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Erholung braucht Zeit Dividendenperle aus dem

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Der Newsletter für Kapitalanleger. Mit Wissen zu Werten.
# 01
2015
Börsenpflichtblatt der Börsen Frankfurt, Berlin, Düsseldorf,
Hamburg, Hannover, München und Stuttgart
01 2015
#
MOBOTIX
Erholung braucht Zeit
Seite 8
BayWa
Dividendenperle
aus dem SDAX
finde uns
auf Facebook
Seite 12
www.facebook.com/
AnlegerPlus
Airbus
Übertriebene
Kursreaktion
Seite 14
Kurzmeldungen
Wechsel im SDAX | Die BaFin informiert | Diese Aktien
sind beliebt bei Privatanlegern | Verbraucherpreise nur
leicht gestiegen
Nebenwerte
SNP SchneiderNeureither & Partner AG
Fidor Bank AG
Realdepot
Umfeld bleibt schwierig
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Sicher investieren!
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Te le f on: ( 089) 20208 4 6 -2 0 , E -Ma i l : Ak t i o n @ An l e g e r Pl u s . de
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EDITORIAL
Zahltage
Liebe Leserinnen
und Leser,
die ersten fünf Monate eines jeden Jahres
sind die Zahltage für die Anteilseigner der
großen deutschen Unternehmen. Rund
27 Mrd. Euro schütten allein die DAXKonzerne alljährlich an ihre Anteilseigner
aus, die MDAX-Werte bringen es immerhin
auf insgesamt rund 5 Mrd. Euro. Da die Unternehmen in der Regel vier bis fünf Monate
nach dem Geschäftsjahresende ihre Hauptversammlung (HV) abhalten, stehen für die
meisten Aktionäre die Monate April bis Mai
im Fokus.
Im Januar geht’s los
Doch aufgepasst! Einige der dividendenstärksten Titel aus DAX und MDAX
halten ihr Aktionärstreffen bereits in den ersten zwei Monaten des laufenden
Jahres ab. Grund hierfür ist das bei diesen Gesellschaften bereits am 30.9.endende Geschäftsjahr. So steht am 27.1.2015 die HV der Siemens AG auf der
Tagesordnung, bei der satte 2,73 Mrd. Euro oder 3,30 Euro je Aktie an die Aktionäre ausgekehrt werden. Beim aktuellen Aktienkurs von 93 Euro entspricht
dies einer Dividendenrendite von stolzen 3,5 %. Daneben tagen am 30.1.2015
die Aktionäre der ThyssenKrupp AG. Hier werden zwar nur 62 Mio. Euro an die
Anteilseigner verteilt, aber immerhin erhalten die Aktionäre nach zwei dividendenlosen Jahren wieder eine Ausschüttung. Anfang Februar ist dann schon die
Infineon AG an der Reihe, die rund 200 Mio. Euro an ihre Aktionäre verteilt.
Zweite Reihe auch interessant
Doch auch aus dem MDAX gibt es einige Titel, die bereits in den nächsten
Tagen ausschütten. Bereits gestern fand die HV von Wincor Nixdorf statt, Ausschüttungsvolumen 52 Mio. Euro. Es folgt am 10.2.2015 die TUI mit einer
Ausschüttung von 95 Mio. Euro. Damit schüttet das Unternehmen genau so
viel aus wie die OSRAM Licht AG, die ihre Anteilseiger am 26.2.2015 zum
Aktionärstreffen lädt. MDAX-Spitzenreiter der nächsten zwei Monate ist aber
die Metro AG, die nach der HV am 20.2.2015 insgesamt 295 Mio. Euro an die
Aktionäre verteilt.
Spitzenreiter gesucht
Die Siemens AG ist aber nicht die einzige Gesellschaft, bei der die Dividendenrendite und -höhe stimmen. So schüttet die Deutsche Telekom traditionell
am meisten aus, im letzten Jahr satte 2,88 Mrd. Euro oder 0,50 Euro je Aktie.
Auch in diesem Jahr (HV-Termin 21.5.2015) gehen wir von einer Dividende
mindestens in gleicher Höhe aus. Starke Dividendenzahler sind auch die BASF
SE (30.4.2015) und die Daimler AG (1.4.2015). Damit zeigt sich auf jeden Fall:
Aktienanlage lohnt sich!
Daniel Bauer
stv. Chefredakteur
KAPITALMARKT
INVESTOR RELATIONS
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Inhalt
Investment & Strategie
6 Nebenwerte
SNP AG
Fidor AG
Kurzmeldungen
8 MOBOTIX AG
Wechsel im SDAX
12 Dividendenanalyse
BayWa AG
Die Deutsche Börse gab eine
außerplanmäßige Veränderung im
SDAX bekannt.
14 Airbus Group
Wissen
16 Widerrufsjoker
Aus fünf mach zwei Prozent
SdK EXTRA
18 Unternehmen des Jahres
21 HV-Bericht
KWS Saat
22 SdK Mitteilungen
24 Realdepot
Rubriken
Erst im November 2014 wagte die HELLA KGaA Hueck & Co. AG den Schritt
aufs Börsenparkett. Nun gab die Deutsche Börse bekannt, dass der Automobilzulieferer außerplanmäßig in den
SDAX aufrückt. Dafür verlässt die C.A.T.
oil AG, die von der Joma Industrial Source Corp. übernommen wurde, den
Small-Cap-Index. Der Streubesitz von
C.A.T. oil fiel durch die Übernahme von
41,31 auf nur noch 1,95 %. Da das Regelwerk der Börse mindestens 10 %
Streubesitz vorschreibt, musste das Unternehmen den SDAX verlassen.
Die nächste ordentliche Überprüfung der
Zusammensetzung aller Indizes der
deutschen Börse findet am 4.2.2015
statt.
3 Editorial
4 In aller Kürze
26 HV-Termine
27 Impressum
Der nä
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Newsle ste
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07.02.2 t am
015
4 AnlegerPlusNews 01 2015
aller angenommenen Gelder anordnete.
Der Bescheid ist sofort vollziehbar, was
auch das Verwaltungsgericht Frankfurt
am Main bestätigte, nachdem die Life
Performance GmbH Widerspruch eingelegt und einen Antrag auf aufschiebende
Wirkung gestellt hatte.
Die Life Performance GmbH selbst versandte offenbar eine Mitteilung an ihre
Anleger, in der behauptet wurde, das
Kreditwesengesetz (KWG) sei nachträglich geändert worden und deswegen
müsse die Gesellschaft das Geschäft
abwickeln, sei aber unschuldig an der
Situation. Eine derartige „nachträgliche
Änderung“ des KWG wäre uns nicht bekannt, vielmehr wurde von der BaFin
doch das Geschäftsmodell der Life Performance GmbH beanstandet, weil es
unter das erlaubnispflichtige Einlagengeschäft fällt.
Beliebt bei
Privatanlegern
Die BaFin informiert
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) informiert
über unerlaubte Geschäfte.
Die Life Performance GmbH aus Rheinfelden bot bestehende Forderungen aus
Kapitallebens- und Bausparverträgen
zum Kauf an. Den Käufern wurden dafür
Geldzahlungen über mehrere Jahre versprochen. Darüber hinaus wurden auch
partiarische (= gewinn- oder umsatzabhängig) nachrangige Darlehensverträge
angeboten, bei denen keine wirksame
Bedingung der Rückzahlung vorgesehen
war. Die Life Performance GmbH betrieb
damit ein Einlagengeschäft ohne Erlaubnis der BaFin, die daher die Rückzahlung
Apple und BASF waren im Dezember
2014 die Titel, die von Privatanlegern
am meisten gehandelt wurden.
Wie Tradegate Exchange mitteilte, war
im Dezember 2014 die Apple-Aktie der
umsatzstärkste Wert der auf Privatanleger spezialisierten Wertpapierbörse. Mit
einem Umsatz von 144 Mio. Euro war
der Titel beliebter als die BASF SE mit
einem Umsatz von 140 Mio. Euro. Bei
den deutschen Titeln reihten sich die
Daimler AG (139 Mio. Euro) und die Allianz SE (131 Mio. Euro) hinter BASF ein,
international waren neben Apple die Titel
Gazprom (86 Mio. Euro) und Airbus (59
Mio. Euro) die meistgehandelten Werte.
Insgesamt verbuchte Tradegate Ex-
Bild: © val2014 - Fotolia.com
10 Technische Analyse
in aller Kürze
change im Dezember 2014 einen Orderbuchumsatz von 4,3 Mrd. Euro im Vergleich
zu 4,0 Mrd. Euro im Vorjahr. Im gesamten
Jahr 2014 erreichte Tradegate Exchange einen Umsatz von 51,1 Mrd. Euro gegenüber
45,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Damit stieg der
Umsatz zum fünften Mal in Folge.
Verbraucherpreise nur
leicht gestiegen
Der Anstieg der Verbraucherpreise fiel im
Jahr 2014 moderat aus. Nahrungsmittel
wurden allerdings in den letzten Jahren
deutlich teurer als die Verbraucherpreise
insgesamt.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherprei-
se im Jahr 2014 durchschnittlich nur um
moderate 0,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Eine niedrigere Teuerung hatte es zuletzt im
Jahr 2009 gegeben, als die Verbraucherpreise nur um 0,3 % stiegen. Vor allem die
zweite Jahreshälfte 2014 ist ursächlich für
den niedrigen Jahreswert.
Speziell im Bereich Energie gingen die Preise im Jahr 2014 zurück. Hintergrund dafür
ist im Wesentlichen die Rohölpreisentwicklung, die insgesamt zu einer Verbilligung der
Energie von 2,1 % führte. Würde der Bereich Energie aus den Verbraucherpreisen
2014 herausgerechnet, läge die Jahresteuerungsrate 2014 immerhin bei 1,3 %. Während Dienstleistungen und Nettokaltmieten
merklich teurer wurden, sanken die Preise
für Telekommunikationsleistungen sowie
Unterhaltungselektronik erheblich.
die Nahrungsmittel. Vor allem die Preise für
Molkereiprodukte gingen stark nach oben,
Gemüse wurde dagegen etwas günstiger.
Wie Destatis mitteilte, unterlagen Nahrungsmittel mit einem Plus von 11,5 % seit 2010
einer deutlich stärkeren Teuerung als die
Verbraucherpreise insgesamt, die sich in
diesem Zeitraum nur um 6,6 % nach oben
bewegten. Auch hier waren es vor allem die
Molkereiprodukte (+19,5 %), die diese Entwicklung beeinflussten, daneben wurden
auch Obst sowie Speisefette und-öle deutlich teurer.
Mit 1,0 % etwas teurer wurden im Jahr 2014
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Investment & strategie
Nebenwerte –
Unternehmensmeldungen
01
SNP Schneider-Neureither & Partner AG
Aus der Krise
Zwei schwierige Jahre hat die Heidelberger SNP Schneider-Neureither & Partner AG (ISIN DE0007203705) hinter sich. 2013
rutschte das Unternehmen deutlich ins Minus, das Jahr 2014 dürfte unter dem Strich positiv verlaufen sein und das Gröbste scheint
überwunden. Für Anleger bietet sich eine interessante Einstiegschance.
Softwarelösungen im Backbone-Bereich
SNP unterstützt Unternehmen dabei, schneller auf Veränderungen in ihrem Geschäftsumfeld zu reagieren. Mit der Lösung
„SNP Transformation Backbone“ können sie ihre IT-Landschaft
schnell und wirtschaftlich an neue Rahmenbedingungen anpassen.
SNP Transformation Backbone ist weltweit die erste Standardsoftware, die Änderungen in IT-Systemen automatisiert analysiert
und standardisiert umsetzt. Sie beruht auf Erfahrungen, die die
SNP AG in über 2.500 Projekten weltweit mit ihren softwarebezogenen Dienstleistungen für Business Landscape Transformation
gesammelt hat. SNP hat mehr als 250 Mitarbeiter in Europa, Südafrika und den USA.
Schwarze Zahlen im Blick
Nach einem desaströsen Geschäftsjahr 2013 mit einem Konzern-
SNP Schneider-Neureither & Partner AG (ISIN DE0007203705)*
verlust von 2,3 Mio. Euro befindet sich SNP wieder im Steigflug. Zum 30.9.2014 konnte das Unternehmen den Umsatz im
Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 um 41,1 % auf
22,5 Mio. Euro steigern. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich
das operative Ergebnis (EBIT) von -3,0 Mio. Euro auf 0,6 Mio.
Euro. Auch das Gesamtjahr 2014 soll erfreulich verlaufen: „Wir
halten an unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2014 unverändert fest. Ein Konzernumsatz in Höhe von rund 30 Mio. Euro
sowie eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich
halten wir zum aktuellen Zeitpunkt – wie bereits zu Jahresbeginn
– unverändert für realistisch“, lässt sich der Vorstandsvorsitzende,
Dr. Andreas Schneider-Neureither, zitieren.
