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meisterwerk
Lagerbau/Pioniertechnik, Kartenkunde/Orientieren, Erste Hilfe
Inhalt
Vorwort
6
Vorwort
Vorwissen
29
Achterknoten
30
Wickelknoten
31
Mastwurf/Achterschlinge
32
Maurerknoten
8
Inhalt Vorwissen
33
Bretzel/Schifferknoten
10
Lernziele Vorwissen
34
Erste Hilfe
12
Kartenkunde/Orientieren
34
Vorgehen in Notfallsituationen
12
Signaturen
36
Alarmierung
14
Höhenkurven/-darstellung, Äquidistanz
38
Lebensrettende Sofortmassnahmen
16
Geländeformen
42
Lagerungen
18
NORDA
20
Lagerbau/Pioniertechnik
20
Die Blache
46
Inhalt Kurswissen
22
Die Zelttasche
48
Lernziele Kurswissen
23
Tipps für den Zeltbau mit Blachen
50
Kartenkunde/Orientieren
24
Seilkunde
50
Kartenmassstab
26
Seilarten
52
Distanz messen
28
Knotenkunde
54
Koordinaten
Kurswissen
56
Koordinatenbestimmung
90
Verbrennungen
60
Kroki
92
Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen
64
Kompass
93
Knochenbrüche
68
Karte norden
70
Arbeiten mit dem Kompass
72
Übertragung von der Karte ins Gelände
73
Übertragung vom Gelände auf die Karte
74
Lagerbau/Pioniertechnik
74
Berliner
76
Firstzelt
78
Gotthardzelt (Gebirgszelt)
80
Tipps für Lagerzelt- oder Biwakplatz
82
Seil spannen/Spanner
84
Parallelbund
85
Kreisbund
86
Aufrollen von Seilen
88
Erste Hilfe
88
Wundversorgung
3
Inhalt
Supplement
94
Inhalt Supplement
96
Kartenkunde/Orientieren
96
Kreuzpeilung/rückwärts einschneiden
98
Lagerbau/Pioniertechnik
98
Nomadenzelt
100
Sarasani
102
Schlafsack
103
Sarg
104
Blachenmantel
105
Giacometti-Jacke
106
Spierenstich
107
Kreuzbund
110
Erste Hilfe
108
BLS-AED
110
Apotheke
114
Stichwortverzeichnis
116
Weiterführende Bücher
5
Vorwort
Vorwort
Meisterwerk – so könnte man die Arbeit benennen,
welche du und viele andere Leitende in und für
Jungwacht Blauring tätigen. Es gehören viele Fähigkeiten und Anforderungen zum Leiter/in sein. Ein
wichtiger Bestandteil davon sind die Mindestkenntnisse in den Bereichen Lagerbau/Pioniertechnik,
Kartenkunde/Orientieren und Erste Hilfe.
Diese Broschüre wurde von der Arbeitsgruppe
Mindestkenntnisse, einer nationalen Arbeitsgruppe
der Fachgruppe Aus- & Weiterbildung, erstellt. Sie
fasst die Mindestkenntnisse, welche von den Jugendverbänden und Jugend+Sport (J+S) definiert
wurden, zusammen.
Das Vorwissen der Mindestkenntnisse wird im
Grundkurs (GK) vermittelt, im Gruppenleitungskurs (GLK) vertieft und im Schar-/Lagerleitungskurs
(SLK) teilweise repetiert und noch erweitert. Dieses
Hilfsmittel hat zum Ziel, dass die Inhalte der Mindestkenntnisse in allen Kursen identisch sind. So soll
es möglich sein, dass du die Kurse in unterschiedli-
chen Kantonen besuchen kannst und die gleichen
Vorkenntnisse beherrschst. Die Mindestkenntnisse
in den drei Bereichen Lagerbau/Pioniertechnik,
Kartenkunde/Orientieren und Erste Hilfe sollen dir
ermöglichen, Aktivitäten im Freien zu gestalten und
sicher durchzuführen. Du musst die Inhalte nicht für
eine Prüfung lernen, sondern solltest fähig sein, im
Lager Lagerbauten zu errichten, eine Wanderung
sicher zu leiten und Erste Hilfe zu leisten. Du solltest
auch lernen, das Wissen im Rahmen von Lageraktitvitäten (LA) weiter zu vermitteln.
Weitere Hilfsmittel zu den drei Bereichen Lagerbau/
Pioniertechnik, Kartenkunde/Orientieren und Erste
Hilfe findest du ausserdem auf Seite 116. Dieses
Hilfsmittel unterstützt dich vor allem beim Erlernen
für den bzw. im Kurs.
Wir wünschen dir viel Spass beim Erlernen und Erleben der Mindestkenntnisse im Kurs und bei Aktivitäten von Jungwacht Blauring.
AG Mindestkenntnisse, 2015
Anleitung
Diese Broschüre soll dich während deiner Kurskarriere begleiten. Entsprechend ist sie auch aufgebaut. Die verschiedenen Bereiche Lagerbau/
Pioniertechnik, Kartenkunde/Orientieren und Erste
Hilfe sind gemäss den Kursstufen gegliedert und
verteilt.
Vorwissen
Das Kennen und Können der Themen in diesem
Abschnitt wird als Bedingung für die Aufnahme in
den GLK vorausgesetzt. Gleichzeitig bildet es den
Grundinhalt des GK im Bereich der Pioniertechnik.
Vor Beginn des GLK solltest du dir dieses Wissen aneignen. Hast du den GK besucht, ist es Repetition.
Als Hilfe stehen dir bestimmt deine Kolleginnen und
Kollegen im Leitungsteam zur Seite. Diese Inhalte
sind auch gut geeignet oder gar empfohlen, um
sie in das Programm der Schar aufzunehmen, beispielsweise im Sola in den Pioniertechnik-Block.
Kurswissen
Diese Inhalte werden dich im GLK begleiten und
dienen während des Kurses und danach als Nachschlagewerk. Sie bilden zusammen mit dem Vorwissen die Mindestkenntnisse in Lagersport/Trekking,
welche für Leitende gelten.
Supplement
Ausgelernt hat man ja bekanntlich nie. Deshalb
erhältst du noch einige weiterführende Informationen zu verschiedenen Themen. Auf jeden Fall lesenswert. Und vielleicht versuchst du auch mal den
einen oder anderen Trick aus diesem Kapitel aus?
Hast du Rückmeldungen oder weitere Ideen zu
dieser Broschüre? Dann teile deine Meinung mit:
ausbildung@jubla.ch.
7
Inhalt Vorwissen
8
Inhalt Vorwissen
26
Seilarten
10
Lernziele Vorwissen
28
Knotenkunde
12
Kartenkunde/Orientieren
29
Achterknoten
12
Signaturen
30
Wickelknoten
14
Höhenkurven/-darstellung, Äquidistanz
31
Mastwurf/Achterschlinge
16
Geländeformen
32
Maurerknoten
18
NORDA
33
Bretzel/Schifferknoten
20
Lagerbau/Pioniertechnik
34
Erste Hilfe
20
Die Blache
34
Vorgehen in Notfallsituationen
22
Die Zelttasche
36
Alarmierung
23
Tipps für den Zeltbau mit Blachen
38
Lebensrettende Sofortmassnahmen
24
Seilkunde
42
Lagerungen
vorwissen
Alles, was du für den Gruppenleitungskurs wissen musst
9
Lernziele Vorwissen
Lernziele Vorwissen
Kartenkunde/Orientieren
Lagerbau/Pioniertechnik
Signaturen
—— Die wichtigsten Signaturen der Landeskarte
kennen und sie durch die dargestellten Objekte beschreiben (siehe Faltblatt Zeichenerklärung Swisstopo)
Knoten
—— Wichtigste Knoten können und richtig anwenden: Achterknoten, Wickelknoten, Mastwurf,
Maurer, Bretzel
Reliefdarstellung
—— Begriffe «Äquidistanz» und «Höhenkurve» erklären
—— Äquidistanz der Landeskarte kennen
—— Geländeformen mit Hilfe der Höhenkurven
anhand der Karte beschreiben
Karte ausrichten
—— Methode NORDA kennen
Seilkunde
—— Anwendungen von Hanf- und Kunststoffseilen
erklären
—— Unterschiede der Seile kennen (Art, Material,
Funktion)
Zeltbau
—— Eckdaten der Blache und Zelttasche kennen
Erste Hilfe
Vorgehen in Notfallsituationen
—— Das Vorgehen in einer Notfallsituation kennen
—— Ampelschema kennen
Lebensrettende Sofortmassnahmen
—— Sichern – Bergen (Lagerungen) beschreiben
11
Kartenkunde/Orientieren
Signaturen
Signaturen sind normierte Zeichen für die kartografische Darstellung einer Landschaft in der Karte.
Diese sind möglichst selbsterklärend gestaltet und
vermitteln zusätzliche, oft nicht direkt im Gelände
sichtbare Informationen wie Höhe des Geländes
(z.B. Höhenkurven), Klassifizierung von Verkehrswegen, Name und Grösse eines Objektes (z.B. Name
einer Stadt, Angabe zur Einwohnerzahl).
Signaturen in Karten sind vergleichbar mit Buchstaben einer Sprache. Das Kartenlesen muss erlernt
und geübt werden, um aus der Karte eine Vorstellung vom Aussehen der Landschaft zu erhalten
oder sich im Gelände rasch orientieren zu können.
Wichtig
Mit dieser Broschüre hast du das Faltblatt Zeichenerklärung von Swisstopo erhalten.
Lerne die Signaturen, die dort abgebildet sind.
Orientieren
Nicht alle im Massstab 1: 25‘000 dargestellten Objekte erscheinen in den anderen Massstäben. Im Rahmen der Generalisierung (Umarbeitung des Kartenbildes in eine kleinere Abbildung) wird auf einzelne
Objekte oder auf Differenzierungen verzichtet.
Farben
Die Signaturen werden in verschiedenen Farben gedruckt. Diese Farben helfen dir, schnell die Art der
Signatur zu ermitteln. Auf dem neusten Kartenmaterial findest du unter anderem folgende Farben:
schwarz
Strassen, Wege, Häuser, Trockenrinnen und
-mauern, Einzelobjekte, Kilometernetz usw.
rosa (seit 2014)
Landes-, Kantons-, Bezirks- und Gemeindegrenzen
usw.
blau
Bäche, Flüsse, Seen mit Ufern und Höhenkurven
unter Wasser, Gletscher und Hochspannungsleitungen usw.
braun
Höhenlinien, Geländeformen usw.
rot (seit 2014)
Haltestelle, Bahngleise, Tunnel, Luftseil-, Sessel- und
Gondelbahnen usw.
grün
Wald, Gebüsche, Hecken – seit 2014 auch Areale wie Campingplatz, Golfplatz, Schrebergarten,
Friedhof, Park usw.
13
Kartenkunde/Orientieren
Höhenkurven, Äquidistanz, Höhendarstellung
Höhenkurven
Höhenkurven verbinden Punkte gleicher Höhe mit
einer Linie. Sie sind eine Hilfe bei der Bestimmung
der Höhe in Metern über Meer eines Punktes in der
Karte. Je näher sie zusammen sind, umso steiler
und je weiter sie auseinander stehen, desto flacher
ist das Gelände. Auf den Schweizer Landeskarten
sind Höhenlinien braun (ausser in den Gewässern
und auf Gletschern sowie im Fels und Geröll).
Zusammen mit der Hangschummerung (Reliefbeleuchtung aus Richtung Nordwest) sind sie für die
Bestimmung der Geländeform beim Orientieren
das wichtigste Hilfsmittel.
Zusätzlich zu den Höhenkurven gibt es noch die
Zähl- und Zwischenkurven. Zählkurven sind jede
fünfte oder zehnte Kurve (alle 100 m bei einer
1: 25‘000 Karte ), welche dick ausgezogen und mit
der Höhe beschriftet sind. Die Zwischenkurven (halbe Äquidistanz ) sind punktierte Linien, welche nur
bei Senken, Mulden, Kuppen und flachen Gebieten ersichtlich sind.
Äquidistanz
Den Höhenunterschied (senkrechter Abstand)
zwischen zwei benachbarten Höhenlinien bezeichnet man als Äquidistanz. Die Äquidistanz ist auf den
topografischen Karten in der Mitte des unteren
Kartenrandes angegeben, sie kann auch durch
Zählen der Höhenkurven ermittelt werden.
