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Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
Inhalt
Zugferd meets Twist: E-Rechnungen bei
Bankgebühren?
2
Treasurer, Wirtschaftsprüfer und Standardsetzer diskutieren über
E-Invoicing für Banken
Kürzlich trafen zwei Initiativen aufeinander, die die Rechnungsstellung in
Deutschland verändern wollen: Auf der einen Seite standen Vertreter der
Twist-Initiative, auf der anderen die Zugferd-Initiative. Letztere hat ein
elektronisches Rechnungsformat entwickelt (Zugferd-Format), mit dem
Unternehmen Rechnungsdaten auf XML-Basis in einer PDF-Datei übermitteln und automatisiert verarbeiten können. Kommen die beiden Seiten
zusammen bei E-Rechnungen für Bankgebühren?
3
7
8
Die Schweiz erschwert Cash Pooling
Ein Urteil des Bundesgerichtes sorgt für Unsicherheit in der Alpenrepublik. Jetzt stellt sich die
Frage: Was machen die Wirtschaftsprüfer?
ZF platziert Rekord-Schuldschein
Ulrich Rüger, Executive Vice President Corporate
Finance, IT und M&A bei ZF Friedrichshafen, über
die Hintergründe des neuen Schuldscheins.
Lanxess-Treasurer Koch geht und wird CFO
Investor-Relations-Leiter Oliver Stratmann (links)
übernimmt auch das Treasury bei Lanxess. Christoph Koch wird hingegen CFO im Mittelstand.
Aufmacher
4
8
2
Zugferd meets Twist: E-Rechnungen
auch bei Bankgebühren?
Treasurer und Wirtschaftsprüfer diskutieren
über E-Invoicing für Banken
BayernLB und Berenberg werden
Partner
Nord-Süd-Allianz will besser für M&A-Deals
gerüstet sein – kann das aufgehen?
4Finanzierungsticker
Cash Management
Risiko Management
3
5
Die Schweiz erschwert Cash Pooling
Urteil des Bundesgerichtes sorgt für
Unsicherheit / Was machen die Prüfer?
Atradius kürzt Linien für SMA Solar
Umsatz- und Ergebniseinbruch überrascht
Aktionäre und Versicherer
Finanzen & Bilanzen
Personen & Positionen
4Top-Finanzierung
7
ZF platziert Rekord-Schuldschein
Ulrich Rüger über den neuen Schuldschein
7
Aktuelle Stellenangebote
Der französische Pflegeheimbetreiber
Korian-Medica debütiert am deutschen
Schuldscheinmarkt
Lanxess-Treasurer Koch geht und wird
CFO
Investor-Relations-Leiter Oliver Stratmann
übernimmt auch das Treasury bei Lanxess
Asset Management
9
ETF auf Floating Rate Notes
Amundi: Absicherung gegen möglichen
Zinsanstieg
Aufmacher 2
SeanPavone Photo/iStock/Thinkstock/Getty Images
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
Mehr Druck auf die Banken: Die Twist-Initiative lotet Kooperationsmöglichkeiten mit Zugferd aus.
Zugferd meets Twist: E-Rechnungen auch bei
Bankgebühren?
Treasurer, Wirtschaftsprüfer und Standardsetzer diskutieren über E-Invoicing für Banken
K
urz vor Weihnachten trafen in Köln zwei Ini- abrechnung und Rechnungen in anderen Bran- sich bei Zugferd aktiv einbringen, unterstützen
tiativen aufeinander, die die Rechnungsstel- chen zu groß. Außerdem existiert mit dem Konto- inzwischen auch Twist. Sie erhoffen sich davon
lung in Deutschland verändern wollen: Auf auszugsformat camt.086 bereits ein XML-Format, einen leichteren Zugang und eine bessere Quader einen Seite standen Vertreter der Zugferd-Ini- das einige Banken inzwischen für ihr Gebühren- lität der Bankbestätigungen, die für die Jahrestiative. In ihr haben sich Unternehmen, Verbände Reporting nutzen: „Zahlreiche Banken investieren abschlussprüfung wichtig sind. Darüber hinaus
und Bundesministerien zusammengeschlossen, gerade in das neue camt-Format und werden ver- wird Zugferd auch vom Wirtschaftsministerium
um E-Invoicing vor allem im Mittelstand voran- mutlich keine Kapazitäten haben, auch Zugferd gefördert – die breite Nutzung von E-Invoicing
zutreiben. Die Initiative hat ein elektronisches zu unterstützen“, sagte Martin Postweiler, Cash gehört zu den strategischen Prioritäten des MinisRechnungsformat entwickelt (Zugferd-Format), Manager bei Merck bei der Veranstaltung. Daher teriums. Hilfe seitens der Politik käme auch Twist
mit dem Unternehmen Rechnungssehr gelegen: „Es wäre wünschensdaten auf XML-Basis in einer PDFwert, wenn man auch die BankabDatei übermitteln und automatisiert
rechnungen auf die Agenda nehmen
Die Twist-Initiative würde von einer Kooperation mit
verarbeiten können.
