close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ausgabe 1033 vom 23.01.2015 - Deutsches Fussball Internat

EinbettenHerunterladen
1
Morgenpost
Ausgabe 1033 vom 23.01.2015
eglinski@deutschesfussballinternat.de
„Ich habe diese Scheiße am Hals, so ist das nunmal!“
Klas Ingesson
Das Wetter in Bad Aibling:
Mittag
Ramanthan
Guri
Speisekarte:
Mittagessen:
Abend
Das beste Salatbuffet der Stadt
Kartoffelgemüse nach italienischer Art
Luftiger Quark mit Heidelbeeren
3°C
Tagessuppe, Brotzeit und Salat
Abendessen:
3°C
KLAS INGESSON: WM HELD & KÄMPFER
- ein Gastbeitrag von Selcuk Güler
Die Geschichte über Klas Ingesson geht
mir nicht aus dem Kopf. Es ist eine
Geschichte, die zu Herzen geht.
Sie handelt davon, wie der ehemalige
schwedische Nationalspieler sich vom
Krebs nicht unterkriegen ließ und trotz
seiner schweren Erkrankung immer noch
als Coach des Erstligisten Elfsborg Boras
an der Seitenlinie stand, beziehungsweise
im Rollstuhl saß.
Mitte Oktober 2014 teilte Ingesson mit,
dass er nach der schwedischen Fußballsaison am Jahresende sein Amt aufgeben
müsse, auf dringendem Rat der Ärzte,
weil der jahrelange Kampf gegen die
Krankheit zu viel seiner Kraft aufgezehrt
habe. Wenige Tage später verstarb Klas
Ingesson.
In Nachrufen steht an dieser Stelle gerne,
jemand sei ein Kämpfer gewesen, aber in
diesem Fall geht die Formulierung über
das sprachliche Klischee hinaus.
Ingesson war ein Kämpfer im Wortsinn,
auf dem Fußballplatz, auf dem er mit einem eher bescheidenen Talent zu einem leuchtenden Stern wurde, der nicht
nur zu Hause in Schweden strahlte,
sondern auch in Belgien, Holland, England
Italien und Frankreich.
57 Mal lief er für die schwedische Nationalmannschaft auf und erreichte mit ihr
1994 in den USA Schwedens größten Erfolg seit der Finalniederlage bei der WM
1958 im eigenen Land.
Klas Ingesson großes Pfund waren sein
WILLE und seine ATHLETIK.
Der Mann rannte und rackerte noch, wenn
andere sich längst aufgegeben hatten und
ihnen die Zunge aus dem Hals hing.
Umso härter muss es ihn vor gut fünf
Jahren getroffen haben, als sein Körper
den Dienst verweigerte.
Ingesson hatte bereits seit Monaten unter Rückenschmerzen gelitten, als er eine niederschmetternde Diagnose erhielt:
Knochenmarkkrebs, im Prinzip unheilbar.
Nun hätte er sich aufgeben und die Partie
abschenken können, wie man so schön als
Fußballer sagt, aber das war nicht die Art
von Klas Ingesson.
„Ich habe diese Scheiße am Hals, so ist
das nunmal.“ So seine Worte.
So trieb er seine gerade begonnene Trainerkarriere voran: erst beim Fünfligisten
Ödoshög, später in der Jugendabteilung
von Elfsborg Boras und als dort im September 2013 der Profitrainer entlassen
wurde, ließ er sich überreden, auch den
Job zu übernehmen.
Mit seiner Mannschaft gewann er im Mai
2014 den schwedischen Pokal, doch die
Krankheit erschwerte ihm die Arbeit
immer mehr. Zunächst ging Ingesson auf
Krücken, dann benutzte er einen Rollator, danach blieb nur noch der Rollstuhl.
Einmal blieb er im Stadion an einem Kabel
hängen, stürzte und brach sich den
Oberschenkel.
Alles egal. Klas Ingesson wollte "weiter
machen, bis alles vorbei ist". Das hat er
geschafft, am 29.10.2014.
Nicht nur in Schweden wird man KLAS
INGESSON vermissen.
AUSFLUG AM DFI
Am Wochenende organisiert Betreuer Max
Pöttken mal wieder einen Ausflug für unsere Internatsschützlinge. Dieses Mal geht
es an die Säbener Straße nach München.
Dort findet ein Testspiel zwischen der
U19 des FC Bayern München und unserem
Kooperationspartner, der U19 der SpVgg
Unterhaching statt. Vom DFI beteiligt sind
Leon Volz und Tammo Klesse.
Für alle, die unsere Jungs anfeuern
möchten, ist um 10 Uhr Abfahrt im DFI.
Das Spiel beginnt dann um 11 Uhr.
TOP SPIEL AM WOCHENENDE
Neben dem Spitzenspiel der U19, bestreitet auch unsere U17 ein sehr interessantes Testspiel. Morgen Früh um 11.00 Uhr
treffen unsere Jungs in der heimischen
TTE Arena auf die U17 der SpVgg Unterhaching. Wir sind sehr gespannt, wie
sich unsere Mannschaft schlagen wird…
TOP NEWS
Der Wechsel von Emi Pomeranz zur SpVgg
Unterhaching ist perfekt. Der DFB hat
dem Prozedere zugestimmt, so dass Emi
mit Beginn der Rückrunde mit seinen
Toren dazu beitragen kann, dass die U15
wieder in die Regionalliga aufsteigt.
Lars Lewerenz hat in seinem Probetraining überzeugt und steht für den Sommer
auf der Wunschliste unseres Partnervereins, der SpVgg Unterhaching. Mal schauen, ob wir Lars überhaupt gehen lassen…
ZUM GUTEN SCHLUSS
Ich möchte mich ganz herzlich bei allen
Eltern und Schülern bedanken, die mir
gestern geschrieben und sich für unser
Vorgehen in Sachen einer Schülerentlassung bedankt haben.
Der große Zuspruch tut uns sehr gut, insbesondere unter dem Aspekt, dass der
Vater des Schülers rechtliche Schritte angekündigt und uns Dilettantismus vorgeworfen hat.
So sehr wir auch an jedem einzelnen
Schüler und seinem Schicksal interessiert
sind, wenn die Gemeinschaft unter einem
Schüler massiv leidet, und alle Anstrengungen, den Jungen zu entwickeln, torpediert werden, gibt es keine andere Möglichkeit, als eine Entlassung.
Autor
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
3
Dateigröße
313 KB
Tags
1/--Seiten
melden