close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

KINOPROGRAMM

EinbettenHerunterladen
Gelobtes Land Berlin: Warum Israelis nach Deutschland wollen
Die Seite Drei
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
MÜNCHEN, FREITAG, 17. OKTOBER 2014
70. JAHRGANG / 42. WOCHE / NR. 239 / 2,60 EURO
Noch
(SZ) Anders als hierzulande herrscht bei
unseren Lieblingsnachbarn in Frankreich
ein strikteres Kopftuchverbot. Sie nennen
das Laizismus, denn Franzosen müssen ja
immer ein wenig aus der Reihe tanzen.
Und darum heißt bei ihnen die Mona Lisa
auch nicht Mona Lisa wie überall sonst,
sondern La Joconde. Die Mona Lisa, wie
wir sie der Einfachheit halber weiterhin
nennen wollen, beweist jedenfalls, dass
der Laizismus an der Museumspforte endet. Denn die Mona Lisa ist mehr als die
prominenteste Kulturbotschafterin des
Landes, gewissermaßen der Casting-Beitrag der Renaissance zum Thema Testimonial, sie ist zugleich das beliebteste
Kopftuchmädchen überhaupt. Gut, der
hauchzarte Schleier, der ihr Haar bedeckt,
geht natürlich nur als zarte Andeutung eines Kopftuchs durch, gewissermaßen als
ironisch gebrochenes Feuilleton-Kopftuch. Doch genau das könnte bereits ein
Hinweis darauf sein, weshalb die Mona
Lisa dasjenige Kunstwerk ist, das am häufigsten in der schönen Literatur Erwähnung findet. Dies belegt eine Studie der
Universität Wien, deren „Datenbank literarischer Bildzitate“ nun online ist.
Ein Team habe, so heißt es in der entsprechenden Pressemeldung, mehr als
1000 Texte von etwa 280 Autoren ausgewertet, und zwar in „mühevoller Kleinarbeit“. Unter „Kleinarbeit“ ist hier die Entzifferung dieser absurd winzigen Buchstaben zu begreifen, aus denen Texte bestehen, und „mühevoll“, damit kann eigentlich nur die Anstrengung gemeint sein, diese Buchstaben richtig zusammenzusetzen.
Gab es je eine bessere Definition des Lesens in Zeiten der Bildmedien? Die erste
Schlussfolgerung, die man aus dieser Studie ziehen muss, ist denn auch erfreulich
massenkompatibel. Offenbar haben Literaten wie Dan Brown, in dessen „Sakrileg“
die Mona Lisa eine prominente Rolle
spielt, gar nicht so einen elitären Geschmack, wie man vermutet hätte. Andererseits kommen die populären Werke der
Kunstgeschichte vielleicht nur deshalb in
ihren Büchern vor, weil sie so populär sind,
und vielleicht ist Literatur mit kunstgeschichtlichen Referenzen eine Art Vorläufer des Selfies. Vor der Mona Lisa im Pariser Louvre stehen die Menschen ja auch
Schlange, um sich mit ihr gemeinsam zu
verewigen.
Aber nicht jeder Schriftsteller huldigt
dem ach so geheimnisvollen Lächeln, mit
dem in unseren Tagen eigentlich nur noch
Ursula von der Leyen konkurrieren kann.
So schreibt etwa Robert Gernhardt über
Leonardos Mona Lisa: „Zum Brüll’n, / Wie
manches lange Jahr / Er an der Leinwand
tätig war, / Anstatt sie zu zerknüll’n / –
Zum Brüll’n!“ Solche Spottverse sind eine
literarische Entsprechung zu der Übermalung von Marcel Duchamp. Er zauberte der
Mona Lisa einst einen Vollbart ins Gesicht
– was später wiederum von einer gewissen
Conchita Wurst plagiiert wurde.
1
Tag
bis zum Start!
DEFGH
AM WOCHENENDE
Mehr Zeitung. Mehr Inhalt.
