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Neuerscheinungen
Frühjahr 2015
2
Autorenverzeichnis
Themenverzeichnis
Geschichte ............ 4-5, 7, 9, 11-15, 17-25
Literaturwissenschaft ......................... 41
Nordrhein-Westfälische Akademie der
Wissenschaften und der Künste ........ 41
Pädagogik ....................................... 35-40
Theologie .................... 6, 8, 10, 16, 26-34
Abmeier, K. ...................................... 30
Albanese, G. .................................... 12
Aßmann, A. .................................... 35
Bartoszewski, W. ............................... 5
Bauer, D. .......................................... 33
Baumgart, W. .................................. 20
Böhm, W. ......................................... 37
Breuer, U. ........................................ 41
Brzoska, M. ..................................... 41
Bungert, H. ..................................... 20
Burghardt, D. .................................. 36
Christians, D. .................................. 41
Connelly, J. ........................................ 6
Lichtenberger, A. ............................ 21
Lieb, P. ............................................. 43
Maier, H. ......................................... 43
Marx, R. ........................................... 43
Mayer, P. .......................................... 42
Medrow, L. ....................................... 19
Meier, E. .......................................... 15
Meister, N. ....................................... 42
Müller, L. ......................................... 42
Münzner, D. .................................... 19
Neubach, H. .................................... 16
Nida-Rümelin, J. ............................. 42
Ohly, C. ............................................ 42
UTB .................................................... 42
Backlist ................................................ 43
Dabag, M. .......................................... 9
Dabrowski, M. ................................. 30
Dal Toso, G. ..................................... 30
Derix, S. ........................................... 17
Dillinger, J. ........................................ 7
Domínguez, P. ................................ 27
Dorn, K. ........................................... 42
Dürr, R. ............................................ 31
Eckart, W.U. .................................... 43
Emunds, B. ..................................... 28
Esselborn-Krumbiegel, H. ............. 42
Faber, R. ........................................... 21
Fraschka, M.A. ................................ 14
Gärtner, C. ....................................... 40
Gerok-Reiter, A. .............................. 31
Grabner-Haider, A. ......................... 29
Grieb, C. .......................................... 23
Haasis, L. ......................................... 18
Hannig, N. ...................................... 19
Hartmann, B.J. ................................ 41
Hauser, L. ........................................ 10
Hilpert, K. ................................... 8, 29
Hockerts, H.G. ................................ 28
Höffner, J. ........................................ 28
Hofmann, P. ................................... 31
Hölscher, L. ..................................... 26
Holzem, A. ...................................... 31
Hübner, E. ....................................... 13
Patzold, S. ........................................ 31
Paulus, J. ......................................... 22
Petersdorff, D.v. .............................. 41
Peukert, H. ...................................... 37
Platt, K. .............................................. 9
Prosper Tiro .................................... 25
Radu, R. ........................................... 19
Reitzenstein, J. ................................ 43
Rieske, C. ........................................ 18
Roos, D. ........................................... 43
Roth, G. ........................................... 39
Rothe, H. ......................................... 41
Röwekamp, M. ................................ 22
Sajak, C.P. ....................................... 42
Schäfer, A. ....................................... 38
Schallenberg, P. .............................. 30
Schiefelbein, E. ............................... 37
Schmidt, P. ...................................... 34
Schulte, J.E. ..................................... 43
Schüngel-Straumann, H. ............... 43
Seichter, S. ................................ 36, 37
Siepe, D. .......................................... 11
Spiegel, I. ......................................... 42
Stock, A. .......................................... 43
Stone, J. ........................................... 20
Sunderbrink, B. .............................. 22
Tiedemann, M. ............................... 42
Utz, K. ............................................. 32
Isik, T. .............................................. 34
Voges, S. .......................................... 16
John-Stucke, K. ............................... 11
Kaschnitz-Weinberg, G. Frhr. v. ..... 21
Kersting, F.-W. ................................ 23
Kirsch, W. ........................................ 33
Klösges, J. ........................................ 32
Koch, G. ........................................... 42
Koerrenz, R. .................................... 39
Krech, V. .......................................... 26
Krinninger, D. ................................. 36
Krzoska, M. ..................................... 15
Kümper, H. ..................................... 19
Umschlagbild: Frank Reade. Weekly Magazine No. 34, 19. Juni 1903
Lang, B. ........................................... 29
Lehner, K.M. ................................... 14
Waldenfels, H. ................................ 43
Walter, M. ........................................ 17
Weber, P.-F. ..................................... 18
Wegera, K.-P. ................................... 41
Wegner, B. ....................................... 43
Wiegand, G. .................................... 33
Wiersing, E. ..................................... 40
Witschen, D. .................................... 27
Wolf, J. ............................................. 30
Zaga nczyk-Neufeld,
´
A. ................... 43
Zierer, K. .......................................... 43
Zimmermann, C. ............................ 23
Editorial
3
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde
unseres Verlags,
es ist uns ein Vergnügen, Ihnen mit diesem Halb­jahres­
pro­gramm ein besonders interessantes Spektrum an Neu­
er­schei­nungen bieten zu können. Angesichts des Trubels,
der mittlerweile um mehr oder weniger runde Jahrestage
epochaler Ereignisse veranstaltet wird, bleiben wir unserer
Devise treu, mit ausgewählten Titeln neue Blicke auf diese
Großthemen zu eröffnen, damit nicht »das Bekannte noch
bekannter und das Unbekannte noch unbekannter wird«,
wie ein namhafter Zeithistoriker unlängst pointierte. Dem
70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers ist der
Band »Mein Auschwitz« des Jahrhundertzeugen Władysław
Bartoszewski gewidmet, der eine packende und beein­
drucken­de Schilderung seiner Zeit dort bietet. Nicht weni­ger
kostbar und berührend sind die Berichte der letzten Über­
lebenden des Völkermords an den Armeniern, die Mihran
Dabag und Kristin Platt im Rahmen eines Oral Histo­ry-Pro­
jektes gesammelt haben, um die immer noch beschö­nig­ten
oder totgeschwiegenen Ereignisse vor 100 Jah­ren zu doku­
mentieren.
Über die christliche Judenfeindschaft als möglichen Vor­
läufer des rassistischen Antisemitismus und somit auch des
Holocausts sind schon viele Abhandlungen verfasst worden.
John Connelly analysiert vor diesem Hintergrund in »Juden
– vom Feind zum Bruder« den schmerzhaften Lernprozess
der katholischen Kirche, der zu einer radikalen Neuorientie­
rung auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil führte.
Einen Schwerpunkt dieses Programms bildet der Blick auf
ein Thema von kaum zu überschätzender Bedeutung für die
weltanschauliche Orientierung der Menschen in postmodernen Gesellschaften: Es geht um esoterische und »spirituelle« Sinngebungen, die aus religiösen Versatzstücken und
Elementen der Popkultur kombiniert werden. Linus Hauser
legt zu diesem Themenkomplex den Abschlussband seines
vielgelobten Werks zur »Kritik der neomythischen Vernunft«
vor. Dem wirkmächtigen Feld »neuheidnischer« Religionen
und der rechtsradikalen Esoterik widmen sich Kurt M. Leh­
ners konzise Biographie Friedrich Hielschers sowie Kirsten
John-Stuckes und Daniela Siepes Band über den »Mythos
Wewelsburg« – gilt letztere doch in einschlägigen Kreisen
weltweit als mystischer Kraftort und Ritualstätte der SS.
Wir hoffen, Ihre Neugierde ist geweckt, und wünschen
Ihnen eine spannende Lektüre
Dr. Hans J. Jacobs
Dr. Diethard Sawicki
4
Geschichte
Das persönliche Vermächtnis eines Jahrhundertzeugen:
»Ich habe berichtet, habe Zeugnis abgelegt.
Die letzten von uns gehen heim. Was bleibt, sind unse­re Geschichten.
Ihr tätet gut daran, Schlüsse daraus zu ziehen.«
(Władysław Bartoszewski, Staatssekretär im Polnischen Außenministerium und Polnischer Außenminister a. D.)
Buchpräsentation am 20. Januar 2015 mit Władysław Bartoszewski
und Außenminister a. D. Joschka Fischer sowie Kulturstaatsministerin
Professor Monika Grütters im Clara-Sahlberg-Bildungszentrum
in Berlin-Wannsee
» Ausführliches Interview mit
Władysław Bartoszewski
» Mit Erstübersetzungen
früher Unter­grund­­­bro­schü­ren über Auschwitz,
aus­gewählt und kommen­tiert
von ihm selbst
Abbildungen: Coyright Pánstwowe Muzeum Auschwitz Birkenau
Geschichte
5
70. Jahrestag der Befreiung
des Vernichtungslagers
Auschwitz
Market
ing & P
r
schwer
punkt F esserühjahr
2015
Władysław Bartoszewski
Mein Auschwitz
Władysław Bartoszewski, ehemaliger polnischer Außen­mi­nis­ter, Untergrundkämpfer der Polnischen Heimatarmee und
Häft­ling in Auschwitz, berichtet so offen und detailliert wie nie
zuvor über seine Zeit in der Hölle des Kon­zen­tra­tions­lagers.
Am 22. September 1940 kam mit über 5.000 anderen Häft­lin­
gen auch der achtzehnjährige Władysław Bartoszewski nach
Auschwitz und musste vom Lagerkommandanten hören,
dass »der Kamin der einzige Weg ins Freie« sei. Der mit der
Nummer 4427 gekennzeichnete Sohn eines Bankbeamten
geriet an einen Ort, an dem man, wie er selbst sagt, aufhörte,
»zu erörtern, ob es schrecklich und inhuman ist, geschlagen
zu werden. In unserem Verständnis waren konkrete Dinge
wichtiger: Auf die Fresse oder in die Nieren?«
Im Gespräch mit Piotr M. A. Cywi nski,
´
Direktor des Mu­seums Auschwitz-Birkenau, und dem Journalisten Marek
Zaja¸c erinnert sich der Jahrhundertzeuge Bartoszewski an
die An­fangs­zeit des Lagers, an den unerträglichen Alltag, an
Leidens­genossen und Täter.
Darüber hinaus enthält das Buch Erstübersetzungen von teils
noch im Untergrund publizierten polnischen Broschüren über
Auschwitz aus den 1940er Jahren und eindringliche litera­ri­sche
Schilderungen, die Władysław Bartoszewski per­sön­lich ausge­wählt hat. Sie stützen sich auf den Bericht, den Barto­szew­ski
selbst unmittelbar nach seiner Entlassung aus Auschwitz gab.
Der Autor: Władysław Bartoszewski, geb. 1922, ist
Staats­sekretär im polnischen Außenministerium und
pol­ni­scher Außenminister a.D.
2015. 282 Seiten, 28 Abb., Festeinband
€ 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78119-2
Erstverkaufstag 20. Januar 2015
9 783506 781192
6
Theologie
Radikaler Perspektiven­
wechsel den Juden gegenüber
John Connelly
Juden –
vom Feind zum Bruder
Wie die Katholische Kirche zu einer
neuen Einstellung zu den Juden gelangte
»Gott liebt die Juden«. Erst während des Zweiten Vatikani­
schen Konzils brachte die Kirche es über sich, diese Erklä­
rung in ihre Verlautbarungen aufzunehmen. Zuvor hatte sie
jahr­tau­sen­delang gelehrt, dass das Volk, dem die Kreuzigung
Jesu zur Last gelegt wird, von Gott verflucht sei und bleibe.
In den 1940er Jahren schwieg die Katholische Kirche über­
wiegend, als Juden von den Nationalsozialisten zu Millio­nen
ermordet wurden. Wie kam es dazu, dass eine Insti­tu­tion
mit der Aura der Unfehlbarkeit einen der revolutio­närsten
ideologischen Paradigmenwechsel der Neuzeit un­ter­nahm?
Die Gründe für diesen radikalen Schnitt entspringen den
Jah­ren kurz vor dem Holocaust, aus einem verzweifelten
theo­logischen Kampf, den eine kleine Gruppe katholi­scher
Kon­vertiten bestritt, um ihre neuentdeckte Glau­bens­ge­mein­
schaft vor dem Einfluss der nationalsozia­lis­ti­schen Ideolo­
gien zu schützen. Insbesondere der ehemalige Jude Jo­han­
nes Oesterreicher sowie der einstige Protestant Karl Thie­me
überwanden diesen besonders fraglichen Aspekt der katho­
li­schen Kirchengeschichte, indem sie in jahrelangem Enga­
ge­ment Debatten in akademischen Schriften anstießen, sich
für die Volksbildung einsetzten und ihre Interessen auch
im Vatikan selbst durchzusetzen versuchten. Doch ihr letztendlicher Erfolg war nicht die Folge immer neuer Aufrufe
zu mehr Menschlichkeit, sondern der Neuentdeckung bis
dahin vernachlässigter Teile der Heiligen Schrift.
Der Band beleuchtet das erstaunliche Stillschweigen, wel­ches
die Kirche während des Holocausts bewahrte, und zeigt die
ur­alten Lehren auf – laut derer die Juden erst vom Fluch
Got­tes erlöst würden, wenn sie sich Christus zuwendeten –,
die zu der problematischen Haltung der Christen dem Ju­den­tum gegenüber führte.
Der Autor: John Connelly ist Professor für Geschichte
an der Universität Berkeley, Kalifornien.
2015. ca. 400 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-78090-4
9 783506 780904
Geschichte
7
Wenn es anders
gekommen wäre…
Johannes Dillinger
Uchronie
Ungeschehene Geschichte
von der Antike bis zum Steampunk
Wie wäre die Weltgeschichte verlaufen, wenn Hitler den
Zwei­ten Weltkrieg gewonnen hätte? Wenn die Südstaaten im
ame­ri­kanischen Bürgerkrieg gesiegt hätten? Wenn die Com­
pu­ter­revolution nicht eingesetzt hätte? Johannes Dillin­ger
nennt solche Gedankenspiele »Uchronien« und lässt seine
Leser ein faszinierendes Genre entdecken – in Geschichts­
schreibung und Literatur, Film und Popkultur.
Dieses Buch voller Überraschungen zeigt, dass die Be­schäf­
tigung mit ungeschehener Geschichte nicht nur Aus­gangs­
punkt zahlreicher literarischer Werke bis zu Robert Harris‘
Krimi »Fatherland« war, sondern auch Dreh­
buch­
auto­
ren
und Künstler inspiriert hat. Im »Steam­punk« ist die Idee
einer anders verlaufenen technischen Revolution zur Grund­
lage einer Szene-Ästhetik geworden, die auf die phan­tas­ti­
schen Romane von Jules Verne zurückgeht.
Doch die Uchronie ist nicht nur heiteres Spiel mit Ge­schich­
te – sie kann von Historikern auch dazu genutzt werden,
ihre eigenen Auffassungen über das Verhältnis von Ge­setz­
mäßigkeit und Zufall, Individuum und Gesellschaft, Struk­
tu­ren und Ereignissen zu überprüfen.
So bietet dieser unterhaltsame Parforceritt durch überra­
schen­de, kuriose und manchmal auch erschreckende Szena­
rien vielerlei Anregungen, um sich in die Welt der ungeschehenen Geschichten zu stürzen.
Der Autor: Johannes Dillinger ist Professor für die
Ge­schich­te der Frühen Neuzeit an der Brookes Uni­
ver­si­ty in Oxford. Er ist Verfasser zahlreicher kulturund sozialgeschichtlicher Bücher.
