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Thüringer Blätter
Heft 3 / 2014
Gute Ausbildung – Fit für die Zukunft
Mitgliederzeitung für Arnstadt, Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Bad Langensalza,
Eichsfeld, Saalfeld, Rudolstadt und das Ilmtal
Verabschiedung und Neuanfang
Ausbildung der Volkssolidarität erfüllte „alle Erwartungen“
Die Situation war für alle Beteiligten,
aber besonders für die jungen Leute
bedeutsam. Denn mit ihrem Abschlusszeugnis in der Hand, haben
zwei von drei Auszubildenden in
Erfurt am 12. August gleich ihren
Arbeitsvertrag unterschrieben.
Rückblickend schätzten die beiden
besonders die gute und umfassende
Ausbildung, aber auch die gewissenhafte und fachkundige Anleitung
durch die Mitarbeiter ein. Und dabei
waren die zwei von Anfang an mit
dabei: So erzählten sie von ihren
Einsätzen in der Tagespflege, der
Tagesbetreuung, dem Kinderfest auf
dem Petersberg oder dem traditionellen Sportfest. Ermunternde Worte
gab es auch für die Neuen. Denn nach
der offiziellen Begrüßung erhielten in
der Sozialstation „Am Ringelberg“
drei künftige Azubis ihren Ausbildungsvertrag. Dabei sind auch diese
Auszubildenden keine Neuen mehr
und in der Volkssolidarität bekannt.
Ein Freiwilliges Soziales Jahr oder
Praktikas ermöglichten bereits erste
Eindrücke. Erste Begrüßungsworte
fand zudem Marlen Klette. Die Bereichsleiterin für Pflege stellte gleichfalls zwei Schwestern vor, die fortan
die jungen Azubis in der Praxis begleiten. Mit viel Herzlichkeit und
Neugier beschnupperten sich die
künftigen Mitarbeiter.
„Schließlich“, so Schwester Petra,
„freuen wir uns auf den frischen Wind
in den Bereichen.
(Foto: Kirsten Seyfarth)
Die Neuen werden mit Blumen begrüßt.
Gleichfalls bringen die Neuen immer
ständig aktuelles Fachwissen mit, das
wir gerne für unsere tägliche Arbeit
nutzen.“
In den vergangenen fünf Jahren absolvierten 19 junge Leute ihre Ausbildung in den Pflegestationen in
Gotha und Erfurt. Zusätzlich engagierten sich zwei Umschüler und
wagten vier Mitarbeiter eine berufsbegleitende Ausbildung. „Leider gibt
es von Jahr zu Jahr immer weniger
Bewerber, was die Auswahl stark
einschränkt.“, weiß Marlen Klette.
„Wir hatten in diesem Jahr in Erfurt
sehr großes Glück. Hier konnten wir
drei tolle Azubis gewinnen.
In Gotha sieht es da schon schlechter
aus. Wir sind bereits im Bewerbungsgespräch bemüht, so viel wie möglich
von den Bewerbern zu erfahren.
Natürlich legen wir auch Höhen und
Tiefen des Berufes dar, um somit auch
sicher zu gehen, dass der Bewerber in
das Berufsbild passt. Wie auch schon
in den vergangenen Jahren, haben
wir eine Auszubildende über das
freiwillige soziale Jahr aus unserer
Tagespflege in Erfurt akquirieren können. Dies ist der optimale Einstieg,
denn wir kennen die Bewerberin und
sie weiß, was der Beruf bedeutet.
Wichtig in diesem Beruf ist auch, dass
die Bewerber über eine gewisse Reife
verfügen. Denn es geht nicht nur um
Körperpflege und Einkaufen, sondern
auch um Dinge wie Tod und das
Arbeiten mit schwerstkranken Menschen.
