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evangelischer integrationskindergarten st. marien rittmarshausen

Einbetten
EVANGELISCHER
INTEGRATIONSKINDERGARTEN
ST. MARIEN RITTMARSHAUSEN
»Die Pädagogik soll Dienst am Leben sein.
Das Leben aber fließt, unentwegt verändert
es sich, und damit ändern sich
auch die pädagogischen Bedürfnisse und
Notwendigkeiten, aber auch die
pädagogischen Möglichkeiten.«
M. M. Schörl
Unser Kindergarten
stellt sich vor
Kinder sind ein kostbares Ge-
Wohl alle Eltern haben ein Interes-
Kurzum, ein evangelischer Kinder-
schenk, mit dem wir in der Kinder-
se daran, dass der Kindergarten ge-
garten stellt sich vor. Im Folgen-
gartenarbeit behutsam und be-
meinsam mit ihnen ihre Kinder in
den können Sie nachlesen, was wir
dacht umgehen. Eltern, die ihr
den Blick nimmt, und zwar ganz:
wollen und wer wir sind.
Kind
Kindergarten
mit dem, was sie sind, was sie kön-
Die Initiative dazu ging von unse-
schicken, erwarten viel von ihm.
nen, was sie sein sollen. Was tut
ren Erzieherinnen und ihrer Leite-
Sie hoffen vor allem, dass in ihm
der Kindergarten, um die geistige,
rin aus. Sie haben Freude an
pädagogisch
verantwortungsvoll
soziale, emotionale und auch reli-
durchdachter Arbeit, Interesse an
gehandelt wird. Die Art, wie das
giöse Entfaltung der ihm anver-
Fortbildung und Weiterentwick-
geschieht, ist von einem bestimm-
trauten Kinder zu fördern? Auch
lung. Und wir, Kirchenvorstand
ten Menschenverständnis und von
davon erzählt diese Broschüre.
und Kirchengemeinde, wollen wei-
in
den
bestimmten Zielvorstellungen ge-
terhin unseren Teil dazu beitragen,
prägt. Davon will diese Broschüre
dass es so bleibt.
erzählen.
4
Gabriele Tappe-Seufer
Burkhard Jäckh
Vorsitzende des
Pastor der
Kirchenvorstandes Rittmarshausen
Kirchengemeinde Rittmarshausen
Grundlagen
Liebe Leserin,
lieber Leser,
herzlich willkommen beim An-
wie gestalten wir die Kindergarten-
Wir als Team freuen uns, dass die
schauen und Lesen des pädagogi-
arbeit inhaltlich?
Erarbeitung abgeschlossen ist und
schen Konzeptes des Ev. Integrati-
Die öffentliche Debatte über die
wir Ihnen das Konzept in dieser
onskindergartens St. Marien Ritt-
Ergebnisse der Pisastudie und die
Form präsentieren können. Wir
marshausen.
Forderung nach Bildung in Kinder-
haben Übereinstimmung in Inhalt
1 1/2 Jahre haben wir im Team
gärten hat uns im Rahmen der
und Form gefunden und uns somit
Zeiten der Dienstbesprechung ge-
Konzepterarbeitung begleitet.
eine Grundlage für unsere gemein-
nutzt, um unser pädagogisches
Nicht durch die Vorgabe eines
same Arbeit geschaffen.
Konzept zu überarbeiten und wei-
Orientierungsplans für Kindergär-
Ich als Kindergartenleiterin danke
terzuentwickeln.
ten, wie vom Niedersächsischen
allen, die an diesem Konzept kon-
Wir haben uns mit folgenden Fra-
Kultusministerium
struktiv mitgearbeitet haben.
gen auseinandergesetzt: Wie hat
schieht Bildung in Kindergärten.
Ihnen wünsche ich viel Freude
sich das gesellschaftliche Umfeld
Es ist die engagierte und kompe-
beim Anschauen und Lesen und
der Kinder verändert? Haben sich
tente Arbeit der ErzieherInnen am
einen Zugewinn an Einsichten in
die Kinder heute verändert? Was
einzelnen Kind und an der Grup-
das vielschichtige Kindergartenle-
brauchen Kinder heute, um mit
pe, die Bildungsprozesse bewirken.
ben.
den sich vollziehenden Verände-
Dies geschieht vom ersten Tag im
rungen umgehen zu können? Wie
Kindergarten
lernen Kinder im Alter zwischen 3
rungsplan kann, wie der Name
- 6 Jahren? Welche Rahmenbedin-
schon sagt, Orientierung sein und
gungen sind für eine gesunde Ent-
einen Rahmen setzen. Aufgabe der
wicklung der Kinder im Kindergar-
Politik ist es, die Rahmenbedin-
ten notwendig? Welche Aufgaben
gungen zu erhalten und zu verbes-
Ortrud Kaisinger
haben wir als ErzieherInnen und
sern.
Kindergartenleiterin
an.
initiiert,
Ein
ge-
Orientie-
Im Namen des Teams
5
Inhalt
1.
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
Rahmenbedingungen
gesetzliche Grundlagen
Träger
Kinder
Personal
Beitrag
Öffnungszeiten - Schließzeiten
Einzugsbereich
Lage (Skizze)
Räumlichkeiten
2.
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
Lebenswelten der Kindergartenkinder heute
Familien
Arbeitswelten der Eltern
Freizeit und Medien
Wohnen und Umfeld
Interkulturelles Zusammenleben
Kindergarten
3.
3.1
3.2
Grundlagen unserer Arbeit
Auftrag des Kindergartens - Betreuung,
Erziehung und Bildung
Unser Menschenbild und Bild vom Kind
4.
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
4.6
4.7
Pädagogisches Konzept
Die offene Arbeit
Ziele der offenen Arbeit
Die Rolle des Erziehers/der Erzieherin
Tagesablauf
Kinderversammlung und Abschlusskreis
Freispiel
Angebote und Projekte
5.
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
Schwerpunkte unserer Arbeit
Integration
Natur- und Umwelterleben
Gesundheit und Ernährung
Psychomotorik
Religionspädagogik
Sprache
Eingewöhnungszeit/Schulvorbereitung
6.
6.1
6.2
6.3
6.4
Zusammenarbeit
im Team
mit Eltern
mit dem Träger
mit anderen Institutionen
6
Rahmenbedingungen
1. Rahmenbedingungen
1.1 Gesetzliche Grundlagen
Den Rahmen unserer Arbeit bildet
das Niedersächsische Gesetz über
Tageseinrichtungen für Kinder, in
dem der Erziehungsauftrag wie
folgt definiert ist (§ 2 KitaG): Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von
Kindern. Sie haben einen eigenen
Erziehungs- und Bildungsauftrag.
Tageseinrichtungen für Kinder sollen insbesondere
licher Herkunft und Prägung untereinander fördern.
1.2 Träger
Der Kindergarten ist eine Einrichtung der evangelisch-lutherischen
Kirchengemeinde Rittmarshausen.
1.3 Kinder
In unserem Kindergarten werden
93 Kinder in vier Stammgruppen
betreut. Drei Gruppen werden von
jeweils 25 Kindern besucht. Die
vierte Gruppe arbeitet integrativ
Wachsen
die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken,
sie in soziales, verantwortliches
Handeln einführen,
ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung im
Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern,
die Erlebnisfähigkeit, Kreativität
und Phantasie fördern und
den natürlichen Wissensdrang
und die Freude am Leben pflegen,
die Gleichberechtigung von
Mädchen und Jungen erzieherisch fördern und
den Umgang von behinderten
und nichtbehinderten Kindern
sowie von Kindern unterschied-
8
und ist gleichzeitig die Ganztagsgruppe. Die Größe dieser Gruppe
kann 14 - 18 Kinder betragen, wovon 2 - 4 Kinder behindert, von
Behinderung bedroht oder entwicklungsverzögert sein können.
1.4 Personal
In den vier Stammgruppen sind
neun sozialpädagogische Fachkräfte tätig. Die Leitung ist gruppenfrei. Eine heilpädagogische Fachkraft ist zusätzlich in der Integrationsgruppe für die Betreuung und
individuelle Förderung der Integrationskinder zuständig.
1.5 Beitrag
Der Kindergartenbeitrag ist gestaffelt und richtet sich nach dem Einkommen der Eltern.
1.6 Öffnungszeiten/Schließzeiten
Der Kindergarten ist montags bis
freitags von 7.30 bis 17.00 Uhr
geöffnet. Den Kindern stehen
Halbtags-, Zweidritteltags- und
Ganztagsplätze zur Verfügung.
In den niedersächsischen Sommerferien ist die Einrichtung vier Wochen geschlossen. Eine weitere
Schließzeit ist jeweils in der Zeit
des Jahreswechsels vom 24. Dezember bis zum 6. Januar.
1.7 Einzugsbereich
Sieben Dörfer der Gemeinde Gleichen gehören zum direkten Einzugsbereich des Kindergartens. Das
sind Rittmarshausen, Wöllmarshausen, Sattenhausen, Kerstlingerode, Beienrode, Etzenborn und
Weißenborn. Ein täglicher Bustransfer zum Kindergarten hin und
zurück ist für die Halbtagskinder
von diesen Orten durch die Gemeinde gewährleistet.
Integrations- und Ganztagskinder
kommen aus der gesamten Gemeinde Gleichen.
Es ist möglich Kinder aus Dörfern,
die nicht zum Einzugsgebiet gehören, aufzunehmen, wenn die Eltern für den Transport sorgen und
Plätze im Kindergarten frei sind.
1.8 Lage/Skizze
Unser Kindergarten liegt am Ortsrand von Rittmarshausen, einem
Ortsteil der Gemeinde Gleichen.
