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Burkina Faso
Landesstrategie 2014–2016
Stratégie pays 2014–2016
Impressum:
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Sektion VII – Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Minoritenplatz 8, 1014 Wien, Österreich
Tel.: +43 (0)501150 – 4454
Fax: +43 (0)501159 – 4454
abtvii4@bmeia.gv.at
www.entwicklung.at
Die Landesstrategie wurde verfasst von
─
─
─
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres,
Sektion VII – Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Koordinationsbüro der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, Ouagadougou
Austrian Development Agency
Wien, Oktober 2014
Foto: © ADA/Heidi Liedler-Frank
Bestellung:
Austrian Development Agency (ADA),
die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Zelinkagasse 2, 1010 Wien, Österreich
oeza.info@ada.gv.at
www.entwicklung.at
Landesstrategie Burkina Faso 2014–2016
Die Gültigkeit des vorliegenden Dokuments ist in seiner Laufzeit auf die nationale
„Strategie für beschleunigtes Wachstum und nachhaltige Entwicklung – SCADD“ der
burkinischen Regierung für die Periode 2011–2015, das „Nationale Indikativprogramm der
EU 2014–20“ sowie den Beginn der „Gemeinsamen Programmierung“ der EU ab dem Jahr
2016 zeitlich abgestimmt. Die vorliegende Strategie ergänzt die Festlegungen des
laufenden bilateralen Kooperationsabkommens zwischen Österreich und Burkina Faso
1
("Programme Indicatif de Coopération") , welches bis 31.12.2016 verlängert wurde.
Burkina Faso ist das einzige Schwerpunktland der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) in der Schwerpunktregion Westafrika.
1. Ausgangslage
Der Human Development Index ordnet Burkina Faso 2013 an Stelle 183 von 187 bei
einem Wert, welcher unter der Gesamtwertung von Subsahara Afrika liegt. Der „Doing
Business Report“ der Weltbank 2014 sieht Burkina an Stelle 154 von 189, aber auch unter
den Ländern, die seit 2005 die größten Fortschritte machten.
Burkina Faso zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Region Westafrika.
Neben der Doppelkrise von Wirtschaft und Klima leidet Burkina Faso unter den
kriegerischen Auseinandersetzungen im Nachbarland Mali sowie unter der generellen
Unsicherheit im gesamten Sahel-Raum.
Der überwiegende Teil der erwerbstätigen Bevölkerung ist in der Landwirtschaft
beschäftigt. Meist deckt die Ernte gerade den Eigenbedarf und zeigt aufgrund schwieriger
klimatischer Bedingungen erhebliche Schwankungen, weshalb Burkina Faso immer wieder
mit Ernährungskrisen zu kämpfen hat. Dazu kommen ein geringes Fachwissen der
kleinbäuerlichen Bevölkerung hinsichtlich der Intensivierung und Diversifizierung der
Produktion, Verarbeitung und Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse sowie die
hohe AnalphabetInnenrate im ländlichen Raum. Mehr als ein Drittel aller Kinder ist
dauerhaft unterernährt. Bedeutende Fortschritte konnte Burkina Faso in den letzten
zwanzig Jahren hingegen in den Bereichen Grundschulbildung und
2
Trinkwasserversorgung (2011: 80 %) erzielen.
2. Strategische Ziele der Zusammenarbeit
Im Zentrum des Engagements der OEZA stehen die Absicherung der Lebensbedingungen
armer Bevölkerungsgruppen durch Steigerung von Produktion, Einkommen und
Produktivität in Landwirtschaft und Handwerk, Beiträge zur praxisbezogenen und
bedarfsorientierten Berufsbildung sowie ein daraus resultierendes, breitenwirksames und
nachhaltiges Wachstum, d. h. ein Einkommenszuwachs, der arme Bevölkerungsgruppen
3
möglichst begünstigt, zumindest aber ihre relative Situation nicht verschlechtert.
1
Siehe http://www.entwicklung.at/uploads/media/Memo_entente_sur_le_PIC_200813_Burkina_Faso.pdf
2
http://data.worldbank.org/country/burkina-faso
3„
Die OEZA bekennt sich zu einer positiven Diskriminierung der Armen. Damit wird ihnen ein
überproportionaler Nutzen des zu erreichenden Wachstums zugesprochen“ (Siehe OEZA-Leitlinie
Landesstrategie Burkina Faso │ 1
Im Sinne der Eigentümerschaft des Partnerlandes und der Orientierung an dessen
Prioritäten und Systemen richtet sich die OEZA dabei nach der Entwicklungsstrategie
Burkina Fasos (SCADD) und unter Berücksichtigung ihrer Stärken nach den relevanten
burkinischen Sektorstrategien sowie den lokalen Entwicklungsplänen, welche die
Grundlagen für die österreichischen Schwerpunkte und Maßnahmen darstellen. Dies
betrifft sowohl die Sektorprioritäten und inhaltlichen Vorgaben, als auch die
Monitoringsysteme.
3. Thematische Schwerpunkte
Die OEZA konzentriert sich im Zeitraum der Gültigkeit der Landesstrategie entsprechend
den Vorgaben des Dreijahresprogramms der österreichischen Entwicklungspolitik (3JP)
unter Berücksichtigung des Nexus-Gedankens und des Menschenrechtsansatzes auf drei
eng miteinander verbundene Schwerpunkte:
i. Nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssicherung und
Management der natürlichen Ressourcen
Im Mittelpunkt stehen Beiträge zur Förderung der Widerstandsfähigkeit von Haushalten
und Gemeinden (Resilienz), zur Anpassung der lokalen Produktionsbedingungen von
kleinbäuerlichen Familienbetrieben und landwirtschaftlicher Berufsverbände an die
Auswirkungen des Klimawandels sowie der unmittelbaren Armutsminderung durch Verfolg
des Prinzips „Linking Relief, Rehabilitation and Development – LRRD“. Dabei wird
besonders berücksichtigt, den gleichen Zugang zu und die gleichberechtigte Nutzung von
Land sicherzustellen. Gleichzeitig wird Burkina Faso damit im Rahmen der Realisierung
der Menschenrechte auf Wasser und Nahrung unterstützt.
ii. Förderung von Handwerk und Aufbau von Mikro- und
Kleinunternehmen
Die für die ländliche Bevölkerung wichtigsten Möglichkeiten zur Wertschöpfung liegen in
hochwertigen Agrar- und Naturprodukten, deren arbeitsintensiven Be- und Verarbeitung
sowie im Vertrieb. Im Mittelpunkt steht das Konzept der Wertschöpfungsketten und
Beiträge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen durch Schaffung und Erweiterung
der sozialen und wirtschaftlichen Basisinfrastruktur sowie die Erschließung von Märkten.