Kirsten Seyfarth
Impressum:
Ausgabe 3/2014, Herausgeber: Volkssolidarität Landesverband Thüringen e. V., Volkssolidarität Regionalverband
Mittelthüringen e. V., Volkssolidarität Kreisverband Gotha, Volkssolidarität Landkreis Eichsfeld, Volkssolidarität
Regionalverband Mühlhausen, Volkssolidarität Regionalverband Bad Lagensalza, Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt,
Huttenstraße 2-3, 99084 Erfurt;
Redaktion und Foto: Kirsten Seyfarth (kirsten.seyfarth@volkssolidaritaet.de),
sowie Anett Hergl (anett.hergl@volkssolidaritaet.de),
Druck: Druckerei Karl Sons Bad Langensalza; Vertrieb über Deutsche Post AG; Jahresabonnement: 10 Euro,
für Mitglieder der Volkssolidarität Thüringen ist das Jahresabonnement im Mitgliedsbeitrag enthalten.
Redaktionsschluss: für die nächste Ausgabe: 05.08.2014
Titelfoto: Maria-Theresia Kirchner, Thomas Schubert, Sebastian Altrock und Nathalie Schüttler, Foto: Kirsten Seyfarth
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„Besonders die Kinder sind ihr ans Herz gewachsen“
Im Gespräch mit Karin Deutsch
Tagtäglich sind sie uneigennützig
unterwegs, besuchen Menschen zu
Hause, im Krankenhaus oder Pflegeheim und schaffen damit Höhepunkte
im Alltag der Hilfebedürftigen. Die
„guten Geister“ in der Volkssolidarität machen nicht viel Wind um sich
selbst, sie setzen das bekannte
Leitbild: „Miteinander - Füreinander“ fast lautlos um und werten
damit das Ansehen der Volkssolidarität auf.
In „Dankeschön-Veranstaltungen“
bekommen einige von ihnen die
zustehende Würdigung. Doch hinter
einer Person in der Öffentlichkeit stehen tausende, die tagtäglich „leise“
für andere sorgen.
Heute: Edeltraud Deutsch
Der Gesprächstermin in Rudolstadt ist
schnell gefunden. „Reicht eine halbe
Stunde für´s Gespräch?“
Karin Deutsch verknüpft die Anfrage
zum Interview gleich mit ihrem Termin
in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes. Sie mag nicht so gerne über sich
oder gar ihre Leistungen reden. Nur
nach und nach entsteht ein Bild über
diese taffe Frau, die doch so resolut
scheint und darüber nicht gerne redet.
Als Ingenieurpädagoge oder besser
als Lehrmeister im damaligen Chemiefaserkombinat Schwarza wirkte Karin
Deutsch viele Jahre.
Ihr hohes soziales Engagement nutzte
ihr anschließend beim Aufbau der
Ambulanten Hilfe zur Erziehung von
Kindern. Fast zeitgleich wurden
damals vier Mitarbeiterinnen vom
Jugendamt Rudolstadt dazu eingestellt. Eine weitere Herausforderung
ergriff Edeltraud Deutsch im Jahr
2000, als sie Leiterin des Frauenhauses in Rudolstadt wurde. Doch
damit wurde die Arbeit nicht weniger.
Das Beiratsmitglied unterstützt auch
weiterhin die Arbeit im Frauenhaus.
Auf Abruf hilft sie, übernimmt auch
Bereitschaftsdienste, denn rund um
die Uhr ist das Haus geöffnet. Und
besonders die Kinder sind ihr ans Herz
gewachsen. Weit über das normale
Maß hinaus, werden die Jüngsten von
ihr umsorgt und betreut. Die „treue
Seele“ wie sie die Mitarbeiterin Heidi
Knauer gerne nennt, bringt schon mal
Obst aus dem eigenen Garten mit
oder nimmt kurzerhand die Kinder mit
nach Hause. Viele Kontakte bleiben so
über Jahre bestehen und mit Freude
erzählt sie selbst, dass aus den damals
verschüchterten ängstlichen Kindern
„gestandene“ Menschen erwuchsen.
Als Leiterin des Frauenhauses half
Karin Deutsch nicht nur den zeitweiligen Bewohnern, sondern sorgte
auch mit kurzen Drähten zu den
Ämtern, Behörden, dem Kreistag,
dem Gericht, dass das Frauenhaus
Eine „gute Seele“ in der Volkssolidarität –
Karin Deutsch
(Kirsten Seyfarth)
und die wichtige Arbeit der Mitarbeiterinnen wahr- und ernstgenommen
wurde. Überdies fand die engagierte
Streiterin auch Zeit, sich in ihrem
Wohnort Unterpreilipp als ehrenamtliche Bürgermeisterin zu engagieren.
