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das Lesebuch - Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED

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GESCHICHTSMESSE 2015
Aufgenommen beim ersten Besuch in Ostdeutschland,
Haldensleben 1990 von Rainer Bausen, Grenderich (Hunsrück).
Geschichtsmesse 2015 – das Lesebuch
„25 Jahre Deutsche Einheit“
29. bis 31. Januar 2015 I Ringberg Hotel Suhl
2
GESCHICHTSMESSE 2015
Inhaltsverzeichnis
Einführung
5
Kurzbeschreibungen der einzelnen Programmpunkte ……………………...
6
Vorträge, Podiumsgespräche und weitere Veranstaltungen ………………………………
6
Parallele Projektvorstellungen ……………………………………………….……………………………
14
Lernen am historischen Ort ……………………...………….……………………………………
14
Aufarbeitung international ……………………………………....…………………………….…
19
Lebenswelten im geteilten Deutschland ..………………………………….………………
24
Flucht und Grenzen in der Bildungsarbeit .……………………………….……………...
29
25 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit I .…….….…………………
33
Diskussionsforum: Jugendliche aus den Neuen Ländern und die DDR:
37
Aktuelle Diskussionslinie und empirische Befunde …..………………………………
Aufarbeitungskontexte: Recherche und Diskussionspotentiale .………………
38
Gelebte Geschichte: Biografien und Zeitzeugen in der Bildungsarbeit …..
43
Jugend, Flucht und Stasi im geteilten Deutschland ………………………………….
49
25 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit II .………………………….
56
Anpassung, Opposition und Repression in der SED-Diktatur …………………..
63
Angebot: Bürokratopoly. Ein Lehr-Spiel aus der DDR ……………………………..
68
Anhang
Biografien der Referenten …………………………………………………………..…………….
Organisatorische Hinweise …………………………………………………………………………
Schulische Bildungsangebote der Bundesstiftung Aufarbeitung ………………
Liste der Teilnehmenden ……………………………………………………………………………
Notizen ………………………………………………………………………………………………………..
Weitere Materialien………………………………………………………………………………………
3
4
GESCHICHTSMESSE 2015
Einführung
Liebe Teilnehmerinnen, liebe Teilnehmer,
herzlich willkommen zur achten Geschichtsmesse „25 Jahre Deutsche Einheit“ im
Ringberg Hotel in Suhl. Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind angemeldet. Vielen Dank, dass Sie dabei sind!
Wie immer werden im Lesebuch alle Fragen zur Veranstaltung beantwortet: Sie finden die Beschreibungen der Vorträge und Referenten, Podien und über 50 Projektvorstellungen, die Teilnehmerliste, organisatorische Hinweise, Angebote für Schulen
und weitere Materialien. Der Reader kann ein Arbeitsinstrument sein, deshalb finden
Sie auch Platz für Ihre Notizen.
Das aktuelle Programm, der Anmeldebogen für die Projektvorstellungen am Freitag
und der Bewertungsbogen liegen als Extrablatt bei.
Für unsere Planung ist folgendes wichtig: Bitte geben Sie am Eröffnungstag der Geschichtsmesse den ausgefüllten Anmeldebogen für die Projektvorstellungen bis 18.30
Uhr im Foyer am Empfangstisch ab. Danach erst kann festgelegt werden, in welchen
Tagungsräumen die Workshops stattfinden.
Außerdem freuen wir uns darüber, wenn Sie den Bewertungsbogen nach Ende der
Veranstaltung ausfüllen und am Empfangstisch abgeben. Die Ergebnisse finden Sie
neben Vorträgen, Tagungsberichten und Fotos in der Veranstaltungsnachlese, die
einige Tage nach der Geschichtsmesse auf der Homepage www.geschichtsmesse.de
veröffentlicht wird. Erstmals ist auch das Projekt „Geschichtsreporter“ am Start:
Blättern Sie weiter, dann erfahren Sie mehr!
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre – und gute Diskussionen. Sprechen Sie
uns bitte an, wenn doch nicht alle Fragen beantwortet sind.
Ihre Bundesstiftung Aufarbeitung
Impressum
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Projektkoordination: Dr. Jens Hüttmann, Anna v. Arnim-Rosenthal
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Tel.: 030-319895-0
E-Mail: buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Internet: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de / facebook.com/BundesstiftungAufarbeitung
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist eine bundesunmittelbare Stiftung des
öffentlichen Rechts
Redaktionsschluss: 21. Januar 2015
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GESCHICHTSMESSE 2015
Live und in Farbe! Geschichtsreporter_innen berichten aus Suhl!
25 Jahre Deutsche Einheit. 3 Tage Input und Diskussion. 330 Teilnehmende. Darunter 80 Schüler_innen. In 726 m Höhe. Das sind die Rahmendaten der 8. Geschichtsmesse in Suhl. Aber was wird dort genau diskutiert und präsentiert? Wer ist
dabei? Mit welchen Projekten, Ideen, Erfahrungen und Forschungsergebnissen? Die
„Geschichtsreporter_innen“ halten es fest: in kurzen Berichten, Fotostrecken,
Video- und Audio-Interviews. Für alle Interessierten. Wo? Auf dem Blog
http://geschichtsreporter.de
Mitmachen!
Die „Geschichtsreporter_innen“ sind eine Jugendredaktion, die drei Tage lang live
und vor Ort von der Geschichtsmesse berichtet. Die Redaktion wird technisch und
inhaltlich unterstützt von der Kooperative Berlin.
Für
Schülerinnen &
Schüler!
Ihr wollt mitmachen und die Stammredaktion verstärken? Kommt einfach vorbei,
tragt euch in den Redaktionsplan ein, filmt, fotografiert und schreibt mit! Ihr findet
unser Redaktionsbüro während der Geschichtsmesse im Raum „Rasselbock“, im Foyer des Ringberghotels Suhl.
Die „Geschichtsreporter_innen“ sind ein Projekt des Kooperative Berlin Kulturproduktion KBK e.V., gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SEDDiktatur.
Kontakt:
Miriam Menzel
Kooperative Berlin. Medienproduktion
KBM GmbH
Schönhauser Allee 161 A, 10435 Berlin
Tel.: 030-2325746-0
E-Mail: Miriam@kooperative-berlin.de
www.kooperative-berlin.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Kurzbeschreibungen der einzelnen Programmpunkte
Vorträge, Podiumsgespräche und weitere Veranstaltungen
29. Januar, 14.30-15.50 Uhr:
„Geteilte Erinnerung im vereinten Deutschland“
Eröffnungsvortrag von Dr. David Clarke, University of Bath
Archiv Bundesstiftung
Aufarbeitung Fotobestand
Uwe Gerig Bild 6075
29. Januar, 16.20-18.00 Uhr:
„Was bedeutet gemeinsames Erinnern in Europa 25 Jahre nach der Deutschen Einheit? “
Podiumsgespräch mit Dr. David Clarke | Prof. Heinrich Oberreuter, Universität
Passau | Dr. Frank Hoffmann, Institut für Deutschlandforschung, Ruhr-Universität
Bochum | Dr. Julia Landau, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Moderation von Klaus Brill, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Warschau
Schnell war man sich im vereinigten Deutschland einig, dass die Auseinandersetzung
mit der Geschichte der SED-Diktatur und deutschen Teilung wesentlich intensiver
geführt werden sollte, als dies in den 1950er Jahren in Bezug auf die Verbrechen des
Nationalsozialismus der Fall gewesen war. Die Frage, auf welche Weise dies geschehen soll, ist bis heute kontrovers. Hinzu kommt, dass seit 1990 über das wissenschaftliche und gedenkpolitische Verhältnis der Erinnerung an den Holocaust und
den Vernichtungskrieg auf der einen, der Erinnerung an das Unrecht kommunistischer Diktaturen auf der anderen Seite gestritten wird.
Die Kompromissformel, nach der das eine Verbrechen durch die Auseinandersetzung
mit dem anderen Verbrechen nicht relativiert bzw. nicht bagatellisiert werden dürfe,
wird in der Regel akzeptiert; sie wirft aber die Frage auf: Wie sieht die erinnerungskulturelle Realität in Deutschland und Europa aus? Was heißt eigentlich:
„Gemeinsames Erinnern in Europa 25 Jahre nach der deutschen Einheit“? Welche
Erfahrungen machen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit der Vermittlung von
DDR-Geschichte im Westen? Wie kann in der deutschen und europäischen Praxis an
„Evil one“ und „Evil two“ (Milan Kundera) erinnert werden? Gibt es Ost-WestUnterschiede in der Rezeption etwa von Gedenkstätten, die sowohl eine KZ- als auch
eine Speziallagergeschichte besitzen?
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GESCHICHTSMESSE 2015
29. Januar, 19.00-21.00 Uhr:
„Die Revolution und ihre Kinder“ – was bleibt davon heute?
Interaktive Diskussion über ein multimediales Geschichtsprojekt mit Patrick Stegemann, Kooperative e.V., Berlin, Mirjam Triebe und Wolfgang Triebe
Ihre Eltern brachten eine Mauer
zum Einsturz, ein Land zum
Verschwinden: Die Kinder der
Protagonisten der Friedlichen
Revolution haben eine bewegte
Familiengeschichte. Was ist davon nach 25 Jahren geblieben?
Für die crossmediale Reportage
„Die Revolution und ihre Kinder
– Ostdeutschland eine Generation später“ hat sich die Kooperative Berlin auf eine dokumentarische Reise begeben und fünf
Familien zwischen Neubrandenburg und Berlin, Erfurt und
Leipzig porträtiert.
Was wissen die Kinder heute von den welthistorischen Ereignissen, an denen ihre
Eltern Anteil hatten? Wie werden Geschichte und Geschichten in den Familien weitererzählt? Würden die Kinder in einer ähnlichen gesellschaftlichen Situation ebenso handeln wie ihre Eltern? Wie ist ihre Sicht auf den Herbst 1989? Das WebProjekt „Die Revolution und ihre Kinder“ erzählt die Geschichten der fünf Akteure
und lässt deren Kinder zu Wort kommen.
An dem Abend werden filmische Ausschnitte des Projekts gezeigt, über die Anlage
und Idee der Mutimediageschichte gesprochen und mit einigen Protagonisten die
Frage diskutiert: „Wo ist die Mauer heute, an der ich mir den Kopf blutig rennen
kann?“
www.dierevolutionundihrekinder.de
Kontakt:
Patrick Stegemann
Kooperative Berlin. Medienproduktion KBM GmbH
Schönhauser Allee 161 A
10435 Berlin
Tel.: 030-2325746-0
E-Mail: Patrick@kooperative-berlin.de
www.kooperative-berlin.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
30. Januar, 9.00-9.50 Uhr: „Junge Leute entdecken das 20. Jahrhundert“.
Präsentation von zwei Schüler-Projekten
„Zwei Welten, eine Grenze“, Johannisberg-Gymnasium Witzenhausen
Die Klasse 10d der Johannisberg-Schule in Witzenhausen hat gemeinsam mit ihrem
Politiklehrer Jonas Klages ein außergewöhnliches Schulprojekt gestartet. Die Schülerinnen und Schüler haben Fluchten aus der DDR aufgearbeitet und diese in ihrem
Buch „Zwei-Welten – Eine Grenze” schriftlich festgehalten. Es wurden spektakuläre
und noch nicht bekannte Fluchten im Unterricht aufgearbeitet.
Es wurden unterschiedliche Fluchtversuchte beleuchtet: Fluchten in der Luft mit
dem Flugzeug oder mit einem Heißluftballon, mit einem Schützenpanzer durch die
Berliner Sektorengrenze, schwimmend durch die Werra und zu Fuß über die Felder.
Auch wurde berichtet, wie es den Flüchtenden ergangen ist, wenn eine Flucht gescheitert ist: In den Erzählungen geht es um den Haftalltag im Stasigefängnis, um
Tod durch die Guillotine und um den Freikauf von politischen Häftlingen durch die
Bundesrepublik.
Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler durch den Staatsminister für Europa Herrn Michael Roth, der das Vorwort für das Buch geschrieben hat, und der
Bundesstiftung Aufarbeitung. Die ARD und das hr-Fernsehen haben die Jugendlichen bei ihrer Arbeit begleitet.
Schülerinnen und Schüler der 10d, Lehrer/Projektleiter Jonas Klages, Staatsminister Michael
Roth bei der Buchvorstellung am 9.11.2014.
Kontakt:
Klasse 10d der Johannisberg-Schule
Lehrer/Projektleiter Jonas Klages
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
E-Mail: jonas.klages@gmx.de
www.grenzfluchten.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Essen im Kühlschrank, sind zur Montagsdemo“ –
Ergebnisse des 3. Sächsischen GeschichtsCamps
„Essen im Kühlschrank, sind zur Montagsdemo“, Herbst 89: „Mutige Schritte in die
Freiheit“ – unter diesem Titel stand das 3. Sächsische Geschichtscamp, das zum 25.
Jahrestag der Friedlichen Revolution in Leipzig stattfand. 37 Schüler aus den verschiedenen Schularten Sachsens und 10 Schüler aus anderen Bundesländern, ausgewählt durch die Körber-Stiftung, forschten am historischen Lernort „Runde Ecke“
in der BStU-Außenstelle Leipzig. Fünf Tage lang beschäftigten sie sich mit Themen
rund um die Friedliche Revolution. Arbeit mit Stasi-Akten und Gespräche mit Zeitzeugen und Experten ermöglichten in kleinen Arbeitsgruppen eine intensive und jugendlich-kreative Auseinandersetzung mit dieser Zeit und vertieften geschichtliche
Einsichten.
Gerappt und in unterschiedlichen Spielszenen oder Dokumentationen zeigten die
Schüler auch öffentlich ihre Arbeitsergebnisse zu Themen wie „Die Sprache der Stasi“, „Flucht als letzter Ausweg?“, „Straßenmusikfestival im Juni 89“, „Die Fenster
schwarz, die Lunge trocken, überall nur Kohlebrocken“, „Jugendliche im Visier der
Stasi“, „ Und wann hätte ich etwas gesagt?“, „Ein Zeichen für Demokratie – der
Statt Kirchentag in Leipzig“, „Nikolaikirche – offen für alle“.
Anja Höfer (Gymnasium St. Augustin Grimma), Helen Nehdo (Gymnasium „Am
Breiten Teich“ Borna) und Georg Hähn (Gymnasium Brandis) werden einen kleinen
Teil dieser Ergebnisse aus verschiedenen Arbeitsgruppen vorstellen.
Kontakt:
Herma Lautenschläger
Gymnasium St. Augustin
E-Mail: lautenschlaeger_herma@yahoo.de
Steffi Kohlmetz
Gymnasium „Am Breiten Teich"
E-Mail: kohlmetz@gymnasium-borna.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
30. Januar, 9.50-10.15 Uhr:
2015 — 25 Jahre Deutsche Einheit: „Grenzen überwinden“
Präsentation des Veranstaltungsprogramms des Landes Hessen zum 25.
Jahrestag der Deutschen Einheit
Ministerpräsident Volker Bouffier hat zum 1. November 2014 die Bundesratspräsidentschaft übernommen. Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ fasst die Landesregierung seine Amtszeit als Bundesratspräsident und die Feierlichkeiten zum 25.
Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung zusammen. Dazu wird schon jetzt ein
umfangreiches Informations- und Veranstaltungsprogramm angestoßen, das unter
der Dachmarke „2015 – 25 Jahre Deutsche Einheit“ präsentiert wird. Dazu gehören
Zeitzeugengespräche, Ausstellungen, Diskussions- und Kulturveranstaltungen, Filmund Musikprojekte von Schülern, Seminare und Kunstprojekte aber auch Fortbildungen für Pädagogen.
Mit diesem Programm soll die Zeit vom Mauerfall bis zur Wiedervereinigung wieder
lebendig und in angemessener Weise an wichtige Meilensteine der jüngsten deutschen Geschichte erinnert werden. Das Veranstaltungsjahr wird schließlich in die
Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober 2015 in Frankfurt münden. Eine wichtige Zielgruppe für diese Aktivitäten ist dabei die Generation junger Menschen, die die Zeit
der deutschen Teilung und den Mauerfall nicht mehr selbst erlebt hat.
www.grenzen-ueberwinden.de
Kontakt:
Dr. Carmen Everts
Hessische Landesregierung
Georg-August-Zinn-Str.1
65183 Wiesbaden
Tel.: 0611/32-3927
E-Mail: grenzenueberwinden@stk.hessen.de
www.hessen.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
30. Januar, 19.30-21.00 Uhr: Bürokratopoly: Ein Lehrspiel aus der DDR
Präsentation durch Michael Geithner und Martin Thiele, DDR Museum Berlin | Anschließend Gespräch mit Spielerfinder Martin Böttger und Sabine
Börner-Grimm | Einladung zum Ausprobieren
„Bürokratopoly“ wurde in Bürgerrechtskreisen als ironische Reaktion auf die politische Realität gespielt. Ziel der Spielfiguren ist der Posten des SED-Generalsekretärs
– wer gewinnen will, muss betrügen, kungeln oder denunzieren. Die Staatssicherheit attestierte „Bürokratopoly“, dass es „die gesellschaftlichen Verhältnisse verächtlich“ machen würde – ein riskanter Vorwurf für die damaligen Spielerinnen und
Spieler, denn die „Verächtlichmachung“ der DDR war strafbar.
Das bisher nur von Hand vervielfältigte Spiel wurde nun für den Schulunterricht neu herausgegeben. Ergänzt wurde es um umfangreiche
Unterrichtsmaterialien, um Lehrkräfte im Unterricht umfassend zu unterstützen. „Bürokratopoly“ wurde
vom DDR Museum in Kooperation
mit der Agentur für Bildungskommunikation capito sowie der Spieleinitiative „Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR“ neu aufgelegt
und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.
Nach der Vorstellung
des Spiels und einem
anschließenden Gespräch mit dem Erfinder Martin Böttger und
Sabine Börner-Grimm
sind Sie herzlich eingeladen, das Spiel selbst
auszuprobieren!
Kontakt:
DDR-Museum Berlin
Karl-Liebknecht-Straße 1
10178
www.ddr-museum.de, www.buerokratopoly.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
31. Januar, 09.00-09.45 Uhr und 11.15-12.45 Uhr:
Vortrag von Prof. Dr. Bettina Alavi: „Demokratie als Unterrichtsgegenstand
und -prinzip“ und öffentliches Abschlusspodium: „25 Jahre nach der Einheit – DDR-Geschichte im Klassenzimmer zwischen Verdammung und Ostalgie?
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Bettina Alavi, Pädagogische Hochschule Heidelberg |
Dr. Michaela Hänke-Portscheller, Zentrum für Schulpraktische Lehrausbildung Detmold | Robert Rückel, Direktor DDR-Museum Berlin | Christian Dietrich, Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beim Thüringer Landtag | Moderation von Dr. Jens Hüttmann
Empirische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Politik- und Herrschaftsgeschichte der DDR allein nicht ausreicht, um Schülerinnen und Schüler für die Auseinandersetzung mit der doppelten deutschen Zeitgeschichte nach 1945 zu interessieren. Häufig äußern junge Leute den Wunsch, etwas über den Alltag der Menschen im geteilten Deutschland zu erfahren. Viele Lehrkräfte und Geschichtsdidaktiker sind sich zudem darin einig, dass Anknüpfungspunkte zu Fragen und Problemen
der Gegenwart unverzichtbar sind. Wie aber kann die Lebenswelt einer Generation
angesprochen werden, die weder Teilung noch Diktatur erleben musste? Wie weit
dürfen Lehrkräfte gehen: Kann das Tragen eines FDJ-Hemdes im Klassenzimmer
den Besuch einer Stasi-Gedenkstätte ergänzen? Wie kann das Spannungsverhältnis
von Demokratie und Diktatur nach 1945 jenseits von Ostalgie oder Verdammung im
Schulunterricht genutzt werden?
31. Januar, 10.00-11.00 Uhr:
Streitgespräch: Gegenwart und Zukunft der Aufarbeitung der SED-Diktatur
zwischen Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, und Rainer
Eppelmann, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Aufarbeitung | Moderation von
Angela Elis, Autorin und Moderatorin
Das gab`s noch nie: Was bedeutet es für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, wenn
ein Politiker der Linkspartei ein ostdeutsches Bundesland regiert? Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow stellt sich in einem Streitgespräch mit Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, den Fragen nach
dem Umgang mit der Diktatur in SBZ und DDR. Wo sollten zukünftig Schwerpunkte
gesetzt werden, wie lauten die Perspektiven und Herausforderungen der Diktaturaufarbeitung – in Thüringen und anderswo?
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GESCHICHTSMESSE 2015
Parallele Projektvorstellungen
Lernen am historischen Ort
Ein Museum wandelt sich zum Lernort Demokratie –
Konzeption der neuen Dauerausstellung im DDR-Museum Pforzheim
Das DDR-Museum Pforzheim existiert seit 1998 und ist aus einer Privatsammlung
von Klaus Knabe (1939-2012) hervorgegangen. Bisher wird es ehrenamtlich getragen. Als das einzige seiner Art in den alten Bundesländern hat es eine besondere
Bedeutung für die Erinnerung an das geteilte Deutschland und an das Leben in der
SED-Diktatur. Besonders im Südwesten Deutschlands, wo geografisch und mental
eine große Distanz zum Geschehen hinter dem Eisernen Vorhang herrschte, birgt
dieser Ort die Chance, die Geschichte der beiden deutschen Staaten als gesamtdeutsche Geschichte in Erinnerung zu rufen.
Zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung
Deutschlands am 3. Oktober 2015 wird eine
neue Dauerausstellung im DDRMuseum Pforzheim die Geschichte
der DDR besonders für Jugendliche
und erfahrbar machen. Nicht eine enzyklopädische Darstellung der gesamtdeutschen
Geschichte ist unser Ziel – eine internetaffine Generation weiß dies heute online nachzulesen. Es soll ein emotionaler Zugang geschaffen werden zu einem Gesellschaftssystem, das Menschen zu einem uniformierten Denken zwang, Menschenrechte und
Rechtsstaatlichkeit mit Füßen trat und die persönliche Freiheit des Einzelnen missachtete.
Als Alleinstellungsmerkmal und lokaler Ankerpunkt steht das Thema „Ankommen im
Westen“. Biographien von Flüchtlingen, Ausgewiesenen und aus der DDR-Haft Freigekauften, die ihren Weg in die Region gefunden haben, ermöglichen mittels Exponate, Fotos wie auch Videos und Zeitzeugenführungen den Besuchenden einen emotionalen und selbstreflexiven Zugang zur gesamtdeutschen Geschichte.
Die Entwicklung der neuen Ausstellungskonzeption wurde gefördert von
Kontakt:
Stiftung DDR-Museum Pforzheim – Lernort Demokratie
Florentine Schmidtmann
Hagenschießstr. 9, 75175 Pforzheim
Tel.: 07231-4243340
E-Mail: fschmidtmann@pforzheim.ddr.museum
www.pforzheim-ddr-museum.de, www.lernort-demokratie.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Opposition und Widerstand – Bausoldaten in Prora 1964-1989/90“
Ein Ausstellungsprojekt des PRORA-ZENTRUMs
Prora war zu DDR-Zeiten ein großer Militärstandort der Nationalen Volksarmee
(NVA), an dem von 1956 bis 1992 unterschiedliche Einheiten stationiert waren. Dazu gehörten auch die Bausoldaten, die Waffendienstverweigerer der DDR, die heute
mit zu den Wegbereitern der Friedlichen Revolution 1989 zählen.
Das PRORA-ZENTRUM hat in den letzten Jahren verstärkt zu den Bausoldaten geforscht und Zeitzeugen interviewt. Die jeweiligen Ergebnisse sind in die mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung 2013/14 erstellte Ausstellung „Opposition
und Widerstand — Bausoldaten in Prora 1964-1989/90“ eingeflossen.
In neun Kapiteln, unterstützt durch
Vertiefungsebenen sowie Hör- und Videostationen mit Zeitzeugenaussagen,
zeichnet die Ausstellung die Entwicklungsgeschichte der Waffendienstverweigerer in der DDR exemplarisch am
Standort Prora nach und erläutert, weshalb ein Großteil der Bausoldaten zu
Wegbereitern der Friedlichen Revolution
1989 wurden.
Das PRORA-ZENTRUM hat die Ausstellung anlässlich des 50. Jahrestages der
Aufstellung von Baueinheiten im Sommer 2014 eröffnet. Zur Zeit ist die Präsentation als Wanderausstellung verliehen, um auch über Prora hinaus ein breites Publikum anzusprechen und über die Bausoldaten zu informieren.
Zusätzlich zur Ausstellung wurden im August 2014 gemeinsam mit dem Förderkreis
Bausoldaten Prora e.V. und mit Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung in
Prora zwei erste „Zeitsplitter“ der neuen Außenausstellung zur DDR-Geschichte Proras installiert. „Zeitsplitter“ sind markante Punkte auf dem Gelände, die an die militärische Nutzungsphase Proras zu DDR-Zeiten erinnern sollen, um damit die Authentizität des Ortes im Hinblick auf die doppelte Geschichte zu unterstreichen.
Weitere „Zeitsplitter“ sollen folgen.
Kontakt:
PRORA-ZENTRUM Bildung-DokumentationForschung
Mukraner Str. 12, bei der Jugendherberge
18609 Prora
Tel: 038393–127921
E-Mail: info@prora-zentrum.de
www.prora-zentrum.de
www.facebook.com/prora-zentrum
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GESCHICHTSMESSE 2015
Lernort ehemalige Stasi-Zentrale —
Das Bildungspotential eines historischen Ortes
In Berlin-Lichtenberg befand sich bis 1990 das Ministerium für Staatssicherheit
(MfS). Von hier aus wurden Kontrolle und Repression gegen die Bevölkerung der
DDR organisiert. Hier saß Minister Erich Mielke und hier befanden sich die wichtigsten Hauptabteilungen der Geheimpolizei. Mit dem zentralen Archiv hatte die Stasi an
diesem Ort auch ihr „Gedächtnis“. Am 15. Januar 1990 brachten Bürgerinnen und
Bürger das Zentrum des Repressionsapparats unter ihre Kontrolle und legten so die
Grundlage für die Öffnung der Akten. Mit der Besetzung war der Prozess der MfSAuflösung, der in den Bezirken der DDR begonnen hatte, unumkehrbar geworden.
25 Jahre danach haben auf dem Gelände das Zentralarchiv der StasiUnterlagen-Behörde und das „Stasi
Museum“ ihren Sitz. Das StasiUnterlagen-Archiv ist der weltweit
größte zusammenhängende Archivbestand einer Geheimpolizei, der vor
der Vernichtung bewahrt wurde. In
„Haus 1“, dem früheren Dienstsitz
Erich Mielkes, präsentieren der Bundesbeauftragte für die StasiUnterlagen und der Verein ASTAK e.
V. gemeinsam die neue Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SEDDiktatur“.
Foto: Werner Huthmacher
Das Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde bietet am historischen Ort Schülerprojekttage an, die ein ausdifferenziertes methodisches Potential nutzen können.
Schülerinnen und Schüler können das Stasi-Gelände erkunden, Archivrundgänge machen oder mit der Ausstellung „DDR-Staatssicherheit in der SED-Diktatur“ arbeiten.
Archiv- und museumspädagogische Angebote können so miteinander verbunden
werden. Die berechtigte Schülerfrage, was das Thema „Stasi“ mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu tun hat, ist Ausgangspunkt für alle Angebote. Welches Potential
bietet der Lernort „Stasi-Zentrale“ für die historisch-politische Bildungsarbeit? Welche Perspektiven werden hier entwickelt? Dies soll in dem Sektionsbeitrag vorgestellt
und diskutiert werden.
Kontakt:
Dr. Axel Janowitz
Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin
Postanschrift: 10106 Berlin
Tel.: 030-2324-8834
E-Mail: bildung@bstu.bund.de
www.bstu.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Berliner Unterwelten e.V.
Gesellschaft zur Erforschung und Dokumentation unterirdischer Bauten
Die Geschichte des Berliner Untergrunds erforschen und erlebbar machen – dieses
Ziel setzten sich vor 17 Jahren die Vereinsgründer. Zu diesem Themenkomplex zählen auch die unterirdischen Fluchten von Berlin. Von unseren heute rund 470 Mitgliedern ist allein jeder zehnte ehrenamtlich in einer Arbeitsgruppe aktiv, die sich mit
jenem Aspekt der Berliner Mauer befasst. Archivrecherchen und Gespräche mit Zeitzeugen bringen stetig neue Erkenntnisse, die in Fachpublikationen unserer hauseigenen Edition oder in unserem Vereinsmagazin „Schattenwelt“ vorgestellt werden.
Besucher der „Tour M – Mauerdurchbrüche“ erfahren, wie die Berliner Mauer 1961
Familien trennte und Freundschaften zerriss. Sie hören, wie aus angehenden Juristen, Medizinern und Ingenieuren Fluchthelfer wurden, die Freunden und Fremden
durch Abwasserrohre, U-Bahnschächte oder selbstgegrabene Tunnel in die Freiheit
verhalfen. Zeitzeugen geben persönliche Einblicke in ihre Erlebnisse und haben uns
geholfen, in unseren Räumlichkeiten an der Brunnenstraße originalgetreue Modelle
ihrer Fluchttunnel nachzubauen. Wichtigstes Projekt der nächsten Monate ist hier der
Bau eines 30 Meter langen Besuchertunnels. Dabei soll auch der wohl letzte erhaltene Fluchttunnel in der Bernauer Straße von 1970/71 freigelegt und den Besuchern
sichtbar gemacht werden.
Wer die Geschichte der Betroffenen des Mauerbaus unabhängig erkunden möchte,
kann auf unserem Audioweg wichtige Schauplätze kennen lernen oder diese Informationen per CD als Hörbuch mit nach Hause nehmen. In unseren Vereinsräumen
fanden zudem wechselnde Sonderveranstaltungen zur Thematik statt, darunter das
erfolgreiche Theaterstück „Im Tunnel“.
Auf sieben vom Verein gestifteten öffentlichen Informations- oder Gedenktafeln erinnern wir an die Maueropfer und/oder an Ereignisse, die im Zusammenhang mit unterirdischen Fluchten nach West-Berlin stehen. Unterirdische Orte des Erinnerns –
der Berliner Unterwelten e.V. stellt 2015 in Suhl seine Projekte zur Berliner Mauer
vor.
Kontakt:
Berliner Unterwelten e.V.
Dietmar Arnold und Hans-Michael Schulze
Brunnenstraße 105
13355 Berlin
E-Mail: arnold@berliner-unterwelten.de
www.berliner-unterwelten.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Das war schon krass damals“
Benachteiligte Jugendliche erforschen die Geschichte eines Jugendwerkhofes
In einem kleinen Ort Brandenburgs befindet sich heute im (inzwischen sanierten) Gebäude eines ehemaligen Jugendwerkhofes ein Jugendheim mit einem Lernprojekt für
schulverweigernde Jugendliche. Diese sollten angeregt werden, sich mit der Geschichte ihres Hauses auseinanderzusetzen.
So entstand ein medienpädagogisch begleitetes Videoprojekt über das frühere Leben
im Heim. Die Jugendlichen interviewten dabei eine ehemalige Bewohnerin des damals geschlossenen Heimes sowie Mitarbeiter, die heute noch dort tätig sind. Sie besuchten zeitgeschichtliche Einrichtungen, erlernten die Videotechnik und schufen einen halbstündigen Film. Dabei setzten sie sich nicht nur mit der Vergangenheit der
Einrichtung, sondern auch mit ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Zielen auseinander.
