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Heimatsport
Oldenburgische Volkszeitung
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Linksaussen
Coole Tipps
Auf einem Laufband wird es
nichts mit einem ruhigen
Laufen für den guten Zweck,
wenn das Gerät am Eingang
der Halle steht und abends
viele müde Krieger angeheitert daran vorbeigehen
müssen. Jeder weiß es besser,
jeder gibt irgendwelche Tipps,
viele fordern ein höheres
Tempo. In der 28. Minute auf
dem Laufband meint ein des
Langlaufs mächtiger OldieKollege: Ich müsste die Hände
von der Brust wegnehmen, um
besser atmen zu können. Warum er das nicht eine halbe
Stunde früher gesagt habe,
stöhne ich erschöpft zurück.
Beim Fußballtraining in der
Woche halte ich ihm seinen
dämlichen Ratschlag nochmal
vor. Ob er sich an seinen Blödsinn erinnere? „Jetzt, wo du’s
sagst, schon . . .“
(sl)
Samstag, 24. Januar 2015
„Wir profitieren doch alle von der Schule“
Desi Boku engagiert sich mit anderen Einwohnern von Kelecha Jibat für den Erhalt der Primary School
Für den Bau eines neuen
Klassentraktes nach der
alten Konstruktionsweise
haben 800 Haushalte
Geld gespendet. Es reicht
aber nicht aus, um das
Haus fertigzustellen.
Fakten
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Von Volker Kläne
Kelecha Jibat. Desi Boku hat
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den ganzen Tag lang auf dem
Schulgelände in Kelecha Jibat
ausgeharrt. Eine Gruppe der Stiftung „Menschen für Menschen“
ist zu Gast. Und Karlheinz Böhms
Äthiopienhilfe eilt auch in diesem entlegenen Winkel des Landes der Ruf voraus, helfen zu
können. Desi Boku (40) wünscht
sich sehr, dass die Organisation
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SGH in Äthiopien
Wussten Sie
Foto: Löhle
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. . . dass die Handballabteilung
von Frisia Goldenstedt am
29. Januar (Donnerstag, 19.00
Uhr) ihre Generalversammlung im Vereinslokal Grimm
(Zur Schmiede) abhält? Der
Vorstand würde sich freuen,
wenn viele Mitglieder an der
Versammlung teilnehmen.
. . . dass sich in die gestrige
Basketball-Vorschau von Rasta Vechta II eine falsche Uhrzeit eingeschlichen hat? Das
Heimspiel der 2. Regionalliga
gegen die SG Braunschweig II
beginnt bereits um 15.30 Uhr
und nicht erst um 19.30 Uhr.
. . . dass der Tennisverein Visbek am kommenden Samstag
(31. Januar) sein Kohlessen bei
Hogeback durchführt? Treffen: 18.00 Uhr beim Klubhaus.
Anmeldungen sind möglich
per E-Mail an „anmeldung.tvvisbek@ewetel.net“.
. . . dass die Luftpistolenschützen des SV Stoppelmarkt am
fünften Wettkampftag der
Landesliga nach Bassum reisen? Dort soll am Sonntag
(25. Januar) gegen den Tabellendritten SV Riede der erste
Platz verteidigt werden.
. . . dass die Fußballer des TV
Dinklage ihrem Platzwart Peter Küstner beste Genesungswünsche ins Krankenhaus
senden? „Kreide Peter“ erholt
sich gerade von einer LeistenOperation.
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SGH-Konten
Commerzbank Vechta
DE48 2804 2865 0598 7177 00
LzO Vechta
DE21 2805 0100 0070 1039 99
OLB
DE81 2802 0050 4008 7009 00
Volksbank Vechta
DE41 2806 4179 0128 3952 00
Redaktion Sport
Franz-Josef Schlömer / sl
Telefon 04441/9560-352
Andreas Hausfeld / ha
Telefon 04441/9560-353
Andreas Hammer / aha
Telefon 04441/9560-354
Carsten Boning / cb
Telefon 04441/9560-355
E-Mail: sport@ov-online.de
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Bildung
in Kelecha Jibat tätig wird. Nicht
nur, weil sie selbst Mutter ist
und ihr Sohn unter besseren Bedingungen unterrichtet werden
soll, sie engagiert sich auch aktiv
für den Erhalt der Schule.
