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Makro Research

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Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Griechenland, Schweiz und Rohöl lassen Märkte in Hektik
verfallen
Immer wenn man denkt, jetzt kann es wirklich nicht mehr unruhiger werden, dann
wird man eines Besseren belehrt. Im Vergleich zu den ersten Tagen des neuen Jahres
erscheint der im vergangenen Jahr immer wieder aufflackernde geopolitische Stress
im Rückblick geradezu harmlos. Allein in den ersten zwei Handelswochen gab es
schon drei Tage, an denen der Deutsche Aktienindex DAX zum Handelsende um
mehr als 3 % über bzw. unter dem Eröffnungsniveau lag. Im Gesamtjahr 2014 hat
es lediglich einen (!) solchen Tag gegeben. Erst sorgten die Griechen mit der anstehenden Parlamentswahl für Kursausschläge. Und dann gab es Mitte Januar eine
echte Überraschung aus der Schweiz: Die Nationalbank gab die Wechselkursuntergrenze für den Schweizer Franken von 1,20 gegenüber dem Euro auf, und der
Schweizer Franken wertete schlagartig deutlich auf. Kurzfristig erwarten wir, dass
sich der Franken zunächst etwas oberhalb der Parität gegenüber dem Euro einpendelt.
Deutscher Aktienindex DAX
Indexpunkte
10100
10000
9900
9800
9700
9600
9500
9400
2.1.15
5.1.15
8.1.15
11.1.15
14.1.15
Quellen: Deutsche Börse AG, DekaBank
Es sind keine normalen Zeiten, darauf kann man sich schnell einigen. Immer mehr übernehmen die Notenbanken das Kommando an
den Finanzmärkten. Am Ende wirken sie jedoch stabilisierend. Vor allem die Europäische Zentralbank (EZB) setzt weiter auf Krisen- und
Deflationsbekämpfung, auch mit umfassenderen Anleihekäufen. Aktuell sind die Inflationsraten vor allem ölpreisbedingt nach unten
gedrückt. Hier erwarten wir in den kommenden Monaten eine Gegenbewegung. Indes sind die Wachstumsperspektiven derart moderat, dass die EZB für geraume Zeit keinen Inflationsdruck zu befürchten braucht.
Auf der Suche nach der Rückkehr zur Normalität wird man derzeit am ehesten in den USA fündig. Dort finden sich solide Wachstumsraten, getragen von steigenden Finanz- und Immobilienvermögen sowie einer positiven Lohneinkommensentwicklung. Da die Arbeitslosenquote auf zuletzt 5,6 % zurückgegangen ist und auch die Bereinigung im Bankensektor weitgehend abgeschlossen ist, sieht die
amerikanische Notenbank Fed die Chance gekommen, die Leitzinsen noch in diesem Frühjahr anzuheben. Die Wende hin zur geldpolitischen Normalität wird also bald angetreten, aber der Weg dorthin ist lang. Mit der bevorstehenden Zinswende wird der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter zulegen.
Es wird sich in diesem Jahr noch einiges im makroökonomischen Weltgefüge bewegen. Aus europäischer Sicht ist das Zinstief fixiert,
sodass unter Renditegesichtspunkten kein Weg daran vorbei führt, ein gewisses Risiko bei der Geldanlage in Kauf zu nehmen, um eine
auskömmliche Rendite zu erzielen. Hierbei sehen wir bei Aktien zwar ein begrenztes, aber eben doch das größte Potenzial für Wertsteigerungen. Mit Blick auf die Nervosität der Märkte sollte dabei die Maxime einer breiten Streuung der Geldanlagen in besonderem Maße
berücksichtigt werden.
Inhalt
Die wichtigsten Prognoserevisionen und Änderungen
Seite
+ Tieferer Verlauf der Renditen langlaufender Bundesanleihen.
Konjunktur Industrieländer
2
Märkte Industrieländer
3
Emerging Markets
6
+ Abwärtsrevision Inflation Euroland für 2015: 0,4 % (bisher 0,6 %).
Szenarien
7
+ Aufwärtsrevision BIP USA für 2015: 3,3 % (bisher 3,0 %).
Weltwirtschaftliche Entwicklung
8
Zinsbild für Industrieländer
9
+ Inflation USA: Abwärtsrevision für 2015: 1,1 % (bisher
1,9 %); Aufwärtsrevision für 2016: 2,8 % (bisher 2,5 %).
Zinsbild für EM-Länder / Renditespreads
10
Währungen / Rohstoffe
11
Ansprechpartner
12
+ Zinsen USA: erste Leitzinsanhebung im April 2015 (bisher
März 2015); Abwärtsrevision der Treasury-Renditen.
+ Abwärtsrevision Rohölpreis für 2015: WTI/Brent: 67/70
US-Dollar (bisher 84/87 US-Dollar).
1
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Konjunktur Industrieländer
Deutschland: BIP (% ggü. Vorquart., sb)
3
Deutschland
Während die Stimmungsindikatoren vor dem Hintergrund der sinkenden Ölpreise
und der Euro-Abwertung nach oben zeigen, lieferten die harten Indikatoren zuletzt
noch ein gemischtes Bild. Alle industrienahen Indikatoren waren schwach. Dagegen
entwickelte sich der Einzelhandelsumsatz weiter stark. Damit setzt sich das qualitative Bild des dritten Quartals 2014 auch im Schlussquartal fort: Der private Konsum
ist derzeit der Konjunkturmotor Nummer Eins. Je länger die Euro-Schwäche anhält,
desto stärker dürfte der Funke auf die Investitionen und den Export überspringen.
Insgesamt kann man mit dem Schlussquartal 2014 zufrieden sein, denn es dürfte
die ursprünglich verhaltenen Prognosen eines Wachstums des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal übertreffen.
2
1
0
-1
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Destatis, Prognose DekaBank
Prognoserevision: Leichte Aufwärtsrevision des Wachstums in 2015 um 0,1 Prozentpunkte auf 1,4 %.
