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Grundlagen Drehbank

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Grundlagen Drehbank
TODO: unfertig!
1 Strukturvorschlag f¨
ur neue Version
Wenn alle Einzelteile der Einweisung zusammen sind und der Umbau abgeschlossen, sollte die Einweisung
nach diesem Muster neu sortiert werden.
1. Regeln und Hinweise
• Was darf ich?
• Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
• Sicherheitseinrichtungen
• Einbinden der Betriebsanweißung und Abgleichen mit den vorherigen Punkten
2. Grundlagen, Begriffe und Technologiewerte
3. Handdrehen - Basics (alle Grundlagen aus dem Handdrehen, die man auch f¨
ur CNC braucht)
4. CNC-Drehen
5. Handdrehen - spezielle Techniken (z. B. R¨andeln und sowas)
2 Regeln und Hinweise
Was darf ich?
• Ohne eine unterschriebene Grund-Einweisung in diese Regeln darf die Drehbank garnicht benutzt
werden, d. h. du darfst dann nichts selber an/in der Drehbank tun.
• Mit Grund-Einweisung bist du zun¨achst Fahrsch¨
uler“ und darfst den Auftrag zwar selber vorbereiten
”
(NC-Code laden, Werkst¨
uck ein- und ausspannen, Drehbank s¨aubern), die Steuerung aber nicht
selbstst¨
andig bedienen.
Ein Benutzer, der die Drehbank selbstst¨andig benutzen darf, pr¨
uft dann, ob dein Auftrag keine
gef¨ahrlichen Fehler enth¨alt, und f¨
uhrt dann als Fahrlehrer“ gemeinsam mit dir die Arbeit durch.
”
Die Bedienung der Steuersoftware (Verfahren, Antasten, Starten, Fortsetzen nach Pause, ...) darf
dabei nur durch den Experten bzw. unter st¨andiger Aufsicht durch den Experten erfolgen.
• Sobald du genug Erfahrung und Routine hast und das entsprechend dokumentiert ist (mehrere
Werkst¨
ucke selbstst¨andig unter Aufsicht gefertigt, dies u
¨ber einen gr¨oßeren Zeitraum verteilt), wird
dir die schriftliche Erlaubnis erteilt, den CNC-Betrieb ohne Aufsicht zu benutzen.
• F¨
ur die Benutzung des Handbetriebs ist eine zus¨
atzliche schriftliche Erlaubnis n¨
otig! Es gelten
dabei weitere Vorschriften, die in einer getrennten Einweisung enthalten sind.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
• Lange Haare durch M¨
utze, Haarnetz o. ¨a. verdecken; einfaches Zusammenbinden ist nicht ausreichend! M¨
utzen sind selbst mitzubringen, k¨onnen aber auch gestellt werden.
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26. Januar 2015
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• Die hier beschriebenen Abl¨aufe m¨
ussen unbedingt beachtet werden. Bei Unklarheiten nachfragen!
• Die Schutzhaube darf nur offen sein, solange die Spindel steht. Nachlaufdauer! (Dies gilt nicht f¨
ur
den Handbetrieb.)
• Bei Handbetrieb ist sicher zu stellen, dass keine Personen den Arbeitsbereich der Maschine betreten.
Hierf¨
ur stehen Absperrungen zur Verf¨
ugung.
• Werkst¨
uck fest im Futter spannen und Spannschl¨
ussel sofort danach abziehen.
• Zum Werkzeugwechsel, Messen, Reinigen usw. Maschine ausschalten.
• Metallsp¨ane k¨
onnen scharf sein (besonders bei Stahl/Edelstahl). Sp¨ane m¨oglichst nicht von Hand
beseitigen. Sp¨anehaken, Pinsel/Wischer oder Staubsauger verwenden.
• Beim Hantieren in der Drehbank:
– Anleitung exakt beachten, wenn du nicht ganz genau weißt was du tust, nachfragen!
– Vorsichtig vorgehen. Nur das vorgesehene Werkzeug und vorsichtige Handkraft verwenden, in
Ausnahmef¨allen ein Schonhammer. Niemals Metallhammer, Zange oder ¨
ahnliches verwenden, denn gr¨
oßere Kr¨afte k¨
onnen die Genauigkeit der Maschine beeintr¨achtigen.
– Schutzhaube nur ¨
offnen, wenn die Spindel steht. Im Notfall kann die Maschine aber auch durch
leichtes Anheben der Schutzhaube gestoppt werden. Auf KEINEN Fall jedoch hineingreifen
bevor die Maschine vollst¨andig still steht.
– Im CNC-Modus darf keine der Kurbeln von Hand bedient werden! Falls doch geschehen, hat
die Maschine Schritte auf der jeweiligen Achse verloren. Das Resultat ist eine verlorene Maschinenreferenzierung (muss wiederholt werden) und ein verschobener Werkst¨
ucknullpunkt (Nullen
muss wiederholt werden!)
• Nach der Arbeit muss die Maschine gem¨aß der Anleitung ges¨aubert und das Werkzeug u
uft
¨berpr¨
werden, ggf. versch¨
uttetes KSS auf dem Boden beseitigen (Rutschgefahr!)
• Besondere Vorkommnisse sind unverz¨
uglich dem Maschinenverantwortlichen (siehe Schild auf der
Steuerung) zu melden.
Sicherheitseinrichtungen
Die Maschine ist mit mehreren Sicherheitseinrichtungen und -funktionen ausgestattet. Diese stoppen die
Antriebe (Hauptspindel und Achsantriebe) und brechen den derzeitigen Auftrag ab.
• Not-Aus-Schalter: Dies ist der große rote Druckschalter auf dem Steuerpult. Dr¨
ucken f¨
uhrt zum
sofortigen stromfrei-schalten der Maschine. Achtung, Hauptspindel l¨auft nach.
• Spindelabdeckung: Dies ist der weiße Blechdeckel u
¨ber dem Spannfutter. Ist er ge¨offnet, ist ein
Anlaufen der Maschine unm¨
oglich.
¨
• Schutzhaube: Die Haube u
ausgestattet,
¨ber der Maschine. Diese ist mit einem Offnungskontakt
welcher einen Software-Not-Aus ausl¨
ost. (Die Maschine l¨auft noch, schaltet aber alle Antriebe ab)
• Sperrschalter: Stellt man den kleinen roten Schalter an der Ampel auf dem Pult auf Sperren, wird
ebenfalls ein Software-Not-Aus ausgel¨ost.
• Tastatureingabe: Jegliche Tastatureingabe w¨ahrend dem Abarbeiten einer Aufgabe f¨
uhrt zum Abbrechen der selbigen. Die Tastatur ist jedoch kein hundertprozentig zuverl¨assiger Not-Aus, z. B. wenn
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26. Januar 2015
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sich der PC aufh¨angt. Achtung: Verf¨ahrt man die Maschine per Tastatur wird eventuell nur der letzte
Auftrag abgebrochen. (Stoppen der Bewegung, nicht jedoch der Spindel).
