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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (22.01.2015)

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Jahrhundert-Jahrgang 2010: Der Brunello macht Furore
Panorama
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
(SZ) Gut, Leben heißt leben, auf diesen unvergesslichen Einzeiler hat das 1984 die
Band Opus mit ihrem Hit „Live Is Life“ gebracht. Aber warum muss das Leben, das
doch viel häufiger ein Einzeiler ist als ein
Hit, eigentlich immer so verdammt live
sein? Wäre es nicht manchmal besser, man
könnte sich von der Echtzeit abkoppeln, so
wie die Schweizer ihre Währung vom Euro
abgekoppelt haben? Gerade in der mittelgrauen Ewigkeit des Alltags spräche eine
Menge dafür, einfach eine Aufzeichnung
vom Vortag einzuspielen, statt persönlich
im Büro zu erscheinen. Natürlich geht das
nicht im sogenannten echten Leben, das
überwiegend aus unechtem besteht, denn,
wie gesagt: live is life.
Einer, der das genau wusste, war ein
Mann namens Tony Verna, Fernsehdirektor beim amerikanischen Fernsehsender
CBS. Über ihn wurde einmal der nachgerade philosophische Satz geschrieben, dass
die Revolution nicht immer bedeutet, die
Dinge selbst zu verändern, sondern die Art
und Weise, wie sie wahrgenommen werden. Vernas Beitrag zur Revolutionsgeschichte trägt den Namen Sofort-Zeitlupe,
denn so heißt das Verfahren, das er erfunden hat. Was heute Standard der Sportberichterstattung ist, war damals, 1963, eine Sensation. Während einer Live-FootballÜbertragung aus Philadelphia zeigte er
den entscheidenden Touchdown des ArmyQuarterbacks Rollie Stichweh unmittelbar
nach dem Ereignis ein zweites Mal, diesmal aber in Zeitlupe. Das war seinerzeit so
innovativ, dass der Moderator den Zuschauern versichern musste: „Das ist nicht
live, meine Damen und Herren. Army hat
nicht noch einmal gepunktet.“ Das „instant replay“ war geboren, ein Meilenstein
der Fernsehentwicklung. Davon inspiriert,
ließ der Schriftsteller Don DeLillo in seinem Roman „Unterwelt“ den Match-Ball
während eines Baseballspiels über siebzig
Buchseiten hinweg fliegen, bevor er sein
Ziel erreicht, in erzählerischer Super-SlowMotion sozusagen.
Tony Verna war ein Pionier der Entschleunigung und als Erfinder genauso ein
One-Hit-Wonder wie die Band Opus mit
ihrem einzigen Erfolg, dem Lied „Live is
life“. Dabei war Verna zudem ein praktischer Philosoph, der sich der Vergänglichkeit widersetzt hat. Jener unerträglichen Leichtigkeit des Seins, über die
Milan Kundera einen ganzen Roman geschrieben hat, trotzte er ein Stück Ewigkeit
ab. „Jeder Augenblick der Zukunft ist eine
Erinnerung an die Vergangenheit“, heißt
es im Lied von Opus. Für seine Erfindung
hat Tony Verna übrigens nie einen Cent
gesehen. Doch in der Wechselstube des
Lebens hat er den unwiederbringlichen
Moment aufgewertet gegenüber der Flüchtigkeit der Zeit. Nun ist Tony Verna im Alter
von 81 Jahren gestorben. Man wünschte
sich, der große Fernsehdirektor da oben
würde ihm eine Wiederholung spendieren,
selbstverständlich in Sofort-Zeitlupe.
MÜNCHEN, DONNERSTAG, 22. JANUAR 2015
71. JAHRGANG / 4. WOCHE / NR. 17 / 2,40 EURO
Saubere Kerle Auf der Spur der Jaguare
im Pantanal kommt man den Tieren
manchmal näher als gewollt. Seite 37
Im Bett des Barons Übernachten in den
prächtigen Kolonialhäusern von Brasiliens
Kakao-Stadt Ilhéus.