Das Grundstück befindet sich in
einer ruhigen Wohnlage und
grenzt an zwei Seiten an die Feldgemarkung. Das 4.200 qm große
Grundstück ist naturnah gestaltet
und weist einen großen Baumund Strauchbestand auf.
Rahmenbedingungen
9
Rahmenbedingungen
1.9 Räumlichkeiten
Folgende Räumlichkeiten stehen
den Kindern im Kindergarten zur
Verfügung:
vier Stammgruppenräume:
die Werkstatt mit Holzwerkstatt,
die Baustelle,
die Bücherei und
das Theater
(zu jedem Stammgruppenraum
gehören Garderobe und Waschraum, eine Toilette ist behindertengerecht eingerichtet)
10
zwei Bewegungsräume jeweils
mit Nebenraum:
die Gelbe Halle
mit Kinderküche,
die Bunte Halle
mit Matschraum,
die Schlemmerecke und
das Traumland.
Die Stammgruppenräume
Zu allen unseren Stammgruppen
gehört eine gemütliche Sitzecke, in
der wir die Kinder morgens begrüßen und in der die Eltern zum
kurzen Verweilen eingeladen sind.
Sie sind zum einen der Ort, an
dem die Kinder der Stammgruppe
Rahmenbedingungen
ihren festen Gruppenplatz haben.
Hier kommen sie morgens an und
hier findet ihr Abschluss des Vormittags statt. Zum anderen erfüllt
der Stammgruppenraum genau
wie die anderen genannten Räume
die Aufgabe eines Funktionsraumes.
Die Werkstatt hat einen großen
Aufforderungscharakter. Sie bietet den Kindern viele Möglichkeiten mit unterschiedlichen
Materialien wie Knete, Gips,
Ton, Papier, Pappe, Stoff, Buntstiften, Tusch-, Aquarell- und
Fingerfarben umzugehen.
Gemalt wird auf den Tischen
und an einer großen Malwand.
Die Holzwerkstatt befindet sich
in einem angrenzenden Nebenraum. Hier finden die Kinder
viele Dinge, um sich handwerklich zu betätigen. Sie lernen zu
hämmern, zu sägen, zu schnitzen und zu hobeln. Dazu steht
ihnen eine Werkbank und Werkzeug zum Arbeiten mit Holz
oder anderen Naturmaterialien
zur Verfügung.
Ein anderer Stammgruppenraum
ist die Baustelle. Auf ca. 45 qm
steht den Kindern ein Bauteppich zur Verfügung.
Es gibt unterschiedliche Bauund Belebungsmaterialien wie
Steine, Baumscheiben, Holzstücke und andere Naturmaterialien sowie große und kleine
Holzbausteine,
Konstruktionsmaterial, kleine Fahrzeuge, Figuren und Tiere aus verschiedenen
Kontinenten.
Die Kinder bauen und konstruieren Burganlagen, Landschaften
für Dinosaurier, Bauernhöfe und
vieles mehr.
Ein kleiner angrenzender Raum
dient den Kindern als Rückzugsraum für ungestörte Bauaktivitäten.
Die Bücherei bietet den Kindern
eine ruhige Atmosphäre. Hier
können sie Bilderbücher anschauen, sich vorlesen lassen,
mit einem Puppenhaus spielen
oder Tisch- und Brettspiele ausprobieren.
11
Rahmenbedingungen
Auf der zweiten Ebene befinden
sich eine gemütliche Kuschelecke, ein Kindersofa und ein
Bücherregal. Diesen Raum nutzen die Kinder, um sich zurückzuziehen, sich zu besprechen
oder einfach auszuruhen. Auf
dieser Ebene werden auch medienpädagogische
Aktivitäten
durchgeführt. Hier steht ein
Fernseher und ein Videogerät
mit Kamera zur Verfügung.
12
Im Theater ist eine große Bühne
aufgebaut, die zu Rollen- und
Theaterspielen einlädt. In der
Schmink- und Verkleidungsecke
finden sich vielerlei Utensilien,
die die Kinder anregen in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen.
Hier gibt es auch Handpuppen
und Tiere zum Puppentheater
spielen.
Auch das Theater hat eine zweite Ebene. Der hintere Teil ist
Computerbereich. D. h. hier
steht ein Computer auf einem
Tisch mit Stühlen davor. Die
Kinder können sich hier im Freispiel selbstständig, jedoch in Absprache mit der Erzieherin, mit
Computerspielen beschäftigen.
Der vordere Teil der Ebene ist
Rollenspielbereich mit einem
wechselnden Thema wie z. B.
Rahmenbedingungen
Schule oder Markt. Entsprechend des Themas ist der Bereich gestaltet.
Über eine große breite Treppe im
Flur erreichen die Kinder das
Traumland und die Schlemmerecke.
In der Schlemmerecke wird von
8.00 bis 11.00 Uhr ein Frühstücksbuffet angeboten. Die Kin-
der können sich in dieser Zeit
(ausgenommen ist die Zeit zwischen 9.00 bis 9.50 Uhr, wenn
Kinderversammlung und Angebote stattfinden) selbstständig
am Buffet bedienen. Sie holen
sich Teller und Tasse aus dem
Schrank, stellen sich ihre Mahlzeit zusammen, schmieren sich
ihre Brote oder mischen sich ihr
Müsli. Auf den Tischen steht
eine Auswahl an Getränken.
Hier sitzen sie meist in kleinen
Grüppchen zusammen, essen
und reden miteinander.
Das Traumland ist ein stiller
Raum, der verschiedene Funktionen
erfüllt.
Außer
einem
Schrank, in dem Matratzen und
Decken für die Mittagskinder
untergebracht sind, und einem
Ecksofa, sind keine feststehenden Möbel vorhanden. Der
Raum ist komplett mit Teppich
ausgelegt und lädt zum Spielen
und Sitzen auf dem Boden ein.
Es gibt viele Kissen, Decken,
werden, können die Kinder in
Absprache mit der zuständigen
Erzieherin der Schlemmerecke,
das Traumland als Spielraum
nach Belieben ausgiebig nutzen.
Mittags dient es als Ruhe- und
Schlafraum für die Ganztagskinder.
Entfalten
Riech- und Fühlsäckchen, eine
Sandmuschel mit Bohnen gefüllt
und verschieden große Gymnastikbälle.
Hier finden die Therapien der
Integrationskinder statt. Während der Freispielzeit, und wenn
keine Therapien durchgeführt
13
Rahmenbedingungen
In der Bunten Halle steht ein
Kletterturm, der von den Kindern durch Seile, Schaukeln oder
Röhren immer wieder umgestaltet werden kann. Ein großes Kugelbad lädt die Kinder zum Abtauchen ein. Über dem Kugelbad
befindet sich eine zweite Ebene,
die auf vielerlei Weise zu bespielen ist. U. a. können Kugeln
hoch transportiert werden und
durch ein Loch wieder nach unten befördert werden.
Entdecken
Die Bewegungsräume
In der Gelben Halle erhalten die
Kinder die Möglichkeit mit
Geräten und Materialien wie
Leiterwand, Leitern, Kisten, Matten, Decken, Rutsche
"Bewegungsbaustellen" entstehen zu
lassen. Die Kinder können immer wieder selbst umgestalten
und ihre Ideen neu umsetzen. Es
entstehen u. a. Buden, Balancierparcours und Sprungtürme.
Außerdem laden Rollbretter und
Rollschuhe zum Ausprobieren
ein. So können die Kinder eigeninitiativ Körper-, Material- und
Sozialerfahrungen machen.
Begleitet von einer Erzieherin/einem Erzieher im Angebot oder
14
im Freispiel haben die Kinder
die Möglichkeit mit selbst hergestellten als auch mit Orffschen
Instrumenten zu experimentieren und zu musizieren.
Die Kinder erleben Bewegungsreisen mit oder ohne musikalische Begleitung sowie Bewegungsangebote, die unterschiedliche motorische Fähigkeiten
herausfordern.
Nebenan bietet die Kinderküche den Kindern Gelegenheit
zum Kochen und Backen. Auch
naturwissenschaftliche Experimente, wie z. B. Seife herstellen
oder Stärke gewinnen, finden
hier statt.
Zwei kleinere Nebenräume dienen den Kindern als Rückzugsmöglichkeit, um in Kleingruppen oder alleine zu spielen. In
einem Nebenraum sind Hängematten, im anderen unterschiedliche Kletter- und Schaukelmöglichkeiten angebracht.
Der Matschraum befindet sich
zwischen Gelber und Bunter
Halle.
Der Raum ist komplett gefliest,
eine große Badewanne ist Mittelpunkt des Raumes. Hier finden
Angebote mit Wasser, Farben,
Schaum und Cremes statt, die
die sensomotorische Wahrnehmung fördern.
Lebenswelten
2. Lebenswelten der Kinder
heute
Unsere Arbeit mit Kindern ist von
vielen Faktoren gekennzeichnet,
die in der heutigen Zeit Einfluss
auf die Entwicklung der Kinder
nehmen.
Im Folgenden beschreiben wir die
Faktoren, die wir maßgeblich bei
unserer pädagogischen Arbeit mit
Kindern berücksichtigen.
2.1 Familie
Viele Kinder erleben heute weniger
Stabilität als früher in ihrem sozialen Gefüge.
Die Familienstruktur ist im Wandel - die "normale Kernfamilie"
gibt es immer weniger.
Es bilden sich andere Formen von
Familien, wie z. B. alleinerziehende Mütter und Väter oder Patchworkfamilien.
Kinderreiche Familien gibt es weniger, Familien mit einem Kind
immer häufiger.
