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MädchenvomSchulhof entführt:FünfJahreHaft

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24. JANUAR 2015
Busbeschleunigung:
Entscheidung
erst nach der Wahl
HAMBUR G ::
Die Volksinitiative „Stopp des Busbeschleunigungsprogramms“ hat ein
Etappenziel erreicht. Am Montag konnte sie ihr Anliegen dem
Verkehrsausschuss der Bürgerschaft vortragen. Damit ist die
Initiative, die 20.000 Unterschriften sammelte, offiziell
Thema des Parlaments, das nun
entscheiden muss, ob es das Anliegen unterstützt oder nicht.
Diese Entscheidung, das machte die SPD-Mehrheit im Ausschuss deutlich, solle aber erst
die neue Bürgerschaft fällen,
die am 15. Februar gewählt
wird. Dass es so kurz vor der
Wahl noch zu dieser Sondersitzung kam, darauf hatte die Opposition gedrängt. (dey)
Verpuffung in
Polsterei: Mann
schwer verletzt
In einer
B A R M B E K- S Ü D ::
Polsterei an der Bramfelder
Straße ist es am Montag zu einer Verpuffung gekommen.
Eventuell haben sich Gase von
Lösungsmitteln entzündet. Ein
Mann wurde schwer verletzt
und vom Notarzt und den Rettungskräften der Feuerwehr
versorgt. Er kam mit Verbrennungen im Gesicht und an den
Händen und dem Verdacht auf
eine Rauchgasvergiftung in ein
Krankenhaus. Die Druckwelle
der Verpuffung war so heftig,
dass das Gebäude erheblich in
Mitleidenschaft gezogen wurde. Bis zum dritten Obergeschoss zersplitterten Fensterscheiben. (HA)
NR. 107
HAMBURG-NORD
DIE WOCHE
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entführt: Fünf Jahre Haft
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Siebenjährige fragte den Triebtäter: „Willst du mich töten?“
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B ET T I N A M I T T E L A C H E R
H A M B U R G :: Es war ein Verbrechen, das Hamburg erschütterte: eine Siebenjährige, die
von einem Schulhof verschleppt und in einem nahe gelegenen Wäldchen von ihrem
Entführer sexuell missbraucht
wurde. „Ich bin geklaut worden“, hat die kleine Anna (Name geändert) über ihr Martyrium gesagt. „Und ich habe Angst,
dass meine Mama auch geklaut
wird.“ Mit dieser Schilderung
hat das Mädchen deutlich gemacht, „wie hilflos und ausgeliefert sich das Kind gefühlt
hat“, sagte der Vorsitzende
Richter im Prozess um das Verbrechen an der Niendorfer
Grundschülerin. Fünf Jahre
Freiheitsstrafe lautet nun das
Urteil der Kammer gegen den
Mann, der dem Mädchen dieses
Leid angetan hat. Täter Pascal N. habe zudem „das Kind in
Todesangst versetzt“.
Ob diese eindringlichen
Worte den Angeklagten wirklich erreichten, war dem 21Jährigen nicht anzumerken.
Ohne sichtbare Regung saß Pascal N. da, der Blick starr, das Gesicht gerötet. Annas Mutter, die
dem Mann im Saal gegenübersaß, schien indes den Tränen
nahe, als noch einmal die Qualen geschildert wurden, die ihre
Tochter bei dem Verbrechen
vom 7. Juli vergangenen Jahres
durchleben musste. Das Mädchen hatte unbeschwert auf
dem Hof seiner Grundschule in
Niendorf mit Freunden gespielt, als ein Mann über den
Zaun stieg, das Mädchen plötz-
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Lawine tötet
zwei Hamburger
Skifahrer
ST. ANTON ::
Zwei Hamburger Skifahrer sind bei einem Lawinenabgang in der Nähe von
St. Anton (Österreich) ums Leben gekommen. Die beiden 50
und 54 Jahre alten Männer gehörten zu einer sechsköpfigen
Hamburger Wintersportgruppe. Sie wurden von einem deutschen Bergführer begleitet. Bei
dem tragischen Unglück am
Montag waren insgesamt vier
Hamburger Skifahrer verschüttet worden. Einer von ihnen
wurde schwer, der andere leicht
verletzt. Zwei Hamburger und
der Bergführer, die nicht von
der Lawine mitgerissen wurden, blieben unverletzt. (esh)
An der Schule Moorflagen wurde das Kind entführt Foto: Arning
lich packte, über den Zaun hob
und aus etwa einem Meter Höhe fallen ließ, das Kind erneut
auf den Arm nahm und in ein
nahe gelegenes Wäldchen entführte. Dort missbrauchte er
sein Opfer sexuell. Anna hatte
bei einer Vernehmung bei der
Polizei von ihren Ängsten erzählt und geschildert, dass der
Verbrecher ihr den Mund zugehalten hatte. „Willst du mich töten?“, fragte sie ihren Peiniger.
„Ich will dich töten“, antwortete der Mann demnach und verging sich an ihr.
Der Hausmeister der Schule, den andere Kinder alarmiert
hatten, konnte jedoch das Allerschlimmste verhindern. Der 49Jährige hatte sofort die nähere
Umgebung abgesucht und trat
dann so heftig nach Pascal N.,
während dieser auf seinem Opfer lag, dass der Täter zur Seite
geschleudert wurde und zunächst floh. „Wer weiß, was alles passiert wäre“, hatte der
Richter den Zeugen gelobt,
wenn dieser nicht so beherzt
eingeschritten wäre. „Das war
vorbildlich.“
„FUHLE“
Barmbek startet durch
:: Wie die Fuhlsbüttler Straße wieder attraktiver wird.
>> >> Seite 3
SA I SO N B EG I N N
Die schönsten Bälle
:: Wo Hamburg tanzt.
>> >> Seite 12
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Initiativen gegen Fluglärm nennen Einigung trügerisch
Heute für Sie im
Hamburger Abendblatt – DIE WOCHE
Die Prospektbeilagen liegen der Gesamtauflage oder in Teilauflagen bei.
SPD, Grüne, CDU und FDP wollen einen zweiten Anlauf zur Lärmreduzierung nehmen
L A N G E N H O R N ::
Der Dachverband der Bürgerinitiativen
gegen Fluglärm (BIG Fluglärm)
bestreitet, dass es zu einer Einigung im Fluglärmstreit gekommen sei. „Die Hamburger Politik mag sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt haben, aber für uns Lärmbetroffene sind die einstimmigen Beschlüsse des Umweltausschusses nur ein kleiner Schritt in die
richtige Richtung“, sagt Margarete Hartl-Sorkin, Vorsitzende
der BIG Fluglärm. SPD, Grüne,
CDU und FDP hatten den gescheiterten Zehn-Punkte-Plan
erweitert und beschlossen, ei-
Ein Flugzeug im Landeanflug
Foto: Andreas Laible
Telefon: 040 - 33 39 11 12 (täglich 6 - 20 Uhr)
nen zweiten Anlauf zur Verlängerung bzw. Lärmreduzierung
der Landeanflüge in Hamburgs
Nordosten zu unternehmen.
Außerdem soll die Fluglärmschutzbeauftragte mit einem
gesetzlich verbrieften Auftrag
gestärkt werden und mehr Mitspracherechte bei der Erteilung
oder Verweigerung von Ausnahmegenehmigungen erhalten. Das wäre einmalig im Bundesgebiet. „Der Lärm ist damit
nicht verschwunden“, sagte
Zustellung: 040 - 34 72 67 11
E-Mail: woche@abendblatt.de
Hartl-Sorkin. Sie fordert Sofortmaßnahmen gegen die 2014
gestiegene Belastung. Außerdem verlangt sie im Einklang
mit der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher
Fluglärmschutzkommissionen eine Verschärfung des Fluglärmschutzgesetzes. Auch die der Umweltbehörde angegliederte Fluglärmschutzbeauftragte
Gudrun
Pieroh-Joußen nennt die Wirkung des Gesetzes „unzureichend“. (axö)
Anzeigen: 040 - 35 10 11
BAUSTOFFE
Internet: www.abendblatt.de/diewoche
DIE WOCHE
Nachrichten aus der Nachbarschaft
WO H L D O R F- O H L ST E DT
H A M B U RG
Bebauung ausgesetzt
:: Das Moratorium für den
Angefahren
:: Bei einem Verkehrsunfall
Bebauungsplan Wohldorf-Ohlstedt 13 wird um eine weitere
Legislatur verlängert. Darauf
einigten sich die Spitzen der
rot-grünen Koalition in Wandsbek mit der Stadtentwicklungsbehörde, Anwohnern und Klägern. Nach Ansicht der Grünen
würde eine Bebauung der ökologisch wertvollen Flächen an
der Hoisbütteler Straße die
Grundwasserströme stören und
damit den Wald nachhaltig gefährden. Schon unter dem SPDBausenator Eugen Wagner war
das Areal ins Visier der Stadtplaner geraten. Unter SchwarzGrün waren 2008 dann 188 Einzelhäuser geplant. Das Gerichtsverfahren gegen den Plan
läuft noch. (axö)
auf der Cuxhavener Straße ist
am Montag ein zwölf Jahre alter Junge schwer verletzt worden. Das Kind wurde von einem
Auto erfasst, als es auf die Straße lief, um einen Bus noch zu
erreichen. Auf der Bundesstraße in Eimsbüttel erfasste am
Montagmorgen ein Mercedes
eine Joggerin, 45, auf einem
Fußgängerüberweg. Die Frau
wurde ebenfalls schwer verletzt. Der Fahrer erlitt einen
Schock. (zv)
JENFELD
Soldaten spenden
:: Das Studentische Konvent
An der Außenalster blüht die japanische Zierkirsche Foto: G. Wood
N E U STADT
Notbremsung
:: Nur durch eine Notbrem-
sung konnte der Zugführer einer Bahn der Linie S3 verhindern, dass er an der Haltestelle
Stadthausbrücke einen Mann
überrollt, der dort auf den
Schienen lag. Der scheinbar
leblose 23-Jährige hatte sich
zum Schlafen ins Gleisbett gelegt. Der 23-Jährige kam ins
Krankenhaus – wegen Unterkühlung. (zv)
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Zierkirschen an der Alster blühen:
Für die Natur ist jetzt schon Frühling
:: Sie sind früher dran als gewöhnlich: Die milden Temperaturen der vergangenen Wochen
lassen die Kirschen an der Alster bereits blühen. Die durchschnittlichen
Temperaturen
sind höher als gewöhnlich, und
die Natur ist in vielen Bereichen auf Frühling eingestellt.
