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Extra-Newsletter - Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

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Extra-Newsletter
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer
des Nationalsozialismus –
70 Jahre Befreiung von Auschwitz
Editorial
Am 27. Januar erinnern wir an die Befreiung von Auschwitz vor 70 Jahren.
Auschwitz ist das Synonym für den Holocaust und die Vernichtungspolitik
der deutschen NS-Herrschaft.
Wir gedenken aller Opfer des Nationalsozialismus an diesem Tag, der an
­unsere Verantwortung appelliert: Die NS-Verbrechen dürfen sich niemals
wiederholen. Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Den überlebenden
Opfern des ­NS-Terrors muss Gerechtigkeit widerfahren.
Deshalb betone ich am 27. Januar im Hinblick auf die Überlebenden: „Erinnern ist nicht genug!“
Zwei Millionen Euro Spenden zusätzlich für NS-Opfer will die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung
und Zukunft“ bis zum 8. Mai 2015 sammeln. Unser Ziel ist, den Überlebenden des NS-Unrechts
­einen würdevollen Lebensabend zu e­ rmöglichen. Die Stiftung EVZ setzt sich seit ihrer Gründung
nachhaltig für die hochbetagten Überlebenden in Osteuropa und Israel ein. Die Stiftung-EVZKampagne »Ich lebe noch!« lädt Sie ein, uns bei diesem Ziel zu helfen!
Dieser Extra-Newsletter informiert Sie auch über ausgewählte Projekte, die die Stiftung EVZ im
­Kontext des 27. Januar gefördert hat oder die wir gerne empfehlen.
Ihr
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Ich lebe noch!
»Von diesem Moment an war nichts mehr
wie vorher. Wir waren barfuß und nackt. Wir
hatten kein Zuhause und keine Zukunft.«
Sinaida Petrowna Lewanez
Jahrgang 1935, Belarus
Die S tif t ung E V Z und Wal l AG pr äsentieren die K ampagne
»Ich l ebe noch! « in Berlin und im Interne t
Hochbetagte NS-Opfer werden in der Kampagne »Ich lebe
noch!« porträtiert. Ziele der Kampagne sind, die Aufmerksamkeit für NS-Opfer in Osteuropa zu erhöhen und das Fundraising zu unterstützen. Sechs Überlebende zeigen ihre Gesichter und erzählen ihre Geschichte. Die Stiftung EVZ hat ihre
Kampagne für das Erinnerungsjahr 2015 entwickelt. Ab dem
27. Januar ist die Kampagne dank der freundlichen Unterstützung der Wall AG 500 mal in Berlin zu sehen. Im Internet unter: www.ich-lebe-noch.info
Spendenkonto: Stiftung EVZ
IBAN DE 64 1004 0000 0230 9060 00 · BIC COBADEFFXXX
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E x t r a - ne w s l e t t e r D e r S t i f t u n g E V Z z u m Ta g de s Geden k en s a n d i e O p f e r de s N at i on a l s oz i a l i s m u s
»In 25 Jahren Ehe habe ich meinem Mann
nicht erzählt, dass ich im Lager war. Ich konnte
nicht. Das Lager hat mich stumm gemacht.«
Regina Alexandrowna Lawrowitsch
Jahrgang 1933, Belarus
Ich lebe noch!
Die S tif t ung E V Z l ädt ein :
Filmvorführung und Gespräch
„Mit einem Lächeln und einer Träne – Treffpunkte
für Holocaust-Überlebende in Deutschland“
Dienstag, 20. Januar · 19 Uhr
Stiftung EVZ · Lindenstraße 20–25 · 10969 Berlin
Film und Zeitzeuginnengespräch
„Wir haben noch eine Geschichte zu erzählen“
Donnerstag, 22. Januar · 19 Uhr
Kino Central · Rosenthaler Straße 39 · 2. Hinterhof
10178 Berlin
Seit mehr als zehn Jahren bietet die „Zentralwohlfahrtsstelle
der Juden in Deutschland e. V.“ (ZWST) an mehreren Orten in
Deutschland Treffpunkte für Überlebende des Holocaust an. Hier
können sich Betroffene in einem geschützten Raum treffen,
miteinander singen, lachen und tanzen – aber auch weinen, wenn
traumatische Erinnerungen wach werden. Sozialarbeiterinnen,
Psychologen und Ehrenamtliche der ZWST nehmen an diesen
Treffen teil, um den Überlebenden weitere Hilfe oder Unterstützung anzubieten.