Zuviel für eine Person? Nur ein Blick
auf das freundliche und offene Gesicht genügt: Sie macht zwar nicht viel
Wind um ihre ehrenamtlichen Aufgaben, aber wenn es um die Frauen und
Kinder geht, engagiert sich die Seniorin beherzt mit einem offenen
Kirsten Seyfarth
Blick.
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Wir bedanken uns für die großzügigen Sachspenden und Unterstützungen bei unseren Veranstaltungen und Reisen.
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Fahrt zum Dolmar Abfahrt 12.30 Uhr ERF Bahnhof / Intercityhotel, für nur 22 €
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Die Internetseiten der Volkssolidarität Thüringen erhalten
ein neues Outfit.
Der Internetauftritt des Landesverbandes und der einzelnen Regional- und Kreisverbände zeigt sich
im neuen ansprechenden Design.
Mehr Fotos, mediale Inhalte und
eine bessere Übersicht mit neuen
Strukturen werden die Internetseiten in die Zukunft führen.
Bitte schauen Sie doch mal Ende
November rein …….
www.volkssolidaritaet.de
„Alleinsein gilt nicht“
Volkssolidarität beteiligte sich aktiv am 1. Seniorentag in Erfurt
gereist, gebastelt aber auch gefeiert. Musikschule. Zudem der bekannte
Und die Türen stehen für interessierte Chor Cantabilé für große AufmerkErfurter weit offen.
samkeit sorgte.
Neben all den Reden sowie einer Die Vorsitzende des Erfurter Seniokleinen Diskussionsrunde kam natür- renbeirates Gudrun Stübling zeigte
ich auch der kulturelle Rahmen nicht sich nach den Stunden voller Kultur
zu kurz. Die Gäste beklatschten ein und Informationen mit dem Ergebnis
buntes Kulturprogramm mit Gesang des 1. Seniorentages zufrieden. Denn
und Tanz, der die Generationen und Kräfte bündeln und zeigen, was man
Kulturen verband.
eigentlich leistet, das können die
Neben dem Seniorenorchester spiel- Erfurter – übrigens nicht erst seit
Das klingt erst nach „vollem“ Garten. ten auch die „Heißen Drähte“ der diesem Fest.
Kirsten Seyfarth
Und die Vermutung stimmte. Das
wunderschön gelegene Areal war bis
auf den letzten Stuhl belegt.
Die Senioren konnten flanieren und
sich informieren, denn gleich im Eingangsbereich des Stadtgartens nutzte
der Landesverband der Volkssolidarität diese Möglichkeit an mehreren Ständen.
Beginnend vom Reisedienst über die
Angebote in der Pflege, dem Mahlzeitendienst oder den Hausnotruf
konnten sich die Senioren über die
vielfältige Arbeit der VS informieren.
Der große Sozial- und Wohlfahrtsverband verfügt in Erfurt über starke
Ortsgruppen, die nicht nur zum
Kaffeekranz zusammen sitzen.
(Foto: K. Seyfarth)
Da wird sich gemeinsam informiert, René Müller verteilt fleißig Info-Material der Volkssolidarität.
In den Nachmittagsstunden des
16. Juli wurde im Erfurter Stadtgarten
das erste Erfurter Seniorenfest
gefeiert. Mehr als 57.200 Senioren,
unter ihnen auch Mitglieder der
Volkssolidarität, wurden von ihren
ehrenamtlichen Vertretern, dem
Seniorenbeirat und der Seniorenbeauftragten zu diesem städtischen
Höhepunkt eingeladen.
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Bunt Gefiedertes im Borntal
Kinder der Kinderwohnung Borntal führten die Vogelhochzeit auf
Wie eine Perlenkette reihen sich die
Borntal-Höhepunkte aneinander:
In der Begegnungsstätte begrüßt
Karin Wendt nicht nur regelmäßig
Senioren, sondern am 16. Juli auch
Kinder.