2015 verspricht vieles
Dass SNP auf dem richtigen Weg ist, hat offensichtlich auch die
Mutter aller deutschen Software-Konzerne, die SAP AG, erkannt.
Ende 2014 vermeldete SNP eine Partnerschaft mit SAP zur Zusammenarbeit bei der Konsolidierung und Transformation von
IT-Landschaften. Im Kern der Zusammenarbeit stehen insbesondere die Kooperation bei Transformationsprojekten innerhalb von
SAP-Landschaften sowie die Lösung von technischen Herausforderungen bei der Migration von anderen ERP-Systemen auf Systeme von SAP.
Aktie mit Nachholbedarf
Die SNP-Aktie hat auf die zahlreichen guten Meldungen der letzten Zeit noch nicht reagiert und notiert aktuell bei rund 14 Euro.
Damit wird das Unternehmen mit rund 52 Mio. Euro bewertet.
Dies ist aus unserer Sicht nicht zu viel. Das mittelfristige Kursziel
siedeln wir bei 20 Euro an, ein Stop-Loss-Limit sollte bei 11 Euro
platziert werden.
Maximilian Fischer
02
Fidor Bank AG
Auf dem Weg zum internationalen Fintech-Konzern
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 22.1.2015: 13,88 Euro
*Aktiensplit am 6.3.2013 im Verhältnis 1:2
6 AnlegerPlusNews 01 2015
In der Printausgabe AnlegerPlus 8/2014 stellten wir Ihnen die
Münchner Fidor Bank AG (ISIN DE000A0MKYF1) vor. Der
damalige Kurs lag bei 8,35 Euro, Kurse bis 9 Euro sahen wir als
gute Einstiegsmöglichkeit. Trotz inzwischen zahlreicher positiver
Investment & strategie
Meldungen kommt die Aktie aber nicht recht vom Fleck, derzeit
notiert sie sogar unter 8 Euro.
Internet als Maß der Dinge
Fidor ist eine in Deutschland lizensierte internetbasierte Direktbank, die sich an Privat- und Geschäftskunden richtet. Als Erstbankverbindung bietet das Fidor Smart Girokonto die Verbindung aus klassischem Kontoangebot sowie Internetpayment und
innovativem Bankingangebot. Das Angebot an die Geschäftskunden umfasst ausgewählte Finanzierungsprodukte sowie ein speziell
für den E-Commerce geschaffenes Fidor Smart Geschäftskonto.
White-Label-Lösung verspricht Erfolge
Besonders stolz ist der Vorstandsvorsitzende, Matthias Kröner,
jedoch auf die von Fidor entwickelte Software „Fidor Operating
System“ (fOS). fOS ist eine modular aufgebaute Banking-, Payment- und Community-Software und darauf spezialisiert, digitale Kundengruppen optimal zu unterstützen. Beispiele für die
Leistungsfähigkeit von fOS sind 60-Sekunden-Kredite auch am
Wochenende, Übertrag von Sparbriefen per E-Mail oder Echtzeitüberweisungen mittels Twitter – 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag. Und fOS kommt an. Im Oktober meldete Fidor, dass
ein international agierender, unabhängiger Telekommunikationsanbieter als Kunde gewonnen werden konnte. „Die Lösungen der
Fidor Bank AG schaffen aus bereits heute vorliegenden, einfachen
Bezahldaten des Endkunden eine vollwertige Banking-Umgebung.
Für Telekommunikations-Unternehmen ist dies hochspannend,
da deren internationaler Kundenstamm oftmals keinen Zugang zu
Banking-Lösungen hat, die über einfache Finanzdienstleistungen
wie Überweisungen hinausgehen“, schwärmt Kröner für sein Produkt.
Kapitalerhöhung erfolgreich
Kröner gelingt es auch immer wieder, neue Investoren für Fidor zu
gewinnen. Im Dezember 2014 konnten 177.727 neue Aktien zu
einem Kurs von 8,25 Euro je Aktie zur Stärkung der Kapitalbasis
platziert werden. Dies war nach einer Kapitalerhöhung im Mai
2014, die knapp 5 Mio. Euro in die Kasse spülte, bereits die zweite
erfolgreiche Kapitalmaßnahme und zeigt, dass einige Großinvestoren vom Fidor-Modell überzeugt sind.
Internationalisierung steht an
Richtig spannend wurde es aber Anfang des neuen Jahres, als die
Fidor-Gruppe den Einstieg in den US-Markt ankündigte. Fidor hat
eine Vereinbarung unterschrieben, die den Start eines innovativen
Bankingangebots in den USA ermöglicht. Es wurde ein Partner für
den erfolgreichen Eintritt in den amerikanischen Markt gefunden,
der Name des Partners soll allerdings aus Wettbewerbsgründen erst
zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
„Für die Fidor Bank AG ist dieses Vorhaben eine herausragende
Chance und ein weiterer Schritt im Rahmen des globalen Ausrollens der Marke und Idee ,Fidor“, so Kröner. „Auch wenn die USA
das Mutterland aller wesentlichen digitalen Entwicklungen sind,
so zeigt sich doch ein beeindruckender Aufholbedarf an kundenzentrierten Bankangeboten – und das wollen wir nutzen!“
Springt die Aktie auf den Fintech-Zug auf?
Vielleicht hat sich Kröner aber auch die Kursentwicklung diverser
Fintech-Unternehmen angeschaut, die an der Technologiebörse
NASDAQ gelistet sind. Kursexplosionen und gigantische Marktkapitalisierungen für neu gegründete Gesellschaften sind hier oft
die Regel. Sollte es Kröner gelingen, den Bekanntheitsgrad von
Fidor in den USA zu stärken, könnten ebenfalls höhere Börsenkurse in Sicht sein.
Auch aus diesem Grund halten wir die Fidor-Aktie für ein interessantes Investment. Unser Kursziel bleibt unverändert bei 12 Euro
bestehen, genau wie das Stop-Loss-Limit bei 6,80 Euro.
Maximilian Fischer
Fidor Bank AG (ISIN DE000A0MKYF1)
Quelle: www.finanztreff.de | Kurs am 22.1.2015: 7,75 Euro
Update zur Fidor Bank AG:
Kurz nach Fertigstellung unseres Berichts zur Fidor Bank AG hat
das Unternehmen überraschend mitgeteilt, die Kapitalmarktstrategie neu ausrichten zu wollen und die Gruppe im Rahmen
dessen in eine Finanzholding umzugestalten. Damit verbunden
ist auch ein geplantes Delisting der Aktie der Fidor Bank AG. Immerhin soll den Aktionären ein Abfindungsangebot unterbreitet
werden, dessen Höhe aber nicht bekannt gegeben wurde.
Mit diesem Schritt hatte wohl kaum ein Marktteilnehmer gerechnet. Aber offenbar verhinderte der dahindümpelnde Kurs der Aktie, dass Vorstand Kröner neue Investoren zu einem angemessenen Preis zum Einstieg in das Unternehmen bewegen konnte.
Andere Fintech-Unternehmen werden an der Börse nämlich deutlich höher bewertet als die Fidor Bank. Möglicherweise erleichtert
das Fehlen eines Börsenkurses die Investorengespräche.
Wie dem auch sei, uns ist diese Meldung vor Veröffentlichung des
Fidor-Beitrags durchgerutscht und unsere Berichterstattung ist
folglich nicht mehr aktuell. Ein Neueinstieg in die Aktie ist derzeit
nicht zu empfehlen. Investierte Anleger sollten das Abfindungsangebot abwarten, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen.
Redaktion AnlegerPlus
Investment & strategie
Erholung braucht Zeit
Mobotix Mobotix-Aktionäre haben ein wechselvolles Jahr hinter sich. Erst erfolgte im Dezember
2013 das Downlisting der Aktie (ISIN DE0005218309) in den wenig regulierten Entry Standard. Und
etwa ein Jahr später, im November 2014, musste mit Vorlage der Jahresabschlusszahlen 2013/14 eine
katastrophale Geschäftsentwicklung mit einem Einbruch des Jahresüberschusses von 12 Mio. Euro auf
1 Mio. Euro und die Kürzung der Dividende von 0,75 Euro auf 0,30 Euro verdaut werden.
ie Mobotix AG ist ein Softwareunternehmen auf dem Gebiet der digitalen, hochauflösenden und netzwerkbasierten Video-Sicherheitslösung, das auch eigene Hardware
entwickelt. Der Aktienkurs der Mobotix AG quittierte Downlisting und schlechte Geschäftszahlen im Jahr 2014 mit einem Einbruch von 15 Euro Anfang des Jahres auf knapp 7 Euro Ende
August, ehe er sich bis Jahresende wieder auf knapp über 11 Euro
erholen konnte. Schaut man sich den Vorgang an, könnte man
beinahe daran glauben, es handle sich um eine Strategie, die freien
Aktionäre peu à peu zugunsten des Mehrheitsaktionärs aus dem
Unternehmen zu ekeln. Doch vielleicht liegt der Fall diesmal anders?
Objektive Betrachtung
Obwohl nach Auffassung der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. das Downlisting die „freien“ Aktionäre massiv
schädigt und die SdK dieses Vorgehen ablehnt, soll in diesem Beitrag eine möglichst objektive Analyse der Vergangenheit und der
Zukunftschancen der Mobotix AG dargestellt werden. Um das
Ergebnis vorwegzunehmen: Mobotix braucht sicher noch einige
Zeit, doch wenn die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden
und wirken, gibt es längerfristig durchaus wieder Kurschancen für
die Aktie.
Hausgemachte Fehler und Managementversagen
Im Geschäftsjahr 2013/14 fiel der Jahresüberschuss um über
90 %. Ursache hierfür waren die verspätete Umstellung der Überwachungskameras von 3- auf 5-Megapixel-Sensortechnologie sowie ein notwendiger Rückkauf der alten 3-Megapixel-Systeme von
Großhändlern. Nach Auffassung der Verwaltung war der Schuldige der frühere CEO Magnus Ekerot, der ohne Wissen und Genehmigung der übrigen Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrats
gehandelt habe. Auf der Hauptversammlung (HV) am 18.12.2014
in Winnweiler-Langmeil räumte jedoch der aktuelle CEO Klaus
8 AnlegerPlusNews 01 2015
Gesmann und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Hinkel freimütig
eigene Fehler und mangelnde Kontrolle ein.
Obwohl die neu geschaffene Stelle des Vertriebsvorstands besetzt
wurde, muss noch einiges mehr getan werden, da die internen Sicherheits- und Kontrollsysteme offenbar vollständig versagt haben.
Hier muss künftig dringend ein Risikomanagement implementiert
werden, das seinen Namen auch wirklich verdient. Dazu gehört
außerdem, dass der Wirtschaftsprüfer wechselt, der seit 14 Jahren
die Bücher kontrolliert.
Märkte im Wandel
Während das Thema Sicherheit, speziell Kontrollsysteme zur Bildund Videoüberwachung, bei Unternehmen und im privaten Bereich an Bedeutung gewinnt, führt die Digitalisierung gleichzeitig
zu einem verschärften Wettbewerb. Auch billige Kameras erreichen inzwischen hohe Auflösungen und zufriedenstellende Bilder.
Das bedeutet einmal, dass die Preise für Video-Sicherheitslösungen sinken und sich zum anderen der Fokus der Kunden auf die
Bedienung und Auswertbarkeit verschiebt.
Auch nach Aussagen von Wettbewerbern ist Mobotix nach wie
Mobotix AG (ISIN DE0005218309)
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 22.1.2015: 11,25 Euro
Investment & strategie
vor eines der führenden Unternehmen bei Überwachungssystemen. Allerdings ist der technische Vorsprung der teuren MobotixKameras gegenüber der billigen Konkurrenz deutlich geschrumpft.
Mobotix reagiert darauf, indem es zum einen den High-EndBereich mit innovativen Systemen (z. B. einer Kombination aus
Wärmebild- und normaler Kamera) stärkt, zum anderen aber seine
robusten, Allwetter-Outdoorsysteme um eine deutlich billigere Indoor-Variante, die aktuell in den Markt eingeführt wird, ergänzt.
Und da die Hardware weiter an Bedeutung verlieren wird, sieht
sich Mobotix bereits heute als Softwareanbieter mit intelligenter
Kamerasteuerung und einfacher Bedienung. Zukünftige Überwachungssysteme werden selbstständig erkennen können, wer z.