Mehr Wochenende
Minister gründet
Textil-Bündnis
„Grüner Knopf“ soll für faire
Produktionsbedingungen sorgen
Anzug gegen Ebola
Es sieht aus wie in einem Science-Fiction-Film: Sanitäter wie hier in Frankfurt üben schon seit Wochen den Ernstfall im Umgang mit
Ebola. Bereits der Transport eines Erkrankten in eines der sieben deutschen Zentren für hochansteckende Krankheiten ist äußerst
komplex. Alle Helfer müssen dabei die orangenen Schutzanzüge tragen. Die Gefahr ist keineswegs gebannt: Am Donnerstag berieten
deshalb erneut die EU-Gesundheitsminister. FOTO: KAI PFAFFENBACH/REUTERS
Seite 7 und Wissen
Akademiker sollen fürs Studium zahlen
Hochschulrektoren halten Gratis-Ausbildung für falsch und fordern die Wiedereinführung
von Gebühren. Gut verdienende Absolventen könnten im Nachhinein zur Kasse gebeten werden
von roland preuss
und johann osel
München – Kurz nach Abschaffung regulärer Studiengebühren fordern führende Vertreter der Wissenschaft, wieder einen finanziellen Beitrag von Akademikern einzuführen. „Die Hochschulen sind jetzt schon
völlig unzureichend ausgestattet. Studienbeiträge können sinnvoll die staatliche Finanzierung ergänzen“, sagte der Präsident
der Hochschulrektorenkonferenz, Horst
Hippler, der Süddeutschen Zeitung. Die öffentliche Ablehnung werde sich ändern,
wenn man sehe, wie an Hochschulen noch
stärker gespart werden müsse. Wegen der
angespannten Haushalte werde bald auch
die Politik umdenken, so Hippler. In den
Bundesländern sehe er „schon jetzt diese
Debatten, an allen Ecken und Enden“.
Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD) hält es für geboten, Studenten an
den Kosten ihrer Ausbildung zu beteiligen.
„Allerdings muss es ein glaubwürdiges Stipendiensystem geben, damit junge Leute
aus sozial schwachen Familien nicht von einem Studium abgeschreckt werden“, sagt
der Leiter des Berliner OECD-Centers, Heino von Meyer. Das habe bei der Einführung der Gebühren gefehlt. Der Einkommensvorteil von Akademikern sei im Vergleich zu Nicht-Akademikern deutlich gewachsen. Umso mehr könnten sie zu ihrer
staatlich finanzierten Ausbildung beitragen. „Studiengebühren erhöhen die Qualität und die Motivation der Studenten.“
Von 2005 an hatten sieben westdeutsche Länder Gebühren von meist 500 Euro
pro Semester eingeführt, darunter Bayern,
Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Das Thema prägte Wahlkämpfe,
nach und nach fielen die Gebühren wieder.
Als letztes Bundesland ließ nun Niedersachsen das Bezahl-Studium zu diesem
Wintersemester auslaufen. Der Staat ersetzt den Unis weitgehend die entfallenen
Einnahmen. Bayern strich die Gebühren
zum Herbst 2013 – zum Bedauern vieler
Rektoren. „Die Gebühren waren für die
Universitäten hilfreich und sinnvoll“, sagt
die Präsidentin der Universität Augsburg,
Sabine Doering-Manteuffel, die auch Vorsitzende des Verbandes der bayerischen
Unis ist. Studenten hätten über die Verwendung mitentscheiden können und „mehr
Mitbestimmungsrechte gehabt als heute“.
„Bei der Umsetzung der Gebühren hat
man Fehler gemacht, aber sachlich waren
sie richtig“, sagt Jörg Dräger, Vorstand der
Bertelsmann-Stiftung und früherer Hamburger Wissenschaftssenator. Kritiker argumentieren, dass Gebühren gerade junge
Leute aus ärmeren Familien von der Uni
fernhalten oder das Studieren erschweren.
Der Bochumer Ökonomie-Professor Stefan Winter fordert dennoch Gebühren, aus
sozialen Gründen. „Der Verzicht auf die Gebühren für Reiche ist äußerst fragwürdig,
während zugleich viele Studierwillige
durch einen Numerus clausus ausgeschlossen werden.“ Er plädiert für „nachgelagerte Gebühren“, bei denen das Studium
selbst kostenfrei ist, gut verdienende Absolventen aber einen kleinen Anteil ihres
Einkommens zahlen müssen. Das Modell
kann sich auch Hippler vorstellen. Ideal sei
ein „verlässliches“ bundesweites Konzept,
das nicht nach Regierungswechseln in den
Ländern stets infrage stehe.