würde. Solange das nicht der Fall ist,
Auf der anderen Seite saßen
dem Zugferd-Netzwerk profitieren.«
müssen die Corporates den Druck
einige Treasurer der Twist-Initiative,
auf die Banken aufrechterhalten“,
die sich für transparentere Bankabmeinte Christine Pitzen aus dem
rechnungen einsetzen. Seit Jahren
­Treasury der Deutschen Post.
versuchen vor allem Großkonzerne wie die Luft- müsse vielmehr das Ziel sein, aus dem camt.086Die Hoffnungen auf den Regulator beschränhansa, Deutsche Post und Merck ihre Banken da- Reporting eine echte elektronische Rechnung zu ken sich nicht nur auf Deutschland, schließlich
von zu überzeugen, Reportings und Rechnungen entwickeln. Das ist eine der Aufgaben der neu treibt auch die EU E-Invoicing voran: Spätestens
elektronisch und strukturiert zu übertragen. Auch gegründeten fünften Arbeitsgruppe der CGI-­ ab 2020 müssen alle öffentlichen Auftraggeber
hier spielt XML eine große Rolle.
Initiative, in der neben den Treasurern der Twist- elektronische Rechnungen akzeptieren, wie eine
Im Zentrum der Diskussion in Köln stand Initiative auch einige Banken und Systemanbieter im vergangenen April verabschiedete EU-Richtlideshalb die Frage: Eignet sich das Zugferd- vertreten sind.
nie vorsieht. Dafür soll ein einheitlicher europäiRechnungsformat auch für die Bankgebühren?
Allerdings würde die Twist-Initiative von einer scher Standard entwickelt werden – auch Zugferd
Die Antwort darauf fiel recht eindeutig aus: Eins Kooperation mit dem Netzwerk rund um Zugferd geht ins Rennen. Inwiefern die Twist-Initiative
zu eins lässt sich das Format nicht übertragen profitieren, um ihre Interessen gegenüber den davon profitieren kann, bleibt abzuwarten. Der
– dafür sind die Unterschiede zwischen Bank­ Banken durchzusetzen. Die Wirtschaftsprüfer, die Dialog hat begonnen.deb
»»
Cash Management 3
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
News
Die Schweiz erschwert Cash Pooling
EU einigt sich auf
Gebührendeckel
Urteil des Bundesgerichtes sorgt für Unsicherheit / Was machen die Prüfer?
Swift: 10 Prozent
Rückvergütung
Der Finanznachrichtendienstleiter Swift erstattet seinen
Kunden 10% auf die 2014
gezahlten Preise für die
Nachrichtenübermittlung.
Die Rückvergütung über gut
30 Mio. Euro wird im März
ausgezahlt. Außerdem teilte
Swift mit, sein 2010 formuliertes Ziel, Preise um 30 bis
50% zu senken, bereits 2014
und damit ein Jahr früher als
geplant realisiert zu haben.
C
ash Pooling in der Schweiz war
schon immer schwierig, nach einem Grundsatzurteil des Schweizer
Bundesgerichts wird es für deutsche
Konzerne jetzt noch komplizierter: Cash-Pool-Konditionen müssen
Marktbedingungen erfüllen, andernfalls werden die Cash-Pool-Guthaben
als verdeckte Gewinnausschüttung
gewertet und vom frei verfügbaren Eigenkapital abgezogen. In Höhe dieser
Forderungen dürfen Schweizer Tochtergesellschaften keine Dividende an
ihre Mutter ausschütten.
Zwar galt bereits zuvor dieses
sogenannte „Arm‘s Length“-Prinzip,
doch das Gericht hat die Kriterien für
das Vorliegen von Marktbedingungen
nun „im schlechten Sinne präzisiert“,
sagt Oliver Blum, Cash-Pooling-Experte bei der Wirtschaftskanzlei CMS
in der Schweiz. So legt das Gericht
sehr viel Wert auf die Besicherung der
Cash-Pooling-Forderungen: „Das ergibt in der Praxis keinen Sinn: Zwar
kann die Mutter für ihre Töchter garantieren, in der Regel kommt aber der
gesamte Konzern in Bedrängnis – und
dann nützt auch eine solche Garantie
nichts.“ Eine Bankgarantie wäre teuer
und würde der Idee eines Cash Pools
widersprechen.
Swisshop/iStock/Thinkstock/Getty Images
Gebühren auf Kreditkartenzahlungen sollen auf höchstens 0,3% des Kaufpreises,
bei nationalen Debitkartensystemen (Girocard) auf
höchstens 0,2% des Umsatzes begrenzt werden. Darauf
einigten sich die EU-Behörden kurz vor Weihnachten.