3 Grundlagen
Achsen (wenn man vor der Drehbank steht): Z l¨angs der Drehachse (nach rechts = positiv), X quer zur
Drehachse (nach vorne = positiv)
Nullpunkte u
ucks, X in der Drehmitte
¨blicherweise: Z beim rechten Rand des Werkst¨
Aus Wabeco Anleitung: Mit dem Potentiometer l¨asst sich die Drehzahl der Arbeitsspindel stufenlos von
50-5000 U/min (2. Stufe = werkseitig voreingestellt) verstellen. Wird eine kleinere Drehzahl von minimal
25 U/min (1. Stufe) ben¨
otigt, muss der Antriebsriemen umgelegt werden.
3.1 Aufbau
Drehbank mit Hauptspindel, Reitstock, Werkzeughalter, Pumpe und Antrieben in Einhausung mit Schutzhaube.
Steuerung (grau): Pult mit Schaltern f¨
ur Drehrichtung, K¨
uhlmittel, Not-Aus, Drehzahl und Steuerungsfreigabe. Multipliziert Eingaben aus Software! Im CNC-Betrieb sollen die Schalter auf Hauptspindel rechts,
100% stehen, K¨
uhlung je nach Material an oder aus.
4 Manuelles Verfahren
TODO: ... N¨
utzlich zum Runddrehen und Einrichten von Werkst¨
ucken.
4.1 Referenzieren
Muss vorher gemacht werden. Siehe Abschnitt 6.2.
4.2 Steuerung per Tastatur
Men¨
upunkt klicken, Tastatur verwenden.
Fahr-Modus: Bewegung in 3 Geschwindigkeitsstufen (Taste nochmal dr¨
ucken erh¨oht die Geschwindigkeit).
Schritt-Modus: Schritte einstellbarer L¨ange m¨oglich.
Achtung, das Verfahren per Tastatur ist i.d.R. zu langsam. Besonders bei Alu wird bei zu geringem (!)
Vorschub die VHM-Platte besch¨adigt. Wo es geht, zum seitlichen Verfahren den Modus f¨
ur 1cm Schritte
verwenden, denn dieser ist schneller. Oder, wenn du genug Ahnung hast, G-Code von Hand eintippen
(Achtung: Immer G1 verwenden, nicht G0, denn G0 ist Eilgang).
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26. Januar 2015
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5 Datenerstellung
5.1 Grundlagen
Wichtig: Angaben mindestens abdrehen auf ...“ in dieser Anleitung bedeuten, dass das Teil kleiner
”
werden soll als die angegebene L¨ange. Ob Durchmesser oder Radius gemeint ist, h¨angt vom Kontext ab.
• Koordinateneingabe per Mausklick (Raster l¨asst sich u
¨ber den Button Lineal-Raster-Fang“ in der
”
unteren Statusleiste einstellen) oder per Tastatur (K 1-2 mal dr¨
ucken, dann schaltet es zwischen
absoluten und relativen Koordinaten um)
• Die X-Koordinate in der Zeichnung entspricht dem Radius, die in der Steuerung dem Durchmesser.
5.2 Zeichnung anlegen
• Datei →neue CAD-Zeichnung
• Außendurchmesser nicht zu klein, Innendurchmesser nicht zu groß angeben (in der Regel: 0)
• L¨ange (ab Spannfutter gemessen) nicht zu groß
• Werkstoff: Aluminium (die konkreten Schnittwerte werden sp¨ater eingestellt)
• Zeichnungsansicht mit Spannfutter und Werkst¨
ucknullpunkt (rechts mitte) erscheint
• Zeichnen: CAD Standard →Polygon, Punkte von rechts nach links, Ende mit Doppelklick
• Die Zeichnung darf nicht bis zum Spannfutter gehen – Sicherheitsabstand!
• Zeichnungen sind erstmal nur Dekoration, wenn keine Technologie eingestellt ist (je nach Ebene wird
automatisch etwas voreingestellt).
5.3 Alternative: Zeichnung in Vektorgrafikprogramm erstellen und als dxf importieren
• F¨
ur komplexere Drehteile zu empfehlen
• Der obere“ Teil der Umrisskontur muss als Vektorgrafik vorliegen
”
• Abh¨angig vom gew¨ahlten Drehmeißel d¨
urfen in der Umrisskontur keiner gr¨oßeren Winkel als 27◦
vorkommen. Im Einzelfall nachfragen! TODO: F¨
ur jeden Meißel konkrete Werte eintragen
– Die Datei muss als dxf der Version R13/R95 exportiert werden.
– jeder Teil der Kontur f¨
ur den spezifische Einstellungen ben¨otigt werden muss ein eigener geschlossener Pfad sein
– An das rechte Ende des Pfades einen 2 mm breiten waagrechten Pfad anf¨
ugen, der d/2 + 1 mm
des Rohteils als H¨
ohe besitzt
– Das rechte untere Ende des Drehteils muss an dem linken oberen Rand des Koordinatensystems
liegen
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26. Januar 2015
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5.4 Technologie festlegen
• Technologie (CAM-Anweisung) wird in den Einstellungen des Zeichnungsobjekts oder f¨
ur eine gesamte Gruppe (rechts im Zeichnungsbaum) eingestellt.
– neuere nccad-Version:
∗ Bei BAE im Technologiemen¨
u Spindel Steuerspannung ausw¨ahlen und anschließend die
Drehzahl eintragen
∗ Typ des plan zu drehenden rechten Teils: Drehkontur plan
∗ Typ des anderen Teils: Drehkontur außen
– ¨altere nccad-Version:
∗ Drehzahl wird im Reiter Steuerung als Spannung“ eingestellt, von 5 (ca 150rpm) bis 25
”
(ca 5000 rpm) TODO: genaue Werte?
∗ Damit die Spindel an ist, Relais 6 vorher/nachher aktivieren
∗ Typ: Drehkontur außen
– Bahn: keine Bahnkorrektur, Werkzeugbreite 0
Werkzeugbreite und Bahnkorrektur bezieht sich auf die Werkzeugspitze - die Werkzeugform
wird nicht ber¨
ucksichtigt! Nur bei einem Stechmeißel (vorne nicht spitz, sondern flach) soll die
Breite eingegeben und die Bahnkorrektur auf Automatik gestellt werden. Ansonsten auf 0 und
Keine stellen.
– L¨angs-Vorschub Fz gem¨aß Werkzeug, Material und Drehzahl w¨ahlen (→ siehe Kapitel 9).
Achtung: Die Vorschubangabe hier ist in 1/10 mm!