2.2 Arbeitswelt der Eltern
Die heutige Arbeitsmarktsituation
erfordert ein hohes Maß an Flexibilität der Eltern als Arbeitnehmer.
Umzüge aufgrund von wechselnden Arbeitsstellen werden für die
Kinder häufiger. Manche Eltern
werden arbeitslos. Dadurch wird
materielle Unsicherheit Thema in
den Familien. Unsichere Lebenssituationen können Existenzängste
und Zukunftssorgen im Alltag auslösen.
Mehr Familien leben heute unter
der Armutsgrenze.
16
Arbeitswelt
der Eltern
Familie
Kindergarten
Lebenswelten der Kinder
Interkulturelles
Zusammenleben
Freizeit
und Medien
Wohnen und
Umfeld
2.3 Freizeit und Medien
Die Spielorte und Spielmöglichkeiten der Kinder haben sich verändert. Sie können heute weniger
selbstbestimmt spielen.
Kinder gehen nicht mehr so selbstverständlich auf die Straße, um
dort Spielpartner zu treffen. Das
Spielen der Kinder ist stärker von
Erwachsenen betreut und organisiert. Neben dem Kindergartenbesuch gehen sie zur Musikschule,
zum Schwimmunterricht, usw..
Zeiten, in denen sie allein spielen,
sind geringer geworden. Fernseher
und Computer ersetzen die Spielpartner.
Kinder werden heute in eine sich
ständig erweiternde Medienwelt
hinein geboren. Sie sind als Konsumenten von der Werbeindustrie
entdeckt worden. Es werden immer neue Bedürfnisse bei ihnen
geweckt, mit denen in den Familien umgegangen werden muss.
Die veränderten Freizeitaktivitäten
führen dazu, dass weniger sinnliche und körperliche Bewegungserfahrungen gemacht werden.
2.4 Wohnen und Umfeld
Der Verkehr hat in den letzten Jahren auch in ländlicher Gegend
maßgeblich zugenommen. Natürliche Spielbereiche wie Ställe,
Scheunen, Felder und Bäche sind
meist nicht leicht zu erreichen
oder es ist dort nicht erlaubt zu
spielen.
Kinder erleben ihre Umwelt oft
nur in abgegrenzten Bereichen
und unter Aufsicht.
Die Familien in ländlicher Gegend
haben oft großzügigere Wohnverhältnisse mit nutzbaren Außenflächen als städtische Familien.
Lebenswelten
Die Kinder haben in der Regel ein
Zimmer für sich allein. Die Zimmer sind gefüllt mit einer Vielzahl
von Spielzeug und Spielmaterial
bis hin zu einer technischen Ausstattung mit Kassettenrecorder,
Computer, Fernseher und anderen
Dingen.
nen mit unterschiedlichen Festen
und Ritualen. Sie erfahren durch
die Vielfalt der Nationalitäten vermehrt, dass es Menschen mit anderen Sozialisationen, Sprachen,
mit anderem Rollenverhalten, anderen Essgewohnheiten und anderen Erziehungsansätzen gibt.
Erfahren
2.5 Interkulturelles
Zusammenleben
Kinder erleben heute viele unterschiedliche Nationalitäten in ihrem Lebensumfeld. Dies ist bedingt durch unterschiedliche Nationalitäten ihrer Eltern oder von
Menschen in ihrer Umgebung.
Diese Entwicklung wird bewirkt
durch Einwanderer und deren
Nachfolgekulturen sowie durch die
heute immer stärker werdende
Globalisierung und Internationalisierung. Die Grenzen haben an Bedeutung verloren.
Dadurch wachsen Kinder häufiger
mehrsprachig auf. Fremdsprachen
gewinnen an Bedeutung. Kinder
erleben unterschiedliche Religio-
2.6 Kindergarten
Die gesellschaftlichen Veränderungen haben auch auf die Rahmenbedingungen und die pädagogische Arbeit in den Kindergärten
Auswirkungen gehabt.
In Niedersachsen trat 1992 das Gesetz über Tageseinrichtungen für
Kinder in Kraft, kurz Kitagesetz genannt. Hier sind Mindeststandards, u. a. für die räumliche und
personelle Ausstattung der Einrichtungen, festgeschrieben. Dieses Gesetz wurde 1998 größtenteils
außer Kraft gesetzt, es behielt
Richtlinienvorgaben. Durch ein
landesweit unterstütztes Volksbegehren musste es 2002 wieder in
Kraft gesetzt werden.
Seit 1996 hat jedes Kind ab dem 3.
Lebensjahr in Niedersachsen ein
Recht auf einen Kindergartenplatz.
Die veränderten Lebens- und Umweltbedingungen heute fordern
neue pädagogische Konzepte in
den Kindergärten. Bis in die siebziger Jahre dominierten die Erziehungsziele Anpassung, Gehorsam
und Disziplin. Nach der Phase der
antiautoritären Erziehung Ende
der siebziger Jahre entwickelte sich
ein Erziehungsverständnis, das
von demokratischen und partnerschaftlichen Werten getragen ist.
Die Kinder sollen in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit gefördert werden. Früher
war ein Leitmotiv in den Kindergärten: Alle machen zu jedem Zeitpunkt des Tagesablaufs das gleiche.
Heute orientiert sich die pädagogische Arbeit am einzelnen Kind
und dem individuellen Entwicklungsstand. Leitfragen der Arbeit
sind: Wie lernen Kinder und was
brauchen sie, um sich weiter zu
entwickeln? Die Arbeit ist prozessorientiert.
Besonders wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung
zeigen heute die große Bedeutung
der Elementarpädagogik auf. Hier
wird deutlich wie groß das Entwicklungs- und Lernpotential der
Kinder in dem Alter von 3 - 6 Jahren ist. Der Kindergarten wird als
Bildungseinrichtung in das Bildungssystem integriert.
17
Grundlagen
3. Grundlagen unserer
Arbeit
3.1 Auftrag des Kindergartens Betreuung, Erziehung und
Bildung
Die gesellschaftlichen Veränderungen, die sich ständig und immer
schneller vollziehen, haben wir
unter Punkt 2.1 skizziert. Diese
Veränderungen beeinflussen unsere pädagogische Arbeit und fordern zu neuen Handlungswegen
auf. Nicht die Wissensaneignung
steht im Vordergrund bei der Entwicklung von elementaren Fähigkeiten, sondern das Lernen wie
man lernt. Unser Ziel ist es - neben Familie und Umwelt - die Kinder zu befähigen, sich zu lebensbejahenden und beziehungsfähigen
sowie zu selbstständig und verantwortungsbewusst
handelnden
Menschen zu entwickeln. Neue
lern- und entwicklungspsychologische Erkenntnisse nutzen wir als
Hilfen, um unsere pädagogischen
Fähigkeiten in diesem Sinne weiter
auszubilden und einzusetzen.
Laut Kitagesetz haben wir den Auf-
18
Verstehen
trag, die Kinder zu betreuen, zu
erziehen und zu bilden (siehe
Pkt. 1.1). Angesichts der sich verändernden Lebenswelten der Kinder verstehen wir diesen Auftrag
wie folgt:
Bindungsbeziehung, die prägend
für ihre weitere Beziehungsbildung
wirkt. Auf der Basis dieser emotionalen Sicherheit können die Kinder ihre Welt weiter erfolgreich erkunden.
Betreuung heißt für uns den Kindern Pflege, Schutz und Fürsorge
zu geben.
Wir sorgen
für ihr körperliches und seelisches Wohlergehen,
für Sauberkeit,
für gesunde Ernährung und
für genügend Ruhephasen.
Wir nehmen die Interessen der
Kinder wahr und geben ihnen
Zuwendung und Wärme.
So entwickeln sich vertrauensvolle
Beziehungen. Erst auf dieser Basis
kann Erziehung und Bildung gelingen.
Wir verstehen uns als Vorbild und
sind uns bewusst, dass unsere Persönlichkeit, unser Verhalten und
unsere Kooperationsfähigkeit die
Kinder prägen und sie auch zum
Nachahmen anregen. Wir nehmen
die Kinder in ihrem Fühlen, Denken und Handeln ernst und beziehen sie in die Gestaltung des Kindergartenalltags mit ein. Wir treffen mit ihnen verbindliche Regelungen und Vereinbarungen. Klare
Grenzen werden gesetzt.
Erziehung heißt für uns, zu jedem
Kind eine Beziehung aufzubauen,
die geprägt ist von Vertrauen, Offenheit, Akzeptanz
und Wertschätzung. Die Kinder erleben in
der Regel ihre erste außerfamiliäre
Grundlagen
Bilden
»Der Prozess der Bildung kann sich spontan,
gleichsam “von selbst“ oder “natürlich“ ergeben,
er bedarf aber auch formeller
und systematischer Planung und Organisation.«
Prof. Dr. Richard Münchmeier
Wir nehmen den individuellen
Entwicklungs- und Lernprozess jedes Kindes wahr und bieten ihm
in diesem Prozess bewusste Lernhilfen in drei im Folgenden beschriebenen Bereichen:
Enkulturation
Die Kinder erfahren die
kulturelle Lebensweise in
unserer Gesellschaft.
Dazu gehören das Erlernen und
der Umgang mit der Sprache. Sie
lernen sich zu verständigen. Eine
differenzierte Sprache fördert ein
differenziertes Denken und Verstehen.
Die Kinder werden vertraut mit
den gültigen Werten und Normen.
Sie lernen Lebensverhältnisse kennen und diese auch zu verändern.