Genauer gesagt, „gefiederte“ Kinder.
Denn Jungen und Mädchen im Kindergartenalter führten mit ganz viel
Liebe zum Detail vor einem aufmerksamen Publikum die Vogelhochzeit
vor. Musikalisch unterstützt von der
CD sangen die Jüngsten die Lieder
von Rolf Zuckowski mit soviel Inbrunst und Leidenschaft, dass es die
Mitglieder der Ortsgruppe fast nicht
mehr auf ihren Plätzen hielt.
Ein leckeres Würmchen.....
(Foto: Kirsten Seyfarth)
Nach vielen Anfragen sind wir jetzt auch für Sie da!!
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Einfach die Freizeit zu Hause und im Garten genießen
Im Gespräch mit der Bereichsleiterin Pflege Marlen Klette
Die Mitarbeiter der Volkssolidarität
Thüringen leisten tagtäglich wichtige Arbeit für die Menschen. In
dieser kleinen Reihe stellen wir sie
vor.
Heute: Marlen Klette. Frau Klette
feierte im August ihr 10jähriges
Dienstjubiläum.
Auch aus diesem Grund bin ich dem
Pflegebereich treu geblieben.
Meine Aufgaben sind die Steuerung
der verschiedenen Pflegeeinrichtungen, Personalverantwortlichkeit,
Wirtschaftlichkeit sowie Verhandlungen mit den Kostenträgern.
Herzlichen Glückwunsch Frau Klette,
seit 10 Jahren arbeiten Sie für die
Volkssolidarität in Erfurt. Im Laufe
der Jahre haben sich die Aufgaben
sicherlich erweitert. Der Pflege sind
Sie aber seit jeher treu geblieben?
Was gehört zum Aufgabenprofil
einer Bereichsleiterin Pflege?
Mein Aufgabengebiet hat sich über
die zehn Jahre ständig verändert.
Eingestellt wurde ich als stellvertretende Bereichsleiterin Pflege und
nach zirka zwei Jahren wurde ich die
Bereichsleiterin. Schon allein durch
mehrere Umstrukturierungen hat sich
mein Aufgabengebiet verändert und
Marlen Klette
erweitert.
Bei knapp 120 Mitarbeitern hat man
den ganzen Tag ein ausgefülltes Programm.
Welche Arbeit gefällt Ihnen besonders?
Am spannendsten finde ich Verhandlungen mit den Kostenträgern, denn
dabei können wir sehr viel für unsere
Mitarbeiter in der Pflege erreichen.
Ich freue mich aber auch, wenn ich
(leider viel zu selten) zu Hausbesuchen fahre oder in den Einrichtungen in Kontakt mit Patienten oder
Angehörigen trete.
Wenn Sie mal nicht für die VS
unterwegs sind, was machen Sie in
Ihrer Freizeit?
Meine Freizeit gilt natürlich in allererster Linie meinen Kindern und
meinem Partner. Wir reisen sehr gern,
spielen gemeinsam Gitarre oder
genießen einfach die Freizeit zu
(Foto: K. Seyfarth) Hause und im Garten.
Gemeinsam den Herbst willkommen heißen
Statt dem obligatorischen Sommerfest gibt´s nun ein zünftiges Oktoberfest
Die Arnstädter Ortsgruppen feiern feste fanden immer mit großem Doch Veränderungen beleben das
gerne. Die vergangenen Sommer- Erfolg im Alkerslebener Saal statt. Mitgliederleben. Statt den Sommer
werden nun die Mitglieder der sieben
Ortsgruppen den Herbst willkommen
heißen. Das passende Herbstfest
findet deshalb am 24. September ab
14 Uhr in Ichtershausen statt.
Für die musikalische Umrahmung
sorgt Hubert Bomberg aus WuthaFarnroda. Und neben Kaffee und
Kuchen wird abends noch ein Grillteller gereicht. „Natürlich gibt es
noch freie Plätze“, meint Claudia
Erdmann.
Die Mitarbeiterin für Mitgliederarbeit
hat dazu auch noch zögernde Mitglieder zur Teilnahme ermuntert.