So auch die etwa 30 Jahre alte
Zierkirsche aus Japan. Deren
Knospen sind rosa und die weißen Blüten zu einem großen
Teil bereits geöffnet. Normalerweise ist sie erst im März/April
mit der Blüte an der Reihe. „Insofern ist die Frühjahrsblüte
schon etwas vorgezogen“, sagt
Carsten Sempf vom Bezirksamt
Eimsbüttel. (gen)
der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) der Bundeswehr in
Jenfeld unterstützt die benachbarte
Flüchtlingsunterkunft
am Holstenhofweg. Diese ist
seit kurz vor Weihnachten in
Betrieb, insgesamt sollen dort
bis zu 300 Menschen untergebracht werden. Durch das Engagement der Studierenden
sind bislang mehr als 80 Umzugskartons mit warmer Winterbekleidung, Schuhen und
Kinderspielzeug
gesammelt
worden. (ug)
WILHELMSBURG
Schiffskollision
:: Bei einer Schiffskollision
im Rethewendebecken stieß
das unter der Flagge Maltas
fahrende Tankschiff „Mar Elena I“ mit dem polnischen Binnenschiff „Ella“ zusammen.
Das Binnenschiff wurde schwer
beschädigt, Menschen wurden
ersten Angaben zufolge nicht
verletzt. Die Hintergründe des
Unfalls sind noch nicht geklärt.
Mit mehreren Booten und
Pumpen konnten Feuerwehr
und Wasserschutzpolizei verhindern, dass das mit mehr als
1000 Tonnen Getreide beladene Frachtschiff Schlagseite bekam. (dfe)
A LTO NA-NORD
Mit Pistole bedroht
:: Ein Streit zwischen Auto-
fahrern eskalierte: Ein 18-Jähriger bedrohte einen Lkw-Fahrer mit einer Schusswaffe, weil
er sich durch dessen Fahrweise
gestört fühlte, so die Polizei am
Dienstag. Nach ersten Ermittlungen hatte der junge Autofahrer den Lkw-Fahrer, 39, ausgebremst, eine Pistole aus dem
Kofferraum geholt und gedroht,
den Lkw-Fahrer „abzuknallen“.
Anschließend setzte er sich in
sein Auto, fuhr mit offenem
Kofferraum davon. Die Polizei
nahm den 18-Jährigen später
vorübergehend fest. (lno)
ZWISCHENRUF
Ordnung auf
Balkonien
EINE GLOSSE VON
ALE XANDER S CHULLER
:: Von jeher galten Balkone
als rechtsfreier Raum, vom
Grillen einmal abgesehen.
Damit ist jetzt Schluss: Denn
zum Glück hat der Bundesgerichtshof erst kürzlich ein
Urteil gefällt, das die unverantwortlichen Balkonraucher
künftig dazu zwingen wird,
nur noch in genau definierten
Zeitfenstern zu qualmen, um
darüber wohnende Nachbarn
nicht zu stören. Dieses Urteil
wird in Zukunft für eine Verbesserung und Intensivierung
der Kommunikation zwischen
Mietparteien sowie unterhaltsamere Eigentümerversammlungen sorgen.
Wo kämen wir auch hin,
wenn jeder auf seinem Balkon
einfach so vor sich hin leben
würde – ohne Rücksicht auf
die Völkergemeinschaft und
den Weltfrieden? Die Deutsche
Balkon- und Terrassenunion
e.V. (DBTU) mit Sitz in Spießerhausen bietet jetzt Mietern
und Wohnungseigentümern
gegen einen Jahresbeitrag von
200 Euro die Möglichkeit an,
sich einer Sammelklage anzuschließen, die man durch
alle zivilgerichtlichen Instanzen durchprügeln will – wenn
nötig bis zum BGH.
Es wird darüber nachgedacht, Raucherbalkone zusätzlich durch ein großes,
phosphoreszierendes „R“ zu
kennzeichnen und das Rauchen überhaupt erst ab einer
Windgeschwindigkeit von acht
Beaufort zu gestatten. Auch
das Sonnenbaden auf Balkonen soll nur mit Sonnenschutzmitteln erlaubt werden,
die frei sind von Duftstoffen.
Es gibt zudem Überlegungen,
den Verzehr von Thüringer
Zwiebelmett, Rohmilchcamemberts, Kohlsuppe und
Knoblauchbaguettes auf Balkonen und Terrassen gänzlich
zu untersagen. Für Wohnanlagen ab 16 Einheiten sollten zwingend Balkonwarte mit
ausreichenden Handlungsspielräumen patrouillieren
(können über die Nebenkosten
abgerechnet werden).
Hamburger Abendblatt – Die Woche
Chefredakteur: Lars Haider
Redaktion: Hans Wacker (V.i.S.d.P),
Katharina Geßler
Layout: Hans Raczinski, Heinz-J. Jacobs
Verlagsgeschäftsführer: Frank Mahlberg
Gesamtleiter Vermarktung:
Dirk Seidel (V.i.S.d.P.)
Nationale Vermarktung: Axel Springer
Media Impact KG
Vertriebsleiter: Benjamin Frank
Logistik + Zustellung: Volkmar Schink
Marketing und Events: Vivian Hecker
Herstellung: Stefan Wiechert
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E-Mail: anzeigen@abendblatt.de
E-Mail Redaktion: woche@abendblatt.de
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Druck: Axel Springer SE,
Axel-Springer-Platz 1, 20350 Hamburg
Verlag: Zeitungsgruppe Hamburg GmbH,
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Auflage: 760.804 Exemplare
IMPRESSUM
SEITE 2
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Barmbek startet durch
Wohnungsbau:
Der Senat feiert
seine Zahlen
Die Fuhlsbüttler Straße wird wieder attraktiver. Besondere Läden und Cafés siedeln sich an
FRIEDERIKE ULRICH
B A R M B E K- N O R D :: Wildsalami, im Fass gealterter Rum,
karibischer Senf, feine Sardinen, pfiffige Gewürzmischungen, gute Weine und lecker
Selbstgekochtes – das „Kleine
Glück“ bietet alles, was der Gaumen begehrt. Für die Nachbarn
ist der Feinkostladen von Sonja
Lettich seit der Eröffnung im
November ein beliebter Treffpunkt. Sie kommen nach der
Arbeit, nach dem Einkaufen
oder einfach zwischendurch
vorbei, auf einen Cappuccino,
einen Wein, oder um ein paar
Besorgungen bei ihr zu machen.
Die Fuhle hat
wunderbare Zeiten
gesehen, aber auch
miese. Nun ist sie aus
dem Schlimmsten raus.
Harald Rösler,
Bezirksamtsleiter
Solche liebevoll gestaltete
Läden kennt man sonst eher
aus Eppendorf oder von der
Schanze, doch das „Kleine
Glück“ liegt an der Fuhlsbüttler
Straße. Die ist schon vor Langem von einer Flaniermeile zur
tristen Einkaufsstraße verkommen, geprägt von Billigläden,
Imbissen, Handyshops – und
den blinden Fensterscheiben
leer stehender Geschäfte. Das
soll sich jetzt ändern. Durch die
Sanierung fast der kompletten
Straße im vergangenen Herbst
und die Eröffnung einiger neuer Läden – ähnlich dem von
Sonja Lettich – vollzieht sich
ein Wandel, den Bezirksamtsleiter Harald Rösler unlängst so
Steilshooper Allee
Rosis
Blumen
Rübenkamp
Pantarin
Jahn- e
brück
Café
May
Alte
Barmb.
Stichkan.
Wöhr
Stadtpark
Kleines Glück/
Echte Marmelade
Was das Herz
begehrt
Saarlandstr.
Buchhandlung
Hoffmann
Grafik: fh
BARMBEKNORD
Habichtstr.
Fleischerei
Göpp
Fische
Giesler
Barmbek
Sanierungsgebiet
BarmbekNord/S1
400 m
Sonja Lettich bietet in ihrem Laden „Kleines Glück“ Feinkost, Weine und Speisen an Foto: Fabricius
zusammengefasst hat: „Die
Fuhle hat wunderbare Zeiten
gesehen, aber auch miese Zeiten. Nun ist sie aus dem
Schlimmsten heraus.“
Das glaubt auch Omar Tarin, der mit seiner Frau Anna
seit April vergangenen Jahres
das Marktcafé „Pantarin“ an
der Fuhlsbüttler Straße/Ecke
Hartzloh betreibt. „Die Fuhle
entwickelt sich“, sagt der gebürtige Barmbeker, der seinen Gästen Kuchen aus dem Alten
Land,
Kaffeespezialitäten,
selbst zubereitete Snacks und
diverse Getränke anbietet. Wie
Sonja Lettich haben auch die
Tarins mit ihrem Lokal eine
langersehnte Anlaufstelle für
die Barmbeker geschaffen. „Es
geht familiär zu, das mögen die
Leute. Bei uns kommen sie ins
Gespräch, auch wenn sie sich
vorher nicht kannten“, so Omar
Tarin, der die Fuhle noch aus
seiner Kindheit kennt, als dort
mehr Menschen einkauften als
in der Mönckebergstraße. Nach
der Sanierung komme sie dieser
zumindest auf den ersten Blick
wieder nahe. Jetzt fehle nur
noch ein besserer Branchenmix. „Wir brauchen mehr attraktive Läden. Doch wegen der
hohen Mieten haben es Einzelhändler hier schwer.“ Auch er
und seine Frau stünden nicht so
gut da, wenn nicht der dreimal
wöchentlich
stattfindende
Markt und (im Sommer) der
neu gestaltete Hartzlohplatz
Gäste anlocken würden.
Zu hohe Mieten und viele
leer stehende Geschäfte – das
Interesse an der Straße war lange weder bei Kunden noch bei
Gewerbetreibenden groß. Auch
das ändert sich. In der Umgebung leben wieder mehr junge
Familien, neue Wohnungen
werden gebaut, allein im Quartier Q 21 auf dem Gelände des
ehemaligen Barmbeker Krankenhauses leben mehr als 1000
Neu-Barmbeker. „Die Kaufkraft ist gestiegen“, sagt Petra
Henze von der IG Fuhle. Damit
steigt auch das Interesse von
Gewerbetreibenden an den leer
stehenden Läden, wie sie von
mehreren Immobilienmaklern
gehört habe. Die Straßensanierung, aber auch die Impulse
durch neue, erfolgreiche Läden
wie das „Kleine Glück“ und
„Pantarin“, die Cupcake-Bäckerei „Was das Herz begehrt“, das
Café „Echte Marmelade“, das
Blumengeschäft „Rosis“, und
das „Café May“ hätten das Vertrauen in die Straße gesteigert.