2015. ca. 252 Seiten, 25 teils farbige Abb., kart.
ca. € 26,90/sFr 37,ISBN 978-3-506-77572-6
9 783506 775726
8
Theologie
Weltweite Gültigkeit
Konrad Hilpert
Ethik der Menschenrechte
Zwischen Rhetorik und Verwirklichung
Menschenrechte – auf diesen Begriff stößt man überall, in
den Reden von Politikern ebenso wie in den Kommentaren
der Journalisten und in den Forderungen prominenter Kir­
chen­vertreter. Auf sie beruft man sich, wenn es darum geht,
Zustände und Vorgänge in anderen Ländern zu kritisieren,
aber auch, um Vorschlägen für die Gesetzgebung im eigenen Land mehr Nachdruck zu verleihen. Die politischen
Diskussionen über die Kriege der jüngeren Zeit zeigen,
dass die Berufung auf sie auch ins Spiel kommt, wenn um
die Berechtigung einer Intervention in einem anderen Staat
gerungen wird.
Die häufige Bezugnahme in der politischen Rhetorik hat un­verkennbare Vorteile. Einer besteht darin, dass »Men­schen­
rechte« so gut wie auf der ganzen Welt verstanden wer­den.
Sie scheinen zu dem zu gehören, worin weltweit eine ge­wis­
se Gemeinsamkeit besteht, auch wenn häufig offen bleibt,
ob es sich um eine von der Art handelt, in der tatsächlich die
meisten in den Inhalten übereinstimmen und deren Ver­
bind­lichkeit anerkennen, oder ob sie schlicht einen Vorgriff
auf einen künftigen Konsens darstellt, den man herbeisehnt
und auf den man sich verpflichtet fühlt.
Aber auch die Nachteile müssen gesehen werden. Auffällig
ist, dass sich die Berufung abnutzt, wenn sie für jede Klei­
nig­keit ins Spiel gebracht wird. Sie bleibt nur dann gehalt-
voll, wenn sie sparsam verwendet wird. Insofern sie sich auf
das Grundsätzliche und Wesentliche bezieht, eignet sie sich
nur we­nig für den politischen Alltagsstreit.
In diesem Sinn möchte der Band verstanden werden. Drehund Angelpunkt sind die ethischen Grundlagen, Im­
pli­
kationen und Konfliktpunkte des komplexen Gebildes, das
man heute weltweit als Menschenrechte bezeichnet. Es geht
weder um eine historische, noch um eine juristische Dar­
le­gung, sondern um eine theologisch-ethische, in der dann
natürlich auch historische und juristische Aspekte berück­
sich­tigt werden.
Der Autor: Prof. em. Dr. Konrad Hilpert hatte zwischen 1990 und 2001 eine Professur für Praktische
Theologie und Sozialethik an der Universität des Saar­
landes in Saarbrücken inne. Von 2001 bis 2013 lehrte
er Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen
Fakul­tät der LMU München.
2015. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78214-4
9 783506 782144
Geschichte
9
»Wie soll ich trauern, wenn
aus fünf Familien niemand
am Leben geblieben ist?«
Mihran Dabag | Kristin Platt (Hg.)
Verlust und Vermächtnis
Überlebende des Genozids an den Armeniern
erinnern sich
100 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern (1915/16)
kommen in diesem Buch Überlebende zu Wort. Sie berichten
von den Deportationen, von Todesmärschen, Hunger, un­vor­
stellbarer Gewalt und bitteren Verlusten. In ihren bio­gra­
phischen Rückblicken suchen sie eine Einordnung für eine
Erfahrung, die keine Worte kennt.
Die Lebensberichte wurden über einen längeren Zeitraum
im Rahmen eines Oral History-Projekts aufgezeichnet und
werden jetzt, nach dem Tod der Gesprächspartner, zum
ersten Mal als Buch publiziert.
Sie bezeugen den Verlust von Kindheit und Familie, von
Hoff­nungen und Zukunft. Doch gewähren sie auch einen
Ein­blick in die Schwierigkeiten, einen Alltag zurückzuge­
win­nen und ein Leben als Flüchtling zu bewältigen.
Bestimmt werden die lebensgeschichtlichen Erzählungen
dieser letzten Zeitzeugen vom »Gehen und Gehen« während der Deportation, das über von Leichen gesäumte Wege
führte, das Hunger war und brutalste Gewalt.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. Mihran Dabag, Direktor
des Instituts für Diaspora- und
Genozidforschung (Ruhr-Uni­
ver­
sität Bochum), forscht und
lehrt über Formen staatlicher
Ver­folgung und Gewalt. Ver­öf­
fent­lichungen u.a. zum Geno­zid
an den Armeniern und zu den
Kontroversen um die Erin­
ne­
rung an die arme­ni­schen Erfah­
rungen im Ers­ten Weltkrieg.
Dr. Kristin Platt, Sozial­psy­cholo­gin, wissenschaftli­che
Mit­arbei­terin am Institut für Dias­pora- und Geno­zid­for­schung, forscht über Extrem­trau­ma­ti­sie­rungen und
individuelle Ver­sprach­lich­ungen von Trau­ma und Ge­walt.
2015. ca. 250 Seiten, 20 Abb., 1 Karte,
Franz. Broschur
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78148-2
9 783506 781482
10
Theologie
Religionsförmige Neomythen
prägen unser Weltbild
Linus Hauser
Kritik der
neomythischen Vernunft
Band 3: Die Fiktionen der science
auf dem Wege in das 21. Jahrhundert
Auch in den Chefetagen der Wissenschaft finden neomy­thi­
sche Allmachtsfantasien statt. Nobelpreisträger träumen von
einer – vom kosmischen Geist durchdrungenen – Quan­ten­
sphäre und Begründer der Raumfahrt stellen Über­legungen
an, die die Gedanken Erich von Dänikens vorwegnehmen.
Prominente Vertreter der Wissenschaftselite haben eine Viel­zahl von vermeintlich wissenschaftlich begründeten Welt­an­
schau­ungen aufgestellt.
Ausgehend von Neomythen innerhalb der Wissenschaftselite
wird dargestellt, wie eine in populären Sach­büchern beginnende Rezeption von wissenschaftsförmigen Neomythen in
der Öffentlichkeit stattfindet. Seit dem letzten Drittel des
20. Jahr­hun­derts beginnt sich eine neue, zukunftsträchtige
Form der szien­tis­tischen Eso­te­rik herauszubilden, die eugenische und totalitäre Fan­ta­sien beinhaltet.
Dieser Band beschließt die Kritik der neomythischen Vernunft
mit dem Aufweis, auf welchem dünnen Eis eine Vernunft
der modernen Wissenschaft steht, die sich von erkenntnistheoretischen Reflexionen löst und dabei religionsförmigen
Projektionen erliegt. Damit erweisen sich die populären Neo­mythen des Alltags, die in den ersten beiden Bänden dar­ge­
stellt wurden, keinesfalls als Randphänomene, denen man
mit Schmun­zeln begegnen darf.
Band 1 und 2:
Menschen als Götter der Erde
1800-1945
2., korr. und überarb. Aufl. 2005. 513 Seiten, Festeinband
€ 111,- | Subskriptionspreis: € 101,- | ISBN 978-3-506-77602-0 | Band 1
Neomythen der beruhigten Endlichkeit
Die Zeit ab 1945
2009. 783 Seiten, Festeinband
€ 138,- | Subskriptionspreis: € 117,- | ISBN 978-3-506-75670-1 | Band 2
Der Autor: Prof. Dr. phil. lic. theol. habil. Linus Hau­
ser lehrte von 1992 bis 1996 Dogmatik und Reli­gions­
pädagogik an der Katholischen Fach­hoch­schule für
Sozialwesen und Religionspädagogik in Freiburg i. Br.
Seit 1996 ist er Professor für Systematische Theo­lo­gie
an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
2015. ca. 600 Seiten, Festeinband
ca. € 118,-/sFr 148,Subskriptionspreis ca. € 108,-/sFr 135,ISBN 978-3-506-78197-0
= Kritik der neomythischen Vernunft, Band 3
Die Subskriptionsfrist endet mit Erscheinen von Bd. 3. 9 783506 781970
Geschichte
11
Die Wewelsburg: zwischen
Esoterik und rechter Ideologie
Kirsten John-Stucke | Daniela Siepe (Hg.)
Mythos Wewelsburg
Fakten und Legenden
Seit Kriegsende ranken sich Verschwörungstheorien und
ver­klärende Legenden um die Wewelsburg in der Nähe von
Paderborn. Dieses Buch klärt auf über Hintergründe, In­halte
und Verbreitungswege des Wewelsburg-Mythos.
Im »Dritten Reich« sollte das westfälische Schloss eine zen­
trale Versammlungsstätte für höhere SS-Führer werden.
Ge­rüch­te über okkulte Riten der SS an diesem Ort haben
Deutsch­lands einzigartige Dreiecksburg in den vergangenen Jahr­zehnten zu einem Wallfahrtsort der rechten Szene
ge­macht. Esoteriker sehen in der Anlage einen besonderen
»Kraft­
ort«. Die »Schwarze Sonne«, abgeleitet von einem
Son­nen­rad-Ornament im Nordturm, ist zum weltweit populären Heils- und Erkennungszeichen der Rechtsextremen ge­worden. Im Mythos um die Wundertechnologie der »Reichs­
flugscheiben«, im Neuheidentum, in der Black Metal-Szene
wels­
burg
und sogar in Superhelden-Comics sind die We­
und die »Schwarze Sonne« Bestandteile einer be­denk­li­chen
Sparte der Popkultur geworden.
In dem reichhaltig illustrierten Band werden erstmals umfassend Entstehungsgeschichte, Spielarten und Wirkungen
des Mythengeflechtes um die Wewelsburg rekonstruiert,
das sich parallel zum Aufbau der heute dort beheimate­ten
Erinnerungs- und Gedenkstätte für die Opfer der SS-Ver­
brechen entwickelt hat.
Die Herausgeberinnen:
Kirsten John-Stucke ist His­
to­
rikerin und Leiterin des Kreis­
museums
We­wels­burg.
Daniela Siepe ist Historikerin und Germanistin. Sie war an der der Neu­kon­
zeption der zeithistorischen Dauerausstellung im Kreismuseum Wewels­
burg beteiligt.
2015. ca. 340 Seiten,
durchgängig vierfarbige Abb., Festeinband
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78094-2
9 783506 780942
12
Geschichte
Das Vorbild für Hitlers
Putschversuch 1923
Giulia Albanese
Mussolinis
Marsch auf Rom
Die Kapitulation des liberalen Staates
vor dem Faschismus
Dauerregen, kaum Proviant, zu wenig Zelte und zu wenig
Waf­fen. Die nördlich der Hauptstadt zum »Marsch auf Rom«
zusammengezogenen faschistischen Einheiten sind müde,
durchnässt und ausgehungert, als am Nachmittag des 29.
Oktober 1922 die Nachricht durchsickert, dass Benito Musso­
lini zum Regierungschef ernannt wurde.
Der Einzug Mussolinis in Rom fällt jedoch nicht mit der
Er­obe­rung der Stadt durch die »Schwarzhemden« zusammen. Im Gegenteil: Mehr als jede andere Stadt Italiens fährt
Rom in jenen Tagen fort, die Faschisten zurückzudrängen,
was zu schweren Zusammenstößen führt. Giulia Albaneses
Dar­stellung des Staatsstreiches analysiert erstmals die Rolle
der Gewalt dabei. Die Autorin erklärt auch, weshalb die
poli­tische Führungsschicht nicht sofort die Tragweite der
Er­eig­nisse verstand und wie es zur Kapitulation des liberalen
Staa­tes kommen konnte.
Ein Buch, das neue Perspektiven auf jenes Ereignis vor
über 90 Jahren eröffnet, das für Hitler zum Vorbild seines
Münchener Putschversuches von 1923 werden sollte.
Die Autorin: Giulia Albanese ist Historikerin an der Universität Padua. Sie
hat umfangreich zur Ge­schich­te des Faschismus publiziert, u.a. eine biografische Studie über den Faschistenführer Pietro Marsich.
2015. ca. 320 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78142-0
9 783506 781420
Geschichte
13
Anatomie eines
NS-Vorzeigeprojektes
Emanuel Hübner
Das Olympische Dorf
von 1936
Planung, Bau und Nutzungsgeschichte
Das Olympische Dorf von 1936 ist eines der außergewöhnlichsten Baudenkmäler aus der Zeit des »Dritten Reichs«.
Es beherbergte im Sommer 1936 nicht nur propagandawirk­
sam Sportler aus fünf Erdteilen, sondern sollte durch die
Beteiligung von über 100 Kommunen als reichsweite Ge­mein­schaftsaktion erscheinen.
Nach Plänen des Architekten Werner March entstand so
zwischen 1934 und 1936 auf einer Fläche von 55 Hektar eine
einzigartige Anlage mit über 150 Gebäuden. Architektur,
land­schaftsgärtnerische Gestaltung und Schmuckelemente
an den Bauten waren einem einheitlichen Konzept ver­pflich­
tet, durch das sich das Regime als freundlich, offen und
modern präsentieren wollte.
In mehrjähriger, akribischer Arbeit hat Emanuel Hübner
Planungs-, Bau- und Nutzungsgeschichte des Olympischen
Dorfs in Text und Bild dokumentiert – bis hin zum Abzug
der sowjetischen Armee als letztem Nutzer und dem heutigen Zustand der Gebäude.
Der umfangreiche, mit zahlreichen, großenteils unbekann­
ten Fotografien illustrierte Band im Sonderformat eröffnet
neue Einblicke nicht nur in die Geschichte der Olym­pia­de
von 1936, sondern auch in die Architektur- und Pro­pa­gan­da­
geschichte des NS-Staates.
Der Autor: Dr. Emanuel Hübner ist promovierter Sport­wissenschaftler, Denkmalpfleger und Historiker. Er
forscht und lehrt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Sportwissenschaft der Universität
Mün­ster.
2015. ca. 688 Seiten, 250 teils farbige Abb.,
Festeinband, Großformat
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-77988-5
9 783506 779885
14
Geschichte
Mark A. Fraschka
Kurt M. Lehner
Franz Pfeffer von Salomon
Friedrich Hielscher
Hitlers Oberster SA-Führer: eine radikale Karriere
Nationalrevolutionär, Widerständler, Heidenpriester
Fast vier Jahre lang war Franz Pfeffer von Salomon einer der
engsten Mitarbeiter Adolf Hitlers. Wer war dieser Mann, der
schon 1919 als Freikorpsführer reichsweit von sich reden
machte und 1926 nach nur einem Jahr der persönlichen
Bekanntschaft mit Hitler zu dessen Oberstem SA-Führer
aufstieg?
Friedrich Hielscher (1902-1990) ist eine der widersprüchlichsten Gestalten der deutschen Geistesgeschichte des 20.
Jahrhunderts: Freikorpskämpfer und Agitator, Schriftsteller
und Mystiker, Gegner der Nationalsozialisten, Gründer ei­ner
heidnischen Kirche, Freund und Gesprächspartner von Theo­dor Heuß, Ernst Jünger, Alfred Kantorowicz und Mar­
tin
Buber.
Was führte den Führer des »Westfälischen Freikorps von
Pfeffer« ab 1923 zu Hitler und den Nationalsozialisten? Wel­
chen Einfluss und welche Wirkung hatte er bis zu seinem
Par­tei­ausschluss im Jahre 1941 auf die Entwicklung von SA
und NSDAP? Und was waren die Gründe dafür, dass er es,
trotz aller Verdienste um SA und NSDAP, nach seinem Rück­
tritt als Oberster SA-Führer nicht vermochte, im national­
sozia­listischen Deutschland zu einem politischen Faktor zu
werden? Welche Pläne und Überzeugungen bewegten ihn
nach dem Krieg bis zu seinem Tod im Jahr 1968? Dieses
Buch bringt erstmals Licht in eine Biographie, die sich fast
per­ma­nent im »toten Winkel« der deutschen Geschichte des
20. Jahr­hunderts bewegte.
Der Autor: Mark. A. Fraschka promovierte nach dem Studium der Politi­schen
Wissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der­zeit ar­bei­tet er im politischen Berlin und lebt in Baden-Württemberg.