„In 25 Jahren Ehe habe ich meinem Mann nicht erzählt, dass ich
im Lager war. Das Lager hat mich stumm gemacht“, sagt Regina
Alexandrowna Lawrowitsch.
Ein halbstündiger Film des SWR porträtiert auf einfühlsame
Weise den Frankfurter Treffpunkt und seine Teilnehmer. Im
Anschluss berichten eine Holocaust-Überlebende und Mitarbeiterinnen der ZWST aus ihrer persönlichen Sicht, warum diese
Treffpunkte wichtig sind für ihre Teilnehmer.
PROGRAMM
▪ Begrüßung: Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
▪ Dokumentarfilm: „Gott und die Welt. Mit einem Lächeln
und einer Träne“ (D 2013, 30 Min.)
▪ Gespräch: Zhanna und Yevgen Goldyner, Teilnehmende
des Treffpunkts für Holocaust-Überlebende in Dessau
Noemi Staszewski, Projektleiterin der Programme für
­Holocaust-Überlebende, ZWST Frankfurt/Main
Polina Flihler, Projektkoordinatorin der Programme
für Holocaust-Überlebende, ZWST Sachsen-Anhalt
Anmeldung erbeten
Veronika Sellner ⋅ Tel.: +49 (0)30 25 92 97-49
E-Mail: veranstaltungen@stiftung-evz.de
Eintritt frei
PROGRAMM
▪ Begrüßung: Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
▪ Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm: „Die Frauen von
Ravensbrück“ (D 2006, Regie: Loretta Walz)
▪ Moderiertes Gespräch: Loretta Walz, Regisseurin,
Autorin, Filmproduzentin
Regina Alexandrowa Lawrowitsch, Zeitzeugin aus Minsk
Knut Elstermann, Filmjournalist (Moderation)
Anmeldung erbeten
Veronika Sellner ⋅ Tel.: +49 (0)30 25 92 97-49
E-Mail: veranstaltungen@stiftung-evz.de
Eintritt frei
FilmvorFührung und gespr äch
Film und Zeit Zeuginnengespr äch
„miT einem l ächeln
und einer Tr äne“
„Wir haben noch
eine geschichte
Zu er Z ählen“
TreFFpunk Te Für holocausTüberlebende in deuTschl and
Dienstag, 20. Januar 2015 · 19 Uhr
Stiftung EVZ
Lindenstraße 20–25 ⋅ 10969 Berlin
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Sie wurde als Zehnjährige aus Osowez (Belaurs) in die Normandie
zur NS-Zwangsarbeit verschleppt. Erst im Rentenalter hat Regina
Lawrowitsch angefangen, ihre Geschichte zu erzählen. An diesem
Abend schildert sie ihre Erlebnisse und spricht mit Loretta Walz,
die seit über 30 Jahren Lebensgeschichten von Frauen, die Konzentrationslager überlebt haben, filmisch dokumentiert. FilmSequenzen aus ihrer Arbeit mit Überlebenden werden gezeigt.
Walz schützt diese Geschichten vor dem Vergessen. Im OnlineArchiv „Die Frauen von Ravensbrück“ (www.videoarchiv-ravensbrueck.de) sind 70 von ihren insgesamt 200 lebensgeschichtlichen
Interviews einsehbar.
Donnerstag, 22. Januar 2015 · 19 Uhr
Kino Central
Rosenthaler Straße 39, 2. Hinterhof
10178 Berlin
Ich lebe noch!
E x t r a - ne w s l e t t e r D e r S t i f t u n g E V Z z u m Ta g de s Geden k en s a n d i e O p f e r de s N at i on a l s oz i a l i s m u s
Ich lebe noch!