Die Förderung von Mikro- und Kleinunternehmen als Träger der lokalen Innovation spielt
in diesem Zusammenhang eine ebenso wichtige Rolle wie die Anpassung der
Dienstleistungen lokaler und regionaler Institutionen an die Bedürfnisse der Unternehmen
und die Verbesserung des Zugangs zu diesen Dienstleistungen.
iii. Berufsbildung
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Beiträge zur Realisierung des Rechts auf Bildung,
insbesondere die Verbesserung der Qualität formaler und nicht-formaler
Bildungsangebote, der Entwicklung von Fähigkeiten sowie der Nutzung von Synergien
zwischen Grund- und Berufsbildung mit besonderem Augenmerk auf der Förderung von
Jugendlichen in abgelegenen und benachteiligten Regionen.
Armutsminderung
http://www.entwicklung.at/uploads/media/LL_Armutsminderung_Sept2010_01.pdf).
Landesstrategie Burkina Faso │ 2
4. Regionale bzw. lokale Schwerpunkte
Ein regionales Entwicklungsprogramm in der westlichen Region Boucle du Mouhoun
vereint diese Schwerpunkte, womit unter anderem der wichtigen strategischen Rolle von
Dezentralisierung und dem Prinzip der Subsidiarität im Rahmen der Entwicklungspolitik
Burkina Fasos Rechnung getragen wird. Eines der wesentlichsten Ziele dieses
Engagements ist die Stärkung von Kapazitäten und die Ermächtigung der regionalen und
lokalen Partner im Sinne von Eigenverantwortung. Diese Konzentration von Maßnahmen
erfolgt entsprechend dem unter anderem von Seiten der EU verfolgten Ansatz der
territorialen Entwicklung. Die prioritären entwicklungspolitischen Anliegen Burkina Fasos
werden in diesem Regionalprogramm auf Grundlage einer im lokalen Kontext erfolgenden
„Division of Labour“ in jeweils spezieller Weise berücksichtigt.
5. Berücksichtigung der im EZA-Gesetz und im 3JP
vorgesehenen Querschnittsmaterien
Armutsminderung und Absicherung von Lebenschancen
Die OEZA verfolgt in diesem Zusammenhang eine gezielte Unterstützung von
benachteiligten und verwundbaren Bevölkerungsgruppen. Besondere Beachtung finden
die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen und Erhöhung von Resilienz sowie ein verbesserter
Zugang zur Nutzung von Ressourcen und öffentlichen Dienstleistungen.
Gender
Frauen sind in allen Lebensbereichen stark benachteiligt. In der Landwirtschaft leisten
Frauen nach wie vor den größten Teil der Arbeit mit gleichzeitig deutlich geringerem
Einkommen und haben nur eingeschränkte Aussichten auf Zugang, Teilhabe oder Besitz
sowie eigenständige Bewirtschaftung von Land. Die unterschiedliche Situation, die Rollen
und Bedürfnisse von Frauen und Männern werden durch die systematische Integration
einer Genderperspektive bei Planung, Durchführung sowie der Definition von Indikatoren
und Resultaten der sektorspezifischen Programme und Projekte berücksichtigt.
Governance
Das Interesse der OEZA gilt unter anderem der Dezentralisierungspolitik Burkina Fasos im
Hinblick auf eine Förderung der Eigenverantwortung auf lokaler Ebene. Diese umfasst
unter anderem die Entscheidungsfähigkeit betreffend Prioritäten, Planung und
Implementierung, aber vor allem auch die Pflicht zur transparenten Information und
gegenseitigen Rechenschaft.
Umwelt
Die OEZA trägt zur Umsetzung der Umweltpolitik Burkina Fasos bei. Wesentliche
Schnittstellen bilden dabei auf lokaler Ebene die Bereiche des Schutzes der Wald-, Landund Wasserressourcen sowie der Förderung von nachhaltigen erneuerbaren
Energiequellen zur Reduktion des Brennholzbedarfs. Schwerpunkte bilden die Anpassung
an die lokalen Folgen des Klimawandels, sowie die Reduktion umweltschädlicher
Praktiken und Technologien in Landwirtschaft und Handwerk.
Konfliktprävention
Das Interesse der OEZA gilt der Vermeidung, Eindämmung und Regelung von Konflikten,
die auf lokaler Ebene oft auf einer Konkurrenz um Ressourcen und auf unklaren
Eigentumsverhältnissen und Nutzungsrechten beruhen.
Landesstrategie Burkina Faso │ 3
Menschenrechte
Die OEZA tritt grundsätzlich für die systematische Anwendung eines menschenrechtsbasierten Ansatzes in allen bi- und multilateralen Entwicklungsmaßnahmen und -strategien
sowie im politischen Dialog ein. Dies betrifft in Burkina Faso unter anderem die Umsetzung
der Menschenrechte auf Bildung, Nahrung und Wasser, aber auch Maßnahmen zur
Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Förderung der Inklusion von Menschen
mit Behinderungen.
Zur Kontrolle der Fortschritte und Erfolge der Umsetzung des Menschenrechtsansatzes,
welcher Entwicklung aus dem Blickwinkel von Menschenrechten und entsprechenden
Verpflichtungen sieht, soll die Umsetzung der in den OEZA-Projekten konkret vereinbarten
Menschenrechtszielsetzungen sichtbar gemacht werden können. Infolge des Fokus des
menschenrechtsbasierten Ansatzes auf Empowerment, Nichtdiskriminierung, Partizipation,
Transparenz und Rechenschaftspflicht aller beteiligten Akteure wird die Umsetzung der
menschenrechtlichen Prinzipien verifizierbar und damit ein Beitrag zur Kohärenz und
Nachhaltigkeit der OEZA-Programme geleistet.
6. Kohärenz, Synergien und komplementäre Instrumente
Der Einsatz der komplementären Instrumente der OEZA in den Bereichen Wirtschaft und
Entwicklung, Wissenschaft und Forschung und Humanitäre Zusammenarbeit, das
Engagement von Nichtregierungsorganisationen (NRO) sowie die multilaterale OEZA wird
im Rahmen der Umsetzung der Landesstrategie in pro aktiver Weise geplant und zur
möglichst weitgehenden Nutzung von Synergien bestmöglich abgestimmt.
