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Durch Rodung entstandene Wiesen
Der Heidewaldpfad
die “Alte Straße”
Zeisholz
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Staatsbetrieb Sachsenforst
NSG-Verwaltung
Königsbrücker Heide
Gohrischheide Zeithain
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1 Tafel NSG-Grenze aus Richtung Kroppen
2 Tafel “Von Wäldern und Forsten”
3 Tafel “Vom verschwundenen Rohna”
4 Tafel NSG-Grenze aus Richtung Zeisholz
5 NSG-Informationsstelle im ehemaligen Trafohaus Zeisholz
6 Tafel Gaststätte “Zur Linde” in Zeisholz
Weißbacher Straße 30
01936 Königsbrück
Tel. 03 57 95/49 90-140; Fax -109
poststelle.sbs-nsg@smul.sachsen.de
www.nsgkoenigsbrueckerheide-gohrischheide.eu
Braunfleckiger Perlmutterfalter
Geführte Wanderungen nach Voranmeldung
KAMENZ
Thiendorf
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Stegteich
Die “Alten Wiesen” zählen heute wie die sich anschließenden brachgefallenen Felder zum Lebensraumtyp der Flachland-Mähwiesen. Durch zweischürige späte Mahd sollen sie artenreicher
werden. Für zahlreiche Tiere sind sie heute
schon Nahrungsquelle und Lebensraum.
ORTRAND
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KaupenKräheteich
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Rothirschkuh mit Kälbern auf Nahrungssuche
Der Heidewaldpfad verbindet das brandenburgische Kroppen mit dem sächsischen Zeisholz. In Kroppen ist der Besuch des von der
Pulsnitz und einem Mühlgraben durchflossenen
Landschaftsparkes zu empfehlen. Dieser naturgeschützte Park wurde 1884 nach den Entwürfen des großen Landschaftsgärtners des
ausgehenden Biedermeiers Carl Eduard Petzold
angelegt. Liebhaber reizvoller Natureindrücke
sollten unbedingt Zeit für eine Stippvisite der
Zeisholzer Teiche einplanen. Hier werden nicht
nur Naturliebhaber auf ihre Kosten kommen.
Neitschmühle
Nun ist die “Alte Straße” ein Besucherpfad zur
Landnutzungsgeschichte und Teil des Radrundweges Königsbrücker Heide. Im Wandel der
Jahreszeiten können zahlreiche Tiere und Pflanzen der Wälder, der Wiesen und des Wassers
beobachtet werden. Sogar der König der Lüfte,
der Seeadler, zählt dazu.
Naturerleben
Königsbrücker Heide
Ortrand
NSG Königsbrücker Heide
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Großer
Teich
Kranichpaar auf den Alten Wiesen
RUHLAND
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Hermsdorf
bei Ruhland
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Wiesen sind meist durch Rodung von Wald entstanden. Deshalb werden sie auch als “Ersatzgesellschaften” von Wäldern bezeichnet. Diese
Umwandlung in Wiesen fand im frühen 19. Jahrhundert statt, da einige Waldblößen besser zum
Grasbau als zur Holzgewinnung geeignet waren.
Grundfeuchte Wiesen, wie die “Alten Wiesen”
am Ruhlander Schwarzwasser, waren früher ein
kostbares Gut. Sie konnten mindestens zweimal im Jahr gemäht werden.
nd
Alte Wiesen am Ruhlander Schwarzwasser
Jungfrauenteich
Der 3,5 km lange “Heidewaldpfad” im NSG
Königsbrücker Heide verläuft in einem historischen Straßenzug. Der im Spätmittelalter
bedeutende Verkehrsweg war im Zuge des
Landesausbaus im 12./13. Jahrhundert angelegt worden. Er stellte in Ortrand eine Verbindung zwischen dem Bautzner Land, der
späteren Oberlausitz und der Mark Meißen
her.
Herrenteich
Ruhland
Bahnverbindung bis Königsbrück und Ortrand mit Anschluss an Radwegenetz
Viel Spaß bei Ihrem Besuch.