Bei der Projektpräsentation werden Rahmenbedingungen, Methoden und Schwierigkeiten der Geschichtsarbeit mit benachteiligten Jugendlichen am Beispiel dieses Videoprojekts vorgestellt und ein Filmausschnitt gezeigt.
Kontakt:
Sandra Brenner
Koordinatorin der Beratungsstelle Zeitwerk beim Landesjugendring Brandenburg e.V.
E-Mail: sandra.brenner@ljr-brandenburg.de
Silvana Hilliger
Referentin der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen
der kommunistischen Diktatur
E-Mail: silvana.hilliger@lakd.brandenburg.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Aufarbeitung international
Die „Lost-Generation-App“
Die „Lost-Generation-App“ ist ein Projekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, welches sich mit der „verlorenen Generation“ beschäftigt, die den Ersten
Weltkrieg erlebte. Zwischen den jungen Menschen von damals und heute liegen 100
Jahre. Mit der App soll versucht werden, eine Brücke zwischen den beiden Generationen zu schlagen und Jugendliche von heute für das Thema zu sensibilisieren.
Anhand von fünf so genannten Avataren können Jugendliche erfahren, wie die Menschen den Ersten Weltkrieg erlebt haben. Die Personen und Lebensabschnitte, welche vorgestellt werden, beruhen auf realen Biographien, die durch Fotos und Briefe
aus dem Leben der Figuren authentischer werden. Die ausgewählten Personen haben sehr verschiedene Lebenshintergründe und erleben den Ersten Weltkrieg in unterschiedlichen Bereichen an Ost-, West- oder Heimatfront.
Darüber hinaus stehen umfangreiche Hintergrundinformationen zur Verfügung. Verschiedene Infoclips informieren über besondere Themen wie etwa „Kriegsbeginn“
oder „Heimatfront“, welche durch weitere Bilder und Textinformationen ergänzt werden. Weiterhin bietet eine Europakarte Möglichkeiten zur geografischen Orientierung
und macht die europäische Dimension des Ersten Weltkrieges deutlich.
Abgerundet wird das Angebot durch eine „Zeitleiste“, die die wichtigsten Ereignisse
des Ersten Weltkrieges übersichtlich und chronologisch darstellt. Darüber hinaus gibt
es zur App Begleitmaterial, welches den Einsatz im Unterricht unterstützen kann.
Die App ist besonders für Jugendliche entwickelt worden und kostenlos als Version
für Smartphones und Tablets erhältlich, was sie auch für die Verwendung im Unterricht interessant macht. Dank der multimedialen Präsentation auf vor allem bei jungen Menschen sehr beliebten Smartphones und/oder Tablets, kann mit ihr ein spannender und abwechslungsreicher Unterricht gestaltet werden.
www.lost-generation.eu
Kontakt:
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Landesverband Thüringen
Henrik Hug und Sebastian Fehnl
Bahnhofstrasse 4 a
99084 Erfurt
Tel.: 0361-644 21 75
E-Mail: henrik.hug@volksbund.de
www.volksbund.de
19
GESCHICHTSMESSE 2015
„Widerstand in der Zivilgesellschaft damals und heute" —
Schüler/innen aus Israel und Deutschland gedenken gemeinsam des Widerstands während der Shoah
Das Ziel des Schüleraustauschs ist, dass die Schüler/innen gemeinsam eine Art
grenzen- und kulturübergreifende Form des zivilgesellschaftlichen Widerstands in
einer parlamentarischen Demokratie erarbeiten und darüber öffentlichkeitswirksam
in der Fußgängerzone informieren. In Israel wurden schon der jüdische Widerstand
und der deutsche Widerstand während des Nationalsozialismus erarbeitet. Das gemeinsame Holocaust-Gedenken spielte hierbei eine verbindende Rolle.
Während des Schüleraustausches (Besuch in Netanya, Israel, August 2013) wurde
insbesondere in der Einrichtung „Massuah" mit Zeitzeugen des Holocausts gesprochen und das Thema „Widerstand" aus jüdisch-historischer Perspektive erarbeitet.
Hieran schloss sich ein Workshop zu Personen an, die im Deutschen Reich während
des Nationalsozialismus Widerstand leisteten. In einem nächsten Workshop-Schritt
definierten die Schüler/innen, was für sie der Begriff Widerstand bedeutet und erstellten aus selbstmitgebrachten „Widerstandssymbolen" eine gemeinsame Collage.
In Deutschland (Besuch in
Gießen März 2014) wurde
über die deutsche und aktuelle Perspektive zum Thema
Widerstand gearbeitet. Hier
spielten der Ausflug zum Hessischen Landtag zum Thema
„Widerstandsmöglichkeiten in
einer parlamentarischen Demokratie" und zur Wewelsburg eine wichtige Rolle. Im
Anschluss daran berichteten
Zeitzeugen des Widerstandes
der DDR über ihre Erfahrungen. Hieraus entwickelten sich für die Schüler/innen im Abschluss-Workshop sehr
interessante Gespräche und Projektergebnisse (Poster/Plakate) sowie VideoInterviews. Das Thema „Widerstand in der Zivilgesellschaft damals und heute" wurde mehrperspektivisch und bilingual erarbeitet.
Projektergebnisse:
• Video-DVD
• Schul-Homepages: http://www.rhs-giessen.de/content/content_projekte/
int_israel.html
• Facebook-Seite: http://www.facebook.com/BejgeleFriends?ref=ts&fref=ts
• Begleitende Zeitungsberichte
Kontakt:
Ricarda-Huch-Schule
Sebastian Popović
Dammstr. 26
35390 Gießen
Tel.: 0641-306-3191
E-Mail: Sebastian.popovic@rhs-giessen.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
1945 – Das östliche Europa nach der Stunde Null
Das Ende des Zweiten Weltkriegs steht für einen der nachhaltigsten Einschnitte in der
neueren europäischen Geschichte. Die den Kriegsgräuel und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft folgende politische Ordnung baute ihrerseits auf millionenfachem Unrecht durch erzwungene Umsiedlung und auf dem Terror der stalinistischen
Diktatur auf – der Frieden ließ sich bald nur noch durch die Balance gegenseitiger Abschreckung wahren. Mit dem Jahresthema will das Kulturforum auf verschiedene direkte Folgen des Kriegsendes eingehen.
So erfuhr eine breitere Öffentlichkeit erst Anfang des neuen Jahrtausends von der
Tragödie der „Wolfskinder“ – der Kinder in Ostpreußen, die bei der Flucht, Deportation oder Ermordung ihrer Familienangehörigen zurückgeblieben waren. Auf der Suche
nach Essbarem gerieten sie an litauische Bauern, die in Ostpreußen Lebensmittel verkauften, und folgten ihnen als Arbeitskräfte nach Litauen. Dort mussten sie wegen
der sowjetischen Besatzung ihre Identität ablegen. Sie wurden zu Litauern, blieben
hinter dem Eisernen Vorhang zurück und lebten vom Erarbeiteten; Schulbildung war
ihnen verwehrt, viele können bis heute nicht lesen und schreiben.
Wenig bekannt ist auch, dass 1945 polnische Juden nach Schlesien und Pommern kamen, um sich in den von den Deutschen verlassenen Regionen anzusiedeln. Das war
einfacher als in Zentralpolen, wo der jüdische Besitz meist schon in polnischer Hand
war. Die diesem Zuzug anfangs aufgeschlossene polnische Regierung nahm mit Übernahme des Konzepts eines ethnisch homogenen Polen den Neusiedlern gegenüber
bald eine feindselige Haltung ein; allein bis 1947 verließen 120.000 Juden das Land
wieder.
Die Journalistin Sonya Winterberg hat Zeitzeugen besucht
und ihre Geschichten aufgeschrieben; das Buch ist 2012
erschienen.
Kontakt:
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Ariane Afsari
Berliner Straße 135
14467 Potsdam
Tel.: 0331-200980
E-Mail: afsari@kulturforum.info
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GESCHICHTSMESSE 2015
Schleswig-Holstein, Dänemark und die DDR
Als Ostseeanrainerstaat hat Dänemark seine eigene Geschichte mit der DDR. Diese
reicht vom kulturellen Austausch (z.B. Ostseewoche, Rostock) beider Länder bis hin
zum Fluchtziel (über die Ostsee) auswanderungswilliger DDR-Bürger. Die Geschichte
Schleswig-Holsteins ist fest mit der deutsch-deutschen Grenze beider Staaten verwoben. Vor allem die strategisch wichtige Lage der Region (kulturell, diplomatisch und
vor allem militärisch) verbindet Dänemark, Schleswig-Holstein und die DDR und bietet viele Anknüpfungspunkte, die wichtige Beiträge bei der Aufarbeitung dieses Kapitels der deutschen und europäischen Geschichte leisten können.
Wir begreifen die Epoche zwischen dem Zweiten Weltkrieg
und dem Fall der Mauer als vielschichtiges europäisches Problem mit vielen regionalen
Brennpunkten. Als Bildungsstätte mit dem Schwerpunkt der
Jugendbildung will der Internationale Bildungsstätte Jugendhof
Scheersberg dazu beitragen, die
Themen in ihrer regionalen
Wahrnehmung in der schulischen und außerschulischen Bildung weiter zu entwickeln.
Hauptaugenmerk legen wir auf die Zusammenarbeit mit Schulen in unserer Region.
Innerhalb der vergangenen Projektlaufzeit sind bereits Seminare und Kooperationen
mit Schulen entwickelt und durchgeführt worden. Dazu zählen die ästhetische Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte, Zeitzeugengespräche, Informationsfahrten nach
Berlin und die Begleitung von Ausstellungen sowie Unterrichtsmaterial. Wir haben
unser Profil dahingehend geschärft, durch Seminare und Kooperationen konzentriert
zum Thema zu arbeiten und so die Schülerinnen und Schüler zu erreichen.
Langfristig versuchen wir regionale DDR-Geschichte auch an den Universitäten in der
Lehrerausbildung zu verankern. Ein erster Schritt dorthin ist die momentane Ausarbeitung eines Sammelbandes. Der Arbeitstitel lautet „Grenzen überwinden – Schleswig-Holstein, Dänemark und die DDR“. Unser Projekt schafft damit einen erheblichen
Beitrag, dieses Thema nachhaltig in unserer Region zu verankern.
Das Projekt wird gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Kontakt:
Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg
Elmar Moldenhauer und Aaron Jessen
Schleswig-Holstein, Dänemark und die DDR—
Eine europäische Grenzregion im Kontext der deutsch-deutschen Teilung.
Tel.: 04632-8480-28
E-Mail: moldenhauer@scheersberg.de
www.scheersberg.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Deutsch-Polnisches Jugendwerk:
25 Jahre politischer Wandel in Polen und Deutschland
Wer sich mit deutsch-polnischem Jugendaustausch beschäftigt, kommt an der gemeinsamen Geschichte beider Länder nicht vorbei. 25 Jahre nach dem politischen
Wandel in Polen und Deutschland rückt die jüngste gemeinsame Geschichte auch
verstärkt in den Blickpunkt des Deutsch-Polnischen Jugendwerks. Denn der Mauerfall
in Deutschland ist ohne Solidarność und ohne den Runden Tisch in Polen und die ersten freien Wahlen nicht denkbar. Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) hat im
Gedenkjahr 2014 gleich mit mehreren Projekten und Fortbildungen zum Thema 25
Jahre politischer Wandel in Polen und Deutschland gezeigt, auf welch unterschiedliche Weise sich junge Menschen mit dem Thema auseinandersetzen können.
Junge Deutsche und Polen machten
sich Gedanken über Freiheit und Solidarität und komponierten ihren eigenen deutsch-polnischen Rap-Song.
Eine Gruppe Jugendlicher aus
Deutschland, Polen und Tschechien
beschäftigte sich in Danzig mit der
„Baustelle Demokratie“ und diskutierte mit dem Bundespräsidenten und
dem polnischen Präsidenten darüber.
An 240 Schulen und Einrichtungen in
Deutschland und Polen organisierten
Jugendliche ihren „Dzien Wolności.de
Tag der Freiheit.pl“. Für Lehrer/innen, die sich mit den Schüler/-innen während einer deutsch-polnischen Jugendbegegnungen dem Thema widmen wollen, ist der Praxis-Workshop „Es begann mit Solidarność“ gedacht, bei dem es Anregungen und Methoden gibt, wie die Kids aus Spurensuche gehen können oder wie man mit Zeitzeugen arbeitet. Weitere Anregungen
für Organisator/-innen von deutsch-polnischen Jugendbegegnungen bietet das zweisprachige Magazin „ INFO“ des DPJW.
Kontakt:
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Magdalena Zatylna, Anke Papenbrock
Friedhofsgasse 2
14473 Potsdam
Tel.: 0331-28479-0
Polsko-Niemiecka Wpółpraca Młodzieży
Piotr Kwiatkowski
ul. Alzacka 18
03-972 Warszawa
Tel.: 048-22-51889-10
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GESCHICHTSMESSE 2015
Lebenswelten im geteilten Deutschland
„Stasi. Was war das?“
Die Poster-Ausstellung der Stasi-Unterlagen-Behörde für Schulen
Aus der Geschichte der DDR ist die Stasi nicht wegzudenken – im Schulunterricht
fehlt mitunter aber die Zeit, DDR und Stasi ausführlich darzustellen. Die DDR selbst
wird zum Teil nur am Rande thematisiert. Verklärungen, die DDR sei „ohne Stasi eigentlich ein ganz gutes System gewesen“, oder familiäre Überlieferungen, in denen
die Stasi mitunter nicht vorkommt, können dadurch ein Bild vom Leben in der DDR
transportieren, das zu einseitig ist.
Die Poster-Ausstellung „Stasi. Was war das?“ will Lehrerinnen und Lehrer ab Klassenstufe 10 bei der Vermittlung des Themasch anschauliches und griffiges Material unterstützen. Orientiert an Lehrplaninhalten aus dem ganzen Bundesgebiet erläutern
wir auf 13 farbigen Themenpostern Bereiche des Alltagslebens der DDR wie Sport,
Kunst, Bildung, Urlaub oder Wirtschaft, außerdem die zentralen Ereignisse des Aufstands am 17. Juni 1953, des Mauerbaus und der Friedlichen Revolution. Bei allen
Themen und auf allen Postern zeigen wir, inwiefern die Stasi in diesem Bereich oder
bei diesem Ereignis eine Rolle spielte. Die
Stasi – so das Fazit, das sich dem Betrachter zeigt – war in noch so harmlosem Zusammenhang wie etwa „Urlaub“ präsent.
Zu den Postern gibt es Arbeitsbögen mit
Fragen zu den Abbildungen und Texten der
Poster und vertiefende Arbeitsblätter mit
Dokumenten aus dem Stasi-UnterlagenArchiv sowie anderen Quellen zum Thema.
Die Poster und die Materialien werden in
der Sektion vorgestellt und Möglichkeiten,
mit der Ausstellung und den Arbeitsmaterialien im Unterricht oder schulischen Kontext zu arbeiten, erläutert.
Kontakt:
Bettina Altendorf
Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin
Postanschrift: 10106 Berlin
Tel.: 030-2324-8834
E-Mail: bildung@bstu.bund.de
www.bstu.de
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Foto: BStU
GESCHICHTSMESSE 2015
Der Abiturjahrgang 1961— Lebenswelten in Ost und West im geteilten und
wiedervereinigten Deutschland
Ziel des Projekts des Berliner Geschichtsvereins Nord-Ost e.V. und des Museums
Pankow Berlin ist die Realisierung einer biografischen Ausstellung über den Abiturjahrgang 1961 der Käthe-Kollwitz-Oberschule in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Biografien spiegeln auf besondere Weise den mehrfachen gesellschaftlichen Epochenwechsel mit den Zäsuren der Jahre 1949, 1961 und 1989. Sie stehen im Kontext der historischen Brüche und Wendungen und verknüpfen persönliche Erfahrungen mit konkreten zeithistorischen Ereignissen und Lebensbedingungen. Die Biografien zeigen
klar, dass knapp 25 Jahre nach dem Mauerfall die Wirkungen des politischen Systems der DDR in der Gesellschaft des wiedervereinigen Deutschlands spürbar vorhanden sind.
Die Ausstellung wird unter Beteiligung einer zehnten Klasse der Käthe-KollwitzOberschule realisiert. In einer Projektwoche im November 2014 hatten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen die Aufgabe, sich gemeinsam mit den Protagonisten
des Abiturjahrgangs 1961 an historischen Orten, Ausstellungen und Museen mit den
Lebenswelten in Ost und West zwischen 1961 und heute auseinanderzusetzen. Die
Schülerinnen und Schüler fassten das Erlebte, Gelernte und Erfahrene selbst in Sprache, Schrift, Ton oder Bild und erstellten Filme, die am Ende der Projektwoche präsentiert wurden.
Die Auseinandersetzung der
Schüler mit den Abiturienten
von 1961 wurde dokumentiert
und ist neben den Vorarbeiten
der Schülerinnen und Schüler
ein Teil der Ausstellung. Die
Schau, die 2015 eröffnet werden soll, zielt damit auf eine
intergenerative Vermittlung
von Inhalten und ist insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene gut geeignet.
Kontakt:
Bettina Tacke, Bernt Roder
Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V.
Schivelbeiner Str. 35
10439 Berlin
E-Mail: bkrau@gmx.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
King-Code. Auf Spurensuche Martin Luther Kings
„King-Code. Martin Luther King: Auf Spurensuche 2013-2014" ist ein ungewöhnliches
Geschichtsprojekt, das zum Nachdenken anregen, Grenzen überwinden und Brücken
bauen will. Im Juni 2013 startete wir als schulübergreifendes Bildungsprojekt der
Ernst-Reuter-Oberschule (Berlin-Wedding) und des Rosa-Luxemburg-Gymnasiums
(Berlin-Pankow), in Kooperation mit dem GJW Berlin-Brandenburg. Langfristig ist eine Schülerfirma im Touristikbereich geplant.
Dass Martin Luther King jr. 1964 in Berlin war, und seine Worte auch die Friedliche
Revolution beeinflussten, taucht in deutschen Schulbüchern nicht auf. Daher begaben sich die beiden Schülergruppen auf Spurensuche, recherchierten in Archiven,
trafen und interviewten Zeitzeugen und setzten sich mit dem Leben und Wirken Dr.
Kings aktiv auseinander. Es ging u.a. Möglichkeiten der politischen Partizipation, den
Voraussetzungen für eine rassismuskritische, diskriminierungsfreie, inklusive und
Teilhaben lassende Gesellschaft und der eigenen Verortung in Berlin, in Deutschland,
der Welt. Rassismuskritische Workshops, Diskussionen und Theaterspiel ergänzten
das Projekt. Über die Arbeit der Schüler_innen entstand eine TV-Dokumentation, die
auch als DVD erhältlich ist.
Die umfangreichen Rechercheergebnisse wurden in einer Wanderausstellung festgehalten, die
Schulen und Gemeinden seit
März 2014 ausleihen können. Die
Qualität der Arbeit haben nicht
nur Bundespräsenten Joachim
Gauck oder den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit beeindruckt, sondern stießen auch bei Weggefährten Kings
wie Bernhard LaFayette in den
USA auf positives Echo.
Derzeit erfolgt die Realisierung des virtuellen Stadtrundgangs zum King-Besuch 1964
über QR-Codes. Im Oktober starteten die ersten geführten King-Stadttouren (zu Fuß
bzw. Rad) für Touristen und Schülergruppen.
Kontakt:
King-Code
c/o Gemeindejugendwerk Berlin-Brandenburg
Möllendorffstr. 53
10367 Berlin
Daniel Schmöcker und Saraya Gomis
E-Mails: schmoecker@king-code.de, gomis@king-code.de
www.king-code.de
https://www.facebook.com/pages/Martin-Luther-King-Auf-Spurensuche-Dr-Kings2013-2014/491740770913044?fref=ts
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Internationale Solidarität oder Propaganda?
Ausländische Studierende in der DDR. Fallbeispiele aus Leipzig und Halle“
Internationale Studierende sind ein kaum erforschtes und in der Geschichtswissenschaft sich nur langsam entwickelndes Feld. Das trifft umso mehr auf ausländische
Studierende in der DDR zu, über die kaum etwas bekannt ist. Im Gegensatz zum
brain gain, das heute als Hauptanreiz für Staaten gilt, ausländische Studierende anzuwerben, hatte die DDR das Thema des „Ausländerstudiums“ von Anfang in ihre außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Interessen eingeordnet.
Obwohl diese Studierenden einen völlig anderen Status besaßen als die Gastarbeiter,
die ein deutlich intensiver erforschtes Thema in der DDR darstellen, scheint ihre Situation der der Gastarbeiter sehr zu ähneln. Warum also wurden ausländische Studierende behandelt wie Gastarbeiter? Was war das Ausmaß ihrer Isolation/Integration?
Wie veränderte sich die Situation vom Beginn des Ausländerstudiums 1951 bis 1989?
Hatte die Anwesenheit der Studierenden auch Auswirkungen auf die DDRGesellschaft? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich in meiner Abschlussarbeit
die Außenpolitik der DDR untersucht, die Wohnsituation der internationalen Studierenden am Beispiel der Städte Leipzig und Halle, ihre Präsenz in den Innenstädten
und die Kontaktzonen mit der Gastgesellschaft.
Kontakt:
Viola Müller
Leiden University (Niederlande)
MA History (research): Migration and Global Interdependence
E-Mail: viola_mueller@hotmail.com
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GESCHICHTSMESSE 2015
Mein Studium in der DDR —
Eine Dokumentation entsteht
Persönliche und damit subjektive Erfahrungsberichte von Studierenden und auch
Lehrenden sollen dazu beitragen, für die jüngeren Generationen die Studienbedingungen im real existierenden Sozialismus greifbar zu machen und sie zur kritischen
Auseinandersetzung mit diesem Thema anzuregen. Wir behandeln das Thema anhand von Erfahrungsberichten von Absolventen der Universität in Dresden – aber
auch von anderen Bildungsträgern der ehemaligen DDR. Wissenschaftliche Ausarbeitungen dazu gibt es bereits, finden jedoch kaum Zugang zu den jüngeren Mitbürgern mit weniger ausgeprägtem Geschichtsinteresse. Verschiedene persönliche Erlebnisse scheinen besser dazu geeignet, Geschichtsklitterungen und Nostalgiebestrebungen entgegenzuwirken.
Damit soll auch der Kritik entsprochen
werden, die in den vorangegangenen
Tagungen an der TU Dresden geäußert
wurde: „Hier wird immer nur über die
großen Fälle gesprochen und nicht
über die alltäglichen kleinen Repressionen, denen wir ausgesetzt waren …“
Welches waren die solcherart prägenden Erlebnisse im Studienalltag? Wie
sind diese so genannten kleinen Repressionen im zeitgeschichtlichen Kontext zu sehen? Dabei wird eine ausgewogene Sichtweise in den Beiträgen
angestrebt – nicht alle waren gegen
das kaderpolitisch geprägte Bildungssystem in der DDR.
Es ist an Beiträge im Umfang von jeweils drei DIN A4-Seiten mit Kurzbiografie und
Lichtbild des Autors gedacht. Die Beiträge sollen ergänzend durch einen Historiker
kommentiert werden. Die Dokumentation soll für Öffentlichkeitsarbeit in Schulen
und anderen Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.
Das Vorhaben wird 2015 von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert und unterstützt durch den Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Lutz
Rathenow sowie den Sächsischen Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler.
Kontakt:
Stiftung Leben und Arbeit
Dr.-Ing.Rainer Jork und Günter Knoblauch
Nossener Str. 4
01723 Wilsdruff
Tel.: 0351-8307107 und 089-7556206
E-Mail: rainer.jork@web.de und g.knoblauch@knobi-muc.de;
www.knobi-muc.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Flucht und Grenzen in der Bildungsarbeit
„Grenzgeschichten – crossing borders” –
bundesweites Bildungsprojekt der Stiftung Zuhören und der Bayerischen
Sparkassenstiftung
Schüler und Studenten erproben gemeinsam mit Journalisten, Künstlern, Filmemachern, Museumsexperten und Zeitzeugen das ortsbasierte, crossmediale Storytelling
im Internet. Ihr Thema: Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen. So
arbeiteten Schüler mit dem Schriftsteller Reiner Kunze zusammen, recherchierten an
der ehemaligen Abhörstation am Hohen Bogen zum Kalten Krieg, entwickelten Storytellings für Grenzmuseen, verfilmten Lebensgeschichten Vertriebener und setzten
sich in Bayern und Tschechien mit Erinnerungsformen an NS-Verbrechen auseinander.
Die Jugendlichen veröffentlichen ihre Texte, Fotos, Videos und Audios selbst
auf www.grenzgeschichten.net. Dabei nutzen sie die besondere Erzählstruktur des
Storytellingportals: Die Geschichten werden an ihren unterschiedlichen Schauplätzen
erzählt und per Geokoordinaten auf der Landkarte verortet. Die Autoren und die Figuren, die in den Geschichten vorkommen, werden ebenfalls mit diesen Schauplätzen verbunden. So entsteht ein Beziehungsgeflecht aus Menschen, Orten und Geschichten. Mit dem Smartphone oder Tablet sind die Geschichten unterwegs, also
direkt an ihren Schauplätzen, abrufbar.
„Grenzgeschichten” ist außerdem ein Vernetzungsprojekt für Bildungseinrichtungen
und kulturelle Initiativen. Die Schulprojekte werden mit den Stifterhäusern der Stiftung Zuhören durchgeführt, das sind die meisten ARD-Anstalten und Landesmedienanstalten. Diese schicken Rundfunkprofis als Mediencoaches an die Schulen und Universitäten, die die Jugendlichen bei der Projektarbeit anleiten.
Nach der Projektvorstellung besteht am Ende des Workshops für Lehrer und Vertreter von Institutionen, die sich dafür interessieren, selbst an „Grenzgeschichten –
crossing borders“ teilzunehmen, die Möglichkeit, sich auszutauschen. Sie sind herzlich eingeladen zum Runden Tisch mit Birgit Echtler, Geschäftsführerin der Stiftung
Zuhören, Gundula Iblher, Projektleiterin bei der Stiftung Zuhören und Dr. Ingo Krüger, Geschäftsführender Vorstand der Bayerischen Sparkassenstiftung. Der Runde
Tisch bietet Gelegenheit, Näheres aus der Praxis zu erfahren und neue Kooperationen zu schmieden.
Kontakt:
Gundula Iblher und Dr. Ingo Krüger
Bayerischer Rundfunk
Rundfunkplatz 1
80335 München
Tel.: +089-590001
E-Mail: info@BR.de
www.BR.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„In der ganzen Stadt und um die ganze Stadt herum“ —
Filmische Spurensuche auf dem Berliner Mauerweg
Im Schuljahr 2013/14 nahm ein Geschichtskurs der Evangelischen Schule Neukölln
unter der Leitung von Annette Malur am Schülerwettbewerb „frei und mutig“ teil,
den die Schulstiftung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg aus Anlass des
25-jährigen Jubiläums des Mauerfalls gemeinsam mit der Bundesstiftung Aufarbeitung veranstaltete.
Da heutige Schüler die Mauer nie gesehen haben, sahen wir uns zuerst die ZDFReportage „Mauerfahrt“ aus dem Jahr 1986 an. Darin fährt Redakteur Werner Doyé
mit dem Fahrrad vom Reichstag aus nach Norden und folgt dem Verlauf der Mauer,
bis er wieder am Brandenburger Tor ankommt.
Wir sind anschließend ebenfalls auf die Fahrräder gestiegen, um uns anzusehen, wie
es heute, 25 Jahre nach dem Mauerfall, dort aussieht, wo einst die Mauer stand. Wir
sprachen mit Menschen, die wir vor Ort trafen und hielten diese Gespräche und unsere Eindrücke in einer fast einstündigen Reportage fest. Durch Zeitzeugen gelang
ein eigener Zugang zum Alltag mit der Mauer, durch das Abfahren der Strecke und
die Suche nach Überresten wurde die Mauer für die Schüler erfahrbar - so, wie es im
Film von 1986 am Ende heißt: „Man muss es gesehen haben, in der ganzen Stadt
und um die ganze Stadt herum.“
Bei der technischen Umsetzung (Dreh und Schnitt) half Werner Martin Doyé, ZDFRedakteur und Sohn des „Mauerfahrers“ von 1986. Vorbereitung und Durchführung
der Zeitzeugengespräche sowie Aufbau und Text der Reportage blieben jedoch den
Schülerinnen und Schülern überlassen. Sie erhielten für diesen Film den Sonderpreis
der Jury.
Kontakt:
Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Neukölln
Lehrerin: Annette Malur
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
E-Mail: annette@malur.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Theater- und medienpädagogischer Workshop „Risiko Freiheit“ –
Rekonstruktion einer Fluchthilfe in Form eines Fernsehfeatures
Begleitend zur aktuellen Sonderausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDRBürger 1961-1989“ bietet die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde einen
vierstündigen Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen an. Der Workshop lädt
die Jugendlichen ein, sich aktiv mit den der Ausstellung auseinanderzusetzen: Wer
sind diese Menschen, die anderen bei einer Flucht helfen und was sind ihre Motive?
Unter welchen politisch-gesellschaftlichen Bedingungen agieren sie? Wie wird ihr
Handeln in der Öffentlichkeit beurteilt?
Im Zentrum des Workshops steht die Produktion eines 45-minütigen Fernsehfeatures, das auf die Geschichte zweier Cousins im geteilten Deutschland 1973/74
fokussiert. Die Erzählung beginnt, als Robert (19) einen Brief erhält, in dem Theo
(17) ihn bittet, ihm bei seiner Flucht aus der DDR zu helfen. Die Schüler/innen entwickeln – begleitet von einem Regisseur, einer Schauspielerin und einer Historikerin –
sieben Spielszenen, die jeweils einen entscheidenden Moment in der Geschichte beleuchten: Theos Fluchtgründe, Roberts Fluchtvorbereitungen, Gefahren, Augenblicke
des Zweifels und Auswirkungen auf Freunde und Familie.
Die Produktion des Features erfolgt vor laufender Kamera. Die Rahmenhandlung folgt
einem Drehbuch und wird von einer Schauspielerin gespielt, an festgelegten Stellen
betreten die Schüler/innen mit ihren Szenen „die Bühne“. Nach der Spielphase beziehen die Jugendlichen Position: Wie bewerte ich Verhalten und Entscheidungen der
Protagonisten? Wie stehe ich zu aktuellen Fragen von Flucht und Fluchthilfe?
Der Workshop gibt den Schüler/innen
die Möglichkeit, Geschichte (und
„Lernen am historischen Ort“) anders
zu erleben. Spielerische Formen, die
nicht allein die kognitiven Fähigkeiten,
sondern auch Phantasie, Kreativität
und Empathie ansprechen, scheinen
besonders geeignet.
In der Präsentation werden der Entstehungsprozess des Workshops vorgestellt und das Ergebnis diskutiert. Was
waren die konzeptionellen und technischen Herausforderungen? Gelingt der
Foto: Stiftung Berliner Mauer, Gesa Simons
Brückenschlag zwischen historischem
Stoff und Lebenswirklichkeit der Jugendlichen? Wie müssen Bildungsangebote gestaltet sein, die Fragen, Erfahrungen und Interpretationen der Schüler/innen ernst nehmen? Der Workshop wurde gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur.
