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Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
Inhalt
Strafzinsen: wie Treasurer
reagieren
2
Immer mehr Unternehmen betroffen / Banken
vermeiden klare Aussagen
Die Liste der Unternehmen, die mit negativen Zinsen
kämpfen, wird immer länger. Jetzt bestätigen auch
die Deutsche Post und der Hanauer Familienkonzern
Heraeus gegenüber DerTreasurer, dass ihnen negative
Zinsen von Banken angedroht wurden. Zuvor berichteten bereits Eon, die Lufthansa und Hornbach über das
Problem. Die Abteilungen schichten inzwischen um.
5
7
10
Top-Finanzierung
Der Sportartikelhersteller Adidas begibt ungeratete Eurobonds über 1 Milliarde Euro und hat
dabei ein Novum geschafft.
Natural Hedging bei Stada
Frank Seiler, Leiter Konzerntreasury bei Stada,
über das Währungsmanagement des Pharmakonzerns.
Studie: Defizite bei Rohstoffabsicherung
Einer KPMG-Studie zufolge sichert die Mehrheit
der Firmen Rohstoffrisiken ab, bei der Messung
und Steuerung gibt es aber noch Defizite.
Aufmacher
5Top-Finanzierung
7
5
Software
2
Strafzinsen: Wie Treasurer reagieren
Immer mehr Unternehmen betroffen /
Banken vermeiden klare Aussagen
Cash Management
3
Das sind die nächsten Regulierungen
PSD2 bringt die größten Auswirkungen auf
den Zahlungsverkehr
Adidas begibt ungeratete Eurobonds
MT-Energie ist pleite
Die 21. Insolvenz eines Emittenten einer
Mittelstandsanleihe
4Veranstaltungen
9
TIS präsentiert neues Tool
Der Bank Statement Manager (BSM) soll
Kontoauszüge weltweit einsammeln.
9
KPMG kooperiert mit Reval
5Finanzierungsticker
Personen & Positionen
6
Finanzen & Bilanzen
4
SGL Carbon: Kapitalerhöhung platziert
Der Grundstein für die finanzielle
Neuausrichtung ist gelegt.
Gehälter im Treasury steigen moderat
Kandidaten in allen Finanzbereichen wieder
knapp
7
Natural Hedging bei Stada
Frank Seiler über das Währungsmanagement
des Pharmakonzerns
7
Helms geht zu Hogan Lovells
Aktuelle Stellenangebote
Risiko Management
10 KPMG-Studie sieht Defizite bei
Rohstoffabsicherung
Die Mehrheit sichert Rohstoffrisiken zwar ab,
doch die Messung ist verbesserungswürdig.
Aufmacher 2
Thinkstock
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
EZB-Neubau in Frankfurt am Main: Die Zinslandschaft bleibt für Anleger anspruchsvoll.
Strafzinsen: Wie Treasurer reagieren
Immer mehr Unternehmen betroffen / Banken vermeiden klare Aussagen
D
ie Liste der Unternehmen, die mit nega- meisten empfinden die negativen Zinsen nicht als weiterhin und werden gegebenenfalls reagieren.“
tiven Zinsen kämpfen, wird immer länger. Strafe, sondern sehen sie als Ergebnis politischer Auch die Commerzbank schließt negative Zinsen
Jetzt bestätigen auch die Deutsche Post Entscheidungen. Es sei eine „paradoxe Situation, für die Zukunft nicht aus. Ob es zu diesem Schritt
und der Hanauer Familienkonzern Heraeus ge- die durch die Liquiditätsschwemme der EZB ent- kommen werde, hänge von den weiteren Entgenüber DerTreasurer, dass ihnen negative Zinsen steht“, findet etwa Group Treasurer Markus Mül- scheidungen der EZB ab.
von Banken angedroht wurden. Zuvor berichteten ler von der Messer Group. „Banken als KapitalEinige haben bereits Konsequenzen aus den
bereits Eon, die Lufthansa und Hornbach über das sammelstellen wollen oder können kein Kapital negativen Einlagenzinsen der EZB gezogen und
Phänomen.
mehr sammeln.“ Der Messer Group selbst seien geben sie in Einzelfällen an Firmenkunden weiter.
