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der MPZ Newsletter Januar 2015

Einbetten
Neues vom Museumspädagogischen Zentrum
der MPZ Newsletter
Januar 2015
Aktuelles
Lehrerfortbildungen
Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Freizeit im Museum
Neue Ausstellungen im Januar
Laufende Sonderausstellungen in München
Meldungen aus den Museen
Das komplette Angebot auf www.mpz.bayern.de:
Veröffentlichungen
Schule und Museum
Kindertagesstätten
und Museum
Freizeit
und Museum
MPZ Aktuell
Inhalt Aktuelles
MPZ-Angebote zur Sonderausstellung
August Macke und Franz Marc
im Kunstbau des Lenbachhauses
bis 03.05.2015
Vorankündigung: Handwerk heute
MPZ-Führungen in den Sonderschauen
Exempla und Talente der Internationalen
Handwerksmesse München
Neue Messe Riem
12.03.2015 - 18.03.2015
Anmeldung ab sofort möglich!
Antike Meisterwerke neu erleben
Mediaguide für die Glyptothek
August Macke und Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft
Führungen durch die Sonderausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses
für Schulklassen und Gruppen aus Kindertagesstätten
bis 03.05.2015
Lenbachhaus
Kunstbau
U-Bahnhof Königsplatz
Zwischengeschoss
http://www.lenbachhaus.de/
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Dienstag bis 21.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie): Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
Abbildung oben:
Detail aus:
August Macke: Promenade, 1913
Städtische Galerie im Lenbachhaus und
Kunstbau, München
Abbildung unten:
Detail aus:
Franz Marc: Pferd in Landschaft, 1910
Museum Folkwang, Essen
Bald ist es so weit: Die schmerzlich vermissten Werke von August Macke und
Franz Marc aus dem Lenbachhaus sind nach ihrer Bonn-Reise in München zurück.
Ab dem 28.01.2015 sind sie, ergänzt durch Leihgaben aus Bonn, Kochel und dem
Guggenheim Museum in New York, aus anderen Museen und Privatbesitz, in einer
Sonderausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses zu sehen: August Macke
und Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft. Für Schulklassen und Gruppen
aus Kindertagesstätten werden ausschließlich Führungen in den morgendlichen
Sonderöffnungszeiten angeboten. Die MPZ-Führungen starten jeweils um
9.00 im Kunstbau – im U-Bahn-Zwischengeschoss Königsplatz. Jeweils zwei
Gruppen können parallel gebucht werden. Reservieren Sie sich rechtzeitig Ihren
Wunschtermin! Die Buchung ist bereits möglich.Die Führungen für Schulklassen
sind für alle Jahrgangsstufen geeignet – Objektauswahl, Schwerpunkte und
Methoden werden jeweils angepasst –, die Führungen für Kindertagesstätten
sind für Vorschulkinder ab 5 Jahren konzipiert. Wir möchten darauf hinweisen, dass
die Gruppen leider während der regulären Öffnungszeiten ab 10.00 Uhr nicht im
mehr im Kunstbau verweilen können. Um im knappen Buchungsfenster keine Zeit
zu verlieren, bitten wir Sie, mit Ihrer Gruppe frühzeitig anzureisen, so dass ein Start
pünktlich um 9.00 Uhr möglich ist.
Hinweis: Vertiefende Praxisteile zum Thema Blauer Reiter sind nur bei den
bewährten Themen im Haupthaus möglich. Alle Themen bleiben auch während der
Sonderausstellung buchbar, wobei freilich hierbei keine Werke von Franz Marc oder
August Macke besichtigt werden können.
Franz Marc:
Der Tiger, 1912
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
Vorankündigung: Handwerk heute
MPZ-Führungen in den Sonderschauen Exempla und Talente
der Internationalen Handwerksmesse München
Neue Messe Riem, 12.03.2015 - 18.03.2015
Anmeldung ab sofort möglich!
Die Internationale Handwerksmesse bietet vielfältige und anschauliche Möglichkeiten,
sich über das Handwerk heute zu informieren. Das MPZ bietet Schulklassenführungen
und Lehrerfortbildungen zu den internationalen Sonderschauen Exempla und Talente an.
Die Sonderschau Exempla steht in diesem Jahr unter dem Thema „Forum der Meister“
und präsentiert aus unterschiedlichen Bereichen vorbildliche Leistungen des Handwerks.
Schülerinnen und Schüler haben in den lebenden Werkstätten die Möglichkeit, Handwerkern bei ihrer Arbeit zuzusehen, sie zu ihrem Handwerksberuf zu befragen und Ausbildungswege und Schulen kennenzulernen. So können sie z. B. den Deutschen Meister
der Speiseeishersteller beobachten und dessen Eissorten kosten oder einem Südtiroler
Schmied beim Schmieden dünner Kupferschalen über die Schulter schauen. Selbst testen
kann man eine Kletterwand einer Zimmerei aus Lenggries, die für ihre neu entwickelten
Konstruktionen den Bayerischen Staatspreis für Technik erhalten hat.
Die Sonderschau Talente gilt weltweit als der wichtigste und größte internationale Wettbewerb für junge Kunsthandwerker, Designer und Handwerker. In keiner anderen Ausstellung wird eine vergleichbare Vielfalt der Gewerke, Qualität und Innovation der Beiträge
geboten. Sie zeigen die intensive Auseinandersetzung junger Handwerker mit formalen
oder technischen Fragen unserer Zeit.
Abbildung oben:
Der Deutsche Meister 2014 für
Speiseeisherstellung: Adriano Colle
Abbildung unten:
Adriano Colle demonstriert seine Kunst und lädt
zum Probieren ein!
Führungen für Schulklassen der Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen
Schulen: Kosten: EUR 5,00 pro Schüler für IHM-Eintritt und MPZ-Führung, zwei betreuende Lehrkräfte haben freien Eintritt
zur Onlinebuchung
Lehrerfortbildung des MPZ für Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien
und beruflichen Schulen am Montag, 16.03.2015, 14.00 – 15.30 Uhr
Kosten: EUR 5,00 für reduzierten IHM-Eintritt
zur Onlinebuchung
Die Kletterwände der Zimmerei Tretter aus Lenggries können in der
Exempla getestet werden.
Antike Meisterwerke neu erleben
Mediaguide für die Staatlichen Antikensammlungen
Staatliche
Antikensammlungen
Königsplatz
80333 München
Tel.: +49 (0) 89 / 59 98 88 30
www.antike-am-koenigsplatz.
mwn.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Mittwoch 10.00 – 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie):
Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
Abbildung oben:
Ein Blick in die Sammlung
Abbildung unten:
Die Staatlichen Antikensammlungen
am Königsplatz
© Staatliche Antikensammlungen
und Glyptothek München,
fotografiert von Renate Kühling
Die Staatlichen Antikensammlungen und die Glyptothek gehören zu den international
bedeutendsten Museen für antike Kunst. Hier sind griechische, römische und etruskische
Meisterwerke in einer Qualität und Fülle zu erleben, wie man sie sonst nur an wenigen
Orten auf der Welt finden kann.
Wie bereits in der Glyptothek seit einem Jahr, so begleitet nun auch in den Staatlichen
Antikensammlungen ein äußerst vielseitiger und benutzerfreundlicher Mediaguide die
Museumsbesucher durch die Sammlung der antiken Vasen, Bronzen, Terrakotten und des
Schmucks. Auf einem Leihgerät oder als App auf dem eigenen Smartphone bzw. Tablet
kann man zwischen verschiedenen Rundgängen auf Deutsch und Englisch wählen. Angeboten werden kurze Führungen zu den Highlights ebenso wie ausführliche Touren für
Genießer und vertiefende Einblicke in das Spezialgebiet der antiken Vasenkunst. Selbstverständlich kann die Sammlung mit dem Mediaguide auch auf eigene Faust erkundet
werden. Heruntergeladen als App, bietet der neue Guide zudem ausgezeichnete Hilfen,
um einen Besuch der Antikensammlungen vor- und nachzubereiten.
Die kurzweiligen und kundigen Ausführungen richten sich nicht nur an Erstbesucher, die
manchmal nur eine Stunde Zeit haben, das Museum kennenzulernen, sondern sie bieten
auch dem Stammpublikum der Antikensammlungen bislang unbekannte Einblicke in die
dortigen Kunstwerke.
Das gibt es natürlich weiterhin: Wer mit einer Schulklasse die Antikensammlungen bei
einer Gesprächsführung kennenlernen möchte, kann das umfangreiche Programm des
Museumspädagogischen Zentrums für Grund- und weiterführende Schulen nutzen.
Die Rundgänge bringen den Schülern auf spannende Weise Lehrplanrelevantes aus
den Fachbereichen Latein, Griechisch und Geschichte, aber auch Kunst, Deutsch,
Ethik oder Heimat- und Sachunterricht nahe. Nähere Informationen dazu finden Sie
hier.
Der neue Mediaguide der Staatlichen Antikensammlungen
Inhalt Schule und Museum
Lehrerfortbildungen im Februar 2015
MPZ-Lehrerfortbildung
Vom Millionenschlager bis zum Unikat –
Design und Kunsthandwerk in der Neuen
Sammlung
MPZ-Lehrerfortbildung
August Macke und Franz Marc.
Eine Künstlerfreundschaft
MPZ-Lehrerfortbildung
Mit Schulklassen in die
FC Bayern Erlebniswelt
MPZ-Lehrerfortbildung
Stadt, Land, Fluss: Heimatwelt mit Karten
erkunden und vermessen
Für Lehrkräfte der Mittelschulen, Realschulen,
Gymnasien und beruflichen Schulen
Mittwoch, 04.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
Für Lehrkräfte an Grundschulen, Realschulen,
Mittelschulen und Gymnasien
Donnerstag, 05.02.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
FC Bayern Erlebniswelt
Für Lehrkräfte aller Schularten
Dienstag, 10.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Lenbachhaus / Kunstbau
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 26.02.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Alte Stadt – neue Heimat
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 26.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Vom Millionenschlager bis zum Unikat – Design und Kunsthandwerk in der Neuen Sammlung
Für Lehrkräfte der Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen
Mittwoch, 04.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Design
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Ein Rundgang in der Neuen Sammlung führt uns das Spektrum
dieses Museums zwischen Industriedesign und Kunsthandwerk
vor Augen. Industrielles Massenprodukt, repräsentatives Einzelstück, spektakuläre Designvision und handwerkliches Unikat aus
einem Zeitraum von ca. 150 Jahren veranschaulichen die vielfältigen
Aufgabengebiete und Bedingungen des Gestalters in Industrie und
Handwerk. Neben inhaltlichen Aspekten lernen Sie auch museumspädagogische Methoden und Materialien kennen, die Schülerinnen
und Schülern die Auseinandersetzung mit diesem Sammlungsbereich nahebringen.
