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ALPENSEGLER - NAVO Baden/Ennetbaden

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ALPENSEGLER
Mitteilungsblatt des NAVO Natur- und Vogelschutzvereins Baden / Ennetbaden
Ausgabe 3/14, Dezember 2014
JAHRESBERICHT 2014
Geschätzte Vereinsmitglieder
Jahresend – Jahresbericht, d.h. kurzer Blick zurück auf das Geleistete, auf das Verpasste,
das Gelungene und das Missglückte. Gar so schwarz-weiss will ich nicht malen.
Angefangen hat das NAVO-Jahr wie immer mit der GV im Januar im Saal des Regionalen Pflegezentrums, den wir wiederum kostenlos benutzen durften. Josef Fischer, Geschäftsführer der Stiftung Reusstal in Rottenschwil, hat uns mit tollen Bildern Kleinode
aus dem Aargauer Reusstal gezeigt und uns auf eine Beobachtungstour Lust gemacht.
Das hat dann eine Gruppe von knapp zwei Dutzend Mitgliedern unseres Vereins Mitte
März auch getan an der Wasservogelexkursion zum Flachsee unter Leitung von Ernst
Weiss. Die weiteren Exkursionen seien nur kurz erwähnt, da kurze informative und bebilderte Rückblicke jeweils im Alpensegler oder in der Tagespresse erscheinen – den
schreibgewandten Autoren, besonders Patrick Ruckli und Vera Schmid, sei Dank.
1. Juni: erlebnisreiche Exkursion in die Gipsgrube Ehrendingen mit Helmut Nowack
5. Juli und 15. August: Besichtigung der Alpensegler-Kolonie im Landvogteischloss sowie Vortrag mit Maria Burger und Agnes Schärer, die auch den Hauptartikel zu unserem
Vereinslogo-Vogel im April verfasst hatten. Die beiden jungen Frauen leisten im Stillen
grosse Arbeit zugunsten der Vögel und der Wissenschaft. Dafür vielen herzlichen Dank!
Die Vogelexkursion für Familien mit Zmorge am Muttertag konnten wir leider nicht
durchführen. Ebenso ist die Vereinsreise in den Berner Jura Ende August ins
Wasser gefallen (wird nachgeholt).
Hingegen war die Holzpilzexkursion in das Lothar-Sturmgebiet oberhalb des
Teufelskellers mit Tobias Liechti lehrreich und spannend – schade, dass sich
nur Wenige dafür Zeit nehmen konnten.
Besonders gefreut hat mich die Initiative von Patrick Ruckli, der kurzfristig einen zweiteiligen Kurs und eine kurze Übungsexkursion Ende
April/anfangs Mai zum SVS-Thema «Stunde der Gartenvögel» auf
die Beine gestellt und zusammen mit Heinz Häusler erfolgreich
durchgeführt hat. Erfolgreich wegen der schönen Teilnehmerzahl von rund 25 Teilnehmenden, die alle sehr interessiert die Gelegenheit zur Kurzeinführung in unsere
Vogelwelt vor der Haustür genutzt haben. Ihre Zufriedenheit und Begeisterung zeigt sich auch darin, dass
wir aus dem Kurs einige neue Mitglieder gewonnen
haben. Bravo!
Die Arbeitstage Mitte Juni und August verliefen mit
einer Schar treuer Helferinnen und Helfer wie schon
fast gewohnt mit Goldrutenbekämpfung am grossen
Amphibientümpel auf der Baldegg im Müserenwald.
Ebenso in gewohnter Manier verkauften Maria Burger, Patrick Ruckli und Pius Tschirky einen Morgen
Fortsetzung auf der Innenseite …
… Fortsetzung von der Vorderseite
lang Birnel am Wochenmarkt und trugen so den
Namen des NAVO unter die Leute mitten in die
Stadt.
Die Vorstandarbeit läuft sehr erfreulich mit drei,
dafür etwas langen Sitzungen sehr effizient und in
kameradschaftlicher Atmosphäre, was die Arbeit
natürlich sehr erleichtert. Alle Vorstandsmitglieder
leisten ihren Dienst vor allem neben den Sitzungen, sei es die Organisation der oben erwähnten
Anlässe oder Johannes Siedler als Koordinator der
Nistkastenkontrolle und Protokollverfasser, Vera
Schmid als seriöse Kassierin und Nick Marolf als
Meister von immer schöner gestalteten Alpenseglern.