Einige Treasurer haben deshalb reagiert und bisher allerdings keine negativen Zinsen für Anla- Die ING gibt sie derzeit nur an Finanzdienstleister
ihre Anlagestrategie überdacht. Der Edelmetall- gen angedroht worden.
weiter. Die DZ Bank betont, dass sie nach Mögkonzern Heraeus wurde schon von
lichkeit unter Berücksichtigung der
zahlreichen Kernbanken mit negaKundenbeziehungen keine negatitiven Zinsen konfrontiert und hat
ven Zinsen erhebe. Die LBBW lässt
Es hat eine Umschichtung von Overnight-Geschäften
deshalb einige Veränderungen vorlediglich verlauten, dass grundsätzgenommen. „Es hat eine Umschichlich im kurzfristigen Bereich keine
zu Termingeldern stattgefunden.«
tung von Overnight-Geschäften zu
negativen Zinsen vorgesehen seien,
Thomas Frank, Head of Corporate Treasury, Heraeus
Termingeldern stattgefunden, alleres aber einzelvertragliche Regelundings mit kurzfristiger Laufzeit des
gen gebe, zu denen man sich nicht
Termingeldes“, sagt Thomas Frank,
äußern wolle. Auch der BranchenHead of Corporate Treasury bei Heraeus. Außer- Auf Seiten der Banken zeigt sich kein einheitliches primus Deutsche Bank dementiert die Erhebung
dem nutze das Treasury von Heraeus nullverzinste Bild. Wenige haben sich wie die HypoVereinsbank von „Strafzinsen“ in Einzelfällen nicht. Für insKontokorrentkonten, um negative Zinsen zu ver- vehement dagegen ausgesprochen. Andere, die titutionelle Kunden biete sie „Anlagealternativen
meiden. Die Deutsche Post konnte angedrohten derzeit keine negativen Zinsen erheben, äußern an, um auf das geänderte Zinsumfeld reagieren
negativen Zinsen bisher entgehen und setzt als sich zurückhaltender zu dem Thema. Paul Hagen, zu können“. Negative Zinsen könnten in Zukunft
Alternative vor allem auf laufende Konten mit Risikovorstand der HSBC in Deutschland, sagte verstärkt Druckmittel sein, um Unternehmen zur
3-Monats-Basiszinssätzen. Andere weichen auf gegenüber DerTreasurer, die Bank sehe derzeit Änderung des Anlageverhaltens zu bringen.
Geldmarktfonds oder Commercial Papers aus.
keine Notwendigkeit, gegenüber mittelständiSolange die Situation sich nicht ändert, werBei allen Problemen, äußerten die von Der- schen Firmenkunden negative Zinsen zu erhe- den Treasurer sich nach riskanteren Alternativen
Treasurer befragten Finanzspezialisten aus Unter- ben. Er betont allerdings: „Wir verfolgen aber die umschauen oder die Strafzinsen im Zweifel zähnehmen Verständnis für die Lage der Banken. Die Entwicklung der Geldmarktsätze in der Eurozone neknirschend in Kauf nehmen müssen.ako
»»
Cash Management 3
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
News
Das sind die nächsten Regulierungen
Citi mit neuem Tool für
Liquiditätsmanagement
Von der PSD2 werden die größten Auswirkungen auf den Zahlungsverkehr erwartet
Mobile Zahlungen
legen zu
Mobile Zahlungen werden
zwischen 2011 und 2015 um
gut 60% zulegen, prognostiziert die Beratung Capgemini.