Anmeldung ausschließlich über das Pädagogische Institut.
MPZ-Lehrerfortbildung
Mit Schulklassen in die FC Bayern Erlebniswelt
Für Lehrkräfte an Grundschulen, Realschulen, Mittelschulen und Gymnasien
Donnerstag, 05.02.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
FC Bayern Erlebniswelt
FC Bayern Erlebniswelt
Allianz Arena, Ebene 3
Werner-Heisenberg-Allee 25
80939 München
http://fcb-erlebniswelt.de/de/ausstellung/
Öffnungszeiten:
Täglich
09.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U6: Fröttmaning
In der FC Bayern Erlebniswelt im Herzen der Allianz Arena wird
einer der erfolgreichsten Klubs der Welt bis ins Detail beleuchtet.
Die Besucher können den FC Bayern und seine Werte in Deutschlands größtem Vereinsmuseum regelrecht fühlen und erleben.
Beim Rundgang durch die Historie des deutschen Rekordmeisters
werden neben den großen Ereignissen rund um den Verein seit der
Gründung im Jahr 1900 auch Themen wie multikulturelle Zusammenarbeit und Selbstvertrauen behandelt. Sport fördert die Persönlichkeitsentwicklung, Fußball verbindet. Die Informationsveranstaltung gibt Ihnen die Gelegenheit, die FC Bayern Erlebniswelt und die
Möglichkeiten für einen Besuch mit Schulklassen kennenzulernen.
Im Fokus steht ein Programmangebot, das in Zusammenarbeit mit
dem MPZ eigens für Mittelschulklassen entwickelt wurde.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München. Anmeldung ausschließlich über FIBS.
Modell der Allianz Arena
MPZ-Lehrerfortbildung
August Macke und Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft
Für Lehrkräfte aller Schularten
Dienstag, 10.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Lenbachhaus / Kunstbau
zur Onlinebuchung
Lenbachhaus
Kunstbau
U-Bahnhof Königsplatz
Zwischengeschoss
http://www.lenbachhaus.de/
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Dienstag bis 21.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie): Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
August Macke und Franz Marc verband eine ganz besondere, wenn
auch viel zu kurze Freundschaft - der Erste Weltkrieg kostete beiden
das Leben. Dieser Künstlerfreundschaft widmet das Lenbachhaus
eine Sonderausstellung im Kunstbau. Dabei werden Werke zusammengeführt, die sonst in Museen in Berlin, Bonn oder Murnau verstreut sind. Die Veranstaltung will insbesondere diese Gegenüberstellung nutzen und anhand ausgewählter Werke der gegenseitigen
Inspiration und dem künstlerischen Austausch genauer nachgehen.
Gleichzeitig werden Methoden und Materialien für eine altersgerechte Vermittlung im Schulkontext vorgestellt.
Anmeldung erforderlich.
Franz Marc: Pferd in Landschaft, 1910
Museum Folkwang, Essen
MPZ-Lehrerfortbildung
Stadt, Land, Fluss: Heimatwelt mit Karten erkunden und vermessen
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 26.02.2015, 15.00 – 17.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstr. 3
80538 München
http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum
Bus 100 (Museenlinie): Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Vor 450 Jahren schuf der berühmte bayerische Kartograph Philipp
Apian im Auftrag des bayerischen Herzogs Albrecht V. eine Karte
Bayerns, die vermessungstechnisch in der damaligen Welt unübertroffen war. Noch Napoleon nutzte diese Karte! Im Gegensatz zu
heutigen Karten ist sie für Kinder überaus anschaulich, denn sie
zeigt Ortsnamen mit bildhaften Vignetten, dazu Wälder, Berge,
Bergwerke, ja sogar Tiere! Das MPZ hat für ein neues Grundschulklasssenprogramm im Bayerischen Nationalmuseum diese sog.
"Bairischen Landtafeln", deren originale Druckstöcke im Museum
zu sehen sind, als riesiges 24-teiliges Holzpuzzle erstellt, so dass
Kinder interaktiv die Karte erkunden können. Dazu werden Messübungen auf den Spuren Apians angeboten: das Messen mit Latten,
Messketten und Schrittzählen. Die Fortbildung stellt dieses Konzept
vor und schließt mit dem Blick auf die Sandtnermodelle, die wie die
Landtafeln vom Streben nach exakter Vermessung Bayerns zeugen.
Dabei wird auch der Jakobsstab als Mittel z.B. für Höhenmessung
vorgestellt und erprobt.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München. Anmeldung ausschließlich über FIBS.
MPZ-Lehrerfortbildung
Alte Stadt - neue Heimat
Für Lehrkräfte an Grundschulen
Donnerstag, 26.02.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
zur Onlinebuchung
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2 33-2 23 70
www.muenchner-stadtmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U1 / U2 / U3 / U6: Sendlinger Tor
U3 / U6: Marienplatz
alle S: Marienplatz
Geschichte an Ort und Stelle erleben und die neue Heimat kennen
lernen - das gilt für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrkräfte, die neu in München sind. Ausgewählte Objekte im Stadtmuseum, wie z. B. das Standbild Heinrichs des Löwen oder das
Stadtwappen mit dem Münchner Kindl, werden durch vielfältige
didaktische Annnäherungen erschlossen, die sich am Kenntnis- und
Sprachstand der TeilnehmerInnen orientieren. Die in der Kopie des
Sandtner'schen Stadtmodells entdeckten Bauten und Plätze von der
Frauenkirche bis zum Marienplatz suchen wir auf dem sich anschließenden Rundgang im Stadtbild auf und vergleichen sie miteinander. Der gezielte Einsatz abwechslungsreicher Arbeitsweisen und
Materialien will die Freude am aktiven Entdecken der neuen alten
Heimatstadt fördern.
In Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt der Landeshauptstadt
München. Anmeldung erforderlich.
Das Münchner Stadtmuseum aus der Perspektive vom St.-Jakobs-Platz (Ausschnitt)
© Münchner Stadtmuseum
Inhalt Kindertagesstätten und Museum
Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
im Februar
MPZ-Fortbildung für pädagogisches
Fachpersonal
Wolle, Autos, große Steine
Pinakothek der Moderne - Kunst
Donnerstag, 26.02.2015, 15:00 – 17:00 Uhr
MPZ-Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Wolle, Autos, große Steine
Donnerstag, 26.02.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Kunst
zur Onlinebuchung
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
Neben den traditionellen Materialien der Malerei und Bildhauerei
verwenden Künstler viele andere Arbeitsmaterialien wie z. B.
Kunststoffe, Textilien, Neonröhren, Autoschrott oder auch Naturmaterialien. Viele dieser Installationen und Objekte sensibilisieren
neben der Material- auch die Raum-, Form- oder Farbwahrnehmung. Es wird exemplarisch gezeigt, wie man Kinder zur aktiven
Beobachtung anregen kann. Die Erfahrungen im Museum münden in das eigene plastische Gestalten der Kinder beispielsweise
mit Recyclingmaterialien oder Naturmaterialien. Wir diskutieren
über die Einbindung des Museumsbesuchs in verschiedene Kindergartenprojekte.
Anmeldung erforderlich.
Inhalt Freizeit im Museum
Freizeitveranstaltungen bis 22.02.2015 - Teil 1
MPZ-Familienaktion
Wohnen, lernen, spielen –
wie wollen wir leben?
Für Familien mit Schulkindern ab 10 Jahren
Sonntag, 01.02.2015, 11.00 – 15.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Familienaktion
Von bunten Vögeln, Drachen und anderen
seltsamen Wesen
Für Familien mit Kindern von 8 bis 12 Jahren
Ausschließlich für Inhaber des Münchner Familienpasses, Samstag, 07.02.2015, 14.00 – 16.00 Uhr
Alte Pinakothek
MPZ-Familienaktion
Von Papyrusrolle, Signatur und Scherbengericht – Schreiben in der Antike
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 08.02.2015, 14.00 – 16.30 Uhr
Staatliche Antikensammlungen München
Freizeitveranstaltungen - Teil 2 ->>
Inhalt Freizeit im Museum
Freizeitveranstaltungen bis 22.02.2015 - Teil 2
MPZ-Familienaktion
Masken der Welt
Für Familien mit Kindern von 5 bis 7 Jahren
Sonntag, 15.02.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Museum Fünf Kontinente
MPZ-Familienaktion
Reisen! Städte, Götter, Brunnen
Für Kinder und Jugendliche von 8 bis 12 Jahren
Mittwoch, 18.02.2015, 10.00 – 14.00 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
MPZ Familienaktion
Mittelalterliche Klosterschreibstube –
Drachenblut und Bergblau, Rußtinte und
Federkiel
Für Familien mit Kindern ab 9 Jahren
Sonntag, 22.02.2015, 13.00 – 15.30 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Familienaktion
Wohnen, lernen, spielen - wie wollen wir leben?
Für Familien mit Schulkindern ab 10 Jahren
Sonntag, 01.02.2015, 11.00 – 15.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
"Wie will ich leben? Wo wohne ich, wo spiele ich, wie viel arbeite ich?" Diese Fragen berühren das Leben von Erwachsenen
und Kindern. Was unterscheidet das Leben in einer Wohnung
von dem Leben in einer Art "Wohnwagen"? Die Bewohner von
sogenannten Wagenburgen haben sich beispielsweise für ein gemeinschaftliches Leben in umgebauten Lastwägen entschieden.
Wir besuchen eine Münchner Wagenburg und beschäftigen uns
mit dieser Wohnform. Anschließend betrachten wir im Münchner
Stadtmuseum, wie ein Künstler dieses Wohnprojekt in seinen
Fotografien dargestellt hat. Weitere Fotoarbeiten thematisieren
alternative Lebensformen: Wohnen abgeschieden in der Natur,
Wohnen in einer Gemeinschaft mit Freunden, mit Gleichgesinnten; Verzicht auf Luxus, Leben in der Einfachheit. – Wie wollen
wir leben? Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Münchner
Stadtmuseum
Teilnahmegebühr: EUR 3,00 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt ins Museum
MVG-Ticket für je zwei Fahrtstrecken erforderlich
Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich entweder per
Tel.: 0 89 / 2 38 05-2 96 oder direkt hier.
