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Matthias Grünewald pdf ebook 2ayh free By Denise

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Magazin der
Industrie- und Handelskammer
Bremerhaven
11.2014
Wirtschaft
an Strom und Meer
Innovation und
Forschung
Zeitarbeits-Markt: Hohe Dynamik
Externe Rechenzentren: Viele Vorteile
Litauen: Euro-Einführung im Januar
www.bremerhaven.ihk.de
Die 50 wichtigsten
Punkte beim Thema
Unternehmensnachfolge:
1. Lassen Sie sich genossenschaftlich beraten.
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Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.
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Volksbanken
Raiffeisenbanken
Inhalt
„Wir sind Nobelpreis!“, möchte ich fast ausrufen. Denn einer der drei
Nobelpreise 2014 für Physik geht an Shuji Nakamura, Professor an der
University of California in Santa Barbara und zugleich Honorarprofessor
der Universität Bremen. Eine der weltweit bedeutendsten Auszeichnungen für einen auch in Bremen wirkenden Wissenschaftler – das ist ein
Grund zur Freude für die Menschen in der Metropolregion und es stärkt
den Wissenschaftsstandort. In dieser Ausgabe von WIRTSCHAFT AN
STROM UND MEER setzen wir einige Schlaglichter der Innovation –
Innovation als dem Bestreben, Neues und Besseres hervorzubringen und dadurch unser aller
Wohlergehen zu mehren. Dass Innovationen der Antreiber des Wohlstandes sind, ist im Grunde
genommen selbstverständlich. Nach meinem Eindruck wird diese Binsenweisheit allerdings
zunehmend vergessen. Ich meine: Wir müssen unsere Wertschätzung für Innovationen und ihren
Stellenwert noch deutlicher zeigen. Ich wünsche Ihnen eine angenehme, nutzbringende Lektüre!
Ihr Michael Stark, Hauptgeschäftsführer
6
Innovation | Forschung
Ideen, die Wirtschaft weiterbringen
Externe Rechenzentren
Viele Vorteile
Schwerpunktthema
Innovation und Forschung
Zeitarbeit als Chance
Arbeitsmarktpolitik
eBusiness-Lotse
Anbieterneutraler Partner
7
IT-Sicherheit
Daten-Verantwortung
8
Direktvertriebsbranche
Verkaufspartys als Verkaufsform
Luft- und Raumfahrt
Vom Nordwesten ins All
18
20
21
10
Energieeffizienz erforschen
ETA-Modellfrabrik für die Industrie 12
Literatur
Kammerbörse
23
23
Standort Bremerhaven
Innovative Aushängeschilder
Bürokratieabbau
Besser sein im Wettbewerb
14
16
Unternehmenspraxis
Ernst-Schneider-Preis
Jounalisten ausgezeichnet
17
11.2014
Bremerhaven im Aufbruch
Leitmärkte der Green Economy
Echte Innovationen erzeugen Wohlstand und
sie verändern die Welt zum Guten. Innovationen
sind ab der Seite 6 unser Schwerpunktthema.
Litauen
Euro-Einführung im Januar
28
International
Litauen auf Eurokurs
Eurozone wird erweitert
28
Business-Frühstück Europa
Niederlande und Dänemark
29
Herbstkonvent der IHK
Uwe Beckmeyer war Hauptredner
30
Wirtschaftsjunioren
Regionale Wirtschaft
Jahresthema
Zum Titelbild
IHK aktiv
Service
Interview mit Bart Reijnen
Airbus-Standort Bremen
Wirtschaft an Strom und Meer
20
Titelfoto: alphaspirit – Fotolia.com
Liebe Leserinnen und Leser!
24
WJ-Oktoberfest
Gelungenes bayerisches Ambiente
32
Neues aus Berlin und Brüssel
33
Gesundheitsmanagement
Zielgruppe sind KMUs
25
Infoseiten
Küstenautobahn
„A20 wird gebraucht“
26
Kulturtipps
34
Effizienztisch Bremerhaven
Sparpotentiale aufspüren
27
Ausblick 12.01|2014.15
Impressum
35
3
Foto: Marketing-Club Bremen
Namen und Nachrichten
Ehrung für ein ganz besonderes Ladenkonzept: Club-Präsidentin Christine Bronkeßel übergibt den
Preis an Frederick Fiedler.
Marketing-Innovationspreis
„Highlight 2014“: Fiedlers Fischmarkt
ist der Preisträger
Fiedlers Fischmarkt anno 1906
hat den begehrten Marketing-Innovationspreis „Highlight 2014“ des Marketing-Clubs
Bremen erhalten. Das Unternehmen wurde
für sein gemeinsam mit der Agentur Braue
Branding entwickeltes Ladenkonzept ausgezeichnet.
20 Unternehmen haben sich in diesem
Jahr um den Preis beworben; am Ende schafften es drei Unternehmen in das Finale. Auf
dem zweiten Platz folgten die „Loriot-Weine“,
Jubiläen
Die Industrie- und Handelskammer
Bremerhaven gratuliert den aufgeführten
Mitgliedsbetrieben zum Jubiläum:
25 Jahre
1. 11. 2014
Günter Knorr
Tabak & Pfeifenforum
Bgm.-Smidt-Straße 5–7, 27568 Bremerhaven
27. 11. 2014
Terminus GmbH Spedition und
Fachvermittlung
Carsten-Böger-Straße 7, 27572 Bremerhaven
Ansprechpartnerin
Jubiläen
Frau Bockelmann, Telefon 92460-44
E-Mail: bockelmann@bremerhaven.ihk.de
4
eine Idee zur Spendensammlung für das
Deutsche Rote Kreuz. Auf Platz drei sah die
Jury die mobile Kundenbefragung mit dem
Titel „my opinion“ der Firma smart insights
aus Bremen.
Alle drei Finalisten hatten Gelegenheit,
ihre Marketingkonzepte dem geladenen Publikum zu präsentieren. Anschließend wurde
die mit viel Spannung erwartete Entscheidung
der hochkarätig besetzten Jury bekannt
gegeben. Der Jury gehörten unter anderem
Wirtschaftssenator Martin Günthner, Professor Dr. Christoph Burmann, Lehrstuhlinhaber
für innovatives Markenmanagement an der
Universität Bremen, Professor Detlef Rahe,
Leiter des Institutes für integriertes Design
an der Hochschule für Künste Bremen, und
Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des
Markenverbandes, an.
❱ www.fischers-fischmarkt.de
Studie zum Wirtschaftsfaktor
Wissenschaft: Uni Bremen ist wichtig
für das Land
Professor Dr.-Ing. Bernd ScholzReiter, Rektor der Universität Bremen, hat
die Bedeutung der Uni für den Wirtschaftsstandort Bremen und die Metropolregion herausgestellt. Sie sei neben Mercedes, der BLG
Logistics und Airbus der größte Arbeitgeber.
Die Bruttowertschöpfung der Hochschulen
und wissenschaftlichen Einrichtungen im
Land liegt nach der aktuellen Studie „Wirtschaftsfaktor Wissenschaft in Bremen“ des
Consulting-Unternehmens des Deutschen
Institutes für Wirtschaftsforschung bei 790,1
Millionen Euro. So verausgabt die Universität
Bremen seit Jahrzehnten große Drittmittelsummen, die sie im Wettbewerb von außen
eingeworben hat – seit 2010 mehr als 90
Millionen Euro jährlich.
Fast die Hälfte des gesamten Bruttowertschöpfungseffektes der Wissenschaft im
Lande Bremen ist allein auf die Universität
Bremen zurückzuführen, die seit 2012 als
Exzellenz-Universität anerkannt ist und deshalb bis 2017 insgesamt 86 Millionen Euro
aus der Exzellenzinitiative von Bund und
Ländern erhält.
Neben den Ausgaben der Universität selbst
sind die Konsumausgaben der 20.000 Studierenden mit 111 Millionen Euro eine feste
Größe.
❱ www.uni-bremen.de
Berufliche Schule für Technik:
Lehrer aus Südafrika zu Gast
Die Berufliche Schule für Technik
(BST) hatte zwei Lehrer aus Südafrika zu Gast.
Sie stammten von der Esizibeni Sivananda
Vaswani Comprehensive High School (ECHS)
in Amanzimtoti. Remegius Linda Mthalane
und Bongani Prince Ngcobo nahmen an
einem besonderen Kooperationsprogramm
mit der Schule am Leher Markt und dem
Rotary Club Bremerhaven – Wesermünde teil.
Anlass des Kooperationsprogramms war
die Spende der Schule am Leher Markt in
Form eines Toyota-Fahrzeuges an die Schule
in Südafrika. Die Lehrer wollten nun erleben, wie so ein Fahrzeug in den Unterricht
integriert werden kann. Zudem absolvierten die beiden südafrikanischen Lehrer ein
umfangreiches Programm an der BST. Dazu
gehörten neben der Teilnahme am Unterricht
ein Besuch der Internationalen AutomobilAusstellung für Nutzfahrzeuge in Hannover
sowie die Besichtigung des Autoterminals
Bremerhaven.
Europas größte Gewerbeimmobilienmesse: Positive Bilanz
nach gemeinsamem Messe-Auftritt
Für drei Tage traf sich die internationale Immobilienbranche im Oktober auf der
Expo Real in München. Auf einem rund 200
Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand
präsentierten sich Bremen und Bremerhaven
auf Europas größter Gewerbeimmobilienmesse. Insgesamt 19 Unternehmen und
Institutionen aus dem Bundesland Bremen
zeigten, wie vielfältig der Immobilienstandort
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Namen und Nachrichten
ist, welche Projekte derzeit realisiert werden
oder in der Planung sind.
Das Interesse an Immobilienprojekten,
Flächenangeboten und Investitionsmöglichkeiten im Land Bremen war nach Angaben der
beteiligten Wirtschaftsförderungsgesellschaften groß. Und so fällt auch das Resümee der
Beteiligten positiv aus: Man habe vielversprechende Gespräche geführt, wichtige Kontakte
geknüpft und Bremen und Bremerhaven
als attraktive Standorte mit viel Potenzial
präsentieren können. Bremerhaven punktete
vor allem mit dem bevorstehenden Bau des
Offshore-Terminals Bremerhaven (OTB) und
den zur Verfügung stehenden Logistikflächen
in Hafennähe.
Zusatzqualifikation an der
Hochschule: Weltweit anerkanntes
Software-Zertifikat
Gleicher Lernstoff, zusätzliche Prü-
fung – und mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Wer als Studentin oder Student der
Informatik und der Wirtschaftsinformatik an
der Hochschule Bremerhaven die Lehrveranstaltung „Grundlagen Qualitätsmanagement“
besucht, hat gute Chancen auf ein weltweit
anerkanntes Zertifikat im Bereich Prüfen und
Testen von Software.
„Ich lege den Studierenden in meiner
Veranstaltung immer nahe, zum Semesterende die zusätzliche Prüfung zum „Certified
Tester Foundation Level“ abzulegen, da diese
Zusatzqualifikation ein Türöffner für den
Berufseinstieg sein kann. Viele Arbeitgeber
achten darauf oder setzen sie sogar voraus
für ihre Softwareentwicklungsprojekte", sagt
Professorin Dr. Karin Vosseberg.
Die Inhalte ihres Seminars decken sich
mit den Prüfungsthemen, die vom International Software Testing Qualifications
Board (ISTQB), einem internationalen Zusammenschluss von Software-Testexperten aus
Wirtschaft und Wissenschaft, vorgegeben
werden. In Deutschland unterstützt das German Testing Board (GTB) mit dem Programm
„Universities“ Hochschulen, um diese Zusatzqualifikation Studierenden anzubieten.
Ehrenurkunden
In Anerkennung langjähriger Mitarbeit
wurde an folgende Betriebsangehörige
eine Ehrenurkunde der Industrie- und
Handelskammer Bremerhaven überreicht:
25 Jahre
2. 10. 2014
Thomas Zielinski
Comet Feuerwerk GmbH
10 Jahre
❱ www.hs-bremerhaven.de
15. 10. 2014
Angelika Senz
Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
Förderpreis der Europäischen
Kommission: Projekt aus Bremen
ist „National Winner“
Die Kammer spricht als Vertreterin der
Bremerhavener Wirtschaft den Jubilaren
auch an dieser Stelle ihre Glückwünsche
aus.
Im Rahmen des Wettbewerbes um
den Europäischen Unternehmensförderpreis
wurde das Stipendiatenprogramm „BRENNEREI next generation lab“ der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) in der Kategorie
„Investitionen in Unternehmenskompetenzen“
als „National Winner“ für Deutschland ausgezeichnet. Außerdem wurde das Programm in
seiner Kategorie als Zweitplatzierter auf europäischer Ebene geehrt. Zwei deutsche Projekte schafften es in das Finale des Wettbewerbs, der unter der Regie der EU-Kommission
stattfindet. Dort traten sie gegen eine starke
Konkurrenz aus 32 europäischen Ländern
an. In dem Bremer Stipendiatenprogramm
Ansprechpartnerin
Ehrenurkunden
Frau Markiewicz, Telefon 92460-26
E-Mail: markiewicz@bremerhaven.ihk.de
erarbeiten Nachwuchskräfte aus kreativen
Disziplinen gemeinsam mit Experten und
Auftraggebern aus Wirtschaft, Wissenschaft
und öffentlichen Einrichtungen Grundlagen
für neue unternehmerische Ansätze. Ziel:
Junge Nachwuchskräfte sollen innerhalb realer Projekte professionalisiert werden.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
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Telefon
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0471 // 79
79 91-65
91-65
Fax
0471
30.10.14 13:04
24.01.13
14:02
5
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
Der „Europäische Innovationsanzeiger“ belegt: Deutschland bildet zusammen mit Dänemark,
Finnland und Schweden das Spitzenquartett innerhalb der Europäischen Union in Sachen
„Innovationen“. Der Innovationsanzeiger unterstreicht zugleich die wichtige Rolle des innovativen Mittelstandes. Fünf der insgesamt 25 Indikatoren des Innovationsanzeigers beziehen
sich ausdrücklich auf die Leistungen von KMU und neu gegründeten Unternehmen. Hier ist
Deutschland besonders stark und erreicht bei drei dieser Indikatoren sogar den Spitzenplatz.
Auch Bremerhaven ist als Innovationsstandort nicht unbedeutend.
WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER zeigt anhand mehrerer Einzelaspekte, wie breit und
vielschichtig das Thema der Innovationen ist.
Foto: Mimi Potter – Fotolia.com
6
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
ebusiness-Lotse der Metropolregion
Anbieterneutraler Partner
beim eBusiness
Eine Veranstaltung am 25. November befasst sich mit rechtlichen Fallstricken
und den Gefahren beim mobilen Abwickeln von Geschäftsprozessen.
Der eBusiness-Lotse der Metropolregion
Bremen-Oldenburg macht auf sein umfangreiches und vielseitiges Informations- und
Beratungsangebot auf dem Gebiet aller computergestützten Geschäftsprozesse aufmerksam. Hinter dieser Bezeichnung firmiert ein
Büro für Unternehmen, das seinen Sitz bei der
Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) hat. Persönliche Ansprechpartnerin ist Nicola Illing.
Der eBusiness-Lotse (Motto: „eBusiness –
einfacher als gedacht“) will den Firmen als
anbieterneutraler Partner zur Seite stehen,
ihnen Starthilfe und Orientierung geben
sowie vom Know-how des eBusiness-Netzwerkes profitieren lassen. Als thematischer
Schwerpunkt in der Metropolregion wurde
der unternehmerische Webauftritt bestimmt.
Der eBusiness-Lotse der Metropolregion
Bremen-Oldenburg ist Teil der Förderinitiative
„eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“,
die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der
Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Der
Förderschwerpunkt unterstützt gezielt kleine
und mittlere Unternehmen (KMU) sowie das
Handwerk bei der Entwicklung und Nutzung
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Mittelstand-Digital
setzt sich zusammen aus den Förderinitiativen
„eKompetenz-Netzwerk für Unternehmen“
mit rund 40 eBusiness-Lotsen, „eStandards:
Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg
sichern“ mit elf Förderprojekten und „Einfach
intuitiv – Usability für den Mittelstand“ mit
zurzeit zehn Förderprojekten.
Das Veranstaltungsangebot des eBusinessLotsen der Metropolregion Bremen-Oldenburg
für 2014 endet am 25. November in Verden.
Dort geht es ab 16 Uhr in mehreren Vorträgen
um diese drei Themen: Welche Rolle spielt
IT-Sicherheit für kleine und mittelständische
Unternehmen?; Rechtliche Fallstricke einer
Homepage; Sicherheit mobiler Endgeräte.
Außerdem besteht nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit eines Impressum- und
Datenschutz-Checks.
Hintergrund dieser Veranstaltung ist zum
einen, dass jede deutsche Website ein Impressum besitzen und ein Online-Shop noch
weitere Vorgaben erfüllen muss; so sieht es
das Telemediengesetz vor. Der zweite Hintergrund der Veranstaltung ist, dass die mobile
Abwicklung verschiedener Geschäftsprozesse
immer gängiger wird. Neben den Vorteilen
wie Flexibilität und Schnelligkeit birgt diese
Art der Prozesssteuerung aber auch Sicherheitslücken in sich.
