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Download_Stretta_Feb2015 - Freunde der Wiener Staatsoper

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Stretta
KS Alfred Šramek
am 15. Februar
beim Faschingsbrunch
im Hotel Bristol
Februar 2015
Musical meets Opera 6
zu MAMMA MIA!
am 22. Februar im Raimundtheater
©
© VBW/Brinkhoff,
VBW/Brinkhoff, Mögenburg
Mögenburg
Februar 2015 / Inhalt
THEMEN
Aus der Vergangenheit etwas Gegenwärtiges für die Zukunft schaffen
(Gunhild Oberzaucher-Schüller) Seite 5
„Neumeier und Wien“ eine auf gehobenem Niveau stetig köchelnde Beziehung. Er fühlt sich als
Erbe Petipas, gleichzeitig aber als „Erneuerer“ und schöpft aus jener Kraft, die vom Tradierten
ausgeht. “Making a present out of the past“ in seinen eigenen Worten.
Denys Cherevychko im Gespräch mit Susanne Kirnbauer Seite 8
Seit bald 10 Jahren ist der hochbegabte sympathische Tänzer aus der Ukraine bereits in Wien engagiert, seit Beginn der Direktion Manuel Legris hat er sich in unterschiedlichen Werken profiliert.
Nach Vaslaw ist der Joseph nun bereits die zweite Rolle, die er mit John Neumeier erarbeitet.
Der keusche Joseph und die Flucht ins Rokoko (Verena Franke) Seite 10
Oper, Lied und Symphonik waren die zentralen kreativen Schaffensbereiche von Richard Strauss.
Als „läppische Konditorei-Angelegenheit“ bezeichnete der Komponist selbst sein Ballett Schlagobers,
Verklungene Feste/Josephs Legende widmet das Wiener Staatsballett seine nächste Premiere.
John Neumeier © Steven Haberland; Denys Cherevychko © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn; Richard Strauss, Quelle: wikipedia.org
VERANSTALTUNGEN
Künstlergespräch Olga Peretyatko 8. März 2015 Seite 18
Eigentlich wollte sie ursprünglich Chordirigentin werden, die Entscheidung eine Sängerlaufbahn
einzuschlagen kam erst später. In Wien war die russische Sopranistin bis jetzt nur drei Mal als Gilda
zu erleben, weltweit hat sie bereits im Belcanto-Fach Furore gemacht , wovon sich die Wiener
Opernfreunde ab Ende Februar in einer Puritani-Serie nun auch endlich überzeugen können.
PORTRAIT
Jongmin Park (Rainhard Wiesinger) Seite 20
Musik wurde im zwar sozusagen in die Wiege gelegt, die Mutter Sopranistin und Gesangslehrerin,
aber der südkoreanische Bass musste seinen Vater erst überzeugen, um aus seinem Hobby einen
Beruf machen zu dürfen. Seit der vorigen Saison erfeut der junge Bass die Wiener mit seinem
Können im Haus am Ring, die FREUNDE bei der Generalversammlung und beim Adventkonzert.
MEINUNG
Heinz Zednik: In eigener Sache Seite 4
Dominique Meyer: Seite 4
Heinz Irrgehers Con brio: Verdeckte und offene Fouls Seite 16
MISTERIOSO Seite 24
SERVICETEIL
Spielpläne Seite 22/ Radio-, TV-Programm Seite 26 / Tipps Seite 29
CHRONIK
Mirella Freni (zum 80. Geb.) Seite 32
In memoriam Lillian Fayer Seite 33
Olga Peretyatko, Jongmin Park; Photos: unbezeichnet
Heinz Zednik © Terry Linke, Dominique Meyer © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn, Heinz Irrgeher, Photo: privat
3
Forum
Liebe Freunde,
Heinz Zednik © Terry Linke
„Heinzchen“: höre ich unseren wunderbaren, unvergessenen Marcel Prawy zu mir sagen:
„Statt dieses Opernballes wäre mir um vieles lieber, es stünde Tristan am Programm.“ Überhaupt waren Schließtage dem Marcello ein Gräuel.
Ausnahmsweise habe ich meinem großen Freund in diesem Fall widersprochen und all die Argumente aufgezählt, die dieses einzigartiges Fest als Ball der Künstler mit seinem besonderen
wienerischen Flair rechtfertigen. Er war nicht wirklich zu überzeugen, obwohl er selbst nolens
volens Opernball-Besucher war. Die Herren Pepi und Johann von der Repertoire-Schneiderei
haben ihn übrigens auf meine Bitte hin mehrmals fein heraus geputzt, damit der Frack mit seinen
vielen Orden auch perfekt sitzt, was ihn wiederum sehr gefreut hat. Dass sich der leere Ballsaal
am Tag danach für bis zu 7.000 Kinder in einen riesigen Zuschauerraum verwandelt, in dem
die so populäre Kinder-Zauberflöte gespielt wird, finde ich eine großartige Sache. So begeistert
man unser zukünftiges Publikum!
Am 7. Februar ehren wir in einem Galakonzert unseren Weltstar Edita Gruberova, die vor 45
Jahren ihr Debut an der Wiener Staatsoper hatte. Zu ihrem allerersten Mittagessen in der Kantine durfte ich sie übrigens einladen, da Edita noch keine Schilling besaß und ganz alleine
und schüchtern an einem Tisch saß. Wir erinnern uns noch beide daran, auch an unsere Kammersängertitel-Verleihung unter Direktor Seefehlner sowie natürlich an viele gemeinsame Bühnenauftritte.
Freuen können wir uns auch auf die große Richard Strauss-Ballettpremiere Verklungene Feste
und Josephs Legende in der großartigen John Neumeier-Choreographie. Am Zustandekommen
des Künstlergespräches mit Neumeier haben die FREUNDE mehr als 30 Jahre gearbeitet. Dank
Susanne Kirnbauer und Elisabeth Janisch in unserem Sekretariat ist es jetzt endlich gelungen.
Gut Ding braucht eben manchmal mehr als Weile.
Herzlichst, Ihr
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Opernfreunde,
Dominique Meyer
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Das Buch zum heurigen Opernball – wie immer mit großer Liebe und Hingabe vom Fotografen Lois Lammerhuber gestaltet – hat sich das Ensemble der Wiener Staatsoper zum Thema gemacht. Ihnen, liebe Opernfreude, brauche ich die Stärken und die Einzigartigkeit unseres Ensembles nicht zu schildern: Es ist das Rückgrat unseres gesamten Repertoirebetriebs, und zwar
gleich in zweierlei Hinsicht. Zunächst einmal stehen allabendlich „unsere“ Sängerinnen und
Sänger auf der Bühne, manche Opern können wir fast komplett aus dem Ensemble besetzen.
Gleichzeitig aber sind unsere Ensemblesänger – gewissermaßen unsichtbar – als Cover für viele
Partien eingesetzt, um im Notfall einspringen zu können. Ich möchte nur drei Sänger, stellvertretend für viele andere, erwähnen: Olga Bezsmertna, die in den letzten Monaten neben ihren
geplanten Rollen an unserem Haus etwa auch noch als Rusalka oder Contessa d’Almaviva eingesprungen ist; Herbert Lippert, der kurzfristig einen Peter Grimes, Bacchus oder Siegmund
übernahm; und zuletzt Paolo Rumetz, der bei der Rigoletto-Premiere im dritten Akt Simon
Keenlyside ersetzte. Ohne diese Sänger wäre unser Betrieb weder finanziell, noch organisatorisch zu bewältigen. Diese Einspringen sind natürlich nur die bekanntesten und auffälligsten
Beispiele, die – ich wiederhole das – den Blick auf die tagtäglichen Leistungen der Ensemblesängerinnen und -sänger nicht verstellen sollen. Denn wie Orchester und Chor, so sind es gerade die Ensemblesänger, die zur Identität und Einzigartigkeit unseres Hauses beitragen! Das
war in der Geschichte der Staatsoper so – man denke etwa an das Gustav Mahler- oder später
an das Mozart-Ensemble, und das ist heute noch so. Und wird in Zukunft auch so bleiben!
Ihr
Dominique Meyer
4
Aus der Vergangenheit etwas Gegenwärtiges für
die Zukunft schaffen/Gunhild Oberzaucher-Schüller
J
John Neumeier
© Steven Haberland
Künstlergespräch
John Neumeier
Sa. 31. 1., 15 Uhr
Gustav Mahler-Saal
Moderation:
Susanne Kirnbauer-Bundy
Karten (€ 10,- Mitglieder.
€ 20,- Nichtmitglieder)
im FREUNDE-Büro oder
direkt an der Tageskassa
Christine Gaugusch und Ludwig
Karl in Daphnis und Chloë,
Wiener Staatsoper 1983
© Österreichische Bundestheater/
Axel Zeininger
ohn Neumeiers Verhältnis zu Wien –
immerhin geht es da um die Beziehung
zwischen einem der größten schöpferisch
tätigen Choreographen und einer Stadt,
die sich rühmt, etwas für Musiker und
Tänzer übrig zu haben – kann als beständig
bezeichnet werden. Die Beziehung hat
Dauer, denn sie besteht seit 1977, dem
Jahr, in dem an der Wiener Staatsoper
Neumeiers Fassung des Richard-StraussBalletts Josephs Legende Premiere hatte.
Ältere erinnern sich vielleicht auch noch
an einen 1966 erfolgten Tänzerauftritt
Neumeiers als Mitglied des Stuttgarter
Balletts im Theater an der Wien, womit
gleich jenes Ensemble genannt ist, in dem
ein Teil seiner künstlerischen Verankerung zu finden ist. In der auf gehobenem
Niveau stetig köchelnden Beziehung
„Neumeier und Wien“ flammt plötzlich
und immer wieder Leidenschaft auf.
Dann nämlich, wenn ein bestimmter
Komponist, ein spezielles Musikstück, dazu besondere Interpreten die visuelle
Phantasie Neumeiers dermaßen anregen,
dass es ihn zur künstlerischen Aktion
drängt. Bei solch einer Gelegenheit – und
bei der Josephs Legende, die im Februar
2015 nach einer längeren Pause in einer
Neufassung wieder aufgenommen wird,
war dies der Fall – werde Neumeier, der
sich auch verbal virtuos zu äußern weiß,
gleichsam zum Instrument, durch das
Musik fließe, aus dem dann aus seiner
„visuellen Welt“ heraus Choreographie
entstünde. Die Tänzer seien dabei, und
dies betont Neumeier auch in seinen berühmten Einführungsmatineen immer
wieder, künstlerisch überlebenswichtig,
denn Choreographie werde nie im Kopf
eines Einzelnen vollendet: „Die Tänzer
sind das ,Material’, aus dem Ballett gemacht ist“, für ihn seien sie immer auch
Thema seiner Werke.
So auch bei der Josephs Legende. Neumeier hatte sich damals zu dem Wiener
Ballettensemble zwei außergewöhnliche
Tänzerpersönlichkeiten hinzugewünscht.
Zum einen war dies einer „seiner“ Hamburger Tänzer, der junge Kevin Haigen,
der sowohl mit seinem knabenhaften
Aussehen als auch seiner Virtuoso-Fähig-
keit, scheinbar zu fliegen, ganz den Intentionen der Autoren des Stücks, Harry Graf
Kessler und Hugo von Hofmannsthal, entsprach. Im Flug nämlich, so ihre Vorstellung, könne der fromme Joseph der Welt
im Allgemeinen und Potiphars Weib im
Besonderen entfliehen. Zu diesem reinen
Knaben kam zum zweiten, langgliedrig,
schön und rätselhaft, die weltweit gefeierte Afroamerikanerin Judith Jamison als
Potiphars Weib. Der Kontrast zwischen
den Protagonisten war so krass wie reizvoll. Hier der klassisch tanzende, Gott suchende Joseph, um ihn bemüht, beinahe
raubtierhaft und in moderner Tanztechnik, aufgepeitscht von Richard Strauss‘
teils orgiastischer Musik, die Sinnlichkeit
der reifen Frau. Dazu der – klassisch tanzende – goldene Engel, der, maßstabsetzend dargeboten von Karl Musil, den
Knaben schließlich in eine höhere Welt
führt. Als sich nach dem Fallen des Vorhangs die knisternde Spannung in nachhaltigen Jubel löste, war man sich darüber
im Klaren, dass Neumeier mit dem 1973
erfolgten Wechsel nach Hamburg auch
seine Lehrjahre hinter sich gelassen hatte,
dass er nunmehr unumstritten ein Meister
war.
Durch Ballette wie Don Juan und Daphnis
und Chloë, die Neumeier in der Folge
dem Staatsopernballett überließ, aber
auch durch Gastauftritte seiner Kompanie
bekam man Gelegenheit, Neumeiers
Meisterschaft eingehender zu studieren.
Vielerlei stach bald ins Auge: Neumeiers
überaus enger Bezug zur Musik, seine
kompositorischen Strategien, der hohe
dramaturgische Anspruch, das Interesse
an der Literatur sowie das Vermögen, sich
in den verschiedensten Werkformen auszudrücken.
All dies bekam Wien in den folgenden
Jahren zu sehen. Nach der explizit erzählenden Josephs Legende aus dem BalletsRusses-Repertoire, zeigten die Hamburger
mit Dritte Sinfonie von Gustav Mahler
Neumeiers visuelle Sicht der MahlerWelt. Hier wurde – und das betrifft seine
Auseinandersetzung mit der Musik Mahlers
insgesamt – das Genre einer „Tanzsinfonik“
Fortsetzung S. 6
5
Aus der Vergangenheit etwas Gegenwärtiges
für die Zukunft schaffen
Ein Sommernachtstraum
Jürgen Wagner als Puck
© Österr. Bundestheaterverband/
Reinhard Werner
Weihnachtsoratorium
Theater an der Wien 2014
© Theater an der Wien
6
insofern zu einem Höhepunkt geführt, als
die von Mahler ineinander geschichteten
emotionalen Motivationsebenen in unvergleichlicher Weise tänzerisch sichtbar
gemacht werden. Dabei wird ein Credo
Neumeiers deutlich: „Ich will keine genaue Geschichte erzählen, sondern in
meiner Sprache, dem Tanz, choreographische Bilder meiner emotionalen Empfindungen beim Anhören dieser Musik erfinden.“
Dem gegenüber steht die erzählende große
Form, die abendfüllenden Handlungsoder Literaturballette, von denen die Wiener
Tänzer selbst zwei Beispiele präsentierten:
Seit 1986 stand Neumeiers Sommernachtstraum auf dem Spielplan, dazu
2004 Wie es Euch gefällt (beide dokumentieren Neumeiers lebenslange Auseinandersetzung mit William Shakespeare).
Letzteres wie das schon davor von den
Wienern getanzte Mozart 338 beschwor
den Spirit dieses Komponisten. Neumeiers wohl bekanntestes Literaturballett,
seine Kameliendame, war durch ein Gastspiel sowie in Ausschnitten an der Staatsoper zu sehen. Dabei offenbarte sich zum
einen die ungemein fordernde Konzeption
nicht nur der Hauptpartien (als Armand
Duval glänzte in einer Gala Manuel Legris
in unnachahmlicher Weise), zum anderen
aber auch Neumeiers tiefe Verankerung
in der Welt John Crankos. Überspitzt formuliert, könnte man die Kameliendame
als postumes Werk Crankos, als Crankos
letztes Meisterwerk bezeichnen. Die meisten
in Wien zu sehen gewesenen NeumeierBallette stellten dagegen unter Beweis,
wie schnell er aus dieser Welt herausgewachsen war. So die vom Hamburg Ballett
gezeigte Winterreise oder Tod in Venedig
und Orpheus.
Neben diesen großen Ensemblewerken
lernte man kürzere Stücke wie Désir,
Bach Suite III und Vaslaw (eine Hommage
an Wazlaw Nijinski), dazu Choreographien für Neujahrskonzerte kennen.
Zwei besondere Schienen waren bald
auszumachen: die Ballets-Russes-Schiene
– für die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser glanzvollen Epoche
der Ballettgeschichte ist Neumeier welt-
berühmt – sowie jene der Beschäftigung
mit spiritueller Musik. Beides bekam
Wien mehrmals zu sehen, wobei das
Staatsopernballett 1983 Neumeiers Der
Feuervogel uraufführte. Und im Theater
an der Wien waren als Gastspiele wichtige
seiner geistlichen Schöpfungen, Requiem
und das 2007 dort sogar uraufgeführte
Weihnachtsoratorium, zu sehen. Zuletzt
zeigten die Hamburger an diesem Haus
mit Weihnachtsoratorium I – VI die vollständige Fassung dieses Werks.
Die Verschiedenheit der Form war – sieht
man einmal von den Literaturballetten ab
– meist aus der Musik gewachsen, die Bewegungswelt also aus der „musikalischen
Welt“ entstanden. Was immer aber für
Musik herangezogen wird – Neumeier
hat in Mahler, Bach, Mozart und
Strawinski gleich einige „Lebensmusiker“ –,
das Thema seiner Ballette sei „die Musik
selbst“. Ähnlich einem Bildhauer versuche
er eine Skulptur in der natürlichen Struktur
des Steines zu suchen, darin fände er die
besondere Gefühlswelt und Aktion dieser
Musik. Dieser Aktion gebe er dann Leben,
Logik und Entwicklung durch den Tanz. Er
beginne die Arbeit gleichsam improvisierend, ohne zu wissen, wo er ankomme.
