzt über einen
Ansaugkanal direkt dem Ansaugfilter zuge-
tions-Schalldämpfer auf der Druckseite die
Druckverluste signifikant. Dank optimierter Querschnitte sowie idealisierter Kammerund Rohrlängen konnte die Schallleistung je
nach Betriebsfall auf unter 80 dB(A) reduziert
werden. Durch den Einsatz zweier Kompensatoren ist das System 100 % kraftentkoppelt.
Zukünftig wird dieser druckseitige Schalldämpfer auch als Funkensperre gem. AtexRichtlinie 137 für explosionsgeschützte Anlagen ausgelegt (EU-Richtlinie 1999/92/EG).
Abb.: Sebastian Meißler fasst die Vorteile der neuen
Verdichteraggregate der Baureihe Delta Screw Edesign zusammen. (© CITplus)
führt, was die spezifische Leistung der Anlage deutlich verbessert. Darüber hinaus minimieren optimierte Zuströmkanäle und ein
neuartiger, strömungstechnisch verbesserter
absorptionsmittelfreier 5-Kammer Reflek-
Kontakt
Aerzener Maschinenfabrik GmbH
Tel.: +49 5154 81 7562
Fax: +49 5154 81 191
stephan.brand@aerzener.de
www.aerzener.com
Alternative zur Seitenkanalpumpe
Die Hybridpumpe LES von Sawa Pumpentechnik verfügt im speziell entwickelten
Pumpen­deckel über einen Inducer sowie ein
integriertes Rückführsystem, wodurch sie als
selbstansaugende Pumpe zum Einsatz gebracht werden kann.
Die Hybridpumpe LES basiert auf der Kreiselpumpe des Typs LE. LES steht für leise, effizient, selbstansaugend. Durch das neu entwickelte Rückführsystem im Pumpendeckel,
in welchem u.a. ein Inducer zur Erhöhung des
Saugdrucks eingesetzt wird, eignet sich diese
Pumpe ausgezeichnet für Anwendungen, bei
welchen hohe Gasanteile mitzufördern sind
oder Saugleitungen komplett entleert werden sollen. Ebenso ist diese Pumpe für den
Saug- und Schlürfbetrieb prädestiniert, ohne
dass eine Beschädigung der Gleitringdichtung
stattfinden kann. Demzufolge ist die Pumpe
z. B. ideal für den Einsatz als CIP-Rücklaufpumpe oder für die Tankentleerung.
Die Hybrid-Pumpe entspricht den Anforderungen des Regelwerks der EHEDG, welches
den hygienischen Prozessbetrieb sicherstellt
sowie eine schnelle Reinigung garantiert. Soll
eine Mediumsrestentleerung des Pumpenkörpers stattfinden, kann diese z. B. durch das
neue totraumfreie SAWA Restentleerungsventil vorgenommen werden.
Alle Sawa Pumpen können mit unterschiedlichen Gleitringdichtungssystemen ausgerüstet werden, welche selbstverständlich immer
auf das zu fördernde Medium abzustimmen
sind. Erhältlich sind vielfältige Materialpaar­
ungen wie z. B. Kohle/Chromstahl, Hartmetall/Hartmetall, SiC/SiC oder Kombinationen
der erwähnten Gleitringe und Gegenringe.
Abb.: Laut Sawa-Verkaufsleiter Markus Manser können alle Elastomere der Gleitringdichtungen und der
Nebendichtungen mit den geforderten Zertifikaten
für verschiedenste Materialien geliefert werden (z. B.
Kontakt
FDA und USP Cl VI). (© CITplus)
Sawa Pumpentechnik AG
Tel.: +41 71 372 08 08
info@sawa.ch · www.sawa.ch
Robuster Etikettierer mit IP60
Der Etikettendruckspender Legi-Air 4050 I
von Bluhm Systeme verfügt über ein IP60Gehäuse für den Einsatz in besonders staubigen Umfeldern. Für die Etikettierung von
durchlaufenden Säcken steht ein Tamp-WipeOn Stempel zur Verfügung: Das Etikett wird
individuell bedruckt und 1:1 positionsgenau
sowie blasenfrei aufgebracht. Für andere Etikettieraufgaben, beispielsweise für die Eti-
kettierung
von
Kartons oder Paletten, sind darüber hinaus weitere
Applikatoren verfügbar. Dank robuster Bauweise
ist das System für
den Dauerbetrieb
geeignet. Sind sehr hohe Etikettiergeschwindigkeiten gefordert, ist der Legi-Air 4050
AC eine Alternative. Das System arbeitet im
Batchbetrieb und kommt ohne Druckluft aus.
Kontakt
Bluhm Systeme GmbH
Tel.: +49 2224 77080
info@bluhmsysteme.com
www.bluhmsysteme.com
11 • 2014 • 39
Nachlese
Interaktionsfähige Pumpensysteme
Kontinuierliche Prozesse sind gegenüber einer
Chargen-Produktion in aller Regel stabiler
und sie sichern eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Die bei Conti-Verfahren zunehmende Bedeutung der Automatisierungstechnik erfordert im Hinblick auf die eingesetzten
Pumpensysteme weitergehende Möglichkeiten zur Steuerung und Überwachung.
Dafür hat Grundfos das iSolutions-Konzept
entwickelt: Im Mittelpunkt steht eine Pumpe,
die mit Unterstützung weiterer Komponenten
(Frequenzumformer, Sensoren, MSR-Technik)
und speziellen Regelungs-Algorithmen eine
erwünschte Funktionalität erbringt. Mit die-
sem Konzept passt sich das Pumpensystem
dem Prozess an bzw. beeinflusst diesen aktiv.
Eine quasi in sich geschlossene iSolutionsLösung ist der MGE-Motor der 3. Generation
bis zu einer Leistung von 2,2 kW: Mit diesem
Antrieb (ein Permanentmagnetmotor mit fest
integriertem Mikrofrequenzumformer) übertreffen die Pumpen der Baureihen Euro-Hygia, F&B-Hygia, Contra, Hygiana, Novalobe
und GHP die höchste Energieeffizienzklasse
IE4 (IEC 60034-30-1 Edition 1(CD)). Herausragend sind auch die verfügbaren Funktion­
alitäten durch eine Reihe vorprogrammierter
Regelungsarten.
