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Von Armsheim über Ensheim und den Neuborn nach Wörrstadt – Panorama mit Hindernissen
Wir fahren mit der Regionalbahn bis kurz vor Alzey. Der Bahnhof von Armsheim liegt am Ortsrand
und wir nutzen den einzigen Bahnübergang weit und breit, um sogleich an den Fuß der Weinberge zu
gelangen. Unser Weg steigt recht gleichmäßig und langsam und mit jedem zusätzlichen Meter erweitert sich die Aussicht. Auf dem Eselsberg angekommen, treffen wir auf den Rheinhessischen Jakobsweg. Mit diesem laufen wir in dem idyllischen kleinen Weinort Ensheim ein. Das 460 Einwohner zählende Dorf taucht wie so viele der Region erstmals 769 im Kodex des Lorscher Klosters aus dem
Dunkel der Frühgeschichte auf. Aus dieser Zeit ist auch bereits Weinbau nachgewiesen. Im Mainzer
Landesmuseum sind Steinsärge, Bronzeschwerter und römische Münzen ausgestellt, die auf der
Gemarkung gefunden worden sind. – Überwiegend über Feld und an Hecken entlang nähern wir uns
Spiesheim (ca. 1.000 Ew.), das wir jedoch nur tangieren. Wir verlassen den Ort beim Weingut Becker
und gehen an Sojafeldern vorbei auf einen Windpark zu. Auch die Sojafelder werden vom Weingut
Becker bewirtschaftet. Wir bewegen uns auf einem Höhenzug von durchschnittlich 235 m. Die früher
ungetrübte Sicht über Rheinhessen, Nordpfälzer Bergland und zum Pfälzerwald gibt es leider nicht
mehr, denn Rheinhessen, Heimat des großen Windkraftprojektierers Juwi, ist mit Windrädern
zugespargelt. Am Windpark
biegen wir links ab, queren eine
Straße und kommen bald zum
Eichenhof. Dieser Hof baut das
Futter für die Schweinezucht
noch selbst an und verarbeitet
die Tiere in der eigenen
Landmetzgerei. Außerdem
erzeugt man hier noch Braugerste
und Zuckerrüben und hat einen
Wildkräuterpfad (rechts) angelegt,
von dem wir in der Winterzeit leider nichts haben. – Nun betreten wir im weitgehend waldlosen
Rheinhessen mit dem von zahlreichen kleinen Bächen durchzogenen Neuborn die echte Rarität eines
lauschigen Wäldchens. Mittendrin liegt der Ort unserer heutigen Jause, die kleine Waldgaststätte. –
Mit hoffentlich frischen
Kräften starten wir nach der
Rast zur letzten Etappe. Am
Waldrand, bei einer
schmucken neuen
Grillhütte, findet jeden
August auf den Wiesen das
Neuborn Open Air Festival
statt, mit rund 3.000
Besuchern Wörrstadts
größte Veranstaltung. Wir
schlagen hier einen Fußpfad
ein und erreichen nach
einiger Zeit den Ortsrand. Zum Bahnhof muss ganz Wörrstadt durchquert werden, was wir soweit
möglich auf kleinen, versteckten Pfaden tun, die uns auch zum Tagelöhnerhaus aus der Zeit um 1750
führen. Es war noch bis 1983 bewohnt und kann immer am Tag des offenen Denkmals besichtigt
werden. Das letzte Wegstück legen wir schließlich auf der Haupteinkaufsstraße des 7.800 Einwohner
zählenden Ortes zurück, der Verwaltungs- und Schulzentrum für 17 umliegende Dörfer ist.
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