Euroland: BIP (% ggü. Vorquart., sb)
Euroland
Die Wirtschaft in Euroland bekommt gegenwärtig aus verschiedenen Quellen einen
angenehmen Rückenwind. Die fallenden Energiepreise helfen den Unternehmen
und Konsumenten, der Außenhandel profitiert von der Abwertung des Euros und
die Finanzierungskosten der wirtschaftlichen Akteure werden durch die Europäische
Zentralbank gesenkt bzw. niedrig gehalten. Für einen kräftigen Wachstumsimpuls
muss der Euro aber noch stärker abwerten und die niedrigen Energiepreise auch für
längere Zeit Bestand haben. Es dürfte daher auch im ersten Quartal 2015 noch
nicht für eine deutliche Wachstumsbeschleunigung reichen. Allerdings führten die
fallenden Energiepreise im Dezember 2014 erstmals seit 2009 wieder zu einer negativen Inflationsrate von -0,2 %.
1,0
0,5
0,0
-0,5
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Prognoserevision: Inflationsrate 2015: 0,4 % (bisher: 0,6 %).
Quelle: Eurostat, Prognose DekaBank
USA: BIP (% ggü. Vorquart., ann., sb)
5
4
3
2
1
0
-1
-2
-3
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Bureau of Economic Analysis, Prognose DekaBank
USA
Die US-Wirtschaft befindet sich weiterhin auf einem überraschend hohen Wachstumspfad. Ungewöhnlich und unerwartet deutlich wurde der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal 2014 nach oben revidiert. Zudem signalisieren
nun auch die vorliegenden Daten für das vierte Quartal eine kräftigere Wachstumsdynamik. Der weitere Konjunkturausblick wird entscheidend von der Zinssowie der Energiepreisentwicklung mitbestimmt. Sollten weder die Zinsen noch die
Energiepreise in den kommenden Monaten wieder ansteigen, müsste für diesen
Zeitraum sogar mit einer sehr hohen Wachstumsdynamik gerechnet werden. Aufgrund der gesunkenen Energiepreise ist für Januar mit einer negativen Inflationsrate
bei den Verbraucherpreisen zu rechnen.
Prognoserevision: Bruttoinlandsprodukt: 3,3 % für 2015 (bisher: 3,0 %); Inflationsrate 2015: 1,1 % (bisher 1,9 %) sowie 2016: 2,8 % (bisher: 2,5 %).
2
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Märkte Industrieländer
EZB: Hauptrefinanzierungssatz (% p.a.)
Europäische Zentralbank / Geldmarkt
2,0
0,0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Wir gehen davon aus, dass die EZB schon bei ihrer Sitzung am 22. Januar eine
quantitative Lockerung beschließen wird. Die genaue Zusammensetzung ihrer
Wertpapierkäufe aus Staatsanleihen und Papieren anderer Emittenten ist für den
Geldmarkt von nachgelagerter Bedeutung. Entscheidend ist vielmehr, dass die EZB
zusammen mit den noch anstehenden TLTROs sowie den bereits beschlossenen
Ankäufen von ABS und Covered Bonds ihre Bilanzsumme massiv ausweitet. Nach
einer vorübergehenden Liquiditätsverknappung durch die Rückzahlung der beiden
Dreijahrestender in den nächsten Wochen dürfte es daher zu einer erheblichen
Zunahme der Überschussreserven im Bankensystem kommen. Diese werden ihren
Scheitelpunkt voraussichtlich erst im Jahr 2016 erreichen, sodass sich der Abwärtsdruck auf die Geldmarktsätze vorerst noch weiter verstärkt.
Quelle: Europäische Zentralbank, Prognose DekaBank
Prognoserevision: –
Bundesanleihen (Rendite in % p.a.)
Rentenmarkt Euroland
1,5
1,0
0,5
4
3
2-jährige
10-jährige
2
1
0
-1
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Die bevorstehenden Wertpapierkäufe der EZB und die deshalb weiter ansteigende
Überschussliquidität im Bankensystem dürften die Renditen kurz laufender Bundesanleihen noch für lange Zeit im negativen Terrain fixieren. Demgegenüber sind die
Effekte am langen Ende weniger eindeutig: Den direkten, renditesenkenden Wirkungen der Anleihekäufe steht die von der EZB gewünschte Zunahme der langfristigen Inflationserwartungen gegenüber. Wir gehen von einem breit angelegten
Ankaufprogramm aus, das nur zu einem geringen Teil auf Bundesanleihen entfällt.
Gleichzeitig dürfte die EZB entschlossen genug auftreten, um die Inflationserwartungen der Marktteilnehmer zu beeinflussen. In der Summe rechnen wir daher mit
leicht steigenden Renditen langlaufender Bundesanleihen.
Prognoserevision: Tieferer Verlauf der Renditen langlaufender Bundesanleihen.
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
US-Staatsanleihen (Rendite in % p.a.)
5
4
2-jähr. Treasuries
10-jähr. Treasuries
3
2
1
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Rentenmarkt USA
Zentralbankchefin Yellen hat bei ihrer Pressekonferenz zum letzten Zinsentscheid
die Leitzinswende im März dieses Jahres ausgeschlossen, sodass wir nun für April
mit der ersten Erhöhung rechnen. Der exakte Zeitpunkt wird in erster Linie von der
Entwicklung des Auslastungsgrads am Arbeitsmarkt bestimmt werden. Dem Sitzungsprotokoll zu diesem Zinsentscheid ließ sich entnehmen, dass die Preisentwicklung bereits für die Leitzinswende ausreichend hoch ist. Das wichtigste Preismaß ist
für die Fed der Deflator der privaten Konsumausgaben ohne Energie und Lebensmittel. Die US-Rentenmärkten haben sich zuletzt weiter von den fundamental gerechtfertigten Niveaus entfernt. Zusammen mit der anstehenden Leitzinswende
dürfte etwas mehr Realismus an den US-Rentenmärkten zurückkehren.