Erst als er sich beispielsweise zu Johann
Sebastian Bachs Matthäus-Passion, ein
Werk, das er als das vielleicht wichtigste
seines Lebens ansieht, bewegen konnte,
sah er sich in der Lage, die Musik zu choreographieren. Dasselbe habe für den
Messias gegolten, der beim Osterklang
2003 in Wien zu sehen war. Das Resultat
seiner Auseinandersetzung sei dann „eine
körperliche Verbildlichung dessen, was in
der Musik enthalten ist“.
Wie aber ist Neumeiers Bewegungswelt
technisch beschaffen? Eine Antwort ist
schnell gegeben, denn sie ist „klassisch“
und basiert auf der jahrhundertealten
Ordnung des Balletts. Bezugs- oder
Orientierungspersonen tauchen schnell
auf: der als „Raumkünstler“ gefeierte
Marius Petipa, dazu George Balanchine
als „Verbindungsmann“ zu ihm selbst,
womit er sich also in einer ganz bestimmten Linie stehend sieht.
Gunhild Oberzaucher-Schüller
Richard Strauss
Verklungene Feste
Mikko Franck (Dirigent)
John Neumeier (Choreographie und Inszenierung)
Albert Kriemler (Kostüme)
Heinrich Tröger
von Allwörden
(Umsetzung Bühnenbild)
Maria Yakovleva
Tänzerin 1
Vladimir Shishov
Tänzer 1
Liudmila Konovalova
Tänzerin 2
Davide Dato
Tänzer 2
Kiyoka Hashimoto
Tänzerin 3
Masayu Kimoto
Tänzer 3
Irina Tsymbal
Tänzerin 4
Mihail Sosnovschi
Tänzer 4
Eszter Ledán
Tänzerin 5
Robert Gabdullin
Tänzer 5
Josephs Legende
Denys Cherevychko
Joseph
Kirill Kourlaev
Der Engel
Rebecca Horner
Potiphars Weib
Roman Lazik
Potiphar
Premiere
Mi. 5. Februar 2015
Reprisen
5., 8., 9.,
14. (FREUNDE-Kontingent)
Februar 2015
Was aber hat der mittlerweile zum „Deutschen“ mutierte Amerikaner Neumeier mit
dem Franzosen in Russland gemein? Dazu Neumeier: Es sei unsinnig, das bisher
Geschaffene zu verneinen, genauso unsinnig sei es, manieristisch etwas nachzuahmen. Er fühle sich als Erbe Petipas,
gleichzeitig aber als „Erneuerer“, der aus
jener Kraft schöpft, die vom Tradierten
ausgeht. Denn Petipa und Balanchine
hätten beide modellhaft gezeigt, dass
„Klassik nur durch neues Leben“ weitergeführt werden kann.
Mit der Verankerung in der institutionalisierten Klassik wird zwar auf Neumeiers
Ästhetik und Handwerk verwiesen, nicht
aber auf seine persönliche Handschrift.
Wodurch zeichnet sich diese aus, und
wie unterscheidet sie sich stilistisch von
jenen Meistern – etwa Hans van Manen,
Jirˇí Kylián und William Forsythe –, die
heute die europäischen Ballettbühnen bestimmen?
Unverwechselbar die Handschrift van
Manens, dem ältesten dieses Quartetts,
sie ist fast karg in der Erfindung des klassischen Schrittmaterials, das zunächst vor
allem kühl und distanziert wirkt, im
Vordergrund allein Form, die in ganz besonderen Bühnenräumen erst voll zur
Geltung kommt. Unter der Oberfläche
dieser Form wird jedoch bald ein Brodeln
spürbar, das gesellschaftspolitische Anliegen ausdrückt. Völlig anders die Bewegungssprache des jüngeren Kylián. In einem von der Musik bewegten Kontinuum
fließt Kyliáns Choreographie, oft überlagert von melancholischem Hauch, der
selbst dann spürbar ist, wenn die Musik
ihn zu Bewegungswitz verlockt. Während Kylián sein Bewegungsvokabular
aus dem Charaktertanz des Balletts entwickelt hat, sieht Forsythe ebendieses Ballett, seine Ästhetik, seine Ordnung, als intellektuelle Herausforderung des Experimentierfelds Körper, die – in älteren Arbeiten – innerhalb der vorgegebenen Regeln bleibt, in letzter Zeit meist aber
außerhalb dieser agiert und sich derart
der zeitgenössischen Tanzavantgarde zugesellt.
Und Neumeier? Konzeptions- und werkbestimmend ist wohl sein dramaturgischer Anspruch, der sich aus dem enormen Wissen über die Geschichte der eigenen Kunst speist. Seine choreographische Sprache ist, wie schon erwähnt, klassisch grundiert, sie ist vielgestaltig, nach
allen (körpertechnischen) Seiten hin offen,
die emotionale Kraft wird aus der Musik,
zuweilen auch aus dem Inhalt gewonnen.
Gerade Neumeiers Offenheit nach allen
Tanztechniken hin machte Josephs
Legende zum besonderen Erlebnis. Wie
eingangs bemerkt, wurde hier die moderne
Technik der Judith Jamison gegen die klassische von Kevin Haigen gesetzt. 2015
werden die Protagonisten ausschließlich
von hauseigenen, gleichwohl ganz unverwechselbaren Tänzern gegeben. Denys
Cherevychko bzw. Davide Dato als Joseph
und Rebecca Horner bzw. Ketevan Papava
als Potiphars Weib haben diese ganz besondere Herausforderung angenommen.
Es versteht sich übrigens von selbst, dass
die Josephs Legende durch ein dramaturgisch stimmendes Werk ergänzt wird, das
Strauss-Ballett Verklungene Feste.
Am Beispiel dieses Abends kann eines der
Statements Neumeiers überprüft werden,
das da lautet „Making a present out of the
past.“ Dies sei mit Worten Mahlers ergänzt, der meinte, in seinem Werk stecke
so viel Lust auf die Zukunft – ein Ausspruch, der auch für John Neumeier gilt.
Gunhild Oberzaucher-Schüller lebt in
Wien, studierte Kunstgeschichte und
Russisch und dissertierte über Bronislava
Nijinska. Sie lehrte Tanzgeschichte an
den Universitäten Wien, Bayreuth und
Salzburg sowie auch an der Ballettschule
der Österreichischen Bundestheater und
leitete die Derra de Moroda Dance Archives
der Universität Salzburg. Zahlreiche Publikationen, u. a. über Marie Taglioni,
Grete Wiesenthal und Rosalia Chladek.
7
Denys Cherevychko
(Erster Solotänzer des Wiener Statsballetts)
M
an kommt einfach nicht darum herum, sich in all den Jahren diesen
schwierigen, für mich fast unaussprechlichen, Namen zu merken. Wir haben
uns auch entschieden, ihn bei diesem
Gespräch der Einfachheit halber bei seinem Vornamen zu nennen.
Denys Cherevychko
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
In Other Dances
mit Kiyoka Hashimoto
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Vom ersten Moment an fiel Denys allen
Ballettfans und Tanzbegeisterten als
hochbegabter Tänzer in jeder seiner
Rollen auf. Die gleichbleibende hohe
Qualität seiner Technik, die in der Umsetzung durch exzellente Sauberkeit geprägt ist, war zutiefst beeindruckend.
Nach einem missglückten Vortanzen in
München, wo er an der Heinz BoselStiftung-Ballettakademie trainierte, bewarb er sich in der Folge auch in Wien.
Gyula Harangozó, zu dieser Zeit Ballettdirektor, sei Dank, gab ihm den so heiß
ersehnten Vertrag. Das war 2006 und
der in Doneszk (Ukraine) geborene
Denys war seit damals nicht mehr zu
Hause. Seine Großmutter und Mutter
hört er nur per Telefon und er macht sich
Sorgen um sie. Er ist sehr traurig und ärgerlich über die jetzige Situation, bewundernswert wie viele Künstler mit
solchen Belastungen fertig werden müssen
und trotzdem fähig sind, Hochleistungen
zu erbringen. Aber Denys scheint mir
ein absolut starker Mensch in jeder Hinsicht zu sein. Das zeigt sich auch in der
Tatsache, dass er 2009 nach nur 3 Jahren
im Engagement des Wiener Staatsopernballetts (wie es damals noch hieß) schon
zum Solisten aufstieg. Seit der Übernahme
der Ballettdirektion durch Manuel Legris
2010 freut er sich über die vielen Rollen, die ihm anvertraut werden, und ihm
Gelegenheit geben, sich weiter zu profilieren. Die Neugierde auf Neues ist
groß!
Das von Manuel Legris sehr klug etablierte, ausgewogene Programm, sowohl klassisch als auch modern, empfindet er als Herausforderung und Bereicherung. Das Switchen zwischen den
komplett verschiedenen Stilen macht
ihm Spaß, und er strahlt, wenn er davon
8
erzählt. Er hat in all den Jahren mit vielen
großartigen Choreographen gearbeitet,
und bei der Nachfrage, wer denn sein
Favorit sei, fällt es ihm sichtlich schwer,
sich zu entscheiden. Letztlich sind es die
Choreographien von Rudolf Nurejew, die
ihn am meisten begeistern und erfüllen. Eigentlich nicht verwunderlich, besteht
doch eine Nurejew-Choreographie aus
schwierigen Schrittpassagen, die nur mit
stupender Technik ausgeführt werden
können, und die hat Denys in großem
Maße!
Die Rolle des Basil in Don Quixote
(Choreographie: Nurejew) tanzte er mit
Begeisterung nicht nur in Wien, sondern
auch als Gast an der Pariser Oper mit
Maria Yakovleva in der Rolle der Kitri als
Partnerin. Dieses Gastspiel hat in seiner
Erinnerung einen ganz hohen Stellenwert.
Nussknacker und Schwanensee sind die
weiteren Ballette, die seinen Ehrgeiz in
einer Nurejew-Choreographie zu bestehen, befriedigen. Angesprochen auf die
schwierige Solovariation im 1. Akt
meint er, dass er damit keine Probleme
hätte. Ich selber habe schon etliche
„Prinzen“ an dieser Stelle „kämpfen“
sehen.
Sein Fanclub ist inzwischen groß und alle
sind in aufgeregter Erwartung, Denys in
seiner nächsten neuen Rolle zu sehen.
Am 4. Februar 2015 wird dies sein, in
der Premiere von Josephs Legende in
der Choreographie von John Neumeier,
der schon 1977 eine Version für das
Wiener Staatsballett geschaffen hat, bei
der Kevin Haigen den Joseph, Judith
Jamison Potiphars Weib und Karl Musil
den Engel verkörperten.
Inzwischen hat John Neumeier dieses
Werk (Musik: Richard Strauss) mit seiner
Hamburger Kompanie überarbeitet, und
diese neue Fassung wird jetzt in Wien
zu sehen sein. Der Joseph der jetzigen
Aufführung wird Denys Cherevychko
sein.
im Gespräch mit Susanne Kirnbauer
Susanne Kirnbauer als Lykainion
mit Kevin Haigen
in Daphnis und Chloë,
Wiener Staatsoper 1983
Photo unbezeichnet
In Vaslaw
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Da ich 1977 als Potiphar-Zweitbesetzung mitprobte, weiß ich noch sehr gut,
wie sich Kevin Haigen mit der JosephVariation bei den Proben bis zur Erschöpfung abplagte, um sie dann hinreißend bei der Vorstellung zu bewältigen. Eine große Aufgabe, aber auch Vorgabe jetzt für Denys. Wie geht es ihm
damit? Eine prompte und ehrliche Antwort, die da lautet: „Ja, ich bin nach
dieser speziellen Variation ziemlich erledigt und denke auch an die Pas de
deux danach.“
Seine Partnerin wird Rebecca Horner
sein, die in ihren letzten Rollen sehr auf
sich aufmerksam gemacht hat, und mir
eine Idealbesetzung zu sein scheint. Da
TänzerInnen mit der Aufgabe heranwachsen, für das Publikum alles so
leicht und schwerelos wie möglich aussehen zu lassen, ist es mir ein Bedürfnis
auf die gnadenlose Herausforderung bei
manchen Rollen hinzuweisen.
Die interessante Seite in der Erarbeitung
der Rolle des Joseph liegt laut Denys
auch darin, dass nun der frühere Joseph,
Kevin Haigen, die Einstudierung und
Proben leitet und so seine enorme Erfahrung in vielerlei Richtungen weitergibt.
Es ist nun die zweite Begegnung dieser
Künstler, die mit der Erarbeitung der
Rolle für Vaslaw (Choreographie: John
Neumeier), eine Hommage an Vaslav
Nijinsky, begann. Für den letzten Schliff
und die Vollendung dieser Rolle reiste
Denys sogar nach Hamburg, um mit
John Neumeier, the Master himself, daran zu arbeiten. Das Resultat durften wir
dann bei einigen Vorstellungen in Wien
bewundern. Und wie war – und ist – die
Arbeit mit John? Nach seiner Erinnerung
sehr ruhig, sehr kultiviert, sehr hilfreich,
gleichzeitig aber auch sehr fordernd und
bestimmt. Denys empfindet ihn in seiner
Arbeit mit den TänzerInnen auch heute
noch so und freut sich auf das letzte Probenstadium, wo Neumeier persönlich
anwesend sein wird, um seinen Vorstellungen der Rollengestaltung Nachdruck
zu verleihen.
Obwohl wir dieses Gespräch nach einer
Probe und vor einer Ballettvorstellung
geführt haben, ist Denys über meine
letzte Frage bezüglich Gastieren anscheinend glücklich, denn es dürfte
auch ein großer Wunsch von ihm sein,
in weiterer Zukunft die Chance und
Möglichkeit zu haben, eventuell in New
York, Mailand, Rom, Paris etc. zu
gastieren. Nicht nur, um andere Ballettkompanien und TänzerInnen bei ihrer
Arbeit kennen zu lernen und sich als
„Wiener“ Tänzer zu präsentieren. Er wäre auch nicht abgeneigt, sich ein bisschen etwas dazu zu verdienen, und das
sagt er so verschämt, dass ich ihm mein
vollstes Verständnis dafür ausspreche.
Wenigen ist bewusst, was TänzerInnen
künstlerisch aber auch physisch leisten,
und die große Wertschätzung, die das
Wiener Staatsballett unter Manuel Legris‘
Leitung hat, schlägt sich vor allem im
verdienten Applaus nieder.
Danke lieber Denys und schon jetzt ein
großes TOI-TOI-TOI für die Premiere der
Josephs Legende, wir werden dabei sein
und fest die Daumen drücken – möge
die Übung gelingen!
Keyphoto Josephs Legende: Denys Cherevychko
mit Kirill Kourlaev (Der Engel) © Wiener Staatsballett
9
Der keusche Joseph und
die Flucht ins Rokoko
Richard Strauss
© Bildarchiv der Österreichischen
Nationalbibliothek
Josephs Legende: Marie Buchinger,
Marie Gutheil Schoder, Toni
Birkmeyer, Wien 1922
2019 wird es spannend. Denn dann darf
man Richard Strauss ungehemmt von
allen Autorenrechten vertanzen – von
Heldenleben über Also sprach Zarathustra
bis zu Tod und Verklärung – oder wie
wär’s mit etwas Exotischem zur Japanischen Festmusik, die in Konzerten aus
gutem musikalischem und politischen
Grund nicht erklingt. Doch noch ist
2015, und die Ballettliebhaber haben
sich mit weit weniger zu begnügen.
Denn Strauss (1864 – 1949) auf der
Tanzbühne, ist bisher eine Seltenheit.
Seine Erben haben bestimmt, dass nur
jene Stücke choreographiert werden dürfen,
die vom deutschen Großkomponisten
explizit für Ballett bestimmt wurden.
Oper, Lied und Symphonik waren
Strauss‘ zentrale kreative Schaffensbereiche, Ballette gibt es lediglich drei:
Das zweiaktige Divertissement Schlagobers hat der Staatsoperndirektor 1924
zu seinem 60. Geburtstags an seinem
Haus zur Uraufführung gebracht. Das
picksüße Defilee von allerlei Wiener
Naschereien war wenig erfolgreich.
Kritik wurde vor allem in Bezug zu dem
damaligen Luxusartikel „Schlagobers“
laut, da in der Nachkriegszeit die Armut
groß war und der Verzehr von Schlagobers nicht leistbar war. Strauss selbst
nannte sein Libretto eine „läppische
Konditorei-Angelegenheit“.
© IMAGNO/Archiv F.X. Setzer-Tschiedel
Ferner bearbeitete Strauss für Ballett
Klavierstücke des französischen Komponisten François Couperin (1668 – 1733)
zu Verklungene Feste, die 1941 in München aufgeführt wurden. Und dann gibt
es noch das biblische Tanzdrama
Josephs Legende (1922), das bis heute
am Spielplan einiger großer Ballettensembles steht. Zwei dieser Tanzraritäten
stehen ab 4. Februar auf dem Spielplan
des Wiener Staatsballetts: Verklungene
Feste und Josephs Legende in der Choreographie von John Neumeier.
