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BEARBEITERGRUPPE 4 / LINSENHOF / RODWIESE

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ETTERSBURGER ENTWURFSTAGE
KLEINGARTENENTWICKLUNGSKONZEPTION SUHL ALS TEIL DES INTEGRIERTEN STADTENTWICKLUNGSKONZEPTES
Lage und Erreichbarkeit
Die Kleingartenanlagen Linsenhof e.V. und Rodwiese e.V. beinden sich im Suhler Stadtteil Linsenhof, der auf den Hügeln nordwestlich des
Zentrums gelegen ist. Da die Anlagen an den Naturpark Thüringer Wald grenzen, wird das Umfeld von Fichtenforst dominiert. Nur südlich
und südöstlich schließt sich Wohnbebauung, vorwiegend aus Einfamilien- und Wochenendhäusern bestehend, an das Gebiet der Kleingartenanlagen an. Im Westen beider Anlagen verläuft die A 71, die sowohl optisch als auch akustisch durch eine Anhöhe vom Gebiet getrennt ist.
An
den
Anlagen
führen
der
„Bergbauwanderweg
Domberg-Sauerberg“
und
der
„Herbert-Roth-Wanderweg“
vorbei.
Bewertung der Parzellenstandorte
KGV Linsenhof
KGV Rodwiese
Auf der „Dürren Wiese“, einer als Weide genutzten Fläche, wurde im
Auf einer ehemaligen Weideläche, die von einer Landwirtschaftlichen Pro-
Jahr 1982 die KGA Linsenhof als Kleingartensparte des Verbandes der
duktionsgenossenschaft (LPG) genutzt wurde, gründete der Verband der
Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) gegründet. Damals um-
Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) im Jahr 1979 die Gartenan-
fasste die gesamte Anlage 210 Parzellen. Auch wenn heute die Anzahl
lage „Rodwiese“. Den Kleingärtnerverein „Rodwiese“ e.V. gibt es seit 1990.
etwas geringer ist, aktuell sind beim Stadtverband 196 Parzellen gemel-
Die Gesamtläche des Vereins beträgt 11273m2. Die Durchschnittsgröße
det, so handelt es sich nach wie vor um Suhls größte Kleingartenanla-
der Parzellen liegt bei 450m2 und der Gemeinschaftslächenanteil be-
ge. Der Kleingartenverein „Linsenhof“ e. V. gründete sich im Jahr 1991.
trägt 630m2. Ursprünglich bestand die Anlage aus 17 Gartenparzellen
KGV Rodwiese
und einer Gemeinschaftsläche des Vereins sowie dem gerade durch die
Anlage verlaufenden Weg. Anfang der 80er Jahre wurde jedoch ein wei-
KGV Linsenhof
terer Garten auf der Gemeinschaftsläche angelegt. Seither besteht die
Anlage aus 18 Gärten, die beidseitig des Weges liegen. Ein kleiner Park-
KGV Rodwiese
platz mit ca. 8 Stellplätzen ist ebenfalls Bestandteil der Gartenanlage.
Der Verein unterhält eine eigene Brauchwasseranlage, welche die
einzelnen Parzellen mit Quellwasser versorgt. Die Quelle liegt nörd-
KGV Linsenhof
lich der Gartenanlage im Wald. Durch den Verein wurde eine Filteranlage aus mehreren Kammern in den Quellbach eingebaut. Die Stromversorgung der Anlage wird über die KGA Linsenhof gewährleistet.
Aufgrund ihrer einfachen Struktur und der verhältnismäßig geringen Anzahl an Gärten wirkt die Anlage sehr überschaubar.
Luftaufnahme der KGA Linsenhof (Foto: W. Roth, o.J.)
Sichtbeziehungen
Die Gesamtläche der KGA beträgt 127887m2. Eigentümer des
Grund und Bodens ist die Stadt Suhl. Alle Parzellen der Anlage verfügen über einen Strom- sowie einen Wasseranschluss.
Die Typik der Anlage ist geprägt durch eine sehr abwechslungsreiche
Geländestruktur aus Hängen, kleineren Schluchten, aber auch ebenen Flächen. Darüber hinaus tritt an mehreren Stellen Wasser aus dem
Berg, das durch die Hangneigung bedingt in temporären Fließgerinnen
KGV Rodwiese
den Hügel hinunter läuft. An den tiefsten Punkten des Geländes sammelt sich das Wasser in Tümpeln. Der komplette südliche Bereich der
Anlage ist - auch innerhalb der Parzellen - durch feuchte bis nasse Bereiche gekennzeichnet. Der Fußweg, der von der Bushaltestelle aus in
die Anlage führt, ist durch die Nässe in einem sehr schlechten Zustand.