Prognoserevision: Verschiebung der Leitzinswende von März auf April 2015; niedrigeres Renditeniveaus über den gesamten Laufzeitenbereich.
3
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Märkte Industrieländer
Aktienmarkt Deutschland
Aktienmarktprognosen
Aktuell
DAX
in 3
in 6
in 12
15.01.15
Monaten
10 032,61
10 000 10 500 10 500
Nachrichtlich:
EuroStoxx50
3 157,36
3 200
3 300
3 400
S&P 500
1 992,67
2 050
2 050
2 100
Topix
1 376,60
1 400
1 350
1 300
Die Liste der die Stimmung belastenden Unwägbarkeiten ist lang, und so verwundert es nicht, dass der deutsche Aktienmarkt einen sehr volatilen Jahresauftakt
hatte. Anleger sind in diesem Jahr gut beraten, mit einer anhaltend hohen Schwankungsbreite am Aktienmarkt zu rechnen. Trotz dieser erhöhten Volatilität bleiben
die Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt im Jahr 2015 intakt. Dies gilt insbesondere für deutsche Unternehmen, die vom Trend der fallenden Energiepreise
sowie des schwachen Euro-Wechselkurses in besonderem Maße profitieren werden.
Zudem ist der Markt nicht überbewertet. Im Gegenteil, vor allem mit Blick auf die
an den Anleihemärkten zu erzielenden Renditen ist die Bewertung geradezu günstig.
Prognoserevision: –
Quelle: Deutsche Börse, Prognose DekaBank
iTraxx Europe (Basispunkte)
200
150
100
50
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Unternehmensanleihemarkt Euroland
Der Start ins neue Handelsjahr ist recht holprig verlaufen. Dies deutet an, dass auch
weiterhin mit hohen Volatilitäten zu rechnen ist. Die Unsicherheit über den politischen Fortgang in Griechenland, ein nur schwaches konjunkturelles Umfeld in Euroland und geopolitische Risiken erhöhen die Anforderungen der Investoren an Risikoprämien. Gleichzeitig lässt aber die EZB keinen Zweifel daran, entschlossen gegen
deflationäre Tendenzen vorzugehen und voraussichtlich schon bald mit einem massiven Ankaufprogramm verschiedener Anleihen zu beginnen. Dadurch wird das
Zinsniveau noch weiter nach unten gedrückt und Risikoprämien sollten zusätzlich
nachgeben. Niedrige Energiepreise und der fallende Eurokurs unterstützen zudem
große Firmen dabei, ihre Umsätze und Erträge weiter auszubauen. Unternehmensanleihen bleiben daher trotz rekordtiefer Renditen attraktiv.
Quelle: International Index Company, Prognose DekaBank
Covered Bonds 5J (Rendite in % p.a.)
5
4
3
2
1
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015
Covered Bonds
Nach anfänglicher Euphorie über das Ankaufprogramm der EZB für Covered Bonds
kehrte etwas Ernüchterung ein, und einige Investoren tauschten gedeckte Anleihen,
die teilweise auf deutlich niedrigere Renditen als Staatsanleihen gerutscht waren,
wieder in Staatsanleihen. Mit der Aussicht auf eine Ausweitung der Anleihekäufe
der EZB auf Staatspapiere haben sich letztere nochmals kräftig verteuert. Inzwischen
weisen viele Kernstaaten Eurolands bei kurzen bis mittleren Laufzeiten negative
Renditen aus. Gedeckte Anleihen haben dadurch wieder an Attraktivität gewonnen.
Wenngleich der Sekundärmarkt noch recht illiquide ist, werden Neuemissionen
jedoch stark gesucht. Deutsche Pfandbriefe erfreuen sich unverändert hoher
Beliebtheit und handeln zumeist tief unter vergleichbaren Swapsätzen. Sehr kurze
Fälligkeiten notieren sogar mit negativen Renditen.
Quelle: Bloomberg
4
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Märkte Industrieländer
Wechselkurs EUR-USD
1,5
1,4
1,3
1,2
1,1
1,0
0,9
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Devisenmarkt: EUR-USD
Seit Anfang Dezember hat der Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,25 EUR-USD
bis auf 1,17 EUR-USD abgewertet. Damit erreichte er den niedrigsten Wert seit
Dezember 2005. Dabei ist die europäische Gemeinschaftswährung sowohl durch
Nachrichten aus den USA als auch aus Europa unter Druck geraten. Aus den USA
gab es durch gute Arbeitsmarktdaten Rückenwind für den Dollar und damit eine
Belastung für den Euro. Die US-Arbeitslosenquote ist im Dezember überraschend
auf 5,6 % gefallen. Dies ist der niedrigste Stand seit Sommer 2008. In Euroland ist
die Inflationsrate im Dezember erstmals seit 2009 wieder negativ. Auch für dieses
Jahr ist wieder mit einer klaren Verfehlung des Inflationsziels der EZB zu rechnen.
Der Druck auf die EZB zu weiteren Maßnahmen der geldpolitischen Lockerung hat
zugenommen.
Quelle: EZB, Prognose DekaBank
Prognoserevision: –
Gold (Preis je Feinunze)
Gold
1800
Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis in US-Dollar zulegen können – in Euro gerechnet fiel der Zuwachs sogar noch etwas stärker aus. Ein nennenswerter Rückgang
der US-Renditen, die Verunsicherung darüber, was die Europäische Zentralbank am
22. Januar wohl verkünden wird, die näher rückende Wahl in Griechenland und der
Ölpreisverfall – das dürfte alles hierzu beigetragen haben. Wir sehen darin allerdings
keine Trendwende am Goldmarkt und erwarten weiterhin einen leichten Rückgang
des Goldpreises in US-Dollar für 2015, der in Euro-Notation weniger ausgeprägt
sein wird. Die Leitzinswende der US-Notenbank mit den entsprechenden nachhaltigen Renditeanstiegen ist eines der wichtigsten Argumente für diese Prognose. Denn
durch steigende Zinsen büßt die zinslose Geldanlage in Gold an Attraktivität ein.