Nichtbanken holen demnach
auf, Banken behalten mit
85% jedoch auch 2015 den
Löwenanteil. Zu M-Zahlungen
zählt Capgemini sowohl Zahlungsanweisungen, die über
das Smartphone verschickt
werden, als auch Transaktionen, bei denen das Handy
direkt als Bezahlform dient.
M
it der Sepa-Umstellung haben
Banken und Unternehmen die
weitreichendste EU-Regulierung im
Zahlungsverkehr gestemmt. Doch die
nächsten Projekte sind schon in der
Pipeline – und sie haben es ebenfalls in sich. Die Überarbeitung der
Richtlinie für Zahlungsdienste (PSD2)
könnte den größten Einfluss haben.
Davon geht zumindest die Hälfte der
96 befragten Zahlungsverkehrsanbieter, Trea­sury-Mitarbeiter und Berater in
einer gerade veröffentlichten Umfrage
des European Payment Council aus.
Der aktuelle PSD2-Entwurf der
EU-Kommission ist umstritten: Banken
müssten Dritten demnach Zugang zu
Kundenkonten ermöglichen. Diese Anbieter könnten dann auch Zahlungen
initiieren. Die EU will so den Wettbewerb im Zahlungsverkehr stärken und
Innovationen vorantreiben. Banken
kritisieren jedoch – auch aus Angst,
ihr Monopol zu verlieren –, dass dies
zu Sicherheitsrisiken führen könnte.
Ebenfalls umstritten ist die vorgeschlagene Aufweichung von Rück-
erstattungsrechten bei Lastschriften.
Der Entwurf sieht vor, dass Kunden ihr
Geld nur zurückfordern können, wenn
das Unternehmen seine Leistung noch
nicht erbracht hat. Das ist jedoch für
Banken kaum nachzuprüfen. Außer-
Thinkstock
Citi hat ihre OnlinebankingPlattform um ein neues
LiquiditätsmanagementTool erweitert. Es bietet
einen Überblick über Tagesendkontosalden sowie
eine Trendanalyse. Laut
Citi umfasst es sowohl
Notional-Pooling- als auch
Cash-Concentration-Konten.
Die EU bereitet weitere Regulierungen vor.
dem würden Sepa-Lastschriftmandate
ihre Gültigkeit verlieren, weil sie ein
uneingeschränktes Rückerstattungsrecht einräumen. Auch Treasurer halten daher nicht viel vom Entwurf der
PSD2. Wann die neue Richtlinie in
Kraft tritt, ist noch unklar.
Für 20 Prozent der Befragten ist
die Obergrenze für Interbankenentgelte bei Kartenzahlungen die bedeu-
tendste Regulierung. Die Gebühren
sollen auf 0,3 Prozent des Umsatzes
bei Kreditkartenzahlungen sowie auf
0,2 Prozent bei Debitkarten begrenzt
werden. Besonders für Händler ist das
eine gute Nachricht. Sie zahlen laut
EU-Kommission jährlich 10 Milliarden
Euro Gebühren für Kartenzahlungen.
Der Payment-Verantwortliche eines
großen deutschen Konzerns kritisierte
gegenüber DerTreasurer, dass nur das
4-Parteien-System von Visa und MasterCard von der Regulierung betroffen
sei, nicht jedoch das Drei-ParteienSchema von American Express oder
Diners. Das EU-Parlament und der
Ministerrat müssen noch zustimmen.
Mit 12 Prozent stehen die Vorgaben des SecurePay Forums für sichere
Zahlungen im Internet auf Platz 3 der
Regulierungen mit dem größten Einfluss. Sie gelten ab 1. Februar 2015.