Aufgrund der interessanten Geländeneigungen und der zum Teil exponierten Lage gibt es einige Stellen, von denen aus tolle Sichtbeziehungen Richtung Suhl aber auch innerhalb der Anlage bestehen.
Durch das Areal der KGA verläuft ein Grünzug mit zum Teil großen Laub- und Nadelbäumen, der die gesamte Anlage in zwei Bereiche teilt. Der Grünzug ist Bestandteil der KGA und wird als Gemeinschaftsläche
betrachtet.
Neben
dieser
gemeinschaftlichen
KGV Linsenhof
Ausblick von der KGA Rodwiese (Foto: T. Adams, 10/2014)
Durch die günstige Lage am Hang mit südwestlicher Ausrichtung ist die
Sonnenscheindauer in dieser Anlage besonders hoch und man hat einen
weiten Blick über Suhl. Aktuell sind alle Parzellen verpachtet und bisher gab
es noch keine Probleme neue Pächter für aufgegebene Gärten zu inden.
In Anbetracht des Altersdurchschnitts der 30 Vereinsmitglieder, der bei 63
Jahren liegt und der Problematik des Bevölkerungsschwundes der Stadt
Suhl, wird jedoch vermutlich auch diese Kleingartenanlage in naher Zukunft
Schwierigkeiten haben, Nachfolger für aufgegebene Parzellen zu inden.
Grünläche gibt es noch die gemeinschaftlichen Wege, einen Park-
Landschaftsraum
und Stadtgebiet Suhl
Stadtgebiet Suhl
platz für ca. 40 PKW sowie einen Gemeinschafts- und einen Spielplatz.
Auf dem Gemeinschaftsplatz beindet sich auch ein Vereinsbungalow. Jedes Jahr indet ein Sommerfest in der Anlage statt. Ein besonderes Projekt
Geländeschnitt des KGV Linsenhof
des Vereins wird seit 2011 in einer der ehemaligen Kleintierzüchterparzellen umgesetzt. Dieser Garten wurde an die nahe gelegene LautenbergRegelschule übergeben mit dem Ziel, dass durch gemeinsame Gartentätigkeit von Schülern, Lehrern und Vereinsmitgliedern ein Mustergarten
entsprechend des Bundeskleingartengesetzes auf der Fläche entsteht.
Insgesamt beindet sich die Anlage in einem guten Zustand. Die Drittellösung ist zwar nicht in allen Gärten eingehalten, der Gesamteindruck erscheint dennoch akzeptabel. Die Heckenhöhen überschreiten
in einigen Parzellen die laut der Gartenordnung vorgegebenen 1,50 m.
Parzellen in der KGA Linsenhof (Foto: S. Krautz, 10/2014)
BEARBEITERGRUPPE 4 / LINSENHOF / RODWIESE - BESTAND
WS 2014 - 15 / BEARBEITER: T. ADAMS, H. BACHMANN, S. KRAUTZ, M. PAGEL / BETREUER: PROF. DR. G. KRAUSE, DIPL.-ING. G. TSCHERSICH
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ETTERSBURGER ENTWURFSTAGE
KLEINGARTENENTWICKLUNGSKONZEPTION SUHL ALS TEIL DES INTEGRIERTEN STADTENTWICKLUNGSKONZEPTES
Die KGA Linsenhof und Rodwiese sollen zu einem gemeinsa-
Die frei werdenden Parzellenbereiche werden zum Großteil in
men Kleingartenpark entwickelt werden. Dazu eignen sich die bei-
Grünland umgewandelt. Um die Flächen offen zu halten, sol-
den Anlagen besonders gut durch ihre direkt benachbarte Lage und
len sie durch Schafe beweidet werden. Diese stellen darüber hi-
die hohe Anzahl von aktuell insgesamt 214 Parzellen. Ein Klein-
naus besonders für Familien mit Kindern eine Attraktion dar.
Entwicklungsschemata
Hängebrücke
Bestand
gartenpark unterscheidet sich von einer reinen Kleingartenanlage
durch seinen hohen Anteil an öffentlichen Erholungslächen. Da-
Der Gemeinschaftsplatz der KGA Linsenhof in südöstlicher Richtung
für sollen leer stehende Parzellen in solche umgewandelt werden.
soll vergrößert werden. Der Höhenunterschied innerhalb der neu
dazu kommenden Platzläche wird durch Natursteinstufen, die auch
Unter dem Titel „ErlebnisReich“ soll der zukünftige Kleingarten-
als Sitzlächen verwendet werden können, etwas abgeschwächt. Die
park Besucher anziehen und wie der Name schon sagt, diese nicht
Flächen, die sich zwischen den Stufen ergeben, werden als Aufent-
nur zum Erholen, sondern im Besonderen zum Erleben einladen.