Zudem dämpft die erwartete Aufwertung des US-Dollar die Goldpreisentwicklung
(in US-Dollar) im Prognosezeitraum.
1600
1400
1200
1000
800
EUR
USD
600
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Prognoserevision: –
Ölpreis der Sorte Brent (je Fass)
Rohöl
130
Alleine in den vergangenen vier Wochen verlor der Ölpreis rund ein Fünftel seines
Wertes. Rohöl kostet nunmehr so wenig wie seit 2009 nicht mehr. Zwar legt das
reichliche Angebot einen fallenden Ölpreis nahe, doch eine Halbierung innerhalb
von wenigen Monaten ist hierdurch aus unserer Sicht nicht zu rechtfertigen. Für die
kommenden Wochen überwiegen die Abwärtsrisiken, denn das Überangebot könnte sogar noch ausgeweitet werden. Erst im weiteren Jahresverlauf dürfte die Ölproduktion reduziert werden, ausgehend von einer Drosselung der US-FrackingÖlförderung. Denn diese wird zunehmend unwirtschaftlich. Die Anzahl der aktiven
US-Ölbohrlöcher ist seit Herbst 2014 stark gefallen. Im Zusammenspiel mit einem
moderaten Anstieg der weltweiten Ölnachfrage dürfte sich Rohöl spätestens in der
zweiten Jahreshälfte 2015 wieder merklich verteuern.
110
90
70
50
EUR
USD
30
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Prognoserevision: Prognose 2015 WTI/Brent: 67/70 USD (bisher 84/87 USD).
5
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Emerging Markets
China: BIP (% ggü. Vorjahr)
14
China
Die Einkaufsmanagerindizes deuten darauf hin, dass die chinesische Industrie auch
im Dezember vergleichsweise schwach gewachsen ist. Gleichzeitig ist die Stimmung
unter den Dienstleistungsunternehmen jedoch gut. Dieser Sektor leistet gegenwärtig einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Wirtschaftswachstums. Zwar dürfte die Regierung ihr Wachstumsziel für das laufende Jahr auf 7 % reduzieren. Doch
auch dieses Ziel sieht sie offenbar in Gefahr, denn sie hat bekannt gegeben, eine
ganze Reihe von Infrastrukturprojekten zu beschleunigen. Auch die Erzeugerpreise,
die in der Jahresrate seit fast drei Jahren fallen und im Dezember 3,3 % unter dem
Vorjahresniveau lagen, zeigen an, dass weite Teile der Wirtschaft mit Unterauslastung zu kämpfen haben.
12
10
8
6
4
2
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Prognoserevision: –
Quelle: Nationales Statistikamt, Prognose DekaBank
Em. Markets: BIP (% ggü. Vorjahr)
Emerging Markets: Konjunktur
Der Verfall des Ölpreises schlägt sich bereits in niedrigeren Inflationsraten nieder,
doch eine deutliche Belebung der Nachfrage nach Konsumgütern ist bislang nicht
erkennbar. Die Einkaufsmanagerindizes der Emerging Markets bewegen sich leicht
über der Expansionsmarke weitgehend seitwärts und deuten nicht auf eine wesentliche Veränderung der Konjunkturdynamik hin. Da wir den Pfad für die Preiserholung am Ölmarkt nach hinten verschoben haben, dürfte die von uns erwartete
Rezession in Russland stärker ausfallen als bislang unterstellt. Die Notenbank ist
dabei kaum in der Lage, der Wirtschaft expansive Impulse zu verleihen, denn sie ist
vollauf damit beschäftigt, die Währung zu stabilisieren.
10
8
6
4
2
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Nationale Statistikämter, Prognose DekaBank
EMBIG-Spread (Basispunkte)
500
400
300
200
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Quelle: Bloomberg, Prognose DekaBank
Emerging Markets: Märkte
Der Markt für EM-Hartwährungsanleihen sendet unterschiedliche Signale: Auf der
einen Seite sind die Risikoaufschläge seit Jahresbeginn erneut gestiegen, und die
Niveaus deuten darauf hin, dass es Sorgen um die Solidität der Emittenten gibt. Auf
der anderen Seite sind Neuemissionen deutlich überzeichnet, und ihre Begebung ist
auch mit sehr langen Laufzeiten möglich. Wir interpretieren dies so, dass die Preise
illiquider Anleihen gegenwärtig nach unten verzerrt sind. Die Investoren gehen bei
der Auswahl von Emittenten selektiv vor, anstatt in den Gesamtmarkt zu investieren. Angesichts der sich abzeichnenden Leitzinswende in den USA dürften Investoren mit Anlagen in Emerging Markets in den kommenden Monaten zurückhaltend
bleiben. Dies spricht auch dafür, dass EM-Währungen gegenüber dem US-Dollar
zunächst noch unter Druck bleiben. Allerdings sollte im Laufe des Jahres deutlicher
werden, dass gegenwärtig gehandelte Negativszenarien, vor allem die Gefahr einer
verbreiteten Deflation, unwahrscheinlich sind. Dies würde für eine gewisse Entlastung sorgen.
6
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Szenarien
Wir haben unsere Szenarien sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeiten unverändert beibehalten.
Basisszenario (Wahrscheinlichkeit: 75 %)
Negativszenario (Wahrscheinlichkeit: 15 %)
‡ Entschleunigte Wirtschaft: Abbau der hohen Verschuldung
insbesondere in den Industrieländern belastet das Wachstum.
‡ Reform- und Anpassungsprozess in Euroland gerät ins Stocken,
bspw. infolge der anstehenden Wahlen in Südeuropa. Verunsicherung der Unternehmer und Konsumenten als Auslöser einer
erneuten tiefen Rezession in Euroland. Weitere Verschärfung
durch zu erwartende Finanzmarktreaktionen und deren negative
Auswirkungen auf den Bankensektor. Mangels fiskalischer Gegensteuerungsmöglichkeiten entsprechend längere Dauer eines
solchen erneuten konjunkturellen Einbruchs, danach zähe Erholung.