B. ein Gebäude betreten will, ob derjenige dazu berechtigt ist, ob
er gesund ist (über Wärmemessung), ob derjenige gute oder böse
Absichten verfolgt, und werden im Zweifelsfall automatisch Alarm
schlagen. Bei dieser „Big Data“-Analyse sehen wir noch Defizite
und Mobotix müsste eventuell in diesem Bereich Partnerschaften
eingehen.
nach. Mobotix erwartet im laufenden Jahr einen Umsatzanstieg
von 12 %, wobei dieses Ziel, nach eigener Aussage auf der HV,
nicht gesichert ist. Mittelfristig sollen die Margen deutlich steigen,
es ist jedoch fraglich, ob in dem veränderten Wettbewerbsumfeld
EBIT-Margen von 20 %, wie in der Vergangenheit, erreicht werden können.
Zurück zur alten Stärke?
Voraussichtlich wird sich im laufenden Jahr das Ergebnis erholen.
Allerdings hat Mobotix in den letzten drei Jahren stetig Marktanteile verloren und der Vertrauensverlust bei den Händlern wirkt
Andreas Schmidt
as3capitalmarketblog.blogspot.com
Auf jeden Fall wird dies ein Prozess von zwei bis drei Jahren sein,
sodass der Newsflow dem Aktienkurs im laufenden Jahr wenig
Fantasie geben wird. Die finanzielle Situation ist zwar bei einer
Eigenkapitalquote von mehr als 70 % und praktisch keiner Verschuldung nach wie vor sehr gut. Doch bei einem gegenwärtigen
KGV von ca. 18 in Bezug auf das erwartete 2016er-Ergebnis hat
ein neues Investment in die Aktie keine Eile und sollte wenn, nur
auf längere Sicht erfolgen. Ein Squeeze out scheint aktuell kein
Thema zu sein, da der Aufsichtsrat auf der HV immer wieder die
guten Zukunftsaussichten und die Unterbewertung der Aktie betont hatte.
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Literatur für Anleger und Sammler
HWPH AG
Matthias Schmitt
Ingelsberg 17b
85604 Zorneding
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AnlegerPlusNews 01 2015 9 X
$
Investment & strategie
Euro/US-Dollar – auf dem Weg zur
Parität?
technische analyse Der Euro/US-Dollar hat im Mai 2014 im Bereich 1,3560 US-Dollar eine
mehrmonatige bärische Keilformation lehrbuchreif gen Süden hin aufgelöst, seitdem befindet sich das
Währungspaar auf dem Rückzug.
n den Tiefpunkten vom März und Juli 2013 im Bereich 1,2755 US-Dollar gab es im vergangenen Herbst
ein mehrwöchiges Ringen zwischen Bullen und Bären,
welches zugunsten der Letztgenannten ausging. Die technische
Aufwärtskorrektur im übergeordneten Abwärtsimpuls endete
bereits knapp unter der 1,2900-US-Dollar-Marke, bevor es für
den Euro gegen den Greenback wieder dynamisch abwärts ging.
Auch die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke im Bereich
1,2500-US-Dollar konnte den Wechselkursrückgang nur kurzfristig aufhalten. Seit Mitte Dezember 2014 befindet sich der Euro/
US-Dollar in einer verschärften Ausverkaufsphase. Diese beschleunigte sich massiv seit Jahresbeginn und führte das Währungspaar
zurück unter die Marke von 1,2000 US-Dollar. In der vergangenen Woche beschleunigte dann die Schweizer Nationalbank noch
einmal den ohnehin schon hohen Verkaufsdruck. Im Zuge der
jüngsten Verkaufswelle fiel der Euro bis auf 1,1460 US-Dollar. Auf
diesem Level hatte Euro/US-Dollar zuletzt im September 2003
notiert. Ausgehend vom Hoch im Mai des vergangenen Jahres
hat das Währungspaar zwischenzeitlich somit mehr als 2.500 Pips
(unter Pips versteht man eine Einheit beim Devisenhandel, die die
Preisänderung eines Währungspaars angibt) eingebüßt.
Bullen, die Marke von 1,1770 US-Dollar zurückzuerobern, dürfte
dies Anschlussverkäufe bis in den Bereich 1,1920 bis 1,2047 USDollar auslösen.
Unterhalb des bereits angesprochenen langfristigen Abwärtstrends
ist jedwede Erholung jedoch lediglich als technische Korrektur im
übergeordneten Bärenmarkt zu verstehen. Spätestens im Bereich
zwischen 1,2045 US-Dollar bis 1,2160 US-Dollar dürften die Bären wieder das Ruder übernehmen. Bei einem Tagesschlusskurs
unterhalb der Marke von 1,1450 US-Dollar würde sich der derzeit laufende Abwärtsimpuls aller Voraussicht nach unmittelbar
fortsetzen. Die nächsten wichtigen Unterstützungslevels wären in
dem Fall erst im Bereich 1,1000 bis 1,1100 US-Dollar und dann
1,0500 bis 1,0800 US-Dollar. Eine Bodenbildung, geschweige
denn eine Trendwende ist aus technischer Sicht derzeit nicht absehbar. Der übergeordnete Bärenmarkt des Paars Euro/US-Dollar
könnte durchaus noch mehrere Monate anhalten.
Henry Philippson
EUR/USD (ISIN: EU0009652759)
EUR/USD
Ausblick
Einige Marktteilnehmer sehen angesichts der jüngsten Abwärtsdynamik bereits schon wieder die Parität des Wechselkursverhältnisses. Dafür ist es, trotz der sich abzeichnenden erneuten geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB),
sicher noch zu früh. Aus charttechnischer Sicht befindet sich das
Währungspaar innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends. Diese
Trendlinie verläuft aktuell etwa im Bereich von 1,2250 US-Dollar.
Im Zuge der jüngsten Tempoverschärfung hat sich seit dem Zwischenhoch vom Dezember 2014 ein noch steilerer kurzfristiger
Abwärtstrend etabliert. Im kurzfristigen Zeitfenster ist das Währungspaar massiv überverkauft. Das Sentiment für den Euro ist
derzeit sehr bärisch. Das ist normalerweise ein Nährboden für eine
scharfe technische Gegenbewegung gen Norden. Gelingt es den
10 AnlegerPlusNews 01 2015
(ISIN: EU0009652759)
EUR/USD (Bid, USD) O: 1,1553 H: 1,1587 L: 1,1540 C: 1,1566
15.01.2014 - 21.01.2015 (EST, 1 Jahr, 1 Tag)
1,4000
1,3750
1,3560
1,3500
1,3250
1,3000
1,2895
1,2755
1,2750
1,2500
1,2160
1,2250
1,2000
1,1770
1,1750
1,1460
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Jan '15
1,1566
1,1500
1,1250
Quelle: Godmode-Charting, 21.01.2015
Quelle: Godmode-Charting, Stand: 21.1.2015
X
$
Investment & strategie
DAX – Chartbild bleibt klar bullisch
technische analyse Der deutsche Leitindex befindet sich seit dem Herbst 2011 in einer
intakten Haussephase. Im Zuge dieses Bullenmarktes hat sich der Index ausgehend von einem Kursniveau
von unter 5.000 Punkten mehr als verdoppelt.
m Zuge dieser Hausse kam es, speziell im vergangenen Jahr, zu
mehreren kurzen, aber heftigen Einbrüchen. Die 10.000-Punkte-Marke stand hierbei in den vergangenen Monaten mehrfach
im Fokus. Ausgehend von dieser Marke kam es 2014 zu zwei kräftigen Rücksetzern von jeweils mehr als 10 %. Der erste Einbruch
im August führte den DAX zurück bis unter die 9.000-PunkteMarke. Der zweite Kurseinbruch – immerhin um 15 % – kam
dann im Herbst und führte den Dax bis auf 8.355 Punkte. Ausgehend von diesem Niveau stieg der deutsche Leitindex dann im
November und Dezember wieder deutlich an und markierte ein
neues Bewegungshoch im Bereich 10.095 Punkte.
In der zweiten Dezemberhälfte kam es erneut zu einem Rücksetzer
von mehr als 800 Punkten. Im Anschluss konsolidierte der Index
innerhalb einer mehrwöchigen Dreiecksformation. Diese Konsolidierungsformation wurde in der vergangenen Woche dynamisch
gen Norden hin aufgelöst und der DAX konnte ein neues Allzeithoch im Bereich der 10.300-Punkte-Marke markieren. Aus der
Intermarket-Perspektive hat sich der deutsche Leitindex zuletzt
zunehmend von seinen US-amerikanischen Pendants losgelöst.
Während die Wall Street schwächer tendierte, legte der deutsche
Leitindex stetig zu. Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die
möglicherweise anstehenden erneuten geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen.
Ausblick
Seit dem Einbruch bis auf 8.355 Punkte im Oktober 2014 legte der DAX erneut um mehr als 20 % zu. Dies unterstreicht die
weiterhin übergeordnet sehr bullische Verfassung des deutschen
Leitindex: Jeder größere Rücksetzer wurde erneut zum Einstieg
genutzt. Da herrscht offenbar weiterhin großer Anlagedruck. Aus
der rein charttechnischen Perspektive ist in den kommenden Wochen und Monaten durchaus eine Fortsetzung auf der Oberseite
in Richtung 10.500 bis 10.800 Punkte denkbar. Dafür sollte der
Index idealerweise jedoch nicht mehr den Bereich von 10.050 bis
10.095 Punkten auf Tagesschlusskursbasis unterschreiten. Ein
Rückfall zurück unter diesen Bereich wäre kurzfristig negativ zu
interpretieren.
Oberhalb von 9.615 Punkten – dem Tief der vergangenen Woche
– bleibt das mittelfristige Chartbild aber uneingeschränkt bullisch.
Im Bereich 9.600 Punkte hatte sich der DAX zuletzt mehrfach
stabilisiert, bevor der Ausbruch auf der Oberseite in der vergangenen Woche gelang. Erst bei einem Rückfall unter diese Marke
müsste von einem bullischen Fehlausbruch ausgegangen werden.
Bis dahin bleiben aus charttechnischer Sicht ganz klar die Bullen
am Ruder. Trotz der bereits deutlich gestiegenen Kurse scheinen
aus technischer Sicht im Jahr 2015 weitere 5 bis 10 % Kursgewinne möglich.
Henry Philippson
DAX (ISIN: DE0008469008)
EUR/USD
(ISIN: EU0009652759)
EUR/USD (Bid, USD) O: 1,1553 H: 1,1587 L: 1,1540 C: 1,1566
15.01.2014 - 21.01.2015 (EST, 1 Jahr, 1 Tag)
1,4000
1,3750
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1,3250
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1,2000
1,1770
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Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
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Sep
Okt
Nov
Dez
Jan '15
1,1566
1,1500
1,1250
Quelle: Godmode-Charting, 21.01.2015
Quelle: Godmode-Charting, Stand: 21.1.2015
AnlegerPlusNews 01 2015 11 Investment & strategie
Dividendenperle aus
dem SDAX
BAYWA Die Aktie des Münchner Handels- und Dienstleistungskonzerns BayWa
AG (ISIN DE0005194062) litt zuletzt an Kursverlusten, vor allem aufgrund der
Entwicklung in Osteuropa. Dabei glänzt der Konzern mit laufenden Dividendenanhebungen. Auch in diesem Jahr ist eine Erhöhung möglich.
Hauptsitz der 1923 gegründeten Gesellschaft ist
München. Die Geschäftsaktivitäten teilen sich auf
in die Segmente Agrar, Bau und Energie. Der Konzern hat inklusive Franchise/Partnerfirmen rund
3.000 Vertriebsstandorte in 17 Ländern. In den
letzten sechs Monaten hat die Aktie an der Börse
knapp 22 % nachgegeben. Vom Jahreshoch am
9.6.2014 bei 42 Euro ist der Titel rund 24 %
entfernt.
Preisrückgänge und Importstopp lasten auf dem Ergebnis
Die Kursrückgänge sind schnell erklärt. Die sehr hohen Apfelerntemengen in Europa in Verbindung mit dem russischen
Importstopp für europäisches Obst als Antwort auf die europäischen Sanktionen führten zu rückläufigen Preisen und zu einem
12 AnlegerPlusNews 01 2015
entsprechenden Druck auf die Handelsspannen. Auch die Sparte
Agrarhandel war von weltweit hohen Erntemengen und dadurch
bedingten Preisrückgängen bei Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln geprägt.
So lag der Umsatz in den ersten neun Monaten des letzten Jahres mit rund 11,4 Mrd. Euro knapp 6,5 % unter dem Vorjahr
(12,2 Mrd. Euro). Das operative EBIT der Geschäftssegmente
fiel nach 133,8 Mio. Euro im Jahr 2013 auf zuletzt 111,4 Mio.
Euro.
BayWa AG (ISIN: DE0005194062)
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 22.1.2015: 33,90 Euro
Bild: © BayWa AG
Die Aktionäre von BayWa dürfen auf eine
weitere Anhebung der Dividende hoffen. Es
wäre die elfte jährliche Dividendenerhöhung
in Folge. Obwohl im letzten Jahr wohl ein
Gewinnrückgang zu verzeichnen ist, sei eine
Anhebung der Ausschüttung möglich, wie
BayWa-Chef Klaus Josef Lutz kürzlich in einem
Pressegespräch mitteilte.