Die Anwohner wünschen
sich dringend mehr Abwechslung. „Verhungern tut hier niemand. Aber für alles andere
muss man in die Stadt“, sagt
Rentnerin Waltraud Sommerfeld, die inmitten ihrer Einkaufstüten auf einer der neuen
Bänke sitzt. In der Tat gibt es
Supermärkte, Bäckereien, die
Traditionsgeschäfte
Giesler
(Fisch, seit 1919) und Göpp
(Fleisch, seit 1972), auf die die
Barmbeker stolz sind. Doch was
zum Anziehen findet man nur
bei Textildiscountern.
SEITE 3
Auch Informatiker Thomas
Reichhard sagt: „Beim Einkaufen vermisst man die Vielfalt.“
Er ist vor vier Jahren mit seiner
Frau Rosane und den beiden
Kindern von Eppendorf in diesen Stadtteil gezogen. Barmbek
habe ihn damals an die Schanze
der 80er-Jahre erinnert, jetzt
sei auch dieser Stadtteil im Aufbruch.
Den WohHAMBUR G ::
nungsbau ankurbeln, um der
Wohnungsknappheit und steigenden Mieten entgegenzuwirken – das gehörte zu den Zielen,
denen der SPD-Senat bei Amtsantritt 2011 höchste Priorität
eingeräumt hatte. Mindestens
6000 neue Wohnungen pro
Jahr sollten es werden. Am
Dienstag, nicht ganz zufällig
knapp vier Wochen vor der Bürgerschaftswahl, meldete Bausenatorin Jutta Blankau (SPD)
Vollzug auf ganzer Linie.
„Im letzten Jahr wurden
nach aktuellen Auswertungen
mindestens 6100 Wohnungen
fertiggestellt, davon 2041 Sozialwohnungen“, sagte Blankau.
Dass die exakten Zahlen noch
nicht vorliegen, liegt daran,
dass nach der Fertigstellung
mitunter einige Wochen vergehen, bis dies den Behörden bekannt und dort verarbeitet
wird. Die aktuellen Zahlen ließen aber „darauf schließen,
dass wir an die Zahl von 2013
wieder herankommen werden“,
sagte SPD-Stadtentwicklungsexperte Dirk Kienscherf. 2013
gab es rund 6400 Fertigstellungen. (dey)
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DIE WOCHE
SEITE 4
131 junge Flüchtlinge untergetaucht
FDP-Politiker kritisiert, dass Behörden nichts über deren Verbleib wissen. Polizist plädiert für europaweites Erfassungssystem
SAS CHA B AL A S KO
DENIS FENGLER
A L S T E R D O R F ::
Im vergangenen Jahr sind 131 junge
Flüchtlinge, die unter staatlicher Obhut standen, untergetaucht. Die Inobhutnahmen der
minderjährigen unbegleiteten
Flüchtlinge seien beendet worden, „weil die Betreffenden den
KJND (Kinder- und Jugendnotdienst, Anm. d. Red.) verlassen hatten und auch mithilfe
der Polizei nicht auffindbar waren“, heißt es in einer Senatsantwort auf eine Anfrage von
Finn Ole Ritter (FDP). Es sei
davon auszugehen, „dass sie an
einen anderen Ort in Deutschland oder Europa weitergereist
sind“.
„Weder KJND noch Polizei
scheinen Erkenntnisse über ihren weiteren Verbleib zu haben“, sagte der FDP-Familienpolitiker. „Das ist inakzeptabel.
Was unternehmen Innen- und
Sozialsenator, um die abgetauchten Jugendlichen vor dem
Abdriften in Kriminalität oder
Drogenmissbrauch zu bewahren? Wo bleibt die Vermittlung
von Deutschkenntnissen oder
die der Werte und Normen unserer freiheitlichen Gesellschaft“, so Ritter weiter.
Bei der Polizei ist das Problem bekannt. „Diese Jugendlichen haben keine Scheu, Grenzen zu überwinden. Wenn es ihnen irgendwo nicht gefällt,
dann wechseln sie die Stadt, zur
Not zu Fuß. Persönliche Bindungen, die sie halten würden,
haben sie nicht“, sagte der Landesjugendbeauftragte der Polizei und Chef des Fachstabs 3 im
Landeskriminalamt, Reinhold
Thiede. „Wir haben immer wieder Fälle, in denen Minderjährige vom Landesbetrieb Erziehung und Beratung als vermisst
gemeldet werden und dann in
einem anderen Bundesland im
Zusammenhang mit einer
Straftat und unter einem anderen Namen aufgegriffen werden.“ Dass es sich um denselben
Jugendlichen handle, könne
dann nur anhand der Fingerabdrücke erkannt werden.
Thiede plädiert deshalb für
ein europaweites Erfassungssystem für diese Jugendlichen,
wie es derzeit bereits diskutiert
werde. „Als unverwechselbares
Merkmal könnte der Fingerab-
Finn Ole Ritter (FDP) vor dem
Kinder- und Jugendnotdienst
Feuerbergstraße in Alsterdorf
Foto: Michael Arning
druck eines einzelnen Fingers
gespeichert werden.“
Finn Ole Ritter kritisiert
zudem, dass die Einrichtung
insbesondere an der Feuerbergstraße zu wenig Personal
für die adäquate Betreuung der
Kinder und Jugendlichen zur
Verfügung hat. „Selbst bei den
nicht abgetauchten Jugendlichen ist das Ziel, ihnen täglich
zweieinhalb Stunden Unterricht in deutscher Sprache und
Kultur zu geben.“ Angesichts
der dortigen Personalsituation
sei dieses Vorhaben stark gefährdet. „Dort stehen nur dreieinhalb Stellen für Sprach- und
Kulturvermittler für über 120
minderjährige Flüchtlinge zur
Verfügung.“ Psychologen gebe
es für die häufig traumatisierten Flüchtlinge gar keine, bemängelt der Bürgerschaftsabgeordnete.
Ein weiterer Kritikpunkt
ist die Verweildauer der jungen
Flüchtlinge in den Erstunterkünften. Laut Senatsantwort
betrug sie 2013 noch durchschnittlich 3,7 Monate. Im vergangenen Jahr waren es schon
viereinhalb Monate. „Dabei
sind eigentlich drei Monate
vorgesehen“, sagt Ritter. Er fordert den Senat auf, die Probleme zu beheben. „An der Feuerbergstraße, aber auch in den
Einrichtungen
Eiffestraße,
Fuhlsbüttel und Langenhorn
müssen endlich menschenwürdige Zustände einkehren. Die
vielfach traumatisierten Jugendlichen brauchen Unterstützung und Betreuung, statt
in beengten Verhältnissen weitgehend sich selbst überlassen
zu werden.“
Thiede relativiert: Die, die
Probleme machten, seien nur
eine „kleine Gruppe“. Aktuell
seien gerade einmal 18 Jugendliche, die in Ersteinrichtungen
leben, als Intensivtäter bei der
Polizei erfasst. 22 werden als
„Obachttäter“ geführt, weil sie
mit Gewaltdelikten auffielen.
„Die Zahlen ändern sich ständig, da die Polizei regelmäßig
überprüft, ob auffällige Jugendliche in den besonderen Fokus
der Polizei und anderen Behörden gestellt werden müssen“,
sagt Thiede. Angesichts von
mehr als 800 Minderjährigen in
Ersteinrichtungen sei diese
Quote nicht ungewöhnlich und
entspreche der bei in Deutschland sozialisierten Jugendlichen. Die Masse sei jedoch
nicht auffällig. Im Gegenteil:
„Sie sind lernfähig, wollen zur
Schule gehen, wollen sich integrieren.“
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Hamburger ziehen
EDGAR S. HASSE
Wie aus den statistischen
Daten weiter hervorgeht, bevorzugten im Jahr 2013 Familien mit kleinen Kindern insbesondere Lurup, Lokstedt und
Farmsen-Berne. Dort seien die
höchsten positiven Wanderungseffekte bei den unter
Sechsjährigen mit ihren Eltern
festgestellt worden, sagt Annett
Jackisch vom Statistikamt. „In
den Stadtteilen Eimsbüttel,
Winterhude und Hamm war die
Zahl der Mädchen und Jungen
dieses Alters dagegen am
stärksten rückläufig.“ Ein anderes Bild ergibt sich für die ältere
Poppenbüttel
+310
Langenhorn
+294
NORD
Der Boom führt zu einer
Preisspirale bei den Mieten
Fort- und
Zuzüge nach
Stadtteilen
LemsahlMellingst.
-3
Neue Daten zur Stadtteilentwicklung belegen:
Lokstedt, Wilhelmsburg und Lurup besonders beliebt
EPPENDORF ::
Der Norden
und die Mitte Hamburgs boomen: Jeweils rund 30.000 Menschen haben in den Bezirken
Mitte und Nord im Jahr 2013 eine neue Heimat gefunden. Das
geht aus veröffentlichten Daten
des Statistischen Amtes für
Hamburg über die Wanderungen in den Bezirken und Stadtteilen der Hansestadt 2013 hervor. Verlierer sind dagegen die
Stadtteile Hamm und Veddel.
Dort sind die Verluste mit
einem Minus von 380 Einwohnern (Hamm) und 213 (Veddel)
am höchsten (siehe Grafik). Bezogen auf die einzelnen Stadtteile verzeichnen Wilhelmsburg mit einem Plus von 694,
Lurup mit 904 und Lokstedt
mit immerhin 1194 Einwohnern den höchsten Wanderungsgewinn. „Bei Wohnungssuchenden“, freut sich zum Beispiel Nord-Bezirksamtsleiter
Harald Rösler (SPD), „ist Hamburg-Nord mit seinen diversen
sehr attraktiven Stadteilen zwischen Langenhorn im Norden
und Hohenfelde im Süden sehr
begehrt.“ Deshalb unternehme
der Bezirk große Anstrengungen im Rahmen seiner Wohnungsbauprogramme.
Jeder Jahr legt das Statistikamt für Hamburg und
Schleswig-Holstein Daten über
die Zu- und Fortzüge in Hamburg und innerhalb der einzelnen Stadtteile vor. Weil für die
Hansestadt seit etlichen Jahren
mehr Zu- als Fortzüge registriert werden, ergibt sich auch
für das Berichtsjahr 2013 ein
Wanderungsüberschuss: Allein
in diesem Zeitraum ist ein positiver Wanderungssaldo von
13.000 Einwohnern zu verzeichnen. Demnach stehen
97.000 Zuzügen 84.000 Fortzüge über die Landesgrenze gegenüber. Insgesamt sind 2013
mehr als 230.000 Menschen in
die Hansestadt gezogen oder
haben innerhalb der Stadt ihren
Wohnort gewechselt.