❱ www.ebusiness-lotse-mbo.de
Zukunftspreis Future Food Concepts:
„Sattes“ Preisgeld und mediale Aufmerksamkeit
Am 17. Und 18. Juni 2015 ist es wieder
soweit: Im Rahmen des V. Zukunftsforums
Ernährungswirtschaft wird zum nunmehr zum
dritten Mal der Zukunftspreis Future Food
Concepts für Innovationen in der Lebensmittelbranche verliehen. Der Preis ist mit 3.000
Euro dotiert. Ausgezeichnet werden innovative Produktkonzepte, Technologien, kreative
Verpackungslösungen, Analysemethoden und
Logistikkonzepte in der LebensmittelbranWirtschaft an Strom und Meer
11.2014
che. Die Kernfrage lautet dabei: Welche
Konzepte, Technologien, Produkte oder Verpackungen können der Lebensmittelbranche
neue Impulse verleihen? Das Besondere an
diesem Award: Er ist themenoffen. Es können
sich nicht nur Unternehmen, Hersteller und
Institute, sondern auch Studenten und Privatpersonen mit ihren Ideen bewerben.
❱ www.ttz-bremerhaven.de
7
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
Bremer Innovation im All: Der in Bremen gebaute Raumtransporter ATV beim Anflug auf die Internationale Raumstation ISS.
Strategische Schlüsselrolle
Mit bremischer Technik auf den Mars
Ein paar Schlaglichter auf die Luft- und Raumfahrtbranche im Nordwesten, die international sehr erfolgreich mitspielt.
„Die Luft- und Raumfahrt nimmt eine strategische Schlüsselrolle für unseren ganzen
Wirtschaftsstandort ein, und auf ihre technologischen Entwicklungen können wir stolz
sein.“ Dieses Lob von Bundeskanzlerin Angela
Merkel bei der Eröffnung der Internationalen
Luftfahrtausstellung (ILA) im Mai in Berlin
war auch für viele Unternehmen aus dem
Nordwesten eine Bestätigung ihrer überregionalen Bedeutung.
Denn die Metropolregion Nordwest spielt
in diesem Konzert eine nationale, wenn nicht
sogar europäische Rolle.
Die Ariane-Raketen und der Raumtransporter ATV, der Airbus A 380, das SatellitenNavigationssystem Galileo und das Columbus-Weltraumlabor haben international einen
ausgezeichneten Klang. Im Nordwesten leisten einige tausend Beschäftigte tüftelnd und
schraubend ihren Beitrag. Immerhin jeder
sechste Arbeitsplatz in der Metropolregion
steht in einem direkten Zusammenhang mit
der Luft- und Raumfahrtbranche.
Es sind Großunternehmen wie die AirbusGroup und ihre Partner, die die Luft- und
8
Raumfahrtindustrie voran bringen. So fertigt
zum Beispiel Premium Aerotec in Nordenham
und Varel unter anderem Zerspan-, Dreh- und
Frästeile, Montageanlagen und komplette
Flugzeugrumpfstrukturen. Darüber hinaus
haben viele kleine und mittelgroße Akteure
ihren Anteil am Erfolg.
Ergebnisreicher Noordwijk-Besuch
Die internationale Schlüsselrolle der Region
wurde im Sommer nicht nur auf der ILA
in Berlin unterstrichen, sondern auch im
niederländischen Noordwijk. Hier besuchte
Bremens Wirtschaftssenator Marin Günthner
zusammen mit einer hochrangigen Delegation aus Wissenschaft und Raumfahrtindustrie das European Space Research and
Technology Centre (ESTEC) der Europäischen
Weltraumagentur (ESA). Vor Ort wurde ein so
genanntes Memorandum of Understanding
unterzeichnet. Darin bekunden das ESTEC
und das Deutsche Forschungszentrum für
Künstliche Intelligenz (DFKI), dass sie gemeinsam Nachwuchswissenschaftler ausbilden
und gegenseitig ihre Forschungsinfrastrukturen nutzen wollen.
Zu diesen Forschungsinfrastrukturen zählen nicht zuletzt die Weltraum-Explorationshalle des DFKI in Bremen. Die weiß mit ihrer
künstlichen, neun Meter breiten Kraterlandschaft und dem 24 Meter langen Testbecken
zu beeindrucken, das 3,4 Millionen Liter
Salzwasser fasst. Vorwiegend werden Raumfahrttechnologien für die Anwendung auf
Erden getestet.
Das kleine Bremen ist bei Luft- und
Raumfahrt ganz groß. An keinem anderen
Standort werden sowohl Trägersysteme als
auch Raumlabore und Satelliten entwickelt
und konstruiert. Eines der vielen Beispiele
dafür stammt von dem Unternehmen OHB.
Der erste börsennotierte Raumfahrtkonzern
in Deutschland ist bekannt für die GalileoSatelliten OHB. Er liefert mit Antriebssystem,
Mechanik und thermischem Subsytem des
Orbiters den bedeutsamsten deutschen Beitrag zur „ExoMars“. Das ist die voraussichtlich
im Januar 2016 beginnende Mars-Expedition
der europäischen und der russischen RaumWirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
fahrtagenturen ESA und Roskosmos. Auf
der Marsoberfläche solle nach Spuren von
früherem oder gegenwärtigem Leben gesucht
werden, heißt es seitens der ESA. Bei der im
Mai 2018 folgenden Mars-Mission wird OHB
sogar die Gesamtverantwortung für den
Carrier tragen.
Fotos: Aibus Group
Länder-Grenzen sind hinderlich
Durch das Forschungszentrum EcoMaT (Center for Eco-efficient Materials & Technologies)
soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
Bremen, aber auch der Metropolregion weiter
gesteigert werden. Dieses Projekt wurde auf
der ILA in Berlin viel beachtet. Ab 2016 führt
EcoMaT in der Airportstadt und in direkter
Nähe zu den Industriepartnern Airbus und
Astrium die wichtigsten Forschungseinrichtungen und Unternehmen zusammen, die
sich der Schlüsseltechnologie Leichtbau verschrieben haben. Bis zu 500 Beschäftigte
sollen branchenübergreifend Werkstoffe,
Oberflächen, Fertigungsprozesse und neue
Bauweisen entwickeln.
Dieser Netzwerk-Charakter entspricht voll
Die Trägerrakete Ariane 5 beim Start: In Bremen entsteht die Oberstufe, die die Satelliten
im All aussetzt.
und ganz der Philosophie des Interessenverbandes Aviabelt, der in der gesamten Metropolregion agiert. Sein Top-Ziel ist das Vernetzen von Kompetenzen – und das auch über
Branchen-Grenzen hinaus. Branchen-Grenzen
können nach Überzeugung des AviabeltVorstandsvorsitzenden Michael Hoffmann
ähnlich hinderlich sein wie Länder-Grenzen.
Folgerichtig arbeitet Aviabelt mit dem
gleichgesinnten Netzwerk Niedersachsen Aviation zusammen und betrieb mit dem Luftfahrtverband Hanse-Aerospace aus Hamburg
auf der ILA einen Gemeinschaftsstand.
Am Stand herrschte auch deshalb Feierstimmung, weil Airbus Defence & Space
den Antrieb und die Energieversorgung für
das bemannte US-amerikanische Raumschiff
„Orion-MPCV“ entwickeln darf. Gebaut wird
in Bremen, am zweitgrößten Airbus-Standort
in der Bundesrepublik. Die Entscheidung
der NASA, ein derart wichtiges Element des
Orion-Programms in europäische Hände zu
legen, zeigt das klare Vertrauen in die Kompetenzen der Partner aus Europa.
Thomas Klaus
ANZEIGEN
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
Luft- und Raumfahrtstandort
„Bremen profitiert von der
neuen Airbus-Strategie“
Ein Interview mit dem Standortleiter von Bremen, Bart Reijnen.
Foto: Aibus Group
Mit dem Standort Bremen ist das Unternehmen Airbus sehr zufrieden. Gerechnet wird
mit seiner weiteren Aufwertung. Auch für
die Unterstützung seitens der Landespolitik
spendet Bart Reijnen viel Lob. Reijnen ist Leiter Orbitalsysteme und Weltraumexploration
sowie Standortleiter der Raumfahrtsparte bei
Airbus Defence and Space. Für WIRTSCHAFT
AN STROM UND MEER sprach Thomas Klaus
mit ihm.
WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER Wie
bewertet Airbus das Profil und die Perspektiven des Luft- und Raumfahrtstandortes
Bremen? Wie wettbewerbsfähig ist er?
„Infrastrukturausbau in der Airport City und
weitere Investitionen in Bildung von großer
Wichtigkeit“: Bart Reijnen sieht trotz aller
Standort-Zufriedenheit noch Handlungsbedarf.
REIJNEN Der Standort Bremen ist einer der
großen Luft- und Raumfahrtstandorte in
Europa. Die vielen aktuellen Projekte zeigen,
wie wettbewerbsfähig die Unternehmen hier
sind und wie erfolgreich sie am Markt auftreten. Mehr als 12.000 Beschäftigte in über 140
Unternehmen und Instituten entwickeln und
bauen weltbekannte Produkte: Engineering
und Flügelausrüstung für die Airbus-Familie
A320/A330/A350, A400M Rumpffertigung
und Cargo, Engineering für die Ariane-Rakete
(Oberstufen), GALILEO (Satellitennavigation)
bemannte Raumfahrt, Columbus, ATV, Orion.
Mit Einrichtungen wie der Universität, Hochschule, dem ZARM, dem DLR Institut und des
Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie der Airport-Stadt
und dem Technologiepark ist Bremen ein sehr
gut vernetzter Standort, an dem Politik, Wissenschaft und Industrie effektiv zusammen
arbeiten können. Hinzu kommen die Ansiedlungen vieler Zulieferer aus den Bereichen
Engineering und Logistik.
Vernetzung der vielfältigen Luft- und Raumfahrtlandschaft Bremens. Sie hilft uns sehr bei
der Akquise von Technologieprojekten und ist
ein wichtiger Partner für das immer noch weitgehend institutionelle Raumfahrtgeschäft.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang die
Ende des Jahres anstehende Ministerkonferenz der Europäischen Raumfahrtorganisation
ESA, auf der über für den Standort Bremen
wichtige Programme zu entscheiden sein
wird, nämlich die neue Version der Ariane
Trägerrakete und das Orion Programm in der
bemannten Raumfahrt. Zu erwähnen wäre
noch, dass der Abschluss des Infrastrukturausbaus in der Airport City (A281) sowie
weitere Investitionen in Bildung von großer
Wichtigkeit sind für die weitere Ansiedlung
kleinerer Technologieunternehmen und den
Zuzug von talentierten Nachwuchskräften.
WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER Wo
besteht möglicherweise Handlungsbedarf?
Wie ist in diesem Zusammenhang die Rolle
der Politik zu bewerten?
REIJNEN Die Airbus Group hat ihre Strategie
jüngst komplett überprüft und die Kerngeschäfte definiert. Dazu gehören in erster
Linie Verkehrsflugzeuge sowie Raumfahrt
und Militärflugzeuge – alle Bereiche sind
Kernaktivitäten am Standort Bremen. Airbus
schafft zurzeit mit einem geplanten Joint Ven-
REIJNEN Die Bremer Politik sorgt trotz
geringem Handlungsspielraum für die nötige
10
WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER Wie
sicher und gefestigt ist das Airbus-Engagement in Bremen?
ture mit der Französischen Safran Gruppe im
Bereich der Trägerraketen die Voraussetzung
für die notwendige industrielle Infrastruktur,
damit die neue Ariane Rakete im weltweiten
Wettbewerb genauso erfolgreich bleibt wie
die aktuelle Version Ariane 5. Davon profitiert
Bremen als Europäisches Kompetenzzentrum
für Trägerraketen-Oberstufen.
Im Dezember werden die europäischen
Regierungen über die Zukunft der Ariane
entscheiden. Für Bremen ist diese ESA Ministerkonferenz von entscheidender Bedeutung.
Europa braucht eine weltweit wettbewerbsfähige Rakete, um sowohl bei kommerziellen
Satellitenstarts erfolgreich bleiben zu können
als auch, um für Europa jederzeit einen eigenständigen Zugang zum All zu sichern, ohne
von anderen abhängig zu sein. Die Folgen
solcher Abhängigkeit haben wir gerade gesehen beim Fehlstart einer Soyuz-Rakete, die
Galileo-Navigationssatelliten ins All bringen
sollte.
WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER Wie
hoch sind die Investitionen, die Airbus in den
vergangenen Jahren am Standort vorgenommen hat, und was ist in der näheren Zukunft
geplant?
REIJNEN Wir haben gerade in eine neue Halle
für die Fertigung von Tanks für die ArianeOberstufe investiert, übrigens gemeinsam
mit OHB. Als nächstes hoffen wir auf einen
Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation für die Entwicklung des Europäischen
Servicemoduls, das als Antrieb und Steuerung für die neue amerikanische bemannte
Raumkapsel Orion dienen soll. Damit wollen
die Amerikaner wieder in die bemannte
Raumfahrt aufbrechen, zunächst zum Mond,
dann zum Mars. Für Europa liegt hier eine
große Chance auf eine gleichberechtigte
Zusammenarbeit mit den USA. Unsere Bremer
Kompetenz, die wir mit dem Automatischen
Versorgungsraumschiff ATV für die Internationale Raumstation aufgebaut haben, gibt
uns hier eine gute Aussicht auf die Zukunft.
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
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:
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
Energieeffizienz
Grundstein für ETA-Fabrik ist gelegt
Auf dem Campus der Technischen Universität Darmstadt entsteht eine Modellfabrik zur
Steigerung der Energieeffizienz in der industriellen, metallverarbeitenden Industrie.
Abgebildet werden die Prozessschritte
Grafik: PTW, TU Darmstadt
 Zerspanung in Weich- und
Hartbearbeitung,
 Wärmebehandlung
 sowie diverse Zwischen- und
Endreinigungsprozesse.
Innovationsansatz: Die Darstellung zeigt die Vernetzung von Energieflüssen zwischen Produktionsanlagen, Gebäudetechnik und Gebäudehülle.
Stadtkontor
Böttcherstraße 9 · 28195 Bremen
Tel. 0421 / 32 00 77 (0-24 Uhr)
Der Grundstein ist gelegt: Bis zum Oktober
2015 wird auf dem Campus Lichtwiese
der Technischen Universität (TU) Darmstadt
die so genannte ETA-Fabrik gebaut – eine
Modellfabrik, mit der die Energieeffizienz in
der metallverarbeitenden Industrie gesteigert
werden soll. ETA steht dabei für: Energieeffizienz, Technologie- und Anwendungszentrum.
Das Projekt wurde vom Institut für Produktion, Technologie und Werkzeugmaschinen
(PTW) der TU Darmstadt initiiert. Dabei
kooperieren die PTW-Wissenschaftler mit Kollegen verschiedener Fachgebiete des Maschinenbaus, Bauingenieurwesens und der Architektur. Das im Juni 2013 gestartete Projekt
wird vom Bundeswirtschaftsministerium, dem
Land Hessen und der TU Darmstadt gefördert
und hat ein Gesamtprojektvolumen in Höhe
von 15 Millionen Euro.
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In der ETA-Fabrik werden Produktionsanlagen
unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz analysiert und optimiert, die für die
Metallbearbeitung eine Rolle spielen. Eine
Besonderheit: Der Ansatz ist ganzheitlich und
sehr dialogorientiert. Als Referenz dient eine
Produktionsprozesskette zur Herstellung eines
Bauteils des Industriepartners Bosch Rexroth.
19.09.12 13:50
Folgerichtig setzt sich der künftige Maschinenpark aus Werkzeugmaschinen, Reinigungsmaschinen und einem Ofen zur Wärmebehandlung zusammen. Im Rahmen der ETA-Fabrik
soll die typischerweise ungenutzte Abwärme
der Wärmebehandlung als Wärmequelle fungieren. Einerseits soll der Wärmebedarf der
Reinigungsanlagen beziehungsweise der Kältebedarf der Werkzeugmaschinen (mittels
Absorptionskälteanlage) gedeckt, andererseits
für eine bedarfsgerechte Hallenklimatisierung
gesorgt werden (siehe Grafik links).
Ziel ist neben energetisch verbesserten
Produktionsanlagen deren energetische Vernetzung, damit unvermeidbare Abwärme Prozessen mit Wärmebedarf zugeführt wird. Über
die Produktionsanlagen hinaus werden die
Maschinenperipherie, die Haustechnik und das
Fabrikgebäude einbezogen.
An dem interdisziplinären Forschungs- und
Demonstrationsprojekt ETA-Fabrik beteiligen
sich außerdem 36 Forschungspartner aus der
Industrie. Führende deutsche Industrieunternehmen sowie Forschungsinstitute im Bereich
des Bauwesens, der Produktionstechnik, der
Energieforschung, der Energiespeichertechnik und der industriellen Endanwender aus
dem gesamten Bundesgebiet sind im Projekt
vertreten.