Unternehmen sind vor allem von den
Vorgaben zur besseren Authentifizierung der Kunden betroffen. Diese
könnten Anpassungen in ihrem Onlineshop erfordern. deb
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Finanzen & Bilanzen 4
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
News
MT-Energie ist pleite
KTG Agrar platziert
Anleihe nur zur Hälfte
Die 21. Insolvenz eines Emittenten einer Mittelstandsanleihe
D
er Biogasanlagenbauer MT-Ener- Prozent vereinbart worden. Das Untergie ist pleite. Offenbar wollten nehmen hatte daraufhin mit dem geBanken den Kurs des Unternehmens meinsamen Vertreter der Anleihegläunicht weiter mittragen und stellten biger, der One Square Advisory GmbH,
Kredite
fällig,
einen
Wai­ver
heißt es aus
beantragt. Für
Insiderkreisen
Mitte September
gegenüber Derhatte das UnTreasurer. Zweifel
ternehmen eine
gab es dem VerÜberprüfung des
nehmen nach vor
Sanierungsgutallem an einer
achtens
nach
positiven Fortfühdem
Standard
Sanierung gescheitert - das Ende von MT-Energie
rungsprognose.
IDW S6 zugesagt.
Das
UnIm Gespräch über
ternehmen aus dem norddeutschen die finanzielle Sanierung sei auch ein
Zeven (bei Bremen) war dieses Jahr Debt-Equity-Swap, also ein Tausch der
bereits mehrfach in die Schlagzeilen Schulden in Unternehmensanteile, gegeraten, weil es seine Covenants nicht wesen, hieß es in Insiderkreisen geeinhalten konnte. Zuletzt riss MT-Ener- genüber DerTreasurer. Offenbar führte
gie im August seine Kreditklauseln, dieser Prozess aber nicht zu dem
besonders wegen der geringen Eigen- gewünschten Ergebnis, weil einzelne
kapitalquote. Diese lag zum 30. Juni Banken ausscherten und nicht weiter
nur noch bei 3,3 Prozent (nach 9,6 finanzieren wollten. Zu ihnen zählten
Prozent im Vorjahr). In den Anleihe- nach Informationen dieser Publikation
und Kreditbedingungen war allerdings unter anderem die DZ Bank und meheine Mindesteigenkapitalquote von 20 rere Landesbanken.
MT-Energie
KTG Agrar muss einen Rückschlag einstecken. Im Gegensatz zu den vorherigen Papieren fand die neue fünfjährige
Mittelstandsanleihe des
Agrarunternehmens keinen
Anklang bei den Investoren
und konnte mit 25 Mio. Euro
nur zur Hälfte platziert werden. Besonders bitter: Davon
stammen lediglich 9,64 Mio.
Euro aus dem freiwilligen
Umtauschangebot für die
2010 platzierten Mittelstandsanleihe, die im kommenden Jahr fällig wird und
die KTG-Agrar-Chef Siegfried
Hofreiter mit den Zuflüssen
aus dem neuen Bond refinanzieren will. Damit sind
lediglich 20% der Inhaber
der 2010er-Anleihe an Bord
geblieben, und auch der
Zuspruch neuer Investoren
fiel mit 15 Mio. Euro für KTGVerhältnisse ausgesprochen
dürftig aus.
Nach der Pleite der Immobiliengesellschaft Golden Gate in der vorvergangenen Woche ist MT-Energie bereits
die 21. Pleite eines Mittelstandsanleiheemittenten. Der Kurs des Bonds
liegt inzwischen bei rund 6 Prozent.
Die Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 30 Millionen Euro hatte MTEnergie im April 2012 an der Börse
Düsseldorf begeben. Mit dem Ausfall
bleibt der Markt unter Druck.mad
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05.11., Stuttgart
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Finanzen & Bilanzen 5
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
News
Top-Finanzierung
Deutsche Wohnen
refinanziert sich
Adidas begibt ungeratete Eurobonds über 1 Milliarde Euro
Infineon
Infineon schließt neuen
Kredit ab
Größter Kredit für Infineon
Infineon hat einen syndizierten Kredit mit einem Volumen
von 1,55 Mrd. Euro abgeschlossen. Das Unternehmen
will damit die Übernahme
von International Rectifier
finanzieren. Der syndizierte
Kredit gliedert sich in zwei
Darlehen auf: eins über 800
Mio. Euro und eines über 934
Mio. Euro. Die Laufzeiten liegen bei bis zu zwei und fünf
Jahren. Es ist die erste Kreditsyndizierung von Infineon seit
zehn Jahren und die größte in
der Firmengeschichte.