Wirtschaft und Entwicklung
Fokussierung insbesondere auf jene Kooperationen, in denen ein unmittelbarer Bezug zu
den programmatischen Schwerpunkten der Landesstrategie gegeben ist.
Wissenschaft und Forschung
Aktives Bemühen um den Ausbau und die Stärkung konkreter Partnerschaften, um
Programmsynergien sowie um für Burkina Faso relevante Süd–Süd-Kooperationen.
NRO-Kooperation
Fokussierung auf Kapazitätsentwicklung und ein Empowerment auf lokaler Ebene sowie
der Teilnahme an „Joint Learning Mechanismen“ und Unterstützung zur Netzwerksbildung
und Heranführung an Förderinstrumente.
Multilaterale EZA
Aktive Anwaltschaft in multilateralen Foren für ein Engagement in Burkina Faso sowie für
Möglichkeiten einer Zweckwidmung österreichischer Pflichtbeiträge und freiwilliger
Beiträge zugunsten des Schwerpunktlandes bzw. der Schwerpunktregion Westafrika.
Österreich wird dabei auf den bisherigen Erfahrungen (lessons learned) aufbauen und sich
an den sektoriellen und thematischen Schwerpunkten dieser Landesstrategie orientieren.
EU-Außenhilfsinstrumente
Anwaltschaften im Hinblick auf das Schwerpunktland.
Humanitäre Hilfe
Fokussierung auf Kohärenz im Sinne eines „Linking Relief, Rehabilitation and
Development – LRRD“ und aktive Unterstützung der Zusammenarbeit österreichischer
NROs mit internationalen Organisationen in humanitären Krisen.
Landesstrategie Burkina Faso │ 4
7. Monitoring und Qualitätssicherung
Der kontinuierliche Verfolg von entwicklungspolitischen Erfahrungen und Erkenntnissen
aus der Zusammenarbeit mit Burkina Faso beruht auf dem strategischen
4
Monitoringrahmen der OEZA. Dieses umfasst die folgenden Elemente:
a. Monitoring der Umsetzung und der Ergebnisse nationaler Entwicklungsstrategien
sowie der für die OEZA relevanten sektoriellen und lokalen Entwicklungspläne
b. Laufende Bewertung OEZA-spezifischer Indikatoren sowie Anwendung eines
evidence-based approach im Hinblick auf eine allfällig erforderliche Anpassung des
österreichischen Engagements
Diese stehen im Zusammenhang mit der Performance und dem Mehrwert der OEZA, dem
Verfolg konkreter strategischer Anliegen, der Berücksichtigung von Synergien sowie der
Schwerpunkte entsprechend dem aktuellen 3JP, den gültigen thematischen Leitlinien
sowie der Ziele und Prinzipien des EZA-Gesetzes.
Unter Beachtung der Prinzipien Eigentümerschaft und Partnerorientierung richtet sich die
OEZA hierbei primär nach den mit Burkina Faso vereinbarten Monitoringrahmen. Folglich
finden die in der Resultatmatrix dargestellten Ergebnisse und Indikatoren ihre
Entsprechung in den burkinischen Strategien, Plänen sowie den bestehenden
Programmen.
Ein effektives Monitoring von Entwicklungsprozessen und -ergebnissen erfordert in
Burkina Faso eine breite Zusammenarbeit im Hinblick auf die Qualität der verfügbaren
Daten sowie der Identifikation von Basis- und Bezugswerten. Aus diesem Grund wird die
OEZA im Rahmen ihrer Länderstrategie zu der im Aktionsplan von Accra 2008 enthaltenen
Verpflichtung zur Stärkung entsprechender Informationssysteme beitragen. Darüber
hinaus werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um zumindest auf Aussagen in Richtung
wahrscheinlicher Trends und Näherungswerte hinzuarbeiten. Ein wichtiges Erfordernis in
diesem Zusammenhang ist die Stärkung der Kapazitäten der Akteure und relevanten
Institutionen auf allen Ebenen in Burkina Faso sowie die Bereitschaft, sich an der
Durchführung von Analysen, Bestandsaufnahmen, Reviews und Evaluierungen aktiv zu
beteiligen und diese Informationen zu veröffentlichen.
Ein wichtiges Element dieser Strategie ist ferner die Verbesserung der
ergebnisbezogenen, gegenseitigen Rechenschaftspflicht und der Transparenz gegenüber
der Öffentlichkeit, wobei in entscheidenden Phasen auf das Instrument des Stakeholder
5
Dialogs zurückgegriffen wird. Transparente Informationsvermittlung, kontinuierliche
4
Das Monitoring framework dient der Darstellung des Spektrums der resultatorientierten Leistungen,
welche die OEZA im Rahmen der Begleitung und kritischen Beobachtung des Verfolgs ihrer Strategien und deren Operationalisierung – und zwar entweder mit anderen gemeinsam oder aber auch
auf eigene Initiative – erbringt.
5
Das Instrument konsultativer Stakeholder-Dialoge bezweckt den Austausch von Expertise und der
Sichtweisen sowie der Erfahrungen relevanter Akteure. Derartige miteinander verschränkte
Prozesse sind sowohl im Partnerland, als auch in Österreich vorzusehen. Die weitere Verwendung
der Empfehlungen und Erkenntnisse liegt in jedem Fall in der Verantwortung der Initiatoren des
Stakeholder-Dialogs, also der OEZA.
Landesstrategie Burkina Faso │ 5
Dokumentation von Erfahrungen sowie die Möglichkeit von gemeinsamen Lernprozessen
sind wichtige Komponenten eines evidenz-basierten und resultatorientierten Ansatzes.
Die Landesstrategie Burkina Faso wird der üblichen Hierarchie der Vorgaben
entsprechend als Konkretisierung des geltenden 3JP der OEZA 2013–2015 verstanden.
6
Dies umfasst im Wesentlichen die
a. Formulierung von Zielen und entsprechenden Resultaten mit quantitativen Indikatoren,
sowie eine
b. Bezugnahme auf Ziele und erreichte Resultate in der vorausgehenden
Programmperiode.
Im Sinne der Konsistenz des Systems strategischer Vorgaben wird das Monitoring der
OEZA auf Grundlage eines neuen, in Zusammenarbeit mit den burkinischen Partnern
nachzuvollziehenden Resultatrahmens erfolgen, der unter anderem auch auf konkrete
Angebote und Leistungen der OEZA Bezug nimmt.