‡ Weltwirtschaft: Emerging Markets sind mit ihrem gestiegenen
Anteil an der Weltwirtschaft (inzwischen rund 60 %) wichtige
Wachstumstreiber – trotz schwächerer Dynamik. USA haben
strukturelle Anpassungen weitgehend hinter sich und wachsen
wieder vergleichsweise kräftig. Japan bleibt mangels durchgreifender Reformen flügellahm.
‡ Euroland: Euroland ist zwar noch der „kranke Mann der Weltwirtschaft“. Gesundungsprozess ist jedoch im Gange. Reformen
der Krisenländer tragen langsam Früchte. Reformaktivitäten in
den großen drei Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und
Italien bleiben enttäuschend. Globales Wachstum, Euro-Abwertung und Energiepreisrückgänge bringen dagegen Rückenwind.
‡ Deutschland: Sorgen über die Entwicklung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen halten Unternehmen von größeren Investitionen ab. Allgemeine Verfassung der Volkswirtschaft, insbesondere des Arbeitsmarktes, ist aber noch gut.
‡ Inflation: Hohe Arbeitslosigkeit und schwaches Wachstum
halten Inflationsraten in Euroland unerwünscht niedrig. EZB fürchtet weiterhin zu niedrige Preissteigerungsraten. In den USA anziehende Inflationsraten dank prosperierendem Arbeitsmarkt und
kräftigem Wirtschaftswachstum.
‡ Geldpolitik: Ende der ultra-expansiven Geldpolitik ist in Euroland und Japan noch nicht absehbar. US-Notenbank Fed wird im
frühen Verlauf von 2015 mit dem Zinserhöhungszyklus anfangen.
Zinserhöhungstempo bleibt jedoch moderat, sodass Finanzmärkte
und Konjunktur dies gut verkraften.
‡ Zinstief: Zinsen bleiben für sehr lange Zeit sehr niedrig. Um
nennenswerte Renditen zu erzielen, führt für Anleger kaum ein
Weg an Aktien vorbei.
‡ Finanzmärkte: Moderate Verluste an Rentenmärkten angesichts
‡ Sanfter Ausstieg der Notenbanken (insbesondere USNotenbank) aus ultra-expansiver Geldpolitik misslingt. Starke
Zinsanstiege insbesondere am langen Ende als Auslöser einer
Vollbremsung bei Konsum und Investitionen. Resultat: ausgeprägte Wachstumsabschwächung, womöglich erneute Rezession.
‡ Dauerhafte und ausgeprägte Wachstumsschwäche in China
oder anderen großen Emerging Markets. Auswirkungen auf Industrieländer wären stärker als früher.
‡ Weitere Ausweitung der Krise in der Ukraine könnte den alten
Ost-West-Konflikt erneut aufleben lassen. Folge wären eine globale Verunsicherung sowie spürbare Handelshemmnisse mit
wachstumsbremsenden Effekten.
‡ Deflation, also dauerhaftes Abgleiten der Inflationsraten in
negatives Terrain. Folge wären Rückgänge der Aktienkurse und
des Goldpreises, Sorgen um die Schuldentragfähigkeit, ausgeprägte Konjunkturschwäche, Wiederausbruch der Eurokrise.
Positivszenario (Wahrscheinlichkeit: 10 %)
‡ Niedrigzinsen und gestiegenes Vertrauen führen zu schnellem
und kräftigem Aufschwung in Europa und USA.
‡ Überraschend starke Wachstumsdynamik in den Emerging
Markets mit positiver Sogwirkung für globale Wirtschaft.
leicht steigender Zinsen. Aktien profitieren von globalem Wachstum, steigenden Gewinnen und Flucht der Anleger aus dem Zinstief.
7
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Weltwirtschaftliche Entwicklung
Land / Ländergruppe
Deutschland
Frankreich
Italien
Spanien
Niederlande
Anteil am
BIP der
Welt1)
Bruttoinlandsprodukt
Verbraucherpreise2)
Leistungsbilanzsaldo
Veränderungen gegenüber
dem Vorjahr in %
2014
2015
2016
2014
2015
Finanzierungssaldo3)
in Relation zum nominalen
Bruttoinlandsprodukt
2016
2014
2015
2016
2014
2015
2016
3,4
2,5
2,0
1,5
0,8
1,5
0,4
-0,4
1,3
0,7
1,4
0,9
0,4
2,0
1,2
2,0
1,4
1,2
2,4
1,7
0,8
0,6
0,2
-0,2
0,3
0,6
0,4
0,5
-0,6
0,3
1,6
1,4
1,1
0,8
1,4
7,1
-1,9
1,5
0,5
7,8
7,1
-2,2
1,8
0,7
7,7
6,7
-1,9
1,8
0,9
7,7
0,4
-4,4
-3,0
-5,9
-2,5
0,2
-4,3
-2,8
-4,6
-2,1
0,2
-4,0
-2,4
-3,8
-1,8
Euroland
Ver. Königreich
Schweden
Dänemark
12,4
2,3
0,4
0,2
0,8
2,6
1,9
0,8
1,2
2,5
2,5
1,7
1,7
2,3
3,3
2,0
0,4
1,5
0,2
0,3
0,4
0,7
0,5
0,8
1,3
1,6
2,1
1,7
2,5
-4,0
5,7
6,2
2,5
-3,7
5,4
6,1
2,5
-3,7
5,4
6,1
-2,6
-5,4
-2,4
-1,0
-2,3
-4,4
-1,8
-2,3
-2,1
-3,4
-1,2
-2,0
EU-22
Polen
Ungarn
Tschechische Rep.