1: 25‘000: 10 m im Mittelland, 20 m im Alpenraum /
1: 50‘000: 20 m / 1:100‘000: 50 m
Höhendarstellung
Auf topografischen Karten werden zur Darstellung
der dritten Dimension die Felsschraffen, die Kurvendarstellung und die Reliefbeleuchtung kombiniert.
Damit entsteht ein überaus bildhaftes Kartenbild.
Aus dem Kurvenbild lassen sich die Geländeformen mit ausreichender Genauigkeit herauslesen.
Es muss aber darauf geachtet werden, dass diese
Darstellungsart auch einige Tücken mit sich bringt:
Orientieren
—— Eine fast senkrechte Wand kann auf der Karte
nicht erfasst werden.
Gelände
—— Auf der Karte sieht man zwei Hügel. Befindet
man sich aber in Wirklichkeit am Fusse des
einen Hügels, sieht man den dahinterliegenden
Hügel nicht, obwohl er vielleicht höher ist.
Äquidistanz
—— Das Gelände zwischen zwei benachbarten
Höhenlinien muss nicht zwingend gleichmässig
steigen, es kann auch zuerst flach und dann
sehr steil ansteigen.
Karte
15
Geländeformen
Kartenkunde/Orientieren
Die Höhenkurven geben nicht nur die Höhen an, sie zeigen auch die Geländeformen. Aus den Kurvenbildern kann man sich die Geländeform vorstellen. Die Geländeformen lassen sich somit gut als Orientierungshilfen werden.
Geländeform
Aussehen in Wirklichkeit
Abbildung auf Karte Hügel
Fels
Senke
Orientieren
Schlucht
Vorsprung
17
NORDA
Kartenkunde/Orientieren
Um sich mit einer Karte zu orientieren, hilft die Checkliste NORDA.
N – Nordrichtung
Als erstes richtest du die
Karte nach dem Gelände oder mit einem
Kompass nach Norden
aus. (Mit dem Kompass:
Drehe die Karte so lange, bis der Norden der
Karte mit der Kompassnadel in die gleiche
Richtung zeigt.)
O – Orientieren
Sich auf der Karte
orientieren, heisst auch
seinen eigenen Standort bestimmen. Es hilft
dir beim Orientieren,
wenn du immer deinen
eigenen Standort mit
dem Daumen auf der
Karte markierst (Daumengriff).
R – Richtung
Nun bestimmst du
deine Richtung im Gelände und hältst diese
Richtung ein. Dabei hilft
es, wenn du deinen
Standort direkt vor dir
(Bauchnabel) auf der
Karte mit dem Daumen
markierst und das Ziel
gerade von dir weg
(Richtung Nasenspitze)
zeigt. Du stehst dabei
immer hinter der Karte.
D – Distanz
Um das Ziel zu erreichen, schätzt du als
nächstes die Distanz
aus der Karte in die
wirkliche Distanz um
und hältst sie im Gelände ein. Um die Distanz
umzurechnen, braucht
es etwas Kopfarbeit
(Kartendistanz x Massstab = wirkliche Distanz,
z.B. 15 mm auf der
Karte x 25‘000 = 375 m).
Es ist sehr hilfreich, wenn
du die Distanzen mit
bekannten Längen
vergleichen kannst,
z.B. 80-m-Bahn oder
50-m-Schwimmbecken.
Orientieren
A – Auf oder ab
Die Höhenkurven
zeigen dir, wie das
Gelände geformt ist:
eben, steil, hügelig,
zerklüftet usw. Aus dem
Abstand der Höhenkurven kannst du auf die
Steilheit des Geländes
schliessen und typische
Geländeformen aus
dem Höhenkurvenbild
erkennen. Je enger der
Abstand der Höhenkurven, desto steiler das
Gelände.
19
Die Blache
Lagerbau/Pioniertechnik
Mit Hilfe der Blachen sind unglaublich viele Lagerbauten umsetzbar. Die Blache kann jedoch viel mehr
als nur ein Bestandteil eines Zeltes sein. Sie wird für Spiele, als Abdeckung oder einfach als Sitzunterlage
verwendet. Eine Blache ist stabil, aber auch teuer. Um die Blache zu schonen, kann je nach Anwendung
auch eine minderwertigere Ausschussblache verwendet werden.
Grunddaten
Die Blache besteht aus Baumwollstoff. Eine Seite
(Aussenseite) ist meist mit einem Tarnmuster versehen. Die Aussenseite ist jeweils imprägniert und
somit wasserabweisend. Die Mittelnaht einer Blache entsteht, weil zwei Stoffbahnen zu einer Blache
zusammengenäht werden.
Grösse
165 x 165 cm
Fläche
2,7 m2
Gewicht
trocken 1,25 kg
nass ca. 2,5 kg
Ösen
4 (an jeder Ecke eine)
Knöpfe
64 (32 auf jeder Seite)
Knopflöcher32
Eckstrippen4
Mittelstrippen4
Zeltschnur
2m
Blachen pro Bund10
Die Innenseite einer Blache erkennst du an den
Schlaufen für die Zeltschnur.
Mittelnaht
Zeltschnur
Öse
Mittelstrippe
Knopf und Knopfloch
Eckstrippe
Lagerung
—— Blachen nur an einem trockenen und gut belüfteten Ort lagern.
—— Blachen werden in 10er-Bünden gelagert.
Umgang
—— Trete nicht mit Schuhen auf Blachen und entferne möglichst alle Steine und Äste, bevor du
die Blachen am Boden auslegst.
Ausschussblache
Eine Ausschussblache ist meistens mit einer gelben
Ecke markiert und oftmals beidseitig getarnt (grün).
Selten besitzt sie einseitig ein 5-Farben-Tarnmuster
(mit roten «Flecken»). Die Ausschussblache weist
zum Teil Fehler auf, ist nicht mehr wasserdicht und/
oder es fehlen Ösen, Knöpfe oder die Zeltschnur.
Sie ist daher für den Zeltbau ungeeignet, kann
aber für Spiele, Feuerstellenkonstruktionen oder als
Bodenabdeckung genutzt werden. Grundsätzlich
sollten für möglichst alle Anwendungen, ausser
dem Zeltbau selbst, Ausschussblachen verwendet
werden.
Pflege
—— Trockne schmutzige Blachen und schüttle sie
anschliessend aus.
—— Die Blache nicht mit Seife oder in der Waschmaschine waschen. Dies löst die Imprägnierung.
—— Nasse Blachen immer möglichst rasch zum
Trocknen auslegen bzw. aufhängen. Blachen
nie nass versorgen.
Lagerbau
Tipps
Damit die Blache eine möglichst lange Lebensdauer erreicht, müssen einige Dinge berücksichtigt
werden:
21
Die Zelttasche
Für den Zeltbau bildet die Zelttasche zusammen mit der Blache eine Einheit. Erst mit dem Inhalt einer solchen Tasche ist der Aufbau einer Vielzahl der Zelte möglich.
Lagerbau/Pioniertechnik
Grunddaten
Eine Zelttasche enthält folgenden Inhalt:
Heringe3
Zeltstöcke
3 aus Holz (gleich lang)
oder
4 aus Metall (3 Stück
gleich lang und 1 Stück
kurz)
Länge 1 Zeltstock
40,5 cm
Länge 3 Zeltstöcke
110 cm
Zelttaschen pro Bund5
Gut zu wissen
—— Werden mehr als 3 Zeltstöcke zusammengesteckt, müssen diese zusätzlich verstärkt werden
(mit einem Ast oder einer Latte).
Zelttasche
Zeltstock
Hering
—— Bei der Rückgabe von Zelttaschen reicht es,
nur einen Knopf zu schliessen. Die Taschen
werden im Logistikcenter nach Erhalt wieder
geöffnet und auf ihre Vollständigkeit geprüft.
Blachen knöpfen
Achte beim Knöpfen stets darauf, dass:
—— die imprägnierten Seiten (Aussenseiten) aussen
liegen,
—— die Öffnungen auf der windgeschützten Seite
liegen,
—— immer beide Knopfreihen verknüpft werden,
—— beim Zusammenknöpfen der äussere, überlappende Blachenrand stets nach unten zeigt
(so kann das Wasser aussen am Zelt entlang
abfliessen),
—— die Richtung der Mittelnaht immer längs zum
Wasserfluss liegt.
Zeltaufbau
Damit die Lagerkonstruktionen auch stabil bleiben,
müssen beim Aufbau folgende Punkte beachtet
werden:
—— Blachen kurz spannen, damit sich das Gewicht
auf alle drei Ösen verteilt.
—— Heringe immer im 90°-Winkel zur Zeltschnur
einschlagen.
—— Den Hering immer mit der Rundung nach aussen einstecken.
—— Heringe immer mit Holz- oder Gummihammer
einschlagen. Ein Metallhammer beschädigt die
Heringe.
—— Zeltstöcke unterlegen, damit sie nicht im weichen Boden versinken.
—— Damit die übriggebliebenen Stöcke und Heringe und Zeltschnüre nicht verloren gehen,
können sie in die Zelttaschen gepackt werden.
Die Zelttaschen werden an die gespannten
Zeltschnüre gehängt.
—— Zeltschnüre von Zeit zu Zeit nachspannen. Als
Spannvorrichtung ein Aststück durch die Schlinge stecken, welche durch die Schlaufe am
Ende der Zeltschnur gezogen wurde.
—— Um zu verhindern, dass die Zeltschnur beim
Spannen über den Zeltstock rutscht, die Schlaufe zwischen die beiden geknöpften Blachen
klemmen.
—— Zum Herausnehmen eines Herings nicht am
Zelttuch oder an der Schnur reissen. Feststeckende Heringe mit Hebelwirkung lösen.
Lagerbau
Tipps für den Zeltbau mit Blachen
23
Lagerbau/Pioniertechnik
Seilkunde
Für Lager- und Pionierbauten sind Seile ein äusserst wichtiges Hilfsmittel. Seile sind einer grossen Beanspruchung ausgesetzt. Durch sachgemässe Handhabung lässt sich die Abnutzung auf ein Minimum
reduzieren. Gutes Seilmaterial ist teuer. Schon deshalb lohnt sich ein schonender Umgang, nicht nur aus
Sicherheitsgründen. Für Seilbrücken und Seilbahnen verwendetes Seilmaterial ist besonders sorgfältig zu
behandeln, denn daran hängt wortwörtlich das menschliche Leben. Beschädigte Seile sind sehr gefährlich und müssen unbedingt ausgesondert werden!
Seilarten
Wir unterscheiden verschiedene Seilarten. Sie differenzieren sich in Bezug auf Material, Dehnbarkeit, Festigkeit, Lebensdauer und Preis. Man unterscheidet gedrehte Seile (Hanf- und Polypropylenseile) und um
einen Kern geflochtene Seile (Kern-Mantel-Seile) aus Kunstfasern (Berg- und Statikseile).
gedrehtes Seil
Kern
geflochtenes Seil
Querschnitt mit und ohne Kern
Kern
Für eine möglichst lange Lebensdauer der Seile musst du folgendes beachten:
—— Prüfe jedes Seil vor und nach Gebrauch von
Auge und von Hand auf schadhafte Stellen.
Kernmantelseile sollten auf Verdickungen geprüft werden. Schneide ein beschädigtes Seil
an der beschädigte Stelle entzwei und binde
oder schmilz die neuen Enden ab. Diese Seile
darfst du nicht mehr für Seilbrücken und Seilbahnen verwenden. Im Zweifelsfall entsorgst du
ein beschädigtes Seil sicherheitshalber.
—— Nummeriere die Seile, mit denen du Menschenleben sicherst und führe ein Seiltagebuch. So
wisst ihr im Team, wer das Seil wann für was
gebraucht hat.
Seilkunde
—— Trete nie auf ein Seil.
—— Schütze die Seile vor Verschmutzung und Beschädigung. Dreck, Chemikalien und Seife sind
für Seile enorm schädlich.
—— Lass Seile nie über grobe oder scharfe Kanten
laufen! Ist es unumgänglich, so benutze eine
alte Wolldecke oder eine Ausschussblache, um
die Kanten zu polstern.
—— Trockne nasse, verschmutzte Seile. Hänge sie
locker und offen in zirkulierender Luft und vor
Sonnenlicht geschützt auf (Nicht über der Heizung trocknen). Bürste sie anschliessend vorsichtig aus. Kunststoffseile kannst du vorsichtig
und ohne Waschmittel von Hand waschen.
—— Bewahre Seile immer aufgerollt, trocken und
unbedingt vor direktem Sonnenlicht geschützt
auf. Sonst werden sie spröde.