Im Hinblick auf Kohärenz sowie eine verstärkte Resultat- und Wirkungsorientierung
umfasst das Monitoring nicht nur den durch die Mittelverwendung der ADA definierten
Förderbereich, sondern die gesamte ODA. Dabei geht es insbesondere auch um die
Beobachtung und Begleitung gemeinsamer Anstrengungen mit anderen Gebern sowie
allfällige Veränderung von Rahmenbedingungen innerhalb der lokalen bzw. thematischen
Interessen der OEZA.
Die Ergebnisse der Bemühungen um den optimalen Einsatz der Instrumente werden im
Rahmen einer alljährlich in Kooperation mit den Partnern erfolgenden Bestandsaufnahme
gemeinsam durch das Koordinationsbüro (Kobü) der OEZA in Ouagadougou, die Austrian
Development Agency (ADA) sowie das Bundesministerium für Europa, Integration und
Äußeres (BMEIA) bewertet. Zusammen mit der Analyse möglicher weiterer Schnittstellen
bildet diese Darstellung einen wesentlichen Teil der im Zyklus des Strategieverfolgs
vorgesehenen, resultatorientierten Berichterstattung. Die Erkenntnisse aus dieser
regelmäßig stattfindenden internen strategischen Review werden nach Kenntnisnahme
durch die Leitungsebenen sowohl in Burkina Faso als auch in Österreich öffentlich
präsentiert.
Die jeweiligen Verantwortlichkeiten und Einzelleistungen für die üblichen Schritte der
wirkungsorientierten Folgenabschätzung bestehend aus
1. Problem- und Potentialanalyse,
2. Formulierung der Ziele und der erwarteten Ergebnisse,
3. Maßnahmenformulierung,
4. Abschätzung möglicher Auswirkungen und Formulierung von Indikatoren,
5. Identifizierung von Baselines, Benchmarks und des notwendigen Bedarfs an Daten
6. Planung von internen Evaluierungen und Reviews sowie
7. Ergebnisdarstellung (im Sinne der Erfolge, Hemmnisse und identifizierter Lösungen)
werden in einem regelmäßig zu aktualisierenden Prozess festgelegt und arbeitsteilig
vollzogen.
6
Evaluation der Pariser Deklaration (Phase 2), Fallstudie Österreich, Zusammenfassung des
Evaluationsberichts 2010
Landesstrategie Burkina Faso │ 6
Neben Mitteln aus der Landesbudgetlinie (2013: rund Euro 5 Mio.) stehen Burkina Faso
variable finanzielle Beiträge aus anderen Budgetlinien der OEZA zur Verfügung.
Ferner stehen für Burkina Faso die globalen Förderinstrumente zur Verfügung. Um diese
Instrumente stärker anzusprechen, bemüht sich die OEZA um eine laufend verfeinerte
Heranführungsstrategie an diese Instrumente und kooperiert dabei eng mit
zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der Wirtschaftskammer Österreich, dem
Bundesministerium für Finanzen und der Österreichischen Entwicklungsbank.
Auch die Möglichkeit einer entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit der Europäischen
Kommission im Rahmen einer delegierten Kooperation wird weiterhin aktiv verfolgt. Im
Hinblick auf die gemeinsame Programmierung unterstützten das BMEIA und die ADA
einen möglichst weitgehenden Ansatz, um durch ein koordiniertes Engagement zu einer
höheren Wirksamkeit und Zielgenauigkeit der internationalen Zusammenarbeit
beizutragen.
Landesstrategie Burkina Faso │ 7
Resultatmatrix
Ziel
Resultate
Indikatoren
Nachhaltige ländliche Entwicklung
─
Nachhaltige
Verbesserung des
Wirtschaftswachstums
und der Ernährungs- ─
sicherheit und
nachhaltige Minderung der Armut im
ländlichen Raum
─
Ernährungssicherheit und souveränität sind
nachhaltig gesichert.
Die Armut in ländlichen
Gebieten ist gemindert.
(Die Verbindung zwischen
Pro-duktion und
Vermarktung ist gefördert,
um die Einkom-men der
ländlichen Akteure in der
Wertschöpfungskette zu
verbessern.)
Die Degradierung der
Umwelt und der natürlichen Ressourcen ist
vermindert bzw. gebremst.
─
─
─
─
─
─
─
Anteil der Bevölkerung, die das
Mindestmaß an Kalorienaufnahme
nicht erreicht (Männer/Frauen)
Grad der Versorgung mit Getreide
Anteil der ländlichen Bevölkerung unter
der nationalen Armutsgrenze (M/F)
Anteil der weiterverarbeiteten Produkte
an der landwirtschaftlichen Produktion
Anzahl der neugegründeten und
funktionsfähigen agro-industriellen
Klein- und Mittelbetriebe (M/F)
Anteil der Landflächen mit gesicherten
Eigentumsverhältnissen
Anteil der Entwicklungspläne der
Gemeinden und Regionen, die
Umweltfragen berücksichtigen
Wirtschaft und Entwicklung (insbesondere im Bereich Handwerk)
─
Verbesserung des
inklusiven Wachstums
durch die Förderung
der
Wettbewerbsfähigkeit ─
der handwerklichen
Produkte und
Leistungen
─
Die Kleinst- und
Kleinbetriebsstruktur im
Handwerksbereich ist
gestärkt.
Die Produktivität der
Kleinst- und Kleinbetriebe
im Handwerksbereich hat
sich gesteigert.
Der Zugang zu
Ausschreibungen und die
Vermarktung der handwerklichen Produkte und
Leistungen haben sich
verbessert.
─
─
─
─
─
─
Landesstrategie Burkina Faso │ 8
Beitrag des Handwerks zum
Bruttoinlandsprodukt
Anzahl der neugegründeten Kleinstund Kleinbetriebe im Handwerksbereich (M/F)
Anzahl der HandwerkerInnen, die in
der Handwerkskammer eingetragen
sind (M/F)
Einkommen der Kleinst- und
Kleinbetriebe im Handwerksbereich
Anteil der an Handwerksbetriebe
vergebenen öffentlichen Aufträge
(Staat und Gebietskörperschaften)/
Jahr
Zugang der handwerklichen Produkte
und Leistungen zu Märkten (lokal,
national, regional und international)
Ziel
Resultate
Indikatoren
Berufsbildung
Vorhandensein einer ─
kritischen Masse an
Kompetenzen und
qualifizierter Expertise
auf mittlerer und
höherer Ebene in
allen Berufsbranchen
─
mit wirtschaftlicher
Relevanz
─
Das technische und
berufliche Ausbildungswesen und die Kompetenzen der Lehrkräfte sind
gestärkt, bei Betonung der
landwirtschaftlichen und
handwerklichen Bereiche.