»Es waren furchtbare Zeiten, nicht nur
für mich. Aber ich habe keinen Zorn.«
Franz Brschesizki
Jahrgang 1925, Ukraine
Die S tif t ung E V Z förder t:
REFIDIM JUNCTION
Briefe starker Frauen, wider das Vergessen!
Szenisch-dokumentarische Aktion von Magret Wolf
Dienstag, 27. Januar 2015 · 19.30 Uhr und
Montag, 2. Februar 2015 · 19.30 Uhr
Kesselhaus der Kulturbrauerei/Prenzlauer Berg
Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
setzen die Berliner Symphoniker mit diesem Abend ein starkes
Zeichen der Erinnerungskultur. Der Name „Refidim“ weist auf
den Ort in der Wüste hin, an dem die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten lagerten und hinterrücks und völlig grundlos
von den Amalekitern überfallen wurden. Seitdem steht im Hebräischen das Wort „Amalek“ für den Inbegriff des Bösen und
kennzeichnet eine nihilistische, jede Moral verneinende Einstellung.
Mit einem Libretto, das auf Briefen zweier „gewöhnlicher“ Frauen
– Perl Margulies und Marianne Dora Rein – basiert, thematisiert
dieses Werk Aspekte des Schicksals der Juden in Deutschland,
die weniger geläufig sind als die weithin bekannten Schrecken
der Endlösung: die beständig fortschreitende, rücksichtslose,
unmenschliche und menschenunwürdige Reihe von zunehmend
drakonischen Maßnahmen, da­hingehend berechnet, den Sinn
für das Selbstwertgefühl und die Würde des Menschen zu zerstören.
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Jede der Protagonistinnen auf der Bühne wird durch eine Schauspielerin und eine Sängerin dargestellt, deren Stimmen kunstvoll vereint werden in Sprache und Gesang, sowie einer zeitgenössischen, eindringlichen und dennoch ohne weiteres zugänglichen Instrumentalmusik.
Das Publikum in Deutschland ist mit den Schrecken der Endlösung vertraut. Von der Frühzeit der NS-Herrschaft und vor allem die verheerenden Auswirkungen auf das Privatleben hilfloser Individuen haben die Wenigsten genauere Vorstellungen.
Refidim Junction zeigt das menschliche Gesicht der individuellen Erfahrung, der Angst und Verzweiflung, aber auch der Widerstandsfähigkeit und des Widerstandswillens.
In der fesselnden Regie durch Kai C. Moritz mit minimalistischem Bühnenbild kommen Lichteffekte und Videoinstallationen zu vollem und dramatischen Einsatz. Ulrich Pakusch leitet
die Aufführung der Berliner Symphoniker durch die komplexe
Klangwelt der Komponistin.
Diese Aufführungen werden gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), Rosa Luxemburg Stiftung und die Botschaft des Staates Israel. Mit freundlicher Unterstützung von Prof. Alice Shalvi.
Kartenpreis 25 €
An allen bekannten Vorverkaufsstellen
und in der Kulturbrauerei
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Ich lebe noch!
»Für meine Erinnerungen reichen
die schlaflosen Nächte nicht aus.«
Wiktor Sosow
Jahrgang 1933, Ukraine
Ausstellungseröffnung
„Vergiss Deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz“
Ausstellung des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK)
zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
am 27. Januar 2015
Donnerstag, 22. Januar 2015 · 18 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14 · 10785 Berlin-Mitte
Die Ausstellung wird durch den Bundesminister für Justiz und
Verbraucherschutz Heiko Maas und den Verleger Gerhard Steidl
eröffnet: Alwin Meyer und die Zeitzeugen Dagmar Lieblova und
Jack Mandelbaum berichten über ihre Begegnungen.