Mit Feldbus-Unterstützung wird die drehzahlregelbare Pumpe zum kommunikativen Stellglied in der Gesamtanlage, von der
‚dummen‘ Ein-/Aus-Maschine zum ‚intelligenten‘ Aktor. Die Einbindung in übergeordnete Leitsysteme ermöglicht den Austausch
von Parameter- und Prozessdaten zur zentralen Überwachung, Steuerung und eventuellen Visualisierung/Aufzeichnung des Pumpenbetriebs.
Kontakt
Grundfos GmbH
Tel.: +49 211 92969 0 · www.grundfos.de
Sackentleerung und Depalettisierer
Dinnissen Process Technology hat speziell für
Unternehmen, die eine große Anzahl Säcke
mit Rohstoffen verarbeiten, eine neue Sackentleerung mit automatischem Depalettisierer
entwickelt. Mit der neuen DIMA 1200 können
200 bis 1.500 Säcke pro Stunde sicher und
kosteneffizient entleert werden. Die Sackentleerung garantiert darüber hinaus mehr Hygiene und weniger Rohstoffverlust in einer
Vielzahl von Bereichen. Der Gabelstaplerfahrer liefert die Palette an, sie wird danach automatisch leicht gekippt. Die Säcke rutschen so
Lage für Lage über eine spezielle Gleitrinne in
die rotierende Trommel. Dort schneiden zwei
Achsen mit jeweils fünf Messern die Säcke an
der Unter- und Oberseite auf. Über eine Perforierung in der rotierenden Trommel gelangen
die Rohstoffe problemlos in einen speziellen
Auffangbehälter.
Kontakt
Dinnissen BV
Tel.: +31 77 467 3555
powtech@dinnissen.nl · www.dinnissen.nl
Seecontainer-Fässer entleeren
Bei dem Fassentleerungssystem Viscoflux
mobile sind Nachfolgeplatte und Prozessdichtung des Prozessgerätes standardmäßig
auf die Öffnungsdurchmesser von Deckelfässern mit 560 mm und 571 mm ausgelegt.
Während des Fördervorgangs passt sich die
Prozessdichtung auch an Sicken und leichte
Dellen an. Die Fasswand wird nahezu rückstandsfrei abgestreift, sodass eine Restmenge von unter 1 % (bei Aseptic Bags von unter
2 %) realisiert wird. Erreicht wurde dies durch
eine Verkleinerung der Nachfolgeplatte, bei
gleichzeitiger, partieller Verstärkung der Prozessdichtung. So erzielt das besonders scho-
nend fördernde Fassentleerungssystem auch
bei containergerechten Fässern die gleichen
Ergebnisse wie bei einem ISO-Deckelfass.
Kontakt
Flux-Geräte GmbH
Tel.: +49 7043 1010
info@flux-pumpen.de · www.flux-pumpen.de
Magnetfilter entspricht Nahrungsmittelsicherheit
Goudsmit Magnetic Systems bietet einen
EHEDG-Magnetfilter, der speziell für die Nahrungsmittelindustrie entwickelt wurde. Der
Filter besteht aus Neoflux, was eine wirksame Abscheidung von sehr kleinen Eisenteilchen (ab 5 m), schwach magnetischen Teilchen
und sogar von Eisenstaub ermöglichen. Die
Magneten generieren ein magnetisches Feld
von bis zu 10.700 Gauß (±5%) auf den Stäben
und entfernen diese Teilchen aus flüssigen
und pulverförmigen Produkten. Das ganze
40 •
11 • 2014
System ist aus rostfreiem Stahl 316 hergestellt, mit glatter Endbearbeitung (Ra≤0.8m)
und entspricht der Norm HACCP/EHEDG. Dies
ist die anspruchsvollste Norm auf dem Gebiet
der Nahrungsmittelsicherheit.
Kontakt
Goudsmit Magnetic Systems B.V.
Tel.: +31 40 2213283
info@goudsmit-magnetics.nl
www.goudsmit-magnetics.nl
Pumpen • Kompressoren • Drucklufttechnik
Die energetisch günstigere Lösung
Fünfstufiger Vakuumpumpstand zur Rückgewinnung von Monomeren
Peter Koterew,
B. Eng. (FH), ZM Engineering
Die ZM Engineering war mit dem Detail
Engineer­ing, dem Bau, der Lieferung und der
Inbetriebnahme der Anlagen vor Ort beauftragt.
Während der Polymerisation des Styrols
bleibt ein Teil des Styrols als nicht umgesetztes Monomer zurück, das in einem System
von Kondensatoren bei reduziertem Druck
kondensiert und in den Prozess zurückgeführt
wird. Darüber hinaus wird gefordert, die Restmengen an Styrol aus dem Abgasstrom von
den Kondensatoren hin zu den Vakuumsystemen so vollständig wie möglich für den Prozess zurück zu gewinnen. Diese Aufgabe stellt
an die Vakuumanlagen, deren Auslegung und
Konstruktion besondere Anforderungen.
Ausgangssituation – Anforderungen
▪▪ Die Vakuumversorgung soll durch zwei
verschiedene Vakuumanlagen sicherge-
Im Frühjahr 2014 nahm ZM Engineering fünf Vakuumanlagen zur Rückgewinnung von Styrol und zur Anfahr­
evakuierung in einem neu errichteten
Polystyrolwerk mit einer geplanten
Produktionsmenge von 50.000 t/a
Polystyrol in Betrieb.
Abb. 1 Prinzipielles Schema
11 • 2014 • 41
Pumpen • Kompressoren • Drucklufttechnik
Abb. 2: Zwischenkühler zur Gewährleistung der vor-
Abb. 4 Einbindung der MSR und des Kraftstromteils über lokale Klemmkästen
gegebenen Maximaltemperatur
ablen Zusammensetzungen) und der eingesetzten Ringflüssigkeit (ebenfalls Styrol
und Ethylbenzol) waren die Vakuumanlagen in Ex II 2G IIB T2 auszuführen, die
MSR-Instrumente eigensicher Ex (i).