Seite 4
HEUTE
Meinung
Die Studiengebühren wurden
abgeschafft – das kann nicht
das letzte Wort sein
4
Politik
Wer soll wann Sterbehilfe leisten
dürfen? Mediziner warnen
vor neuen Regeln
5
Wirtschaft
Wie das Streamingportal Netflix
die Wünsche
seiner Kunden ermittelt
18
Sport
Skandalspiel Serbien
gegen Albanien: Über die
Kurzsichtigkeit der Fifa
41
Medien, TV-/ Radioprogramm
Kinder- und Jugendliteratur
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
47,48
14
44
20
46
Sechs Seiten Beilage
Süddeutsche Zeitung GmbH,
Hultschiner Straße 8, 81677 München; Telefon 089/2183-0,
Telefax -9777; redaktion@sueddeutsche.de
Anzeigen: Telefon 089/2183-1010 (Immobilien- und
Mietmarkt), 089/2183-1020 (Motormarkt),
089/2183-1030 (Stellenmarkt, weitere Märkte).
Abo-Service: Telefon 089/21 83-80 80, www.sz.de/abo
A, B, E, F, GR, I, NL, SLO, SK: € 3,40;
dkr. 27; £ 3,40; kn 31; sfr. 5,00; czk 101; Ft 910
51042
4 190655 802602
Strafermittlung, Spionage und Gegenspionage – selbst Krieg findet längst auch im
Netz statt, der Staat rüstet deshalb digital
auf. Ermittlungsbehörden und Geheimdienste nisten sich in Leitungen, Computern und Handys ein. Doch die Beamten
haben ihre liebe Not mit der digitalen
Technik. Vor allem dann, wenn die Gegenseite ebenfalls aufrüstet. Dokumente, die
der Süddeutschen Zeitung vorliegen, geben einen seltenen Einblick in Erfolge
und Misserfolge der Regierung bei ihrem
Versuch zu überwachen und mitzuhören.
Oft sind die Hindernisse sehr schlicht.
In einer internen Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA), die vom 1. Januar
2012 an für zwei Jahre geführt wurde, notierten die Beamten, dass 97 Prozent aller
Chats, die man gerne mitgelesen hätte,
verschlüsselt waren. Aus der Verschlüsselung hätten sich „Ermittlungsdefizite“ ergeben, „weil die Überwachung oder Auswertung verschlüsselter Kommunikation
Ohnmacht digital
Staat stößt bei Überwachung von Netz und Handys oft an Grenzen
nicht möglich war“. Die Beamten, die im
Bereich „schwere Kriminalität“ ermittelten, konnten also nur zum Teil lauschen;
sie verstanden aber selbst dann nicht,
was die Überwachten sich mitteilten.
Die Statistik erwähnt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jan
Korte und Andrej Hunko (Linke). Insbesondere geht es um Technik von Bundesnachrichtendienst (BND), Verfassungsschutz (BfV), Militärischem Abschirmdienst (MAD) und Polizeibehörden. Ein
Teil der Antworten aus dem Bundesinnenministerium ist als vertraulich eingestuft.