Inspiriert vom Louvre
Bei Verklungene Feste handelt es sich
um eine Auswahl von François Couperins
Pièces de clavecin - also Cembalostücke,
10
die er zwischen 1713 und 1730 komponierte. Strauss stellte diese zusammen,
arrangierte und instrumentierte sie. Bereits seit 1900 beschäftigte sich Strauss
mit französischer Kunst des 18. Jahrhunderts. Er soll den Louvre mit dem französischen Literatur-Nobelpreisträger und
Musikkritiker Romain Rolland besucht
haben. Inspiriert von diesen Eindrücken
meinte er zu seinem Freund, er wolle
nur noch „sanfte, frohe Musik“ komponieren. Dieses Vorhaben verflüchtigte
sich dann bald - etwa mit Elektra. Dem
französischen Rokoko blieb er dennoch
treu: Auf Anregung seines Freundes
Clemens Krauss, des österreichischen
Dirigenten, Theaterleiters und Interpreten speziell von Strauss‘ Werken, schuf
er die Tanzsuite nach François Couperin
(1923) und später ein Divertimento
nach Couperin (1940). Beide Stücke
sind die Basis für das Ballett Verklungene
Feste, das am 5. April 1941 am Münchner
Nationaltheater uraufgeführt wurde.
Libretto und Choreographie stammten
von Pia und Pino Mlakar, Dirigent war
einmal mehr Krauss. Das Ballett spielt
im Paris der 1830er Jahre, in dem ein
Herzog die Primaballerina und den Ersten
Solotänzer der Pariser Oper bittet, die
alten höfischen Feste aus der Rokokozeit wieder aufleben zu lassen. Zu sehen
ist neben den Tänzen des Rokoko, wie
Courante und Sarabande, auch eine historische Revue der Ballettgeschichte
vom Barock bis zur Romantik. Manch
Kritiker sieht den Titel des Werks zeitkritisch: „Verklungen“ seien jene kultivierten, vom NS-Regime geschmähten
Feste, denn es galt nun die romanische
Kultur zu „germanisieren“. Also ein
wehmütiger Ausklang einer Epoche mit
den Mitteln des Rokokos. Andere
wiederum verstehen das Werk als eine
Weltflucht von Strauss, der vor der Moderne und dem Krieg auswich. Immerhin flüchtete Strauss auch in seiner letzten,
ein Jahr später uraufgeführten Oper
Capriccio, ins französische Rokoko.
Unter dem Titel Couperin-Suite entstand später eine weitere Choreographie von Victor Gsovsky.
Verena Franke
2008 schuf John Neumeier ein komplett
neues Werk: Zwischen Backstein- und
Goldwänden sucht der renommierte
Choreograph nach dem Gefühl, das
unterschiedliche Tänze ausdrücken: Barock, moderner Tanz sowie Gesellschaftstänze sind in einem nostalgisch
anmutenden Ballsaal zu sehen.
Vollständiger Klavierauszug
für Josephs Legende
zu zwei Händen.
Adolph Fürstner, Berlin-Paris 1914
Verjüngung des Balletts
Gegensätzlicher könnte der zweite Teil
des Ballettabends nicht sein. „Ich wollte
mit Josefs Legende den Tanz erneuern.
Den Tanz, so wie er, Mutter der heutigen
Künste, gleichsam vermittelnd zwischen
ihnen steht. Den Tanz als Ausdruck des
Dramatischen – aber nicht ausschließlich“,
schrieb Strauss. Und weiter: „Tanz in jener
modernen Abart, in der er nur rhythmisierte oder paraphrasierte Handlung ist,
führt uns leider oft allzuweit weg von jenem eigentlichen Kernwesen des richtigen, rein inspirativen, der Bewegung
und der absoluten Schönheit geweihten
Tanzes: des Balletts. Das wollte ich verjüngen. Auf den Gedanken haben mich
glaube ich, zuerst die russischen Tänzer
gebracht. Mein Josef hält beide Elemente:
Tanz als Drama und Tanz als (...) Tanz.“
Nach diesem Zitat kann man mit Fug
und Recht behaupten, dass Richard
Strauss durchaus auch Interesse am Ballett zeigte. Und nicht nur in seinen eingangs erwähnten Stücken: So ist etwa in
seiner Oper Salome der Tanz der sieben
Schleier der dramaturgische Höhepunkt
und Elektra gipfelt in einem kurzen mänadischen Tanz, als würden der Titelgestalt in höchster Ekstase der vollendeten
Blutrache die Worte fehlen und nur
noch die Gestik bleiben.
Sieben Jahre nach Salome – also 1912 –
komponierte Strauss Josephs Legende
für Serge Diaghilews Ballets Russes. Das
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
und Harry Graf Kessler erzählt die im Ersten Buch Mose beschriebene missglückte Verführung des Hirtenjungen Joseph durch die Frau Potiphars, eines
vermögenden Regierungsbeamten. Da
sich Joseph den weiblichen Reizen ver-
weigert, beschuldigt die Frau Joseph der
Vergewaltigung. Er wird verhaftet. Doch
ein Engel befreit ihn. Potiphars Frau erdrosselt sich daraufhin mit ihrer Perlenkette. Vaslav Nijinsky sollte die Rolle des
Joseph tanzen und auch die Choreographie kreieren. Strauss war damit einverstanden. Er schlitterte jedoch bald in eine Schaffenskrise: „Josef geht nicht so
schnell wie ich dachte. Der keusche Josef
liegt mir nicht recht, und was mich
mopst, dazu finde ich schwer Musik.
(...) Na, vielleicht liegt in irgendeiner
atavistischen Blinddarmecke noch eine
fromme Melodie für den braven Josef“,
schrieb der alles Religiöse stets bespöttelnde Atheist an Hofmannsthal. Dieser
konterte: „Dieser Hirtenknabe sieht für
mich einem edlen ungebändigten Füllen
viel eher ähnlich als einem frommen Seminaristen (...).“ Diese Diskussion setzte
sich einige Wochen lang fort, Strauss
fand aber seine „Melodie“ für die Rolle
des Joseph. Übrigens: Strauss‘ Partitur
beinhaltet letztendlich eines der längsten
Soli der Ballettliteratur, das er in sein Sinfonisches Fragment aus 1947 übernahm.
Inzwischen brach Nijinsky mit Diaghilew.
Der Startänzer verliebte sich 1913 auf
einer Tournee nach Südamerika in die
ungarische Tänzerin Romola de Pulszky
und die beiden heirateten. In einem Anfall von Eifersucht entließ Diaghilew, der
nach Eintreffen des Telegramms einen
schweren Schock erlitt, beide fristlos.
Nun musste der Impresario einen neuen
Joseph finden: Er reiste eigens nach
Russland, wo er auf den 19-jährigen
Leonide Massine aufmerksam wurde.
Michel Fokine choreographierte das
Werk, das am 14. Mai 1914 schließlich
in Paris in Léon Baksts Kostümen und
Alexandre Benois‘ Bühnenbild uraufgeführt wurde.
Dieses Ereignis wird in der Fachliteratur
oft als „das letzte große Fest des alten
Europas vor dem Ausbruch des Ersten
Weltkriegs“ bezeichnet. Es gilt als Symbol
der am Abgrund stehenden dekadenten
Gesellschaft und verdeutlicht den Zeitgeist des Fin de siècle. Fortsetzung S. 12
11
Der keusche Joseph
und die Flucht ins Rokoko /Verena Franke
Nach nur sieben Vorstellungen flüchtete
Diaghilew mit seinem Ensemble vor
dem bevorstehenden Kriegsausbruch.
Josephs Legende Kevin Haigen,
Judith Jamison, Karl Musil
Wiener Staatsoper 1977
© Helmut Koller
Kevin Haigen
in Josephs Legende,
Wiener Staatsoper 1977,
Archiv Wirl
(Photo unbezeichnet)
12
Die Wiener Josephs Legende
Einen besonderen Bezug hat die Josephs
Legende zu Wien: Das Ballett wurde in
der Choreographie von Heinrich Köller
am 18. März 1922 aufgeführt. Der Erfolg hielt sich in Grenzen – kein Wunder
denn der Abend enthielt eine absurde
Fehlbesetzung: Marie Gutheil-Schoder
war zwar eine Strauss-erprobte Sopranistin,
doch sie war weder Tänzerin noch Pantomimin und somit als Frau des Potiphar
denkbar ungeeignet. 1977 kreierte dann
John Neumeier seine Version des biblischen Stoffes für das Wiener Staatsopernballett – der Wiener Maler und Architekt
Ernst Fuchs gestaltete die Bühne, Kevin
Haigen wurde mit der Verkörperung der
Titelrolle zum Tanzstar. (Anmerkung der
Redaktion: Diese Produktion ist mittlerweile bei der DG auf DVD erschienen.)
38 Jahre und mehrere Versionen später
inszeniert der gebürtige US-Amerikaner
und Tanzschaffende Neumeier für das
Staatsballett die Josephs Legende neu.
„Ein Ballett, das nach langer Zeit wieder
aufgenommen wird, muss auf seine
Gültigkeit hin geprüft werden“, so der
Choreograph in einem Interview. „Dabei handelt es sich um grundsätzliche
Dinge, die ich früher nicht so deutlich
sah wie heute“, so der gläubige Katholik
weiter. Seine Vorliebe für religiöse Themen entwickelte der 1942 Geborene
während seines Studiums an der katholischen Universität von Milwaukee.
Bereits 1981 schuf Neumeier mit der
Matthäus-Passion ein Meisterwerk für
die St.Michaelis-Kirche und verursachte
heftige Diskussionen: Darf man denn religiöse Werke überhaupt vertanzen?
Diese Frage hielt Neumeier nicht davon
ab, 1987 das Magnificat von Bach zu
kreieren, das er auf Wunsch von Rudolf
Nurejew für die Pariser Oper schuf. Es
folgten Mozarts Requiem und Händels
Messias. 2007 choreographierte er
Bachs Weihnachtsoratorium Teil I bis III,
das er 2013 vervollständigte. Im gleichen Jahr erhielt er auch den Oscar der
Tanzwelt, den Prix Benois de la Danse
für sein Lebenswerk: Er ist nicht nur seit
1973 Leiter des Hamburg Ballett, also der
dienstälteste amtierende Ballett-Chef der
Welt, sondern er hat mit seinen Neuinszenierungen von Handlungsballetten
Dornröschen, Illusionen – wie Schwanensee, Der Nussknacker, Die Kameliendame,
Romeo und Julia etc.) Tanzhistorie geschrieben.
In seinen mehr als 130 Choreographien
zeigt er seine einzigartige Handschrift.
Basierend auf der klassischen Technik
durchbricht er mit modernen Bewegungen
das herkömmliche Vokabular. Besonderen
Wert legt Neumeier auch auf die Ausstattung seiner Werke: Neben Künstlern
wie Ernst Fuchs arbeitete er auch schon
des Öfteren mit Modedesignern zusammen.
Jil Sander schuf für Mozart 338 (1990),
Giorgio Armani für Bernstein Dances
(1998) die Kostüme.
Bereits für die Balletteinlagen des Neujahrskonzerts 2006 ließ Neumeier die
Kleidung von Albert Kriemler des
Schweizer Modelabels Akris designen.
Er wird auch für die Premiere von Verklungene Feste/ Josephs Legende die Tänzer einkleiden. „In seinen Kreationen bemerke ich eine schlichte Klarheit, einen
klassischen künstlerischen Wert in seinem Gefühl für Linien und Silhouetten,
für Farben und Stoffe – ein sehr subtiler
Modeschöpfer“, meinte Neumeier über
seinen Kostümbildner. Zu erwarten sind
einmal mehr zwei Gesamtkunstwerke à
la John Neumeier, in denen er Tanz, Musik, Kostüme, Licht und Ausstattung harmonisch vereint.
Mag. Verena Franke ist Redakteurin im
Feuilleton der „Wiener Zeitung“ mit
Themenschwerpunkt Tanz und Performance.
45 Jahre KS Edita Gruberova
an der Wiener Staatsoper
Als Zerbinetta in Ariadne auf Naxos
© Wiener Staatsoper/Axel Zeininger
Als Manon
© Wiener Staatsoper/Axel Zeininger
Als Lucia
© Wiener Staatsoper/Axel Zeininger
Seit dem 7. Februar 1970, dem Tag ihres
Hausdebüts als Königin der Nacht, stand
Edita Gruberova über 600-mal auf der
Bühne der Wiener Staatsoper, wobei diese
Statistik neben den 46 verschiedenen Rollen
auch drei Auftritte im Rahmen von Konzerten beinhaltet.
Bereits wenige Tage nach ihrem Einstand
in Mozarts Zauberflöte folgte am 12.
Februar das Rollendebüt als Olympia in
Offenbachs Les Contes d'Hoffmann.
Nach diesen zwei dankbaren Koloraturpartien wurde das neue Ensemblemitglied
in den folgenden Spielzeiten sehr häufig
auch in kleineren Partien besetzt: So war
Edita Gruberova unter anderem auch als
Erste Magd in Richard Strauss' Daphne,
als Modistin im Rosenkavalier, als Tebaldo
in Don Carlo, als eine der beiden Kreterinnen in Idomeneo, als Flora in La Traviata
und als Kate Pinkteron in Madama Butterfly
zu hören. Eine der Rollen, mit der man
die Künstlerin bis heute identifiziert, sang
sie im Haus am Ring ertsmals am 8. September 1973, nämlich die Zerbinetta in
Ariadne auf Naxos. Es ist auch die Partie,
die sie bis 6. Dezember 2009 an 97 Abenden an der Staatsoper am häufigsten sang.
Als im November 1976 eine Neuproduktion des Werks unter der Leitung Karl
Böhms auf dem Spielplan stand, war es
beinahe selbstverständlich, dass der neue
Publikumsliebling die Zerbinetta sang. Ihre Partner waren damals Gundula Janowitz in der Titelrolle, Agnes Baltsa als
Komponist und James King als Bacchus.
Untrennbar mit Edita Gruberova verbunden ist auch die Lucia di Lammermoor,
die sie beginnend mit der Premiere am
23. März 1978 88-mal sang. Am Premierenabend, der schon seit längerer Zeit auf
dem inoffiziellen CD-Label Mytho als
Mitschnitt erhältlich ist, war Peter Dvorsky
der Edgardo, Matteo Manuguerra der Enrico
und Thomas Moser der Arturo.
Die Werke Donizettis bildeten immer einen Schwerpunkt im Repertoire der
Künstlerin. Bei uns sang sie neben der bereits erwähnten Lucia noch in vier weiteren
Donizetti-Premieren: Auf Don Pasquale
im März 1977 (Die Produktion ging
gleich nach der Premiere auf Österreich-
Tournee!), folgte im September 1985 die
Titelrolle in Maria Stuarda, im Oktober
1997 ebenfalls die Titelrolle in Linda di
Chamounix und im Dezember 2000 die
Elisabetta in Roberto Devereux.
Die fünf Vorstellungen von Lucrezia Borgia
zu Beginn der Ära Dominique Meyers
waren lediglich konzertante Aufführungen.
Ebenfalls nur konzertant konnte man die
Künstlerin, die seit 1988 Ehrenmitglied
der Wiener Staatsoper ist, als Norma
(2005 und 2007) erleben. Auch in zwei
Werken Bellinis war Edita Gruberova zu
hören: 1985 sang sie zwei Mal die
Giulietta an der Seite Agnes Baltsas in I
Capuleti e i Montecchi, 1994 gestaltete
sie die Elvira in der hiesigen Erstaufführung von I Puritani, es folgten 31 Reprisen.
Kommen wir nochmals auf die an der
Staatsoper von Edita Gruberova am häufigsten gesungenen Partien zurück: Dazu
zählen die Königin der Nacht (69 Vorstellungen) ebenso wie die Adele in der Fledermaus sowie die bereits erwähnte Olympia
(beide Rollen in 31 Vorstellungen). Außerdem war die Künstlerin 1983 in der Rigoletto-Premiere unter Riccardo Muti die
Gilda sowie 1991 die Giunia in der Neuproduktion von Lucio Silla.
Von Edita Gruberovas Staatsopernauftritten
ist leider wenig auf offiziellen Tonträgern
erhältlich, weshalb der DVD von Massenets
Manon (Wiederaufnahme der PonnelleProduktion 1983 an der Seite von Francisco
Araiza) ein besonderer Stellenwert zukommt. rw
(Quelle: Archiv der Wiener Staatsoper)
Als Elisabetta in Roberto Devereux
© Wiener Staatsoper/Axel Zeininger
13
Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum
von KS Heinz Zednik
Als Mime im
Ring des Nibelungen
© Foto Fayer
Als Hahn im Schlauen Füchslein
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
14
Herr Zednik, Sie blicken nun auf 50
Karrierejahre zurück. In der laufenden
Saison haben Sie in Innsbruck den Rosenkavalier inszeniert, im Haus am Ring
waren Sie wieder in Otto Schenks Produktion des Schlauen Füchslein zu sehen.
Im Dezember konnte man Sie an der
Staatsoper in Berlin in Patrice Chéreaus
Inszenierung von Leoš Janácˇeks Totenhaus erleben, die ursprünglich für die
Wiener Festwochen entstand. In Chéreaus
Bayreuther Ring wurden Sie als Loge und
Mime in den 70er Jahren weltberühmt.