So werden im Themenkomplex „Energieund medieneffiziente Wärmebehandlung“
unter Führung des Instituts für Werkstofftechnik (IWT) in Bremen im Verbund mit dem
Ofenbauer IVA GmbH aus Dortmund, dem
Zentrum für angewandte Energieforschung
(ZAE Bayern) aus München und dem PTW
thermochemische Härteverfahren sowohl prozesstechnisch als auch energetisch optimiert.
Dank des Anwenderarbeitskreises wird sichergestellt, dass die gewonnenen Ergebnisse
auch im realen Praxisumfeld angewendet
werden können.
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Schwerpunktthema Innovation und Forschung
forschungsthemen, wie „Industriebetriebe als
Akteure in Smart Grids“.
Energieeffizienz von morgen: Die Animation zeigt das künftige Fabrikgebäude am Standort Lichtwiese der TU Darmstadt.
Die ETA-Fabrik soll – abgesehen von den
einzelnen Forschungsfeldern zum Thema
Energieeffizienz - für die fachdisziplinübergreifende Ausbildung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses an der TU Darmstadt und
für die Weiterbildung von Kompetenzträgern
in der Industrie nützlich sein. Deshalb wird
am Standort Lichtwiese der TU Darmstadt ein
so genanntes Demonstratorgebäude errichtet
(siehe Foto oben).
Schon jetzt zeichnen sich Folgeprojekte ab.
Diese richten den Fokus auf weitere Energie-
Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele
Geschäftsführender Institutsleiter,
Technische Universität Darmstadt, Institut für
Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen,
Otto-Berndt-Str. 2,
64287 Darmstadt,
Telefon 06151
16-2156
oder
06151 16-3356,
E-Mail info@ptw.tu-darmstadt.de
Foto: Privat
Animation: EuB, TU Darmstadt
Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele/
Dipl.-Ing. Felix Junge
(Die Autoren arbeiten gemeinsam an dem
Projekt der innovativen ETA-Modellfabrik
der TU Darmstadt)
❱ www.eta-fabrik .de
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Technologietransfer im Maschinenbau:
Neue Online-Plattform hilft
Die neue Online-Plattform www.coople.eu unterstützt den Technologietransfer im Maschinenbau. Hintergrund: Im Sinne der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit spielen Forschungskooperationen
für Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Trotz zahlreicher
Förderungsmöglichkeiten scheitern Forschungsvorhaben häufig
daran, dass kein geeigneter universitärer Kooperationspartner
gefunden wird.
Unternehmen können kostenlos mit einer Suchmaschine geeignete Ansprechpartner, Forschungsprojekte und Dokumente sowie
Masterarbeiten und Publikationslisten an rund 800 deutschen
universitären Maschinenbau-Instituten finden. Außerdem besteht
die Möglichkeit, dass die Suchergebnisse sowohl lokal als auch
auf bestimmte Hochschulen beziehungsweise Lehrstühle begrenzt
werden.
Ferner bietet die Online-Plattform in der Rubrik „Projektbörse“
mehr als 100 Angebote und Gesuche von Universitäten rund um
den Maschinenbau wie Automation, Anlagensimulation, Bioverfahrenstechnik, Fertigungstechnik, Füge- und Trenntechnik, Montagetechnik und Robotik, Produktionsmanagement und Logistik,
Strömungsmechanik.
Die Suchmaschine wurde von Studenten der TU München entwickelt. Aktuell läuft auch eine Umfrage, mit der die Gründer die
Einschätzung von Unternehmen zu Coople erfassen wollen.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
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14.10.14
13 10:46
Jahresthema
Serie zum Standort Bremerhaven:
Gutes sichern, Neues wagen
Das überregionale, ja sogar nationale Interesse an Bremerhaven wächst. Und dabei wird die
Seestadt zunehmend positiv wahrgenommen. Das belegen neben der Ende 2013 veröffentlichten
Imageanalyse eine Reihe Medienveröffentlichungen der jüngsten Zeit. Mittlerweile ist sogar das
bekannte Gesellschaftsspiel Monopoly in einer Bremerhavener Edition erhältlich.
In Anlehnung an das DIHK-Jahresthema „Gutes sichern, Neues wagen“ will WIRTSCHAFT AN
STROM UND MEER im Rahmen einer Serie zeigen, was an „Gutem“ in Bremerhaven vorhanden ist
und gesichert werden muss. Außerdem möchten wir skizzieren, was an „Neuem“ gewagt werde
sollte und welchen Anteil die IHK daran hat.
Teil Neun der Serie befasst sich mit dem Innovations-Standort Bremerhaven.
Innovations-Standort Bremerhaven
Seestadt hat manche
Aushängeschilder für Innovation
Pionier-Charakter hat zum Beispiel das Pilotprojekt für LNG-Schiffe.
Unternehmen in diesem Jahr über den Bremerhavener Unternehmenspreis der städtischen
Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS und
der Weser-Elbe-Sparkasse als Nachfolgerin der
Sparkasse freuen.
Die Symex GmbH & Co. KG ist nicht das
einzige Aushängeschilder des InnovationsStandortes Bremerhaven. Drei weitere Beispiele – ohne Anspruch auf Vollständigkeit
telindustrie. Denn das Unternehmen hat sich
zu einem der führenden Anlagenbauer in
diesem Segment entwickelt; es ist mit seinen
Anlagen auf fast allen Kontinenten vertreten.
Diese Anlagen werden für Labor, Technikum
und Produktion in den Größen von vier bis
20.000 Litern Nutzvolumen konzipiert und
gebaut – je nach den individuellen Vorstellungen der namhaften Kundschaft. Damit die
Innovationskraft von Symex auch in Bremerhaven mehr gewürdigt wird, durfte sich das
– sind die Biozoon GmbH, die mit ihren
Texturgebern im Lebensmittelbereich eine
Marktführerschaft erreicht und mit ihrem
3D-Lebensmitteldrucker beim Tag der Offenen Tür des EU-Parlamentes im Mai für Furore
gesorgt hat, und die Drew Marine Signal and
Safety Germany GmbH als Weltmarktführer für pyrotechnische Seenotrettungsmittel
sowie die Deutsche See Fischmanufaktur, die
als erstes Unternehmen frische Lebensmittel
mit Elektroautos ausliefert.
LNG-Spezialschiff Ende 2015 im Betrieb
Grafik: bremenports
In Bremerhaven lässt der Bekanntheitsgrad
der 1997 gegründeten Symex GmbH & Co. KG
(damals noch: Schröder und Boos Misch- und
Anlagentechnik) nach eigener Einschätzung
noch immer zu wünschen übrig. Aber im Rest
der Welt sieht das anders aus – zumindest bei
den Käufern von Vakuum-, Misch- und Homogenisierungsanlagen für die kosmetische,
pharmazeutische, chemische und Lebensmit-
14
Innovationen sind auch in der Schifffahrt und
Hafenwirtschaft unbedingt angesagt. Dabei
sind sich die maßgeblichen Experten darin
einig, dass dem schadstoffarmen Treibstoff
Flüssigerdgas (LNG) die nähere Zukunft
gehört. Die Hafengesellschaft bremenports
forciert im Rahmen eines Pilotprojektes die
Planung und den Bau einer Baggergut-Schute
mit LNG-Antrieb. Anfang des kommenden
Jahres soll die Ausschreibung mit der Auftragsvergabe beendet, das 68,50 Meter
lange und 10,20 Meter breite Spezialschiff
Ende 2015 in Betrieb genommen werden. Es
wird das erste Arbeitsschiff eines deutschen
Hafens sein, das mit LNG angetrieben wird.
Und: Es handelt sich nach bremenports-Angaben sogar um die weltweit erste Klappschute
mit dieser Technologie. Ihre Aufgabe: Regelmäßig wird Hafenschlick aus den Bremerhavener Hafenbecken zur Baggergutdeponie
Bremen-Seehausen transportiert. Dafür ist
eine Laderaumkapazität von 840 Kubikmetern vorhanden.
Hintergrund der Innovation: Ab 2015 sind
Reeder zur Verwendung von Brennstoffen mit
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
weniger Schwefelanteilen oder
zur nachträglichen Behandlung
von Abgasen verpflichtet. Die
LNG-Bilanz schneidet im Vergleich zu herkömmlichen Brennstoffen positiv ab, weil wesentlich weniger Schadstoffe in die
Luft abgegeben werden. Erforderlich ist allerdings, dass das
Gas herunter gekühlt wird, um
eine ausreichend große Menge
bunkern und lagern zu können.
Und dafür sind spezielle Betankungs- und Transportanlagen
notwendig. Die BaggergutSchute von bremenports zum
Beispiel fasst zwei Tanks mit
jeweils rund sechs Kubikmetern
LNG bei einer Temperatur von
minus 162 Grad; je nach Dauer
und Umfang der Einsätze muss
alle sieben bis 14 Tage gebunkert werden.
Bereits bis Ende 2015
möchte das Unternehmen
Bomin Linde LNG, ein Gemeinschaftsunternehmen des Industriegaseherstellers Linde und
der Hamburger Mineralölhandelsgruppe Marquardt & Bahls,
im Bremerhavener Überseehafen eine LNG-Tankstelle eröffnen. Für Bremen-Stadt verfolgt
das Unternehmen HGM Energy
vergleichbare Pläne.
Damit prescht das kleinste
Bundesland deutlich vor. Denn
die Europäische Union, die die
Einführung von Flüssigerdgas
in der Logistik fördert, will den
Aufbau eines LNG-Tankstellengesetzes für die wichtigsten
Seehäfen bis 2020 erreicht
haben, also ungefähr vier Jahre
später.
Die Tanks an der Ölkaje werden zunächst eine Kapazität
von 250 bis 500 Kubikmetern
aufweisen. Aber bei entsprechender Nachfrage ist eine
Erhöhung der Kapazitäten auf
5.000 Kubikmeter beabsichtigt.
Ein Haken bei den LNGAntrieben wurde im Oktober
bei einer Fachtagung im ostfriesischen Leer immer wieder
angesprochen: Die Investitionskosten sind hoch und bilden
angesichts des Kostendrucks in
der maritimen Wirtschaft eine
schwer überwindbare Barriere.
Der Verband Deutscher Reeder
fordert deshalb von der Bundesregierung eine finanzielle
Unterstützung. Schließlich ist
LNG in die Mobilitäts- und
Kraftstoffstrategie des Bundes
aufgenommen worden. Zurzeit
fahren aber erst 50 Schiffe
auf der Welt mit LNG und 69
weitere sind bestellt.
Thomas Klaus
Bremenports-Umweltdirektor Uwe von Bargen:
Gemeinsames Vorgehen bei LNG
das „A und O“
Foto: bremenports
Foto: bremenports
Jahresthema
Damit sich die innovative und umweltfreundliche LNG-Technologie in der Schifffahrt und
der Hafenwirtschaft etablieren lässt, ist ein
gemeinsames Vorgehen der Unternehmen,
Häfen und sonstiger Institutionen das „A
und O“. Deshalb unterstützt bremenports die
nationale LNG-Initiative „Maritime LNG-Plattform“, die im Juni 2014 vorgestellt wurde.
Nach niederländischem Vorbild haben
sich unter diesem Dach zahlreiche Akteure
zusammengeschlossen – und weitere sind
willkommen. Die Mitglieder der Initiative setzen sich für LNG ein, weil
LNG als gekühltes, verflüssigtes Erdgas in seiner Anwendung sicher und
zuverlässig ist. Und es kann die Luftqualität in den Häfen, auf See und
in den Küstenregionen deutlich verbessern.
In einer Roadmap haben die Akteure ihre Ziele konkretisiert. Unter
anderem sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre 50 weitere Schiffe
in deutschen Häfen umgerüstet beziehungsweise eingesetzt werden
und mindestens fünf Häfen in Deutschland innerhalb dieses Zeitraumes
die Versorgung mit LNG sicherstellen.
Die LNG-Initiative fügt sich aus Sicht von bremenports in die
vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen ein, mit denen wir als Unternehmen einen umweltfreundlichen und klimabewusst agierenden
Hafenstandort Bremerhaven gewährleisten wollen. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie hat zahlreiche Bausteine und entspricht der Philosophie,
dass nicht auf staatliche Vorgaben gewartet werden sollte. Vielmehr
sollten die Einflussmöglichkeiten, die die Unternehmen haben, von
ihnen auch tatsächlich genutzt werden – auch, weil immer mehr Reeder
und Logistiker auf gelebte Nachhaltigkeit großen Wert legen und ihre
Investitionsentscheidungen an diesem Aspekt orientieren.
Uwe von Bargen ist Umweltdirektor bei bremenports.
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Wirtschaft an Strom und Meer
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Jahresthema
Bürokratieabbau
Besser sein im Wettbewerb
Effiziente Gesetze, eine funktionierende Verwaltung und ein hohes Maß an Rechtssicherheit sind für einen freiheitlichen Staat unverzichtbar und stellen für die Wirtschaft einen
erheblichen Standortvorteil dar. In diesem
Sinne ist für viele Bürger und Unternehmen
unser Politik- und Verwaltungshandeln zwar
verlässlich, aber es besteht auch die Wahrnehmung, dass in vielen Bereichen unnötige, komplizierte und damit vielfach kostenträchtige
Vorschriften existieren. Hier setzt die Arbeit
des Nationalen Normenkontrollrates (NKR)
an. Dieses im Jahr 2006 ins Leben gerufene
Gremium berät die Bundesregierung beim
Bürokratieabbau und bei der Verbesserung
der Rechtsetzung.
Auch wenn der Bürger noch so mündig
und informiert ist, sind grundlegende Regeln
zum Zusammenleben notwendig. Nicht
zuletzt dort, wo er nicht auf Augenhöhe zum
Vertragspartner stehen kann wie im Arbeitsrecht, bedarf es gesetzlicher Regelungen zu
seinem Schutz.
Auch um den Wettbewerb zu sichern und
den Verbraucher zu schützen, muss reguliert
werden. Allerdings braucht es in vielen Bereichen mehr Entschlossenheit der Politik auf
allen Ebenen, mit Regulierung verbundene
Folgekosten zu vermeiden oder wenigstens
zu reduzieren.
Wirtschaft hat eine „Bringschuld“
Der NKR hat in diesem Zusammenhang vor
allem darauf zu achten, dass die Bundesregierung bei neuen Gesetzen und Verordnungen
die Folgekosten für Bürger, Wirtschaft und
Verwaltung nicht aus den Augen verliert und
transparent darstellt. Der NKR prüft ferner,
ob die Ministerien ihre Vorhaben unter dem
Blickwinkel alternativer Regelungsmöglichkeiten betrachtet haben. Das umfasst insbesondere auch die Belange von Kleineren und
Mittleren Unternehmen (KMU). Auch sollen
die Ministerien bei der Umsetzung von EURecht nicht über „das Ziel hinausschießen“,
also Bürger, Wirtschaft und Verwaltung nicht
mehr belasten als es die EU-Regelung eigentlich verlangt.
16
Foto: duckman76 – Fotolia.com
Hanns-Eberhard Schleyer, Mitglied des Normenkontrollrates und zuständiger
Berichterstatter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Zu hoher Bürokratie-Berg in Deutschland: Der
Nationale Normenkontrollrat will die Unternehmen entlasten.
In einem ersten großen Schritt konnte eine
konsequente Verringerung von Folgekosten
der Wirtschaft durch Informationspflichten
wie etwa Statistikmeldungen erreicht werden.
Die Bundesregierung hatte sich 2007 zum
Ziel gesetzt, die Bürokratiekosten für die
Wirtschaft bis zum Jahr 2011 um netto 25 Prozent zu reduzieren. Das Ziel wurde erreicht.
Eine Vielzahl von Maßnahmen, wie etwa die
Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung mit einer Entlastung von mehr als
vier Milliarden. Euro oder die elektronische
Abgabe der Umsatz-Jahressteuererklärung
mit einer Entlastung von schätzungsweise 80
Millionen Euro, haben zu einem deutlichen
Abbau von letztlich 12,5 Milliarden Euro
geführt. Der NKR hat dabei konsequent daran
mitgewirkt, dass Kosten durch neue Gesetze
vermieden, verringert oder durch zusätzliche
Kostenreduzierungen ausgeglichen werden.
Seit Beginn der neuen Legislaturperiode
sind von der Bundesregierung neue Regelungsvorhaben eingeführt worden, die - wie
das Tarifautonomiestärkungsgesetz - hohe
Folgekosten mit sich bringen. Der jährliche
Erfüllungsaufwand erhöhte sich daher in den
letzten zwölf Monaten im Saldo um rund 9,2
Milliarden Euro. Ziel muss es deshalb sein,
die Bemühungen um Bürokratieabbau und
Kostensenkungen wieder zu verstärken. So
gibt es bisher keine ressortübergreifende
Strategie zur Begrenzung oder Reduzierung
von Bürokratie und gesetzlichen Folgekosten.
