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FREUNDSCHAFT
FRIEDEN
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de
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Infoblatt der Berliner Freunde der Völker Russlands e.V.
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WWW.BERLINER-FREUNDE-RUSSLANDS.DE
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TROIKA
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VERSTÄNDIGUNG
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Januar 2015
in der bald einsetzenden
Systemkonfrontation und
im „Kaltem Krieg“ sehr
unterschiedlich beschritten
wurden.
Foto: Joachim Hinz
Zum 70. Jahrestag der Befreiung
Wir sind auf dem Wege zum
70. Jahrestag des Sieges der
Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg und der
Anti-Hitler-Koalition
im
Zweiten Weltkrieg. Dieser
Sieg brachte die Befreiung
des deutschen Volkes und
anderer Völker Europas
vom Faschismus.
Der 8./9. Mai wird in den
kommenden Monaten Thema vieler Veranstaltungen,
Publikationen, Medienberichte, geschichtlicher und
politischer Debatten sowie
vieler Feierlichkeiten sein.
Stimmen wir uns darauf ein.
Im Januar 1945 stand die
Rote Armee nach harten
Kämpfen an der Oder. Die
deutsche
Bevölkerung
erwartete das Ende des
Krieges „mit Schrecken“.
Am 16. April begann die
Berliner Operation. Sie war
eine der größten Schlachten
des Zweiten Weltkrieges.
Seit dem 21. April wurde
in der Stadt erbittert gekämpft…. Am 8. Mai wurde in Karlshorst die Kapitulation der Wehrmacht
besiegelt. Der Krieg in
Europa war zu Ende. Die
Normalisierung des Lebens
der Menschen und ein antifaschistischer Neubeginn
wurden unter ungeheuren
Schwierigkeiten und mit
dem selbstlosen Einsatz
aufbaubereiter Menschen
auf den Weg gebracht; in
Berlin in den ersten und
schwersten Monaten mit
den Befehlen des Stadtkommandanten Generaloberst Nikolai E. Bersarin.
Zu Recht würdigen wir
auch in diesem Jahr den
8./9. Mai als „Tag der Befreiung vom Faschismus“
und des Sieges der Sowjetunion. Es waren ihre Bürger
und Völker, die sich und
ihr Land vor Unterwerfung
und Vernichtung retteten
und andere vor Gleichem
bewahrten. Sie erbrachten
immense Leistungen und
Opfer zur Niederringung
Hitlerdeutschlands und seiner Verbündeten, zur Rettung der Weltzivilisation
vor der faschistischen Barbarei. Sie erzwangen im
Bündnis mit den Alliierten
die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Sie
bedeutete Befreiung aus
faschistischem Joch und
eröffnete Wege zum Neubeginn, die in Ost und West
Der 70. Jahrestag der Befreiung ist Anlass zur Mahnung, Erinnerung und Besinnung auf Erfahrungen
und Lehren des Krieges.
In einer Welt gefährlicher
Konflikte – wie dem um
und in der Ukraine – werden wieder Kriege geführt
und drohen weitere; versetzt
Terrorismus die Menschen
in Angst und Schrecken
und führt zu menschlichem
Elend weltweit. Die dringlichste aller Lehren ist die
Bewahrung von Frieden
und Menschlichkeit.
Wir „Berliner Freunde der
Völker Russlands“ stehen
dafür ein, dass es nie wieder
eine deutsch-russische Konfrontation geben darf, dass
es Kooperation zwischen
Russland und Deutschland
und gegenseitige Achtung
des Partners und seiner Interessen geben muss und
dass stabile demokratische
Verhältnisse in beiden Ländern Grundlage dafür sind.
Wir widersetzen uns allen
russophoben Bestrebungen,
die Befreiung vor 70 Jahren
zu diskreditieren und Zwietracht zwischen Deutschland und Russland zu schüren.
Prof. Dr. Horst Schützler
Historiker
Stellv. Vorsitzender
Berichte von Freunden
Seite 2
TROIKA Januar 2015
__________________________________________________________________________________________________________________________
Grüße aus dem Kinderheim in Seljony
Liebe Freunde, viele Grüße zum bevorstehenden 70.