Ich nehme an, er und Otto Schenk waren
die prägendsten Regisseure Ihrer Karriere.
Der prägendste war sicherlich Otti
Schenk! Ich bin jemand, der von Natur
aus ein Bühnentalent hatte, so habe ich
nie jemanden gebraucht, der mit mir etwas
erarbeitete. Gerade der Otti Schenk war
jemand, der immer sagte: „Mach etwas!",
denn er merkte, es lief so, wie er es gern
hatte. Meine Vorschläge hat er dann angenommen oder eben nicht. Er war sozusagen ein „Kren auf mich". Patrice hat bei
mir die Tore zum modernen Regietheater
aufgestoßen, das ich ja nicht kannte. Mit
Patrice entstand eine wirkliche Freundschaft, so wie mit Otti natürlich auch, die
sich darauf übertrug, was er mir sagte. Ich
habe auch ihm viel angeboten, denn ich
komme zu den Proben meistens mit einer
gewissen Vorstellung, ich lasse mich
dann allerdings schon modellieren, um
mich in das Konzept einzufügen. In der
Arbeitsweise, was beide in Bezug auf die
Personenführung wollten, unterschieden
sich Schenk und Chéreau kaum. Patrice
war bei der Charakterisierung der Figuren
der aggressivere, was bei meinen Rollen
nicht so schlecht war.
Chéreaus zunächst überaus kontroversiell aufgenommener Ring gilt mittlerweile als Meilenstein in der Aufführungsgeschichte. Haben Sie damals bereits damit gerechnet?
Ein Drittel des Publikums hat die Produktion damals abgelehnt, ein Drittel
hat sie respektiert und ein Drittel war
begeistert. Ich muss ehrlich sagen, dass
ich am Anfang die Sache nicht so durchschaut habe, nach der ersten Probenwoche
war ich wirklich verzweifelt, weil ich
aus der alten Schule kam, was nicht als
veraltet missverstanden werden darf.
Mich haben zunächst die Götter im
Frack genauso irritiert wie das Gold in
den Plastiksäcken. Ich war bereits mit
Wieland Wagner konfrontiert, aber
Chéreau war einige Schritte weiter.
Dann ist mir aber der Knopf aufgegangen, wie man so schön sagt. Wir hatten
dann eine richtige Hetz bei den Proben.
Dass der Triumph der Produktion so lange
anhält, haben wir nicht geahnt, und ich
glaube auch Patrice nicht. Ich habe das
ja jetzt wieder erlebt mit Aus einem Totenhaus, das mittlerweile sieben Jahre
gespielt wird und 2017 auch an der
Bastille-Oper kommen wird. Chéreau
hat hier wirklich eine Musterinszenierung geschaffen. Ich habe selten so
etwas Treffendes erlebt.
Mittlerweile führen Sie ja auch selbst
Regie. Hat sich das auch ergeben, weil
Sie oft von Regisseuren genervt waren?
Ich habe viel gesehen, auch die Fledermaus in Salzburg. Ich will jetzt keine
Namen nennen, aber das war keine Regie,
sondern eine absolute Niedertracht, dem
Stück und dem Publikum gegenüber.
Natürlich hab’ ich auch Inszenierungen
gesehen, die jetzt nicht librettogetreu
waren, aber trotzdem gut, wie etwa Die
Sache Makropulos in Salzburg. Dass ich
dann selbst begonnen habe, Regie zu
führen, ist eigentlich ein Zufall, ich habe
mich auch hier nicht aufgedrängt. Ganz
früh in meinen Anfängen habe ich bereits Schüleraufführungen in einer Art
Regie betreut. Eines Tages wurde ich angefragt, ob ich in Tokio Zigeunerbaron
inszenieren möchte. Aus dem Zigeunerbaron wurde dann eine Fledermaus,
was mir noch lieber war. Wir haben es
im Jugendstil angesiedelt, Johannes
Wildner hat ganz ausgezeichnet dirigiert.
Die „Initialzündung" kam allerdings
schon früher, nämlich in Israel dank
Zubin Mehta. Er machte zunächst eine
Ariadne in Florenz, bei der ich als Haushofmeister und Brighella engagiert war.
Zubin hat mich gebeten, mit den italienischen Comprimarii den deutschen
Rainhard Wiesinger
„Der Meister Tön‘ und Weisen“
Heinz Zednik - 50 Jahre
Wiener Staatsoper
12.2. bis 21.9.2015
Ausstellung
im Theatermuseum
(1010, Lobkowitzplatz 2)
Täglich außer Dienstag
10 – 18 Uhr
www.theatermuseum.at
Begleitprogramm
Liederabend Heinz Zednik
Am Klavier: Konrad Leitner
22. April, 19.30 Uhr
Eintritt: € 22
FREUNDE, Ö1 Club: € 19
Studierende, Schüler: € 12
„a Musi, a Musi“
Ein wienerischer Abend mit
Heinz Zednik,
Peter Hawlicek
(Kontragitarre) und Roland
Sulzer (Akkordeon),
Moderation:
Markus Vorzellner
9. September, 19:30 Uhr
Eintritt: € 22
FREUNDE, Ö1 Club: € 19
Studierende, Schüler: € 12
„….dass sich die Welt in
einem Tag herumdreht“
Ausstellungsführung durch
Kurator Markus Vorzellner,
anschließend Kaffee
und Kuchen sowie ausgewählte Hörbeispiele.
Heinz Zednik wird
am 11.6. sowie am 17. 9.
persönlich anwesend sein.
Do. 26.2., 19.3., 23.4.,
21.5., 11.6.. und 17.9. 2015,
jeweils 15-17 Uhr,
Eintritt: € 12
FREUNDE, Ö1 Club,
Studierende : € 10
Text zu erarbeiten. Daraufhin lud er mich
für eine semikonzertante Ariadne nach Tel
Aviv ein, wo ich Tanzmeister, Brighella und
Haushofmeister übernehmen sollte. Das
war eine Herausforderung, denn ich konnte mir im Vorspiel ja nicht die eigene Antwort geben. Dann bin ich auf den „sublimen Gedanken" gekommen, dass ich in
der Szene, in der der Haushofmeister und
Tanzmeister gleichzeitig auf der Bühne
sind, die Stimme des Haushofmeisters
über ein Band einspielte. Da es in heutigen Kostümen spielte, war das möglich. Es
war wirklich ein Riesenerfolg. Dann folgte
eine halbkonzertante Fledermaus, die ich
dann in Tokio sowie an der Wiener Volksoper inszenierte. Nach Innsbruck hat man
mich für Rosenkavalier eingeladen, da man
eine Produktion wollte, die sich wirklich
ganz genau am Libretto orientiert. Im Lauf
der Jahre habe ich auch diverse Einladungen für Regiearbeiten abgesagt, da ich
mich nur über Stücke traue, die ich gut
kenne. Ich betrachte mich auch weniger
als Regisseur, sondern eher als eine Art
Spielleiter, denn nach dem heutigen Begriff des Regisseurs muss man die Stücke
ja verfälschen. Das könnte ich ja gar
nicht, da es ganz gegen meine Vorstellung
geht. Rosenkavalier oder Nozze di Figaro
kann man einfach nicht in die heutige
Zeit übertragen.
Würde es Sie reizen, den Ring zu inszenieren?
Es gab da einmal ein Angebot aus Peking,
das aber nicht zustande kam. Mein Ring
würde sicherlich etwas moderner ausfallen.
Im Hinterkopf hätte ich dafür schon Ideen.
Im Gegensatz zu vielen Ihrer Kolleginnen
und Kollegen unterrichten Sie nicht.
Nicht mehr, ich habe Sommerakademien
in Eisenstadt gemacht und dort musikdramatischen Unterricht gegeben. Auch bei
den „Meisterklassen Gutenstein", als sie
von Ursula Tamussino sehr professionell
am Mariahilfberg geleitet wurden, gab
ich, zusammen mit meinem langjährigen
Klavierbegleiter, Konrad Leitner ebenfalls
musikdramatischen Unterricht für bereits
ausgebildete Sänger und Sängerinnen, wo
wir beim Abschlußkonzert dem Publikum
gezeigt haben, wie man bestimmte Szenen
erarbeitet. Wenn man an mich herantreten
würde, könnte ich mir schon vorstellen,
auf diesem Gebiet der Musikerziehung
wieder etwas zu machen. Man muss aber
auch bedenken, dass Unterrichten ein
Knochenjob ist. Man hat oft das Gefühl,
dass man gegen eine Wand redet, weil
die Betreffenden das Erklärte nicht umsetzen können, obwohl Potential und Begabung da wären. Nach sechs Stunden ist
man wirklich erschöpft. Regie führen ist
dagen zehn Mal leichter.
Sie haben immer wieder erzählt, dass Sie
gerne auch einmal Heldentenorpartien
gesungen hätten.
Das wäre ein irrealer Wunschtraum gewesen, Otello, Tristan und Tannhäuser zu
singen und zu gestalten. Ich habe scherzhaft ja immer gesagt, dass ich drei Jahre
meines Lebens dafür hergegeben hätte, wenn
mir vom lieben Gott diese Traumrollen in
die Kehle gelegt worden wären. Auch beim
Don Carlo habe ich mir immer gedacht,
was ich aus der Figur hätte machen können.
Man kennt Sie zwar als Interpret von Wiener
Liedern, viele Opernbesucher werden aber
nicht wissen, dass Sie ein großer Jazz-Fan
sind.
Ja, ein ganz begeisterter! In New York war
ich immer in den Jazz-Matineen. Dabei
habe ich einmal Woody Allen als Klarinettenspieler erlebt, das war hervorragend!
Ich mag auch Musicals, für mich ist das
eine Oper/Operettenform unserer Zeit.
Ich bin jemand, der sich die Dinge anhört, ich habe sogar ein gewisses Verständnis für Unterhaltungssendungen wie
z.B. Musikantenstadl. Das sind Shows,
die gehören nun einmal in ein Fernsehprogramm. Da habe ich nicht die arrogante,
erhobene Nase eines Opernsängers.
Sie interessieren sich auch für bildende Kunst.
Es gab schon immer eine Sammlung in unserer Familie, wir haben auch moderne
Exponate gekauft, die uns gefallen haben.
Meine Frau und ich sind sehr große Liebhaber des Impressionismus und des Expressionismus, interessieren uns aber inzwischen auch mehr und mehr für die
zeitgenössische Kunst.
15
con brio
Verdeckte und offene Fouls
D
Heinz Irrgeher, Photo: privat
Simon Keenlyside als Rigoletto
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
16
ass das Wiener Staatsopern-Publikum besonders engagiert ist, weiß
man. Jubel und Kritik fallen daher bei
uns im Vergleich zu anderen Opernhäusern überproportional aus. Manchmal
auch besonders subtil: etwa der BravoSchrei, der den Künstler genau in dem
Moment erreicht, wo er nach dem Verbeugen knapp daran ist, hinter dem Vorhang wieder zu verschwinden. Oder die
Unkenrufe eines ehemaligen Direktors
zum Repertoiresystem, dessen allgemeinen und unbekämpften Niedergang er
bedauert und damit aber indirekt Kritik
am Amtsinhaber übt. Dass er selber mit
absolut für das Repertoire untauglichen
Inszenierungen auch nicht gerade dem
Auftrag der Staatsoper, das Repertoiresystem zu pflegen, entsprochen hat, hat
er vergessen, ebenso wie vermutlich
einen unsäglichen Macbeth, Lohengrin
oder Propheten. Oder wenn in einem
Artikel anlässlich des 100. Geburtstages
von Karl Goldmark es quasi als Ignoranz
bedauert wird, dass von Wien eine Berliner Produktion der Königin von Saba
nicht über- nommen wird. Dass diese
Produktion erstens noch nicht gesichert
und zweitens die Privatinitiative engagierter Laien ist (nichts gegen solche, wir
gehören ja auch dazu, aber man sollte seine Grenzen erkennen), drittens für ganze
zwei Aufführungen geplant wird und
viertens diese dann in der Berliner Synagoge stattfinden sollen, wird nicht erwähnt. Was aber bleibt, ist das Wien
(wer könnt‘ damit g‘meint sein) vorgeworfene Unverständnis, bei so was
Tollem nicht mitzumachen. Themen wie
Spielplan-Planung, Finanzen und Professionalität werden dabei großzügig
vom Tisch gewischt.
An die ebenso stereotype wie dumme
Klage, dass wir in Wien immer jeweils
den schlechtesten Direktor aller Zeiten
haben, hat man sich schon gewöhnt.
Erst die Nachwelt flicht dann jene Kränze,
die dem Mimen generell vorenthalten
bleiben. Da sind wir allerdings schon im
Bereich der gröberen Fouls, die sich
nicht selten auf scheinbares Fachwissen
zu gründen versuchen, um die eigene
Kompetenz zu beweisen. Ein Beispiel,
an dem sich nach wie vor die Gemüter
erregen, ist die Rigoletto-Premiere vom
Dezember, bei der bekanntlich Simon
Keenlyside gegen Ende des zweiten Aktes
die Stimme verlor. Der Dirigent wäre
schuld gewesen, er hätte den Sänger gezwungen, gegen das zu laute Orchester
anzukämpfen. Heißt so viel, wie dass
der Dirigent unfähig ist, bzw. wirft unausgesprochen die Frage auf, wer denn
solche unfähigen Dirigenten engagiert
(tatsächlich hat der Mann eine beachtliche
internationale Karriere aufzuweisen, die
man in Wien halt leider bis jetzt nicht
zur Kenntnis genommen hat – zudem
stellt sich bei Überprüfung dieser Kritik
ihre völlige Haltlosigkeit heraus). Oder
wenn ein an sich angesehener Journalist
sich in der Pause darüber empört, dass
die Vorstellung – obwohl der Aktschluss
schon mehr als nahe - nicht unterbrochen
wurde und damit ein Fehlverhalten des
Direktors impliziert, obwohl die Situation
professionell gelöst wurde. Und überhaupt: man hätte ihn gar nicht singen
lassen sollen, man wusste ja, dass er
nicht wirklich „beinand“ war – was
allerdings bis zum Stimmversagen nicht
wirklich zu merken war. Wobei ich
mich ja frage, wie hoch denn der Prozentsatz im Publikum gewesen sein
mag, der überhaupt vom irregulärem
Verlauf der Vorstellung etwas mitbekommen hat. Gut, dass da keine Meinungsumfrage gemacht wurde.
Das Dümmste und Abscheulichste allerdings war der Buh-Schrei unmittelbar
nach Aktschluss, der offenbar Sachkenntnis beweisen sollte und dessen
Ziel, egal, welches es war, ob Sänger,
Dirigent oder Direktor, gleich grundfalsch war. Was zu wünschen bleibt, ist,
dass Keenlyside so etwas nie wieder
passiert, dafür aber dem Buhschreier die
Stimme wegbleibt, und zwar für immer.
Die Wahrscheinlichkeit, dass damit
auch sonst nichts wirklich Intelligentes
produziert wird, konvergiert nämlich
gegen hundert Prozent.
Musical meets Opera 6/
Salon Opéra zu Elektra
Musical meets Opera 6
– Danke für die Lieder!
Eine Kooperation mit den
Vereinigten Bühnen
Sonntag 22. Februar 2015
11.00 Uhr,
Raimundtheater
Moderation:
Thomas Dänemark
Karten:
€ 15,- (Mitglieder)
€ 20,- (Nichtmitglieder)
Karten ab 10.2.
im FREUNDE-Büro
Schon bei den letzten Malen hat sich gezeigt, dass sich Musical und Oper ergänzen und dass es keinerlei Konkurrenzkampf gibt, sondern ein harmonisches Miteinander.
Pinkerton in Puccinis Madama Butterfly.
Anhand dieser Vergleiche soll gezeigt
werden, wie unterschiedlich sich Komponisten und Darsteller diesem Thema
nähern.
Bei manchen Musicals wie bei Tanz der
Vampire oder Besuch der alten Dame
drängen sich Opern wie Don Giovanni
oder Einems Oper geradezu auf.
Bei Juke Box-Musicals ist es etwas problematischer aber hier kann man sich
ähnlich wie bei Ich war noch niemals in
New York mit den Melodien des großen
Udo Jürgens, von der inhaltlichen Seite
nähern.
Gerade in diesen Zeiten müssen alle
Kulturschaffenden
zusammenhalten
und in diesem Sinne freu ich mich auf
ihr Kommen zu Musical meets Opera
Nummer 6.
So steht bei Mamma Mia! die Wiedererkennung zwischen Vater und Tochter im
Mittelpunkt, genauso wie in Verdis Oper
Simon Boccanegra. Eine weitere Parallele
ergibt sich im Liebesduett der Wiederzusammengeführten Donna und Sam im
Musical mit jenem von Butterfly und
Susa Meyer (Tanja), Ana Milva Gomes (Donna) und
Jacqueline Braun (Rosie) © VBW / Brinkhoff / Mögenburg
Salon Opéra zu Elektra
Afternoon Tea mit namhaften Künstlern
zu den Premieren der Wiener Staatsoper
in der Saison 2014/15
Anlässlich der Premiere von Richard
Strauss’ Elektra lädt das Hotel Bristol gemeinsam mit den Opernfreunden sowie
dem Kurier bereits zum vierten Mal in
dieser Spielzeit zum Salon Opéra.