Das könnte ein neues Abbauziel oder – wie
zum Beispiel in Großbritannien – eine „one-inone-out“-Regelung sein. Nach diesem Ansatz
dürfen neue Belastungen in aller Regel nur
dann beschlossen werden, wenn im Gegenzug
dazu Entlastungmaßnahmen in mindestens
gleicher Höhe umgesetzt werden. Auf nachhaltiges Drängen des NKR hat sich die Bundesregierung zudem bereit erklärt, Gesetze
mit Kostenfolgen von mehr als einer Million
Euro nach Ablauf von drei bis fünf Jahren zu
evaluieren. Davon verspricht sich der NKR
nicht nur eine bessere Kostentransparenz,
sondern im Einzelfall auch eine Prüfung, ob
mit dem Vorhaben auch das ursprüngliche
gesetzgeberische Ziel erreicht worden ist.
Der NKR fordert zudem, dass auch zur
Bekämpfung der „Bürokratie aus Brüssel“
mehr getan werden muss. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel
gesetzt, sich auf EU-Ebene für eine stärkere
Gesetzesfolgenabschätzung einzusetzen. Die
Ministerien sollen künftig früher Brüsseler
Initiativen verfolgen, auf einer plausiblen
Folgekostenabschätzung bestehen, aber auch
selber die Kostenfolgen von EU-Recht für
Deutschland berechnen und dafür sorgen,
dass weniger belastende Regelungen in
Deutschland ankommen.
Und was kann die Wirtschaft zusätzlich
tun? Sie kann den NKR bei der Konzeption
und Umsetzung so genannter „Einfacher zu…“
Projekte unterstützen. Das sind Vorhaben, die
Verwaltungsabläufe auf unterschiedlichen
Ebenen und Zuständigkeiten untersuchen.
Wie komme ich etwa einfacher zu einer Existenzgründung, einem BAföG-Darlehen oder
auch zu einer Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für qualifizierte Ausländer?
Hier gibt es eine „Bringschuld“. Der NKR
wird sich weiter intensiv einsetzen, die Transparenz über Gesetzesfolgen zu erhöhen
sowie Impulse für spürbare Entlastungen der
Wirtschaft setzen.
Der nun vorliegende Jahresbericht 2014
des NKR zeigt auf, welche Maßnahmen hierfür
ergriffen werden sollten. Nähere Informationen stehen im Internet: www.nkr.bund.de.
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Unternehmenspraxis
Ernst-Schneider-Preis 2014
Bester Wirtschaftsjournalismus geehrt
Moderatorin Maybrit Illner begleitete die Preisverleihung in der Media City Leipzig.
Foto: Wolfang Zeyen
Ernst-Schneider-Preis 2015:
Ausschreibung hat begonnen
Kategorie Internet (v.l.n.r.): Laudator Hans-Joachim Wunderlich (IHK Chemnitz) mit den ersten Preisträgern des Abends, Nadine Oberhuber, Marlies Uken und Sascha Venohr (Zeit Online).
Alle Autorinnen und Autoren, deren
Beiträge wirtschaftliche Themen ideenreich und verständlich darstellen
und neue Einsichten vermitteln, sind
ab sofort herzlich zur Teilnahme am
44. Wettbewerb um den Ernst-Schneider-Preis eingeladen. Der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft ist mit
52.500 Euro dotiert. Einsendeschluss
ist der 22. Januar 2015. Weitere Informationen:
❱ www.ernst-schneider-preis.de
Im größten deutschen Wettbewerb für Wirtschaftspublizistik, dem von den IHKs ausgeschriebenen Ernst-Schneider-Preis, sind am 6. Oktober in Leipzig die Preise verliehen worden. Mehr als
400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien waren der Einladung der drei sächsischen IHKs
in die Media City Leipzig gefolgt. Sie sahen eine glänzend aufgelegte Maybrit Illner, die durch
den Abend führte. Die Artikel, Hörfunkstücke und Filme thematisierten
Plönges 2012_Layout 1 22.03.12 10:37 Seite 1
technische Veränderungen, Digitalisierung und fortschreitende Globalisierung. 27 Beiträge waren nominiert. Die besten überzeugten durch
großartige Recherchen, kluge Einordnung und originelle Erzählideen.
Die Gewinner des Journalistenpreises der deutschen Wirtschaft hatten
sich gegen rund 1.000 Mitbewerber durchgesetzt.
Und das sind die Preisträger:
irtschaft Online
W
Nadine Oberhuber, Marlies
Uken und Sascha Venohr,
„Dispo-Projekt“, Zeit Online
Hörfunk
Große Wirtschaftssendung
Lorenz Rollhäuser „Shoppen in
China – Afrikanische Händler in
Guangzhou“, NDR/SWR
Fernsehen Kurzbeitrag
Ines Ziglasch und Elisa Kern,
„Lehrlingsbootcamp“, MDR
Wirtschaft in
regionalen Printmedien
Tiemo Rink, „Die Spuren der
Arbeit“, Der Tagesspiegel
Wirtschaft in
überregionalen Printmedien
Anita und Marian Blasberg,
„Warum muss Joy hungern?“,
Zeit
Förderpreis für
Nachwuchsjournalisten
Antonia Bauer, „Dein Spiegel“
Hörfunk Kurzbeitrag;
Martina Meißner, „1863: Gründung der Farbwerke Hoechst“,
WDR
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11.2014
Fernsehen Große
Wirtschaftssendung
Jo Schück, Peter Ruppert und
Michael Strompen, „Flucht in
die Karibik - Die Steuertricks der
Konzerne“, ZDF
Technik
Preisteilung: Sönke Gäthke „Von
AC zu DC. Auf dem Sprung
ins Gleichstromzeitalter“,
Deutschlandfunk, und Katharina Prokopy „Die gestrickte
Bandscheibe – Erfolg mit neuen
Textilien“, SWR Fernsehen
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17
Unternehmenspraxis
Zeitarbeit
Beschäftigungschancen
für Menschen mit „Arbeitsmarktferne“
Zeitarbeit ist ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument.
„Hohe Dynamik“ – so beschreibt die Bundesagentur für Arbeit die Beschäftigung in der
Zeitarbeit. In der Tendenz stellt die Behörde
ein deutliches Wachstum fest. So wurden
im Jahresdurchschnitt 2013 rund 839.000
Leiharbeitnehmer erfasst. Das bedeutet innerhalb von zehn Jahren einen Anstieg um das
Zweieinhalbfache. Trotzdem liegt der Anteil
der Beschäftigten in der Zeitarbeit unter drei
Prozent, wenn alle sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse betrachtet
werden.
Die Bundesagentur für Arbeit kann zum
Thema „Zeitarbeit“ noch zahlreiche andere
Fakten beisteuern, zum Beispiel diese:
Sieben von zehn Leiharbeitnehmern sind
männlich. Mehr als die Hälfte der Zeitarbeiter übt eine Helfertätigkeit aus, während
es in der Gesamtheit der Beschäftigten 14
Prozent sind.
Rund die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten.
14 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit
aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt
und 17 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen erfolgen aus beziehungsweise in Zeitarbeit.
18
Auf einem hohen Niveau befindet sich
auch die Zahl der Verleihbetriebe. Sie wird
von der Bundesagentur für Arbeit mit 17.700
beziffert. Von diesen Betrieben hatten im
vergangenen Jahr 54 Prozent weniger als
20 Arbeitnehmer. 35 Prozent hatten 20 bis
unter 100 Arbeitnehmer. Und in elf Prozent
der Betriebe waren mindestens 100 Leiharbeitnehmer beschäftigt.
Die Kleinteiligkeit der Branche kann in der
Praxis zu Problemen führen. Deshalb raten
auch die Zeitarbeits-Branchenverbände dazu,
dass vor einem Vertragsabschluss eine Art
Schnellcheck auf Seriosität stehen sollte. Zu
dem gehören unter anderem Überprüfungen
der Erlaubnisse zur Arbeitnehmerüberlassung,
der Versicherungsnachweise und der Unbedenklichkeitserklärungen des Finanzamtes.
Die meisten der Leiharbeitnehmer (ungefähr 30 Prozent) sind im Bereich Metall
und Elektro tätig. Allerdings ist die Tendenz
rückläufig. Demgegenüber nimmt die Zahl
der Zeitarbeiter in Dienstleistungsberufen zu.
Ein Viertel der Leiharbeitnehmer arbeitet im
Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Ilona Mirtschin, Pressesprecherin der
Bundesagentur für Arbeit, resümiert: „Für die
Leiharbeitnehmer geht die große Flexibilität
der Arbeitnehmerüberlassung mit erhöhten
Risiken einher wie dem, aus Beschäftigung
heraus arbeitslos zu werden. Andererseits
bietet die Zeitarbeit Beschäftigungschancen für Menschen, die sich aufgrund einer
vergleichsweise hohen Arbeitsmarktferne
bei der Beschäftigungsssuche Problemen
gegenüberstehen.“
Eine insgesamt eher positive Bewertung
der Zeitarbeit nimmt der „Zwölfte Bericht der
Bundesregierung über Erfahrungen bei der
Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes“ vom Februar 2014 vor. Demnach sei
Zeitarbeit insbesondere für Arbeitsuchende
mit schwierigen Arbeitsmarktchancen wie
gering Qualifizierte ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, um den Arbeitseinstieg zu
erreichen. Allerdings werden in dem Bericht
auch angebliche Verdrängungseffekte und
Lohndruck auf die Stammbelegschaften thematisiert. Bundesarbeitsministerin Andrea
Nahles sprach in diesem Zusammenhang
im Februar von den „zwei Gesichtern der
Leiharbeit“.
Thomas Klaus
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Unternehmenspraxis
Energieeffizienz-Kongress am 13. November in Bremerhaven
Foto: Romolo Tavani – Fotolia.com
Zeitarbeit
auch in Bremerhaven
ein Thema:
„Stabile Nachfrage
mit positiver Tendenz“
Zum Thema „Zeitarbeit“ kann auch die
Bremerhavener Arbeitsagentur Zahlen
beisteuern. Die Arbeitsagentur betreut
einerseits Stellenangebote, die Firmen
der Zeitarbeitsbranche dem Arbeitgeberservice zu Besetzung melden. Andererseits informieren die Vermittlerinnen
und Vermittler ihre Kunden über die
Beschäftigungsmöglichkeiten in der
Zeitarbeit.
Nach Angaben der Arbeitsagentur
vor Ort zeigt sich die Personalnachfrage
der Firmen zurzeit stabil mit positiver
Tendenz. Bis zum September 2014 wurden 1.285 Stellen seit Jahresbeginn zur
Besetzung gemeldet. Das waren neun
Prozent (106 Stellen) mehr als im Jahr
zuvor. Es konnten auch mehr Menschen
im bisherigen Jahr 2014 ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme im
Bereich der „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ beenden als
im Jahr zuvor. 726 Personen wechselten
seit Jahresbeginn aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung in der Zeitarbeit. Das sind 136 Personen oder 18,6
Prozent mehr als im gleichen Zeitraum
im Jahr 2013.
Zahlreiche kompetente
Referenten werden erwartet
Wie Unternehmer durch effizienten Umgang mit Energie Geld sparen, ihre
Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Klima schützen können.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4.
Kongresses zu Energieeffizienz und Ökonomie
am 13. November in Bremerhaven können sich
auf zahlreiche kompetente Referenten freuen.
Die ganztägige Veranstaltung unter dem
Motto „Energie – Zukunft – Unternehmen“ –
auch Energieforum 14 genannt – wird von der
gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens, der Handelskammer Bremen und der
Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
organisiert. Hauptsächliche Zielgruppe sind
Unternehmer und Geschäftsführer.
Im Mittelpunkt des Kongresses steht die
Frage, wie Unternehmer durch einen effizienteren Umgang mit Energie Geld sparen, ihre
Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Klima
schützen können.
Referenten sind Frieder Frasch, der das
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG vertritt, und im Rahmen eines
gemeinsamen Vortrages Professor Dr.-Ing.
Eberhard Jochem und Bernd Langer.
Professor Jochem ist Geschäftsführer des
Institutes für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) in Karlsruhe. Ingenieur Bernd Langer ist Geschäftsführer der
BEKS: Energieeffizienz GmbH in Bremen. Als
zertifizierter Moderator hat er in Nordwestdeutschland bereits drei Energie-EffizienzTische begleitet.
Als weitere Referenten wurden Projektleiterin Alexandra Bongardt von der B.A.U.M.
Consult GmbH in Hamm und Geschäftsführer
Andreas Wencke von der Erich Nonne GmbH
in Loxstedt gewonnen.
Referent Markus Mettler, im Hauptberuf
der Technische Betriebsleiter und Umweltbeauftragte der Firma ebm-papst in Mulfingen/
Baden-Württemberg, fungiert als Beiratsmitglied der Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der Deutschen Wirtschaft, einer
Exzellenzinitiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages sowie des
Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums. Die von Mettler
repräsentierte Firma wurde bereits vielfach
wegen ihres Engagements auf dem Gebiet des
Umwelt- und Klimaschutzes ausgezeichnet.
Die letzten Referate der Veranstaltung
halten Geschäftsführer Maike Stark von der
Bäckerei-Kette Starke Bäcker KG in Schwanewede, Bereichsleiter Dr.-Ing. Martin Schnatmeyer von der IGEL Technology GmbH in
Bremen – ein Modellunternehmen im Projekt
„Green Transformation“ der Klimaschutzagentur energiekonsens – und Unternehmenssprecherin Catrin Krayer vom MöbelbausystemeHersteller USM.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
21.10.14 12:01
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Unternehmenspraxis
IT-Sicherheit
Daten-Verantwortung verlagern geht nicht
Externe Rechenzentren haben viele Vorteile. Aber die Auftragsvergabe muss gut geplant sein.
In der IT-Welt ist Schnelligkeit ein Schlüsselwort. Niemand kann sicher sagen, welche
Technik sich in einigen Jahren, geschweige
denn in einem Jahrzehnt durchgesetzt haben
wird. Heutige Entscheidungen für eigene
Rechenzentren können sich also in absehbarer
Zeit leicht als überholt und überdimensioniert
erweisen.
Für ein externes Rechenzentrum gibt es
jedoch noch andere gute Gründe, so etwa
den Energiespar-Aspekt: Rechenzentren sind
komplex gewachsene Systeme mit einem
hohen Stromverbrauch. Nach Angaben des
Bundesumweltministeriums kann ihr Verbrauchs-Anteil an den IT-Strukturen durchaus
mehr als 20 Prozent betragen.
Die endgültige Antwort auf die Frage,
ob ein externes Rechenzentrum in Anspruch
genommen werden soll oder nicht, hängt
letztlich von den Bedürfnissen der Unternehmen ab. Zwischen dem Ja und dem Nein gibt
es noch einige Abstufungen beziehungsweise
Zwischenlösungen. Umso empfehlenswerter
ist der Schulterschluss mit RechenzentrumsExperten, wie sie auch im Nordwesten erfolgreich tätig sind.
Schutz von personenbezogenen Daten nicht
einfach an diesen Dienstleister delegieren.
Vielmehr muss er nachweislich überprüfen,
dass die Anforderungen des Gesetzgebers an
die Informationssicherheit erfüllt werden. Verstöße gegen das BDSG können empfindlich
bestraft werden. Bußgelder in Höhe von bis
zu 300.000 Euro sind möglich. Mit Ausnahme
der Telekommunikationsfirmen und der Post
unterliegen alle privaten Unternehmen der
Aufsicht der Datenaufsichtsbehörden. Und
die sind seit einigen Jahren zu intensiveren,
auch stichprobenartigen Kontrollen übergegangen. Eine Prüfung kann jederzeit unangekündigt ins Haus stehen – und das bei kleinen
Unternehmen ebenso wie bei Großkonzernen.
Eine eigene Kontrolle kann sich der Auftraggeber dann „schenken“, wenn sich das
Datensicherheit (GDD) auf ihrer Homepage
bereit.
Sichergestellt werden muss ebenfalls, dass
die Server und die Anwendungen nicht ausfallen. Ein längerer Komplettausfall ist das
schlimmste Szenario. Aber auch einfache
Spannungsschwankungen oder kurzzeitige
Ausfälle im Stromnetz können bereits äußerst
unangenehme Folgen nach sich ziehen. Eine
lückenlose Überwachung ist in diesem Zusammenhang ratsam.
Verantwortungsbewusste Betreiber von
Rechenzentren haben die Gefahr einer
Brandentwicklung stets im Blick – und die
Auftraggeber müssen überprüfen, wie das
Brandschutz-Thema mit Leben erfüllt wird.
Maßnahmen zur Klimatisierung und Rauchmelder nach dem Streulichtprinzip sind zwei
Wer sich am Ende für ein Rechenzentrum
entscheidet, sollte hinter mehreren wichtigen
Punkten einen Haken setzen können.