Jahrestag des Großen Sieges – dem Feiertag, dank
dessen wir leben, uns des Lebens erfreuen, arbeiten
und die Kinder erziehen!
Wir sind sehr beunruhigt und voller Schmerz über die
Toten in der Ukraine! Ganz besonders fühlen wir mit
den Kindern, Müttern und den Alten, die zu Opfern
des zu Friedenszeiten entfesselten Krieges werden.
Jeder normal denkende Bürger kann nur für eine
friedliche Lösung aller Probleme sein. Wir wissen,
dass Gewalt keine Probleme löst. Nur achtungsvolle
Gespräche und die unbedingte Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen können die Ukraine und
das ukrainische Volk retten. Wir können nur hoffen,
dass das Blutvergießen schnell beendet wird.
Ich sende Euch Fotos vom Auftritt unserer Zöglinge
in Moskau.
Arbeit zur Entwicklung einer Volksdiplomatie war
fruchtbar und ertragreich. Durch die Förderung eines
freien Dialogs konnten viele Bürger das Leben ihrer
Nachbarn im Ausland besser kennen lernen, etwas
über ihre nationale Mentalität, ihre Sitten und Gewohnheiten erfahren. …
Die Weltgemeinschaft war stets bestrebt, eine Atmosphäre des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Völkern zu schaffen. Leider hat sich in letzter Zeit die Aktivität gesellschaftlicher Institutionen etwas verringert, wodurch es reaktionären Kräften und sogar offen neofaschistischen
Organisationen möglich geworden ist, erneut ihren
Kopf zu erheben.
Sergej (in der Mitte) bei einer unserer Veranstaltungen
Wir wünschen Gesundheit und Wohlergehen, Glück,
Frieden und gegenseitiges Verstehen.
Viele Grüße allen Freunden des Vereins der Berliner
Freunde der Völker Russlands!
Antonina Alexandrowna
Grüße von Sergej
Liebe Freunde, herzliche Grüße sendet Euch Euer
langjähriger Kollege und Freund Sergej Shuravljov,
der von 1995 bis 2001 und 2005 bis 2013 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur (RHWK) in
Berlin arbeitete. Vor kurzem wurde ich zum Stellvertreter des Leiters unserer Organisation „Rossotrudnitschestwo“ in Kasachstan berufen.
Über viele Jahre arbeiteten wir gemeinsam für ein
besseres gegenseitiges Verständnis und die Freundschaft zwischen den Völkern Russlands und Deutschlands, womit wir einen effektiven Beitrag zur Stärkung der russisch-deutschen Zusammenarbeit geleistet haben.
Im Sinne einer gegenseitigen Bereicherung der Kultur unserer Länder veranstalteten wir im RHWK gemeinsam viele Seminare und Konferenzen, schöpferische Diskussionen, Ausstellungen und humanitäre
Aktionen. Unsere systematische und sorgfältige
2015 begeht die gesamte fortschrittliche Menschheit
als bedeutsamen Feiertag den 70. Jahrestag des Sieges über den Faschismus. In Vorbereitung auf diesen
großen Jahrestag sollten alle GUTEN KRÄFTE sich
noch fester die Hand reichen, noch aktiver und geduldiger Aufklärungsarbeit unter der Jugend leisten
sowie entschieden alle Versuche von Reaktionären
aller Couleurs vereiteln, die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg zu verfälschen. …
Ich möchte allen meinen deutschen Freunden Gesundheit, Wohlergehen sowie erfolgreiche Tätigkeit
für die Festigung der russisch-deutschen Zusammenarbeit wünschen.
Hochachtungsvoll. Sergej Shuravljov
Beide Briefe sind gekürzte Übersetzungen aus dem
Russischen. Sie sind ungekürzt auf der Homepage des
Vereins zu finden.
In eigener Sache
Zur TROIKA erreichten uns Wortmeldungen. Wir
freuen uns über Reaktionen unserer Leser als Zeichen
von Aufmerksamkeit und Anspruch und als lebendige
Anteilnahme, sich an den Debatten der Zeit mit eigenen Worten zu beteiligen. Die TROIKA lebt mit und
von der Vielfalt der Meinungen ihrer Leserinnen und
Leser.