Zur Premiere von Elektra
Fr. 13. März 2015
16.00 Uhr,
Hotel Bristol
Moderation:
Thomas Dänemark
Spezialpreis für FREUNDE
€ 39,Karten werden vom Hotel
Bristol versendet
www.bristolvienna.com
Ganz dem Konzept dieser beliebten Veranstaltungsserie folgend wird Moderator
Thomas Dänemark auch diesmal wieder
Mitwirkende der von Uwe Eric Laufenberg inszenierten Neuproduktion als
Gesprächspartner auf dem Podium begrüßen. Auch diesmal wird dieser
musikalisch-kulinarische
Nachmittag
wieder durch Live-Auftritte von Ensemblemitgliedern der Wiener Staatsoper abgerundet. Und Stoff für anregende Diskussionen bietet dieser blutrünstige,
psychologisch zugespitzte Einakter
mehr als genug!
Die kongeniale Zusammenarbeit mit dem
Dichter Hugo von Hofmannsthal ist in
zahlreichen Briefen dokumentiert: „Bei
der Salome so viel purpur und violett, in
einer schwülen Luft, bei der Elektra dagegen
ein Gemenge aus Nacht und Licht,
schwarz und hell." entkräftet der Librettist
etwa die anfänglichen Zweifel des Komponisten an der Stoffwahl.
Richard Strauss: Elektra
Uwe Eric Laufenberg
Mikko Franck (Dirigent)
Nina Stemme (Elektra)
Anna Larsson (Klytämnestra)
Anne Schwanewilms (Chrysothemis)
Falk Struckmann (Orest)
Matinee: So. 22.3.2015, 11 Uhr
Premiere: So. 29.3.2015, 19 Uhr
Reprisen: 1. (FREUNDE-Kontingent),
4., 7., 11., 16. 4. 2015
www.wiener-staatsoper.at
17
Künstlergespräch
Olga Peretyatko
D
Olga Peretyatko, Photo unbezeicnet
Künstlergespräch
Olga Peretyatko
So. 8. März, 11.00 Uhr,
Gustav Mahler-Saal
Moderation:
Thomas Dänemark
Karten:
€ 10,- (Mitglieder)
€ 20,- (Nichtmitglieder)
Karten ab 26.2.
im FREUNDE-Büro
Wiener Staatsoper
Eiserner Vorhang
nun mit labyrinthischer
Endlosschleife
Joan Jonas © museum in progress
18
ie am 21. Mai 1980 in St. Petersburg geborene Olga Peretyatko war
im Haus am Ring bisher - leider nur drei
Mal - als brillante Gilda zu erleben. Wie
die Künstlerin damals in einem Interview für die Stretta erzählte, wuchs sie
in einem musikalischen Elternhaus auf:
„In Russland habe ich ab dem Alter von
15 Jahren das Musikgymansium besucht, das bei uns eine Zwischenstufe
zwischen Musikschule und Konservatorium ist. Ich habe damals das Studentenleben genossen, war ständig im Theater
und habe in allen möglichen Chören
und Ensembles mitgewirkt. An Sologesang habe ich zunächst nicht gedacht.
Wir hatten damals andere Prioritäten,
denn in einem Chor soll es möglichst
einheitlich klingen, ein persönliches, individuelles Timbre war da nicht wichtig.
Mein Vater war aber überzeugt, dass ich
einmal Sängerin werde. Er hat auch Gesang studiert. Als ich geboren wurde,
hat er eine Stelle als Chorsänger im Marinsky-Theater angenommen, wo ich
auch als Kind oft war, weil er Geld verdienen musste.“ Vorerst entschied sich
die zukünftige Starsopranistin allerdings
Chordirigentin zu werden, die Entscheidung, Sängerin zu werden, kam später:
„Die Entscheidung kam spontan! 2002
kam ich als Touristin nach Berlin und
habe mich in die Stadt verliebt. Ein
Freund, der dort Violine studierte hat
Ein Labyrinth, durch das ein verschlungener, in sich geschlossener Weg führt; ein
schmetterlingsartiges, mehrfach symmetrisches Muster in Gelb- und Grüntönen wie schon in den Jahren zuvor ist auch
die 17. Ausgabe der künstlerischen Bespielung des Eisernen Vorhangs der Wiener Staatsoper vielseitig interpretierbar.
Gestaltet hat sie die renommierte amerikanische Künstlerin Joan Jonas.
Durch die Ausstellungsreihe Eiserner Vorhang
– von museum in progress (www.mip.at)
konzipiert und seit 1998 in Kooperation
mit der Wiener Staatsoper und der
Bundestheater-Holding realisiert – wird
mich dann bestärkt, doch die Aufnahmeprüfung für Gesang zu machen, da ich
zu dieser Zeit bereits ein Jahr privat Gesang studierte.“
Nach Abschluss des Studiums in der
deutschen Hauptstadt gehörte die
Künstlerin dem Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper an. 2007 war Olga
Peretyatko Preisträgerin bei Plácido Domingos Operalia-Wettbewerb. Engagements führten und führen die Sopranistin
unter anderem an die Komische Oper
Berlin, an die Deutsche Oper und
Staatsoper in Berlin, die Bayerische
Staatsoper in München, die Hamburgische
Staatsoper, die Semperoper in Dresden,
die Opéra de Lyon, das Théâtre des
Champs-Élysées in Paris, den Palau de
les Arts in Valencia, die Mailänder Scala,
die Salzburger Festspiele, an die New
Yorker Metropolitan Opera, das Teatro
La Fenice in Venedig. Zu ihrem Repertoire
zählen etwa Partien wie Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Fiorilla (Il turco in
Italia), Lucia, Alcina, Gilda (Rigoletto),
Adina (L‘elisir d‘amore), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) und Elvira (I Puritani).
Verheiratet ist Olga Peretyatko, die ihre
Fans via facebook stets an ihrem Privatleben teilhaben lässt, mit dem italienischem Dirigenten Michele Mariotti,
dem Sohn des Intendanten der RossiniFestspiele in Pesaro. rw
der an sich statische Eiserne Vorhang (176
m2) jeweils für einen festgelegten Zeitraum einer Spielzeit in einen dynamischen Ausstellungsraum zeitgenössischer
Kunst verwandelt. Erstmals wurde eine
signierte und nummerierte Sonderedition
dieses Werks aufgelegt: Kunst- und
Opernfreunde leisten durch den Erwerb
dieser limitierten Siebdrucke (70 x 47,7
cm) einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung der Ausstellungsreihe in der Wiener
Staatsoper und werden damit im Sinne
der Beuys’schen „sozialen Skulptur“ zu
einem aktiven Teil des Projektes.
Infos und Bestellung:
http://www.mip.at/shop/sonderedition-2
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perfektes Zusammenspiel.
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Industrie und Wirtschaft und das Gesundheitswesen zum Erfolgsfaktor. Und wir arbeiten jeden Tag daran, die Besten zu bleiben.
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w ww.sal e si ane r. c o m
Portrait
Jongmin Park
Photo: unbezeichnet
Als Colline in La Bohème
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
20
Herr Park, Sie stammen aus Südkorea
und hatten schon immer einen Bezug zu
klassischer Musik, wie Sie in Interviews
immer wieder betonen.
Meine Mutter war zuerst Sopranistin
und dann Lehrerin an der Hochschule.
Zu Hause hörten wir viele CDs von
Oper, Symphonien und so weiter. Meine
Mutter hat mich dann oft ins Theater zu
Kinderkonzerten mitgenommen. Zunächst habe ich überwiegend Orchestermusik gehört, da für Kinder diese leichter
zu erfassen ist als Oper. Dass ich Opernsänger werde, habe ich nicht erwartet,
da meine Eltern wollten, dass ich die
Laufbahn eines Rechtsanwalts oder
Arzts einschlage. Es gab da auch zwischen
mir und meinem Vater diverse Konflikte.
Er hat mir immer gesagt, dass er mich
finanziell nicht unterstützen wird, wenn
ich Musik studiere. Und meine Mutter
wusste, wie schwierig es ist, im Musikbusiness Fuß zu fassen. Ich muss aber
dazu sagen, dass ich zu Beginn nicht sogleich meine natürliche Stimme und
den Stimmsitz fand. Ob man nun Tenor
oder Bass ist, ist sozusagen von Gott
festgelegt, nur muss man dies erst herausfinden und das geschah bei mir erst
an der Universität. Anfangs dachte ich,
dass ich ein hoher Bariton oder sogar
Tenor wäre! Was zuerst ein Hobby war,
wurde eben mein Beruf. Allerdings habe
ich erst mit 17 Jahren ernsthaft begonnen,
meine Stimme ausbilden zu lassen, weshalb ich dann umso härter daran arbeitete.
Für mich war es wichtig, dass ich dafür
genug Talent mitbringe. Zunächst habe
ich ein Jahr in Korea studiert, 2007 bekam ich die Chance, am BelvedereWettbewerb teilzunehmen, wo ich unter
anderem Sarastro und Kaspar vorgesungen
habe. Mir wurde dann ein spezieller
Preis verliehen, den die Intendanten der
europäischen Opernhäuser vergaben.
Der damalige Casting Director der Mailänder Scala lud mich daraufhin ein,
doch Mitglied der dortigen Accademia
zu werden. Also übersiedelte ich nach
Europa und blieb bis 2010 in Mailand.
Diese Periode war für mich sehr wichtig,
da ich etwa mit Mirella Freni, Luciana
Serra, Luigi Alva und Renato Bruson arbeiten konnte, aber auch auf der Bühne
Erfahrung sammelte. Ich kann mich
noch gut erinnern, als ich den Sparafucile
einstudierte, sang Bruson den Rigoletto.
Dann führte mich mein Weg für drei
Jahre nach Hamburg, nachdem ich beim
Stella Maris-Wettbewerb einen Assistenten
von Simone Young kennen gelernt hatte.
Im Rahmen dieses Wettbewerbs traf ich
auch das erste Mal Dominique Meyer,
der in der Jury war. Vielleicht hatte er damals schon Interesse an mir. 2011 war
ich dann Teilnehmer am Neue StimmenWettbewerb in Gütersloh und daraufhin
debütierte ich im November als Colline
an der Wiener Staatsoper. Nach der zweiten
Vorstellung bot mir Direktor Meyer an,
hier Ensemblemitglied zu werden. Ich
war zu diesem Zeitpunkt noch in Hamburg engagiert, weshalb ich erst 2013
fix an das Haus kam.
Der Stella Maris-Wettbewerb findet ja
auf der MS Europa statt. Wie empfanden
Sie dieses Erlebnis, sich auf einem Schiff
der Jury zu präsentieren? Ich hoffe, Sie
litten nicht unter Seekrankheit.
Das war schon etwas eigenartig und
interessant zugleich. Ich sah in der
Nacht viele Sterne, und fühlte mich als
wäre ich ganz alleine nur mit Sternen im
Weltraum. Die Luft war immer frisch,
und von draußen klang ständig das
schöne Brausen der Wellen ins Zimmer.
Das gab mir auch viel Kraft. Viele Soprane
waren aber wirklich seekrank, denn wir
mussten am Abend singen, da ja die Passagiere tagsüber Landausflüge machten.
Die 13tägige Kreuzfahrt startete damals
in Venedig, dann ging es über Kroatien,
Süditalien
und
Tunesien
nach
Palma de Mallorca, danach fuhren wir
direkt nach Barcelona.
Wenn Sie jetzt auf Ihre Studienzeit in
Südkorea zurückblicken, haben Sie dort
bereits die gesamte gesangstechnische
Basis gelernt?
Ja, denn unsere Professoren hatten ja in
Europa studiert. Ein wichtiger Aspekt für
uns Asiaten ist, dass wir nur wenig Er-
Rainhard Wiesinger
Als Dr. Bartolo in
Le nozze di Figaro
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Termine 2015
Wiener Staatsoper
28. Februar, 4., 6., 10. März
Sir Giorgio in I Puritani
25., 28. April, 1. Mai
Fürst Gremin in Eugen Onegin
10. Mai
Matinee:
Das Ensemble stellt sich vor
Als Quinault in Adriana Lecouvreur
© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
fahrung mit der europäischen Kultur
machen können, auch was die Sprachen
betrifft. Wir haben in Seoul zwar die italienische, deutsche und französische
Aussprache gelernt, nicht aber die Sprachen selbst.
Das ist das Problem aller Cover-Besetzungen, aber ich versuche da eine positive
Seite zu finden. So kann ich jung große
Rollen einstudieren, denn Fiesco, Ramphis
und Fasolt werden wichtige Rollen in der
Zukunft für mich sein. Da ist es besser,
sie jetzt zu lernen, als in ein paar Jahren.
Haben Sie heute noch einen Gesangslehrer, mit dem Sie arbeiten, oder sich
auch über neue Rollen beraten?
Leider nicht, ich habe keine Zeit mehr,
um privat Stunden zu nehmen.
Der Repertoirebetrieb mit seinen begrenzten Probenmöglichkeiten verlangt
viel Flexibilität. Empfinden Sie das als
Belastung?
Es ist sehr hart mit neuen Rollen. Was
das Publikum besonders erwartet, ist
doch die erste Vorstellung. Niemand
kann da perfekt sein. Aber das kann man
eben nicht ändern.
Haben Sie eigentlich immer beabsichtigt,
Opernsänger zu werden, oder dachten
Sie auch einmal daran, sich vorrangig
dem Konzertrepertoire zu widmen?
Ich denke, es ist gar nicht soviel Unterschied zwischen Oper und Konzert.
Aber ich persönlich singe dann doch lieber Oper als Lieder. Denn auf der Bühne
kann ich mich ja auch schauspielerisch
einbringen. Das ist für mich natürlicher.
Diese Spielzeit werden Sie ja noch den
Gremin singen. Sprechen Sie Russisch?
Ich habe Russisch schon gelernt, wirklich sprechen kann ich die Sprache
allerdings nicht. Ich finde es auch nicht
notwendig, fließend Russisch zu sprechen,
wenn man eine solche Partie singt.
Wie alle Bässe singen auch Sie in jungen
Jahren alte Charaktere...
Das kann man eben nicht ändern, denn
die Komponisten haben die Basspartien
den alten Figuren zugedacht. Ich versuche
aber nie, eine alte Stimme zu imitieren!
Ich singe deshalb auch das Repertoire
eines basso cantabile und noch keinen
Mephisto, da dieser viel Forcieren bedeutet und meiner Stimme schaden
würde. So singe ich in dieser Spielzeit
Sir Giorgio in I Puritani und bin auch
noch Cover für Fiesco in Simon Boccanegra. Das sind fantastische Rollen mit
viel Legato.
Als Cover müssen Sie große Rollen vorbereiten, ohne zu wissen, ob Sie diese
singen werden. Ist das für Sie undankbar?
Sind Sie gerne Ensemblemitglied?
Ja, selbstverständlich! Für junge Sänger
wie mich, die noch mehrere Partien vorbereiten sollen, ist es eine fantastische
Gelegenheit, ein Ensemblemitglied an
der Wiener Staatsoper zu sein. Denn
man kann jederzeit mit den tollen Korrepetitoren neue Rollen einstudieren, und
oft mit weltberühmten Dirigenten und
Sängern wertvolle Bühnenerfahrung
sammeln. Außerdem habe ich ja auch
die Möglichkeit, in anderen Häusern zu
gastieren. So habe ich etwa bereits an der
Royal Opera Covent Garden debütiert
und auch bei den BBC Proms unter
Semyon Bychkov. Mich hat überrascht,
wie gut die Akustik in dieser riesigen
Royal Albert Hall ist. Was für mich allerdings etwas sonderbar ist, dass die Zuseher
während des Konzerts trinken und essen.
Aber gerade bei den Proms bringt man
klassische Musik einem neuen Publikum näher.
Deshalb zähle ich auch die KinderZauberflöte zu den wichtigsten Projekten! Hier kommen ja 7000 Kinder an einem Tag. Auch an der Covent Garden
Opera in London gab es zwei Vorstellungen nur für Schüler. Interessante und
kreative Projekte sind wichtig, in denen
sich die Klassik-Anfänger oder Jugendliche der klassischen Musikwelt ungezwungen nähern können.
21
Spielpläne Staatsoper
Februar Staatsoper
So. 1.2., 11.00 M: Ensemble stellt sich vor 5,
Wenborne, Bohinec; Okerlund
° 19.00 Simon Boccanegra, Abo 23, Auguin/
Nucci, Furlanetto, Vargas, Frittoli
Mo. 2.2., 19.00 Madama Butterfly, Abo 14, Auguin/Rim,
Machado, Bermúdez, Krasteva
Di. 3.2., 19.30 Tosca, Abo 4, M. Armiliato/Serafin,
Antonenko, Maestri
Mi. 4.2., 19.00 B: Verklungene Feste; Josephs Legende, P,
Franck/Cherevychko, Kourlaev, Lazik,
Horner; Yakovleva/Shishov,Konovalova/
Dato, Hashimoto/Kimoto, Tsymbal/
Sosnovschi, Ledan/Gabdullin
Do. 5.2., 19.00 B: Verklungene Feste, Josephs Legende,
Papava/Peci statt Tsymbal/Sosnovschi
sonst wie 4.2.