– Quer-Vorschub Fx kleiner als Fz w¨ahlen (halb?); wenn es h¨assliche Ger¨ausche beim Einstechen
macht, den Wert weiter absenken.
– Beim Plandrehen Fx und Fz halbieren
– Teilzustellung und Schlichth¨
ohe einstellen
– Die Reihenfolge richtet sich nach der Reihenfolge im Zeichnungsbaum (unten im Baum gibt es
Kn¨opfe zum Umsortieren).
– TODO: Werkzeugwechsel geht zur Zeit nicht!
• zum Wiederbearbeiten der Technologie: Objekt im Zeichnungsbaum anklicken
5.5 Gewinde
• Dort, wo das Gewinde hinsoll, eine Gerade von rechts nach links zeichnen.
• Technologie Gewindedrehen festlegen, Gewinde aus Liste ausw¨ahlen. STOP aktivieren wegen Werkzeugwechsel.
• Die Drehzahl soll ziemlich gering sein, laut Hersteller maximal 300 U/min TODO: testen was
passiert wenn schneller
→ siehe vorheriger Abschnitt
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26. Januar 2015
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• Als Drehmeißel verwendet man entweder einen speziellen Gewindedrehmeißel oder einen spitzen Meißel mit dem passenden Flankenwinkel (60◦ f¨
ur normale metrische Gewinde). Bisher haben wir keinen
◦
solchen Drehmeißel, aber mit dem 55 spitzen Meißel (Nr. 2) geht es auch, wenn man ihn in passendem Winkel (Mittellinie der Schneidplatte senkrecht zur Drehachse) einspannt.
• Um dem Gewinde etwas Spiel zu geben, kann man einen Versatz von bis zu 0,1 mm einstellen.
• Die Zustellung wird entsprechend vorgeschlagen.
• in den weiteren Erkl¨arungen werden folgende Werte verwendet. Diese stehen teils in Wikipedia unter
Metrisches ISO-Gewinde“ und teils auch im Technologie-Dialog. Beispielwerte M5:
”
– Nenndurchmesser D = dnenn = 5
– (Schrauben-Kerndurchmesser dkern = 4, 02)
– Einstichtiefe h = (dnenn − dkern )/2 = 0, 49
– Steigung S = 0, 8 mm pro Umdrehung
• vorher (weiter oben im Baum!) muss die Stelle (und ggf. etwas daneben) ausreichend abgedreht sein:
TODO: Zeichnung
– Gewindel¨ange auf Nenndurchmesser
– Auslauf/Einlauf: auf einer Breite von etwa 1*Steigung, links und rechts vom Gewinde, sinnvollerweise auf Kerndurchmesser abdrehen. Wenn anders gew¨
unscht, mindestens auf Nenndurchmesser, damit keine Kollisionen auftreten!
– Gewindemeißel darf nicht kollidieren: Die Form darf am Rand nicht zu weit steil ansteigen
(Anstiegswinkel flacher als 60◦ zur Waagerechten w¨ahlen) TODO: Zeichnung
– (damit man eine Mutter draufschrauben kann, darf auf der Draufschraub-Seite nichts gr¨oßer als
der Kerndurchmesser sein)
– Hinweis: in der 3D-Simulation wird das Gewinde nicht als Helix, sondern als mehrere Kreise
angezeigt (als w¨aren es mehrere Stellen mit Steigung 0). Der Verlauf an der Seite, an der der
Drehmeißel ansetzt, sollte aber stimmen.TODO: wie ist das bei NCCAD8
5.6 Ausspannpunkt setzen
Man kann mit dem Button ZEZE“ einen Ausspannpunkt setzen, der angefahren wird, wenn die Technologie
”
abgeschlossen ist. Ansonsten stoppt die Bearbeitung direkt auf dem Werkst¨
uck an der letzten Stelle des
Programms, was unsch¨
one Marken hinterlassen kann.
5.7 NC-Code erstellen
TODO: unfertig
• Nccad 8 neu: Nichts weiter zu tun. Alle ben¨otigten NC-Befehle werden automatisiert erstellt.
• Nccad 8 alt: Workaround: Es fehlen einige Befehle. Daher muss man nach dem Erzeugen des NCCodes (Knopf im NC-Code-Reiter) von Hand noch folgendes am Anfang einf¨
ugen:
M10 O6.1 (Umrichter-Relais, steht ggf. schon drin)
M25 U17.8 (Spindel auf Drehzahl: Spannung je nach Drehzahl, hier 17.8)
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M30 P54 (Wartezeit 3 Sekunden f¨
urs Hochdrehen)
ACHTUNG NCCAD8 BUG: Werkzeugwechsel funktioniert nicht (es ist kein Stopp f¨
ur Handbetrieb
m¨
oglich), außerdem kann man keine Wartezeit zwischen Bl¨
ocken mit verschiedener Drehzahl
einstellen
6 Jobs abarbeiten
6.1 Einspannen
Es gibt zwei verschiedene Spannfutter, eines mit 3 Backen und eines mit 4 Backen. Verwende f¨
ur rundes das
3-backige und f¨
ur quadratisches das 4-backige. Das Spannfutter wird mit dem entsprechenden Schl¨
ussel an
der Seite auf und zu gedreht. Beim Spannen sollte (f¨
ur h¨ochste Rundlaufgenauigkeit) das mit 0 markierte
Loch verwendet werden.
Achte auf festen Halt. Das Werkst¨
uck darf nicht wackeln oder rutschen k¨onnen. Außerdem sollte es
m¨oglichst weit in das Spannfutter gesteckt werden. Achte aber trotzdem auf gen¨
ugend Sicherheitsabstand
zwischen Spannfutter und Drehmeißel.
Verwende f¨
ur lange Werkst¨
ucke den Reitstock auf der Gegenseite, dabei die Zentriebohrung nicht vergessen!
Das Gegenspannen ist in Kapitel 10.16 auf Seite 17 beschrieben.
6.1.1 Spannfutter wechseln
• Schl¨
usselsatz holen
• Abdeckhaube wegklappen
• am besten irgendetwas unter das Futter legen, damit es nicht herunterf¨allt
• Schrauben auf der R¨
uckseite des Futters l¨osen
• das Futter dabei festhalten und vorsichtig herausnehmen
• auf dem Futter befindet sich ein Adapter f¨
ur die Aufnahme, dieser muss nun mit einem Innensechskant
weggeschraubt werden
• den Adapter auf das gew¨
unschte Futter montieren
• das neue Futter wieder vorsichtig einsetzen und festschrauben
• Spannfutter darf ruhig sch¨
on fest angezogen werden!
6.2 Referenzfahrt
Damit die Maschine weiß, wo ihre Grenzen sind, muss immer zu Beginn der Arbeit eine Referenzfahrt
durchgef¨
uhrt werden.
• Endschalter frei von Sp¨anen?