Treffpunkt: vor dem Kreisverwaltungsreferat (U-Bahnausgang)
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Pau Montes: Ben (Wagenkultur München), 2014, © Pau Montes
MPZ-Familienaktion
Von bunten Vögeln, Drachen und anderen seltsamen Wesen
Für Familien mit Kindern von 8 bis 12 Jahren
Ausschließlich für Inhaber des Münchner Familienpasses
Samstag, 07.02.2015, 14.00 – 16.00 Uhr
Alte Pinakothek
Auf unserer gemeinsamen Entdeckungstour durch die Alte
Pinakothek begegnen uns viele gemalte Tiere und Fantasiewesen. Mal spielen sie eine wichtige Rolle in einem Gemälde, mal
sind sie kaum zu finden. Ob lebensgroß oder winzig klein - so
manches Wesen inspiriert uns zu eigenen Ideen, die mit dem
Farbstift gleich einmal festgehalten werden. Dabei entstehen
individuelle Museumsbücher zum Mit-nach-Hause-Nehmen und
Weitersammeln. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem
Münchner Familienpass.
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt ins Museum
Material: EUR 2,00 pro Familie
Teilnehmerzahl begrenzt - Anmeldung erforderlich ab 07.01.2015
beim Stadtjugendamt unter Tel. 089 / 2 33-3 38 44
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Meister des Bartholomäusaltars, Bartholomäusaltar, um 1500/1505, Ausschnitt,
Alte Pinakothek
MPZ-Familienaktion
Von Papyrusrolle, Signatur und Scherbengericht – Schreiben in der Antike
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 08.02.2015, 14.00 – 16.30 Uhr
Staatliche Antikensammlung München
Bei unserem Rundgang lernen wir ganz unterschiedliche Dinge
mit Inschriften und ihre Verwendung kennen. Anschließend probieren wir Schreibmaterialien der alten Griechen und Römer aus
und stellen ein kleines Erinnerungsstück her.
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen den Sonntagseintritt ins Museum
(derzeit EUR 1,00)
Materialgeld: EUR 2,00 pro Person
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Foto: Staatliche Antikensammlungen
MPZ-Familienaktion
Masken der Welt
Für Familien mit Kindern von 5 bis 7 Jahren
Sonntag, 15.02.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Museum Fünf Kontinente
Warum verkleiden wir uns eigentlich an Fasching? Und wie sieht
das in anderen Kulturen aus? Masken gibt es überall auf der
Welt, aber die Gründe, weshalb sie getragen werden, sind sehr
unterschiedlich. Nach den Vorbildern, die wir im Museum entdecken, fertigen wir anschließend selbst Masken an und probieren
sie aus. Wer besondere Vorstellungen von seiner Maske hat,
kann gerne auch eigenes Material mitbringen.
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Material: EUR 1,00 pro Person
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Maske aus dem Bestand des Museum Fünf Kontinente
MPZ-Ferienaktion
Reisen! Städte, Götter, Brunnen
Für Kinder und Jugendliche von 8 bis 12 Jahren
Mittwoch, 18.02.2015, 10.00 – 14.00 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
Im Frühling steigt die Reiselust. Spielerisch entdecken wir Reiseziele von München über Wien, London, Paris, Florenz, Augsburg und zurück. Spielbrett ist eine riesige Europakarte. Unsere
Museumstour führt durch eine ganz besondere Ausstellung mit
berühmten Bronzefiguren und hilft uns, Kunstwerke und Gebäude wiederzuerkennen. Anschließend gestaltest du dein eigenes
Reisememory.
Teilnahmegebühr: mit Ferienpass EUR 1,00,
ohne Ferienpass EUR 3,00
Material: EUR 1,50 pro Person
Für eine kleine Pause bitte Brotzeit und Getränke mitbringen
Teilnehmerzahl begrenzt - Anmeldung erforderlich unter
Tel. 0 89 / 2 38 05-2 96
Gruppen können leider nicht teilnehmen!
MPZ-Familienaktion
Mittelalterliche Klosterschreibstube –
Drachenblut und Bergblau, Rußtinte und Federkiel
Für Familien mit Kindern ab 9 Jahren
Sonntag, 22.02.2015, 13.00 – 15.30 Uhr
Münchner Stadtmuseum
In der Werkstatt im Münchner Stadtmuseum findet ihr Materialien und Geräte, wie sie im Mittelalter von Schreibern und Malern
bei der Herstellung eines Buches verwendet wurden: Pergament
und Rußtinte, Kermesläuse und Fischleim, Federkiel und Haarpinsel. Ihr könnt aus selbst angerührten Farben eine Seite mit einer
Initiale gestalten und mit Gänsefeder und Rußtinte einen Text
schreiben.
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt ins Museum
Material: EUR 1,00 pro Person
Teilnehmerzahl begrenzt (max.25 Personen)
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Neue Ausstellungen im Januar 2015
München
Bayernweit
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
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München
Ricochet #9. Cyrill Lachauer. Full Service
Museum Villa Stuck
bis 15.03.2015
Das multimediale Projekt "Full Service" von Cyrill Lachauer ist das Ergebnis zahlreicher Arbeits- und Forschungsreisen in den amerikanischen Westen.
Seine Ausgangspunkte sind die Wüstenstadt Las Vegas, deren Glücks- und Extaseversprechen jährlich Millionen von Menschen anziehen, und die
indianische Widerstands- und Revitalisierungsbewegung des "Ghost Dance". Der "Ghost Dance", ein Ritual des indianischen Messias Wovoka, führt
Lachauer in das Hinterland des amerikanischen Nord- und Südwestens zwischen Las Vegas und Wounded Knee. Cyrill Lachauers dreijährige Ausein­
andersetzung mit dem Verständnis von Geschichte und Landschaft im Ausbreitungsgebiet des "Ghost Dance" münden nun in einen Werkkomplex
aus Film, Video, Fotografie und Sound. Für seinen Film "Full Service" identifiziert Cyrill Lachauer ein Geräusch, das aus dem lärmenden Klangteppich
des nächtlichen Treibens der Stadt heraussticht; es wird zum akustischen Trigger und Leitmotiv für den Film. Einmal wahrgenommen, verfolgt es
den Betrachter durch die Straßen. Es ist das rhythmische Klatschen, das entsteht, wenn dicke Bündel kleiner Karten in einer bestimmten Technik
aufeinandergeschlagen werden. Mit diesem Trigger versuchen die oft illegal eingewanderten Mexikanerinnen, die Aufmerksamkeit potentieller
Interessenten zu gewinnen. Sie verteilen die Visitenkarten von Prostituierten, jede mit Foto und Telefonnummer versehen. Die Frauen stehen exemplarisch für all jene, die aus ganz Amerika nach Las Vegas kommen in der Hoffnung auf Arbeit und schnelles Geld. Die Kartenverteilerinnen gehören
zu den unzähligen, häufig illegalen Einwanderinnen aus Mexiko und Mittelamerika. Geflohen vor Armut und Perspektivlosigkeit, unterstützen sie ihre
Familien in der Heimat und befördern als Tagelöhnerinnen die marode amerikanische Wirtschaft.
Cyrill Lachauer, Full Service (Detail), 2013
© Cyrill Lachauer
zum Museum
Keramik – geformt und gebaut
Galerie Handwerk
16.01.2015 – 22.02.2015
© Johannes Nagel
Seit über 25 Jahren eröffnet die Galerie Handwerk ihre Ausstellungssaison mit zeitgenössischer Keramik. Meist geschieht dies im internationalen Vergleich. Neben Länderausstellungen, die Einblicke in spezielle Keramikzentren erlauben, sind es heute vorwiegend themenorientierte Präsentationen. Die Ausstellung widmet sich der geformten und gebauten Keramik als künstlerischem Ausdrucksmittel. Dem
gebauten Gefäß, der Plastik und dem keramischen Objekt spürt diese Ausstellung nach und dies in den unterschiedlichsten Varianten und
durch die Generationen hindurch. Diese gegenwärtigen Positionen zusammenzubringen, ist auch erklärtes Ziel der Galerie Handwerk. Die
mit der Hand geformte Keramik besitzt heute große Aktualität, auch gerade bei der jüngeren Generation von Gestaltern. Vielleicht ist es der
starke Bezug zur Individualität des Künstlers, seiner persönlichen Handschrift und seiner Ausdruckskraft, die diese Art der Keramik so faszinierend machen. Die Arbeit mit der Hand wird wieder entdeckt und zum Erlebnis. Die Aussteller stammen aus Deutschland, Norwegen,
Frankreich, Dänemark, Großbritannien, Italien, Spanien und Belgien. Begleitende Texte wurden von den Teilnehmern selbst verfasst. Sie
stehen in engem Bezug zu den Arbeiten und verweisen auf Gedanken und Herangehensweise bei der Gestaltung. Die Ausstellung zeigt 32
sehr unterschiedliche Positionen. So differenziert und vielgestaltig wie Keramik sein kann. Eines verbindet sie jedoch alle: Es ist die Suche
nach subtiler Einfachheit, die oft Empfindungen der Ruhe und der Kontemplation erzeugt.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
München
Stephan Huber – Weltatlas
Eres-Stiftung
16.01.2015 – 28.03.2015
Der Münchner Bildhauer und Objektkünstler Stephan Huber entwirft seit den 1990er Jahren sehr persönliche, großformatige Landkarten, die den
Betrachter auf eine faszinierende Reise durch unterschiedlichste Wissens- und Erfahrungswelten mitnehmen. Dabei verwendet Huber vorgefundenes Kartenmaterial und collagiert es mit erfundenen Karten, in denen sich persönliche Erlebnisse und Erfahrungen sowie philosophische,
historische und politische Bezüge niederschlagen. Radikal subjektive Vermessungskriterien hinterfragen so ein vermeintlich unbestechliches
exaktes Ordnungssystem. Die dezidiert sinnliche Auswahl der Karten und ihre ästhetische Weiterentwicklung öffnen darüber hinaus den Blick für
die Schönheit eines traditionellen Mediums der Wissensvermittlung. In der Eres-Stiftung sind erstmals Werkbeispiele aus allen Schaffensperioden vereint. Darüber hinaus zeigt Stephan Huber fünf maßstabsgetreu modellierte Berge, die er seine Lieblingsberge nennt. In neutralem Weiß
gehalten, bilden die Skulpturen die archaische Naturform ab und präzisieren, verschönern und übersteigern sie zur Kunstform. Auch Zeichnungen,
die in den Werkkontext Kartografie gehören, sind zu sehen.