Sie machen Erfahrungen im Bereich
des Arbeitslebens (wir besuchen
einen Bauernhof),
des Wirtschaftslebens (wir gehen
einkaufen),
des kulturellen Lebens (wir sehen ein Theaterstück),
der Kunst (wir gestalten eine
Ausstellung),
der Religion (wir feiern einen Familiengottesdienst),
der Sitten und Bräuche (wir essen gemeinsam) und vieles
mehr.
Sozialisation
Weiterhin erlernen sie soziales
Verhalten, indem sie sich in eine
Gruppe eingliedern. Hier lernen
sie nachzugeben und sich zu behaupten, sich zu streiten und sich
zu versöhnen, sich durchzusetzen
und sich unterzuordnen, zu teilen
und abzugeben, etwas auszuhandeln und zu bestimmen, sich abzulehnen und sich zu akzeptieren.
Personalisation
Wir unterstützen die Entfaltung
der individuellen Fähigkeiten im
motorischen, emotionalen, sozialen und geistigen Bereich. Die Entwicklung der Persönlichkeit des
Kindes wird angeregt und ausgebaut. Die Kinder lernen selbstbestimmt zu handeln, sich in ihrem
Tun zu reflektieren, sich in Situa-
tionen auch distanzieren zu können, selbst zu urteilen, sich zu entscheiden und Verantwortung zu
übernehmen.
Unter Bildung verstehen wir die
beschriebenen Lernprozesse an
sich sowie das Ergebnis dieser Prozesse. In der aktiven Auseinandersetzung mit der Welt lernen die
Kinder selbstständig durch eigene
Erfahrung und Übung.
Im Freispiel finden eine Vielzahl
von Selbstbildungsprozessen statt.
Die Kinder lernen auch, indem wir
sie gezielt unterstützen und anregen. Dies findet insbesondere
während der Durchführung der
Angebote und Projekte sowie in
den Kinderversammlungen und in
den Gruppenkreisen statt.
Die Kinder setzen sich so auf vielfältige Weise mit neuen Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnissen auseinander. Sie erkennen,
nehmen kritisch Stellung und ziehen daraus Folgerungen für ihr
Handeln.
19
Grundlagen
Bildung beinhaltet für uns die
Fähigkeiten zu lernen sich selbstständig Wissen anzueignen, Zusammenhänge zu erkennen, mit
der Welt angemessen umzugehen
und das eigene Leben gestalten zu
können.
Bildung, Erziehung und Betreuung sind in der Praxis untrennbar
miteinander verbunden. In der Erfüllung dieses Auftrags werden die
Grundlagen zur Enkulturation, Sozialisation und Personalisation jedes Kindes gelegt. Zugleich bereiten wir die Kinder auf das Leben in
der Gesellschaft vor und ermutigen sie zur Mitgestaltung ihres
Umfeldes.
3.2 Unser Verständnis vom Menschen und unser Bild vom
Kind
Unser Kindergarten ist eine Einrichtung der evangelischen Kirche.
Grundlage für unsere Arbeit ist das
christliche Menschenbild.
Was heißt das für uns?
Jeder Mensch ist einzigartig und
unverwechselbar.
Er ist ausgestattet mit besonderen Gaben, Fähigkeiten und
auch mit Schwächen und er ist
immer von Gott angenommen.
Wir leben vom grundlegenden
Vertrauen zu uns selbst, zu anderen, zur Welt und zu Gott.
Kinder sind in ihrer Individualität
ein Geschenk voller Überraschungen.
Sie geben uns Hoffnung für die
Zukunft.
Sie wollen die Welt entdecken
und erforschen.
20
Sie sind Akteure ihrer eigenen
Entwicklung.
Wir können darauf vertrauen,
dass Kinder sich weiter entwickeln wollen.
Sie bilden sich selbst und sind
dabei auf der Suche.
Sie haben Fragen, sie möchten
wissen, woher wir kommen und
wohin wir gehen.
Vertrauen
Wir bieten den Kindern ausreichend Zeit und Raum für ihre Fragen und suchen gemeinsam mit
ihnen nach Antworten. Sie finden
bei uns auf vielfältige Weise Förderung und Unterstützung in ihrer
Entwicklung. Im Alltagsgeschehen,
in Lebenskrisen und Brüchen geben wir das Vertrauen weiter, dass
Gott auch in schwierigen Situationen bei uns ist.
»Dem Kleinkind ist sein Tun wichtiger
als das Ziel seines Tuns.
Darum sollen die Kinder immer neu
mit Spielraum, Spieldingen
und Spielideen experimentieren können.«
M. Montessori
Pädagogisches Konzept
4. Pädagogisches Konzept
4.1 Die offene Arbeit
Wir arbeiten nach dem offenen
Konzept, weil wir den Kindern optimale, alle Entwicklungsbereiche
ansprechende
Impulse
geben
möchten. Durch die Vielfalt der
Möglichkeiten können die Kinder
entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihren Bedürfnissen ihr
Lernen gestalten.
Offenes Arbeiten
bedeutet für uns:
Wir sind füreinander offen, d.
h. die Kommunikation untereinander hat einen hohen Stellenwert. Das betrifft die Kinder untereinander, die Kinder und die
ErzieherInnen, die ErzieherInnen untereinander, die Eltern
und die ErzieherInnen, die Eltern untereinander, usw..
Gemeinsamkeit macht stark –
Unterschiedlichkeit
macht
schlau, d. h. Lernen geschieht
im Miteinander. Gerade die Unterschiedlichkeit fordert und för-
22
dert den Menschen im Ganzen.
Unseren Kindergarten besuchen
Kinder
- mit und ohne Behinderungen
- aus unterschiedlichen Dörfern,
- mit unterschiedlichem
familiären Hintergrund,
- mit unterschiedlichen
Nationalitäten und Religionen.
Wichtige Merkmale der offenen
Arbeit:
Anstelle
von
verschiedenen
Funktionsecken in einem Grup-
Kindergartens und das Außengelände je nach Bedürfnis nutzen.
Die Kinder können sich in der
Zeit von 8.00 bis 11.00 Uhr am
Buffet in der Schlemmerecke ihr
Frühstück zusammenstellen und
frühstücken.
Die Kinderversammlung ist ein
Forum, an dem alle Kinder und
ErzieherInnen teilnehmen. Hier
werden Informationen ausgetauscht und Fragen geklärt.
penraum gibt es Funktionsräume.
JederR ErzieherIn hat einen
Funktionsraum als Zuständigkeitsbereich. Die Gestaltung jedes Raumes wird als pädagogisches Mittel zur Spielanregung
und Lernaufforderung gesehen –
„Räume bilden“.
Jedes Kind gehört einer Stammgruppe an, in der es morgens ankommt, in der der Abschlusskreis stattfindet und Gruppenfeste gefeiert werden.
In der Freispielzeit können die
Kinder alle Räumlichkeiten des
Es wird gemeinsam gesungen
und gespielt. Die ErzieherInnen
präsentieren ihre Angebote und
die Kinder wählen sich in ihr
Angebot für den Tag ein.
Öffnung nach außen
Der Kindergarten ist Aktions- und
Begegnungsstätte, wenn Ausflüge
und Feste mit den Familien gestaltet werden. Wir sind Teil der Kirchengemeinde
Rittmarshausen
und gestalten gemeinsam Familiengottesdienste oder Gemeindefeste. Die Kirche ist ein fester Bezugspunkt für unsere religionspädago-
Pädagogisches Konzept
gische Arbeit mit den Kindern im
Kirchenjahr. Des weiteren sehen
wir uns als Teil des Dorfes Rittmarshausen und der Gemeinde
Gleichen. Hier finden Dorferkundungen, Betriebsbesichtigungen,
Besuche von öffentlichen Räumen
wie z. B. der Feuerwehr statt.
4.2 Ziele der offenen Arbeit
Wir sehen es als unsere Aufgabe
an, dazu beizutragen, dass sich die
Kinder zu lebensbejahenden, zu
beziehungsfähigen, zu selbstständig und verantwortungsbewusst
handelnden Menschen
entwickeln. Das offene Konzept gibt
aus unserer Sicht den optimalen
Rahmen und die Struktur, um diese Ziele zu erreichen.
Die Kinder erleben sich in ihrer
Individualität
angenommen.
Ihre Anliegen und Ideen werden ernst genommen. Sie erleben ihre Selbstwirksamkeit und
werden in ihrer Persönlichkeit
gestärkt.
Ihre sinnlichen Fähigkeiten wie
Hören,
Riechen,
Sehen,
Schmecken, Fühlen, Sich- imRaum- Orientieren und das
Wahrnehmen des eigenen Körpers entwickeln sich weiter.
Soziale Kompetenzen werden
auf vielfältige Weise ausgebildet.
Die Kinder lernen Konflikte zu
besprechen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Ihre
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit entwickelt sich.
Sie üben sich im problemorientierten Denken.
Die Kinder bilden über die vielfältigen Bewegungsaufforderungen ihre grob- und feinmotorischen Fähigkeiten aus.
Über die Entfaltung der motorischen Fähigkeiten wird die kognitive Entwicklung stark angeregt. Die Kinder erarbeiten sich
immer differenziertere
Denkstrukturen. Ihre Sprache wird
entsprechend komplexer. Sie erkennen Zusammenhänge, stel-
Entwickeln
len diese dar und entwickeln sie
weiter.
Elementares Wissen und fachliche Kompetenzen werden ausgebildet.
Die Kinder bewältigen Aufgaben, die sie sich selbst gestellt
haben oder die von außen an sie
herangetragen werden.
4.3 Die Rolle der Erzieherin/
des Erziehers in der offenen
Arbeit
Unsere pädagogische Arbeit hat
viele Facetten und fordert unterschiedliche Fähigkeiten von uns.