15,3
0,9
0,2
0,3
1,1
3,4
3,2
2,4
1,4
3,0
2,2
2,3
1,8
3,7
2,5
2,8
0,6
0,0
-0,2
0,4
0,5
0,5
0,4
1,2
1,4
3,1
3,3
2,3
1,7
-1,2
4,2
-0,4
1,7
-2,3
3,3
-0,3
1,7
-2,4
2,1
-0,8
-3,0
-3,4
-2,9
-1,4
-2,6
-2,9
-2,8
-2,1
-2,2
-2,8
-2,5
-1,7
EU-28
USA
Japan
Kanada
Australien
Neuseeland
Schweiz
Norwegen
17,2
16,5
4,6
1,5
1,0
0,1
0,4
0,3
1,4
2,5
0,2
2,5
2,8
3,1
1,9
2,5
1,6
3,3
0,7
3,2
2,5
3,4
1,5
1,5
2,0
2,7
1,0
2,6
2,6
2,5
1,7
2,2
0,7
1,6
2,8
1,9
2,6
1,4
0,0
2,0
0,4
1,1
1,4
1,4
1,9
1,9
-0,5
2,2
1,3
2,8
1,6
2,2
2,3
2,8
0,1
2,4
1,4
-2,2
0,4
-1,9
-2,9
-3,5
11,7
11,2
1,5
-2,0
1,5
-1,0
-2,5
-5,0
11,1
11,4
1,4
-2,5
0,5
0,0
-2,5
-5,5
11,2
11,4
-3,0
-5,0
-8,2
-1,7
-3,1
0,0
0,7
10,6
-2,6
-4,5
-7,5
-2,0
-2,0
0,5
0,8
10,0
-2,2
-4,0
-7,0
-1,5
-2,0
1,0
0,5
9,1
Industrieländer4)
Russland
Türkei
Ukraine
39,7
3,4
1,4
0,4
1,7
0,5
3,1
-7,8
2,2
-3,0
3,6
-4,0
2,2
1,0
4,0
2,8
1,4
7,7
8,9
12,1
0,9
11,4
7,6
20,0
2,1
5,0
6,2
7,5
-0,2
2,6
-5,0
-4,2
0,1
6,0
-4,5
-2,9
-0,2
5,0
-4,8
-3,5
-4,2
0,4
-1,7
-5,5
-3,8
-1,6
-1,8
-6,0
-3,3
-0,9
-1,5
-5,0
Mittel- und Osteuropa5)
Südafrika
7,6
0,7
1,3
1,3
0,0
2,4
2,4
3,5
6,6
6,2
8,0
5,7
4,3
5,4
-0,4
-5,1
-1,1
-4,8
0,2
-5,4
X
-4,3
X
-3,6
X
-3,1
Naher Osten, Afrika
Brasilien
Mexiko
Argentinien
Chile
3,5
3,0
2,0
0,9
0,4
3,5
0,1
2,1
-1,5
1,9
4,2
0,8
3,4
1,0
3,4
4,7
1,8
3,6
3,1
4,2
6,5
6,3
3,9
37,8
4,4
6,8
6,7
3,8
29,4
4,1
6,5
6,1
3,8
22,7
3,1
2,1
-4,0
-2,0
-1,0
-1,7
2,8
-4,0
-1,8
-0,6
-1,5
1,3
-4,1
-1,8
-0,2
-1,4
X
-5,5
-3,6
-2,6
-2,3
X
-4,8
-3,5
-2,4
-1,9
X
-4,0
-3,0
-1,6
-1,0
Lateinamerika
China
Indien
Südkorea
Philippinen
8,1
15,8
6,6
1,7
0,6
0,9
7,4
5,4
3,4
5,7
1,9
7,1
6,2
3,0
5,8
2,8
7,0
6,5
3,3
5,7
12,5
2,0
7,2
1,3
4,2
11,0
2,0
5,2
1,4
3,6
8,8
2,6
5,4
2,3
3,7
-1,7
2,4
-2,0
5,7
2,8
-2,5
2,0
-1,9
5,5
3,0
-2,7
1,4
-2,0
4,6
3,1
X
-3,0
-4,3
0,6
-1,5
X
-3,0
-4,1
0,6
-2,3
X
-3,0
-3,9
0,7
-2,2
Asien ohne Japan
Emerging Markets
Summe6)
30,5
49,6
89,3
6,0
4,3
3,2
6,1
4,4
3,4
6,2
5,0
3,7
3,5
5,6
3,7
3,0
5,3
3,4
3,4
4,6
3,5
1,5
0,7
X
1,6
0,6
X
2,5
1,2
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
1) Vo n 2013 mit Kaufkraftparitäten umgerechnet. Quelle: IWF.
2) Für Euro land, Dänemark, Schweden und das Vereinigte Kö nigreich = Harmo nisierter Verbraucherpreisindex.
3) In A bgrenzung der vo lkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
4) Ohne die EU-Länder B ulgarien, Kro atien, P o len, Rumänien, Tschechische Republik, Ungarn.
5) Einschließlich der unter 4) genannten EU-Länder.
6) 66 vo n der DekaB ank abgedeckte Vo lkswirtschaften.