• Werkzeug herausnehmen! Je nach Lage des Endschalters kollidieren sonst Werkzeug und Futter.
TODO: oder Endschalter passend verschieben??
• Referenzfahrt bet¨atigen.
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26. Januar 2015
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TODO: unfertig!
Nach Durchf¨
uhrung der Referenzfahrt Handr¨
ader nicht mehr verstellen, sonst muss eine neue Referenzfahrt durchgef¨
uhrt werden!
6.3 Werkzeug einsetzen
Je nach Art der Bearbeitung muss jetzt das richtige Werkzeug ausgew¨ahlt werden. Dann wird f¨
ur Stahl eine
goldene Wendeplatte eingesetzt und f¨
ur alles andere eine silberne. Die Wendeplatten sind auch markiert.
An der Spannvorrichtung f¨
ur Werkzeuge wird der Hebel so gestellt, dass er sich locker bewegen l¨asst und
tendenziell in Richtung X-Achse zeigt. Das eventuell eingespannte Werkzeug sollte sich jetzt nach oben
abziehen lassen. Ein neues wird genauso eingesetzt und vorher wird durch Drehen der Halteklammer der
passende Winkel eingestellt. Normal ist das Werkzeug in X-Richtung zeigen zu lassen. Zum Schluss wird der
Hebel in Richtung Z-Achse bewegt und damit das Werkzeug festgespannt. Den Hebel bitte nicht abziehen
und immer in der selben Position lassen, um schnell ein nicht gespanntes Werkzeug zu erkennen.
In der Handsteuerung auf das aktuelle Werkzeug wechseln: Durch Eingabe M6 Tn auf Werkzeug
Nummer n.
6.4 Nullpunkte setzen
Nullpunkte lassen sich durch dr¨
ucken von STRG und dem jeweiligen Buchstaben der Achse setzen.
6.4.1 Z-Achse nullen
Hierzu f¨ahrt man einfach an den rechten Rand des Werkst¨
uckes. Achte dabei auf Kollisionsfreiheit. An
dieser Stelle wird genullt. Blicke am Besten genau von oben auf das Werkzeug, um keinen Parallaxenfehler
zu machen.
6.4.2 X-Achse nullen
Um die X-Achse zu nullen gibt es verschiedene Verfahren. Eine M¨oglichkeit soll hier beschrieben werden.
Zun¨achst dreht man ein St¨
uck des Werkst¨
ucks ein kleines bisschen ab und nullt die X-Achse in genau dieser
Position.
(Hierzu f¨ahrt man die X-Achse weit genug in den positiven Bereich und steuert mit F10 und G1 Z0 den
Z-Nullpunkt an. Jetzt aktiviert man die Hauptspindel und f¨ahrt vorsichtig in negative X-Richtung, bis erste
Sp¨ane entstehen. Hier stoppt man und f¨ahrt etwa 1cm in negative Z-Richtung. Bevor man jetzt die XPosition wieder verl¨asst nullt man die X-Achse und parkt dann das Werkzeug ausreichend weit entfernt,
um das Werkst¨
uck vermessen zu k¨
onnen.)
Anschließend f¨ahrt man das Werkzeug beiseite. Nun bestimmt man mit einem Messschieber den exakten
Außendurchmesser der bearbeiteten Stelle. Gehen wir im folgenden von einem bestimmten Durchmesser von
13,37mm aus. In diesem Fall verschiebt man das Koordinatensystem um 13,37mm durch den Befehl G54
X-13.37 auf die korrekte Position. Zum Testen kann man nun ausreichend weit in die positive Z-Richtung
fahren und dann F10 und G1 X0 eingeben. Die Maschine sollte jetzt den Mittelpunkt des Werkst¨
uckes
anfahren.
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26. Januar 2015
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6.5 Job starten
Jetzt kann mit einem Druck auf den Knopf TODO: Wie heißt der genau? der Job gestartet werden.
Die Software fragt Mit X-Achse?. Experten sind sich uneins empfehlen jedoch das Dr¨
ucken von Ja. Jetzt
beginnt die Maschine mit der Arbeit und kann durch einen Tastendruck abgebrochen werden.
Nach der Ausf¨
uhrung kann die Bearbeitung mit einem angezeigten Dialog direkt wiederholt werden. Dieser
¨
Modus wurde von uns getestet. Das ist zum Beispiel n¨
utzlich, wenn man Stabmaterial durch die Offnung
im Futter nachschiebt.
7 Aufr¨
aumen
Nach dem Drehen:
• Sp¨ane wegr¨aumen (aufsammeln/aufkehren), soweit man vern¨
unftig hinkommt. Auf jeden Fall frei
sein muss der vordere Bereich rund um die Handr¨ader sowie der Bereich neben den Endschaltern.
• Rest wegsaugen, wenn kein K¨
uhlschmiersiff ist. Keinen Siff einsaugen, sonst gammelt der Staubsaugerbeutel!
• Drehmeißel außerhalb der Bank ausblasen, Spitzen der Platten auf Besch¨adigung oder Verf¨arbung
kontrollieren
• Drehmeißel wegr¨aumen, keinen im Schnellwechsler gespannt stehen lassen, entspannt ist ok.
• Alle Teile haben in der Schublade unter der Drehbank ihren Platz, wo sie auch wieder hingeh¨
oren!
Der Futterschl¨
ussel geh¨
ort an den Magneten ganz links in der Schutzhaube.
Alu- und POM-Sp¨ane nicht mischen. Wir k¨onnen nur rein-Alu-Sp¨ane bei der MEW abgeben! Alles andere ist Mischm¨
ull. (Außer teure Metalle aka. Messing/Silber/Blei/Inconel90, diese extra und sortenrein
aufbewahren)
8 Begriffserkl¨
arung
Spannfutter Auf der Hauptspindel befestigt. Haltevorrichtung mit 3 bis 4 Backen, welche das Werkst¨
uck aufnehmen und festklemmen.
Reitstock Schwerer Metallblock an rechtester Stelle auf der Hauptachse. Wird verwendet um lange Werkst¨
ucke
abzust¨
utzen.
ende K¨ornerspitze Steckt anstelle des Bohrfutters in der Aufnahme des Reitstocks. Wird zum Gegenspannen von langen Werkst¨
ucken verwendet und darf nur leicht belastet werden. Festdrehen, bis die K¨ornerspitze
dauerhaft mitdreht, dann nicht mehr fester machen. Genaue Erkl¨arung in Kapitel 10.16.
Drehmeißel Komplettes Teil aus Wendeplatte und Wendeplattenhalter. Ist in einem Schnellwechselhalter eingespannt und darf auch nicht ver¨andert werden.
Wendeplatte Das kleine, aus Hartmetall gefertigte Teil, das schließlich das Material zerspant. br¨
uchig aber sehr
hart. Die Kanten k¨
onnen leicht brechen, wenn sie u
¨berlastet oder zu heiß werden.