Heidewaldpfad
Kroppen-Zeisholz
Von Kiefernwäldern und -forsten
Heidewaldpfad
Der Heidewaldpfad führt durch die Gemarkung
des ehemaligen Dorfes Rohna, altsorbisch der
flache, ebene Ort. Es gehörte über Jahrhunderte zur Herrschaft/Standesherrschaft Königsbrück.
Im Zuge der Erweiterung des TÜP Königsbrück
wurden am 1. April 1938 302 Rohnaer Bürger
ausgesiedelt. Die 1.089 ha große Flur fiel brach.
Etwa sieben Jahrhunderte bewirtschafteten
Im Norden nahe der brandenburgischen
Landesgrenze führt ein Besucherpfad durch
die randliche Pflegezone des Naturschutzgebietes Königsbrücker Heide.
Bei den Waldbildern überwiegen zurzeit die
Kiefernforste, die aufgrund vorherrschender
Sandböden häufig als für die Lausitz typisch
beschrieben werden. Sie entstanden ebenso
wie Heiden durch die jahrhundertelange intensive Waldnutzung der natürlichen StieleichenKiefern- und Kiefern-Stieleichenwälder des
12./13. Jahrhunderts. Der krumme Wuchs
mancher alten Kiefer am Heidewaldpfad zeugt
heute noch von der einstigen Streunutzung
des Waldes.
In der Pflegezone
des NSG Königsbrücker Heide werden wieder naturnahe Wälder entwickelt.
Am Heidewaldpfad
wird als Zeugnis
früherer Landnutzungsgeschichte auf
einer etwa 2 ha großen Fläche ein
Heidekraut-Kiefernforst mit und ohne
Stieleichen-Kiefernwald
Zeugnis früherer Landnutzung
Heidekraut-Kiefernforst mit Streunutzung
Flur Rohna nahe Forsthaus vor 1938
Wildschweine bereiten das Saatbeet im Kiefernforst
Streunutzung erhalten. So können Arten
nährstoffarmer Kiefernstandorte gesichert
werden. Dabei hat die Erhaltung von nur an
die Kiefer gebundenen Pilzarten eine große
Bedeutung. Dazu zählt der in Sachsen gefährdete Gebänderte Dauerporling und der
selten gewordene Sand-Röhrling. Pilze gehören zum Kreislauf der Natur. Auch sie
verbleiben im NSG.
Auch der Echte Pfifferling wird in Sachsen immer seltener
Bienen produzierten im Wald den zum Süßen
der Speisen benötigten Honig, bis er vom aus
der Zuckerrübe gewonnenen Zucker abgelöst
wurde.
Rohnaer Heidebauern in mühsamer Arbeit die
armen Sandböden und formten so das Antlitz
der Landschaft.
Bis ins 19. Jahrhundert war der Wald ein Teil
der Landwirtschaft. Er diente Schafen,
Schweinen und Kühen als Weide.
Eichelhäher “säen” Eicheln zwischen die Kiefern
Rohna um 1938
Der Ziegenmelker ist ein Charaktervogel der Königsbrücker
Heide
Gehöft der Familie Grafe in Rohna vor 1938
Holz war über mehrere Jahrhunderte der
wichtigste Rohstoff. Es fand Verwendung
beim Bauen von Gebäuden und Einfriedungen,
zum Heizen oder zum Herstellen der verschiedensten Werkzeuge.
Wälder waren aber auch die “Chemiefabrik”
des Mittelalters. Neben Holzköhlereien wurden Pechöfen betrieben. Pech fand zum Abdichten, Schmieren sowie als Brenn- oder
Klebstoff Verwendung. Pechfackeln spendeten Licht.
Pech spielte in der
mittelalterlichen
Kriegsführung bei
der Herstellung
von Brandpfeilen
eine Rolle. Bei der
Verteidigung von
Burgen brachte
man kübelweise
heißes Pech zum
Einsatz.
Reste eines Pechofens, Flur Zeisholz,
13./14. Jahrhundert
Fotos: Geschichtsverein Truppenübungsplatz Königsbrück e. V.; Matticzk, J.; NSG-Verwaltung Königsbrücker Heide/Gohrischheide Zeithain; Engler, G.; Synatzschke D.; Synatzschke G.
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