WohldorfOhlstedt
+9
Duvenstedt
-55
Niendorf
+402
Schnelsen
+216
Fuhlsbüttel
-21
Gr.
Borstel Alsterdorf
+156
+129
Eidelstedt
-18
EIMSBÜTTEL
Hummelsbüttel
+53
Ohlsdorf
-84
Steilshoop
+60
Wanderungssaldo 2013
Bergstedt
+52
-150 und mehr
-149 bis -50
Sasel
+89
Volksdorf
+97
-49 bis -1
Wellingsb.
+95
0 bis +99
+100 bis + 249
WANDSBEK
Bramfeld
-90
FarmsenBerne
+656
+250 bis +499
Rahlstedt
+409
+500 und mehr
LokLurup
stedt
zu geringe Daten
Winter+904
Eppend.
hude
Rissen
+1194
Barmb.-N.
Stellingen
+310
Tonndorf
+514
+173
+653
+368
+73
Hoheluft O.
9 Wandsbek
Dulsbg.
1
Sülldorf
1 Hoheluft-Ost
-84
W.
+308
2
Barmb.-S.
+81
IserHarvesteh.
+485
2 Hoheluft-West
+38
brook
Jenfeld
+131
Eimsbüttel
Uhlenh.
+191
-5
Bahrenfeld
+89
3 Sternschanze
Osdorf
ALTONA
-30
Eilbek
Marienthal
Rotherb. +372
+42
Altona+345
+97
+23
+141
Gr. Flottb.
N.
4 St. Pauli
+136
3
Stern.
8
Blankenese
+88
St.
-135
+141
5 Neustadt
-73
Georg
NeuSt.
7 Hamm
Borgf.
Nienstedten
-98
Horn
Ottensen Altona- Pauli
-380
5 Alt6 Altstadt*
-23
4
Othmarschen
+47
-70
6
Altst.
+446
Hammerbr.
Billstedt
+70
stadt
+83
7 Borgfelde
+180
+87
+224
HafenCity
8 Hohenfelde
+13
Cranz
+71
RothenMITTE
-10
Steinwerder
burgsort
Finkenwerder
9 Dulsberg
-159
+1
+131
+11
Kl. Grasbr.
Billbrook
Waltershof
10 Langenbek
+64
-135
-178
+2
Veddel
11 Gut Moor
-5
-213
Billwerder
Neuenfelde
+32
+21
Lohbrügge
Francop
Altenwerder
Moorfleet
+184
+71
+12
Wilhelmsburg
+694
Tatenberg Allermöhe
Moorburg
-7
+6
-20
Neuallermöhe
Bergedorf
Spaden-73
HARBURG
land
+584
-20
Reitbrook
Neugraben-5
Fischbek
Heimfeld
+151
Neuland
+98
Curslack
Ochsenwerder
Harburg
Hausbruch
+119
+135
+44
-56
BERGEDORF
Eißendorf
+150
Marmstorf
+48
Wilstorf
-40
10
Sinstorf
+54
Generation: Bei den über 64Jährigen konnten die höchsten
Wanderungsgewinne für Poppenbüttel, Lokstedt und Iserbrook registriert werden. Die
größten Verluste traten dagegen in Billstedt, Bramfeld und
Dulsberg auf.
Bereits in den vergangenen
Jahren zählten Poppenbüttel,
aber auch Rahlstedt und Farmsen-Berne zu den beliebten
Stadtteilen. Allerdings führt
dieser Boom auch zu einer
Preisspirale bei den Mieten und
Immobilienpreisen,
denn
Wohnraum ist noch immer
knapp. Das Ziel des Senats ist es
deshalb, jährlich 6000 Wohnungen zu bauen.
Der Bezirk Nord hat sich
das Ziel gesetzt, jährlich 900
Wohneinheiten zu genehmigen.
„Angesichts des anhaltenden
lebhaften Zuspruchs ist ein Ende der Anstrengungen natürlich nicht in Sicht“, sagte Bezirksamtschef Harald Rösler
dem Abendblatt.
Dass Hamm im Ranking einen deutlichen Rückgang erlebt, ist mit der Struktur des
Stadtteils zu begründen. In der
öffentlichen
Wahrnehmung
wird Hamm noch immer unterschätzt. In den 90er-Jahren waren die damaligen Stadtteile
Hamm-Mitte und -Süd von Armut und Arbeitslosigkeit geprägt – das wirkt bis heute nach
und ist ein Grund dafür, warum
dort weniger Menschen wohnen wollen.
11
Rönneburg
-16
Neuengamme
+33
Altengamme
-26
Kirchwerder
+32
Infografik: F. Hasse
Quelle: Statistikamt Nord
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DIE WOCHE
SEITE 6
AUSSERDEM
Show: Jean Michel Jarres Aero Planetarium, 21:00
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Figurentheater: Der gestiefelte Kater
Ab 4 J., Jenisch Haus, 15:00, 15,-/10,Führung: Spuren im Schnee und auf der
Leinwand Ab 5 J., Hamburger Kunsthalle,
14:00-17:00
Show: Kleiner Stern im großen All Ab
5 J., Planetarium, 14:00, 9,50
Theater: Das Märchen vom Schwanensee Ab 5 J., Theater für Kinder, 15:00, 16,Theater: Die Schneekönigin Ab 4 J.,
Hoftheater Ottensen (Abbestraße 33),
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319 39, 8:00-16:00
AUSSERDEM
Rundgang: Die Deportation der Hamburger Juden Info unter T. 428 41 14 93,
Sternschanze U/S-Bahnhof, Ausgang
Schanzenstraße, 14:00
Vortrag: Jiddisches Theater und jiddische Liederbücher in Bergen-Belsen
Jüdisches Kulturhaus Hamburg (FloraNeumann-Straße 1), 16:00
KINDER
Familienführung: Eine Zeitreise durch
SPOT ON Ab 5 J., Hamburger Kunsthalle,
15:00
Familienkonzert: Reichas Melodienschatztruhe NDR Sinfonieorchester, ab
3 J., Rolf-Liebermann-Studio, 14:30, 16:30,
10,-/5,Führung: Wer bist Du? Was isst Du? Ab
6 J., Altonaer Museum, 13:00
Theater: Der Schneemann Ab 3 J., Hamburger Puppentheater, 11:00, 15:00, 6,-/5,Mehr Termine täglich
im Hamburger Abendblatt
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Lessingtage Aufruhr auf der Bühne
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Sonnabend Das interkulturelle Festival am Thalia Theater kommt gerade
recht. Zum sechsten Mal heißt es vom 24. Januar bis zum 8. Februar „Um
alles in der Welt – Lessingtage 2015“. Passend zum Thema „Aufruhr“ laden Theater-, Performance- und Tanz-Gastspiele, Konzerte, Vorträge,
Rundgänge und Gespräche zur Auseinandersetzung mit den Gedanken des
Namensgebers. Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) hat die Gedanken
der Aufklärung und der Toleranz maßgeblich verbreitet. Auf dem Programm des Festivals steht unter anderem „Bernstein“ von der Beijing
Young Dramatists Association (Foto). (asti)
Konzert So klingt Hamburg
Montag Wer seine Band Jeder
Tag Silvester nennt, der feiert
oft und gern. Und so sind die
vier aufstrebenden Pop-Beaus
aus Bad Oldesloe nach ihrem
Gig kürzlich in der Prinzenbar
am 26. Januar auch Gast bei
„Hamburg Sounds“ in der
Fabrik. Dort treffen sie dann
auf den unvergleichlichen
Songwriter Dirk Darmstaedter (Foto) sowie auf die Berliner Sängerin
Fabrik
Celina Bostic. Gutes Programm. (tl)
„Hamburg Sounds" Mo 26.1., 20.00, Fabrik
(S Altona), Barnerstraße 36, Karten zu 21,- im
Vorverkauf; www.fabrik.de
„Um alles in der Welt – Lessingtage 2015“ Sa 24.1.– So 8.2., Thalia Theater und diverse Orte,
Karten unter T. 32 81 44 44; www.thalia-theater.de
Fried
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OTTENSEN
Bf. Altona
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Altonaer Theater er talentierte Mr. Ripley“ steht im
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„Fräulein Smillas ne weitere Thriller-Premiere an:
Gespür für Schnee
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Altonaer
Theater
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Kammerspiele
ROTHERBAUM
Konzert Ein ewiger Geheimtipp
Dienstag Seit seinem
ersten Album „Stray
Dog“ im Jahr 2007
zählt der dänische
Wahlberliner Lasse
Matthiessen zu den
Songwriter-Geheimtipps, die vielleicht für immer
Geheimtipps bleiben
werden. Dabei zeigt
sich Matthiessen
auch auf seinem
aktuellen Album
„Wildfires“ (2014) sowie am kommenden Dienstag, 27. Januar, in der Prinzenbar auf der Höhe der
Zeit zwischen nordischem Folk, Indie
ST. PAULI
und Rock. (tl)
Reeperbahn
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St. Pau
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Elbe
Lasse Matthiessen Di 27.1., 20.00, Prinzenbar
(U St. Pauli), Kastanienallee 20, Karten zu 15,im Vorverkauf; www.lassematthiessen.com
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Fotos: Thalia-Theater, Steve Gullick, dpa, Fabrik, Taiga Jandrig
Start
Punkrock Legenden am
UK Subs, T.V. Smith
Sa 24.1., 21.00, Fabrik
(S Altona), Barnerstraße 36,
Karten zu 18,- im Vvk;
www.uksubs.co.uk
Hallerstr.
Bf. Dammtor
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Königs
„Fräulein Smillas Ge
spür für Schnee“ Pre
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Sa 24.1., 20.00, dann
28.1.–6.3., Altonaer
Theater
(S Altona), Museums
tr. 17, Karten zu 16,bis 36,unter T. 39 90 58 70
; www.altonaer-theate
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Fabrik
Punkrock, jedes Jahr im
Sonnabend Ist es noch
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ab 29.1., 20.00,
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Konzert Gegenentwurf zum Glamour
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Nordamerika. Städte wie Toronto, Montreal und Vancouver gelten als weltoffen, und der Ahorn-Staat unterstützt
seine Künstler mit Geld und Förderprogrammen. Al Spx,
Künstlername Cold Specks, hat ihre Heimat dennoch
verlassen und ist von Etobcoke, einem Vorort von Toronto, nach London umgezogen. Nachdem sie im 2014 beim Reeperbahn
Festival überzeugte, kehrt
Cold Specks am 24. Januar
Nocht- ST. PAULI nach Hamburg zurück –
speicher
diesmal in die intime
tr.