Investment & strategie
BayWa hofft auf Entspannung bei Getreidepreisen
Die gute Entwicklung bei den Agrarbetriebsmitteln und das Segment Energie und Bau konnten die Entwicklung bei Obst und im
Agrarhandel nicht komplett auffangen. So trug das internationale
Projektgeschäft im Bereich erneuerbare Energien mit einer Verdoppelung des EBIT nach neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zum Konzernergebnis bei. Das Segment Bau steigerte
sein Ergebnis ebenfalls gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
BayWa hofft in diesem Jahr auf eine Entspannung bei den Getreidepreisen. Allerdings bleiben Risiken wie ein Exportstopp für
Weizen seitens der russischen Regierung, was wiederum zu einer
neuen Situation führen würde und auch Einfluss auf die Dividende hätte. Erfreulich ist die Entscheidung für eine kontinuierliche
Expansion ins Ausland.
Dividende wurde die letzten zehn Jahre erhöht
Von 2003 (0,24 Euro je Aktie) bis 2013 hat sich die Dividende
mehr als verdreifacht. Dabei wurde die Ausschüttung jedes Jahr
angehoben. Im letzten Jahr wurde die Ausschüttung gegenüber
dem Vorjahr um 15 % auf 0,75 Euro erhöht. Auf Basis des aktuellen Börsenkurses von 32,14 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,33 %. Sofern sich die Getreide- und Obstpreise
wieder erholen, wäre der aktuelle Kurs ein attraktives Einstiegsniveau für langfristige Investoren.
Werner W. Rehmet
Chefredakteur MyDividends.de
www.MyDividends.de
Dadurch soll sich das nationale Obstgeschäft noch stärker an den
internationalen Märkten orientieren und von einer Erschließung
von Vertriebswegen nach Asien profitieren. Hierzu zählt auch der
Erwerb des drittgrößten Apfelanbieters Neuseelands. Das akquirierte Unternehmen Apollo verkauft ca. 30 % seines jährlichen
Exportvolumens nach Asien. Die Eröffnung einer Niederlassung
in Italien ist ein erster Schritt zur Bearbeitung der südeuropäischen
Märkte.
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Übertriebene Kursreaktion
AIRBUS Wegen der Kosten für die neuen Langstreckenjets wird der Gewinn bei der Airbus Group
(ISIN NL0000235190) im Jahr 2016 nur stagnieren. Die Aktie brach daraufhin massiv ein – hat sich
aber inzwischen wieder erholt. Langfristig bleibt sie weiter kaufenswert.
m 10.12.2014 überraschte der Flugzeugbauer die Börse
mit der Nachricht, dass der bereinigte operative Gewinn
wegen der Kosten für die neuen Flugzeugtypen im Jahr
2016 nur stagnieren werde. Als Gründe gab das Management den
Aufbau der Produktion für den neuen Langstreckenjet A350 und
die Modernisierung des 20 Jahre alten A330 an. Der modernisierte A330neo solle Ende 2017 ausgeliefert werden, aber bis dahin
müsse die Fertigung des alten A330 zwischenzeitlich heruntergefahren werden. Beim Riesenjet A380 wiederum denke man über
ein Produktionsende nach. Zwar werde das Modell 2015 erstmals
einen Gewinn abwerfen. Aber bis 2018 werde man entweder eine
spritsparende Variante entwickeln oder das Modell ganz aufgeben.
Heimlich, still und leise
Die Börse reagierte geschockt: Am selben Tag verlor die Aktie fast
10 % an Wert. Nicht nur die Gewinnwarnung verschreckte die Aktionäre, sondern auch der Umstand ihres Bekanntwerdens: Airbus
hatte sie nicht etwa als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht, sondern
hinter verschlossenen Türen auf einer Investorenveranstaltung in
London die anwesenden Gäste darüber informiert. Erst die Presse
brachte die Nachricht in die Öffentlichkeit. In den anschließenden
Tagen ging es mit der Aktie weiter abwärts und es wurde kurzzei-
Airbus Group (ISIN NL0000235190)
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 22.1.2015: 46,23 Euro
14 AnlegerPlusNews 01 2015
tig sogar die 40-Euro-Marke nach unten durchbrochen. Offenbar
lagen an dieser Schwelle etliche Stop-Loss-Orders. Inzwischen hat
sich die Aktie aber mit einem Kurs von 46 Euro deutlich erholt.
Das ist immerhin wieder der Stand von Ende Oktober.
Aktie bleibt langfristig interessant
Bei Kursen von knapp unter 50 Euro hatten wir den Flugzeugbauer in der Mai-Ausgabe 2014 von AnlegerPlus (PRINT) als Qualitätsaktie empfohlen. Auch wenn dieses Kursniveau noch nicht
wieder zurückerobert worden ist, können wir an der langfristigen
Perspektive für die Aktie dennoch festhalten. Fundamental wäre
die Gewinnstagnation jedenfalls keine Katastrophe, ab 2017 soll
die Auslieferung der neuen Modelle ja auch wieder die Rückkehr
auf den Wachstumspfad bringen. Durch den gigantischen Auftragsberg in Höhe von 765 Mrd. Euro ist die langfristige Wachstumsstory ohnehin weiter intakt und dafür ist die Bewertung nach
wie vor alles andere als hoch: Für 2015 rechnen die Analysten mit
einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,25 Euro, das wäre ein
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14.
Verleiht fallender Ölpreis Flügel?
Auch der fallende Euro ist ein unerwarteter Rückenwind für Airbus, da alle Flugzeuge in US-Dollar abgerechnet werden. Den
stark fallenden Ölpreis sieht Airbus ebenfalls als positiven Faktor:
Die Nachfrage nach den neuen spritsparenden Modellen werde
dadurch nicht abnehmen, da Treibstoff nach wie vor der größte Kostenblock jeder Airline sei, heißt es aus dem Unternehmen.
Und durch den gesunkenen Ölpreis hätten die Fluglinien nun
mehr Geld zur Verfügung, um neue Jets zu ordern.
Allerdings hat sich seit dem letzten Allzeithoch von Anfang 2014
bei 57,18 Euro nun erst einmal ein Abwärtstrend bei der Aktie
gebildet. Für einen Neueinstieg sollte hier erst einmal der Durchbruch nach oben abgewartet werden, aktuell verläuft die Abwärtstrendlinie bei 48,75 Euro. Der übergeordnete Aufwärtstrend seit
Anfang 2009 ist nach wie vor intakt.
Stefan Müller
Wissen
Aus fünf mach zwei Prozent
IMMOBILIENFINANZIERUNG Viele Banken haben in der Vergangenheit bei Finanzierungen
von Immobilien geschlampt. Das rächt sich jetzt – der sogenannte Widerrufsjoker bietet vielen
Häuslebauern eine große Chance.
ie Zinsen für die Finanzierung
eines Immobilienkaufs sind auf
ein Rekordtief gefallen. Wer allerdings vor einigen Jahren eine Finanzierung abgeschlossen und sich dabei für die
üblichen zehn Jahre gebunden hat, für den
stellt sich die Lage völlig anders dar. Nicht
selten stehen in diesen Verträgen noch
Zinssätze von fünf oder mehr Prozent.
Falsche Widerrufsklauseln
Allerdings ergibt sich nun für viele Kreditnehmer ein Ausweg aus den Kreditverträgen mit hohen Zinsen: falsche Formulierungen in den Widerrufsklauseln
der Kreditverträge. Diverse Gerichte, einschließlich des Bundesgerichtshofs (BGH),
haben mittlerweile geurteilt, dass in bestimmten Fällen der Ausstieg aus solchen
Hypotheken möglich ist. Seit einigen Monaten rollt daher eine Welle von Widerrufen und Klagen über die Banken hinweg.
Konkret geht es dabei um die Widerrufsbelehrungen, die Bestandteil eines Kreditvertrags sind und es den Bauherren normalerweise ermöglichen sollen, innerhalb von
14 Tagen vom Vertrag zurückzutreten.
Aufgrund einiger gesetzlicher Änderungen
sind die Banken insbesondere zwischen
2002 und 2010 bei der Formulierung dieser Widerrufsklauseln in vielen Fällen von
den gesetzlichen Mustertexten abgewichen
– ein Fehler, der sich nun rächt.
Denn durch diese Veränderungen wurden die Klauseln häufig unklar und damit
unbrauchbar. So ergibt sich beispielsweise
aus vielen Texten nicht eindeutig, wann
die 14-tägige Widerrufsfrist denn nun
genau beginne. Zahlreiche Gerichte, einschließlich des BGH, haben entschieden,
dass in solchen Fällen die Widerrufsfrist
gar nicht zu laufen begonnen hat – mit
der Konsequenz, dass Kunden auch heute
noch widerrufen und somit mit sofortiger
Wirkung von ihren teuren Finanzierungen
zurücktreten können.
Schätzungen von Verbraucherschützern
zufolge sind rund 70 % aller Baufinanzierungen von fehlerhaften Klauseln betroffen, die zwischen November 2002 und
Juni 2010 abgeschlossen wurden. Später
abgeschlossene Verträge weisen geringere
Fehlerquoten auf.
Die Chancen, aus einer teuren Immobilienfinanzierung auszusteigen und die
gegenwärtig niedrigen Zinsen zu nutzen,
stehen also nicht schlecht.
Wer prüfen möchte, ob ein solcher Wider­
ruf auch für ihn infrage kommt, sollte zunächst die Widerrufsklausel seiner Finanzierung checken lassen. Das kann er zum
einen kostenpflichtig bei den Verbraucherzentralen machen. Zum anderen bieten
spezialisierte Anwälte oder die Interessengemeinschaft Widerruf (www.widerrruf.info)
eine kostenlose Ersteinschätzung an.
Banken reagieren unterschiedlich
Dabei wirkt sich ein Widerruf nicht nur auf
laufende Kredite aus. Besonders spannend
ist das Thema auch für all jene, die in den
vergangenen Jahren eine Immobilienfinanzierung vorzeitig beendet und dabei eine
sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung
gezahlt haben. Auch hier lohnt sich eine
nachträgliche Prüfung des Kreditvertrags!
Wurde eine mangelhafte Widerrufsbelehrung verwendet, so bestehen gute Chancen, sich die gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung von der Bank zurückzuholen.
Eine Auswertung der IG Widerruf zeigt,
dass die Banken dabei sehr unterschiedlich
mit dem Thema umgehen. Während sich
die Deutsche Bank sowie ihre Tochterun-
ternehmen (Postbank, DSL Bank) bislang
zumeist gegen gütliche Einigungen stemmen, ist der Marktführer ING-DiBa tendenziell kompromissbereit.
Ein paar Beispiele von verschiedenen Kreditinstituten zeigen, welche Ersparnisse
erreicht wurden. Dabei wurden in der
Mehrzahl der Fälle die Kunden nicht aus
ihren Finanzierungen entlassen, sondern
die bestehende Finanzierung wurde trotz
erheblicher Restlaufzeit per sofort auf deutlich niedrigere Zinsen umgestellt:
• Ein Kredit mit Laufzeit bis 2017 und einem Zinssatz von 4,8 % wurde umgeschuldet in neue 5 Jahre Laufzeit mit einem Zins
von 1,4 %.
• Ein Kredit mit Laufzeit bis 2022 und einem Zinssatz von 4,9 % wurde umgeschuldet in neue 10 Jahre Laufzeit mit einem
Zinssatz von 1,9 %.
• Ein Kredit mit Laufzeit bis 2018 und einem Zinssatz von gut 5 % wurde vorzeitig
ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung beendet.
Leider reagieren Banken kaum, wenn sie
nur durch den Kunden auf Mängel in den
Kreditverträgen angesprochen werden. Die
Erfahrung zeigt, dass es fast immer nötig
ist, einen Fachanwalt einzuschalten. Sind
die Argumente des Kunden gut, sprich
die Widerrufsbelehrung fehlerhaft, dann
knicken die meisten Banken jedoch früher
oder später ein. Denn weitere Gerichtsurteile zu diesem Thema wollen sie vermeiden. Allerdings sollte jeder Betroffene die
Risiken und Kosten einer Klage genau abwägen. Glücklich schätzen kann sich, wer
über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, die eine entsprechende Kostenzusage
erteilt.
Redaktion AnlegerPlus

AnlegerPlusNews 01 2015 15 Wissen
Interview
„Banken lassen es darauf ankommen, ob
der Kunde wirklich seine Entschlossenheit
zeigt, sprich einen Anwalt einschaltet.“
Roland Klaus
Sprecher der Interessengemeinschaft Widerruf
(www.widerruf.info)
AnlegerPlus: Sie haben
die­­IG Widerruf gegründet.