▪▪ Die Vakuumanlagen müssen hermetisch
dicht ausgeführt sein.
▪▪ Die Ausstattung mit MSR-Instrumenten
und Absperrarmaturen muss die Realisierung einer ganzen Reihe vorgegebener
Betriebsarten ermöglichen (An/Abfahrbetrieb, Not-Aus, manueller Betrieb, automatischer Betrieb).
Abb 3: Vor dem Einbau
stellt werden. Eine fördert einen Volumenstrom von 1244 m3/h bei 0,4 mbar (a) (PS 1),
eine weitere einen Volumenstrom von
1175 m3/h bei 10 mbar (a) (PS 2). Der Aufbau von PS 1 ist in Abb. 1 schematisch dargestellt. Die beiden Vakuumanlagen PS 1
und PS 2 arbeiten unabhängig voneinander
in nacheinander gelagerten Prozessschritten. Beide Anlagen sind redundant ausgeführt, eine jeweils zweite Anlage wird betriebsbereit gehalten, um in jedem Fall die
Kontinuität des Polymerisationsprozesses
zu gewährleisten.
▪▪ Das geförderte Prozessgas darf während des
gesamten Verdichtungsprozesses über die
fünf (PS 1) bzw. drei (PS 2) Verdichtungsstufen nicht über 80 °C erwärmt werden.
▪▪ Die Vakuumanlagen PS 1 und PS 2 müssen
für die unterschiedlichen Produktqualitäten in einem Regelbereich von 30 % – 100 %
des konzipierten Saugvermögens regelbar
sein.
▪▪ Aufgrund der abzusaugenden Prozessgase (jeweils Styrol und Ethylbenzol in vari42 •
11 • 2014
Im Basic Engineering war vorgegeben, dass
Flüssigkeitsringpumpstände in Kombination
mit Wälzkolbenvakuumpumpen einzusetzen
sind. Die Berechnung des Vakuumprozesses,
die Aufteilung der Verdichtung auf die einzelnen Stufen, die Auswahl der Aggregate
für die einzelnen Stufen, die Gewährleistung
der hermetischen Ausführung der Vakuumanlagen, die Bestückung mit MSR-Geräten
zur optimalen Prozessüberwachung und Prozessführung, sowie zur Gewährleistung der
Sicherheitsaspekte in der Ex-Zone lagen im
Verantwortungsbereich von ZM Engineering.
Konzept
Flüssigkeitsringvakuumpumpen haben aufgrund ihrer Verdichtung mittels eines rotierenden Flüssigkeitsrings den Vorteil einer
quasi isothermen Verdichtung. Die Ringflüssigkeit ist in Abhängigkeit vom Prozess frei
wählbar. Damit geht aber einher, dass die Enddrücke in einer Flüssigkeitsringvakuumpumpe
durch die Ringflüssigkeit definiert werden. Da
ein Dampfgemisch aus Styrol und Ethylbenzol zu fördern ist, wurde als Ringflüssigkeit ein
Gemisch aus ebendiesen Stoffen gewählt. Dies
ermöglicht es, die in der Flüssigkeitsringvakuumpumpe kondensierten Monomerdämpfe
dem Prozess direkt wieder zuzuführen. Mittels einer zweistufigen Flüssigkeitsringvakuumpumpe kann dabei ein Arbeitsdruck von
minimal 40 mbar erreicht werden.
Um für PS 1 bei einem Volumenstrom von
1244 m3/h den geforderten Arbeitsdruck von
0,4 mbar und zu erreichen, wurden der Flüssigkeitsringvakuumpumpe V-004 ein Gasstrahler V-003 und sowie zwei Wälzkolbenvakuumpumpen V-002 und V001 der
Aerzener Maschinenfabrik in Reihe vorgeschaltet. Um die maximale Temperatur von
80 °C nicht zu überschreiten, wurde zwischen
der ersten Wälzkolbenvakuumpumpe V-001
und der zweiten Wälzkolbenvakuumpumpe
V-002 ein Gaskühler W-001 (Abb. 2) eingebaut, welcher das Prozessgas wieder auf 20 °C
zurückkühlt, um während der Verdichtung in
der zweiten Wälzkolbenvakuumpumpe die
vorgegebene Maximaltemperatur nicht zu
überschreiten.
Realisierung
Durch die Wahl einer ZLR Flüssigkeitsringvakuumpumpe als Vorvakuumpumpe, die Installation eines Gaskühlers zwischen den beiden Wälzkolbenvakuumpumpen sowie die
exakte Definition der Verdichtungsverhältnisse der Wälzkolbenvakuumpumpen konnte
die Einhaltung der vorgegebenen Maximaltemperatur erreicht werden. Durch den Einsatz von hermetischen Wälzkolbenvakuumpumpen mit Spaltrohrmotoren der Aerzener
Maschinenbfabrik konnte der Aufwand zur
Gewährleistung der hermetischen Abdichtung der Vakuumanlagen verringert werden.
Die Flüssigkeitsringvakuumpumpen wurden
zur hermetischen Abdichtung der Wellen mit
Pumpen • Kompressoren • Drucklufttechnik
Abb. 5: Manuelle Option für die Einstellung der
Frequenzumrichter
doppeltwirkenden Gleitringdichtungen und
Spülsystemen nach API Plan 54 ausgerüstet.
Mittels einer FU-Drehzahlregelung der Antriebe der Wälzkolbenvakuumpumpen lassen
sich die Vakuumpumpstände in einem Regelbereich von 30 % bis 100 % des konzipier-
ten Saugvermögens regeln und somit optimal auf die verschiedenen Qualitätsstufen des
Produktes und die damit anfallenden Menge
an Monomerdämpfen einstellen. Die Notwendigkeit einer Druckregelung mittels Falschluft
über Bypass, welche energetisch ungünstig ist
und hinsichtlich der Temperaturführung problematisch sein kann entfällt dadurch.
Die Vakuumanlage PS 2 ist ähnlich aufgebaut wie die Vakuumanlage PS 1, jedoch entfiel hier aufgrund des höheren Arbeitsdrucks
bei etwa gleichem Volumenstrom die Notwendigkeit der Verwendung eines Gasstrahlers und der zweiten Wälzkolbenpumpe.
