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AGB - bial`aura

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Sicherheit am Set
1
Inhalt
1.Einleitung
4
2. Organisatorische Maßnahmen
2.1.Gefährdungsbeurteilung
2.2. Unterweisung
2.3. Auswahl Personal
2.4. Auswahl Arbeitsmittel
2.5. Erste Hilfe
2.6. Persönliche Schutzausrüstung
2.7. Fremdfirmen 2.8. Unfallmeldung 5
5
7
8
9
9
10
10
11
3.Elektrotechnik
12
4.Gefahrstoffe
15
5.
Gefährliche Arbeiten
16
6.
Externe Dienstleister
17
7.
Checklisten und Hilfsmittel
18
8.
Vorschriften und Regeln
26
3
1. Einleitung
Diese Schrift wendet sich an Filmschaffende mit
Führungsverantwortung, z. B. Herstellungsleitung,
Produktionsleitung und Aufnahmeleitung (Erster
Aufnahmeleiter). Ziel dieser Schrift ist es, den verantwortlichen Personen eine Entscheidungshilfe
für notwendige Maßnahmen nach dem Arbeitsschutzgesetz und den berufsgenossenschaftlichen
Vorschriften (DGUV Vorschrift) zu geben.
Diese Broschüre hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit; sie möchte eine Orientierung für die
grundlegenden Regeln im Arbeitsschutz geben.
Je nach örtlichen Gegebenheiten sind weitere
Arbeitsschutzthemen zu berücksichtigen.
Die in dieser Broschüre enthaltenen Lösungen
schließen andere, mindestens ebenso sichere
Lösungen nicht aus. Dabei könnte es sich z. B.
4
um Regeln anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder der Türkei oder anderer
Vertragsstaaten des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum handeln. Aus
Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf
eine geschlechtsspezifische Differenzierung,
wie z. B. Teilnehmer/Innen, verzichtet.
Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der
Gleichbehandlung für beide Geschlechter.
Wir danken der Studio Hamburg GmbH und der
Bavaria Film GmbH für ihre freundliche Unterstützung bei der Erstellung des Bildmaterials.
Bildnachweise:
Titel, links: Nathan Jones/istockphoto
Seite 15: roostler/Fotolia
Seite 16, Mitte: Adrien Roussel/Fotolia
2.Organisatorische Maßnahmen
Bei der Produktionsplanung und -durchführung
sind die folgenden „Grundlagen im Arbeitsschutz“
zu beachten:
• Gefährdungsbeurteilung
[§ 5 ArbSchG, § 10 BetrSichV, § 3 DGUV Vorschrift 1 (BGV A1), § 6 GefStoffV]
• Unterweisung
[§ 12 ArbSchG, § 9 BetrSichV, § 4 DGUV Vorschrift 1 (BGV A1), § 14 GefStoffV]
• Auswahl Personal
[§ 7 ArbSchG, § 2 BetrSichV, § 7DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
• Auswahl Arbeitsmittel
[§ 4 ArbSchG, §§ 4,7 BetrSichV, § 11 DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
• Erste Hilfe
[§ 10 ArbSchG, §§ 22, 24, 25, 26 DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
Ziele der Gefährdungsbeurteilung:
• Überblick über die Gefahren schaffen
(Übersicht Sicherheit am Set, Seite 19)
• Notwendige Maßnahmen festlegen
• Maßnahmen umsetzen
• Prüffristen festlegen
• Qualifizierungsbedarf festlegen
• Eignung überprüfen z.B. körperlich
• Vorsorge festlegen
Für die Filmschaffenden empfiehlt es sich, die Gefährdungsbeurteilung in drei Stufen durchzuführen:
Gefährdungsbeurteilung (GB)
StufeBezeichnung Hinweis
1
Allgemeine GB
Je nach Produktionsfirma und
Produktionsformat
2
GB Drehbuch
Gemäß dem Drehbuch spezifische
Maßnahmen festlegen
3
GB Dispo
Gemäß dem Drehort spezifische Belange
berücksichtigen und als Anhang zur Dispo
festlegen
Grundlagen im Arbeitsschutz
Diese „Grundlagen im Arbeitsschutz“ sind die Basis
für einen erfolgreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Gefährdungsbeurteilung in drei Stufen
Die dazu aufgeführten Verweise auf die berufsgenos­
senschaftliche Vorschrift Grundsätze der ­Prävention
[DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)], die staatlichen Vorgaben Arbeits­schutz­gesetz (ArbSchG) und Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) zeigen, dass sich
diese „Grundlagen im Arbeitsschutz“ durchgängig im
staatlichen oder be­rufs­genossenschaftlichen Regelwerk wiederfinden und somit auch als „roter Faden“
im Arbeitsschutz betrachtet werden können.
2.1.Gefährdungsbeurteilung
Die Gefährdungsbeurteilung (GB) dient dazu, die
Sicherheit und die Gesundheitsgefahren der Beschäftigten durch den Arbeitgeber, die jeweiligen
Vorgesetzten und verantwortlichen Personen zu
beurteilen und entsprechende Maßnahmen festzulegen.
Da die Art und Form der Gefährdungsbeurteilung
vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben sind, wird
hier wegen der filmspezifischen Besonderheiten
eine Hilfestellung für die Filmbranche gegeben (z. B.
Praxisgerechte Lösungen CD 3, siehe Seite 6).
Allgemeine Gefährdungsbeurteilung
Diese GB muss in jedem Unternehmen, unabhängig
vom Tätigkeitsfeld für die allgemeinen Belange des
Arbeitsschutzes erstellt werden.
Das gesamte Unternehmen und die Organisation
des Arbeitsschutzes wie z.B. Durchführen von
Unterweisungen, Organisation der Ersten Hilfe,
Notfallplanung, Benutzen von Leitern, Benutzen von
elektrischen Betriebsmittel, Führen von Fahrzeugen
etc. werden betrachtet.
Gefährdungsbeurteilung Drehbuch
Diese GB wird anhand des Drehbuchs erstellt. Im
Rahmen von Vorbesprechungen mit Regie, Kamera,
Beleuchtung, Szenenbild, Produktions- und Aufnahmeleitung wird festgelegt, welche Gefährdungen
auftreten können und welche Schutzmaßnahmen für
die jeweiligen Motive notwendig sind.
Beispiel: Es wird festgelegt, ob bestimmte Drehs
über eine Stuntfirma gemacht oder Spezialeffekte eingebaut werden sollen und ob hier ggf. die Thematik
„gefährliche Arbeiten“ (siehe Kapitel 5) berücksichtigt werden muss.
Die „Grundlagen im Arbeitsschutz“ sind die Basis
für einen erfolgreichen
Arbeits- und Gesundheitsschutz.
5
Organisatorische Maßnahmen
Die CD „Praxisgerechte Lösungen“ bietet Hilfen für
betriebsspezifische Gefährdungsbeurteilungen. Im
Medienshop der BG ETEM unter www.bgetem.de erhältlich
(Bestellnummer: CD 003, Preis: 5,00 Euro für Mitgliedsbetriebe der BG ETEM).