8
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Zinsbild für Industrieländer (Geldmarktsätze und Staatsanleihen)
Stand am
Deutschland
USA
Japan
Ver. Königreich
Schweden
Dänemark
Norwegen
Schweiz
Kanada
Australien
Geldpolitik (Refi)
3 Monate (EURIBOR)
12 Monate (EURIBOR)
Bundesanleihen, 2 Jahre
Bundesanleihen, 5 Jahre
Bundesanleihen, 10 Jahre
Bundesanleihen, 30 Jahre
Geldpolitik (FFR)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
US-Treasuries, 2 Jahre
US-Treasuries, 5 Jahre
US-Treasuries, 10 Jahre
US-Treasuries, 30 Jahre
Geldpolitik (Call)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
JGBs, 2 Jahre
JGBs, 5 Jahre
JGBs, 10 Jahre
JGBs, 30 Jahre
Geldpolitik (Base)
3 Monate (LIBOR)
12 Monate (LIBOR)
Gilts, 2 Jahre
Gilts, 5 Jahre
Gilts, 10 Jahre
Gilts, 30 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (STIB)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (CIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Deposit)
3 Monate (NIBOR)
3 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (LIBOR)
3 Monate (LIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (O/N)
3 Monate (CBA)
12 Monate (CBA)
2 Jahre
5 Jahre
10 Jahre
30 Jahre
Geldpolitik (Cash)
3 Monate (ABB)
2 Jahre
10 Jahre
Erwartung
16. Jan 15
3 Monate
6 Monate
12 Monate
0,05
0,07
0,31
-0,14
-0,04
0,47
1,17
0,00-0,25
0,25
0,62
0,42
1,17
1,72
2,37
0,10
0,10
0,27
0,01
0,02
0,25
1,09
0,50
0,56
0,96
0,39
0,99
1,51
2,23
0,00
0,22
0,03
0,79
0,20
0,30
-0,07
0,69
1,25
1,41
0,77
1,42
-1,25 bis -0,25
-0,13
-0,52
0,08
1,00
1,29
1,45
0,81
1,01
1,46
2,05
2,50
2,72
2,13
2,56
0,05
0,05
0,30
-0,10
0,05
0,60
1,40
0,25-0,50
0,50
0,95
1,05
2,00
2,50
2,95
0,10
0,10
0,25
0,00
0,10
0,35
1,35
0,50
0,60
1,20
0,75
1,35
1,90
2,50
0,00
0,30
0,00
0,90
0,20
0,30
-0,05
0,85
1,25
1,40
0,80
1,80
-1,25 bis -0,25
-0,60
-0,55
0,10
1,00
1,30
1,55
1,25
1,70
2,20
2,70
2,50
2,65
2,40
3,10
0,05
0,05
0,25
-0,10
0,10
0,80
1,60
0,50-0,75
0,70
1,25
1,45
2,30
2,70
3,15
0,10
0,10
0,20
0,05
0,20
0,45
1,45
0,50
0,75
1,40
1,00
1,60
2,10
2,60
0,00
0,30
0,10
1,10
0,20
0,30
-0,05
1,05
1,25
1,40
0,90
2,00
-1,25 bis -0,25
-0,60
-0,55
0,30
1,25
1,35
1,65
1,50
2,00
2,50
2,85
2,50
2,60
2,60
3,35
0,05
0,00
0,20
-0,10
0,20
1,00
1,90
1,00-1,25
1,35
2,10
2,35
2,85
3,15
3,55
0,10
0,10
0,20
0,05
0,35
0,70
1,75
1,00
1,15
1,80
1,45
2,05
2,40
2,75
0,00
0,30
0,40
1,50
0,20
0,25
-0,05
1,25
1,25
1,40
1,20
2,30
-1,25 bis -0,25
-0,60
-0,40
0,50
1,50
1,70
2,10
2,20
2,60
2,95
3,15
2,50
2,60
3,10
3,75
9
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Zinsbild für EM-Länder (Geldmarktsätze und Staatsanleihen)
Erwartung
Stand am
Polen
Mittel- und
Osteuropa
Tschech. Rep.
Ungarn
Brasilien
Lateinamerika
Mexiko
China
Asien
Singapur
Südkorea
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (WIB)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (PRIBOR)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Deposit)
3 Monate (BUBOR)
3 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik (Repo)
3 Monate (ABG)
2 Jahre
9 Jahre
Geldpolitik
3 Monate (Mexibor)
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
Geldpolitik
3 Monate
2 Jahre
10 Jahre
16. Jan 15
2,00
1,94
1,62
2,24
0,05
0,33
0,09
0,49
2,10
2,10
2,32
3,34
11,75
12,29
12,45
11,91
3,00
3,31
3,64
5,49
2,75
4,89
3,24
3,56
0,05
0,64
0,60
1,96
2,00
1,98
1,96
2,37
3 Monate
2,00
2,00
1,70
2,30
0,05
0,30
0,10
0,70
2,10
2,15
2,50
3,60
12,00
12,10
12,50
11,90
3,25
3,50
3,90
6,10
2,75
4,00
3,20
3,60
0,25
0,40
0,60
2,50
1,75
1,80
2,00
2,60
6 Monate
2,00
2,10
2,00
2,70
0,05
0,30
0,10
0,90
2,10
2,15
2,80
3,80
12,25
12,20
12,30
11,90
3,50
3,70
4,20
6,20
2,50
3,90
3,10
3,50
0,25
0,45
0,70
2,70
1,50
1,60
1,90
2,60
12 Monate
2,00
2,20
2,20
3,10
0,05
0,25
0,10
1,10
2,40
2,50
3,30
4,10
12,25
12,20
11,90
11,80
4,00
4,05
4,50
6,40
2,50
4,00
3,40
3,60
0,75
0,70
1,00
2,90
1,50
1,60
2,20
2,70
Renditespreads in Basispunkten1)
Erwartung
Stand am
Mittel- und
Osteuropa
Afrika
Emerging Markets,
EMBIG Spreads
Lateinamerika
Asien
Gesamtmarkt (EMBIG)
Russland
Türkei
Ungarn
Südafrika
Brasilien
Chile
Kolumbien
Mexiko
Venezuela
China
Indonesien
Philippinen
16. Jan 15
641
246
236
256
309
200
245
254
3158
196
298
157
455
3 Monate
650
240
215
245
290
165
220
225
2750
180
275
140
420
6 Monate
600
225
205
230
275
160
210
210
2600
170
260
130
400
12 Monate
550
210
195
220
260
150
200
205
2500
160
250
125
380
1) Die Renditespreads ergeben sich als marktgewichtete Summen der Zinsdifferenzen der jeweiligen USD-A nleihen 'auf US treasuries mit entsprechender Laufzeit. Sie
beziehen sich auf den Emerging M arkets B o nd Index Glo bal (EM B IG).