Herausragend sind die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes, die unbedingt eingehalten werden müssen. Ob ein von einem
Unternehmen beauftragtes Rechenzentrum
behutsam mit den Kundendaten umgeht,
berührt nicht nur die „Ehre“ und das Image des
Auftraggebers. Vielmehr sind Unternehmen,
die personenbezogene Daten durch Dritte
verarbeiten lassen, gemäß § 11 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) dazu verpflichtet,
„sich vor Beginn der Datenverarbeitung und
sodann regelmäßig von der Einhaltung der
beim Auftragnehmer getroffenen technischen
und organisatorischen Maßnahmen zu überzeugen“. Im Gesetzestext heißt es weiter: „Das
Ergebnis ist zu dokumentieren.“ Das bedeutet
im Klartext: Der Auftraggeber eines Rechenzentrums kann die Verantwortung für den
20
Foto: kjekol – Fotolia.com
Strenge Datenschutz-Vorgaben
Zu der Aufbewahrung von Daten gehört auch Pflege: Der Vorteil eines externen Rechenzentrums ist
die Expertise, die es anbietet.
beauftragte Rechenzentrum ein gültiges
ISO 27001 Zertifikat erarbeitet hat. Dabei
handelt es sich um einen international anerkannten Standard, der auch vom Bundesamt
für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
unterstützt wird.
Das BDSG legt ferner fest, dass Verträge
zwischen einem Unternehmen und einem
Rechenzentrum schriftlich geschlossen werden müssen. Entsprechende Formulierungshilfen beziehungsweise Vorlagen stellt zum
Beispiel die Gesellschaft für Datenschutz und
der Bausteine eines zuverlässigen und wirksamen Brandschutzes.
Über technische und organisatorische
Facetten von Rechenzentren klärt zum Beispiel der Hightech-Verband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) in seinem neuen
Leitfaden „Betriebssicheres Rechenzentrum“
auf, der auf der Homepage heruntergeladen
werden kann.
Thomas Klaus
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Unternehmenspraxis
Direktvertrieb
Direktvertriebsbranche auf Wachstumskurs
Bisher waren die Vertriebspartner die größten
Wachstumstreiber für die deutschen Direktvertriebsunternehmen. Doch nun wurden sie
vom Multikanalvertrieb abgelöst.
Mittlerweile verfügt fast die Hälfte der
Direktvertriebsunternehmen über einen
Online-Shop als ergänzenden Vertriebskanal.
Und 21 Prozent der Unternehmen wollen
diesem Beispiel innerhalb der kommenden
fünf Jahre folgen.
Der Ausbau der Online-Shops durch die
Direktvertriebsunternehmen ist einer der
wichtigsten Entwicklungstrends innerhalb der
Direktvertriebsbranche.
Und die wächst beeindruckend: Zurzeit
sind rund 724.000 Vertriebspartner für
Direktvertriebsunternehmen in der Bundesrepublik tätig, und das sind 87.000 Vertriebspartner mehr als noch vor drei Jahren.
Bis 2018 besteht ein Bedarf an 229.000
neuen Vertriebspartnern.
2013 konnten die Direktvertriebsunternehmen in Deutschland ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent steigern.
Der liegt nunmehr bei 14,6 Milliarden Euro.
Die Bedeutung dieser Branche für Wirtschaft
und Konsum in der Bundesrepublik ist also
nicht zu leugnen.
Foto: Tupperware
Die Bedeutung von Verkaufspartys als Verkaufsform hat noch weiter zugenommen.
Nicht zu unterschätzender Spaßfaktor: Verkaufspartys sind eine der geselligsten Varianten des
Kaufens und Verkaufens. Durchschnittlich nehmen fünf Personen an einer Verkaufsparty teil.
Noch zugenommen hat die Bedeutung
von Verkaufspartys als Verkaufsform. Nach
Angaben des Bundesverbandes Direktvertrieb
Deutschland (BDD) wird sie von rund der
Hälfte der deutschen Direktvertriebsunternehmen genutzt.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl
der hier aktiven Unternehmen um sechs
Prozent zu. Bei den im BDD vertretenen
Unternehmen gingen sogar 71 Prozent der
Bestellungen im Jahr 2013 aus Verkaufspartys
hervor.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
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Kurz und wichtig
Dual-Use-Güter und Rüstungsgüter:
Neue Telefon-Hotline und neue
Clearingstelle
Das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle hat eine Telefon-Hotline
„Infostelle Exportkontrolle Antragssachstand“
eingerichtet. Diese ist täglich von 9 bis 15
Uhr besetzt. Die Telefonnummer lautet:
06196/908-868. Antragstellende Unternehmen können sich hier telefonisch nach dem
Stand ihres Genehmigungsverfahrens erkundigen – und zwar nicht nur für Dual-Use-Güter,
sondern auch für Rüstungsgüter.
Die Initiative zu der Telefon-Hotline hatte
das Bundeswirtschaftsministerium ergriffen.
Es will außerdem eine Clearingstelle für
Exportkontrollverfahren bei Dual-Use-Gütern
einrichten. In der Clearingstelle, die im Bundeswirtschaftsministerium geschaffen wird,
werden diejenigen Ministerien und Behörden
regelmäßig zusammentreffen, die mit der
Bearbeitung von Ausfuhrgenehmigungsanfragen für Dual-Use-Güter befasst sind. Die
Beteiligten sollen gemeinsam beraten, möglichst schnell entscheiden und langwierige
schriftliche Verfahren vermeiden.
❱ www.bmwi.de
Energy Efficiency Award der dena:
Herausragende
Energieeffizienzprojekte nominiert
Die Finalisten des Energy Efficiency
Award 2014 stehen fest. Zwölf Energieeffizienzprojekte in Unternehmen haben es in
die Endauswahl des internationalen Wettbewerbs der Deutschen Energie-Agentur (dena)
geschafft, der unter der Schirmherrschaft von
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel
steht. Die besten drei Projekte werden am
11. November bekannt gegeben.
Die Experten-Jury hat Projekte für den
Energy Efficiency Award 2014 nominiert.
Deren Palette reicht von der Prozessoptimierung zur Reduktion des Energieverbrauchs
in der Metallindustrie über systematische
Energieeffizienzmaßnahmen in den Bereichen Beleuchtung, Wärmerückgewinnung und
Produktion in einem Kleinunternehmen der
Blechbearbeitung bis hin zu einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie zur Senkung des
Energieverbrauchs.
❱ www.dena.de
Mitarbeiter gewinnen und halten:
Neuer Arbeitgeber-Preis ins Leben
gerufen
Das Magazin „Wirtschaftswoche“
und die DEKRA haben den Preis „Deutscher
Arbeitgeber-Award 2015“ ins Leben gerufen.
Experten von DEKRA Certification nehmen
dabei die Finalisten unter die Lupe und ermitteln die besten Teilnehmer. Ziel des Preises: Es
sollen Unternehmen ausgezeichnet werden,
die als Arbeitgeber nachhaltig Mitarbeiter
für sich gewinnen und halten. Dafür werden
die Arbeitgeber anhand von vier Dimensionen beurteilt: Gesundheit und Wohlergehen;
Flexibilität; Möglichkeiten/Karrierechancen;
gesellschaftliche Verantwortung. Anmeldeschluss ist der 19. November.
❱ www.wiwo.de/arbeitgeber-award
Neuer Service der Sparkassen:
Rechnungen scannen statt abtippen
Schluss mit dem Abtippen langer
Zahlenreihen beim Überweisen: Mit dem
neuen Service GiroCode der Sparkassen
werden die immer häufiger genutzten elektronischen Überweisungen per Smartphone
schneller ausgeführt. Dazu werden QR-Codes
eingesetzt. Wer seine Rechnungen mit dem
GiroCode ausstattet, wird künftig weniger
Zeit für die Recherche und Korrektur fehlerhafter Überweisungen aufwenden müssen.
Der GiroCode ist kostenlos.
❱ www.girocode.de
Leitfaden zu Firmenkreditkarten:
Kodex zum richtigen Einsatz ist
wichtig
Ob zur Buchung von Flug oder
Mietwagen, beim Arbeitsessen mit Kunden
oder zur Reservierung eines Hotelzimmers –
auf Geschäftsreisen ist die Firmenkreditkarte
schnell zur Hand. Doch was dürfen Mitarbeiter mit der Business Card, und wann sollten
sie besser in die eigene Tasche greifen?
Klarheit verspricht ein Leitfaden des Fachportals Kreditkarte.net So sollte man etwa
vermeiden, den Afterwork-Cocktail mit Kollegen über die Corporate Card abzurechnen.
Der wichtigste Tipp für Unternehmer: einen
firmenspezifischen Kodex zum richtigen Einsatz des Zahlungsmittels entwickeln.
❱ www.kreditkarte.net
Umfrage zu Verspätungen:
Häufig stockt der Straßenverkehr
Jeder zehnte Arbeitnehmer kommt
mindestens einmal im Monat zu spät zur
Arbeit. Fünf Prozent verspäten sich sogar mindestens einmal in der Woche. Das Zuspätkommen zur Arbeit ist demnach weit verbreiteter
als oft angenommen.Zu diesen Ergebnissen
kommt eine Umfrage von Careerbuilder. Die
Gründe für das Zuspätkommen sind vielfältig.
Als häufigsten Grund gaben die Befragten
Behinderungen im Straßenverkehr (39 Prozent) an.
❱ www-careerbuilder.com
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Gut beraten
Sachverständigengutachten BImSchG-Verfahren
Betriebsbeauftragte für Abfall Gefahrgutbeauftragte
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Heiko Lederhaus Andreas Wilkens
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Sicher entsorgen
Sonderabfälle Asbest Kontaminierte Böden
Verbrauchte Strahlsande Rückbau Gebäudeschadstoffe
Arbeiten in kontaminierten Bereichen
Verkauf von Big Bags
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Service
LITERATUR
Kraftverkehrshandbuch 2015
Aktuelle Gesetze des Straßengüterverkehrs
2014, 39. Auflage, 504 Seiten, 21,90 Euro
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Heinrich Vogel, München
Das Kraftverkehrshandbuch
fasst jährlich aus allen Gesetzen, Vorschriften und Urteilen
die Regelungen zusammen,
die für die Transportbranche
wichtig sind und es erklärt,
welche Auswirkungen sie in
der Praxis haben. Das Werk
enthält alle bedeutenden
Gesetze des Straßengüterverkers, Geschäfts- und Beförderungsbedingungen,
Arbeitsrecht und Sozialvorschriften sowie Auszüge
aus der aktuellen Rechtsprechung. Ein Kalendarium
mit Ferienterminen, nationalen Fahrverboten, relevanten Branchenadressen und eigenen Fahrzeugkalkulationshilfen ist ebenfalls Inhalt des Buches.
Die neue Ausgabe wurde sorgfältig überarbeitet
und um aktuelle Themen ergänzt. Darunter sind
die Reform des Punktesystems und Ausführungen
zum Mindestlohngesetz.
Berufskraftfahrer unterwegs 2015
Jahrbuch für Fahrer im Güter- und
Personenverkehr
2014, 22. Auflage, 240 Seiten, 9,50 Euro
Bestell-Nr.: 2603215
Springer Fachmedien München GmbH/Verlag
Heinrich Vogel, München
Der schnelle Zugriff auf gut aufbereitete und aktuelle Informationen – unter den heutigen komplexen
Arbeitsbedingungen ist das ein Garant für Erfolg.
Das gilt speziell auch für Fahrer im Güter- und Personenverkehr, die immer häufiger selbstständig die
richtigen Entscheidungen treffen müssen – zum Beispiel bei der Tourenplanung und -durchführung, der
Suche nach geeigneten Parkplätzen, der Ladungssicherung, der Einteilung der Lenk- und Ruhezeiten,
im Umgang mit dem digitalen Kontrollgerät oder
zum Schutz vor kriminellen Übergriffen und bei
Notfällen. „Berufskraftfahrer unterwegs“ unterstützt
die Fahrer in diesem Sinne.
Gefahrgut-Fahrer unterwegs 2015
Jahrbuch für Fahrer von Gefahrgut-Transporten
2014, 16. Auflage, 296 Seiten, 15,90 Euro
Bestell-Nr.: 2603315
Springer Fachmedien München GmbH/Verlag
Heinrich Vogel, München
Das Jahrbuch für Gefahrgut-Fahrer wurde für
2015 vollständig und umfangreich überarbeitet.
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Unter anderem beinhaltet es
aktuelle Länderinformationen
für Europa, aktuelle rechtliche
Änderungen, einen Kalender
mit Fahrverboten in Europa,
Tipps und Notrufnummern für
den Notfall sowie den QuickCheck „Tunnelregelungen“.
Das Werk enthält ferner unter
anderem zwölf Checklisten
zum Beispiel zu den Themen Aufladen, Abfahrtkontrolle, Verhalten in Tunneln oder Abfall und
Gefahrgut, die als Kopiervorlage verwendet werden
können.
KEP-Fahrer unterwegs
Bordbuch für Fahrer und selbstfahrende
Unternehmer
2014, 14. Auflage, 144 Seiten, 10,90 Euro
Bestell-Nr.: 2603815
Springer Fachmedien München GmbH/Verlag
Heinrich Vogel, München
Der Alltag von KEP-Fahrern
hat sich in den vergangenen
Jahren einem deutlichen Wandel unterzogen. Denn durch
den starken Boom der OnlineKäufe hat die Komplexität
und Arbeitsbelastung stark
zugenommen.
„KEP-Fahrer unterwegs“ soll
das Bordbuch für den KEPFahrer sein. Im praktischen
Handschuhfachformat sind alle relevanten Themen
für den KEP-Alltag zusammengefasst.
Das beste Anderssein ist Bessersein
Die Geheimnisse echter Service-Excellence
KAMMERBÖRSE
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Wir leben in einer Welt, in welcher der Konkurrenzdruck groß und jedes erdenkliche Produkt nur einen
Mausklick weit entfernt ist – in der sich Produkte
und Marken oftmals wie ein Ei dem anderen gleichen und Dienstleistungen vielfach austauschbar
sind. In dieser Welt fordern Kunden rigoros das
ein, was ihnen wichtig ist. In solchen Märkten heißt
die Losung: „Anders sein als alle anderen!“ Doch
wie kann man anders sein, wenn alle anders sein
wollen? Die Autoren Sabine Hübner und Carsten
K. Rath meinen, dass das nur möglich ist, wenn
ganz und gar vom Kunden her gedacht werde.
Das ist „Excellence“ – die Konzentration auf das,
was wirklich zählt. Denn das beste Anderssein sei
Bessersein, so die Verfasser des Buches, die beide
gefragte Keynote-Speaker sind. Der Anspruch: Die
Geheimnisse echter Service-Excellence sollen in zehn
Kapiteln verraten werden.
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Telefon 0471 92460-17, Fax 0471 92460-92,
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23
Regionale Wirtschaft
„Bremerhaven im Aufbruch“
Leitmärkte der Green Economy
wachsen stark und dynamisch
die Leitmärkte der Green Economy weltweit
stark wachsen. Im Marktvolumen lägen sie
auf einem Level mit dem Maschinenbau – was
auch mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen
verbunden sei. Die Entwicklung wird nach
Rasmussens Einschätzung dadurch beschleunigt, dass immer mehr Konsumenten „grün“
und nachhaltig einkaufen. Bei Green Economy
hat der Standort Bremerhaven viel zu bieten.
Das wurde auch durch die vier Best-practiceBeispiele aus der Seestadt deutlich, die dem
Vortrag von Dr. Rasmussen folgten.
Söhnke Neumann, Deputy Store Manager Deputy des künftigen Ikea-Marktes in
Bremerhaven, präsentierte die schwedische
Möbelhaus-Kette als Pionier der Nachhaltigkeit und Energieeffzienz. Das belegten Zahlen
wie zum Beispiel die, dass Ikea bis 2016
komplett auf LED-Beleuchtung umsteigen
will und der Anteil recycelbarer Möbel schon
91 Prozent beträgt („Wir wollen aber bald auf
Immer mehr Konsumenten kaufen „grün“
100 Prozent kommen“). Die Niederlassung
Bremerhaven, deren Eröffnung für April 2015
In seinem Impulsvortrag wies Dr. Cornelis
geplant wird, soll Neumann zufolge weitere
Rasmussen, Inhaber der Beratungsfirma RasAkzente setzen.
mussen Changes in Bremen, darauf hin, dass
Energiemanager Knut Vormschlag stellte
die vielfältigen AktiANZEIGE
vitäten der Deutschen See auf dem
Gebiet der Green Economy vor. Im Rahmen
seiner Energiestrategie hat der nationale
Marktführer für Fisch
Alle Reinigungen im und am Gebäude
und Meeresfrüchte
unter anderem sieben
• Büro- und Sozialraumreinigung
Photovoltaikanlagen
• Fußbodenreinigung
(darunter eine in Bre• Industriereinigung
merhaven), ein BlockA.
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City“ stand Tim Oberdieck am Rednerpult.
Bremerhaven als Hochburg für Green Economy, also für eine Wirtschaft, die ökologischnachhaltig tickt und handelt – die Chancen
stehen gut und die Voraussetzungen vor Ort
sind es ebenfalls. Das ist eine der Erkenntnisse, mit denen die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Veranstaltung „Bremerhaven
im Aufbruch“ zum Thema „Green Economy“
wieder nach Hause fahren konnten. Gemeinsam eingeladen hatten die Bremerhavener
Gesellschaft für Investitionsförderung und
Stadtentwicklung (BIS) und die IHK Bremerhaven.
