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Lochtopf-Kultur
Baumschule Ubbo Kruse
Die Schwerpunktkulturen in der Freilandproduktion der Baumschule Ubbo Kruse
erzielen bei unserem heutigen Kulturverfahren nicht mehr den betriebswirtschaftlich
notwendigen Preis. Unsere derzeitige Produktion ist zu gut, zu schwer! Zu schwer als
Pflanze und auch zu schwer in Kilo. Für den heutigen Qualitätsanspruch zu ‚solitär‘!
Um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden, haben wir über neue
Kulturverfahren nachgedacht.
Unser Ziel ist es, Freiland- und Topfkulturen mit ihren jeweiligen Vorteilen
zusammenzuführen.
Freilandpflanzen, sprich Ballenware, steht für starke gesunde Pflanzen bei
mehrjähriger Kulturzeit. Jedoch auch für aufwendige Versandarbeit, für zu große
Pflanzen für immer kleinere Grundstücke und für zu geringe Marktpreise, für nur
vegetativ kurzfristige Verfügbarkeit, für Unhandlichkeit in der Verarbeitung für den
Produzenten und Kunden, für hohe Frachtkosten bei relativ geringem Warenwert.
Containerpflanzen entsprechen häufig nicht den Qualitätsansprüchen der Firma
Ubbo Kruse. Sie sind oft zu leicht - keine Solitärpflanzen. Sie erfordern große
Investitionen für Kulturflächen (versiegelte Stellflächen, Anbindevorrichtungen,
Bewässerung mit Wasserrückführung usw.) und einen hohen Arbeitsaufwand (bei
der Wasserversorgung, der Unkrautbekämpfung, umgefallene Pflanzen aufstellen,
etc.). Vorteil ist die fast ganzjährige Verfügbarkeit.
Vor- und Nachteile beider Kulturverfahren haben uns über eine neue Produktionslinie
nachdenken lassen.
Die sonst im Freiland aufgeschulten Laubgehölz- und Koniferen-Jungpflanzen
werden jetzt in einen ‚gelochten‘ Container getopft. Dieser wird im Freiland
eingesenkt und über einen Tropfschlauch mit Wasser versorgt. Durch die Vielzahl
der Löcher in der Topfwand ist eine Minimalversorgung der Pflanze mit Wasser und
Nährstoffen aus dem gewachsenen Boden gegeben.
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Weitere Vorteile dieses Kulturverfahrens:
-
Keine versiegelten Stellflächen:
Für dieses Produktionsverfahren müssen keine baulich aufwendigen
Stellflächen gebaut werden. Die Quartiere bleiben als Freilandflächen
erhalten.
-
Geringer Wasserverbrauch:
Durch den Bodenschluss der Töpfe und dem Einsatz von Tropfschläuchen,
wird der Wasserverbrauch im Vergleich zur Freiland- und Containerkultur
stark reduziert.
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-
Standfestigkeit der Pflanzen:
Im Gegensatz zur reinen Containerkulturen auf Stellflächen ist beim
Lochtopfverfahren keine Anbindevorrichtungen und kein Aufstellen der
Pflanzen nach Wind mehr nötig, was eine erhebliche Arbeitserleichterung
und Kostenersparnis darstellt.
-
Leichtere Verarbeitung der Pflanzen:
Durch die Produktion im Lochtopf mit Kultursubstrat sind die Pflanzen
leichter als Freilandware mit Ballen und somit in der Handhabung für
Produzenten, Zwischenhändler und Endverbraucher einfacher.
-
Schnellere Kulturzeit:
Im Vergleich zur Freilandproduktion ist die Kultur im eingesenkten Lochtopf
im Durchschnitt um eine Vegetationsperiode verkürzt und so schneller
verkaufsfertig.
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-
Gezielte Düngung:
Durch die Kultur im Lochtopf und die Wasserversorgung mit
Tropfschläuchen kann bei diesem Verfahren bedarfsgerecht gedüngt
werden. Die Pflanze wird hauptsächlich aus dem Lochtopf versorgt, so wird
der Verlust durch Auswaschung ins umgebende Erdreich verhindert.
-
Witterungsunabhängige Produktion:
Es kann wetterunabhängig getopft und so frühzeitig im Jahr mit der
Produktion begonnen werden. Mit entsprechendem Winterschutz ist auch
schon ein Topfen im Herbst möglich. So können Arbeitsspitzen im Frühjahr
gebrochen und die Tätigkeiten in die arbeitsarmen Zeiten verlegt werden.
-
Erleichterung der Versandarbeiten:
Das zeit- und kraftaufwendige Aufbinden, Ballenstechen und Ballieren der
Freilandpflanzen entfällt, rückenschonende Arbeitsweise und Entlastung
der Arbeitskräfte (Mechanisierung).
-
Flexibles Endprodukt:
Je nach Bedarf können die Pflanzen ausgetopft und in verrottbares
Leinengewebe balliert werden. Der Garten- und Landschaftsbauer kann
die Pflanzen auf der Baustelle so pflanzen und hat keine leeren Töpfe zu
entsorgen.
Für das Gartencenter werden die Pflanzen aus den Lochtöpfen in
geschlossene und saubere Container ‚umgesetzt‘ und sind so für den
Verkauf an z.B. den privaten Endverbraucher geeignet. Eine Produktion im
herkömmlichen Containerverfahren ist somit nicht mehr nötig.
-
Umweltfaktoren:
Keine Versiegelung von Ackerflächen, es ist nicht nötig herkömmliche
Containerstellflächen zu bauen.
Pflanzen im Lochtopf können auf jeder Ackerfläche kultiviert werden.
Eine mehrfache Nutzung der Lochtöpfe und Tropferschläuche ist möglich.
Durch den Einsatz von Tropferschläuchen wird wassersparend gearbeitet.
Durch eine direkte und bedarfsgerechte Düngung der Kulturpflanze im
Lochtopf wird eine Nitratbelastung des Grundwassers vermieden.
Bodenregenerierung
Zwischenkultur.
durch
den
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Einsatz
von
Gründüngung
als
-
Bodenmüdigkeit:
Man braucht nicht auf eine mögliche Bodenmüdigkeit achten, so können
z. B. Rosáceae auf Rosáceae kultivieren werden, da die Kulturpflanzen nur
bedingt mit dem Boden in Berührung kommen.
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