Schließlich wartet auch so manche
kleine Überraschung auf die Gäste.
Die Arnstädter Ortsgruppenmitglieder wissen zu feiern.
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(Foto: Kirsten Seyfarth)
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Kirsten Seyfarth
Unsere Ortsgruppenvielfalt
Heute: Ortsgruppe Niederroßla
Mitbegründer der Ortsgruppe war
der damalige Bürgermeister. Es fand
ein häufiger Wechsel der damaligen
Vorsitzenden statt.
In den kommenden Jahren widmete
sich die Ortsgruppe der Arbeit mit
älteren und hilfebedürftigen Menschen. Einen großen Schwung erlebt
der Verband in Niederroßla in den
80er Jahren, unter der Leitung von
Frau Dubberke. Die Ortsgruppe
zählte ca. 160 Mitglieder und mit
Unterstützung der Gemeinde konnten viele Aktivitäten durchgeführt
werden. Infolge einer Erkrankung
musste die Vorsitzende, Anfang der
90er Jahre, ihr Amt niederlegen.
Daraufhin ruhte die Vereinstätigkeit
und die Mitgliederzahl sank um 40%.
Man glaubte an das Aus für die
Ortsgruppe. Zum Glück konnte 1992
Frau Renate Stroh als neue Vorsitzende für die Leitung der Ortsgruppe gewonnen werden. Mit dem Neuanfang
kamen völlig neue Aufgaben auf die
Ortsgruppe und deren Mitglieder zu,
jedoch Bewährtes wurde selbstverständlich übernommen. Januar 2012
übernahm Frau Carola Hänsch das
Amt der Vorsitzenden. Mehrere Helfer stehen ihr dabei tatkräftig zur Seite
und kümmern sich um die Vorbereitungen der monatlichen Treffen. Von
den Aushängen in den Infokästen der
Gemeinde bis hin zur Vorbereitung
und Durchführung der Veranstaltungen packen viele fleißige Hände
mit an. Das Ortsgruppenleben ist
geprägt von musikalischen Unterhaltungen, Faschingsveranstaltungen
sowie Sommer- und Weihnachtsfeiern. Ebenso werden im Jahresverlauf Vorträge zu Reiseberichten und
Buchlesungen durchgeführt. Ein besonderer Höhepunkt ist der jährliche
Impressionen zum diesjährigen Sommerfest im
Feuerwehrhaus Niederrößla
(Fotos: Müller/Kleen)
Eckdaten:
gegründet: 1946
Mitgliederzahl: 61
Vorsitzende: Frau Carola Hänsch
René Müller im Gespräch mit Carola Hänsch.
(Foto: Müller)
Ausflug. Mitglieder, die nicht an den
Veranstaltungen teilnehmen können,
werden natürlich nicht vergessen. Ein
gegenseitiger Besuch mit kleinen Aufmerksamkeiten soll sie an dem Ortsgruppenleben teilhaben lassen. Unser
Dorf hat 1500 Einwohner und keine
Einkaufsmöglichkeiten mehr. So ist
das monatliche Treffen der Mitglieder
im Schulungsraum der FFW immer ein
Höhepunkt und fördert die Kommunikation unter den Mitgliedern.
Nun freuen sich die Mitglieder auf das
Herbstfest mit Kaffee und Kuchen
und Rostwürsten sowie Musik und
Modenschau, das in Großheringen
für alle Ortsgruppen des Apoldaer
Umlandes stattfindet.
Wir bemühen uns, das Motto der
Volkssolidarität „Miteinander-Füreinander“ zu verwirklichen.
Carola Hänsch,
Vorsitzende der OG Niederroßla
Appetit aufs Lesen, Wandern und Essen
"La Promozione" - der Buchtipp der Thüringer Blätter
Natürlich sind Wandern, Erholung
und Genuss auch über die Grenzen
Thüringens hinaus gut und „appetitlich“ möglich. Diese Mischung
vereint sich in dem unlängst erschienenen Roman "La Promozione", der
von den Ermittlungen von Commissario Mario Moretti und Sergente
Enzo Peroni, Beamte bei der Polizei in
Teramo handelt. So führt ein Mordfall
die beiden an den Lago di Campotosto (in den Abruzzen gelegen), der
Tradition atmet und die Menschen
danach leben. Peter Gebhardt, der
seit vier Jahren zusammen mit seiner
Frau Immacolata Cataldo in den
Abruzzen lebt, rundet seinen ersten
Roman mit zahlreichen Geheimtipps
zum Einkehren sowie mit Rezepten
aus der Region ab.