Stephan Huber: Detail aus
"mentalstammbaummap"
© Stephan Huber und VG Bild-Kunst,
Bonn 2014
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Unter dem Vulkan. Kunst der Ömie aus Papua-Neuguinea
Museum Fünf Kontinente
23.01.2015 – 08.03.2015
Detail aus: Tanzprozession der Ömie, 2010
© Ömie Artists, Artkelch
Zu sehen sind fein gearbeitete und mit traditionellen Mustern fantastisch verzierte Rindenbaststoffe, die in Ozeanien unter dem Namen tapa
bekannt sind und aus der inneren Schicht der Rinde von Regenwaldbäumen hergestellt werden. Bei den Ömie-Frauen in Papua-Neuguineas
Oro-Provinz hat die Kunst der tapa-Herstellung und Bemalung bis heute Bestand und erlebt gegenwärtig eine Renaissance. Das ist ironischerweise einer Naturkatastrophe zu verdanken. Denn als 1951 der Vulkan Huvaimo ausbrach, hatten Missionare den Ömie bereits die Ausübung vieler
ihrer alten Zeremonien untersagt, darunter auch die Tatauierung des Körpers mit Zugehörigkeits-Mustern der einzelnen Familienclans. Doch zwei
einflussreiche Clanälteste deuteten den Vulkanausbruch als Unwillen der Ahnengeister über das Sterben der uralten Traditionen. Sie ermutigten
die Ömie, sich vom fremden europäischen Kultureinfluss abzuwenden und sich ihrer eigenen Lebenskultur wieder zuzuwenden, um die auf dem
Vulkan Huvaimo wohnenden Geister zu besänftigen. Die Ömie-Frauen begannen selbstbewusst damit, nicht nur weiterhin ihre traditionellen
Motive auf Rindenstoff zu malen, sondern überdies althergebrachte Körper-Tattoo-Designs auf tapa zu übertragen. Bemalte tapa-Stoffe werden
auch „second skin“ – zweite Haut – genannt. Denn diese Kunst ist kleidsam und wird bei den Ömie – besonders bei zeremoniellen Anlässen – als
Wickelrock von Frauen oder Lendentuch von Männern getragen. Bei schnellen Tanzbewegungen erzeugen die bewegten Muster im Auge des
Betrachters dann einen optisch schillernden Effekt. Rindenbastsoffe fungieren im übertragenen Sinne aber auch als zweite Haut, die das innerste
Wesen oder die Essenz eines Menschen umhüllt und schützt. Überdies spielt tapa eine wichtige Rolle im Gabentausch bei der Heirat.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
München
Bayerische Kunstförderpreise Bildende Kunst 2014
Boban Andjelkovic . Felix Burger . Hedwig Eberle . Jasmin Schmidt . Elisabeth Wieser
Galerie der Künstler, BBK - Berufsverband bildender Künstler München und Oberbayern e.V.
28.01.2015 – 27.02.2015
Alljährlich zeichnet das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst junge begabte Künstler mit dem mit je 5.000 € dotierten
Bayerischen Kunstförderpreis aus. Die Qualitätsvorgaben fordern eine außergewöhnliche Begabung. Der Preis ist Anerkennung für das bisher Geleistete und soll Ansporn und Unterstützung in ideeller und materieller Hinsicht für zukünftige Projekte sein. Er wurde bereits im November anlässlich einer
Feierstunde in der Hochschule für Film und Fernsehen durch den Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle überreicht. Nun sind die Werke der ausgezeichneten KünstlerInnen in der Galerie der Künstler zu sehen.
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August Macke und Franz Marc – Eine Künstlerfreundschaft
Lenbachhaus / Kunstbau
28.01.2015 – 03.05.2015
Rund 100 Jahre nach dem Tod von August Macke zeigt das Lenbachhaus in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn erstmals eine Ausstellung, die sich mit der Freundschaft von August Macke und Franz Marc und ihrem künstlerischen Austausch auseinandersetzt. Rund 200 Gemälde,
Arbeiten auf Papier, kunstgewerbliche Objekte und private Dokumente führen Leben und Werk der beiden Künstler von 1910 bis 1914 vor Augen
und verdeutlichen nicht nur, wie sich Macke und Marc gegenseitig inspirierten, sondern auch, wie eng und herzlich ihre Freundschaft war. Am 6.
Januar 1910 besuchte Macke zum ersten Mal Marc in seinem Münchner Atelier. Damit begann eine Freundschaft, die in menschlicher und künstlerischer Hinsicht eines der besonderen Ereignisse der Kunst des 20. Jahrhunderts ist. Ihr intensiver Austausch dauerte nur wenige Jahre, 1914 starb
August Macke zu Beginn des Ersten Weltkriegs. 1916 wurde auch Franz Marc ein Opfer des Krieges. Die Ausstellung verfolgt in verschiedenen
Sektionen die Entwicklung der beiden Künstler ab 1910 mit den ersten Begegnungen in Sindelsdorf, Tegernsee und Bonn, den farbtheoretischen
Diskussionen und der Arbeit am "Blauen Reiter". Der Blick auf gemeinsame Reisen, gegenseitige Besuche und Geschenke sowie auf kunstgewerbliche Arbeiten zeigt auch, welch wichtige Rolle die Ehefrauen der Künstler, Elisabeth Macke und Maria Marc, in dieser Freundschaft spielten. In
Mackes Bonner Atelier malten die beiden Künstler 1912 schließlich zusammen das Wandbild Paradies als Dokument ihrer Verbundenheit. Ausführlich zeigt die Ausstellung, wie Macke und Marc Anregungen des Fauvismus, Kubismus, Futurismus und Abstraktion verarbeiteten.
August Macke: Porträt mit Äpfeln (Elisabeth
mit Äpfeln), 1909, Städtische Galerie im
Lenbachhaus und Kunstbau, München
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Zu dieser Ausstellung bietet das MPZ Schulklassenführungen und Lehrerfortbildungen an.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Neue Ausstellungen im Januar 2015
München
Cindy Sherman
Sammlung Goetz
29.01.2015 – 18.07.2015
Cindy Sherman (geb. 1954 in Glen Ridge, New Jersey, US) hat mit ihren Fotografien die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Ähnlich
wie eine Schauspielerin inszeniert sie sich in unterschiedlichen Rollen vor der Kamera. Obwohl es sich bei den Fotografien von Sherman im klassischen Sinne um Selbstporträts handelt, verraten sie nicht viel von der Persönlichkeit der Künstlerin. Vielmehr geht es ihr um die Dekonstruktion
von Rollenbildern und Klischees. Bereits in ihrer Kindheit entwickelte Sherman eine Obsession für Verkleidung und Maskerade, die sie auch an
der Kunstakademie in Buffalo weiterverfolgte. Bekannt wurde die Künstlerin durch die Schwarz-Weiß-Serie Untitled Film Stills (1977–1980), in
denen sie stereotype Frauenfiguren aus fiktiven Filmszenen der 50er-Jahre verkörpert. Später entstanden Serien mit großformatigen Farbfotografien, die Themen wie Modefotografie, Märchengestalten, Horrorszenen und Society Ladies aufgreifen. Die Sammlung Goetz besitzt umfangreiche Werkgruppen aus nahezu allen Schaffensphasen. Mit rund 60 Arbeiten gibt die retrospektive Ausstellung im Sammlerhaus, die in enger
Zusammenarbeit mit der Künstlerin konzipiert wurde, einen guten Überblick auf das Gesamtwerk.
Cindy Sherman Untitled #299 1994
Farbfotografie, Courtesy of the artist and
Sammlung Goetz, München
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Nathalie Djurberg
Sammlung Goetz
29.01.2015 – 18.07.2015
Erotische Verlockung und grausame Gewalt treffen in den Videos und Installationen von Nathalie Djurberg aufeinander. Mit ihren Knetfiguren
inszeniert sie alptraumartige Geschichten. Die Sammlung Goetz lädt im "Base 103" zu einer Begegnung mit dem Werk der schwedischen
Künstlerin ein. Bekannt wurde Nathalie Djurberg durch ihre Stop-Motion Filme, die sie seit 2003 mit Puppen aus Plastilin, Textil und Kunsthaar
realisiert. Die farbenfrohen, kindlich wirkenden Figuren stehen in einem harten Gegensatz zu den brutalen Inhalten, die Sadismus, Sexualität und
Missbrauch thematisieren. Die Künstlerin ist sowohl Regisseurin, Drehbuchautorin und Ausstatterin ihrer Filme. Den Soundtrack komponiert ihr
Partner Hans Berg. Ingvild Goetz hat sich bereits schon früh für das Werk der Künstlerin interessiert. So besitzt die Sammlung heute neben ihren
Filmen auch die Installation "The Experiment", für die Djurberg auf der Biennale in Venedig 2009 mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde.
Bei der Arbeit handelt es sich um einen surreal anmutenden Garten mit wundersamen, künstlichen Pflanzen in Verbindung mit drei Videos. Die
Multi-Media- Installation "The Experiment" wird, begleitet von einem Filmprogramm, parallel zur Einzelausstellung mit Cindy Sherman im "Base
103" präsentiert.
Detail aus: Nathalie Djurberg: The Experiment,
2009, Making Worlds, Palazzo delle
Esposizioni, 53rd International Art Exhibition,
La Biennale di Venezia, Foto: Hans Berg
Courtesy Sammlung Goetz, München
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
München
David Adjaye: Form, Gewicht, Material
Haus der Kunst
30.01.2015 – 31.05.2015
Das heterogene Werk des Architekten David Adjaye (geb. 1966) umfasst annähernd 50 abgeschlossene Bauprojekte von Luxusläden über Museen und Bibliotheken bis zu sozialen Wohnbauten. Zu seinen neuesten Aufträgen zählen die Gestaltung des National Museum of African American
History and Culture in Washington D.C. sowie des National Museum of Slavery and Freedom in Cape Coast, Ghana. Die Gebäude des ghanaischbritischen Architekten entstehen oft in Zusammenarbeit mit Künstlerfreunden, darunter die Wohnhäuser, die er für Chris Ofili, Tim Noble und Sue
Webster oder Lorna Simpson und James Casebere gestaltet hat. Adjayes private Bauten spielen mit dem Kontrast zwischen hermetisch verschlossener Front und unerwartet großzügiger Öffnung nach hinten, womit sie dem Bedürfnis nach privatem Rückzug entgegenkommen. Seine
öffentlichen Gebäude hingegen verstehen sich durch ihre offene, durchlässige Struktur als gesellschaftlich wirksame Architektur. Im Unterschied
zu reinem Funktionalismus und ikonenhafter Monumentalität gehen sie auf ihren Benutzer zu, anstatt ihn zu bevormunden. Oft verwendet Adjaye
Materialien, die sich durch Lichteinfluss farblich verändern, witterungsbedingt eine andere Textur annehmen oder durch ausgeprägte haptische
Qualität zum Anfassen reizen. So treten sie auch sinnlich mit den Menschen in Dialog. Die bisher größte Überblicksschau in Adjayes Karriere
untersucht anhand von Zeichnungen, Modellen, Installationen und Materialfragmenten über 30 Projekte.
