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Ausgabe 2015 01 - Bundesverband der Colon-Hydro

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Fachgesellschaften
Ein Fall aus der Praxis:
Mit Colon-Hydro-Therapie zu mehr Wohlbefinden
Eine 47-jährige Patientin kommt gezielt mit
dem Wunsch in die Praxis, eine Colon-Hydrotherapie (CHT) durchführen zu lassen. Sie habe wechselndes Stuhlverhalten. Sie berichtet, dass es ihr nach einer auswärtig durchgeführten CHT-Kur vor rund einem Jahr mit anschließendem Darmaufbau kurzfristig viel
besser gegangen sei. Nun ist sie neu ins Tegernseer Tal zugezogen und wolle nochmals
eine Wiederholung dieser Therapie.
Die Anamnese ergibt: wenig Impfungen, wenig
krank, wenn, dann meist homöopathische Therapie, keine Operationen, wenig Antibiotika, keine Allergien. Vor ca. fünf Jahren schwere Bronchitis, mit Antibiose drei Wochen behandelt,
seither rez. Sinu-Bronchitiden und Darmprobleme – aber auch neu aufgetretene Allergieneigung, Pollinose, Kuhmilcheiweißintoleranz.
Frau K. verträgt wenig Obst, eher Gemüse , nach
Kohlenhydrataufnahme generelles Schweregefühl. Sie habe oft Bauchweh, Blähungen, Völlegefühl nach der Mahlzeit. Ernährung: vorwiegend biologisch, wenig süß, wenig Fleisch, eher
Fisch, Gemüse, wenig Kohlenhydrate, abends
oft nur eine Basensuppe – wenig Alkohol und
Kaffee, kein Nikotin, Trinkmenge gut, kaut gut.
Schlaf gut, wenn der „ Bauch es zulässt “. Frau K.
ist verheiratet, Grundschullehrerin, 2 Kinder 15
und 18 Jahre alt. Die Untersuchung ergibt: RR
120/80 bds, Zunge weißlich belegt, NAV frei,
leichter Halslymphstau, keine LK, Herz, Lunge
o.B., Bronchien gereizt, Leber leicht belastet,
tastbare Fußpulse; Luft im Abdomen, kein
Zwerchfellhochstand, Lymphstau Bauchbereich, Niere, Milz o.B., kein Haut- und Nagelpilz,
Haut und Schleimhäute unauffällig.
Indikationsbeispiele in meiner Praxis für die
Colon-Hydro-Therapie sind u.a. Obstipation,
Magenprobleme, Hauterkrankungen, Reizdarmsyndrom (RDS), Divertikulose, Parasitenbefall und Entgiftungsunterstützung.
Die Patientin fühlt sich nach 5 x CHT besser. Ihr
Stuhlverhalten und die Luft im Bauchraum seien besser. Die Untersuchung zeigt verbesserte
Bauchverhältnisse. Noch abgeklärt werden
sollte: Ursache für die Allergien und die rezidivierenden Infekte.
Zwischen dem Superorganismus Körper und
Mikrobiom mit einer Anzahl von Körperzellen
von 1012 und 1014 Mikroorganismen (Bakterien,
Pilze, Viren) erfolgen Interaktionen, die sich
metabolisch, hormonell sowie immunologisch
auswirken.
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Das Geschehen im Darm ist komplex und viele Faktoren tragen zu einer gesunden Darmtätigkeit bei.
© underdogstudios – Fotolia
Klinisch anerkannte Testungen bei einer Bauchproblematik sind: Fructose-, Lactose-, Galaktose- und Gluten-Intoleranz. Doch auch das mikrobiologische System wie Darmflora, Pilze, Parasiten und Leaky-Gut mit Nahrungsmittelintoleranzen bilden oft so ein vielschichtiges
Problem, das analysiert werden sollte, um die
Priorität für die Behandlung zu erkennen.