"La Promozione - Ein kulinarischer
Wanderkrimi aus den Abruzzen"
ISBN 978-3-939499-41-1
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Ein Marienkäfer mit lila Punkten
Voneinander lernen: Nesthäkchenkinder besuchten Tagespflegegäste
Die Nesthäkchenkinder aus Kühnhausen besuchen regelmäßig die
Gäste der Tagespflege der Volkssolidarität, um gemeinsam zu singen
und zu basteln.
Passend zur Jahreszeit stimmten sich
am 15. Juli die Jüngsten mit ein paar
Volksliedern ein.
Nach dem „Einsingen“ machten sich
die Kinder ans Werk, um die Gastgeber fürs Basteln, Malen und Ausschneiden zu begeistern.
Am besagten Dienstag standen so
Marienkäfer bei Groß und Klein hoch
im Kurs. Auf die Frage, warum der Aufklärungsbedarf zwischen Jung und Alt.
(Text + Foto: Kirsten Seyfarth)
Käfer lila Punkte hat, gab es die
plausible Erklärung, dass nun mal seien. In etwa 90 Minuten zauberten schmuck, der fortan die Räume in der
keine schwarzen Stifte vorhanden die Teilnehmer hübschen Fenster- Hermann-Brill-Straße verschönert.
Die Stille des Sommers
Dem Apoldaer Karlheinz Fürstenberg gelauscht
auch Sommerpause.
Doch den Gästen ist die Teilnehmerzahl egal, schließlich kann jeder dann
mehrmals vom selbst gebackenen
Kuchen von Barbara Taubert zugreifen. Auch das Ambiente stimmt, die
Leiterin des Mehrgenerationenhauses Corinna Weber lässt es sich nicht
Eine kleine Runde hat sich versam- nehmen, Gudrun Lemser für den
melt. Das im vierwöchigen Rhythmus hübsch eingedeckten Tisch zu
stattfindende Erzählcafé macht wohl danken. Vorschusslorbeeren gehen
Mitten im Alltagsstress überrascht
die Einladung zum Erzählcafé in
Apolda. Eigene Gedanken zum bevorstehenden Wochenendeinkauf
verfliegen, als Karlheinz Fürstenberg
Freitagnachmittag sein „Gedicht zur
Stille“ vorträgt.
Karlheinz Fürstenberg liest Corinna Weber vor.
8
zudem an Karlheinz Fürstenberg.
Das langjährige Mitglied und sogar
ehemaliger Kreissekretär der Volkssolidarität in den 70er Jahren besuchte bereits ein Apoldaer Erzählcafé vor
geraumer Zeit.
Damals jedoch sprach der 93jährige
über seine Begegnungen während
seiner Kriegsgefangenschaft.
Am 15. August drehten sich die Gespräche um seine Gedichte, die
Karlheinz Fürstenberg niemals aus
der Hand und nur gelegentlich, bei
besonderen Anlässen, zum Besten
gibt. Und auch in der beschaulichen
Runde ließen die Gäste ihren Gedanken auf der Suche nach Stille
freien Lauf.
Und – es scheint diese Momente zu
geben! Bereits beim Zuhören wurde
es unter den interessierten Gästen
still.
Ein Kompliment an Herrn Fürstenberg, der den Nachmittag mit seinen
Gedanken füllte. Und auch der
Wochenendeinkauf konnte warten.
(Foto: Kirsten Seyfarth)
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Kirsten Seyfarth
Situationen, die jeder von uns kennt
Interview mit Pop- und Schlagersänger Matthias Reim
Hallo Herr Reim, sie gastieren noch in
diesem Jahr in der Erfurter Messehalle.