Zu diesem Zeitpunkt kann sie
noch nicht wissen, dass die OV/
KSB-Aktion „Sportler gegen
Hunger“ die Primary School
über MfM neu bauen wird (siehe Fakten). Sie berichtet, wie die
Einwohner des Dorfes den Fortbestand bislang selbst bewältigen. Sie sei Mitglied einer BauGemeinschaft, die versuche,
Geld für den Bau eines neuen
Klassentraktes zu sammeln. Dieser entsteht am Rande des Geländes. Arbeiter montieren dort
einen Rohbau aus Holz. Allerdings fehle das Geld, um das
Haus fertigzustellen, berichtet
Schulleiter Zekios Dida.
Nötig geworden ist der Neubau, weil es schon jetzt erheblich
an Räumen mangelt. Desi Boku
bemängelt, dass zu viele Kinder
in einer Klasse unterrichtet werden müssen, teilweise mehr als
100. Sie sitzen eng an eng in den
Bänken. Insgesamt sind nur sieben Klassenräume vorhanden,
und die Wände zweier Häuser
sind derart von Termiten zerfressen worden, dass sie nicht mehr
lange
standhalten
können.
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Für die Zukunft ihres Sohnes setzt sich Desi Boku in der Schule ein.
Foto: Löhle
Dennoch engagieren sich 70
bis 80 Männer und Frauen in der
Gemeinschaft dafür, mehr Platz
zu schaffen. „Wir profitieren doch
alle von der Schule. Unsere Kinder werden ausgebildet und können höhere Positionen erreichen“,
sagt Desi. Sie und die anderen in
der Bau-Gemeinschaft diskutierten darüber, wie sie genügend
Geld sammeln könnten, um den
Neubau fertigzustellen. Sie habe
selbst so viel bezahlt, wie sie
könne, und auch andere Einwohner überzeugt, erklärt Desi. 7500
Menschen lebten im Einzugsgebiet der Schule, das entspreche
etwa 1200 Haushalten; etwa 800
Haushalte hätten 20 bis 30 Birr
für den Neubau geben können.
Umgerechnet ist das ungefähr
ein Euro pro Haushalt.
Seit 1981 gibt es in Kelecha Jibat die Higher Primary School.
Sie ist auch die weiterführende
Schule für fünf Grundschulen in
der Gegend. 1502 Schüler in den
Klassen 1 bis 8 werden dort zurzeit unterrichtet – 830 Jungen,
672 Mädchen. Ulrike Haupt, PRManagerin von „Menschen für
Menschen“, zollt den Einwoh-
Neuere Häuser, wie alle aus
Lehm und Holz errichtet, weisen
ebenfalls erste solcher Schäden
auf. Man kann sich vorstellen,
dass auch der Neubau nach einiger Zeit von Termiten angegriffen wird – ein Fass ohne Boden.
Ein Klassentrakt nach gewohnter Bauweise entsteht in Kelecha Jibat. Desi Boku hat Geld dafür gesammelt.
Foto: Kläne
„Sportler gegen Hunger“
baut über die Stiftung
„Menschen für Menschen“
erstmals eine eigene
Schule in Äthiopien: Aus
den SgH-Erlösen 2015
und 2016 fließen Spenden
zweckgebunden in den
Neubau dieser Schule.
Der gesamte Komplex für
1500 Schüler wird mit
Kosten von 246 000 Euro
veranschlagt; der Bau der
SgH-Schule beginnt Mitte
2015 und soll 2016
fertig sein. Vier Gebäude
mit je vier Klassenräumen
entstehen. Sie werden
eine bessere Substanz
haben und sollen laut
MfM 50 Jahre halten.
„Menschen für Menschen“
übergibt die Schule dann
an die lokalen Behörden.
Das äthiopische Bildungsministerium stellt die
Lehrer und trägt die
laufenden Kosten. Mitarbeiter von MfM kontrollieren regelmäßig den
Zustand der Schule.