haltsraum mit Spielgelegenheiten gestaltet. Auf der obersten Ebene
Allein schon die abwechslungsreiche Geländestruktur bietet da-
beindet sich das Vereinshaus. Auf lange Sicht sollte eine Bewirt-
für großes Potential. Die rauen und eher wilden Elemente, wie die
schaftung des Vereinsheimes angestrebt werden, um die Öffentlich-
Hangneigung, die Fließgerinne, die Feuchtbiotope und der Baum-
keitswirksamkeit der Anlage zu erhöhen und die wirtschaftlichen
bestand im Zentrum der Anlage, bilden einen starken und reiz-
Verhältnisse des Vereins aufzubessern. Das Vereinshaus kann au-
vollen Kontrast zu dem geordneten und strukturierten Kleingar-
ßerdem als Informations- und Veranstaltungszentrum genutzt wer-
tenwesen. Dieser Kontrast zwischen Natur und Gartenkultur soll
den. So könnte z.B. über den Anbau regionaler Obstgehölze informiert
herausgearbeitet und erlebbar gemacht werden. Dabei sollen auch der
oder ein Workshop zum Bau von Insektenhotels angeboten werden.
Rodwiese
Entwicklungsstufe
Linsenhof
pädagogische und der spielerische Aspekt Berücksichtigung inden.
Um den Kleingartenpark erlebnisreich zu gestalten, sind verschie-
Die Entwicklung der Kleingartenanlagen Linsenhof und Rodwiese in ei-
dene Elemente vorgesehen: Der Grünzug im Zentrum soll über
nen Kleingartenpark soll schrittweise erfolgen (vgl. Entwicklungssche-
eine Hängebrücke überquert werden können, der höchste Punkt
mata). Wichtig ist dafür eine gezielte Neuverpachtung der Parzellen, die
der Anlage wird im Bereich der ehemaligen Ofiziersgärten über
dauerhaft zur Kleingartennutzung vorgesehen sind, damit das Konzept
eine Aussichtsplattform erschlossen und über eines der Fließge-
in den frei werdenden Bereichen sukzessive umgesetzt werden kann.
Endplanung
rinne soll eine Wackelbrücke führen. Die Fließgerinne sollen außer-
naturnaher
Wasserlauf
Tiergehege
Gemeinschaftsplatz
Wackelbrücke
dem durch eine naturnahe Gestaltung und ein Entfernen von Verrohrungen gestalterisch aufgewertet und erlebbar gemacht werden.
Spielplatz
Legende
Grünläche
Grünstrukturen
Parzelle
Kleingartenparzellen mit Lauben
Wege / Plätze
Grünland beweidet
Feucht-/Nassgrünland
Rasen
naturnahe Feuchtwiesen
Staudenrabatte
Gehölze
Sträucher
Bäume
Einfriedung mit Knotengeflechtzaun
Eingangstor
Tiergehege
Wassergebundene Wegedecke
Gewässer
Aussichtsplattform "Schwebende Linse"
Bank
Hängebrücke
Holzsteg
Gemeinschaftsplatz mit Spielbereich innerhalb der Anlage
Abb. 1.:Hängebrücke
Abb. 2.: Renaturierter Bachlauf
Erschließung
Wege außerhalb
Wanderwege
Herbert-Roth-Wanderweg
Bergbauwanderweg
Bushaltestelle
Parkplatz
0
Wackelbrücke über freigelegtem Bachlauf
Aussichtsplattform „Schwebende Linse“
Beleuchtete Aussichtsplattform
Abb. 3.: Knotengelechtzaun
50
100 Meter
Abbildungen:
Abb. 1.: Hängebrücke, http://www.rothaarsteig.de/uploads/media/Rothaarsteig_kombiniert_Urspruenglichkeit_mit_Naturerleb.jpg
Abb. 2.: Bachlauf, http://images.fotocommunity.de/bilder/bach-luss-see/bachlaeufe/kleiner-bach-schoenebecker-aue-d69acbbe-5ba1-4313-9de4-afbadeef8450.jpg
Abb. 3.: Ziegen, http://www.draht-mayr.de/system/iles/imagecache/lightboxsize/galeriebilder/Leichtes_Knotengelecht_04.jpg
3D-Visualisierung
QR-CODE scannen.
- http://suhl.adams24.com -
BEARBEITERGRUPPE 4 / LINSENHOF / RODWIESE - KONZEPT
WS 2014 - 15 / BEARBEITER: T. ADAMS, H. BACHMANN, S. KRAUTZ, M. PAGEL / BETREUER: PROF. DR. G. KRAUSE, DIPL.-ING. G. TSCHERSICH
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