° Fr. 6.2., 19.30 Tosca wie 3.2.
° Sa. 7.2., 19.00 Galakonzert: 45 Jahre Edita Gruberova
So. 8.2., 19.00 B: Verklungene Feste, Josephs Legende
Dato, Lazik, Peci, Papava sonst wie 4.2.
Mo. 9.2., 19.00 B: Verklungene Feste, Josephs Legende
wie 8.2.
Di. 10., Mi. 11.2. Keine Vorstellung
Do. 12.2. Wiener Opernball 2015
Fr. 13.2., 14.30/17.00 Zauberflöte für Kinder *
° Sa. 14.2., 19.00 B: Verklungene Feste, Josephs Legende
wie 5.2.
So. 15.2., 16.00 L’elisir d’amore, M. Armiliato/ Nafornit¸a,
Xiahou, Caria, Rumetz
Mo. 16.2., 19.30 Il barbiere di Siviglia, Güttler/Siragusa,
Šramek, Leonard, Arduini, Coliban
Di. 17.2., 19.00 Schwanensee, Abo 1, Ingram/
Konovalova, Cherevychko
Mi. 18.2., 19.00 Andrea Chénier, Abo 10, M. Armiliato/
Giordano, di Felice, Serafin
Do. 19.2., 19.30 Barbiere, Rossini-Zykl., wie 16.2.
Fr. 20.2., 19.00 Schwanensee, Ingram/Zakharova, Shishov,
Sa. 21.2., 19.30 Andrea Chénier wie 18.2.
So. 22.2., 11.00 M:Ensemble stellt sich vor 6
Gerhards, Unterreiner; Restier
18.30 Don Carlo (ital.), M. Armiliato/Furlanetto,
Vargas, Hvorostovsky, Harteros, Uria-Monzon
Mo. 23.2., 18.30 La Juive, Abo 15, Chaslin/Shicoff,
Bezsmertna,Tonca, Moisiuc
° Di. 24.2., 19.30 Andrea Chénier, Zykl. 1., wie 18.2.
Mi. 25.2., 18.00 Don Carlo (ital.) wie 22.2.
Do. 26.2. Keine Vorstellung
Fr. 27.2., 18.30 La Juive, Abo 8, wie 23.2.
Sa. 28.2., 19.00 I Puritani, M. Armiliato/Park, C. Álvarez,
Peretyatko, Tessier
22
März Staatsoper
So. 1.3., 11.00 M: Ensemble stellt sich vor 7
Gritskova, Bermúdez; Bartinai
18.30 Don Carlo (ital.) wie 22.2.
Mo. 2.3., 19.00 Schwanensee, wie 20.2.
Di. 3.3., 18.30 La Juive, Abo 4, Garifullina statt Tonca
sonst wie 23.2.
Mi. 4.3., 19.00 I Puritani, Abo 12, wie 28.2.
Do. 5.3., 19.00 Werther, Chaslin/Vargas, Tézier, Gheorghiu
Fr. 6.3., 19.30 I Puritani, Abo 7, wie 28.2.
° Sa. 7.3., 18.30 La Juive wie 3.3.
So. 8.3., 18.30 Lady Macbeth von Mzensk, Metzmacher/
Rydl, Denoke, Didyk, Talaba
Mo. 9.3., 19.30 Werther, Abo 13, wie 5.3.
° Di. 10.3., 19.30 I Puritani, Abo 1, wie 28.2.
Mi. 11.3., 19.00 Lady Macbeth v. Mzensk, Abo 11, wie 8.3.
Do. 12.3., 19.30 La Traviata, Abo 17, Ettinger/Rebeka,
Costello, Hvorostovsky
° Fr. 13.3., 19.00 Werther, Abo 5, wie 5.3.
Sa. 14.3., 11.00 M:Kammermusik Wr. Philharmoniker 6
19.00 Lady Macbeth von Mzensk wie 8.3.
So. 15.3., 19.00 La Traviata wie 12.3.
Mo. 16.3. Keine Vorstellung
Di. 17.3., 19.00 Lady Macbeth v. Mzensk, Abo 2, wie 8.3.
Mi. 18.3., 19.00 La Traviata, Zyklus 3, wie 12.3.
Do. 19.3., 19.30 Il barbiere di Siviglia, Zykl.2, Spinosi/
Camarena, Bankl. Gritskova, Caria, Green
Fr. 20.3., 18.30 Schwanensee, Ingram/Poláková, Nedak
° Sa. 21.3., 19.30 La Traviata wie 12.3.
So. 22.3., 11.00 M: Elektra
18.00 Aida, Auguin/D’Intino, Radvanovsky,
Vassallo, de Leon
Mo. 23.3., 20.00 Ballett-Hommage, Zykl. Ball. Heute,
Lassen
Di. 24.3., 19.30 Tosca, Abo 3, Ettinger/Fantini, Giordano,
Vratogna
Mi. 25.3., 18.30 Aida, Verdi-Zykl., wie 22.3.
Do. 26.3., 20.00 Ballett-Hommage, Lassen/
Fr. 27.3., 19.30 Tosca, Puccini-Zykl. wie 24.3.
° Sa. 28.3., 19.00 Aida wie 22.3.
So. 29.3., 11.00 M:Ensemble stellt sich vor 8
Bezsmertna, Pershall; Lausmann
19.00 Elektra, P, Franck/Larsson, Stemme,
Schwanewilms, Struckmann
Mo. 30.3., 19.00 Schwanensee wie 20.3.
Di. 31.3., 19.00 Schwanensee, Abo 4, wie 17.2.
° Oper live at home
* Geschlossene Vorstellungen
FREUNDE-Kontingente fett gedruckt
www.wiener-staatsoper.at
Spielpläne Staatsoper
April Staatsoper
Mi. 1.4. Elektra, Franck/Larsson, Stemme,
Schwanewilms, Struckmann
Do. 2.4. Parsifal, Wagner-Zykl., Schneider/Volle,
Milling, Botha, Denoke
Fr. 3.4. Keine Vorstellung
Sa. 4.4. Elektra wie 1.4.
So. 5.4. Parsifal wie 2.4.
Mo. 6.4. Der Rosenkavalier, Fischer/Bankl,
Garancˇa, Morley, Serafin
Di. 7.4. Elektra, Abo 1, wie 1.4.
Mi. 8.4. Parsifal, Abo 10, wie 2.4.
Do. 9.4. Der Rosenkavalier, Strauss-Zykl.,
wie 6.4.
Fr. 10.4. Anna Bolena, Yurkeych/Pisaroni,
Netrebko, Semenchuk, Albelo, Gritskova
Sa. 11.4., 11.00 M: Kammermusik Wr. Philharmoniker 7
abends Elektra wie 1.4.
So. 12.4. Der Rosenkavalier wie 6.4.
Mo. 13.4. Anna Bolena wie 10.4.
Di. 14.4. Keine Vorstellung
Mi. 15.4. Solistenkonzert Elı¯na Garancˇa
Do. 16.4. Elektra wie 1.4.
Fr. 17.4. Anna Bolena wie 10.4.
Sa. 18.4. L’Italiana in Algeri, Rossini-Zykl., LópezCobos/Abdrazakov, Camarena, Bonitatibus
So. 19.4., 11.00 M: Don Pasquale
abends B: Tanzperspektiven, Abo 22
Mo. 20.4. Anna Bolena, Abo 15, wie 10.4.
Di. 21.4. B: Tanzperspektiven
Mi. 22.4. Madama Butterfly, Abo 11, Auguin/He,
de Léon, Pershall, Kushpler
Do. 23.4. L’Italiana in Algeri, Abo 19, wie 18.4.
Fr. 24.4. Madama Butterfly, Abo 7, wie 22.4.
Sa. 25.4., 11.00 M: Kammermusik Wr. Philharmoniker 8
abends Eugen Onegin, Zykl. 3, Langrée/
Kovalevska, Mattei, Castronovo, Park
So. 26.4., 11.00 M: Ensemble stellt sich vor 9
Hangler, Talaba; Springer
Mo. 27.4. L’Italiana in Algeri, Abo 13, wie 18.4.
Di. 28.4. Eugen Onegin, Zkl. 1, wie 25.4.
Mi. 29.4. Don Pasquale, López-Cobos/Pertusi,
Flórez, Arduini, Nafornit¸a
Do. 30.4. L’Italiana in Algeri, Abo 20, wie 18.4.
FREUNDE-Kontingente fett gedruckt
www.wiener-staatsoper.at
Februar ’15
IL BARBIERE DI SIVIGLIA
OSSIA LA PRECAUZIONE INUTILE
Oper von Giovanni Paisiello (1782/87)
Dirigent: René Jacobs | Regie: Moshe Leiser / Patrice Caurier
Bühne: Christian Fenouillat | Kostüme: Agostino Cavalca
opi Lehtipuu, Mari Eriksmoen,
Licht: Christophe Forey | Mit: To
Eriksmoe
Pietro Spagnoli, Andrè Schuen, Fulvio Bettini, Erik Arman
Christoph Seidl*
Freiburger Barockorchester
Neuproduktion des Theater an der Wien
*Junges Ensemble Theater an der Wien
Premiere
Premiere:: 16. 2. 2015, 19.00 Uhr
Aufführungen: 18. / 20. / 23. / 25. / 27. Februar 2015, 19.00 Uhr
Einführungsmatinee: 15. Februar 2015, 11.00 Uhr
....................................................................
www.th eater-wien .at
Tageskasse:
T
aageskasse:
Theater an der Wien
1060 Wien
Linke Wienzeile 6
Mo-Sa 10 -19 Uhr
KAMMEROPER
PORTRAITKONZERT
BEN-GU
GAN-YA
GAN-Y
YA BEN-GUR
AKSELROD (SOPRAN)
Klavier: Marcin Koziel
10. 2. 2015, 19.30 Uhr
VON UND MIT MICHAEL HEL
HELTAU
AU
LTA
DAS WAR
WAR’S
’S HERR DIREKTOR
Arrangements & musikalische Leitung: Tscho Theissing
22. 2. 2015, 19.30 Uhr
....................................................................
HERCULES (konzertant)
Oper von Georg Friedrich Händel (1745)
Dirigent: Harry Bicket | Mit: Matthew Rose, Alice Coote,
Elizabeth Watts, James Gilchrist, Rupert Enticknap
The English Concert
26. 2. 2015, 19.00 Uhr
....................................................................
facebook: facebook.com/TheateranderWien
twitter: twitter.com/TheaterWien
Spielpläne Volksoper
März Volksoper
Februar Volksoper
1/15/22.2.
2/6/13.2.
3/5/8/14/25.2.
4/19.2.
7/11/17/23/26.2.
9.2.
10/18.2.
12/15/20.2.
16.2.
19 (GP)/21(P)/
24/27.2.
28.2.
B: Ein Reigen
Carmen
Viva la Mamma
Die Fledermaus
Sweeney Todd
Heute im Foyer...
Streichquartett der Volksoper Wien
Tango Amor
Der Zauberer von Oz
Opernball im Taschenformat
Christoph Wagner-Trenkwitz,
Österreichische Salonisten
Pariser Leben
Pariser Leben
Die Hochzeit des Figaro
1/4.3.
2/7/10/27/29.3.
3.3.
5/9/14.3.
6/11/13/18/21.3.
8/12/15/17.3.
15.3.
16.3.
19/24.3.
22/25/28/31.3.
23.3.
30.3.
Viva la Mamma
Pariser Leben
B: Ein Reigen
Carmina Burana
Die Hochzeit des Figaro
Albert Herring
Heute im Foyer...
Liederabend Kristiane Kaiser
Die Fledermaus
Hello, Dolly!
Fidelio
Wiener Comedian Harmonists
„Ein Lied geht um die Welt“
Heute im Foyer...
QuerFeldEin III - „Der Tag in
seinem Lichte“
FREUNDE-Kontingent fett gedruckt
www.volksoper.at
Volksoper im MuTh
7/8/9/12/13 Erwin, das Naturtalent
15/16/18.3. Kinderoper
Misterioso
Misterioso
1) Um welche Oper geht es in A night at
the opera?
Diesmal zu gewinnen:
2) Wen erkennen die Hunde?
3) In welcher Mozart-Oper wird ein Esel
(meistens nicht) besungen?
ACHTUNG: ALLE 3 Fragen müssen
richtig beantwortet werden!
Schriftliche Einsendungen per Post, FAX
oder e-mail verein@opernfreunde.at !
Einsendeschluss: 16.2.2015
24
Auflösung vom letzten Mal:
Zahlenspiele in der Oper
1) 5, 10, 20, 30, 36, 43 ?
Le nozze di Figaro
2) „1,2,3“ ist die Grundlage welcher
modernen Oper?
Onkel Präsident (Cerha)
3) 640, 231, 100, 91...?
Don Giovanni
Gewinner: Susanna Dorfinger,
Wolfgang Endler und
Evelyne Strobl erhalten das Buch
Heinz Zednik Mein Opernleben
(Edition Steinbauer)
Radio
Radio Stephansdom
www.radiostephansdom.at
Sa. 21.2.
Di. 24.2.
Do. 26.2.
Sa. 28.2.
- das Opernprogramm auf 107,3/87,7 (Telekabel Wien)
94,5 (Kabel Niederösterreich)/104 bzw. 466 (Salzburg)
Der Opernsalon der FREUNDE auf 107,3
Meyerbeer: Vasco da Gama (2013)
Veracini: Adriano in Siria (Biondi, 2014)
Aida, Freni, Carreras (Karajan 1979)
Puccini: Manon Lescaut, Domingo/
A. Martínez, Bocelli (2014)
jeden 3. Sonntag im Monat 15.00-16.30 Uhr
Per Opera ad Astra (Richard Schmitz) Sa., 14.00, Wh. Mi. 20.00
14.2. Offenbach: Pariser Leben
15.2. Olivera Miljakovic
im Gespräch mit Oswald Panagl
(Gesellschaft für Musik, 18.1.2015)
Mélange mit Dominique Meyer jeden 1. So. im Monat, 15.00 Uhr
1.2. Il Maestro: Riccardo Muti
Photo: unbezeichnet
Operngesamtaufnahmen Di/Do/Sa 20.00 Uhr
Di. 3.2. Boris Godunow, Ghiaurov (1970)
Do. 5.2. Cherubini: Lodoiska (Muti 1991)
Sa. 7.2. Die Walküre (Solti 1961)
Di. 10.2. Paisiello: Don Chisciotte (Metti 2000)
Do. 12.2. Kienzl: Don Quixote (Kuhn 1998)
Sa. 14.2. Offenbach: Coscoletto (2001)
Di. 17.2. Gilbert&Sullivan: Princess Ida (1954)
Do. 19.2. Lully: Amadis (Rousset 2013)
Solfeggio (Günther Strahlegger) Fr., 22.00, Wh. Mo. 23.00 Uhr
6.2. Erinnerungen an Régine Crespin
13.2. Wahnsinnsszenen und Koloraturarien
Callas, Damrau, Mosuc, di Donato
20.2. Händel-Hommage
27.2. Sängerfamilien Behle, Prégardien, Eröd
Exklusiv im Programm von Radio Stephansdom
Sa. 7., 14.2., 15.00 Der neue Rosenkavalier
von und mit Stefan Mickisch
TAUBEN?
dann
Sechsschimmelgasse 9 | 1090 Wien | Tel. (0)1 316 60-0 | office@assa.at | www.assa.at
Radio, TV
Ö1
http://oe1.orf.at
Gesamtoper
Di. 3.2., 0.08 Rossini: Guglielmo Tell, Chailly/Milnes,
Freni, Pavarotti, Ghiaurov (London 78/79)
Sa. 7.2. Schubert: Alfonso und Estrella, Manacorda/
19.30 - ca. 22.30 Erdmann, Spence, Werba (Salzburg 2015)
Di. 10.2., 0.08 Massenet: Werther, López-Cobos/
Domingo, Fassbaender (München 1977)
Sa. 14.2. Tschaikowski: Iolantha/Bartók: Herzog
19.30 - ca. 22.40 Blaubarts Burg, Gergiev/Netrebko,
Beczala/Petrenko, Michael (Met LIVE)
Di. 17.2., 0.08 Ponchielli: La Gioconda, Viotti/Urmana,
Domingo, Scandiuzzi (München 2002)
Sa. 21.2. Verdi: Macbeth, Luisi/Lucˇic
´, Netrebko,
19.30 - 22.00 Pape, Calleja (Met, 11.10.14)
Di. 24.2., 0.08 Tschaikowski: Eugen Onegin, Levine/
Freni, Allen, Shicoff (Dresden 1987)
Sa. 28.2. Bellini: I Puritani, Armiliato/Peretyatko,
19.00 - ca. 22.00 C. Álvarez, Park (Wr. Staatsoper LIVE)
Mi. 4.2., 19.30 Opernwerkstatt Olivera Miljakovic
Apropos Musik, Di., So., feiertags 15.05
So. 1.2. Basso profondo
Erinnerungen an Martti Talvela
Di. 3.2. Fernando de Lucia und seine Nachfolger
So. 8.2. Oper aus Österreich
Di. 10.2. Alberto Remedios (zum 80. Geb.)