Die Anlagen PS 1 und PS 2 (Abb. 3) wurden
in Edelstahl ausgeführt. Der Explosionsschutz
entsprechend nach IIB T2 (GOST 12.0.11)
wurde gewährleistet, sowie die hermetische
Abdichtung der Anlage (für Stoffklasse II entsprechend GOST 12.1.005).
ZM Engineering liefert neben den hier beschriebenen Vakuumpumpständen PS 1 und
PS 2 eine Vakuumanlage PS 3 zur Anfahrevakuierung. Die Vakuumanlage PS 3 basiert auf
einer ölumlaufgeschmierten Drehschiebervakuumpumpe, ausgerüstet mit der erforderlichen MSR und Armaturen zur Gewährleistung des Explosionsschutzes.
Alle 5 Vakuumanlagen wurden auf Klemmkästen verdrahtet (Abb. 4). Die Einbindung der
MSR-Instrumente und der Stromversorgung
mit den Frequenzumrichtern in den Gesamtprozess erfolgte vor Ort (Abb. 5), was vor der
Inbetriebnahme einen Abgleich der Schnittstellen erforderte. Ein Ingenieurteam der ZM
Engineering GmbH begleitete diese Abstimmungen vor Ort. So konnten die Vakuumanlagen auf die Bedürfnisse des Anwenders eingestellt werden.
Fazit
Die gewählten verfahrenstechnischen und
konstruktiven Lösungen bewähren sich vor
Ort. Im Vergleich zu den dort bislang eingesetzten Vakuumanlagen auf der Basis von
Dampfstrahlern und Wälzkolbenvakuumpumpen mit Voreinlasskühlung wurde eine
energetisch günstigere Lösung realisiert. Darüber hinaus fällt bei diesem Konzept kein
kontaminiertes Wasser mehr an.
Kontakt
ZM Engineering GmbH, Apolda
Peter Koterew
Tel.: +49 3644 51 58 22
P.Koterew@zm-eng.de
www.zm-engineering.de
www.zm-vakuum.de
Kupplung für Druckluftmesssystem
Die Überwachung von Druckluftverbräuchen und Netzleckagen wird jetzt noch
einfacher: Eine Kupplung erleichtert den Einbau der Deltaflow
C-Staudrucksonde
ganz ohne Schweißarbeiten.
Außerdem erlaubt die Kupplung ein Ziehen der Sonde
unter Druck, z.B. um die Deltaflow C zu prüfen oder zu rekalibrieren. Die Staudrucksonde von Systec Controls
übernimmt praktisch wartungs- und driftfrei die genaue und kostengünstige
Massenstrommessung von
Druckluft. Sie kompensiert die
Einflüsse von Druck und Temperatur und ist unempfindlich gegenüber Kondensaten und Belägen. Im Messumformer sind sehr schnelle
Sensoren für Differenzdruck, statischen Druck und Temperatur sowie
ein leistungsfähiger Prozessor integriert. So erfolgt die Massenstrommessung bis zu 4.000 mal in der Sekunde. Die Sonde arbeitet nach
dem
bewährten
und genauen DifSystec Controls Mess- und
ferenzdruckmessRegeltechnik GmbH
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verfahren.
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11 • 2014 • 43
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Pumpen – Kompressoren – Drucklufttechnik
Gut geplant – viel gewonnen
Kostensparende Lösungen für anspruchsvolle Förderaufgaben
Schäden beim Einsatz von Pumpen haben häufig eine simpel erscheinende Ursache: Pumpe und Anwendung passen
nicht zueinander. Ärger und nicht unerhebliche Kosten sind die Folge. In Fachforen, bei Kongressen o. ä. werden häufig
Negativ-Beispiele aus der Praxis erörtert. Weniger Aufmerksamkeit erzielen Versäumnisse, die durch ungenaue Planung
oder in Unkenntnis von Alternativen entstehen. Gerade bei schwierigen Förderaufgaben wie bei gashaltigen Medien,
siedenden oder feststoffhaltigen Flüssigkeiten kann durch die Auswahl einer optimalen Pumpe Schaden und zusätzlicher
Aufwand vermieden werden. Erhebliche Einsparungspotenziale auf der Kostenseite sind realisierbar.
Eine ungeeignete Pumpe macht sich in der
Praxis über kurz oder lang meist deutlich und
oft sogar lautstark bemerkbar. Weniger auffällig sind unnötige oder zusätzliche Aufwendungen, die durch eine optimale Pumpenauswahl vermeidbar gewesen wären. Ob
Neubau oder Umbau einer Anlage, durch
eine gründliche Planung und kenntnisreiche
Pumpenauswahl könnte auf manche bauliche Maßnahme oder Zusatzeinrichtung verzichtet werden.
44 •
11 • 2014
Herausforderungen der besonderen Art
In industriellen Prozessen ist beispielsweise
die Förderung und Sammlung von Kondensaten eine Herausforderung der besonderen Art.
Erschwerende Situationen in Kondensatanlagen können z. B. von mitgerissenen Gasblasen
im Behälter ausgehen. Ein sich bildendes Vakuum oder stark variierende Zulaufströme der
Kondensatmenge sind weitere Probleme, mit
denen der Betreiber beim Förderprozess rech-
nen muss. Bei am Siedepunkt befindlichen
Medien besteht die Schwierigkeit darin, diese
kavitationsfrei zu fördern. Die gefürchtete
Kavitation – das explosionsartige Entstehen
und dann lautstarke Zerfallen von Gasblasen am Laufradeintritt – kann das Pumpenmaterial zerstören und zum Strömungsabriss
führen. Je nach Zerstörungsgrad ist die Verfügbarkeit und Sicherheit der Anwendung gefährdet. Verringerte Standzeiten oder der so-
© Verbund Thermal Power GmbH
Pumpen – Kompressoren – Drucklufttechnik
Abb. 1: Das Verbund-Gaskombikraftwerk Mellach ist ein hocheffizientes Wärmekraftwerk und ein Beispiel für
Abb. 2: Die V-AN Pumpe von Bungartz zeichnet sich
optimalen Pumpeneinsatz bei schwierigen Förderprozessen.
durch günstige Life cycle costs aus.
fortige komplette Pumpenaustausch können
die Folge sein.