Die Beamten räumen unter anderem
klar ein, dass Bundespolizei, Zoll, BfV und
BND „stille SMS“ verwenden, um Men-
schen zu orten. Hunko findet das nicht in
Ordnung: „Der Zweck von Mobiltelefonen ist die private Kommunikation, nicht
deren Überwachung.“ Es verbiete sich daher, die Geräte als „Ortungswanzen“ umzufunktionieren. Eine „stille SMS“ ist eine SMS, die von ihrem Empfänger nicht
gesehen werden kann, die aber seinem
Überwacher verrät, in welcher Funkzelle
sich der Beobachtete aufhält. In einer Innenstadt sind Menschen so bis auf wenige Meter genau zu orten. Auf dem Land
hingegen haben die Behörden mit Abweichungen von „bis zu mehreren Kilometern“ zu kämpfen. Und das sind nicht die
einzigen Widrigkeiten im Leben deutscher Ermittler, die sich offenbar auch
von kleineren Maßnahmen die Arbeit er-
schweren lassen. Zunehmend würde die
„Auswertung von Beweismitteln verhindert oder erschwert“, beklagt das Ministerium in Bezug auf beschlagnahmte Festplatten. Und welche Tricks setzen die Bürger ein? „Z.B. PIN oder Passwort.“
Dafür läuft es an anderer Stelle für die
Behörden besser. Der MAD, der Geheimdienst der Bundeswehr, kann „im Rahmen einer Telekommunikationsüberwachung“ auch „übermittelte Passwörter
mitlesen“; im Verteidigungsministerium
arbeitet man derweil daran, Mobilfunk in
Einsatzgebieten der Bundeswehr flächendeckend abzuhören und automatisiert
auszuwerten. Und die Beamten beim BKA
wiederum können mithilfe von Europol
den Standort von Farbkopierern ermitteln, weil Kopierer eine für Menschen
nicht wahrnehmbare Signatur auf jeder
Kopie hinterlassen. So sollen zum Beispiel kopierte Geldscheine zurückverfolgt werden können. johannes boie
Putin sieht Chancen für Frieden in der Ukraine
Vor dem Krisengipfel in Mailand macht der Kremlchef dem Westen aber schwere Vorwürfe
Mailand – Vor Gesprächen zur Entschärfung der Ukraine-Krise hat Russlands Präsident Wladimir Putin den USA noch einmal schwere Vorwürfe gemacht und dabei
auch offen vor Unstimmigkeiten zwischen
Atommächten gewarnt. „Wir hoffen, dass
unsere Partner die Unvernünftigkeit der
Versuche erkennen, Russland zu erpressen“, sagte Putin in einem Interview mit
der serbischen Zeitung Politika. Sie sollten
sich in Erinnerung rufen, „welche Konsequenzen Uneinigkeit zwischen nuklearen
Großmächten für die strategische Stabilität haben könnten“.
Putin wurde am Donnerstag von einem
Besuch in Serbien kommend beim EU-Asien-Gipfel in Mailand erwartet. Am Rande
des zweitägigen Treffens waren Gespräche
Putins mit dem ukrainischen Präsidenten
DIZdigital: Alle
Alle Rechte
Rechte vorbehalten
vorbehalten –- Süddeutsche
Süddeutsche Zeitung
Zeitung GmbH,
GmbH, München
München
DIZdigital:
Jegliche Veröffentlichung
Veröffentlichungund
undnicht-private
nicht-privateNutzung
Nutzungexklusiv
exklusivüber
überwww.sz-content.de
www.sz-content.de
Jegliche
Petro Poroschenko und westlichen Politikern geplant. Putin sprach von einer „realen Chance“, den bewaffneten Konflikt in
der Ukraine zu beenden. „Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits gemacht
worden“, sagte er. Damit spielte er auf die
Vereinbarung von Minsk an, die eine Waffenruhe vorsieht.
Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte
klar, dass sie nun in erster Linie Putin in
der Pflicht sieht. Es sei die Aufgabe Russlands, „deutlich zu machen, dass der Minsker Plan wirklich eingehalten wird“, sagte
sie in Mailand. „Leider gibt es hier noch
sehr, sehr große Defizite“, sagte Merkel.
Trotz der Waffenruhe seien im Osten der
Ukraine in den vergangenen Wochen mehr
als 300 Menschen getötet worden, hatte
Merkel am Morgen vor dem Bundestag be-
klagt. „Wir werden auch weiterhin keinerlei Zweifel daran lassen, dass die Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine und der Bruch des Völkerrechts nicht folgenlos bleiben“, sagte sie. Als Antwort auf
die Annexion der Krim und die russische
Waffenhilfe für die Separatisten im Osten
der Ukraine haben die EU, die USA und andere westliche Staaten Russland mit Sanktionen belegt.
„Unsere Partner sollten sich im Klaren
darüber sein, dass Versuche, mit einseitigen und illegitimen Maßnahmen Druck
auf Russland auszuüben, nicht zu einer Lösung führen, sondern eher den Dialog behindern werden“, warnte Putin. Als „ absurdes und illusorisches Ziel“ bezeichnete er
eine Isolierung Russlands. Dies werde lediglich der „wirtschaftlichen Gesundheit
Europas und der Welt“ schaden. US-Präsident Barack Obama warf Putin „Feindseligkeit“ vor. Die USA machten Putin auch für
die Gewalt in der Ukraine verantwortlich.