Wichtig
Das Seil ist nur so stark wie seine
schwächste Stelle. Das beste Statikseil taugt
nichts, wenn irgendwo der Kern verletzt ist und
niemand davon weiss.
25
Seilarten
Lagerbau/Pioniertechnik
Hanfseil
Polypropylen
Material
Hanf (Naturfaser)
Material
Polypropylen (Kunstfaser)
Verwendung
Pioniertechnik
Verwendung
Pioniertechnik, Abspannungen
Ausführung
gedreht
Ausführung
gedreht
Verrottungsbeständigkeit
schlecht
Verrottungsbeständigkeit
gut
Wasseraufnahme
viel
Wasseraufnahme
gering
Reissfestigkeit
800 kg
Reissfestigkeit
1‘000 kg
Temperaturbeständikeit
sehr gut
Temperaturbeständikeit
schlecht
Dehnung
gering
Dehnung
mittel
Kanten-Scheuerfestigkeit
unempf.
Kanten-Scheuerfestigkeit
s. empf.
Achtung!
Seil verkürzt sich, wenn es nass
wird und lockert sich beim Trocknen.
Achtung!
Seil schmilzt bei grosser Reibung.
Nicht verwenden für
heikle Aktivitäten wie Seilbahn,
Seilbrücke und Ähnliches
Nicht verwenden für
Seilbahnen, Einsätze mit grosser
Reibungswirkung
Was muss ich können?
Kenne die Unterschiede, die Vor- und Nachteile sowie die Verwendungszwecke eines Seils!
Bergseil
Material
Polyamid, Polyester (Kunstfaser)
Material
Polyamid (Kunstfaser)
Verwendung
Seilbahnen/-brücken, Abspannung
Verwendung
Bergsteigen, Seilbremsen
Ausführung
Kernmantelseil
Ausführung
Kernmantelseil
Verrottungsbeständigkeit
gut
Verrottungsbeständigkeit
gut
Wasseraufnahme
gering
Wasseraufnahme
mittel
Reissfestigkeit
3‘400 kg
Reissfestigkeit
2‘200 kg
Temperaturbeständikeit
gut
Temperaturbeständikeit
gut
Dehnung
gering
Dehnung
s. stark
Kanten-Scheuerfestigkeit
w. empf.
Kanten-Scheuerfestigkeit
empf.
Achtung!
Trotz robustem Mantel Vorsicht bei
scharfen Kanten.
Achtung!
Im Allgemeinen ungeeignet für
die Pioniertechnik, nie unter Dauerbelastung verwenden.
Nicht verwenden für
Klettern
Nicht verwenden für
Seilbrücken, Seilbahnen und
Technikbauten. Nie spannen!
Seilkunde
Statikseil
27
Lagerbau/Pioniertechnik
Knotenkunde
Es gibt unzählig viele Knoten für die verschiedensten Anwendungen. Es können Seile zusammengehängt oder Seil(-enden) festgebunden werden.
Andere Knoten haben eine Bremswirkung oder eignen sich zum Zusammenbinden von Gegenständen. Mit guten Kenntnissen kann für jede Situation
der richtige Knoten angewendet werden.
Nebst der Funktion im Gebrauch ist auch das Lösen sowie die Belastung für das Seil (Knick- und Reibungspunkte) ein wichtiger Faktor. Die am meisten
angewendeten Knoten werden hier aufgeführt.
Achterknoten
Der Achterknoten ist sehr vielseitig anwendbar und
lässt sich auch nach starker Belastung wieder gut
lösen.
Einfach geführt eignet er sich zum Verbinden von
zwei Seilen.
einfacher Achter
Seilkunde
Doppelt geführt bildet er eine nicht zulaufende
Schlinge. Er gewährleistet grosse Sicherheit und
wird deshalb immer dort verwendet, wo Menschen
gesichert werden müssen (Anseilen).
gestecker Achter
29
Lagerbau/Pioniertechnik
Wickelknoten
Der Wickelknoten ist die schonendste Variante für
das Festmachen eines Seilendes an einem Baum.
Dabei wird das Seil mehrmals (mindestens 5 Mal)
um den Baum gewickelt und für den Abschluss mit
einem Achterknoten gesichert. Bei dieser Variante
entsteht die kleinstmögliche Reibung am Seil. Der
Knoten lässt sich auch nach sehr starker Beanspruchung wieder ohne Probleme lösen.
Mastwurf/Achterschlinge
Seilkunde
Der Mastwurf ist ein seilschonender Knoten, welcher sowohl mit beidseitiger wie auch nur mit
einseitiger Belastung eingesetzt werden kann.
Damit der Knoten gut hält, muss er jedoch unter
Zug stehen. Entweder wird der Knoten gesteckt
(fädeln) oder gelegt (in der Hand vorbereiten und
über Stange stülpen). Wird der Knoten am Seilende
verwendet, muss das Ende mit einem zusätzlichen
Knoten gesichert werden.
31
Lagerbau/Pioniertechnik
Maurerknoten
Der Maurerknoten ist sehr einfach in der Anwendung und lässt sich auch nach sehr starker
Belastung wieder lösen. Es müssen mindestens 7
Wickelungen gemacht werden und mindestens
¹⁄³ des Baumumfanges muss mit den Wickelungen
umschlungen werden. Aufgrund der Seilreibung ist
der Knoten nur für Pioniertechnik zu verwenden.
Er hält nur unter Zugbelastung. An zu dünnen und
glatten Gegenständen, z. B. Eisenstangen, hält der
Knoten nicht.
mindestens 7 Wickelungen
Bretzel/Schifferknoten
Seilkunde
Der Bretzel-Knoten eignet sich zum Befestigen eines
Seiles an einem dünnen Gegenstand (Ring, Geländer, Ast) oder als Abschluss eines anderen Knotens. Er wird normalerweise mit mehreren gleichen
Schlaufen geknüpft.
33
Vorgehen in Notfallsituationen
Verschiedene Erkrankungen oder Verletzungen können überraschend und plötzlich zu Notfallsituationen
führen. Um in solchen Stresssituationen richtig zu reagieren, helfen dir verschiedene Abläufe und Merksätze. Als einfachstes Schema kannst du dir eine Ampel mit den drei Farben «rot» – «gelb-orange» – «grün»
vorstellen. Sie signalisieren dir wie im Strassenverkehr, wann du was machen sollst.
Erste Hilfe
Sicherheit – Schauen – Denken – Handeln
Sicherheit – Eigene Sicherheitsvorkehrungen
treffen
Schauen – Übersicht gewinnen (rot)
—— Was ist passiert?
—— Bestehen Gefahren (Steinschlag, Absturzgefahr,
Lawinen) für Verletzte und Unverletzte?
—— Wie viele Betroffene gibt es?
—— Wie schwer sind die Verletzungen?
—— Welche Ressourcen (Anzahl Personen, Ausbildung, Erfahrung) haben wir?
Denken – Massnahmen planen (gelb)
—— Welche Massnahmen müssen getroffen werden?
—— Aufgabenverteilung innerhalb der Gruppe
je nach Kompetenzen, evtl. Führungsperson
definieren.
Handeln – Koordination und Durchführung von
Aufgaben (grün)
—— Die zuvor definierten Aufgaben werden möglichst zielgerichtet ausgeführt.
—— Je nach dem ist eine Person nötig, die alles
koordiniert.
Als Grundsatz für das Handeln hilft der folgende Ablauf:
Alarmieren – Sichern – Bergen – Erste Hilfe
Sichern – Gefährdung der Helfenden verhindern
—— Schutz der Helfenden vor weiteren Gefahren.
Bergen – Verletzte Person(en) aus Gefahrenzone
bringen
—— Acht geben und keine zusätzlichen Verletzungen (Wirbelsäule!) verursachen.
—— Je nach Bedrohung sind Kompromisse nötig.
Erste Hilfe – Massnahmen umsetzen
—— BLS-AED Schema anwenden
—— Ganzkörperuntersuchung (Body Check)
—— Erweiterte Erste-Hilfe-Massnahmen (Verbände,
Ruhigstellung von Brüchen usw.)
—— Transportvorbereitung und Lagerungen
—— Überwachung und Betreuung
Erste Hilfe
Alarmieren – Anfordern professioneller Hilfe
—— Notfallnummer wählen.
—— Vorgängig kurz Angaben mittels W-Fragen
(siehe Seite 36) zusammentragen.
Spital
Kläre vor einem Weekend oder dem
Lager die Telefonnummern, Adressen und
Anfahrtswege des nächsten Notfallarztes und
nächsten Spitals mit Notfallstation ab.
35
Alarmierung
Erste Hilfe
Niemand erwartet, dass du Notfallsituationen alleine meisterst. Professionelle Hilfe muss unverzüglich
angefordert werden, damit lebensrettende Massnahmen und die professionelle Betreuung eingeleitet werden können. Grundsätzlich gilt: «Besser zu
früh als zu spät alarmieren». Mache dir vor dem Anruf kurz Gedanken zu nebenstehenden W-Fragen.
Die Alarmierung ist per Mobiltelefon, App (z.B. Rega-App), Funk, Hüttentelefon usw. möglich. Während dem Rekognoszieren von Wanderungen ist es
daher wichtig, den Mobilfunk-Empfang zu prüfen.
Notfallnummern
Sanität144
Rega1414
Polizei117
Feuerwehr118
Toxikologisches Institut 145
Europäischer Notruf
112
W-Fragen
Wer?
Name des Anrufers, der
Organisation, Rückrufnummer
Was?
Art des Unfalls
Wann?
Zeitpunkt des Unfalls
Wo?
Genauen Ort des Unfalls (evtl.
Koordinaten) angeben
Wie viele?
Anzahl Verletzte, Art der
Verletzungen
Weiteres?
Sichtverhältnisse, Wind, HelikopterLandeplatz usw.
37
Erste Hilfe
Lebensrettende Sofortmassnahmen
Erste Hilfe
Unter lebensrettenden Sofortmassnahmen versteht man die ersten Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung
oder Wiederherstellung der lebensnotwendigen Körperfunktionen.
Bewusstseinsprüfung
Als erster Schritt der lebensrettenden Sofortmassnahmen prüfst du das Bewusstsein einer Person. Du
erhältst so bereits erste Hinweise über die Schwere
einer gesundheitlichen Schädigung. Grob lässt sich
das Bewusstsein, wie folgt abstufen:
—— wacher Patient
—— reagiert noch auf Ansprache
—— reagiert nur auf Schmerzen (Kneifen an der
Oberarminnenseite)
—— reagiert nicht
Je nach Bewusstsein folgst du weiter dem BLS-AEDSchema (siehe Seite 108).
Rückenverletzungen
Denke bei folgenden Unfallhergängen und Symptomen an Verletzungen des Rückens:
——
——
——
——
Schlag, Sturz auf den Rücken und/oder Kopf
Sturz aus grosser Höhe
Badeunfall bei Kopfsprung
Gefühlsstörungen wie Ameisenlaufen, Kribbeln
oder vermindertes/kein Gefühl an Armen und/
oder Beinen
—— Bewegungsunfähigkeit der Arme und/oder
Beine
Vermeide hier das Umlagern der verletzten Person,
es sei denn lebensrettende Sofortmassnahmen
(Herzdruckmassage bei fehlendem Bewusstsein
und fehlender Atmung) machen es unvermeidbar.
SchauenFehlstellung
Blutungen und Wunden
Schwellungen
Blutergüsse
Gefühlsstörung (Ameisenlaufen,
Kribbeln) und -ausfälle
Lähmungserscheinungen, Bewegungseinschränkung
Tasten/Gefühlsunterschiede
BewegenSchmerzen
Instabilität
Bewegungseinschränkung
Sind genügend ausgebildete Helfende vor Ort
kann auch ein kontrolliertes Drehen in die Seitenlage zur Prüfung von Verletzungen auf der Rückseite
des Patienten vorgenommen werden.