David Adjaye, Elektra House, London, 2000,
Foto: Lyndon Douglas
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Mark Leckey: Als ob
Haus der Kunst
30.01.2015 – 31.05.2015
Der britische Künstler Mark Leckey (*1964) gehört zu den wichtigsten Vertretern seiner Generation. 2008 gewann er den renommierten Turner
Prize für sein zwischen Popkultur, Konsumwelt und Technologie verortetes Werk. Leckeys frühe, dandyesque Arbeiten waren primär im Kosmos der
Londoner Subkultur und Musikszene angesiedelt und beschäftigten sich mit der Anziehungskraft von Marken und Produkten. Heute liegt Leckeys Interesse hauptsächlich bei den digitalen Technologien und ihren Auswirkungen auf Lebens- und Identitätskonzepte. Die Ausstellung ist episodisch angelegt und gliedert sich in drei Themenkomplexe: Den Auftakt bilden autobiografisch angelegte Arbeiten – von "Fiorucci Made Me Hardcore" (1999),
einer Ode an die Britische Clubkultur, die Mark Leckey schlagartig bekannt machte, bis hin zu "MyAlbum: A Rough-Demo Video", einem fortlaufenden Projekt, das die Jahrzehnte nach Leckeys Geburt bis zu seinem künstlerischen Durchbruch mit "Fiorucci" beleuchtet. Im mittleren Raum werden
erstmals alle fünf "Sound Systems" (2001-12) des Künstlers als Ensemble präsentiert: Die Boxentürme haben ihren Ursprung in mobilen Diskotheken
und sind seit Anfang der 2000er-Jahre ein Rückgrat in seinem Schaffen. Leckey begreift Musik und insbesondere die "Sound Systems" als alternative
Kommunikationskanäle. Den dritten Teil der Ausstellung hat Mark Leckey als "Glyptothek" überschrieben und versammelt dort Videoarbeiten und
Filme. Dinge, so der Künstler, könne er erst dann wirklich begreifen, wenn er sie auf dem Bildschirm sehe. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten für die
"Glyptothek" stehen Dinge, die Leckey in Bewegung versetzt oder zum Leben erweckt – wie der sprechende Kühlschrank in "GreenScreenRefrigeratorAction" (2010). Ausgangspunkt dafür ist die emotionale Aufladung unserer Beziehungen zu Dingen, die uns der Künstler so vor Augen führt.
GreenScreenRefrigeratorAction, 2010,
Installationsansicht "See, we assemble",
Serpentine Gallery, London, 2011, Courtesy of
the artist and Gavin Brown's enterprise, New
York; Galerie Buchholz, Foto: Mark Blower
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Neue Arbeiten von Michaela Eichwald
„Gesellschaft III. Die Bamberger Kondition unter besonderer Berücksichtigung der Auslegung
allen Geschehens“
Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Bamberg
bis 15.02.2015
Noch bis März 2015 ist Michaela Eichwald Stipendiatin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia. Ihre neuen Arbeiten präsentiert die
bildende Künstlerin dort erstmalig bis 15. Februar. Ihre in Bamberg entstandenen Werke stellte Michaela Eichwald zuletzt in Brüssel aus. Aktuell
zeigt sie abstrakte Malerei im Museum of Modern Art (New York) im Rahmen der Ausstellung „The Forever Now: Contemporary Painting in an
Atemporal World“.
Michaela Eichwald – geboren 1967 in Gummersbach, studierte Philosophie, Deutsche Philologie, Kunstgeschichte und Geschichte in Köln. In
ihrem Werk beschäftigt sich Eichwald mit Text, Malerei, Skulptur und Fotografie. Internationale Bekanntheit er­langte die Künstlerin durch ihre
Objekte aus Epoxidharz und großformatige Malereien.
© Michaela Eichwald
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Peter Vogel
Klang – Bewegung – Licht
Ausstellungshalle im Neuen Rathaus, Bayreuth
bis 26.02.2015
Immer Anfang des Jahres zeigt das Kunstmuseum Bayreuth in der Ausstellungshalle im Neuen Rathaus ungewöhnliche Konzepte von
Künstlern, die den Raum thematisieren. Begonnen hat die Ausstellungsreihe mit HD Schraders „Cubes & Cracks“. Sein Roter Kubus ist
noch in einem Baum oberhalb des Wittelsbacher-Brunnens zu sehen. Die technisch anmutenden flackernden und tönenden Arbeiten von
Peter Vogel (*1937) stellen einen besonderen Aspekt der kinetischen Kunst vor. Als Jugendlicher bereits baute Peter Vogel Tonbandgeräte
und elektronische Zusatzgeräte, um mit Klängen zu experimentieren. Seit seiner Kindheit ist er an Film und Video interessiert. Er absolvierte eine Musik-, Tanz- und Choreografieausbildung, studierte Physik und beschäftigte sich intensiv mit Neurophysiologie, Psychologie und
kybernetischen Verhaltensmodellen. Sein künstlerisches Werk beginnt Vogel in den fünfziger Jahren mit Malerei, Tanz und Choreographie.
In dieser Zeit beginnt er auch bereits, elektronische Musik zu komponieren. Er dreht Videos, macht 1969 erste Experimente mit kybernetischen Plastiken und beginnt interaktive Kunstobjekte zu entwickeln. Die Objekte verleugnen ihren technischen Aufbau nicht. Ihre Konstruktion ist ihre Ästhetik. Die Wandobjekte sind Kompositionen mit Linien aus Draht und farbigen Punkten und Flächen aus Widerständen und
Lautsprechern. Manchen Stelen ist etwas Skulpturales, ja Figürliches eigen.
Schwarzer Propeller, 2013,
Elektronik, 40/46 cm hoch
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Heinz Altschäffel
Natur und Bild
Kunsthalle Schweinfurt Galerie
bis 01.03.2015
Wie bereits in den vergangenen Jahren mehrfach zeigen Kunsthalle und Kunstverein mit der Ausstellung „Natur und Bild“ mit neuen Werken
des Künstlers Heinz Altschäffel erneut eine gemeinsame Präsentation. Aktuelle Gemälde in größeren Formaten werden in der in der "Galerie2" und überwiegend Grafiken im "Salong" des Kunstvereins zu sehen sein. Wir setzen damit eine Reihe bedeutender monografischer
Ausstellungen fort, die Altschäffels bisheriges Oeuvre begleiten. Eine kleinere Werkschau war 2011 anlässlich der Verleihung des Unterfränkischen Kulturpreises des Bezirks Unterfranken im Museum zu sehen. Überaus spannend war der Dialog, der sich 2012 in der gemeinsamen
Ausstellung mit dem Bildhauer Hubertus Hess in den historischen Räumen des Kloster Wechterswinkel in der Rhön ergab.
Heinz Altschäffel wurde 1934 in Schweinfurt geboren. Der erfolgreiche Absolvent der Kunstschule in Würzburg sowie der Akademien in
München und Nürnberg ließ sich 1964 in seiner Geburtsstadt als freischaffender Künstler nieder. 2011 erhielt er den Kulturpreis des Bezirks
Unterfranken.
Heinz Altschäffel
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Karl Hartung (1908 – 1967)
Aufbruch – Aufbrüche
Kunsthalle Schweinfurt
bis 12.04.2015
Karl Hartung: Flügelform, um 1958-60,
VG BildKunst, Bonn
Karl Hartung, geboren 1908 in Hamburg, studierte nach seiner Lehre zum Holzbildhauer an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg
und setzte das Studium von 1929 bis 1932 in Paris fort. In Florenz befasste er sich in den Jahren 1932 und 1933 intensiv mit den Werken
Donatellos und den Skulpturen der Etrusker. Seine bis dahin gegenständlich orientierte Kunst rückte nach seiner Rückkehr nach Hamburg im
Jahre 1935 in die Nähe der abstrakten Formen der Kunst von Constantin Brâncuši, Alexander Archipenko und Hans Arp. 1951 wurde Hartung
als Professor für Bildhauerei an die Hochschule für bildende Künste in Berlin berufen. Im gleichen Jahr wurde Karl Hartung Mitglied der Gruppe
"ZEN 49", der sich die Kunsthalle Schweinfurt in besonderem Maße widmet und deren Mitglieder in der Dauerpräsentation „Wegmarken“ zu
sehen sind. Karl Hartung gelangte in den ersten Nachkriegsjahren zu hohem Ansehen bekleidete zahlreiche Ehrenämter wie beispielsweise
den Vorsitz des Deutschen Künstlerbundes, dessen Gründungsmitglied er ebenfalls war. Der Bildhauer starb 1967 in Berlin. Die Ausstellung
zeigt eine repräsentative Auswahl von 50 Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers von den Anfängen der 1930er Jahre, die zuerst
der naturalistischen Darstellung der weiblichen Figur verpflichtet sind, aber schon bald erste abstrahierende Formen hervorbringen, dem daran
anknüpfenden Neubeginn nach 1945 bis hin zu seinem bahnbrechenden Spätwerk. Ergänzt wird diese Retrospektive von Papierarbeiten, die
sich in besonderer Weise mit den Grundfragen des Bildhauers zu Raum und Figur, von Innen und Außen, von Licht und Schatten befasst.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Jäger und Gejagte
Daniel Spoerri und Hara Walther
Künstlerhaus Marktoberdorf
17.01.20 – 15.03.2015
Der Titel „Jäger und Gejagte“ bezieht sich nicht allein auf die Jagd im herkömmlichen Sinne. Auch der Mensch – im engeren Sinne der Künstler
– zählt zu den Gejagten. Seine Jäger sind die Zeit und die Vergänglichkeit. Das „Memento Mori“ ist daher ein immer wiederkehrendes Motiv
der Ausstellung. Zuflucht und Trost vor der Unumgänglichkeit des Todes sucht der „Gejagte“ seit Urzeiten im Glauben, Aberglauben oder der
Magie. Einige der Werke Spoerris verarbeiten Fetische aus Afrika oder sind diesen nachempfunden. Zu den Höhepunkten der Ausstellung
zählt die Arbeit „Alpha & Omega“, eine raumgreifende Installation aus Totenschädeln und Kinderstühlen aus aller Welt. Unter anderem werden
auch einige von Spoerris berühmten Fallenbildern gezeigt, mit denen die Zeit wie in einer Falle zum Stillstand gebracht wird. Einen Großteil des
tierischen „Jagdmaterials“ wie Vogelköpfe und Krähenfüße erhält Spoerri seit Jahren von der in Stötten lebenden Künstlerin Hara Walther und
ihrem Falkenweib Sizilia. So kompromisslos wie die Architektur des Künstlerhauses sind auch die Arbeiten der beiden Künstler. Hara Walther
ist Künstlerin und Falknerin. Inspiriert von den Texten Friedrich II., der die Falknerei als die höchste aller Künste betitelte, findet sie 2008 zu der
Arbeit mit Greifvögeln. Seither bilden Kunst und Falknerei in ihrem Leben und Werk eine untrennbare Einheit. Ihre gefiederte Gefährtin Sizilia ist
nicht nur die Zubringerin für Spoerris Objekte, auch Hara Walther verarbeitet die Knochen und Federn zu Trophäenbildern und Skulpturen.