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TROIKA Januar 2015
Berichte aus der Vereinsarbeit
Seite 3
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Besuch der Ausstellung „Das russische
Kulturleben im Berlin der 1920er Jahre“
Am 16. Oktober 2014 hatten 18 Mitglieder und
Freunde unseres Vereins das exzellente Vergnügen, die Ausstellung „Das russische Kulturleben im Berlin der 1920er Jahre“ in den Sälen
der Botschaft zu besuchen. Unter Führung von
Alexej Smirnow begaben wir uns auf eine spannende Reise in das„Russische Berlin“ der damaligen Zeit.
Die tief in den Jahrhunderten verwurzelten russisch-deutschen Beziehungen und die Verflechtung der Schicksale beider Völker liefern reichlich Stoff, sich über die Seiten der gemeinsamen
Geschichte unserer Länder und die gegenseitige
Bereicherung beider Kulturen Gedanken zu machen. Einen besonderen Platz nimmt hierbei
eine einzigartige Erscheinung ein – die reiche,
aber kurze Zeit des russischen Lebens im Berlin
der 1920er Jahre.
Die Ausstellung im „Jahr der russischen Sprache und Literatur 2014-2015“ ermöglicht neue
Entdeckungen im „Russischen Berlin“ – so auch
der Wunsch des Botschafters, Wladimir M.
Grinin. Sie kann als äußerst gelungen bezeichnet werden.
Elke Krüger
Der Krimkonflikt und das Völkerrecht
Vortrag und Aussprache mit Prof. Dr. jur. habil.
Herrmann Klenner
88 erwartungsvolle Freunde und Gäste, darunter
auch Studenten, fanden sich am 22. Oktober
2014 im überfüllten Glinka-Musik-Salon des
Russischen Hauses ein, um den national und
international bekannten Juristen, Rechtsphilosophen und Menschenrechtskenner Hermann
Klenner zu hören und über den Krimkonflikt
und das Völkerrecht Meinungen auszutauschen.
Der hochangesehene Gelehrte legte seine Sicht
auf diesen brisanten, Europa und die Welt in
friedensgefährdende Spannungen versetzenden
Konflikt verständlich und überzeugend im freien Vortrag und in lebhafter Frage-MeinungAntwort-Aussprache dar. Seine Grundaussage:
Die Maidan-Ereignisse im Februar 2014 in
Kiew waren ein Staatsstreich, Sezessionen sind
innerstaatliche Angelegenheit, die Vereinigung
mit Russland war der eindeutige, durch Wahl
belegte, aber nicht durch die ukrainische Ver-
fassung gedeckte Wunsch der Krimbevölkerung, dem die Russische Föderation völkerrechtsgemäß entsprach. Dem lag keine Annexion zugrunde. Russlands Verhalten im KrimKonflikt war legal, auch wenn es den Interessen
von USA, NATO, EU und Kiewer Führung widersprach. Prof. Klenner verdeutlichte das Völkerrecht in seiner Notwendigkeit und seinen
Grenzen. Seine Auffassung fand bei den Zuhörern und in der Aussprache große Zustimmung.
Als Freunde der Völker Russlands bestärkte uns
der Gelehrte im Verständnis Russlands und
machte uns Mut, sich gegen die vielfachen Verunglimpfungen dieses Landes und seines Präsidenten Wladimir Putin zu wehren, sich an die
Seite Russlands zu stellen und für eine friedliche Lösung der Ukraine-Krise einzutreten.
Horst Schützler
Russophobie in Deutschland – Was tun?
Moderation: Sven Kindervater
In offener Runde setzten wir am 29.11. die Diskussion zum Thema Russophobie in Deutschland vom Frühjahr fort. An dem lebhaften
Streitgespräch nahmen auch einzelne Vertreter
der Medien und politischer Organisationen das
Wort. Wie wir der Russophobie entgegen treten
können, haben wir anhand der Schwerpunkte
Kultur, Aktionen, Wissensvermittlung, Printmedien, Internet und Multiplikatoren zusammengetragen und diskutiert. Einige Teilnehmer
nannten Termine von Aktionen; es entstand die
Idee, uns gegenseitig zu vernetzen und im Internet verstärkt Artikel und Aktionen, Filme und
Lesungen, Exkursionen und Ausstellungen zum
Thema zu bewerben. 2015 werden wir die Debatte mit Vereinen, Verbänden, Vertretern der
Medien und allen Interessierten fortführen.