Wie in der Augustnummer des Alpenseglers erwähnt, sind wir in der Stadt Baden und der Gemeinde Ennetbaden in der komfortablen Situation,
dass die Natur und ihre Förderung im Siedlungsgebiet einen hohen Stellenwert geniesst, was sicher
auch ein Verdienst des Einsatzes der Frauen und
Männer der Stadtökologie ist. Als Vertreter des
NAVO in der Natur- und Umweltkommission staunen wir (Maria Burger, Pius Tschirky und der Unterzeichnende) über das breite Tätigkeitsfeld und
ihr grosses Engagement, nicht zuletzt bei den stark
genutzten Angeboten für die Schulen.
In diesem Sinne danke ich Ihnen allen, die sich in
irgendeiner Form für die Natur in unserer beängstigend rasch wachsenden Stadt und Agglomeration
einsetzen und darum besorgt sind, dass die Tiere
und Pflanzen nicht ganz unter die Räder kommen.
Mögen Sie immer wieder ruhige beglückende Beobachtungen und Naturlebnisse geniessen!
Thomas Burger
GESUCHT:
NEUES VORSTANDSMITGLIED
SCHUTZ DER VÖGEL VOR
LICHTVERSCHMUTZUNG
Es ist Winter, die dunklen Nächte lang. Doch ist die Nacht bei uns
wirklich so dunkel? Machen Sie mal die Probe: wie viele Sterne sehen
Sie in einer klaren Nacht von Ihrem Wohnort aus noch am Himmel
funkeln? Erkennen Sie die Milchstrasse? Oder wird alles überstrahlt
vom Licht der Strassenlampen, Gebäudebeleuchtungen, Leuchtreklamen und vielem mehr?
Dieses Phänomen wird «Lichtverschmutzung» genannt. Gemeint ist
damit die diffuse Erhellung der Nacht durch unzählige Lichtquellen.
In Städten und Agglomerationen ist das Problem deutlich ausgeprägter als in ländlichen Regionen. In der Schweiz gibt es aber selbst in
den Bergen kaum noch Gegenden, welche gänzlich von Lichtverschmutzung verschont sind. Hierzulande hat die Lichtverschmutzung in den letzten 20 Jahren um über 70% zugenommen.
Das Problem mit der Lichtverschmutzung
Der moderne Mensch ist nach Sonnenuntergang auf Kunstlicht angewiesen. Gegen sinnvoll, gezielt und sparsam eingesetzte Beleuchtung ist selbstverständlich nichts einzuwenden. Problematisch ist
vielmehr das ungezielte, ineffiziente und unnötige Anstrahlen des
Nachthimmels und der Umgebung.
Aus verständlichen Gründen waren es Berufs- und Hobbyastronomen, welche als Erste auf das Verschwinden der dunklen Nächte hingewiesen haben. Inzwischen unterstützen auch Naturschützer den
Kampf gegen die Lichtverschmutzung. Forschungsresultate zeigen
nämlich, dass nächtliche Beleuchtung nicht nur ungezählten Insekten eine tödliche Falle stellen kann, sondern auch den Zugvögeln.
Wer nachts über bewohntes Gebiet fliegt, sieht unter sich ein weites Lichtermeer. Für Zugvögel ist dieser Anblick kein Problem, solange die Nächte klar sind. Sie können sich dann an den Gestirnen
und an geografischen Leitlinien orientieren. Schwierig wird es, wenn
sie in Gegenden mit dichten Wolken oder Nebel fliegen. Die diffuse
Beleuchtung und nach oben abstrahlende Lichtquellen können den
Orientierungssinn der Vögel trüben. Sie werden z.B. vom Lichtdom
einer Stadt in den Bann gezogen und fliegen ungerichtet umher, oft
stundenlang. Manche fallen als Folge von Stress und Erschöpfung
tot vom Himmel. Andere werden von hell beleuchteten Gebäuden,
Scheinwerfern oder Leuchtfeuern immer stärker angezogen, können
jedoch die Distanz und die Gefahr nicht abschätzen und kollidieren
Johannes Siedler möchte sich entlasten und
darum auf die bevorstehende GV aus dem
Vorstand austreten – was wir bedauern, aber
natürlich akzeptieren. Wir sind aber froh,
dass er als Verantwortlicher und Koordinator für die Nistkastenkontrolle weitermacht.
Das Amt des Protokollführers an drei bis vier
Vorstandsitzungen und an der GV ist darum
neu zu besetzen. Wenn Sie sich dafür interessieren, freut sich Thomas Burger auf Ihr
Telefon (P 056 493 33 70, G 056 203 40 33)
oder Mail (thomas.burger@5406baden.ch).