Daniel Spoerri als Falkner, 2010,
Foto: Susanne Neumann
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Das Wort wird Bild
Kunst Galerie Fürth
18.01.2015 – 01.03.2015
Kathrin Hausel: where art thou 2, 2014
Aus Anlass des bevorstehenden Gedenkens an 500 Jahre Reformation und unter dem Motto „Bild und Bibel“ zeigt die städtische Kunsthalle
eine Ausstellung über das Verhältnis von Wort und Bild und Wort im Bild. Eingeladen wurden KünstlerInnen, die grundsätzlich oder gelegentlich
Schrift in ihren Werken verwenden. Schrift im Bild beschwört den Augenblick herauf, in dem Inhalt sichtbar wird, und sie verweist auf die nichtkünstlerische Umwelt. Da es für die Auseinandersetzung mit der evangelisch-lutherischen Theologie letztlich nur die Sprache als Ort gibt, und
da eine der unstrittigsten Leistungen der Reformation ihre Einwirkung auf die Entwicklung der deutschen Sprache war, erscheinen Kunstwerke,
die mit Schrift arbeiten, besonders geeignet für die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens heute, ja mit der Frage nach dem Bild des
Glaubens als solchem. Lange Zeit waren Bild und Schrift getrennt. Cézanne warnte die Maler vor der Neigung zum Literarischen und forderte
daher, die Natur gemäß Zylinder, Kugel und Kegel zu behandeln. Folgerichtig lehnten die Impressionisten literarische Bezüge als das Außerkünstlerische schlechthin ab. Sie suchten die Begründung für das Bild ausschließlich im Sehen. Aber alle Grenzüberschreitungen, alle Avantgarden der Bildenden Kunst als Folge der Krise des Wirklichkeitsverständnisses verwendeten spätestens seit den 1920er Jahren wieder Sprache.
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Ute Bernhard (Koblenz), Sarah Erath (Nürnberg), Jochen Flinzer (Hamburg/Nürnberg), Kathrin Hausel (Fürth), Vollrad Kutscher (Frankfurt a.M.),
Dietmar Pfister (Nürnberg), Ana Luisa Ribeiro (Lissabon/Köln), Linda Schwarz (Homburg a.M.), Julian Vogel (Nürnberg), Benjamin Zuber (Berlin)
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Licht hören – Bilder von Carmen Jaud
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
18.01.2015 – 12.04.2015
Der Ausstellungstitel „Licht hören“ bezieht sich auf das Gedicht „Märkisches Museum“ von Johannes Bobrowski (1917–1965), in dem es
heißt: „Es wird hörbar gelb“. Die Auseinandersetzung mit Gedichten der Moderne spielt im Werk der Malerin Carmen Jaud eine zentrale
Rolle. Auch bei den Gemälden aus der Serie „Topografie der Farbe Gelb“, die in der Schwäbischen Galerie präsentiert werden und eigens
für diese Räume entstanden sind, ist dies der Fall. Seit Jahren arbeitet die Künstlerin an der übergreifenden Werkgruppe mit dem Titel
„Licht hören“. Die sich hierin ausdrückende Synästhesie, die gleichzeitige Wahrnehmung verschiedener Sinneseindrücke, ist ihr ein zentrales Anliegen. Carmen Jaud machte sich für dieses Projekt auf die Suche nach Gedichten, in denen die Farbe Gelb thematisiert wird. Es
geht ihr dabei jedoch nicht um die Illustration bestimmter Motive, sondern um den „interaktiven Prozess der Transformation von Gedichten
zu Bildern.“ Wie in der Lyrik, soll sinnlich Fassbares und Gedankliches zu einer Einheit verschmelzen. Die Gedichte werden zum Impuls
für den Malakt. Im Mittelpunkt steht dabei die Intention, durch das Zusammenspiel „zwischen den Sprachbildern der Gedichte und der
Malerei einen Raum der Einfühlung für den Betrachter zu schaffen“, wie Carmen Jaud es selbst formulierte. Ihre ersten Anregungen für
die Beschäftigung mit der Farbe Gelb fand Carmen Jaud in der Natur, in ihrer unmittelbaren Umgebung. Nach wie vor handelt es sich bei
manchen ihrer Bilder um erinnerte Landschaften, die Empfindungen von Gesehenem und Erlebtem wiedergeben. Beim Malen wird die
Wirklichkeit in das, was sie auch sein könnte, transferiert.
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Who the f*ck is Halil Altindere?
Kunstpalais Erlangen
21.01.2015 – 22.03.2015
Halil Altindere hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als kritischer Betrachter der zeitgenössischen türkischen Gesellschaft gemacht. In seinen Fotografien, Videoarbeiten und Objekten analysiert der Künstler die gesellschaftliche und politische Realität seines Heimatlandes und eröffnet den Blick auf unterschiedliche Themenfelder: Tradition und Moderne, Individuum und Gemeinschaft, Staat und Bürger,
Autoritäten und Kontrolle. Provokant und subversiv nutzt Altindere Sprache und Symbolik des Systems, das er kritisiert. Seine eigene Rolle
als Künstler im globalen kapitalistischen Kunstmarkt hinterfragt er dabei ebenso wie aktuelle Geschehnisse. In seinen jüngeren Arbeiten widmet sich Altindere besonders den Subkulturen in Istanbul und greift Elemente der vielfältigen türkischen Filmtradition in seinen Werken auf.
Die Ausstellung führt zentrale Werke des Künstlers der letzten Jahre zusammen und gibt so einen umfassenden Überblick über sein Schaffen. Erstmals ist in der Ausstellung seine neueste Videoarbeit Angels of Hell zu sehen, die in Koproduktion mit dem Kunstpalais entstanden
ist.
Miss Understood, 2010, C-Print,
Fotografie, Courtesy of the artist und
Pilot Gallery, Istanbul.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Der Landschaft entnommen.
Zeitgenössische Malerei II
Neue Galerie Dachau
23.01.2015 – 22.03.2015
Die Neue Galerie Dachau zeigt zum zweiten Mal zeitgenössische Positionen von Landschaftsmalern. Stephan Conrady, Carmen Jäckel,
Esther Rutenfranz und Barbara Spaett zeigen Bilder und Objekte, in denen es um den Baum und seine Früchte geht. Die Landschaft gehört
zu den ältesten Bildmotiven überhaupt. Unzählige Maler haben sie aus ihrer Zeit heraus betrachtet. Dachau war im ausgehenden 19. Jahrhundert als bedeutende Künstlerkolonie für viele Landschaftsmaler ein wichtiges Ziel. Ihr Bestreben war es, deren Schönheit in einer Welt, die
sich durch die Industrialisierung schnell veränderte, im Bild zu bewahren. Die Natur hat sich drastisch verändert. Der Mensch hat sie zersiedelt und zubetoniert. Auch heute beschreiben Künstler die Landschaft, allerdings mit vielfältigeren Möglichkeiten. Der Baum, ein Baustein
der Natur, existiert weiterhin. Zunächst als Lebensbaum oder als Mittel um Räumlichkeit zu definieren, wurde er in der Romantik zum eigenständigen Symbol. Diese Vorstellungen fließen in zeitgenössische Darstellungen ein, vor dem Hintergrund der fortschreitenden Zerstörung
der Umwelt und des menschlichen Lebensraums.
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Das Gesicht des Gettos
Bilder jüdischer Fotografen aus dem Getto Litzmannstadt 1940–1944
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Museen der Stadt Nürnberg
23.01.2015 – 29.03.2015
Bild: Archiwum Panstwowe w Łodzi
In dem im Frühjahr 1940 im Reichsgau Wartheland eingerichteten und hermetisch abgeschlossenen Getto Litzmannstadt waren anfänglich 160.000,
später zeitweise knapp 200.000 Menschen unter entsetzlichen Zuständen eingepfercht: Juden, aber auch Sinti und Roma. Bis zu 60.000 von ihnen
mussten Zwangsarbeit leisten. Wer zur Arbeit nicht fähig war, wurde abtransportiert und ermordet. Im August 1944 wurden die letzten Bewohner
des Gettos in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur wenige überlebten. Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien wurden
von jüdischen Fotografen im offiziellen Auftrag des Judenrats des Gettos gemacht und sollten das funktionierende Gemeinwesen sowie die Nützlichkeit der Gettobewohner für die deutsche Wirtschaft herausstellen – gleichsam als Lebensberechtigung der eingeschlossenen Menschen. Im Gegensatz zu den bekannteren Bildern der Täter nehmen die ausgestellten Fotos eine andere Perspektive ein: Da die Berufsfotografen selbst im Getto
eingesperrt waren, lichteten sie ihre Mitbürger mit Empathie und Einfühlungsvermögen ab. In den Motiven, denen Zitate aus Überlebendenberichten
und der Gettochronik zugeordnet sind, wird die Ambivalenz zwischen der ausweglosen Situation im Getto und den Bemühungen der Bewohner, ihre
Würde zu erhalten und so lange wie möglich zu überleben, eindrucksvoll nachvollziehbar.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Werner Tübke — Michael Triegel.