Wann die Verordnung in Kraft
tritt, ist noch unklar.
In der Schweiz wird Cash Pooling noch schwieriger.
Darüber hinaus stellt das Urteil laut
Blum grundsätzlich in Frage, ob physisches Cash Pooling überhaupt jemals
Marktbedingungen entsprechen kann.
Das sorgt für Aufregung, weil es sich
dann in jedem Fall um eine verdeckte
Gewinnausschüttung handeln würde.
Gerade für Firmen, die nicht ausreichend frei verfügbares Eigenkapital
haben, kann das zum Problem wer-
den. Sie würden gegen das Verbot
der Einlagenrückgewähr im Schweizer
Aktienrecht verstoßen. Ein britischer
Dienstleistungskonzern hat laut CMSExperte Blum bereits reagiert: „Die
Schweizer Töchter geben nur noch
einen kleinen Teil ihres Cashs in den
Pool der Gruppe, um sicherzustellen,
dass sie die Schwelle nicht übertreffen.“ Auch für deutsche Konzerne
könnte das eine Lösung sein, wenn
auch keine schöne.
Nun wird es darauf ankommen,
wie die Schweizer Wirtschaftsprüfer
das Urteil auslegen. Ihr Verband, die
Treuhandkammer, hält sie in einem
Leitfaden dazu an, ihren Ermessensspielraum konservativ auszulegen. Die
Wahrscheinlichkeit, dass Prüfer dies
tun werden, ist hoch – schließlich ging
es im speziellen Fall, den das Bundesgericht verhandelte, um eine Klage
von Swisscargo, einer Tochter der seit
2001 insolventen Swissair-Gruppe gegen ihren damaligen Wirtschaftsprüfer, PwC. Die anstehende Berichtssaison wird Klarheit bringen.deb
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Finanzen & Bilanzen 4
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
Moody’s verbessert
Ausblick für Fresenius
Moody’s setzt den Ausblick
des Ba1-Ratings von Fresenius von negativ auf stabil.
Die Agentur bestätigt weiterhin die Ratings von Fresenius
mit stabilem Ausblick. Gründe
für den stabilen Ausblick sind
unter anderem das organische Wachstum sowie Erträge
aus den letzten Akquisitionen, darunter die Übernahme
eines Großteils der Krankenhäuser von Rhön-Klinikum.
Tele Columbus will IPOJahr 2015 eröffnen
Der Kabelnetzbetreiber Tele
Columbus plant den ersten
Börsengang des Jahres. Der
Konzern will durch den IPO
bis zu 447 Mio. Euro einsammeln. Bei Ausnutzung
der Greenshoe-Option kann
sich das Volumen auf bis zu
477 Mio. Euro erhöhen. Der
Handelsbeginn ist für den 23.
Januar geplant.
Evonik platziert
Benchmark-Anleihe
Evonik Industries
Der Spezialchemiekonzern
Evonik begibt eine Anleihe
mit einem Volumen von 750
Mio. Euro. Der Bond hat eine
Laufzeit von acht Jahren und
wird mit 1 Prozent verzinst.
Nach Angaben des Konzerns
ist das der niedrigste Kupon
einer Evonik-Anleihe jemals.
Im Oktober hatte der Konzern
eine 2009 begebene Anleihe
mit demselben Volumen zurückgezahlt, die mit 7 Prozent
verzinst war.
Erratum
In der letzten Ausgabe von
DerTreasurer (24/2014)
war der Kupon der zweiten
Tranche der Hybridanleihe
von Merck versehentlich
mit 6,5 Prozent angegeben.
Der richtige Wert ist 3,375
Prozent.
Top-Finanzierung
Rund 35 Prozent der Investoren, die
den Schuldschein gezeichnet haben,
Korian-Medica debütiert am deutschen Schuldscheinmarkt kommen aus Frankreich, ein Viertel aus
Deutschland und ein weiteres Viertel
aus Asien. „Gerade den Investoren
it dem Altenheimbetreiber Ko- nach Angaben von Korian-Medica die aus Deutschland haben wir auch die
rian-Medica betritt ein weite- größte Emission eines ausländischen Präsenz, die Korian-Medica auf dem
res französisches Unternehmen den Emittenten am deutschen Schuld- deutschen Markt hat, ausführlich aufdeutschen Schuldscheinmarkt. Der scheinmarkt im vergangenen Jahr. gezeigt“, sagt Raoul Heßling, SchuldKonzern, einer der größten Altenheim- Der Konzern verfügt über kein Rating. scheinexperte bei BNP Paribas. Bereits
bertreiber Europas, hat im Dezember Die ambitionierte Größe der Emission seit 2007 ist der Unternehmensvereinen Schuldschein nach
bund unter dem Namen Phönix
deutschem Recht über
als Betreiber von Altenheimen
358,5 Millionen Euro
in Deutschland aktiv. 2013 hat
platziert. Das Papier
der Konzern außerdem den
wurde in drei Tranchen
deutschen Altenheimbetreiber
mit Laufzeiten von fünf,
Curanum übernommen. Mit
sechs und sieben Jahren
dem Erlös der Platzierung will
begeben. BNP Paribas
CFO Jean-Brieuc Le Tinier die
und HSBC haben die
Fälligkeiten der Schulden verTransaktion als Bookrunlängern, die durch diese und
Altenresidenz in sonniger Lage: Der Betreiber Korian-Medica finanziert sich.
