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175 Jahre "Dichterliebe"

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23. Januar 2015
pld – Pressedienst der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Heine@Schumann2015
Herausgegeben vom
Amt für Kommunikation
Rathaus - Marktplatz 2
175 Jahre "Dichterliebe"
Postfach 101120
40002 Düsseldorf
Telefon: +49. 211/ 89-93131
Fax: +49. 211/ 89-94179
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Redaktionsteam:
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bla - Manfred Blasczyk - 93132
bu - Michael Buch - 93134
fri - Michael Frisch - 93115
jäk - Kerstin Jäckel – 93131
vm - Valentina Meissner - 93111
mun - Angela Munkert - 97018
pau - Volker Paulat - 93101
arz - Dieter Schwarz - 93138
Heine-Institut und Schumann-Gesellschaft erinnern ganzjährig an
einen außergewöhnlichen Moment in der Musikgeschichte
Vor 175 Jahren, in seinem sprichwörtlich gewordenen "Liederjahr" 1840,
komponierte Robert Schumann über die Hälfte seiner insgesamt rund
250 Lieder. Damals entstanden auch seine beiden großen Heine-Zyklen,
die als Höhepunkte des romantischen Kunstlieds gelten. Mit "Liederkreis
von H. Heine für eine Singstimme und Pianoforte" op. 24 und "Dichterliebe" op. 48 gelang Schumann eine einzigartige Symbiose aus poetischer
Musik und musikalischer Poesie, die bis heute auf den Konzertbühnen in
aller Welt lebendig ist.
Mit einem ganzjährigen Veranstaltungszyklus erinnern Heinrich-HeineInstitut und Robert-Schumann-Gesellschaft, unterstützt von zahlreichen
Partnern und unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas
Geisel, an diesen außergewöhnlichen Moment in der Musikgeschichte:
Der Bogen spannt sich von Vorträgen und Kammerkonzerten bis zu
audiovisuellen Adaptionen im Rahmen eines Wettbewerbs für den besten "Dichterliebe"-Videoclip. Den Auftakt bildet eine festliche Liedmatinee am 24. Januar: Dann präsentiert Bariton Thomas E. Bauer, der zurzeit an der Mailänder Scala gastiert, den Zyklus "Dichterliebe". Klingendes Zentrum des Wechselspiels aus Literatur und Musik ist die Bilker
Straße im Herzen der Carlstadt mit Heinrich-Heine-Institut, Clara-undRobert-Schumann-Gedenkstätte und dem Kammermusiksaal im Palais
Wittgenstein.
Festliche Liedmatinee zur Eröffnung
Samstag, 24. Januar, 15 Uhr: Eintritt 17,50 Euro (ermäßigt 12 Euro); Ort:
Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9, /Karten im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, oder an der Abendkasse
...
175 Jahre "Dichterliebe"
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Thomas E. Bauer, am Flügel begleitet von Anna Sutyagina, bringt den
Zyklus "Dichterliebe" zu Gehör; Tonhallen-Intendant Michael Becker,
Heine-Instituts-Chefin Sabine Brenner-Wilczek und Schumann-Gesellschafts-Vizepräsidentin Irmgard Knechtges-Obrecht sprechen über
Heine, Schumann und das "Buch der Lieder", über die schöne Vergangenheit in der Kunst- und Gartenstadt Düsseldorf und die verheißungsvollen Zukunftsperspektiven auf der Bilker Straße.
In der laufenden Saison singt Thomas E. Bauer Haydns "Schöpfung" am
Teatro alla Scala Milano (Zubin Mehta). Wegen seiner Vielseitigkeit und
Stilsicherheit zählt er mittlerweile zu den gefragtesten Sängern seines
Fachs. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er als Mitglied der
Regensburger Domspatzen. Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München und war Meisterklassenschüler
von Hanno Blaschke und Siegfried Mauser. Sein Debüt als Opernsänger
gab er 1997 am Münchner Prinzregententheater. Weitere Engagements
als Opernsänger erhielt er unter anderem bei den Salzburger Festspielen,
der Münchener Biennale und der RuhrTriennale. Bauer gab Konzerte im
Gewandhaus Leipzig, im Wiener Konzerthaus, in der Cité de la musique
Paris, im Concertgebouw Amsterdam, im Auditorium Chicago und in
den Philharmonien von Berlin und Köln. Dabei arbeitete er unter Dirigenten wie Markus Stenz, Steven Sloane, HK Gruber, Philippe Herreweghe, Jos van Immerseel und Iván Fischer.
Auf den Spuren von Heine und Schumann
Im September 1850 traf der frischgebackene Musikdirektor Robert
Schumann mit seiner fünfköpfigen Familie in Düsseldorf ein. Bis man
eine eigene Wohnung beziehen konnte, wurde im Hotel Breidenbacher
Hof logiert. Nach Zwischenstationen in der Alleestraße (Ecke Grabenstraße), Königsallee und Herzogstraße wurde zwei Jahre später in der
Bilker Straße 15 endlich eine der großen Familie und der gehobenen
Stellung des Musikdirektors angemessene Unterkunft gefunden. Es ist
deutschlandweit das einzige in seiner historischen Bausubstanz erhaltene
...
175 Jahre "Dichterliebe"
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Schumann-Wohnhaus. Heute erinnert dort eine kleine Ausstellung an
die Lebens- und Arbeitsverhältnisse des Ehepaars. Gegenüber in Nr. 12
werden in der 2014 neu eröffneten Dauerausstellung des HeinrichHeine-Instituts Porträts, Musikhandschriften und viele andere Preziosen
präsentiert.
Zur musikalischen Sammlung des Heine-Instituts
Düsseldorf ist seit dem 19. Jahrhundert eine Stadt der lebendigen bürgerlichen Musikkultur. Die Musikaliensammlung im Archiv des Heinrich-Heine-Instituts spiegelt dies eindrucksvoll wider: Das musikalische
Leben wird hier ebenso anschaulich dokumentiert wie die Tätigkeit der
Musikdirektoren, aber auch anderer Komponisten und Musiker, die in
der Stadt und der Region gelebt und gewirkt haben.
Den vielleicht größten Stellenwert unter den Musikalien des Heine-Instituts nimmt die überaus kostbare Schumann-Sammlung ein. Ihre Geschichte reicht bis in die 1920er-Jahre zurück. Die Vorgängereinrichtung
des Heine- Instituts, die alte Landes- und Stadtbibliothek, erhielt im Jahr
1927 erstmals ein Schumann-Original zum Geschenk. Hierbei handelt es
sich um einen dreiseitigen Brief, den Robert Schumann 1853 an den
Schriftsteller Heinrich Moritz Horn aus Chemnitz geschrieben hat.
Mittlerweile ist die Schatzkammer der Schumann-Sammlung auf 35 eigenhändige Musikmanuskripte, Stichvorlagen, rund 180 Briefe von Robert Schumann und über 700 Briefe von Clara Schumann angewachsen
und zählt damit zu den weltweit größten und bedeutendsten Sammlungen.
(arz)
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Kunst und Fotos
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