Einfacher Schutz um Stürze zu verhindern: Handlauf und Markierung
der Kabelstränge.
Start
Wirksamkeit
kontrollieren
Termine festlegen und
verantwortliche Personen für
Maßnahmen zuordnen
Verantwortliche
für Arbeitsbereiche
festlegen
Handlungskreis
Gefährdungsbeurteilung
Maßnahmen
festlegen
Verantwortliche Person
führt die Gefährdungsbeurteilung durch
Tätigkeiten festlegen
und dokumentieren
Gefährdungen
ermitteln
und beurteilen
Gefährdungsbeurteilung Dispo
Diese GB baut auf den Informationen aus den vorher
genannten Stufen 1 und 2 auf und berücksichtigt die
objektspezifischen Dinge am Drehort selbst.
Diese GB sollte so einfach und eindeutig wie möglich
gestaltet werden. Sie gehört als fester Bestandteil
als Anhang zur Dispo und sollte somit den kompletten Drehtag abdecken.
Bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung
empfiehlt es sich, entsprechend den folgenden
Schritten vorzugehen (siehe Abbildung links):
1. Arbeitsbereiche mit dem jeweiligen Verantwortlichen schriftlich festlegen
Beispiel: Für den Arbeitsbereich „Beleuchtung“
ist der Oberbeleuchter verantwortlich
2. Die Verantwortlichen für die jeweiligen Arbeitsbereiche führen die Gefährdungsbeurteilung
durch
Beispiel: Der Oberbeleuchter führt die Gefährdungsbeurteilung für seinen Bereich vor Ort
durch.
3. Tätigkeiten in den Arbeitsbereichen festlegen
und dokumentieren bzw. definieren und
abgrenzen
Beispiel: Montage der Scheinwerfer am Drehort
Handlungskreis – Gefährdungsbeurteilung
4. Gefährdungen zu Punkt 3 ermitteln und
beurteilen
Beispiel: mechanische Gefährdung durch Absturz
des Scheinwerfers
6
Organisatorische Maßnahmen
5. Maßnahmen zu den Gefährdungen nach dem
STOPP-Prinzip festlegen (siehe unten)
Beispiel: geeignete Sicherungsmittel wie Safety
verwenden
6. Termine festlegen und Personen zur Durchführung der Maßnahmen benennen
Beispiel: Prüffristen ermitteln und festlegen
durch den Oberbeleuchter
7. Wirksamkeit kontrollieren
Beispiel: Stichprobenprüfung der Prüfdokumentation
Grundsätzlich ist bei der Festlegung von Maßnahmen
zu prüfen, ob Gefahren vermieden werden können
(Substitution).
Sind Maßnahmen erforderlich, gilt das „STOPPPrinzip“.
Das Prinzip steht für
S =Substitution (Ersetzen)
T =technische Maßnahmen
O =organisatorische Maßnahmen
P =persönliche Maßnahmen
(z. B. persönliche
Schutzausrüstung (PSA))
P =persönliches Verhalten
STOPP-Prinzip – Maßnahmenhierarchie
Hierbei ist die Reihenfolge „S – T – O – P – P“
(Maßnahmenhierarchie) einzuhalten.
2.2.Unterweisung
Die Mitarbeiter sind im Rahmen der Gefährdungsbe­
urteilung über die möglichen Gefährdungen und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu unterweisen.
Ziel der Unterweisung ist es, über die Gefahren und
die zu beachtenden Maßnahmen zu informieren.
Gefährliche Arbeiten müssen ausreichend eingeübt
werden.
Des Weiteren werden die allgemeinen Dinge der
Arbeitsschutzorganisation erläutert. Dies können
u. a. folgende Dinge sein:
• Organisation der Ersten Hilfe
• Ersthelfer (Anzahl und Namen)
• Verbandskästen (Anzahl und Ort)
• Verhalten bei einem Unfall (Rettungskette,
Notrufnummern)
Korrekte Ladungssicherung
• Durchgangsarzt (www.bgetem.de)
• Betriebsarzt
• Feuerlöscher
• Betriebszugehörigkeitsschild der BG ETEM
• …
• Sicherheitsfachkraft
• Sicherheitsbeauftragter
• …
Hinweis:
Grundsätzlich ist die Unterweisung zu Produktionsbeginn für alle Produktionsmitarbeiter (inkl.
Schauspieler) durchzuführen. Je nachdem, welches
Arbeitsmittel verwendet wird oder in welcher Umgebung man sich befindet, müssen zusätzlich lokale
Unterweisungen (motivspezifisch) durchgeführt
werden. Die Arbeiten dürfen erst begonnen werden,
wenn die Unterweisungen erfolgt sind.
Die Unterweisungen sind entsprechend zu dokumentieren (siehe Vorlage Seite 24).
Grundsätzlich ist
die Unterweisung zu
Produktionsbeginn für
alle Produktionsmitarbeiter (inkl. Schauspieler)
durchzuführen.
7
Organisatorische Maßnahmen
• Betriebsarzt (gem. DGUV Vorschrift 2)
bis 50 Personen besteht die Möglichkeit, eine
alternative Betreuung (Unternehmermodell)
wahrzunehmen
• Koordinator
bei Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer
[gem. DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
• bei gefährlichen Arbeiten [siehe auch DGUV
Regel 100-001 (BGR A1)]
• bei Bauarbeiten (nach Baustellenverordnung)
• bei Explosionsgefahr nach Gefahrstoffverordnung
In der Unterweisung
auf den Ort des
nächst gelegenen
Feuerlöschers hinweisen!
2.3. Auswahl Personal
Die verantwortlichen Personen haben sich davon
zu überzeugen, dass die Beschäftigten für die
jeweiligen Aufgaben befähigt sind. Sollte dies
offensichtlich nicht der Fall sein, darf die Arbeit von
den betreffenden Mitarbeitern nicht durchgeführt
werden. Bei „sicherheitsrelevanten Tätigkeiten“
(z. B. Elektroarbeiten, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
oder Arbeiten mit Absturzgefahr) sind besondere
Kenntnisse erforderlich.
Fachliche Qualifikationen
• Für alle elektrotechnischen Arbeiten einer Produktion ist eine Elektrofachkraft zu benennen. Hier ist
eine nachgewiesene elektrotechnische Berufsausbildung oder eine elektrotechnische Weiterbildung
zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten
nach DGUV Grundsatz 303-001 erforderlich.
• Qualifikationsnachweis für Hubarbeitsbühnen,
Kamerakrane, Flurförderzeuge, Motorsägen etc.
• Ggf. sind weitere Qualifikationen für bestimmte
Tätigkeiten erforderlich [§ 7 DGUV Vorschrift 1
(BGV A1)].
In der Filmproduktion sind u. a. folgende Personen
mit entsprechenden Qualifikationen zu benennen:
Die verantwortlichen
Personen haben
sich davon zu
überzeugen, dass die
Beschäftigten für die
jeweiligen Aufgaben
befähigt sind.