ner begleitet.
andere Zukäufe entstanden
Ursprünglich hatte
sind. „Wir hatten zuvor 1 MilliKorian-Medica ein Volumen von 125 war auch ein Grund dafür, dass Jean- arde Euro Schulden, die im Jahr 2019
Millionen veranschlagt, allerdings Brieuc Le Tinier sich für den deutschen fällig geworden wären“, erklärt Le
rechnete CFO Jean-Brieuc Le Tinier Schuldscheinmarkt entschieden hat. Tinier. „Der Zweck der Emission war,
schon vor der Platzierung insgeheim „Auf dem französischen Private- einen Teil der Fälligkeiten auf die Jahre
mit einer Überzeichnung: „Wir hatten Placement-Markt kann man derzeit 2020 und 2022 zu schieben.“ Der
ein Volumen von 200 Millionen Euro keine so großen Volumina erreichen“, Finanzchef plant noch weitere neue
angepeilt.“ Der Schuldschein war erklärt er.
Finanzierungen in diesem Jahr. ako
M
T.OZIL
News
BayernLB und Berenberg werden Partner
Nord-Süd-Allianz will besser für M&A-Deals gerüstet sein
D
ie BayernLB und die Privatbank
Berenberg haben eine strategische Partnerschaft beschlossen. Die
Geldhäuser aus München und Hamburg wollen durch die Kooperation
ihre Kompetenzen erweitern und im
umkämpften Firmenkundengeschäft
weiter wachsen. „Wir sind als Banken komplementär zueinander aufgestellt“, sagt BayernLB-Firmenkundenvorstand Michael Bücker über die
Logik der geplanten Zusammenarbeit.
Berenberg ist Experte im Bereich des
Equity Capital Markets (ECM). Bei der
BayernLB liegt der Fokus hingegen
im Kredit- und Debt-Capital-MarketsGeschäft.
IPOs, Kapitalerhöhungen, Anleihen, Schuldscheine und Kredite kann
das Duo dann gemeinsam anbieten.
Das Interesse der Unternehmen, sich
über den Kapitalmarkt zu finanzieren,
werde immer größer, meint Michael
Bücker. Auch von der guten Positionierung von Berenberg in Hamburg
verspricht sich die bayerische Bank
Vorteile. Die Bank plant, mehrere neue
Filialen in Deutschland zu eröffnen,
darunter auch an der Alster, wo die
Kontakte der Hamburger Privatbank
nützlich sein dürften.
Auch Berenberg sieht in der Kooperation entscheidende Vorteile. Gerade im Bereich der Akquisitionsfinanzierungen konnte die Privatbank im
vergangenen Jahr nicht so oft punkten, wie sie wollte. „Wir haben einige
gute Transaktionen nicht bekommen,
weil uns die nötigen Möglichkeiten für
die Finanzierung auf der Fremdkapitalseite fehlen“, sagt Hendrik Riemer,
persönlich haftender Gesellschafter
von Berenberg. Durch die Kooperation
mit der BayernLB profitieren die Hamburger von der großen Bilanz der Bayern, die etwa im Leveraged Finance
zum Tragen kommen kann. Die beiden
Banken wollen so den deutschen und
internationalen Großbanken Konkurrenz machen. Ihren Vorteil sehen sie
vor allem in ihrer Nähe zum Kunden.
Sie gehen damit einen Schritt zu mehr
Wettbewerbsfähigkeit bei Kapitalmarktfinanzierungen. Ob die beiden
Häuser wirklich das angestammte Terrain der Großbanken erobern können,
und wie sie die Partnerschaft leben,
muss sich aber noch zeigen.ako
Finanzierungsticker
+++ Gea reduziert Finanzverbindlichkeiten um etwa 400 Mio. Euro +++ Daimler
begibt Anleihe über 250 Mio. Britische Pfund (rund 320 Mio. Euro) +++ Fair Value
REIT begibt Wandelanleihe über 8,46 Mio. Euro +++ Alno erhält von Scope BondRating B-, das Emittentenrating liegt bei CCC, Ausblick negativ +++ Euler Hermes
bestätigt BB-Rating von Rudolf Wöhrl +++ Westwing erhält 25 Mio. Euro von
bestehenden Investoren +++ Volkswagen begibt drei Anleihen mit einem Volumen
von je 1 Mrd. Euro +++
Risiko Management 5
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
News
Atradius kürzt Linien für SMA Solar
Airlines überdenken
Hedging-Grad
Umsatz- und Ergebniseinbruch überrascht Aktionäre und Versicherer
E
s war kein guter Jahresabschluss
für SMA Solar. Nur vier Wochen
nachdem Vorstandschef Pierre-Pascal
Urbon die Prognose für 2014 bestätigt
hatte, musste der Wechselrichterhersteller Anfang Dezember seine Ziele
empfindlich zusammenstreichen. Für
2014 wird nun ein satter Verlust von
bis zu 115 Millionen Euro erwartet.