Das nationale System der
Zertifizierung und der
Berufseignung ist gestärkt.
Die Finanzierungsmöglichkeiten im technischen
Unterricht und in der
Berufsbildung haben sich
verbessert.
─
─
─
─
─
Anteil der SchülerInnen in öffentlichen
und privaten Einrichtungen für technischen Unterricht und Berufsbildung
an der Gesamtzahl im sekundären
Unterricht (national/weiblich)
Durchschnittlicher Anteil an praktischen
Arbeiten/Arbeiten in Werkstätten in der
Ausbildung
Erfolgsrate im technischen Unterricht
und in der Berufsbildung
(national/weiblich/Region/Ausbildungsart/ Berufszweig)
Anzahl der Berufe mit Zertifikation
Höhe der öffentlichen Finanzierung im
technischen Unterricht und in der
Berufsbildung
Regionalentwicklung in der Boucle du Mouhoun
─
Nachhaltige Verbesserung der
Lebensbedingungen
der Bevölkerung in
der Region Boucle du
Mouhoun im Kontext
einer reellen lokalen
Verantwortung bei der
Durchführung
─
Die öffentlichen
Dienstleistungen der
gemeinschaftlichen
Strukturen (Gemeinderäte,
Regionalrat, Dorfentwicklungsräte, etc.) in der
Boucle du Mouhoun sind
verbessert und zufriedenstellend für die lokale
Bevölkerung.
Die Bevölkerung der
Projektgebiete in der
Boucle du Mouhoun
finanziert ihre Aktivitäten
mithilfe von Finanzierungsinstrumenten (Regionalentwicklungsfonds etc.).
Landesstrategie Burkina Faso │ 9
─
─
─
─
Anteil der Bevölkerung in der Boucle
du Mouhoun unter der nationalen
Armuts-grenze
Anteil der NutznießerInnen der gemeinschaftlichen Dienstleistungen, die mit
den Leistungen zufrieden sind (M/F)
Finanzierungsrate des Regionalentwicklungsfonds (eingereichte
Initiativen/ausgewählte Initiativen/umgesetzte Initiativen) (M/F)
Finanzierungsrate anderer Fonds
(eingereichte Initiativen/ausgewählte
Initiativen/umgesetzte Initiativen) (M/F)
Burkina Faso Stratégie pays 2014-2016
(Traduction de travail)
La durée de validité de ce document est alignée avec celle de la stratégie nationale, la
« Stratégie pour la croissance accélérée et le développement durable - SCADD » du
gouvernement burkinabé pour la période 2011-2015 et accordée avec le « Programme
Indicatif National » de l’Union Européenne (UE) pour le Burkina Faso (2014-20) ainsi que
le début de la programmation conjointe de l’UE en 2016. La présente stratégie complète
les dispositions actuelles de l'accord bilatéral de coopération entre l'Autriche et le Burkina
7
Faso («Programme Indicatif de Coopération») , qui a été prolongé jusqu'au 31.12.2016.
Le Burkina Faso est le seul pays prioritaire de la Coopération Autrichienne pour le
Développement (CAD) dans la région prioritaire de l'Afrique de l'Ouest.
Situation de départ
ème
En 2013, l'indice de développement humain classait le Burkina Faso à la 183
place sur
187 avec une valeur en dessous de la moyenne de l'Afrique sub-saharienne. Le rapport
ème
"Doing Business" de la Banque mondiale classe le Burkina à la 154
place sur 189 en
2014, mais aussi parmi les pays qui ont fait le plus de progrès depuis 2005.
Le Burkina Faso fait partie des pays les moins développés en Afrique de l'Ouest. En plus
de la double crise de l'économie et du climat, le Burkina Faso souffre du conflit armé au
Mali voisin et de l'insécurité générale dans toute la région du Sahel.
La grande majorité de la population active travaille dans l'agriculture. De manière
générale, la récolte suffit à peine pour l’autosuffisance de la population. Des fluctuations
importantes sont observées en raison des conditions climatiques difficiles, c’est pourquoi
le Burkina Faso fait face régulièrement à des crises alimentaires. A cela s’ajoutent, d’une
part, la faible technicité de la population paysanne par rapport à l'intensification et la
diversification de la production, à la transformation et à la commercialisation des produits
agricoles et d’autre part le taux élevé d'analphabétisme dans les zones rurales. Plus d'un
tiers de tous les enfants sont sous-alimentés en permanence. Le Burkina Faso a fait
d’importants progrès au cours des vingt dernières années dans les domaines de
8
l'éducation primaire et de l'eau potable (2011: 80% de couverture) .
Objectifs stratégiques de la coopération
L’amélioration des conditions de vie des populations pauvres à travers l’augmentation de
la production, des revenus et de la productivité dans l'agriculture et l'artisanat et les
contributions à la formation professionnelle axée sur la pratique et basée sur les besoins
sont au centre de l'engagement de la CAD. D’où l’objectif d’une croissance durable et
7
Voir : http://www.entwicklung.at/uploads/media/Memo_entente_sur_le_PIC_200813_Burkina_Faso.pdf
8
http://data.worldbank.org/country/burkina-faso
Burkina Faso Stratégie pays │ 10
inclusive, qui permette une augmentation des revenus des populations pauvres ou du
9
moins n’aggrave pas leur situation.
Dans l’optique d’une appropriation par le pays partenaire et de l’orientation vers ses
priorités et systèmes, la CAD s’appuie sur la stratégie de développement du Burkina Faso
(SCADD) et en tenant compte de ses forces, sur les stratégies sectorielles pertinentes
burkinabé et les plans de développement locaux qui sont la base des priorités et mesures
autrichiennes. Cela concerne aussi bien les priorités sectorielles et les directives politiques
que les systèmes de suivi-évaluation.