2015. ca. 400 Seiten, 15 Abb., Festeinband
ca. € 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-78096-6
9 783506 780966
Hielscher zählte in der Weimarer Republik zu den führen­den
nationalrevolutionären Publizisten und ent­wickelte ein mys­ti­sches, nicht völkisch-rassisti­sches Ver­ständ­nis von Deutsch­tum.
Als Kritiker des Natio­nal­so­zia­lis­mus versuchte er ei­ne Wider­
standsgruppe aufzubauen. In den 1960er Jah­ren zu­nächst als
magischer Guru des Drit­ten Reichs verklärt, verschwand Hiel­
scher aus dem öffentlichen Be­wusst­sein und widmete sich
seiner weit­gehend geheimen »Un­ab­hän­gi­gen Frei­kir­che«,
deren Glau­bens­inhalte auf die germani­sche My­tho­lo­gie Be­zug nah­men. Mit seiner Kapitalismus-Kri­tik und Fort­schritts­skepsis steht Hielscher auch im Zusam­men­hang mit Ur­sprün­gen der Alter­na­tiv­be­we­gung. Der Band ent­hält einen Bildteil
mit teils noch nie publizierten Fotografien Hiel­schers.
Der Autor: Dr. Kurt M. Lehner ist Politik- und Religionswissenschaftler. Er
lehrt Sozialwissenschaften an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in
Berlin und ist publizistisch tätig.
2015. ca. 200 Seiten, 20 Abb., kart.
ca. € 24,90 /sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78134-5
9 783506 781345
Geschichte
15
Esther Meier
Markus Krzoska
Breschnews Boomtown
Ein Land unterwegs
Alltag und Mobilisierung in der Stadt der LKWs
Kulturgeschichte Polens seit 1945
Der Bau eines der größten LKW-Werke der Welt – samt dazugehöriger Stadt – in Tatarstan war eines der Prestigeobjekte
der Breschnew-Ära. Esther Meier erzählt von diesem gigantischen Vorhaben – und schreibt damit auch eine facettenreiche Geschichte des sowjetischen Alltags in den 1970er
Jahren.
Das Bild von Polen und seiner Geschichte ist für viele Deut­
sche von einer vermeintlichen Fremdheit und Anders­artig­
keit geprägt. Aber sind die polnischen Nachbarn wirklich so
anders?
Die neue Stadt in Nabereschnye Tschelny sollte als Prototyp
der »sozialistischen Stadt« jenseits des Stalinismus gelten.
Der Aufbau wurde ab 1969 mit großem Aufwand betrieben.
Zur Mobilisierung der Bevölkerung wurden die populär­sten
sowjetischen Künstler aufgeboten. Hunderttausende Men­
schen aus allen Teilen der Sowjetunion wanderten zu und
leb­ten unter zunächst abenteuerlichen Bedingungen auf der
Dauerbaustelle. Die lebendige Darstellung der Errichtung
von Fa­brik und Stadt eröffnet neue Blicke auf die Bresch­
new-Ära, auf Arbeits- und Konsumwelten, Migration, Stadt­
ent­wick­lung und Architektur, Eliten und Randgruppen.
Die Autorin: Dr. Esther Meier ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Ost­
euro­päi­sche Geschichte an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Ihre
Stu­die wurde 2012 mit dem Nachwuchspreis der Gesellschaft für Stadt­ge­
schich­te und Urbanisierungsforschung ausgezeichnet.
2015. ca. 350 Seiten, 15 Abb., Festeinband
ca. € 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-78193-2
9 783506 781932
Dieses Buch zeigt erstmals, wie stark Polen in den vergan­
ge­nen 70 Jahren in gesamteuropäische und globale Zu­sam­
men­hänge einbezogen war und was dies für seine Zukunft
be­deutet.
Markus Krzoskas überraschende Entdeckung: Die Kon­se­quen­zen der ideologischen Teilung des Kontinents im Kal­ten Krieg
waren für die polnische Kultur und Gesellschaft geringer
als allgemein vermutet. Viel stärker als in ande­ren Ost­block­
staaten prägten Migration, Mobilität und Ver­flech­tung zwi­
schen Ost und West den Staat zwischen Oder und Bug.
In seiner facettenreichen Schilderung schenkt der Autor dem
»sozialistischen« Alltag besondere Aufmerksamkeit – bis
hin zu Jazz, Beatmusik, Jugendmoden und dem Wodka­kauf.
Ein Buch, das die Perspektive auf unseren wichtigsten östlichen Nachbarn aktualisiert und verändert!
Der Autor: PD Dr. Markus Krzoska war u.a. Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Deutschen Polen-Institut Darmstadt sowie an den Universitäten Trier
und Gießen. Seit Februar 2014 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im
DFG-Projekt »Der Białowiez˙a-Nationalpark. Mensch, Tier und Umwelt in
der polnisch-weißrussischen Grenzregion«.
2015. ca. 400 Seiten, 12 Abb., Festeinband
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78085-0
9 783506 780850
16
Theologie
Stefan Voges
Helmut Neubach (Bearb.)
Konzil, Demokratie
und Dialog
Franz Graf von Ballestrem
Der lange Weg zur Würzburger Synode (1965-1971)
Ein Ringen um kirchliche Erneuerung im Geiste von »De­mo­kratie« und »Dialog«.
Den Zeitgenossen galt er als der »beste Präsident«, den der
Deutsche Reichstag während der Kaiserzeit hatte: Franz Graf
von Ballestrem (1834-1910), ein schlesischer Adeliger und
überzeugter Katholik, Zentrumspolitiker, Großgrundbesitzer
und Montanindustrieller.
Ein bislang unerforschtes Kapitel deutscher Kirchenge­schich­
te wird erstmals aufgearbeitet und zugleich als zukunfts­wei­
sen­
des Experiment einer lebendigen Kirche zugänglich
gemacht. Die Aneignung des Zweiten Vatikanischen Konzils
erfolgte in Deutschland durch die Würzburger Synode
von 1965 bis 1971. Für die Beratungen und Beschlüsse
die­ser Kirchenversammlung aller Bistümer waren die Vor­
geschichte und die Vorbereitung von entscheidender Be­deu­
tung.
Die Studie untersucht die Neuaufbrüche und Aus­ein­an­der­
setzungen im deutschen Katholizismus der Nach­kon­zils­zeit.
Über 23 Jahre hielt von Ballestrem bedeutende politische
und gesellschaftliche Ereignisse, aber auch seinen kulturel­
len Lebensstil und familiären Alltag in Tagebüchern fest. Die
Aufzeichnungen zählen zu den »wichtigsten persönli­chen
Quellen der Geschichte des Kaiserreichs«.
Die vorzügliche Edition dokumentiert eine repräsentative,
dicht kommentierte Auswahl aus über 6.000 Tagebuch-Sei­
ten. Sie liefert auch wichtige Impulse für eine Sozial- und
Kul­tur­geschichte der Wilhelminischen Epoche.
Tagebücher 1885-1908
Der Autor: Dr. theol. Stefan Voges ist Pastoralreferent des Bistums Münster.
Der Bearbeiter: Dr. phil. Helmut Neubach ist Historiker und Verfasser zahlreicher Bücher zur Geschichte Schlesiens.
2015. ca. 380 Seiten,
Festeinband mit Schutzumschlag
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-78212-0
= Veröffentlichungen der Kommission für
Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Band 132
2015. ca. 1.000 Seiten,
Festeinband mit Schutzumschlag
ca. € 128,-/sFr 163,ISBN 978-3-506-78127-7
= Veröffentlichungen der Kommission für
Zeitgeschichte, Reihe A: Quellen, Band 60
9 783506 782120
9 783506 781277
Geschichte
Marco Walter
Simone Derix
Nützliche Feindschaft?
Die Thyssens
Existenzbedingungen demokratischer Imperien –
Rom und USA
Mit einem Vorwort von Herfried Münkler
Familie und Vermögen
Wie demokratische Imperien von der Bedrohung durch
ei­nen äußeren Feind profitieren können
Demokratische Imperien stehen vor einem besonderen
Sta­bi­litätsproblem: Sie müssen den imperialen Herr­schafts­
raum sichern, ohne dadurch die eigenen demokratischen
Insti­tu­tionen zu gefährden.
Das antike Römische Reich ist an dieser Aufgabe spektakulär
gescheitert, und in den USA befürchten derzeit viele, dasselbe Schicksal zu erleiden. Diese Sorge ist nicht unbegründet,
denn heute wie damals droht die innere Machtbalance durch
imperiale Akteure aus dem Gleichgewicht zu geraten. Gerne
wird in solchen Situationen die einigende Wirkung eines
äuße­ren Feindes beschworen. Ob jedoch der Zu­sammenhalt
tatsächlich gestärkt wird oder vielmehr das Gegenteil eintritt, hängt von spezifischen benennbaren Umständen ab.
Der Autor: Dr. Marco Walter ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 644
»Transformationen der Antike« der Humboldt Universität zu Berlin.
2015. ca. 256 Seiten, kart.
ca. € 32,90 /sFr 43,60
ISBN 978-3-506-78092-8
9 783506 780928
17
Immenses Vermögen, transnationale Mobilität, ein globa­les
Familiennetzwerk und erbitterte Konflikte sind die Kenn­zei­
chen der Familie Thyssen im 20. Jahrhundert.
Ihr Vermögen bietet den zentralen Schlüssel für das Leben
der Thyssens seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
Es ermöglichte extravagante Lebensweisen in Europa, den
USA und Südamerika. Es stand im Zentrum heftiger Kon­
flik­te innerhalb der Familie; ihm galt in Kriegs- und Krisen­
zeiten aber auch die gemeinsame Sorge. Um es zu erhalten
und zu mehren, entwickelten die Thyssens Strategien, ihr
Vermögen international möglichst unsichtbar zu streuen.
Sie nahmen dabei Praktiken vorweg, die in manchem dem
glo­balen Finanzkapitalismus der Gegenwart nahe kamen.
Erst­mals nimmt die Studie das ganze Spektrum der Be­tei­
lig­ten im Zusammenspiel von Familie und Vermögen in den
Blick – von den männlichen und weiblichen Thyssens über
ihre Hausangestellten bis hin zu ihren zahlreichen Rechtsund Finanzberatern.
Die Autorin: Simone Derix ist Privatdozentin für Neuere und Neueste
Ge­schichte an der Universität München.
2015. ca. 576 Seiten, 20 Abb., 5 Grafiken,
Festeinband
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-77974-8
= Familie – Unternehmen – Öffentlichkeit:
Thyssen im 20. Jahrhundert, Band 4
9 783506 779748
18
Geschichte
Pierre-Frédéric Weber
Lucas Haasis | Constantin Rieske (Hg.)
Timor Teutonorum
Historische Praxeologie
Angst vor Deutschland seit 1945:
eine europäische Emotion im Wandel
Dimensionen vergangenen Handelns
Die Angst vor Deutschland und den Deutschen war und ist
eine der am tiefsten sitzenden kollektiven Emo­tio­nen in den
Gesellschaften Europas. Sie prägt die Wahr­
neh­
mung der
Deutschen durch andere Europäer und spielt eine Schlüs­sel­
rolle bei internationalen politischen Ent­schei­dun­gen. Aber
wie kann man eine Gefühlskultur wissenschaftlich fassen?
Pierre-Frédéric Weber schreibt eine Zeitgeschichte der sich
wandelnden europäischen Gefühlskulturen in Bezug auf
die Deutschen. Seine Methoden gewinnt er aus einer um
kul­tur­wissenschaftliche Ansätze bereicherten Soziologie der
Emo­tio­nen. Er fragt nach Konstruktion, Dauerhaftigkeit, Ab­bau, Reaktivierung und politischer Instrumentalisierung des
va­
lenten Timor Teutonorum. Denn die Ängste der
ambi­
An­de­ren kön­nen wiederum in Deutschland Angst stiften. Ein
be­mer­kens­werter Beitrag zum jungen Forschungsgebiet der
Geschichte der Emotionen!
Historische Praxeologie richtet ihren Blick auf vergangenen
Alltag. Ihr Interesse gilt dem historischen Menschen in sei­
nem alltäglichen Tun und Sprechen, das sie in Praktiken
ver­ortet. Der Band stellt den historisch-praxeologischen For­
schungs­ansatz programmatisch als neuen Zugriff auf die
Kul­tur­geschichte vergangenen Handelns vor.
Praktiken sind erkennbare Muster im vergangenen Alltag. Sie
zeichnen sich durch Routinen und Dynamiken, zeitgenös­si­
sche Logik und Bedeutungszuschreibungen sowie das Mit­
wir­ken von Dingen aus. Als Zusammenhänge menschlichen
Han­delns sind sie bis heute lesbar. Der historisch-praxeolo­
gi­sche Ansatz versteht sich als eine Weiterführung von All­
tags- und Mikrogeschichte sowie Selbstzeugnisforschung.
Mit Beiträgen von M. Böth, J. Breittruck, J. Esch, A. Mariss,
J. Cáceres Mardones, T. Neu, A. Raapke, B. Reicherdt und
D. Sittler sowie einem runden Tisch mit N. Buschmann,
D. Freist, M. Füssel, F. Hillebrandt und A. Landwehr.
Der Autor: Dr. Pierre-Frédéric Weber lehrt als Visiting Professor an der Uni­
ver­sität zu Szczecin (Polen). Die Herausgeber:
Lucas Haasis M.A ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
die Geschichte der Frühen Neuzeit der Carl von Ossietzky Universität
Oldenburg und Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs »Selbst-Bildungen«.
Constantin Rieske M.A. ist Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs »SelbstBildungen« an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
2015. ca. 304 Seiten, Festeinband
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78101-7
2015. ca. 180 Seiten, 5 Abb., kart.
ca. € 16,90/sFr 23,90
ISBN 978-3-506-78121-5
9 783506 781017
9 783506 781215
Geschichte
19
Nicolai Hannig | Hiram Kümper (Hg.)
Lisa Medrow | Daniel Münzner | Robert Radu (Hg.)
Abenteuer
Kampf um Wissen
Zur Geschichte eines paradoxen Bedürfnisses
Spionage, Geheimhaltung und
Öffentlichkeit 1870-1940
Unsere Gesellschaft will immer sicherer werden, sich schützen und möglichst alle Gefahren verbannen. Und dennoch:
Immer wieder geben wir freiwillig unsere Sicherheiten auf,
suchen gezielt nach Abenteuern. Ein paradoxes Bedürfnis?
Das Buch deckt auf, wie Menschen immer wieder ihre einmal erlangten Sicherheiten preisgaben und preisgeben, um
Abenteuer zu suchen. Aber was genau suchten sie eigentlich? Was fanden sie? Diesen Fragen gehen zehn Kapitel
über Abenteuer und Abenteurer von den Kreuzzügen bis ins
20. Jahrhundert nach. Es zeigt sich: Das Abenteuer ist auf
vielerlei Weise ein Ort der Sinnproduktion – nicht nur für
den, der auszieht, es zu suchen, sondern auch für diejenigen, zu denen er es zurückträgt.
Die Herausgeber:
Nicolai Hannig ist Akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für Neueste Ge­schichte und Zeitgeschichte an der LMU München.
Hiram Kümper ist Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der
frühen Neuzeit an der Universität Mannheim.
Mit der Einrichtung staatlicher Geheimdienste um 1900 wird
die Beschaffung, Auswertung und Anwendung sensiblen
Wissens auf eine neue organisatorische Grundlage gestellt.
»Spionage« als eine spezifische Form der Wissensakquise
avanciert dabei zu einer ebenso subtilen wie gefürchteten
Technik.