Projektverschiebungen in Großbritannien und ein Nachfragerückgang im
Distributionsgeschäft seien die Auslöser, verkündete das Unternehmen aus
Niestetal bei Kassel. Der Aktienkurs
fiel von 21 auf unter 15 Euro.
Nicht nur die Investoren, auch ein
Kreditversicherer fühlte sich offenbar
durch die Kommunikationspolitik von
SMA überfahren. Nach Informationen
von DerTreasurer hat der Kreditversicherer Atradius sein Engagement bei
SMA zurückgefahren. Atradius wollte
dazu keine Stellungnahme abgeben,
man mache „grundsätzlich keine Angaben zu Geschäftspartnern“.
SMA kommentierte den Vorgang
gegenüber DerTreasurer so: „Auf-
grund des gesunkenen Umsatzes und
des damit teilweise einhergehenden
Geschäftsrückgangs“ ergebe sich ein
„entsprechend verringerter Absicherungsbedarf unserer Zulieferer“. Es
SMA Solar Technology AG
Die beiden größten deutschen
Fluglinien Lufthansa und
Air Berlin profitieren bislang
noch kaum vom Ölpreisverfall. Der Grund: Die Airlines
haben mit Hilfe von HedgingInstrumenten Ölpreise deutlich über dem aktuellen Preis
von nur noch gut 50 Dollar
pro Barrel eingeloggt.
Nun reagieren die Fluggesellschaften: Air Berlin prüft
nun, ob der Hedging-Grad
künftig abgesenkt wird,
zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Sprecher.
Derzeit sichert Air Berlin für
bis zu 18 Monate 70 bis 75%
des Kerosineinkaufs ab. Der
Lufthansa-Vorstand kündigte
derweil nach Angaben von
Reuters an, den HedgingGrad von 79% im Jahr 2014
auf 73% zu senken. Für 2015
rechnet der Vorstand mit Kerosinkosten von 5,8 (Vorjahr:
6,7) Milliarden Euro.
Der Wechselrichterhersteller gerät unter Druck.
liege im „wirtschaftlichen Ermessen
des Versicherers, Ressourcen anzupassen“. Zudem deutet SMA Solar an,
im Bereich der Kreditversicherungen
noch Raum zu haben: „Bisher gezeichnete Limits sind darüber hinaus
in der Vergangenheit nicht immer voll
ausgeschöpft worden.“ Einige der
SMA-Zulieferer hätten „wegen der hohen Eigenkapitalquote und der hohen
Barmittel gar keine Kreditversicherer
in Anspruch genommen“. Das Solarunternehmen befinde sich derzeit im
„konstruktiven Dialog mit den Versicherern“, um „ein für SMA und seine
Zulieferer zukunftsgerichtetes Paket zu
schnüren, das auch den wirtschaftlichen Belangen der Kreditversicherer
Rechnung trägt“.
Damit bestätigt das TecDax-Unternehmen indirekt Informationen von
DerTreasurer. Klar ist aber auch: Die
Reserven von SMA reichen momentan aus, um Lieferanten zu besänftigen. Die Eigenkapitalquote lag Ende
September 2014 bei 54 Prozent, die
Nettoliquidität bei rund 225 Millionen
Euro. Auch halten andere Kreditversicherer SMA weiterhin die Stange –
Beobachter nennen etwa die Mainzer
Coface, was diese nicht kommentieren
wollte. SMA muss nun gegenlenken,
will der Konzern nicht in eine Liquiditätsproblematik schlittern. Wichtige
Maßnahmen, um den Cash-Drain zu
stoppen, hat der Weltmarktführer bei
Solarwechselrichtern bereits vor Jahreswechsel kommuniziert. mad
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6 | DerTreasurer | Ausgabe 1 | 15. Januar 2015ANZEIGE
Personen & Positionen 7
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
E.R. Schiffahrt
Frank Bergert, amtierender
CFO der E.R.
Capital
Holding und
E.R. Schiffahrt
in Personalunion, verlässt die Reederei nach 11
Jahren. Die Position der
Finanzchefin für die Holding
übernimmt Anfang Februar
die bisherige Leiterin Finanzen, Anke Hennings. CFO der
Beteiligung E.R. Schiffahrt
wird zeitgleich Erik Kruse. Er
war zuvor acht Jahre Leiter
­Finanzen und Controlling der
Reederei. Kruses Nachfolger
als Abteilungsleiter Finanzen
und Controlling wird Michael
Hartmann.