Reeperbahn
Atmosphäre des NochtKönigs
speichers. (oeh)
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St. Pau
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Cold Specks Sa 24.1., 20.30,
Nochtspeicher (S Reeperbahn),
Bernhard-Nocht-Straße 69a, Karten
zu 22,70 im Vorverkauf; www.coldspecks.com
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Film „Berlin o-Electro-Rave-Zirkus t eine große Numund Hauptf
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sein drittes mit melodischen Elem duzent verbindet
en
Album „Way
s Over Water ten. 2014 erschien
“. (oeh)
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, 20.00, Spor
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thalle
p), Krochman
nstraße 55, Ka
36,25 im Vvk;
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Bra
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pl.
Winterh.
Ab
Joan (Keira Knightley) und Alan (Benedict Cumberbatch) arbeiten
an einer Entschlüsselungsmaschine Foto: SquareOne
HANNES STEIN
:: Das Merkwürdigste an der
Geschichte, die in „The Imitation Game“ erzählt wird, ist, dass
sie im Wesentlichen stimmt. Es
war wirklich so, dass ein mathematisches Genie namens
Alan Turing, ein verschlossener, schwuler Sonderling, entscheidend dazu beigetragen
hat, dass die Alliierten den
Zweiten Weltkrieg gewannen.
Er und seine Mitarbeiter bauten die „Turing Bombe“, den
Prototypen aller heutigen Computer. Mit Hilfe dieser Maschine gelang es ihnen, den Enigma-Code der Nazis zu knacken.
Danach konnten sie deren
Funkverkehr abhören – Experten schätzen, dass der Zweite
Weltkrieg sonst zwei Jahre länger gedauert hätte. Wahr ist
auch, dass sein Vaterland dem
Genie diese Heldentat schlecht
gedankt hat. 1952 wurde Turing
wegen „unsittlichen Verhaltens“ verurteilt, weil er ein Verhältnis mit einem Mann unterhielt. Er beging 1954 Selbstmord, wurde nur 41 Jahre alt.
„The Imitation Game“ folgt
im Wesentlichen dem Schema
des Biopics, also: Berufung,
Ringen mit dem Stoff, Durchbruch, Meisterwerk, Scheitern.
Die Berufung erfolgt durch
Commander Denniston (Charles Dance), der auch das widersacherische Prinzip verkörpert:
Er will Turing seine hoch komplexe Maschine wegnehmen,
weil die erst keinen einzigen
Code knackt. Schließlich gelingt der Durchbruch. Mit einem Mal haben Turing und seine Leute die Möglichkeit, ein
Schiff voller Zivilisten vor einem deutschen U-Bootangriff
zu retten.
Doch im Moment des
Durchbruchs beginnt der Abstieg: Das Team erkennt, dass es
auf die Rettung der Zivilisten
verzichten muss; sonst wüssten
die Deutschen ja, dass der Enigma-Code geknackt ist. Plötzlich
klebt Blut an Alan Turings Händen. Und am Ende stürzt er
über sein tiefstes Geheimnis,
seine Homosexualität.
Hier wiederum stimmt fast
nichts: Der wirkliche Turing
war mitnichten so asozial, wie
der Film ihn zeichnet. Die Zusammenstöße mit Commander
Deniston haben nie stattgefunden. Alan Turings Homosexualität war überhaupt kein Geheimnis. Mit anderen Worten:
„The Imitation Game“ nimmt
eine komplizierte Wahrheit
und presst sie in ein vertrautes
Schema. Herausgekommen ist
ein unterhaltsamer, aber auch
sehr formelhafter Film mit einem oscarnominierten Hauptdarsteller.
„The Imitation Game – Ein streng
geheimes Leben“ USA/GB 2014,
114 Min., ab 12 J., R: Morten Tyldum,
D: Benedict Cumberbatch, Keira
Knightley, Matthew Goode, täglich
im Abaton (OmU),
HAMBURG IM FERNSEHEN
Die Fischer – atemlos in der Hansestadt
Oh
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Horn, Halle und Außenflächen Rennbahnstraße 32, Info T. 53 00 47 11, 7:0015:00
MUSEEN
Deichtorhallen – Haus der Photographie Führung: Gute Aussichten, Junge Deutsche Fotografie 2014/2015, 15:00
Hamburg Museum Führung: Phoenix aus
der Asche. Hamburgs Weg zur Millionenmetropole, 15:00-16:00, frei
Hamburger Kunsthalle Führung: Max Liebermann und Lovis Corinth. Zwei Künstlerkarrieren in Deutschland, 11:00
Höhepunkte der Woche
Als
MUSEEN
Museum für Kunst und Gewerbe Führung: Weltreligionen, 15:00
LITERATUR
Hörspiel: Die drei ??? – Das Grab der
Inka-Mumie Planetarium, 11:00, 16,-/12,Literatur-Quickies mit Monique Schwitter, Jörn Birkholz, Daniel Chmelik, Anke Gebert und Ole Kristiansen, Das Loft (Ohlsdorfer Straße 26), 16:00, 6,Patrick Swayze ist tot und Michael Ballack will auch nichts mehr von mir Ruth
Rockenschaub liest Texte von Kirsten Fuchs,
Paul Bukowski, Christian Bartel, Max Goldt
u.a., Polittbüro, 20:00, 15,-/10,-
g
Lan
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Der Mann, der den Nazi-Code knackte
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KLASSIK
Carillonkonzert Gudrun Schmidtke (Carillon), Mahnmal St. Nikolai, 12:00
Carsten Wiebusch (Orgel) Vorstellungskonzert, Hauptkirche St. Jacobi, 18:00, frei
Die Nacht der 5 Tenöre Hauptkirche
St. Michaelis, 19:00, ab 18,Händel: Messias Ensemble Musica Baltica, Kantatenchor Waren, Mendelssohnchor
Hamburg, Almut Stümke (Ltg.), St. Sophien Barmbek, 19:00, 21,-/14,Musik am Sonntag Ensemble der Musikschule „Achtel & Co“, Sabine Wagner-Riemann (Ltg.), Werke von Telemann, Marcello,
Mozart u.a., Osterkirche Eilbek, 18:15
Rainer Lanz (Orgel) Werke von Bach,
Frescobaldi u.a., Heinrich-Hertz-Schule,
16:00
Trompete und Orgel Michael Ohnimus
(Trompete), Rainer Thomsen (Orgel), Werke von Purcell, Mouret, Bach u.a., St. Johannis Eppendorf, 18:00
KLASSIK
12 Cellisten der Berliner Philharmoniker Werke von Fauré, Bach, Piazzolla u.a.,
Laeiszhalle, 15:00
Animato-Quartett Werke von Elgar, Bazewicz, Hauptkirche St. Trinitatis, 17:00
Bach: Das wohltemperierte Klavier
Teil I Steven Divine (Orgel), Marktkirche
Poppenbüttel, 18:00, 15,Ensemble Resonanz: Hörstunde Öffentliche Probe, Laeiszhalle, Studio E, 18:00
Hamburger Symphoniker Amihai Grosz
(Viola), Jeffrey Tate (Ltg.), Werke von Walton, Elgar, Laeiszhalle, 19:00
Hummelsbütteler Kantorei Ensemble
Cantate, Werke von Haydn, Händel, Christopheruskirche Hummelsbüttel, 18:00
Klassische Philharmonie Bonn Alexander Stepanov (Klavier), Heribert Beissel
(Ltg.), Werke von Mendelssohn Bartholdy,
Beethoven, Mozart, Laeiszhalle, 11:00
„Am Himmel hell und kla
r“
Di 27.1., 19.30, Literaturhaus
(Bus M6), Schwanenwik 38,
Eintritt 10,-/erm. 8,-/6,-;
www.literaraturhaus-hambur
g.de
FILM DER WOCHE
llee
dela
Grin
PARTYS
Docks My Favourite Freaks, mit Stefan Mint,
Sascha Riot, M.IN u.a., 23:59, 10,Fundbureau Gut Drauf, 23:00, 6,Gruenspan The Spirit Of Rock, 21:00, ab
11,Grüner Jäger LIPS., Gay-Les.Bi-Queer,
23:00
Hasenschaukel Toni's Vinyl Club, 22:00
Kaiserkeller Keller Goes Queer, 22:00, 5,MS „Stubnitz“ Colored Nights B-Day Special, mit Fagins Reject, Zzbing u.a., 22:00,
15,Mojo Club Mojo Essentials: Sunlightsquare
Claudio Passavanti, 23:00, 10,Pony-Bar DJ Ulsen, 21:00
Rieckhof Salsa Feelings, 19:00, frei
Stage Club 80s Club, 22:15, 8,Uebel & Gefährlich, Turmzimmer Revolver Club, 23:59
Waagenbau Hoch 10, mit Frankee aka The
Next B2B Phokus, Gerald Steyr, DJ Dominikk aka D.M.N.K., 23:59, 8,-
PARTYS
Golden Pudel Club Science Fiction Park
Bundesrepublik, Lärmfieber aus dem Wohnzimmer, German Homerecording Tape Music of the early 80s , 20:00
Hasenschaukel Hasenrodeo, 22:00
destag von Matthias
Claudius – der Dichter
und
am 21. Januar 1815 in Ha Journalist starb
mburg – hat die
Lyrikerin Nora Gomring
er zu einem Porträt
des „Wandsbeker Boten
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Deutsch-Schweizerin, Tr piriert. Die
ägerin des Grimmund Ringelnatz-Preises,
erinnert am Dienstag an Claudius. (str)
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ROCK/POP
18. Hamburger Skiffle Festival mit Steel
Skiffle Gang, MaCajun, Appletown Washboard Worms u.a., Fabrik, 11:30, 19,Abbi Hübners Low Down Wizards Das
Feuerschiff, 11:00-14:00
Dirk Bleese Trio Brückenstern, 19:00
Jazzfrühschoppen mit Canal Street Jazz
Band, Cotton Club, 20:30, 7,Kings Of R&B Vol. III Große Freiheit 36,
19:00
Limehouse Jazzband Philemon-Kirche,
18:00
Lola-Band Neujahrsempfang, St.-PauliKirche, 19:00, Spende
er
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W W
ROCK/POP
Alexandra Hamburger Kammerspiele, Logensaal, 20:15
Buck Bandid & Rhynosaur, Timo, Grüner
Jäger, 20:00
Cold Specks Nochtspeicher, 19:30, 25,Feingold & Roxtasy, Astra-Stube, 21:30
Fritz Kalkbrenner Sporthalle Hamburg,
20:00
Jawbone Music Club Live, 21:00, 5,Jazz Lips Cotton Club, 20:30, 8,Labcows BaRRock, 21:00
Molotow Mach 3 Festival live: Lafote,
Abramowicz, Der Dichte Fürst u. a., Molotow, 20:00
Naomi Wachira Kulturcafé Komm du,
20:00, frei
Queenz Of Piano Komödie Winterhuder
Fährhaus, 20:00
Ray Collins' Hot Club Knust, 21:00
Schattenweber: Mär & Sang Mittelaltermusik, Brakula, 20:00, 10,-/8,Stella's Morgenstern Kulturschloss
Wandsbek, 20:00, 12,-/10,UK Subs Fabrik, 21:00, 20,Unzucht Logo, 21:00
Das ist los in Hamburg
Dienstag Der 200. To
weg
SONNTAG
Hof
SONNABEND
Lesung Hommage an
Claudius
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DIE TERMINE AM WOCHENENDE
SEITE 7
Jahnring
Stadtpark
:: Man kann und mag ja von
Helene Fischer halten, was man
möchte, aber ihr den Erfolg absprechen, das ist definitiv unmöglich. Der blonde Traum der
atemlosen Nächte aller deutschen Schlagerfans schaffte es
immerhin im November vergangenen Jahres, die O2 World
nicht nur ein, sondern gleich
zwei Mal in Folge auszuverkaufen. 2015 wird sie darum auch
nebenan in die Imtech Arena
kommen – ebenfalls wieder an
zwei Tagen.