Mit dieser Professionalisierung geheimdienstlicher Tätigkeit
kontrastiert gleichzeitig eine andere Entwicklung: der Auf­
stieg der Massenmedien zur »Vierten Gewalt«. Im Akt der Ent­
hül­lung und im Wettkampf um »Scoops« werden die Me­dien
zu unberechenbaren Gegenspielern der Geheim­diens­te.
Der Band beleuchtet dieses Wechselverhältnis jenseits einer
Institutionengeschichte von Geheimdiensten. Es geht um
In­for­mationsbeschaffung an den Grenzen der Imperien, um
Geheimnisverrat und Spionageabwehr, aber auch um den
nage-Mythos in der Populärkultur. Im Zei­
chen von
Spio­
»Welt­politik« und Weltkrieg wird geheimdienstli­ches Wis­sen
zur umkämpften Ressource.
Die Herausgeber:
Dr. Daniel Münzner ist Historiker und Lehrbeauftragter an der Universität
Rostock.
Lisa Medrow und Robert Radu sind Promotionsstipendiaten am Department
»Wissen – Kultur – Transformation« der Universität Rostock.
2015. ca. 224 Seiten, 10 Abb., kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78088-1
9 783506 780881
2015. ca. 208 Seiten, kart.
ca. € 26,90/sFr 37,ISBN 978-3-506-78144-4
9 783506 781444
20
Geschichte
James Stone | Winfried Baumgart (Hg.)
Heike Bungert
Heinrich VII. Prinz Reuß
Botschafter unter Bismarck
und Caprivi
Festkultur und Gedächtnis
Briefwechsel 1871-1894
Der Briefwechsel des Prinzen Heinrich VII. Reuß, einem
der Starbotschafter der Bismarckzeit und der frühen wilhelminischen Epoche, bietet einen intimen Einblick in die deutsche Außenpolitik nach der Reichsgründung 1871 bis 1894.
Reuß war einer der prominentesten deutschen Botschafter
seiner Zeit. Der größte Teil des in Schlesien lagernden Nach­
lasses wurde von den polnischen Behörden gerettet und
neu geordnet. In deutschen Archiven haben sich zusätzlich
Pri­vat­briefe des Prinzen gefunden. Sie werden nun in einer
wis­
sen­
schaftlichen Edition vorgelegt. Die Korrespondenz
gibt auf­schlussreiche Einblicke in die deutsche Außenpolitik
von 1871 bis 1894 aus der Warte des Prinzen, der in dieser
Zeit das Deutsche Reich in Petersburg, Konstantinopel und
Wien vertrat.
Die Herausgeber:
Dr. James Stone hat die erste englischsprachige Monographie zur »Kriegin-Sicht«-Krise sowie zahlreiche Aufsätze zur Politik der Bismarckzeit ver­
fasst.
Winfried Baumgart ist Professor em. für Neuere und Neueste Geschichte
an der Universität Mainz.
2015. ca. 600 Seiten, Festeinband
ca. € 74,-/sFr 95,30
ISBN 978-3-506-77931-1
9 783506 779311
Die Festkultur deutscher Einwanderer in den USA
Deutsche Migranten in den USA feierten viel und gern. In
verschiedenen Festen bildeten sie eine deutsch­ameri­ka­ni­
sche Ethnizität und ein eigenständiges ethnisches Ge­dächt­
nis aus.
Mit diesem Buch wird nicht nur die bislang vollständigste
Übersicht über die großen deutschamerikanischen Feste vor­
gelegt – von Sänger-, Turn-, Schützen-, Volks- und Ar­bei­ter­festen über Schillerfeiern bis zu regionalen Jubiläen und
»Deut­schen Tagen«. Heike Bungert zeigt auch, wie sich das
Ge­dächtnis der Migrantinnen und Migranten im Laufe der
Zeit wandelte, wie sie mit der Auffächerung ihrer Interessen
um­gin­gen. Zudem werden der Einfluss von Konflikten wie
dem amerikanischen Bürgerkrieg und dem Deutsch-Fran­zö­
si­schen Krieg, aber auch des wachsenden US-Patrio­tis­mus
und der Wilheminischen »Weltpolitik« unter­sucht. Schließ­
lich verdeutlicht das Buch, wie sich aus verschie­de­nen ethni­
schen »Spezialgedächtnissen« mit der Zeit ein ethni­sches
Ge­samtgedächtnis bildete.
Die Autorin: Heike Bungert ist Professorin für Nordamerikanische Ge­schich­te an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
2015. ca. 652 Seiten, Festeinband
ca. € 54,-/sFr 69,50
ISBN 978-3-506-78185-7
= Studien zur Historischen Migrationsforschung,
Band 32
9 783506 781857
Geschichte
Guido Freiherr von Kaschnitz-Weinberg
Richard Faber | Achim Lichtenberger (Hg.)
The Mediterranean
Foundations of Ancient Art
Ein pluriverses Universum
Übersetzt und herausgegeben von John R. Clarke
Kaschnitz-Weinbergs Essay von 1944, einer der Grund­lagen­
texte der Strukturforschung, befasst sich mit der Religion
und Architektur der Megalithkultur, um zu erklären, warum
Griechen und Römer ganz unterschiedliche Konzeptionen
von Form und Raum in Architektur und Bildhauerei reali­
sier­ten.
Kaschnitz setzt die griechische Konzeption mit prähistorischen Kulturen in Beziehung, die Ahnen und Gottheiten in
phallischen, aufrechten Monumenten verehrten. Er entdeckt
die Vorgeschichte der römischen Konzeption in der Höhle,
umhüllenden Räumen, die den Uterus der Mutter Erde evozierten. Dem Originaltext der englischen Erstübersetzung
sind eine Einführung des Herausgebers, rekonstruierte An­merkungen und eine umfassende Bibliographie beigege­ben.
Der Herausgeber: John R. Clarke ist Professor für Kunstgeschichte an der
University of Texas at Austin, Texas.
2015. ca. 128 Seiten, 64 Abb., Festeinband
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-77919-9
= Mittelmeerstudien
Gemeinschaftstitel mit dem Wilhelm Fink Verlag
9 783506 779199
21
Zivilisationen und Religionen
im antiken Mittelmeerraum
Der antike Mittelmeerraum war unzweifelhaft ein pluri­ver­
ses Universum. Der vermeintlich einheitliche Raum wurde
ge­prägt von unterschiedlichen Einheiten, die in intensi­vem
Austausch miteinander standen, und so wurde das Mit­tel­
meer zur Wiege zahlreicher Religionen.
Wer »Mittelmeerraum« sagt, bringt Fernand Braudels For­
schungen ins Spiel und legt eine Analogie zu seinem Grund­
konzept für die antike Welt nahe. Von einer longue durée
wird auch in diesem Sammelband ausgegangen, in dem
die bleibende Bedeutung der antiken und vorantiken Hoch­
kul­tu­ren für die Religionen des Mittelmeerraums dargelegt
wird. Dabei wird keine umfassende Religionsgeschichte des
anti­ken Mittelmeerraums vorgelegt, sondern entsprechend
der dy­na­mischen Komplexität des Raumes werden Ak­zen­
tuie­
run­
gen mediterraner Religionsgeschichte des Mit­
tel­
meerraums vorgenommen.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. Richard Faber lehrt Soziologie an der Freien Universität Berlin.
Prof. Dr. Achim Lichtenberger lehrt Klassische Archäologie an der RuhrUni­versität Bochum.
2015. ca. 400 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-78198-7
= Mittelmeerstudien
Gemeinschaftstitel mit dem Wilhelm Fink Verlag
9 783506 781963
22
Geschichte
Bärbel Sunderbrink
Julia Paulus | Marion Röwekamp (Hg.)
Revolutionäre Neuordnung
auf Zeit
Eine Soldatenheimschwester
an der Ostfront
Gelebte Verfassungskultur im Königreich Westphalen:
Das Beispiel Minden-Ravensberg 1807-1813
Briefwechsel von Annette Schücking mit ihrer Familie
(1941-1943)
Mit dem Königreich Westphalen (1807-1813) wurde erstmals
in Deutschland ein moderner Verfassungsstaat aufgebaut.
Trotz seiner kurzen Existenz leistete er einen bedeutenden
Beitrag zu den Reformprozessen um 1800.
Feldpostbriefe bieten aufschlussreiche Einblicke in den All­
tag des Krieges und das subjektive Erleben. Bislang kaum
er­
forscht wurde die Feldpost der zahlreichen weiblichen
Hel­fer der Wehrmacht oder des Deutschen Roten Kreuzes.
Bärbel Sunderbrink stellt die Erfahrungswelt der Bevöl­ke­
rung im Königreich Westphalen in den Mittelpunkt ihrer
Dar­stel­lung. Am Beispiel Minden-Ravensbergs untersucht
sie die Handlungen und Reaktionen der Bewohner angesichts der revolutionären Neuordnung.
Die Integration einer jungen, aufgeklärten Verwaltungselite
in die westphälische Bürokratie, die Inszenierung der neuen
Staats­
ordnung, die Einführung politischer Mitwir­
kungs­
mög­lich­keiten und gesellschaftlicher Reformprojekte führ­
ten zu­nächst zu vorsichtiger Akzeptanz der neuen Ver­hält­
nis­se. Die­se schlug jedoch in Ablehnung um, als die Herr­
schafts­ansprüche Napoleons gegenüber der Reform­politik
Ober­hand gewannen.
Die Edition der Briefe und Tagebücher von Annette Schück­
ing, die von 1941 bis 1943 als DRK-Schwesternhelferin in
der Ukraine und im Kaukasus tätig war, sowie der brief­li­chen
Korrespondenz ihrer Familie, die in Westfalen den Kriegs­
alltag an der »Heimatfront« erlebte, trägt zur Schließung
dieser Forschungslücke bei. Annette Schücking berich­te­te
nicht nur über den Alltag in den Soldatenheimen, son­dern
auch über ihre eigenen Erfahrungen – offen und kri­tisch
reflektiert.
Die Herausgeberinnen:
Dr. Julia Paulus ist Wissenschaftliche Referentin am LWL-Institut für west­fälische Regionalgeschichte und Lehrbeauftragte an der Universität Münster.
Dr. Marion Röwekamp ist derzeit Habilitandin und Lehrbeauftragte am
Latein­amerika-Institut der Freien Universität Berlin.
Die Autorin: Dr. Bärbel Sunderbrink ist Leiterin des Stadtarchivs Detmold.
Ihre Studie wurde vom Mindener Geschichtsverein sowie vom Verein für
Geschichte und Altertumskunde Westfalens ausgezeichnet.
2015. ca. 440 Seiten, Festeinband
ca. € 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-78150-5
= Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 75
9 783506 781505
2015. ca. 660 Seiten, Festeinband
ca. € 64,-/sFr 82,40
ISBN 978-3-506-78151-2
= Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 76
9 783506 781512
Geschichte
23
Franz-Werner Kersting | Clemens Zimmermann (Hg.)
Christine Grieb
Stadt-Land-Beziehungen
im 20. Jahrhundert
Schlachtenschilderungen in
Historiographie und Literatur
(1150-1230)
Geschichts- und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Mittlerweile wohnen weltweit erstmals in der Geschichte
mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Gleichzeitig
wird vielfach der »Untergang des Dorfes« diagnostiziert.
Doch sind wir heute tatsächlich am Ende dörflich-ländlicher
Ge­sell­schaften angekommen?
Dominieren mittlerweile ausschließlich hybride Strukturen,
Lebensstile und Identitäten? Hat nicht auch der urbane Blick
auf Land und Dorf als das »Andere« noch Bestand?
Der Band geht diesen Fragen im Kontext einer wechselseiti­
gen Beziehungs- und Erfahrungsgeschichte der Menschen
auf dem Land und in der Stadt nach. Er überwindet die
Schwachstellen bisheriger Zentralitätsforschung, macht mit
bislang kaum beachteten Lebensentwürfen und Bewegungen
von Landbewohnern bekannt und regt zum Dialog zwischen
der mehr aktualitäts- und anwendungsbezogenen (Geo­gra­
phie, Stadt- und Regionalplanung, Soziologie) und der kul­
tur­geschichtlich orientierten Stadt-Land-Forschung an.
Die Herausgeber:
Franz-Werner Kersting ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an
der Universität Münster.
Clemens Zimmermann ist Professor für Kultur- und Mediengeschichte an
der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.
2015. ca. 360 Seiten, Festeinband
ca. € 38,-/sFr 49,40
ISBN 978-3-506-78152-9
= Forschungen zur Regionalgeschichte, Band 77
9 783506 781529
Die Darstellung von Schlachten erfreute sich in Histo­rio­gra­
phie und Literatur des Mittelalters großer Beliebtheit. Die
Stu­die geht der Frage nach den Ähnlichkeiten und Unter­
schie­den in der Behandlung des Themas in beiden Gat­tun­
gen nach.
Historiographische Schlachtenschilderungen dienen der For­schung oftmals als Steinbruch zur Rekonstruktion des mittelalterlichen Krieges. Doch damit wird nur ein As­pekt des
Schreibens über die Schlacht erfasst, denn nicht anders als
die Literatur möchte auch die hochmittelalter­li­che Histo­rio­
graphie unterhalten. Zu diesem Zweck greifen die Chro­nisten
auf erzählende Elemente zurück, die der Aus­schmückung
dienen. Christine Grieb nimmt diesen narra­tiven Aspekt in
den Blick und vergleicht die Dar­stel­lungs­elem­ente in literarischen und historiographischen Schlach­ten­schilderungen.
Die Autorin: Dr. Christine Grieb studierte von Anglistik und Geschichte an
der Universität Regensburg.
2015. ca. 415 Seiten, Festeinband
ca. € 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-78136-9
= Krieg in der Geschichte, Band 87
9 783506 781369
24
Geschichte
Ein Quellenschatz
wird gehoben
»Kleine und fragmentarische
Historiker der Spätantike«
In dem groß angelegten interdisziplinären Forschungs- und
Editionsprojekt Kleine und fragmentarische Historiker der
Spät­antike an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
wer­den die sogenannten kleinen oder nur fragmentarisch
über­
lieferten Werke zur spätantiken Geschichte systematisch erfasst und in zweisprachigen Textausgaben mit einem
aus­führ­lichen philologischen und historischen Kommentar
für die weitere wissenschaftliche Erforschung zugänglich
ge­macht.
Darüber hinaus ermöglicht die deutsche Übersetzung auch
dem Nicht-Spezialisten eine Beschäftigung mit diesen zum
Teil nur schwer zugänglichen und wenig beachteten griechischen und lateinischen Quellentexten – nicht zuletzt
im Studium, wo die Epoche der Spätantike inzwischen
zum festen Bestandteil des Curriculums geworden ist. Die
Edition ist sowohl gedruckt als auch als E-Book erhältlich.
Herausgeber der Reihe sind Prof. Dr. Bruno Bleckmann (Alte
Ge­schichte) und Prof. Dr. Markus Stein (Klassische Phi­lo­lo­gie).
Philostorgios
Kirchengeschichte
Band 1: Einleitung, Text und Übersetzung
Band 2: Kommentar
Herausgegeben von Bruno Bleckmann
und Markus Stein
Die Kirchengeschichte des Philostorgios entfaltet aus dem
Blickwinkel der Eunomianer, einer in den dogmati­
schen
Kämpfen des fünften Jahrhunderts unterlegenen Rich­tung,
ein Panorama der Zeit von 305 bis 425, mit ein­ge­hen­den
Beschreibungen innerkirchlicher Intrigen, mit oft detaillierten Darstellungen ereignisgeschichtlicher Zu­
sam­
men­
hänge, mit geographischen und naturwissenschaftlichen
Ex­kursen.
Die Kirchengeschichte des Philostorgios ist in umfangrei­
chen Exzerpten des Photios und in anderen Textzeugen
er­hal­ten. Für die Neuausgabe wurden die wichtigsten Hand­
schrif­ten neu gesichtet und weiteres Material hinzugezogen. Erst­mals liegt hier eine deutsche Übersetzung dieses
schwie­ri­gen griechischen Textes vor.