Dass die Chancen auf jeden Fall genutzt
werden sollen, unterstrich BIS-Geschäftsführer Nils Schnorrenberger in seinen Begrüßungsworten. Eine entsprechende Strategie
wurde von der BIS bereits entwickelt. Nach
Schnorrenberger begrüßte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Stark die Anwesenden.
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Foto: Vladimir Voronin – Fotlolia.com
Veranstaltungsreihe von BIS und IHK wurde fortgesetzt.
Auch ein finanzieller Gewinn: Nachhaltig
wirtschaften bedeutet nicht nur Stromsparen
sondern auch Geldsparen.
Er sieht sein Haus mit zahlreichen ökologischen Schritten als Vorreiter innerhalb
der aus seiner Sicht etwas schwerfälligen
Gastgewerbe-Branche. „Zwischen 2009 und
2014 haben wir 53 Maßnahmen umgesetzt –
und es werden noch viele folgen“, berichtete
Oberdieck. Dieses Engagement schlägt sich
auch in mehreren Preisen und Auszeichnungen nieder, vorneweg in den Jahren 2012 und
2013 mit dem Award „Certified Green Hotel“
des Verbandes Deutsches Reisemanagement.
Das letzte anschauliche Praxisbeispiel
lieferte Vorstand Ronald Huber von der Druckerei MüllerDitzen AG. Er beobachtet seit
kurzem einen „Kundensog zur nachhaltigen
Druckproduktion“ und sieht sich dadurch bei
den diversen Maßnahmen bestätigt, die sein
Unternehmen im Sinne der Green Economy
ergriffen hat. Eine Art Meisterstück war dabei
die Anschaffung der LE-UV-Offset-Anlage. Mit
der lassen sich nach Angaben von Ronald
Huber bis zu 60 Prozent der Energiekosten
sparen – und das bei hoher Bildqualität, die
bei Recyclingpapier gleichermaßen sichergestellt werde.
Thomas Klaus
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Regionale Wirtschaft
Zielgruppe kleine und mittlere Unternehmen
Betriebliches
Gesundheitsmanagement
Praxis-Veranstaltung des Vereins Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V.
am 24. November in Bremerhaven.
Informationen für die betriebliche Praxis zum
Thema „Gesundheitsmanagement in kleinen
und mittleren Unternehmen“ – das bietet die
dritte Veranstaltung aus der Reihe „Gesundheit im Betrieb: Fördern, managen, erleben!“
der Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V..
Am 24. November werden von 13 bis 18
Uhr im Comfort Hotel Bremerhaven, Am
Schaufenster 7, verschiedene Ansatzpunkte
vorgestellt, wie kleine und mittlere Betriebe
den gesundheitlichen Herausforderungen
der modernen Arbeitswelt begegnen können.
Diese Strategien werden mit Beispielen guter
Praxis untermauert. Auf diese Weise soll
den Teilnehmern ein möglichst realistischer
Eindruck darüber vermittelt werden, wie
eine erfolgreiche Umsetzung gelingen kann.
Außerdem bietet die Veranstaltung Zeit und
Raum, um mit regionalen Akteuren der Branche des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Kontakt zu treten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist
kostenfrei. Aber eine vorherige Anmeldung ist
erforderlich. Weil die Teilnehmerzahl begrenzt
ist, werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.
Zum ersten Mal wird das erfolgreiche
Veranstaltungsformat, das von der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.
eine Förderung bekommt, in der Seestadt ausgerichtet. In erster Linie sollen Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen angesprochen
werden, die sich zu Fragen der betrieblichen
Gesundheit näher informieren möchten.
Hintergrund: Fachkräftemangel, alternde
Belegschaften und psychische Belastungen
stellen Betriebe jeder Größenordnung vor die
Herausforderung, sich als Arbeitgebermarke
zu stärken und aktiv etwas für die Gesundheit
und Motivation vor allem der älteren, aber
auch der jungen Beschäftigten zu tun. KMUs
verfügen im Vergleich zu Großunternehmen
in der Regel über begrenzte personelle und
finanzielle Ressourcen. Daher kommt es für
sie besonders darauf an, dass Beratungen und
Maßnahmen individuell auf die jeweiligen
Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Interessenten können sich mit dem Betreff
„Anmeldung Gesundheit im Betrieb 2014“ per
E-Mail anmelden: office@gwnw.de
❱ www.gesundheitswirtschaft-nordwest.de
„Cybercrime – die unterschätzte Gefahr für
Unternehmen“ – das ist der Titel einer Veranstaltung der IHK Bremerhaven am 18.
November um 17 Uhr in den Räumlichkeiten
der Kammer. Dabei
sollen Firmen für
die Gefahren des
Cybercrimes sensibilisiert und über
geeignete Sicherheitsmethoden
informiert werden.
In einer spannenden „Live-Hacking-Show“ wird demonstriert,
wie leicht Cyberangriffe erfolgen und wie
zerstörerisch sie ausfallen können. Die Teilnahme ist kostenlos.
Hintergrund der Veranstaltung: Der Schaden durch mangelhafte IT-Sicherheit beträgt
allein in Deutschland 50 Milliarden Euro. Die
bekannt gewordenen Fälle von Datenklau
und Spionage bilden aber lediglich die Spitze
des Eisbergs. Kleine und mittelständische
Unternehmen sind immer noch unzureichend
geschützt, attestieren die Experten. Auch
wenn sich in den letzten Jahren der Internetschutz mit Virenscannern, Firewalls und
Spamfiltern zunehmend etabliert hat – die
Gefahr wird unterschätzt. Das gilt vor allem,
weil sich die Firmen häufig lokal bewegen und
ihre Attraktivität als Angriffsziele im In- und
Ausland weit unterschätzen.
Anmeldungen werden erbeten unter 0471
9240-14 oder per E-Mail unter: hintze@bremerhaven.ihk.de.
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Veranstaltung am 18. November:
Cybercrime – die unterschätzte
Gefahr für Unternehmen
Regionale Wirtschaft
Küstenautobahn
„A20 wird gebraucht – und zwar schnell“
Veranstaltung des Fördervereins Pro A20 e.V in Wilhelmshaven mit Oberbürgermeister Wagner.
„Wir brauchen die A20 – und wir brauchen
sie schnell.“ Mit diesen unmissverständlichen
Worten hat der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner ein Bekenntnis zur
Küstenautobahn A20 abgelegt. Das Umfeld
dafür lieferte eine Veranstaltung des Fördervereins Pro A20 e.V. in den Räumlichkeiten
des Hydraulik-Systemanbieters HPMS GmbH
in Wilhelmshaven. Geschäftsführer Heiko
Eibenstein hatte die Räumlichkeiten bereit
gestellt.
Fördervereins-Vorstandsmitglied Jasper
Strauß hatte die Veranstaltung eröffnet. Der
Hauptgeschäftsführer des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes Wilhelmshaven – Friesland
– Wittmund mahnte: „In Sachen A20 muss
Dampf auf dem Kessel bleiben.“ Der politische Einsatz für die Küstenautobahn brauche
Planungsstand ein. Besonders erfreulich aus
Sicht der Befürworter: Das Planfeststellungsverfahren für den ersten Planungsabschnitt
zwischen der A28 (Westerstede) und der
A29 (Jaderberg) wird voraussichtlich noch in
diesem Jahr eingeleitet werden.
Delfs erläuterte außerdem, aus welchen
Nach Überzeugung von Oberbürgermeister
Wagner ist die A20 unter anderem für die
Anbindung des Tiefwasserhafens JadeWeserPort in Wilhelmshaven zwingend erforderlich.
Die unzureichende Verkehrsinfrastruktur im
Nordwesten werde von den Kammern als Interessenvertretungen der Wirtschaft und vielen
Politikern bereits seit mehreren Jahrzehnten
thematisiert. Seitdem sei zu wenig passiert,
bedauerte Wagner. In diesem Zusammenhang kritisierte er die lange Planungsdauer
für Verkehrsinfrastruktur-Projekte: „Eine kürzere Planungsdauer würde letztlich mehr
Wohlstand und höheres Einkommen für die
Menschen bedeuten.“
Am Lunedeich 161
26
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Foto: Susanne Bauermeister
Jasper Strauß: „Die Grünen stehen
auf der Bremse“
„Standspur ade“: Oberbürgermeister Andreas Wagner, Fördervereins-Vorsitzender Emanuel Schiffer,
Jasper Strauß und HPMS-Geschäftsführer Heiko Eibensten engagieren sich für die A20, Joachim
Delfs und Sebastian Mannl planen sie (v.l.n.r.).
mehr Dynamik, so Strauß. Von den niedersächsischen Grünen („Die Grünen stehen auf
der Bremse“) forderte er, sie sollten „Verantwortung für die Wirtschaft übernehmen und
auf der Grundlage des Koalitionsvertrages
der A20 zustimmen“. Zu der Grünen-Maxime
„Erhalt geht vor NeuANZEIGE
bau“ merkte Jasper
Strauß an, dass der
Erhalt den Neubau
nicht ausschließen
dürfe.
Zum
Schluss
der FördervereinsVeranstaltung in
Wilhelmshaven
ging der Oldenburger Geschäftsbereichsleiter der
Niedersächsischen
Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr, Joachim Delfs,
zusammen mit Planer Sebastian Mannl
Tel. 0471 972200 www.hzt.de
auf den aktuellen
Gründen die Küstenautobahn überhaupt
gebaut werden solle. Unter anderem habe
sie eine internationale Dimension, die die
Verkehre in Ost-West-Richtung sowie von und
nach Skandinavien und in die Benelux-Länder
verbessern werde. Joachim Delfs legte aber
auch dar, dass die A20 zum Beispiel zu deutlichen Fahrzeitverkürzungen in der Region
führen und die Entwicklung in den ländlichen
Gebieten fördern werde.
Die Veranstaltung war ein Baustein der
dritten Veranstaltungsreihe 10 x 11,3 km des
Fördervereins, der seinen Sitz in Bremerhaven hat. Entlang des ungefähr 10 mal 11,3
Kilometer umfassenden Planungsraumes der
A20 führt der Förderverein an wechselnden
Orten Unterstützer des Projektes aus der
Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt der
Veranstaltungsreihe steht das Handwerk,
nachdem in der ersten Auflage die allgemeine
Öffentlichkeit und in der zweiten Industrie
und Handel die Zielgruppen gewesen waren.
Thomas Klaus
❱ www.pro-a20.com
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Regionale Wirtschaft
„Effizienztisch Bremerhaven“ gestartet
Mit Energieeffizienz auf der Überholspur
Die IHK war Gastgeber der Startschuss-Veranstaltung.
Startschuss für den „Effizienztisch Bremerhaven“: Dort haben sich zurzeit acht Unternehmen und Institutionen aus der Seestadt
zusammengeschlossen, die ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen CO2Emissionen senken wollen. Das Projekt wird
vom Bremerhavener Klimastadtbüro und der
Durch den gemeinsamen Weg sollen
kostensenkende und CO2-sparende Maßnahmen bei den Beteiligten schneller umgesetzt
werden. Dadurch werden die Betriebskosten
gesenkt, die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt
und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Laut energiekonsens bestehen in der
Auftakt gelungen: Vertreter von acht Bremerhavener Unternehmen und Institutionen trafen sich
zum ersten Netzwerktreffen des „Effizienztisches Bremerhaven“.
gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens unterstützt. Beim Auftakttreffen
in den Räumen der IHK verpflichteten sich
die Netzwerk-Teilnehmer dazu, ihren Endenergieverbrauch in den kommenden drei Jahren
zu senken. Und das sind die Beteiligten:
Deutsche See GmbH, Frosta AG, Fischereihafen-Betriebsgesellschaft, Heinrich Abelmann
GmbH, Müller Ditzen AG, die MWB Power
GmbH und die STRAKO GmbH.
Bundesrepublik inzwischen rund 60 derartige
Netzwerke mit mehr als 700 Unternehmen.
Teilnehmen können Firmen mit jährlichen
Energiekosten von mindestens 100.000 Euro.
Bremerhavener Unternehmen, die zum Effizienztisch hinzu stoßen wollen, können sich bei
Heinfried Becker melden: 0471 30947371,
E-Mail: becker@energiekonsens.de.
Klimafreundliche Logistik:
Seminar am 2. Dezember
Am 2. Dezember findet im Kunstund Kulturhof Kränholm in Bremen
ein Intensivseminar zum Thema „Klimafreundliche Logistik – Klimaschutz
liefern“ statt. Veranstalter ist die
klima:akademie der gemeinnützigen
Klimaschutzagentur energiekonsens.
Als Dozent betätigt sich Dr. Thorsten
Klaas-Wissing, Vize-Direktor des Lehrstuhls für Logistikmanagement an der
Universität St. Gallen.
Im Laufe des Seminars sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene
Klimaschutzkomponenten für den
Transport- und Logistiksektor entwickeln und die Situation ihrer Unternehmen objektiv einschätzen können.
Außerdem erhalten sie Informationen
über die zentralen Eckpfeiler der CO2Erfassung und des CO2-Managements.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Labradorstraße 5 · 27572 Bremerhaven
Telefon 0471 9721-0 · Fax 0471 9721-103
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27
International
Beeindruckende Erfolgsgeschichte
Litauen befindet sich auf Eurokurs
Am 1. Januar 2015 wird Litauen – nach Estland (2011) und Lettland (2014) – in die Euro-Familie aufgenommen.
Rolle für die Top-Performance des baltischen
Staats. Immer mehr innovative litauische
Unternehmer bewegen sich auch auf internationalem Parkett selbstbewusst und wecken
bei neuen Investoren großes Interesse für
den Standort Litauen. Viele deutsche Unternehmen sind hier bereits seit vielen Jahren
aktiv und erfolgreich. Wie die jährlichen Konjunkturumfragen der AHK Baltische Staaten
regelmäßig zeigen, bieten sich ihnen hier ein
ideales operatives Geschäftsumfeld und auch
für die Zukunft in vielen Geschäftsfeldern
vielversprechenden Chancen.
Foto: Schmitz Cargobull Baltic UAB
Am 23. Juli 2014 gab der Rat der Europäischen Union in Brüssel grünes Licht für Litauens Euro-Einführung zum 1. Januar 2015. Mit
dieser positiven Entscheidung der EU-Staatsund Regierungschefs nahm Litauen die entscheidende Hürde und erhielt die offizielle
Einladung, 19. Mitglied der Eurozone zu werden. Für diese ist Litauens Beitritt ein echter
Zugewinn, betonte Mario Draghi, Präsident
der Europäischen Zentralbank, auf der EuroKonferenz im Herbst in Vilnius. Litauen habe
sich nicht nur engagiert dafür eingesetzt,
die eigene Wirtschaft fit für die Eurozone zu
Bereits seit 15 Jahren vor Ort: Die Niederlassung der deutschen Schmitz Cargobull AG produziert in
Panevežys mit 350 Mitarbeitern Sattelauflieger und Anhänger.
machen, sondern habe auch während seiner
EU-Ratspräsidentschaft 2013 dazu beigetragen, die Währungsunion noch stabiler zu
machen. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise
habe Litauen mit einer besonnenen Sparpolitik bewiesen, dass Anpassungen auch ohne
Währungsabwertung möglich sind. Und die
aktuelle Wirtschaftsentwicklung des Ostseeanrainers liefert den besten Beweis dafür.
Litauen konnte die Wirtschaftskrise erfreulich schnell überwinden. Seit mehr als drei Jahren entwickelt sich die litauische Wirtschaft
weitaus dynamischer als der EU-Durchschnitt.
Zunehmend löst dabei die Binnenkonjunktur
den belebten Außenhandel als Hauptantriebskraft für den Aufschwung ab. Aber auch Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit spielen in vielen Bereichen eine wichtige
28
Deutsche Wirtschaft stark in Litauen
Seit dem Beitritt Litauens zur Europäischen
Union vor zehn Jahren hat sich der deutschlitauische Warenaustausch nahezu verdoppelt. Die deutsche Wirtschaft besitzt hier
eine lange Tradition und ist heute mit einem
Anteil von mehr als 10 Prozent an den FDI
drittgrößter Investor. Wichtige Zielbranchen
sind das verarbeitende Gewerbe, der Einzelund Großhandel und der Dienstleistungssektor. Mit Vilnius, Kaunas, Klaipeda sowie
anderen Standorten gibt es mehrere regionale
Wirtschaftszentren, in denen zum Beispiel
kapitalintensive Industrien wie die Petrochemie, Chemie und Metallindustrie angesiedelt sind und hochmotiviertes Fachpersonal
anlocken. Der Geschäftsaufbau wird zudem
dadurch begünstigt, dass das Gesellschaftsrecht und die Zahlungsmodalitäten litauischer
Geschäftspartner mit denen in Deutschland
vergleichbar sind.