Die Stuhlanalyse mit der immunmodulierenden Flora, die Immunantworten beeinflussen,
die Protektivflora zur Erhaltung der Kolonialisationsresistenz, die proteolytische Flora für
den Metabolitenabbau und die mukonutritive
Flora für die Mukusproduktion trägt einen wesentlichen Anteil dazu bei, um eine indivuelle
Mikrobiom-Therapie durchführen zu können.
Bei Frau K. weist das Ergebnis auf ein LeakyGut hin. Der Nahrungsmitteltest IgG zeigt im Ergebnis von 178 Lebensmittel eine Intoleranz
auf Kuhmilcheiweiß und Hefe. Hingegen der
Nahrungsmitteltest IgE auf 40 Substanzen ist
ergebnislos. Es liegt der Hinweis auf ein immunologisches Schleimhautproblem vor.
Bei der natürlichen Darm-Immuntoleranz durchwandern intakte Proteine die epitheliale Darmbarriere und es kommt zur Induktion einer oralen Immuntoleranz. Darmepithelzellen nehmen
die luminalen Antigene auf und präsentieren sie
den T-Zellen über den MHC-II-Komplex. Bei verringerter Anzahl von proteolytischen Enzymen,
niedrigem sIgA-Level, veränderten pH-Werten,
defekten Tight-junctions erfolgt eine Fehlregulation der immunkompetenten Zellen.
Andere dazu beitragende Faktoren im Darm
können Herdgeschehen, Schilddrüse, Stress
oder akute/chronische Infektionen sein. Oft
liegen proinflammatorische Prozesse vor, die
die natürliche Darmschranke negativ beeinflussen. Studien zeigen, dass bei ca 20 % post-
infektiöse Mechanismen für eine immunologische Fehlregulation verantwortlich sind wie
beispielsweise persistierende Entzündungen
durch Yersinia enterocolitica, reaktivierte Infektionen wie EBV, CMV, Herpes 1 und 2.
Für diesen Fall bietet die Mikroimmuntherapie
einen gezielt therapeutischen Ansatz. Natürliche Reaktionsabläufe des Netzwerkes Immunsystem werden wieder neu gebahnt, in dem immunkompetente Substanzen wie Zytokine,
Nucleinsäuren und spezifische Nucleinsäuren
in Verdünnung regulierend eingreifen. Es erfolgt eine zielgerichtete Stimulation und Hemmung der Produktion zytotoxischer Substanzen, die bei der Regulierung des Immunsystems eine Rolle spielen. Die Modulation der
entsprechenden TH1-TH2-TH3-Antworten kann
eingeleitet werden. So können proinflammatorische Prozesse mit dem Komplexmittel 2L
ARTH oder 2L INFLAM behandelt werden. Aber
auch chronisch virale Belastungen und Infektionen z.B. durch das Cytomegalie-Virus mit der
Rezeptur 2L CMV oder durch Herpesviren durch
das Komplexmittel 2L HERP behandelt werden.
Bei Frau K. wurde mittels Serologie eine latente
EBV-Infektion festgestellt, die wohl durch ihren
Beruf als Grundschullehrerin und die aufgetretene schwere Bronchitis mit einer verbundenen
Abwehrschwäche zu erklären ist. Diese wurde
mit dem Komplexmittel 2L EBV erfolgreich behandelt. Seither sind sowohl die Darmprobleme
als auch die rezidivierenden Infekte wie auch die
Allergien verschwunden. Die Patientin fühlt sich
leistungsfähig und einfach nur gut.
Dr. Petra Blum, Tegernsee
Termine
Freitag, 8. Mai 2015
Workshop in Darmstadt:
Ort: Naturheilpraxis
HP Tanja Mehm
Heidelberger Str. 41, 64285 Darmstadt
info@tanjamehm.de
Tel.: 06151 – 7853930
Samstag, 9. Mai 2015
Jahrestagung mit Vortragsreihe in
Darmstadt (genaueres wird noch bekannt gegeben)
1/2015
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