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26. Januar 2015
Grundlagen Drehbank
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9 Technologiewerte
Anbei sind einige m¨
ogliche Technologiewerte f¨
ur verschiedenene Werkstoffe angegeben. In der Theorie kann
man einfach ausrechnen, was man braucht. Dieser Wert ist schonmal eine ungef¨ahre Hausnummer, was
man w¨ahlen sollte. In der Praxis ist der errechnete Wert aber oft nicht erreichbar, weil die Maschine nicht
schnell genug drehen kann oder die Motorleistung nicht ausreicht (Drehzahl bricht ein).
9.1 K¨
uhlung
Das Mittel ist ein K¨
uhl-Schmier-Mittel. Die Schmierung ist dabei bei unseren kleinen Leistungen wichtiger
als die K¨
uhlung.
Bei Metall ist Schmierung n¨
otig, bei Kunststoff eigentlich nicht (schadet aber auch nicht). Im Handbetrieb
kann meist auf Schmierung verzichtet werden, auch wenn das langfristig nicht so toll f¨
ur die Meißel ist(?)
und die Oberfl¨ache nicht ganz so sch¨
on aussieht. Im Handbetrieb kann auch immer mal wieder mit einer
¨
kleinen Olflasche
geschmiert werden. Besonders beim Abstechen.
9.2 Vorschub
F¨
ur Vorschub und Zustellung gibt es je nach Werkzeug und Material einen gewissen Bereich. Die Spanabnahme ist ungef¨ahr das Produkt von Vorschub (pro Umdrehung) und der Zustellung.
Der Vorschub ist in den Datenbl¨atten meist als spezifischer Vorschub angegeben (mm pro Umdrehung)
und muss entsprechend mit der Drehzahl multipliziert werden. In der Praxis nimmt man die ungef¨ahre
Hausnummer aus der Tabelle und probiert.
Zu niedriger Vorschub f¨
uhrt dazu, dass zuwenig Span abgenommen wird und das Werkst¨
uck eher gerieben als zerspant wird. Das setzt das Werkzeug zu und verschlechtert die Schneide. Bei Alu h¨ort dann
oft unsch¨one Schwingungsger¨ausche (wenn sie extrem h¨asslich klingen, ist der Fehler ein anderer). Diese
Ger¨ausche verschwinden, wenn man den Vorschub erh¨oht.
Zu hoher Vorschub belastet Werkzeug und Maschine, wobei u
¨blicherweise die (im Vergleich zum Werkzeug
schwachbr¨
ustige) Spindel nicht genug Leistung liefert und die Drehzahl einbricht.
Die Zustellung ist immer als Absolutwert (TODO: als Radius?) angegeben. Bei der Zustellung sind die
Auswirkungen ¨ahnlich wie beim Vorschub, jedoch ist der Fehler meist beim Vorschub zu suchen.
Bei zu großer Zustellung k¨
onnen St¨
ucke aus dem Material ausreißen oder das Werkst¨
uck aus dem Futter
springen und den Bediener verletzen!
Schlichth¨ohe generell 0.1 ... 0.3mm
9.3 Schnittgeschwindigkeit
Mit Schnittgeschwindigkeit bezeichnet man die Relativgeschwindigkeit zwischen Meißel und Material. Sie
h¨angt von Drehzahl und Durchmesser ab. In vielen F¨allen wird sie kleiner ausfallen m¨
ussen als der rechnerische Wert, das st¨
ort aber in der Regel nicht. Erst bei extremen Abweichungen durch viel zu große Sp¨ane
und knurpsendes“ Ger¨ausch bemerkbar.
”
Die Schnittgeschwindigkeiten k¨
onnen mit Hilfe des in Abschnitt 9.5 gegebenen Drehzahldiagramms in passenden Maschinendrehzahlen n umgerechnet werden. Dabei ist auf der x-Achse des Diagramms der Durchmesser d des Werkst¨
ucks auszusuchen und anhand der Schnittgeschwindigkeit eine Drehzahl zu ermitteln.
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26. Januar 2015
Grundlagen Drehbank
TODO: unfertig!
Die gesuchte Drehzahl ist jeweils am Ende der schr¨agen Gerade abzulesen und in der Maschinensteuerung
einzugeben. TODO: Vorsch¨
ube noch ermitteln!
F¨
ur Drehzahlen u
uck gut gewuchtet sein (z.B. neues Rundmaterial). Unrundes
¨ber 2000 muss das Werkst¨
Material muss vorher mit maximal 2000 U/min und geringerer Zustellung rundgedreht werden: So vorsichtig,
dass keine komischen Ger¨ausche entstehen. Bei Metall ¨außerst geringe Zustellung!
9.4 Tabelle
Erkl¨arung der Tabelle:
vc Schnittgeschwindigkeit in m/min: Ist getrennt f¨
ur die Werkzeugtypen HM (Hartmetall) und HSS
(Schnellarbeitsstahl) angegeben.
F Vorschub: genau so in der Software angeben. Die Einheit entspricht TODO: Es ist eigentlich
Bl¨
odsinn, hier einen drehzahlunabh¨
angigen Wert anzugeben...
Werkstoff
Acryl
Thermoplaste (z.B. POM), Duroplaste
Hartholz
Weichholz
Alu
Kupfer
Messing
Grauguss
Stahl (nichts besonderes)
Werkzeugstahl
vc HSS
von
bis
500 1000
200
300
50
70
60
90
80
150
60
120
60
120
15
30
40
80
30
60
vc HM
von
bis
500 1000
500 1500
60
90
70
110
300
600
250
500
250
500
80
160
120
200
100
180
Vorschub
0.1 mm/s
20
20
?
?
150
37.5
75
?
?
?
Zustellung
in mm
3
3
1.5
1.5
1.5
1.5
1.5
1.0
1.5
1.5
Quelle: ”Tabellenbuch Metall”, 45. Auflage, Europa Lehrmittel
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26. Januar 2015
Grundlagen Drehbank
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9.5 Drehzahldiagramm
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26. Januar 2015
Grundlagen Drehbank
TODO: unfertig!
10 Handrehtechniken
TODO: diesen Abschnitt richtig einsortieren Dieser Abschnitt dient momentan noch ausschließlich zur
Dokumentation, da ein Handdrehen noch nicht allgemein m¨oglich ist.
TODO: Im folgenden sind Vorschl¨
age zu m¨
oglichen Kapiteln, diese sind unsortiert, teils redundant,
evtl unn¨
otig
10.1 Werkst¨
uck spannen/Werkst¨
uck einrichten
Welches Futter wann, Verweis auf die Anleitung zum Futterwechsel, fortgeschritten: Wie kann ich exzentrisch spannen, Oberfl¨achen schonen und solche Sp¨aße?