Hubject
Christian Hahn, bisheriger
Leiter Finanzen und
Business
Development
des Automobildienstleisters Hubject, ist zum Jahresbeginn gemeinsam mit
Thomas Daiber in die Geschäftsführung des Unternehmens berufen worden. Dort
lösen Hahn und Daiber den
bisherigen alleinigen Geschäftsführer Andreas Pfeiffer
ab, der aus seinen Aufgaben
ausscheidet. Hubject ist ein
Joint Venture verschiedener
Konzerne, darunter BMW,
Bosch und Daimler.
Andreas Becker ist von
der ING Commerical Banking
Deutschland zum Head of
Clients and Products ernannt worden. Er berichtet
in dieser Funktion direkt an
Mark Milders, Head of ING
Commercial Banking Germany and Austria, und soll
unter anderem das Firmenkundengeschäft der ING
in Deutschland ausbauen.
Zuletzt leitete Becker das
Firmenkundengeschäft der
HSH Nordbank. Von 1987 bis
2012 bekleidete er verschiedene Managementpositionen
bei der WestLB, heute Portigon, in Düsseldorf, Frankfurt
und Chicago.
ZF platziert Rekord-Schuldschein
Ulrich Rüger, Executive Vice President Corporate Finance, IT und M&A bei ZF
Friedrichshafen, über den neuen Schuldschein
Z
F Friedrichshafen hat
dite finanziert. Der BrückenAnfang dieser Woche
kredit über 7,5 Milliarden
den bisher größten SchuldEuro, den zunächst Deutschein eines Industrieunsche Bank und Citigroup
ternehmens platziert. 2,2
zur Verfügung stellten,
Milliarden Euro schwer ist
wurde bereits im Oktober
das Papier des Automobilunter 23 Banken syndiziert
zulieferers und damit noch
und läuft über zwei Jahre.
einmal deutlich umfang„Durch den Schuldschein
reicher als der 1,35-Millikönnen wir bereits vor dem
arden-Euro-Schuldschein
Closing des TRW-Deals,
von BMW im April 2008.
das wir im ersten Halbjahr
„Wir wollten ursprünglich Ulrich Rüger kann vorzeitig einen Teil der Brückenfinanzierung für TRW ablösen. 2015 erwarten, einen gulediglich einen bestehenden
ten Teil refinanzieren“, sagt
Schuldschein über 400 Millionen Euro Dass das Emissionsergebnis deutlich Ulrich Rüger. Bis dahin liegt der Teil
refinanzieren“, sagt Ulrich Rüger, der höher ausfiel als erwartet, kommt des Cashs in der Kasse, der nicht für
als Executive Vice President bei ZF den ZF sehr entgegen. Damit kann die die Refinanzierung des bestehenden
Bereich Corporate Finance leitet und ­Treasury-Abteilung des Automobil- Schuldscheins benötigt wird.
zusammen mit Stefan Füßinger, Di- zulieferers schon früher als gedacht
Für den Automobilzulieferer ist
rector Finanzierung/Finanzcontrolling, einen Teil der Brückenfinanzierung für das Platzierungsergebnis elegant, weil
für die konzernweite Finanzierung den TRW-Deal ablösen. Bekanntlich die Dokumentation verglichen mit Anverantwortlich zeichnet. „Als wir dann hat ZF bereits im vergangenen Sep- leihen und syndizierten Krediten sehr
an den Markt gegangen sind, hat das tember die Übernahme des US-Unter- schlank ist. Sie enthält keine Financial
Orderbuch bei weitem unsere Erwar- nehmens TRW Automotive initialisiert. Covenants, obwohl ZF zum Zeitpunkt
tungen übertroffen.“ Im Rahmen der „Die hohe industrielle Logik des Deals der Emission nicht über ein InvestPlatzierung wurden Laufzeiten von und unsere Entschuldungspläne haben mentgrade-Rating verfügt. Ein weitedrei, fünf und sieben Jahren angebo- die Investoren überzeugt“, sagt Rüger. rer Vorteil: „Schuldscheininvestoren
ten. 45 Prozent des Volumens liegen „Nach der Übernahme von TRW sind investieren in der Regel nicht in Anleibei fünf Jahren, 36 Prozent bei drei wir hervorragend aufgestellt, um die hen, weswegen sich die Instrumente
Jahren und 21 Prozent bei sieben Jah- Mega-Trends der Automobilindustrie nicht gegenseitig kannibalisieren.“
ren. Die BayernLB und die LBBW be- wie Elektromobilität und autonomes
Als nächste Schritte zur Ablösung
gleiteten die Transaktion. Die Spreads Fahren voranzutreiben.“ Der Kauf- des Brückenkredits sind Euro- und
aller Tranchen wurden am unteren preis, der sich auf 12,4 Milliarden US- Dollar-Anleihen geplant, die noch im
Ende der jeweiligen Vermarktungs- Dollar beläuft (9,6 Mrd. Euro auf ab- ersten Halbjahr 2015 platziert werden
spanne festgelegt – mehr lässt sich gesicherter Währungsbasis), wird zum sollen. Bis dahin soll auch ein externes
auch das Treasury nicht abringen.