Allgemeine Qualifikationen
• Ersthelfer (mind. 1 Ersthelfer oder 10 % der am Set
beschäftigten Personen)
• Sicherheitsbeauftragter (ab 21 Personen)
• Sicherheitsfachkraft (gem. DGUV Vorschrift 2)
bis 50 Personen besteht die Möglichkeit, eine
alternative Betreuung (Unternehmermodell)
wahrzunehmen
Witterungsbedingte Erschwernisse schon bei der Planung
berücksichtigen.
8
Organisatorische Maßnahmen
2.4. Auswahl Arbeitsmittel
Arbeitsmittel sind Werkzeuge, Geräte, Maschinen
oder Anlagen, die bei der Arbeit benutzt werden.
Es dürfen nur geprüfte Arbeitsmittel zur Verfügung
gestellt werden. Für den Betrieb von Arbeitsmitteln
sind die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
und die Mindestanforderungen in den Anhängen 1
und 2 der BetrSichV zu beachten.
Beim Neuerwerb oder dem Ausleihen von Arbeitsmitteln sind die Bestimmungen des Gesetzes über
die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt
(ProdSG) zu beachten. Hierbei hat der Käufer /
Ausleiher eine Bedienungsanleitung zu erhalten und
muss über sicherheitsrelevante Dinge informiert
wer­den. Die Verkäufer bzw. Verleiher stellen im Sinne
des ProdSG ihre Produkte bereit und müssen u. a.
über folgende Dinge informieren:
• bestimmungsgemäße Verwendung
• fachgerechte Bedienung
• Montagehinweise
• Prüfhinweise
• Sicherheitshinweise
Beschädigte oder mangelhafte Arbeitsmittel dürfen
nicht verwendet werden; sie müssen der weiteren
Verwendungen entzogen und fachgerecht repariert
werden. Anschließend sind sie von einer befähigten
Person zu prüfen.
2.5. Erste Hilfe
Es ist für eine schnelle Erste Hilfe zu sorgen und
hierfür die erforderlichen Einrichtungen, Sachmittel
und Personal zur Verfügung zu stellen. Es wird
empfohlen, das Erste-Hilfe-Plakat [DGUV Information
204-001 (BGI 510-1)] mit den wichtigsten Notrufnummern an einer geeigneten Stelle, z. B. in der Nähe
des Caterings, auszuhängen.
Links:
Scheinwerfer, durch
Safety gesichert.
Rechts:
Bei der Auswahl der
Arbeitsmittel müssen
die Einsatzbedingungen betrachtet
werden.
Jede Erste-Hilfe-Leistung ist zu dokumentieren und
die Dokumentation fünf Jahre lang aufzubewahren.
Es wird empfohlen, hierfür ein Verbandbuch [DGUV
Information 204-020 (BGI 511-1)] zu verwenden (siehe
auch Seite 11).
Verbandskasten
Die Art und Anzahl der Verbandskästen hängt von der
Anzahl der Versicherten ab:
1 bis 20 Versicherte
(DIN 13157)
21 bis 100 Versicherte
(DIN 13169)
ab 101 Versicherte
(DIN 13169)
1x kleiner Verbandskasten
1x großer Verbandskasten
2x große Verbandskästen
Verbandskästen müssen im Notfall schnell zu finden sein.
9
Organisatorische Maßnahmen
Welche Art der persönlichen Schutzausrüstung am Set notwendig ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung.
Ersthelfer
Ersthelfer sind Personen, die bei einer von der Berufsgenossenschaft ermächtigten Stelle ausgebildet
worden sind. Mindestens alle 2 Jahre ist eine Fortbildung notwendig.
Die Anzahl der Ersthelfer bei Arbeiten am Set richtet
sich nach der Anzahl der Versicherten:
Aufgrund filmspezifischer Belange
ist für die Bereiche
„Licht“, „Kamerabühne“
und „Szenenbild“ das
Tragen von Sicherheitsschuhen notwendig
(Empfehlung:
mindestens S2).
• 2 bis 20 Versicherte ▸ mindestens 1 Ersthelfer
• ab 21 Versicherte ▸ mindestens 10 % der Versicherten
Betriebssanitäter und sonstige
Erste-Hilfe-Einrichtungen
Bei einer Filmproduktion mit mehr als 100 Versicherten empfiehlt sich der Einsatz eines Betriebssanitäters. Mindestens ein Betriebssanitäter muss zur
Verfügung stehen, wenn
• mehr als 250 Versicherte anwesend sind und
Art, Schwere und Zahl der Unfälle den Einsatz
von Sanitätspersonal erfordern oder
• an einem Drehort mehr als 100 Versicherte
anwesend sind.
Je nach Art der Tätigkeit in Verbindung mit der Gefährdungsbeurteilung Drehbuch (Stufe 2) empfiehlt
sich der Einsatz von Notärzten, Bergwacht (Dreh in
den Bergen), Wasserwacht (Dreh im/auf dem Wasser) und Tierarzt (Dreh mit Tieren).
2.6. Persönliche Schutzausrüstung
Gemäß der Gefährdungsbeurteilung kann der Einsatz
von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) erforderlich sein.
Die verantwortlichen Personen haben die Beschäftigten über die Verwendung der PSA zu unterweisen
und hierbei auf die Gebrauchsdauer und die bestimmungsgemäße Verwendung hinzuweisen.
Beispiele für PSA sind:
•Schutzhelm
•Sicherheitsschuhe
•Schutzbrille
•Schutzhandschuhe
•Auffanggurte
•…
Die Beschäftigten müssen die bereit gestellte persönliche Schutzausrüstung so lange verwenden, wie
die Gefährdung besteht. Aufgrund filmspezifischer
Belange wird für die Bereiche „Licht“, „Kamerabühne“ und „Szenenbild“ das Tragen von Sicherheitsschuhen (Empfehlung: mindestens S 2) als notwendig erachtet.
Hinweis:
Die Kosten für die PSA sind gemäß DGUV Vorschrift 1
[BGV A1 §2 (5)] vom Unternehmer zu tragen und
dürfen nicht den Versicherten auferlegt werden.
2.7.Fremdfirmen
Zur Erfüllung von festgelegten Aufgaben am Set z. B.
„Beleuchtung“ werden von Filmbetrieben auch oftmals Fremdfirmen einsetzt. Diese erledigen mit ihren
Beschäftigten selbstständig und eigenverantwortlich
ihre Aufträge. Der beauftragende Filmbetrieb ist für
die Arbeitssicherheit der Fremdfirmenmitarbeiter
mitverantwortlich.
10
Organisatorische Maßnahmen
Bei der Dokumentation der Erste-Hilfe-Leistung handelt es
sich um Daten, die gegen den Zugriff Unbefugter gesichert
werden müssen. Empfehlenswert ist es, das Verbandbuch
z. B. in einem verschlossenen Schrank aufzubewahren.