Diese befindet sich in
Kelecha Jibat. Das Dorf
liegt 235 Kilometer südwestlich der Hauptstadt
Addis Abeba im Projektgebiet Dano. 105 430 Einwohner leben überwiegend von Ackerbau und
Viehzucht, was zum Überleben kaum ausreicht.
nern großen Respekt, dass sie
den Betrieb mit geringen Mitteln über so einen langen Zeitraum aufrechterhalten haben.
„Es ist eine wahnsinnige Eigenleistung, die sie erbracht haben“,
sagt sie beim Besuch.
Das Budget der Gemeinschaft
reiche aber nicht aus, sagt Desi.
Die Hilfe von MfM und SgH
hält sie für dringend erforderlich. Vier Kinder hat sie bereits
zur Schule geschickt. Drei hätten
ihren Abschluss nach der zehnten Klasse gemacht, eine Tochter
besuche die elfte Klasse in einer
anderen Stadt, sagt sie. Das Mädchen sei sehr gut, die Zehntbeste
in der Klasse unter 50 Schülern.
Auf Dedis Schoß sitzt ihr jüngster Sohn, dem sie die Brust gibt,
während sie berichtet. Auch er
soll einmal unterrichtet werden.
Der Junge wird die neue Schule
in Kelecha Jibat besuchen.
Volle Kraft voraus: TVD bläst zur Aufholjagd
Landesligist erwartet am Sonntag den SV Wilhelmshaven / Drei Neue – und zwei fehlen
Dinklage (cb). Klappt’s mit dem
Frühstart ins Punktspieljahr 2015
oder müssen sich die Fußballer
des TV Dinklage noch gedulden?
Der heimische Landesligist, der
als Tabellen-16. in Abstiegsgefahr
schwebt, erwartet am morgigen
Sonntag (14.00 Uhr) den SV Wilhelmshaven zum Nachholspiel.
Lässt der Frost eine Austragung
der Partie im Jahnstadion zu? „Wir
müssen abwarten und behalten
die Platzverhältnisse im Auge“,
erklärt Dinklages Trainer Stefan
Stuckenberg. Eine letzte Platzbesichtigung werde es am Sonntagmorgen geben, so der Coach.
Die Vorbereitung auf die Rückserie, die beim Aufsteiger am
6. Januar begann, verlief angesichts der Wetter- und Platzverhältnisse „nicht optimal“, so Stuckenberg, „aber wir haben das
Beste daraus gemacht. Es ging einigermaßen gut“. Als Abwechslung diente eine Einheit im Soccer-Center Wildeshausen. Testspiele gegen auswärtige Gegner
kamen nicht zustande, unter der
Woche gab’s immerhin ein Trainingsspiel gegen die eigene
Zweite – ein Hauch von Wettkampfcharakter. Drei Neuzugänge stehen im TVD-Kader. Nach
Florian Erk (Merzen) und Dennis Wehrmann (Bramsche) heuerte auch Axel Funke in Dinklage an. Ihn hat es beruflich von
Kempten in Bayern nach Lohne
verschlagen; er sei ein Torwart
mit „Nummer-1-Potenzial“, so
Stuckenberg. Fehlen werden die
Stammspieler Tobias Schwermann und Chris Neteler, die in
Australien urlauben, Tennis bei
den Australian Open inklusive.
Das Ziel ist klar, der TVD bläst
zur Aufholjagd. „Wir haben ein
Heimspiel und wollen drei
Punkte holen. Nur weil der Gegner Wilhelmshaven heißt, sagen
wir nicht, dass uns ein Punkt
reicht“, sagt Stuckenberg und
kündigt „Vollgas“ an.
Gegner Wilhelmshaven (3.) absolvierte zuletzt zwei Testspiele.
Beim 0:1 gegen Regionalligist
BSV Rehden zeigten die Jadestädter eine sehr ordentliche
Leistung. Unter der Woche folgte dann ein Spiel gegen den
Kreisklassisten VfL Wilhelmshaven. Nach 60 Minuten und beim
Stand von 7:0 für den Ex-Regionalligisten war Schluss, Väterchen Frost hatte den Kunstrasenplatz der VfL-Sportanlage in eine
rutschige Eisfläche verwandelt.
Mit Schmackes! Dinklages Michael Bockhorst. Foto: Schikora
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Seele and Geist
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