Wir sind z. B.
BeobachterInnen - wir nehmen
wahr, wo steht das Kind, wo
steht eine Gruppe in ihrer Entwicklung, welche Themen beschäftigen die Kinder?
ImpulsgeberInnen - wir geben
Anregungen, indem wir Fragen
und Aufgaben stellen, Aufforderungen aussprechen sowie Materialien und Spielräume anbieten,
damit Entwicklungs- und Lernprozesse fortschreiten.
AnleiterInnen - wir planen Angebote und Projekte und führen
diese durch.
BegleiterInnen - wir spenden
Trost, geben Ermutigung, setzen
Grenzen, geben Stütze, usw.
Uns ist es wichtig, die Kinder da
abzuholen, wo sie sind. Wir möchten Alltagssituationen für Lernund Erfahrungsprozesse nutzen, in
denen die Kinder selbst ausprobieren und erforschen können. Misserfolge erleben und Fehler machen
gehören genauso zu dem Prozess
wie erfolgreich sein und alles richtig tun.
23
Pädagogisches Konzept
4.4 Der Tagesablauf
7.30 - 8.00 Uhr
Frühdienst
7.45 - 8.00 Uhr
Teambesprechung zur Planung
des Tages und zu kurzem Informationsaustausch
8.00 - 9.00 Uhr
Ankommenszeit der Buskinder und der übrigen Kinder, die
von ihren Eltern gebracht werden und 1. Frühstückszeit
9.00 - 9.20 Uhr
Kinderversammlung
in der Gelben Halle
9.20 - 9.50 Uhr
Angebote in den
Zuständigkeitsräumen
9.50 - 11.30 Uhr
Freispiel und 2. Frühstückszeit
11.30 - 11.45 Uhr
Aufräumen
11.45 - 12.15 Uhr
Abschlusskreis
in den Stammgruppen
12.15 - 13.00 Uhr
Abholzeit für die
Vormittagskinder
12.45 - 13.30 Uhr
Mittagessen für die Zweidrittelund Ganztagskinder mit anschl.
Zähneputzen
13.30 - 14.00 Uhr
Zeit zum Ausruhen und Vorlesen im Traumland und in der
Baustelle oder in der Werkstatt
14.00 - 15.30 Uhr
Freispiel und kleine Angebote
für die Ganztagskinder
15.30 - 16.00 Uhr
Nachmittagsbuffet
16.00 - 17.00 Uhr
Abholzeit
24
4.5 Kinderversammlung
und Abschlusskreis
In der Kinderversammlung treffen
sich alle Kinder und Erwachsenen,
um den Tag gemeinsam mit einem Begrüßungslied zu beginnen,
um Informationen an alle weiterzugeben,
um über Regeln, die neu sind
oder die nicht beachtet wurden,
zu sprechen,
um neue Kinder oder Erwachsene vorzustellen,
um gemeinsam zu singen und
kleine Spiele durchzuführen.
Im zweiten Teil der Kinderversammlung stellen die Erzieherinnen und auch Kinder ihre geplanten Angebote vor. Die Kinder sehen und hören sich die Vorstellung der Angebote an, entscheiden
sich und wählen sich dann in ein
Angebot ein. Sie erhalten ein Symbol, das zu dem Funktionsraum
gehört, in den sie gehen, z. B. ein
kleines Bilderbuch für die Bücherei
oder einen Bauklotz für die Baustelle.
Der Abschlusskreis findet für jedes Kind in der Regel in seiner
Stammgruppe statt. Hier wird über
Aktuelles gesprochen, es werden
Erzählrunden durchgeführt und
der Jahreszeit und den Anlässen
entsprechend gesungen und gespielt. Die ErzieherInnen können
die Kinder ihrer Stammgruppe täglich in ihrer Entwicklung und in
ihren Aktivitäten in der Gruppe
beobachten und daraus ihr pädagogisches Handeln entwickeln.
4.6 Freispiel
Spielen ist der Motor für die kindliche Entwicklung. Darum kommt
ihm im Kindergartenalltag ein hoher Stellenwert zu. Im freien Spiel
entdecken Kinder die Welt und lernen begreifen, wie sie funktioniert.
Im Spannungsfeld von Neugier
und Angst, von Lust und Frust,
von Aktivität und Passivität erleben und erfahren die Kinder sich
selbst und andere. Sie eignen sich
zahlreiche Fertigkeiten und Fähigkeiten an, die immer wieder spielerisch inszeniert und damit vertieft
werden.
In der Freispielzeit bespielen die
Kinder den gesamten Kindergarten
und das Außengelände. Sie entscheiden wo, mit wem, was und
wie sie spielen. Die ErzieherInnen
nutzen diese Zeit,
um ihre Angebote zu reflektieren,
um gezielte Beobachtungen einzelner Kinder oder kleiner Gruppierungen durchzuführen,
um das Spiel der Kinder im Hinblick auf die Raumgestaltung
und die angebotenen Materialien zu beobachten,
um neue gestalterische Elemente
einzufügen,
um Interessen und Ideen der
Kinder wahrzunehmen, um diese für gezielte Angebote und Projekte aufzugreifen.
4.7 Angebote und Projekte
Die Angebote beziehen sich thematisch auf den Zuständigkeitsbereich, also das Schwerpunktthema,
der Erzieherin.
Sie orientieren sich an den Interessen und dem Entwicklungsstand der teilnehmenden Kinder.
Sie sind abwechslungsreich und
herausfordernd.
Sie geben den Kindern durch bedeutungsvolle
Inhalte
und
Handlungsmuster Impulse für
ihr eigenes Tun und Spiel.
Der Übergang zum Freispiel ist
fließend. Die Kinder können
das Begonnene ohne Anleitung
der Erwachsenen weiterführen,
es an Kinder, die nicht an dem
Angebot teilgenommen haben,
weitergeben,
es weiterentwickeln,
es wiederholen und vertiefen.
Projekte sind Angebotsreihen, die
sich auf ein Thema beziehen. Dieses Thema kann für den gesamten
Kindergarten für einen festgelegten Zeitraum gelten. Es können
»Durch das tägliche Zusammensein
wird es selbstverständlich, mit Menschen
in all’ ihren Verschiedenheiten und
Behinderungen zu leben und sie in ihrem
“Anderssein“ zu akzeptieren
und als Bereicherung zu erleben.«
sich aber auch nur einige Zuständigkeitsbereiche mit einem gemeinsamen Thema beschäftigen.
Außerdem werden Projekte für bestimmte Interessengruppen durchgeführt wie z.B. die Projekte mit
den älteren Kindern, die zur Schule kommen oder Projekte, die an
Waldtagen stattfinden. Ziel der
Projekte ist, sich Wissen, Kenntnisse und Fertigkeiten zu einem spezifischen Thema anzueignen und
vertiefende Lernerfahrungen zu
machen. Abschluss einer Projektphase kann eine Präsentation sein.
Akzeptieren
Schwerpunkte
»Es ist normal,
verschieden zu sein.«
Integrieren
5. Schwerpunkte unserer
Arbeit
5.1 Integration
Die Integrationsarbeit ist elementarer Bestandteil des Gesamtkonzeptes unserer Einrichtung.
Die offene Arbeit und eine am
Kind orientierte Arbeitsweise fördern das Zusammenleben von behinderten, entwicklungsverzögerten und nichtbehinderten Kindern.
Therapien für die Integrationskinder finden im Traumland, dem
Therapieraum des Kindergartens,
statt. ErgotherapeutIn, KrankengymnastIn und Logopäde/Logopädin kommen aufgrund ärztlicher
Verordnung in den Kindergarten.
Die Heilpädagogin erstellt gemeinsam mit dem Integrationsteam
und in Absprache mit dem Gesamtteam Förderpläne für jedes Integrationskind. Sie gibt den MitarbeiterInnen und Kindern Hilfestellung und Anregungen für den Umgang mit den einzelnen Integrationskindern. In regelmäßigen Abständen finden Gespräche zwischen TherapeutInnen, der Heil-
26
pädagogin und den ErzieherInnen
über die aktuelle Situation und
Entwicklung der betreffenden Kinder statt.
Durch das tägliche Zusammensein
wird es selbstverständlich mit
Menschen in all ihren Verschiedenheiten und Behinderungen zu
leben und sie in ihrem "Anderssein" zu akzeptieren und als Bereicherung zu erleben. Die Integrationskinder erfahren sich als gleichwertigen Teil der Gemeinschaft.
Der Tagesablauf und die Arbeitsmethoden sind prozessorientiert
und an den Lebenssituationen der
Kinder orientiert. Es geht um eine
ganzheitliche und systemische Begleitung und Förderung der Gesamtentwicklung.
Jedes Integrationskind soll sich
nach seinen Begabungen und
Fähigkeiten im Handeln, Spielen
und Lernen als kompetent erfahren. Es erhält von den Erwachsenen und den anderen Kindern Hilfen und Unterstützung, wo es notwendig ist und entwickelt ansonsten ein großes Maß an Autonomie, um den Alltag so selbstständig als möglich zu bewältigen.
Auch die Integrationskinder lernen im Freispiel mit den anderen
Kindern voneinander und durch
Abschauen. Sie lernen sich abzugrenzen und sich gegenseitig zu ergänzen. Sie finden Freunde, Freundinnen und SpielpartnerInnen
und entwickeln gemeinsame Interessen. Alle erfahren ihre individuelle Verschiedenheit und lernen
diese anzuerkennen.
Die Kommunikationsfähigkeit aller Kinder wird weiter entwickelt.
In den Angeboten und Projekten,
an den Turn- und Waldtagen können die Integrationskinder auf der
Basis ihrer Fähigkeiten mitwirken.