Kontakt:
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Kathrin Steinhausen
Marienfelder Allee 66-80, 12277 Berlin
Tel.: 030-75657394
E-Mail: steinhausen@stiftung-berliner-mauer.de
www.notaufnahmelager-berlin.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Within Our Walls and Beyond
A traveling photo exhibit and an educational dialogue on the Berlin Wall, and the
walls that persist in our global community.
The photo exhibit, Within My Walls and Beyond, focuses on the photographer’s and
her family’s transition from the East to West as East Germans from Berlin-Marzahn,
and the people of Transnistria who still live in a post-Soviet frozen conflict zone
between Moldova and Ukraine. After 7 years of work, the photo exhibit was first
opened on the 25th anniversary of the fall of the Berlin Wall in Geneva, Switzerland
with the generous support of the Permanent Mission of the Federal Republic of Germany to the United Nations and other International Organizations, and private donors.
As a part of this event, the photographer engaged the local community, young and
old, in a dialogue through an expressive arts workshop, a live East-German rock
concert, a story-circle on different perceptions of the Berlin Wall, and a meditation and prayer for the walls that persist to this day.
Going forward, Within Our Walls and
Beyond, aims to continue to nurture a
meaningful dialogue on the walls that
exist in our daily lives and our global
community through individual and collective story-telling in various educational
and social-settings.
Die Präsentation findet in Deutsch statt.
„Trabant“ — once a faithful companion of East
Berliners. (Berlin-Marzahn, 2009) Photo by Undine
Groeger
Contact details:
Undine Groeger
Geneva, Switzerland
Email: undine.groeger@gmail.com
www.undinegroeger.photography
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GESCHICHTSMESSE 2015
25 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit
Umweg Prag – Die Prager Botschaftsflüchtlinge 1989
Nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth
entwickelte sich unser Projekt in drei Etappen:
1. Gestaltung einer Zeitungsseite in der Freien Presse Zwickau über die Flüchtlingszüge am 30.9.2014.
2. Gemeinsame Präsentation mit Schülern des Gymnasiums Naila am 18.11.2014 in
der Gedenkstätte Berliner Mauer.
3. Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Schule im Dialog“
Rainer Eppelmann: Leben in der DDR und der Weg zum mündigen Bürger
(gefördert von Bundesstiftung Aufarbeitung und Konrad-Adenauer Stiftung)
Siegbert Schefke: Ein unangepasstes Leben in der DDR. Zeitzeugengespräch
mit dem „Kameramann der friedlichen Revolution“ (gefördert von KAS)
Dr. Wolfgang Welsch: Von Folter, Freikauf, Fluchthilfe, Freiheit. Exemplarischer
Bericht über Widerstand gegen den Unrechtsstaat DDR (gefördert von KAS).
Im Schuljahr 2013/2014 begannen sechs Schüler der Klasse 10 mit den Recherchen
zum Thema „Umweg Prag – die Prager Botschaftsflüchtlinge 1989“. Von Torsten
Kohlschein (Zwickauer Freie Presse) begleitet, erarbeiteten die Schüler eine Zeitungsseite zum Thema „Auf nach Prag und in den Westen“, die am 30. September
2014 erschien. Die Schwerpunkte lagen auf vier Themen: Chronik der Ereignisse, Alltag in der Prager Botschaft, 30. September und Hans-Dietrich Genschers Verkündung
der Ausreiseerlaubnis, Ankunft in Hof.
Im neuen Schuljahr (2014/2015) entstand eine Präsentation mit den gleichen
Schwerpunkten, die die Zwischenfälle entlang der Bahnstrecke einbezogen hat. Die
Schüler suchten Unterstützung bei Zeitzeugen. Einer von ihnen ist Georg Meusel, der
vor Ort, am Bogendreieck Ruppertsgrün/Steinpleis, die Ereignisse am 4. Oktober
1989 schilderte. Dabei erfuhren die Schüler von einer Besonderheit, die sich im Zuge
der Ereignisse ergeben hatte. Bereits im Oktober 1989 hatte der Kirchenvorstand eine Aussprache zwischen dem VPKA Werdau und den betroffenen Bürgen angeregt.
Nachdem der amtierende Leiter des Einsatzes Major Günther am 4. Oktober bereits
während einer Kundgebung am 4. Dezember 1989 das Wort ergriffen und die Bürger
um Entschuldigung gebeten hatte, kam am 15. März 1990 ein Dialog zwischen den
Sicherheitskräften und den Bürgern zustande.
Drei öffentliche Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Schule im Dialog“ rundeten
das Projekt zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution ab.
Kontakt:
Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Schüler/Innen der Klassenstufe 11: Jasmin Eberl, Anna Hendel, Laura Riß, Juliane
Stang, Tim Pflug, Laura Wetzel
Projektverantwortliche: Dorit Seichter
Lassallestraße 1
08058 Zwickau
Tel.: 0375-29 30 10
E-Mail: Seichter@kkg-zwickau.de
www.kkg-zwickau.de/index.php/schule-im-dialog/aktuelle-veranstaltungen
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GESCHICHTSMESSE 2015
Mit dem Smartphone durch die DDR? Das Mediaguide-Konzept der Gedenkund Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt
Die „Andreasstraße“ ist ein Erinnerungsort, der zwei scheinbar gegensätzliche Themen verbindet: Unterdrückung und Befreiung. Der Ort erinnert an die politischen
Häftlinge in Stasi-U-Haft und zugleich an die mutigen Menschen, die hier 1989 die
erste Besetzung einer Stasi-Bezirksverwaltung wagten. Mit der 2013 eröffneten Dauerausstellung „Haft, Diktatur, Revolution. Thüringen 1949-1989“ spricht die Gedenkund Bildungsstätte Besucherinnen und Besucher aller Generationen an, insbesondere
jedoch Schülerinnen und Schüler.
Zum 25. Jubiläum der Stasi-Besetzung stellte die Gedenkstätte nun einen elektronischen Besucherbegleiter vor, der vor allem für (erwachsene) Individualreisende gedacht ist. Er bietet spannende multimediale Ergänzungen zum klassischen Museumsrundgang sowie eine komplette Hausführung in englischer Sprache. Darüber hinaus
ermöglicht er dem Publikum den Schritt aus der Gedenkstätte hinaus an „Orte der
Friedlichen Revolution in Erfurt“. Der Untertitel dieses neu produzierten Mediaguidegestützten Stadtrundgangs lautet: „Vom ersten Friedensgebet bis zur ersten StasiBesetzung“.
Wie funktioniert der neue
elektronische Besucherbegleiter? Macht er museumspädagogisches Personal
überflüssig? Und wie zufrieden sind Nutzerinnen und
Nutzer? Darüber berichtet
der Leiter der
„Andreasstraße“, Dr. Jochen
Voit.
Kontakt:
Stiftung Ettersberg
Dr. Jochen Voit
Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Andreasstraße 37a
99084 Erfurt
Tel.: 0361-219212-12
E-Mail: voit@stiftung-ettersberg.de
www.stiftung-ettersberg.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Den Osten „erfahren“:
Ein Bildungsurlaub für MotorradfahrerInnen durch den deutschen Osten
überrascht mit spannenden Begegnungen
Anspruchsvolle Strecken, interessante Ziele im Osten Deutschlands und überraschende Begegnungen mit Zeitzeugen der deutschen Wiedervereinigung: Mit seinen
Studienfahrten für MotorradfahrerInnen hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB) in Dortmund den Nerv getroffen. 2004 als Testballon gestartet, haben sich die anerkannten Bildungsurlaube längst als Geheimtipp in der
Szene herumgesprochen. Auch im Spätsommer 2015 hat das IBB wieder drei Touren im Programm.
Erzgebirge und Sächsische Schweiz, Lausitz und Spreewald, Vorpommern und Rügen oder das Muldetal und der Oderbruch sind nur einige Ziele der erfolgreichen
Reihe „den Osten erfahren“. Von Montag bis Freitag steht die Erkundung und Erfahrung des Ostens im Mittelpunkt. Morgens, mittags und abends hat die Gruppe in
der Regel einstündige Touren zu bewältigen, die einen willkommenen Ausgleich
schaffen zu den Punkten des Bildungsprogramms mit Führungen, Begegnungen und
Diskussionen. „Im Laufe der Zeit ist es uns immer mehr gelungen, ein Netz von
Zeitzeugen zu gewinnen, die sich noch gut an die Zeit vor der Wende erinnern können und den Wandel selbst miterlebt oder gar mitgestaltet haben“, schildert Klaus
Nakielski. Der Bürgermeister von Pirna lässt es sich jedes Mal nicht nehmen, die
MotorradfahrerInnen persönlich zu empfangen. Andere Kommunen stellen gern
auch Stadtplaner und Umweltexperten für fachkundige Führungen ab.
Erfolgsgeschichten von ehemaligen Ost-Marken
und neuen Produktionsstandorten gehören ebenso zum Programm wie ein kritischer Blick auf die
Schattenseiten der Entwicklung: Die Abwicklung
von erhaltenswerten Unternehmen, die folgende
Arbeitslosigkeit, alte und neue Umweltsünden
und rechte Tendenzen. „In Ostdeutschland kann
man die politische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten 25 Jahre beobachten, Umweltund Klimaschutz an Beispielen diskutieren und
erfassen, wie sich die unterschiedlichen Systeme
ausgewirkt haben. Die Experten wecken ein tieferes Verständnis für die Denkweise Ostdeutschlands“, schildert Klaus Nakielski. „Ich habe noch
keinen Teilnehmer erlebt, der nicht am Ende ein
fundiertes Wissen über die Entwicklung des Ostens mitgenommen hat. “
Foto: Teilnehmer auf Tour, Klaus Nakielski
Kontakt:
IBB Internationales Bildungs- und Begegnungswerk e.V.
Klaus Nakielski
Bornstraße 66, 44145 Dortmund
Tel.: 0231 9520960
E-Mail: nakielski@ibb-d.de
www.ibb-d.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
GG 19 – ein guter Tag für die Demokratie!
Eine Veranstaltung für Schüler ab Klasse 9.
Wer hat heute schon seine Grundrechte wahrgenommen? Wozu sind sie eigentlich
da? Wie bestimmen sie unser tägliches Leben? Und warum ist es wichtig unsere
Grundrechte und die Demokratie zu schützen?
Der Projekttag GG 19 spricht junge Erwachsene an und öffnet Herz und Verstand
für unsere Grundrechte. Die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes werden verständlich, lebensnah und mitfühlend erlebbar gemacht. Dabei greift das Projekt aktuelle
Bezüge aus dem täglichen Leben auf. Der Projekttag stellt die scheinbar abstrakten
Artikel zusammen mit den Kurzfilmen für die SchülerInnen zeitgemäß, spannend
und praxisbezogen dar und lädt so ein zum Mitdenken und Mitdiskutieren.
Die Kurzfilme stammen aus einem der außergewöhnlichsten
deutschen Filmprojekte der letzten Jahre. Der Regisseur und
Produzent Harald Siebler stellte
sich dabei zusammen mit engagierten jungen Filmemachern
sowie namhaften Schauspielern
die Frage, wie es in Deutschland
um die Menschen- und Bürgerrechte steht. Daraus entstanden
sind 19 unterschiedliche Kurzfilme zu den Grundrechten.
In drei Blöcken á 90 Minuten führt ein erfahrener Moderator die Jugendlichen durch
die verschieden Artikel anhand von Kurzfilmen, Schülerpräsentationen, Plenumsdiskussionen und Stimmungsbildern. Im letzten Teil findet eine Diskussion mit lokalen Gästen wie z.B. Abgeordneten, dem Bürgermeister, Landräten, Richtern,
Zeitzeugen, Vertretern von Nichtregierungsorganisationen und anderen statt.
Die gesamte Veranstaltung dauert sechs Unterrichtsstunden und ist mobil einsetzbar. Die optimale Gruppengröße beträgt ca. 200 und 70 Personen. Die Schüler erleben die Grundrechte auf diese Weise spannend, theoretisch fundiert und in ihrer
alltäglichen Umsetzung. Schirmherrin: Frau Prof. Dr. Gesine Schwan.
Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Kontakt:
Multivision e. V.
Marcus Kiesel, Anke Gregersen
Friesenweg 4, Haus 4
22763 Hamburg
Tel.: 040-4162070
E-Mail: marcus.kiesel@multivision.info, anke.gregersen@multivision.info
www.multivision.info
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GESCHICHTSMESSE 2015
Diskussionsforum, 11.30-13.00 Uhr:
Jugendliche aus den Neuen Ländern und die DDR:
Aktuelle Diskussionslinie und empirische Befunde
2014 stand ganz im Zeichen eines großen geschichtskulturellen Jubiläums: Der Fall
der Mauer und der damit verbundene Zusammenbruch der DDR jährten sich zum 25.
Mal. Dieser Zeitraum entspricht nahezu einer ganzen Generation, die die DDR selbst
nicht mehr miterlebt hat. Ihnen begegnet die DDR im Geschichtsunterricht, in Filmen
oder Gedenkstätten, und vor allem in den Neuen Bundesländern spielen familiäre
Überlieferungen eine äußerst wichtige Rolle. In der öffentlichen Debatte wird Schülerinnen und Schülern der Neuen Länder oft vorgeworfen, dass sie zu wenig über die
DDR wüssten und im Zuge dessen deren diktatorisch-repressive Strukturen zugunsten einer Idealisierung sozialer Aspekte wie der scheinbaren Vollbeschäftigung oder
der Kinderbetreuung ausblenden. Verantwortlich für derlei Sichtweisen seien sowohl
die Schulen, die DDR-Geschichte nicht angemessen kritisch vermitteln als auch das
familiäre Umfeld, in dem sie zu positiv dargestellt werde.
Angebot für
Bildungsmitarbeiter
Welche Vorstellungen die Jugendlichen heute von der DDR haben, untersuchen die
Geschichtsdidaktikerin Kathrin Klausmeier und der Politologe Norbert Hanisch im
Rahmen ihrer Promotionsprojekte am Beispiel thüringischer sowie sächsischer Schülerinnen und Schüler. In unterschiedlichen methodischen Settings (repräsentatives
Querschnittsdesign sowie qualitative Interviews und Gruppendiskussionen) haben sie
Befragungen in beiden Ländern durchgeführt, deren Ergebnisse sie unter geschichtsdidaktischer und politikgeschichtlicher Perspektive vorstellen und gemeinsam mit
dem Plenum diskutieren wollen. Der Fokus der interaktiven Diskussion liegt dabei
auf zentralen gesellschaftlichen und unterrichtsrelevanten Problemstellungen wie der
historisch-politischen Einordnung der DDR als Diktatur, den Interdependenzen von
familiären und schulischen Erinnerungen sowie der Frage, was Jugendliche eigentlich
über die DDR wissen sollten.
Diese Sektion richtet sich an Akteure der schulischen und außerschulischen Bildungslandschaft. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 35 Personen begrenzt.
Kathrin Klausmeier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Didaktik der
Geschichte an Ruhr-Universität Bochum und Promovendin an der Friedrich-SchillerUniversität Jena. E-Mail: kathrin.klausmeier@rub.de
Norbert Hanisch promoviert an der TU Dresden und ist Stipendiat der Friedrich-Ebert
-Stiftung. E-Mail: norbert.hanisch@gmx.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Aufarbeitungskontexte: Recherche und Diskussionspotentiale
Dokumentenhefte
Einblicke in das Stasi-Unterlagen-Archiv
Die Staatssicherheit war das Instrument, mit dem die Staatspartei SED systematisch
die Überwachung der eigenen Bevölkerung betrieb und mit Repression ihren Machtanspruch in der DDR durchsetzte. Durch die Besetzungen von Stasi-Dienststellen ab Dezember 1989 und den Einsatz für den Erhalt der Stasi-Unterlagen wurden erstmalig in
der Welt die Akten einer Geheimpolizei den zuvor überwachten Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht.
Im Berliner Zentralarchiv und in den Archiven von 12 Außenstellen befindet sich heute
insgesamt rund 111 Regal-Kilometer Schriftgut, das vom Bundesbeauftragten für die
Stasi-Unterlagen (BStU) verwahrt und verwaltet wird. Die Dokumentenhefte des BStU
zeigen der Öffentlichkeit Stasi-Originaldokumente zu ausgewählten Ereignissen, Themen und Personen, die im Stasi-Unterlagen-Archiv recherchiert wurden. Die Themenschwerpunkte der bereits erschienenen Hefte reichen dabei von der Arbeit der Stasi im Westen über
die Überwachung und Verfolgung der Opposition bis
hin zu Verhalten und Reaktion der Stasi auf die Ereignisse der Friedlichen Revolution im Jahr 1989.
Jedes Dokumentenheft beginnt mit einer Einführung, die den historischen Kontext zum jeweiligen
Thema liefert. Die Auswahl an Unterlagen in der Dokumentensammlung will abbilden, wie sich Ereignisse in Stasi-Akten widerspiegeln und keine weitere
Deutung der Quellen vorwegnehmen. Der Verzicht
auf eine quellenspezifische Interpretation der Berichte und Bilder soll den Leserinnen und Lesern ermöglichen, sich selbst einen lebendigen Einblick in
die Arbeit von DDR-Geheimpolizei und Geheimdienst zu verschaffen und sich persönlich
mit historischen Dokumenten auseinanderzusetzen.
Die Hefte eignen sich für alle Geschichtsinteressierten sowie für Schule und Studium und sind kostenlos
beim BStU erhältlich.
Kontakt:
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
Nadja Häckel und Nicol Püschl
Stabsstelle Kommunikation, Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit
Karl-Liebknecht-Str. 31
10178 Berlin
Tel.: 030-23 24-7177
E-Mail: Nadja.Haeckel@bstu.bund.de
www.bstu.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Big Brother Entertainment statt Erinnerungskultur?
Die Deutsch-Bulgarische-Elterninitiative „Jan Bibijan“ e.V. aus Münster hat aus Anlass des Europäischen Jahres für Zeitgeschichte eine Veranstaltungsreihe in Münster
organisiert, die an die Gemeinsamkeiten der geschichtlichen Umbrüche im Herbst
1989 in Bulgarien und Deutschland erinnerte. Es wurde erstmalig öffentlich in
Deutschland die Ausstellung: „Bulgarien – Verbotene Wahrheit 1944-1989“ der Ausstellungsmacher Fanna Kolarova und Stojan Raischewsky gezeigt, die die Repression
und Verfolgung der Menschen und verschiedenen Formen des Widerstandes gegen
das Regime in Bulgarien darstellte. Parallel zur Ausstellung fand eine Veranstaltungsreihe mit Referaten, Filmvorführung, Lesungen und Zeitzeugeninterviews zur
jüngeren Deutsch-Bulgarischen Geschichte statt.
In der Präsentation sollen die Erfolge und
Schwierigkeiten in der Durchführung der
Veranstaltungsreihe angesprochen werden.
Gleichzeitig wird gefragt, welche Notwendigkeiten sich für Bildungseinrichtungen
und Förderer der geschichtlichen Aufarbeitung in der Zusammenarbeit mit bulgarischen Migrationsvereinen in Deutschland
ergeben.
Logo Big Brother in Bulgarien
Seit vier Jahren ist die Deutsch-Bulgarische
Elterninitiative ein Treffpunkt für alle Familien in Münster und dem Umland, die ihren
Kindern die bulgarische Sprache, Kultur und
Geschichte in unterschiedlichen Projekten
vermitteln.
Die Elterninitiative organisiert einen herkunftssprachlichen Unterricht in bulgarischer
Sprache. Der Unterricht wird durch das Bulgarische Bildungsministerium gefördert
und findet regelmäßig am Samstag statt. Bei erfolgreicher Teilnahme am Unterricht
erhalten die Schüler am Ende eines Schuljahres ihre bulgarischen Zeugnisse. Die Initiative ist Mitglied in der Assoziation der bulgarischen Schulen im Ausland und in der
Elternvereinigung Integration Miteinander e.V. in NRW.
Kontakt:
Ulf Georgiew
Deutsch-Bulgarische-Elterninitiative „Jan Bibijan” e.V.
Coubertin-Straße 77
48301 Nottuln
Tel.: 025022267930
E-Mail: ulf.georgiew@gmx.de
www.bg-elterninitiative.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„paedigi“ — Didaktisches Begleitmaterial für die Bildungsarbeit
Seit fast 10 Jahren erstellt „paedigi" didaktisches Begleitmaterial für zahlreiche Bildungsmedien der Bundesstiftung Aufarbeitung. May Jehle und Henning Schluß von
der Universität Wien bilden dabei das Kernteam, das für jedes Projekt um gezielt
gesuchte ExpertInnen erweitert wird. Auch das bewährte Modulkonzept mit den
ausdruckbaren Arbeitsblättern zu unterschiedlichen Aspekten des Themas wird beständig weiterentwickelt.
Beim aktuellen Projekt wird Arbeitsmaterial für
die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit"
erstellt. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Auswärtigen Amtes und der Bundesstiftung. Uns geht es darum, dass in den
Schulen die Ausstellung nicht nur hingestellt wird,
sondern dass die Schülerinnen und Schüler aktiv
mit ihr arbeiten. Dazu entwickeln wir Module, die
Verknüpfungen zur lokalen Geschichte bilden und
Schülerinnen und Schüler zum selber forschen
anregen sollen. Die Ausstellung kann so um Tafeln mit Regionalbezug erweitert werden.
Darüber hinaus sollen SchülerInnen und Schüler
Audio-Guides für die Ausstellung erstellen oder
Führungen durch die Ausstellung übernehmen
können. Wie immer bei paedigi-Projekten wird
eine Vielzahl von Methoden angeboten werden
unter denen Lehrerinnen auswählen können, was
sich für ihre Situation am besten eignet. In Suhl
geben May Jehle und Henning Schluß einen Blick in die Werkstatt der Entstehung
eines aktuellen didaktischen Projektes.
Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Henning Schluß und May Jehle
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Universität Wien
Institut für Bildungswissenschaft
Sensengasse 3a
A-1090 Wien
E-Mail: henning.schluss@univie.ac.at
homepage.univie.ac.at/henning.schluss
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GESCHICHTSMESSE 2015
Stasi-Unterlagen im Internet – Die Mediathek der Stasi-Unterlagen-Behörde
Original-Dokumente, Filme und Videos, Fotos und Tonbandmitschnitte der Stasi online
abrufbar zu machen – das ist das Ziel der neu entwickelten Mediathek der StasiUnterlagen-Behörde. Zum Start im Januar 2015 werden etwa 2.500 Dokumentenseiten, 250 Einzelbilder, 5 Stunden Tonaufzeichnungen und 15 Stunden Filme abrufbar
sein, die die Arbeitsweise der Geheimpolizei aufzeigen. Die Dokumente zum Auftritt
Udo Lindenbergs im Palast der Republik sind dabei genauso Teil der zum Start verfügbaren Unterlagen wie Pläne der Stasi zur Entführung von „Feindagenten“ oder Maßnahmen gegen „Republikflucht“.
Die „Stasi-Mediathek“ ermöglicht direkten Zugang zu den Hinterlassenschaften des
MfS und vermittelt Eindrücke von ihren Strukturen, ihrer Funktion und Wirkung als
Machtinstrument in der SED-Diktatur. Zielgruppe sind zeithistorisch Interessierte,
Schüler und Studenten sowie Forscher und Journalisten. Die zur Veröffentlichung geeigneten Unterlagen stehen mit kurzen einführenden Texten und Zusatzinformationen
für die Nutzung zur Verfügung.
Zentrales Bedienelement der „StasiMediathek“ ist eine Suchfunktion. Sie
folgt dem Sinnzusammenhang gesuchter Wörter in den digitalisierten Unterlagen und ermöglicht so eine besonders
gezielte Suche in Schriftstücken, Filmen
und Tönen. Eine solche Volltextrecherche in Stasi-Unterlagen war bisher für
die Öffentlichkeit unmöglich. Daneben
lassen sich die Inhalte der Mediathek
über einen Zeitstrahl nach Zeiträumen
filtern. Die Nutzer können so auf redaktionell zusammengestellte Dokumentensammlungen zugreifen – zu Ereignissen wie dem 17. Juni 1953 oder dem
Mauerfall 1989 – oder das Wirken des
MfS an konkreten Fällen nachvollziehen.
Die Präsentation gibt einen Einblick in die Entwicklung der Mediathek, zeigt ihre Funktionen und gewährt einen Ausblick auf ihre Anwendungsmöglichkeiten.
Kontakt:
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des
Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik
Nina Schwarz und Sascha Plischke
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10106 Berlin
E-Mail: redaktion@bstu.bund.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Die verlorene Mitte —
Ein internationales Forum als Deutschland Archiv 2.0
Das Ende des Deutschland Archivs in der Form eines wissenschaftlichen Periodikums
mit hohem Informations- und Servicecharakter hat der DDR- und vergleichenden
Deutschlandforschung ihr wichtigstes Forum der Selbstverständigung genommen.
Mir persönlich war so, als ob unserer scientific community die Mitte verloren ging.
Zwar sind seither von der Bundeszentrale für politische Bildung und der neuen DARedaktion in der Online-Version viele qualitätvolle Beiträge erschienen. Indes rückt
das Ziel, durch „dynamische Themenschwerpunkte“ eine Art virtuelle Informationsplattform zur Geschichte der DDR, der deutschen Teilung und der Vereinigung zu
entwickeln, das DA stark in den Dienst der politischen Bildung. Das muss kein Schaden sein. Doch fehlen
(mir) die kritische Auseinandersetzung bis hin
zur fachlichen Kontroverse und zeitaktuellen Positionierung ebenso wie
eine Fülle von Informationsangeboten, etwa der
umfangreiche Rezensionsteil sowie die Tagungsberichterstattung. Ausnahmen – z. B. zu der bpb mitverantworteten Deutschlandforschertagung in Weimar – bestätigen die Regel. Zu fragen ist, ob das Twitter-Angebot von DA-Online wirklich eine hinreichende Alternative darstellt.
Mein Projektvorschlag lautet, dass sich die an der DDR- und vgl. Deutschlandforschung (abgekürzt formuliert) Interessierten selbst engagieren. Ich schlage die
Gründung eines internetgestützten Informations- und Kommunikationsforums vor,
das sowohl andere Medien nutzt (Zeitschriften- und Rezensionsschauen) als auch
selbst Berichte und Besprechungen liefert. Externe Korrespondenten helfen, die traditionelle Binnenperspektive der Deutschlandforschung zu internationalisieren. Kontinuität, Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit, Bescheidenheit in der Form und Ehrgeiz im
intellektuellen und informatorischen Anspruch sollten das Forum auszeichnen.
Bei der Präsentation möchte ich diese Überlegungen konkretisieren, das mögliche
Kooperationsinteresse und den „Bedarf“ abtesten und zur Diskussion stellen.
Kontakt:
Institut für Deutschlandforschung
Ruhr Universität Bochum
Dr. Frank Hoffmann
GB 04/48-49, 44780 Bochum
Tel.: 0234-32-27863
E-Mail: idf@rub.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Gelebte Geschichte:
Biografien und Zeitzeugen in der Bildungsarbeit
„Mutig und Frei — Christen in der DDR“
Präsentation einer Filmreportage der Klasse 8c des Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin
Im Rahmen eines Wettbewerbs entstand im letzten Schuljahr ein 60-minütiger Dokumentationsfilm zum Leben von Christen in der DDR, der Ausschnitte verschiedener Zeitzeugeninterviews zeigt, die die Klasse eigenständig geplant, durchgeführt
und ausgewertet hat.
Interviewt wurden Marianne Birthler, Rainer Eppelmann, Peter Huwe, Hannes Immelmann, Barbara Kelm, Markus Meckel, Jürgen Raßbach, Albrecht Stier und Wolfgang Thierse — also Menschen, die als Christen in der DDR lebten und unterschiedliche Lebenshintergründe repräsentieren. In spannenden Gesprächen erzählten sie
von ihren teils ähnlichen, teils unterschiedlichen Erfahrungen in der DDR bis zur
Friedlichen Revolution 1989.
Besonders interessante Gesprächspassagen wurden anschließend nach Themenaspekten (Alltag in der DDR, Beruf und Schule, Wehrdienst, christliche Opposition,
Friedliche Revolution) zusammengestellt. Jedem dieser Kapitel wurde ein Informationstextvorangestellt, den eine Arbeitsgruppe nach Literatur- und Internetrecherchen
verfasst und mit eigenen Bildaufnahmen versehen hat. Es wurde also arbeitsteilig in
Gruppen gearbeitet, die jeweils für einen bestimmten Aspekt (Technik, Interviews,
Musik, Begleitheft, Recherche) zuständig waren, bis am Ende ein Film mit Vor- und
Abspann, Extras, CD-Cover, Begleitheft und Flyer entstanden ist.
Um dieses komplexe Projekt zu realisieren, bedurfte es eines immensen Durchhaltevermögens sowie Engagements der Klasse. Zahlreiche SchülerInnen erstellten nachmittags und abends Szenenprotokolle, sorgten für Schnitt- und Tontechnik, fuhren
nach Berlin, Potsdam und Leipzig, um Bildaufnahmen von Orten zu machen, die für
Christen in der DDR von Bedeutung waren. Ihr Vorgehen und den Arbeitsprozess
möchte die Klasse daher ebenso vorstellen wie den Inhalt des Films.
Kontakt:
Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster
Schülerinnen und Schüler der 8c
Projektverantwortliche: Maike Michelis und Marlies Mäder
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
E-Mail: maike.michelis@t-online.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Das Koordinierende Zeitzeugenbüro: DDR-Geschichte aus erster Hand
Seit mehreren Jahren verfolgt die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen das Ziel,
nicht nur ihren Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich von Zeitzeugen aus erster
Hand über die kommunistische Diktatur in Ostdeutschland informieren zu lassen,
sondern auch außerhalb der Gedenkstätte Zeitzeugengespräche anzubieten. Gemeinsam mit der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung des SED-Diktatur und der Stiftung Berliner Mauer erarbeitete die Gedenkstätte Anfang 2011 das Konzept eines Koordinierenden Zeitzeugenbüros (KZB).
Seitdem dieses als Servicestelle der beteiligten Einrichtungen am 1. Juni 2011 seine
Arbeit aufnahm, ermöglicht es Lehrern und Schulen, ehemalige politische Häftlinge
und Menschen, die Widerstand leisteten, in den Schulunterricht einzuladen. Insbesondere Jugendliche sollen auf diese Weise besser über das kommunistische Unrecht
informiert werden.
Interessierte können über das
Onlineportal www.ddrzeitzeuge.de deutschlandweit
nach Zeitzeugen recherchieren, diese zu einem Unterrichtsgespräch einladen und
dafür finanzielle Unterstützung erhalten. Mittlerweile
sind über 200 Zeitzeugen im
Portal des KZB vertreten. Auf
der Website können zudem
vorbereitendes Unterrichtsmaterial zur DDR und zum Führen von Zeitzeugengesprächen sowie eine Pressemitteilung heruntergeladen werden.
Foto: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Arthur Schmidt
Das Angebot löste seit Projektstart eine geradezu überwältigende Resonanz aus. Allein im Jahr 2014 hat das KZB ca. 700 Zeitzeugeneinsätze vermittelt – fast 60 pro
Monat. Die Veranstaltungen erweisen sich als überaus geeignet, junge Menschen für
das SED-Unrecht zu sensibilisieren und der Verharmlosung der DDR-Diktatur entgegen zu wirken. Vielfach wurde in der Presse darüber berichtet. Finanziert wird das
Projekt von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.