10.1.1 Futter
TODO: Bereits im Kapitel 5.1 angeschnitten
Prinzipiell ist es besser mit m¨
oglichst vielen Backen zu spannen. Es gibt im Grunde keine feste Regel nach
der das Futter gew¨ahlt werden kann , jedoch gibt es einige Erfahrungswerte:
• Spannen auf Innenradien sollte, sofern der Durchmesser es zul¨asst immer das Futter mit den vier
Spannbacken gew¨ahlt werden.
• Beim Drehen von Passungen kann das Vierbackenfutter von Vorteil sein (Stichwort Dreibogengleichdick)
• 6-Kant-St¨ahle ausschließlich im Dreibackenfutter
• Quadratische Objekte im Vierbackenfutter
10.1.2 Futterwechsel
TODO: Im Kaptiel 5.1.1 beschrieben
10.1.3 Spannbackenwechsel
Um auf Innenradien zu spannen sind spezielle Spannbacken notwendig. Diese sind in der Schublade unter der
Werkbank. Um die alten Spannbacken zu entfernen muss man mit dem Spannfutterschl¨
ussel so lange drehen
bis die Spannbacken komplett nach außen gefahren sind. Dabei f¨allt der Spannbacken mit der Nummer
3 zuerst heraus, danach der Spannbacken 2 und zuletzt der Spannbacken 1. Lasse die Spannbaken aber
nicht in die Maschine fallen, sondern entnehme sie mit der Hand ! Am besten dreht man dazu das Futter
so, dass der Spannbacken 3 oben steht. Sobald dieser entnommen ist dreht man den Spannbacken 2 nach
oben usw.
Um nun die neuen Spannbacken einzusetzen beginnt man mit der Nummer 1. Unbedingt darauf achten,
dass der Spannbacken Nummer 1 auch an der Postion 1 des Spannfutters eingesetzt wird ! Die Spannbacken
k¨onnen nicht falsch herum eingesetzt werden. Achte auch darauf keinen Schmutz oder Sp¨ane ins Futter zu
bringen. Das Prinzip der Spannbackenbefestigung ist eine Spirale, die in die Nuten des Spannbackens greift.
Um nun die Spannbacken richtig einzuspannen kann man die Spirale zun¨achst ohne einen Spannbacken
einzusetzen drehen und sucht so den Anfang. Diesen positioniert man kurz vor den Anfang der Nut f¨
ur den
Spannbacken Nummer 1. Anschließend schiebt man den Spannbacken bis zum Anschlag in die Nut und
dreht mit dem Spannfutterschl¨
ussel weiter. Das Vorgehen wiederholt man bei den Spannbacken 2 und 3.
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Zum Ende kontrolliert man das Ergebnis, indem man das Futter einmal vollst¨andig schließt. Wenn nun die
Spannbacken sauber schließen ist alles richtig gemacht worden. Falls ein Spannbacken jedoch zu fr¨
uh oder
zu sp¨at in der Mitte ankommt, wurde dieser zu fr¨
uh oder zu Sp¨at eingesetzt. In diesem Fall m¨
ussen die
Spannbacken wieder ausgebaut und die Prozedur komplett wiederholt werden.
Die ausgebauten Spannbacken bitte sauber machen und in die daf¨
ur vorgesehenen F¨acher in der Schublade
einsortieren !
10.1.4 Oberfl¨
achen-schonend Spannen
WICHTIG: Wenn du keine ausreichende Erfahrung hast frage dabei IMMER einen erfahrenen
Betreuer, der an der Drehbank eingewiesen ist. Ein unzuverl¨
assig gespanntes Werkst¨
uck ist lebensgef¨
ahrlich !
Eine M¨oglichkeit ist zwischen dem Werkst¨
uck und dem Futter ein St¨
uck grobes Schmirgelpapier (K¨
ornung
¨ einzulegen, dass das Werkst¨
80 o.A)
uck komplett umschlingt. Dabei zeigt die raue Seite nach außen zum
Futter. Das Schmirgelpapier sollte dabei m¨
oglichst nicht u
¨berlappen. Außerdem muss mit einer Messuhr der
Rundlauf u
uft werden und notfalls durch ein Ausrichten des Werkst¨
uckes korrigiert werden. Problem
¨berpr¨
ist n¨amlich, dass das Schmirgelpapier, das die Reibung erh¨oht leider auch die Ausrichtung des Werkst¨
uckes
zu den Spannbolzen behindert. Das Einspannen mit Schmirgelpapier empfiehlt sich vor allem bei einem
Spannen auf Gewinden.
10.2 Skalen
Wie sind die Skalen zu verwenden und zu lesen?
10.3 Bohren
Um eine zentrische Bohrung an einem Werkst¨
uck zu erstellen ist es zun¨achst notwendig eine Zentrierbohrung wie im Kapitel 10.15 beschrieben anzubringen. Anschließend bringt man das Bohrfutter an der
Reitstockspindel an und w¨ahlt den passenden Bohrer aus. Nimm hierf¨
ur unbedingt die Bohrer, die du in der
Schublade unter der Drehbank findest. Die Bohrer bei der Standbohrmaschine sind oftmals leicht unrund
und erzeugen so eine unsch¨
one Bohrung. Nachdem der Bohrer fest eingespannt wurde kann der Reitstock
und eventuell der Werkzeugschlitten so verfahren, dass die Bohrerspitze kurz vor der Zentrierbohrung steht.
Als n¨achstes muss die Richtige Drehzahl der Spindel eingestellt werden. TODO: Referenz zu Tabelle mit
Werten Danach kann durch Zustellung mit der Reitstockpinole gebohrt werden. Dabei gilt wie bei jedem
Bohrvorgang: Mit guter Handkraft bohren ! Ein Bohrer nimmt Schaden wenn er nicht ausreichend belastet
ist. Außerdem nimmt die Qualit¨at der Bohrung merklich ab, wenn zu langsam (zu wenig Vorschub) gebohrt
wird.
10.4 Außendrehen
10.5 Innendrehen
Das Innendrehen funktioniert im Grunde wie das Außendrehen. Es gibt jedoch trotzdem einige Besonderheiten:
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• Anders als beim Außendrehen sieht man sein Werkzeug nur schlecht. Achte unbedingt darauf kein
Kollision zu fahren.
Nicht in die laufende Maschine beugen und versuchen so das Werkzeug zu sehen !