Die unterschiedlichen Möglichkeiten der Integrationskinder werden
bei der Planung berücksichtigt. Es
werden ihnen neue Handlungsimpulse gegeben.
Ein kontinuierlicher Kontakt und
Austausch zwischen den Eltern der
Integrationskindern und dem Kindergarten ist besonders wichtig.
Die Heilpädagogin und die ErzieherInnen bieten Beratung und
Entscheidungshilfen, z. B. bei der
Wahl von erforderlichen Therapie-
Schwerpunkte
Erforschen
formen und der Wahl der Schulform.
Durch Wohnortnähe und Kontaktmöglichkeiten im Kindergarten
werden von den Kindern und Eltern auch außerhalb der Einrichtung Kontakte wahrgenommen.
5.2 Natur und Umwelterleben
Die Entwicklung einer positiven
Haltung der Kinder zur Natur und
Umwelt hängt entscheidend davon ab, inwieweit sie die Möglichkeit zur Naturbegegnung haben.
Eigene Erfahrungen und Erlebnisse
mit Natur und Umwelt, mit Tieren
und Pflanzen lassen die Kinder die
Natur als wertvoll, liebens- und
schützenswert kennen lernen.
Inzwischen hat sich die Spiel- und
Umwelt der Kinder (wie unter Pkt.
2 beschrieben) auch auf dem Land
gewandelt. Die Erlebniswelt verändert sich immer stärker zur Konsumwelt.
Gärten, soweit noch vorhanden,
sollen gepflegt und ordentlich aussehen. Sie bieten kaum noch Spielräume für naturbezogenes Spiel.
Durch verschiedene Angebote,
Projekte und der naturnahen Gestaltung unseres Außengeländes
mit Büschen und Bäumen, Weidenhütte und Teich (siehe Skizze
S. 9) versuchen wir den Kindern
vielfältige Naturbegegnungen zu
ermöglichen.
Dazu gehört auch unser Waldtag,
der einmal in der Woche stattfindet. Die Kinder erleben die jeweilige Jahreszeit "hautnah". Sie können Tiere in ihrer natürlichen Lebenswelt beobachten, Pflanzen
kennen lernen und sich erstes
Wissen über Forst- und Landwirtschaft aneignen. Darüber hinaus
machen sie elementare Erfahrungen in der Sinneswahrnehmung,
sie spüren das weiche Moos, sie
riechen den Wald nach einem Regen. Sie erleben, dass man zum
Spiel nicht immer Spielzeug
braucht. Sie beobachten, probieren
aus und stellen Hypothesen auf.
Sie erfahren aber auch in intensiver Weise, dass bestimmte Aufgaben nur gemeinsam zu lösen sind
oder Wege nur gemeinsam bewältigt werden können. Sie erleben,
dass sie in manchen Fällen Hilfe
brauchen und umgekehrt, dass sie
auch manchmal selbst gebraucht
werden.
Unsere Ziele in Bezug auf Naturund Umweltarbeit sind:
Die Kinder erleben die Schönheit der Natur, sie erfahren etwas über den Kreislauf von Entstehen - Wachsen - Vergehen.
Die Kinder lernen begreifen,
dass Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander leben und
aufeinander angewiesen sind.
Behutsame
Entdeckungsreisen
in die Natur vermitteln eine positive Beziehung zu Pflanzen
und Tieren. Sie tragen dazu bei,
Rücksichtnahme auf empfindliche Lebensräume zu lernen.
Beobachten, Riechen, Fühlen,
Tasten und Erkennen schärft das
sinnliche
Wahrnehmungsvermögen.
Beim Umgang mit Geräten und
Werkzeugen erwerben die Kinder motorische Fertigkeiten und
entwickeln ihre Geschicklichkeit
weiter.
Bei der spielerischen Beobachtungs- und Untersuchungsarbeit
27
Schwerpunkte
im Gelände erwerben die Kinder
eine hohe Sachkompetenz.
Die Kinder lernen sich im
Gelände zu orientieren und sich
sicher zu bewegen.
5.3 Ernährung
Wir gestalten das tägliche Frühstücksbuffet vielseitig und abwechslungsreich, d. h. wir bieten
frisches Obst u. Gemüse der Saison,
verschiedene
Brotsorten
(meist Vollkorn), Müsli, Cornflakes, Marmelade, Milch und Milchprodukte an. Auch das Mittagessen
wird von unserer Köchin täglich
aus überwiegend frischem Gemüse
Eine gesunde Ernährung fördert
das Wohlbefinden und stärkt die
körpereigenen Abwehrkräfte.
Durch das vielfältige Angebot an
Lebensmitteln werden die Geschmacksnerven der Kinder trainiert, z.B. Rohkost, Nüsse, andere Süßungsmittel wie Honig.
Die Neugier auf unterschiedliche
Lebensmittel wird geweckt, z.B.
Paprika, Kohlrabi oder Kresse.
Die Kinder lernen neue Lebensmittel kennen.
"Das Auge isst mit" - Frische Lebensmittel sprechen durch Farbe
und Geruch an und fordern zum
Zugreifen auf.
rung zum Thema gemacht und
praktisch umgesetzt, z.B. wird
das Thema "vom Korn zum Brot"
bearbeitet. Hier erwerben die
Kinder Wissen über die Herkunft
von Getreide und den Herstellungsprozess von Brot. Oder die
Kinder spielen Restaurant, wobei
sie die Umgangsformen beim Essengehen einüben.
5.4 Psychomotorik
Der Begriff Psychomotorik bringt
zum Ausdruck, dass das GeistigSeelische und das Körperlich-Motorische in enger Verbindung stehen. Denken, Fühlen, Handeln,
Genießen
und Obst abwechslungsreich und
vollwertig zubereitet. Nachmittags
gibt es noch einmal frisches Obst,
Vollkornknäcke, Marmelade oder
Cornflakes und Milch.
Soweit wie möglich beziehen wir
die Lebensmittel aus biologischem
Anbau.
Unsere Ziele in Bezug auf das Essverhalten und die Essgewohnheiten der Kinder sind:
28
Die Kinder können häufiger, je
nach
Hungergefühl,
kleine
Mahlzeiten zu sich nehmen. Sie
lernen ihre Essbedürfnisse wahrzunehmen und für sich zu sorgen.
Die Lust am Essen wird unterstützt, indem sie mit den Freunden und Freundinnen zusammen essen gehen können.
In den Angeboten werden unterschiedliche Aspekte der Ernäh-
Wahrnehmen und Bewegen sind
untrennbar
miteinander
verknüpft. Kinder haben ein angeborenes Bewegungsbedürfnis, das zugunsten ihrer Entwicklung und ihrer Zufriedenheit gestillt werden
muss.
Bewegung ist die Voraussetzung
für jegliche Körpererfahrung, Materialerfahrung und Sozialerfahrung.
Schwerpunkte
Ziele:
Durch Bewegung
lernen die Kinder ihren Körper
wahrzunehmen, mit ihm umzugehen, sich selbst einzuschätzen.
Sie erlangen ein positives Selbstbild.
machen die Kinder unterschiedliche Materialerfahrungen.
Sie erkunden physikalische Gegebenheiten. Denkprozesse werden angeregt. Sie passen sich an
die Umwelt an und können diese aktiv verändern.
nehmen die Kinder Kontakt zu
anderen Kindern auf, lernen mit
anderen umzugehen, sich an andere anzupassen, aber auch andere zu verändern.
Es ist uns wichtig, den Kindern
möglichst viel Bewegungsraum sowie verschiedene ganzheitliche Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Unsere Arbeit im
offenen Konzept, verbunden mit
dem großen Außengelände, Räumen und Fluren, bietet den Kindern ausreichend Platz zum Bewegen und Sich-Ausprobieren. Kletterwände, Ballbad, Springtürme,
Rutschen, Fahrrad-, bzw. Dreiradweg sind einige Beispiele, die die
Kinder zur Bewegung anregen. Sie
finden einerseits im Freispiel in
den Innenräumen und im Außenbereich Materialien (u. a. Kisten,
Bretter, Seile, Korken, Papierrollen)
vor, die sie für ihre Bewegungsbedürfnisse nutzen können. Andererseits werden geplante, entwicklungsorientierte Bewegungsangebote (u. a. Spiele, Tanzen, Budenbau, Phantasiereisen) innerhalb
der Angebotszeit durchgeführt.
Darüber hinaus bieten wir den
Kindern einmal wöchentlich einen
Turntag in der Kerstlingeröder
Schulturnhalle und einen Waldtag. Beides erreichen wir mit dem
Bus. Turnhalle und Wald ermöglichen andersartige Bewegungserfahrungen als der Kindergarten. In
der großräumigen Turnhalle haben
die Kinder Kontakt mit Großgeräten. Im Wald erleben die Kinder
Naturmaterialien, unterschiedliche
Bodengegebenheiten und Wetterverhältnisse.
Bei all diesen Bewegungs- und Erfahrungsmöglichkeiten ist es wichtig, dass das Kind einen Wechsel
von Spannung und Entspannung
erlebt. Deshalb finden Kinder bei
uns sowohl Räume vor, die zum
Toben und zur Bewegung motivieren als auch Räume, die zum Ausruhen bzw. zum ruhigen Spiel einladen (u. a. Bücherei, Traumland).
5.5 Religionspädagogik
Unser Denken, Reden und Handeln wird immer wieder durchdrungen von der religiösen Dimension des Lebens. Die Fragen
der Kinder lauten z. B.:
Wo war ich bevor ich geboren
wurde?
Wo wohnt Gott?
Warum ist Gott unsichtbar?