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www.berliner-freunde-russlands.de
Seite 4
Veranstaltungen
TROIKA Januar 2015
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Wir bitten unsere Leser vielmals um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten mit den verkehrten September-Terminen
2014.
Die Redaktion
Mittwoch, 21. Januar 2015
17.30 Uhr, RHWK, Raum 611
Die Organisation für Sicherheit und
Zusammenarbeit in Europa (OSZE)
und Russland
Vortrag und Aussprache mit
Peter Steglich, Botschafter a.D.
Mittwoch, 20. Mai 2015
Tagesexkursion/Busfahrt
Fontanestadt Neuruppin
Ehrung an sowjetischen Gedenkstätten
und Stadtführung
Teilnahmekarten bei Veranstaltungen und im
Büro des Vereins, Tel. 20673077
(dienstags von 15.00-17.00 Uhr)
Kostenbeitrag 15 €
12. – 14. Juni 2015
9. Deutsch-Russische Festtage
Eintritt frei
Pferdesportpark Karlshorst
Mittwoch, 18. Februar 2015
17.30 Uhr, RHWK, Raum 611
Dolmetscher – Mittler zwischen der
deutschen und russischen Kultur –
Erfahrungen/Erlebnisse
Vortrag und Aussprache mit
Prof. Dr. Jekatherina Lebedewa
Slawistin, Universität Heidelberg
Einführung/Moderation
Prof. Dr. Heidemarie Salevsky, Slawistin
Samstag, 13. Juni 2015
11.00-13.00 Uhr, RHWK, Raum 311
Aktuelle Diskussion zum Verhältnis
Deutschland – Russland
Moderation: Sven Kindervater
Samstag, 14. März 2015
10.00-13.00 Uhr, RHWK, Glinka-Musik-Salon
Mitgliederwahlversammlung des Vereins
(ab 09.15 Uhr Beitragskassierung)
Mittwoch, 17. Juni 2015
17.30 Uhr, RHWK, Raum 611
Was wurde aus dem Geld der DSF?
Mehr als 20 Jahre – Stiftung West-Östliche
Begegnungen. Vortrag und Aussprache mit
Dr. Helmut Domke, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung
Mittwoch, 22. April 2015
17.30 Uhr, RHWK, Raum 611
Vor 70 Jahren: Kriegsende, Befreiung und
Neubeginn in Berlin
Mit Beiträgen von Werner Fischer, Militärhistoriker, Prof. Dr. Horst Schützler, Historiker,
Dr. Lutz Prieß, Historiker
Der Vorstand wünscht allen
Mitgliedern und Freunden des
Vereins schöne WeihnachtsFeiertage und alles Gute
8./9. Mai 2015, Teilnahme an Veranstaltungen zum Tag der Befreiung
Ehrungen: Gedenkstätten Treptower Park, Tiergarten und Schönholz
9. Mai 2015 ab 11.00 Uhr, Infostand zum Tag
des Sieges, Treptower Park, Rosengarten
für das neue Jahr.
Bitte die neuen Bankdaten beachten.
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Impressum
Informationsblatt der Berliner Freunde der Völker Russlands e.V.
Friedrichstraße 176/179, 10117 Berlin
Tel./Fax: (030) 20 67 30 77 (Anrufbeantworter)
Geschäftszeiten: Dienstag 15 – 17 Uhr und nach Vereinbarung
www.berliner-freunde-russlands.de
Neue E-Mail: berliner-freunde-russlands@web.de
Der Verein ist eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
mit der Nr. VR12286 Nz und vom Finanzamt für Körperschaften I
mit der Steuer-Nr. 661/50068 als gemeinnützig anerkannt.
Bankverbindung: Evangelische Bank e.G.
Unsere Konto-Nr. (IBAN) DE46520604100003909441
(BIC) GENODEF1EK1
Redaktion: Joachim Hinz, Sven Kindervater, Prof. Dr. Horst Schützler, Marga Voigt
ViSdP: Vorsitzender Cyrill Pech
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