Die Lichter von Estavayer-le-Lac. Foto: Alessandro Della Bella
mit diesen Strukturen. Das gleiche Phänomen wird auch bei hell beleuchteten Berghütten entlang den Flugkorridoren von Zugvögeln in
den Alpen beobachtet.
Ihr Beitrag gegen Lichtverschmutzung
Mit einfachen Massnahmen kann die Lichtverschmutzung eingedämmt werden, ohne dass auf Sicherheit oder Komfort verzichtet
werden muss. Bei der Konzipierung einer umwelt- und vogelfreundlichen Beleuchtung lautet die grundsätzlichste Frage: ist das Licht
wirklich nötig? Muss eine Fassade, Buschwerk im Garten oder gar
der Himmel beleuchtet werden?
Falls das Aussenlicht nötig ist, stellt sich die zweite Frage: zu welchen
Zeiten? Immer, oder nur wenn Personen unterwegs sind? Lässt sich
die Leuchtdauer mit Zeitschaltung oder Bewegungsmeldern auf das
Nötige reduzieren? Eine weitere Möglichkeit, die Lichtverschmutzung zu reduzieren und gleichzeitig Energie und Kosten zu sparen:
die Beleuchtung nur so hell wie nötig zu wählen. LED-Spots statt
Halogen-Fluter schonen Umwelt und Portemonnaie gleichermassen.
Schliesslich geht es um die
Positionierung des Lichtes,
respektive des Lichtkegels.
Ideal sind Beleuchtungen von
oben nach unten, ohne Abstrahlung gegen den Himmel
(siehe Illustrationen rechts).
Helfen Sie mit, die Lichtverschmutzung zu reduzieren
– denn auch dies ist aktiver
Natur- und Vogelschutz!
Nick Marolf
AUSBLICK
STUNDE DER GARTENVÖGEL 2015
Birdlife Schweiz ruft auch im nächsten Jahr zur
«Stunde der Gartenvögel» auf. Die Aktion findet
vom 8. bis 10. Mai 2015 statt. Setzen Sie sich eine
Stunde lang in Ihren Garten oder einen nahen Park
und notieren Sie jede Vogelart, die Sie beobachten!
Der Natur-und Vogelschutzverein Baden / Ennetbaden organisiert wiederum einen kurzen Vorbereitungskurs dazu. Reservieren Sie sich schon jetzt
die Daten. Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit
folgen später. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
■■ Mittwoch, 1. April 2015, 19.30 Uhr,
Bezirksschule Baden, Kurs 1. Teil
■■ Mittwoch, 29. April 2015, 19.30 Uhr,
Bezirksschule Baden, Kurs 2. Teil
■■ Samstag, 2. Mai 2015, 8.00 Uhr,
Exkursion im Brown- Boveri Park
RÜCKBLICKE
HOLZPILZ-EXKURSION, 20. SEPTEMBER 2014
Die meisten Leute, die sich für Pilze interessieren,
haben ihr Augenmerk auf Speisepilze gerichtet.
Aber genau darum ging es nicht in der Exkursion vom 20. September 2014. Holzpilze, hiess
die Ausschreibung. Und trotzdem war der Tisch
reich gedeckt. Seit dem verheerenden Unwetter
vom 26. Dezember 1999 ist ein Teil des Badener
Waldes der Natur überlassen worden und auf den
umgeknickten und liegengelassenen Stämmen
gedeihen Holzpilze hervorragend! Bis zu 500
Pilzarten gedeihen auf einer Holzart!
Tobias Liechti, einer der mit den regelmässigen Bestandes-Aufnahmen beauftragten Wissenschaftler, führte uns begeistert und flotten
Schrittes durch den Wald im Zürieich. Neben der
beeindruckenden Pilzvielfalt zeigte er auch gar
manchen ökologischen Zusammenhang auf.
Sogar die Namen der Holzpilze sind vielfältig:
Eichen-Wirrling, Porling, Feuerschwamm, Hallimasch (der nachts leuchtet) usw. Sie werden viel-
leicht beim Laien wieder in Vergessenheit geraten, aber der schöne
Waldrundgang wird den Teilnehmern in Erinnerung bleiben!
Patrick Ruckli
VERANSTALTUNGEN
Zu allen Veranstaltungen sind auch Nicht-Mitlgieder herzlich willkommen!
> Freitag, 23. Januar 2015, 19:30 Uhr
115. Generalversammlung des NAVO Natur- und
Vogelschutzvereins Baden – Ennetbaden
Die Generalversammlung findet statt am Freitag, 23. Januar 2015
um 19:30 Uhr im Saal des Regionalen Pflegezentrums in Baden,
Hauptgebäude, Wettingerstrasse auf der östlichen Seite der Hochbrücke. Bushaltestelle (Kantonsschule) vor dem Haupteingang,
Gratisparkplätze vorhanden.