Wer hat die Welt gemacht?
Warum gibt es Kriege?
Warum sind Menschen krank?
Wo ist denn meine Oma jetzt?
Für uns als ErzieherInnen in einem
evangelischen Kindergarten ist es
wichtig, bei dem Beantworten der
Fragen in unserer Person authentisch zu sein und die eigenen Fra-
29
Schwerpunkte
gen und Glaubensvorstellungen
mit einzubringen. Wir lassen im
Zusammenleben mit den Kindern
und im Umgang miteinander
christliche Werte erfahrbar und lebendig werden.
Die Kinder finden ein Vertrauen
ins Leben und letztendlich in
Gott, indem sie Vertrauen zu
ihren Bezugspersonen erleben
und damit Vertrauen zu sich
selbst entwickeln können.
Sie erleben sich als Teil einer
Gemeinschaft, in der sie sich
geborgen fühlen, in der Freundschaft gedeihen kann und Konflikte ausgetragen werden.
Wir achten die Würde jedes Einzelnen und üben uns in Toleranz und Offenheit im Umgang
miteinander.
Indem wir Verständnis füreinander aufbringen, verzeihen und
teilen lernen sowie Solidarität
mit Schwächeren üben, leben
wir Nächstenliebe.
Wichtige Elemente
religionspädagogischer Arbeit:
Hierzu gehören Rituale wie z.B.
ein Gebet oder ein Lied vor dem
Mittagessen, die Gestaltung einer
Geburtstagsfeier, der Ablauf der
Kinderversammlung. Kinder lieben
und brauchen diese wiederkehrenden Abläufe. Sie geben ihnen Orientierung, Sicherheit und ein Gefühl von Verlässlichkeit in ihrer
Alltagsbewältigung und letztlich in
ihrem Glauben.
Biblische
Geschichten
und
Gleichnisse erzählen von den
Menschen und ihren Erfahrungen
mit Gott und der Welt. Sie bieten
den Kindern viel Stoff und Anregung für die eigene Werteentwicklung und Lebensgestaltung.
Die christlichen Feste wie Advent, Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten begleiten uns
durch das Jahr. Das Geschehen um
diese Feste wird immer wieder neu
erzählt, besprochen, gespielt und
gefeiert.
5.6 Sprachförderung
Wir sehen die Sprachförderung als
Bestandteil ganzheitlicher Förderung an. Das Lernen einer Sprache
findet durch Forschen, Beobachten, Ausprobieren und Experimentieren statt. Kinder lernen in Spielund Handlungssituationen unter
Einbeziehung des Körpers und der
Sinne.
Die kindliche Sprachbildung verläuft über sensomotorische Erfahrungen des Greifens hin zum Denken und Wiedererkennen, dem Begreifen. Sind diese Bausteine entwickelt bildet das Kind den
Begriff. Es stellt seine Erfahrungen
mit Hilfe der Sprache dar.
Sprachförderung richtet sich an
alle Kinder mit dem Ziel, sie miteinander in Kontakt zu bringen.
Sie setzt an der Individualität der
Kinder an und führt zu differenzierter Förderung. Unsere Ziele beziehen sich auf die Sprech-, auf die
Sprach- und auf die Gesprächsfähigkeit sowie auf die phonologische Bewusstheit und erste Begeg-
Feiern
30
Schwerpunkte
nungen mit Symbolen und Schrift.
Sprachförderung findet in täglichen Gesprächen des Kindergartenalltags statt. Situationen werden aufgegriffen, die die Kinder
motivieren ihre Sprachkenntnisse
auszubauen.
Wir sind uns der Bedeutung der
Sprache im täglichen Miteinander
und als Sprachvorbilder bewusst.
Der Alltag ist sprachanregend gestaltet. Zum einen durch uns als
ErzieherInnen.
Zum
anderen
durch eine Vielzahl unterschiedlichster Materialien, die besonders
geeignet sind, die Sprache zu fördern wie Bilderbücher, Geschichten, Abzählverse, Reime, Märchen,
Rollenspiele, Lieder, Gesellschaftsspiele, usw.. Diese Materialien sind
für die Kinder in den Räumen frei
zugänglich. Weitere Aspekte in der
Gestaltung der Räume haben die
Förderung der Sprache im Blick,
wie z. B. die Bühne im Theater, der
Computer auf der Theaterempore
oder das Bilderbuchregal in der
Bücherei.
5.7 Übergangszeiten:
Eingewöhnungszeit
und Schulvorbereitung
Der Kindergarten ist für zwei wichtige Übergangsphasen in der Kindheit eines Kindes zuständig.
Der Kindergartenbeginn bedeutet
für das Kind meist die erste kontinuierliche Trennung von seiner Familie. Es ist in einem neuen sozialen System auf sich allein gestellt
und geht in der Regel die erste
außerfamiliäre Bindung zu einer
Erzieherin/einem Erzieher ein.
Nach der Kindergartenzeit beginnt
der Schulalltag für das Kind. Auch
dieser Übergang will vorbereitet
sein.
Beide Übergangsphasen bergen
eine Vielzahl von Lernmöglichkeiten, um Kompetenzen für Übergangssituationen zu bilden. Sich
von etwas zu trennen und etwas
Neues zu beginnen wird dem Kind
im Leben immer wieder abverlangt. Deshalb legen wir in unserer
Einrichtung ein besonderes Augenmerk auf diese beiden Phasen.
Orientieren
Das Kindergartenjahr beginnt im
August immer mit der Eingewöhnungszeit für die neuen Kinder
und Eltern. Dies ist nicht nur für
die neuen Kinder und Eltern eine
sensible Zeit, da Ablösung und
Neuorientierung ineinander übergehen, sondern es ist auch für uns
als ErzieherInnen immer wieder
eine neue Herausforderung.
Vor den Sommerferien findet ein
Elternabend für die neuen Eltern
statt. Wir informieren über unser
pädagogisches Konzept und über
unser Vorgehen in der Eingewöhnungszeit.
Die neuen Kinder kommen an den
ersten beiden Nachmittagen nach
der Schließzeit zusammen mit
ihren Eltern. An den Vormittagen
dieser beiden Tage werden die ”alten“ Kinder auf die neue Gruppensituation und die Aufgaben für sie
als ältere Kinder, die den Kindergarten kennen, eingestimmt. Ab
dem 3. Tag kommen die neuen
Kinder vormittags. Hier werden
zwischen ErzieherInnen und Eltern individuelle Absprachen getroffen, um den Ablöseprozess und
die erste große Trennung gelingen
zu lassen.
Ca. 5 Wochen lang bespielen die
Stammgruppen in einer festgelegten Abfolge alle Räume des Kindergartens. So lernen die neuen Kinder
gemeinsam
mit
ihren
ErzieherInnen und den "alten"
Kindern den Kindergarten Raum
für Raum kennen. Sie hören welche Regeln gelten und machen erste Spielerfahrungen.
Ziel ist es, die neuen Kinder in die
Gruppe zu integrieren, ihnen Halt
und Orientierung zu geben.
31
Schwerpunkte
Fördern
Sie sollen sich angenommen
fühlen und sich als Teil ihrer
Stammgruppe erleben.
Im letzten Kindergartenjahr wird
den Kindern bewusst, dass sie jetzt
die Großen sind, die als nächste
zur Schule kommen werden. Sie
beginnen sich innerlich auf diesen
Übergang vorzubereiten.
Um schulfähig zu werden, bedarf
es vieler kleiner Entwicklungsschritte, die von Eltern und Kindergarten und in den letzten Wochen vor der Einschulung auch
von der Schule begleitet und angeregt werden müssen.
Um uns ein Bild über den Entwicklungsprozess und die Fähigkeiten
der einzelnen Kinder zu machen,
treffen wir uns ab Januar mit den
älteren Kindern regelmäßig zu gemeinsamen Aktivitäten unter dem
Thema "Was wir alles können!"
Die Kinder gestalten eine "Könnermappe", die sie am Ende der
Kindergartenzeit mit nach Hause
nehmen.
In diesem letzten halben Jahr vor
der Einschulung führen wir außer-
32
dem gemeinsam mit den älteren
Kindern Projekte durch. Wir
wählen für die Kinder oder mit ihnen interessante Themen aus und
beleuchten diese über einen längeren Zeitraum aus verschiedenen
Blickwinkeln. Hier werden Anforderungen gestellt, bei denen die älteren Kinder ihr Potential auf besondere Weise entfalten können.
Als Abschluss findet im Mai für
zwei Tage ein Aufenthalt in
Potzwenden im Feuerwehrzentrum
statt. Die Kinder freuen sich schon
Wochen vorher darauf und bereiten gemeinsam mit den ErzieherInnen diese Reise und den Ablauf
dort vor.
Die letzte Zeit im Juni/Juli ist geprägt von Kontakten mit der
Grundschule. Die Kinder laden die
GrundschullehrerInnen in den
Kindergarten ein. Sie besuchen die
Grundschule und nehmen dort
am Unterricht teil und bekommen
von den Schulkindern alle Räumlichkeiten gezeigt.
Im Team besprechen wir im März
jedes einzelne Kind, das in diesem
Jahr eingeschult werden soll. Wir
tauschen Beobachtungen und Einschätzungen zum individuellen
Entwicklungsprozess aus und erstellen einen Handlungsplan für
die Begleitung und Förderung der
einzelnen Kinder.
Die Eltern werden über die Inhalte
und Ziele dieser Arbeit mit den
Kindern im letzten Kindergartenjahr informiert. Es finden Informationselternabende statt, die von
Kindergarten und Grundschule gemeinsam gestaltet werden.