Eine Übersicht über die gesamte Edition findet sich unter
www.schoeningh.de
Die Reihe wird zur Subskription angeboten!
2015. 2 Bände, insg. ca. 1.000 Seiten,
Leinen mit Cellophan-Schutzumschlag
ca. € 118,-/sFr 148,Subskriptionspreis ca. € 108,-/sFr 135,ISBN 978-3-506-78199-4
= Kleine und fragmentarische Historiker
der Spätantike
9 783506 781994
Geschichte
25
Consularia
Constantino­politana
Fastenquelle des Sokrates
Alexandrinische Weltchronik
Prosper Tiro
Ediert, übersetzt und kommentiert von Maria Becker,
Bruno Bleckmann und Mehran A. Nickbakht
Ediert, übersetzt und kommentiert von Maria Becker
und Jan-Markus Kötter
Die anonymen Consularia Constantinopolitana bieten neben
einer römischen Konsulliste bis 468 n. Chr. auch knappe No­ti­zen aus der römischen Geschichte. Besonders für die Spät­antike erweist sich diese Chronik als wertvolle Quelle. Die
neue Edition umfasst den Abschnitt vom 3. bis zum 5. Jahr­
hun­dert n. Chr., der wichtige Daten zur Reichs­ge­schich­te
sowie zur Lokalgeschichte der neuen Hauptstadt am Bos­po­
rus liefert.
Als Fortsetzer des Kirchenvaters Hieronymus befasst sich
Prosper Tiro als einer von wenigen zeitgenössischen Autoren
mit der Geschichte des Weströmischen Reichs in der ersten
Hälfte des 5. Jahrhunderts.
Chronik
Laterculus regum
Vandalorum et Alanorum
Der Band enthält ferner die Fragmente der erstmals aus
Sokrates‘ Kirchengeschichte rekonstruierten ‚Kon­stan­ti­no­
po­li­ta­nischen Chronik‘ (Fastenquelle) sowie die Edition und
Übersetzung eines Abschnitts aus der sogenannten Alexan­
dri­ni­schen Weltchronik.
In der Fortsetzung der Chronik des Hieronymus bis ins
Jahr 455 gibt Prosper einen Bericht über seine Zeit, in dem
er einzelne Ereignisse vergleichsweise genau datiert und
eige­ne Wertungen hinzufügt. So wurde er seinerseits zum
Aus­
gangs­
punkt für weitere chronistische Darstellungen,
von denen eine – der sog. Laterculus Regum Vandalorum et
Ala­no­rum – sich ebenfalls im vorliegenden Band findet. Der
Text beider Quellen liegt nun erstmals in deutscher Über­
set­zung vor.
2015. ca. 250 Seiten,
Leinen mit Cellophan-Schutzumschlag
ca. € 49,90/sFr 64,30
Subskriptionspreis ca. € 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-78210-6
= Kleine und fragmentarische Historiker
der Spätantike
2015. ca. 400 Seiten,
Leinen mit Cellophan-Schutzumschlag
ca. € 78,-/sFr 100,Subskriptionspreis ca. € 70,-/sFr 90,10
ISBN 978-3-506-78211-3
= Kleine und fragmentarische Historiker
der Spätantike
9 783506 782106
9 783506 782113
26
Theologie
Religionsgeschichte der
jüngsten Vergangenheit
Lucian Hölscher | Volkhard Krech (Hg.)
Handbuch der Religionsgeschichte im deutsch­
sprachigen Raum
Band 6/1:
20. Jahrhundert – Epochen und Themen
Der Doppelband zum 20. Jahrhundert verfolgt gegenüber
den anderen Bänden der Reihe einen besonderen, seinem
Gegenstand geschuldeten Ansatz: Sozial- und semantikgeschichtliche Aspekte werden in einem wissenssoziologischen Ansatz verbunden, der davon ausgeht, dass sich religiös-soziale Formationen und religiöse Semantiken wechselseitig beeinflussen, ohne doch ineinander aufzugehen.
Daher ist Religion im 20. Jahrhundert mehr denn je ein um­strittener Sachverhalt. Säkularisierung, Individualisierung
und Pluralisierung sind zentrale Stichworte, die die Reli­
gions­geschichte des 20. Jahrhunderts kennzeichnen.
Um diese Entwicklungen nachzuzeichnen, werden im ers­
ten Band zunächst in der Sektion »Epochen« zeitliche As­te, namentlich synchrone Zusammenhänge zwischen
pek­
reli­giö­sen Formationen innerhalb eines Zeitraums behandelt. Die Sektion »Themen« befasst sich schließlich mit den
im 20. Jahrhundert bedeutsamsten Kontexten, die entweder
selbst explizit religiöser Art sind oder in einem signifikanten
Bezug zur Religion stehen.
Der zweite, noch ausstehende Band 6/2 wird »Positionen
und Formationen« zum Thema haben.
Die Herausgeber:
Lucian Hölscher, Prof. em. Dr. phil., war bis 2014 Pro­fes­sor für Neuere
Ge­schich­te und Theorie der Ge­schich­te an der Ruhr-Uni­versität sowie Vor­
stands­mit­glied im Käte Hamburger Kol­leg »Dynamiken der Reli­gions­ge­
schich­te zwischen Asien und Europa«.
Volkhard Krech, Prof. Dr. phil., ist seit 2004 Pro­fes­sor für Reli­gions­wis­
senschaft an der Ruhr-Uni­ver­sität, Sprecher des »Centrums für Reli­gions­
wissen­schaft­liche Studien« sowie Direktor des Käte Hamburger Kol­legs
»Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa«.
2015. ca. 450 Seiten, 60 Abb., Festeinband
ca. € 118,-/sFr 148,Subskriptionspreis: ca. € 108,-/sFr 135,ISBN 978-3-506-72025-2
= Handbuch der Religionsgeschichte
im deutsch­sprachigen Raum, Band 6/1
9 783506 720252
Theologie
27
Patricio Domínguez
Dieter Witschen
Augustins Philosophiebegriff
Ethischer Pluralismus
Fides und Ratio im Hinblick auf die Glücksfrage
Grundarten – Differenzierungen – Umgangsweisen
Aus einer neuen, erfrischenden Perspektive wird die klassi­
sche Glücksfrage behandelt, in der sich mehrere Konstanten
des Denkens Augustins versammeln, in deren Mitte stets
der Mensch und sein »unruhiges Herz« stehen.
Zur Signatur moderner Gesellschaften gehört ihr Plu­ra­lis­
mus. Davon ist der Bereich der Ethik nicht ausgenommen.
Wofür ein moralischer Pluralismus im Einzelnen steht, das
ist allerdings alles andere als eindeutig.
Was versteht Augustin von Hippo unter »Philosophie«?
scheidet er zwischen Philosophie und Theologie?
Unter­
Wenn ja, auf welche Weise? Welche Rolle spielt das Glück
da­bei? Inwiefern ist Augustin in dieser Hinsicht dem Plato­
nis­mus etwas schuldig? Spielt die Philosophie eine konkrete
Rolle im Leben der Menschen?
All diesen Fragen geht die Studie nach, indem sie den Ab­bau und die Umformulierung des Philosophiebegriffes bei
Augustin anhand der Frage nach Glaube und Vernunft in
sei­nen verschiedenen historisch-systematischen Momenten
dar­stellt.
Um der Kontroverse über moralische Vielfalt, die in der
Gegen­wart nicht selten diffus geführt wird, möglichst klare
Kon­tu­ren zu verleihen, empfiehlt es sich, wenigstens drei
Grund­
arten zu unterscheiden: einen deskriptiv-ethischen,
einen normativ-ethischen und einen tugendethischen Plura­
lis­mus.
Innerhalb der jeweiligen Grundart sind, wie in dieser Ab­hand­lung schwerpunktmäßig aufgezeigt wird, etliche Diffe­
ren­zie­run­gen anzubringen. Ohne sich einen Überblick über
zentrale Varianten eines moralischen und ethischen Plura­
lis­mus zu verschaffen, kann der Diskurs nicht sachgerecht
geführt werden. Vorwiegend werden mannigfache Facet­ten
moralischer Diversität eruiert. Einige Hinweise, wie mit
dem Pluralismus verantwortlich umgegangen werden kann,
werden angefügt.
Der Autor: Dr. phil. Patricio Domínguez lehrt zurzeit mittelalterliche Phi­lo­
sophie und Ethik an der Universidad de los Andes von Santiago de Chile.
Der Autor: Dr. theol. Dieter Witschen, von 1976 bis 1986 Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Seminar für Moraltheologie der Universität Münster, ist seit
1986 Mitarbeiter beim Bischöflichen Offizialat Osnabrück.
2015. ca. 280 Seiten, kart.
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78186-4
= Augustinus. Werk und Wirkung, Band 4
9 783506 781864
2015. ca. 140 Seiten, kart.
ca. € 19,90/sFr 27,90
ISBN 978-3-506-78222-9
9 783506 782229
28
Theologie
Joseph Höffner
Bernhard Emunds | Hans Günter Hockerts (Hg.)
Sozial- und
Gesellschaftspolitik
Den Kapitalismus bändigen
Herausgegeben von Ursula Nothelle-Wildfeuer
und Jörg Althammer
Aus Überzeugung für Freiheit und Würde des Menschen!
Seit dem 19. Jahrhundert ist der Ausbau des Systems sozialer
Sicherheit kontinuierlich vorangeschritten. Joseph Höffner
wirbt für ein sozialpolitisches Gesamtkonzept, in dem das
angemessene Verhältnis zwischen Eigenverantwortung und
gesellschaftlicher Unterstützung mit Blick auf das Ge­mein­
wohl in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander steht.
Die in diesem Band vorgelegten Texte dokumentieren die
jeweiligen gesellschaftlichen Diskussionen u.a. zur Ge­sund­
heits- und Familienpolitik, lassen zugleich aber auch für
heu­ti­ge Problemstellungen konstitutive Grundlagen sozial­
politi­schen Agierens deutlich werden.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. theol. Ursula Nothelle-Wildfeuer ist Ordentliche Professorin an
der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Prof. Dr. rer. pol. Jörg W. Althammer lehrt an der Wirtschaftswissenschaft­
lichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
2015. ca. 380 Seiten, kart.
ca. € 49,90/sFr 64,30
Subskriptionspreis ca. € 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-77276-3
= Joseph Höffner, Ausgewählte Schriften, Band 5
9 783506 772763
Oswald von Nell-Breunings
Impulse für die Sozialpolitik
Oswald von Nell-Breuning hat über Jahrzehnte die deutsche
Sozialpolitik kritisch kommentiert und konstruktiv begleitet.
Welche Anregungen kann er den Debatten heute geben?
Als führender Kopf des Sozialkatholizismus entwickelte
Nell-Breuning markante Positionen der Kapitalismuskritik.
Als Autor, Redner und Politikberater gewann er erhebli­chen
Einfluss auf die sozialpolitische Bändigung des west­deut­
schen Kapitalismus. Diese ist heute – in Zeiten des Neo­li­be­
ra­lismus und der Globalisierung – gefährdet. Daher stel­len
die Beiträge dieses Bandes Nell-Breunings Ideen und Vor­
schläge nicht nur im Kontext seiner Zeit vor, sie fragen auch,
ob sich daraus etwas für die Gegenwart lernen lässt.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. rer. pol. Bernhard Emunds ist seit 2006 Professor für Christliche
Ge­sellschaftsethik und Leiter des Oswald-Nell-Breuning-Instituts für Wirt­
schafts- und Gesellschaftsethik.
Prof. Dr. phil. Hans Günter Hockerts ist Mitglied der Kommission für
Sozial- und Wirtschaftsgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wis­
sen­schaften.
2015. ca. 252 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78117-8
9 783506 781178
Theologie
29
Konrad Hilpert (Hg.)
Bernhard Lang | Anton Grabner-Haider
Theologische Ethiker im
Spiegel ihrer Biografie
Was bleibt vom
christlichen Glauben?
Stationen und Kontexte
Glaubenskulturen im 21. Jahrhundert
Ethik wird hier nicht abstrakt, sondern als ge­leb­tes Zeugnis
einer Reihe in unserer Zeit führender Fach­wis­sen­schaftler dargestellt: u.a. Ingeborg Gabriel, Marianne Heim­bach-Steins,
Konrad Hilpert, Antonio Autiero, Adrian Holderegger, Jo­han­
nes Reiter, Eberhard Schockenhoff u.v.a.
Je mehr das Christentum in Gefahr steht, marginalisiert zu
werden, desto mehr drängt sich die Frage auf, welche Be­deu­
tung es im 21. Jahrhundert noch haben kann.
Typisch für die Generation der theologischen Ethiker, die in
diesem Buch schreiben, ist das Studium in der Nach­kon­
zilszeit, die Öffnung theologischer Berufstätigkeit, das Er­le­
ben von Umweltkrise, Mauerfall und europäischer Einigung.
Doch auch der universitäre Kontext und die inhaltlichen
Schwer­punkte der theologischen Ethik haben sich verändert. Was das für die Entwicklung des ethischen Denkens in
Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft bedeutet, wird hier
im Spiegel exemplarischer Biografien für Theologie- und
Phi­lo­sophiestudenten, aber auch für etablierte Fachleute und
sonstige Interessierte eingehend geschildert und analy­siert.
Das Buch beantwortet die im Titel gestellte Frage durch eine
philosophische und soziologische Zeitdiagnose (GrabnerHai­der) sowie einen Überblick über die Bücher, aus denen
sich die heutige christliche Kultur speist – von der Bibel bis
zur modernen Literatur (Lang). In der Zeitdiagnose werden
drei Gestalten des gegenwärtigen Christentums unterschieden: das weltoffene Kulturchristentum, das lernbereite Kir­
chen­chris­tentum und das sich abschottende fundamenta­
lis­
ti­
sche Christentum. Neben ausgewählten Schriften der
Bibel werden 25 Klassiker der Weltliteratur vorgestellt und
interpretiert – von den »Bekenntnissen« des Augustinus
über »Robinson Crusoe« von Defoe bis zu »Der Meister und
Margarita« von Bulgakow.
Der Herausgeber: Prof. em. Dr. theol. Konrad Hilpert hatte zwischen 1990
und 2001 eine Professur für Praktische Theologie und Sozialethik an der
Universität des Saarlandes in Saarbrücken inne. Von 2001 bis 2013 lehrte
er im Bereich Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der
LMU München.
Die Autoren:
Prof. em. Dr. theol., Dr. h.c. Bernhard Lang war Professor für Altes Testa­
ment und Religionswissenschaft an der Universität Paderborn.
Prof. em. Dr. theol. Anton Grabner-Haider war Professor für Philosophie
an der Universität Graz.
2015. ca. 252 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78122-2
2015. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78218-2
9 783506 781222
9 783506 782182
30
Theologie
Martin Dabrowski | Judith Wolf |
Karlies Abmeier (Hg.)
Giampietro Dal Toso | Peter Schallenberg (Hg.)
Migration gerecht gestalten
Fast jeder fünfte Einwohner in Deutschland hat einen Mi­gra­
tions­
hintergrund. Allein diese Tatsache verdeutlicht, dass
Deutsch­land – gewollt oder nicht – faktisch ein Zu­wan­de­
rungs­
land ist. Welche gesellschaftlichen, politischen und
öko­no­mi­schen Konsequenzen ergeben sich hieraus und wie
ist dies sozialethisch zu bewerten?
Thematisiert werden empirische Befunde zu Art und Größe
von Migrationsbewegungen nach Deutschland, der rechtli­che
Status unterschiedlicher Migrantengruppen und damit ver­
bun­de­ne Erwerbs- und Integrationsmöglichkeiten, die Pro­
ble­matik der Migration für die Herkunftsländer sowie Zie­le,
Akteure und politische Handlungsfelder bei der Inte­gra­tion
von Migranten in Deutschland.