Priorités thématiques
Au cours de la période de cette stratégie pays et conformément aux orientations du
Programme triennal autrichien, tout en tenant compte du concept Nexus (sécurité
alimentaire - eau - énergie) et de l'approche basée sur les droits humains, la CAD
s’engagera dans les trois domaines de concentration étroitement liés, qui sont:
i. Le développement rural durable, la sécurité alimentaire et la gestion
des ressources naturelles
L’objectif de ce domaine est de contribuer à la promotion de la résilience des
ménages et des communes, à l’adaptation des conditions locales de production des
petites exploitations familiales et des organisations professionnelles agricoles aux effets du
changement climatique et à la réduction directe de la pauvreté par la poursuite du principe
de « Lier urgence, réhabilitation et développement » (Linking Relief, Rehabilitation and
Development – LRRD). L'accès et l'utilisation équitable des terres seront une
préoccupation particulière. Le Burkina Faso bénéficiera ainsi d’un appui dans la réalisation
des droits humains en matière d'eau et de sécurité alimentaire.
ii. La promotion de l'artisanat et du développement des micros et
petites entreprises
Le plus grand potentiel pour la population rurale de créer de la valeur réside dans les
produits agricoles et naturels de haute qualité, leur transformation et traitement à haute
intensité de main-d’œuvre ainsi qu’en leur commercialisation. L'accent est mis sur la
création des chaînes de valeur et l’amélioration des conditions cadre à travers la création
et l'expansion de l'infrastructure de base sociale et économique et l’ouverture des marchés
La promotion des micros et petites entreprises comme porteuses de l'innovation locale
joue un rôle important dans ce contexte. L'ajustement des prestations de services des
institutions locales et régionales aux besoins des entreprises et l'amélioration de l'accès à
ces prestations de services sont également cruciaux.
iii. La formation professionnelle
La CAD contribuera à la réalisation du droit à l'éducation, en particulier à l’amélioration de
la qualité des systèmes d'éducation formelle et non formelle, au développement des
compétences ainsi qu’à l'utilisation des synergies entre l'éducation de base et la formation
9
La CAD soutient la discrimination positive des populations pauvres afin de leur permettre de
bénéficier d’une croissance outre mesure. (Cfr. Lignes directrices de la CAD sur la réduction de la
pauvreté, http://www.entwicklung.at/uploads/media/LL_Armutsminderung_Sept2010_01.pdf).
Burkina Faso Stratégie pays │ 11
professionnelle avec une attention particulière à la promotion des jeunes dans les régions
éloignées et défavorisées.
4. Priorités régionales ou locales
Un programme de développement régional dans la région de la Boucle du Mouhoun, à
l'ouest du pays, combine ces priorités tout en prenant en compte le rôle stratégique de la
décentralisation et le principe de subsidiarité dans la politique de développement du
Burkina Faso. L'un des principaux objectifs de cet engagement est de renforcer les
capacités et l'autonomisation des partenaires régionaux et locaux. Cette concentration est
une application de l’approche du développement territorial qui est suivi notamment par
l'UE. Les priorités de développement du Burkina Faso sont prises en compte de façon
particulière dans ce programme régional sur la base de la division du travail dans le
contexte local.
5. Prise en compte des thèmes transversaux prévus dans la
Loi autrichienne sur la coopération au développement et
dans le Programme triennal autrichien
Réduction de la pauvreté et amélioration des conditions de vie
La CAD apporte un soutien ciblé aux populations défavorisées et vulnérables. Il s’agit
notamment d’assurer les moyens de subsistance, de renforcer leur résilience et
d’améliorer l'accès à l'utilisation des ressources et aux services publics.
Genre
Les femmes sont fortement désavantagées dans tous les domaines de la vie. Dans
l'agriculture elles continuent à assurer la plus grande partie du travail moyennant un
revenu plus faible et à avoir des possibilités limitées d'accès, de participation et
d’autogestion ou de possession des terres. Les situations diverses, les rôles et les besoins
des femmes et des hommes sont pris en compte par l'intégration systématique d'une
approche genre dans la planification, la mise en œuvre et la définition des indicateurs et
des résultats dans les programmes et projets sectoriels.
Gouvernance
La CAD se base sur la politique de décentralisation du Burkina Faso en vue de renforcer
l’appropriation au niveau local. Ceci comprend, entre autres, la capacité de décision sur
les priorités, la planification et la mise en œuvre, mais aussi le devoir de transparence de
l'information et de la redevabilité mutuelle.
Environnement
La CAD contribue à la mise en œuvre de la politique environnementale au Burkina Faso.
Les principales interfaces au niveau local sont la protection des ressources forestières,
des terres et des ressources en eau ainsi que la promotion des sources d’énergie
renouvelables et durables en vue de la réduction des besoins en bois de chauffe. L'accent
sera mis sur les impacts locaux du changement climatique et la réduction des pratiques et
technologies néfastes à l’environnement dans les domaines de l'agriculture et de
l'artisanat.
Burkina Faso Stratégie pays │ 12
Prévention des conflits
Par la mise en œuvre de cette stratégie, la CAD contribue à prévenir, atténuer ou régler
les conflits, qui sont souvent basés, au niveau local, sur une compétition pour les
ressources et sur des droits peu clairs de propriété et d’utilisation.
Droits humains
Par principe, la CAD soutient l'application systématique d'une approche basée sur les
droits humains dans toutes les mesures et stratégies de développement bilatérales et
multilatérales ainsi que dans le dialogue politique. Au Burkina Faso, cela concerne entre
autres la réalisation des droits humains, notamment le droit à la formation, à l’alimentation
et à l’accès à l’eau, mais aussi des mesures visant l’égalité entre hommes et femmes ainsi
que la promotion de l'inclusion des personnes handicapées.
Afin de vérifier les progrès et les succès obtenus par la mise en œuvre de l’approche des
droits humains, qui voit le développement sous l’angle des droits humains et des
obligations y afférentes, la réalisation des objectifs concrets fixés conjointement en matière
de droits humains dans les projets de la CAD doit être rendu visible. En raison du focus de
l'approche basée sur les droits humains sur l’autonomisation, la non-discrimination, la
participation, la transparence et la redevabilité de tous les acteurs impliqués, la réalisation
des principes des droits humains devient vérifiable, contribuant ainsi à la cohérence et la
durabilité des programmes de la CAD.
6. Cohérence, synergies et instruments complémentaires
L’utilisation des instruments complémentaires de la CAD dans la mise en œuvre de la
stratégie pays sera planifiée de manière proactive et accordée autant que possible en vue
d’une valorisation des synergies. Ces instruments concernent les domaines suivants :
économie et développement, science et recherche, coopération humanitaire, programmes
des organisations non gouvernementales (ONG) et coopération multilatérale.