So. 15.2. Jesús López-Cobos: Allround-Dirigent
aus Spanien
Di. 17.2. Überraschungsprogramm zum
Faschingsdienstag
So. 22.2. Das Wiener Staatsopernmagazin
Di. 24.2. Mirella Freni (zum 80. Geb.)
Do. 26.2. Nicht immer nur Wagner! Flagstad mit
Sibelius, Mendelssohn Bartholdy, Purcell
Stimmen hören, Do. 19.30 Uhr
5.2. Belcanto nicht nur auf der Bühne
Salon-, Konzert und Kirchenmusik
von Donizetti und Mayr
12.2. Große Oper aus Frankreich
Massenet, Chausson, Gounod, Lalo
19.2. Von Leben und Liebe, Leiden und Licht
Vokalmusik von Mozart, Gluck, Rameau
in Neuaufnahmen
26
Ö1-Klassiktreffpunkt Samstag, 10.05 Uhr
7.2. Wiener Comedian Harmonists
14.2. Michiel Dijkema
Regie und Bühne Pariser Leben Volksoper
21.2. Barbara Frey
28.2. Friedrich Orter
ORF 2 http://tv.orf.at/
http://presse.orf.at
So. 1.2., 9.30 Ernst Fuchs - Eros und Mystik (52‘)
So. 8.2., 9.05 Die Pferdeakademie von Versailles (65‘)
10.10 Bartabas in Salzburg
– Ein Pferdeballett mit Mozart (45‘)
So. 22.2., 9.35 Mirella Freni - Ein Leben für die Oper (58‘)
ORF III KULTUR UND INFORMATION
http://tv.orf.at/programm/orf3
So. 1.2., 19.20 Edita Gruberova - Die Kunst des
Belcanto (Dokumentation 2008)
20.15 Bellini: La Straniera, Rizzi/Gruberova,
Ganassi, Bros (Musikverein 2013)
So. 8.2., 18.25 Boesch: Die Zauberflöte für Kinder,
Levine/Cotrubas, Moser (Salzburg 1982)
20.15 Da capo - Die künstlerischen Highlights
des Opernballs
21.20 Rossini: Le comte d’Ory, Benini/Flórez,
Damrau, di Donato (Met 2011)
So. 15.2., 19.25 Nikolaus Harnoncourt: Die Musik
meines Lebens (Dokumentation 2014)
20.15 Beethoven: Fidelio, Harnoncourt/
Nylund, Kaufmann (Zürich 2004)
So. 22.2., 19.15 Mirella Freni - Ein Leben für die Oper
(Dokumentation 2010)
20.15 Giordano: Fedora, Gavazzeni/Freni,
Domingo, Corbelli (Scala 1993)
So. 1.3., 19.10 Hommage á Sevilla - Eine musikalische
Reise mit Plácido Domingo (1981)
20.15 Carmen, Karajan/Bumbry, Freni,
Vickers, Diaz (Film 1967)
Liebe Freunde,
Der Opernsalon.
Von Opernfreunden für Opernfreunde.
Aus dem Veranstaltungsprogramm
der Freunde der Wiener Staatsoper
präsentieren wir Ihnen einmal im
Monat Highlights und Gespräche
mit Legenden und Lieblingen
des Wiener Opernpublikums.
Der Opernsalon auf Radio Stephansdom.
Jeden dritten Sonntag
im Monat ab 15.00 Uhr.
live.radiostephansdom.at
; ))
OLIVERA MILJAKOVIC
im Gespräch mit
Oswald Panagl
Uhr
So., 15. Februar 15.00
TV
3sat www.3sat.de
Do. 12.2., 20.15 Wiener Opernball 2015 (154’)
23.05 Wiener Opernball - Das Fest (70’)
CLASSICA HD www.classica.de
So. 1.2., 21.40 Verdi: Il Trovatore, Netrebko, Domingo,
Fr. 6.2., 20.00 Pretty Yende in Prag
Sa. 14.2. Berlinale 2015 - Bärenverleihung (75’)
22.00 Sounds of Cinema (Konzert Circus Krone,
Juni 2014, 89’)
Sa. 7.2., 20.00 Mozart: Entführung a.d. Serail (Böhm)
So. 8.2., 20.00 Beethoven: Fidelio, Jones, King
Mo. 16.2., 20.15 Burkhard: Das Feuerwerk, Schellenberger,
Schreibmayer (Baden 2013, 115’)
22.10 ZDF-Kulturnacht: Udo Jürgens (91’)
23.40 Der Mann, der Udo Jürgens ist (53’)
ATV// www.atv2.at
Highlights jeden So., 19.55 (20’) Erna Cuesta, Franz Zoglauer
1.2. Josephs Legende (Staatsoper)
Archiv der Träume Degas, Cézanne
usw. (Albertina)
8. 2. Das Konzert mit Peter Simonischek
(Akademietheater)
Götterdämmerung (Linz)
15.2. Paisiello: Der Barbier von Sevilla
(Theater an der Wien)
Farhadi: Das Vergangene
(UA Schauspielhaus Graz)
22.2. Pariser Leben (Volksoper)
Anja Harteros in Don Carlo (Staatsoper)
Mo. 9.2., 20.00 Verdi: La Traviata, Stratas, Domingo
Di. 10.2., 21.45 Schwanensee (ROH Covent Garden)
Mi. 11.2., 21.45 Donizetti: La fille du régiment, Dessay,
Flórez, C. Álvarez (Wiener Staatsoper)
Sa. 14.2., 20.00 Mozart: Così fan tutte, Eschenbach/
Hartelius, Chappuis, Pisaroni (Szbg.)
So. 15.2., 20.00 Strauss: Capriccio, Eschenbach/Fleming,
Kirchschlager, Skovhus, Schade, Rydl
(Wiener Staatsoper)
Mo. 16.2., 20.00 Rossini: La Cenerentola, Abbado/
von Stade, Araiza
Di. 17.2., 21.00 Verdi: Il Trovatore, Gatti/Netrebko,
Domingo, Meli (Salzb. Festspiele)
Mi. 18.2., 22.15 Gershwin: Porgy and Bess (San Francisco)
Do. 19.2., 20.00 Verdi: La forza del destino, Fisch/Harteros,
Kaufmann, Tézier (München)
arte www.arte-tv.com
concert.arte.tv Live Stream
So. 1.2., 22.35 ARTE Lounge Daniel Hope 1/3
Jean Yves Thibaudet, Salut Salon u.a.
So. 8.2., 18.30 Joseph Calleja - Hommage an
Mario Lanza (2013)
00.00 ARTE Lounge Daniel Hope 2/3
Anne Sofie von Otter, Thomas Hampson
Sa. 21.2., 21.30 Verdi: Aida, Mehta/Lewis, Sartori,
Gagnidze (LIVE aus der Scala)
Mo. 23.2., 20.00 Verdi: Falstaff, Solti/Bacquier, Armstrong
So. 15.2., 18.15 Hollywood Sounds mit Daniel Hope
Di. 24.2., 20.00 Berg: Lulu, Albrecht/Petibon (Salzburg)
So. 22.2., 18.30 LA Philharmonic Opening Gala 2011
01.05 ARTE Lounge Daniel Hope 2/3
Gonzalez, Aimard, Vogler
Sa. 28.2., 20.00 Puccini: La Bohème, Karajan/Freni,
G. Raimondi
So. 1.3., 18.30 Smetana: Mein Vaterland, Beˇlohlávek
(Prag 2014, 43’)
23.30 Maurizio Pollini, ein Meister am Klavier
(2012, 54’)
28
Fr. 20.2., 21.45 Wagner: Meistersinger, Gatti/Volle, Saccà,
Zeppenfeld, Werba, Gabler (Salzburg)
Tipps
Wien
Wiener Konzerthaus
Lothringerstr. 20,1030 Wien
Tel. 242 002, www.konzerthaus.at
Mo 9. Feb., 19.30
Mozart-Saal
Bach-Kantaten XXIV
Richter, Bradic, Petryka, Nigl
Ensemble Claudiana, Wiener
Sängerknaben, Chorus Viennensis
Leitung, Laute: Luca Pianca
So 15. Feb., 11.00
Mozart-Saal
Stefan Mickisch: Sternzeichen und
Tonarten bei Richard Strauss
Fr 20. Feb., 19.30
Mozart-Saal
Liederabend Marie-Nicole Lemieux
Klavier: Roger Vignoles
Fauré, Lekeu, Hahn, Koechlin,
Debussy, Duparc
Fr 6. März, 19.30
Großer Saal
Kurt Weill: The Ballad of Magna
Carta/ Down in the Valley/
Der Lindberghflug/ Der Ozeanflug
Olvera, Venditti, Lippert, Trost, Noack,
Berg, Wolf; ORF RSO Wien, Wiener
Singakademie; Dirigent: Ernst Theis
Mi 11. März, 19.30
Mozart-Saal
Sa 28. März, 18.00
So 29. März, 18.00
Großer Saal
Wiener Musikverein
So 15. Feb., 11.00
Großer Saal
Mi 18. Feb., 19.30
Großer Saal
Mi 4. März, 19.30
Do 5. März, 19.30
Fr 6. März, 19.30
Großer Saal
Liederabend Philippe Jaroussky
Klavier: Jérôme Ducros
Hahn, Chausson, Debussy, Fauré,
Massenet
J.S. Bach: Matthäuspassion
Güra, Volle, Kleiter, Lehmkuhl,
Richter, Finley; Wiener Symphoniker,
Arnold Schoenberg Chor,
Opernschule der Wiener Staatsoper
Dirigent: Philippe Jordan
Do 12. März, 19.30
Brahms-Saal
Mozart: „Dissonanzenquartett“
Haydn: Die sieben letzten Worte
unseres Erlösers am Kreuze
I. Raimondi, Artis-Quartettt
Sa 14. März, 19.30
So 15. März, 19.30
Großer Saal
Händel: Saul
Boesch, Staples, Hansen, Invernizzi,
Janková, Lipovsek, Hulett, Kohl
Concentus Musicus Wien,
Arnold Schoenberg Chor
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt
Theater an der Wien
in der
Wiener Kammeroper
1., Fleischmarkt 24 (Abendkasse)
Tageskasse: Theater an der Wien
Karten: Wien-Ticket 58885
www.theater-wien.at
Di 10. Feb., 19.30
Portraitkonzert Vladimir Dmitruk
22.(P),26.,28. März,
1.,8.,10.,14., April,
19.00 Uhr
12. April, 16.00
ital., dt. Übertitel
So 15. März, 11.00
Gli uccellatori von F. L. Gassmann
Bakan, Dmitruk, Kawalek-Plewniak,
Greenhalgh, Akselrod, Seidl
Musikal. Leitung: Stefan Gottfried
Inszenierung: Floris Visser
Einführungsmatinee
Stadtinitiative Wien
Tel.: 585 08 88, www.stadtinitiative.at
Di 10. Feb., 19.30
Ehrbar Saal
4., Mühlgasse 30
Liederabend Robert Holl
Klavier: Oleg Maisenberg
Schubert: Winterreise
Di 3. März, 19.30
Ehrbar Saal
4., Mühlgasse 30
Sona MacDonald & Joseph Lorenz
Bloch (Klavier); Briefwechsel
zwischen Robert & Clara Schumann
Musik: Schumann u.a.
Bösendorferstr. 12, 1010 Wien
Tel. 505 81 90, www.musikverein.at
Bock’s Mucishop
Für FREUNDE 10%
Szymanowski: Konzertouvertüre
E-Dur/ Stabat Mater
Lutoslawski: Symphonie Nr. 4
Musique funèbre
Kurzak, Wolak, Rucinski; ORF RSO
Wien, Singverein der Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien
Dirigent: Ingo Metzmacher
Do 26.2., 19.30
Amtshaus Währing
18., Martinstr. 100
Festsaal
Strauss: Der Bürger als Edelmann.
Suite für Orchester
Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur
Kühmeier; Königliches Concertgebouworchester Amsterdam
Dirigent: Mariss Jansons
Schubert: Symphonie Nr. 6 C-Dur
Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur
Tilling; Wiener Symphoniker
Dirigent: Philippe Jordan
Haus Hofmannsthal
16. Jän. - 20. Feb.
16. März - 19. Juni
Tel.: 877 89 58
office@bocksmusicshop.at
Zemlinsky Trio Wien - Soirée in Währing
Schenner (Klarinette), Schumann
(Klavier), Jiang (Cello)
Bruch, Milhaud, Mozart, Zemlinsky
Reisnerstr. 37, 1030 Wien
Tel.: 714 85 33
www.haus-hofmannsthal.at
Ausstellung Berislav Klobucˇar
Ausstellung KS Kurt Rydl
Di 17. Feb., 19.30
O frivol ist mir am Abend - Teil 3
Erotische Geschichten und Gedichte
von der Antike bis heute
Gellert (Rezitation), Stefanizzi (Gitarre)
Fr 13. März, 19.30
Wie Jupiter selig in tausend Gestalten
Ein Abend mit KS Kurt Rydl
Moderation: Markus Vorzellner
29
Tipps
MuTh- Konzertsaal der
Wiener Sängerknaben
Di 3. Feb., 19.00
Di 10. Feb., 19.30
freier Eintritt
Anmeldung erbeten
Di 17. Feb., 19.30
China meets Austria 2015 - Festkonzert
mit Chormusik und Ballettdarbietungen
Schulchor Vienna International
School, Wiener Hofballett, weitere
Kinder- und Jugendchöre
Sa 14. Feb., 18.30
Iolantha von P. I. Tschaikowski
Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók
Netrebko, Beczala/ Michael, Petrenko
Regie: Mariusz Trelinski
Dirigent: Valery Gergiev
La donna del lago von G. Donizetti
DiDonato, Barcellona, Diego Flórez,
Osborn, Gradus
Regie: Paul Curran
Dirigent: Michele Mariotti
So 19. April, 17.00
Moskau Bolschoi
Iwan der Schreckliche
Ballett von Sergej Prokofjew
Choreographie: Juri Grigorowitsch
Sa 25. April, 18.30
Cavalleria Rusticana/ I Pagliacci von
Pietro Mascagni/ Ruggero Leoncavallo
Westbroek, Álvarez/ Racette, Álvarez
Regie: McVicar
Dirigent: Fabio Luisi
Di 24. Feb., 20.15
Di 17. März, 20.15
Di 5. Mai, 20.15
Mi 10. Juni, 20.15
Vier Abende mit den Bartolomeys
„Echt schräg“ - Marlene
Mit Ursula Strauss und dem Duo
Bartolomey/ Bittmann
Village Cinemas Wien 3, Wienerberg
www.cineplexx.at, Kinokassen
Ö-Ticket: 96096, Wien-Ticket: 58885
Euro 27,- statt 30,- / live aus der Met
UCI-Kinowelt - Oper
und Ballett im Kino
dt. Untertitel
Für FREUNDE:
Mi 1. April, 20.15
„Presse“-Musiksalon im MuTh
Moderator und Gastgeber:
Dr. Wilhelm Sinkovicz
Cineplexx Opera
Oper im Kino
dt. Untertitel
Für FREUNDE:
Sa 14. März, 18.00
30
Obere Augartenstraße 1E, 1020 Wien
Tel.: 347 80 80, www.muth.at
Millenium City, SCS (Wien), Annenhof
(Graz), Karten an der Kinokasse oder
www.uci-kinowelt.at/ Covent Garden
Euro 23,- statt 25,-
English Cinema Haydn
Theatre/ Opera/ Ballet
Für FREUNDE:
Di 24. Feb., 20.15
Di 17. März, 20.15
Mi 1. April, 20.15
Di 5. Mai, 20.15
Mi 10. Juni, 20.15
La Fille mal gardée von John Lanchberry
Choreographie: Frederick Ashton
Dirigent: Barry Wordsworth
La Bohème von Giacomo Puccini
Netrebko, Meachem, Calleja, Rowley
Inszenierung: John Copley
Dirigent: Dan Ettinger
Mariahilferstraße 57, 1060 Wien
Tel.: 587 22 62, www.haydnkino.at
Euro 20,- statt 25,Der fliegende Holländer
Schwanensee
Rise and Fall of the City of Mahagonny
La Fille mal gardée
La Bohème
Besetzungen siehe UCI
Oberösterreich
Landestheater Linz
Promenade 39, 4020 Linz
Tel.: 070/ 7611-400
www.landestheater-linz.at
4.,16. Feb., 19.30
Die Csárdásfürstin von E. Kálmán
Musikal. Leitung: Daniel LintonFrance/ Borys Sitarski/ Daniel Spaw
Inszenierung: Karoline Gruber
6.,12. Feb., 19.30
Der Nussknacker von P. I. Tschaikowski
Musikal. Leitung: Dennis Russell Davies
Choreographie: Mei Hong Lin
20.,22.,23.,27. Feb.,
19.30
Les Misérables - Musical von Alain
Boublil u. Claude-Michel SchönbergMusikal. Leitung: Kai Tietje/ Marc Reibel
Inszenierung: Matthias Davids
Choreographie: Melissa King
26. Feb., 19.30
Der fliegende Holländer von R. Wagner
Terfel, Rose, Pieczonka
Inszenierung: Tim Albery
Dirigent: Andris Nelsons
Schwanensee von P. I. Tschaikowski
Osipova, Golding
Choreographie: Marius Petipa/
Lew Iwanow, Frederick Ashton,
David Bintley
Produktion: Anthony Dowell
Dirigent: Boris Gruzin
Rise and Fall of the City of Mahagonny
von Kurt Weill und Bertolt Brecht
Rice, von Otter, Hoare u.a.