Um diesen Gefahren zu begegnen, werden beim Einsatz von herkömmlichen Kreiselpumpen häufig zusätzliche Maßnahmen
ergriffen. Weit verbreitet sind Verfahren,
bei denen eingesetzte saugende Kreiselpumpen an die Gegebenheiten angepasst werden.
Dazu gehört die bewusst überdimensionierte
Kreiselpumpe und deren Betreiben mit einer
geringeren Drehzahl. Die überdimensionierte
Betriebsweise oder das Fahren der Pumpe an
einem ungünstigen Betriebspunkt wirkt sich
u. a. negativ auf den Energieverbrauch aus.
Problemen wie z. B. turbulenten Zulaufströmen wird mit zusätzlichen Einbauten begegnet; Pumpenschäden wird durch den Einsatz
höherer Werkstoffqualitäten vorgebeugt.
Um Kavitation bei herkömmlichen Pumpen
zu vermeiden, besteht eine typische Maßnahme darin, die dafür notwendige Zulaufhöhe
zu realisieren. In der Praxis wird die Anlage
deshalb nach oben gebaut und die Pumpe in
eine Grube gesetzt. Diese zusätzlichen Einzelmaßnahmen wirken sich negativ auf direkte
und indirekte Kosten aus (z. B. Erhöhung der
Baukosten, hoher Stromverbrauch). Dass es
auch anders geht (und ein störungsfreier und
kostengünstiger Betrieb sich nicht ausschließen), zeigen die in Einzelfertigung oder Klein-
im Tank und ein siedend heißes Medium. Aus
einem Flashtank wird das Kondensat im weiteren Prozessverlauf in einen Neutralisationsbehälter gepumpt. Bei herkömmlichen Pumpen ist hier ein Kondensat-Sammelbehälter
notwendig, um ein nahezu dampffreies Kondensat zu speichern. Weiterhin ist eine zusätzliche Niveausteuerung notwendig, damit der
Stand höher ist als der NPSH-Wert der Pumpe
(NPSHA > NPSHR + 0,5 m). Diese Installation
erfordert eine Bauhöhe, die oft nur durch den
Bau einer Grube erreicht werden kann.
„Das Kondensat wird von der selbstregelnden Pumpe VKS-AN ohne Umwege direkt
und problemlos gefördert. Im Gegensatz zu
einer Standardpumpe kann auf großformatige
Vorlagebehälter verzichtet werden“, erläutert
Frank Bungartz, Geschäftsführer des gleichnamigen Pumpenherstellers. „Die erforderliche Zulaufhöhe liegt für diese Pumpe bei nur
0,5 bis 1,5 m.“ Alle Pumpen dieser Serie arbeiten mit einer einzigartigen Regel-charakteristik. Sie passen sich selbsttätig regelnd an
veränderliche Zulaufmengen an. Vereinfacht
– anhand eines Siphons dargestellt – wird das
Prinzip deutlich:
Fließt ein Medium in einen Behälter, steigt
der Flüssigkeitsstand so lange, bis Zufluss und
Abfluss im Behälter ein Gleichgewicht herstellen.
serien hergestellten Spezialkreiselpumpen der
Serie V-AN des Herstellers Bungartz.
Sichere Förderung
Das Beispiel für den optimalen Pumpeneinsatz bei schwierigen Förderprozessen kommt
aus einem GuD-Wärmekraftwerk. Hier ist ein
Kondensat aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf
zu fördern. Die Situation: hohe Turbulenzen
Einsatzgebiete
▪▪ Kostengünstige Förderung und Sammlung
von Kondensaten an Flashtanks, Vakuumfiltern,
Zentrifugen, Destillationskolonnen, Eindampfanlagen
oder an Slopbehältern
▪▪ Sichere Entladung von „schweren“ Medien
(Dichte > 1,0 kg/dm3)
Problemlose Förderung von gashaltigen
Medien oder von siedenden und feststoffhaltigen Förderflüssigkeiten
▪▪ Sichere Förderung bei schwankenden
Zulaufmengen
▪▪ Restloses Entleerung von Behältern, z. B.
Tankwagen
11 • 2014 • 45
Pumpen – Kompressoren – Drucklufttechnik
H
Qab
Zufluss QZU
HZ
C1
A1
Abb. 4: Fließt ein Medium in einen Behälter, steigt
der Flüssigkeitsstand so lange, bis Zufluss und Abfluss im Behälter ein Gleichgewicht herstellen.
Abb. 3: Aus einem Flashtank wird das Kondensat in einen Neutralisationsbehälter gepumpt.
Permanenter Trockenlaufschutz
Die Pumpe fördert nur das Volumen ab, das von selbst hineingedrückt wird. Die eingesetzte
AN-Pumpe arbeitet ohne Saugvermögen. Zulauf und Druckstutzen sind mit einer Gasausgleichsleitung versehen. Diese ist mit
der Gasphase des Vorlagebehälters verbunden. Dadurch verliert
die Pumpe die Eigenschaft anzusaugen. Im Gegensatz zur normalsaugenden Kreiselpumpe, bei
der die typische Druckabsenkung
am Laufradeintritt systembedingt
immer auftritt, gibt es das Problem bei selbstregelnden Pumpen
nicht. Pumpen dieser Art haben
einen NPSHR von null und fördern jedes Medium in jedem Betriebszustand kavitationsfrei. Für
die problemlose Förderung ist
weder eine Regelung noch eine
kostspielige Baumaßnahme notwendig.
Die Pumpe fördert wie beschrieben direkt aus dem Flashtank, in
den auch Dampfströme eingeleitet werden und in dem eine hohe
Turbulenz vorliegt. „Bei Chemie-Normpumpen mit einem geschlossenen Laufrad kommt es
häufig zu Unterbrechungen der
Förderung“, so Bungartz weiter.
„Im Gegensatz dazu arbeiten die
selbstregelnden AN-Pumpen mit
offenem Laufrad. Besonderheiten der Laufradgeometrie und ein
Druckausgleich am Laufrad tragen hier zur Stabilität bei.“
46 •
11 • 2014
Die Vorteile der V-AN Pumpen
sind durch ihre technischen Besonderheiten vielfältig: Sie arbeiten ohne jede mechanische
oder elektrische Regeleinrichtung (keine Frequenzumrichter,
keine Volumenstrommessung).