10
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
Währungen
Stand am
EURO
Dollar-Block
Japan
Euro-Outs
Mittel- und Osteuropa
Afrika
Lateinamerika
Asien
Erwartung
16. Jan 15
3 Monate
6 Monate
12 Monate
EUR-USD
EUR-CAD
EUR-AUD
EUR-JPY
EUR-GBP
EUR-DKK
EUR-SEK
EUR-CHF
EUR-NOK
EUR-PLN
EUR-HUF
EUR-CZK
1,16
1,39
1,41
135,58
0,77
7,43
9,46
1,02
8,88
4,31
323,37
27,86
1,18
1,35
1,44
143,96
0,77
7,45
9,40
1,05
8,90
4,20
315,00
28,30
1,14
1,32
1,41
143,64
0,76
7,45
9,30
1,05
8,70
4,15
310,00
27,80
1,10
1,25
1,38
146,30
0,75
7,45
9,20
1,10
8,50
4,10
310,00
27,70
EUR-ZAR
13,41
13,57
12,77
12,32
EUR-BRL
EUR-MXN
EUR-SGD
3,08
17,09
1,54
3,13
16,76
1,56
3,02
15,73
1,48
2,97
14,85
1,41
EUR-CNY
7,23
7,25
6,99
6,71
EUR-KRW
1255
1333
1311
1232
Stand am
US-Dollar
Dollar-Block
Japan
Euro-Outs
Mittel- und Osteuropa
Afrika
Lateinamerika
Asien
Erwartung
16. Jan 15
3 Monate
6 Monate
12 Monate
USD-CAD
AUD-USD
USD-JPY
GBP-USD
USD-DKK
USD-SEK
USD-CHF
USD-NOK
USD-PLN
USD-HUF
USD-CZK
1,20
0,82
116,50
1,52
6,39
8,13
0,88
7,63
3,71
277,86
23,94
1,14
0,82
122,00
1,53
6,31
7,97
0,89
7,54
3,56
266,95
23,98
1,16
0,81
126,00
1,50
6,54
8,16
0,92
7,63
3,64
271,93
24,39
1,14
0,80
133,00
1,47
6,77
8,36
1,00
7,73
3,73
281,82
25,18
USD-ZAR
USD-BRL
USD-MXN
USD-CNY
USD-SGD
USD-KRW
11,53
2,63
14,68
6,21
1,32
1078
11,50
2,65
14,20
6,14
1,32
1130
11,20
2,65
13,80
6,13
1,30
1150
11,20
2,70
13,50
6,10
1,28
1120
Rohstoffe
Gold (USD je Feinunze)
Stand am
16. Jan 15
1.261,18
3 Monate
1.100
Gold (EUR je Feinunze)
Rohstoff
Erwartungen
6 Monate
1.050
12 Monate
1.020
1.083,67
930
920
930
Rohöl Sorte WTI (USD je Barrel)
46,25
55
70
90
Rohöl Sorte WTI (EUR je Barrel)
39,74
47
61
82
Rohöl Sorte Brent (USD je Barrel)
46,20
57
72
93
Rohöl Sorte Brent (EUR je Barrel)
39,70
48
63
85
11
Makro Research
Volkswirtschaft Prognosen
Januar / Februar 2015
Makro Research
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Chefvolkswirt: Dr. Ulrich Kater: Tel. 069/7147-2381; E-Mail: ulrich.kater@deka.de
Leiter Volkswirtschaft: Dr. Holger Bahr: Tel. -2846; E-Mail: holger.bahr@deka.de
Konjunktur Industrieländer/Branchenanalyse
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Dr. Marina Lütje: Tel. -9474; E-Mail: marina.luetje@deka.de
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Dr. Andreas Scheuerle: Tel. -2736; E-Mail: andreas.scheuerle@deka.de
(USA, Dollarblock, Japan)
(Euro-Outs ohne Osteuropa, Währungen)
(Euroland, Währungen)
(Deutschland, Euroland, Branchenanalyse)
Makro Trends/Rohstoffe
Dr. Dora Borbély: Tel. -5027; E-Mail: dora.borbely@deka.de
Dr. Gabriele Widmann: Tel. -2559; E-Mail: gabriele.widmann@deka.de
(Makro Trends, Rohstoffe)
(Makro Trends, Rohstoffe)
Emerging Markets/Länderrisikoanalyse
Janis Hübner: Tel. -2543; E-Mail: janis.huebner@deka.de
Daria Orlova: -3891; E-Mail: daria.orlova@deka.de
Mauro Toldo: Tel. -3556; E-Mail: mauro.toldo@deka.de
(Asien ex Japan)
(Osteuropa)
(Lateinamerika, Naher Osten, Afrika)
Geldpolitik und Kapitalmärkte
Michael Ramon Klawitter: Tel. -5789; E-Mail: michaelramon.klawitter@deka.de
Carsten Lüdemann: Tel. -2625; E-Mail: carsten.luedemann@deka.de
Joachim Schallmayer: Tel. -3807; E-Mail: joachim.schallmayer@deka.de
Kristian Tödtmann: Tel. -3760; E-Mail: kristian.toedtmann@deka.de
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(Rentenmarktstrategie)
(Aktienstrategie)
(EZB, Euro-Kapitalmarkt)
(Credits, Zertifikate)
Immobilienresearch
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Dr. Bastian Hepperle: Tel. -8281; E-Mail: bastian.hepperle@deka.de
Gunnar Meyke: Tel. -5802; E-Mail: gunnar.meyke@deka.de
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(Benelux, Frankreich, Portugal, Spanien)
(USA, Kanada)
(Nordics, quantitative Analysen)
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Daten & Analysen
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Redaktionsschluss
16. Januar 2015
Nächster Veröffentlichungstermin
Voraussichtlich 13. Februar 2015
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