Des weiteren können sie mit den
ErzieherInnen im Elterngespräch
über den Stand des Entwicklungsprozesses ihres Kindes und über
unseren Handlungsplan sprechen.
Der Umgang der Eltern mit dem
Kind und der des Kindergartens
werden aufeinander abgestimmt.
Die Eltern können sich ein Bild
über die Entwicklung und Fähigkeiten ihres Kindes machen und
auf dieser Grundlage über den Einschulungszeitpunkt entscheiden.
Zusammenarbeit
6. Zusammenarbeit
Wir arbeiten im Kindergarten mit
vielen unterschiedlichen Menschen, Gruppen und Institutionen
zusammen:
Gemeinde
Gleichen
Fachberatung
für Ev. Kindergärten
Jugend-,
Sozialamt
Diakonisches
Werk
Kindergarten
Erziehungsberatung
Frühförderung
Fachschule für
Sozialpädagogik
eine tägliche
Frühbesprechung,
die wöchentliche
Dienstbesprechung,
regelmäßig Supervision und
die Teamwoche nach der Sommerpause.
PRAXISPROBLEM
Wird gemeinsam benannt und definiert.
INFORMATIONSGEWINNUNG
Umfangreiche Informationen werden zusammengetragen. Sie helfen das Problem zu verstehen.
DISKUSSION
ALLER BETEILIGTEN
Lösungsmöglichkeiten werden gesucht
und diskutiert, eine Absprache wird getroffen.
HANDELN
Die neue Absprache wird erprobt und auf ihre
Wirkung hin reflektiert. Ist die Lösung nicht
zufrieden stellend, muss ein neuer Konsens
gefunden werden.
34
TherapeutInnen
KindergartenAusschuss
Träger
6.1 Zusammenarbeit im Team
In der offenen Kindergartenarbeit
ist die Teamarbeit eine wichtige
Voraussetzung für das Gelingen
der pädagogischen Arbeit.
Formen des regelmäßigen Austauschs, die uns wichtig sind:
Elternvertretung
andere
Kindergärten
Grundschule
Teamarbeit bedeutet für uns, miteinander in Beziehung und Kommunikation zu stehen. Gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung
sind die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. JedeR
MitarbeiterIn bringt ihre/seine eigenen Stärken ein. Grundvoraussetzung zur Weiterentwicklung der
pädagogischen Arbeit ist die Bereitschaft und Fähigkeit jeder Mitarbeiterin/jedes Mitarbeiters, sich
selbst und das eigene Tun zu reflektieren. Weiterhin ist es uns
wichtig kooperations-, aber auch
konfliktfähig zu sein. Die Lust an
der Arbeit und am Weiterlernen ist
die Basis für einen gut entwickelten Teamgeist und für die Qualität
der pädagogischen Arbeit. JedeR
ErzieherIn nimmt einmal jährlich
an einer Fortbildung außerhalb der
Einrichtung teil. In der Regel bezieht diese sich thematisch auf
ihren/seinen inhaltlichen Schwerpunkt.
Als Grundlage unserer Arbeit, sowohl mit den Kindern als auch im
Team, dient uns das Modell der
Handlungsforschung (links).
Zusammenarbeit
Konsens
6.2 Zusammenarbeit
mit den Eltern
Wenn Eltern ihr Kind in den Kindergarten schicken, vertrauen sie
es den ErzieherInnen an. Um Vertrauen aufzubauen und weiter zu
entwickeln ist eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern notwendig.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Elternarbeit zu gestalten.
Kontakte zwischen Eltern und ErzieherInnen finden z.B in Türund Angelgesprächen während
der Bring- und Abholzeit statt.
Wichtig sind uns Einzelgespräche
zwischen den GruppenerzieherInnen und den Eltern. Diese finden
nach Bedarf statt. Hier ist Raum
und Zeit über die Entwicklung des
Kindes zu sprechen, auf Sorgen
und Ängste einzugehen und weitere Schritte gemeinsam zu überlegen.
Im laufenden Kindergartenjahr finden Gruppenelternabende statt.
Hier stehen Informationen zur
Stammgruppe im Vordergrund, der
Kontakt der Eltern untereinander
wird gefördert, Gruppenausflüge,
Feiern o. ä. werden geplant.
Wir gestalten themenbezogene
Gesamtelternabende. Hier informieren wir über aktuelle pädagogische und gesellschaftliche Themen
und bieten Gelegenheit zum gruppenübergreifenden Gespräch und
zur Diskussion.
Ein wichtiges Gremium ist der Elternbeirat, der sich aus zwei ElternvertreterInnen jeder Gruppe
zusammensetzt und der am ersten
Gruppenelternabend des Kindergartenjahres gewählt wird.
Er wirkt als Bindeglied zwischen
Kindergarten, Träger und Eltern.
35
Zusammenarbeit
6.3 Zusammenarbeit
mit dem Träger
Die Zusammenarbeit zwischen Träger und Kindergarten findet in drei
Gremien statt
dem Kindergartenausschuss,
dem Kirchenvorstand und
dem Kuratorium.
Die Kindergartenleitung ist Bindeglied zwischen Träger und Kindergarten. Sie trifft sich regelmäßig
mit dem Kindergartenausschuss.
Diesem Ausschuss gehören drei
Mitglieder des Kirchenvorstandes
an. Es werden aktuelle Fragen,
Themen und Probleme besprochen und beraten.
Sind den Kindergarten betreffende
Entscheidungen in der Kirchenvorstandssitzung zu treffen, so bereitet der Ausschuss eine Vorlage vor.
Die Leiterin nimmt als beratendes
Mitglied an der Sitzung teil.
In der Regel findet einmal jährlich
eine Kuratoriumssitzung statt, in
der der Haushalt für das kommende Kindergartenjahr beraten wird
und aktuelle Entwicklungen thematisiert werden. Zum Kuratorium
gehören die Mitglieder des Kirchenvorstandes, GemeindevertreterInnen, ElternvertreterInnen, die
Kindergartenleitung und eine Mitarbeiterin.
6.4 Zusammenarbeit
mit anderen Institutionen
Wie die Abbildung unter Punkt 6
zeigt kooperieren wir mit vielen
Institutionen:
Wir stehen in regelmäßigem
Austausch mit den Kindergärten der Gemeinde Gleichen
36
und mit evangelischen Kindergärten im Sprengel Göttingen.
Fachliche Beratung erhalten wir
von der Fachberatung für ev.
Kindertageseinrichtungen im
Sprengel Göttingen und vom
Diakonischen Werk in Hannover.
Als Ausbildungsstätte bieten
wir Schülern und Schülerinnen
der Fachschulen für Sozialpädagogik Duderstadt und der
BBS III in Göttingen sowie der
Heilerziehungspflegeschule
in
Uslar Praktikumsplätze. Wir leiten die PraktikantInnen in Kooperation mit den Schulen in ihrer praktischen Ausbildung an.
Im Kontakt mit der Erziehungsberatung und der Frühförderung der Caritas in Duderstadt
und in Göttingen besprechen
wir die Entwicklung der Arbeit
am einzelnen Kind und gestalten
Informationsveranstaltungen gemeinsam.
Uns ist die Zusammenarbeit
mit allen am Erziehungs- und
Bildungsprozess
Beteiligten
sehr wichtig. Kontakt und Austausch sind notwendig, um
den individuellen Prozess am
Kind sinnvoll zu gestalten und
die gesellschaftliche Entwicklung bezüglich des Stellenwertes der Kindergartenpädagogik
und der dafür notwendigen
Rahmenbedingungen mit zu
gestalten.
Anhang
Verwendete Literatur:
Kindergartenpädagogik-Online
Handbuch-Hrsg.
Martin R. Textor
Tageseinrichtungen für
Kinder - Gesetz und Richtlinien
Niedersächs. Kultusministerium,
1999
RahmenkonzeptionTageseinrichtungen für Kinder
im Bereich der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, 1996
Offener Kindergarten konkret
Gerhard Regel/Axel Jan Wieland
1993
Pädagogik
Hermann Hobmair, 1996
Das Kind zur Rose machen
Hrsg. Klaus Klattenhoff,
Reinhard Pirschel,
Axel Jan Wieland,1999
Kindheit in Bewegung
Hrsg. Renate Zimmer/
Ina Hunger, 2001
Heut` bin ich Pirat!
Bewegungsangebote im
Kindergarten
Annette und Christine Krawietz,
Marianne Rohr,
Frank P. Schröder,1998
Erfolgreich starten!
Schulfähigkeitsprofil als Brücke
zwischen Kindergarten und
Grundschule Hrsg. Ministerium
für Schule, Jugend und Kinder
des Landes Nordrhein-Westfalen
Texte zur aktuellen Bildungsdiskussion in evangelischen
Tageseinrichtungen für Kinder"
Bundesvereinigung
Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V, 2002
37
Anhang
An diesem Konzept
haben mitgearbeitet:
die sozialpädagogischen
Fachkräfte des Teams
Ortrud Kaisinger, Leitung
Ilona Wolf, stellvertr. Leitung
Silvana Stechel, Heilpädagogin
Sylvia Andres
Anja Bauer
Hanne Burmester
Birgit Kniza
Silke Roth
Marianne Simon
Karin Weinrich
Alicja Wojcik
als fachliche Beratung
Jutta Gottschalt, Supervisorin
und Organsiationsentwicklerin
der Kindergartenausschuss
des Kirchenvorstandes
Gabriele Tappe-Seufer
Matthias Gieschler
Pastor Burkhard Jäckh
Skizzen
Nadja Halweg
Layout
Olaf Knauft
Druck
Keitz und Fischer Druck GmbH
39
Schutzgebühr: 3,– €
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