Tele Columbus erhält
erstes Rating
Moody’s erteilt dem deutschen Kabelnetzbetreiber
Tele Columbus das erste
Unternehmensrating mit einer
vorläufigen Note von B2.
Ebenfalls mit vorläufig B2 bewertet die Agentur die Kreditfazilität über 500 Mio. Euro.
Der Ausblick ist bei beiden
Ratings stabil. Tele Columbus
plant einen Börsengang. Ob
dieser noch in diesem Jahr
stattfinden wird, ist fraglich.
Das Unternehmen beobachtet
derzeit den Markt.
A
didas hat seit fünf Jahren erstmals wieder den Anleihemarkt
angezapft. Dabei hat der Sportartikelhersteller ein Novum geschafft.
Der syndizierte Eurobond der Herzogenauracher hat mit zwölf Jahren
die längste Laufzeit eines Emittenten
ohne Rating. Er hat ein Volumen von
400 Millionen Euro und wird mit 2,25
Prozent verzinst. Zusätzlich hat Adidas
eine siebenjährige Anleihe über 600
Millionen Euro begeben, deren Kupon
bei 1,25 Prozent liegt. „Diese Emission ermöglicht es uns, von den derzeit
kostengünstigen Finanzierungsmöglichkeiten auf dem Eurobond-Markt
zu profitieren und langfristig günstige
Finanzierungskosten zu sichern“, sagt
Robin J. Stalker, Finanzvorstand des
Adidas-Konzerns.
Den Erlös will der Sportartikelhersteller für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Dies umfasse
unter anderem die Rückzahlung bestehender sowie die Vorfinanzierung fällig werdender Finanzverbindlichkeiten,
teilte der Konzern mit. Zu den Kosten,
die Adidas durch die frühzeitige Refinanzierung sparen wird, äußerte sich
der Sportartikelhersteller auf Anfrage
nicht. Zudem will Adidas einen weiteren Teil des Emissionserlöses in das
Adidas
Die Deutsche Wohnen refinanziert Verbindlichkeiten
in Höhe von 1,76 Mrd. Euro
vorzeitig. Die Immobiliengesellschaft erhält ein Darlehen
über 710 Mio. Euro von der
Berlin Hyp und 650 Mio. Euro
von der Helaba. Die Auszahlung der Kredite ist für Ende
dieses Jahres geplant. Die
Kredite haben eine Laufzeit
von durchschnittlich acht
Jahren und sind tilgungsfrei.
Zusätzlich hat die Gesellschaft weitere 400 Mio. Euro
durch die Begebung einer
Wandelschuldverschreibung
eingesammelt.
Dem Sportartikelhersteller Adidas gelang mit seinem zwölfjährigen, ungerateten Bond ein Novum.
Shareholder-Return-Programm und in
den Pensionsfond im Rahmen eines
Contractual-Trust-Agreement (CTA)
einzahlen.
Für Adidas ist die Emission damit
gleich in doppelter Hinsicht ein Erfolg:
Der Sportartikelhersteller hat nicht
nur sehr günstig sein Laufzeitenprofil
verlängert, sondern sichert auch die
betriebliche Altersvorsorge weiter ab.
Der Technologiekonzern Linde hatte
im Frühsommer ebenfalls schon das
günstige Marktumfeld genutzt und
mit einer zehnjährigen Anleihe einen
Teil seiner Pensionsverpflichtungen finanziert.