Die datenschutzgerechte Vernichtung erfolgt fünf Jahre
nach der letzten Eintragung.
Aus einem Arbeitsunfall können für den Versicherten
Leistungsansprüche gegenüber der Berufsgenossenschaft
entstehen. Durch die Angaben im Verbandbuch kann nachgewiesen werden, dass die Verletzung/Erkrankung bei
einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist.
Unter www.bgetem.de kann das Verbandbuch mit der Bestellnummer S 005 kostenlos im Webshop bestellt werden.
Unter die Mitverantwortung fallen z. B. folgende
Punkte:
• Organisation der Abläufe, dass auch Fremdfirmenmitarbeiter nicht gefährdet werden.
• Unterweisung der eigenen Mitarbeiter und
Einweisung der Fremdfirmen auf die besonderen Situationen am Set.
• Für den Einsatz sicherer Betriebsmittel sorgen
(z. B. elektrische Betriebsmittel).
• Abstimmung über die Bereitstellung der notwendigen PSA.
•…
Dabei ist Folgendes zu beachten:
• Meldepflichtig sind Unfälle, die tödlich verlaufen sind oder zu einer Arbeitsunfähigkeit
von mehr als 3 Tagen geführt haben (§ 193
Abs. 1 SGB VII).
• Grundsätzlich sollten alle Unfälle (auch die
nicht meldepflichtigen) innerhalb der Firma
dokumentiert werden (Verbandbuch).
• Wenn ein Leiharbeitnehmer verunfallt, muss
eine Unfallanzeige durch den Entleiher erstellt
werden. Es ist anzukreuzen, dass es sich um
einen Leiharbeitnehmer handelt.
Sind besondere Gefahren ersichtlich, haben sich die
beiden Betriebe bzgl. der Überwachung durch einen
Aufsichtführenden abzustimmen.
Hinweis: Werden Leiharbeitnehmer einsetzt, so ist
der Filmbetrieb (Entleiher) voll verantwortlich für die
Arbeitssicherheit der Leiharbeitnehmer während
ihres Arbeitseinsatzes. Leiharbeitnehmer sind wie
eigene Mitarbeiter zu behandeln!
2.8.Unfallmeldung
Grundsätzlich gilt, dass Arbeitsunfälle schnellstmöglich an die Berufsgenossenschaft gemeldet werden.
Grundsätzlich
sollten alle Unfälle –
auch die nicht meldepflichtigen –innerhalb der Firma
dokumentiert werden
(Verbandbuch).
11
3.Elektrotechnik
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
(in Anlehnung an „Sicherheit bei Produktionen und
Veranstaltungen – für die Praxis“)
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel dürfen
nur von Elektrofachkräften oder unter Leitung und
Aufsicht einer Elektrofachkraft errichtet, geändert
und instandgehalten werden. Eingriffe in das örtliche
Stromversorgungsnetz erfolgen in Absprache mit
dem Netzbetreiber und nur durch entsprechend
qualifizierte Elektrofachkräfte.
Qualifikation/Bezeichnung
Erläuterung
Elektrofachkraft
[Grundlage: DGUV Vorschrift 3
(BGV A3), VDE 0105-100]
Elektrofachkraft ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der
einschlägigen Normen die ihm übertragenden Arbeiten
beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.
Elektrofachkraft für festgelegte
Tätigkeit
[Grundlage: DGUV Vorschrift 3
(BGV A3) in Verbindung mit DGUV
Grundsatz 303-001 (BGG 944)]
Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten ist eine Person
mit geeigneter fachlicher Ausbildung (Theorie und Praxis),
Kenntnissen und Erfahrung. Diese Person kann die Arbeit
beurteilen, Gefahren erkennen und vermeiden, die von der
Elektrizität ausgehen können.
Hinweis:
Die Zuständigkeit der Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik (entsprechend den Standards SQQ1 und SQP4) ist
hiernach eine Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten.
Laut Standard SQP4 beginnt deren Zuständigkeit an der
bereitgestellten/genutzten Übergabestelle (Speisepunkt).
Die Befähigung zur Erdung eines Ersatzstromerzeugers muss
ggf. zusätzlich nachgewiesen werden.
12
Elektrotechnisch unterwiesene Person
(Grundlage: VDE 0105-100)
Elektrotechnisch unterwiesene Person ist, wer durch eine
Elektrofachkraft über die ihr übertragenen Aufgaben und
die möglichen Gefahren bei unsachgemäßem Verhalten
unterrichtet und erforderlichenfalls angelernt sowie über die
notwendigen Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen
unterwiesen wurde.
Laie
keine Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene
Person
Elektrotechnik
Grundsätzlich ist vor der ersten Inbetriebnahme und
nach Änderungen an elektrischen Betriebsmitteln
der sichere Zustand zu überprüfen. Anschließend
sind diese Geräte in bestimmten Zeitabständen zu
prüfen. Die Fristen hierfür sind so zu bemessen,
dass Mängel, mit deren Entstehen gerechnet werden
muss, rechtzeitig festgestellt werden. (Hilfsmittel zur
Ermittlung der Prüffristen finden Sie auf Seite 25)
Zusätzlich zu den festgelegten Prüffristen müssen
alle ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel
vor Beginn jeder Produktion durch Sichtkontrolle
überprüft werden, auf:
• mechanisch einwandfreien Zustand und
Funktionsfähigkeit – insbesondere Gehäuse,
Aufhänge- und Sicherheitseinrichtungen sowie
• einwandfreien Zustand der beweglichen
Anschluss- und Verlängerungsleitungen.
Ortsveränderliche/mobil verwendete elektrische
Betriebsmittel sind z. B. Effektgeräte, Kabel,
Lichtstellanlagen, Multi-Core-Systeme, Projektoren,
Scheinwerfer, Steckvorrichtungen, Ton- und Videogeräte, Verteiler und Schaltkästen, Requisiten
Fehlerhafte Steckdosen dürfen nicht benutzt werden.
Als zusätzliche Schutzmaßnahme soll eine ortsveränderliche Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (PRCD mit
erweitertem Schutzumfang nach VDE 0661, Bemessungsdifferenzstrom ≤ 30 mA) verwendet werden.
Anschluss ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
Ist eine normenkonforme Ausführung der ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel – zum Beispiel
VDE-Zeichen, CE-Zeichen, GS-Zeichen, DGUV-Test –
nicht eindeutig feststellbar, sind zusätzliche Maßnahmen beim Anschluss an das Netz erforderlich.
Dies sind vorzugsweise Trenntransformatoren. Bei
hoher Anschlussleistung können auch FehlerstromSchutzeinrichtung (RCD mit Bemessungsdifferenzstrom ≤ 30 mA) eingesetzt werden.
Leitungen
An Stellen, an denen Leitungen mechanisch
besonders beansprucht werden, müssen sie z. B.
in Kabelbrücken oder Schutzrohren geschützt
verlegt werden.
Sind Schäden erkennbar, die die Sicherheit beeinträchtigen, dürfen die Betriebsmittel nicht eingesetzt
werden.