Wer für eines dieser EventKonzerte schon Eintrittskarten
erstanden hat, kann sich trotzdem schon glücklich schätzen,
die Fischer wird sicher auch das
HSV-Stadion füllen. Bis dahin
können Fans sich die Zeit unter
anderem mit der Aufzeichnung
der jüngsten Hamburger Konzerte vertreiben, die das ZDF
nun zur besten Sendezeit präsentiert. ( josi)
„Helene Fischer – Farbenspiel“,
Mi 20.15 Uhr, ZDF
DIE WOCHE
SEITE 8
Persönlich
SONNABEND AM
KIOSK
von Doris Banuscher und Larissa Kopp
Jour fixe: Die
Aussichten für
das Jahr 2015
:: Was bringt das neue Jahr?
Dieser Frage geht zum Jahresbeginn traditionell jeweils mit
einem Jour fixe der ÜberseeClub nach. Nach der Begrüßung
durch Präsident Michael Behrendt im voll besetzten Saal im
Atlantic Hotel sprachen sechs
Experten über die Aussichten
für das Jahr 2015 vor mehr als
500 Gästen.
Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Hamburger
Sparkasse, beklagte den Niedrigzins, Tourismuschef Dietrich
von Albedyll jubelte hingegen:
„Keine Metropole Europas hat
sich so dynamisch entwickelt
wie Hamburg.“
Gastgeber Michael Behrendt (l.)
und Dietrich von Albedyll,
Hamburg Marketing Foto: Joost
Aida Clement (Panama, v.l.) ,
Maria E. Bogosian (Uruguay),
Momirka Marinkovic (Serbien)
Walter Stork (l.), Honorarkonsul von Bangladesch, zusammen mit
Bürgermeister Olaf Scholz und dem Doyen des Konsularkorps
Manuel A. Fernndez Salorio (Argentinien) Fotos: Jürgen Joost
Sylvia Arofin (Indonesien), Dirk
Lorenz-Meyer (Singapur, l.), Georgios Arnaoutis (Griechenland)
Konflikte betonte Olaf Scholz
die Bedeutung des Konsularkorps: „Sie tragen erheblich dazu bei, dass das Verständnis füreinander wachsen kann.“ Daher
freue er sich, dass „das Kabinett
in Tokio die Höherstufung des
japanischen Konsulats in Hamburg und auch den Erhalt der
Residenz beschlossen hat.“ Vor
:: Die Räume der Träume, sie
sind viel zu schade, um darin zu
schlafen. Beste Ausstattung,
beste Lage, bestes Umsorgungspaket. 5-Sterne-Lächeln garantiert. Jeder Wunsch, und sei er
noch so eigentümlich, wird von
den Hoteliers der Hansestadt
erfüllt, solange er der Legalität
entspricht. Das Abendblatt
stellt in seiner Sonnabend-Ausgabe besondere Suiten der
Hamburger Hotels vor.
TRAUERN
99 Diplomaten im Rathaus
:: Bevor Hamburgs Erster
Bürgermeister Olaf Scholz die
konsularischen Vertreter zum
Neujahrsempfang im Rathaus
willkommen hieß, bezogen die
99 Länderrepräsentanten, darunter 13 neue Konsuln, nebeneinander Stellung. Mit Blick auf
die Terroranschläge von Paris
und internationale Krisen und
SUITEN
zwei Jahren wurde die japanische Vertretung herabgestuft:
Sparzwänge führten damals zu
dem Entschluss des Außenministeriums in Tokio, den Status
des japanischen Generalkonsulats in Hamburg zu verändern.
Nun ist eine Rückstufung im japanischen Haushaltsentwurf
für das Jahr 2016 vorgesehen.
:: Agu Ijeoma vom Verein
„Verwaiste Eltern und Geschwister Hamburg“ begleitet
Kinder, die ein Familienmitglied verloren haben. Sie erklärt, wie Eltern einfühlsam auf
die Traurigkeit ihres Nachwuchses reagieren können,
wann sie sich Sorgen um ihr
Kind machen müssen. Lesen
Sie das Interview in der aktuellen Sonnabend-Ausgabe des
Abendblatts.
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Immer mehr Hersteller
von Cremes setzen
auf rein pflanzliche
Produkte. Der Markt
wächst kräftig
MELANIE WA S S I N K
H A M B U R G ::
Anietta Kindelmann nimmt einen kleinen
Spatel in die Hand und mischt
etwas Sheabutter in die Gesichtspflege. „Diese Butter
sorgt für eine festere Konsistenz und kann das Lanolin ersetzen“, erklärt die Kosmetikerin. Lanolin ist als Wollwachs
tierischen Ursprungs, und solche Inhaltsstoffe kommen bei
Anietta Kindelmann nicht in
die Cremedose. Die 40-Jährige
hat in Eimsbütttel vor Kurzem
ihr veganes Kosmetikstudio
„Essential Organic Care“ eröffnet. In einer Sitzecke mit gemütlichen Kissen können die
Kunden in Büchern wie „Kochen ohne Tiere“ blättern,
durch die großen Scheiben fällt
viel Tageslicht herein. „Ich ernähre mich seit einiger Zeit vegan“, sagt die Chefin und nippt
an ihrem grünen Tee, „das hat
mir sehr gut getan – und dann
ist es ja nur ein kleiner Schritt
zur veganen Kosmetik.“ Bei Essential Organic Care kommen
zwar weder Honig noch Hyaluronsäure auf die Haut, aber ein
Ort zum Missionieren ist das
Studio nicht. „Ich muss mich
selber manchmal noch fragen,
ob ich ohne meine schöne Ledertasche leben will“, sagt
Anietta Kindelmann lachend.
Rund 800.000 Veganer
leben in Deutschland
Überzeugungsarbeit ist in
Sachen veganes Leben vielleicht auch nicht wirklich nötig.
In Großstädten wie Hamburg
und Berlin werben Bistros für
vegane Brötchen, Kantinen setzen Kokosmilch statt Kochsahne ein und Supermärkte haben
längst ganze Sortimente für
Produkte ohne tierische Herkunft reserviert.
Denn Kosmetika mit Collagen oder Fruchtsäfte, die mit
Gelatine geklärt wurden, sind
für viele Menschen in den Metropolen heute genau so ein Tabu wie Schweinefleisch für
Muslime. Rund 800.000 Veganer leben in Deutschland, Tendenz stark steigend. Zugleich
wächst die Vielfalt an Lebensbereichen, in denen ein Verzicht auf Tierprodukte möglich
wird, von Tag zu Tag.
In der Kosmetik vollzieht
sich der Trend zu einem bewussteren Konsum schon länger. So setzen sich bei Masken
oder Peelings Naturprodukte
durch: In einem stagnierenden
Gesamtmarkt legte der Umsatz
mit Kosmetik aus natürlichen
Substanzen – oft in Bio-Qualität – im vergangenen Jahr um
7,2 Prozent auf 920 Millionen
Euro zu. Kosmetik, die vollständig oder zu einem großen Teil
auf synthetisch hergestellte Inhaltsstoffe verzichtet, hat inzwischen einen Anteil von
15 Prozent am Gesamtmarkt erreicht. Deutschland ist nach
den USA der zweitgrößte Markt
für Naturkosmetik weltweit.
Laut der Veganen Gesellschaft Deutschland wuchs der
Umsatz an tierfreundlichen
Cremes, Shampoos und Co. in
den letzten beiden Jahren jeweils um 20 Prozent. „Im Naturkosmetik-Sortiment in unseren Drogerien erreichen die
veganen Produkte einen Umsatzanteil von 82 Prozent“, sagt
Wiebke Spannuth von Budnikowsky. „Auch bei unserer Eigenmarke Aliqua Naturkosmetik achten wir darauf, die Produkte möglichst mit veganen
Rezepturen umzusetzen“, ergänzt die Sprecherin der Drogeriekette.
Neben dem neu eröffneten
Studio von Anietta Kindelmann
bieten auch einige andere Kosmetikerinnen in der Hansestadt Pflege ohne tierische Erzeugnisse an. Und Hersteller
wie die Berliner i+m oder Santaverde aus Hamburg spezialisieren sich auf die Nische der
tierfreien Cremes. Santaverde
ist mit seinen Produkten inzwischen europaweit in 600 Geschäften vertreten, in Hamburg
beispielsweise im Alsterhaus
und im veganen Supermarkt
Veganz in Altona.
Die tierischen Zutaten seien in der Regel ohne Probleme
zu ersetzen, ist Anietta Kindelmann überzeugt. Die Wirkungen des Bindestoffs Lanolin seien nicht nur durch Sheabutter,
sondern auch durch Nachtkerzen- oder Borretschöl zu erzielen. Da bei Veganern das Tierwohl im Vordergrund stehe,
und es häufig bei den „Rohstoffproduzenten“ zu nicht artgerechten bis quälenden Verfahren der Gewinnung und Verarbeitung komme, seien eben
auch Wollprodukte wie Lanolin
zu ersetzen, klärt Sabine Beer
vom Hamburger Label Santaverde auf. Hier gehe es beispielsweise um das rabiate
Scheren von Schafen.
