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Beim traditionellen Neujahrskonzert am letzten Sonntag faszinierten

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Beim traditionellen Neujahrskonzert am letzten Sonntag faszinierten das
Kollegium des Musischen Zentrums und drei Gastkünstler die Konzertbesucher
mit einem eindrucksvollen und abwechslungsreichen Programm.
Der neue Klavierpädagoge Christian Ludwig Mayer begrüßte die Gäste und
stellte sich als 1.Vorsitzender und seine Violinkollegin Julia Fehre als
2.Vorsitzende des neu gewählten MZA- Vorstands vor.
Den musikalischen Auftakt gaben Julia Fehre, Violine, Elisabeth Dörr,
Violoncello und Christian Mayer am Klavier mit einer viersätzigen Sonate von
G.F. Händel, stilsicher und in fantastischer Balance vorgetragen.
Dieser und drei weitere Konzertbeiträge wären ohne tiefe Streicher nicht
möglich gewesen, daher soll an dieser Stelle vierfach DANKE gesagt werden
für die besondere Bereicherung, die das Konzert durch die Cellistin Elisabeth
Dörr und den Kontrabassisten Christian Ehrenhart erhielt!
Mit Eugenie Krause und ihrem Akkordeon zogen „russische Bilder“ durch den
Saal, zu denen sie ihren ganz persönlichen biografischen Bezug andeutete und
die Zuhörer im orchestralen Zauber ihres Instrumentes versinken ließ.
Überhaupt erwies es sich als angenehm auflockernd, dass das Publikum
diesmal von den Ausführenden selbst in die Werke eingeführt wurde.
So hörte man das polnische Volkslied „Die Spinnerin“ von der Flötistin Anna
Maria Klier zunächst in ihrer Muttersprache in anrührender Weise gesungen,
erläutert, anschließend flötistisch „paraphrasiert“, und am Klavier einfühlsam
begleitet von ihrem Partner Andrea Menichelli.
Zart bewegt und bewegend folgte Claus Schleich als Gitarrensolist mit einer
melancholischen Milonga aus „24 piezas sudamericanas“ von Jorge Cardoso.
Christian Mayer zeigte sich in seiner ganzen Vielseitigkeit; als Klaviersolist,
als Komponist und kreativer Jazzer, der sich in seinem neuen Kollegium
unüberhörbar wohl fühlt, Humor und Spontaneität verbreitet und der es
versteht, Türen in neue Stilrichtungen zu öffnen.
In seinem Klarinettenkollegen Hans-Peter Willer hat er einen Partner, der
begeistert und virtuos mitgeht; dies wurde deutlich in der mitreißenden
Interpretation von „Sea Journey“ von Chick Corea und „Memories of
Tomorrow“ von Keith Jarrett.
Überraschend, chrono-un-logisch und doch wunderbar platziert als Kontrast
zum Vorherigen folgte ein Trio für Violine, Klarinette und Violoncello von
Joseph Haydn, das die Zuhörer noch einmal genüsslich durchatmen ließ,
bevor das Programm auf die Zielgerade einbog und mit Astor Piazzollas Tango
„Primavera Portena“ die Aula und die Konzertbesucher erbeben ließ...
Schön, dass die im vergangenen Jahr gegründete „Tradition“, in größeren
Ensembles auf die Bühne zu gehen, auch diesmal fortgesetzt wurde!
Noch schöner die Initiative von Christian Mayer, sich der extravaganten
Instrumentalbesetzung kompositorisch zuzuwenden, um das Konzert mit
einer Uraufführung namens „Neujahrswalzer anno 2015“ für Flöte, Klarinette,
Violine, Violoncello, Akkordeon, E- Gitarre und Klavier abzurunden und zum
Wiederkommen zu animieren!
jm
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