Kennen Sie Erfurt und Thüringen?
Klar, der Osten Deutschlands ist ja
inzwischen so etwas wie meine künstlerische Heimat geworden. Als meine
Karriere vor Jahren an einem absoluten Tiefpunkt angelangt war, habe
ich in den damaligen „neuen Bundesländern“, wie es so schön hieß, meinen Wiederaufstieg begonnen. Da bin
ich dann gefühlte hundert Mal dort
aufgetreten. Natürlich war ich dabei
auch schon ein paar Mal in Erfurt –
nicht nur bei TV-Sendungen, sondern
auch mit Konzerten – zum letzten Mal
im vorigen Jahr. Ich freue mich, dass
Erfurt auch diesmal wieder auf dem
Tourneeplan steht und ich mein neues
Konzert-Programm in der Messehalle
vorstellen kann.
Sie haben sich mit den zahlreichen
Auftritten in diesem Jahr ganz schön
viel vorgenommen. Wie halten Sie
solch einen Marathon durch?
Ach, das ist eine Sache der Organisation: Ich schlafe lange, versuche
zeitig anzureisen – und tue einfach
alles, um abends um 20 Uhr topfit zu
sein. Jetzt im Sommer ist es ja auch
nicht so schlimm; die Open Air-Konzerte sind ja alle nur am Wochenende.
Schlimmer wird es dann bei meiner
Konzerttournee im November/Dezember: Da geht es kreuz und quer
durch Deutschland mit manchmal
sechs Konzerten in der Woche. Das ist
schon ziemlich hart – aber der Stress
sind nicht die Konzerte an sich,
sondern das drumherum: Die Reisen,
die Hotels, Interviews und all das.
Aber Konzerte geben ist mein Beruf ein Beruf, den ich mir ausgesucht habe
und den ich liebe. Da empfindet man
das alles nicht so sehr als Arbeit. Und
der Erfolg entschädigt mich für alles...
Sie stellen Ihre neue CD „Die Leichtigkeit des Seins“ vor. Ist das Leben
leicht?
Ganz bestimmt nicht immer. Ich glaube, ein erfülltes Leben hat meistens
von Allem etwas: Freude und Leid,
gute und schlechte Zeiten, Erfolg und
Enttäuschungen. Aber vielleicht gerade deshalb kann man die wertvollen
Momente doppelt genießen, in denen
man diese gewisse Leichtigkeit des
Seins empfindet, die ich in meinem
Lied besinge.
In meinem Konzertprogramm gibt es
ein Lied darüber, da singe ich: „Wer
nie durch Scherben ging, hat nie
gelebt“...
Ein Titel ihrer CD lautet „Allein
allein“. Haben Sie ein Rezept gegen
das Alleinsein?
Ja, dann verkrieche ich mich in meinem Studio und komponiere oder
texte. Oder ich setze mich auf mein
Motorrad und lasse mir frischen Wind
um die Nase wehen.
Erzählen Ihre Texte aus Ihrem Leben
und Ihren Erfahrungen? Stimmen Sie
sich mit Ihrem Texter über die gewünschten Inhalte ab?
Viele Texte schreibe ich selber – manche zusammen mit meinem alten
Freund Joachim „Knibbel“ Horn.
Natürlich fließen da, ob man will oder
nicht, immer wieder persönliche Erfahrungen und Stimmungen aus meinem Leben mit ein.
Deshalb sind es sehr persönliche Texte
– aber es sind alles andere als autobiografische Lieder. Ich besinge nicht
Foto: Ralph Larmann
mein privates Leben, sondern Situationen, die jeder von uns kennt und
die er mitempfinden kann.
Täuscht mein Eindruck, Ihre Songs
sind ruhiger geworden. Sind Sie
ruhiger geworden?
Ich glaube, Sie täuschen sich. Aber
eins stimmt: Ich bin an einem Punkt
meiner Karriere angekommen, an
dem ich manche Dinge anders
betrachte als früher. Wäre ja auch
schlimm, wenn es anders wäre, wenn
ich mich nicht entwickeln würde. Ein
Lied wie „Die Leichtigkeit des Seins“
hätte ich wohl vor fünf Jahren noch
nicht schreiben können... Nennen Sie mir einen Wunsch, der in
Erfüllung gehen soll?