Sie waren noch als Kinder mit ihren Familien nach Auschwitz
deportiert worden und wurden noch als Kinder oder Jugendliche
– allein geblieben – befreit. Die Ausstellung des Autors Alwin
Meyer basiert auf Gesprächsprotokollen, die über viele Jahre hinweg bei Begegnungen mit Überlebenden in Polen, in Israel, der
Ukraine, in Belarus, in Ungarn, der Tschechischen Republik, der
Slowakei, in Deutschland, den USA und der Schweiz entstanden
sind. Manche von Meyers Gesprächspartnern leben nicht mehr,
alle aber haben ihm ihre Lebensgeschichten nach der Befreiung
anvertraut: Sie erzählen von der oft jahrzehntelangen Suche nach
ihrer tatsächlichen Identität, nach ihrem Namen und ihrer Familie. Viele von ihnen haben keine Anknüpfungspunkte zu ihrem
Leben vor Auschwitz, zu ihrer tatsächlichen Heimat oder zu ihrer
Muttersprache gefunden: Sie haben sich in einem neuen Leben
einrichten müssen, das aber immer ein Leben „nach Auschwitz“
geblieben ist.
Theaterstück
„Ohne Titel“
Theatergruppe „Theaterquadrat“
Freitag, 30. Januar 2015 · Veteranen Palast, Minsk
Autorin und Regisseurin: Anna Sulima
Am 30. Januar organisiert die internationale gesellschaftliche
Vereinigung „Verständigung“ eine Veranstaltung zum Tag des
Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus im Veteranen
Palast in Minsk.
Das Theaterspiel illustriert nicht das jüdische Leben während
des Nationalsozialismus als solches, denn es gibt keine Reihenfolge der Handlungen, aber eine Menge von Momentaufnahmen,
Metaphern und Philosophie. Im Theaterstück klingen authentische Auszüge aus den Erinnerungen und Träumen von Menschen, die selbst Schweres durchmachen mussten. Die Inszenierung vereint verschiedene Stile und Richtungen der Theaterkunst,
eine gewisse Synthese von Klassik und Gegenwart. Es werden
Gedichte des Nobelpreisträgers für Literatur Josef Brodsky vorgetragen sowie das Lied über den Zug als Symbol und Requiem
aller Züge, die das jüdische Volk in die Ghettos und Konzentrationslager gebracht hatten, vorgesungen. In der Inszenierung
sprechen die Schauspieler verschiedene Sprachen (belarussisch,
russisch, litauisch, polnisch, deutsch, französisch, englisch),
um das Ausmaß des Leides aller Opfer des Nationalsozialismus
zu verdeutlichen. Die Hauptidee der Inszenierung: zu Gewalt
„nein“ sagen.
Dies alles erzählt Meyer – 70 Jahre nach der Befreiung von
Auschwitz – in beeindruckenden und berührenden Geschichten.
Zeitgleich zur Ausstellung erscheint Meyers Buch im Göttinger
Steidl-Verlag. Weitere Informationen: iak
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Ich lebe noch!
»Ich habe vieles gesehen,
was kein Kind sehen sollte.«
Frida Wulfowna Rejsman
Jahrgang 1935, Belarus
Der S t if t ung E V Z gefä l lt:
Eröffnung der Filmreihe
„Asynchron – Dokumentar- und
Experimentalfilme zum Holocaust“
Aus der Sammlung des Arsenal – Institut für
Film und Videokunst e. V.