Kontakt:
Koordinierendes Zeitzeugenbüro
Jessica Steckel und Michael Lotsch
c/o Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Genslerstr. 66
D-13055 Berlin
Tel.: 030-986082-414/-447
E-Mail: info@ddr-zeitzeuge.de
www.ddr-zeitzeuge.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Sag mir, wo Du stehst“ — eine Filmpräsentation
Der Film „Sag mir, wo du stehst“ von Anja Reiß ist zum Tag der Deutschen Einheit
2014 im MDR gezeigt worden. In ihm werden drei ehemalige Häftlinge und drei frühere MfS-Angehörige mit einander verwoben. Der Film kommt ohne Kommentar aus
und wirkt durch die Bilder und das gesprochene Wort. Er hat ein Länge von 30 min,
von denen auf der Geschichtsmesse 15 min gezeigt werden sollen. Dabei will ich die
Teile zeigen, die Klaus Panster und mich zeigen, weil in ihnen nicht nur die Spanne
von der Verhaftung im Jahr 1961 und mit dem, was ihr folgt bis ins Jahr 2011, sondern auch eine Möglichkeit des Überwindens von Feinddenken gezeigt wird. Der Film
hat den „Alternativen Medienpreis“ 2012 bekommen und wurde mehrfach in der politischen Bildung mit anschließendem Gespräch eingesetzt.
Nach meinen Informationen sind so intensive Gespräche zwischen Tätern und
Opfern einzigartig, sicher aber über einen Zeitraum von sieben Jahren. Deswegen möchte ich die Methode des Dialogs zur Einübung demokratischen Denkens und Verhaltens auf der Geschichtsmesse zur Diskussion stellen.
Mein Ziel ist es, den Film nicht nur an
Schulen mit anschließendem Gespräch
mit mir als Zeitzeugen zu zeigen, sondern damit auch jungen Menschen weitere Möglichkeiten einer Auseinandersetzung mit totalitären Strukturen eröffnen.
An Gymnasien in Frankreich wird der
Film gezeigt, das dafür erarbeitete didaktische Material kann eingesehen werden.
Kontakt:
Klaus Schulz-Ladegast
E-Mail: schulz-ladegast@freenet.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Grenzland:
Ost – West – Geschichte(n) aus dem Herbst 1989: Ein Theater-RechercheProjekt
Für das Stück „Grenzland“ haben die Autorinnen und Schauspielerinnen des Stückes zahlreiche Interviews mit Menschen geführt, die im Herbst 1989 ihren Lebensmittelpunkt auf beiden Seiten der Grenze rund um Point Alpha hatten oder
immer noch haben. Sie lieferten in Versatzstücken, angereichert durch Zeitungen,
Filme, Bücher und eigenen Erinnerungen die Ideen für das Stück. Der Text wurde
zu großen Teilen aus diesen Interviews generiert.
„Grenzland“ möchte nicht nur
die konkreten Ereignisse aus
dem Herbst 1989 und der Zeit
direkt danach in Erinnerung
rufen, sondern auch den damaligen Alltag im jeweilig grenznahen Gebiet. Die Interviewpartner sind zwischen 25
und 85 Jahre alt und kommen
aus ganz unterschiedlichen Berufen. Sie haben die 40 Jahre
der DDR in unterschiedlicher
Länge (oder auch gar nicht
mehr) und auf dem Hintergrund unterschiedlicher Lebensgeschichte erlebt. Für manche war der Mauerfall
eine segensreiche Befreiung, für manche ein Schock, da sie entweder linientreu
waren oder aber z.B. im Neuen Forum engagiert waren und sich eine Reform des
Sozialismus wünschten. Im Stück kommen all diese Stimmen zu Wort, um ein
möglichst umfassendes Bild auf die geschichtlichen Ereignisse zu werfen.
Durch die lebensnahen Geschehnisse im Stück soll Geschichte erfahrbar werden,
vor allem aber auch, dass die Menschen die Geschichte schreiben und aktiv in diese eingreifen können „Als ich die vielen Trabbis durch unseren Ort fahren sah,
wusste ich: Jetzt erlebst du Geschichte. Jetzt wird ein Stück Geschichte geschrieben und du bist mittendrin. Seitdem interessiere ich mich für Geschichte.“ (Interviewzitat)
Kontakt:
Freies Theater Fulda
Am Honigberg 19
36041 Fulda
Tel.: 0661-9625120
E-Mail: ftf-theater.stukenberg@web.de
www.ftf-theater.de
Theater Mittendrin
Lindenstraße 35
36037 Fulda
Tel.: 0661-29195737
E-Mail: post@theater-mittendrin.de
www.theater-mittendrin.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Leben in der Utopie oder: Der Alltag in einem verschwundenen Staat
alias „Grüße aus der DDR“
„Vielen Dank für die völlig verschütteten Erinnerungen“, schreiben die Menschen mit
DDR-Hintergrund in das Gästebuch. „Ein Glück, das ich das nicht erleben musste“,
kommentieren die Besucher aus der alten Bundesrepublik. „Endlich bekommen wir
die Bilder zu sehen, die zu den Geschichten unserer Eltern und Großeltern passen“,
fügen die jungen Leute hinzu, die inzwischen in Freiheit und Demokratie ausgewachsen sind.
Es handelt sich um authentische und künstlerisch-dokumentarische Fotografien aus
der Zeit von 1979 bis 1996, die östlich des Eisernen Vorhangs aus freien Stücken
entstanden sind und viele Geschichten erzählen. „W. greift in seiner künstlerischen
Arbeit geschickt Unzulänglichkeiten unserer gesellschaftlichen Entwicklung auf und
versucht sie auf unverfängliche Art und Weise der Öffentlichkeit zu präsentieren“,
vermerkte bereits im Jahr 1985 ein Hauptmann Fischer vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR in den Akten.
Über folgende Bausteine meines Engagements als Fotografiker, Autor, Publizist,
Künstler und Erzähler will ich berichten:
• Foto-Wanderausstellung „Leben in der Utopie oder Der Alltag in einem verschwundenen Staat“ (seit 2008 über 120.000 Besucher)
• Kooperation mit SPIEGEL ONLINE Einestages mit Hinweisen auf die Stationen der
Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen (seit 2010 jeweils 10-20 Millionen
Leser, weltweit)
• Vorträge in Gymnasien (ca. 5.000 Zuhörer pro Jahr)
• Kooperationen mit Verlagen, TV-Sendern, Hörfunk und Museen, auch international
• Kooperationen mit den Landeszentralen für politische Bildung, Volkshochschulen
Foto: „Weltanschauung“, Heiligendamm 1988
Kontakt:
Siegfried Wittenburg
post@siegfried-wittenburg.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Vorstellung des Buches „Im Geheimen Krieg der Spionage. Hans-Georg
Wieck (BND) und Markus Wolf (MfS) – Zwei biografische Porträts“
Das im Sommer 2014 erschienene Buch „Im geheimen Krieg der Spionage“ beschäftigt sich vornehmlich mit den Lebensgeschichten des langjährigen HVA-Leiters Markus Wolf und des nur wenige Jahre amtierenden BND-Chefs Hans-Georg Wieck. Bei
dem von der Historikerin Nicole Glocke verfassten Text über Wieck handelt es sich
um die erste ausführliche, nichtautorisierte Biografie eines westdeutschen Geheimdienstchefs, der in den auf Tonband aufgenommenen Gesprächen mit der Autorin
ungewöhnlich offen über die Probleme im Auslandsnachrichtendienst der Bundesrepublik sprach. Aber auch bei Markus Wolf, der seine Lebensgeschichte mehrfach beschrieben hat, gab es neue Erkenntnisse, neue Fragen und neue Bewertungen. Peter
Jochen Winters – dreißig Jahre lang Redakteur der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
und von 1977 bis 1990 deren ständig akkreditierter Korrespondent in der DDR – hat
zudem sachlich-nüchtern und ideologiefrei Leben und Wirken Wolfs dargestellt: Seine frühe Jugend in Deutschland, seine Erziehung in der Sowjetunion, seine Tätigkeit
als Rundfunkjournalist in der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland – die ihn
als Berichterstatter zum Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess führte –, seine
kurze Tätigkeit als DDR-Diplomat, seine 34 Jahre währende Tätigkeit als Leiter des
Auslandsnachrichtendienstes der DDR, sein Verhältnis zu Erich Mielke, dessen Stellvertreter im Ministerium für Staatssicherheit er war, und seine Rolle nach dem Ausscheiden aus dem Dienst von der „Wende“ und dem Untergang der DDR bis zu seinem Tod.
Mit den Lebensgeschichten dieser Männer, die beide entscheidend von der Zeit des
Nationalsozialismus geprägt worden sind – Wolf im Exil in Moskau, Wieck während
der verheerenden Bombardierung Hamburgs – verbinden sich die unterschiedlichen
Rollen der geheimen Nachrichtendienste in Demokratie und Diktatur. Ihre Aufgaben,
ihre Methoden, die ihnen gesetzten Grenzen, ihre Kontrolle und ihr Einfluss auf das
Handeln ihrer Regierungen. Dieses Buch zeigt anhand der Porträts von Wieck und
Wolf diese Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten auf.
Kontakt:
Dr. Peter Jochen Winters
Tel.: 030/4013731
E-Mail: p.j.winters@t-online.de
Dr. Nicole Glocke
Tel.: 030/89041944
E-Mail: nicole.glocke@gmx.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Jugend, Flucht und Stasi im geteilten Deutschland
„Einer von uns“ —
Eine Graphic Novel über jugendliche Angepasstheit und Resistenz in der
DDR
1968 erheben sich die Menschen gegen die kommunistischen Diktatoren in Warschau und Prag. Auch in der DDR schaut die Bevölkerung gebannt auf die Ereignisse. Siegmar, der offen mit den Aufständischen sympathisiert, wird deswegen der
Studienplatz gestrichen. Als er mit ein paar Freunden in einem Leipziger Abrisshaus
eine Künstlergruppe ins Leben ruft, die sich kritisch über die politischen Verhältnisse in der DDR äußert, erklärt ihn das Ministerium für Staatssicherheit zur feindlichen Person. Es schleust einen Spitzel ein, der für Siegmars Verhaftung sorgen soll.
Was dieser nicht weiß: Der Verräter ist einer seiner Freunde.
„Einer von uns“ ist der Titel eines Graphic Novel-Projekts über Verrat und Vertrauen
und thematisiert jugendliche Angepasstheit und Resistenz in der DDR. Die Bedingungen und die Schwierigkeiten, in diktatorischen Systemen Zivilcourage zu zeigen
oder sich als junger Mensch frei entfalten zu können, stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Das Buch will insbesondere Jugendlichen die komplexen historischen Hintergründe, die Entstehung und Methoden diktatorischer Herrschaft sowie die Motivationen und Verhaltensweisen der handelnden Personen nachvollziehbar machen.
Darüber hinaus möchte es den jungen Lesern Denkanstöße für ihre eigene Lebenswelt geben und ihnen zeigen, dass es sich lohnt, für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu kämpfen.
Das von der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderte Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., der Landeszentrale für
politische Bildung Brandenburg, mit Schulen und freien Bildungsträgern realisiert.
Dabei soll die Gestaltung und Schwerpunktsetzung der Geschichte in Kooperation
mit Schülern entstehen. Daneben werden unterrichtsbegleitende Materialien entwickelt, die Lehrenden Handreichungen im Unterricht und bei der politischen Bildung
bieten. Nach der Publikation sind weitere Workshops zum Thema an Schulen geplant.
Kontakt:
Martha Friedrich und Christine Schoenmakers
Die Zeitreisenden GbR in Berlin
E-Mail: christine.schoenmakers@gmail.com
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GESCHICHTSMESSE 2015
Die Geschichte einer Republikflucht —
Zeitzeuge und Wissenschaftler kommen in den Unterricht
Junge Leute mit zeitlos-aktuellen Themen auf den Unrechtsstaat DDR neugierig machen, ist das Ziel einer Tandem-Veranstaltung, in der ein DDR-Gegner, dessen abenteuerliche Flucht über die Berliner Mauer im Herbst 1980 bundesweit Schlagzeilen
machte, gemeinsam mit einem erfahrenen Hochschullehrer über das Zeitzeugenportal der Bundesstiftung Aufarbeitung einladen.
Es ist die Geschichte der Republikflucht dreier Jugendlicher, in deren Verlauf die 18jährige Marienetta Jirkowsky von einem DDR-Grenzer erschossen wurde. Ihr Verlobter Peter hoffte bis zuletzt, sie habe vielleicht doch überlebt. Als er nach dem Untergang der DDR die Wahrheit erfuhr, hatte er nur noch ein paar Monate zu leben. Er
wurde mit Mickis Bild beerdigt. Der zum Zeitpunkt der Flucht 18-jährige Falko Vogt
ahnte nicht, dass ihn der Staatssicherheitsdienst der DDR auf Schritt und Tritt verfolgte. Denn Falko versuchte damals mit allen Mitteln, seine Freundin auf gefahrlose
Weise zu sich über die Mauer nach West-Berlin zu holen. Conny, Auszubildende in
einem großen volkseigenen Betrieb, ließ sich von nichts und niemandem einschüchtern. Die 18-jährige ahnte nicht, dass mehrere Mitarbeiter der Fürstenwalder Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit daran arbeiteten, den „Trotzkopf“
und Falko auseinander zu bringen...
Falko Vogt und Professor Appelius führen
die Schülerinnen und Schüler abwechselnd
aus dem zeithistorischen und dem biographischen Blickwinkel an das Thema heran,
dabei werden abhängig von deren Alter
und Vorkenntnissen verschiedene Einstiegsszenarien (z.B. Lebensalltag in der
DDR, Fluchtmotive junger Leute, Konflikte
zwischen Eltern und Heranwachsenden,
Grenzregime an der Mauer) geboten. Diese werden durch fallbezogene Originaldokumente (Aktenauszüge, Presseberichte
und Fotografien) ergänzt. Zur Vor- und
Nachbereitung im Schulunterricht können
didaktische Lehrmaterialien angeboten
werden.
Fürstenwalde, 1979
Kontakt:
Falko Vogt und Prof. Dr. Stefan Appelius
E-Mail: stefan.appelius@gmail.com
www.appelius.de
50
GESCHICHTSMESSE 2015
Der Stasi auf der Spur —
Schülerprojekt „Educaching“ am Lernort Stasi-Zentrale
Das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit der DDR hatte seinen Hauptsitz von
1950 bis 1989 mitten in Berlin-Lichtenberg. Das Areal — mit knapp 40 Gebäuden —
sieht heute in großen Teilen noch so aus wie vor 25 Jahren, als die Stasi-Zentrale
von aufgebrachten Bürgern gestürmt wurde. Ein neues Angebot des BStU soll das
Gelände für Schülerinnen und Schüler erlebbar machen.
Als Grundlage dient das weltweit beliebte Geocaching. Dabei werden kleine Behältnisse, so genannte Caches, so auf dem Gelände platziert, dass sie nur mithilfe von
GPS-Geräten und kleinen Hinweisen gefunden werden können. Dieses System wird
in einer modifizierten Form auf dem Stasi-Gelände eingesetzt und ist für Schülergruppen mit bis zu 30 Teilnehmern geeignet.
Das Suchen und Finden der Caches dient hier nicht dem Selbstzweck. In den Behältnissen befinden sich Arbeitshefte, die Schülerinnen und Schülern Geschichte und
Funktion ausgewählter Bereiche des Stasi-Geländes nahebringen. Die Arbeitshefte
beinhalten u.a. Aktenauszüge und historische Fotos aus dem Archiv der StasiUnterlagen-Behörde.
Wie funktioniert das Educaching-Projekt? Wie kann ein Projekttag aussehen? Welche
methodisch-didaktischen Überlegungen liegen dem Projekt zugrunde? Dies erfahren
Sie in dem Workshop-Beitrag.
Foto: BStU
Kontakt:
Andreas Schiller
Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin
Postanschrift: 10106 Berlin
Tel.: 030 2324-8834
Fax: 030 2324-8939
E-Mail: bildung@bstu.bund.de
www.bstu.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Dann geh doch rüber“ — Dokumente zu Übersiedlern von West nach Ost im
Bundesarchiv
Das Bundesarchiv hat den gesetzlichen Auftrag, das Archivgut des Bundes auf Dauer
zu sichern und nutzbar zu machen. Zur Geschichte der DDR verwahrt das Bundesarchiv die Überlieferung des zentralen Staatsapparates, seiner Vorläufer in der Sowjetischen Besatzungszone sowie der Parteien, Massenorganisationen und gesellschaftlicher Organisationen der DDR. Die Archivalien staatlicher und nichtstaatlicher Provenienz sind wegen der in der Verfassung der DDR verankerten Rolle der SED als
zentralistische Staatspartei eng miteinander verzahnt.
Die Bestände des Bundesarchivs enthalten vielfältige Dokumente zur Übersiedlung
und Rückkehr in die DDR. Im Rahmen der Präsentation werden die Bestandsgeschichte, die Überlieferungslage und die Bearbeitung der Bundesarchivbestände DO
1 Ministeriums des Innern (MdI) und DO 102 Zentrales Aufnahmeheim des MdI sowie deren Benutzung vorgestellt.
Präsentiert wird auch die Anwendung von BASYS-Invenio, dem Zugang zur OnlineRecherche in Bundesarchivbeständen und zur Bereitstellung von digitalem Datenmaterial.
Kontakt:
Bundesarchiv
Kerstin Risse
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
Tel.: 030-187770520
E-Mail: k.risse@bundesarchiv.de
www.bundesarchiv.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
ZOV Sportverräter — Spitzenathleten auf der Flucht
Die Ausstellung widmet sich erstmals dem ebenso spannenden wie komplexen Thema „Republikflucht“ im Sport. Seit ihrer Gründung bis zum Mauerfall im verließen
mehr als drei Millionen Menschen die DDR, viele von ihnen illegal und unter gefährlichen Umständen. Auch der Sport, ein expliziter Vorzeigebereich des SED-Staates,
war erheblich vom Phänomen der „Republikflucht“ betroffen. Hunderte von TopAthleten wandten sich enttäuscht von der DDR ab und suchten eine neue Zukunft
im ideologisch verfemten Westen. Die Hoffnungsträger des sozialistischen Systems
wurden somit in der Sicht der DDR-Führung zu seinen „Verrätern“.
Im Mittelpunkt der vom Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V., der Künstlerin Laura Soria und der Ausstellungsagentur exhibeo konzipierten dreisprachigen Ausstellung (deutsch/englisch/spanisch) stehen insgesamt 15 ausgewählte Sportlerpersönlichkeiten, deren Fluchtschicksale auf außergewöhnliche Art und Weise in Szene gesetzt werden. Die in der Videokunst der mexikanischen Künstlerin festgehaltenen
Gesichter und Körper erwachen zum Leben, ihre Stimmen erzählen, enthüllen, gestehen und vertrauen an. Persönliche Erinnerungsstücke, Dokumente und Fotos zum
geteilten Leben der Protagonisten in Ost und West runden die Ausstellung ab und
bieten den Besuchern Hintergrundinformationen zu Flucht, staatlicher Repression
und dem Neuanfang im Westen.
Die von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und der Bundesstiftung Aufarbeitung geförderte Ausstellung wurde zusammen mit dem Freundeskreis WillyBrandt-Haus e.V. 2011 im Willy-Brandt-Haus in Berlin-Kreuzberg präsentiert.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Sie besteht aus 15 SWPorträts der interviewten SportlerInnen in der Größe 120 x 160 cm (in Hoch‐ und
Querformat). Zu den 15 Porträts, die hochwertig auf Hahnemühlepapier ausgedruckt und auf Alu‐Dibond‐Tafeln aufgezogen sind, gehören je ein Pult mit Beamer
und Abspielgerät, mit deren Hilfe die Interviewfilme auf die Fotos projiziert werden.
An jedem Pult befinden sich zwei Kopfhörer. Die Porträts werden an Wänden oder
an geeigneten Stellwänden befestigt. Sie korrespondieren mit beidseitig bedruckten
Bild-Texttafeln, die Informationen zu den interviewten Sportlern enthalten. Weitere
Tafeln enthalten einführende Texte zur Ausstellung, zu den Themen Spitzensport in
der DDR, Flucht von Spitzensportlern und einen Text zu den Intentionen der Künstlerin Soria.
Kontakt:
Ausstellungsbetreuung: Dr. Michael Schäbitz
Veteranenstr. 14
10119 Berlin
Tel.: 030-44351710
E-Mail: m.schaebitz@exhibeo.de
www.exhibeo.de
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Dr. Jutta Braun
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991-71
E-Mail: braun@zzf-pdm.de
www.zov-sportverraeter.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
SG Dynamo Dresden, die Vergangenheit deines Vereins!
Ein Forschungsprojekt
Ein zentraler Aufgabenbereich des Fanprojekt Dresden e.V. ist die außerschulische
Jugendbildung. Hierfür haben wir das Lernzentrum „Denk-Anstoß“ etabliert. Ziele
unserer Arbeit sind die Prävention von Gewalt und GMF bzw. die Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Zivilcourage.
An diese Ziele knüpft das Projekt „SG Dynamo Dresden, die Vergangenheit deines
Vereins!“ an, welches sich an Schüler/innen der Klassenstufe 10 und 11 richtet.
Im Projekt setzen sich die
Teilnehmer/innen intensiv
mit der DDR-Geschichte am
Beispiel der politischen Einflussnahme im Fußball auseinander und erwerben
grundlegendes (Methoden-)
Wissen über den Umgang
mit Quellen und deren Aufbereitung. Sie entwickeln
historische Urteilsfähigkeit,
indem sie sich mit spezifischen Problemfeldern des
Gesellschaftssystems der
DDR beschäftigen und erkennen so die Funktionsweise
einer Diktatur, deren gesellschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen. Nicht zuletzt durch die Vermittlung einzelner Biographien verstehen die Schüler/Innen, dass die Erfahrung der politisch Verfolgten in der DDR
sich bis heute auf deren Leben auswirkt. Durch diese Erkenntnis lernen die Teilnehmer/Innen, dass Grund- und Menschenrechte ein wertvolles Gut sind, das auch in
der Demokratie immer wieder verteidigt und weiterentwickelt werden muss.
Die Projektergebnisse werden in einer durch die Schüler/Innen eigenständig erstellten Broschüre publiziert. Gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Kontakt:
Fanprojekt Dresden e.V.
Kai Schurig
Löbtauer Str. 17
01067 Dresden
Tel.: 0351/68 24 653
E-Mail: k.schurig@fanprojekt-dresden.de
www.fanprojekt-dresden.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Fotos aus dem Gefängnis
Fotografie- und Geschichtsworkshop in der kommunalen Galerie Berlin und
im ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen
Im Jahr 2014 erinnerten wir uns an den Jubel des 9. November 1989. Für viele
Bürger der DDR bedeutete die friedliche Revolution vor allem Reisefreiheit. Zuvor
landeten Menschen, die ausreisen wollten oder gegen Unterdrückung kämpften, im
zentralen Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen. Dort erlebten sie Willkür
und psychologische Folter. Heute ist das Gefängnis eine Gedenkstätte am authentischen Ort, in der ehemalige Gefangene eindrücklich ihre Geschichte erzählen.
Das PhotoWerkBerlin (Dozenten: Norbert Wiesneth und Karolin Steinke) führte mit
den Schülern des Leistungskurs Kunst des Marie-Curie-Gymnasiums eine Projektwoche zum Thema DDR-Diktatur und Stasi-Gefängnis im September 2014 durch.
Dazu kam die pädagogische Arbeitsstelle der Stiftung Hohenschönhausen
mit einem ehemaligen Gefängnistransporter direkt auf den Schulhof und
führte ein auf Schüler zugeschnittenes
Programm mit Zeitzeugen durch. Am
nächsten Tag lernten die Schüler das
Gefängnis durch eine Zeitzeugenführungen und Projekte kennen. Danach
setzten Sie in der Kommunalen Galerie Charlottenburg mit der Ausstellung
„Lost in Interiors – Photographische
Positionen zur politischen Haft“ auseinander. Sie analysierten Bilder und
bereiteten eigene Bildstrategien für den nächsten Tag vor. Zusätzlich gab es eine
technische Schulung in Smartphone-Fotografie.
Am vierten Tag konnten sie unter Anleitung selbst im Haftgefängnis fotografieren.
Die weiteren Tage werteten Sie die Bilder aus, erstellten gemeinsam ein Ausstellungskonzept für die Schule, druckten die Bilder und präsentierten sie öffentlich.
Die Schüler profitieren von der interdisziplinären Verknüpfung von Kunst und Geschichte mehrfach: Sie setzten sich intensiv mit der SED-Diktatur und Geschichte
auseinander und trainierten den kreativen Umgang mit alltäglichen Medien.
Kontakt:
PhotoWerkBerlin
Norbert Wiesneth
Sanderstr. 22
12047 Berlin
E-Mail: n.wiesneth@photowerkberlin.com
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GESCHICHTSMESSE 2015
25 Jahre Friedliche Revolution und deutsche Einheit
Die DDR-Anwaltschaft im Prozess der deutschen Einheit —
Eine halb misslungene Geschichte
Das Anwaltsverzeichnis lese sich wie ein „Who is Who" des SED-Unrechtsstaates,
kommentierte der Spiegel die Anwaltschaft, die sich qua Einigungsvertrag Ende
1990 in Ostdeutschland etablierte. Hohe Vertreter der DDR-Justiz, Ministerialen,
sogar Stasi-Offiziere hatten kurz vor der Deutschen Vereinigung noch eine Anwaltszulassung erhalten. Diese Zulassungen genossen Bestandschutz, der Anwalt als
freier Beruf in der Bundesrepublik den Schutz des Grundgesetzes.
DDR-Justizopfer, die Presse und ein Teil der Standesvertretungen protestierten gegen die unkritische Übernahme von DDR-Juristen. Auf Grund dieses Druckes kam
es zu einer umstrittenen Nahbesserung des Einigungsvertrages, DDR-Anwälte, wie
Notare sollten noch einmal überprüft werden können. Auch bei Neuzulassung war
eine Überprüfung vorgesehen.
Bei der Überprüfung stand die Stasi-Überprüfung im Vordergrund. Die Länder
agierten unterschiedlich. Eine strenge Überprüfung scheiterte an der höchstrichterlichen Rechtsprechung. Liberalisierung des Anwaltsrechtes im Westen und Überprüfungsinteressen kollidierten. Aus Sicht der Opfer der politischen Justiz in der DDR
ist die Bilanz unbefriedigend. Die formale Stasi-Belastung scheint in einigen Regionen höher gewesen zu sein, als zu Honeckers Zeiten. Und es mutet wie ein
schlechtes Gewissen an, dass die Länder nie eine Schlussbilanz vorlegten.
Foto: Archiv Bundesstiftung Aufarbeitung, Fotobestand Marco Bertram, Bild 610
Kontakt:
Christian Booß
Am Pfarracker 50
12209 Berlin
E-Mail: c.booss@web.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer“
Workshop für Schulen und Institutionen – mit dem gleichnamigem Buch und dem
Trickfilm als Arbeitsmittel und durch Kursleiter Schwarwel (Drehbuchautor, Regisseur, Co-Buchautor von „1989 – Unsere
Heimat …“).
Die Basis der Workshops bildet der 13minütige Trickfilm „1989 – Unsere Heimat
…“, der semi-biografisch die Ereignisse
wiedergibt, die nach Ende des Zweiten
Weltkriegs und der Teilung Deutschlands
über den Kalten Krieg, die Aufrüstung, die
Opposition im Ostblock, die chinesische
Lösung und die Glasnost-und-PerestroikaPolitik hin zur Friedlichen Revolution in der
DDR und zum Fall der Mauer führten.
Historisch aufgearbeitet werden die Einzelthematiken des Trickfilms durch Texte,
die in dem Buch „1989 – Unsere Heimat …
– Der Almanach zur Friedlichen Revolution“ als anschauliche, übersichtlich gegliederte und reich illustrierte Doppelseiten
mit Aufsätzen von Historikern, Autorinnen
und Autoren wie Prof. Dr. Rainer Eckert (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig), Rolf
Sprink (Volkshochschule Leipzig), Rainer Müller (Neues Forum Leipzig), Oliver Kloss
(Archiv der Initiative Frieden und Menschenrechte Sachsen e. V.), Cosima StrackeNawka (Dipl.-Theaterwissenschaftlerin), Tobias Prüwer (der freitag) und Kristian
Schulze (Zeit) sowie von Zeitzeugen wie Bernd Stracke aufbereitet wurden.
Das vorgestellte Workshopangebot ist von Doppelstunden über GTA bis zu Wochenkursen frei einteilbar und wird auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort abgestimmt.
In den Workshops entstehen als Ergebnis eigene Arbeiten der Teilnehmer in Form
von Illustrationen, Comics und Trickfilmsequenzen.
Der Trickfilm „1989 – Unsere Heimat“ ist eine Produktion von Glücklicher Montag, in
Koproduktion mit dem MDR und wurde gefördert durch: MDM, SLM und KdFS. Das
Buch „1989 – Unsere Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer – Der Almanach zur Friedlichen Revolution“ ist eine Initiative der Sächsischen Staatsregierung
und Glücklicher Montag / AGM Leipzig GmbH. Gefördert von der Bundesstiftung
Aufarbeitung.
Kontakt:
Sandra Strauß – Produzentin & Studioleitung
GLÜCKLICHER MONTAG
AGM Leipzig GmbH | Animation • Grafik • Multimedia
Kochstr. 132 | In der Kulturfabrik Leipzig, 04277 Leipzig
Tel: 0341-91859600
E-Mail: s.strauss@gluecklicher-montag.de
www.gluecklicher-montag.de
www.1989-film.com
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GESCHICHTSMESSE 2015
Untold Stories – History Caching auf den Spuren der Friedlichen Revolution
Untold Stories ist ein Kooperationsprojekt der sächsischen Außenstellen Leipzig,
Dresden und Chemnitz des BStU, des Graffitivereins Leipzig, der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Leipzig und des Steinhaus Bautzen e.V.
Bereits im letzten Jahr waren wir mit dem Projekt „UNTOLD STORIES –History
Caching auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ auf der Geschichtsmesse vertreten. Damals standen die insgesamt 11 Workshops in Dresden, Chemnitz, Leipzig
und Bautzen noch bevor. Mittlerweile sind sie zwar vorbei, aber längst nicht Geschichte. Denn was von den vorwiegend jugendlichen Workshop-Teilnehmern beim
Comic-zeichnen, sprayen, fotografieren, rappen oder Hörspiel aufnehmen entstanden ist, hat Bestand und zeugt von der intensiven Auseinandersetzung junger Kreativer mit DDR-Geschichte und ihrer Widerspiegelung in den Stasi-Akten. Die Kunstwerke werden nicht nur auf der diesjährigen Geschichtsmesse präsentiert, sie sind
auch auf der Homepage des Projekts zu sehen und weisen zugleich den Weg zu den
an historischen Orten der Friedlichen Revolution versteckten Caches.
In der Workshop-Phase drehten Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft
und Kultur (HTWK) Leipzig einen ca. 20-minütigen Film, der auf der diesjährigen
Geschichtsmesse gezeigt wird.
Bei einem großen Jugendfest am 10.10.2014 in der Außenstelle Leipzig des BStU
zeigte sich u. a. auch Landtagspräsident und Schirmherr Dr.