Ich wünsche mir, dass ich noch möglichst lange mit meiner Musik möglichst vielen Menschen Freude maKirsten Seyfarth
chen kann.
24-Stunden-Service-Ruf 01802 - 192 000
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Spielend die Welt kennenlernen
Sommerfest in Saalfeld-Remschütz mit Einweihung neuer Spielgeräte
Der Alltag der Kinder wird durch
Feste im Jahreslauf unterbrochen.
Besonders das traditionelle Sommerfest ruft die Kinder mit ihren Eltern
und Großeltern an einen Tisch, um –
meist im Freien – gemeinsam zu
spielen und zu feiern.
So machten das auch die Waldmäuse
in Saalfeld-Remschütz am 23. August. Da feierten die 35 Kinder nämlich ihr Sommerfest und luden sich
dazu nicht nur ihre Eltern ein. Denn
auf der großen Gästeliste standen
auch zahlreiche Vertreter von ansässigen Firmen und Institutionen. Denn
es gab nicht nur den Sommer zu
feiern, sondern zwei wunderschöne
Spielgeräte warteten auf ihre offizielle
Einweihung. So präsentierten die
Jüngsten nicht ohne Stolz ihren neuen
Kletterturm „Grashaufen“ sowie die
„Sandbergkiste“.
(Foto: K. Seyfarth)
Zudem fielen auch zwei neue Waldschenken auf, die in den nächsten
Tagen noch mit einem Dach versehen
werden. Natürlich liefen die Jüngsten
sofort zu ihren neuen Attraktionen
10
im schönen Garten. Farbenfroh und
originell fanden die Kleinen schnell
einen Zugang zu den neuen Geräten.
Doch auch die anderen, oft liebevoll
von den Eltern und Erzieherinnen vorbereiteten Angebote, nahmen die
Jüngsten dankbar an.
So wurden beispielsweise Gipsfiguren
und Tassen bemalt. Belagert waren
auch das experimentelle Kinderschminken und die Tombola. Wer es
an dem Sonnabend beschaulicher
wünschte, konnte es sich bei Kaffee
und selbst gebackenen Kuchen gut
gehen lassen. In aller Ruhe schweiften
dann die Blicke über den großen
Garten, der im nächsten Jahr weitere
Veränderungen erfährt. Besonders
die Gartenbeete und der Sandspielbereich bekommen dann ein neues
Aussehen.
„Zuerst jedoch“, so der Stellv. Geschäftsführer des Landesverbandes
Arnfrid Gothe, „ werden die großen
Bäume fachgerecht gesichert und
ausgeschnitten.“ Dazu holt der Landesverband momentan Angebote
ein, um diese Maßnahme an sichere
und fachkundige Hände zu vergeben.
Solche wichtigen Aufgaben sollen die
„großen Menschen“ veranlassen.
Die Kleinen hingegen haben noch alle
Zeit und Lust der Welt, um spielend
die Welt, beispielsweise bei den traditionellen Waldtagen kennenzulernen.
Oder sie feiern gemeinsam – wie eben
zum Sommerfest in Remschütz.
Der neue Kletterturm
(Foto: K. Seyfarth)
Folgende Spender beteiligten sich
mit hohen Beträgen an dem Erwerb
und der Installation der Spielgeräte:
• Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt
• Stadtwerke Saalfeld
• Drehtechnik Jakusch, Saalfeld
• Olaf Gräf, Saalfeld
• Wärme-, Klima- und Sanitärtechnik, Saalfeld
• R & A Bau und Bautenschutz,
Saalfeld
• Schwarz & Partner,
Ramona, Fischer, Kahla
• Kunst- und Trödelmarkt,
Remschütz
• Diana Günther, Remschütz
• Firma BAU WERK 13 Dirk Böhme,
Saalfeld
Kirsten Seyfarth • Verkehrswacht Saalfeld
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Huttenstraße 2-3, ZKZ 82624, PVSt,
bei der Sozialstation
der VOLKSSOLIDARITÄT
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