Erste Hilfe
Ganzkörperuntersuchung (Body Check)
Nachdem die lebensrettenden Sofortmassnahmen
durchgeführt und die betroffene Person stabilisiert
wurde, gilt es in einem nächsten Schritt zu prüfen,
ob es weitere therapiebedürftige Verletzungen
gibt. Hierzu wird eine systematische Ganzkörperuntersuchung von Kopf bis Fuss durchgeführt. Bei
kurzer Anreisezeit der professionellen Hilfe wird dies
oft bereits durch diese übernommen. Als Grundregeln gelten:
Nachfragen Schmerzen (Lokalisation, Art)
Atemprobleme
39
Erste Hilfe
Druckverband / Starke Blutungen stillen
Grosser Blutverlust ist lebensbedrohlich. Daher
müssen starke Blutungen möglichst rasch gestillt
werden. Gehe nach folgenden Schritten vor:
—— verletzte Person flach lagern
—— verletzten Körperteil hochhalten
—— Abdrücken der zuführenden Arterie (am Oberarm oder an der Leiste)
—— Druckverband anlegen
Druckverband anlegen
—— mit einer Gaze die Wunde abdecken
—— Druckpolster (z. B. zusammengelegtes Tuch
oder Verbandpatrone) darüber legen und mit
einem Verband gut festmachen
—— falls es weiter blutet, bestehendes Druckpolster
belassen und ein zusätzliches Polster mit einem
Verband befestigen und darüber verknoten
Wichtig
Stark blutende Wunden gehören in
ärztliche Versorgung. Der anlegte Druckverband
soll daher nicht selbstständig wieder entfernt
werden.
Querschnitt Druckverband
zusätzliches Druckpolster
Verband
Druckpolster
Wunde
Blutgefässe
Blutgefässe
Knochen
Muskulatur
Erste Hilfe
Gaze
Haut
41
Lagerungen
Die Lagerung eines Patienten ist ein Teil der erweiterten Erste-Hilfe-Massnahmen. Sie dient dazu, beim
Warten auf professionelle Hilfe die Situation des Patienten zu verbessern.
Erste Hilfe
Stabile Seitenlagerung
Bewusstlose Personen, die noch atmen, sind zur Sicherung gegen Ersticken durch Erbrochenes in die
Seitenlage zu bringen. Solche Patienten müssen dauernd überwacht werden, damit bei ungenügender
Atmung eingegriffen werden kann.
1. Auf der weniger stark verletzten Seite niederknien. Brille und harte Gegenstände entfernen,
ohne die bewusstlose Person unnötig zu bewegen. Den zugewandten Arm rechtwinklig
abspreizen.
2. Den abgewandten Arm der Person auf seine
Brust legen.
3. Das abgewandte Bein anwinkeln. Die Person
anschliessend an Schulter und Hüfte anfassen
und behutsam zu sich drehen, bis die Bauchseite leicht gegen den Boden zeigt. Wenn möglich hilft eine zweite Person beim Drehen und
stabilisiert den Kopf.
4. Das obere Bein anwinkeln, bis der Fuss in der
Kniekehle des unteren Beines zu liegen kommt.
Den oberen Arm über den unteren Arm legen
und so den Oberkörper stabilisieren. Den Kopf
leicht nach hinten strecken, damit der Mund
geöffnet ist und in Richtung Boden zeigt.
Den Patienten gegen Witterung (Kälte, Sonne,
Regen usw.) schützen und überwachen.
43
Erste Hilfe
Oberkörper hochlagern
Bei nicht bewusstlosen Verletzten mit Atemnot,
Brustkorbverletzungen oder Herzbeschwerden soll
der Oberkörper hochgelagert werden. Dies ermöglicht eine erleichterte Atmung und das Husten.
Lagerung bei Bauchverletzung
In leichten Fällen liegt der Patient in Rückenlage
mit erhöhtem Oberkörper und angewinkelten
Beinen. Ansonsten ist eine stabile Seitenlage mit
angezogenen Beinen möglich. Das Anwinkeln der
Beine entspannt die Bauchdecke.
Schocklagerung
Der Patient liegt in Rückenlage mit erhöhten Beinen. Dadurch kann die Durchblutung lebenswichtiger Organe verbessert werden.
Mögliche Hinweise auf einen Schock sind:
—— eine erhöhte Pulsfrequenz
—— erhöhte Atemfrequenz
—— blasse und feuchte Haut
—— Unruhe des Patienten
—— Verletzungen mit grossem Blut- oder Flüssigkeitsverlust
—— schwere Infektionen
—— Verletzungen des Rückenmarks
—— Einschränkung der Funktion des Herzens (Ausnahme: keine Schocklagerung, sondern Oberkörper hochlagern)
Erste Hilfe
Was ist ein Schock?
Um die lebenswichtigen Organe zu versorgen ist
eine ausreichende Blutzufuhr nötig. Fällt der Blutdruck bei einem Schock ab, so kommt es zu einer
Sauerstoffunterversorgung des Gewebes und einer
Entgleisung des Stoffwechsels, was lebensgefährlich ist. Mögliche Ursachen für einen Schock sind:
Wichtig
Wenn der Patient wach und ansprechbar ist, sagt er, welche Lagerung für ihn angenehm ist. Daher soll der wache Patient immer
gefragt werden, was er bevorzugt.
45
Inhalt Kurswissen
46
Inhalt Kurswissen
74
Lagerbau/Pioniertechnik
48
Lernziele Kurswissen
74
Berliner
50
Kartenkunde/Orientieren
76
Firstzelt
50
Kartenmassstab
78
Gotthardzelt (Gebirgszelt)
52
Distanz messen
80
Tipps für Lagerzelt- oder Biwakplatz
54
Koordinaten
82
Seil spannen/Spanner
56
Koordinatenbestimmung
84
Parallelbund
60
Kroki
85
Kreisbund
64
Kompass
86
Aufrollen von Seilen
68
Karte norden
88
Erste Hilfe
70
Arbeiten mit dem Kompass
88
Wundversorgung
72
Übertragung von der Karte ins Gelände
90
Verbrennungen
73
Übertragung vom Gelände auf die Karte
92
Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen
93
Knochenbrüche
kurswissen
Alles, was im Kurs eine Rolle spielt
47
Lernziele Kurswissen
Kartenkunde/Orientieren
Lernziele Kurswissen
Karte ausrichten
—— eigenen Standort bestimmen
Landeskarten-Massstäbe
—— Distanzen aus der Karte entnehmen
—— Verwendungszwecke der Karten 1: 25‘000,
1: 50‘000 und 1:100‘000 kennen
Sicheres Orientieren mit Karte im Gelände
—— mit Hilfe einer genordeten Karte die Richtung
von «Leitlinien» im Gelände bestimmen
—— einer gegebenen Route auch im Gelände mit
wenig Orientierungspunkten folgen
Koordinaten berechnen
—— das Koordinatennetz der Landeskarte erklären
—— die Koordinaten eines gegebenen Punktes in
der Karte bestimmen
—— mit Hilfe der gegebenen Koordinaten einen Ort
bestimmen
Krokieren
—— Weg- und Plankroki zeichnen/anwenden.
Karte ausrichten
—— eine Karte «norden»
—— den eigenen Standort auf einer Karte bestimmen
Kompass
—— ein Azimut aus der Karte bestimmen und dieser
Richtung im Gelände folgen können
Lagerbau/Pioniertechnik
Erste Hilfe
Knoten
—— Seil zwischen zwei Bäume spannen
—— Seil aufnehmen/aufrollen
Wundversorgung
—— Schürf-, Brand- und Schnittwunden reinigen
und verbinden
—— Verbrennungen, Verstauchungen, Prellungen,
Quetschungen, Brüche erkennen und richtig
behandeln
Bünde
—— folgende Bünde kennen und richtig anwenden: Parallelbund, Kreuzbund, Kreisbund
Zeltbau
—— Blachenbiwak bauen: Gotthardzelt, Firstzelt,
Berliner
49
Kartenmassstab
Das Verhältnis zwischen der Realität und der Karte
nennt man «Massstab». Der Massstab 1: 25‘000
bedeutet, dass ein Objekt in der Wirklichkeit 25‘000
Mal grösser ist als auf der Karte. Ein Pfad, der auf
der Karte 1 cm misst, ist in der Realität 250 Meter
lang. Durch diese starke Verkleinerung muss die
Wirklichkeit vereinfacht werden. Kleine oder weniger wichtige Objekte werden weggelassen, andere Objekte vereinfacht dargestellt.
Am unteren Kartenrand ist jeweils ein grafischer
Massstabbalken.
Kartenkunde/Orientieren
Die drei Hauptarten der Schweizer Landeskarten
bilden die Schweiz in den Massstäben 1: 25‘000
(sprich «eins zu fünfundzwanzigtausend»), 1: 50‘000
und 1:100‘000 ab.
1: 25 000
0m
500m
1km
Äquidistanz der Höhenkurven: 10m
Der Verwendungszweck und somit der Anspruch
an die Detailgenauigkeit des Abbildes entscheidet
über die Wahl des Kartenmassstabes. Für Aktivitäten in Jungwacht Blauring werden am häufigsten
Karten mit dem Massstab 1: 25‘000 gebraucht.
Massstab
1: 25‘000
1 km =
4 cm
1 cm =
250 m
Verwendung
Wanderungen / OL /
Geländespiele
2km
Orientieren
1: 50 000
0m
500m
1km
2km
1:100 000
3km
4km
1000m
0m
1km
2km
3km
4km
5km
6km
Äquidistanz der Höhenkurven: 50m
Äquidistanz der Höhenkurven: 20m
Massstab
1: 50‘000
Massstab
1:100‘000
1 km =
2 cm
1 km =
1 cm
1 cm =
500 m
1 cm =
1‘000 m
Verwendung
Grobplanung Wanderungen /
Velotouren
Verwendung
Grobplanung Velotouren /
Übersichtskarte
7km
51
Distanz messen
Kartenkunde/Orientieren
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Distanz auf einer Karte zu messen.
Massstab
Mit einem Massstab,
welcher eine Millimetereinteilung hat, kannst
du die Strecke von
Kurve zu Kurve abmessen. Dann addierst du
die ganze Strecke und
rechnest anhand des
Kartenmassstabes um
oder benutzt dafür den
Massstabbalken am
Kartenrand.
Kartenmassstab
Mit speziellen Kartenmassstäben kannst du
direkt mit der richtigen
Einteilung messen.
Danach musst du entsprechend nicht mehr
umrechnen.
Papierstreifen
Mit einem Stück Papier
kannst du die Strecke
ebenfalls messen. Am
einfachsten beginnst
du an einer Ecke des
Papiers. Lege das Papier entlang des Wegabschnittes und mache
bei der nächsten Kurve
einen Strich. Nun drehst
du das Papier so um
diesen Strich, dass es
entlang des nächsten
Abschnittes liegt.
Wenn du die ganze
Strecke so gemessen
hast, kann die ganze
Distanz mit dem Messbalken auf der Karte
ermittelt werden.
Kurvimeter
Mit dem Messrad, welches in allen gängigen
Massstäben erhältlich
ist, kannst du einfach
der gewünschten
Strecke auf der Karte
nachfahren und die
Distanz ablesen. Jedoch sind diese Geräte
sehr teuer und auch
nicht sonderlich genau.
Man hat sie auch selten
dabei, weshalb diese
Methode äusserst selten
angewendet wird.
Schnur
Du kannst eine Schnur
oder einen Faden
entlang der zu messenden Strecke auslegen.
Am Schluss muss nur
die Länge der Schnur
gemessen und umgerechnet werden. Diese
Methode ist zwar sehr
genau, jedoch auch
aufwändig.
Orientieren
Zirkel
Mit dem Zirkel kannst du
eine Strecke messen.
Eine Strecke wird wie
unten abgebildet gemessen. Dadurch musst
du nicht jede kleine
Distanz separat messen.
Wichtig
Beim Berechnen
der Distanzen ist es
wichtig, dass du ganz
genau arbeitest.
Ein kleiner Fehler kann
sich stark auf die
Marschdauer auswirken.
53
Kartenkunde/Orientieren
Koordinaten
Jeder Punkt auf der Erde kann mit Hilfe der
Koordinaten genau beschrieben werden. Dazu
gibt es ein Koordinatennetz mit Längen- und
Breitengraden. Beim geografischen Koordinatennetz (international) spricht man von Graden. Für die detaillierte Orientierung ist dieses
Koordinatennetz zu grob und deshalb gibt es in
vielen Ländern noch eigene Koordinatennetze.
Der Ausgangspunkt des Schweizer Koordinatennetzes, auch «Nullpunkt» genannt, ist die
alte Sternwarte in Bern mit den Werten 2 600
000 / 1 200 000. Jeder Punkt in der Schweiz
kann mittels zwei siebenstelligen Zahlen auf
einen Meter genau bestimmt werden. Die
Angaben werden dabei nicht wie beim geografischen Koordinatensystem in Grad, sondern
direkt in Metern gemacht. Somit kann man
ohne Umrechnungen direkt in der Karte messen und erhält ein Bild der Distanzen.