Zwei Meister aus Leipzig
Kunsthalle Jesuitenkirche, Aschaffenburg
24.01.2015 – 19.04.2015
Michael Triegel: Lucia, 2012 (Ausschnitt),
Foto: Diözesanmuseum Regensburg/Sammlung
Klöcker/VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Erstmalig vereint die Kunsthalle Jesuitenkirche in einer Ausstellung Hauptwerke der beiden Leipziger Künstler Werner Tübke (1929 – 2004) und
Michael Triegel (* 1968). Mit einer umfangreichen Auswahl an Gemälden werden die markantesten Stufen aller Schaffensperioden beider Maler
präsentiert. Darunter befinden sich zahlreiche Leihgaben aus wichtigen deutschen Museen, die jahrelang der Öffentlichkeit nicht zugänglich
waren. Werner Tübke, einer der Gründerväter der Leipziger Schule, und Michael Triegel, einer der führenden Vertreter der Neuen Leipziger
Schule, eint neben ihrer offensichtlichen handwerklichen Meisterschaft vor allem eine lebendige Lust am Fabulieren. Beide Künstler kreieren
Bildwelten, in denen Versatzstücke der antiken Mythologie, der biblischen Heilsgeschichte und des kunst- und kulturhistorischen Fundus
von Dante bis Bronzino aufgegriffen, neu kombiniert und interpretiert werden. Im Gewand einer vermeintlichen Altmeisterlichkeit verdichten
sich dabei die Bildinhalte und offenbaren ihre Zeitgenossenschaft, ja ihre „radikale Modernität“, so Eduard Beaucamp. Michael Triegel
absolvierte sein Studium der Malerei an der renommierten Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und Ulrich Hachulla.
Bekannt geworden ist Triegel unter anderem durch eine Reihe kirchlicher Aufträge, wie den Altar für die Kirche zu Dettelbach 2011, dem viel
besprochenen offiziellen Porträt von Papst Benedikt XVI. und dem zuletzt ausgeführten Porträt des bereits im 19. Jahrhundert verstorbenen
Heiligen Vincenzo Pallotti.
zum Museum
Karen Müller – Retrospektive – Blick nach vorn und Blick zurück
Porzellanikon, Deutsches PorzellanMuseum, Hohenberg
24.01.2015 – 28.06.2015
Seit fast 40 Jahren arbeitet die Künstlerin Karen Müller überwiegend mit dem Werkstoff Porzellan. Dabei gelingt es ihr wie kaum einem anderen
Gestalter, das Material und die ihm innewohnenden Tücken in technischer Meisterschaft zu bezwingen. Ihr Schaffensdrang machte sie zu
einer der wenigen deutschen Keramikkünstlerinnen mit internationaler Anerkennung. Die Ausstellung zeigt rund 100 Ausstellungsstücke in
einer retrospektiven Schau. Die Objekte zeugen von einer Faszination der archaischen und zeitlosen Formen und durchbrechen die allgemeinen
ästhetischen Erwartungen von rein weißen und filigranen Porzellanobjekten. Mit ungewohnter Größe – viele Schalenobjekte haben Durchmesser
zwischen 50 und 70 cm, die figürlichen Plastiken sind oft mannshoch – scheinen ihre Objekte den Kräften und der Farbigkeit des Urgesteins
nachzuspüren. Ebenso gelingt es Karen Müller, den diffizilen Prozess des Brennens virtuos herauszufordern. Eigens für ihre Zwecke umgebaute
Öfen und eine über Jahre gewachsene Erfahrung befähigen sie, auch dem heiklen Porzellanbrand überwältigende Objekte zu entreißen. Digitale
Medien geben einen zusätzlichen Einblick in das Schaffen und die Werkstatt von Karen Müller.
Porträt Karen Müller; Durchmesser Schale
75 cm; © Porzellanikon, Foto: Feig Fotodesign
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
"Alte und neue Architektur im Blauen Land"
Kultur- und Tagungszentrum Murnau
24.01.2015 – 08.02.2015
Das Gebiet in der Umgebung Murnaus reicht vom äußersten Rand des Voralpenlandes im Süden bis zur B472 im Norden, von Kochel im
Osten bis Bad Kohlgrub im Westen. Die Besonderheit der Architektur im Blauen Land ist ihr zurückhaltender Charakter und der Bezug zum
Landschaftspanorama. Sie ist geprägt durch die beiden Pole der ländlich-bäuerlichen Tradition sowie der stark bürgerlichen Einflüsse, die sich in
den letzten 150 Jahren gerade in und um Murnau etabliert haben. Folglich findet der Besucher dieser Ausstellung weniger das Spektakuläre der
viel publizierten medienwirksamen und bildorientierten zeitgenössischen Architektur, sondern mehr das Selbstverständliche und sich Einfügende.
Dem entspricht das handwerkliche Qualitätsbewusstsein, welches sich besonders in der hohen Anzahl von sorgsam instandgesetzten Altbauten
wiederspiegelt aber auch in vielen Beispielen einer neuen Interpretation und Verwendung von traditionellen Baumaterialien wie Holz zum Ausdruck
kommt. Die Bandbreite der unterschiedlichen architektonischen Richtungen nebeneinander zu zeigen ist uns dabei immer ein Anliegen.
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Gruppe "Wir"
Museum Lothar Fischer, Neumarkt
25.01.2015 – 03.05.2015
Die Gruppe "Wir" wurde 1959 von den Malern Florian Köhler (1935-2013), Helmut Rieger (1931-2014) und Heino Naujoks (*1937) in
München gegründet. 1962 stießen der Bildhauer HM Bachmayer (1940-2013) und der Maler Reinhold Heller (1933-1993) hinzu.
1965 arbeitete man als "Spur-Wir" und rief 1966 gemeinsam die Gruppe "Geflecht" ins Leben. Das Wirken dieser Künstlergruppe gilt noch
heute als „einer der markantesten Beiträge zur Erneuerung der zeitgenössischen Kunst im München der Nachkriegszeit“. Erstmals wird
nun diese explizit expressiv-figurative Linie innerhalb der Gruppengenealogie mit einer umfangreichen Retrospektive gewürdigt.
Hans Matthäus Bachmayer: Gnom, 1964,
Foto: Andreas Pauly
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Bayernweit
Neue Ausstellungen im Januar 2015
Ein Wald wie sonst keiner – Landschaften des Bayerischen Waldes
Museum Moderner Kunst – Wörlen gemeinnützige GmbH, Passau
25.01.2015 – 06.04.2015
Der große Wald, dessen westlichen Teil man den Bayerischen und dessen östlichen Teil man den Böhmerwald nennt, bildet in seiner Urwüchsigkeit für Künstler eine einzigartige Quelle der Inspiration. Fungieren bei einigen Künstlern die landschaftlichen Gegebenheiten als Kulissen für figürliche Darstellungen, so sind die Gebirgs- und Waldlinien und die Farbakkorde der Natur für die meisten „Maler des Waldes“ das Entscheidende.
Ohne Titel, Foto: Alwin Sützer, MMK Passau
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Jürgen Rössel: Mittelalterliche Buchmalerei
Kloster Seeon
Kultur-und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern
30.01.2015 – 15.03.2015
Der Autodidakt Jürgen Rössel beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit der Buchmalerei. Hier zeigt er handgearbeitete Kopien aus
mittelalterlichen Handschriften, Kalligrafien und Schmuckinitialen. In seinen Arbeiten in „moderner Technik“, auf echtem Ziegen- oder
Kalbspergament sind Einflüsse mittelalterlicher Buchmalerei zu finden.
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Neue Ausstellungen im Januar 2015
Bayernweit
Jörg Bachinger
Via del ferro
Kunstverein Landshut e.V.
31.01.2015 – 22.02.2015
„Via del ferro“ heißt die kommende Ausstellung des Bildhauers Jörg Bachinger, der konsequent und eisern seinen Weg geht und dessen
markante Formensprache unverwechselbar ist. Bei seinen, meist noch handlichen, massiv geschmiedeten Stahlobjekten interessieren Bachinger Varianten eines Themas. Seine sperrigen und spröden Objekte dulden keinen Passanten, sondern fordern den Betrachter ein, zumal die
Unterschiedlichkeit zwischen den Werken in Nuancen liegt. Doch genau darin besteht die Stärke. Das reduziert Wenige, doch exakt Geformte
will vom Interessierten erarbeitet werden. Wenig gefällig kommen die Eisen daher, man kann sie nicht einfach übergehen und sie öffnen sich
nur für denjenigen, der bereit ist, sich der intensiven Auseinandersetzung zu stellen. Schmale, elegante Lichtspalte offenbaren sich dann dem
geduldigen Auge ebenso wie imaginäre Räume und die umformungsimmanenten Materialveränderungen durch Zug und Druck. Nie sind sie verschieden, die Arbeiten einer Werkgruppe, doch niemals gleich! Die Oberflächen bleiben ungeschönt und tragen die authentischen Spuren von
Glut und Kraft, die dem Eisen angetragen wurden, um in Form zu kommen. Bachinger arbeitet mit dem Material – partnerschaftlich, im Dialog.
Studiert man die Objekte, die sowohl im Kleinen als Modelle als auch im Großen funktionieren, spürt man diese leidenschaftliche Innigkeit und
starke Affinität des Bildhauers zum Eisen.
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Meret Oppenheim – Gedankenspiegel
Museum Moderner Kunst – Wörlen gemeinnützige GmbH, Passau
31.01.2015 – 06.04.2015
Meret Oppenheim (1913-1985) gelangte als deutsch-schweizer Künstlerin in den frühen 1930er Jahren in Paris in Kontakt zu den Surrealisten. Zu
ihren Freunden gehörten u.a. Jean Arp, Man Ray und Max Ernst. Mit ihrer berühmten „Pelztasse“ schuf sie 1936 ein Kultobjekt des Surrealismus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie eng mit Neo-Realisten wie Daniel Spoerri und Dieter Roth zusammen und inspirierte Künstler wie Jürgen Brodwolf aufgrund ihrer imposanten Erscheinung. Die Ausstellung verfolgt Oppenheims Weg von den Pariser Anfängen bis zu ihren Arbeiten
mit dem jungen Berner Kreis.