Seite 38
Gesegnetes Skifahren Ein Pfarrer führt
Touristen über die Pisten des Gebiets
Silvretta Montafon.
Seite 39
LERNEN
Drei Seiten SZ-Sonderbeilage:
Schulen & Internate
Obama spricht
Ein großer Moment in Washington ist jedes Jahr die Rede zur Lage der Nation, mit der der Präsident das politische Jahr einläutet. Barack Obama hat darin viel Erfahrung, denn in der Nacht zum Dienstag verkündete er mittlerweile zum siebten Mal, was er plant. Diesmal gab es jedoch einen kleinen Unterschied: Denn Obama fand optimistische Worte für die Situation in den USA. „Der Schatten der
Krise liegt hinter uns“, verkündete er den Abgeordneten und Senatoren. FOTO: B. SMIALOWSKI/AFP
Seiten 4 und 8
Paris rüstet im Anti-Terror-Kampf auf
Frankreich investiert mehr als 700 Millionen Euro in die Sicherheit des Landes – der Großteil fließt in
Geheimdienste, Polizei und Justiz. Zudem ist ein neuer Straftatbestand geplant: „Nationale Unwürde“
von daniel brössler
und stefan ulrich
München/Brüssel – Mehr Ermittler,
mehr Geld und mehr Aufklärung – mit diesem Mix will die französische Regierung
der Terrorgefahr entgegentreten. Premier
Manuel Valls kündigte am Mittwoch in
Paris an, in den kommenden drei Jahren
2680 neue Stellen bei Geheimdiensten,
Polizei und Justiz zu schaffen, allein 1100
davon bei den Geheimdiensten. Außerdem
will die Regierung bis 2017 zusätzliche
735 Millionen Euro für den Kampf gegen
den Terror ausgeben, die neuen Personalkosten inklusive. Präsident François Hollande sagte der Armee zu, weniger Truppen als geplant abzubauen.
Valls gab bekannt, in einigen Gefängnissen abgesonderte Bereiche für Islamisten
zu schaffen, damit diese nicht mehr unter
gewöhnlichen Kriminellen für den Dschihad missionieren können. 60 zusätzliche
muslimische Anstaltsgeistliche sollen helfen, den Extremismus in den Haftanstalten zurückzudrängen. Außerdem will Valls
eine neue Terroristendatei schaffen. Wer
darin aufgeführt wird, muss Wohnsitzwechsel und Auslandsaufenthalte anzeigen. Bis März will der Premier ein Geheimdienstgesetz ins Parlament einbringen,
das die Befugnisse der Dienste ans Internet-Zeitalter anpassen und die Kontrolle
der Ermittler verbessern soll. Die Regierung plant auch, mit der Opposition über einen Straftatbestand der „Nationalen Unwürde“ zu beraten, der zum Entzug bürgerlicher und politischer Rechte führen kann.
„Die Lage bleibt sehr bedrohlich“, sagte
Valls und schwor die Franzosen auf einen
„Kampf mit langem Atem“ ein. Dabei setzt
seine Regierung nicht nur auf Überwachung und Strafverfolgung, sondern auch
auf Pädagogik. Eine neue Seite im Internet
soll über die Gefahren des Dschihad aufklären und der Selbstradikalisierung junger
Menschen entgegenwirken. Präsident Hollande wollte zudem noch am Mittwoch Vorschläge machen, wie die Schulen besser
den Laizismus und die republikanischen
Werte vermitteln können. Geplant ist
auch, Schüler mehr über Medien- und Internetnutzung zu unterrichten.
Die EU-Kommission in Brüssel will bis
Mai ein Maßnahmenpaket zur Stärkung
der inneren Sicherheit in Europa vorlegen.