Worum­geht es dabei?
Roland Klaus: Unsere Interessengemeinschaft ist eine Anlaufstelle für alle, die sich
über die Möglichkeit eines Widerrufs von
Krediten informieren wollen. Wir arbeiten
mit Anwälten zusammen und bieten eine
kostenlose Prüfung von Widerrufsklauseln. Danach weiß der Kreditnehmer, ob
bei ihm die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Widerruf gegeben sind. Bei der
Auswahl der Anwälte waren mir zwei Dinge wichtig: faire Gebühren und eine klare
Aussage, wie gut die Chancen der Mandanten wirklich sind. Unter den A
­ nwälten
ist nämlich ein gewisser Goldrausch aus­
gebrochen. Einige verlangen überzogene
Gebühren oder jagen Interessen­ten in einen Rechtsstreit, obwohl deren Chancen
nur mittelmäßig sind. Da mache ich nicht
mit.
Warum sollte ein Verbraucher
einen Immobilienkredit­
widerrufen?
Wenn Sie beispielsweise im Jahr 2008
eine Finanzierung mit zehnjähriger Zinsbindung abgeschlossen haben, zahlen
Sie wahrscheinlich einen Zins von rund
5 % – und das noch bis 2018. Wenn
Sie aus diesem Kredit aussteigen können
und eine neue Finanzierung abschließen,
bekommen Sie derzeit Konditionen von
16 AnlegerPlusNews 01 2015
rund 2 %. Das macht bei einer Kreditsumme von 200.000 Euro einen Unterschied von 500 Euro pro Monat.
Und da spielen die Banken­
einfach so mit?
Nein, deswegen brauchen wir ja auch die
IG Widerruf. Die Banken haben natürlich
ein großes Problem damit, wenn Verbraucher in großer Zahl ihre Kredite widerrufen. Sie blockieren im Wesentlichen an
zwei Stellen:
Erstens tun sie so, als sei der Widerruf nicht
möglich, selbst wenn es zu vergleichbaren
Fällen schon letztinstanzliche Urteile des
BGH gibt. Sie lassen es darauf ankommen,
ob der Kunde wirklich seine Entschlossenheit zeigt, sprich einen Anwalt einschaltet
oder sogar vor Gericht zieht.
Und zweitens starten sie gerade eine Angstkampagne. Etliche Banken weigern sich,
Kunden die anderswo widerrufen haben,
eine Anschlussfinanzierung zu bieten. Damit wollen sie den Eindruck vermitteln,
dass alle, die den Widerrufsjoker nutzen,
schon mit einem Bein in der Zwangsversteigerung stehen, weil sie keinen Kredit
mehr bekommen. Das ist natürlich Unsinn.
­iderrufen haben. Das sind ja keine
w
schlechten Menschen, nur weil sie von
ihrem Recht als Verbraucher Gebrauch
machen.
Für das Rhein-Main-Gebiet haben wir
sogar einen Partner gewonnen, der eine
Kreditzusage mit einer Laufzeit von sechs
Monaten macht, also deutlich länger als
die üblichen 30 Tage. Wenn Sie dieses Angebot in der Tasche haben, können Sie beruhigt mit ihrer Bank über einen Ausstieg
aus ihrem jetzigen Darlehen verhandeln.
In der Praxis erleben wir allerdings, dass in
den meisten Fällen eine Umschuldung gar
nicht nötig ist. Häufig reduziert die Bank
die Zinsen und der Kunde bleibt bei seinem Kreditinstitut.
Ist das Thema Widerrufsjoker nur
für laufende Kredite interessant?
Nein, ganz im Gegenteil. Spannend ist
die Sache auch für diejenigen, die in der
Vergangenheit eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt haben, um aus einem Kreditvertrag herauszukommen. Wenn sich
nämlich herausstellt, dass dieser Kredit
eine falsche Widerrufsklausel hat, dann
können sie von ihrer Bank die Vorfälligkeitsentschädigung zurückfordern. Beste
Und wie gehen Sie das
Chancen haben diejenigen, deren Kre­Thema Refinanzierung an?
dit zwischen November 2002 und Mitte
Wir arbeiten mit Finanzierungsexperten 2010 abgeschlossen wurde und die ihre
und Banken zusammen, die sich auf Ver- Vorfälligkeitsentschädigung 2010 oder
braucher spezialisieren, die einen Kredit­ später gezahlt haben.
Wissen
Fragen und Antworten zum Widerrufsjoker
1. Welche Kreditverträge kommen­für ­einen
Widerruf infrage?
Grundsätzlich kommen alle privaten Kreditverträge infrage, die nach
­November 2002 abgeschlossen wurden. Besonders interessant ist die Sache für Darlehen mit großen Summen, in der Regel also Immobilienkredite. Beste Chancen hat, wer seinen Kredit zwischen November 2002 und
Ende 2010 abgeschlossen hat.
Und was ist mit den möglichen
Rechtskosten?
Wir arbeiten hinsichtlich der Vorfälligkeitsentscheidung mit einem sogenannten
Streitfinanzierer zusammen, der die Kosten für Anwalt und gegebenenfalls auch
für das Gericht übernimmt. Im Gegenzug
bekommt er eine Erfolgsbeteiligung. Der
Verbraucher hat damit kein Kostenrisiko,
muss aber einen Teil der Rückzahlung seiner Bank abgeben.
Herr Klaus, vielen Dank für das
Gespräch.
Kurzvita
Roland Klaus arbeitet als freier Journalist
in Frankfurt am Main und ist Gründer der
Interessengemeinschaft Widerruf (www.
widerruf.info). Sie dient als Anlaufstelle für
alle, die sich zum Thema Widerruf von teuren Kreditverträgen informieren und austauschen wollen, und bietet eine kostenlose
Prüfung von Widerrufsklauseln in Immobiliendarlehen an. Bekannt wurde Klaus als
Frankfurter Börsenreporter für n-tv, N24 und
den amerikanischen Finanzsender CNBC
sowie als Autor des Buchs „Wirtschaftliche
Selbstverteidigung“. Sie erreichen ihn unter
kontakt@widerruf.info
2. Kann man Fehler in einer Widerrufsbelehrung­
selbst erkennen?
Im Prinzip ja, allerdings ist davon abzuraten. Es geht darum festzustellen,
inwieweit die eigene Widerrufsklausel von dem gesetzlichen Mustertext
abweicht. Da der Mustertext mehrfach gewechselt hat, muss der eigene­
Vertragstext mit dem jeweils gültigen Mustertext verglichen werden.
­Daher sollte ein Fachmann oder eine Verbraucherzentrale befragt werden.
Einige Fachanwälte oder Vereinigungen wie die IG Widerruf bieten die
Prüfung auch kostenlos an.
3. Wie viel kann man sparen?
Das hängt davon ab, wie hoch die Kreditsumme ist, wie lange der derzeitige Kredit noch läuft und wieviel Zins derzeit bezahlt werden muss.
Im Durchschnitt sind Einsparungen von 500 Euro pro Monat möglich.
Gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen können zuzüglich Zinsen zurückverlangt werden, wenn die Widerrufsbelehrung des Kreditvertrags fehlerhaft ist.
4. Muss ein Anwalt eingeschaltet werden?
Die Praxis zeigt, dass kaum ein privater Kreditnehmer den Ausstieg ohne
Anwalt schafft. In der Regel weisen Banken die Ansprüche zurück, solange
der Kunde diese allein stellt. Erst wenn ein Fachanwalt eingeschaltet wird,
zeigen sich die meisten Banken kompromissbereit.
5. Wann zahlt die Rechtsschutzversicherung?
Besitzt man eine Rechtsschutzversicherung, dann besteht die Chance, dass
sie die Kosten für Anwalt und ggf. Gericht übernimmt. Allerdings sind
Neubauten und vermietete Objekte in den Versicherungsbedingungen in
der Regel ausgeschlossen.
6. Wie hoch ist das Risiko, letztlich ohne Kredit dazustehen?
Diese Gefahr besteht in der Praxis kaum. Denn es gibt noch ausreichend
Institute, die auch nach einem Widerruf einen Anschlusskredit anbieten.
Infos dazu finden sich bei spezialisierten Anbietern, beispielsweise der IG
Widerruf.
Man muss sich aber vor dem Widerruf die Frage stellen, ob die eigene
Bonität noch so gut ist wie beim Abschluss des „angegriffenen“ Kredits.
Wenn sich die persönliche Kreditwürdigkeit verschlechtert hat, sollte man
sich einen Widerruf sehr genau überlegen und vorher eine Kreditzusage
bei einem anderen Anbieter einholen.
AnlegerPlusNews 01 2015 17 und
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gewinnen
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mitmachen
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SdK Extra
Das
Unternehmen des
Jahres 2014
UMFRAGE Im Frühjahr 2015 zeichnet die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. wieder
das „Unternehmen des Jahres“ aus. Bis Anfang März 2015 können Anleger ihre Stimme einem von 14
Kandidaten geben, die von der SdK vorausgewählt wurden. Wie in den Vorjahren wird die Anlegerauszeichnung von der Wertpapierbörse Tradegate Exchange und der Direktbank ING-DiBa unterstützt.
nternehmen, die in den zurückliegenden Jahren herausragende
operative Leistungen erbracht
und ihre Investoren fair am Erfolg
beteiligt haben sowie über hervorragende Investor-Relations verfügen, schaffen
es in die Vor­auswahl der Anlegerschutzgemeinschaft SdK. Erstmalig wurde die
Aus­zeichnung „Unternehmen des Jahres“
2013 verliehen. Damals konnte sich die
Linde AG an die Spitze setzen, 2014 wählten die Anleger die VOLKSWAGEN AG
auf Platz 1. Auch in diesem Jahr stellt die
SdK den Anlegern wieder 14 Unternehmen­
zur Wahl. (Angaben zu den Unternehmen:
Stand Dezember 2014)
Die Abstimmung erfolgt online und
unter den Teilnehmern werden ein
Samsung Galaxy S5 sowie weitere tolle­
Preise im Wert von bis zu 250 Euro
verlost.
Die Abstimmung ist zu finden unter:
www.sdk.org/unternehmen-des-jahres.
18 AnlegerPlusNews 01 2015
BASF AG
BMW AG
Auch wenn die BASF AG in diesem Jahr
den DAX nicht schlagen konnte, ist sie das
führende Chemieunternehmen der Welt.
Mit weltweit mehr als 112.000 Mitarbeitern,
sechs Verbundstandorten und 376 weiteren
Produktionsstandorten beliefert das Unternehmen fast alle Länder der Welt. Nachdem die BASF-Gruppe im Jahr 2013 einen
­Umsatz von 74 Mrd. Euro und ein Ergebnis
von etwa 7,2 Mrd. Euro erzielt hatte, soll
2014 der Umsatz gegenüber dem Vorjahr
aufgrund der Devestition des Gasgeschäfts
leicht sinken, wie der Vorstandsvorsitzende
Dr. Kurt Bock berichtet. Das Ergebnis der
Betriebstätigkeit soll hingegen deutlich gesteigert werden, sodass sich die Aktionäre
wieder über eine satte Dividende mindestens auf Vorjahreshöhe, also von 2,70 Euro
pro Aktie, einstellen können.
Von 50 auf 76 Mrd. Euro stieg der Konzernumsatz der im DAX notierten BMW AG von
2009 bis 2013 an. Aktionäre freuen sich
über eine Kursverdreifachung im selben
Zeitraum. Unter der Führung von Dr. Norbert
Reithofer bestätigt der bayerische Auto­mo­
bilkonzern auch 2014 seine Spitzenstellung.
So soll der Umsatz weiter erhöht werden,
beim Konzernergebnis vor Steuern sieht der
Vorstand sogar eine „deutliche“ Steigerung
gegenüber den 7,9 Mrd. Euro im Vorjahr.
­ ktionären vor
Das dürfte neben den freien A
allem der Unternehmerfamilie Quandt gefallen, die von einer konstant steigenden Dividende profitiert. Nachdem 2013 2,60 Euro
je Aktie ausgeschüttet wurden, könnten für
2014 locker 0,10 Euro mehr drin sein.
SdK EXTRA
Continental AG
Deutsche Post AG
Fresenius SE & Co. KGaA
Ein Kursplus von 200 % innerhalb von
drei Jahren, eine im selben Zeitraum von
1,50 Euro auf 2,50 Euro angehobene Dividende sowie der Abbau der Nettofinanzschulden von 6,7 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd.