• Die Zustellung erfolgt beim Innendrehen in negativer Richtung, d.h um 1mm abzunehmen musst du
mit dem Handrad 1 mm zur¨
uckfahren
10.6 Fasen
F¨
ur das Anbringen von 45 ◦ Fasen gibt es ein spezielles Werkzeug, einen sogenannten Fasenmeißel. Das
Werkzeug ist gut an seiner blauen Lackierung und der breiten Schneide zu erkennen. Den Fasenmeißel
spannt man senkrecht zum Werkst¨
uck ein, sodass die Schnittkante 45 ◦ zum Werkst¨
uck zeigt. Danach
kann an das Werkst¨
uck herangefahren werden und eine Fase angebracht werden. Wenn sehr viele Fasen
angebracht werden m¨
ussen empfiehlt es sich nicht immer auf der selben Stelle der Schneide zu arbeiten
sondern auch an anderen Stellen, sofern die Gr¨oße der Fase es zul¨asst.
F¨
ur andere Winkel kann der Werkzeughalter mit dem Fasenmeißel auch verdreht in das Schnellspannfutter
eingesetzt werden.
TODO: vern¨
unftige Maße mit Handdrehr¨
adern erzeugen ?
10.7 Plandrehen
Um eine Fl¨ache an einem Werkst¨
uck plan zu drehen ben¨otigt man das Werkzeug mit der Schneideplatte
¨
TODO: Werkzeugnummer oder Ahnliches
vorhanden ?. Anschließend f¨ahrt man das Werkzeug bis
kurz vor die zu planende Fl¨ache. Hierbei sollte noch gut 1 mm in axialer Richtung zum Werkst¨
uck vorhanden sein. Nun kommt es darauf an, ob die zu planende Fl¨ache auf Maß gedreht werden soll, oder nur f¨
ur
eine Zentrierbohrung oder als Referenzfl¨ache vorbereitet werden soll.
Im Falle einer Zentrierbohrung oder Refernzfl¨ache muss zun¨achst der Nullpunkt in Axialer Richtung gesucht werden. Dazu bewegt man das Werkzeug soweit in radialer Richtung bis die Schneideplattenspitze
sich in radialer Richtung innerhalb des Werkst¨
uckes befindet TODO: Foto ?. Nun startet man die Spindel
und bewegt das Werkzeug vorsichtig in axialer Richtung auf das Werkst¨
uck zu. Sobald die Schneideplatte
beginnt am Material zu kratzen nullt man den Skalenring und f¨ahrt sowohl in axialer als auch in radialer
Richtung wieder vom Werkst¨
uck weg. Sobald die Schneideplatte in Radialer Richtung das Werkst¨
uck nicht
mehr ber¨
uhren kann stellt man u
¨ber den axialen Nullpunkt 0,5 mm zu und beginnt zun¨achst langsam und
zum Ende hin schneller das Werkzeug radial zu verfahren bis die Mitte des Werkst¨
uckes erreicht ist. Nun
muss das Werkzeug zuerst Axial vom Werkst¨
uck weg bewegt und erst dann radial zur¨
uck gefahren werden.
Falls die Fl¨ache nun noch nicht ausreichend plan ist, muss nochmal zugestellt werden und die Prozedur
wiederholt werden bis das gew¨
unschte Ergebnis erreicht ist.
Falls jedoch eine Fl¨ache auf Maß gedreht werden soll entf¨allt der gesamte Teil mit der Suche des Nullpunktes. Das eigentliche Plandrehen unterscheidet sich jedoch nicht von dem bei einer Zentierbohrung
oder Referenzfl¨ache. Es sollte auch hier unbedingt darauf geachtet werden, dass das Werkst¨
uck in radialer
Richtung ausreichend weit vom Werkst¨
uck entfernt ist bevor zugestellt wird !
10.8 Abstechen
Plane gut welches Teil abgestochen werden soll. Steche m¨
oglichst nur kleine Teile ab und w¨
ahle
eine niedrige Spindeldrehzahl. Kann das Teil eventuell mit einer S¨
age getrennt werden und anschließend die Schnittfl¨
ache plan gedreht werden ? Der abgestochene Werkst¨
uckteil kann bei
hoher Drehzahl aus der Maschine springen und dich schwer verletzen !
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F¨
ur ein Abstechen wird der Stechmeißel ben¨otigt. Dieser wird 90 Grad zum Werkst¨
uck eingespannt. Anschließend gilt ¨ahnlich wie beim Plandrehen: Am Anfang langsamer zum Ende hin schneller Abstechen. Außerdem kann es sinnvoll sein nicht kontinuierlich zu schneiden sondern immer wieder mit Unterbrechungen
einen Span abzunehmen. Problem an dieser Stelle ist es eine Kompromiss zwischen der Schnittgeschwindigkeit und einer m¨
oglichst geringen Spindeldrehzahl zu finden.
Bei Teilen an denen eine Bohrung vorhanden ist kann man z.B mithilfe des Sp¨ane Hakens das Bauteil aufgefangen werden. Hierbei gilt aber unbedingt: Lass dir unbedingt von einer eingewiesenen Person helfen.
Bringe den Haken oder das Hilfswerkzeug niemals an das Drehende Bauteil !
Bei Teilen, die gegen gespannt wurden ist das Risiko das das abgestochene Bauteil aus der Maschine springt
relativ gering, das das Werkst¨
uck zwischem dem Drehmeißel und der K¨ornerspitze eingeklemmt ist und
aufh¨ort sich zu drehen sobald es vom Rest des Werkst¨
uckes getrennt ist.
Greife niemals in die drehende Maschine um das abgestochene Bauteil zu entnehmen ! Vorher
Spindel ausschalten !
10.9 Werkzeugkunde
Wie gehe ich mit den vorhandenen Werkzeugen um?
Woran erkenne ich die Richtige Schnittgeschwindigkeit, Spanform-Kunde
10.10 Schlichten
Wie bekomme ich gute Oberfl¨achen?
10.11 Außengewinde mit Getriebekopplung schneiden
10.12 Innengewinde schneiden
Handwerkzeug mit Reitstock als Zentrierhilfe, wie trifft man, was darf man, was nicht
Man kann entweder Werkzeug oder Werkst¨
uck ins Backenfutter spannen usw. (Werkst¨
uck man besten
dann, wenn es da schon ist)
10.13 Schleifen und Polieren
Schleifen mit Schleifpapierband. TODO: pr¨
ufen ob im Lab zul¨
assig, wenn nicht raus lassen
10.14 Nut drehen
10.15 Zentrierbohrung setzen
Das Setzen einer Zentrierbohrung ist wichtig, um das Verlaufen des Bohrers beim Bohren zu verhindern und
das Gegenspannen des Werkst¨
uckes mit einer mitlaufenden K¨ornerspitze zu erm¨oglichen. Bevor u
¨berhaupt
eine Zentrierbohrung gesetzt werden kann ist die Fl¨ache vorher wie in Abschnitt 10.7 beschrieben plan zu
drehen !