Der Betrieb mit hoher Drehzahl
ermöglicht kleine Pumpen. Auf
diskontinuierliche Zulaufmengen wird mit einem Höchstmaß
an Verfügbarkeit vollkommen
autark reagiert. Der permanente Selbstentlüftungseffekt (Zweiphasenströmung) bewährt sich
während der Inbetriebnahmephase oder wenn es um die Restentleerung von Behältern geht.
Ein Höchstmaß an Verfügbarkeit
wird gewährleistet. Die Pumpe
muss nicht mehr entlüftet werden. Gas im Zulauf unterbricht
den Förderprozess nicht. Durch
einen permanenten Trockenlaufschutz kann die Pumpe auch
lange Zeit ohne Flüssigkeit arbeiten.
Günstige Life Cycle Costs
Die Spezialkreiselpumpen von
Typ V-AN weisen dank ihrer
technischen Vorzüge, der robusten, äußerst langlebigen Konstruktion und der hohen Betriebszuverlässigkeit günstige Life
Cycle Costs oder Total Costs of
Ownership auf. Erheblich sind die
Einsparungen durch die Reduzierung bei den Anlagenkosten: reduzierte Zulaufgefäße, niedrige
Bauhöhe, Verzicht auf den Bau
einer Grube. Die Betriebskosten
reduzieren sich durch den Verzicht auf die bekanntermaßen anfällige Regeltechnik.
Da es auch bei kleinen Fördermengen oder diskontinuierlichem
Zulauf keine Regelprobleme gibt,
sind die üblichen Störungen ausgeschlossen. Das und die garantiert kavitationsfreie Förderung,
großzügige Wartungsintervalle
und die Lagerlebensdauer von bis
zu 32.000 Betriebsstunden geben
nachweislich den Ausschlag für
die Pumpenwahl. Betreiber setzen die Spezialkreiselpumpen
vom Typ V-AN ein, um z. B. Kon-
densate zu fördern, diskontinuierliche Zulaufströme selbstregelnd zu überwachen und direkt
aus Vakuumbehältern Flüssigkeit
abzufördern.
Annette van Dorp,
A. v. D. Kommunikation
Kontakt
Bungartz GmbH & Co. KG,
Düsseldorf
Frank Bungartz
Tel.: +49 211 589018
pumpen@bungartz.de · www.bungartz.de
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Ventilplatte in Kombination mit
einem speziell auf die Ventilplatte zugeschnittenen Zylinderkopf
kann die Effizienz der HG76e und
HG88e Verdichter um rund 15 %
gesteigert werden.
Kontakt
GEA Refrigeration Technologies GmbH
Tel.: +49 234 9800
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www.gea.com
Weitere Anbieter finden Sie unter www.pro-4-pro.com/prozesstechnik
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25421 Pinneberg
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Tel.: 07940/10-91111 Fax: 91448
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Apparatebau GmbH & Co. KG
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Hotline: 0800/2667247
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Bürkert GmbH & Co. KG
Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13-17
74653 Ingelfingen
Tel.: 07940/10-91111 Fax: 91448
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Tel./Fax: 09342/879-0 / 879-404
info@lutz-pumpen.de
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Exzenterschneckenpumpen
GEMÜ Gebr. Müller
Apparatebau GmbH & Co. KG
Fritz-Müller-Straße 6-8
D-74653 Ingelfingen
Tel.: +49 (0) 79 40 / 123 0
E-Mail: info@gemue.de
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Reinstgasarmaturen
Membranfiltration
Bokela GmbH
Tullastr. 64
76131 Karlsruhe
Tel. +49 (721) 9 64 56–0, Fax: –10
bokela@bokela.com
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BEINLICH PUMPEN GMBH
Gewerbestraße 29
58285 Gevelsberg
Tel: 0 23 32 / 55 86 0
Fax: 0 23 32 / 55 86 31
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info@beinlich-pumps.com
JESSBERGER GMBH
Jaegerweg 5 · 85521 Ottobrunn
Tel. +49 (0) 89-6 66 63 34 00
Fax +49 (0) 89-6 66 63 34 11
info@jesspumpen.de
www.jesspumpen.de
Bürkert GmbH & Co. KG
Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13-17
74653 Ingelfingen
Tel.: 07940/10-91111 Fax: 91448
E-Mail: info@buerkert.de
www.buerkert.de
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•
Anlagenbau
Bezugsquellenverzeichnis
Allweiler GmbH
Allweilerstr. 1
78315 Radolfzell
Tel: +49(0)7732 86-0
E-Mail: service@allweiler.de
JESSBERGER GMBH
Jaegerweg 5 · 85521 Ottobrunn
Tel. +49 (0) 89-6 66 63 34 00
Fax +49 (0) 89-6 66 63 34 11
info@jesspumpen.de
www.jesspumpen.de
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Dichtungen
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Gebrüder Stöckel KG
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•
Envirochemie GmbH
Technology for Water
64380 Rossdorf bei Frankfurt
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Bezugsquellenverzeichnis
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Bezugsquellenverzeichnis
•
Absperrsysteme
Chemische
Reaktionstechnik
GEMÜ Gebr. Müller
Apparatebau GmbH & Co. KG
Fritz-Müller-Straße 6-8
D-74653 Ingelfingen
Tel.: +49 (0) 79 40 / 123 0
E-Mail: info@gemue.de
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Reaktionskessel
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JUCHHEIM Laborgeräte GmbH
Handwerkstrasse 7, D-54470 Bernkastel-K.