Euro. Das sind Kennzahlen, die jedes
Anlege­
r­
herz höher schlagen lassen. Als
einer der fünf größten Automobilzulieferer
weltweit konnte der im DAX notierte Anbieter von Bremssystemen,­ Systemen für
Antriebe und Fahrwerk, Instru­mentierung,
Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik
und Reifen zudem den Umsatz kontinuierlich steigern. Im Geschäfts­jahr 2013 gingen
über 33 Mrd. Euro durch die Bücher, 2014
soll es mindestens eine Milliarde mehr sein.
Verantwortlich für die Erfolgsgeschichte
zeichnet seit 2009 der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart.
Von der einst belächelten „Deutschen
Bundes­
post“ hat sich die Deutsche Post
AG zum weltweit führenden Post- und
Logis­tikkonzern entwickelt. Rund 480.000
Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern sorgten
2013 für einen Umsatz von mehr als 55 Mrd.
Euro und ein Konzernergebnis von 2,1 Mrd.
Euro. Die Aktionäre des DAX-Wertes profitieren neben der positiven Kursentwicklung­
– der Aktienkurs hat sich in den letzten
drei Jahren mehr als verdoppelt – von stetig steigenden Dividenden. Zuletzt wurden
0,80 Euro je ­Aktie ausgeschüttet. 2014
sollen­ Umsatz und Ergebnis weiter steigen,
wie der seit 2008 amtierende Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Appel berichtet, 2015 soll
das Ergebnis sogar „signifikant“ steigen.
Mehr als verfünffacht haben sich die Anteils­
scheine der Fresenius SE in den letzten
zehn Jahren und auch 2014 erreichte der
Kurs des DAX-Konzerns neue Allzeithochs.
Der weltweit tätige Gesundheits­konzern mit
Produkten und Dienstleistungen für die Dialyse, Krankenhäuser und die ambulante medizinische Versorgung von Patienten weist
beeindruckende Wachstums­raten in Umsatz­
und Ergebnis auf. Nachdem 2009 unter dem
Strich noch 519 Mio. Euro hängen blieben,
wurde 2013 die Milliardengrenze­überschritten. 2014 soll das Ergebnis weiter ansteigen, wie das Unternehmen, dessen Vorstandsvorsitz seit 2003 Dr. Ulf M. Schneider
innehat, in seinem letzten Quartalsbericht
mitteilt. Somit sollte eine Anhebung der
Dividende gegenüber den zuletzt ausge­
schütteten 1,25 Euro je Aktie eine ­reine
Formsache sein.
Airbus Group N.V.
Deutsche EuroShop AG
DMG MORI SEIKI AG
Den Wandel vom Staatskonzern zum Privatunternehmen hat der im MDAX beheimatete­
Luft- und Raumfahrtkonzern geschafft.
­Früher befand sich das Unternehmen mehrheitlich im Staatsbesitz von Deutschland
und Frankreich. Heute sind 73 % der Anteile
im Streubesitz. Airbus setzte 2013 mit den
Divisionen „Airbus“, „Defence and Space“
und „Helicopters“ 59,3 Mrd. Euro um und
erwirtschaftete einen Jahresüberschuss
von 1,5 Mrd. Euro. Auch für das Geschäftsjahr 2014 sieht es sehr gut aus. So konnte
der Umsatz nach neun Monaten um 4 %
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf über 40 Mrd. Euro gesteigert
werden, das Nachsteuerergebnis lag bei
1,4 Mrd. Euro. Eine Dividende mindestens
in Vorjahres­höhe von 0,75 Euro je Aktie
scheint somit möglich.
Ausschließlich in Shoppingcenter an erstklassigen Standorten investiert der MDAXKonzern Deutsche EuroShop AG. Dass
dieses Konzept Erfolg hat, zeigt sich nicht
zuletzt an der ansprechenden Kursentwicklung der letzten drei Jahre mit einem
­Zuwachs von rund 50 % sowie der Ausschüttung des jeweils vollen Bilanzgewinns
mit zuletzt 1,25 Euro je Aktie. Manager der
zurzeit 19 Einkaufszentren in Deutschland,
Österreich, Polen und Ungarn mit einem
Marktwert von insgesamt rund 3,7 Mrd. Euro
ist der Vorstandsprecher Claus-Matthias­
Böge. Für 2014 verspricht das Unternehmen einen Umsatz von etwa 200 Mio. Euro
sowie eine erneute Dividendenerhöhung auf
1,30 Euro je Aktie.
Die im MDAX gelistete Bielefelder DMG
MORI SEIKI AG überzeugt in den letzten
drei Jahren durch einen um rund 150 %
angestiegenen Aktienkurs sowie eine stetig­
steigende Dividende. Das Maschinen­bau­
unternehmen schüttete für 2011 0,25 Euro
je Aktie aus, für 2013 wurden schon 0,50 Euro
je Aktie ausgekehrt. Sofern die Prognosen für 2014 eingehalten werden können,
hat die Gesellschaft Ende Oktober eine
erneute­ ­Dividendensteigerung angekündigt.­
Mit einem avisierten 2014er-Umsatz von
2,2 Mrd. Euro und einem EBIT von 175 Mio.
Euro gehört die unter dem seit 1996 als
Vorstandsvorsitzenden amtierenden Dr.
Rüdiger Kapitza zu den Perlen des deutschen Maschinenbaus. Den nachhaltigen
Erfolg sichern rund 7.000 Mitarbeiter in
145 Ländern.­
AnlegerPlusNews 01 2015 19 SdK Extra
Krones AG
Jungheinrich AG
Amadeus FiRe AG
Als einer der weltweit größten Anlagen­
bauer­im Bereich der Getränkeabfüllanlagen
jagt die bayerische Krones AG von Erfolg zu
Erfolg. Das mehrheitlich in Familienbesitz
der Familie Kronseder stehende und von
Volker Kronseder als Vorstandsvorsitzenden­
geführte MDAX-Unternehmen erzielte 2013
einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro und einen­
Jahresüberschuss von 119 Mio. Euro. 2014
sollen Umsatz und EBIT weiter gesteigert­
werden. Der Aktienkurs honoriert die anhal­
tend positiven Meldungen mit einem Anstieg auf ein neues Allzeithoch. Da das
Unternehmen durch keinerlei Bankverbindlichkeiten belastet wird und über 200 Mio.
Euro in der Firmenkasse schlummern, ist
eine 2014er-Dividende, die mindestens auf
Vorjahresniveau in Höhe von 2 Euro liegen
sollte, mehr als gesichert.
Die 1953 gegründete Jungheinrich AG
konnte in den letzten drei Jahren ein Kursplus von rund 160 % verzeichnen. Im Dezember 2014 rückte das Unternehmen in den
MDAX auf. Der Hamburger Hersteller von
Gabelstaplern gehört zu den international
führenden Gesellschaften in den Bereichen
Flurförder­zeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Nachdem das Unternehmen unter
der Führung des Vorstandsvorsitzenden
Hans-­Georg Frey 2013 einen Umsatz von
2,3 Mrd. Euro und ein Vorsteuerergebnis
(EBT) von 150 Mio. Euro aufweisen konnte,
stehen für 2014 die Zeichen auf Wachstum:
Der Vorstand erwartet einen Umsatz von
mehr als 2,45 Mrd. Euro, das EBT soll zwischen 163 und 168 Mio. Euro liegen. Gut
möglich, dass die Dividende für 2014 deshalb leicht höher als die zuletzt ausgeschütteten 0,80 Euro liegt.
Als einer der führenden Personaldienst­
leis­ter in Deutschland bietet die im SDAX
notier­te Amadeus FiRe AG an 19 bundesdeutschen Standorten Personallösungen im
kaufmännischen und im IT-Bereich an. Mit
einem 2013er-Umsatz von 142 Mio. Euro
und einem Jahresüberschuss von 14,8 Mio.
Euro beweist das Unternehmen unter Führung des Vorstandsvorsitzenden Peter Haas
eine außerordentliche Ertragsstärke, die im
laufenden Geschäftsjahr noch gesteigert
werden könnte, da nach neun Monaten die
vergleichbaren Vorjahreskennzahlen deutlich übertroffen wurden. Nach einer für 2013
gezahlten Dividende in Höhe von 2,83 Euro
je Aktie ist für 2014 sogar noch eine Erhöhung denkbar. Der Aktienkurs honoriert die
nachhaltig positive Geschäftsentwicklung
mit einem Kursplus von rund 125 % in den
letzten drei Jahren.
Sixt SE
Villeroy & Boch AG
MorphoSys AG
Als Deutschlands führender Mobilitätsdienstleister ist es der im SDAX notierten
Sixt SE gelungen, überall in Europa erfolgreich zu expandieren, mit Lizenznehmern
und Partnern ist das Unternehmen weltweit
präsent. Sixt deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Mobilität wie mieten, leasen,
kaufen sowie dazugehörige Dienstleistungen ab. Der Firmenpatriarch, Mehrheits­
aktio­
när und Vorstandsvorsitzende Erich
Sixt kann sich gemeinsam mit seinen Aktio­
nären über ein bevorstehendes Rekordjahr
2014 freuen, in dem der Umsatz gegenüber
2013 im hohen einstelligen Prozentbereich
gesteigert werden soll, das Ergebnis dürfte­
sogar überproportional wachsen. Neben
einer Kursperformance von über 120 % in
den letzten drei Jahren verwöhnt Sixt die
Anteilseigner mit ordentlichen Ausschüttungen, zuletzt wurde 1 Euro je Aktie bezahlt.
Im Laufe seiner über 265-jährigen Ge­
schich­
te­hat sich der im SDAX notierte
Keramikpro­duzent Villeroy & Boch zu einer
internatio­nalen Lifestyle-Marke entwickelt.
Das Unternehmen ist in 125 Ländern weltweit vertreten und hat 14 Produktionsstätten in Europa, Mexiko und Thailand. 2013
setzte­ die Gesellschaft 745 Mio. Euro um
und ­erzielte einen Jahresüberschuss von
24 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Vorstandsvorsitzende Frank Göring ein Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 %, das operative Ergebnis
soll um mehr als 5 % steigen. Aktionäre­
können sich neben einem Kursplus von
über 100 % in den letzten drei Jahren wieder auf eine ­Dividendenzahlung einstellen,
die mindestens in Höhe der für 2013 bezahlten 0,42 Euro je Vorzugsaktie liegen sollte.
Ein Kursplus von über 350 % in den letzten
drei Jahren zeigt eindrucksvoll, dass auch
deutsche Unternehmen „Biotech“ können.
Die im TecDAX beheimatete MorphoSys
AG unter dem Vorstandsvorsitzenden Dr.
Simon­ E. Moroney ist in der Entwicklung
von ­Antikörpern führend und verfügt über
Partner­
schaften mit den größten Pharmaund Biotechnologieunternehmen der Welt.
2013 setzte das Unternehmen 78 Mio.
Euro um und erzielte einen Konzernjahresüberschuss von 13,3 Mio. Euro. Mit einer
Cash-Position von rund 170 Mio. Euro per
30.9.2014 ist die Gesellschaft, die über
­keine Bankverbindlichkeiten verfügt, ­zudem
sehr gut aufgestellt, um das geplante
Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren.
20 AnlegerPlusNews 01 2015
SdK Extra
Saatgutzüchter legt Basis für
langfristigen Erfolg
HV-Bericht Im Geschäftsjahr 2013/14 verzeichnete die KWS SAAT AG (ISIN
DE0007074007) einen deutlichen Gewinnrückgang. Der langfristige Aufwärtstrend ist aber
intakt. Die Aktie bewegt sich auf einem stabil hohen Niveau.
Der Gruppenumsatz des Saatgutzüchters stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr nur leicht auf 1,18 Mrd. Euro (Vorjahr 1,15 Mrd. Euro).
Unter Berücksichtigung der negativen Währungseffekte bedeutet dies
immerhin ein operatives Wachstum von 7 %. Das EBIT reduzierte
sich dennoch um 9 % auf 138 Mio. Euro (Vj. 151 Mio. Euro) und
die operative Marge schrumpfte auf 11,8 % (Vj. 13,3 %) und damit in
etwa auf das Niveau, das vom Management vor einem Jahr in Aussicht
gestellt worden war.
Ursächlich für die Ergebnisschwäche waren, wie der zum Jahreswechsel
in den Ruhestand verabschiedete Vorstandssprecher Philip von dem
Bussche am 18.12.2014 auf der Hauptversammlung (HV) in Einbeck
darlegte, mehrere Gründe. Zum einen nannte er die deutlich abgekühlte Welt-Agrarkonjunktur mit deutlich niedrigeren Preisen, zweitens den Verfall wichtiger Währungen und überdies den planmäßigen
Ausbau der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, was sich
langfristig im Ergebnis positiv niederschlagen sollte. Das größte Segment ist mit einem Umsatzanteil von 60 % unverändert der Mais. Das
höchste Wachstum war bei den Zuckerrüben zu verzeichnen.