„Der Terror fordert Europa insgesamt heraus“, sagte Vizepräsident Frans Timmermans in Brüssel . Es liege in der Verantwortung der Mitgliedstaaten, darauf zu reagie-
ren. Die Kommission werde sie dabei unterstützen. So wolle die Kommission rasch einen überarbeiteten Vorschlag für die Speicherung und den Austausch von Fluggastdaten vorlegen und dabei auf Datenschutzbedenken aus dem Europäischen Parlament sowie Wünsche aus den Staaten eingehen. Timmermans wandte sich gegen
Grenzkontrollen innerhalb des SchengenRaums. „Wir glauben, dass Schengen ganz
sicher Teil der Lösung und nicht des Problems ist“, sagte er. Auch innerhalb bereits
geltender Regeln könne die Sicherheit verstärkt werden.
Es rühre an die Grundfesten der Union,
wenn in mehreren EU-Staaten eine Mehrheit der Juden keine Zukunft mehr für sich
sehe, sagte Timmermans. Die EU müsse
gegen Extremismus und Fanatismus alle
Instrumente einsetzen.
Seite 4
HEUTE
Thema des Tages
Der Tod von Staatsanwalt
Alberto Nisman treibt die
Argentinier auf die Straßen
2
Die Seite Drei
Im Münchner NSU-Prozess sprechen
Zeugen über Wunden, die nur
oberflächlich verheilt sind
3
Meinung
Die USA erholen sich
wirtschaftlich, politisch bleiben
sie zerstritten und gelähmt
4
Wirtschaft
Das Öl und die Macht:
Wie der Förderboom die Welt
durcheinanderbringt
22
Sport
Rafael Nadal und Roger Federer
bestreiten in Melbourne ein
turbulentes Tennismatch
Medien, TV-/Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel & Schach
Familienanzeigen
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35,36
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4 190655 802404
Am vergangenen Wochenende kam im
Internet Björks neues Album „Vulnicura“
in Umlauf. Das sollte eigentlich im März
erscheinen, wenn im New Yorker Museum of Modern Art eine Ausstellung über
ihr Gesamtwerk eröffnet wird, weil die isländische Sängerin ja eher eine Kunstfigur ist, als ein Popstar. Sie reagierte dann
sehr lässig, indem sie das Album einfach
jetzt schon veröffentlichte. Seit Dienstag
ist es – zumindest in Amerika – über die
verschiedenen digitalen Verkaufsstationen wie Amazon und iTunes zu haben.
Das Wettrennen zwischen Musikindustrie und Hackern, Leakern oder auch Piraten, wer ein Album zuerst veröffentlicht,
dauert nun schon 15 Jahre lang. Um genau
zu sein seit 1999, als die Musiktauschbörse Napster ins Netz ging, auf der man
Musikdateien weltweit abrufen konnte.
Auch im Studio geklaute, unveröffentlichte Aufnahmen. Bands und Stars tun sich
immer schwer mit diesem Wettlauf. Jede
Popstars und Piraten
Der Fall Björk zeigt, wie das Internet die Musikbranche bedrängt
Haltung muss man sich leisten können,
schließlich geht es nicht nur um Urheberrecht und Umsatz, sondern auch um
Image und Fans. Metallica und Madonna
bekämpften die digitale Musik beispielsweise mit Anwälten und Schimpftiraden.
Das nahmen ihnen viele übel. Die sich
dann darüber freuten, dass Jay Z, Radiohead oder U2 mit den neuen Vertriebswegen lieber experimentierten.
Die waren erst in der Hand der Fans,
dann unter der Kontrolle von Amazon,
Apple und Spotify. Wobei jeder der drei
Konzerne auch noch seine eigene Technik
hat, um Musik zu verkaufen. Längst arbeiten bei den Musikkonzernen kundige Betriebswirtschaftler, die Systeme ausklügeln, wann ein Album denn in welcher
Form erscheinen soll. Die Bandbreite
reicht ja von der Vinylplatte über CDs und
MP3-Dateien bis zum Stream. Und immer droht das digitale Klonen, das Abkassieren unmöglich macht. Langsam greift
das. Der Schaden für die Musikindustrie
beläuft sich jedenfalls nur noch auf fast
elf Milliarden Euro pro Jahr, wobei sich
das „nur“ auf die 40 Milliarden Euro Verlust von vor sechs Jahren bezieht.