Phone 06531/96440
Fax 06531/964415
info@juchheim-gmbh.com
www.juchheim-gmbh.com
Mechanische
Verfahrenstechnik
Debottlenecking von Filtern
BEER Fördertechnik
64739 Höchst
Tel.: 06163/9303-30
Fax: 06163/9303-50
info@beer-ft.de • www.beer-ft.de
Dosieranlagen
hs-Umformtechnik GmbH
Gewerbestraße 1
D-97947 Grünsfeld-Paimar
Telefon (0 93 46) 92 99-0 Fax -200
kontakt@hs-umformtechnik.de
www.hs-umformtechnik.de
Ingenieurbüros
Biotechnologie
ProMinent Dosiertechnik GmbH
Im Schuhmachergewann 5-11
D-69123 Heidelberg
Tel.: 06221/842-0, Fax: -617
info@prominent.de
www.prominent.de
Bokela GmbH
Tullastr. 64
76131 Karlsruhe
Tel. +49 (721) 9 64 56–0, Fax: –10
bokela@bokela.com
www.bokela.com
Fest-/Flüssig-Trennung
Schläuche
Dosierschnecken
•
Bokela GmbH
Tullastr. 64
76131 Karlsruhe
Tel. +49 (721) 9 64 56–0, Fax: –10
bokela@bokela.com
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•
Bezugsquellenverzeichnis
•
Bezugsquellenverzeichnis
Strömungssimulationen
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Tel.: +431/54661, Fax: 5452979
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BEER Fördertechnik
64739 Höchst
Tel.: 06163/9303-30
Fax: 06163/9303-50
info@beer-ft.de • www.beer-ft.de
Filter
Pneumatische Förderung
Ventile
Labortechnik
Laborgeräte
Bürkert GmbH & Co. KG
Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13-17
74653 Ingelfingen
Tel.: 07940/10-91111 Fax: 91448
E-Mail: info@buerkert.de
www.buerkert.de
GEMÜ Gebr. Müller
Apparatebau GmbH & Co. KG
Fritz-Müller-Straße 6-8
D-74653 Ingelfingen
Tel.: +49 (0) 79 40 / 123 0
E-Mail: info@gemue.de
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JUCHHEIM Laborgeräte GmbH
Handwerkstrasse 7, D-54470 Bernkastel-K.
Phone 06531/96440
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Fördertechnik
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Tel.: 0 51 35/18 80 · Fax: 0 51 35/1 88 30
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Tullastr. 64
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Tel. +49 (721) 9 64 56–0, Fax: –10
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Apparatebau GmbH & Co. KG
Fritz-Müller-Straße 6-8
D-74653 Ingelfingen
Tel.: +49 (0) 79 40 / 123 0
E-Mail: info@gemue.de
http://www.gemu-group.com
PINK GmbH
Thermosysteme
Am Kessler 6, DE-97877 Wertheim
Tel. 09342/919-0
Fax 09342/919-111
thermosysteme@pink.de
www.pink.de
Wasseranalytik
www.voetsch-ovens.com
info-wt@v-it.com
Hamilton Bonaduz AG
Via Crusch 8
CH-7402 Bonaduz
Tel: 0041/81/6606060 Fax: 6606070
contact@hamilton.ch
www.hamiltoncompany.com
Hamilton Bonaduz AG
Via Crusch 8
CH-7402 Bonaduz
Tel: 0041/81/6606060 Fax: 6606070
contact@hamilton.ch
www.hamiltoncompany.com
Vakuumsysteme
www.vacuum-guide.com
Vakuumpumpen und Anlagen
Alle Hersteller und Lieferanten
Partikelmessgeräte für Flüssigkeiten
•
Bezugsquellenverzeichnis
•
Vibrationstechnik
Messtechnik
Aerosol- und Partikelmesstechnik
PALAS®
GmbH
Greschbachstr. 3b
D-76229 Karlsruhe
Tel.: +49 721/96213-0, Fax: -33
mail@palas.de
http://www.palas.de
Partikelmessgeräte für Luft und Gase
PALAS® GmbH
Greschbachstr. 3b
D-76229 Karlsruhe
Tel.: +49 721/96213-0, Fax: -33
mail@palas.de
http://www.palas.de
PALAS® GmbH
Greschbachstr. 3b
D-76229 Karlsruhe
Tel.: +49 721/96213-0, Fax: -33
mail@palas.de
http://www.palas.de
Durchflussmessung
•
Bezugsquellenverzeichnis
Vakuumtrockner
•
Bezugsquellenverzeichnis
pH-Messung
Bürkert GmbH & Co. KG
Fluid Control Systems
Christian-Bürkert-Str. 13-17
74653 Ingelfingen
Tel.: 07940/10-91111 Fax: 91448
E-Mail: info@buerkert.de
www.buerkert.de
Hamilton Bonaduz AG
Via Crusch 8
CH-7402 Bonaduz
Tel: 0041/81/6606060 Fax: 6606070
contact@hamilton.ch
www.hamiltoncompany.com
Thermische
Verfahrenstechnik
Abluftreinigungsanlagen
ENVIROTEC® GmbH
63594 Hasselroth
06055/88 09-0
PINK GmbH
Thermosysteme
Am Kessler 6, DE-97877 Wertheim
Tel. 09342/919-0
Fax 09342/919-111
thermosysteme@pink.de
www.pink.de
info@envirotec.de · www.envirotec.de
GHS Vakuumtechnik GmbH
Industriestraße 8
57572 Niederfischbach
Tel. 02734/5780-0 · Fax 02734/5780-26
info@ghs-vakuumtechnik.de
www.ghs-vakuumtechnik.de
www.venjakob-umwelttechnik.de
mail@venjakob-ut.de
WK Wärmetechnische Anlagen
Kessel- und Apparatebau
GmbH & Co. KG
Industriestr. 8–10
D-35582 Wetzlar
Tel.: +49 (0)641/92238-0 · Fax: -88
info@wk-gmbh.com
www.wk-gmbh.com
Dampferzeugung
Sauerstoffmessung in Flüssigkeiten
Verdampfer
GIG Karasek GmbH
Neusiedlerstrasse 15-19
A-2640 Gloggnitz-Stuppach
phone: +43/2662/427 80
Fax: +43/2662/428 24
www.gigkarasek.at
Wärmekammern
Wir machen Dampf
GEMÜ Gebr. Müller
Apparatebau GmbH & Co. KG
Fritz-Müller-Straße 6-8
D-74653 Ingelfingen
Tel.: +49 (0) 79 40 / 123 0
E-Mail: info@gemue.de
http://www.gemu-group.com
50 •
11 • 2014
CERTUSS Dampfautomaten
GmbH & Co. KG
Hamilton Bonaduz AG
Via Crusch 8