TODO: Foto von Werkzeug (Bohrer) TODO: Zeichung von Bohrtiefe, wie tief muss ich mit dem
Werkzeug eintauchen)
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F¨
ur die eigentliche Zentrierbohrung gibt es einen speziellen Bohrer, nimm bitte immer den ohne Klebeband,
da die unbenutzen mit Klebeband markiert sind. Falls das Bohrfutter nicht im Reitstock eingespannt ist,
muss zun¨achst das dort montierte Werkzeug entfernt werden. Dazu wird die Kurbel des Reitstockes soweit
zur¨
uck gedreht, bis der Kegel aus dem Reitstock gedr¨
uckt wird. Dies kann etwas (aber nicht allzu viel)
Kraft ben¨otigen. Manchmal hilft es auch ein wenig “Schwung“ zu holen.
In die freie Kegelaufnahme des Reitstockes (sogenannte Reitstockpinole) wird dann das Bohrfutter eingeschoben. Hierzu darf die Aufnahme nicht am hinteren Anschlag sein.
Unbedingt darauf achten, dass hierbei keinerlei Sp¨
ane auf dem Bohrfutterkegel oder in der Reitstockaufnahme sind ! Falls das Bohrfutter oder die mitlaufende K¨
ornerspitze mit einem Span
geklemmt wird ist es sehr wahrscheinlich, dass sich weder das Futter noch die Spitze jemals
wieder demontieren lassen ohne etwas ernsthaft zu besch¨
adigen !
Vorgehen:
• Zentrierbohrer einspannen.
• Reitstock bis an Material heran fahren und festklemmen
• richtige Drehzahl (DrehzahltabelleTODO: ref) einstellen
¨ und hin und wieder R¨
• mit KSS oder Ol
uckzug, falls n¨otig bohren. Dabei gilt wie bei allen Bohrungen:
Mit guter Handkraft bohren !
• Falls die Bohrung f¨
ur einen Bohrer ist reicht eine flache Ansenkung (es soll nur die Bohrerspitze
zentriert werden !)
• Falls die Bohrung f¨
ur die mitlaufende K¨ornerspitze ist, bohren, bis die zweite Stufe in das Material
eindringt
• Aufh¨oren, bevor der gerade Teil, auf den gespannt wird kommt.
• Wenn die n¨
otige Tiefe erreicht ist Reitstockpinole zur¨
uck
• Spindel aus, Klemmung am Reitstock ¨offnen, zur¨
uckfahren, Sp¨ane aus Bohrung entfernen, fertig
10.16 Gegenspannen
Vorgehen:
• zun¨achst Zentriebohrung (10.15) setzen
WICHTIG: eine gute Zentrierbohrung mit sauberen Flanken im wichtigen Winkel ist essentiell, ansonsten u
ornerspitze, da Gleitreibung statt Haftreibung
¨berhitzt die Spitze der K¨
auftritt (die K¨
ornerspitze dreht nicht sauber mit). Im Zweifelsfall nochmal mit dem Zentrierbohrer nachbesseren, falls die Spitze nicht sauber mitl¨
auft
• Sicherstellen, dass alle Sp¨ane aus der Bohrung entfernt sind
• falls nicht die mitlaufende K¨
ornerspitze montiert ist, Bohrfutter o. ¨a. aus Reitstock entfernen
• K¨ornerspitze mit leichtem Druck in die Reitstockpinole einsetzen.
Unbedingt auf Spanfreiheit achten ! siehe10.15
• Klemmung des Reitstock ¨
offnen und K¨ornerspitze bis kurz vor Materialkontakt schieben.
• Klemmung schließen.
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• Reitstockpinole ausfahren bis K¨
ornerspitze am Werkst¨
uck anliegt.
WICHTIG: Auf keine Fall zu fest spannen! Bei der Bearbeitung dehnt sich das Material aus.
Wird mit zu viel Kraft gegengespannt, verbrennen die Lager der K¨
ornerspitze
• Reitstockpinole mit dem Hebel auf der Oberseite arretieren. * TODO: Foto der mitlaufenden
K¨
ornerspitze in Material
• Spindel starten und langsam die Drehzahl erh¨ohen. Wenn die K¨ornerspitze nicht sauber mitl¨auft muss
nochmal sauber zentriert werden.
10.17 R¨
andeln
TODO: Erkl¨
arung ist noch raulich Es ist ein relativ preiswertes R¨andelwerkzeug vorhanden. Das Werkzeug kann in den Schnellspannhalter des Fasenmeißels gespannt werden. Es besteht aus einem einspannbaren
K¨orper mit einem flexiblem, mit zwei R¨andelr¨adern ausgestatteten Kopf.
Die Verwendung ist relativ simpel. Sobald das Werkst¨
uck fertig bearbeitet ist, kann ger¨andelt werden. Dazu
muss es m¨oglichst kurz gespannt werden (R¨andeln ist das kraftintensivste Drehverfahren !)
¨ auf den
Zur Vorbereitung die Lager“ des R¨andelwerkzeuges gut ¨olen. Etwas K¨
uhlschmierstoff oder Ol
”
Lauffl¨achen schadet auch nicht. Nun wird das R¨andelwerkzeug so nahe an das Werkst¨
uck gefahren, dass
der flexible Kopf locker auf das Werkst¨
uck gelegt werden kann. Danach befindet sich das Werkst¨
uck
zwischen den beiden R¨andelrollen.
Nun wird eine mittlere Drehzahl (welche Drehzahl will man wirklich?) eingestellt und Rechtslauf aktiviert.
Das R¨andelwerkzeug kann nun eingesetzt werden. Dazu wird es langsam im Randbereich des gew¨
unschten
R¨andels an das Werkst¨
uck gefahren. Bei schwer spanbaren Materialien empfiehlt es sich zun¨achst nur die
H¨alfte der Rollen zu belasten, um die auftretenden Kr¨afte gering zu halten.
Je nach Material wird nun 1 mm zugestellt TODO: wie viel will man bei dem Werkzeug und der
Spindelleistung ?? Sobald die Rollen anfangen zu schneiden, darf das Werkzeug nicht mehr von der
¨
Oberfl¨ache getrennt werden, um Uberschneidungen
im R¨andel zu vermeiden. Es kann jedoch nach links
und rechts verfahren werden und die Maschine an und aus geschalten. Um einen sauberen R¨andel zu
erzeugen, sollte die R¨andelrolle mit wohl dosiertem Druck gleichm¨aßig u
uhrt werden.
¨ber die Oberfl¨ache gef¨
Um m¨ogliche Sp¨ane w¨ahrend des R¨andelns abzusp¨
ulen empfielt es sich immer wieder mit einem Schwung
KSS die Lauffl¨achen zu sp¨
ulen. Zwischendurch kann die Maschine abgeschalten werden, um zu u
ufen,
¨berpr¨
ob der Anpressdruck ausreicht. F¨
ur das Ergebnis in Grafik 1 wurde im Anschluss an das R¨andeln noch
angefast.
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Abbildung 1: ger¨andeltes St¨
uck Aluminium
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