Man Ray: Érotique voilée, 1933
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Meldungen aus den Museen im Januar 2015
Dr. Christiane Schachtner wird neue
Leiterin der Grafischen Sammlung
im Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Regensburg
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats Januar:
Fossile „Schreib-Griffel“ – Achsenstäbe einer
Seefeder
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats Januar:
Sonne, Mond und Sterne: Ein neu erworbenes
Messinstrument von 1568 aus der Münchner
Kunstkammer
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats Januar:
Schützenhorn für leichte Infanterie und Jäger
Dr. Christiane Schachtner wird neue Leiterin der Grafischen Sammlung
im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg
Die Grafische Sammlung im Kunstform Ostdeutsche Galerie Regensburg bekommt eine
neue Leiterin. Am 12. Dezember hat sich der Stiftungsrat für Dr. Christiane Schachtner
entschieden. Die Nachfolgerin von Dr. Agnes Matthias tritt ihre Stelle zum 1. Mai 2015 an.
Dr. Christiane Schachtner ist derzeit als wissenschaftliche Volontärin an der Staatlichen
Grafischen Sammlung München tätig. Sie studierte Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und
Philosophie in Würzburg und München sowie Malerei und Grafik an der Akademie der
Bildenden Künste München. In ihrer Doktorarbeit widmete sie sich den Reiseskizzenbüchern des Münchner Künstlers und Galeriedirektors Johann Georg von Dillis (1759–1841).
Berufliche Erfahrung im Bereich der Museumsarbeit sammelte sie bei der Erstkonzeption
des Staatlichen Textil- und Industriemuseums "tim" Augsburg sowie an den Bayerischen
Staatsgemäldesammlungen. Im Museum Brandhorst begleitete sie ferner als künstlerischrestauratorische Assistenz die Einrichtung der Ausstellungen „Picasso Künstlerbücher“
und „Reading Andy Warhol“. Im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg wird sie ab
Mai 2015 die Leitung der Grafischen Sammlung übernehmen. Der umfangreiche Bestand
zählt ungefähr 30.000 Arbeiten auf Papier von mehr als 500 Künstlerinnen und Künstlern
aus dem 18. bis 21. Jahrhundert, die im historischen deutschen Osten beheimatet und
tätig waren oder ihm thematisch verbunden sind. Vertreten sind u. a. Daniel Chodowiecki, Lovis Corinth, Emil Orlik, Alfred Kubin, August Brömse, Josef Hegenbarth, Ludwig
Meidner, Käthe Kollwitz, Max Pechstein, Lyonel Feininger, Wenzel Hablik und Adolf Hölzel.
Ferner ist der Sammlungsbereich Fotografie im Aufbau. Einblicke in die umfassende
Sammlung bietet bislang das so genannte "Schaufenster", eine Reihe von Kabinettausstellungen, die Schachtners Vorgängerin Dr. Agnes Matthias 2011 ins Leben gerufen hatte.
"Schaufenster 10" zeigt noch bis 8. März 2015 Ludwig Meidners religiöse Blätter. Auf Dr.
Agnes Matthias geht auch die Konzeption der Ausstellung „Stefan Moses. Lovis-CorinthPreis 2014“ zurück, die das Kunstforum am 28. Februar 2015 eröffnet.
Dr. Christiane Schachtner (Foto: privat)
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats Januar:
Fossile „Schreib-Griffel“ – Achsenstäbe einer Seefeder
Paläontologisches Museum München
Richard-Wagner-Straße 10
80333 München
www.palmuc.de
Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag
8.00 – 16.00 Uhr
Freitag
8.00 – 14.00 Uhr
Erster Sonntag im Monat
10.00 – 16.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U 2 / 8: Königsplatz
U1: Stiglmaierplatz
Bus 100 (Museenlinie): Lenbachhaus
Seefedern, auch Pennatulaceen (Pennatulacea) genannt, gehören zusammen mit den
Weich-, Horn- und Lederkorallen zu den „achtstrahligen Korallen“ (Oktokorallen, Octocorallia). Diese besiedeln, im Gegensatz zu allen anderen Oktokorallen, ausschließlich sandige
oder schlammige Weichböden und kommen heute in allen Weltmeeren, vom Flachwasser
bis in die Tiefsee (bis 6.000 Meter), vor. Im Unterschied zu den Steinkorallen (Scleractinia)
besitzen die Seefedern, wie auch die meisten anderen Oktokorallen, kein festes Kalkskelett, sondern zum einen mikroskopisch kleine Sklerite aus Kalziumkarbonat, zum anderen
einen zentral im Körper gelegenen Achsenstab aus Niedrig-Magnesium-Kalzit mit hornartigen organischen Bestandteilen (Skleroproteine; Gorgonin bzw. Pennatulin genannt). Dieser
Achsenstab zieht sich durch den gesamten einzelnen, unverzweigten Primärpolypen
(Oozooid) der Seefeder hinab bis zu einem fleischig-muskulösem „Stiel“, mit dem sich die
Seefeder-Kolonie im Boden verankert. Die seitlich gelegenen, immer zweigestaltigen Polypen dienen einerseits der Ernährung (Filtrieren von Plankton) andererseits dem Einpumpen
von Wasser in den Körper. Die Polypenkolonie der Pennatulacea erinnert in ihrer äußeren
Form insgesamt an eine Feder bzw. an ein „Schreibgerät“ („Schreibfeder“), woher sich
auch der deutsche Name („Seefedern“), wie auch der englische Name („sea pens“)
ableiten lässt. Selbst der Gattungsname "Graphularia" der vorliegenden fossilen Art lässt
sich im weiteren Sinne vom griechischen "graphein" ("schreiben") ableiten, in Erinnerung
an die noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts gebräuchlichen „Schreib-Griffel“. Bei diesen
teilweise bis zu 30 Zentimeter an Länge erreichenden ausgestellten Bruchstücken handelt
es sich wohl um die größten Seefedern weltweit. Aufgrund des großen Durchmessers
der Achsenstäbe kann auf eine Gesamtlänge dieser Seefedern von ein bis zwei Metern
geschlossen werden. Von den normalerweise nur ein bis zwei Millimeter im Durchmesser
breiten Achsen heutiger Seefedern sind lediglich Maximallängen von bis zu einem halben
Meter bekannt.
Fossile „Schreib-Griffel“ – Achsenstäbe einer Seefeder
Graphularia longissima Squires, 1958
Alter: ca. 25 Millionen Jahre
(Paläogen: Oligozän: Chattium)
Waihao Valley, South Canterbury, Neuseeland
Länge der Bruchstücke: 2 bis 5 cm,
Durchmesser der Bruchstücke: ca. 5 bis 9 mm
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats Januar:
Sonne, Mond und Sterne: Ein neu erworbenes Messinstrument von 1568
aus der Münchner Kunstkammer
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum /
Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie):
Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Dem Bayerischen Nationalmuseum ist vor Kurzem der Erwerb eines bedeutenden wissenschaftlichen Instruments von 1568 gelungen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat sich dieses
Werk bereits im späten 16. Jahrhundert in der Kunstkammer der bayerischen Herzöge
befunden, also in den frühesten musealen Sammlungen Münchens. Dank großzügiger
Unterstützung von privater Hand konnte das Objekt nun nach München zurückkehren. Es
handelt sich bei diesem Stück um ein sogenanntes Astronomisches Kompendium oder
Taschenbesteck, das in handlichem Format mehrere Funktionen in sich vereint – gleichsam
das Smartphone des 16. Jahrhunderts. Zum einen umfasst das Gerät eine Sonnenuhr, die
mit der entsprechenden Einstellung nahezu universell eingesetzt werden kann. Sodann
gibt es die Kalenderscheibe, auf der händisch die Monate, Tage, Tierkreiszeichen sowie die
Mondphasen einzustellen sind. Zuletzt dient das Geometrische Quadrat auf der Oberseite
des Kompendiums dazu, Höhen und Entfernungen zu messen. Neben den eigentlichen
Funktionen ist das Kompendium aus vergoldetem Messing reich geschmückt. Eine Gravur zeigt einen Gelehrten beim Anvisieren einer Kirchturmspitze, und Kanone und Burg in
demselben Bild veranschaulichen den militärischen Nutzen der Landvermessung. Tatsächlich gebraucht wurden solche Stücke in der Praxis aber selten, da die wissenschaftlichen
Instrumente in den Kunstkammern des 16. Jahrhunderts allenfalls Demonstrationszwecken
dienten. Zusammen mit dem Astronomischen Kompendium werden weitere alte wissenschaftliche Instrumente wie Sonnen-, Mond- und Sternuhren aus der Sammlung des
Bayerischen Nationalmuseums gezeigt.
Öffentliche Führung: Donnerstag, 22.01.2015, 18.00 Uhr
Astronomisches Kompendium, Süddeutschland, 1568, Messing,
vergoldet © Bayerisches Nationalmuseum München
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats Januar:
Schützenhorn für leichte Infanterie und Jäger
(Bayern, 1. Hälfte 19. Jahrhundert)
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Neues Schloss
Paradeplatz 4
85049 Ingolstadt
Tel.: +49 (0) 8 41 / 93 77-0
www.armeemuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag
9.00 - 17.30 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage
10.00 - 17.30 Uhr
Während eines Gefechtes war es unumgänglich, dass die Soldaten die Befehle des Vorgesetzten schnell und zuverlässig erhielten. Nur dadurch waren Disziplin und Taktik im Feld
aufrecht zu erhalten. Durch den Lärm auf dem Gefechtsfeld und den häufig dichten Pulverdampf war eine Orientierung an den Fahnen und Standarten oftmals nur bedingt möglich.
Deshalb verwendete man bereits in der Antike Trommeln und Blasinstrumente, deren Töne
weittragend genug waren, um die Geräusche auf dem Schlachtfeld (Geschrei, Waffenlärm
etc.) zu übertönen. 1804 führte man für Schützen- und Jägerkompanien Signalhörner dieser
Art ein, die bis 1856 in Gebrauch blieben. Auf dem Schalltrichter dieses zweiwindigen Horns
ist der Hersteller eingepunzt: "G: Ottensteiner A. München".
Das Horn wird in der Bayerischen Landesausstellung „Napoleon und Bayern“
(30. April bis 31. Oktober 2015) im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen sein
(Inv. Nr. N 1416).
Schützenhorn für leichte Infanterie und Jäger,
Bayern 1. Hälfte 19. Jahrhundert, Inv. Nr. N 1416
© Bayerisches Armeemuseum
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