Economie et Développement
Focalisation sur les partenariats ayant un lien direct avec les programmes prioritaires de la
stratégie pays.
Science et Recherche
Engagement actif en faveur de l’élargissement et du renforcement de partenariats
concrets, des synergies avec d’autres programmes et des coopérations sud-sud ayant une
pertinence pour le Burkina Faso.
Coopération avec les ONGs
Focalisation sur le développement des capacités, l’autonomisation au niveau local ainsi
que la participation à des mécanismes d’apprentissage communs, l’appui à la création de
réseaux et à l’accès aux instruments de financement.
Coopération multilatérale
Plaidoyers actifs dans les fora multilatéraux pour un engagement au Burkina Faso avec la
possibilité d’affectation des contributions autrichiennes obligatoires et volontaires en faveur
de ce pays prioritaire ou de la région prioritaire Afrique de l’Ouest. L’Autriche se base sur
les expériences précédentes (leçons apprises) et s’oriente sur les priorités sectorielles et
thématiques de cette stratégie de pays.
Burkina Faso Stratégie pays │ 13
Instruments de financements externes de l‘UE
Plaidoyer en faveur du Burkina Faso.
Aide humanitaire
Focalisation sur la cohérence en liant urgence, réhabilitation et développement (LRRD) et
sur le soutien actif de la coopération des ONGs autrichiennes avec les organisations
internationales dans les crises humanitaires.
7. Suivi et contrôle de la qualité
Le suivi continu des expériences et des enseignements de la coopération avec le Burkina
10
Faso est basé sur le cadre de suivi stratégique de la CAD . Cela comprend les éléments
suivants:
a. Le suivi de la mise en œuvre et des résultats des stratégies nationales de
développement et de ces plans de développement sectoriels et locaux qui sont
pertinents pour la CAD.
b. L’évaluation continue des indicateurs spécifiques de la CAD et l’application d'une
approche fondée sur des preuves (evidence-based approach) en vue d’éventuels
ajustements nécessaires de l'engagement autrichien.
Ces éléments sont liés à la performance et la valeur ajoutée de la CAD, à la poursuite des
objectifs stratégiques concrets, à la prise en compte des synergies et aux thèmes
prioritaires conformément à l’actuel Programme triennal autrichien, aux lignes directrices
thématiques en vigueur ainsi qu’aux objectifs et principes de la Loi autrichienne sur la
coopération au développement.
Tenant compte des principes de l'appropriation et de l'alignement, la CAD s’oriente
principalement sur les cadres de suivi convenus avec le Burkina Faso. Par conséquent, les
résultats et les indicateurs figurant dans la matrice de résultats sont basés sur les
stratégies et plans burkinabé, ainsi qu’aux programmes existants.
Un suivi efficace des processus et des résultats de développement nécessite une large
coopération au Burkina Faso à l'égard de la qualité des données disponibles et de
l'identification des valeurs de base et de référence. Par conséquent, dans le cadre de sa
stratégie pays, la CAD contribuera au renforcement des systèmes d'information pertinents,
conformément au Plan d’action d’Accra 2008. En outre, des efforts seront déployés pour
établir au minimum des tendances probables et des valeurs approximatives. Il est crucial à
cet égard de renforcer les capacités des acteurs et des institutions concernés à tous les
niveaux au Burkina Faso, de participer activement aux analyses, états des lieux, revues et
évaluations et de rendre publiques ces informations.
Un autre élément important de cette stratégie est d'améliorer la responsabilité mutuelle par
rapport aux résultats et la transparence vis-à-vis du public, en faisant recours au dialogue
10
Le cadre de suivi représente le spectre des appuis axés sur les résultats offerts par la CAD dans
le cadre de l’accompagnement et de l’observation critique du suivi de ses stratégies et leur
opérationnalisation, offerts soit conjointement avec des partenaires soit sur initiative propre.
Burkina Faso Stratégie pays │ 14
11
avec les acteurs lors des moments cruciaux. La transparence dans la transmission de
l’information, la documentation continue des expériences et la possibilité d’apprentissage
conjoint sont des éléments importants d’une approche basée sur des preuves et axée sur
les résultats.
Conformément aux politiques et directives, la stratégie pays Burkina Faso doit être
comprise comme la concrétisation du Programme triennal 2013-2015 de la CAD. Cela
12
comprend essentiellement
a. la formulation des objectifs et des résultats correspondants avec des indicateurs
quantitatifs, et
b. la référence aux objectifs et aux résultats obtenus au cours du cycle de programme
écoulé.
En vue de la cohérence entre les systèmes stratégiques, le suivi de la CAD reposera
fondamentalement sur un nouveau cadre de résultats qui sera finalisé en collaboration
avec les partenaires burkinabé et qui se réfère entre autres à des instruments et appuis
concrets de la CAD.
Au regard de la cohérence et d’une plus grande orientation vers les résultats et les
impacts, le système de suivi couvrira non seulement l’utilisation de fonds alloués par
l’Agence Autrichienne de Développement (ADA) mais l’ensemble de l’aide publique au
développement fourni par l’Autriche. Cela concerne également l’observation et
l’accompagnement des efforts conjoints avec d’autres bailleurs de fonds ainsi que
d’éventuels changements des conditions cadres au sein des intérêts locaux ou
thématiques de la CAD.
Les résultats des efforts pour une utilisation optimale des instruments seront évalués
conjointement par le Bureau de coordination de la CAD à Ouagadougou, l’ADA et le
Ministère autrichien des affaires étrangères (BMEIA) dans le cadre d’un bilan annuel en
collaboration avec les partenaires. Ensemble avec l’analyse de nouvelles interfaces
possibles, cette présentation constitue une partie substantielle des rapports orientés sur
les résultats tels que prévu dans le cycle de suivi de la stratégie. Après prise de
connaissance par les dirigeants, les résultats de cet examen stratégique régulier interne
seront présentés au public aussi bien au Burkina Faso qu’en Autriche.
Les responsabilités et les mesures, pour les étapes habituelles de l’évaluation des effets,
seront définies dans le cadre d’un processus qui sera régulièrement révisé et seront
exécutées dans le cadre d’un partage de travail. Ces étapes sont les suivantes:
1. Analyse des problèmes et des potentiels,
2. Formulation des objectifs et des résultats attendus,
11
L’instrument des dialogues consultatifs avec les acteurs vise à l’échange d’expertise, de
perspectives et d’expériences entre les acteurs pertinents. Ces processus sont prévus aussi bien au
pays partenaire qu’en Autriche et devraient être liés. L’utilisation de leurs recommandations et
constats ressort de la responsabilité des initiateurs du dialogue avec les acteurs, c'est-à-dire la CAD.