Ein weiterer wichtiger Standortvorteil ist
die strategisch gute Lage als Knotenpunkt
zwischen West und Ost – auch wenn dieser
Aspekt angesichts der Ukraine-Krise gerade
auf die Probe gestellt wird. Doch trotz spürbarer Auswirkungen, wie etwa Auftragsrückgänge im Russland- und Ukrainegeschäft
sowie erschwerte Transportmöglichkeiten für
Waren nach Westeuropa, gaben alle befragten Unternehmer in einer Blitzumfrage der
AHK im Juni 2014 an, ihre Geschäftstätigkeit
in Litauen wie bisher fortzusetzen. Dieses
klare Bekenntnis zeigte sich in allen AHKUmfragen der vergangenen zehn Jahre, das
heißt auch in Krisenzeiten, und spricht für
die dauerhafte Attraktivität des Standortes.
Und der Euro wäre aus Sicht der deutschen
Unternehmen nun das Tüpfelchen auf dem „i“.
Nachdem die deutschen Unternehmer mit
der Euro-Einführung in Estland (2011) bereits
gute Erfahrungen gemacht haben und sich
in Lettland im ersten Euro-Jahr eine ebenso
positive Entwicklung abzeichnet, rechnen
auch die in Litauen aktiven Unternehmen in
der Zukunft mit weiteren Vorteilen für ihren
geschäftlichen Erfolg. Neben praktischen
Aspekten wie der Senkung der Transaktionskosten und der Erhöhung der Preistransparenz
würde damit an internationale Partner und
potentielle Investoren das positive Signal
gesendet, dass auch der dritte baltische Staat
verdientermaßen seine Erfolgsgeschichte der
vergangenen Jahre mit dem Euro krönt und
Litauen endgültig Teil des westeuropäischen
Wirtschaftraumes ist.
Kerstin Leisering
(Die Autorin ist zuständig für Information
und Kommunikation in der AHK Baltische
Staaten. Die AHK ist als einzige internationale Handelskammer über die drei baltischen organisiert. Die Kammer setzt unter
anderem für die weitere Entwicklung der
bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ein.)
❱ www.ahk-balt.org
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
International
„Business-Frühstück Europa der IHK“
Dialog über Niederlande und Dänemark
Die Niederlande und Dänemark zählen traditionell zu den herausragendsten Außenhandelspartnern der norddeutschen Wirtschaft. Dennoch gibt es noch Luft nach oben. Bei einem
„Business-Frühstück Europa“ informierte die
Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
gemeinsam mit den Vertretungen aus den
beiden Auslandshandelskammern über die
Potenziale, die Bremerhavener Unternehmen
bereits nutzen und künftig noch stärker nutzen könnten. Der für Internationales verantwortliche IHK-Geschäftsführer Wilfried Allers
hatte die Veranstaltung eröffnet.
Die Daten und Fakten sind dabei beeindruckend: So belaufen sich die niederländischen
Ausfuhren nach Deutschland auf rund ein
Viertel der niederländischen Gesamtausfuhr.
Die Bundesrepublik bleibt damit der bedeutendste Absatzmarkt für die niederländische
Wirtschaft.
Auch kulturelle Besonderheiten
sind wichtig
Für die Bundesrepublik wiederum sind die
Niederlande mit einem Handelsvolumen von
169 Milliarden Euro zum wichtigsten Handelspartner geworden - vor Frankreich, China, den
USA und Großbritannien. Die Geschäftschancen in den Niederlanden ergeben sich unter
anderem durch die geographische Nähe zu
Deutschland, eine leistungsfähige Infrastruktur, hohe Kundendichte, hohe Kaufkraft,
Foto: Schimanke
Auch für Bremerhavener Unternehmer ergeben sich große Geschäftschancen.
Beeindruckende Daten und Fakten: Die Niederlande und Dänemark sind bereits jetzt unverzichtbare Handelspartner der Bundesrepublik. Es lohnt sich auch für Bremerhavener Unternehmer, sich
mit den dortigen Potenzialen zu befassen – wie beim Business-Frühstück der IHK geschehen.
hoch qualifizierte, flexible und mehrsprachige
Arbeitskräfte sowie durch eine Kulturlandschaft, die sich mit Deutschland vergleichen
lässt.
Gleichermaßen ist Deutschland für Dänemark der wichtigste Handelspartner, und
das mit Abstand. Chancen ergeben sich hier
unter anderem durch ein innovatives Unternehmertum, das sich gegenüber technischen
Neuerungen aufgeschlossen zeigt, den hohen
Stellenwert zukunftsträchtiger Branchen wie
zum Beispiel Erneuerbarer Energien, Einstiegsmöglichkeiten in zahlreiche Infrastruk-
turprojekte und gute Kooperationsansätze
in vielen Dienstleistungsbranchen. Neben
den wirtschaftlichen Besonderheiten spielen
die kulturellen eine Rolle, damit es zu guten
Geschäften kommen kann. Auch hierum ging
es bei den Referaten von Hauptgeschäftsführer Rainer Perau und Jan Hennies von der
AHK Dänemark und Andrea Fangmeyer als
Repräsentantin der AHK Niederlande.
Im Anschluss an den Informations-Teil
und das Frühstück fanden für angemeldete
Unternehmensvertreter Einzelgespräche in
den Besprechungsräumen statt.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
29
IHK aktiv
Herbstkonvent
Uwe Beckmeyer war prominenter
Hauptredner des Abends
Hohen Besuch aus Bremerhaven und Berlin
zugleich hatte der Herbstkonvent der IHK
Bremerhaven, an dem die jetzigen und ehemaligen Mitglieder der Vollversammlung – als
dem „Parlament der regionalen Wirtschaft“
– teilnehmen. Uwe Beckmeyer aus Bremerhaven, Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundeswirtschaftsministerium und Maritimer
Koordinator der Bundesregierung, war der
Hauptredner.
Das Grußwort zu Beginn des Konvents
sprach der Senior des Konvents, Peter Greim.
Er begrüßte den IHK-Präsidenten Hans-Christoph Seewald, den Präses der Handelskammer
Bremen, Christoph Weiss, und die Hauptgeschäftsführer der beiden Kammern, Michael
Stark (Bremerhaven) und Dr. Matthias Fonger
(Bremen).
Greim berichtete von der gemeinsamen
Präsidiumssitzung und der Vollversammlung
unmittelbar vor dem Herbstkonvent. Insge-
Fotos: Schimanke
Der Maritime Koordinator der Bundesregierung nimmt an, dass die
EEG-Novelle eine zweite Investitionswelle auslösen wird.
Informationen aus dem Herzen der Bundesregierung: Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Beckmeyer (4.v.l.) sprach beim diesjährigen Herbstkonvent. Unser Bild zeigt ihn zusammen mit Michael
Stark, Hans-Christoph Seewald, Christoph Weiss, Peter Greim und Dr. Matthias Fonger.
samt sei man beim Landeskammer-Projekt
„auf dem richtigen Weg“, stellte der Senior
des Konvents fest.
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30
„Deutsche Wirtschaft ist in guter
Verfassung“
Im
Anschluss
bedankte sich IHKPräsident Seewald
bei Greim und
stimmte die Gäste
auf den Redebeitrag von Uwe Beckmeyer ein.
Der plädierte
unter
anderem
dafür, angesichts
der aktuellen Konjunkturprognose
nicht in Aufregung
zu verfallen. Grundsätzlich sei „die
deutsche Wirtschaft
in guter Verfassung“
und der Arbeitsmarkt robust. „Für
die deutsche Wirtschaft ist die derzeitige
Niedrigzinspolitik insgesamt positiv“, sagte
Beckmeyer. Allerdings müsse den konjunkturellen Risiken entgegen getreten werden und
dabei sei die Politik gefragt.
Als die drei Kernziele der Bundesregierung
benannte der SPD-Politiker solide Finanzen,
die Stärkung von Wachstum und Beschäftigung sowie eine erfolgreiche Fortsetzung der
Energiewende.
Im Zusammenhang mit der Energiewende
ist nach Beckmeyers Auffassung die Unabhängigkeit von Energieexporten ein überragendes
Ziel. Um dieses zu erreichen, müssten vor
allem die Erneuerbaren Energien ausgebaut und marktfähig gemacht werden. Uwe
Beckmeyer: „Für Bremen und Bremerhaven,
aber auch für den Erfolg der Energiewende
insgesamt ist die Offshore-Windenergie unverzichtbar.“ Das Ausbauziel von drei Gigawatt
installierter Offshore-Leistung bis Ende 2015
sei ein stabiles Fundament, auf dem sich gut
aufbauen lasse.
Mit der EEG-Novelle sei ein Paket geschnürt
worden, das eine zweite Investitionswelle auslösen werde.
Christian Noebel
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
IHK aktiv
Unmittelbar vor dem Herbstkonvent tagten
die Präsidien der IHK Bremerhaven und der
Handelskammer sowie die Vollversammlung
beziehungsweise das Plenum (Handelskammer)
gemeinsam. Eines der Themen war das geplante transatlantische Freihandelsabkommen
zwischen Europa und den USA (TTIP). Hierzu
wurde einstimmig eine gemeinsame Stellungnahme verabschiedet, in der das TTIP begrüßt
wird. Nach Auffassung der beiden Kammern
überwiegen die Chancen die Risiken eindeutig.
Das gelte besonders für das Land Bremen. Die
Chancen werden zum Beispiel in dem Abbau
von Zöllen und anderen Handelshemmnissen
gesehen.
Silke Mollenhauer, Referentin der Geschäftsführung und unter anderem zuständig für den
Tourismusausschuss, hat nach zweieinhalb
Jahren die Industrie- und Handelskammer
verlassen. Sie wird sich einer neuen beruflichen Herausforderung als Büroleiterin eines
EU-Abgeordneten stellen. Bis zum Ende des
Jahres soll die Stelle neu besetzt sein. Bis
dahin unterstützt Christian Noebel, Trainee
beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), das Team der IHK Bremerhaven bis Ende Dezember 2014. Seit Anfang
Oktober arbeitet er bereits im Stabsbereich
der IHK. Noebel ist dort unter anderem für
die Koordinierung des Tourismusausschusses,
die Erstellung des Konjunkturberichts sowie
die Unterstützung bei der Jahresplanung
verantwortlich.
Vor seinem Einstieg beim DIHK hat der
Master-of-Laws-Absolvent an den Universitäten Dresden, Leipzig und Groningen
(NL) Wirtschaftsrecht, Europarecht, Internationales Recht sowie Politikwissenschaften
studiert. Berufliche Erfahrung sammelte er
Foto: Privat
Wechsel bei der IHK Bremerhaven:
Neuer Ansprechpartner für die Konjunkturumfrage
durch Praktika bei Wirtschaftsverbänden und
Landesvertretungen in Berlin und Brüssel.
Die IHK Bremerhaven ist nach dem DIHK
in Berlin die zweite Station von Christian
Noebel während der Traineeausbildung, bevor
es unter anderem weiter zum Delegierten
der Deutschen Wirtschaft (Representative
of German Industry and Trade, RGIT) nach
Washington, D.C. geht.
Die Kammer arbeitet regelmäßig mit Trainees zusammen und hält mit vielen von ihnen
über Jahre hinweg den Kontakt, was oft zu
interessanten Impulsen führt.
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Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
11. 11.
Corporate Storytelling –
Multimediareportagen für die Unternehmens-PR
Referent:
Daniel Nauck
Bremen
Alte Schnapsfabrik
01.11. 12. 11.
Kompaktseminar Photoshop –
das Bildbearbeitungs-ABC für Aufsteiger
Dozentin:
Maike Jarsetz
Bremen
Haus der Wissenschaft
17. 11.
Interaktive Web-Inhalte
mit Adobe Edge Animate erstellen
Dozent:
Simon Widjaja
Bremen
Haus der Wissenschaft
18.11.
Adobe Edge Animate für Fortgeschrittene:
Eye Candies und Best Practices
Dozent:
Simon Widjaja
Bremen
Haus der Wissenschaft
24.11. 25.11.
Adobe Illustrator – der schnelle Einstieg
Adobe Illustrator für Fortgeschrittene
Dozentin:
Monika Gause
Bremen
Haus der Wissenschaft
26. 11.
InDesign für die Buch- und Zeitschriftenproduktion
Dozentin:
Antoinette Rozema
Bremen
Haus der Wissenschaft
27. 11.
Effizienter arbeiten mit InDesign
Dozentin:
Antoinette Rozema
Bremen
Haus der Wissenschaft
01.12. Digitales Fotodesign
Dozent:
Uli Staiger
Bremen
Haus der Wissenschaft
02.12.
Modernes Webdesign mit CSS3, Photoshop,
Illustrator, Webfonts & Co.
Dozent:
Jonas Hellwig
Bremen
Haus der Wissenschaft
03.12.
Responsive Webdesign
Dozent:
Jonas Hellwig
Bremen
Haus der Wissenschaft
03.12.
Adobe Creative Video Workflow
Referent:
Sven Brencher
Bremen
Alte Schnapsfabrik
04.12.
Videoproduktion mit Adobe Premiere Pro
Dozent:
Sven Brencher
Bremen
Haus der Wissenschaft
Weitere Veranstaltungen finden Sie auf www.medienplantage.de
31
Wirtschaftsjunioren
Fotos: WJ Bremerhaven
WJ-Hanse-Törn:
Mitmachen lohnt
sich
Begeisterte Besucher: Die Mitgliederversammlung ist gekoppelt mit einer Firmenbesichtigung.
In diesem Jahr erforschten die Wirtschaftsjunioren, wie Schrott verwertet werden kann.
Oktoberfest der Wirtschaftsjunioren
Bayerisches Ambiente bei
der Kurt Jacob GmbH
Ein gelungenes Fest bot in diesem Jahr Gast Stefan Nickel.
Das diesjährige Oktoberfest der Wirtschaftsjunioren fand auf Einladung unseres Gastes
Stefan Nickel, Assistent der Geschäftsführung
der Kurt Jacob GmbH, auf dem Betriebsgelände statt. In einer tollen Atmosphäre führte
Stefan Nickel durch die Familiengeschichte.
Das mittelständische Familienunternehmen
besteht bereits seit
über 60 Jahren und
ist als zertifizierter
Entsorgungsbetrieb in der Recyclingbranche tätig.
Die Kurt Jacob GmbH legt sehr großen Wert
auf nachhaltige und umweltschonende Entsorgung von Müll und Schrott. Dafür arbeitet
das Unternehmen mit dem BDSV zusammen,
dem größten Stahlrecycling-Verband Europas.
Bei der Verwertung von Schrott und anderen Abfällen kommt es auf das artengerechte
Sortieren an. Einzelne Wertstoffe werden entsprechend recycelt und dem Kreislauf wieder
beigefügt. Der weltweite Bedarf an Stahl ist
sehr hoch. Davon profitiert die Kurt Jacob
GmbH und verkauft die recycelten Produkte
an Entsorgungspartner in der ganzen Welt.
Die Teilnehmer des Oktoberfestes durften
während der Betriebsbesichtigung gemein32
sam auf die 80-Tonnen-Waage für Sattelzüge
und Schwerlasttransporte und brachten die
stolze Summe von 2.640 Kilogramm zusammen.
Zu den Kunden der Kurt Jacob GmbH
zählen sowohl große Unternehmen, als auch
private Haushalte, für welche Stefan Nickel
auch gleich ein
neues Produkt vorstellte, den HavenBag. Nach dem
Erwerb eines solchen Haven-Bags
wird dieser zu Hause gefüllt und von einem
speziellen LKW direkt von zu Hause abgeholt.
Mehr Informationen gibt es auf www.jacobentsorgung.de.
Das „Oktoberfest“ ist eine ordentliche Mitgliederversammlung der Wirtschaftsjunioren
Bremerhaven. In diesem Rahmen begrüßte
Sprecherin Marina Peters viele neue Gäste
und nahm mit Jan Cappelmann ein neues
Mitglied in den Kreis auf. Zudem stellten die
Arbeitskreise sich und ihre aktuellen Projekte
vor.
„Klar vorn Achtern“ – hieß es beim diesjährigen Hanse-Törn, der vom 5. bis 10. Juni 2014
in der dänischen Südsee stattfand. Gestartet
wurde am Donnerstagabend in Flensburg in
der Marina mit einem gemeinsamen Abendessen beim Italiener. „7, in Böen 8 Windstärken!“, so begann das gemeinsame Gespräch
beim Frühstück am Freitag. Ausgelaufen
wurde dann gegen Mittag ohne Großsegel
und nur mit Vorsegel. Insgesamt standen
für den Törn zwei hochmoderne Segelboote
(„Hanse“ und „X Yacht“) bereit, die von den
zwei unerfahrenen Crews inklusive erfahrener
Skipper genutzt wurden. Der erste Segeltag
endete mit einem gemeinsamen Abendessen in einem dänischen Restaurant. Am
Samstagmorgen starteten wir nach einem
gemeinsamen Frühstück unter „Vollzeug“
nach Sonderburg und liefen am späten Nachmittag im voll besetzten Hafen von Duvik ein.
An der Kaje hatten bereits die Besatzungen
von mehreren Segelbooten Grills aufgebaut.
Wir gesellten uns mit unseren Segelbooten
dazu und hatten einen tollen Abend. Nach
einem ausgiebigen Frühstück an Bord starteten wir am Sonntag wieder Richtung Heimat.