Das Honigprodukt Propolis, das häufig in der Lippenpflege verwendet wird, ist offenbar
ebenfalls verzichtbar: „Auch
Salbei, Kamille oder Teebaumöl
haben eine straffende und entzündungshemmende
Wirkung“, sagt Anietta Kindelmann. Einige moderne Wirkstoffe gibt es als tierisches und
veganes Produkt, zum Beispiel
Hyaluronsäure: Das tierische
SEITE 9
Vegane Kosmetik –
tierisch
gefragt
Tierische Produkte sind tabu: Anietta Kindelmann hat in Eimsbüttel ein veganes Kosmetikstudio
mit dem Namen Essential Organic Care eröffnet Foto: Marcelo Hernandez
Hyaluron wird aus HahnenKämmen hergestellt. „Veganes
Hyaluron wird biotechnologisch durch Fermentation aus
pflanzlichen Materialen hergestellt“, sagt Sabine Beer.
Einige Wirkstoffe gibt es als
tierisches und veganes Produkt
Die komplexen Anforderungen der Veganer sind für die
Massenproduktion
entsprechend schwierig nachzubilden:
So steht beim Pflegekonzern
Beiersdorf vegane Kosmetik
nach Angaben einer Sprecherin
auch nicht im Fokus. Bei den
ebenfalls für Veganer indiskutablen Tierversuchen bewegt
sich der Nivea-Anbieter zwischen Überzeugung und gesetzlichen Vorschriften: In der EU
sind für Kosmetikprodukte seit
2004 Tierversuche ohnehin
vollständig verboten. Beiersdorf ist nach eigenen Angaben
auch überzeugt, „dass Tierversuche an unseren Produkten
für den Nachweis von deren Sicherheit und Wirksamkeit
nicht erforderlich sind“.
„Der aktuelle Hype um vegane Kosmetik bringt in jedem
Fall Bewegung in den Markt,
aber ob er sich halten wird, ist
schwer zu sagen“, sagt Kaya-Line Knust von der Hamburger
Naturkosmetikmarke Stop the
water while using me! (STW).
Bei STW pflegt das Duschgel
mit Orangenöl, das Shampoo
soll mit Rosmarin die Durchblutung der Kopfhaut anregen.
Bei „Stop the water while using
me!“ trägt die Marke mit dem
Ausspruch, das Wasser beim
Gebrauch des Shampoos oder
Conditioners abzustellen, ihre
Nachricht bereits im Namen.
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DIE WOCHE
S E I T E 10
Italienische Küche zum Wein
Poletto Winebar
Adresse: Eppendorfer Weg 287,
Telefon 38 64 47 00
Sommelier Remigio Poletto hat in der Eppendorfer Winebar rund 400 Positionen auf seiner Karte
D I ET E R B R A ATZ
:: Ende vergangenen Jahres
feierten Remigio Poletto und
Luigi Francia in ihrer Eppendorfer Winebar fünfjähriges
Bestehen, heutzutage schon
Anlass für einen fröhlichen Ju-
GOURMETSPITZEN
Dieter Braatz testet
Hamburger
Restaurants
Heute:
Poletto Winebar
biläumsabend. Immerhin haben die beiden italienischen
Gastronomen mit langjähriger
Hamburg-Erfahrung ihr neues
Konzept – anders als einige
Mitbewerber – in kurzer Zeit
erfolgreich umgesetzt. Was erwartet die Gäste im neuen Jahr,
wollten wir erfahren.
Natürlich stehen bei einer
Winebar die Weine im Vordergrund, rund 400 Positionen hat
Mitinhaber und Sommelier Remigio Poletto auf seiner Karte,
nicht nur aus Italien, sondern
auch von deutschen und französischen Weingütern. Aber die
Bar ist auch Ristorante – mit einer „echten, ehrlichen italienischen Küche“, wie die beiden
Gastronomen gern betonen.
Das Angebot lockt die Eppendorfer nicht nur abends, sondern auch mittags zum kleinen
Lunch – selbst wenn sie dann
nur Wasser statt Wein trinken.
Bei unserem Besuch jedenfalls
waren etliche der kleinen dunklen Holztische besetzt, die
meisten Gäste haben aus der
Mittagskarte
den
„Speed
Lunch“ (zwei Gänge nach Wahl
für 13,90 Euro) oder den „Business Lunch“ (drei Gänge für
18,90 Euro) bestellt.
Quasi als Appetithäppchen
vor unserem kleinen Mittagsmenü bestellen wir eine kleine
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Sie erreichen uns unter:
040/347 22533
24 Uhr
Sitzplätze: 75 Plätze im
Restaurant, 90 Plätze auf der
Terrasse
Service: anfangs etwas schüch-
tern, aber dann sehr freundlich und um den Gast bemüht
Fazit: Nach fünf Jahren ist die
Poletto Winebar bereits eine
Institution für Weinfreunde.
Das will sie nicht nur mit ihren 400 Weinen sein, sondern
auch mit ihrer italienischen
Küche, wenn der neue Küchenchef, dessen Name noch
nicht verraten wird, Kreationen auf den Teller bringt.
Blick in die Poletto Winebar am Eppendorfer Weg 287
Aufschnittplatte mit vorzüglichem San-Daniele-Schinken
und Südtiroler Speck (für zwei
Personen 9,90 Euro). Solche
Snacks – alternativ auch Salami, Bresaola und Parmigiano
Reggiano – werden abends üblicherweise zum Wein gereicht.
Mit einem hauchdünn geschnittenen, sehr guten Carpaccio vom Rind (16,50 Euro)
starten wir die Vorspeisen, für
das Aroma sorgen frischer
Trüffel und Parmesansplitter.
Weniger begeistert sind wir
von der Piadina (Fladenbrot),
mit 18 Monate gereiftem SanDaniele-Schinken belegt: Der
Fladen wird wie eine Pizza serviert, ist aber erheblich weicher
und weniger pikant gewürzt.
Wie alle Piadine auf der Karte
wird auch diese Variante in den
Portionen „klein“ (15,50) oder
„normal“ (17,50 Euro) serviert.
Wer Trüffel in der aromatischsten Version probieren
will, sollte die „Spaghetti Chitarra al tartufo“ bestellen: Die
warmen Nudeln werden im
Grana-Padano-Laib
umgerührt, nehmen dabei feinen Käsegeschmack an, und der Trüffel wird dünn darübergehobelt.
Das schmeckt – die kleine Portion kostet 16,50 Euro („normal“
21 Euro). Etwas rustikaler und
dabei „ehrlich italienisch“ sind
die „Orecchiette al agnello“, die
Öhrchennudeln mit Lammragout (12,50 Euro) serviert mit
einem Sugo aus Tomaten, Möhren und Sellerie. Die Dessertauswahl ist verständlicherweise
klein: Nur zu wenigen Weinen
passt etwa eine Crème brulée.
Zum sehr guten doppelten Espresso (4,50 Euro) macchiato
allerdings empfiehlt sich das
nicht zu süße „Tiramisu classico“ (6,50 Euro). Bei den Weinen
zum Menü – zur Mittagszeit allemal angemessen – halten wir
uns an zwei offene Weiße von
deutschen Winzern: die 2013er
„Cuvée Theresa“ vom Rheingauer Weingut Georg Breuer
(0,15 Liter 6,20 Euro) und den
2011er Ruwer-Riesling Herrenberg von der Carl von Schubert’schen Gutsverwaltung (0,15 Liter 6,60 Euro).
Dieter Braatz ist
stellvertretender Chefredakteur
der Zeitschrift „Der Feinschmecker“
SCHWEDENRÄTSEL
von Stefan Heine
arab.:
Vater
(bei
Namen)
schlesische
Humorfigur
107
Verbund
dt. TV-Anstalten
Orangenart
abschätzig:
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Luthers
† 1543
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S E I T E 11
Apartments im alten Buddelschiff
Kleine Fluchten Das
Taun Hövt in Groß Zicker
steht auf der Rügener
Halbinsel Mönchgut.
Dort sind Wasser und
Land auf eigentümliche
Art verquickt
MICHAEL PA SDZIOR
:: Die Lage des Taun Hövt begeistert wohl jeden. Kein Wunder, gehört das Mönchgut doch
zu den schönsten Landstrichen
der Insel Rügen. Und so
schweift der Blick an dieser
Stelle der Landzunge über die
Weite des Greifswalder Boddens und die fast kahlen Hügel,
die „Zicker Alpen“ genannt
werden. Tatsächlich wird man
eher an eine mitteldeutsche Gebirgslandschaft erinnert als an
eine flache Küstenlandschaft.
Folgerichtig ist der Name des
Hotels „Taun Hövt“, das sich am
Ende der engen Straße von
Groß Zicker befindet. Denn
„Taun“ ist plattdeutsch und bedeutet „zum“, und „Höft“ bezeichnet einen „natürlichen
Ufervorsprung“.
Alice Triphan ist eine muntere und sympathische Gastgeberin. Da sie 1974 auf der Insel
in Bergen geboren wurde, bezeichnet sie sich als „Rüganerin“. „Die Zugezogenen werden
Rügener genannt“, erklärt sie
den feinen Unterschied. Nach
der Wende machte sie sich nach
Berlin auf, wo sie als Servicekraft in einer Kneipe jobbte.
„Da habe ich Erfahrungen fürs
Leben gesammelt“, sagt sie.
Auch das Interesse für das Hotel- und Gaststättengewerbe
war geweckt. Doch das Heimweh trieb sie wieder zurück auf
die Insel. „Mir fehlte das Wasser“, bekennt sie, „und meine
Familie und Freunde.“ Deshalb
setzte sie ihre Ausbildung zur
Restaurantfachfrau im Kurhaus
Binz fort. Ihr heutiger Mann
Matthias und sie übernahmen
als Pächter das Taun Hövt, wobei Mathias als gelernter Koch
für das leibliche Wohl der Gäste
zuständig ist.
Seit 2007 stand an dieser
Stelle die Gaststätte Buddelschiff. Die wurde zum Apart-
In dem reetgedeckten Anwesen gibt es neun geräumige Apartments Foto: Michael Pasdzior
menthotel erweitert und fand
auf ungewöhnliche Weise eine
neue Besitzerin. Eine Unternehmerin aus Riedberg bekam
eine Kaffeetasse geschenkt, auf
der sich eine Abbildung des
Taun Hövt befand. Neugierig
geworden, fuhr sie nach Rügen.