Vor der eigentlichen GV wird Christoph Meier von der Vogelwarte Sempach einen spannenden Vortrag zum Thema «Faszination Vogelflug» halten.
Anschliessend daran findet nach einer kurzen Pause die Generalversammlung mit folgenden statutarischen Traktanden statt:
1. Protokoll der 114. Generalversammlung (siehe Beilage)
2. Jahresbericht
3. Jahresrechnung
4. Jahresprogramm 2015 (siehe Beilage)
5. Festsetzung der Mitgliederbeiträge
6. Statutenänderung (siehe Erklärung unten)
7. Anträge
8. Verschiedenes
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Auch Nichtmitglieder sind zum
Vortrag herzlich willkommen! Allfällige Anträge zuhanden der GV
sind 14 Tage vorher dem Präsidenten einzureichen.
Zur vorgeschlagenen Statutenänderung:
Vorbemerkung: Es geht um eine Formalität, auch wenn die vorgeschlagene Änderung den Artikel 14 – «Auflösung des Vereins» betrifft.
Angesichts der grosszügigen Spenden vieler Mitglieder hat sich unsere Kassierin Vera Schmid darum bemüht, dass wir als gemeinnütziger Verein anerkannt werden und damit auch Spendenbestätigungen abgeben können. Diese berechtigt dann die Spender zum
Abzug ihrer Spende vom Einkommen in ihrer Steuererklärung. Zudem ist der NAVO damit steuerbefreit.
In einer fünfseitigen Verfügung hat uns das kantonale Steueramt
die Gemeinnützigkeit anerkannt – unter der Voraussetzung, dass
wir die Statuten vom 28. November 1997 wie folgt ändern:
Art. 14 Auflösung des Vereins, Absatz 2
Alt: «Das Vereinsvermögen darf nicht zweckentfremdet oder verteilt
werden. Über die Verwaltung und Verwendung entscheidet die GV
endgültig.»
Neu: «Im Falle einer Auflösung werden Gewinn und Kapital einer
anderen steuerbefreiten juristischen Person mit Sitz in der Schweiz
zugewendet.»
> Sonntag, 1. März 2015
Wasservogelexkursion
am Klingnauer Stausee
Der Klingnauer Stausee ist ein WasservogelSchutzgebiet von internationaler Bedeutung. Viele
Vogelarten wählen ihn für einen mehrmonatigen
Winteraufenthalt, wir für eine rund zweistündige
Exkursion unter Leitung von Katharina Marinucci
vom Natur- und Vogelschutzverein Wettingen.
Treffpunkt 14:20 Uhr in Kleindöttingen auf dem
Parkplatz bei der Aarebrücke (5 Minuten zu Fuss
vom Bahnhof Döttingen). Anreise mit dem Zug:
Abfahrt Baden Bahnhof 13:54 Uhr, Ankunft Döttingen 14:08 Uhr. Rückfahrt mit dem Zug ab
Döttin­gen jeweils um :19 oder :49 Uhr.
Fernrohr oder Feldstecher und unbedingt warme
Kleidung sind empfohlen.
> Sonntag, 29. März 2015
Vogelstimmen-Exkursion
an der Limmat
Unsere jährliche Vogelstimmen-Exkursion führt
uns diesmal nicht durch den Frühlingswald, sondern entlang der Limmat. Unter der Leitung von
Agnes Schärer beobachten, lauschen und bestimmen wir, welche Vögel sich an einem Frühlingsmorgen in der Nähe des Flusslaufes befinden.
Treffpunkt 6:45 Uhr auf dem Kurplatz im Bäderquartier, Baden. Achtung, an diesem Wochenende beginnt die Sommerzeit! Dauer der Exkursion
ca. zwei Stunden. Feldstecher, falls vorhanden,
mitnehmen.
KONTAKT / IMPRESSUM
Kontaktadresse des NAVO Natur- und
Vogelschutzverein Baden/Ennetbaden:
Thomas Burger, Präsident
Steinstrasse 16d, 5406 Baden-Rütihof
Tel. 056 493 33 70, Mail: thomas.burger@5406baden.ch
Webseite: www.navobaden.ch, PC-Konto des NAVO: 50-10437-9,
IBAN CH93 0900 000 5001 0437 9
Der Alpensegler erscheint dreimal jährlich. Gedruckt auf Biotop
3 Extra FSC, 100% chlorfrei, ohne optische Aufheller.
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