Bis anhin waren die Koordinaten in zwei sechsstelligen Zahlen, basierend aus der Landesvermessung aus dem Jahre 1903 aufgeteilt.
Dank satellitengestützten Messmethoden wie GPS
konnte die Landesvermessung verbessert werden,
daraus sind präzise Koordinaten für die Vermessungsfixpunkte hervorgegangen, welche nun auf
der Landesvermessung von 1995 basieren. Damit
man die neu bestimmten Koordinaten einfach
erkennen kann, wurde in der Nord-Süd-Richtung
eine 2 vorangestellt und in der West-Ost-Richtung
eine 1. Deshalb sind die neuen Koordinaten nun
siebenstellig. Bis 2016 sollten die neuen Koordinaten überall eingeführt sein.
Angegeben werden zuerst die Zahlen von Westen
nach Osten (Ostwert oder Ostkoordinate), also die
höhere Zahl, dann die Zahlen von Süden nach Norden (Nordwert oder Nordkoordinate). Die beiden
Zahlengruppen werden durch einen Querstrich
getrennt. Die ersten drei Ziffern nach «2»/«1» geben
die Kilometer an, die zweiten die Meter.
Format der Koordinaten
2 OOO OOO / 1 NNN NNN
55
Orientieren
Koordinatenbestimmung
Die Koordinatenbestimmung eines Punktes auf den Landeskarten der Schweiz
Im Beispiel bestimmen wir die Koordinaten auf einer Karte mit 1: 25‘000 Massstab für die Kirche St. Peter in
Zürich (Beispielkarte auf der nächsten Doppelseite).
Kartenkunde/Orientieren
1. Suche den Punkt
auf der Karte, von
welchem du die
Koordinaten bestimmen möchtest.
Beispielkoordinaten
2. Gemessen wird
immer von der unteren linken Ecke weg
(Punkt A). Bestimme den Wert der
senkrechten Kilometernetzlinie, indem
du deren drei- bzw.
vierstelligen Wert
am Blattrand abliest.
2 683
3. Das selbe machst
du mit der nächsten waagrechten
Kilometernetzlinie
unterhalb deines
Punktes. Auch
hier findest du die
Werte der Linie am
Blattrand.
1 247
4. Jetzt hast du deinen
Punkt auf weniger
als 1 Kilometer genau bestimmt.
2 683 000 / 1 247 000
Orientieren
Zur genaueren Bestimmung eines Punktes benötigst du ein Hilfsmittel zum Messen (Massstab oder Rapex).
5. Als nächstes misst
du die Distanz
zwischen der linken
Netzlinie und dem
Punkt. Dieser Wert
kannst du mittels
Dreisatz in Meter
umrechnen (1 cm =
250 Meter).
1. Wie vorhin misst
du nun die Distanz
zwischen der Netzlinie unterhalb und
deinem Punkt. Auch
dieser Wert wird
mit dem Dreisatz in
Meter umgerechnet (1,12 cm = 280
Meter).
2. Die berechneten
Meterdistanzen
fügst du der entsprechenden Kilometerzahl hinzu. Du
hast deinen Punkt
auf den Meter genau definiert.
250
280
2 683 250 / 1 247 280
57
Kartenkunde/Orientieren
1 249 000
1 248 000
280
A
2 682 000
1 247 000
250
2 683 000
2 684 000
Orientieren
Finden eines Punktes mit Hilfe der Koordinaten
1. Suche oben oder
unten am Blattrand
nach der senkrechten Netzlinie mit der
Kilometerzahl deiner
Koordinaten.
2. Nun suche nach der
waagrechten Netzlinie deiner Koordinaten, links oder rechts
am Blattrand.
2 683 000
1 247 000
3. Der Schnittpunkt
dieser beiden zeigt
dir das Quadrat
oben rechts, in
dem sich der Punkt
befindet.
2 683 000 / 1 247 000
4. Mittels Dreisatz rechnest du die Meterwerte der Koordinate um (1‘000 Meter
= 4 cm). Auf der
Karte misst du die
errechneten Werte senkrecht und
waagrecht vom
Schnittpunkt aus ab.
2 683 250 / 1 247 280
59
Kroki
Kartenkunde/Orientieren
Das Kroki ist eine kartenähnliche Geländeskizze. Mit einer guten Skizze lässt sich ein Geländeausschnitt
oder eine Marschroute besser erklären als mit einem langen mündlichen oder schriftlichen Bericht. Die
Skizze kann problemlos vervielfältigt werden und prägt sich zudem viel besser ins Gedächtnis ein. Ein Kroki
trägt, anders als die Landeskarte, einen subjektiven Charakter. Es konzentriert sich in der Darstellung auf
das Wesentliche.
Regeln
Beim Krokieren gibt es einige Regeln, die du beachten solltest:
Rahmeninformationen
Auf jedes Kroki gehören einige Rahmeninformationen:
—— Überlege dir zu Beginn, welche Informationen
du zeigen möchtest.
—— Schaue dir das Gelände vor dem Zeichnen genau an. Beginne mit wenigen Fixpunkten und
Linien, um die anschliessend das Kroki entsteht.
—— Titel: Hier soll die Art des Krokis und dessen Verwendungszweck sichtbar werden.
—— Name: Wer hat das Kroki gezeichnet?
—— Ort und Zeit: Wann und wo wurde das Kroki
gezeichnet?
—— Legende: Wichtige Details oder Geländepunkte können nummeriert und in eine Ecke
geschrieben werden. Sie hilft dem Betrachter,
wichtige Punkte schneller zu finden.
—— Nordrichtung: Zeigt dem Betrachter, in welcher
Richtung das Kroki zu halten ist (kann bei Wegkroki weggelassen werden, da diese wechselt).
Orientieren
—— Massstab/Distanzen: Wenn das Kroki massstabgetreu gezeichnet wurde, muss der Massstab
angegeben werden.
Strassen
Strassen/Fusswege
Steigung
Signaturen
Krokisignaturen werden vor allem für das Plan- und
Wegkroki verwendet. In den meisten Fällen werden
beim Krokieren die selben Signaturen verwendet
wie auf d­­en topografischen Landeskarten im Mass­
stab 1: 25‘000. Nachfolgend einige Ausnahmen
und zusätzliche Einzelheiten.
Wald
Bahnlinie mit Haltestelle
Autobahn
Fliessendes Gewässer
Wasserfall / Brücke/Steg
Damm
Häuser/Siedlungen
Seen
Einschnitt
61
Kartenkunde/Orientieren
Plankroki
Das Plankroki dient der Darstellung eines Geländeausschnittes oder einer Marschroute. Dabei wird
das Gelände im Grundriss skizziert, stark verkleinert,
aber im richtigen Grössenverhältnis dargestellt.
Die Darstellung dabei ist geradlinig. Um dem Zeichnenden entgegen zu kommen, werden kurvenreiche Geländelinien geradlinig dargestellt.
Wald real
Wald krokiert
Orientieren
Wegkroki
Mit einem Wegkroki wird dem Betrachter das Finden eines bestimmten Weges erleichtert. Deshalb
wird nur eingezeichnet, was entlang des Weges für
das Erreichen des Zieles von Bedeutung ist. Zwischen Plan- und Wegkroki bestehen einige wichtige Unterschiede:
—— Die in der Natur vorkommenden Bogen, Kurven, Wellenlinien usw. werden im Plankroki stark
verallgemeinert wiedergegeben. Die Hauptlinie des Wegkrokis, also die begangene Route,
kennt nur die zeichnerische Richtung von unten
nach oben.
—— Das Plankroki wird, wie die Karte, als Ganzes
nach Norden ausgerichtet. Beim Wegkroki werden die Himmelsrichtungen nicht berücksichtigt. Nur am Anfang und Ziel wird die Nordrichtung angegeben.
—— Auf einem Plankroki werden die Distanzen verkürzt, aber im Verhältnis zueinander dargestellt.
Das Wegkroki dagegen nimmt keine Rücksicht
auf Distanzen.
63
Kompass
Kartenkunde/Orientieren
Allgemein
Der Kompass ist ein Winkelinstrument. Es hilft beim
—— Bestimmen der Nordrichtung (z. B. zum Ausrichten der Karte, grobe Orientierung);
—— Bestimmen einer Gehrichtung (Azimut).
Gemessen wird immer im Uhrzeigersinn, also von
Norden über Osten, Süden, Westen und zurück
nach Norden.
Die gebräuchlichsten Kreiseinteilungen sind 360
Grad (°) oder 6‘400-Artilleriepromille (A‰) für einen
vollen Kreis. Die Zahlen auf der A‰-Skala des Kompasses müssen x 100 gerechnet werden, die Zahlen
auf der °-Skala x 10.
Die Artilleriepromille-Teilung findet vor allem bei der
Armee Verwendung.
Umrechnung
Artilleriepromille = Grad x 17,8
Grad = Artilleriepromille / 17,8
Deklination
Der magnetische Nordpol, wo die Kompassnadel hinzeigt, weicht vom geografischen Nordpol
ab. Der geografische Nordpol ist der nördliche
Durchstichspunkt der Drehachse der Erde. Diese
Abweichung wird Deklination genannt und kann
bei gewissen Kompassmodellen mit Hilfe der Deklinationsmarken oder Stellschrauben ausgeglichen
werden. Die Angaben zur Deklination findet man
am unteren Kartenrand.
Für unsere Arbeiten ist die Deklination aber vernachlässigbar.
Eselsbrücke
Merksatz für die Reihenfolge:
Nie ohne Seife waschen
Gehäuse
Deklinationsmarken/
Nordmarken
Orientieren
Visier
Drehring
Nord-Südlinien
Magnetnadel
Halsschnur
Spiegel
65
Kartenkunde/Orientieren
Himmelsrichtung und Azimut
Ein Winkel in der Geometrie wird immer durch
zwei Achsen definiert, welche sich in einem Punkt
schneiden. Wenn wir von Azimut sprechen, meinen
wir immer die Abweichung zu Norden im Uhrzeigersinn.
Am Beispiel der Uhr, bei welcher wir auf dem Mittelpunkt stehen, entspricht die Zwölf einem Azimut
von 0°. Die 3 Entspricht einem Azimut von 90°, die 9
einem Azimut von 270°. Die Zwölf entspricht immer
der Nordrichtung, also auf der Karte oben. Nun
kann also von einem beliebigen Standort aus die
nächste Marschrichtung definiert werden, indem
die Abweichung von der Nordrichtung angegeben wird.
Die Standortbestimmung
Für die Bestimmung des eigenen Standortes werden mindestens zwei Standlinien benötigt. Das sind
Linien, die sich im eigenen Standort möglichst senkrecht schneiden. Als Standlinien kommen in Frage:
—— Standlinien aus der Karte, die auch in der Natur
erkennbar sind wie Flüsse, Wege usw.
—— Visierstandlinien: geradlinige Verbindung von
einem Beobachtungspunkt zu einem anvisierten Merkmal
Standlinien aus der Natur (explizite Standlinien) führen auch dann noch zu einem verlässlichen Ergebnis, wenn sie sich in einem spitzen oder stumpfen
Winkel schneiden. Für Visierstandlinien gilt jedoch,
dass sie sich nach Möglichkeit in einem 90° Winkel
schneiden sollen, damit das Ergebnis hinreichend
genau ist. Winkel unter 60° oder über 120° sind
nicht geeignet.
Orientieren
Norden
Richtungswinkel
=
Azimut
Marschrichtung
Azimut
Der Richtungswinkel zwischen geografischem Norden und Marschrichtung nennt man
Azimut.
67
Karte norden
Kartenkunde/Orientieren
Mit dem Norden der Karte wird diese so ausgerichtet, dass die Nordseite der Karte nach Norden zeigt.
Das Norden erleichtert den Vergleich von Karte und Gelände, es ist auch Voraussetzung für einige Verfahren der Kartenarbeit mit dem Kompass.
1. Als Erstes musst du den Kompass richtig einstellen. Dafür drehst du den Ring auf dem Kompass so, dass die Nordmarken in Längsrichtung
des Kompasses, also nach «oben», zeigen.
2. Halte dann den Kompass auf die Karte und
richte ihn genau nach den vertikalen Koordinatenlinien aus. Achte darauf, dass der Kompass
noch oben gerichtet ist, also auf der Karte
nach Norden zeigt. Wenn du nun Karte und
Kompass drehst bis die rote Nadel zwischen
den Nordmarken liegt, ist die Karte genordet.