Seit einigen Monaten probieren Stars
und Produzenten auch neue Marktstrategien aus. Beyoncé, U2 und D’Angelo veröffentlichten ihre neuen Alben ohne Ankündigung buchstäblich über Nacht. Und als
am 20. Dezember Songs aus dem neuen
Madonna-Album in Umlauf kamen, das
auch erst im März erscheinen soll, stellte
sie die Hälfte der Songs umgehend zum
Verkauf ins Netz. Ohne den Raubkopierern wie früher mit der Hölle zu drohen.
Auch Björk kommentierte ihren Vorstoß nicht. Was sie von dem Wettrennen
hält, hat sie ja öfter mal gesagt. In der Zeitschrift Rejkavik Grapevine zum Beispiel:
„Es ist schon lustig, dass ausgerechnet an
dem Punkt, an dem die Anwälte und Geschäftsleute herausgefunden haben, wie
man Musik kontrolliert, das Internet daherkommt und alle versaut.“
Um die Musik geht es bei diesen Debatten übrigens selten. Nur kurz dazu – auf
„Vulnicura“ manövriert sich Björk gemeinsam mit dem venezuelanischen DJ
Arca durch ihr bewährtes Klangfeld aus
sehr modernen Computer-Beats, zeitgenössischer Klassik und leicht elfischem
Sopran. Muss man mögen. Tun aber offensichtlich genügend Raubkopierer, dass
man sich gegen die dann doch mal wehren muss.
andrian kreye
Ukraine vergrößert Armee auf 250 000 Soldaten
Kiew beschuldigt Moskau, die Rebellen im Osten massiv zu unterstützen. Poroschenko: „Hören Sie auf, Waffen zu liefern“
Wien/Davos – Während die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und der
ukrainischen Armee in der Ostukraine tagtäglich an Brutalität zunehmen, plant die
Regierung in Kiew den Einsatz von 68 000
zusätzlichen Soldaten. Vorgesehen ist außerdem eine Erhöhung der Gesamtzahl
der Streitkräfte auf 250 000 Mann. Premier Arsenij Jazenjuk kündigte am Mittwoch
in Kiew einen entsprechenden Gesetzentwurf an. Erst am Dienstag hatte Kiew mit
der Einziehung Zehntausender Reservisten begonnen, die erschöpfte Soldaten in
der Ostukraine ablösen sollen.
Begründet wurden beide Entscheidungen damit, dass Russland die Rebellen im
Osten mit frischen Waffen beliefere und
überdies mit regulären Truppen aufseiten
der Separatisten in die Kämpfe eingegrif-
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fen habe. Russland bestreitet die Vorwürfe. Am Mittwoch hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau vorgeschlagen, die in der Minsker Vereinbarung vom September vereinbarte entmilitarisierte Pufferzone einzurichten. Auch
die prorussischen Aufständischen seien bereit, ihre jüngsten Landgewinne aufzugeben und ihre Waffen hinter diese Linie zurückzuziehen. Kiew hatte gemeldet, die Separatisten hätten zuletzt 500 Quadratkilometer zusätzliches Land erobert.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dämpfte die Erwartungen an das Treffen von Außenminister Frank-Walter Steinmeier
(SPD) mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow und den Außenministern aus
der Ukraine und Frankreich am Mittwochabend in Berlin. Sie hoffe zwar, „dass viel-
leicht einige Strukturen entstehen können“, sagte Merkel am Mittwoch nach einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew in Berlin.
Sie wolle diesbezüglich aber „keine übergroßen Hoffnungen erzeugen“.