Aufgrund der schwachen Windlage konnten
wir am Sonntag dann auch ein besonders
großes Segel setzen und am gesamten Feld
der Mitstreiter vorbeiziehen. Am Montag
hieß es dann Aufbruch Richtung Flensburg,
Heimathafen. Gegen Mittag hatten wir das
Schiff wieder fest an der Kaje vertäut und
mussten nach alter Manier das Deck und das
gesamte Schiff schrubben und „klar Schiff“
machen. Am frühen Nachmittag ging der
Hanse-Törn dann zu Ende.
Tim Czarnetzki
Dr. Eduard Arendt, Florian Kobe
Arbeitskreis Marketing/Kommunikation
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Neues aus Berlin und Brüssel
Brüssel. Europa braucht mehr
betriebliche Ausbildungsmodelle. Das schlägt
der Präsident des europäischen Kammerdachverbandes EUROCHAMBRES, Richard Weber,
vor. Auf diesem Wege würden die Beschäftigungschancen junger Menschen deutlich
verbessert, betonte Weber auf dem „VETBUSINESS-Forum“ der Europäischen Kommission. Die Kommission hatte im Juli 2013 die
sogenannte „Europäische Ausbildungsallianz“
ins Leben gerufen. Um sie voranzubringen,
plädiert EUROCHAMBRES für eine Europäische Leitinitiative mit einem Bündel an
Maßnahmen für betriebliche Ausbildung.
Dazu gehören unter anderem mehr finanzielle
Mittel sowie die stärkere Einbeziehung der
Kammern in die praxisnahe Berufsausbildung.
Jahressteuergesetz: Verbände
kritisieren Entwurf
Berlin. Teile des geplanten Jah-
ressteuergesetzes kritisieren der DIHK und
andere führende Wirtschaftsverbände in einer
gemeinsamen Stellungnahme. Der vorgesehene Schnellreaktionsmechanismus in der
Umsatzsteuer würde zu erheblicher Rechtsunsicherheit und steigenden Bürokratiekosten
bei den Unternehmen führen. Er ermöglicht es
dem Finanzministerium, für einzelne Waren
die Steuerschuldnerschaft kurzfristig vom
Lieferanten auf den Abnehmer zu ändern.
Auch bei der lohnsteuerlichen Behandlung
sehen die Verbände Nachbesserungsbedarf.
So ist geplant, den steuerfreien Betrag von
110 Euro auf 150 Euro anzuheben – das sei
zwar grundsätzlich richtig, aber noch viel
zu niedrig. Weiteren Änderungsbedarf sieht
der DIHK in der Anhebung der Grenze der
geringwertigen Wirtschaftsgüter von 410
Euro auf 1.000 Euro und der Vereinfachung
der Thesaurierungsbegünstigung für Personengesellschaften in der Einkommensteuer.
Reisekostenrecht vereinfacht
Brüssel. Der DIHK hatte sich beim
Bundesfinanzministerium (BMF) dafür eingesetzt, das neue Reisekostenrecht praxisnäher
zu gestalten. Einen Großteil der 36 Vorschläge
des DIHK hat das BMF jetzt angenommen. Bei
den vom DIHK angestrebten Vereinfachungen
ging es um unterschiedlichste Einzelfragen,
wie etwa, ob ein belegtes Brötchen eine
Mahlzeit ist oder ob die Ankunft nach einer
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Foto: Thinkstock by GettyImages
Europäische Kammern fordern mehr
betriebliche Ausbildung in der EU
Bei der Pflege von Angehörigen sind individuelle Vereinbarungen zwischen Betrieben und
Beschäftigten der beste Weg.
DIHK kritisiert Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit
Berlin. In seiner Stellungnahme zum Pflegevereinbarungsgesetz hat der DIHK
den vorgesehenen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit scharf kritisiert. Dieser berücksichtige die betrieblichen Belange nicht ausreichend und stelle eine erhebliche zusätzliche
Belastung der Unternehmen dar. Hieran ändere auch eine Ausnahme für Betriebe bis
15 Beschäftigte wenig. Aus Sicht des DIHK sind freiwillige, individuelle Vereinbarungen
zwischen Betrieben und Beschäftigten der bessere Ansatz, um eine bessere Vereinbarkeit
von Berufstätigkeit und Pflegeaufgaben zu erreichen.
Dienstreise um 3 Uhr zu einer Verpflegungspauschale führt. Die Vereinfachungen helfen
Unternehmen, das Reisekostenrecht leichter
anzuwenden.
Informations- und
Transparenzpflichten in EUFörderprogrammen verhindert
Brüssel. Die Informationspflichten
bei den neuen EU-Finanzierungsinstrumenten
konnten eingedämmt werden. Das konnten
DIHK, ZDH, KfW, europäischer Bankenverband und die Deutsche Kreditwirtschaft
jetzt gemeinsam erreichen. Außerdem wurde
die Veröffentlichung von Kreditdaten für den
Großteil der Unternehmen mit dem Hinweis
auf den besonderen Vertrauensschutz verhindert. Zunächst waren zusätzliche Informationspflichten geplant, damit Betriebe über den
Ursprung der Fördermittel von Banken-Seite
genau informiert sind. Zusätzlich sollten
Informationen über die geförderten Kredite
im Internet veröffentlicht werden.
SpitzenausgleichEffizienzsystemverordnung
vereinfachen!
Berlin. Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie hat im September
einen Entwurf für die Anpassung der erst
ein Jahr alten Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung vorgelegt. Wie vom DIHK
gefordert, werden damit unklare und in sich
teilweise widersprüchliche Anforderungen
an die Nachweisführung behoben. Allerdings
kann der Vollzug der Verordnung für Unternehmen und Behörden wesentlich einfacher
ausgestaltet werden, ohne das Ziel der Effizienzsteigerung zu konterkarieren. Darauf weist
der DIHK in seiner Stellungnahme hin. Zu den
Vorschlägen des DIHK gehören die Möglichkeit der internen Auditierung für KMU, die
Anerkennung der dreijährigen Gültigkeit der
DIN EN ISO 50001-Zertifikate beziehungsweise EMAS-Registrierungsbescheide sowie
der Verzicht auf einen zusätzlichen Nachweis
auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck.
33
Kleiner Querschnitt aus Theater, Musik, Literatur
und anderen Kultur-Facetten
Foto: Gross
Sonderausstellung im Klimahaus:
Informationen über globale Essgewohnheiten
Noch bis zum 3. Januar wird im Klimahaus 8° Ost die Sonderausstellung „Was
is(s)t die Welt“ präsentiert. Auf 15 großformatigen Fotos zeigen Familien aus
zwölf Ländern, was sie im Laufe einer Woche an Lebensmitteln verbrauchen.
Die Unterschiede der Ernährungsgewohnheiten verschiedener Kulturen sowie
der Zusammenhang zwischen Hunger und Nahrungsmittelüberfluss wird außerdem zum Beispiel mittels Skulpturen und eines Kräuter-Hochbeetes dargestellt.
Träger der Ausstellung ist die Deutsche Klimastiftung. Dabei kooperierte sie mit
dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Deutschen
Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit. Zum Eröffnungsprogramm
gehörte ein Insekten-Essen.
❱ www.klimahaus-bremerhaven.de
Bremen
KULTURTIPP
Foto: Freie Hansestadt
Infoseite
Mein KULTURTIPP
für Bremerhaven
Ich empfehle einen Besuch in der Galerie 149 in der „Bürger“ 149 (www.
galerie149.de).
In bis zu acht Ausstellungen pro Jahr zeigt der Verein eine breite Palette
von Kunstwerken und ermöglicht so Begegnungen mit Kunstschaffenden
und ihren Arbeitsergebnissen aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Grafik
und Plastik. Geboten wird ein vielschichtiges Programm mit Ausstellungen,
Lesungen, Musik, Performance und Kleinkunst. Vorrangig wird aktuelle Kunst
aus dem norddeutschen Raum gezeigt. Die Galerie verfügt jedoch über einen
exzellenten Ruf in der Kunstszene bis nach Berlin. Die Galerie gibt im Rahmen
ihres Ausstellungsprogramms immer wieder jungen Künstlerinnen und Künstlern
die Möglichkeit, zu zeigen, wie sie während der Ausbildung ihre Ideen finden,
eigene Ausdrucksformen entwickeln, sich mit übergreifenden Aspekten zum
Beispiel von Kunst und Design auseinander setzen und sich nach Beendigung
des Studiums mit ihrer ersten Einzelausstellung der Öffentlichkeit präsentieren.
Die Galerie 149 wird ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Die Malerin
Heide Duwe, die seit 1998 ehrenamtlich die Aktivitäten des Vereins als Vorstandsmitglied maßgeblich betreut,erhielt im letzten Jahr aus den Händen
von Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz für ihr großes
Engagement.In diesem Zusammenhang hatte ich die Möglichkeit, Frau Duwe
persönlich kennen zu lernen und auch die große Leidenschaft für die Kunst in
Bremerhaven.
Vom 22. November bis zum 13. Dezember ist in der Galerie die Gemeinschaftsausstellung „Accrochage 8“ zu sehen.
❱ Ulrike Hiller, Staatsrätin, Bevollmächtigte des Landes Bremen
beim Bund und für Europa, Berlin
Veranstaltung in Haverkamp’s Bar:
Meister-Zigarrenroller Valdés zeigte sein Können
In den Bars und Clubs von Bremen ist viel zu selten „echte und ehrliche LiveMusik“ zu hören. Das findet Dennis Grote, der Direktor des GOP Varieté Theaters
in Bremen, das eng mit dem benachbarten Steigenberger-Hotel zusammenarbeitet. Deshalb wird das Foyer des
Theaters in der Überseestadt neuerANZEIGE
dings jeden Mittwoch, Donnerstag,
Freitag und Sonnabend ab 20 Uhr
Büro- oder
in eine stimmungsvolle Piano-Bar
Verwaltungsgebäude.
verwandelt – und das bei freiem
Eintritt. Dafür wurde das Foyer im
hinteren Bereich umgestaltet.
Für die musikalische Unterhaltung werden wechselnde internationale Entertainer zuständig sein, so
Dennis Grote. Sein Theater wurde
seit der Eröffnung vor einem Jahr
von rund 140.000 Gästen besucht
Wirtschaftlich und schnell
– und somit von deutlich mehr, als
mit Raum-Modulen bauen.
prognostiziert.
www.renz-container.com
34
❱ www.variete.de
Foto: Seiffert
Theater-Foyer wird zur Piano-Bar:
„Echte und ehrliche Live-Musik“
Meister-Torcedor (oder auf deutsch: Zigarrenroller) Hocniel Diaz Valdés gab
auf einer Abendveranstaltung in Haverkamp's Bar in Bremerhaven, die zum
Vier-Sterne-Hotel Haverkamp in Bremerhaven gehört, tiefe Einblicke in seine
Kunst. Mit der Kategorie Neun hat er die höchste Stufe der ZigarrenmacherKunst erklommen.
Der Torcedor der weltberühmten Zigarrenmanufaktur Partagás fertigte vor
den Augen zahlreicher Gäste echte Kubanische Zigarren an. Geduldig beantwortete er die vielen Fragen der Gäste und Journalisten – und ließ sich auch
vom Blitzlichtgewitter nicht aus der Ruhe bringen. „Schließlich ist Kuba nicht
nur Leidenschaft, sondern auch ein Hauch von Gelassenheit“, kommentierte
das Hotelchef Martin Seiffert. Er zog zum Ende des Abends, bei dem die Gäste
freien Eintritt hatten, eine rundherum positive Bilanz. Nun plant der Hotelier
einen weiteren Abend im Zeichen der Zigarrenmacher-Kunst.
❱ www.hotel-haverkamp.de
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Infoseite | Impressum
Foto: Hartmut Adelmann
Neuer Nachwuchsförder-Club gegründet:
Ein Herz für die Eisbären Bremerhaven
Die Eisbären in Bremerhaven sind beliebt
und genießen ein hohes Ansehen – und
das gilt nicht nur für die im Zoo am Meer,
mit Lale vorneweg. Auch die mit Basketball
zaubernden Eisbären sind populär. Manch ein
ökonomisch kleinerer oder mittelständischer
Unternehmer aus der Seestadt hat sich wohl
schon Gedanken darüber gemacht, wie er den
Verein unterstützen könnte, ohne allzu tief in
die Tasche greifen zu müssen.
Speziell für die Unternehmer-Gruppe, die
über keine riesigen Marketing-Etats verfügt
und sich Sponsoring-Maßnahmen deshalb
ganz genau überlegen muss, wurde nun der
Nachwuchsförder-Club der Eisbären Bremerhaven geschaffen.
Getreu dem Motto „Tue Gutes und rede
darüber“ profitieren alle Unterstützer, indem
sie attraktive Werbe- und Marketingleistungen erhalten – die sie gewinnbringend für ihr
Unternehmen einsetzen können.
Zum Beispiel kann die Bekanntheit des
Unternehmens durch Präsentationen auf der
Partnerwand in der Spielhalle, das Branchenbuch auf der Homepage der Eisbären, auf
Facebook und im Newsletter des Nachwuchsförder-Clubs gesteigert werden. Die Unternehmen können ihr Engagement als Marketinginstrument „ausschlachten“, indem sie
beispielsweise das Nachwuchsförderer-Logo
benutzen, Tickets verlosen oder sich andere
Kundenbindungsmaßnahmen überlegen.
Der Nachwuchsförder-Club der Eisbären
sieht sich aber ausdrücklich auch als ein
Netzwerk für Unternehmen und Unternehmer
aus der Region.
❱w
ww.dieeisbaeren.de/meeramball/
nachwuchsforderer
AUSBLICK 12.01 | 2014.15
Vorschau auf die Dezember/Januar-Ausgabe des IHK-Magazins
Wirtschaft an Strom und Meer
Zu einer Hafenstadt wie Bremerhaven gehört das Thema
International dazu wie bei anderen die Straßenplanung. Auch WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER nimmt sich dem Thema regelmäßig
an. In der nächsten Ausgabe werden unter anderem die TTIP-Verhandlungen unter Bremerhavener Sicht aufgegriffen.
Betriebsprüfungen sind Gang und Gebe. Und doch rufen sie
regelmäßig Komplikationen für die Unternehmen auf und werden so
zur Qual. WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER erläutert, was bei den
Prüfungen beachtet werden muss und wann sie besonders häufig zum
Einsatz kommen könnten.
Bremerhaven lud im November zum 4. Energiekongress
„Energie – Zukunft – Unternehmen“ ein. Die Fachkonferenz bietet eine
wichtige Plattform für Unternehmen und Institutionen aus der Energiebranche, um sich über die momentanen Entwicklungen austauschen
zu können. WIRTSCHAFT AN STROM UND MEER war dabei.
Fotos Marco Butzkus – bremerhaven.de | Gina Sanders – Fotolia.com | kalafoto – Fotolia.com
Wirtschaft an Strom und Meer
11.2014
Impressum
Herausgeber
Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
Fon 0471 92460-0 · Fax 0471 92460-90
Postfach 100540, 27505 Bremerhaven
Friedrich-Ebert-Straße 6, 27570 Bremerhaven
E-Mail: info@bremerhaven.ihk.de
Internet: www.bremerhaven.ihk.de
ISSN 1616-6434
Verlag
Müller Ditzen AG
Hoebelstraße 19, 27572 Bremerhaven
Postfach 290248, 27532 Bremerhaven
Fon 0471 9798-100 (Zentrale) · Fax 0471 9798918
E-Mail: info@muellerditzen.de
Redaktion
Michael Stark, IHK Bremerhaven (verantwortlich)
Annika Bostelmann, Fon 0471 92460-27
E-Mail: bostelmann@bremerhaven.ihk.de
Thomas Klaus, Redaktionsbüro · www.klaus-presse.de
Wirtschaftsjunioren
Marina Peters, Fon 0471 92460-27
Namentlich ausgewiesene Artikel geben nicht unbedingt die
Meinung der Redaktion wieder. Der Inhalt dieses Heftes wurde
sorgfältig erarbeitet, dennoch können Herausgeber, Redaktion
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Anzeigenschluss: 10. des Vormonats
Erscheinungsweise
10 u jährlich bis zum 10. des Erscheinungsmonats
Doppelausgaben Dezember/Januar; Juli/August
Druckauflage 2. Quartal 2014
3.955 Exemplare (ivw-geprüft)
Druck und Verarbeitung
Müller Ditzen AG
Hoebelstraße 19, 27572 Bremerhaven
Gestaltung: Martina Fiedler
„Wirtschaft an Strom und Meer“ ist das offizielle Organ
der Industrie- und Handelskammer Bremerhaven und wird
Kammerzugehörigen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne
Bezugsgebühr geliefert.
Jahresabonnement
17,00 Euro · EVP: 1,70 Euro
_______
Beilagenhinweis
 Konjunkturbericht,
3. Quartal 2014
35
2007
MAMMUTS VOR
BREMERHAVEN.
swb feiert Geburtstag! Reisen Sie mit uns in die Vergangenheit
und entdecken Sie das unterirdische Flusssystem, das zur Zeit der
Mammuts entstand und bis heute für erstklassiges Trinkwasser
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Tradition und unsere Visionen für eine smarte Zukunft erwarten
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