Matthias Rößler begeistert von dem, was junge Leute auf die
Beine stellen können. Er nahm die Schere zur Hand und
trennte die erste Silbe des Wortes „UNtold“ ab. Aus unerzählten Geschichten hatten die WorkshopteilnehmerInnen
erzählte Geschichten gemacht, in vielerlei Handschriften.
Das Projekt selbst ist nachhaltig angelegt und wird nun für
Schülerarbeit genutzt. Dazu werden auch noch Lehrerfortbildungen angeboten.
Am 12. November 2014 wurde das Projektteam in Moritzburg mit dem Innovationspreis Weiterbildung des Freistaates
Sachsen ausgezeichnet.
Kontakt:
BStU, Außenstelle Leipzig
Gabriele Steinbach
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Tel.: 0341-2247-3187
E-Mail: Gabriele.Steinbach@bstu.bund.de
untoldstories@bstu.bund.de
www.untoldstories.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Ausstellung: Von der Bühne auf die Straße. Theaterleute und der 4. November 1989
Zu den herausragenden Ereignissen des Epochenjahres 1989 gehörte die Demonstration am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz. Während diese Großkundgebung und ihre zum Teil bewegenden Ansprachen mittlerweile zu einem Erinnerungsort der Friedlichen Revolution geworden sind, ist sehr viel weniger im historischen Gedächtnis geblieben, dass die Initiative zu dieser Veranstaltung von Angehörigen der Theaterszene in der DDR ausging. In einer überregionalen Versammlung
im Deutschen Theater in Berlin beschlossen am 15. Oktober 1989 Theaterleute aus
der ganzen Republik, der Staatsmacht entgegenzutreten und einen „Antrag" auf Demonstration zu stellen; dementsprechend gehörten eine Vielzahl von Schauspielern
und Regisseuren zu den Organisatoren und Rednern des 4. November.
Anlässlich des 25. Jahrestages der Friedlichen Revolution möchte die Ausstellung
erstmals den Anteil des Theaters der DDR am geistigen und gesellschaftlichen Aufbruch in den späten 1980er Jahren analysieren und veranschaulichen. Hierbei ist die
sehr ambivalente Rolle der Künstler zwischen staatlicher Privilegierung und eingeübter Anpassung einerseits und dem dennoch immer wieder aufflackernden Geist des
Widerspruchs auf der anderen Seite zu zeigen. Illustriert werden soll vor allem die
ästhetische Kraft der Aufführungen in der späten DDR, die zunehmend der nivellierenden Gängelung durch die staatliche Kulturpolitik und einschüchternden Repression von SED und MfS zu trotzen wussten. Zeitlose Werke von Klassikern wie Shakespeare oder Schiller dienten der kritischen Kommentierung des Zeitgeschehens.
Ebenso schrieben und inszenierten zeitgenössische ostdeutsche Autoren brisante
Parabeln des Alltags im Sozialismus. Die große Wirkung dieser Theaterabende kann
anhand der Zuschauerzahlen, Erinnerungen von Zeitzeugen und dokumentierten
Publikumsgesprächen nachvollzogen werden. Gleichzeitig werden auch die zahlreichen Steuerungsversuche und Eingriffe durch Partei und Staatssicherheit rekonstruiert.
Im Jahr 1989 verwob sich schließlich immer stärker das Geschehen auf der Bühne
mit der Unruhe im Land. Seit dem 6. Oktober 1989 traten die Theaterensembles zunehmend „aus ihren Rollen heraus", indem sie sich in entsprechenden Erklärungen
offen gegen das Regime wandten und ihre Häuser für politische Diskussionen öffneten. Dieses Engagement kulminierte in der Vorbereitung und Mitgestaltung der Demonstration am 4. November 1989.
Kontakt:
exhibeo e.V. — Gesellschaft für politische, kulturelle und historische Forschung und
Bildung, Dr. Michael Schäbitz
Veteranenstr. 14, 10119 Berlin
Tel.: 030-44351710
E-Mail: m.schaebitz@exhibeo.de
www.exhibeo-berlin.de
Zentrum für Zeithistorische Forschung, Dr. Jutta Braun
Am Neuen Markt 1, 14467 Potsdam
Tel.: 0331-28991-71
E-Mail: braun@zzf-pdm.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Symposium mit Zeitzeugengesprächen — „Das letzte Jahr der DDR – von
der Volkskammerwahl zur Wiedervereinigung“
Aus Anlass der ersten freien Volkskammerwahl am 18. März 1990 vor 25 Jahren realisiert die Deutsche Gesellschaft e. V. im Jahr 2015 ein Symposium mit Zeitzeugengesprächen zum Thema „Das letzte Jahr der DDR – von der Volkskammerwahl zur
Wiedervereinigung“. Die Bedeutung der Volkskammer für den Demokratisierungsund Einigungsprozess Deutschlands ist bisher kaum im öffentlichen Bewusstsein der
Bevölkerung verankert. Nur wenige Monate lang wurde die DDR demokratisch regiert und gleichzeitig daran gearbeitet, die SED-Diktatur im Zuge der Herstellung
der Deutschen Einheit aufzulösen. Diese Situation war einzigartig in der jüngsten
deutschen Geschichte. Das Projekt stellt daher die Volkskammerwahl sowie die erste
frei gewählte und gleichzeitig letzte Regierung der DDR als Folge dieser Wahl als
wichtige Schritte zur Wiedervereinigung in den Mittelpunkt.
Den Auftakt bildet eine Abendveranstaltung, zu der die Abgeordneten der Volkskammer zusammenkommen, um gemeinsam an das Ende der SED-Herrschaft als Meilenstein der jüngsten deutschen Geschichte zu erinnern. Am zweiten Veranstaltungstag erfolgt eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik: Renommierte
Wissenschaftler_innen gehen in Vorträgen mit Abschlussdiskussion der Vorgeschichte und den historischen Dimensionen der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR
nach. Bis heute gibt es politische Fragen zu klären, die vom Zentralen Runden Tisch
in Berlin ausgehend mit der Auflösung der ersten freien Volkskammer und der Herstellung der Deutschen Einheit im Zusammenhang stehen: Welche Vorgeschichte
liegt der ersten frei gewählten Volkskammer zugrunde? Vor welchen Herausforderungen standen die Abgeordneten? Wie handlungsfähig war die Volkskammer? Welche Entscheidungen wurden bzw. mussten getroffen werden? Wie setzte die Volkskammer die Gestaltung der parlamentarischen Demokratie um?
Am Nachmittag finden zwei Zeitzeugengespräche statt, bei denen Schüler_innen,
mit ausgewählten Zeitzeugen/Zeitzeuginnen ins Gespräch kommen können: Welche
Motive hatten die Abgeordneten, die 1990 der einzigen frei gewählten Volkskammer
der DDR angehörten? Was bewog sie für das neue Parlament zu kandidieren? Welche familiären und beruflichen Wurzeln lagen ihrer Politisierung zugrunde?
Kontakt:
Deutsche Gesellschaft e. V.
Dr. Andreas H. Apelt und Dr. Heike Tuchscheerer
Voßstraße 22
10117 Berlin
Tel.: 030-88412254
E-Mail: heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de
www.deutsche-gesellschaft-ev.de
60
GESCHICHTSMESSE 2015
Von der VdgB zum Deutschen Bauernverband —
Von der ländlichen Massenorganisation zum Agrarlobbyismus
Die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) war von der SED gegründet
worden, um sich eine Basis auf dem Lande zu schaffen und die politischen Vorgaben der SED dort durchzusetzen. Als klassischer Transmissionsriemen der SEDPolitik trug die VdgB in den 1950er Jahren zur Zerschlagung bäuerlicher Selbstverwaltungsstrukturen bei. Nach der Kollektivierung führte die VdGB eher ein Schattendasein , wurde aber in den 1980er Jahren revitalisiert, um den ländlichen Raum
attraktiver zu machen.
In dieser Situation wurden die VdgB-Funktionäre mit der friedlichen Revolution und
der Diskussion über die deutsche Einheit konfrontiert. Auch in der Bauernschaft
gärte es. Präventiv entwickelten die VdgB-Funktionäre eine Reformstrategie, um
das Vermögen der Massenorganisation, ihre Pfründe und ihren Einfluss zu erhalten.
Mit ähnlichen Manipulationsstrategien wie in der Gründungsphase wurde das Vermögen der örtlichen Genossenschaften in den Händen von VdgB-Mitarbeitern und
Funktionären gehalten. Zunächst in Konkurrenz zu den LPG-Vorsitzenden bildete
sich die VdGB zum Bauernverband der DDR um. Der Deutschen Bauernverband
und der Raiffeisenverband misstrauten einerseits den DDR-Funktionären, andererseits befürchteten sie, dass in Ostdeutschland konkurrierende und großlandwirtschaftlich orientierte Agrar- und Genossenschaftsverbände entstehen könnten. Mit
der deutschen Einheit kam es schließlich zum Zusammenschluss der ostdeutschen
mit den altbundesrepublikanischen Verbänden. Zuvor schon hatten sie sich in Geheimabkommen, auf eine
großlandwirtschaftliche Konzeption geeinigt und eine
Strategie entwickelt, diese in
Ostdeutschland und gegenüber der Bundesrepublik
durchzusetzen. Aus dem Zusammenschluss des( VdgB)Bauernverbandes der DDR
und dem Genossenschaftsverband LPG/GPG entstand ein
wirksamer Lobbyverband, in
dem die Interessen der ostdeutschen Großlandwirtschaft
dominierten.
Foto: Archiv Bundesstiftung Aufarbeitung, Fotobestand Uwe Gerig, Bild 6791
Kontakt:
Christian Booß
Am Pfarracker 50
12209 Berlin
E-Mail: c.booss@web.de
61
GESCHICHTSMESSE 2015
Zug der Freiheit —
Theaterprojekt mit Schülern der Partnerstädte Plauen und Hof
Das Stück: Gerade sind die Eltern zum ersten Mal allein in den Urlaub gefahren, da
findet ein Hofer Geschwisterpaar zu Hause ein spannendes, vergilbtes Foto. Sie sehen darauf ihre junge Mama, glücklich in die Kamera lächeln. Die andere Frau auf
dem Foto kennen sie nicht. Die Schrift auf der Rückseite enthüllt „ich und Mama im
Sommer 1989“. Sie haben sich immer Großeltern gewünscht. Mama hat erzählt, sie
hätte schon lange keine Eltern mehr. Trotzig beschließen sie, dem geheimnisvollen
Foto auf die Spur zu kommen. Ist das
im Hintergrund nicht das geteilte Dorf
Mödlareuth? Als Ferienabenteuer der
besonderen Art begeben sie sich auf
die Suche und entdecken dabei
deutsch-deutsche Geschichte, die
Stadt Plauen und ihre eigene Herkunft.
Das Projekt: Schüler der Dr.-Chr.Hufeland Oberschule Plauen und der J.
-G.-A.-Wirth-Realschule Hof folgten
den Figuren ihres Theaterstückes auf
deren Spurensuche. Ausgehend von
der Frage, was Freiheit für sie selber
ist und bedeutet, begegneten sie den
Menschen und Ereignissen der friedlichen Revolution von 1989 in Mödlareuth und Plauen. Während der Proben
im Theatercamp stießen sie auf unterschiedliche Perspektiven, aber auch
auf Gemeinsamkeiten. Freundschaften entstanden.
Zu sehen war ihre Inszenierung im
Oktober 2014 u.a. an zwei historischen Orten: Im Bahnhof Hof rollten
die ersten Züge aus Prag ein. Am
Spielort, der alten Kantine, wurden
die Flüchtlinge empfangen. In Plauen
belagerten die Menschen, die sich ebenso nach Freiheit sehnten, ihren Bahnhof.
25 Jahre nach der Wende eigneten sich die Jugendlichen beider Städte so Geschichte
und Geschichten an, verkörperten sie und schrieben mit ihrem Theaterstück selbst
Geschichte.
Kontakt:
Theater Plauen-Zwickau
Steffi Liedtke
Tel.: 03741-2813-4827
E-Mail: liedtke@theater-plauen-zwickau.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Anpassung, Opposition und Repression in der SED-Diktatur
Wanderausstellung
„Rotstift. Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR“
Die Wanderausstellung zeichnet die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit
unter den Bedingungen der SED-Diktatur nach.
Mit Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Oktober 1949 trat
deren Verfassung in Kraft. Darin wurde die freie Meinungsäußerung verankert und
eine Zensur ausdrücklich ausgeschlossen. Dennoch baute die SED das Mediensystem zu einem komplexen institutionellen und personellen Lenkungs- und Kontrollsystem weiter aus. Der Großteil der regionalen und überregionalen Tageszeitungen
sowie Wochenzeitungen waren „Organe der SED“, gehörten einer SEDMassenorganisation an oder wurden von den gleichgeschalteten Blockparteien herausgegeben. Auch der Rundfunk und das Fernsehen sendeten auftragsgemäß. Die
Kompetenzen und Einflussnahmen von Staat und Partei auf Presse, Rundfunk und
Fernsehen waren allumfassend. Die letzte Instanz waren schließlich die Staats- und
Parteichefs Walter Ulbricht bzw. Erich Honecker, die als oberste Chefredakteure immer wieder Einfluss auf die Medien nahmen.
Die Ausstellung widmet sich in einem weiteren Themenkomplex den Möglichkeiten,
gegen die Einschränkung dieser Rechte entweder aufzubegehren oder diese zu umgehen. Vor allem richtet sich der Blick auf die sich in den 1980er-Jahren gründenden
politisch-alternativen Gruppen, die sich mit den „klassischen“ Tabuthemen Frieden,
Umwelt, Erziehung oder Menschenrechten beschäftigten. Sie gaben sich immer weniger mit den parteigerechten, manipulierten und realitätsfernen Informationen der
SED und ihren Medien zufrieden. Sie begehrten dagegen auf und bauten sich ihr eigenes Informationssystem und eine Gegenöffentlichkeit auf. Sie stellten selbst verfasste Publikationen her und brachten sie in Umlauf.
Die Gruppen knüpften auch Kontakte zur westdeutschen Presse. Bedeutsam waren vor allem Funk und
Fernsehen, da diese in der DDR zu empfangen waren.
Die Ausstellung zeigt, wie sich die jahrelange Unterdrückung von Freiheitsrechten explosionsartig ausdrückte. Im Herbst 1989 wurden schließlich im gesamten Land auch die Forderungen nach Presseund Meinungsfreiheit immer lauter. Der letzte Themenschwerpunkt zeichnet das Gründungsfieber Ende 1989 und Anfang 1990 nach. Aufgrund der Aufbruchsstimmung im Land und um das Meinungsmonopol der SED zu brechen, gründeten sich erste
Zeitungen und Verlage im Herbst 1989. Das Projekt wurde mit Mitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert.
Kontakt:
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., Haus der Demokratie
Andreas Peter Pausch
Bernhard-Göring-Str. 152
04277 Leipzig
Tel./Fax: 0341 / 30 65 175
www.archiv&buergerbewegung.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Satire zwischen den Zeilen: Das Kabarett der DDR im Widerspruch
zwischen System-Kritik und System-Schmeichelei
Vortrag zum Kabarett in einer Diktatur mit Film und Ton
Aufgabe der Satire ist es, als negativ empfundene gesellschaftliche Zustände und
individuelle Handlungen mit den Mitteln der aggressiv-ironischen Übertreibung
bloßzulegen, sie der Lächerlichkeit preiszugeben, sie zu negieren und zumindest
„moralisch zu töten“. Dies gilt auch für die Satire in einem sozialistischen System.
Die überwiegende Mehrheit der Kabarettisten in der DDR waren Sozialisten. Sie
wollten mithilfe des Kabaretts zum Aufbau einer neuen Gesellschaft beitragen. Als
Sozialisten wollten sie „Dafür“, als Satiriker mussten sie „Dagegen“ sein. Damit befanden sie sich, bewusst oder unbewusst, in einem kabarettistischen Widerspruch.
Der Vortrag „Satire zwischen
den Zeilen“ beschäftigt sich mit
der Vielschichtigkeit des Kabaretts in der auf dem Ideal des
Sozialismus beruhenden Diktatur in der DDR. Anhand von
zahlreichen Biografien, Hintergrundgeschichten sowie Filmund Tondokumenten wird veranschaulichend dargestellt, wie
einzelne Kabarettisten immer
wieder versuchten, mit geschickt platzierten Texten die
Allmacht der Funktionäre der
Lächerlichkeit preiszugeben. Mit
einer ‚Satire zwischen den Zeilen‘ gelang es zumindest zeitweise die Zensur zu überlisten und ernsthafte Kritik zu
üben. Dagegen finden sich in den Kabaretts aber ebenso Beispiele von lobhudelndem Stolz auf die „sozialistischen Errungenschaften“ bis hin zur plumpen Anbiederei
an die politische Obrigkeit. Darin eingebettet wiederum waren Texte mit hochwertiger humorvoller Unterhaltung wie auch harmlosen an der Oberfläche plätschernden
Späßen.
In Kombination mit Film- und Toneinblendungen aus den für das DDR-Kabarett repräsentativen Ensembles, wie Distel (Berlin), Pfeffermühle (Leipzig), Herkuleskeule
(Dresden) und Kneifzange (Nationale Volksarmee) vermittelt der Vortrag ein differenziertes Bild von einer besonderen Art Kabarett in einem untergegangenen „real
existierenden Sozialismus“.
Kontakt:
Jürgen Klammer
Schwägrichenstraße 1
04107 Leipzig
Tel.: 0341-9757524
E-Mail: juergen.klammer@kabelmail.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Institutionenvorstellung: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main mit dem Ziel gegründet wurde, Menschen zu unterstützen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen. Nach Auffassung der IGFM gehören neben dem Recht
auf Leben und Sicherheit der Person die bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs-, Religions- und Pressefreiheit zu den wichtigsten Menschenrechten.
IGFM hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom
10. Dezember 1948 zur Grundlage ihrer Arbeit erklärt.
Die IGFM ist inzwischen weltweit durch 38 Sektionen und nationale Gruppen vertreten. Die deutsche Sektion der IGFM hat rund 3.000 Mitglieder. Sie hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen.
Die IGFM ist eine als gemeinnützig und mildtätig anerkannte Nichtregierungsorganisation, deren Arbeit größtenteils von Ehrenamtlichen geleistet wird.
Zur Unterstützung politisch oder religiös Verfolgter arbeitet die IGFM u.a. mit Appellen, Unterschriftenaktionen und Protestbriefen. Außerdem informiert sie über
Menschenrechtsverletzungen, denn öffentliche Aufmerksamkeit ist eine wichtige
Voraussetzung, um Einzelschicksale und strukturelle Probleme lösen zu können. Zusätzlich zu Presse-, Lobby und Bildungsarbeit leistet die IGFM auch Aufklärung und
Menschenrechtserziehung. Dazu werden Seminare über Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte veranstaltet.
Über die traditionelle Menschenrechtsarbeit hinaus, leistet die IGFM auch humanitäre Hilfe in Form von Paketaktionen und Hilfsgütertransporten. Diese Transporte gehen überwiegend nach Rumänien, ins Baltikum und nach Bosnien.
Kontakt:
Friedhelm Plassmeier und Oskar Grimm
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9
60388 Frankfurt / Germany
Tel.: 069-420 108-15
www.menschenrechte.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
„Alles unter Kontrolle? Die DDR-Staatssicherheit“:
Eine Handreichung für den Unterricht
„Das sind doch Stasi-Methoden!“, dieses geflügelte Wort wird oft verwendet, wenn
es heute um Überwachung, Einschüchterung und Repression geht. Wer und was
aber war die Stasi wirklich? Wie hat sie gearbeitet und welche Rolle spielte sie in
der DDR? Was bedeutete es, ins Stasi-Visier zu geraten? Diese und andere Fragen
können mit dem Lernmaterial „Alles unter Kontrolle? Die DDR-Staatssicherheit“ im
Unterricht oder in außerschulischen Zusammenhängen selbstständig bearbeitet
werden.
Methodisch eignet sich das Heft, das im Herbst 2014 in der Reihe
„Geschichtsunterricht praktisch“ des Wochenschau-Verlags erschienen ist, besonders für die quellengestützte Arbeit in Gruppen.
Kontakt:
Dr. Axel Janowitz
Bildungsteam der Stasi-Unterlagen-Behörde
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin
Postanschrift: 10106 Berlin
Tel.: 030 2324-8834
E-Mail: bildung@bstu.bund.de
www.bstu.de
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GESCHICHTSMESSE 2015
Stasi 3.0
Stasi 3.0. ist ein interaktives Multimedia Projekt, dass den User in die Rolle eines
Beamten des SED-Überwachungsstaats schlüpfen lässt. Die Aufgabe des Users,
bzw. Spielers ist es, Informationen über seine Mitbürger zu sammeln und diese auszuwerten. Gesucht werden angebliche Staatsfeinde, so genannte „feindlich-negative
Kräfte“. Um diese ausfindig zu machen, geraten allerdings auch unbescholtene
Staatsbürger ins Visier und werden überwacht.
Der Fokus des Projekts liegt auf den
Geschichten und Entscheidungsmöglichkeiten, die der User hat. Dadurch,
dass er technische Möglichkeiten der
Überwachung bekommt, erfährt er
spannende Geschichten über seine
Mitbürger. Dabei wird er vor die Wahl
gestellt, ob er diese Geschichten weiter bespitzeln möchte oder die Privatsphäre seiner Nachbarn respektiert. Auch muss er Entscheidungen
treffen, die nachhaltige Auswirkungen
mit sich bringen. Er kann Menschen
retten oder ganze Familien verhaften
lassen. Er bekommt Macht und Verantwortung.
Stasi 3.0 bietet somit:
• Sich einfühlen können in die Figur eines Staatsbeamten, der seine
Mitmenschen überwacht.
• Die schmale Grenze aufzeigen zwischen Verbrechensprävention und
einer Totalkontrolle eines diktatorischen Systems.
• Das moralische Dilemma aufzeigen, Teil eines geheimen Systems zu
sein — entscheiden zu müssen, wie weit man geht und an welchem
Punkt man aussteigt. Ist man ein Edward Snowden oder bleibt man
dem System treu?
Dies erlebbar machen innerhalb eines interaktiven Computerspiels –
das ist Stasi 3.0.
Kontakt:
Trotzkind GmbH i. Gr.
z. Hd. Nico Nonne
Kreutzigerstraße 13
10247 Berlin
E-Mail: nico@trotzkind.com
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GESCHICHTSMESSE 2015
Bürokratopoly: Ein Lehrspiel aus der DDR (15.00-16.30 Uhr)
Unter dem Titel „Bürokratopoly“ wird die Neuerscheinung eines Gesellschaftsspiels
aus der DDR vorgestellt. „Bürokratopoly“ ist eine Erfindung von Martin Böttger, die
er 1983/84 inoffiziell verbreitete. Damals wie heute ist das Ziel des Spiels, Machtund Herrschaftsstrukturen der DDR nachvollziehbar und somit auch kritisierbar zu
machen. „In einer zentralistischen Funktionärsbürokratie wie der DDR, war es das
Streben nach gesellschaftlichem Aufstieg, nach Macht, das das System zusammenhielt“, betont Martin Böttger. Ziel der Spielfiguren ist der Posten des SEDGeneralsekretärs – wer gewinnen will, muss betrügen, kungeln oder denunzieren.
Die Staatssicherheit attestierte „Bürokratopoly“, dass es „die gesellschaftlichen Verhältnisse verächtlich“ machen würde – ein riskanter Vorwurf für die damaligen
Spielerinnen und Spieler, denn die „Verächtlichmachung“ der DDR war strafbar.
Für
Schülerinnen &
Schüler!
Die Neuauflage bietet neben dem Spielplan weiterführende Informationen und Unterrichtsmaterial für die Schule an. Dadurch ist es besonders für das Spielen in der
Klasse geeignet.
Wir wollen „Bürokratopoly“ mit Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern spielen
und gemeinsam ausprobieren. Die Veranstaltung wird max. 90 Minuten dauern.
Am Abend wird Martin Böttger, der Erfinder des Spiels, im Rahmen des Podiumsgesprächs um 19.30 Uhr davon berichten, wie er das Spiel entwickelte und auf welche
Weise es in der DDR genutzt wurde. Sabine Börner-Grimm gibt einen Einblick in die
Verbreitung des Spiels Mitte der 1980er Jahre in der DDR (s. Seite 11).
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GESCHICHTSMESSE 2015
Biographien der Referentinnen und Referenten
(in alphabetischer Reihenfolge)
Prof. Dr. Bettina Alavi
Bettina Alavi studierte Geschichte und Deutsch an der Freien Universität Berlin und
war von 1988 bis 1992 im Schuldienst in Berlin tätig. Anschließend war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Geschichtsdidaktik an der Technischen Universität Berlin
und promovierte 1998 zum interkulturellen Geschichtsunterricht. Seit September
2001 ist sie Studienrätin a.e.H. und seit 2006 Professorin für Geschichte und ihre
Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Bettina Alavi war von Oktober
2010 bis September 2014 Dekanin der Fakultät für Natur- und Gesellschaftswissenschaften.
Sabine Börner-Grimm
Sabine Börner-Grimm arbeitete von 1981 bis 1991 als Krankenschwester in Crimmitschau und Berlin. Bereits 1981 bekam sie erste Kontakte zur kirchlichen friedensbewegung in Königswalde. Ihr Wunsch, ein Medizinstudium zu absolvieren, wurde ihr
verwehrt. 1984 lehnte sie einen Anwerbeversuch der Stasi ab und war später Mitbegründerin der Initiative für Frieden– und Menschenrechte und der illegalen Zeitschrift
“grenzfall”. Bis 1993 war sie als Koordinatorin im Haus der Demokratie Berlin, Grüne
Liga e.V. tätig. In 1997 erlangte sie ein Diplom in Sozialarbeit/Sozialpädagogik. Seit
1998 arbeitet Sabine Börner-Grimm als Schuldner- und Insolvenzberaterin bei der
AWO.
Dr. Martin Böttger
Martin Böttger studierte bis 1970 Physik an der TU Dresden. Von 1972 bis 1979 arbeitete er als Programmierer in Karl-Marx-Stadt und Berlin, anschließend war er bis
1983 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Bauakademie in Berlin. Daneben promovierte er an der Technischen Universität Dresden. Seit 1972 engagierte
sich Böttger aktiv in der kirchlichen Friedensarbeit. Er gehörte zu den Mitbegründern
der Initiative für Frieden und Menschenrechte und war Leiter der Arbeitsgruppe
„Menschenrechte und Justiz“. Im September 1989 nahm er am Gründungstreffen des
Neuen Forums in Grünheide bei Berlin teil und übernahm die Koordination des Neuen
Forums im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Zur ersten freien Volkskammerwahl am 18. März
1990 trat er auf der Liste von „Bündnis 90“ an. Martin Böttger arbeitete 1990 an der
Arbeitsgruppe „Landesverfassung für Sachsen“ mit und war bis 1994 als Mitglied des
Sächsischen Landtages in der Fraktion „Neues Forum/Bündnis 90/Die Grünen“. Von
2001 bis 2010 leitete Martin Böttger die Außenstelle Chemnitz des Bundesbeauftragten für die MfS-Unterlagen. Heute ist er Vorstandsvorsitzender des Martin-LutherKing-Zentrums für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. Werdau.
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GESCHICHTSMESSE 2015
Dr. David Clarke
David Clarke ist seit 2003 im Department of Politics, Languages & International
Studies an der University of Bath als Dozent tätig. Nach Beendigung des Bachelorstudiums in Modern Languages in Leeds, schloss er den Master in German studies
am University College in London ab und promovierte dann an der University of Wales
Swansea. Er lehrte er an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz sowie an der
Nottingham Trent University. Seit 2005 ist er Studienleiter für den Master in European Cinema Studies an der University of Bath. Seine Forschungsschwerpunkte liegen
auf der Erinnerungspolitik, dem kulturellen Gedächtnis, der Literatur der DDR, der
zeitgenössischen deutschen Literatur und dem deutschen Film.
Auswahl Publikationen: The self in transition: East German autobiographical writing
before and after unification (2012); Remembering the German Democratic Republic:
divided memory in a united Germany (2011); The Politics of Place in Post-War Germany: Essays in Literary Criticism (2009).
Christian Dietrich
Christian Dietrich ist seit 2013 Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SEDDiktatur im Freistaat Thüringen. Als ihm aufgrund seines Engagements in der Jungen
Gemeinde Jena das Abitur verwehrt wurde, absolvierte er von 1982 bis 1985 eine
Abiturausbildung am Kirchlichen Proseminar Naumburg. Ab 1986 besuchte er das
kirchliche Oberseminar in Naumburg und Leipzig. Er gehörte Friedensarbeitskreisen
an und war außerdem Gründungsmitglied des Arbeitskreises Solidarische Kirche. Der
Mitherausgeber von „Ostkreuz“ und „Glasnost“ organisierte Demonstrationen in
Naumburg und Leipzig. Im März 1989 war Christian Dietrich Mitbegründer der Initiative zur demokratischen Erneuerung. Im Herbst 1989 beteiligte er sich an dem Aufbau des Neuen Forums und des Demokratischen Aufbruchs und war 1991 u.a. Mitbegründer und im Vorstand des Archivs Bürgerbewegung Leipzig. In 1992 wurde er Mitarbeiter am Institut für kirchliche Zeitgeschichte in Naumburg und Repetent an der
Kirchlichen Hochschule Naumburg. Von 2000 bis 2013 betätigte Christian Dietrich
sich als Pfarrer in Nohra bei Weimar.
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GESCHICHTSMESSE 2015
Rainer Eppelmann
Rainer Eppelmann arbeitete als Dachdeckergehilfe und absolvierte von 1962 bis
1964 eine Maurerlehre. 1966 verweigerte er de Wehrdienst mit der Waffe und den
Fahneneid, war acht Monate Haft und wurde Bausoldat. Bis 1975 studierte er Theologie an der Predigerschule Paulinum in Berlin. Er war als Pfarrer in der Samariterkirchengemeinde und als Kreis-Jugendpfarrer im Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain
tätig. Rainer Eppelmann organisierte die innerkirchlich umstrittenen Bluesmessen, zu
denen Jugendliche aus der ganzen DDR kamen. 1982 verfasste er mit Robert Havemann den Berliner Appell „Frieden schaffen ohne Waffen" und unterstützte zahlreiche Aktivitäten kirchlicher Friedens- und Menschenrechtsgruppen. Er war 1989
Mitbegründer des Demokratischen Aufbruchs (DA) sowie von Dezember 1985 bis
März 1990 DA-Sprecher am Zentralen Runden Tisch. Ab Februar 1990 war er Minister ohne Geschäftsbereich in der zweiten Regierung Hans Modrow. Einen Monat später übernahm er den Vorsitz des DA und wurde Abgeordneter der Volkskammer in der
Fraktion CDU/DA. Ab Abril 1990 war Rainer Eppelmann Minister für Abrüstung und
Verteidigung im Kabinett von Lothar de Maizière. Es folgte eine 15-jährige Amtszeit
als CDU-Abgeordneter des Deutschen Bundestags und der Vorsitz bei den beiden Enquete-Kommissionen zur Aufarbeitung der Geschichte und der Folgen der SEDDiktatur. Seit 1998 ist er ehrenamtlicher Vorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Dr. Carmen Everts
Carmen Everts studierte bis 1994 Rechts-, Geschichts- und Politikwissenschaften an
der Universität Mannheim. Anschließend schloss sie ihre Promotion an der Technischen Universität Chemnitz mit einer Arbeit zur Extremismusforschung ab. Carmen
Everts war mehrere Jahre im Bereich der Politikberatung und Landespolitik in Hessen
tätig und Abgeordnete des Hessischen Landtags (2008/09). Seit 2010 ist sie Referatsleiterin der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung mit den
Schwerpunkten Diktaturforschung, Linksextremismus und Demografischer Wandel.