Sie hätten die Proteste auf dem Maidan
und den „verfassungswidrigen Staatsstreich“ in der Ukraine unterstützt. Im Februar hatte der damalige Präsident Viktor
Janukowitsch nach Massenprotesten
fluchtartig das Land verlassen. Das Parlament wählte damals eine Übergangsführung.
Am Donnerstagabend wollte Merkel zunächst mit Poroschenko und danach mit
Putin sprechen. Für den Morgen war ein
Treffen in größerer Runde mit dem britischen Premierminister David Cameron
und Frankreichs Präsident François Hollande geplant.
daniel brössler
Berlin – Ungeachtet zahlreicher Absagen
hat Bundesentwicklungsminister Gerd
Müller (CSU) am Donnerstag sein „Bündnis für nachhaltige Textilien“ gegründet.
Ziel sei es, die sozialen und ökologischen
Bedingungen in den Herkunftsländern zu
verbessern, sagte Müller am Donnerstag
in Berlin. Dazu sei ein fairer Welthandel nötig. „Geiz ist geil kann nicht unser Antrieb
sein“, sagte er. Zuvor hatten Gewerkschaften, Unternehmen und Verbände gemeinsam einen Aktionsplan erarbeitet, der detailliert die angestrebten Standards regelt.
Firmen, die sich an dem Bündnis beteiligen und die Standards einhalten, wolle er
mit einem „grünen Knopf“ auszeichnen,
kündigte Müller an. Allerdings haben sich
bislang nur einige wenige Unternehmen
dem Bündnis angeschlossen. Mehrere Verbände, etwa der Einzelhandel und der Textil- und Modeverband, hatten grundsätzliche Bedenken geäußert. Entwicklungsorganisationen äußerten sich enttäuscht
über die Absagen. miba Seiten 2 und 4
Heute mit Immobilien:
Kauf- und Mietmarkt
In Athen wächst
Angst vor neuer Krise
Istanbul – Athens Plan, das internationale
Rettungsprogramm zum Jahresende zu
verlassen, steht vor dem Scheitern. Die Zinsen zehnjähriger Staatsanleihen stiegen
auf 7,85 Prozent, die Börse in Athen ging
auf Talfahrt. Damit ist eine Finanzierung
des Landes allein am freien Markt unwahrscheinlich. csc
Seite 4, Wirtschaft
Münchner Salafisten
festgenommen
München – In Österreich sind zwei Münchner Salafisten festgenommen worden, die
im Verdacht stehen, in Syrien an den Kämpfen dschihadistischer Gruppen teilgenommen zu haben. Die beiden waren in Begleitung eines achtjährigen Kindes. Auch in
Frankfurt wurde ein mutmaßlicher Dschihadist festgenommen. sz
Seite 5
BGH: Sterbewunsch
muss beachtet werden
Karlsruhe – Der frühere Wunsch eines bewusstlosen Patienten zum Abbruch der
künstlichen Ernährung muss beachtet werden, auch wenn er nicht schriftlich niedergelegt ist. Das hat der Bundesgerichtshof
(BGH) entschieden. Geklagt hatten die Angehörigen einer Frau, die seit fünf Jahren
im Koma liegt. jan
Seite 5
Dax ▼
Dow ▼
Euro ▼
Xetra 16.30 h
8506 Punkte
N.Y. 16.30 h
16020 Punkte
16.30 h
1,2757 US-$
- 0,76%
- 0,77%
- 0,0049
DAS WETTER
▲
TAGS
20°/ 7°
▼
NACHTS
Im Süden regnerisch. Von Westen her
lockert es auf. Gelegentlich kräftige Regengüsse oder Gewitter. Die Temperaturen erreichen 15 bis 20 Grad.
Seite 15
Die SZ gibt es als App für Tablet
und Smartphone: sz.de/app
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
14
Dateigröße
263 KB
Tags
1/--Seiten
melden