Dienstag, 27. Januar 2015 · 19.30 Uhr
Die Feuerprobe – Novemberpogrom 1938
Erwin Leiser, BRD/CH 1988, 16 mm, 82 min
Arsenal Kino 1/ Potsdamer Platz
Das Jahr 2015 steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des
Holocausts – ein Thema, das für unsere Institution von besonderer Bedeutung ist, bildet doch die filmische Auseinandersetzung mit dem Holocaust seit Vereinsgründung 1963 – damals
noch als Freunde der Deutschen Kinemathek – eines der Kernanliegen unserer Arbeit. Dies zeigt sich bis heute sowohl im
Programm des Arsenals, des Berlinale Forums, als auch im Portfolio unseres Filmverleihs. So war eines der herausragenden Ereignisse des Forums 1986 die deutsche Erstaufführung von Claude
Lanzmanns SHOAH im Delphi-Filmpalast, ein Film, der seitdem
von uns verliehen wird. Weitere Filme zur Thematik, die Teil des
Arsenal-Filmarchivs geworden sind, nachdem sie im Forum
liefen, sind u. a. „Die Feuerprobe“ von Erwin Leiser, „Habehira
Vehagoral“ (Wahl und Schicksal) von Tsipi Reibenbach oder
Lanzmanns „Sobibor, 14 octobre 1943, 16 heures“. Diese besonderen audiovisuellen Zeitdokumente laufen Gefahr, in Vergessenheit zu geraten. Zum einen ist der Bestand der Filmkopien
durch Zerfalls- und Abnutzungsprozesse bedroht, zum anderen
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gibt es durch den medialen Wandel der letzten Jahre immer
weniger Vorführorte für analoge Filme. Um die filmische Erinnerung auch für kommende Generationen sichtbar zu halten, wurde
aus unserer Filmsammlung eine Auswahl von rund 50 Titeln
zusammengestellt, von denen im Laufe der nächsten Monate
zehn Filme digitalisiert bzw. in digitaler Kinofassung angekauft
werden. Dabei haben wir sowohl bekannte Filme als auch bisher zu wenig beachtete oder zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werke berücksichtigt. Zu den thematisch passenden Werken aus der Sammlung wird ab Ende Januar ein Katalog vorliegen, der die Filme vorstellt und kontextualisiert.
Vom 27. Januar bis 4. Februar 2015 findet zum Auftakt des Projekts eine umfangreiche Filmreihe mit Einführungen, Filmgesprächen und Diskussionsrunden im Kino Arsenal statt. Der
Schwerpunkt liegt auf Fragen zu Erinnerung, Archiv und Öffentlichkeit. Wir freuen uns, im Januar und Februar bereits folgende Filme in neuer digitaler Fassung vorführen zu können: „Der
letzte Jude von Drohobytsch“, „Dark Lullabies“, „Habehire Vehagoral“ und „Shoah“. Im Vorfeld stellt das filmwissenschaftliche FU-Seminar von Christian Pischel in Kooperation mit dem
Projekt in sechs öffentlichen Sichtungen seit Dezember eine
Auswahl der Filme vor. Die gesamte Filmauswahl wird über arsenal distribution bundesweit für öffentliche Vorführungen
angeboten.
http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm/einzelansicht/article/5240/2796.html
E x t r a - ne w s l e t t e r D e r S t i f t u n g E V Z z u m Ta g de s Geden k en s a n d i e O p f e r de s N at i on a l s oz i a l i s m u s
»Auch später hatte ich ständig das
­G efühl, etwas essen zu müssen.
Erst drei Jahre nach Ende des Krieges
hatte ich keinen Hunger mehr.«
Natalja Wetoschnikowa
Jahrgang 1921, Russland
Ich lebe noch!
Farges Mikh Nit – Jiddische Operettenlieder
Von Warschau zum Broadway
Komische Oper Berlin
Dienstag, 27. Januar 2015 · 23 Uhr · auf der Vorbühne
Alma Sadé (u. a. Maria in „West Side Story“), Helene Schneidermann (als Kaiserin Octavia in Monteverdis „Poppea“ unvergessen) – und am Klavier Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin Barrie Kosky! Mit „Farges mikh nit – vergiss mich nicht“ lassen die drei Künstler am 70. Jahrestag der
Befreiung von Auschwitz eine vergessene Gattung wiederaufleben, das jiddische Theater.
Die Autoren und Komponisten, zum größten Teil aus Osteuropa
stammend, emigrierten unter dem Druck der dortigen Pogrome
Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem noch in den
Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus
Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten. Ihre Lieder handeln nicht selten vom Exil, von Einsamkeit
und Heimweh: „Wo du auch sein magst – farges mikh nit!“ Ein
stiller, ein besonderer Abend – zu später Stunde auf der Vorbühne.
Mit: Alma Sadé (Sopran), Helene Schneidermann (Mezzosopran)
und Barrie Kosky (Klavier)
Karten 15 €/ermäßigt 11 € ⋅ Telefon (030) 47 99 74 00
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