Seit 2014 ist sie Geschäftsführerin der Stabsstelle Bundesratspräsidentschaft der
Hessischen Staatskanzlei zur Vorbereitung und programmatischen Begleitung des
25. Jahrestags der Deutschen Einheit.
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GESCHICHTSMESSE 2015
Michael Geithner
Michael „Geis“ Geithner aus Königswalde bei Zwickau studierte Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in PotsdamBabelsberg. Als freier Regisseur, Autor und Musiker realisierte er Berichte, Videos
und Kurzfilme für Fernsehen und Internet. Unter anderem arbeitet er derzeit als Social Media Manager für das DDR Museum. Das Thema „Spiel“ zieht sich als roter
Faden durch seine unterschiedlichen Projekte. 2011 rief er gemeinsam mit Martin
Thiele die Spieleinitiative „Nachgemacht – Spielekopien aus der DDR“ ins Leben. Gemeinsam realisierten sie mehrere Ausstellungen, veröffentlichten ein Buch, eine App
und zuletzt das Lehrmaterial Bürokratopoly.
Dr. Michaela Hänke-Portscheller
Michaela Hänke-Portscheller ist Fachleiterin für Geschichte am Zentrum für
schulpraktische Lehrerausbildung Detmold und Gymnasiallehrerin in Bielefeld für die
Fächer Geschichte, Philosophie, Deutsch und Sozialwissenschaften. Sie studierte in
Bielefeld, Bochum und Düsseldorf und ist seit 1989 Initiatorin und Moderatorin facettenreicher Begegnungen von Lehrern und Schülern aus Sachsen und NordrheinWestphalen sowie von Zeitzeugenbegegnungen in Leipzig, Bielefeld, Berlin und Bochum. Michaela Hänke-Portscheller war Mitglied in der „Deutschland-AG“ am
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, in der Konzepte für Lehrplanempfehlungen zum Umgang mit der „verflochtenen deutschen Parallelgeschichte“ entwickelt wurden. Außerdem hat sie Lehrerfortbildungen zum Thema „Erziehung
zu demokratischen Werten“ entwickelt und geleitet.
Publikation: Berufswerkstatt Geschichte. Lernorte für die Erinnerungskultur (2003).
Dr. Frank Hoffmann
Frank Hoffmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Geschäftsführer des Instituts
für Deutschlandforschung an der Ruhr Universität Bochum. Von 2001 bis 2006 war
er Koordinator des Promotionskollegs Ost-West. Seine derzeitigen Forschungsprojekte gelten den Themen: Kulturgeschichte der DDR in der Region, Kulturgeschichte
der Europäischen Revolution von 1989/91, sowie einem Zeitzeugenprojekt zur DDRGeschichte an Schulen in Nordrhein-Westphalen.
Auswahl Publikationen: Kulturgeschichte der DDR. Ein Überblick. Landeszentrale für
politische Bildung Thüringen und Bundesstiftung Aufarbeitung, 2014; Weite und Vielfalt“ an der Peripherie. Kultur als Differenz in der DDR. Arbeitsbericht über kulturelle
Orte in der Region Gera/Altenburg, 2002 (zusammen mit Silke Flegel).
72
GESCHICHTSMESSE 2015
Dr. Julia Landau
Julia Landau studierte bis 1998 an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und an
der Universität Basel Neuere und Neuste Geschichte, Slawistik und öffentliches
Recht. In den Jahren 1998/99 arbeitete sie als Projektassistentin am Ökomedia Institut e.V. Freiburg für das „Tacis Environmental Awarenness Raising Programme“ der
Europäischen Union in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Anschließend
war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Osteuropäische Geschichte
tätig. Im Jahr 2004 erhielt sie die Graduiertenförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
und schloss ihre Promotion an der Ruhr-Universität Bochum ab. Von 2008 bis 2012
wirkte Julia Landau an einem Forschungsprojekt über Entschädigungszahlungen an
ehemalige Zwangsarbeiter und NS-Opfer in der Ukraine und der Republik Moldau
mit. Seit 2012 arbeitet sie als Kustodin für die Geschichte des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 bei der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.
Professor Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter
Heinrich Oberreuter war von 1993 bis 2011 Direktor der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Seit 1980 bis zu seiner Emeritierung im September 2010 war er
zugleich Ordinarius für Politikwissenschaft an der Universität Passau. 2012 übernahm
er die Leitung der Redaktion der 8. Auflage des Staatslexikons. Nach dem Studium
der Politik- und Kommunikationswissenschaft, der Geschichte und der Soziologie in
München war er wissenschaftlicher Assistent am dortigen Geschwister-Scholl-Institut
und beim Deutschen Bundestag. Anschließend war er Professor am Otto-SuhrInstitut der Freien Universität Berlin und von 1991 bis 1993 Gründungsdekan für
Geistes- und Sozialwissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Er ist
Gastprofessor am Darmouth College N. H. (USA) und hat u. a. an der Harvard, der
Columbia und der Georgetown University, an der Sorbonne, an der Běijīng University, an der National Taipeh University sowie an den Akademien der Wissenschaft in
Kiew und Moskau doziert.
Jüngste Publikationen: Wendezeiten. Zeitgeschichte als Prägekraft politischer Kultur
(2010); Republikanische Demokratie. Der Verfassungsstaat im Wandel (2012) sowie
Öffentlichkeit, Politik, Demokratie: Interdependenzen der Macht (Buchbeitrag 2013).
Bodo Ramelow
Bodo Ramelow ist Politiker der Linkspartei und seit dem 5. Dezember 2014 Ministerpräsident des Freistaates Thüringen. Er wurde in Osterholz-Scharmbeck geboren und
wuchs in Rheinhessen in einem evangelischen Elternhaus auf. 1971 beendete er die
Hauptschule und erlernte von 1971 bis 1974 bei Karstadt in Gießen den Beruf des
Einzelhandelskaufmanns. 1975 erwarb er die Mittlere Reife und 1977 die
kaufmännische Fachhochschulreife. Er absolvierte die IHK-Prüfung zum Ausbilder
und wurde später Filialleiter bei der Jöckel Vertriebs GmbH Marburg. Von 1981 bis
1990 war Bodo Ramelow Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen. Um beim Aufbau
der Gewerkschaftsstrukturen in den neuen Bundesländern zu helfen, ging er 1990
nach Thüringen. Dort war Bodo Ramelow bis 1999 Landesvorsitzender der
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GESCHICHTSMESSE 2015
Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV). Von 2001 bis 2005 sowie
von 2009 bis 2014 war er als Fraktionsvorsitzender der Linken Oppositionsführer im
Thüringer Landtag und von 2005 bis 2009 Mitglied des Bundestages.
Robert Rückel
Robert Rückel ist Gründungsdirektor des DDR Museums und leitet das Projekt und
die Ausstellungskonzeption von 2005 an. Der studierte Betriebswirt und Werbefachwirt arbeitete vorher als freiberuflicher Projekt- und Kulturmanager und organisierte Kongresse und Veranstaltungen. Robert Rückel ist neben seiner Funktion im
DDR Museum als Verleger, Autor und als Berater für Museen, Ausstellungen und freie
Kulturprojekte tätig, außerdem ist er im Vorstand des Interessenverbandes der touristischen Attraktionen Berlins.
Patrick Stegemann
Patrick Stegemann arbeitet als Redakteur und Autor für Hörfunk- und Multimediaformate für die Kooperative Berlin. In dem Redaktionsbüro ist er u.a. verantwortlich
für die tägliche Radiokolumne Zeitmaschine von Dradio Wissen, die er mitentwickelt
hat. Zuvor studierte er Kommunikationswissenschaft und Sozialwissenschaften an
der Universität Erfurt und der Humboldt-Universität Berlin, sowie Hebräisch und
Peace and Conflict Studies in Be’er Scheva und Haifa. Für die Longform-Story „Die
Revolution und ihre Kinder — Ostdeutschland eine Generation später“ begab sich
Patrick Stegemann als Autor und Wendegeborener auch auf eine Reise in seine
eigene Vergangenheit und Gegenwart.
Martin Thiele
Martin Thiele aus Saalfeld an der Saale studierte Medienwissenschaft an der Universität Bayreuth, der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und der Universität Potsdam. Als freischaffender Medienkonzepter und Game Designer realisierte er diverse
spielerische Medienperformances. 2011 rief er gemeinsam mit Michael Geithner die
Spieleinitiative „Nachgemacht“ ins Leben und baute damit eine umfassende
Sammlung handgefertigter DDR Spiele auf. Seit 2013 promoviert er zum Thema
„Spiel, Staat und Subversion“ an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Vermittlung komplexer Inhalte durch
Spielformen.
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GESCHICHTSMESSE 2015
Mirjam Triebe
Mirjam Triebe ist in Brandenburg (bei Cottbus) aufgewachsen und hat nach dem
Abitur für ein Jahr als Europäische Freiwillige an einer Schule in Irland unterricht.
2011 schloss sie ihr Bachelor-Studium der Anglistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt ab. Anschließend absolvierte Mirjam Triebe ein Master-Studium in International Multimedia Journalism an der Newcastle University in
England. Zurück in Deutschland arbeitete sie Radio Funkwerk – Der Offene Kanal für
Erfurt und Weimar in einem Jahrespraktikum. Seit 2013 ist sie in verschiedenen
Bereichen selbstständig tätig. Sie engagiert sich in einem Verein zur Förderung
junger KünstlerInnen in Erfurt (Klanggerüst e.V.).
Wolfgang Triebe
Wolfgang Triebe aus Neustädtel im Erzgebirge war zunächst als Bäcker im familieneigenen Betrieb tätig. Er leistete seinen Wehrdienst bei der Nationalen
Volksarmee als Bausoldat und studierte anschließend Theologie in Berlin und Erfurt.
Von 1984 bis 1998 war er als Pfarrer der evangelischen Kirche in Sachsen und Brandenburg tätig und 1989 Mitbegründer der SDP im Landkreis Torgau. Seit 1998 ist er
selbstständiger Redner. Er wohnt heute wieder in Neustädtel und ist in der SPD aktiv.
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GESCHICHTSMESSE 2015
Anhang
Organisatorische Hinweise
Wohin kann ich mich wenden, wenn ich eine Frage habe?
Der Empfangstisch der Bundesstiftung Aufarbeitung im Foyer des Hotels ist während der Veranstaltungszeiten ständig besetzt.
Wo melde ich mich für die Parallelveranstaltungen am 30. Januar an?
Im Lesebuch finden Sie als Extrablatt das Anmeldeformular. Füllen Sie dies bitte
aus und geben es am ersten Tag der Geschichtsmesse bis 18.30 Uhr am Empfangstisch im Foyer des Hotels ab.
Wo finden die Parallelveranstaltungen am 30. Januar statt?
Die Seminarräume befinden sich im ersten Untergeschoss und sind nach Bundesländern benannt: Sachsen 1, Sachsen 2, Hessen, Niedersachsen, Saarland. Jeder
Raum ist zusätzlich mit einem Display gekennzeichnet, auf dem die einzelnen Sektionen und die jeweiligen Präsentationen benannt werden. Außerdem gibt es im
Erdgeschoss den Herbert-Roth-Saal. Er wird ebenfalls am Freitag genutzt und ist
wie die Räume im Untergeschoss entsprechend gekennzeichnet.
Wann beginnen die einzelnen Veranstaltungen?
Die Veranstaltungen beginnen pünktlich, wie im Programm angegeben.
Wo und wann findet der „Markt der Möglichkeiten“ statt?
Der „Markt der Möglichkeiten“ findet im Vorraum des Herbert-Roth-Saals im Erdgeschoss sowie im Herbert-Roth-Saal statt. Geöffnet ist der Markt vom 29. Januar,
13 Uhr, bis zum 31. Januar, 13 Uhr.
Was beinhaltet die Tagungsgebühr?
Die Tagungsgebühr schließt bis zu zwei Übernachtungen ein sowie die Verpflegung
während der Veranstaltung (inkl. Tischgetränke) zu den im Programm angegebenen Zeiten für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie die Kaffeepause. Weitere
Speisen und Getränke an anderen Orten, etwa an der Bar, im Restaurant oder im
Hotelzimmer müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.
Wann und wo gibt es Frühstück, Mittagessen und Abendbrot?
Frühstück: ab 6:30 Uhr im Restaurant „Philharmonie“; Mittagessen und Abendbrot:
siehe Programm, im Restaurant „Philharmonie“. Bitte tragen Sie immer Ihr Namensschild!
Bis wann müssen am Abreisetag die Zimmer geräumt werden?
Jeweils bis 11:00 Uhr.
Wo kann das Gepäck zwischengeparkt werden?
An der Rezeption im Gepäckraum.
Wo gibt es einen Raucherbereich?
An der frischen Luft (und in der Hotelhalle neben der Rezeption,
„Raucherkabinett").
76
GESCHICHTSMESSE 2015
Schulische Bildungsangebote der Bundesstiftung Aufarbeitung
Junge Leute wissen wenig über deutsche Zeitgeschichte nach 1945, besitzen aber
großes Interesse, mehr zu erfahren. Die Bundesstiftung will besonders diejenigen,
die nach 1990 geboren sind, unterstützen – ohne eine Vielzahl von bundesweit agierenden Kooperationspartnern würden alle Versuche zur Netzwerkbildung jedoch ins
Leere laufen.
Umfassendes Rechercheangebot: Der Bildungskatalog
Erste Anlaufstelle für einen Überblick zu existierenden didaktischen
Angeboten ist der Bildungskatalog SED-Diktatur und deutsche Teilung, der auf der Homepage der Bundesstiftung unter http://
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/der-bildungskatalog-derbundesstiftung-aufarbeitung-1346.html abrufbar ist: Dort sind derzeit 247 didaktisch aufbereitete Materialien für den schulischen wie
außerschulischen Unterricht zur Geschichte von Sowjetischer Besatzungszone und DDR, zur deutschen Teilung sowie zu Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit verzeichnet. Mit Hilfe von Themenschlagwörtern oder über die Volltextsuche lassen sich die passenden Angebote recherchieren.
Das Spektrum des Bildungskatalogs ist groß: Es reicht von Themen wie Opposition
und Widerstand, politische Verfolgung und Repression, Jugend, Umwelt und Diktaturalltag zu spezifischen historischen Ereignissen wie dem Mauerbau, politischen Phasen wie die der neuen Ostpolitik oder Bewegungen wie der polnischen Gewerkschaft
Solidarnosc. Die Suche lässt sich darüber hinaus auf einzelne Jahrzehnte, Unterrichtsfächer und Klassen-stufen eingrenzen. Sämtliche Materialien sind kurz beschrieben und mit zusätzlichen An-gaben und Bestellinformationen versehen. Auch
die didaktische Aufbereitung der einzelnen Medien wird näher erläutert. Der Bildungskatalog verzeichnet vielfältige Mediengattungen: Arbeitsblätter, DVDs mit Begleitheften, Exkursionshefte, CD-Rom, Foliensätze, Zeitschriften und Plakatausstellungen.
Zeitzeugen recherchieren und einladen:
www.zeitzeugenbuero.de
Mit dem Bildungsportal www.zeitzeugenbuero.de unterstützt die Bundesstiftung Aufarbeitung seit 2009 die Zeitzeugenarbeit für die historisch-politische Bildung. Eingerichtet mit Unterstützung aller Bundes-länder und des Bundesministeriums des Innern sowie des Bundesbeauftragten
für Kultur und Medien, vermittelt das Online-Angebot Lehrerinnen und Lehrern bundesweit den Kontakt zu Zeitzeugen, die die Jahrzehnte der SED-Diktatur und der
deutschen Teilung miterlebt haben. Ziel des Projektes ist es, jungen Menschen
„Erinnerungsbrücken“ zu bauen, die die deutsche Zweistaatlichkeit nicht mehr aus
eigenem Erleben kennen, und sie so für die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu gewinnen.
Im Zeitzeugenbereich können zurzeit 305 Biografien von Menschen recherchiert
werden, die sich der Diktatur in SBZ und DDR widersetzt haben, aus politischen
Gründen verfolgt wurden und inhaftiert waren oder den Demokratisierungsprozess
in der DDR begleiteten. Die Zeitzeugen können über das Portal direkt kontaktiert
und zu Veranstaltungen im Bildungsbereich, Projekttagen etc. eingeladen werden.
77
GESCHICHTSMESSE 2015
Neben der Zeitzeugendatenbank bietet das Portal zahlreiche thematische Unterrichts
-materialien zu herausragenden Ereignissen wie dem Mauerbau am 13. August 1961
so-wie Unterrichtseinheiten zur Arbeit mit Zeitzeugen. Viele der beteiligten Zeitzeugen waren bereit, persönliche Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die nun als
Handreichungen die Vor- und Nachbereitung der Zeitzeugeninterviews unterstützen.
Darüber hinaus finden sich im Portal Empfehlungen für Exkursionen, Bücher und Filme sowie Links.
Die Nutzung des Bildungsangebotes ist kostenfrei. Die Bundesstiftung Aufarbeitung
verfügt selbst über keine Mittel zur Finanzierung von Veranstaltungen mit Zeitzeugen. Eine Möglichkeit ist die Unterstützung durch das Koordinierende Zeitzeugenbüro, das bei der Gedenkstätte Hohenschönhausen angesiedelt ist. Es finanziert nicht
nur eigene Zeitzeugeneinsätze, sondern auch Veranstaltungen, die über das Zeitzeugenportal der Bundesstiftung Aufarbeitung zustande kommen. Ansprechpartner
beim Koordinierenden Zeitzeugenbüro sind Herr Lotsch und Frau Steckel: Tel. 030 /
98 60 82 414/447 oder E-Mail info@ddr-zeitzeuge.de.
78
GESCHICHTSMESSE 2015
Bundesweiter Projekttag 9. November: www.projekttag-deutschegeschichte.de
Die Kultusministerkonferenz hatte im Jahr 2009 dazu aufgerufen, in jedem Jahr am
9. November einen Projekttag in den Schulen durchzuführen. Ziel dieses Projekttages soll es sein, eine vertiefte Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte
des 20. Jahrhunderts anzuregen und damit zur Demokratieerziehung beizutragen.
Kurz darauf wurde gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung, dem
Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und der Bundesstiftung Aufarbeitung
das Portal www.projekttag-deutsche-geschichte.de entwickelt. Auf der Webseite
werden Angebote und Anregungen zur Ausgestaltung des Projekttags am 9. November aufgeführt, die ausgehend von diesem zentralen historischen Datum viele Anknüpfungspunkte bieten, um sich mit Fragen von Mut und Zivilcourage im Großen
und im Kleinen sowie mit Fragen von Demokratie und Diktatur am Beispiel konkreter Ereignisse und Schicksale auseinanderzusetzen.
Fokus Lehrerfortbildungen: Interesse stärken, Wissen vertiefen
Der Arbeitsbereich schulische Bildung bietet mehrere Lehrerfortbildungsformate unter anderem zu den Themen DDR-Geschichte vermitteln, Rechtsextremismus in der
DDR, Opposition und Widerstand in der Frühzeit der SBZ/DDR, Mauerbau und deutsche Teilung, Herrschaft und Alltag in der DDR sowie zur friedlichen Revolution und
deutschen Einheit 1989/1990 an. Die Angebote richten sich an Lehrerinnen und Lehrer, Ministerien, Schulverwaltungen, Lehrerfortbildungsinstitute, Kompetenzzentren
und weitere Einrichtungen der historisch-politischen Bildungsarbeit. Sie umfassen
jeweils einen Fachvortrag und die Vorstellung von didaktischen Materialien, die für
die Konzipierung von Unterrichtseinheiten zur Geschichte der DDR und damit zum
unmittelbaren Einsatz im Unterricht genauso wie für die Vorbereitung von Projekttagen und Projektwochen geeignet sind. Dabei wird stets sowohl auf einen thematischen als auch auf einen methodischen Zugang Wert gelegt, das heißt, die Teilnehmer erwartet eine Mischung aus inhaltlichen Anregungen und konkreten Hinweisen
zur Ausgestaltung des Unterrichts. Mit diesen Fortbildungsangeboten konnten 2013
rund 400 Lehrkräfte und Referendare direkt erreicht werden. Weitere Informationen
unter: http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/schulische-bildungsarbeit1182.html und j.huettmann@bundesstiftung-aufarbeitung.de
79
Baur
Bausch
Behncke
Beier
Point Alpha Stiftung
Kulturreferat der Stadt Plauen
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Baum
Schullandheim Bliensbach
Bathge
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Baumert
Karl-Heinz
Bauersfeld
UOKG e.V.
Grenzlandmuseum Eichsfeld
Sophia
Assmann
Historischer Beirat des BEFG
80
Achim
Steffi
Volker
Stefan
Georg
Alexander W.
Reinhard
Monika
Dietmar
Klaus Jochen
Aschenbach
Arnold
Dr.
Stefan
BStU-Außenstelle Suhl
Appelius
Prof. Dr.
Universität Potsdam
Konrad-Adenauer-Stiftung –
Politisches Bildungsforum
Brandenburg
Andreas H.
Arnold
Apelt
Dr.
Deutsche Gesellschaft e.V.
Bettina
Berliner Unterwelten e.V.
Altendorf
BStU Berlin
Bettina
Alavi
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Prof. Dr.
Ariane
Afsari
Vorname
Fabian
Name
Adam
Titel
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Deutsches Kulturforum östliches
Europa
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Alt-Vinnhorst 35
30419 Hannover
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Rundhofer Pfad 6a
13503 Berlin
Duderstädter Str. 5
37339 Teistungen
Paul-Zenetti-Straße 16
89407 Dillingen a.d.Donau
Schlossplatz 4
36419 Geisa
Nobelstraße 7
08523 Plauen
Haus der Demokratie,
Bernhard-Göring-Str. 152
04277 Leipzig
Rudolf-Breitscheid-Str. 64
14482 Potsdam
Brunnenstraße 105
13355 Berlin
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Adresse
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Berliner Straße 135, Haus K
14467 Potsdam
Postfach 104240
69032 Heidelberg
Karl-Liebknecht-Straße 31-33
10178 Berlin
Voßstraße 22
10117 Berlin
a.beier@archiv-buergerbewegung.de
steffi.behncke@plauen.de
volker.bausch@pointalpha.com
stefan.baur@lra.neu-ulm.de
g.baumert@grenzlandmuseum.de
zba@gmx.de
a.bielstein@t-online.de
r-assmann@gmx.de
monika.aschenbach@bstu.bund.de
arnold@berliner-unterwelten.de
jochen.arnold@kas.de
appeliu@uni-potsdam.de
dg@deutsche-gesellschaft-ev.de
bettina.altendorf@bstu.bund.de
alavi@ph-heidelberg.de
afsari@kulturforum.info
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Ulrich
Christian
Biereder
Bock
Boest
Bogoslawski
Bongertmann
Booß
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Evangelische Schule Neukölln
BStU-Außenstelle Erfurt
Verband der Geschischichtslehrer
Deutschlands
Boztepe
Bräutigam
Brüssau
Coburg Stadt u. Land aktiv GmbH
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Böttger
Börner-Grimm
Antje
Böker
BordjianBoroudjeni
81
Jonas
Jasmin
Hakan
Martin
Sabine
Shirin
Rainer
Marco
Jessica
Tabea
Borsdorf
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Zeitzeugin
Martin-Luther-King Zentrum für
Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V.
Dr.
Andreas
Beuermann
Johannisberg-Schule Witzenhausen
„Gesichter geben" - Opfer der
Diktatur 1945-1989 in Illmenau e.V.
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Maria
Berova
Lukas
Saradin
Bennecken
Anja
Vorname
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Name
Bellmann
Titel
Gedenkstätte Berliner Mauer
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Stadtgutstraße 23
08412 Werdau
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Lauterer Straße 60
96450 Coburg
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Adresse
Bernauer Straße 119
13355 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
jasmin.braeutigam@regioncoburg.de
info@martin-luther-king-zentrum.de
sabineboernergrimm@yahoo.de
Antje.Boeker@gmx.de
rainer.borsdorf@posteo.de
c.booss@web.de
ulrich.bongertmann@t-online.de
andreas.bogoslawski@bstu.bund.de
jessica_bock@gmx.de
E-Mail
bellmann@stiftung-berlinermauer.de
GESCHICHTSMESSE 2015
Brill
Buchler
Burghardt
Burkhardt
Buschner
Casper
Clarke
Süddeutsche Zeitung
BStU-Außenstelle Chemnitz
Bautzen-Komitee e.V.
Evangelische Schule Neukölln
Deutsche Gesellschaft e.V.
ThLA Ast. Suhl
University of Bath
Dreesen
Drößiger
BStU-Außenstelle Erfurt
Dörr
82
Anke
Alexander
Nikolas
Werner
Christian
Dietrich
Doyé
Helge
Dietrich
Evangelische Schule Neukölln
Evangelische Schule Neukölln
Zentrum für Zeithistorische
Forschung Potsdam
Dr. des.
Karsten
Dieter
Bautzen-Komitee e.V.
Landesbeauftragter des Freistaats
Thüringen zur Aufarbeitung der SEDDiktatur beim Thüringer Landtag
Christian
Dellit
BStU-Außenstelle Suhl
Martina
Debbert
Evangelische Schule Neukölln
Katharina
Danner
David
Kristina
Sabrina
Pauline
Frank
Sandra
Schullandheim Bliensbach
Dr.
Sandra
Brenner
Klaus
Vorname
Name
Titel
Institution
Landesjugendring Brandenburg e.V.
– Zeitwerk
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Kristina.casper@thla.thueringen.de
Hölderlinstraße 1
98527 Suhl
Jürgen-Fuchs-Str. 1
99096 Erfurt
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Schlossstraße 12
14467 Potsdam
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Petersberg Haus 19
99084 Erfurt
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
anke.droessiger@bstu.bund.de
doerr@zzf-pdm.de
Dietrich@thla.thueringen.de
buero@bautzen-komitee.de
karstendieter@yahoo.com
Christian.Dellit@hotmail.com
Katharina_danner@web.de
mlsdc@bath.ac.uk
sabrina.buschner@deutschegesellschaft-ev.de
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Voßstraße 22
10117 Berlin
Beim Schullandheim 2
86637 Wertingen
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
buero@bautzen-komitee.de
sandra.buchler@bstu.bund.de
klaus.brill@sueddeutsche.de
sandra.brenner@ljr-brandenburg.de
E-Mail
Jagdschänkenstraße 52
09117 Chemnitz
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
Adresse
Breite Straße 7a
14467 Potsdam
GESCHICHTSMESSE 2015
Lennart
Eberst
Echtler
Egner
Bundespresseamt, Ref. 300
Stiftung Zuhören
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Engelhardt
Eppelmann
Verunsichernde Orte / Socius
Bundesstiftung Aufarbeitung
Hessische Staatskanzlei / Stabsstelle
Bundespräsident
Oberschule Radebeul
Christiane-Herzog-Schule Heilbronn
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. Thüringen
Enders
Evangelische Schule Neukölln
Manfred
Fenner
83
Kathrin
Sebastian
Fehnl
Ficher
Hans
Carmen
Rainer
Kerstin
Alexander
Bessam
Angela
Eyer
Everts
El-Lahib
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Dr.
Elis
Eisler
Grenzmuseum Schifflersgrund
Moderatorin, Autorin
Helge
Eikelmann
Jakob
Philip
Eichhorn
Elke
Evangelische Schule Neukölln
Multivision e.V. - Verein für Jugendund Erwachsenenbildung
Dr.
Birgit
Eberl
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Jasmin
Ebbinghaus
Yvonne
Anna
Margareta
Vorname
Bundesstiftung Aufarbeitung
Name
Durré
Titel
Bundesstiftung Aufarbeitung
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Wasastraße 21
01445 Radebeul
Adresse
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Rundfunkplatz 1
80335 München
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Friesenweg 4
22763 Hamburg
Platz der Wiedervereinigung 1
37318 Asbach/Sickenberg
Franz-Mehring-Platz 10D
09599 Freiberg
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Herschelstraße 16
10589 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Taunusstr. 4-6
65183 Wiesbaden
Längelterstraße 106
74080 Heilbronn
Bahnhofstraße 4a
99084 Erfurt
kathrin.fichter@posteo.de
thueringen@volksbund.de
ey@chs-hn.de
carmen.everts@stk.hessen.de
engelhardt@socius.de
post@angela-elis.de
info@grenzmuseum.de
h.eikelmann@web.de
echtler@stiftung-zuhoeren.de
Elke.Eberst@bpa.bund.de
E-Mail
durre@bundesstiftungaufarbeitung.de
Praktikant5@bundesstiftungaufarbeitung.de
GESCHICHTSMESSE 2015
Silke
Flegel
Friedrich
Fuchs
Die Zeitreisenden GBR
UOKG und InterAsso
Gorff
Goßler
Goßler
Gottwald
Hoheneck/UOKG
Hoheneck/UOKG
Theater Mittendrin
Glocke
Dr.
Stadtverwaltung Jena
Girardet
Dr.
Stadt Leipzig
Gomis
Georgiew
Ernst-Reuter-Oberschule
Ulf
Geithner
DDR Museum Berlin
Deutsch-Bulgarische-Elternitiative
„Jan Bibijan“ e.V.
Godt
Michael
Gebauer
Evangelische Schule Neukölln
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Christian
Gaubert
84
Barbara
Günter
Anita
Nici
Saraya
Max
Nicole
Georg
Ramona
Jörg
Ganzenmüller
PD Dr.
Stiftung Ettersberg
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Rudolf
Funk
Kreisheimatpfleger
Dr.
Eckhard
Fichtmüller
Martha
WolfgangChristian
Vorname
Name
Titel
Institution
Initiativgruppe Internierungslager
Ketschendorf e.V.
Institut für Deutschlandforschung der
Ruhr-Universität Bochum
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
ftf-theater.stukenberg@web.de
a.g.gossler@web.de
a.g.gossler@web.de
Karolinenstraße 9
12359 Berlin
Karolinenstraße 9
12359 Berlin
Lindenstraße 35
36037 Fulda
nici.gorff@jena.de
gomis@web.de
nicole.glocke@gmx.de
g.girardet@t-online.de
u.georgiew@sonaesierra.com
michael.geithner@ddr-museum.de
joerg.ganzenmueller@uni-jena.de
w.christian.fuchs@gmail.com
christine.schoenmakers@gmail.com
silke.flegel@rub.de
efichtmueller@web.de
E-Mail
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Stralsunder Straße 54-57
13355 Berlin
Am Anger 15
07743 Jena
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Karl-Liebknecht-Str. 1
10178 Berlin
Coubertin-Straße 77
48301 Nottuln
Emil-Fuchs-Straße 3
14105 Leipzig
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Lengsfelder Straße 97A
36469 Hämbach
Jenaer Straße 4
99425 Weimar
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Adresse
Mittelstraße 4
15517 Fürstenwalde
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
GESCHICHTSMESSE 2015
Hubert
Anke
Oskar
Thomas
Emma
Götz
Gregersen
Grimm
Groeger
Grote
Grüßing
Gülzow
www.undinegroeger.photography
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Carl-Bosch-Schule
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Georg
Christoph
Häckel
Hähn
Hamann
Dr.