69
Orientieren
Arbeiten mit dem Kompass
Kartenkunde/Orientieren
Bei der Arbeit mit dem Kompass geht man immer in drei Arbeitsschritten vor:
Anlegen
Standort und Ziel durch
Visierlinie (im Gelände)
oder Anlegekante (auf
der Karte) verbinden.
Einstellen
Die Dose drehen, bis
die 0°-Markierung nach
Norden zeigt, das heisst,
bis die Nord-Südlinien
mit der Karte übereinstimmen (auf der Karte)
oder die Nadel zwischen die Nordmarken
zu liegen kommt (im
Gelände).
Übertragen
Den so eingestellten
Winkel entweder in die
Natur oder auf die Karte übertragen, indem
der ganze Kompass
gedreht wird, ohne am
Kompass selber etwas
zu verstellen.
Orientieren
angepeilte Richtung
71
Übertragung von der Karte ins Gelände
Kartenkunde/Orientieren
1. Verbinde den Standort A mit dem Ziel B mittels
Bleistiftstrich durch direktes Auflegen des Kompasses oder Rapex auf die Karte.
2. Um den Winkel zu messen musst du den Kompass direkt an die gezogene Linie legen.
Danach drehe den Drehring solange, bis die
Nord-Südlinien auf der Dose parallel zu jener
der Karte liegen. Damit ist der Azimut fixiert.
Wichtig: Der Drehring darf nicht mehr verstellt
werden.
3. Hebe den Kompass von der Karte und zieh in
über. Schau durch den Spiegel auf die Magnetnadel und dreh dich solange um die eigene Achse, bis die Magnetnadel zwischen den
Nordmarken liegt.
4. Nun zeigt die Visierlinie in die auf der Karte gemessene Marschrichtung (Ziel).
Orientieren
Übertragung vom Gelände auf die Karte
1. Zunächst muss der Zielpunkt anvisiert werden.
2. Danach drehst du den Drehring solange, bis
die Nadelspitze zwischen die Nordmarken zu
liegen kommt. Wichtig: Der Drehring darf nicht
mehr verstellt werden.
3. Nun legst du den Kompass auf die Karte. Die
hintere Ecke des Kompasses wird dabei auf
deinen Standort gelegt.
4. Der Kompass wird nun solange um deinen
Standort gedreht bis die Nord-Südlinien der
Dose parallel zu jenen der Karte zu liegen kommen.
5. Dein gesuchter Punkt (Ziel) liegt nun auf der
Linie, der die Kompasskante durch den Standort zieht.
73
Lagerbau/Pioniertechnik
Berliner
Unterkunft für
ca. 4-5 Personen
(je nach Wetter und Gepäck)
Benötigtes Material
8 Blachen
4 Zeltschnüre
11 Zeltstöcke
12 Heringe
= 4 Zelttaschen
Vorteile
Nachteile
wetterfest
eng für vier grosse Personen mit Gepäck
kompakte Form, speichert Wärme
Da der Berliner niedrig
ist, muss bei nassem
Wetter gut darauf
geachtet werden, dass
man nicht an die Blachen kommt, ansonsten ist er nicht mehr
wasserdicht.
Blachenboden
benötigt viele Blachen
pro Person
75
Lagerbau
Lagerbau/Pioniertechnik
Firstzelt
Unterkunft für
2-3 Personen
(oder je nach Wunsch)
Benötigtes Material
2 Blachen
2 Zeltschnüre
6 Zeltstöcke
6 Heringe
= 2 Zelttaschen
Info
Das First- und Langfirstzelt kann beliebig erweitert werden. Dafür werden jeweils
2 weitere Blachen, 3 Zeltstöcke und 2 Heringe
benötigt.
Vorteile
Nachteile
schützt gut vor Regen
beide Seiten offen
(können mit zusätzlichen Blachen geschlossen werden),
Durchzug
als Unterstand für Rucksäcke oder als Materialzelt geeignet
kein Blachenboden
kann beliebig erweitert
werden
Firstzelte sind bei längerer Lagerdauer nur
mit eingeknöpftem
Boden geeignet
Lagerbau
Langfirstzelt
77
Lagerbau/Pioniertechnik
Gotthardzelt (Gebirgszelt)
Unterkunft für
2-3 Personen
Vorteile
Nachteile
Benötigtes Material
3 Blachen
evtl. +2 für die Seiten
4 Zeltschnüre
6 Zeltstöcke
6 Heringe
= 2 Zelttaschen
geringer Widerstand
gegenüber Wind
etwas eng
gute Wärmeisolation
Seiten offen
Bodenblachen schützen
vor Feuchtigkeit
ungeeignet für Leute
mit Platzangst
kann beliebig erweitert
werden
bei langen Gotthardzelten ist das Verlassen
von der Mitte aus sehr
mühsam
Info
Der Gotthard kann beliebig erweitert
werden. Dafür werden jeweils 3 weitere Blachen,
3 Zeltstöcke und 3 Heringe benötigt.
Lagerbau
Boden
79
Tipps für Lagerzelt- oder Biwakplatz
Beim Zelten, sei es für eine Nacht oder zwei Wochen, gibt es einige Punkte zu beachten. Ein guter Zeltplatz ist Voraussetzung für tolle Erfahrungen und Erlebnisse in der Natur.
Lagerbau/Pioniertechnik
Bei der Planung und Vorbereitung
In jedem Fall soll der Platz rekognosziert und der zuständige Besitzer angefragt werden.
Suche
—— Platz mind. 1 Meter höher als nahes Gewässer
—— trockenes, sickerfähiges Gelände
—— Morgensonne (trocknet Zelte)
—— Windschutz (Bäume, Hügel usw.)
—— Trinkwasser in der Nähe
—— Handy-Empfang für Notfälle
—— mögliche Notunterkunft erreichbar
Meide
—— Nähe zu Strassen, Bahnlinien
—— Starkstromleitungen
—— Kuhweiden (Tiere sind neugierig)
—— Felswände (Steinschlag und Absturzgefahr)
—— Geröllhalden
—— Lehmboden, Boden mit hohem Gras (Anzeichen von viel Wasser)
—— Mulden
—— Nähe zu Sümpfen und seichten Gewässern
(Mücken)
Beim Aufbau der Zelte bzw. des Biwaks
Ist das Gelände einmal bekannt, sollte auf verschiedene Punkte geachtet werden, wo und wie genau
das Zelt aufgebaut wird.
In den meisten Fällen kann auf Wassergräben verzichtet werden. Sollten dennoch Wassergräben nötig
werden, Grasziegel ausbauen und am Ende wieder einbauen.
Meide
—— Plätze direkt unter Bäumen (Äste können herunterfallen)
—— Naturschutzgebiete
Lagerbau
Suche
—— leichtes Gefälle (Wasser läuft ab)
—— einen möglichst ebenen Boden oder entferne
die unangenehmen Stücke
—— die Wetterrichtung: stelle das Zelt so auf, dass
der Eingang auf der wind- und wettergeschützten Seite ist
Während dem Zelten/Biwakieren
—— unnötige Abfälle vermeiden (bereits bei der Planung): Trinkflasche statt Beutel usw.
—— keine Abfälle liegen lassen, sondern richtig entsorgen (Glas, Papier, PET usw.)
—— Feuer vollständig löschen
—— wenn möglich biologisch abbaubare Produkte verwenden
Allgemeine Verhaltensregeln
—— Wir sind zu Gast und benehmen uns auch so.
—— Natur schützen
Leitsatz
Nimm nichts mit als deine Eindrücke –
lasse nichts zurück als deine Fussspuren.
81
Lagerbau/Pioniertechnik
Seil spannen/Spanner
Der Spanner beschreibt die Kombination von verschiedenen Knoten, mit welchen ein Seil gespannt
werden kann. Anwenden können wir diesen sowohl beim Spannen von Zeltschnüren und Lagerbauten-Abspannungen, aber auch für Seilbahnen
und -brücken. Das eine Ende wird beispielsweise
mit dem Wickelknoten am Baum befestigt und am
anderen Ende wird mit einer stehenden Schlaufe
(die Schlinge für die bessere Lösbarkeit mindestens
zweimal drehen) und einem Karabiner (zur Verminderung der Reibung am Seil) ein Flaschenzug
hergestellt. Nach dem Anspannen des Seils wird
der Spanner mit mehreren (mindestens 3) Bretzeln
abgeschlossen. Der Knoten ist auch nach starker
Belastung gut lösbar.
83
Seilkunde
Lagerbau/Pioniertechnik
Parallelbund
Der Parallelbund ist ein vielseitig anwendbarer
Bund, welcher besonders im Bereich von Lagerbauten zum Einsatz kommt. Er eignet sich zur
Verbindung oder Verlängerung von parallel zueinander liegenden Stangen oder Stämmen. Für
einen optimalen Halt müssen zwei separate Bünde
angewendet werden.
Der Parallelbund eignet sich auch als Abschluss bei
einem aufgerollten Seil.
Kreisbund
Der Kreisbund kommt dort zum Einsatz, wo zwei
rechtwinklig zueinander liegende Stangen oder
Stämme miteinander verbunden werden sollen.
—— Mastwurf um den tragenden Pfosten, oberhalb der Verbindung das lose Ende mit Bretzel
befestigen
Seilkunde
—— Seil ca. 3 Mal (Schnur 10 Mal) um beide Stangen wickeln
—— Zwei bis drei Windungen zwischen den Stangen, um stärker anzuziehen
—— Seilende mit Mastwurf befestigen und mit Bretzel fixieren.
85
Lagerbau/Pioniertechnik
Aufrollen von Seilen
Babeli
Praktische Methode für gedrehte Seile. Damit alle
Schlaufen gleich gross werden kannst du das Seil
über die Ellbogen einer zweiten Person oder über
deine eigenen Knie legen. Das Seilende kannst du
mit einem Parallelbund abschliessen.
Seilkunde
Lap Coiling
Praktische Methode für Kernmantelseile. Damit alle
Schlaufen gleich gross werden streckst du deine
Arme jeweils ganz aus. Es entstehen keine Krangel,
weil das Seil zusammengelegt wird. Lap Coiling ist
eine der einfachsten und schnellsten Methoden,
ein Seil aufzunehmen. Das Seilende kannst du
auch hier mit einem Parallelbund abschliessen.
87
Wundversorgung
Erste Hilfe
Schürfungen
Bei Schürfungen kommt es zum «Abschleifen» der obersten Hautschicht, wobei Gewebeflüssigkeit austritt.
Die Wunde brennt, ist gerötet, schmerzt und kann auch etwas bluten. Diese Wunden können selbstständig behandelt werden und heilen in der Regel ohne Narbenbildung.
Reinigung
Säubere verschmutzte Wunden mit Wasser. Unterstützend kannst du einen Gazetupfer nutzen, mit
dem du von der Mitte nach aussen die Wunde
reinigst. Entferne Steine oder Fremdkörper mit einer
sauberen Pinzette.
Desinfektion
Desinfiziere die Wunde nach dem Reinigen mit
einem Desinfektionsmittel, um das Infizieren der
Wunde zu verhindern. Achte darauf, dass du mit
dem Behältnis nicht die Wunde berührst.
Wundverband
Kleine Wundverbände (Gaze/Verband, Gaze/
Tape) und Pflaster schützen die Wunde vor weiteren Verunreinigungen oder Verletzungen. Betrachte und beurteile den Zustand der Wunde
bei jedem Verbandswechsel. Wunden, die eitrig,
stinkend oder gerötet erscheinen, müssen einem
Arzt gezeigt werden.
Wichtig
Grössere Verletzungen an Gelenken,
im Gesicht an den Händen oder im Intimbereich
sollten ebenfalls einem Arzt gezeigt werden, da
Vernarbungen zu Funktionseinbussen und/oder
Veränderungen des äusseren Erscheinungsbildes
führen. Bissverletzungen gilt es ebenfalls aufgrund der Infektionsgefahr immer einem Arzt zu
zeigen.
Erste Hilfe
Schnittwunden
Bei Schnittwunden kommt es zur Durchtrennung
der Haut. Die Wunde blutet, schmerzt und kann
auch auseinanderklaffen. Kleine, oberflächliche
Schnittwunden können wie Schürfungen versorgt
werden. Grössere, tiefe Wunden (insbesondere bei
Stichverletzungen) oder Wunden, die stark bluten
und stark verschmutzt sind gehören in ärztliche
Behandlung. Decke diese Wunden nur mit einer
sterilen Gaze ab und suche eine Arztpraxis oder
Notfallstation auf.
89
Verbrennungen
Erste Hilfe
Verbrennungen entstehen durch heisse Flüssigkeiten, Gase oder feste Stoffe, wie auch durch Dämpfe
(Wasser), Strahlung (z. B. UV) und Elektrizität.