Teil über drei- bis fünfjährige Bankkre- Rating veröffentlicht sein.mad
ZF Friedrichshafen
News
AKTUELLE STELLENANGEBOTE
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Arbeitgeber:Technische Werke Ludwigshafen AG
Arbeitsstandort:Ludwigshafen
Jobkategorie: Banking und Consulting Professionals
Bewerberlevel: Senior (ab 5 Jahre)
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auch individuelle Energieversorgungskonzepte und ganzheitliche Infrastrukturleistungen. Bei allen Aktivitäten ist Klimaschutz ein
bedeutender Faktor. Zum Stellenangebot
Bitte kontaktieren Sie sales@dertreasurer.de, um Stellenanzeigen zu schalten.
weitere Stellenangebote
IKB Deutsche Industriebank: sucht Softwareentwickler
Treasury & Capital Markets (m/w)
Daimler: sucht Treasury Controller/-in für den Bereich
Treasury Reporting & Data Management in Stuttgart
GFKL: sucht Junior Treasurer/Cashmanagement (m/w)
Conergy: sucht Mitarbeiter Corporate Treasury (m/w)
Huxley: sucht Leiter Treasury (m/w)
Personen & Positionen 8
Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
News
Lanxess-Treasurer Koch geht und wird CFO
Wiedmann neuer
IKB-Chef
Investor-Relations-Leiter Oliver Stratmann übernimmt auch das Treasury bei Lanxess
ach mehr als zehn Jahren verlässt
Treasury-Chef Christoph Koch den
Spezialchemiekonzern Lanxess zum
31. März und wird CFO bei Hüttenes
Albertus, einem Hersteller gießereichemischer Produkte. Bei dem Mittelständler (ca. 450 Millionen Euro
Umsatz) wird Koch für die Ressorts
Treasury, Controlling, Accounting,
Recht und IT zuständig sein. Daneben
ist er auch verantwortlich für Personal,
Einkauf, Beteiligungen und Strategie.
„Der Reiz der neuen Aufgabe liegt
in der gesamtkaufmännischen Herausforderung“, erklärt Koch seinen
Wechsel gegenüber DerTreasurer. „Ich
war zehn Jahre im Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank und über
zehn Jahre im Treasury bei Lanxess.
Jetzt war es an der Zeit, den nächsten
Schritt als CFO zu machen.“
Koch kam im Juli 2004 zu Lanxess.
Nach einem kurzen Intermezzo als
Leiter Treasury bei der Bäckereikette
Kamps war er seinem damaligen CFO
Matthias Zachert zur Bayer-Sparte
gefolgt, die gerade ihren Börsengang
Oliver Stratmann
Lanxess
N
Lanxess
IKB
Michael
Wiedmann ist
der neue Chef
der Mittelstandsbank
IKB. Wie das
Geldhaus mitteilte, trat er
Anfang Januar die Nachfolge
seines Vorgängers Hans Jörg
Schüttler an. Schüttler zieht
sich laut IKB auf persönlichen
Wunsch zurück. Der 49-jährige Wiedmann ist bereits
seit 2009 im Vorstand der
IKB. Bislang verantwortete
er die Bereiche Vertrieb,
Kredit- und Beratungsprodukte, Industriegruppen und
Volkswirtschaft. Diese weiter
abzubauen dürfte nun auch
in den Aufgabenbereich von
Neu-CEO Wiedmann fallen.
Zudem sucht der Eigentümer
der Bank, US-Finanzinvestor
Lone Star, schon seit längerem nach einem Ausstieg aus
dem Investment.
Christoph Koch
vorbereitete. Gemeinsam mit CFO Zachert – dem heutigen Lanxess-CEO
– setzte Koch als Leiter Corporate
Finance die Finanzierung auf und begleitete den Rating-Prozess, um das
neue Unternehmen fit für den Spinoff zu machen. Seit März 2008 leitet
er die Treasury-Abteilung des DaxKonzerns. Im vergangenen Jahr erhielt
Koch gemeinsam mit seinem Team die
Auszeichnung „Treasury des Jahres“,
die von DerTreasurer verliehen wird.
Lanxess hat bereits einen Nachfolger für Koch gefunden: Investor-Relations-Leiter Oliver Stratmann wird ab
dem 1. April 2015 auch für das Trea­
sury verantwortlich sein und an CFO
Bernhard Düttmann berichten. „Im
Rahmen der Restrukutierung legen wir
Verwaltungsfunktionen zusammen,
um Effizienzen zu heben. Nun hat sich
die Chance ergeben, auch die Finanzmarktaktivitäten (Treasury) und -kommunikation (IR) zu bündeln“, erklärt
Stratmann die Neuordnung.