Dr.
BStU Berlin
Gymnasium Brandis
Landesinstitut für Schule und Medien
Brandenburg
TU Dresden
Gymnasium Brackweder / Zentrum
für Schulpraktische Lehrerausbildung
Detmold
Konstanze
Helber
85
Anne
Juliane
Marleen
Michaela
Norbert
Heger
Haubold-Stolle
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V.
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Frauenkreis der ehemaligen
Hoheneckerinnen
Harten
Bundesstiftung Aufarbeitung
Hänke-Portscheller
Hanisch
Luis
Haas
Nadja
Julia
Gundelwein
BStU-Außenstelle Suhl
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Julian
Undine
Vorname
Name
Titel
Institution
Trägerverein Schullandheim
Bliensbach e.V.
Multivision e.V. - Verein für Jugendund Erwachsenenbildung
Internationale Gesellschaft für
Menschenrechte
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Werner-Hilpert-Straße 2
34112 Kassel
Am Pferdekamp 28
33619 Bielefeld
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Adresse
Große Allee 24
89407 Dillingen
Friesenweg 4
22763 Hamburg
Borsigallee 9
60388 Frankfurt
Rue Cherbuliez 7
1207 Genève, Schweiz
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Frohnauer Straße 74
13467 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Schulstraße 3
04821 Brandis
Arndtstraße 35
10965 Berlin
helber54@aol.com
juliane.haubold-stolle@volksbund.de
michaela@mariahaenke.de
m.harten@bundesstiftungaufarbeitung.de
norbert.hanisch@gmx.de
lautenschlaeger_herma@yahoo.de
christoph.hamann@lisum.berlinbrandenburg.de
Nadja.Häckel@bstu.bund.de
julia.gundelwein@bstu.bund.de
t.gruessing@web.de
undine.groeger@gmail.com
daniel.holler@igjm.de
Anke.Gregersen@Multivision.info
E-Mail
hubert.goetz@landratsamt.dillingen.
de
GESCHICHTSMESSE 2015
Dr.
Gundula
Iblher
86
Jens
Henrik
Julia
Rigo
Hüttmann
Hug
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V., Thüringen
Bundesstiftung Aufarbeitung
Stiftung Zuhören / Bayerischer
Rundfunk
Hornig
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Rosemarie
Hofmann-Baum
Hopfenmüller
Frank
Hoffmann
Bundesstiftung Aufarbeitung
Helen
Nehdo
Mark
Marie-Louise
Hollerbach
Homann
Dr.
Anja
Silvana
Hilliger
Höfer
Oliver
Herwig
Marlene
Heupel
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Gymnasium St. Augustin Grimma
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Gymnasium „Am Breiten Teich“
Borna
Institut für Deutschlandforschung der
Ruhr-Universität Bochum
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Die Beauftragte des Landes
Brandenburg zur Aufarbeitung der
Folgen der kommunistischen Diktatur
Rebecca
Hernandez-Garcia
Eyk
Henze
Robert-Havemann-Gesellschaft
Ministerium für Schule und
Weiterbildung NRW
Susanne
Hennig
Anna
Vorname
schule.gut
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Name
Hendel
Titel
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Rundfunkplatz 1
80335 München
thueringen@volksbund.de
Bahnhofstraße 4a
99084 Erfurt
iblher@stiftung-zuhoeren.de
j.huettmann@bundesstiftungaufarbeitung.de
r.hopfenmueller@bundesstiftungaufarbeitung.de
zba@gmx.de
frank.hoffmann-2@rub.de
lautenschlaeger_herma@yahoo.de
lautenschlaeger_herma@yahoo.de
j.hornig@willy-brandt.de
silvana.hilliger@lakd.brandenburg.d
e
marlene.heupel@msw.nrw.de
R.Garcia@havemann-gesellschaft.de
susahennig@web.de
E-Mail
Hegelallee 3
14467 Potsdam
Klosterstraße 1
04668 Grimma
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Am Breiten Teich 4
04552 Borna
Universitätsstraße 150
44780 Bochum
Rundhofer Pfad 6a
13503 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Unter den Linden 62-68
10117 Berlin
Adresse
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Boymerstraße 16
59368 Werne
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Schliemannstraße 23
10437 Berlin
Völkinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
GESCHICHTSMESSE 2015
Janowitz
BStU Berlin
Marcus
Birgit
Kiesel
Kipfer
Kirsten
BStU Berlin
87
Norman
Pia-Bettina
Kessel
Lea
BStU-Außenstelle Suhl
Multivision e.V. - Verein für Jugendund Erwachsenenbildung
Stiftung Lernort-Demokratie - Das
DDR Museum Pfortzheim
Kern
Klaus
Kehlbreier
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Alexandra
Kappauf
Mittelschule Frensdorf-Pettstadt
Karin
Kaper
Anna
Rasmus
Karin Kaper Film
Kaminsky
Bundesstiftung Aufarbeitung
Dr.
Joussen
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Rainer
Malin
Johanns
Jork
Aaron
Jessen
Dr.-Ing.
Eckhard
Jesse
Technische Universität Chemnitz
Internationale Bildungsstätte
Jugendhof Scheersberg
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
May
Jehle
Pedigi
Prof. Dr.
Philipp
Jainz
Axel
Julius
Jahreis
Dr.
Alexander
Vorname
Jahn
Dr.
Name
Hessische Staatskanzlei
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Titel
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Uellendahler Straße 136
42109 Wuppertal
Krebsbachstraße 34
71116 Gärtringen
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Naunynstraße 41a
10999 Berlin
Schulstraße 12
96175 Pettstadt
Adresse
Georg-August-Zinn-Straße 1
65183 Wiesbaden
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Straße der Nationen 38
16515 Oranienburg
Thüringer Weg 9
09126 Chemnitz
Scheersberg 1
24972 Steinbergkirche
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
norman.kirsten@bstu.bund.de
kipfer.rohrau@t-online.de
Marcus.Kiesel@Multivision.info
Pia-bettina.kessel@bstu.bund.de
klaus@kehlbreier.net
a.kappauf@web.de
kaperkarin@web.de
buero@bundesstiftungaufarbeitung.de
rainer.jork@web.de
eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de
projektaufarbeitung@scheersberg.de
m_a_y@gmx.net
axel.janowitz@bstu.bund.de
alexander.jahn@stk.hessen.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Kröncke
Prora-Zentrum
Krätzer
BStU-Außenstelle Halle
Kriebel
Stefanie
Kracht
BStU-Außenstelle Suhl
Samira
Kossebaum
Krause
Nike
Kortum
Zeitzeuge
Christina
Körbel
Dr.
Jana
Konrad
76. Oberschule Dresden
Markgraf-Georg-FriedrichGymnasium Kulmbach
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
88
Birte
Gabriele
Wolf-Dietrich
Marit
Birgit
Konrad
Point Alpha Stiftung
Steffi
Nils
Kohlmetz
Köhler
Wieland
Gymnasium „Am Breiten Teich"
Dr.
Günter
Knoblauch
Koch
Frauke
Kleine Wächter
Landeszentrale für politische Bildung
Thüringen
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V.
Kathrin
Klausmeier
Ruhr-Universität Bochum
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
d.ö.R., Willy-Brandt-Haus Lübeck
Jürgen
Klammer
Jonas
Vorname
Selbstironieverlag
Name
Klages
Titel
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
info@prora-zentrum.de
gabriele.kriebel@bstu.bund.de
WDKrause@t-online.de
Schillerstraße 71
59379 Selm
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Mukraner Straße 12
186098 Prora
marit.kraetzer@bstu.bund.de
Stefanie.Kracht@yahoo.de
christina.koerbel@mgf-kulmbach.de
ja.Konrad@web.de
birgit.konrad@pointalpha.com
kohlmetz@gymnasium-borna.de
nils.koehler@volksbund.de
wieland.koch@tsk.thueringen.de
g.knoblauch@knobi-muc.de
f.kleine_waechter@willy-brandt.de
kathrin.klausmeier@rub.de
juergen.klammer@kabelmail.com
jonas.klages@gmx.de
E-Mail
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Adresse
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Schwägrichenstraße 1
04107 Leipzig
Fakultät für
Geschichtswissenschaft
44780 Bochum
Königstraße 21
23552 Lübeck
Veith-Lutz-Straße 10
82061 Neuried
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt
Werner-Hilpert-Straße 2
34112 Kassel
Am Breiten Teich 4
04552 Borna
Platz der Deutschen Einheit 1
36419 Geisa
Merbitzer Straßse 9
01157 Dresden
Schießgraben 1-4
95326 Kulmbach
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
GESCHICHTSMESSE 2015
Julia
Landau
Dr.
Steffen
Lamster
Bundesarchiv Berlin Lichterfelde
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald
und Mittelbau-Dora
Lotsch
Lühr
Gedenkstätte Hohenschönhausen
Bundesarchiv
89
Beatrix
Michael
Paraskewas
Benjamin
Lohmann
Lois
Klaus
Lehmann
Robert
Lebegern
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Koordinierendes Zeitzeugenbüro c/o
Museum Das Alte Zollhaus
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Herma
Lautenschläger
Fabian
Laufke
Gymnasium St. Augustin Grimma
Deutsch-Deutsches Museum
Mödlareuth
Alexander
Latotzky
Bautzen-Komitee e.V.
Thüringer Archiv für Zeitgeschichte
„Matthias Domaschk“
Christhard
Läpple
Journalist
Rezaeian
Ladan
Fotografin
Jessica
Thomas
Labs
Lack
Vincent
Kutz
Sabine
Anna-Lena
Ingo
Vorname
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Bundesstiftung Aufarbeitung
Kuder
Dr.
Bundesstiftung Aufarbeitung
Krüger
Krull
Dr.
Sparkassenverband Bayern
Name
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Titel
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Genslerstraße 66
13055 Berlin
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
Camsdorfer Ufer 17
07749 Jena
Klosterstraße 1
04668 Grimma
Mödlareuth Nr. 13
95183 Töpen/Mödlareuth
Zollstraße 2
29456 Hitzacker (Elbe)
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
99427 Weimar-Buchenwald
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Adresse
Karolinenplatz 5
80333 München
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
b.luehr@bundesarchiv.de
info@ddr-zeitzeuge.de
info@museum-hitzacker.de
museum.moedlareuth@t-online.de
lautenschlaeger_herma@yahoo.de
bildung@thueraz.de
buero@bautzen-komitee.de
info@christhard-laepple.de
jlandau@buchenwald.de
s.lamster@bundesarchiv.de
info@studioladan.de
labs.thomas@gmail.com
kutz.vincent@gmail.com
s.kuder@bundesstiftungaufarbeitung.de
ingo.krueger@svb-muc.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Markus
Birte
Maike
Meckel
Menzel
Metzger
Meyer
Michelis
Kooperative Berlin e.V.
Christiane-Herzog-Schule Heilbronn
Bundesstiftung Aufarbeitung
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Elmar
Paul
Niklas
Franziska
Johannes
Moldenhauer
Mommsen
Mooslehner
Morawek
Möslein
Mühle
Müller
Müller
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Evangelische Schule Neukölln
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Sächsisches Kultusministerium
Leiden University
90
Viola
Thomas
Lena
Susanna
Misgajski
Prora-Zentrum
Internationale Bildungsstätte
Jugendhof Scheersberg
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Sigrid
Miriam
Peter
Maser
Bundesstiftung Aufarbeitung
Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge e.V. und
Bundesstiftung Aufarbeitung
Annette
Malur
Evangelische Schule Neukölln
Prof. Dr.
Mählert
Bundesstiftung Aufarbeitung
Ulrich
Marlies
Mäder
Dr.
Vorname
Name
Titel
Institution
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Carolaplatz 1
01097 Dresden
Piet Heinstraat 2
2310 Leiden, Niederlande
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Lützowufer 1
10785 Berlin
Schönhauser Allee 161 A
10435 Berlin
Wagenburgstraße 23
74081 Heilbronn
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Mukraner Straße 12
18609 Prora
Scheersberg 1
24972 Steinbergkirche
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Adresse
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
viola_mueller@hotmail.com
thomas.mueller@smk.sachsen.de
muhlejohannes@gmail.com
info@prora-zentrum.de
projektaufarbeitung@scheersberg.de
maike.michelis@t-online.de
sigrid.metzger@gmail.com
b.meyer@bundesstiftungaufarbeitung.de
miriam@kooperative-berlin.de
praesident@volksbund.de
u.maehlert@bundesstiftungaufarbeitung.de
malur@evangelische-schuleneukoelln.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Klaus
Erik
Birgit
Nagel
Nakielski
Naumann
Neumann
Neumann-Becker
Bundesministerium des Innern
Internationales Bildungs- und
Begegnungswerk e.V.
Vogtlandmuseum Plauen
Evangelische Schule Neukölln
Landesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR des Landes
Sachsen-Anhalt
Emilia
Noormann
Nzai
Evangelische Schule Neukölln
Felix
Paetzel
Papenbrock
Parchwitz
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
BStU-Außenstelle Suhl
91
Oliver
Anke
Heinrich
Oberreuter
Universität Passau
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Selena
Nico
Ursula
Nirsberger
Nonne
Angelika
Neumayer
Gerd
Trotzkind GmbH
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Prof. Dr.
Dr. h.c.
Jette
Münzel
BStU-Außenstelle Suhl
Ignaz-Taschner-Gymnasium Dachau
„Gesichter geben - Opfer der Diktatur
von 1945 bis 1989 in Ilmenau“ e.V.
Annette
Müller-Spreitz
Sascha
Helmut
Vorname
Müller-Enbergs
Dr.
Name
Syddansk Universitet
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Titel
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Friedhofsgasse 2
14473 Potsdam
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Eppanerstraße 12
94036 Passau
Kreutzigerstraße 13
10247 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Klewitzstr. 4
39112 Magdeburg
Adalbert-Stifter-Str. 6
85716 Unterschleißheim
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Weidbergstraße 34
98527 Suhl
Alt-Moabit 101
10559 Berlin
Bornstraße 66
44145 Dortmund
Nobelstraße 7/13
08523 Plauen
Adresse
Oliver.parchwitz@bstu.bund.de
anke.papenbrock@dpjw.org
Felix_paetzel@web.de
heinrich.oberreuter@t-online.de
nico@trotzkind.com
angelika.neumayer@gmx.de
Ursula.Nirsberger@tsk.thueringen.d
e
lstu@justiz.sachsen-anhalt.de
Gerd.Naumann@Plauen.de
nakielski@ibb-d.de
Jette.Nagel@bmi.bund.de
sascha.muenzel@bstu.bund.de
A.mueller-spreitz@t-online.de
mueller.enbergs@googlemail.com
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Robert
Tobias
Pichler
Plassmeier
Plischke
Plöttner
Pohl
Popovic
Porschewski
Postert
Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach
Internationale Gesellschaft für
Menschenrechte
BStU Berlin
Evangelische Schule Neukölln
Verein „Aufarbeitung der Geschichte
der DDR“ e.V.
Ricarda-Huch-Schule
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Hannah-Ahrendt-Institut für
Totalitarismusforschung e.V.
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Friedrich Naumann Stiftung für die
Freiheit
Matthias
Purdel
92
Tim
Anita
André
Linda
Sebastian
Sascha
Tim
Puls
Pröger
Friedhelm
Pflug
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Dr.
Sabine
Pfeffer
Ricarda-Huch-Schule
Stiftung Gedenkstätten Buchenwald
und Mittelbau-Dora
Mihaela
Petkovic
Eckhard
Antonio
Maren
Peter
Dr.
Perschke
Andreas
Saskia
Vorname
Bundesstiftung Aufarbeitung
Landeszentrale für politische Bildung
Thüringen
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Pausch
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Name
Paul
Titel
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
a.postert@live.de
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Technische Universität
Dresden
01062 Dreden
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Schönnewitzer Straße 9a
06116 Halle (Saale)
99427 Weimar-Buchenwald
Sebastian.popovic@spquadrat.de
matthias.purdel@freiheit.org
aproeger@buchenwald.de
tkpohl@t-online.de
sascha.plischke@bstu.bund.de
daniel.holler@igjm.de
sabine.pichler@hanns-seidelgymnasium.de
eckhard.pfeffer@rhs-giessen.de
michaela@club-wagner.de
Antje.Schaubs@tsk.thueringen.de
s.paul@archiv-buergerbewegung.de
a.pausch@archivbuergerbewegung.de
E-Mail
Dammstraße 26
35399 Gießen
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
An der Maas 2
63768 Hösbach
Borsigallee 9
60388 Frankfurt
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Erthalstraße 9
97074 Würzburg
Dammstraße 26
35399 Gießen
Adresse
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt
GESCHICHTSMESSE 2015
Rehbein
Rehmann
Zeitzeuge
Patricia
Marlene
Reimers
Renkl
Risse
Riß
Roder
Rösner
Rückel
Sandrock
Schäbitz
Bundesarchiv
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Museum Pankow
Point Alpha Stiftung
DDR Museum
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Ausstellungsagentur exhibeo
Schäfer
Moritz
Reininghaus
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Verena
Reinhard
Dr.
Siobhan
Reichwald
Lisa
93
Michael
Volker
Robert
Sebastian
Bernt
Laura
Kerstin
Norbert
Reichling
Neele-Lea
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Bildungswerk der Humanistischen
Union NRW
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Dr.
Nina
Ramid
Günter
Bodo
Ramelow
Vorname
Nicol
Name
Püschl
Titel
BStU Berlin
Ministerpräsident des Freistaats
Thüringen
Landeszentrale für politische Bildung
Mecklenburg-Vorpommern
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Finckensteinallee 63
12205 Berlin
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin
Schlossplatz 4
36419 Geisa
Karl-Liebknecht-Straße 1
10178 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Veteranenstraße 14
10119 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Kronprinzenstraße 15
45128 Essen
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Adresse
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt
Jägerweg 2
19053 Schwerin
m.schaebitz@exhibeo-berlin.de
sebastian.roesner@pointalpha.com
bernt.roder@ba-pankow.berlin.de
k.risse@bundesarchiv.de
mreininghaus@arcor.de
norbert.reichling@hubildungswerk.de
N.Ramid@lpb.mv-regierung.de
Nicol.Pueschl@bstu.bund.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Schuh
Schulze
Schulz-Ladegast
Schunke
Berliner Unterwelten e.V.
Zeitzeuge
Stiftung Ettersberg
Scholz
Zeitstrahl Lektorat Redaktion
Evangelische Schule Neukölln
Schnitzer
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Schrader
Schneider
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Julia
Schneider
Zeitzeuge
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Schönfelder
Herbert
Schneider
Zeitzeuge
Museum Eberswalde
Daniel
Schmöcker
94
Kathrin
Klaus
Hans-Michael
Benedikt
Kai
Ramona
Birgit
Pascal
Brigitte
Florentine
Schmidtmann
Henning
Alexander
DDR Museum Pforzheim
Gemeindejugendwerk BerlinBrandenburg
Dr.
Schlichting
Schluß
Franz-Josef
Schlegel
Zeitzeugin
Landeszentrale für politische Bildung
Thüringen
Universität Wien, Institut für
Bildungswissenschaft
Prof. Dr.
Elke
Schimann
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Andreas
Schiller
Franziska
Vorname
BStU Berlin
Name
Scheffler
Titel
BStU-Außenstelle Leipzig
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Jenaer Straße 4
99425 Weimar
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Friedrich-Engels-Str.9
13156 Berlin
Steinstraße 3
16225 Eberswalde
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Brunnenstraße 105
13355 Berlin
Regierungsstraße 73
99084 Erfurt
Sensengasse 3a
1090 Wien
Hagenschießstr. 9
75175 Pforzheim
Möllendorffstraße 53
10367 Berlin
Adresse
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
schunke@stiftung-ettersberg.de
schulz-ladegast@freenet.de
arnold@berliner-unterwelten.de
r.schoenfelder@eberswalde.de
scholz@lektorat-zeitstrahl.de
schneiderherbert5@t-online.de
schneiderherbert5@t-online.de
dschmoecker@gjw-bb.de
henning.schluss@univie.ac.at
fschmidtmann@pforzheim.ddr.muse
um
elketony@t-online.de
franzjosef.schlichting@tsk.thueringen.de
andreas.schiller@bstu.bund.de
Franziska.Scheffler@bstu.bund.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Carsten
Smeddinck
Socke
Carola
Jessica
Stauche
Steckel
Deutscher Bundestag
Koordinierendes Zeitzeugenbüro c/o
Gedenkstätte Hohenschönhausen
95
Juliane
Stang
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Lothar
Speer
Edda
Torsten
Sowada
Sperling
Gerhard
Söltenfuß
Rainer
Zeitzeugin
Dr.
Carl
Siebold
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Landeszentrale für politische Bildung
Mecklenburg-Vorpommern
Friedrich Naumann Stiftung für die
Freiheit
Landesvereinigung Kulturelle Kinderund Jugendbildung Sachsen-Anhalt
e.V.
Stadtverband Kultur Bergisch
Gladbach
Dr.
Christoph
Seniuk
Mittelschule Frensdorf-Pettstadt
Kathrin
Semechin
Dorit
Arnulf
Gymasium Dresden, VGD Sachsen
Scriba
Deutsches Historisches Museum
Nina
Seichter
Schwarz
BStU Berlin
Marcel
Kai
Vorname
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Schwarz
Evangelische Schule Neukölln
Dr.
Schwarwel
Glücklicher Montag
Name
Schurig
Titel
Fanprojekt Dresden e.V.
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Genslerstraße 66
13055 Berlin
Liebigstraße 5
39104 Magdeburg
Peter-Walterscheidt-Straße 2
51469 Bergisch Gladbach
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Tieckstraße 1ß
01099 Dresden
Schulstraße 12
96175 Pettstadt
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Jägerweg 2
19053 Schwerin
Schönnewitzer Straße 9a
06116 Halle (Saale)
Adresse
Löbtauer Straße 17
01067 Dresden
Kochstraße 132
04277 Leipzig
info@ddr-zeitzeuge.de
carola.stauche@bundestag.de
eddasperling@hotmail.com
LS@stadtverbandkultur.de
torsten.sowada@jugend-lsa.de
N.Ramid@lpb.mv-regierung.de
peterandreas.bochmann@freiheit.org
ra-se@web.de
kasemech@web.de
Dorit-Seichter@web.de
scriba@dhm.de
nina.schwarz@bstu.bund.de
schwarwel@schwarwel.de
k.schurig@fanprojekt-dresden.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Lothar
Kathrin
AnnaMagdalena
Claudia
Sebastian
Bettina
Teresa
Lothar
Mailo
Joachim
Mirjam
Steinfeld
Steinhausen
Strauch
Strauch
Strauß
Streitberger
Stude
Stukenberg
Tacke
Tammer
Tautz
Teske
Thiele
Toivanen
Tordinic
Traut
Triebe
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager
Marienfelde
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Bundesstiftung Aufarbeitung
Glücklicher Montag
Stadtverwaltung Saalfeld
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Freies Theater Fulda
Museum Pankow
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Gegen Vergessen - Für Demokratie
e.V.
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
DDR Museum Berlin
Universität Helsinki
Geschichtswerkstatt Jena e. V.
Rosa-Luxemburg-Stiftung
96
Matthias
Jussi
Martin
Jessica
Sandra
Katharina
Gabriele
Steinbach
Patrick
Vorname
BStU-Außenstelle Leipzig
Name
Stegemann
Titel
Kooperative Berlin e.V.
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Kantorstraße 4
06577 Heldrungen
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Karl-Liebknecht-Str. 1
10178 Berlin
Ohjaadantie 18 B II
Fin-00400 Helsinki, Finnland
Heinrich-Heine-Straße 1
07749 Jena
Robert-Koch-Straße 25
98527 Suhl
Am Honigberg 19
36041 Fulda
Prenzlauer Allee 227/228
10405 Berlin
Adresse
Schönhauser Allee 161 A
10435 Berlin
Dittrichring 24
04109 Leipzig
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Marienfelder Allee 66-80
12277 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Kochstraße 132
04277 Leipzig
Münzplatz 5
07318 Saalfeld
mirjam.triebe@gmail.com
joachim.traut@t-online.de
Jussi.Toivanen@helsinki.fi
kontakt@geschichtswerkstattjena.de
mt@martin-thiele.eu
info@lothartautz.de
teresatammer@gmx.de
bkrau@gmx.de
ftf-theater.stukenberg@web.de
sebastian_stude@hotmail.com
personalabteilung@stadt-saalfeld.de
s.strauss@gluecklicher-Montag.de
steinhausen@stiftung-berlinermauer.de
gabriele.steinbach@bstu.bund.de
patrick@kooperative-berlin.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Wagner
Stadtverwarltung Rudolstadt
97
Frank Michael
Annemarie
presseamt@rudolstadt.de
Hans-Jörgen
von Nieding
kavauha@t-online.de
Anne
von Hardenberg
Kunze-von
Hardenberg
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Markt 7
07407 Rudolstadt
kavauha@t-online.de
Lilian
heikevondahlern@hotmail.de
Vonderau
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
a.arnim@bundesstiftungaufarbeitung.de
yvesb23@hotmail.com
leppert@Stiftung-Ettersberg.de
appeliu@uni-potsdam.de
vogel@dhm.de
info@grenzmuseum.de
c.villinger@bundesstiftungaufarbeitung.de
jan.truetzschler@wochenschauverlag.de
heike.tuchscheerer@deutschegesellschaft-ev.de
E-Mail
Heike
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Andreasstraße 37a
99425 Weimar
An der Maas 2
63768 Hösbach
Mainzer Straße 47
12053 Berlin
Platz der Wiedervereinigung 1
37318 Asbach/Sickenberg
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Adolf-Damaschke-Str. 10
65824 Schwalbach/Ts.
Voßstraße 22
10117 Berlin
Adresse
GESCHICHTSMESSE 2015
von Dahlern
Fabian
von Bernuth
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Universität Osnabrück
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Bundesstiftung Aufarbeitung
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Jochen
Anna
Voit
Stiftung Ettersberg
Falko
von ArnimRosenthal
Vogt
Zeitzeuge
Brigitte
Heiko
Vogel
Deutsches Historisches Museum
Clemens
Bernd
Avak
Heike
Jan
Wolfgang
Vorname
Volk
Villinger
Bundesstiftung Aufarbeitung
Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach
Urban
Grenzmuseum Schifflersgrund
Dr.
Tumak
Evangelische Schule Neukölln
Tuchscheerer
Deutsche Gesellschaft e.V.
Dr.
Trützschler
Wochenschau Verlag
Name
Triebe
Titel
Zeitzeuge
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Wittenburg
Wolf
BStU Berlin
98
Stephan
Siegfried
Peter Jochen
Peter
Windmüller
Winters
Simon
Wimmer
Zeitzeuge
Dr.
Eberhard
Wilms
Jürgen
Willmann
DDR-Museum Pforzheim
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Stadtteilschule Bergedorf /
Kollektives Gedächtnis
Lea
Wilhelm
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Norbert
Mathias
Wienecke
Wiesneth
Reiner
Wieland
Gemeinschaftsschule Grabfeld
PhotoWerkBerlin
Livia
Wicklein
Dr.
Tilman
Wickert
Wolfgang
Welsch
Laura
Michael
Wellmann
Bundesstiftung Aufarbeitung
Wetzel
Anne
Wanner
Käthe-Kollwitz-Gymnasium, Zwickau
Stipendiat der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Evangelisches Gymnasium zum
Grauen Kloster
Stefan
Walter
Niklas
Vorname
Geschichtswerkstatt Jena e. V.
Stipendiatin der Bundesstiftung
Aufarbeitung
Name
Walter
Titel
Johannisberg-Schule Witzenhausen
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
Karl-Liebknecht-Straße
31/33, 10178 Berlin
Haußmannstraße 146 A
70188 Stuttgart
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Ladenbeker Weg 13
21033 Hamburg
Sanderstraße 22
12047 Berlin
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Salzbrunner Straße 41
14193 Berlin
Obere Dorfstraße 4
98631 Grabfeld
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Salierstraße 6
74889 Sinsheim
Lassallestrasse 1
08058 Zwickau
Adresse
Geschwister-Scholl-Straße 10
37213 Witzenhausen
Heinrich-Heine-Straße 1
07749 Jena
stephan.wolf@bstu.bund.de
post@siegfried-wittenburg.de
p.j.winters@t-online.de
ebswilms@arcor.de
n.wiesneth@photowerkberlin.com
mathias.wienecke@online.de
reinerwieland54@web.de
Tilman.Wickert@gmx.de
angelika.neumayer@gmx.de
anne.wanner@gmx.de
m.wellmann@bundesstiftungaufarbeitung.de
kontakt@geschichtswerkstattjena.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
Zatylna
Zietz
Zietz
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Zeitzeuge
Zeitzeuge
Wurschi
Dr.
Stiftung Ettersberg
Wolski-Prenger
Wulkow
Dr.
Marienhausschule Meppen
Name
Bundesstiftung Aufarbeitung
Titel
Institution
Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Stand: 20.1.2015)
99
Rudolf
Gisela
Magdalena
Peter
Philip
Friedhelm
Vorname
Adresse
Schnepfenstraße 13
48488 Emsbüren
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Jenaer Straße 4
99425 Weimar
Friedhofsgasse 2
14473 Potsdam
zietz.rudolf@online.de
zietz.rudolf@online.de
anke.papenbrock@dpjw.org
wurschi@stiftung-ettersberg.de
fsj@bundesstiftung-aufarbeitung.de
friedhelm@wolski-prenger.de
E-Mail
GESCHICHTSMESSE 2015
GESCHICHTSMESSE 2015
Notizen
GESCHICHTSMESSE 2015
Notizen
GESCHICHTSMESSE 2015
Notizen
GESCHICHTSMESSE 2015
Notizen
GESCHICHTSMESSE 2015
Notizen
Tel.: +49 (0)30 31 98 95 0
Fax: +49 (0)30 31 98 95 210
Email: buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Homepage: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Ihre Ansprechpartner in den Arbeitsbereichen sind:
Ausstellungen, Filme und Multimedia
Dr. Sabine Roß
s.ross@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Stand: Juli 2013
Bildnachweis: Titel: Foto: Bundesregierung/Klaus Lehnartz; innen links: (1) Foto: Pralle
Sonne; (2) Foto: Archiv Bundesstiftung Aufarbeitung; (3) Foto: Archiv Bundesstiftung
Aufarbeitung, Fotobestand Klaus Mehner, Bild 89_1007_POL_JT40_24; innen rechts:
(1) Foto: Archiv Bundesstiftung Aufarbeitung; (2) Bundesregierung, 7053_1_48556(2),
Foto: Marion Wenzel; (3) Landesarchiv Berlin; (4) Foto: Bundesregierung,
45949_1_48556(2)/Klaus Lehnartz; Gestaltung: Pralle Sonne
Die Bundesstiftung Aufarbeitung im Internet:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tilman Günther
t.guenther@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Justiziariat
Tobias Dollase
t.dollase@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Archiv, Bibliothek und Dokumentation
Dr. Matthias Buchholz
m.buchholz@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Opfer und Gedenken
Ruth Gleinig
r.gleinig@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Gedenkstättenarbeit
Markus Pieper
m.pieper@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Wissenschaft und Internationale Zusammenarbeit
Dr. Ulrich Mählert
u.maehlert@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Schulische Bildungsarbeit
Dr. Jens Hüttmann
j.huettmann@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Bundesunmittelbare Stiftung
des öffentlichen Rechts
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin
Leitung der Geschäftsstelle
Dr. Anna Kaminsky
buero@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Gesellschaftliche Aufarbeitung, Publikationen und
außerschulische Bildungsarbeit
Dr. Robert Grünbaum (stellv. Geschäftsführer)
r.gruenbaum@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Kontakt
Geschäftsstelle
Die Bundesstiftung
zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Erinnerung
als
Auftrag
deutsch
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Propagandaveranstaltung der SED
am 7. Oktober 1989
Arrestzelle im ehemaligen Gefängnis des
MfS, heute Gedenkstätte Bautzen
Fürbitte und Mahnwache in der
Gethsemanekirche in BerlinPrenzlauer Berg 1989
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hat
den gesetzlichen Auftrag, die
umfassende Aufarbeitung der
Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in SBZ und DDR
zu befördern, den Prozess der
Deutschen Einheit zu begleiten
und an der Aufarbeitung von
Diktaturen im internationalen
Maßstab mitzuwirken. Gemeinsam mit anderen Institutionen
und zahlreichen Partnern im Inund Ausland unterstützt sie die
Auseinandersetzung mit den
kommunistischen Diktaturen in
der SBZ/DDR und in Ostmitteleuropa, um das öffentliche
Bewusst­sein über die kommunistische Gewaltherrschaft zu
befördern. Die Friedlichen
Revolutionen des Jahres 1989
sollen als herausragende Ereignisse in der deutschen und europäischen Demokratiegeschichte
verankert und gewürdigt werden,
um so dazu beizutragen, die Folgen der Teilung Deutschlands
und Europas zu überwinden.