Die Reihe »Sozialethik konkret« greift diese vielschichti­ge
Problematik auf und diskutiert Lösungsvorschläge zur Ver­
wirk­lichung von mehr Gerechtigkeit bei der Migration nach
Deutschland. Dabei wird der spezifische, wissenschaftliche
Lösungsbeitrag der christlichen Sozialethik zu dieser gesellschaftlichen, politischen, juristischen und wirtschaftlichen
Ge­stal­tungsaufgabe herausgearbeitet. Im Dialog mit anderen
Wis­sen­schaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der
The­ma­tik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von
Re­form­prozessen und Strukturveränderungen erarbeitet und
offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.
2015. ca. 180 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78196-3
= Sozialethik konkret
9 783506 781963
Iustitia et Caritas
Soziallehre und Diakonie
als kirchlicher Dienst an der Welt
Wie kann das Verhältnis von caritativem Tun und politischer
Anwaltschaft der Kirche bestimmt werden?
Zweifelsohne stellt die Kommunikation zwischen diesen
bei­den Seiten derselben Medaille eine Herausforderung dar.
Be­son­ders die verbandliche Caritas, aber auch die Kirche als
Ganzes muss sich stets in diesem Spannungsfeld be­we­gen.
Zugleich wird bei diesem Thema auch immer die In­ter­
aktion zwischen Individuen und gesellschaftli­chen Insti­tu­
tio­nen angesprochen.
Praxisbeispiele aus verschie­de­nen Ländern Ost- und Mit­
tel­europas illustrieren, dass es länderspezifische Ant­wor­ten
geben muss, wo der Schwerpunkt zu setzen ist. Es wird
deutlich, dass sowohl Wohltätigkeit als auch Politik not­wen­
dig sind, damit die Kirche ihrem Auftrag gerecht wer­den
kann.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. theol. Peter Schallenberg ist seit 2010 Direktor der Katholischen
Sozial­wissenschaftlichen Zentralstelle in Mön­chengladbach und Professor
für Dogmatik an der Universität Paderborn.
Dr. phil. Prälat Giampietro Dal Toso ist seit 1989 Priester aus der Diözese
Bozen-Brixen und seit 1996 im Päpstlichen Rat Cor Unum tätig, wo er seit
Juni 2010 das Amt des Sekretärs inne hat.
2015. ca. 248 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78128-4
= Christliche Sozialethik im Diskurs, Band 7
9 783506 781284
Theologie
Peter Hofmann
Karl May
und sein Evangelium
Theologischer Versuch über Camouflage
und Hermeneutik
31
Renate Dürr | Annette Gerok-Reiter |
Andreas Holzem | Steffen Patzold (Hg.)
Religiöses Wissen im
vormodernen Europa
Schöpfung – Mutterschaft – Passion
Karl May – einer der skandalumwittertsten und meist­ge­
lesenen Schriftsteller des späten 19. und frühen 20. Jahr­
hun­derts. Sein Werk ist durchzogen mit weltan­schaulichreli­giösen Tendenzen. Seine Protagonisten – von Winnetou
über Old Shatterhand bis hin zu Kara Ben Nemsi – kämpfen
für Frie­den und Gerechtigkeit.
Religion und Wissen waren im vormodernen Europa keine
Gegensätze. Sie befruchteten sich vielmehr gegenseitig; und
ihr komplexes Zusammenwirken hat kraftvoll dazu beigetragen, dass sich in Europa jene spezifische Wissensgesellschaft
ausbildete, die im Selbstverständnis der westlichen Moderne
bis heute einen prominenten Platz einnimmt.
»Einer der besten deutschen Erzähler«, aber ein »armer
ver­wirrter Prolet« (Ernst Bloch), vielleicht sogar »der letzte
Groß­mystiker« der Literatur (Arno Schmidt): Karl May, der
Welt­anschauungsliterat mit Botschaft, hat ein vielschichtiges
und vieldeutiges Werk hinterlassen, das sich von Anfang an
in theologischen Kontexten bewegt und daher auch eine
theo­logische Studie verdient.
Seine lebenslange Camouflage verhüllt nicht nur das Schei­
tern in der bürgerlichen Gesellschaft, sondern ermög­licht
neue Selbst- und Weltdeutungen, die ihn als reflektierten
Dichter an der Schwelle zur Moderne ausweisen.
Der Band untersucht, wie im Laufe der Jahrhunderte die
Auseinandersetzung mit drei zentralen Themen der Bibel
neue Wissensbestände und Formen des Wissens hervorgebracht hat.
Die Autorinnen und Autoren gehen aus von den biblischen
Aussagen zur Schöpfung, zur Jungfräulichkeit und Mutter­
schaft Mariens und zur Passion Christi. Und sie beobachten, wie aus der immer wieder neuen Aktualisierung und
Aneignung dieser Aussagen in Tex­ten, in Bildern und in
Ritualen neues Wissen über die Welt entstand – ein Wissen,
das Lebensbereiche auch fern der Religion strukturieren
konnte und schließlich auch den Geltungsanspruch des
Bibeltextes selbst in Frage stellte.
Der Autor: Prof. Dr. theol. Peter Hofmann ist Professor für Fun­da­men­tal­
theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augs­
burg.
2015. ca. 180 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78215-1
9 783506 782151
2015. ca. 480 Seiten, Festeinband
ca. € 59,-/sFr 76,ISBN 978-3-506-78223-6
9 783506 782236
32
Theologie
Konrad Utz
Johannes Klösges
Bewusstsein
Ehenichtigkeitsverfahren
bei psychisch bedingten
Konsensmängeln
Eine philosophische Theorie
Wir alle haben Bewusstsein. Wir wissen, dass wir Bewusstsein
haben. Aber kaum einer weiß, was es ist. Dieses Buch gibt
eine Antwort.
Viele Fragen ranken sich ums Bewusstsein. Wie können
wir Bewusstsein von uns selbst haben? Wie können wir
Be­wusstsein vom Bewusstsein haben? Wie können wir Be­wusst­sein von der Zeit haben? Wie kann Bewusstsein im
Raum verortet sein? Wie kann ein Körper, ein physi­sches
Gebilde in Raum und Zeit, Bewusstsein haben? Die grund­
legende Frage aber ist, was das Bewusstsein an ihm selbst
darstellt: wie es als solches angemessen zu begreifen ist.
Geht man dieser Frage nach, so gelangt man schnell da­rauf,
dass Bewusstsein damit zu tun hat, in Beziehung zu stehen. Aber es ergibt sich, dass das Bewusstsein weder selbst
diese Beziehung sein kann, noch diese Beziehung nicht
sein kann. Die vorliegende Theorie vertritt, dass es eine
züglichkeit gibt, die unterhalb der Schwelle nicht nur
Be­
der Beziehungen, sondern des Seienden überhaupt und der
Begriffe liegt. Allein aus dieser ist das Bewusstsein angemessen zu begreifen – und daraus sind dann die weiteren Fragen
zu beantworten.
Der Sachverständigenbeweis
Die Eheprozessordnung wird im Spannungsfeld zwischen
kanonischem Recht und Psychologie grundlegend diskutiert.
Angesichts der Zunahme der Ehenichtigkeitsverfahren an
deutschen Diözesangerichten mit Streitfragen aus einer der
psychischen Eheunfähigkeiten des »Can. 1095 CIC« kom­
men Fragen an dessen praktischer Anwendung eine hohe
Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung erfolgt – unter
Berücksichtigung entsprechender Grundlagen aus Psy­cho­
logie und Psychiatrie – insbesondere unter Ein­be­ziehung von
Rechtsprechung und Praxis der Rota Romana. Die­se Studie
präsentiert eine wissenschaftliche Ausein­an­der­setzung unter
ständiger Rückbindung an konkrete wie praxis­
relevante
Gesichtspunkte und zeigt, dass der »Gummi­
paragraph«
kein solcher, sondern vielmehr pastorales Instru­ment der
Kirche und wirkliche Chance für die Betrof­fe­nen ist.
Der Autor: DPhil (Oxon.) lic. iur. can. Johannes Klösges ist seit September
2013 als Richter am Erzbischöflichen Offizialat Paderborn tätig.
Der Autor: Prof. Dr. phil. Konrad Utz ist seit 2006 Professor für Philosophie
an der Bundesuniversität von Ceará (UFC) in Fortaleza (Brasilien).
2015. 384 Seiten, kart.
€ 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-78123-9
9 783506 781239
2015. ca. 250 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78095-9
= Kirchen- und Staatskirchenrecht, Band 21
9 783506 780959
Theologie
33
Gunnar Wiegand
Winfried Kirsch
Dorothee Bauer
Die Messen an der
Petersbasilika zu Rom
im 18. Jahrhundert
Die Messen des
Andreas de Silva
(* ca. 1475/80)
Olivier Messiaens
Livre du Saint
Sacrement
Die Entwicklung der Vertonungen des
Ordinarium Missae von 1743 bis 1798
Melodievorlagen – Textvertonung –
Satzstruktur
Mysterium eucharistischer Gegenwart:
Dank – Freude – Herrlichkeit
St. Peter galt in ihrer spirituellen Be­deu­
tung als Haupt- und Musterkirche des
Chris­ten­tums, heutzutage wird sie gar als
be­
deu­
tendste neuzeitliche Kirche Roms
an­ge­sehen.
Ein kaum bekannter Komponist neu be­
leuch­tet!
Olivier Messiaen zählt zu den bedeutendsten
Komponisten des 20. Jahrhunderts. In seiner Musik erlangt der Kosmos des christ­li­chen Glaubens eine einmalige Musik­spra­che.
Das Domkapitel wählte für das Profi­en­sem­
ble der »Cappella Giulia« nur die besten
Be­werber in das Amt des Kapellmeisters,
so­dass die Messen den neuesten musikalischen Geschmack widerspiegelten.
Der Band lädt Musikwissenschaftler und
an­de­re an klassischen Klängen Interessierte
dazu ein, eine neue musikalische Facette
des Vatikans kennenzulernen, denn er prä­
sen­tiert zum ersten Mal die faszinierende
Musik, die zu den Messen in der Basilika
er­
klungen ist, identifiziert sämtliche ver­
ton­te Messordinarien, die zwischen 1743
und 1798 entstanden sind, ordnet sie in
den historischen Kontext ein und charakterisiert sie exemplarisch.
Der Autor: Gunnar Wiegand ist seit 2014 als
Pfar­rer der Evangelisch-Lutherischen Lan­des­kir­
che Sachsens tätig.
Je weniger von einem Künstler der älteren
Zeit biographisch in Erfahrung zu bringen
ist, desto wichtiger ist es, sich mit dessen
überliefertem Werk zu beschäftigen. Im Fal­le von Andreas de Silva sind es seine sechs
großen Messen-Vertonungen, die in dieser
umfangreichen Monographie erstmalig
einer detaillierten Analyse unterzogen werden. Dabei ergibt sich eine neue Sicht kom­
positorischer Verfahrensweisen auf dem Ge­biet der Kirchenmusik des frü­hen 16. Jahr­
hunderts, doch vor allem ist der stilisti­
sche Befund der Musik geeignet, bis­he­ri­ge
Vermutungen bezüglich seiner Bio­gra­phie
zu erhärten – wie seine spani­sche Ab­stam­
mung, sein Aufenthalt in Frank­reich und
sein Wirken in Florenz, Mantua und Rom.
Der Autor: Prof. Dr. Winfried Kirsch war neben
sei­nem Studium der Musikwissenschaft, Deut­
schen Philologie und Kunstgeschichte als Pia­nist
und Chordirigent tätig. Bis zu seiner Pen­
sio­
nie­rung 1996 lehrte er als Professor für Musik­
wissenschaft an der Goethe-Universität Frank­
furt am Main.
Als ein Höhepunkt seines Schaffens gilt
sein letztes Orgelwerk, das Livre du Saint
Sacrement, das als kompositori­sche An­nähe­rung an das Mysterium der Eucha­ris­tie zu
deuten ist. Die vorliegen­de Stu­die leistet erst­
mals eine ausführli­che musi­ka­lische Ana­ly­se dieses Werkes und unter­nimmt ei­ne
theo­logische Inter­pre­ta­tion, die den Ein­fluss
der eucharistischen Hymnen des Thomas
von Aquin, aber auch anderer theo­lo­gi­scher
Quellen berücksichtigt. So werden die in
der Komposition zum Aus­druck kom­men­
de eucharistische Theo­logie und Spi­ri­­tua­lität freigelegt und wichtige Im­pul­se für
die Eucharistietheologie benannt. Messiaen
rückt die in Ver­ges­sen­heit geratene doxo­
logische, kosmische und eschatologi­sche Di­mension der Eucharistie neu ins Zen­trum.
Die Autorin: Dr. phil. Dorothee Bauer. Sie erhielt
für Ihre Dissertation den »Award of excellence«
des österreichischen Bundesministeriums für
Wissenschaft, For­schung und Wirtschaft.
2015. ca. 290 Seiten, 30 Abb., kart.
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78103-1
= Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik, Band 18
2015. ca. 250 Seiten, 40 Abb., 10 Tab., kart.
ca. € 34,90/sFr 45,80
ISBN 978-3-506-78149-9
= Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik, Band 19
2015. ca. 490 Seiten, mit Notenbeispielen, kart.
ca. € 68,-/sFr 87,60
ISBN 978-3-506-78219-9
= Beiträge zur Geschichte der Kirchenmusik, Band 20
9 783506 781031
9 783506 781499
9 783506 782199
34
Theologie
Tuba Isik
Peter Schmidt (Hg.)
Die Bedeutung des
Gesandten Muhammad
für den Islamischen
Religionsunterricht
Nuntius Antonio Albergati
Systematische und historische Reflexionen
in religionspädagogischer Absicht
Der Gesandte Muhammad gilt für Muslime als nach­zu­ah­
men­des Ideal. Auch im Islamischen Religionsunterricht soll
und wird er eine zentrale Rolle spielen.
Es bedarf einer theologischen Reflexion, um Überhöhungs­
tendenzen in traditionsgespeisten Prophetendarstellungen
entgegenzuwirken. Als erste an den methodischen Standards
moderner westlicher Religionspädagogik ausgerichtete, islamisch-theologische Arbeit zeigt dieser Band unter­schiedliche
Diskurse traditioneller Apologetik islamischer Prophetie auf.
In Hinblick auf den Islamischen Religions­unterricht würdigt er vor allem Muhammad in seiner regulativen Funktion
und präsentiert ihn als geerdete Prophetengestalt.
Die Autorin: Dr. phil. Tuba Isik ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissen­schaften der Uni­
ver­sität Pa­der­born.
2015. 302 Seiten, 2 Grafiken, kart.
€ 37,90/sFr 49,30
ISBN 978-3-506-78091-1
= Beiträge zur Komparativen Theologie, Band 18
9 783506 780911
(1617 Januar - 1621 Januar)
Die vorliegende Edition des italienisch-sprachigen Brief­
wech­
sels zwischen dem päpstlichen Staatssekretariat in
Rom und dem Nuntius in Köln umfasst die letzten Jahre der
di­plo­matischen Mission des Bologneser Prälaten Antonio
Albergati, der seit 1610 am Rhein amtierte. Gleichzeitig wird
mit diesem Band die traditionsreiche Reihe der Kölner Nun­
tia­tur­berichte abgeschlossen.