Auf dem Wirtschaftsgipfel in Davos
machte der Präsident der Ukraine, Petro
Poroschenko, Russland am Mittwoch
schwere Vorwürfe. Er zeigte ein Metallstück des Busses, der vor Kurzem in der
Ostukraine von einem Projektil getroffen
worden war. Das sei ein „Symbol für einen
Terrorangriff auf mein Land“, sagte Poroschenko, der Angriff sei mit einer „russischen Rakete“ erfolgt. Poroschenko forderte Moskau auf, die Grenze zur Ukraine zu
schließen, um die Situation zu stabilisieren. „Hören Sie auf, Waffen und Munition
zu liefern“, sagte er. Der Präsident zeigte
sich in Davos optimistisch: „Wir werden gegen den Terror gewinnen.“ Es werde aber
keine militärische Lösung geben, um Frieden zu erreichen, sagte er. Den anwesenden Topmanagern versprach er tiefgreifende Reformen, um ausländische Investoren
anzulocken. Die Ukraine wolle den Rechtsstaat ausbauen und Korruption bekämpfen. „Die Ukrainer sind vereint wie nie zuvor, sie sind proeuropäisch“, sagte Poroschenko. Außerdem kündigte der ukrainische Präsident an, sein Land werde in zwei
Jahren eine von Russland unabhängige
Energieversorgung aufbauen. Man werde
dann europäisches Gas beziehen. Wegen
der Kämpfe im Donbass verkürzte der Präsident seinen Besuch in Davos.
c. kahlweit, b. brinkmann Seite 7
Suhrkamp-Verlag
wird AG
Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz
will in den Aufsichtsrat wechseln
Berlin – Nach jahrelangem Rechtsstreit ist
die Umwandlung des Suhrkamp-Verlags
in eine Aktiengesellschaft unter Dach und
Fach. Als neuer Aktionär steigt die Darmstädter Milliardärsfamilie Ströher in die
neue AG ein, wie das Unternehmen am
Mittwoch mitteilte. Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz, seit zwölf Jahren an der
Spitze des Hauses, will die Geschäftsführung in den kommenden Monaten abgeben und in den Aufsichtsrat wechseln. Die
Umwandlung soll den Dauerstreit mit dem
Minderheitseigentümer Hans Barlach beenden. „Die Krisen sind gemeistert, die Gefahr ist vorüber“, sagte Unseld-Berkéwicz
der Wochenzeitung Zeit. sz Feuilleton
Palästinenser sticht auf
Menschen in Tel Aviv ein
Tel Aviv – Ein Palästinenser hat in Tel Aviv
mit einem Messer auf Insassen eines Busses eingestochen; mindestens 13 Menschen wurden verletzt. Die Polizei ging von
einem Terroranschlag aus. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verstärkt. Israels
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
machte die Palästinensische Autonomiebehörde mitverantwortlich. sz
Seite 7
Deutsche Geisel
nach halbem Jahr frei
Berlin – Etwa ein halbes Jahr nach seiner
Geiselnahme durch die Islamistengruppe
Boko Haram in Nigeria ist ein deutscher
Staatsbürger freigekommen. Der Mann befinde sich in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Kameruns
Staatschef erklärte, die Geisel sei in der
Nacht befreit worden. sz
Bayern
Ein bisschen Reue
beim FC Bayern
München – Nach seiner umstrittenen Testspielreise nach Saudi-Arabien hat der
FC Bayern München auch Fehler eingeräumt. Im Nachhinein wäre es besser gewesen, die Menschenrechtsproblematik „im
Rahmen unseres Spieles in Saudi-Arabien
deutlich anzusprechen“, teilte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Mittwoch mit. sz
Sport
Dax ▶
Dow ▶
Euro ▲
Xetra 17 Uhr
10265 Punkte
N.Y. 17 Uhr
17521 Punkte
17 Uhr
1,1611 US-$
+ 0,07%
+ 0,04%
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DAS WETTER
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5°/ -5°
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NACHTS
Im Osten und Nordwesten gebietsweise
Schnee oder – zum Teil gefrierender – Regen. Auch im Süden Baden-Württembergs
und im Südwesten Bayerns kann es schneien. Sonst bleibt es meist trocken. Minus
ein bis plus drei Grad.
Seite 15
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Seele and Geist
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