Massnahmen
—— Ursache beseitigen
—— sofort für mindestens 15 Minuten mit kühlem
Wasser kühlen, hierbei Kleidung belassen
—— Blasen nicht öffnen
—— Wunde mit sterilem Verband decken
Ärztliche Behandlung
Folgende Verbrennungen gehören in ärztliche
Behandlung:
—— grossflächige Verbrennungen
(grösser als eine Handfläche des Verletzten)
—— Verbrennungen über Gelenken, im Gesicht, im
Genitalbereich
—— Verbrennungen mit Blasenbildung und Verbrennungen dritten Grades
Prävention
Geeigneter Sonnenschutz mit Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Lippenschutz sind optimal, um einem Sonnenbrand
vorzubeugen.
Es ist an euch Leitungsvorbildern, den korrekten
Umgang mit Feuer zu lernen. Kinder sollen daher
nicht allein am Feuer sein.
1. Grad
2. Grad
3. Grad
betroffenes
Gewebe
Verbrennung der oberen
Hautschicht
Verbrennung bis auf die
Lederhaut
völlige Zerstörung der
Haut, teilweise bis ins
Muskelgewebe und zum
Knochen
Symptome
Hautrötung, Schmerzen
und Schwellung
Hautrötung, starke
Schmerzen, Schwellung
und Blasenbildung
(weniger) Schmerzen,
Blasenbildung, abgestorbene Hautstellen,
Verkohlung, tiefe Brandwunden
Erste Hilfe
Verbrennungsgrad
91
Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen...
Erste Hilfe
Verstauchungen
Verstauchungen entstehen, wenn das Bewegungsausmass eines Gelenkes überschritten wird: Es wird
überdehnt. Das betroffene Gelenk schmerzt, schwillt an und ist in seiner Funktion eingeschränkt. Die ersten Massnahmen sind durch die PECH-Regel einfach zu merken:
P
Pause (Schonen der verletzten Region)
E
Eis (Kühlen mit kaltem Leitungswasser, Coldpack)
C
Compression (elastischer Verband zur Verminderung der Einblutung)
HHochlagern
Bei fehlender Besserung innert einigen Tagen einen Arzt aufsuchen.
Knochenprellungen
Knochenprellungen entstehen durch stumpfe Gewalteinwirkung auf den Knochen. Lokal kommt es zu
Schmerzen, Schwellung, Rötung und Überwärmung. Hier helfen Kühlen und kühlende Salbenumschläge.
Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Quetschungen/Prellungen
Muskelquetschungen/-prellungen entstehen durch Gewalteinwirkung mit Zerstörung von Unterhautund Muskelgewebe. Es kommt zu Einblutungen mit Druckerhöhung im Muskel. Dies führt zu Schmerzen,
Schwellung und einem Bluterguss. Das betroffene Körperteil sollte anschliessend geschont werden. Hochlagern und Kompressionsverband helfen in den ersten Tagen danach.
und Knochenbrüche
Allgemein gilt
Wenn man sich nicht sicher ist, was es
sein könnte und wie man weiter vorgehen soll,
einen Arzt aufsuchen.
Erste Hilfe
Knochenbrüche
Knochenbrüche entstehen, wenn die Belastbarkeit
des Knochens überschritten und die Knochenstruktur zerstört wird. Sie werden direkt erkannt durch
groteske Fehlstellungen, sichtbare Knochenenden
und/oder abnorme Beweglichkeit an einer Stelle,
wo eigentlich kein Gelenk ist. Mögliche Hinweise
sind teilweise auch nur eine Schwellung, Bluterguss,
Schonhaltung oder Schmerzen nach einer Verletzung. Bei Verdacht auf einen Knochenbruch daher
das Körperteil schienen und stabilisieren. Offene
Wunden steril oder sauber abdecken und einen
Arzt aufsuchen. Achtung: Bei Unfällen oder bei einem Sturz können grosse Knochen gebrochen sein
oder auch umliegende Organe/Gewebe verletzt
werden, was zum Schock führen kann. Hierbei muss
umgehend die Sanität oder die Rega alarmiert
werden.
93
Inhalt Supplement
94
Inhalt Supplement
96
Kartenkunde/Orientieren
96
Kreuzpeilung/rückwärts einschneiden
98
Lagerbau/Pioniertechnik
98
Nomadenzelt
100
Sarasani
102
Schlafsack
103
Sarg
104
Blachenmantel
105
Giacometti-Jacke
106
Spierenstich
107
Kreuzbund
110
Erste Hilfe
108
BLS-AED
110
Apotheke
darf es etwas mehr sein?
Für alle, die nicht genug kriegen können
95
Kartenkunde/Orientieren
Kreuzpeilung/rückwärts einscheiden
Voraussetzung für diese
Methode ist die Sicht
auf zwei auf der Karte
wie auch in direkter
Sicht eindeutig identifizierbare Objekte oder
Orte. Diese Referenzpunkte müssen auf
Visierstandlinien liegen,
die sich in einem rechten Winkel schneiden.
Das Vorgehen ist dasselbe wie bei «Übertragung vom Gelände auf
die Karte», nur, dass du
hier gleich zweimal die
Peilung durchführst und
auf die Karte überträgst. Dort wo sich die
beiden Linien schneiden, befindet sich dein
Standpunkt.
97
Orientieren
Lagerbau/Pioniertechnik
Nomadenzelt
Das Nomadenzelt ist ein quadratisches Gruppenzelt. Es kann wahlweise in der Mitte eine Öffnung
eingebaut werden oder komplett geschlossen gebaut werden. Mit der Öffnung eignet es sich bestens als Aufenthaltsort für Gruppen mit Feuerstelle.
Ein Boden kann bei Bedarf eingebaut werden. Es
sind verschiedene Grössen realisierbar, jedoch ist
bei einer grösseren Ausführung auf die Stabilität
der Zeltstöcke zu achten. Besonders in der Mitte
empfiehlt es sich, von Anfang an auf längere Äste,
Latten oder Stangen zu setzen.
Unterkunft für mit geöffnetem Rauchabzug
Benötigtes Material
32 Blachen
alternativ mit 18 oder 50 Blachen
120 Zeltstöcke
14 Zeltschnüre
18 Heringe
= 40 Zelttaschen
bis 25 Personen
Vorteile
Nachteile
es kann im Innern
gefeuert werden
benötigt relativ viel
Material
bietet Windschutz für
ganze Gruppen
ist mit Rauchabzug
nicht sonderlich
wetterfest fürs Biwak
viel Platz für Material
und Schlafplätze
es wird viel Platz
benötigt
99
Lagerbau
Lagerbau/Pioniertechnik
Sarasani
Das Sarasani ist ein Aufenthaltszelt. Es wird normalerweise an den Seiten offen gelassen. Der Aufbau
ist sehr material- und zeitaufwändig. Dadurch
eignet es sich nur für längere Aufenthalte (z. B.
Sommerlager).
Durch seine Grösse wirkt es sehr imposant und wird
deshalb oft als Vorzeige-Baute aufgestellt. Je nach
Materialverfügbarkeit und Können sind verschiedenste Variationen machbar. Anstelle des Mittelpfostens kann man das Sarasani auch an einem
Seil aufhängen.
Unterkunft für
Aufenthaltsort für
Gruppen/Scharen
Benötigtes Material
Je nach Ausführung unterschiedlich. 27 Blachen
(alternativ 12, 48 oder 75),
Mittelpfosten mind. 7 m,
diverse Pflöcke zum Verankern, genügend Seile und
Karabiner, evtl. Rollen, evtl.
Stangen
Vorteile
Nachteile
sieht super aus
sehr windanfällig
ganze Schar/Gruppe
kann untergebracht
werden
eher schwierig und
aufwändig im Auf- und
Abbau
benötigt sehr viel
Material und gute
Kenntnisse der
Pioniertechnik
101
Lagerbau
Schlafsack
Lagerbau/Pioniertechnik
Der Blachenschlafsack ist eine einfache Schlafstelle fürs Biwak bei trockener Witterung. Er schützt
primär vor Wind und Tau. Er ist einfach erweiterbar
in beide Richtungen, wodurch auch eine grössere
Gruppe in einem Schlafsack Platz finden kann.
Unterkunft für
2-3 Personen
Benötigtes Material
3 Blachen
4 Zeltstöcke
6 Heringe
2 Zeltschnüre
Sarg
Unterkunft für
1 Person
Benötigtes Material
1 Blache
2 Zeltstöcke
3 Heringe
1 Zeltschnur
Lagerbau
Der Sarg ist eine Notschlafstelle für eine Person. Mit
sehr wenig Material wird ein notdürftiger Wetterschutz eingerichtet.
103
Lagerbau/Pioniertechnik
Blachenmantel
Der Blachenmantel schützt vor Nässe, schränkt
aber die Bewegung der Arme ein und wird mit der
Zeit schwer. Er kann auch über einen Rucksack
angezogen werden.
Für den Mantel wird das Zelttuch offen und mit den
Schnüren nach innen (Halsschnur oben) über die
Schultern gelegt. Halsschnur anziehen und verknüpfen. Die in der Mitte eingeschlaufte Zeltschnur
wird über den Hüften angezogen und vorn fest
verknüpft. Dann wird der Mantel durch Zuknöpfen
geschlossen.
Mantel für
1 Person
Benötigtes Material
1 Blache
1 Zeltschnur
Die Giacometti-Jacke ist im Gegensatz zum Blachenmantel deutlich kürzer, dafür können die
Arme besser bewegt werden. Auch sie wird mit der
Zeit schwer.
Verknöpfe die Blachen gemäss den Pfeilen. Die
Hals- und Mittelschnur verknüpfst du auch miteinander. So verhinderst du das Lösen der Knöpfe.
Mantel für
1 Person
Benötigtes Material
1 Blache
1 Zeltschnur
Lagerbau
Giacometti-Jacke
105
Lagerbau/Pioniertechnik
Spierenstich
Der Spierenstich ist der ideale Knoten zum Verbinden zweier Seile. Er kann bei gleich oder ungleich
dicken Seilen verwendet werden. Die jeweiligen
Seilenden, welche für den Knopf verwendet werden, sollten mindestens 10 Mal so lang sein wie
deren Durchmesser.
Bei starker Belastung wird der Spierenstich vorteilhafterweise doppelt ausgeführt.
Der Spierenstich lässt sich durch auseinander ziehen einfach lösen.
Achtung: Bei sehr grossen Zugkräften ist ein Achterknoten einfacher zu Lösen. Am Besten verwendest
du dann aber ein längeres Seil.
Kreuzbund
Der Kreuzbund ist im Vergleich zum Kreisbund auch
dann anwendbar, wenn die beiden Stangen nicht
genau rechtwinklig zueinander stehen.
—— Langes Ende mehrmals überkreuzt um beide
Stangen wickeln. Die Überkreuzung liegt jeweils
auf der zu tragenden Stange.
Seilkunde
—— Mastwurf um den tragenden Pfosten, oberhalb
der Verbindung. Genügend langes, loses Ende
bereit halten.
—— Zwei bis drei Windungen zwischen den Stangen, um stärker anzuziehen.
—— Die beiden losen Enden miteinander verknoten, zum Beispiel mit Achter oder Bretzel.
107
Erste Hilfe
BLS-AED
Schema für Ersthelfer
Dieses Schema wurde entwickelt, um einen Kreislaufstillstand schnell zu diagnostizieren und rasch
mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (sogenannte
cardio-pulmonale Reanimation, kurz CPR) zu beginnen. Der Ablauf gibt strukturiert vor, wann was
gefragt, durchgeführt oder eingesetzt werden soll
und ermöglicht Ersthelfern ohne grosse Zeitverzögerung zu reagieren.
BLS steht für «basic life support» und AED für «automatischer externer Defibrillator». Sie sind die beiden
Komponenten des Schemas und ermöglichen die
lebensrettenden Sofortmassnahmen bei einem
Kreislaufstillstand.
Die lebensrettenden Sofortmassnahmen sollten
von jedem beherrscht werden. Mit diesem Schema
wird die Herzdruckmassage oder, wenn vorhanden, das Einsetzen eines automatisierten, externen
Defibrillators aufgezeigt.