Behauptet sich zwischen den Branchenriesen
Zusätzlich negativ beeinflusst war das Konzernergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr von höheren Finanzierungskosten und Steuernachzahlungen. Der Jahresüberschuss verminderte sich letztlich daher auf
80 Mio. Euro (Vj. 92 Mio. Euro). Dennoch beschloss die HV eine
unveränderte Dividende von 3 Euro je Aktie. Damit steigt die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2013/14 bezogen auf den Gewinn je Aktie von 11,69 Euro (Vj. 13,47 Euro) von 22 % im Vorjahr
auf nunmehr (immer noch vergleichsweise niedrige) 26 %.
Viel mehr war aber auch nicht zu erwarten. Der Vorstand bekräftigte
seine Aussage aus den Vorjahren, dass KWS auf eine umfangreiche
Eigenkapitalausstattung angewiesen sei, um zwischen den Branchenriesen wie Monsanto die Unabhängigkeit zu sichern. Es sei von zentraler Bedeutung, dass regelmäßig große Beträge in die Forschung und
Entwicklung investiert werden, und diese fließen erst langfristig wieder
zurück. Die finanzielle Situation ist mit einer Eigenkapitalquote von
50 % und liquiden Mitteln von 155 Mio. Euro in der Tat als sehr
solide zu werten.
HV beschließt Umwandlung in SE
Die HV beschloss auch die Umwandlung in eine europäische Aktiengesellschaft (SE). Dies sehen Vorstand und Aufsichtsrat als sinnvoll
an, nachdem im Moment fast 80 % des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet werden. Dieser Wert soll in Zukunft noch weiter steigen. Die
von einigen Aktionären geäußerte Vermutung, dass als nächster Schritt
die Sitzverlegung ins Ausland zu erwarten sei, da es in Deutschland
in Bezug auf die Forschung nicht gerade Rückenwind gebe, wies der
Vorstand zurück. KWS bleibe dem deutschen Standort treu, was sich
auch darin zeige, dass im vergangenen Jahr ein Erweiterungsbau auf
dem Gelände in Einbeck eingeweiht worden ist, durch den Raum für
200 Arbeitsplätze vor allem im Forschungsbereich geschaffen wurde.
Freefloat sinkt Richtung 25 %
KWS befindet sich auf dem richtigen Weg. Mit der Verstärkung der
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in der
Zukunft geschaffen. Die Anleger ließen sich von der Ergebnisschwäche
auch nicht verschrecken. Die Aktie notiert mit 265 Euro nicht weit von
den Höchstkursen entfernt.
Mit beigetragen zu der Kursstabilität haben womöglich die Zukäufvon
Großaktionär Hans-Joachim Tessner, der inzwischen mit 15,11 % beteiligt ist. Der Freefloat liegt nur noch wenig höher als 25 %. Einem
möglichen Ausscheiden aus dem SDAX sehen Vorstand und Aufsichtsrat aber gelassen entgegen. Dem Erfolg des traditionsreichen
Saatgutzüchters würde dies nach Ansicht des Managements keinen
Abbruch tun.
Matthias Wahler
KWS SAAT AG (ISIN DE0007074007)
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de | Kurs am 22.1.2015: 272,75 Euro
AnlegerPlusNews 01 2015 21 SdK Extra
GM-Gläubiger werden
doppelt bestraft
STEUERN Viele ehemalige Anleger von General Motors müssen sich aufgrund eines Fehlers ihrer
Depotbanken mit dem Finanzamt auseinandersetzen
Ehemalige Inhaber von Anleihen der insolventen Vorgängergesellschaft von General Motors sind neben einem enormen Vermögensverlust aufgrund des im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahrens nun möglicherweise von weiteren Verlusten betroffen.
Denn die Depotbanken haben von der an die geschädigten Anleger ausgezahlten Insolvenzquote zu Unrecht einen Steuerabzug
vorgenommen. Hintergrund des Steuerabzugs ist die komplexe
Struktur des Insolvenzverfahrens und der bei vielen Depotbanken
nicht vorhandene Wille, diese Struktur und die daraus resultierende Besteuerung der betroffenen Anleger im Detail zu betrachten.
Im Zuge der Abwicklung der insolventen Gesellschaft General
Motors haben die ehemaligen Anleihegläubiger, je nach Stand des
Insolvenzverfahrens, Anteile an einer „neuen“ General-MotorsGesellschaft und entsprechende Optionsscheine mit Laufzeiten
zwischen 2016 und 2019 erhalten. Bei dieser Ausschüttung in
Form von Anteilen und Optionsscheinen an die ehemaligen Gläubiger handelte es sich um die Insolvenzquote, welche unter anderem auch den Anleiheinhabern zustand. Um in den Genuss dieser
Insolvenzquote zu kommen, musste man seine Ansprüche zuvor in
einem umfangreichen Anmeldungsverfahren zur Insolvenztabelle
anmelden.
Die Ausschüttung bedeutete also eine reine Nennwertrückzahlung, wobei der Wert der Anteile und der Optionsscheine unter
dem ursprünglichen Nennwert der Anleihe lag. Im Zuge der Einbuchung der Anteile und Optionsscheine in die Depots der Anleger führten nun mehrere Depotbanken Kapitalertragssteuer plus
Solidaritätszuschlag an die Finanzämter ab. Denn sie deklarierten
die Einbuchung der Wertpapiere (zu Unrecht) als Ausschüttung
einer Sachdividende, die zu einem entsprechenden Steuerabzug
führt. Betroffene Anleger mussten also den kleinen Rest, den sie
von dem einstmals investierten Geld zurückerhielten, auch noch
versteuern. Um die abgeführte Steuer zurückzuerhalten, bleibt den
Betroffenen wohl nur der Gang über die persönliche Steuererklärung.
Die Anlegerschutzvereinigung SdK e.V. hat für ihre Mitglieder zu
diesem Vorgang weitere Informationen zusammengetragen. Mitglieder der SdK können sich unter info@sdk.org melden, um diese
Informationen zu erhalten.
SdK rät Anleiheinhabern der Penell
GmbH zur Interessensbündelung
Die Penell GmbH hat am 17.12.2014 die Inhaber der vom Unternehmen emittierten Anleihe (WKN A11QQ8) darüber informiert,
dass das zur Besicherung der Anleihe als Sicherheit zugesagte Kupfer nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. Nach Auswertung
einer Zwischeninventur, die von dem Treuhänder der Anleihe
durchgeführt wurde, beträgt der Wert des gesamten Warenlagers
inklusive der Kupferbestände aktuell rund 2,5 Mio. Euro. Zum
letzten Stichtag vor der Emission der Anleihe, dem 31.3.2014,
wurde der Wert noch mit 9,5 Mio. Euro angegeben. Die Gründe
für den überraschenden Rückgang des Wertes des gesamten Warenlagers sind bisher nicht bekannt. Bei einer Unterschreitung des
22 AnlegerPlusNews 01 2015
Schwellenwertes von 6,25 Mio. ist die Gesellschaft jedoch gemäß
Wertpapierprospekt zur Nachbesicherung verpflichtet. Dies wird
nach Angaben der Gesellschaft momentan durch den Geschäftsführer Kurt Penell versucht umzusetzen. Nach derzeitigen Schätzungen haben die Sicherheiten trotz der zugesagten Nachbesicherung nur noch einen Wert von rund 5,5 Mio. Euro und würden
somit unter dem ursprünglich geforderten Schwellenwert liegen.
Sofern die Gesellschaft ihrer Pflicht zur Nachbesicherung nicht
nachkommt bzw. aufgrund fehlender Vermögenswerte nicht
nachkommen kann, ist aus Sicht der SdK Schutzgemeinschaft der
Kapitalanleger e.V. gemäß dem zugrunde liegenden Wertpapier-
SdK Extra
prospekt eine Kündigung aus wichtigem Grund zulässig, nachdem
eine Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber stattgefunden
hat und auf dieser kein Beschluss zur Einräumung einer weiteren
Nachbesicherungsfrist gefasst wurde bzw. die Anleihegläubiger
nicht weitergehende Beschlüsse in Bezug auf einen (teilweisen)
Verzicht auf die Besicherung der Anleihe gefasst haben.
vor allem Herr Penell von der Platzierung der Anleihe profitiert
haben könnte, da dieser keiner persönlichen Bürgschaft gegenüber
den Banken mehr nachkommen muss. Daher ist aus Sicht der
SdK genau zu prüfen, vor welchem Hintergrund die Platzierung
der Anleihe stattfand und wie es zum Wertverfall des Warenlagers
kommen konnte.
Aus Sicht der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
sollten die betroffenen Anleiheinhaber nicht ohne weitere Prüfung
des zugrunde liegenden Sachverhaltes einer Nachbesicherung bzw.
einem (teilweisen) Verzicht auf Sicherheiten zustimmen. Es ist aus
unserer derzeitigen Sicht nicht erklärbar, wie es zu dem „Schwund“
im Warenlager und dem damit einhergehenden Verlust an Sicherheiten kommen konnte. Sollten hier schon vor der Emission der
Anleihe die nötigen Sicherheiten nicht vorhanden gewesen sein
und somit die Anleihegläubiger getäuscht worden sein, so wäre aus
Sicht der SdK auch zu prüfen, ob ein Ablehnen einer Nachbesicherung nicht die für die Anleiheinhaber vorteilhaftere Variante wäre,
um so dann im weiteren Verlauf des Verfahrens Ansprüche gegenüber der Penell GmbH und Dritten geltend machen zu können.
Die SdK rät daher allen betroffenen Anleiheinhabern, an der im
Jahr 2015 stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber teilzunehmen, und ihre Rechte wahrzunehmen. Die SdK
bietet allen Anleiheinhabern an, sich unter www.sdk.org/penell
für einen kostenlosen Newsletter zu registrieren und diese auf der
stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber zu vertreten. In einem ersten Newsletter informierte die SdK bereits über
aktuelle Entwicklungen in Bezug auf das Verfahren.
Die mit der Anleihe eingeworbenen Mittel sind vor allem dazu
verwendet worden, um Bankverbindlichkeiten in Höhe von rund
2,3 Mio. Euro abzulösen, welche nach Informationen der SdK mit
dem genannten Warenlager und einer persönlichen Bürgschaft von
Herrn Penell hinterlegt waren. Dies erweckt den Eindruck, dass
Mitgliedern der SdK stehen wir unter info@sdk.org oder unter
089 / 2020846-0 für Fragen zur Verfügung.
München, im Dezember 2014
SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
Hinweis: Die SdK hält Anleihen der Penell GmbH!
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Tel. 089 - 20 20 8460
•
•
K
d
S DEPOT
L
REA
Umfeld bleibt schwierig
as SdK Realdepot konnte im Jahr
2014 (1.1.2014 – 31.12.2014)
einen Wertzuwachs von 4.996,76
Euro vor Steuern verzeichnen. Damit ergibt sich eine Rendite auf den Depotwert
vom 1.1.2014 in Höhe von 4,06 % p. a.
für diesen Zeitraum.
Da im Durchschnitt ca. 40 % des Depotvermögens nicht investiert waren und zinslos auf dem Verrechnungskonto lagen, ist
das Ergebnis aus unserer Sicht als ordentlich zu bezeichnen.
Negativ auf die Entwicklung unseres Depots hat sich vor allem das Engagement
bei der IFA Hotel & Touristik AG ausgewirkt. Hier hat die im Herbst 2014 durchgeführte außergewöhnlich große Kapitalerhöhung mit einer Verdreifachung des
Grundkapitals quasi zu einer Halbierung
des Aktienkurses geführt. Wir erwarten
hier aber aufgrund des außerordentlich
guten Geschäftsverlaufs der Gesellschaft in
24 AnlegerPlusNews 01 2015
den ersten neun Monaten des Jahres 2014
auch sehr erfreuliche Jahresergebnisse und
einen entsprechend positiven Kursverlauf
in den kommenden Monaten. Allgemein
erwarten wir aber für 2015 ein eher schwieriges Jahr für Wertpapieranlagen.
Politik treibt die Kurse
Denn das Jahr 2015 dürfte vor allem von
den Entscheidungen der Politik und den
Notenbanken, die aus unserer Sicht nicht
mehr als unabhängig von der Politik zu bezeichnen sind, geprägt werden. Die überraschende Abkopplung des Franken vom
Euro durch die Schweizer Notenbank und
damit die Abkehr von der bis dahin ausgegebenen Interventionspolitik hat gezeigt,
dass unerwartete Entscheidungen von Politikern und Notenbanken zu rasanten Kursverläufen an den Börsen führen können.
Solch starke Kursbewegungen können
in der Folge wiederum zu dramatischen
Konsequenzen bei Unternehmen führen.