Im wöchentlichen Briefwechsel zwischen Köln und Rom wird
neben den innerkirchlichen Amtsgeschäften des Nuntius in
breitem Umfang die Anfangsphase des Dreißigjährigen
Krieges dokumentiert. Herausragende Ereignisse sind die
Neu­gründung der katholischen Liga unter maßgeblicher Be­tei­li­gung der päpstlichen Diplomatie, die Kaiserwahl Fer­di­
nands II., die gleichzeitige Wahl des Pfälzer Kurfürsten Frie­
drichs V. zum König von Böhmen, die Schlacht am Wei­ßen
Berg bei Prag und die Besetzung der Pfalz durch spa­ni­schen
Truppen unter Spinola.
Die Korrespondenz ist wie die bisherigen Bände der Edi­
tions­reihe durch eine Einleitung, deutschsprachige Regesten
und durch umfangreiche Register erschlossen.
Der Bearbeiter: Dr. phil. Peter Schmidt war von 1997-2001 Wissenschaftlicher
Mitarbeiter am DHI Rom und ist seit 1984 Bibliothekar an der Uni­ver­si­täts­
bibliothek.
2015. ca. 1.150 Seiten, kart.
ca. € 168,-/sFr 210,Subskriptionspreis ca. € 148,-/sFr 185,ISBN 978-3-506-78225-0
= Nuntiaturberichte aus Deutschland, Die Kölner
Nuntiatur Bd. V/3
9 783506 782250
Pädagogik
35
Ohne seine kritische
Pädagogik sind die 68er
nicht denkbar
Alex Aßmann
Klaus Mollenhauer
Vordenker der 68er Begründer der emanzipatorischen Pädagogik
Eine Biografie
Mit einem Nachwort von Michael Winkler
Er gilt als Begründer der emanzipatorischen Pädagogik –
ei­
ner gesellschaftskritischen Orientierung pädagogischer
Theo­rie –, die landläufig in engem Zusammenhang mit der
anti­autoritären Erziehung der 68er gesehen wird. Mol­len­
hau­er, der ähnlich wie z.B. Jürgen Habermas nicht der 68erGeneration angehörte, sondern der Generation der Flakhel­
fer, stammte aus einem reformpädagogischen Elternhaus
und geriet über die Heimkampagne der späten 60er-Jahre in
die Vor­geschichte der RAF-Gründung hinein. Seine Biografie
ist die eines Mannes, der als Junge für das Hitlerregime in
den Krieg musste, der als Universitätsprofessor Impulse für
die bundesdeutschen Liberalisierungsprozesse der 60er- und
70er-Jahre setzte und der als renommierter Theoretiker der
Ästhetik starb.
Es ist zugleich eine Biografie, in der sich drei histori­sche
Epochen Deutschlands überlagern und verdichten. So hat
se Biografie ihren Ausgangspunkt in einer Fami­
lien­
die­
ge­schich­te, die in der Jugendbewegung und Reform­päda­
go­gik der Weimarer Republik fest verankert ist, an die er
selbst in der Nachkriegszeit zunächst wieder anknüpfte.
Sie bezieht die Zeit des Nationalsozialismus mit ein als das
poli­tische Umfeld seiner Kindheit und Jugend. Die Wie­der­
auf­bauphase der 50er-Jahre ist die Zeit seiner wissenschaftlichen Qualifikation und Emanzipation aus dem jugendbewegten Milieu der Nachkriegszeit zugleich.
Ein Schwerpunkt dieser Biografie liegt zudem auf den Pa­ral­
lelverläufen, die sich zwischen der Studentenbewegung, der
Frankfurter Schule und der Bildungsreform der 60er-Jahre
ergeben haben.
Ein ausführliches Nachwort von Michael Winkler rundet das
Buch ab.
Der Autor: Dr. phil. Alex Aßmann ist nach Lehr­auf­
trä­gen an der Evangelischen Fachhochschule in Lud­
wigs­hafen in Allg. Pädagogik und Sozial­phi­lo­sophie
als Sozialpädagoge für das Mann­
heimer Jugendamt,
haupt­beruflich als Do­zent für Erziehungswissenschaft
tätig. Seit April 2013 Professor (Lehrstuhlvertretung)
für Er­ziehungs­wis­sen­schaft mit dem Schwerpunkt
Päda­go­gisches Han­deln und Professionalität an der
Georg-August-Universität in Göttingen.
2015. ca. 380 Seiten, 18 Abb., Festeinband
ca. € 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78105-5
9 783506 781055
Fotograf Torsten Mitsch (Mannheim)
Klaus Mollenhauer war nicht nur einer der bedeutendsten Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, sondern
auch ein wichtiger Impulsgeber der deutschen Stu­den­ten­
bewegung.
36
Pädagogik
Takt als Brücke zwischen
Erzieher und zu Erziehendem
Sabine Seichter | Dominik Krinninger |
Daniel Burghardt (Hg.)
Pädagogischer Takt
Theorie – Empirie – Kultur
Der pädagogische Takt gilt oftmals als ein pädagogisches All­
heilmittel, das die Kluft zwischen erziehungswissenschaft­li­
cher Theorie und pädagogischer Praxis zu schließen imstande ist, das den Forderungen nach Nähe und Distanz des
Er­ziehers gleichermaßen Genüge tut und das schließlich
auch die Grundparadoxie moderner Pädagogik, die »Kulti­
vie­rung bei dem Zwange« lösen kann. Er ist dabei fast aus­
nahmslos aus der Sicht des Pädagogen dis­kutiert worden.
Für die Aktualisierung von Fragestellungen ist die mit die­
sem Begriff artikulierte Er­
fordernis eines selbstreflexiven
Re­gu­lativs pädagogischen Handelns relevant.
Die Kategorie des pädagogischen Takts verknüpft Fragen
nach der Steuerbarkeit und den Grenzen pädagogischen
Han­delns. Sie ist damit sowohl in professionstheoretischer
als auch in pädagogisch-ethischer Hinsicht von unverzichtba­
rer Aktualität für pädagogische Reflexionen.
Aus unterschiedlichen Perspektiven werden deswegen in
den Beiträgen dieses Bandes die theoretische Spannweite,
die Möglichkeiten einer empirischen Erforschung, die Ge­schich­te und die Frage nach der Verletzlichkeit des päda­go­
gi­schen Takts erörtert. In Bezug auf unterschiedliche Hand­
lungs­felder (Kindheit, Familie, Sozialpädagogik, Schule) wer­
den Formen und Probleme eines taktvollen päda­go­gi­schen
Handelns herausgearbeitet.
Im Vergleich mit pädagogischen Arrangements in Japan zeigt
sich, dass taktvolle pädagogische Verhältnisse ganz unter­
schiedlich strukturiert sein können. Zusammen er­schließen
die Texte die Kategorie des pädagogischen Takts sowohl
empirisch fundiert als auch theoretisch differenziert und
höchst anschlussfähig an gegenwärtige Debatten.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. phil. habil. Sabine Seichter ist Professorin für Allgemeine Er­zie­
hungs­wissenschaft an der Uni­ver­sität Salzburg.
Dr. phil. Dominik Krinninger ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut
für Erziehungswissenschaft an der Universität Osnabrück.
Dr. phil. Daniel Burghardt arbeitet als Wis­sen­schaft­li­cher Mitarbeiter am
Lehrstuhl für Allgemeine Päda­go­gik und Pädagogische Anthropologie an
der Universität Köln.
2015. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 26,90/sFr 37,ISBN 978-3-506-78076-8
9 783506 780768
Pädagogik
Winfried Böhm | Ernesto Schiefelbein |
Sabine Seichter
Projekt Erziehung
Ein Lehr- und Lernbuch
4. korrigierte und aktualisierte Auflage 2015
Angesichts einer ungewissen Zukunft und einem nicht mehr
vorgegebenen, sondern vom einzelnen selbst zu bestimmenden Lebenssinn wird eine Erziehung immer fragwürdiger, die den Menschen in erster Linie für Zwecke abrichten
und auf Funktionen vorbereiten will. Daher erscheint es
dringend notwendig, das Projekt Erziehung von der Idee
der mündigen Person her neu zu entwerfen. Statt die europäische Tradition von Antike, Christentum und Aufklärung
preiszugeben, wird diese im Hinblick auf aktuelle Probleme
und Herausforderungen der Zukunft projiziert.
Zehn der wichtigsten Grundfragen der Erziehung werden
in diesem grundlegenden Band aufbereitet, der sich als
Aufforderung zu eigenem kritischen Nachdenken versteht.
Das inzwischen weltweit erprobte Lehr- und Lernbuch wur­de
für ein breites deutschsprachiges Publikum überarbeitet und
neugefasst. Es wendet sich an alle an Erziehung In­te­res­sier­
ten und eignet sich gleichermaßen für die erziehungswis­
sen­schaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge, für das
Lehr­amts­studium sowie als Lernbuch für das individuelle
Selbst­studium.
4. korrigierte und aktualisierte Auflage 2015.
200 Seiten, 40 Abb., kart.
€ 22,90/sFr 31,80
ISBN 978-3-506-78183-3
9 783506 781833
37
Helmut Peukert
Bildung in gesellschaftlicher
Transformation
Herausgegeben von Norbert Mette und Ottmar John
Angesichts krisenhafter Entwicklungen im globalen Aus­
maß nimmt Helmut Peukert eine Neubestimmung des Bil­dungs­begriffs vor, die sich von der Sorge um eine lebenswer­
te Zukunft für alle Menschen leiten lässt.
Jede nachwachsende Generation steht vor der Frage, ob die
be­stehende Lebensform für sie zukunftsfähig ist. Diese Fra­ge
hat sich aufgrund der Auflösung bisheriger Deutungs- und
Orien­tie­rungsmuster infolge der sich ständig beschleuni­
gen­den Modernisierung zugespitzt. Daher bedarf es dringlich der intergenerationellen Suche nach neuen Weisen des
Zu­sam­men­lebens und eines nachhaltigen Umgangs mit der
Mitwelt. Nicht zuletzt Erziehung und Bildung stehen vor der
Herausforderung, zu einem dafür notwendigen Bewusst­
seins­wandel beizutragen. Als grundlegende Leit­orientie­rung
dafür kristallisiert sich eine »Ethik inter­sub­jektiver Krea­ti­vi­
tät im Horizont universaler Solidarität« heraus.
Der Autor: Prof. em. Dr. theol. Helmut Peukert promovierte bei Johann
Bap­tist Metz und Karl Rahner mit einer Arbeit über »Wissenschaftstheorie
– Hand­lungstheorie – Fundamentale Theologie. Analysen zu Ansatz und
Sta­tus theologischer Theoriebildung«. 1986 wurde er auf den Lehrstuhl für
Systematische Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg berufen,
den er bis 1999 innehatte.
2015. 364 Seiten, Festeinband
€ 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-78106-2
9 783506 781062
38
Pädagogik
Alfred Schäfer
Alfred Schäfer
1968 Die Aura des Widerstands
Schulische Leistungsdiskurse
Die Protestbewegungen der 1960er Jahre kritisierten ein
um­fas­sen­des, alles durchdringendes autoritäres und repressives Sys­tem: Dieses System bewirke eine Entfremdung der
Indi­vi­duen von ihren Bedürfnissen und Interessen, wel­che
den Widerstand gegen soziale Herrschaft und kapitalis­ti­sche
Ausbeutung nahezu unmöglich mache. Eine solche An­nah­
me macht jedoch den Standpunkt des Kritikers selbst prekär.
Es ist nicht auszuschließen, dass er selbst noch den von ihm
kritisierten Bedingungen unterliegt. Dieses Problem der Be­gründbarkeit einer gesellschaftskritischen Position scheint
gerade für die deutsche Protestbewegung zentral geworden zu
sein: Im Mittelpunkt ihrer Diskussionen stand die Frage nach
dem Zusammenhang von notwendiger Selbstveränderung
und sozialer oder politischer Veränderung.
Die Auseinandersetzung lässt die Kontroversen der »68er«
auch aus einer bildungsanalytischen Perspektive interessant
werden, da sich in ihnen der problematische Zusammenhang
von Prozessen der Selbst- und Weltveränderung entfal­tet.
Zwischen Gerechtigkeitsversprechen
und pharmazeutischem Hirndoping
Sollten Gedächtnis und Aufmerksamkeit steigernde Psy­cho­
pharmaka auch für gesunde Lernende zugelassen werden?
Die bioethische Diskussion um die Nutzung von leistungssteigernden Psychopharmaka für Gesunde wirft viele Fragen
auf. Diese Fragen kreisen nicht nur um die gesundheitlichen
Risiken, sondern – ähnlich wie im Hochleistungssport –
auch um (pädagogische) Grenzen individueller Förderung
oder sozialer Gerechtigkeitsvorstellungen. Eine Zulassung
derartiger Medikamente und ihrer Einnahme durch Schüler
unter den Bedingungen der Leistungskonkurrenz fordert
wohl das pädagogische Selbstverständnis wie auch die
so­
tions­
logik der Schule zumindest heraus. Inwieweit
Funk­
sind gedopte Schüler noch für ihre Leistungen verantwortlich? Ist es gerecht, die Leistungen solcher Schüler mit den
Leis­tun­gen anderer Schüler zu vergleichen, die solche Mittel
nicht ein­genommen haben?
Der Autor: Prof. Dr. phil. Alfred Schäfer leitet den Arbeitsbereich Syste­ma­ti­sche Erziehungswissenschaften am Institut für Pädagogik der Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg.
2015. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78217-5
9 783506 782175
2015. ca. 200 Seiten, kart.
ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78216-8
9 783506 782168
Pädagogik
Gerhard Roth (Hg.)
Ralf Koerrenz (Hg.)
Zukunft des Lernens
Globale Bildung auf Reisen
Neurobiologie und Neue Medien
Das Bildungsjahr an der Hermann-Lietz-Schule
Schloss Bieberstein
Theorie und Praxistipps rund um das mediengestützte Ler­
nen
Ausgewiesene Experten und Expertinnen berichten über ak­tuel­le Entwicklungen und neue Konzepte des Lernens und
des schulischen Unterrichts. Neben der Vermittlung von Er­kennt­nissen aus der Neurobiologie zum erfolgreichen Leh­
ren und Lernen liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich des
mediengestützten Lernens. Wie sieht das Lernen der Zu­kunft
aus? Wie können neue Medien das Lernen unterstüt­zen?
Ändert sich die Art und Weise, wie wir lernen? Diese und
viele weitere Fragen von Lehrern und Lehrerinnen, Päda­go­
gen und Pädagoginnen, aber auch Eltern und allen ande­ren
Interessierten werden in diesem Buch beantwortet. Der
Le­ser erhält neben theoretischem Grundlagenwissen aber
auch praktische Ratschläge für das Lernen in Schule und
All­tag.
Der Herausgeber: Prof. Dr. phil. Dr. rer. nat. Gerhard Roth ist Neurobiologe
und lehrt seit 1976 Verhaltensphysiologie am Institut für Hirnforschung an
der Universität Bremen.
39
Lernen jenseits des üblichen schulischen Alltags – das Bil­
dungs­jahr an der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein
eröff­
net Jugendlichen die Möglichkeit, sich im globalen
Horizont zu »bilden«: durch Reisen in ferne Länder, Begeg­
nun­gen mit Verschiedenheit und ökologischem Engagement.
Damit gehört dieses Konzept zu den interessantesten re­form­pädagogischen Projekten der Gegenwart. Ein Jahr lang
widmen sich Schüler jenseits der üblichen schulischen Spiel­
regeln von Leistungsmessung und Leistungsvergleich dem
Prozess der »Bildung« im ursprünglichen Sinne – als Re­fle­
xion und Verarbeitung ihrer Weltwahrnehmung und als An­näherung an individuelle Verantwortung und Mün­dig­keit.
Mit dieser Konzeption globaler Bildung werden Motive kritisch weiterentwickelt, die der Schulgründer Hermann Lietz
vor über 100 Jahren in seinem Programm sozialer Erziehung
formuliert hatte. Der Band eröffnet in unterschiedlichen
Zugängen einen kleinen Einblick in diese spannende Praxis
und deren theoretische Grundlagen.