Während er sich als IR-Leiter bei
Finanzierungen auch schon bislang
operativ einbringt – etwa beim Pricing
oder der anschließenden Zuteilung
von Bonds und Kapitalerhöhungen –
ist das Treasury in anderen Teilen Neuland für Stratmann: „Ich werde mich
insbesondere in die Bereiche Cashund Risikomanagement einarbeiten
müssen“, räumt er ein. Dafür bleiben
ihm noch knapp drei Monate Zeit.
Wie Koch kam auch Stratmann
mit dem Spin-off von Bayer zu Lanxess. Der Diplomkaufmann war dort
zunächst IR-Mitarbeiter, bevor er 2008
die Leitung des Bereichs übernahm.
Zuvor hatte er Positionen im Controlling und im IR-Bereich der Celanese
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Ausgabe 1 | 15. Januar 2015
News
ETF auf Floating Rate Notes
Starke Nachfrage nach
Depository Receipts
Amundi: Absicherung gegen möglichen Zinsanstieg
Neuer Renten-ETF für
Hochzinsanleihen
Die Deutsche Asset & Wealth
Management hat den nach
eigenen Angaben weltweit
ersten ETF für Hochzinsanleihen europäischer Unternehmen mit kurzen Laufzeiten
zwischen ein bis drei Jahren
an der Deutschen Börse
gelistet. Der ETF hat eine
jährliche Pauschalgebühr von
0,35 Prozent.
Verlag
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
Der F.A.Z.-Fachverlag
Frankenallee 95, 60327 Frankfurt am Main
E-Mail:verlag@frankfurt-bm.com
HRB Nr. 53454, Amtsgericht Frankfurt am Main
Geschäftsführer: Dr. André Hülsbömer, Jürgen Kiehl
D
er Vermögensverwalter Amundi zu wappnen. „Anleger stehen derzeit
hat den nach eigenen Angaben unter enormem Druck“, sagt Bettina
ersten europäischen ETF herausge- May, Relationship Managerin bei
bracht, der nur in Papiere mit Floa- Amundi. „Gerade bei hohen Anlageting Rate Notes (FRNs) investiert. Der summen müssen sie versuchen, im
ETF ist seit September 2014 an der kurzfristigen Bereich negative Zinsen
Euronext in Pazu vermeiden und
ris gelistet und
sich gleichzeitig
ist jetzt auch in
gegen das ZinsDeutschland zum
änderungsrisiko
Vertrieb
zugeabzusichern.“
lassen. Der neue
Der Fonds sei
ETF
investiert
daher als Beimiin auf Euro lauschung eine gute
tende UnternehAlternative
zu
mensanleihen im Neuer ETF zur Absicherung gegen Zinsänderungen
anderen RentenInvestmentgradeinstrumenten. Bei
bereich. Etwa 86 Prozent der Papiere FRNs basiert der variable Kupon auf
wurden von Finanzinstituten emittiert. einem Referenzzinssatz. Steigt daher
Alle im Fonds enthaltenen Werte sind der Zins, so steigt auch der Kupon, da
variable verzinst und haben eine Lauf- der Referenzzinssatz in genau festgezeit von ein bis drei Jahren. Die lau- legten Abständen angepasst wird. Die
fenden Kosten (Total Expense Ratio) Volkswirtschaftler von Amundi gehen
liegen bei 0,18 Prozent.
derzeit zwar nicht von einem ZinsanAmundi wirbt vor allem mit der stieg in der Euro-Zone aus. Für Anleger
Möglichkeit, sich mit dem Produkt wird das Instrumentarium zur Absichegegen einen möglichen Zinsanstieg rung dennoch vielfältiger. ako
denphumi/iStock/Thinkstock/Getty Images
Laut BNY Mellon ist das
Volumen von Depositary
Receipts weltweit auf 38
Mrd. US-Dollar (etwa 32 Mrd.
Euro) angestiegen. Wegen
der großen Nachfrage der
Investoren nach internationalen Wertpapieren hat es
sich im Vergleich zum Vorjahr
verdreifacht. Es ist nach
Angaben von BNY Mellon
das höchste Volumen seit der
Finanzkrise 2008.
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Herausgeber: Boris Karkowski
Mitherausgeber: BNP Paribas, Deutsche Bank,
Horváth & Partner GmbH, Reval, SEB AG,
treasury executives 53° gmbh
Partner: Barclays Bank PLC, Litreca AG, Omikron Systemhaus
GmbH & Co. KG, UniCredit Bank AG
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zweiwöchentlich (24 Ausgaben im Jahr)
Layout: Daniela Seidel, FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
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