Die Bundesstiftung Aufarbeitung
wurde 1998 vom Deutschen
Bundestag gegründet.
Erinnerung
als Auftrag
Seit 1998 wurden durch die
Bundesstiftung rund 3.000 Projekte der historisch-politischen
Bildungsarbeit, Archiv- und Dokumentationsprojekte, Ausstellungen, Dokumentarfilme sowie Publikationen und
Anstoßen und fördern, informieren und vernetzen sind die
Leitmotive der Stiftungsarbeit.
Die Bundesstiftung Aufarbeitung
ist Partnerin von Gedenkstätten,
Museen, Geschichtsvereinen,
unabhängigen Archiven, der
Verbände der Opfer der SEDDiktatur, der Länder und Kommunen, der Wissenschaft und
der politischen Bildung sowie
der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, deren Projekte sie inhaltlich und – soweit
möglich – finanziell unterstützt.
Darüber hinaus erarbeitet die
Bundesstiftung vielfältige Informationsangebote und Publikationen und bietet ein Forum für
Kooperation und Vernetzung.
Mit Podiumsdiskussionen,
Workshops und Tagungen, Zeitzeugengesprächen, Kolloquien
und Weiterbildungen fördert sie
Debatten und gibt Denk­anstöße,
die die Aufarbeitungsprozesse
durch Wissenstransfer, Kommunikation und Beratung voranbringen.
Arbeitsfelder
Die Pressestelle stellt für Journalistinnen und Journalisten
vielfältige Informationen bereit,
etwa in ihrem zweimonatlich
erscheinenden „Historischen
Kalenderdienst“.
Die Bundesstiftung verfügt über
eine Spezialbibliothek undein
Archiv mit Dokumenta­tions­stel­
le, die Bücher, Dokumente und
andere Materialien vornehmlich
zu den Schwerpunkten Opposition und Widerstand in SBZ und
DDR sowie politische Verfolgung
und Repression zugänglich machen. Der Öffentlichkeit steht
ein gut ausgestatteter Lesesaal
zur Verfügung. Darüber hinaus
übernimmt der Archivbereich
der Bundesstiftung Aufarbeitung
umfängliche Beratungsaufgaben,
insbesondere für die Archive
der DDR-Opposition.
Vorhaben der Verbände der Opfer der SED-Diktatur unterstützt.
In ihren Stipendienprogrammen
hat die Bundesstiftung Aufarbeitung seit 2001 rund 100 junge
Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler gefördert.
„Mauerspechte“ beim symbolischen
Abriss der Berliner Mauer im November
1989
Sowjetischer Panzer in der Leipziger
Straße, Berlin am 17. Juni 1953
Demonstration vor der Leipziger Stasizentrale 1989
Ehemalige innerdeutsche Grenze, heute
Grenzlandmuseum Eichsfeld
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verfügt über ein Stiftungs­kapital
von rund 77 Millionen €, das
überwiegend aus ehemaligem
SED-Vermögen stammt. Der
Haushalt der Bundesstiftung
wird aus Kapitalerträgen sowie einem jährlichen Zuschuss
aus dem Haushalt des Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien finanziert.
Finanzierung
An der Spitze der Stiftung steht
der auf fünf Jahre gewählte
Stiftungsrat. Ihm gehören Vertreter des Bundes­tages, der
Bundes­regierung und des Landes Berlin sowie in Fragen der
Aufarbeitung besonders engagierte Personen an. Ratsvorsitzender ist Markus Meckel,
sein Stellvertreter ist Hartmut
Koschyk, MdB. Im Auftrag des
Rates führt der ehrenamtliche
Vorstand unter dem Vorsitz
von Rainer Eppelmann die Geschäfte der Bundesstiftung.
Die Leitung der Geschäftsstelle
obliegt Dr. Anna Kaminsky.
Unterstützt wird die Stiftung
durch renommiert besetzte
Fachbeiräte. Die Stiftung untersteht der Rechtsaufsicht
des Beauftragten der Bundes­regierung für Kultur und
Medien.
Gremien und
Geschäftsführung
71
Bundesregierung / Klaus Lehnartz
DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
EINE AUSSTELLUNG DER
BUNDESSTIFTUNG ZUR AUFARBEITUNG DER SED-DIKTATUR
UND DES AUSWÄRTIGEN AMTS
2015 jährt sich die Wiedervereinigung Deutschlands zum 25. Mal. Aus diesem Anlass geben die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur und das Auswärtige Amt eine Ausstellung heraus. Deren Texte sowie über 150 Fotos und Faksimiles beschreiben, wie
die Friedliche Revolution in der DDR die deutsche Teilung 1989 unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen
Politik setzte. Die Schau widmet sich dabei gleichermaßen der innerdeutschen Entwicklung wie den diplomatischen Verhandlungen,
die am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung ermöglichten. Dank einer Kooperation mit dem Projekt Gedächtnis der Nation sind in
der Ausstellung 18 Videopodcasts mittels QR-Codes abrufbar, in denen Zeitzeugen auf die ereignisreiche Entwicklung im Jahr 1990
zurückblicken.
Die Ausstellung ist das ideale Medium, um an öffentlichen Orten – etwa in den Foyers von Rathäusern, in Volkshochschulen, Stadtbibliotheken, Schulen oder
Kirchen – zur Auseinandersetzung mit der Geschichte von Diktatur und Demokratie im Europa des 20. Jahrhunderts einzuladen. Zugleich bildet die Ausstellung
den geeigneten Rahmen für Filmvorführungen, Zeitzeugengespräche, Buchvorstellungen und andere Veranstaltungen zum Thema.
Zum Inhalt der Ausstellung
Sommer 1989. Zehntausende fordern in der DDR ihre Ausreise oder suchen über Ungarn sowie die Botschaften der Bundesrepublik in den Ostblockstaaten
einen Weg in den Westen. Zugleich formiert sich in der DDR die Opposition. Im Herbst 1989 schreiben die Ostdeutschen Weltgeschichte, als sie mit ihrer
Friedlichen Revolution die hochgerüstete kommunistische Diktatur binnen weniger Wochen überwinden. Der Mauerfall rückt die Wiedervereinigung auf die
Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik. Im März 1990 geben die ersten freien Volkskammerwahlen einer Großen Koalition das Mandat, mit
der Bundesrepublik die rasche Wiedervereinigung auszuhandeln. Doch in Fragen, die Deutschland als Ganzes betreffen, haben die vier Siegermächte des
Zweiten Weltkriegs seit 1945 das letzte Wort. Es ist die Stunde der Diplomatie. Im Rahmen der „Zwei-plus-Vier-Gespräche“ gelingt es, die Zustimmung der
Sowjetunion, Frankreichs und Großbritanniens zur Wiedervereinigung zu erhalten, die von den USA seit dem Mauerfall unterstützt wurde. In der Nacht zum
3. Oktober 1990 enden vier Jahrzehnte deutsche Teilung. Die Revolutionen gegen die kommunistischen Diktaturen im Jahre 1989 waren die Voraussetzung
nicht nur für die deutsche Vereinigung, sondern auch für die fortschreitende europäische Integration, die 2004 mit dem Beitritt von acht ostmitteleuropäischen Staaten einen Höhepunkt erlebt..
02
03
04
05
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07
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09
10
11
Die Stunde der Diplomatie: Die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen
12
Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion
13
Gesamtdeutsche Solidarität
14
Die neue Freiheit: visafrei bis Hawaii
15
Neuanfang: Deutschland und Polen
16Zwei-plus-Vier-Vertrag
17
Ein Staat besiegelt sein Ende
18
Gemeinsame Herausforderungen
19
Deutschland in Europa
20 Deutsche Einheit – eine Zwischenbilanz
Startplakat / Titel
2. Oktober 1990: Der letzte Tag der DDR
2. Oktober 1989: Unruhe hinter dem Eisernen Vorhang
Zweigeteilt: Deutschland nach dem II. Weltkrieg
Friedliche Revolution gegen die SED-Diktatur
Die deutsche Einheit rückt auf die Tagesordnung
Internationale Reaktionen
Einheit und europäische Integration
Die Selbstdemokratisierung der DDR
DDR-Volkskammerwahlen: Plebiszit für die Einheit
Bestellinformationen
Die Ausstellung umfasst 20 DIN-A1-Plakate und kann bis zum 30. November 2014 zum Subskriptionspreis von 25,00 € bestellt werden. Ab 1. Dezember
2014 beträgt die Schutzgebühr 35,00 €. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und zuzüglich 5,00 € für den Versand innerhalb Deutschlands, 15,00 € für
Sendungen ins EU-Ausland sowie 40,00 € für Adressaten außerhalb der EU. Die Plakate werden gerollt geliefert und müssen vor Ort auf eigene Kosten
gerahmt oder auf Ausstellungsplatten aufgezogen werden. Geliefert wird ab Mitte Februar 2015. Die Rechnungsstellung erfolgt bei Lieferung und kann
nicht vorgezogen werden.
Bestellungen von bis zu zehn Exemplaren erfolgen ausschließlich über nachfolgende Webseite:
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de /wegzureinheit
(bitte dort das Onlineformular auf der Seite Bestellinformationen verwenden)
Unter www.bundesstiftung-aufarbeitung.de /wegzureinheit finden sich ab Februar 2015 Begleitmaterialien zur Ausstellung, insbesondere auch für Ihre
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Rückfragen zu den Ausstellungsinhalten sowie zu Sonderkonditionen bei der Abnahme von elf oder mehr Ausstellungsexemplaren richten Sie bitte – ausschließlich per E-Mail – an den Kurator der Ausstellung Dr. Ulrich Mählert
ausstellungEINHEIT@bundesstiftung-aufarbeitung.de
Die Herausgeber
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt mit ihrer Projektförderung sowie vielfältigen eigenen Angeboten zur umfassenden Auseinandersetzung mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa bei.
www.bundesstiftung-aufarbeitung.de
Das Auswärtige Amt [abgekürzt AA] ist zuständig für die deutsche Außen- sowie Europapolitik. Es vertritt die Interessen Deutschlands in der Welt, fördert
den internationalen Austausch und bietet Deutschen im Ausland Schutz und Hilfe.
www.auswaertiges-amt.de
Autor und Gestalter
Autor der Ausstellung ist Dr. Ulrich Mählert, 1968 geboren, Studium der politischen Wissenschaft, Anglistik und Germanistik an der Universität Mannheim,
1994 Promotion. 1994 bis 1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Arbeitsbereich DDR-Geschichte. Seit 1999 Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der DDR (u. a.
Kleine Geschichte der DDR. 7. Auflage, München 2010). Ulrich Mählert ist leitender Herausgeber des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung.
Die Gestaltung übernahm Dr. Thomas Klemm, 1975 in Dresden geboren, Studium der Geschichte und Kunstpädagogik in Dresden, Leipzig und Padua. 2012
Promotion mit der Arbeit „Keinen Tag ohne Linie? Die kunst- und gestaltungstheoretische Forschung in der DDR zwischen Professionalisierung und Politisierung (1960er bis 1980er Jahre)“. Klemm ist Gründungsmitglied des Leipziger Kreises – Forum für Wissenschaft und Kunst, in dem er das Referat Bildende
Kunst / Kunsttheorie leitet, sowie freier Grafikdesigner und Ausstellungsmacher in Leipzig. www.thomasklemm.com
DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
„Fest der Einheit“ in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 vor dem Berliner Reichstag.
Die Berliner Mauer im Jahre 1981. Im Vordergrund
ist die St.-Thomas-Kirche in Kreuzberg zu sehen.
Am 1. Oktober wird am DDR-Ministerratsgebäude,
dem Berliner Stadthaus, das DDR-Emblem entfernt.
Foto: picture alliance / akg-images / Pansegrau
Foto: BStA, Harald Schmitt, Schmitt Bild 3–7
Foto (koloriert): picture alliance / dpa-Zentralbild / Robert Grahn
DER WEG ZUR DEUTSCHEN EINHEIT
2. OKTOBER 1990:
DER LETZTE TAG DER DDR
D
2+4=1
ienstag, 2. Oktober 1990. Es ist Tag
14 970 der DDR. Ein Staat wird abge­
wickelt. Zum letzten Mal kommen die
Volkskammerabgeordneten zusammen, um
das DDR­Parlament im Rahmen einer Fest­
veranstaltung aufzulösen. In Bonn und Ost­
Berlin beenden die Ständigen Vertreter der
DDR und der Bundesrepublik ihre Tätigkeit.
Der Ost­Berliner Minister für Abrüstung und
Verteidigung Rainer Eppelmann entlässt mit
dem letzten Tagesbefehl alle NVA­Angehörigen
mit Ablauf des Tages aus ihren Verpflichtungen.
Um 21:00 Uhr beginnt im Berliner Schau­
spielhaus der offizielle Festakt. Derweil ver­
sammeln sich vor dem Reichstag und um das
Brandenburger Tor Hunderttausende in ausge­
lassener Stimmung. In Leipzig kommt Sarah K.
zur Welt. Sie ist das letzte in der DDR gebore­
ne Baby. Zwei Minuten später wird die DDR
Vergangenheit sein. In einer Fernsehansprache
hatte DDR­Ministerpräsident Lothar de Mai­
zière am Abend gemahnt: „Die deutsche Ein­
heit ist mit dem Beitritt nicht abgeschlossen.
Sie ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe
aller Deutschen. Sie ist nicht nur eine materi­
elle Frage, sondern eine Frage des praktizier­
ten Gemeinsinns. Die Einheit will nicht nur
bezahlt, sondern auch mit den Herzen gewollt
sein.“
2. OKTOBER 1989:
UNRUHE HINTER DEM EISERNEN VORHANG
Verabschiedung der drei alliierten
Stadtkommandanten von Berlin im
Rathaus Schöneberg. (v. l. n. r. Walter
Momper, Regierender Bürgermeister
von Berlin, US-Generalmajor Raymond
Haddock, der britische Generalmajor
Robert Corbett, der französische Divisionsgeneral François Cann und Jürgen
Wohlrabe, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses).
Foto: Bundesregierung / N. N.
Ministerpräsident Lothar de Maizière beim Festakt der DDRRegierung am Abend des 2. Oktober 1990 im Ost-Berliner Schauspielhaus.
Foto: Bundesregierung / Klaus Lehnartz
Franz Bertele, Leiter der Ständigen Vertretung der
Bundesrepublik bei der DDR, schraubt eigenhändig
das Schild an seinem Dienstgebäude ab. Mit der Vereinigung beendet die Mission ihre Arbeit.
Foto: BArch, Bild 183-1990-1002-018 / N. N.
Der letzte Tag der DDR und der Nationalen Volksarmee (NVA).
Uniformierte bei der Wachablösung am Mahnmal für die Opfer
des Faschismus und Militarismus an der Neuen Wache in Ost-Berlin. Die Soldaten gehörten zum Wachregiment Friedrich Engels
der NVA.
Die SED-Nachfolgepartei PDS tut sich schwer mit der
Wiedervereinigung: DDR-Flaggen zieren am 2. Oktober das Karl-Liebknecht-Haus, den Sitz des PDS-Parteivorstands.
Foto: BArch, Bild 183-1990-1002-002 / Peter Grimm
Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild / Paul Glaser
Das Foto zeigt das letzte Baby der DDR,
Sarah K., wenige Stunden nach ihrer Geburt
am 2. Oktober 1990 in Leipzig. Das Pressefoto wurde mit dem Titel „Der letzte Schrei
der DDR“ weltweit in Zeitungen abgedruckt.
EINE AUSSTELLUNG DER BUNDESSTIFTUNG ZUR AUFARBEITUNG
DER SED-DIKTATUR UND DES AUSWÄRTIGEN AMTES
M
ontag, 2. Oktober 1989. Die Vor­
bereitungen zum 40. Jahrestag der
DDR­Gründung am 7. Oktober lau­
fen auf Hochtouren. Doch im Land gärt es
seit Monaten. Die Zahl der Ausreiseanträge
ist massiv gestiegen. Zehntausende DDR­Bür­
ger nutzen den Sommer urlaub zur Flucht in
den Westen. Am 11. September öffnet Ungarn
seine Grenze zu Öster reich für DDR­Bürger.
Tausende suchen in bundesdeutschen Bot­
schaften in Prag und Warschau Zuflucht.
Am 1. Oktober erreichen die ersten Flücht­
linge aus Prag mit Sonderzügen die Bundes­
republik. Ost­Berlin hat die Ausreise geneh­
migt, damit die Bilder der überfüllten Botschaft
die Staatsfeierlichkeiten nicht überschatten. In
„Neues Deutschland“ heißt es zynisch: „Man
sollte ihnen … keine Träne nachweinen.“ Kurz
zuvor hatte die Parteiführung dort verlau­
ten lassen: „In den Kämpfen unserer Zeit ste­
hen DDR und VR China Seite an Seite.“ Viele
verstehen das als Drohung. Anfang Juni hatte
die chinesische Führung den Massenprotest
auf dem Platz des Himmlischen Friedens ge­
waltsam beendet. Doch immer weniger Ost­
deutsche lassen sich noch einschüchtern. Am
Abend gehen in Leipzig 20 000 Menschen auf
die Straße. Erstmals ist der Ruf „Wir sind das
Volk!“ zu hören.
3.
Anlässlich des 40. Jahrestages der DDR ernennt und befördert Staatsund Parteichef Erich Honecker Generale der NVA. Die SED kontrolliert im Herbst 1989 unangefochten alle bewaffneten Organe
der DDR.
Foto: BArch, Bild 183-1989-1002-019 / Rainer Mittelstädt
„Ich bin zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen,
dass heute Ihre Ausreise …“ Der Rest des Satzes von
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher geht im
Jubel tausender DDR-Bürger unter, die zum Teil seit
Wochen in der bundesdeutschen Botschaft in Prag auf
die Ausreise warten.
Foto: picture alliance / ap / N. N.
Am 1. Oktober 1989 treffen in Hof an der innerdeutschen Grenze
die ersten Sonderzüge mit Prager Botschaftsflüchtlingen ein. Die
westdeutsche TV-Berichterstattung über die erfolgreiche Ausreise
wirkt in die DDR zurück.
Ein einzelner Demonstrant stellt sich am 5. Juni 1989
vor eine Panzerkolonne. Am Vortag hatte die chinesische Partei- und Staatsführung damit begonnen, die
Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens
gewaltsam niederzuschlagen
Der zynische Kommentar zu den DDR-Flüchtlingen
am 2. Oktober 1989 in der SED-Zeitung Neues
Deutschland vergrößert die Wut der Menschen in
der DDR.
Foto: picture alliance / dpa / Frank Leonhardt
Foto: picture alliance / ap / N. N.
Abbildung: Neues Deutschland xxxxx
Foto: picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch
VIDEO
XXXXXXXXXX
Quelle: Gedächtnis der Nation | youtube.com
Am 2. Oktober 1990 wird die
18-jährige Kathrin S. aus
Mittweida im türkischen Badeort
Side zur Miss DDR gewählt.
Foto: BArch, Bild 183-1990-1005-4 /
Thomas Lehmann
02
GEMEINSAME HERAUSFORDERUNGEN
VIDEO
Die Botschaft von Prag.
Ab 2. Oktober protestieren Bürgerrechtler in der Ost-Berliner Gethsemanekirche mit einer Mahnwache gegen die Polizeigewalt. Als es am 7. Oktober
zur gewaltsamen Niederschlagung von Protesten kommt, wird die Kirche
zeitweilig zum Kommunikationszentrum der Opposition.
Quelle: Gedächtnis der Nation | zdf | youtube.com
Foto: Frank Ebert / Robert Havemann Gesellschaft
03
Am 2. Oktober 1989 nehmen 20 000 Menschen in Leipzig an der Montagsdemonstration teil. Die Polizei
setzt Schlagstöcke ein und verhaftet 20 Demonstranten.
Foto: picture alliance / ap / N. N.
Oktober 1990, 00:00 Uhr: Zur Na­
tionalhymne wird über dem Ber­
liner Reichstag die Fahne des wie­
dervereinigten Deutschlands gehisst. Mehr als
eine Million Menschen feiern gemeinsam die
deutsche Einheit, die mit einem riesigen Feuer­
werk begrüßt wird.
Doch auf die Euphorie folgt Ernüchterung.
Trotz westdeutschem Sozialsystem, „Aufbau
Ost“ und alljährlicher Milliardenhilfe setzt sich
der seit 1989 beschleunigte Niedergang der
ostdeutschen Wirtschaft fort. Massenarbeits­
losigkeit und soziale Verunsicherung prägen
die 1990­er Jahre in den neuen Bundesländern.
Vor noch größeren Herausforderungen ste­
hen die Ostmitteleuropäer. Ihr Neuanfang er­
folgt aus eigener Kraft. Sie eint das Ziel, der
NATO und der Europäischen Union beizutre­
ten, um die wiedererlangte Souveränität zu si­
chern. Die damit verbundenen Beitrittskrite­
rien werden zum Reformmotor. In Warschau,
Breslau, Prag, Budapest und andernorts weicht
das graue Einerlei des Staatssozialismus bald
dem pulsierenden Flair von Städten im Auf­
bruch, in denen vor allem junge Leute die neu­
en Freiheiten genießen.
Währenddessen tobt nach dem Zerfall Jugo­
slawiens auf dem Balkan von 1991 bis 1995 ein
blutiger Bürgerkrieg, dem Europa zunächst we­
nig entgegensetzt.
VIDEO
Ost-West-Unterschiede. Erinnerungen
von Lothar Totz.
Quelle: Gedächtnis der Nation | youtube.com
Das Arbeitsamt in Gera 1996. Zwei Jahre später ist die
Arbeitslosenquote in Ostdeutschland auf rund 18 Prozent gestiegen.
In der Nacht zum 27. August 1992 schirmt die Polizei das inzwischen geräumte und teilweise abgebrannte Asylbewerberheim in
Rostock-Lichtenhagen ab. Seit Tagen randalieren dort unter dem
Beifall der Anwohner bis zu 1200 meist jugendliche rechtsradikale
Gewalttäter. Hoyerswerda, Rostock, Mölln, Solingen – Anfang der
90er-Jahre kam es in Ost- und Westdeutschland zu brutalen ausländerfeindlichen Übergriffen.
Foto: picture alliance / adn-Zentralbild / Jan-Peter Kasper
Foto: picture alliance / dpa-Zentralbild / Jens Kalaene
Frustrierte Werftarbeiter in Danzig, März 1997. Die
frühere Leninwerft, die Keimzelle der unabhängigen
Gewerkschaft Solidarnosc, steht vor dem Bankrott. Die
ostmitteleuropäischen Transformationsstaaten sind in
den 1990-er Jahren mit Massenarbeitslosigkeit konfrontiert.
Foto: picture-alliance / dpa
Junge Tschechen feiern am
30. April 2004 in der Prager
Innenstadt die bevorstehende
EU-Erweiterung. Ab 1. Mai
umfasst die Staatenunion 25
Mitglieder. Auf einen Schlag
kommen 74 Millionen Menschen in zehn Staaten Mittelund Osteuropas hinzu.
Foto: picture alliance / dpa / CTK
Im April 2009 werden Kroatien und Albanien in die NATO aufgenommen, Aufnahme aus Tirana.
Foto: picture-alliance/ dpa / epa / Amando Babani
Zwischen 2003 und 2011 verzeichnet Polen Wachstumsraten von bis zu sieben Prozent. Dieser Boom
spiegelt sich in der Warschauer Skyline wider. Rechts im Bild der im stalinistischen Zuckerbäckerstil gebaute Kulturpalast – ein in Polen lange verhasstes „Geschenk“ der Sowjetunion aus den 1950er-Jahren.
Foto: picture alliance / Bildagentur-o
18
Anfang März 1992 erklärt die Republik Bosnien und Herzegowina die Unabhängigkeit von Jugoslawien. Im April beginnen serbische Militärverbände mit der Belagerung Sarajevos. Das Foto vom 6. April 1992 zeigt einen Soldaten, der das Feuer
erwidert, während Passanten in Sarajevo in Deckung gehen. Es ist der Beginn des
Bosnienkriegs, der erst 1995 mit dem Abkommen von Dayton endet.
Foto: picture alliance / afp
Bestellungen von bis zu zehn Exemplaren sind ausschließlich über die
Webseite der Firma Vögel Druck + Verlag möglich:
http://bestellung.bundesstiftung.voegel.com/
71
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030 / 31 98 95 210
Plakat-Ausstellung
geschichts-codes
„Für Freiheit und Einheit“
Plakat-Ausstellung zu friedlicher Revolution und deutscher Einheit
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150€€
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Bestellschein
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am PC ausfüllen und anschließend bitte faxen an:
030 / 319895-210
Plakat-Ausstellung
„20 Jahre Friedliche Revolution
und Deutsche Einheit“
†
Ja, wir wollen die Ausstellung herstellen und zeigen. Bitte machen Sie uns den
Link zu den Druckdateien zugänglich.
Institution:
Anschrift:
Telefon:
Fax:
bitte unbedingt angeben:
eMail:
Ansprechpartner
Ausstellungsort und -zeit
(falls schon bekannt)
Hiermit versichere ich, dass ich die Druckdateien der Ausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur
Deutschen Einheit“ ausschließlich zum Druck meines Ausstellungsexemplars verwende, die Druckdaten darüber hinaus keinem Dritten zugänglich mache und das Urheberrecht am Layout, den Fotos und
den Texten der Ausstellung beachte.
Datum
Unterschrift
Hinweis: Sie erhalten den Link zu den Druckdaten der Ausstellung in der Regel spätestens drei Werktage nach Eingang Ihrer Bestellung
Bestellschein
Sie können diesen Bestellschein am PC ausfüllen und
anschließend bitte faxen an: 030 / 319895-210
Hiermit bestellen wir verbindlich die Ausstellung „Da war mal was…“ gegen eine
Schutzgebühr von 25,00 € inkl. Versand (Schutzgebühr für Schulen 15 € inkl. Versand).
Institution:
Anschrift:
Telefon:
Fax:
eMail:
Ansprechpartner

Datum
Hiermit bestellen wir die kostenfr. Unterrichtsmaterialien dazu (auf CD-ROM)
Unterschrift
Hinweis:
Sie erhalten eine Bestellbestätigung per Mail
(sofern eine Mail-Adresse angegeben wurde).
Die Plakate werden Ihnen i.d.R. innerhalb
von 14 Tagen zus. mit der Rechnung
zugeschickt.
Bestellschein
Sie können diesen
Bestellschein
am PC ausfüllen, ausdrucken und anschließend
bitte faxen an:
030 / 319895-210
Eine Ausstellung mit
Fotos von Harald Schmitt und
Texten von Stefan Wolle
herausgegeben von der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem stern


Die heile Welt der Diktatur?
Herrschaft und Alltag in der DDR
Ja, wir möchten verbindlich die Ausstellung gegen eine Schutzgebühr
von 25,00 € (inkl. Versand) erwerben.
Institution
Anschrift
Telefon
Fax
(bitte unbedingt angeben)
eMail
Ansprechpartner
Ausstellungsort und -zeit
(falls schon bekannt)
Datum
Unterschrift
Hinweis: Sie erhalten eine Bestellbestätigung per Mail. Die Plakate werden Ihnen i.d.R.
innerhalb von 14 Tagen zugeschickt.
Bestellschein
Sie können diesen Bestellschein
am PC ausfüllen und anschließend bitte faxen an:
030 / 319895-224
Ausstellung
Die Mauer
Eine Grenze durch Deutschland
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Ich bestelle für die unten genannte Institution die Ausstellung „Die Mauer“ gegen eine Schutzgebühr von 25,00 € (inkl. Versand).
Institution:
Anschrift:
Telefon:
Fax:
bitte unbedingt angeben:
eMail:
Ansprechpartner
Ausstellungsort und -zeit
(falls schon bekannt)
Datum
Unterschrift
Hinweis: Sie erhalten eine Bestellbestätigung per E-Mail. Die Ausstellung wird innerhalb von 10 Werktagen ausgeliefert. Die Schutzgebührerhebung liegt der Plakatsendung bei.
Bestellschein
Sie können diesen Bestellschein
ausfüllen und anschließend bitte
faxen an:
030-447 108 19
oder per Post senden an die
Robert-Havemann-Gesellschaft
Schliemannstr. 23
10437 Berlin
Ausstellung
Jugendopposition in der DDR
Ich bestelle für die unten genannte Institution die Ausstellung „Jugendopposition
in der DDR“ gegen eine Schutzgebühr von 50,00 € (inkl. Versand).
Bitte vollständig und leserlich ausfüllen!
Institution:
Anschrift:
Telefon:
Fax:
E-Mail:
bitte unbedingt angeben
Ansprechpartner:
Ausstellungsort und -zeit
(falls schon bekannt)
Datum
Unterschrift
Hinweis: Die Plakate werde einmal monatlich ausgeliefert. Die Rechnung für die Schutzgebühr liegt
der Plakatsendung bei.
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030 / 319895-224
Ausstellung
Wir wollen freie Menschen sein!
Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953

Ich bestelle für die unten genannte Institution die Ausstellung zum 17. Juni 1953
gegen eine Schutzgebühr von 15,00 € (inkl. Versand) bei Bestellung vor dem
30.11.2012 bzw. zu 25,00 € (inkl. Versand) bei Bestellung ab dem 01.11.2012
01.12.2012
Institution:
Anschrift:
Telefon:
Fax:
bitte unbedingt angeben:
eMail:
Ansprechpartner
Ausstellungsort und -zeit
(falls schon bekannt)
Datum
Unterschrift
Hinweis: Sie erhalten eine Bestellbestätigung per E-Mail. Die Plakate werden ab Mitte
Februar 2013 ausgeliefert. Die Schutzgebührerhebung liegt der Plakatsendung bei.
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Seele and Geist
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