Anschluss „nicht betriebseigener“ Betriebsmittel
Jedes „nicht betriebseigene“ elektrische Betriebsmittel, das bei Produktionen eingesetzt und an das
Versorgungsnetz angeschlossen wird, ist von einer
Elektrofachkraft geprüft. Die Prüfung kann durch
den Verleiher veranlasst und dokumentiert werden.
In Zweifelsfällen ist vor der Inbetriebnahme eine
Prüfung durch eine Elektrofachkraft erforderlich.
Anschluss in „fremden Häusern“ und im Freien
Vor dem Anschließen elektrischer Betriebsmittel
in „fremden Häusern“ und im Freien müssen die
Steckdosen auf richtigen Anschluss der Außenleiter
und des Schutzleiters durch eine Elektrofachkraft
überprüft werden. Auf die Prüfung kann verzichtet
werden, wenn der Betreiber der Anschlüsse den
ordnungsgemäßen Zustand bestätigt.
Kabelbrücken
schützen Leitungen
vor mechanischer
Beanspruchung.
13
Elektrotechnik
Leitungsroller müssen für den Einsatz unter rauen
Umgebungsbedingungen geeignet sein und sollten
folgende Merkmale aufweisen:
Geeigneter Leitungsroller mit Prüfplakette
Unabhängig
von den festgelegten
Prüffristen werden
alle ortsveränderlichen
elektrischen Betriebsmittel vor Beginn jeder
Produktion durch
Sichtkontrolle
überprüft.
14
• Ausführung in Schutzklasse II, d. h. schutzisoliertes Betriebsmittel mit doppelter oder verstärkter
Isolierung
• Ausrüstung mit Leitungen vom Typ H07RN-F
(Gummischlauchleitung anstelle PVC-Leitung)
oder H07BQ-F, dies gilt auch für Verlängerungsleitungen
• Tragegriff, Kurbelgriff und Trommel aus Isolierstoff
oder mit Isolierstoff umhüllt, um zu verhindern,
dass durch eine beschädigte Leitung eine gefährliche Berührungsspannung an großflächig berührbaren Konstruktionsteilen ansteht
• Ausrüstung mit einer integrierten Schutzeinrichtung gegen übermäßige Erwärmung, z. B. Thermoschutzschalter
• Schutzart IP 44 (Schutz gegen Fremdkörper < 1mm
und Spritzwasser geschützt)
• Eignung für Betrieb im Umgebungstemperaturbereich von -25 °C bis +40 °C
Scheinwerfer
Bei der Bereitstellung und Benutzung von Scheinwerfern müssen die sicherheitstechnischen Anforderungen beachtet werden.
Mobile Stromerzeuger
Bei der Verwendung eines Generators sind die
Bestimmungen der DGUV Information 203-032
„Auswahl und Betrieb von Ersatzstromerzeugern
auf Bau- und Montagestellen“ (BGI 867) zu beachten. Die Errichtung einer Erdung und die Überprüfung der Schutzmaßnahmen erfolgen durch
eine Elektrofachkraft. Die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen für die verschiedenen Netzformen
müssen mit einem geeignetem Messgerät überprüft
und schriftlich nachgewiesen werden (Prüfprotokoll, z. B. SQP4 Anhänge 1 und 2).
Stromgenerator mit mobilem Stromverteiler und Erdspieß
Potenzialausgleich
Alle metallischen Einrichtungen, die im Fehlerfall
gefährliche Berührungsspannungen annehmen
können, müssen in einen gemeinsamen Potenzialausgleich einbezogen und mit dem Schutzleiter des
speisenden Netzes verbunden werden.
Blitzschutz bei Produktionen und Veranstaltungen
im Freien
Bei drohender Gefährdung durch Gewitter ist die
Produktion im Freien durch den Verantwortlichen
einzustellen. Die Beschäftigten und gegebenenfalls
das Publikum, sollten geschützte Orte aufsuchen.
Schutz gegen Blitzschlag bieten Fahrzeuge mit
Ganzmetall-Karosserie und Gebäude mit einer Blitzschutzanlage.
Bei einer Produktion kommen viele unterschiedliche Gefahrstoffe zum Einsatz.
Auch in der Maske wird mit Gefahrstoffen umgegangen.
4.Gefahrstoffe
Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sind die Bestimmungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) einzuhalten. In der Filmproduktion kommen in der Regel
Gefahrstoffe beim Szenenbild, in der Maske und bei
Spezialeffekten vor.
• Die Gefährdungen durch Gefahrstoffe sind
durch fachkundige Personen zu ermitteln und zu
beur­teilen, geeignete Schutzmaßnahmen sind
festzu­legen. Erste Hinweise, welche Gefahren von
den eingesetzten Produkten ausgehen, erhält
der An­wender aus der Kennzeichnung und dem
Sicher­heitsdatenblatt (muss vor Ort zur Verfügung
stehen).
• Für bestimmte Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sind
besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Dies
gilt u. a. für Tätigkeiten mit explosionsgefähr­
lichen, Brand fördernden, entzündlichen, giftigen
und Krebs erzeugende Stoffen oder Gemischen,
einschließlich ihrer Lagerung.
• Die Gefährdungsbeurteilung ist zu dokumentieren. Es sind Betriebsanweisungen zu erstellen, in
denen die auftretenden Gefahren und die erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie Verhaltensregeln
für die jeweiligen Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
festzulegen sind. Hier sind auch Hinweise zum Verhalten im Gefahrfall und zur Ersten Hilfe zu geben.
• Die Betriebsanweisung muss am Arbeitsplatz
vor­handen sein. Die Beschäftigten sind anhand
der Betriebsanweisung zu unterweisen.
• Je nach Gefahrstoff ist Vorsorge gemäß der
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
(ArbMedVV) anzubieten oder zwingend durchzuführen. Diese Vorsorge wird von einem Betriebsarzt
durchgeführt.
In der Filmproduktion kommen
in der Regel Gefahrstoffe
beim Szenenbild, in
der Maske und bei
Spezialeffekten vor.
15
5.Gefährliche Arbeiten
Bei gefährlichen
Arbeiten ist eine zweite
Person zu bestimmen,
die mit Weisungsrecht
die sichere Durchführung
der Arbeiten überwacht
und entsprechende
fachliche Kenntnisse hat.
„Gefährliche Arbeiten sind solche, bei denen eine
erhöhte Gefährdung aus dem Arbeitsverfahren,
der Art der Tätigkeit, den verwendeten Stoffen oder
aus der Umgebung gegeben ist, weil keine ausreichenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden
können“ DGUV Vorschrift 1 (BGR A1).
Bei gefährlichen Arbeiten ist eine zweite Person zu
bestimmen, die mit Weisungsrecht die sichere
Durchführung der Arbeiten überwacht und entsprechende fachliche Kenntnisse hat (aufsichtführende
Person).