Inszenierung: John Fulljames
Dirigent: Mark Wigglesworth
13. Feb., 19.30
21. Feb., 17.00
28. Feb. 17.00
7.(P),15. Feb., 17.00
Tosca von Giacomo Puccini
Musikal. Leitung: Dante Anzolini/
Daniel Linton-France/ Borys Sitarski
Inszenierung: Rainer Mennicken
Der Ring des Nibelungen von R. Wagner
Musikal. Leitung: Davies/ Reibel/
Linton-France/ Moriuchi/ Ingensand
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Rheingold
Die Walküre
Siegfried
Götterdämmerung
Tipps
Kärnten
Niederösterreich
Grafenegg
Tel.: 02735/ 5500
www.grafenegg.at
12. Feb., 20.00
Auditorium
Die Nacht des Musicals
Tanz der Vampire, Sister Act, Tarzan,
König der Löwen, Les Misérables,
Mamma Mia, Elisabeth, Das Phantom
der Oper, Cats u.v.m
14. Feb., 18.30
Auditorium
Tschaikowski/ Rachmaninow
Yeol Eum Son (Klavier), TonkünstlerOrchester Niederösterreich
Dirigent: Dmitrij Kitajenko
Stadttheater Baden
7.,19.,20.,27.,28. Feb.,
6.,14. März, 19.30
8. Feb., 15.00
Festspielhaus
St. Pölten
16. Feb., 19.30
Großer Saal
20.,21. Feb., 19.30
Großer Saal
Theaterplatz 7, 2500 Baden
Tel.: 02252/ 22522
www.buehnebaden.at
Paganini von Franz Lehár
Musikal. Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Isabella Gregor
Franz Schubert-Pl. 2, 3109 St. Pölten
Tel.: 02742/ 90 80 80-222
www.festspielhaus.at
Tschaikowski/ Rachmaninow
Yeol Eum Son (Klavier), TonkünstlerOrchester Niederösterreich
Dirigent: Dmitrij Kitajenko
Ballet de Lyon/ Sylvie Guillem
Choreographie: William Forsythe
Musik: Berio, Bach, Willems
Steiermark
Oper Graz
4.,7.,25. Feb., 19.30
6.,28. Feb., 19.00
8. Feb., 15.00
11.,27. Feb., 19.30
12. Feb., 19.30
13. Feb., 19.30
Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz
Tel.: 0316/8000, www.theater-graz.com
Die lustige Witwe von Franz Lehár
Musikal. Leitung: Marius Burkert
Inszenierung: Olivier Tambosi
Choreographie: Stephan Brauer
Xerxes von Georg Friedrich Händel
Musikal. Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Stefan Herheim
Tosca von Giacomo Puccini
Musikal. Leitung: M. Burkert/ D. Kaftan
Inszenierung: Alexander Schulin
Otello von Giuseppe Verdi
Musikal. Leitung: Dirk Kaftan
Inszenierung: Stephen Lawless
Die tote Stadt von E. W. Korngold
Musikal. Leitung: Dirk Kaftan
Inszenierung: Johannes Erath
Stadttheater
Klagenfurt
Theaterplatz 4, 9020 Klagenfurt
Karten: 0463/ 54064
www.stadttheater-klagenfurt.at
1. Feb., 15.00 Die Zauberflöte von W.A. Mozart
7. Feb., 19.30 Musikal. Leitung: Thomas Rösner
Regie: Patrick Schlösser
12.(P),14.,18.,20.,21., Dialogues des Carmélites von F. Poulenc
24.,26. Feb., 19.30 Musikal. Leitung: Alexander Soddy
Regie: Richard Brunel
4.,6.,11.,13.,17., Im weißen Rössl von Ralph Benatzky
16. Feb., 19.30 Musikal. Leitung: Mitsugu Hoshino
22. Feb., 15.00 Regie: Aron Stiehl
Salzburg
Salzburger
Landestheater
Schwarzstr. 22, 5020 Salzburg
Tel.: 0662/ 871 512-222, Fax: -290,
www.salzburger-landestheater.at
12.,19.,26. Feb., 19.30 Der Nussknacker von P. I. Tschaikowski
Choreographie Peter Breuer
22.(P).,28. Feb., 19.00 La Sonnambula von Vincenzo Bellini
5.,10.,13.,18., Musikal. Leitung: Lorenzo Coladonato
31. März, 19.30 Inszenierung: Agnessa Nefjodov
Tirol
Tiroler Landestheater
Rennweg 2, 6020 Innsbruck
Tel.: 0512/ 520 74-0
www.landestheater.at
1. Feb., 19.00 Der Mann von La Mancha von Dale
25.,27. Feb., 19.30 Wasserman, Musik: Mitch Leigh
Musikal. Leitung: Hansjörg Sofka
Inszenierung: Johannes Reitmeier
6. Feb., 19.30 Dante.Inferno - Tanzstück
8. Feb., 19.00 Insz., Choreogr.: Enrique Gasa Valga
7.(P),14. Feb., 19.00 Adriana Lecouvreur von F. Cilea
19. Feb., 19.30 Musikal. Leitung: Francesco Angelico
Regie & Bühne: Bruno Klimek
7.,14. Feb., 19.30 Charlie Chaplin
Kammerspiele Tanzstück von Marie Stockhausen
Musik von Charles Chaplin u. a.
15.,22. Feb., 18.00 Der Rosenkavalier von R. Strauss
Musikal. Leitung: Alexander Rumpf
Regie: KS Heinz Zednik
28. Feb.(P),15.,22., Le sacre du printemps, Petruschka/
28.,29. März, 19.00 Der Feuervogel
19. März, 19.30 Inszenierung, Choreographie:
Enrique Gasa Valga/ Pierre Wyss
Musikal. Leitung: Francesco Angelico
22. Feb.,11.00, Foyer Tanzmatinee
31
Mirella Freni
Zum 80. Geburtstag
Mirella Freni als Mimì
in La Bohème
© Foto Fayer
„Mirella Freni ist die Erfüllung der Mimì.
Ein zartes Geschöpf mit diesem aparten
Gesicht und großen Augen, mit ungemein ausdrucksvollen Gebärden und einer stimmlichen Intensität, die ihrem Gesang den Charakter einer persönlichen,
fast vertraulichen Mitteilung verleiht. Ihr
Sopran ist in einem Maße beseelt, berührend, ihr Singen derartig echt und stark
empfunden, dass man auf Klangfarbe,
Technik oder ähnliche Kriterien gar nicht
mehr achtet, weil man spürt, dass hier jene
vollkommene Identifizierung von Figur
und Interpretin stattfindet, wie man sie
auf dem Theater nur ganz, ganz selten erlebt.“ (Karl Löbl 11.11.1963 im „Express“)
Nach der skandalumwitterten BohèmePremiere in der Wiener Staatsoper überschlugen sich die Kritiken vor Begeisterung. „Ich habe zweimal in meinem Leben geweint“, sagte Herbert von Karajan
zu ihr, „Beim Tod meiner Mutter und bei
Deiner Mimì.“
Mirella Freni beim letzten
FREUNDE-Gespräch
am 29.11.2009,
Photo: unbezeichnet
Mit der Mimì sang sie sich in die Herzen
des Wiener Publikums und hat diesen
Platz bis heute nicht geräumt. Was die
Standing Ovations bei ihrem letzten
Künstlergespräch bei den FREUNDEN im
Jahr 2009 sehr herzlich bewiesen. Blond,
quirlig und mit ihren sprechenden großen
Augen hatte sie nichts von ihrer Jugend
verloren.
Und sie hat es wahrscheinlich bis heute
nicht, auch wenn sie am 27. Februar ihren
80. Geburtstag feiert. Geboren wurde sie
in Modena, sie debütierte 1955 als
Micaela, aber der eigentliche Durchbruch kam durch Herbert von Karajan
mit der Mailänder Bohème. Mirella Freni
hat ihre Fachgrenzen kaum je überschritten.
Sie hielt sich an Verdi und Puccini – war
allerdings auch eine wunderbare Susanna
im Figaro. Ihre Elisabetta in Don Carlo in
Salzburg, aber auch in Wien und auf der
ganzen Welt hat ihr Publikum ebenso berührt wie ihre vielen anderen Frauengestalten.
Mirella Freni ist keine Diva, sondern ein
liebenswürdiger, lebensfroher Mensch
und hat sich nie in die Klatschspalten
oder die Seitenblicke gedrängt. In zweiter
Ehe war sie mit Nicolai Ghiaurov verheiratet. Eine „gesellschaftliche Sensation“,
aber auch die wurde nie an die große
Glocke gehängt.
In vielen Partien wird sie uns unvergesslich bleiben, aber als Mimì hat sie Operngeschichte geschrieben.
Tanti auguri, Mirella!
evb
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In memoriam Lillian Fayer
Lillian Barylli-Fayer
(8. 7. 1917 - 14. 12. 2014)
„Jung bin ich geboren und jung
bin ich geblieben“
Liebe Lillian,
Du warst einfach immer da. Dass es
Dich jetzt plötzlich nicht mehr geben
soll, ist unfassbar. 100 wolltest Du werden,
was Dir leider nicht ganz gelungen ist,
aber wenn man wie Du vor zwei Jahren
mit 95 eine große eigene Fotoausstellung im Gustav Mahler-Saal eröffnet und
ein Jahr später auch noch ein launiges
Künstlergespräch bei den FREUNDEN
geführt hat, kann man wohl sagen, dass
Dein Leben bis zum Ende erfüllt war.
„Lillian Fayer konnte auch Musik fotografieren“ schrieb Wilhelm Sinkovicz in
seinem Nachruf auf die große Fotografin,
und der Musik, aber auch dem Theater,
hat sie ihr ganzes Leben gewidmet.
1917 in New York geboren, kam sie
über Budapest und London schließlich
nach Wien, wo sie das damals bereits
international renommierte Fotostudio
ihres Papas übernahm und zu einem Begriff machte. Das Fotostudio befindet
sich heute am Opernring 6, aber
Lillians eigentliche Heimat war Operring 2 - die Wiener Staatsoper. Sogar
Karajan ließ ihr dort völlig freie Hand.
Sie hat zahllose große Sänger einfühlend und mit künstlerischem Blick - aus
der ersten Gasse, auf der Bühne oder im
Studio mit ihrer Kamera verewigt. Und
die Künstler haben sie alle geliebt, weil
sich Lillian in ihre jeweilige Rolle und in
ihre Persönlichkeit hineindenken konnte.
Mit vielen war sie auch persönlich sehr
befreundet – mit der Schwarzkopf, der
Nilsson, der Ludwig, der Sena, dem
Domingo, dem Wunderlich, Michael
Heltau und und und… ja auch mit dem
di Stefano. Wer je die Geschichte von
der Lilliputbahn von ihr gehört hat, wird
sie nicht vergessen. Weder die Geschichte noch die „Fayerin“, die so
wunderbar pointiert Gschichterln und
Anekdoten aus ihrem reichen fotografischen Leben erzählen konnte.
Im Kreise der FREUNDE hat sie sich,
wie sie immer wieder betonte, besonders wohlgefühlt und hat uns auch
durch ihre Kontakte und ihre Fotos immer
wieder tatkräftig unterstützt. Unser Jugendclub hat sie vor ein paar Jahren spontan
als Ehrenmitglied aufgenommen.
Lillian Fayer hatte eine absolut positive
Einstellung zum Leben, auch wenn sie
jemand schlecht behandelte, versuchte
sie, einen Grund dafür zu finden, sie
konnte sich an Kleinigkeiten erfreuen,
war immer fröhlich und nie hat sie jemand negativ über andere Menschen
sprechen gehört. Sie liebte das Leben,
die Musik, Essen beim Italiener, und ihr
Lieblingsgetränk war Leitungswasser.
In ihrem Archiv hat sich eigentlich nur
sie wirklich ausgekannt. Wir können nur
hoffen, dass ihr künstlerisches Vermächtnis in unserem digitalen Zeitalter
nicht im Nirgendwo des Internet verschwindet, sondern als ein großes Stück
Operngeschichte auch für die Nachwelt
erhalten bleibt.
Liebe Lillian, liebe „greise Mutter“: Wir
danken Dir für alles, was Du uns geschenkt hast. evb
oben: Giuseppe di Stefano
links: Lillian Fayer mit Michael Heltau,
Renata Tebaldi als Tosca,
Christa Ludwig als Octavian,
Birgit Nilsson als Färberin
33
Alle Veranstaltungen auf einen Blick
Fr. 13.3., 16.00 Uhr
Salon Opéra zu Elektra
Hotel Bristol
Februar
Di. 3.2., 19.00 Uhr
Donizetti: Viva la Mamma
Volksoper
Karten ab sofort ausschließlich im FREUNDE-Büro
So. 22.3., 11.00 Uhr
Matinee: Elektra, Wiener Staatsoper
Karten ab 10.2. ausschließlich im FREUNDE-Büro
Sa. 7.2., 19.00 Uhr
Galakonzert KS Edita Gruberova
Wiener Staatsoper
Karten ab sofort ausschließlich im FREUNDE-Büro
April
Mi. 1.4., abends
Strauss: Elektra, Wiener Staatsoper
Karten ab 26.2. ausschließlich im FREUNDE-Büro
Sa. 14.2., 19.00 Uhr
B: Verklungene Feste/Josephs Legende
Wiener Staatsoper
Karten ab sofort ausschließlich im FREUNDE-Büro
Fr. 10.4., abends
Donizetti: Anna Bolena, Wiener Staatsoper
Karten ab 26.2. ausschließlich im FREUNDE-Büro
So. 15.2., 11.00 Uhr
Faschingsbrunch mit KS Alfred Šramek
Hotel Bristol
Karten ab sofort im FREUNDE-Büro
So. 19.4., 11.00 Uhr
Matinee: Don Pasquale, Wiener Staatsoper
1 Karte pro Mitglied, Bestellschluss: 17.2.,
Karten ab 17.3. ausschließlich im FREUNDE-Büro
So. 22.2., 11.00 Uhr
Musical meets Opera 6 zu MAMMA MIA!
Raimundtheater
Karten ab 10.2. im FREUNDE-Büro
Mi. 29.4., abends
Don Pasquale, Wiener Staatsoper
1 Karte pro Mitglied, Bestellschluss: 25.2.,
Karten ab 17.3. ausschließlich im FREUNDE-Büro
März
So. 1.3., 18.30 Uhr
Verdi: Don Carlo (ital.)
Wiener Staatsoper
Karten ab 10.2. ausschließlich im FREUNDE-Büro
Mai
Fr. 1. bis Mo. 4.5. FREUNDE-Reise nach Dresden
So. 3.5., abends
Neil Shicoff - 40 Jahre Bühne, Wiener Staatsoper
1 Karte pro Mitglied, Bestellschluss: 25.2.,
Karten ab 17.3. ausschließlich im FREUNDE-Büro
So. 8.3., 11.00 Uhr
Künstlergespräch Olga Peretyatko
Gustav Mahler-Saal
Karten ab 26.2. im FREUNDE-Büro
Freunde der Wiener Staatsoper
A-1010 Wien, Goethegasse 1
Telefon (+43 1) 512 01 71
Telefax (+43 1) 512 63 43
verein@opernfreunde.at,www.opernfreunde.at
ZVR Zahl: 337759172
Öffnungszeiten
Mo/Mi 15.00 - 17.00 Uhr
Di/Do 15.00 - 19.00 Uhr
Fr/Sa
10.00 - 12.00 Uhr
IMPRESSUM
Redaktionelle Gesamtleitung Dr.jur. Mag.phil. Heinz Irrgeher
Redaktion Dr. Rainhard Wiesinger (Schwerpunktbeiträge, Porträt, Rezeption, Schon gehört),
Dr. Richard Schmitz (Diskographien), Mag. Eva Beckel (Misterioso, Chronik),
Elisabeth Janisch (Serviceteil). Lektorat: Mag. Eva Beckel, Dr. Hubert Partl,
Mag. Christine Springer, Dr. Ursula Tamussino
Redaktionelle Gestaltung Mag. Michaela Zahorik
Layout / Konzeption factory vienna; creative
Litho und Druck „agensketterl“ Druckerei GmbH, 3001 Mauerbach
Bildnachweis Foto Fayer, Steven Haberland, IMAGNO Archiv F.X. Setzer-Tschiedel, Jungwirth,
Helmut Koller, museum in progress, Terry Linke, Theater an der Wien, VBW /
Brinkhoff / Mögenburg , Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn, Axel Zeininger
Gedruckt auf Hello silk 135/170 gr/m²
Redaktionsschluss 5.1.15, Besetzungs- und Programmänderungen, Druckfehler vorbehalten
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Seele and Geist
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