CH-7402 Bonaduz
Tel: 0041/81/6606060 Fax: 6606070
contact@hamilton.ch
www.hamiltoncompany.com
Hafenstr. 65
D-47809 Krefeld
Tel.: +49 (0)2151 578-0
Fax: +49 (0)2151 578-102
E-Mail: krefeld@certuss.com
www.certuss.com
Will & Hahnenstein GmbH
D-57562 Herdorf
Tel.: 02744/9317-0 · Fax: 9317-17
info@will-hahnenstein.de
www.will-hahnenstein.de
Index
ABB Automation 27
Aerzener Maschinenfabrik
37, 39
Aldak Vibrationstechnik
50
Eaton Electric Corporate Communication 26
hs-Umformtechnik48
Profibus Nutzerorganisation 31
Eichholz Silo- und Anlagenbau
48
Indu-Sol Prominent Dosiertechnik
48
Emerson Process Management 17
Industrie-Technik Kienzler
Pumpen Center Wiesbaden
47
Retsch 37
Sawa Pumpentechnik 39
Softing Industrial Automation
35
Systec Controls
43
47, 48
Allweiler47
Envirochemie
Atech Innovations
49
Envirotec50
Jahns Regulatoren
47, 49
Atelier Kern 35
ETH Zürich Jessberger
43, 47
AZO 38
FAB Fördertechnik und Anlagenbau
Beer Fördertechnik
48
Filtech Exhibitions Germany Beinlich Pumpen
47
Findeva5
KSB47
Bluhm Systeme 39
Flottweg50
Lonza Flowserve Flow Control
47
Flux Geräte Bokela
47, 48, 49
Brabender Technologie 13
Bürkert
47, 48, 50
C. Otto Gehrckens
21, 47
CEM 9
47, 48
30
12
47, 48
2.Umschlagsseite
Innominate Security Technologies 35
Juchheim Laborgeräte
Knick Elektronische Messgeräte 48
22, Titelseite
VDI Ges. Verfahrenstechnik und
Chemieingenieurwesen (GVC)
19
Lutz-Pumpen47
Vega Grieshaber 38
40
Mesago Messemanagement 25
Venjakob50
GEA Refrigeration Technologies 46
Netter Vibration
50
Vogelbusch48
Gebrüder Stöckel
47
Norres48
Gemü
47, 48, 50
nsb gas processing
50
Nürnberg Messe Messezentrum 36
Vötsch50
Wiese48
Certuss Dampfautomaten
50
Germex Compair Drucklufttechnik
47
GHS Vakuumtechnik
50
Palas
GIG Karasek
50
Paul Bungartz 44
Coperion38
GKM Siebtechnik
49
Pepperl + Fuchs 31
Dechema
Goudsmit Magnetic Systems
Pilatus Filter
49
Kessel- und Apparatebau
50
Comsol Multiphysics 9, 4.Umschlagsseite
Deltafilter Filtrationssysteme
Dinnissen Sevenum 9, 10, 14
48, 49
40
Impressum
Herausgeber
GDCh, Dechema e. V., VDI-GVC
Verlag
Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
GIT VERLAG
Boschstraße 12, 69469 Weinheim
Tel.: 06201/606-0, Fax: 06201/606-792
citplus@gitverlag.com, www.gitverlag.com
Geschäftsführer
Dr. Jon Walmsley
Director
Roy Opie
Chefredakteur
Wolfgang Sieß
Tel.: 06201/606-768
wolfgang.siess@wiley.com
Redaktion
Dr. Michael Reubold
Tel.: 06201/606-745
michael.reubold@wiley.com
Dr. Volker Oestreich
voestreich@wiley.com
Redaktionsassistenz
Bettina Wagenhals
Tel.: 06201/606-764
bettina.wagenhals@wiley.com
32, 35
6
40, 49
49, 50
Will & Hahnenstein
50
Witte Pumps & Technology
47
WK Wärmetechnische Anlagen-,
Grundfos 40
Pink Thermosysteme
50
Zeppelin Systems 37
Hamilton Bonaduz
50
Proceng Moser
48
ZM Egineering Apolda 41
Fachbeirat
Prof. Dr. techn. Hans-Jörg Bart,
TU Kaiserslautern
Dr. Jürgen S. Kussi,
Bayer Technology Services, Leverkusen
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Peukert,
Universität Erlangen-Nürnberg
Prof. Dr. Thomas Hirth,
Fraunhofer-Institut IGB, Stuttgart
Prof. Dr. Ferdi Schüth, Max-Planck-Institut
für Kohlenforschung, Mülheim
Prof. Dr. Roland Ulber, TU Kaiserslautern
Dipl.-Ing. Eva-Maria Maus,
Glaskeller, Zürich, Allschwil/CH
Dr.-Ing. Martin Schmitz-Niederau,
Uhde, Dortmund
Erscheinungsweise 2014
10 Ausgaben im Jahr
Druckauflage 26.000
(IVW Auflagenmeldung
Q3 2014: 25.694 tvA)
Bezugspreise Jahres-Abonnement 2014
10 Ausgaben 194 €, zzgl. MwSt.
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CITplus ist für Abonnenten der Chemie
Ingenieur Technik im Bezugspreis enthalten.
Im Beitrag für die Mitgliedschaft bei
­DECHEMA e. V. und VDI-Gesellschaft
Chemie­ingenieurwesen und Verfahrens­
technik (GVC) ist der Bezug der Mitgliederzeitschrift CITplus enthalten. Anfragen und
Bestellungen über den Buchhandel oder
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wir keine Haftung! Nachdruck, auch auszugsweise,
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sowie Dritten zur Nutzung zu übertragen. Dieses
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wie auch auf Datenbanken/Datenträger aller Art.
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Nr. 9 vom 1. Oktober 2014
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Roland Thomé (Leitung)
Tel.: 06201/606-757
roland.thome@wiley.com
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Printed in Germany | ISSN 1436-2597
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Mixer Module
Microfluidics Module
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Pipe Flow Module
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CHEMICAL
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Electrochemistry Module
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