Der Herausgeber: Prof. Dr. phil. Dr. theol. Ralf Koerrenz ist seit 1997 Pro­
fes­sor für Historische Pädagogik und Erziehungsforschung am Institut für
Bil­dung und Kultur (IBK) der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
2015. ca. 184 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-77985-4
9 783506 779854
2015. ca. 180 Seiten, kart.
ca. € 22,90/sFr 31,80
ISBN 978-3-506-78084-3
= Kultur und Bildung, Band 9
9 783506 780843
40
Pädagogik
Erhard Wiersing
Claudia Gärtner
Theorie der Bildung
Religionsunterricht –
ein Auslaufmodell?
Eine humanwissenschaftliche Grundlegung
Dieses voluminöse Werk ist Abhandlung, Lehrbuch und
Nachschlagewerk in einem!
Begründungen und Grundlagen
religiöser Bildung in der Schule
Vertretern unterschiedlicher Forschungsgebiete, vor allem
aber denen der Pädagogik, liegt hier der im heutigen Wis­sen­
schaftsraum erstmals unternommene Versuch vor, das Phä­
no­men »Menschenbildung« nicht allein erziehungswissen­
schaftlich, sondern umfassend humanwissenschaftlich zu be­
gründen. Unter Berücksichtigung der naturge­schicht­lichen,
historisch-kulturellen wie historisch-gesellschaftlichen Be­din­gungen wird auf eine grundsätzliche Vergewisserung des
Verständnisses von Menschenbildung hingearbeitet, um letzt­endlich auch eine neue Sichtweise auf das Phänomen Bil­
dung zu ermöglichen. Praxis wird nur insoweit thematisiert,
als sie Gegenstand der Theorie ist und damit ihrer Auf­klä­
rung dient. Unter Bildung wird dabei jener alles umfas­sen­de
Wirkungs- und Handlungszusammenhang verstanden, in
nes
dem das menschliche Individuum vom Anbeginn sei­
Lebens bis zu seinem Tode geformt wird und sich selbst
formt.
Der Religionsunterricht gerät in Schule und Öffentlichkeit
immer stärker unter Legitimationsdruck. Religiöse Bildung
muss auch in Zukunft notwendiger Bestandteil öffentlicher
Bildung bleiben.
Inwiefern ist er in Zeiten religiöser Pluralität für die He­ran­wachsenden noch relevant? Wie müssen religiöse Bil­dungs­
prozesse ge­stal­tet sein, damit sie auf die Fragen und Be­dürf­
nis­se der Heran­wach­sen­den eingehen, ohne Reli­gion auf
»Lebens­hilfe« hin zu funktionalisieren? Wenn der be­kennt­
nis­orien­tierte Unter­richt weiterhin ordentliches Schulfach
sein soll, dann ist die Frage nach dessen Unersetzlichkeit zu
stel­len. Studierenden als auch Lehr­kräf­ten wird gezeigt, dass
und wie er notwendiger Bestand­teil öffentlicher Bildung in
einer postsäkularen Gesell­schaft sein muss. Auf dieser Grund­lage werden didaktische Hand­
lungs­
prin­
zi­
pien (neu) aus­
ge­rich­tet und zugleich innovativ in die Religions­päda­go­gik
ein­geführt.
Der Autor: Prof. em. Dr. phil. Erhard Wiersing lehrte von 1967 bis 1978 in
Hannover und Hameln. 1978 bis 2005 war er als Professor für Allgemeine
Pädagogik an der Hochschule für Musik in Detmold tätig.
Die Autorin: Prof. Dr. phil. Claudia Gärtner lehrt seit 2011 am Institut für
Katholische Theologie an der TU Dortmund.
2015. ca. 1.200 Seiten, Festeinband
ca. € 128,-/sFr 160,ISBN 978-3-506-76653-3
2015. ca. 232 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-78098-0
= Religionspädagogik in pluraler Gesellschaft,
Band 19
9 783506 766533
9 783506 780980
Literaturwissenschaft | Akademie
41
Nordrhein-Westfälische
Akademie der Wissenschaften und der Künste
Vorträge Geisteswissenschaften
G 442 | Matthias Brzoska
»... eine Oper aus dem Kopf ...«.
Giacomo Meyerbeers Grand Opéra »Le Prophète« (1849)
Dramatische Konzeption und edierte Werkgestalt
2014. 32 Seiten, 13. Abb., kart. | € 10,90/sFr 15,80
ISBN 978-3-506-77760-7
G 444 | Bernd J. Hartmann
Inklusive Verwaltung
Der vorübergehende Seitenwechsel
aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst
2014. 76 Seiten, kart. | € 22,90/sFr 31,80
ISBN 978-3-7705-77997-7
Dirk von Petersdorff | Ulrich Breuer (Hg.)
Jenaer Romantikertreffen
im November 1799
Ein romantischer Streitfall
Warum kam es auf dem wichtigsten Treffen der frühromantischen Akteure zu einer Kontroverse, die innerhalb der
Gruppe nicht überwunden werden konnte?
Das Treffen der frühromantischen Gruppe, das im November
1799 in Jena stattfand, wird in allen Literaturgeschichten
genannt und gilt als wichtiges Ereignis in der Entwicklung
der Romantik. Aber die Dynamik dieses Treffens, die aus
dem Streit um Novalis Rede »Die Christenheit oder Euro­pa«
und um Schellings Gegenschrift »Epikurisch Glau­bens­be­
kennt­nis Heinz Widerporstens« hervorging, ist bisher noch
nicht analysiert worden.
Im vorliegenden Band nimmt jeder Beitrag einen der beteilig­
ten Autoren bzw. Autorinnen und dessen Erfahrungen auf
dem Treffen in den Blick.
G 445 | Klaus-Peter Wegera
Interrogatio Sancti Anselmi
de Passione Domini, deutsch
Überlieferung – Edition – Perspektiven der Auswertung
2014. 55 Seiten , 2 Graf., 4 Tab., 6 Kart., kart. | € 16,90/sFr 23,90
ISBN 978-3-506-78081-2
Patristica Slavica
Bd. 22/1 | Dagmar Christians, Hans Rothe (Hg.)
Gottesdienstmenäum für den Monat April
auf der Grundlage der Handschrift Sin. 165
des Staatlichen Histo­rischen Museums Moskau (GIM).
Historisch-kritische Edition
Teil 3: 20. bis 30. April
1. Teilband: Akoluthien für den 20. bis 24. April
besorgt und kommentiert von Dagmar Christians,
Tinatin Chronz und Hans Rothe
2014. LIII + 513 Seiten, engl. Broschur | € 79,-/sFr 102,ISBN 978-3-506-78124-6
Bd. 22/2 | Dagmar Christians, Hans Rothe (Hg.)
Gottesdienstmenäum für den Monat April
Die Herausgeber:
Prof. Dr. phil. Dirk von Petersdorff ist Professor für Neu­ere Deutsche Lite­
ra­tur an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Prof. Dr. phil. Ulrich Breuer ist seit 2006 Ordentlicher Universitätsprofessor
für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Uni­
versität Mainz.
auf der Grundlage der Handschrift Sin. 165
des Staatlichen Historischen Museums Moskau (GIM).
Historisch-kritische Edition
Teil 3: 20. bis 30. April
2. Teilband: Akoluthien für den 25. bis 30. April
besorgt und kommentiert von Dagmar Christians,
Hans Rothe und Vittorio S. Tomelleri
2015. ca. 160 Seiten, kart.
ca. € 29,90/sFr 40,Subskriptionspreis ca. € 24,90/sFr 34,60
ISBN 978-3-506-78108-6
= Athenäum, Sonderheft
2014. XXVIII + 488 Seiten, engl. Broschur | € 69,-/sFr 88,80
ISBN 978-3-506-78125-3
9 783506 781086
42
UTB
Neue Reihe:
Stark fürs Studium
Diese Bücher machen stark fürs Studium!
Studierende aller Fachrichtungen finden
darin Hilfe und Rat bei häufig auftretenden
Problemen.
Alle Bände erscheinen im Taschenbuch-For­mat, umfassen 160-200 Seiten und kos­ten
9,99 €. Die Titel werden durch einheit­li­che
Textelemente wie Kapiteleinstieg/Über­sicht,
Übungen, Tipps, Zusammen­fas­sun­gen oder
Checklisten strukturiert.
Philipp Mayer
Klaus Dorn
300 Tipps fürs wissenschaftliche Schreiben
Basiswissen Bibel:
Das Alte Testament
2015. ca. 116 Seiten, kart.
ca. € 9,99/sFr 14,50
ISBN 978-3-8252-4311-1 | UTB 4311
2015. ca. 304 Seiten, 25 Abb., kart.
ca. € 22,99/sFr 31,90
ISBN 978-3-8252-4317-3 | UTB 4317
Wenn sich das Schreiben der Haus- oder
Masterarbeit in die Länge zieht, helfen
die Tipps von Philipp Mayer sofort. Sogar
er­
fahrene Schreiber können noch etwas
ler­nen, um bessere wissenschaftliche Texte
in kürzerer Zeit zu schreiben.
Günther Koch
Ob Genesis, Jesaja oder Psalmen – dieses
Buch vermittelt alle wichtigen Infor­
ma­
tio­
nen zu den Büchern des Alten Testa­
ments, zu ihrem Aufbau und Inhalt, ihrer
Entstehung und den geschichtlichen Hin­
ter­gründen. Es schafft damit die Grundlage
für das Ver­
ste­
hen der alttestamentlichen
Schrif­ten.
Studieren mit Köpfchen
Ludger Müller | Christoph Ohly
clever lernen, entspannt planen,
leichter punkten
Kirchenrecht
2015. ca. 200 Seiten, 5 Grafiken, 10 Abb., kart.
ca. € 12,99/sFr 18,70
ISBN 978-3-8252-4316-6 | UTB 4316
2015. ca. 260 Seiten, kart.
ca. € 22,99/sFr 31,90
ISBN 978-3-8252-4307-4 | UTB 4307
Günter Koch erklärt, wie Studierende opti­
mal von Vorlesungen profitieren, ihre Noti­
zen clever organisieren und wie sie mithil­
fe von Lese- und Erinnerungstechniken für
ihre Hausarbeiten und Klausuren Best­no­
ten bekommen.
Ludger Müller und Christoph Ohly er­schlie­
ßen kompakt die Grundlagen, Be­grif­fe und
Quellen des Kirchenrechts. Ta­
bel­
len und
Über­sichten erleichtern das Ver­ständ­nis. Stu­die­rende erhalten neben wich­ti­gen Grund­
lagen für ihr Studium auch Hilfe­stel­lung
bei der Prüfungs­vor­be­rei­tung.
Julian Nida-Rümelin | Irina Spiegel |
Markus Tiedemann (Hg.)
Clauß Peter Sajak (Hg.)
Nina Meister
Die mündliche
Prüfung meistern
Ein Ratgeber aus der Praxis
2015. ca. 160 Seiten, 20 Grafiken, kart.
ca. € 9,99/sFr 14,50
ISBN 978-3-8252-4313-5 | UTB 4313
Reihe: Stark fürs Studium
Nina Meister erklärt, wie Sie sich ideal auf
mündliche Prüfungen vorbereiten, warum
stumpfes Auswendiglernen nicht sinnvoll
ist und wie Sie die Prüfung souverän mitgestalten.
Helga Esselborn-Krumbiegel
Tipps und Tricks
bei Schreibblockaden
2015. ca. 180 Seiten, 6 Grafiken, kart.
ca. € 9,99/sFr 14,50
ISBN 978-3-8252-4318-0 | UTB 4318
Reihe: Stark fürs Studium
Die besten Strategien gegen Schreib­blocka­
den finden sich in diesem Buch. Damit
gelingt es, ins Schreiben zu kommen,
da­bei zu bleiben und alle Texte mit einem
guten Gefühl abzuschließen.
Handbuch
Philosophie und Ethik
Band 1: Didaktik und Methodik
2015. ca. 300 Seiten, Festeinband
ca. € 29,99/sFr 40,10
ISBN 978-3-8252-8617-0 | UTB 8617
Band 2: Disziplinen und Themen
2015. ca. 300 Seiten, Festeinband
ca. € 29,99/sFr 40,10
ISBN 978-3-8252-8618-7 | UTB 8618
Beide Bände werden zusammen im Kombipack für ca.
€ 49,99/sFr 64,40 angeboten.
In zwei Bänden erhalten Studierende und
Lehrer im Fach »Philosophie und Ethik«
Einblick in fachdidaktische und methodi­
schen Ansätze sowie eine Orientierung
über klassische und aktuelle philosophi­
sche Grund­fragen.
Christliches Handeln
in Verantwortung
für die Welt
Theologie studieren – Modul 12
2015. ca. 256 Seiten, kart.
ca. € 22,99/sFr 31,90
ISBN 978-3-8252-4312-8 | UTB 4312
Reihe: Theologie studieren im modularisierten
Studiengang, Band 12
Die Reihe für das Bachelor-Studium der
katholischen Theologie nach den Vorgaben
der Deutschen Bischofskonferenz wächst
wei­ter: Dieser Band erschließt alle Teil­dis­
zi­
pli­
nen der Moraltheologie und Ge­
sell­
schafts­lehre im Kontext christlicher Glau­
bens­reflexion.
Backlist
Julien Reitzenstein
Hans Waldenfels
Himmlers Forscher
Sein Name ist Franziskus
Wehrwissenschaft und Medizinverbrechen
im »Ahnenerbe« der SS
Der Papst der Armen
2014. 415 Seiten, 3 Grafiken + 21 Abb.,
Festeinband
€ 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-76657-1
2014.159 Seiten, 1 Abb., kart.
€ 19,90/sFr 27,90
ISBN 978-3-506-76639-7
Agnieszka Zaga nczyk-Neufeld
´
Helen Schüngel-Straumann
Die geglückte Revolution
Eva
Das Politische und der Umbruch in Polen
1976-1997
Die erste Frau der Bibel:
Ursache allen Übels?
2014. 454 Seiten, 3 Tab., Festeinband
€ 44,90/sFr 57,80
ISBN 978-3-506-76619-9
2014. 217 Seiten, 35 Abb., Festeinband
€ 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-77793-5
Wolfgang U. Eckart
Hans Maier (Hg.)
Medizin und Krieg
Die Freiburger Kreise
Deutschland 1914-1924
Akademischer Widerstand
und Soziale Marktwirtschaft
2014. 564 Seiten, 41 Abb.,
Festeinband mit Schutzumschlag
€ 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-75677-0
2014. 284 Seiten, kart.
€ 29,90/sFr 40,ISBN 978-3-506-76953-4
= Politik- und Kommunikationswissenschaftliche
Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft, Band 31
Daniel Roos
Alex Stock
Julius Streicher und
»Der Stürmer« 1923-1945
Poetische Dogmatik
Ekklesiologie
2014. 535 Seiten, 62 Abb., Festeinband
€ 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-77267-1
43
1. Raum
2014. 334 Seiten, 53 Abb., Festeinband
€ 49,90/sFr 64,30
ISBN 978-3-506-77999-1
= Poetische Dogmatik, Ekklesiologie, Band 1
Jan Erik Schulte | Peter Lieb | Bernd Wegner (Hg.)
Reinhard Marx | Klaus Zierer
Die Waffen-SS
Glaube und Bildung
Neue Forschungen
Ein Dialog zwischen Theologie und Erziehungswissenschaft
2014. 446 Seiten, 12 Abb., Festeinband
€ 39,90/sFr 51,90
ISBN 978-3-506-77383-8
= Krieg in der Geschichte, Band 74
2013. 169 Seiten, kart.,
€ 19,90/sFr 26,90
ISBN 978-3-506-77359-9
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