Die Umgebung sagte ihr zu, und
so kaufte sie das ganze Anwesen, das sie an Alice und Matthias verpachtete. Heute umfasst es neun geräumige Apartments, verteilt auf drei Gebäude. Die Ferienwohnungen sind
im ländlich-modernen Stil
möbliert. Alle verfügen über separate Schlafzimmer, Küchenzeile, Essecke und Wohnraum
und zum Teil über eine eigene
Sauna.
Im gemütlichen Restaurant
mit Kaminzimmer für die kalten Tage werden landestypische Speisen serviert. Nach
dem Essen sollte man eine der
Spirituosen aus der Alt-Reddevitzer Hofbrennerei Zur
Strandburg probieren. Besonders lecker ist auch der hausgemachte Kuchen vom Blech, den
man an wärmeren Tagen auch
auf der großen Sommerterrasse
genießen kann.
Obwohl die Lage abgeschieden ist, gibt es auf dem Mönch-
gut viel zu unternehmen. Ausgewiesene Wanderwege führen
in die Fauna und Flora des Biosphärenreservats. Anschauen
ist erlaubt, pflücken nicht. Auch
ist alles verboten, was Räder
hat, und so erfolgt die Fortbewegung ausschließlich per pedes. Ein Spaziergang über die
Hügel ins 1,5 Kilometer entfernte Fischerdorf Gager lohnt
sich. Der Hafen ist sehr beliebt.
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Binz
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Boddenstraße 61,
18586 Groß Zicker/Rügen,
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Wäschewechsel sind inklusive.
Die Endreinigung kostet
40 Euro. Frühstücksbüfett für
Kinder von sieben bis 14 Jahre:
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Auch kulturell hat die Gegend viel zu bieten. Hierbei sei
vor allem auf die Mönchguter
Museen hingewiesen, in denen
man die Geschichte des Mönchguts und seiner Bewohner aufleben lässt. Ausstellungen über
Leben und Bräuche werden im
Heimatmuseum gezeigt. Im
Museumshof ist ein bäuerliches
Gehöft zu besichtigen, im dem
viele Freilichtveranstaltungen
stattfinden. Das Rookhus ist eine architektonische Besonderheit. Im Küstenfischermuseum
wird über den traditionellen
Fischfang unterrichtet, und das
Pfarrwitwenhaus, erbaut in der
charakteristischen Zuckerhutform, wird als Galerie genutzt.
Einzigartig ist die Schulstube
mit Lehrerwohnung im Middelhagener Schulmuseum. An einer Unterrichtsstunde mit Frau
Damp muss man teilgenommen
haben.
So bietet das Mönchgut mit
kilometerlangen Sandstränden,
viel Natur, traditionellen Seebädern und verträumten Fischerdörfern großen Reiz und
viel Abwechslung. Auf einer
hauseigenen Postkarte des
Taun Hövt steht geschrieben:
„Machen wir es kurz: Bei uns ist
es einfach schön!“ Stimmt.
RÜGEN
Rügen
Sellin
Baabe
196
Stralsund
Göhren
Ostsee
Greifswalder
Bodden
Gr. Zicker
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ganzjährig geöffnet, Hunde
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Bis zu 150 präsentierte Fahrzeuge
Auf über 8.000 m2 Ausstellungsfläche
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DIE WOCHE
S E I T E 12
CAMILLA JOHN
:: Die Ballsaison ist eröffnet.
Das Abendblatt hat die wichtigsten Bälle zusammengestellt:
Der Selbstreflektive
Hamburger Presseball am
24. Januar im Hotel Atlantic
Er ist ein sogenannter Closed
Shop, der Hamburger Presseball. Mitfeiern können nur geladene Gäste, die zu 99 Prozent
„irgendwas mit Medien“ machen: Zeitungsverleger, Moderatorinnen, (Chef-)Redakteure,
Publizisten, Autoren und Agenten. Seit 60 Jahren schon werden hier Kontakte vertieft und
Geschichten geboren. Wer mit
wem gefeiert hat, ist online sofort und am nächsten Tag natürlich in den Hamburger Medien nachzulesen.
Kaufkarten nur für geladene Gäste
Der Schlichtende
Mediationsball am 31. Januar
im Parlament
unter dem Rathaus
„Vermittlung im Konflikt“, das
ist – kurz und knapp gesagt –
Mediation. Und auch beim Mediationsball soll das Miteinander im Mittelpunkt stehen,
schließlich braucht es zum
Paartanz zwei Menschen. Während der Internationalen Mediationstage vom 29. bis 31. Januar findet ab 19.30 Uhr der
14. Mediationsball statt. Neben
klärenden und anregenden Gesprächen werden Tanzvorführungen für Gesprächsstoff sorgen. Unter anderem wird das
Weltmeisterschaftspaar Benedetto Ferruggia und Claudia
Köhler auftreten.
Preis 90 Euro, 45 Euro (für Mediation
DACH Mitglieder und Kooperationspartner
der internationalen Mediationstage).
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Der Verzauberte
Venezianischer Maskenball
am 31. Januar
im Hirschparkhaus
Schon zum 13. Mal können sich
geneigte Hamburger richtig
verkleiden und in andere Rollen
schlüpfen – beim historischen
„Venezianischen Maskenball“
wird in den stilvollen Räumen
der Lola Rogge Schule im
Hirschparkhaus
(Elbchaussee 499) im italienischen Stil
mit Masken und Kostümen getanzt.
Voranmeldungen: info@maskenzauber.de
Der Naturverbundene
Hamburger Jägerball am
7. Februar im Hotel Lindtner
Bei Hoteldirektorin Heida
Lindtner im familieneigenen
Harburger Traditionshotel findet der 68. Hamburger Jägerball ab 19 Uhr statt. Klar, dass es
Lange
Kleider,
schicke
Anzüge
und
Wiener
Walzer
In großer Robe und
feinstem Zwirn geht
es in der Ballsaison
auf die Tanzflächen
der großen Hotels
an einer mobilen Laserschießanlage nicht fehlen darf, hier
können die Gäste neben dem
Tanzen ihr Schießtalent testen.
Wie in der Vergangenheit schon
ist dieser Ball auch deshalb außergewöhnlich, weil die Jäger
der Jägergruppe Harburg den
Festsaal mit Bäumen, Hochsitzen und Tieren in einen märchenhaften Wald verwandeln
werden.
Preis 40 Euro (Platzkarte), 20 Euro
(Pirschkarte), Karten und Reservierung
unter 040/77 32 38 oder unter
www.jaeger-harburg.de
Der Beratende
Hamburger Steuerberaterball
am 7. Februar im Hotel Atlantic
Zum 50. Mal findet der Ball des
Steuerberaterverbands Hamburg statt. Mehr als 250 Gäste
aus der Beraterschaft und ihren
Organisationen, der Wirtschaft,
der Finanzverwaltung und der
Gerichtsbarkeit werden ab
18.30 Uhr zum Sektempfang erwartet. Dinner und Tanz beginnen um 19 Uhr, Smoking und
Abendkleid sind natürlich erwünscht.
Preis 140,- Euro pro Person (inkl. 19 %
USt), Karten und Informationen unter
040/413 44 70
Der Himmlische
Ball über den Wolken am
14. Februar im Hotel Atlantic
Seit 1950 schon findet der Ball
über den Wolken statt, Gastgeber sind unter anderem der
Hamburg Airport, die Lufthansa, der Industrieverband Hamburg. Getanzt und flaniert wird
ab 18.30 Uhr mit ChampagnerEmpfang, Fingerfood und Livemusik bis zum frühen Morgen,
ein festliches Vier-GängeMenü sowie Mitternachtsbüfett lassen niemanden hungrig.
Alle Spendeneinnahmen gehen
an die Rolf-Zuckowski-Stiftung
„Kinder brauchen Musik“.
Preis 260 Euro, Karten und Reservierung
unter 040/288 88 11 oder per E-Mail an
bankett.atlantic@kempinski.com
Der Notarielle
Hamburger Juristenball
am 21. Februar
im Hotel Atlantic
Unter der Schirmherrschaft der
Justizsenatorin Jana Schiedek
tanzen die Herrscher der Paragrafen beim 59. Juristenball in
den Festsälen des Hotels Atlantic. Der Sektempfang beginnt
um 18.15 Uhr, das Drei-GängeMenü verwöhnt die Ballgäste ab
19 Uhr. Für tanzbare Musik
sorgt das Roy Frank Orchestra
im Big-Band-Stil.
Preis 130 Euro, 90 Euro (Studenten),
80 Euro, 35 Euro (Studenten) mit
Sektempfang ab 20.30 Uhr, ohne Menü,
Karten und Reservierung beim Hamburgischer Anwaltsverein unter 040/611 63 50
oder hamburger-juristenball.de
Der Französische
Ball der FranzösischDeutschen Freundschaft
am 21. März im Hotel Atlantic
Der traditionelle „Bal de L’Amitie Franco-Allemande“, also der
Ball der Französisch-Deutschen Freundschaft des Vereins
Hambourg Accueil, findet im
Frühjahr erneut in Hamburgs
schönen Festsälen statt.
Karten und Informationen unter
0151/54 69 50 19
Der Helfende
Blauer Ball am 11. April
im Hotel Atlantic
Der traditionsreiche Blaue Ball
findet auch 2015 ab 18.30 Uhr
wieder zugunsten der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Eppendorf statt. Eine Tombola steht bereit, die
Losziehungen beginnen um
Mitternacht, sodass möglichst
viel Geld für kleine Patienten
eingenommen werden können.
Preis 75 Euro, Karten online buchbar unter
www.shopblauerball.de
Der Exklusive
TreueBall für
Abendblatt-Abonnenten
am 30. April im Hotel Atlantic
Der glamouröse Tanz in den
Mai ist exklusiv für Abonnenten des Hamburger Abendblatts reserviert. Die Band The
Baseballs sorgt von 19 Uhr an
für Rock’n’Roll und heiße Hüftschwünge. Im Preis enthalten
sind alle Speisen, feinste Getränke (edle Weine, Bier vom
Fass, Sekt, alkoholfreie Getränke, Kaffee und Tee), Garderobe
und Verlosung.
Karten je nach Treuekategorie 209 bis
259 Euro (nur bei Bestellung bis zum
1. März, danach 269 Euro),
Telefon 040/30 30 98 98
Die großen Hamburger Bälle finden im Hotel Atlantic statt,
hier eine Aufnahme vom Presseball 2014 Foto: Bertold Fabricius
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