16
Gefährliche Arbeiten können z. B. sein:
• Arbeiten mit Absturzgefahr
• Sprengarbeiten, Pyrotechnik
• Fällen von Bäumen
• Arbeiten im Bereich von Gleisen während des
Bahnbetriebes
• Arbeiten mit Wildtieren
• …
Bei gefährlichen szenischen Vorgängen ist die BGVorschrift Veranstaltungs- und Produktionsstätten
für szenische Darstellung [DGUV Vorschrift 17
(BGV C1)] zu beachten.
6.Externe Dienstleister
Zu den externen Dienstleistern zählen die Caterer.
Bei der Bestellung von externen Dienstleistern ist darauf zu achten, dass die Bestimmungen in der DGUV
Vorschrift 1 (BGV A1) §§ 5 (Vergabe von Aufträgen)
und 6 (Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen)
beachtet werden.
Hierbei hat der Dienstleister eine Gefährdungsbeurteilung und Unterweisungsnachweise vorzuhalten
und sicher zu stellen, dass nur geprüfte Arbeitsmittel
und Geräte verwendet werden.
Wenn die Arbeiten des Dienstleisters die Mitarbeiter
der Produktionsfirma gefährden können, ist vor Beginn der Arbeit eine Gefährdungsbeurteilung einzu-
fordern (z. B. Stunts, Spezialeffekte, Tiere, etc.). Die
Gefährdungsbeurteilungen aller Beteiligten müssen
abgestimmt werden.
Bei den Bereichen „Maske“, „Kostüm“, „Szenenbild“
und „Spezialeffekte“ ist im Umgang mit Gefahrstoffen darauf zu achten, dass die Gefährdung beurteilt
und die Schutzmaßnahmen festgelegt wurden. Ggf.
ist ein Koordinator zu bestellen.
Beim Catering ist zusätzlich auf die Einhaltung der
Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) zu achten
und es sind entsprechende Qualifikationsnachweise
und Unterweisungsdokumente einzufordern.
Wenn die Arbeiten
des Dienstleisters die
Mitarbeiter der Produktionsfirma gefährden
können, ist vor Beginn
der Arbeit eine Gefährdungsbeurteilung
einzufordern.
17
7.Checklisten und Hilfsmittel
Übersicht: Maßnahmen am Set
• Gefährdungsbeurteilung erstellen und umsetzen
• Unterweisung aller Produktionsmitarbeiter vor
Produktionsbeginn
• Spezielle Einweisung am Set (nach Bedarf) und
bei besonderen Arbeitsverfahren
• Informationen über Notrufnummern, Erste Hilfe,
Fluchtwege und zuständige Berufsgenossenschaft
▸ Unterweisung
▸ Aushang
• Qualifikation des Personals überprüfen
• Ab 21 Personen einen Sicherheitsbeauftragten
bestellen (Empfehlung: Set-Aufnahmeleiter)
• Mindestens 1 Ersthelfer am Set
(Regel: 10 % der Versicherten)
• Sicherheitsschuhe mindestens für die Abtei­lungen „Licht“, „Kamerabühne“ und „Szenenbau“
• Nur geprüfte Geräte/Arbeitsmittel verwenden
▸ notwendige Einweisung ist schriftlich zu
dokumentieren
• Sicherheitsdatenblätter für alle Gefahrstoffe
und Betriebsanweisungen am Set vorhalten
• Elektrofachkraft für die gesamte Produktion
gem. DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) benennen
• Koordinator für alle Fremdfirmen und nicht
bei der Produktionsfirma angestellte Personen
benennen
Checkliste: Verleiher
• Nur geprüfte Arbeitsmittel ausleihen
• Bedienungsanleitung zum Arbeitsmittel muss
vorhanden sein
• Montagehinweise (Auf- und Abbau)
• Sicherheitshinweise
• Stichprobenkontrolle der durchgeführten
Prüfung
• Mangelhafte oder beschädigte Arbeitsmittel
fachgerecht reparieren lassen
• Hinweise zur nächsten Wiederholungsprüfung
Datum, Unterschrift
18
erledigt
Checkliste: Mietobjekte
erledigt
• Eindeutige Darstellung des Mietobjektes
(Fläche, Bereich) und der Nutzung
• Übergabe der Mietsache dokumentieren
(Übergabeprotokoll)
• Gefahrenquellen und -hinweise dokumentieren
• Technische Unterlagen einfordern
• Stromversorgung: sicheren Zustand der vorhandenen elektrischen Anlage überprüfen
▸wenn nicht vorhanden: sicheren Speisepunkt
schaffen
• Rückgabe der Mietsache dokumentieren
(Übergabeprotokoll)
Checkliste: Zusammenarbeit mit externen
Dienstleisternerledigt
• Beachtung der berufsgenossenschaftlichen
Vorschrift Grundsätze der Prävention
[DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
▸ § 5 „Vergabe von Aufträgen“
▸ § 6 „Zusammenarbeit mehrerer Unter nehmer“
• Vor Beginn der Arbeiten eine Gefährdungsbeurteilung einfordern, insbesondere bei Stunts,
Spezialeffekten, Arbeit mit Tieren etc.
• Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen auf das
Vorhandensein von Sicherheitsdatenblättern,
Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung
achten
• Beim Catering die Bestimmungen der
Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) einhalten und Qualifikationsnachweise einfordern
Checklisten und Hilfsmittel
Organisation
gem. DGUV Voschrift 1
(BGV A1)
• Gefährdungsbeurteilung
• Unterweisung
• Ersthelfer
(10 % der Mitarbeiter)
• Erste Hilfe/Feuerlöscher
• Sicherheitsfachkraft
(gem. DGUV Vorschrift 2)
• Sicherheitsbeauftragter
(ab der 21. Person)
• PSA zur Verfügung stellen
(speziell: Licht, Kamerabühne,
Szenenbau)
• Betriebsarzt (gem. DGUV
Vorschrift 2)
• Durchgangsarzt
(www.bgetem.de)
Arbeitsmittel
gem. BetrSichV
• nur geprüfte Arbeitsmittel
verwenden
• defekte Arbeitsmittel dürfen
nicht verwendet werden
• Reparatur nur durch Fachpersonal
• Bedienungsanleitung muss
vorhanden sein
• auf bestimmungsgemäßen
Gebrauch achten
Gefahrstoffe
gem. GefStoffV
Sicherheit
am Set
Gefährliche Arbeiten
gem. DGUV Regel
100-001 (BGR A1)
Beispiele:
• Arbeiten mit Absturzgefahr
• Sprengarbeiten
• Fällen von Bäumen
• Arbeiten im Gleisbett
• zu jedem Stoff muss ein
Sicherheitsdatenblatt vorhanden sein
• Gefährdungsbeurteilung
• Betriebsanweisungen
erstellen
• notwendige PSA festlegen
• ggf. Vorsorge
• Gasflaschen: ordnungsgemäßer Zustand und regelmäßige Prüfung
Elektrotechnik gem.