Die Insolvenz des Devisenhändlers Alpari in Folge der Aufwertung des Schweizer
Franken ist nur ein Beispiel hierfür. Mit
den Wahlen in Griechenland, den Entscheidungen der Notenbanken in den
USA (Zinserhöhung) und der Eurozone
(Ankauf von Staatsanleihen) und der weiteren Entwicklung in der Ukraine und des
islamistischen Terrors hält das Jahr 2015
viele Unwägbarkeiten parat.
Überraschende Entscheidungen oder eskalierende Krisenherde könnten u. U. zu
heftigeren Kursturbulenzen führen. Diese
Kursturbulenzen wollen wir ggf. nutzen,
um aus unserer Sicht dann unterbewertete Wertpapiere zu erwerben. Daher halten
wir weiterhin eine hohe Cashquote, um im
Fall des Falles handeln zu können.
Bild: © Fotolia.com
Im Jahr 2014 erzielte das SdK Realdepot eine Rendite von 4,06 % vor Steuern. Aufgrund der hohen
Cashquote von im Schnitt ca. 40 % des Gesamtdepotwertes ein ordentliches Ergebnis. Das Umfeld im
Jahr 2015 ist aber herausfordernd und dürfte eher schwierig bleiben.
SdK Extra
COLEXON Energy AG: Optionsausübung und
Insiderkäufe beflügeln Aktienkurs
Bis zum Ende des Ausübungszeitraums am 31.12.2014 wurden
im Zusammenhang mit der im August 2014 begebenen Optionsschuldverschreibung insgesamt 449.100 Optionen ausgeübt und
somit 449.100 neue COLEXON Aktien zum Ausübungspreis
von 1,56 Euro je Aktie gezeichnet. Der Gesellschaft flossen somit
700.596 Euro zu.
In den ersten drei Wochen des neuen Jahres hat die Gesellschaft
mehrere Aktienkäufe von Insidern gemeldet. Insgesamt kauften
die Vorstände und der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft
zwischen dem 5.1. und dem 13.1.2015 26.702 Aktien zwischen
Kursen von 1,50 Euro und 1,56 je Aktie. Diese Käufe haben dem
Kurs in den letzten Wochen deutlich Auftrieb verliehen.
Aufgrund der auf der Hauptversammlung berichteten sehr erfreulichen Fortschritte bei der Sanierung und dem Umbau der
Gesellschaft rechnen wir mit weiteren guten Nachrichten vor allem in Bezug auf die Erweiterung des Solarparkportfolios in den
kommenden Monaten und erwarten daher weiter eine positive
Kursentwicklung.
SdK Realdepot
Wertpapier WKN
Kaufdatum
Anzahl Kaufkurs Kaufsumme
in Euro
in Euro
Kurs am Gesamtwert Veränderung
21.1.2015 21.1.2015
in %
in Euro
in Euro
Gold-Zack AG i.I. Wandelanleihe
768683
Fernheizwerk Neukölln AG
576790
AGROB Immobilien AG. Vz. 501903
COLEXON Energy AG
A11QW6
K+S AG
KSAG88
RENK AG
785000
IFA Hotel & Touristik AG***
613120
GAG Immobilien AG
586353
OLB Oldenburgische Landesbank AG
808600
COLEXON Energy AG Optionsanleihe 14/15 A12T2X
COLEXON Energy AG Optionsschein
A12T2Y
Essanelle Hair Group AG Nachbesserungsrechte -
Griechenland Strip
A0LN5U
*11,20
35,03
12,65
1,59
25,63
80,50
5,07
53,69
19,01
0,34
0,00
0,00
**17,03
13.04.2011
19.10.2011
26.06.2012
31.08.2012
30.07.2013
10.03.2014
19.05.2014
02.06.2014
25.06.2014
22.08.2014
22.08.2014
28.03.2011
22.07.2011
100
200
800
4.000
350
100
3.000
100
300
4.000
4.000
500
5
*8,30
30,50
8,20
1,34
22,72
85,49
6,53
59,00
21,29
0,34
0,00
0,00
**79,40
8.300,00
6.099,00
6.560,00
5.360,00
7.952,00
8.549,00
19.590,00
5.900,00
6.387,00
1.360,00
0,00
0,00
3.970,00
11.200,00
7.006,00
10.120,00
6.360,00
8.970,50
8.050,00
15.210,00
5.369,00
5.703,00
1.360,00
0,00
0,00
851,50
+ 34,9
+ 14,9
+ 54,3
+ 18,7
+ 12,8
- 5,8
- 22,4
- 9,0
- 10,7
0,00
- 78,6
angefallene Transaktionskosten: 748,82 Euro | Stückzinsen: -44,30 Euro | abgeführte Steuern: 5.743,27 Euro | Kontostand: 36.755,29 Euro
Gesamtdepotwert: 122.698,56 Euro
Depotveränderung: + 22,70 %
Anmerkungen:
Stückzinsen = Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen | Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro | Depotveränderung = nach Transaktionskosten aber vor Steuern
*Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 21 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden.
***Erwerb der Aktien folgte in zwei Tranchen: 19.5.2014 1000 Aktien zu 10,16 Euro je Aktie, 27.11.2014 2000 Stück zu 4,72 Euro je Aktie im Rahmen einer Kapitalerhöhung.
Hinweis:
Markus Kienle, Mitglied des SdK Vorstands, sitzt im Aufsichtsrat der COLEXON Energy AG.
Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte
Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin,
dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können.
Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im
Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte
Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten
Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar.
Haftungsausschluss
Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 27) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers.
Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen.
Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.
AnlegerPlusNews 01 2015 25 SdK extra
HV-Termine
JanuarApril
Stand: 21.1.2015, ohne Gewähr; eine umfassende HV-Terminliste finden Sie
unter www.sdk.org/hauptversammlung.php.
SdK Mitglieder können diese auch unter 089 2020846-0 telefonisch anfordern.
23.02.2015 Fortec Elektronik AG
München
23.02.2015 Forst Ebnath AG
München
25.02.2015 Piper Generalvertretung Deutschland AG
26.01.2015 GRID Content Group AG
Baierbrunn
27.01.2015 Siemens AG
München
27.01.2015 Tonkens Agrar AG
Sülzetal
27.01.2015 CONET Technologies AG
26.02.2015 OSRAM Licht AG
München
26.02.2015 HPI AG
München
27.02.2015 informica real invest AG
Berlin
Hennef
29.01.2015 VERBIO AG
Leipzig
29.01.2015 HanseYachts AG
März
Greifswald
29.01.2015 conVISUAL AG
Oberhausen
29.01.2015 ADC AG
Kassel-Calden
Königstein/Taunus
30.01.2015 ThyssenKrupp AG
Bochum
10.02.2015 TUI AG
12.02.2015 Infineon Technologies AG
18.02.2015 Bertrandt AG
Düsseldorf
Hannover
München
Sindelfingen
18.02.2015 infas Holding AG
20.02.2015 METRO AG
Berlin
05.03.2015 LS telcom AG
Lichtenau
12.03.2015 DATAGROUP AG
Pliezhausen
13.03.2015 Eisen- und Hüttenwerke AG
Februar
03.02.2015 Cloppenburg Automobil SE
02.03.2015 URBANARA Home AG
Bonn
Düsseldorf
Mannheim
17.03.2015 ISRA VISION AG
Darmstadt
18.03.2015 BB Biotech AG
Zürich
18.03.2015 Carl Zeiss Meditec AG
Weimar
19.03.2015 Aurubis AG
Hamburg
20.03.2015 Dr. Hönle AG
München
24.03.2015 Deutsche Beteiligungs AG - DBAG
25.03.2015 Nebelhornbahn AG
Frankfurt/Main
Oberstdorf
25.03.2015 Kässbohrer Geländefahrzeug AG
Anzeige
Köln
13.03.2015 MVV Energie AG
27.03.2015 Villeroy & Boch AG
Laupheim
Merzig
31.03.2015 Beiersdorf AG
Hamburg
April
01.04.2015 Daimler AG
Dividenden
der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg!
09.04.2015 Sartorius AG
13.04.2015 Henkel AG & Co. KGaA
14.04.2015 Axel Springer SE
15.04.2015 MTU Aero Engines Holding AG
15.04.2015 Schuler AG
Düsseldorf
Berlin
München
Göppingen
15.04.2015 RTL Group S.A
16.04.2015 GEA Group AG
16.04.2015 GERRY WEBER International AG
Dividendenchampions
Tägliche News zu Dividenden
Top-Dividenden
Hauptversammlungen
Berlin
Göttingen
Oberhausen
Halle/Westfalen
16.04.2015 Dinkelacker AG
Stuttgart
16.04.2015 MME MOVIEMENT AG
München
17.04.2015 Merck KGaA
Frankfurt/Main
20.04.2015 UMS AG
Frankfurt/Main
21.04.2015 Sedlmayr Grund und Immobilien KGaA
München
21.04.2015 Nürnberger Beteiligungs-AG
Nürnberg
23.04.2015 RWE AG
23.04.2015 Münchener Rück AG
Essen
München
23.04.2015 SAF-Holland S.A.
Luxemburg
24.04.2015 Pankl Racing Systems AG
Kapfenberg
28.04.2015 Analytik Jena AG
28.04.2015 ATOSS Software AG
Jena
München
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Januar
Impressum
Verlag:
Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München
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Geschäftsführer:
Daniel Bauer, Harald Rotter
Herausgeber: Kapital Medien GmbH
Redaktion:
Chefredakteur: Harald Rotter
Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer
Autoren dieser Ausgabe:
Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Carolyn Friesl, Roland Klaus, Stefan Müller,
Werner W. Rehmet (MyDividends), Harald Rotter, Andreas Schmidt, Matthias Wahler,
Henry Philippson
Lektorat: Katja Utermöller-Staege
Grafik, Layout, Produktion: Natalia Solodovnikova, Aneta Klimek
Redaktionsschluss: 21.1.2015
Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com,
Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com,
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Kontakt:
Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München
Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de
Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten
wir um Verständnis.
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Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig.
Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in
gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen.
Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise:
Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den
spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen
zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu
stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige
Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren
geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlageziele,
Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden.
Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig.
Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten
Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein.
Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpflichtet, die Informationen zu aktualisieren. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust
des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über
das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn ein Finanzinstrument in einer
von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine Änderung
der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinflussen, und solch ein Investor geht ein effektives
Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken
und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt in unseren
Reports beschrieben werden, kann steigen oder fallen. Außerdem ist die historische
Entwicklung nicht notwendigerweise ein Hinweis auf die zukünftigen Resultate.
Haftungsausschluss:
Weder der/die Autor(en) noch die Kapital Medien GmbH haften für einen möglichen Verlust, den ein Anleger mittelbar oder unmittelbar erleidet, weil er seine Anlageentscheidungen auf Veröffentlichungen im Magazin „AnlegerPlus“ gestützt hat.
Hinweis auf potenzielle Interessenskonflikte:
Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus News hinweisen. Diese
Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonflikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK)
Hinweis: Die SdK hält Finanzinstrumente im Anlagebestand, um ihr Vermögen zu verwalten. Des Weiteren hält die SdK Aktien von fast allen börsennotierten Emittenten (in
der Regel eine Aktie), um eine Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu
können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1 und 2 beziehen sich lediglich auf den
Anlagebestand!
1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten
Finanzinstrumente des Emittenten im Anlagebestand.
Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten
Finanzinstrumente im Anlagebestand, deren Wertentwicklung von der Wertent-
2.
3.
4.
5.
6.
wicklung des Emittenten oder von von diesem emittierten Finanzinstrumenten abhängt.
Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen
bestehen Verbindungen zum Emittenten (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.).
Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende
finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.
Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte
Personen:
An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten
Finanzinstrumente des Emittenten.
An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente,
deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von
Finanzinstrumenten abhängt, die dieser emittiert hat.
7. Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und
dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.).
8. An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige
bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.
Erscheinungsweise:
Im monatlichen Rhythmus, per E-Mail im PDF-Format
Bezug: Kostenlos
Anmeldung: www.anlegerplus.de/news/
Abmeldung: www.anlegerplus.de/news/abbestellen
Anzeigen-Service
Leser-Service
Mitglieder-Service
Ansprechpartner:
Larissa Stoll, Mediaberaterin
Tel.: +49 (0)89 2020846-19
Fax: +49 (0)89 2020846-21
E-Mail: larissa.stoll@anlegerplus.de
Internet: www.AnlegerPlus.de
Ansprechpartner:
Carolyn Friesl
Tel.: +49 (0)89 2020846-20
Fax: +49 (0)89 2020846-21
E-Mail: leserservice@anlegerplus.de
Internet: www.AnlegerPlus.de
Ansprechpartner:
Gabriele Appel
Tel.: +49 (0)89 2020846-0
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AnlegerPlusNews 01 2015 27 Das große Jahressonderheft von AnlegerPlus
erscheint am 20. Dezember 2014
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