Stayin‘ Alive
Wer im Notfall eine Herzdruckmassage leisten muss, sollte an Musik denken: Hits wie
«Stayin‘ Alive», «Dancing Queen» oder «Like A
Prayer» helfen bei der Herzdruckmassage, den
richtigen Rhythmus zu finden.
bewusstlose Person; bewegungs-/reaktionsloses Kind
nach Hilfe rufen
Atmung normal?
nein
ja
stabile Seitenlagerung
Alarmierung Tel. 144; AED holen oder anfordern
30 Thoraxkompressionen gefolgt von 2 Beatmungsstössen oder mind. 100 Thoraxkompressionen pro Minute ohne Beatmung, bis AED eintrifft.
defibrillierbar
1 Defibrillation
BLS sofort wieder aufnehmen;
30:2 während 2 Minuten oder
mind. 100 Thoraxkompressionen
pro Minute ohne Beatmung
Rhythmus?
nicht defibrillierbar
BLS sofort wieder aufnehmen;
30:2 während 2 Minuten oder
mind. 100 Thoraxkompressionen
pro Minute ohne Beatmung;
mit BLS weiterfahren, bis professionelle Helfer übernehmen oder die
Person sich bewegt
Erste Hilfe
AED trifft ein
109
Apotheke
Erste Hilfe
Gruppenapotheke
Wenn du mit deiner Gruppe unterwegs bist, solltest du immer eine kleine Notfallapotheke dabei haben.
Notfälle können sich immer ereignen und lassen sich nicht planen.
Inhalt
—— Einweghandschuhe (Selbstschutz)
—— Gazebinden/-kompressen
—— kleines Pflastersortiment (inkl. Blasenpflaster)
—— Tape/Klebeband
—— elastische Binde
—— Dreieckstuch mit Sicherheitsnadeln
—— (Verbands-)Schere
—— spitze Pinzette
—— Desinfektionsmittel
—— Traubenzucker
—— leichtes Schmerzmittel
—— Rettungsdecke
—— formbare Polsterschiene (SamSplint ®)
—— Notfallblatt und Bleistift
(zu Hause studiert und ausgefüllt)
Am besten bewahrst du den Inhalt deiner Notfall­
apotheke in einer wasserdichten Tasche oder Box
auf. Überprüfe von Zeit zu Zeit das Ablaufdatum
der Medikamente und ob noch alles vorhanden
ist. Falls nicht, fülle die Inhalte wieder nach.
Grundsatz
Nimm nur Inhalte mit, die du auch einzusetzen weisst. Das heisst, dir ist bekannt, wann
und wie du etwas einsetzt und du kennst dich
mit möglichen Nebenwirkungen aus.
111
Erste Hilfe
Erste Hilfe
Lagerapotheke
Die Lagerapotheke dient dazu, im Lager häufige
Verletzungen und Erkrankungen zu behandeln.
Je nach Dauer und Standort des Lagers (Abgelegenheit) ist die Lagerapotheke leicht zu erweitern.
Prüfe vor jedem Lager die Lagerapotheke auf
Vollständigkeit und abgelaufene Medikamente.
Achte darauf, dass die Medikamente für Kinder
geeignet sind. Lasse dich bei Unsicherheit in einer
Apotheke beraten. Medikamente, die abgelaufen
sind, bringst du in eine Apotheke zur fachgerechten Entsorgung zurück.
Verbandsmaterial
—— Einweghandschuhe (Selbstschutz)
—— grösseres Sortiment an Gazebinden/-kompressen
—— Verbandspatrone (für Druckverband)
—— sterile Tupfer (zur Reinigung von Wunden)
—— selbstklebende Binden
—— grosses Pflastersortiment (inkl. Blasenpflaster)
—— Tape/Klebeband
—— elastische Binden (diverse Grössen)
——
——
——
——
——
Dreieckstuch mit Sicherheitsnadeln
(Verbands-)Schere
spitze Pinzette
Desinfektionsmittel für Wunden
Desinfektionsmittel für Hände
Medikamente
—— Salbe gegen Verstauchungen, Zerrungen,
Prellungen
—— Salbe gegen kleinflächige, leichte
Verbrennungen
—— Crème zur Wundpflege
—— Schmerz- und fiebersenkendes Mittel
—— Medikamente gegen Magenbeschwerden,
Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
—— Medikamente gegen Erkältung, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen
—— Medikamente gegen Insektenstiche
—— Schmerzmittel (entzündungshemmend und
fiebersenkend)
Die Erkenntnisse in Erste Hilfe erweitern sich stets
und sind in einem ständigen Wandel. Daher empfehlen wir dir, dich laufend weiterzubilden. Die
Inhalte der Broschüre Meisterwerk sind nicht umfassend. Weitere Infos zum Thema Erste Hilfe findest du
in folgenden Dokumenten:
—— J+S Notfallblatt
Magglingen, Bundesamt für Sport BASPO
—— pfläschterli: Gesundheit im Jugendverband
Annina Lanzberg, Rebecca Pfaffen
Luzern, Jungwacht Blauring Schweiz, 2011
—— Gebirgs- und Outdoormedizin: Erste Hilfe, Rettung und Gesundheit unterwegs
Anna G. Brunello, Martin Walliser, Urs Hefti
Bern, SAC Verlag, 2011
Erste Hilfe
Diverses
—— Traubenzucker
—— Verschiedene Tees
—— Coolpack (fürs Gefrierfach oder zum Schütteln)
—— Fieberthermometer
—— Rettungsdecke
—— formbare Polsterschiene (SamSplint ®)
—— Notfallblatt und Bleistift
—— Übersichtsblatt mit wichtigen Notfallnummern
und Anfahrtswege für Arzt und Spital in der
Lagerregion
—— Ordner mit den Notfallblättern und Kopien der
Impfausweise der Teilnehmenden (inkl.
Leitende)
—— Krisentelefonnummer des kantonalen Krisentelefons
113
Stichwortverzeichnis
Stichwortverzeichnis
A
Achterknoten 29
Achterschlinge 31
Alarmierung 36
Ampelschema 34
Apotheke 110
Äquidistanz 14
Artilleriepromille 64
Aufrollen von Seilen 86
Ausschussblache 21
Azimut 66
B
Babeli 86
Bergseil 27
Berliner 74
Bewusstseinsprüfung 38
Biwakplatz 80
Blache 20
Blachenmantel 104
BLS - AED 108
Body Check 39
Bretzel 33
D
Deklination 64
Distanz messen 52
Druckverband 40
Hering 22
Himmelsrichtung 66
Höhendarstellung 14
Höhenkurven 14
G
Ganzkörperuntersuchung 39
Gebirgszelt 78
Geländeformen 16
gestecker Achter 29
Giacometti Jacke 105
Gotthardzelt 78
Gruppenapotheke 110
K
Kartenmassstab 50
Karte norden 68
Knochenbrüche 93
Knotenkunde 28
Kompass 64
Koordinaten 54
Koordinatenbestimmung 56
Kreisbund 85
Kreuzbund 107
Kreuzpeilung 96
Kroki 60
Kurswissen 47
H
Hanfseil 26
L
Lagerapotheke 112
F
Firstzelt 76
Lagerung 42
Lagerung bei Bauchverletzung 44
Lagerzeltplatz 80
Langfirstzelt 76
Lap Coiling 87
Lebensrettende Sofortmassnahmen 38
M
Mastwurf 31
Maurerknoten 32
N
Nomadenzelt 98
NORDA 18
Notfallnummern 36
Notfallsituationen 34
O
Oberkörper hochlagern
44
Q
Quetschungen 92
R
Rückenverletzungen 38
Rückwärts einscheiden
96
S
Sarasani 100
Sarg 103
Schifferknoten 33
Schlafsack 102
Schnittwunden 89
Schocklagerung 45
Schürfungen 88
Seilarten 24
Seilkunde 24
Seil spannen 82
Seitenlagerung 42
Signaturen 12
Spanner 82
Spierenstich 106
Stabile Seitenlagerung
42
Standortbestimmung
66
Starke Blutungen 40
Statikseil 27
Supplement 94
W-Fragen 36
Wickelknoten 30
Wundversorgung 88
Orientieren
P
Parallelbund 84
Plankroki 62
Polypropylen 26
Prellungen 92
Z
Zeltstock 22
Zelttasche 22
V
Verbrennungen 90
Verstauchungen 92
Vorwissen 9
W
Wegkroki 63
115
Weiterführende Bücher
Weiterführende Bücher
Kennen und Können (KuK):
Das Nachschlagewerk der Lagertechnik
Das Kennen und Können ist das Nachschlagewerk
für Leitende mit allem Wissenswertem zur Lagertechnik: vom Aufbau unterschiedlicher Schlafmöglichkeiten im Freien über das Erstellen bequemer
Freiluft-WCs bis zur Waschanlage mit warmem
Wasser. Weitere Themen sind: Lagerküche, Orientieren im Gelände, Spielen im Freien, Projekte zum
Erleben der Natur, Unternehmungen zu Fuss, mit
dem Fahrrad, auf dem
Floss usw.
Das KuK kannst du beim
Rex Verlag bestellen:
www.rex-buch.ch
Kuki: Das Nachschlagewerk für unterwegs
Das Kuki ist die kleine Ausgabe des grossen Nachschlagewerks KuK mit Zusatzinformationen zu
Jungwacht Blauring. Dieses kleine Büchlein gehört
in jede Jubla-Hosentasche und kann auch den
Kindern in der Gruppenstunde geschenkt werden.
Das Kuki kannst du im
Jubla-Shop bestellen:
www.jubla-shop.ch
pfläschterli
Das Hilfsmittel zum Thema Gesundheit im
Jugendverband
Das Handbuch für gute Gesundheit und verantwortungsbewusste Sanität im Scharalltag und
Lager. Wo auch immer eine Gruppe unterwegs
ist und wie gut die Planung sicher auch war – ein
Pflästerchen wird immer benötigt. Das Hilfsmittel
enthält umfangreiche Informationen rund um
das Thema «Gesundheit
im Jugendverband».
Das pfläschterli kannst du
im Jubla-Shop bestellen:
www.jubla-shop.ch
117
Referenzliteratur
Manfred Kaderli, Franziska Bertschy, Daniel Ritter
kennen + können: Handbuch für Gruppenaktivitäten und Ferienlager
Luzern, rex Verlag, 2004
Annekäthi Bühler, Marc Lutz, Martin Aregger, Matthias Lindenmann
Pfaditechnik: In Wort und Schrift
Zürich, Pfadikorps Glockenhof, 2002
Martin Gurtner
Karten lesen: Handbuch zu den Landeskarten der Schweiz
Bern, SAC Verlag, 2010
Annina Lanzberg, Rebecca Pfaffen
pfläschterli: Gesundheit im Jugendverband
Luzern, Jungwacht Blauring Schweiz, 2011
Anna G. Brunello, Martin Walliser, Urs Hefti
Gebirgs- und Outdoormedizin: erste Hilfe, Rettung und Gesundheit unterwegs
Bern, SAC Verlag, 2011
Impressum
Herausgeber
Jungwacht Blauring Schweiz
Autoren
Gio Cettuzzi, Gregor Imholz, Andrea Schaffner, Corinne Zurmühle
Mitarbeit
Lea Brändle, Simon Ehrler, Mathias Fries, Roman Oester, Martina Wickihalder,
Lucas Zürcher,
Illustrationen
Gio Cettuzzi
Gestaltung
Gio Cettuzzi
Auflage
1. Auflage, 2015
Druck
Druckerei Sieber, Hinwil
Glossar
ASTArbeitsstelle
GKGrundkurs
GLKGruppenleitungskurs
GSGruppenstunde
J+SJugend+Sport
KaleiKantonsleitung
KuleiKursleitung
Kurswissen
Stoff, der dir während des
Gruppenleitungskurses
vermittelt wird
LHB
Leiterhandbuch J+S
LLLagerleitung
LS/TLagersport/Trekking
ReleiRegionalleitung
SLScharleitung
SLKSchar-/Lagerleitungskurs
Supplement Weiterführende Themen
Vorwissen
Wissen, das du dir vor
dem Gruppenleitungskurs
aneignest
meisterwerk
Mit dem meisterwerk kannst du dir
—— Wissen in den Bereichen Kartenkunde/Orientieren, Lagerbau/Pioniertechnik und Erste Hilfe aneignen;
—— Wissen in diesen Bereichen vertiefen und
—— dich so auf Kurse von Jungwacht Blauring vorbereiten
meisterwerk – ein Handbuch für die Umsetzung der Mindestkenntnisse im Grund-, Gruppenleitungs- und
Schar-/Lagerleitungskurs
Herausgegeben von:
Jungwacht Blauring Schweiz
St. Karliquai 12
6004 Luzern
www.jubla.ch
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