DGUV Vorschrift 3
(BGV A3), BetrSichV,
TRBS
• nur geprüfte Arbeitsmittel
verwenden
• defekte Arbeitsmittel dürfen
nicht verwendet werden
• Reparatur nur durch Fachpersonal
• Bedienungsanleitung muss
vorhanden sein
• auf bestimmungsgemäßen
Gebrauch achten
19
Checklisten und Hilfsmittel
Struktur Filmproduktion
Produzent
Auftraggeber
Herstellungsleitung
Filmgeschäftsführung
Produktionsassistenz
Büro
Produktionsleitung
Produktionssekretariat
Schauspieler
Komparsen
Produktionsfahrer
20
Regie
2. Aufnahmeleiter
am Set
vor Ort
Filmgeschäftsführung
Aufnahmeleitung
Kamera
Regieassistenz
Szenenbild
Continuity
Requisite,
Bühnenbau,
Kostüm
Technik
(Licht,
Kamerabühne,
Kameratechnik)
Checklisten und Hilfsmittel
Erste Hilfe
Auffinden einer Person
!
Grundsätze
• Ruhe bewahren
• Unfallstelle sichern
Notruf
• Eigene Sicherheit beachten
Person ggf. aus dem
Gefahrenbereich retten
nicht
vorhanden
keine normale
Atmung
um
Hilfe
rufen
Notruf
Atmung prüfen
Atemwege freimachen,
Kopf nackenwärts beugen,
Kinn anheben,
sehen/hören/fühlen
Bewusstsein prüfen
laut ansprechen,
anfassen, rütteln
• Wo geschah es?
• Was geschah?
• Wie viele Verletzte?
• Welche Art von Verletzungen?
• Warten auf Rückfragen!
vorhanden
+
AED* holen 30 x Herzdruckmassage
Hände in Brustmitte
lassen
Drucktiefe 5 – 6 cm
normale
Atmung
Arbeitstempo 100 – 120/min
im
Wechsel
mit
2 x Beatmung
1 s lang Luft
in Mund oder
Nase einblasen
Rettungsleitstelle (Notruf):
Ersthelfer:
Betriebssanitäter:
Erste-Hilfe-Material bei:
Erste-Hilfe-Raum:
Ärzte für Erste Hilfe:
Berufsgenossenschaftliche
Durchgangsärzte:
Situationsgerecht
helfen
Info: www.dguv.de/landesverbaende
Stabile Seitenlage
z.B. Wunde versorgen
Berufsgenossenschaftlich
zugelassene Krankenhäuser:
Notruf
Lerne helfen – werde Ersthelfer
Info: www.dguv.de/erstehilfe
Bewusstsein und Atmung überwachen
Meldung zur Ausbildung bei:
* Sofern verfügbar – den Anweisungen des „Automatisierten Externen Defibrillators“ (AED) folgen.
Plakat „Erste Hilfe“, BGI/GUV-I 510-1, Ausgabe April 2011 • Herausgeber: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), Mittelstraße 51, 10117 Berlin, www.dguv.de
Aushang Erste Hilfe BGI 510-1
21
Checklisten und Hilfsmittel
Mitgliedsnummer
Dieses Unternehmen ist Mitglied der BG ETEM.
Prävention, Rehabilitation und Entschädigung aus einer Hand.
Ansprechpartner bei Arbeitsunfällen
und Berufskrankheiten:
Auskunft bei Fragen zum Arbeitsund Gesundheitsschutz:
Bezirksverwaltung XYZ
Präventionszentrum XYZ
Telefon ABC
Telefax DEF
E-Mail abc@bgetem.de
Musterstraße 1 • 12345 Musterort
Telefon ABC
Telefax DEF
E-Mail bcd@bgetem.de
Musterstraße 2 • 12345 Musterort
Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Gesetzliche Unfallversicherung · Körperschaft des öffentlichen Rechts
Sitz der Hauptverwaltung: Gustav-Heinemann-Ufer 130 · 50968 Köln
Tel.: 0221 3778-0 · Fax: 0221 3778-1199 · E-Mail: info@bgetem.de · Internet: www.bgetem.de
Aushang Mitgliedschaft
Unternehmerinnen und Unternehmer müssen ihre
Beschäftigten durch einen Aushang darüber informieren, welche Berufsgenossenschaft für das Unternehmen zuständig ist. Der Aushang muss zudem
die Kontaktdaten der Bezirksverwaltung (Ansprechpartner bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten)
und des Präventionszentrums (Ansprechpartner bei
Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz) in ihrer
22
Nähe enthalten. Bitte bringen Sie den Aushang an
einer gut sichtbaren Stelle im Unternehmen an.
Diesen Aushang – individualisiert mit Ihrer Mitgliedsnummer und den BG-Kontaktdaten in Ihrer Nähe –
können Sie direkt online erstellen, als PDF-Datei
herunterladen und zum Aufhängen ausdrucken:
www.bgetem.de, Webcode: aushang
Checklisten und Hilfsmittel
Gefährdungen/Belastungen
Beispiele
Mechanische Gefährdungen
Quetsch- und Scherstellen an Maschinenteilen, Ausrutschen,
Stolpern, Abstürzen
Elektrische Gefährdung
Gefährliche Körperströme durch Berühren unter Spannung
stehender Teile, Lichtbogenbildung durch Kurzschluss
Chemische Gefährdung
Einatmen giftiger, ätzender oder reizender Stoffe, Holzstaub,
Umgang mit Kraftstoffen
Biologische Gefährdung
Infektionsgefahr durch Mikroorganismen und Viren, Umgang
mit gentechnisch veränderten Organismen
Brand- und Explosionsgefährdung
Umgang mit Sprengstoffen, Bildung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären, Schweißarbeiten
Thermische Gefährdung
Verbrennungen an heißen Oberflächen, Aufenthalt in Kühlräumen
Physikalische Gefährdung
Gefährdung durch Arbeitsumgebungsbedingungen
Lärm, Ultraschall, Schwingungen, Strahlung
Physische Belastung
Bewegung schwerer Lasten, einseitige Arbeitshaltung, Zwangshaltung
Belastung aus Wahrnehmung
und Handhabbarkeit
Gestaltung von Bildschirmen, Anordnung von Stellteilen und
Anzeigen, Handhabbarkeit von Arbeitsmitteln
Psychomentale Fehlbelastung
Ständig wechselnde Arbeitsstätten, Arbeiten unter Zeitdruck,
kurzzyklisch sich wiederholende Tätigkeiten, Nachtarbeit,
Überforderung
Gefährdung durch Mängel
in der Arbeitsorganisation
Unterweisungs-, Unterrichtungs-, Ermittlungs- und Prüfpflichten, Erste Hilfe, Bereitstellung von geeigneten Arbeitsmitteln,
arbeitsmedizinische Vorsorge
Hitze, Witterung, Kälte, Nässe, Zugluft, Belüftung, Beleuchtung
und Arbeitsplatz
Gefährdungen und Belastungsarten
23
Checklisten und Hilfsmittel
Bestätigung der Unterweisung nach § 4 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention”
(BGV A1)
Unternehmen:
(Name und Anschrift des Unternehmens)
Betriebsteil, Arbeitsbereich:
Durchgeführt von:
Durchgeführt am:
Unterweisungsinhalte (insbesondere Gefahrquellen, Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum
Gesundheitsschutz, Erste Hilfe):
Name und Unterschrift der Teilnehmer
Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich an der Unterweisung teilgenommen und den Inhalt
verstanden habe.