12
Evaluation de la Déclaration de Paris (Phase II), Etude de cas Autriche, Synthèse du rapport
d’évaluation, 2010.
Burkina Faso Stratégie pays │ 15
3. Formulation des mesures,
4. Evaluation des impacts possibles et formulation d'indicateurs,
5. Identification des donnés de référence, des repères et des besoins nécessaires en
matière de données,
6. Planification des évaluations internes et des examens, ainsi que
7. Description des résultats (en termes de succès, obstacles et solutions identifiées).
En plus des fonds provenant de la ligne budgétaire attribuée au pays partenaire (environ 5
millions d'euros en 2013), d'autres fonds variables provenant d’autres lignes budgétaires
de la CAD sont à la disposition du Burkina Faso.
En outre les instruments de financement globaux sont mis à disposition du Burkina Faso.
Afin de rendre ces instruments mieux accessibles, la CAD appuie ses partenaires pour les
rapprocher à ces instruments et travaille de ce fait en étroite collaboration avec les
organisations de la société civile, la chambre de commerce de l’Autriche, le Ministère
Fédéral des Finances ainsi qu’avec la Banque autrichienne de développement.
La possibilité d’une collaboration avec la Commission Européenne dans le cadre d'une
coopération déléguée continuera d’être examinée. En ce qui concerne la programmation
conjointe, le BMEIA et l’ADA sont ouverts à une approche étendue pour contribuer à une
plus grande efficacité et un meilleur ciblage de la coopération internationale par un
engagement coordonné.
Burkina Faso Stratégie pays │ 16
Matrice des résultats
Objectif
Résultats
Indicateurs
Développement rural durable
Améliorer la
croissance
économique, la
sécurité alimentaire
et réduire la
pauvreté dans les
zones rurales de
manière durable
─
─
─
La sécurité alimentaire et la
souveraineté sont assurées
de manière durable.
La pauvreté est réduite dans
les zones rurales. (Le lien
entre la production et la
commercialisation est
promu afin d'améliorer les
revenus des acteurs ruraux
dans la chaîne de valeur).
La dégradation de
l'environnement et des
ressources naturelles est
réduit ou ralenti.
─
─
─
─
─
─
─
Proportion de la population n’atteignant
pas le niveau minimal d’apport calorique
au niveau national (H/F)
Degré d’approvisionnement en céréales
Pourcentage de la population rurale
vivant en dessous du seuil de pauvreté
national (H/F)
Part des produits agricoles transformés
dans la production
Nombre de petites et moyennes
entreprises agro-industrielles
nouvellement créées et fonctionnelles
(H/F)
Proportion des superficies des terres
sous sécurité foncière
Part des plans de développement
communaux et régionaux qui prennent
en compte les questions
environnementales
Développement du secteur privé (en particulier dans le domaine de l'artisanat)
─
Améliorer la
croissance inclusive
par la promotion de
la compétitivité des ─
produits et services
de l’Artisanat
─
Le tissu des micro et petites
entreprises dans le secteur
de l'artisanat s’est renforcé.
La productivité des micro et
petites entreprises dans le
secteur de l'artisanat a
augmenté.
L'accès aux marchés et la
commercialisation de
produits et services
artisanaux s’est amélioré.
─
─
─
─
─
─
Burkina Faso Stratégie pays │ 17
Contribution de l’artisanat au produit
intérieur brut
Nombre de micro et petites entreprises
nouvellement créées dans le secteur de
l'artisanat (H/F)
Nombre d'artisans, qui sont inscrits au
registre de la Chambre des métiers
(H/F)
Niveau de revenus des micro et petites
entreprises dans le secteur de
l'artisanat
Les parts de marchés de l’Etat et des
collectivités locales attribués aux
artisans par an
Le taux de pénétration ou d’accès des
produits et services de l’artisanat aux
marchés (locaux, nationaux, régionaux
et internationaux)
Objectif
Résultats
Indicateurs
Enseignement et formation techniques et professionnels (EFTP)
─
Disposer d’une
masse critique de
compétences et
d’expertise
qualifiées de niveau
intermédiaire et de
─
haut niveau dans
tous les corps de
métiers susceptibles
de valoriser le
─
potentiel
économique du
pays
Le dispositif de formation
technique et professionnelle
et les compétences des
formateurs sont renforcés,
avec un accent sur
l’agriculture et l’artisanat.
Le système national de
certification et de
qualifications est renforcé.
Les possibilités de
financement de
l'enseignement technique et
la formation professionnelle
se sont accrues.
─
─
─
─
─
Pourcentage d'élèves dans les
établissements publics et privés de
l'enseignement et la formation
technique et professionnelle dans son
ensemble au secondaire (national /
femme)
Taux d’encadrement moyens des
travaux pratiques/ ateliers
Le taux de réussite dans l'enseignement
technique et la formation
professionnelle (National / femme /
région / type de formation
Nombre de métiers dans lesquels
s’organisent les certifications
Indice de financement public dans
l'enseignement technique et la
formation professionnelle
Développement régional dans la Boucle du Mouhoun
Assurer une
meilleure qualité de
vie des populations
de la Boucle du
Mouhoun dans le
contexte d’une
réelle maîtrise
d’ouvrage locale.
─
─
Les services publiques
rendus par les structures
communales (conseils
municipaux et régional,
Conseils villageois de
développement, etc.) dans
la Boucle du Mouhoun sont
améliorés et satisfaisants
pour la population locale.
Les habitant(e)s des zones
d'intervention dans la
Boucle du Mouhoun
financent leurs activités par
les produits des instruments
de financement (Fonds
régional de développement
et autres).
Burkina Faso Stratégie pays │ 18
─
─
─
─
Taux de la population dans la Boucle du
Mouhoun au-dessous du seuil de
pauvreté national
Taux des usagers des services
communaux qui sont satisfaits des
prestations fournies (H/F)
Taux d’initiatives financées par le fonds
de développement régional (initiatives
soumises / initiatives retenues /
initiatives réalisées) (H/F)
Taux des financements par d'autres
fonds (initiatives soumises / initiatives
retenues / initiatives réalisées) (H/F)
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