Name, Vorname
Unterschrift
Name, Vorname
Bemerkungen
Unterschrift des Trainers/Unterweisenden
Dokumentation der Unterweisung (Muster) BGR A1
24
Geschäftsleitung z. K.
Unterschrift
Checklisten und Hilfsmittel
Die Verpflichtung zur Prüfung von Arbeitsmitteln
findet sich in eindeutiger Form in der Betriebssicherheitsverordnung wieder (BetrSichV § 10). Hier wird
gefordert, die Fristen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.
In den Durchführungsanweisungen zu § 5 „Prüfungen” der DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) „Elektrische
Anlagen und Betriebsmittel” werden Fristen als
Richtwerte bei normaler Beanspruchung aufgeführt.
Die folgenden Tabellen aus der DGUV Vorschrift 3
helfen Ihnen, die Prüffristen so festzulegen, dass die
Schutzziele erreicht werden. In der DGUV Information
203-071 „Wiederkehrende Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel“ finden Sie umfassende Informationen zur rechtskonformen Organisation der Prüfungen.
Anlage/Betriebsmittel
Prüffrist
Art der Prüfung
Prüfer
Elektrische Anlagen und ortsfeste
Betriebsmittel
4 Jahre
auf ordnungsgemäßen Zustand
Elektrofachkraft
Elektrische Anlagen und ortsfeste
elektrische Betriebsmittel in „Betriebsstätten, Räumen und Anlagen besonderer Art“ (DIN VDE 0100 Gruppe 700)
1 Jahr
Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen in nichtstationären Anlagen
1 Monat
auf Wirksamkeit
Elektrofachkraft oder
elektrotechnisch unterwiesene Person bei
Verwendung geeigneter
Mess- und Prüfgeräte
Benutzer
6 Monate
arbeitstäglich
auf einwandfreie
Funktion durch
Betätigen der
Prüfeinrichtung
Fehlerstrom-, Differenzstrom- und
Fehlerspannungs-Schutzschalter
• in stationären Anlagen
• in nichtstationären Anlagen
DGUV Vorschrift 3 Tabelle 1A: Wiederholungsprüfungen ortsfester elektrischer Anlagen und Betriebsmittel
Anlage/Betriebsmittel
Prüffrist
Richt- und Maximal-Werte
Art der Prüfung
Prüfer
Ortsveränderliche
elektrische Betriebsmittel
(soweit benutzt)
Richtwert 6 Monate, auf Baustellen 3 Monate*.
Wird bei den Prüfungen eine
Fehlerquote ‹ 2 % erreicht, kann
die Prüffrist entsprechend verlängert werden.
auf ordnungsgemäßen
Zustand
Elektrofachkraft,
bei Verwendung
geeigneter Messund Prüfgeräte
auch elektrotechnisch unterwiesene
Person
Verlängerungs- und
Geräteanschlussleitungen
mit Steckvorrichtungen
Anschlussleitungen mit
Stecker
Maximalwerte:
Auf Baustellen, in Fertigungsstätten und Werkstätten oder unter
ähnlichen Bedingungen ein Jahr,
bewegliche Leitungen mit
Stecker und Festanschluss
in Büros oder unter ähnlichen
Bedingungen zwei Jahre.
* Konkretisierung siehe BG-Information „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Baustellen“ (BGI 608)
DGUV Vorschrift 3 Tabelle 1B: Wiederholungsprüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
25
8. Vorschriften und Regeln
Nachstehend sind die insbesondere zu beachtenden
einschlägigen Vorschriften und Regeln zusammengestellt.
1.Gesetze, Verordnungen
Bezugsquelle: www.gesetze-im-internet.de
oder
Buchhandel
Carl Heymanns Verlag GmbH,
www.carl-heymanns.de
• Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen
des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der
Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der
Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG)
• Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV)
• Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln
und deren Benutzung bei der Arbeit, über
Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des
betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV)
• Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen
(Gefahrstoffverordnung – GefStoff V)
• Gesetz über die Bereitstellung von Produkten
auf dem Markt (Produktsicherheitsgesetz –
ProdSG)
• Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge
(Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung –
ArbMedVV)
• Verordnung über Anforderungen an die Hygiene
beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Lebensmitteln (Lebensmittelhygieneverordnung – LMHV)
2.Berufsgenossenschaftliche Vorschriften; Regeln
und Informationen für Sicherheit und Gesundheit
bei der Arbeit
Bezugsquelle:www.bgetem.de, Stichwort:
Regelwerk/Gesetze/Vorschriften,
zuständige Berufsgenossenschaft
oder
Carl Heymanns Verlag GmbH,
www.carl-heymanns.de
26
• Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
Prävention“ [DGUV Vorschrift 1 (BGV A1)]
• Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen
und Betriebsmittel“ [DGUV Vorschrift 3 (BGV A3)]
• Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte
und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV
Vorschrift 2)
• Unfallverhütungsvorschrift „Veranstaltungs- und
Produktionsstätten für szenische Darstellung“
[DGUV Vorschrift 17 (BGV C1)]
• BG-Regel „Grundsätze der Prävention“ [DGUV
Regel 100-001 (BGR A1)]
• DGUV-Grundsatz „Ausbildung und Beauftragung
der Bediener von Hubarbeitsbühnen“ [(DGUV
Grundsatz 308-008 (966)]
• BG-Information „Dokumentation der Erste-HilfeLeistung“ (Verbandbuch) [DGUV Information
204-020 (BGI 511-1)]
• BG-Information „Erste Hilfe Plakat“ [DGUV
Information 204-001 (BGI 810-1)]
• BG-Information „Kamerakrane“ (BGI 814)
• BG-Information „Auswahl und Betrieb von
Ersatzstromerzeugern auf Bau- und Montagestellen“ [DGUV Information 203-032 (BGI 867)]
• Technische Regel für Betriebssicherheit
„Befähigte Person“ (TRBS 1203)
• CD 3 „Praxisgerechte Lösungen“
3.Normen
Bezugsquelle:Beuth Verlag GmbH,
Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin
DIN 13157:2009-11 Erste-Hilfe-Material – Verbandkasten C
DIN 13169:2009-11 Erste-Hilfe-Material – Verbandkasten E
Raum für Notizen
27
Raum für Notizen
28
Berufsgenossenschaft
Energie Textil Elektro
Medienerzeugnisse
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln
Telefon 0221 3778-0
Telefax 0221 3778-1199
www.bgetem.de
Bestell-Nr. S 041
1 · 1 · 03 · 14 · 2 – Alle Rechte beim Herausgeber
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