Die deutschen Unternehmen
kämpfen mit ihren steigenden Verpflichtungen bei ihren Pensionsplänen. Der niedrige Rechnungszins
drückt den Ausfinanzierungsgrad der
Pensionspläne. Das gewachsene Planvermögen der Unternehmen reicht
nicht mehr aus, um den Anstieg der
Verpflichtungen aufzufangen. Manch
ein Unternehmen ist gezwungen, sich
nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umzuschauen. sap
SGL Carbon: Kapitalerhöhung platziert
Grundstein für die Neuausrichtung des Graphitspezialisten ist gelegt
S
GL-Carbon-CFO Michael Majerus
kann nun mit der Restrukturierung
durchstarten. Die angekündigte Kapitalerhöhung ist platziert, die vorab angestrebten Ziele wurden nahezu komplett erreicht. SGL Carbon sammelt
von seinen Altaktionären Susanne
Klatten, BMW und Volkswagen durch
einen festgelegten Emissionspreis von
13,25 Euro pro Aktie insgesamt 267,4
Millionen Euro ein. Von den 20,18
Millionen angebotenen Aktien wurden
mit 99,65 Prozent ausgeübten Bezugsrechten nahezu alle Aktien platziert. Der Rest soll im Rahmen einer
Aktienmarkttransaktion verkauft werden. Auch der Vorstand erwarb Aktien
im Wert von rund 1 Million Euro.
Majerus hat damit das erste
Teilziel einer angestrebten Bilanzverbesserung wie erwartet erreicht: Der
Verschuldungsgrad konnte durch die
Emission auf 0,46 reduziert und die Eigenkapitalquote gleichzeitig auf über
30 Prozent ausgebaut werden.
Dennoch wartet auf Majerus
weiterhin viel Arbeit, um die ange-
kündigte Neuausrichtung zu vollziehen, eine Kapitalrendite (ROCE) von
mindestens 15 Prozent zu erreichen
und den Verschuldungsfaktor (Nettofinanzschulden durch Ebitda) auf unter
2,5 zu senken.phh
Finanzierungsticker
+++ United Internet erhält Kreditfazilitäten von 1,6 Mrd. Euro +++ Vitol
schließt Kreditvereinbarung über 7,5 Mrd. US-Dollar ab +++ Unity Media begibt
Anleihe über 900 Mio. US-Dollar +++ Bertelsmann platziert Bond über 500 Mio.
Euro +++ Voestalpine emittiert Anleihe über 400 Mio. Euro +++ Porr bietet zum
Umtausch der 2009 und 2010 begebenen Anleihen eine Senior-Anleihe oder eine
neue Hybridanleihe mit unbegrenzter Laufzeit an +++ Moody’s bewertet neuen Kredit der Styrolution Gruppe über 1,05 Mrd. Euro vorläufig mit B2 +++ Moody’s
erteilt der unbesicherten Anleihe, die E.on Beteiligungen mit einem Volumen von
113 Mio. Euro emittiert hat, ein A3-Rating mit negativem Ausblick +++
Personen & Positionen 6
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
News
Gehälter im Treasury steigen moderat
DLA Piper: Führungsduo
für Deutschland
Kandidaten in allen Finanzbereichen wieder knapp
DLA Piper
DLA Piper hat eine neue
Führungsspitze für den
deutschen Markt ernannt. Ab
dem 1. November teilen sich
der 39-jährige Benjamin
Parameswaran und der
45-jährige
Bernd Borgmann das
Management
der Kanzlei. Mit der Ernennung von zwei Managing
Partnern führt die Kanzlei
DLA Piper erstmals eine
Doppelspitze ein. Bislang ist
Jan Meents als alleiniger
Country Managing Partner für
den deutschen Markt verantwortlich. Meents wechselt
nun in das International
Executive Committee der
Kanzlei und wird dort in
Zukunft die Verantwortung
für den neugeschaffenen
Bereich „Sectors und Clients“
tragen.
A
uch im kommenden Jahr können
die Treasurer mit einer moderaten
Gehaltssteigerung rechnen. Speziell
die erfahrenen Treasurer („Senior Trea­
surer“) profitieren durch den größten
Verdienstzuwachs unter den Mitarbeitern des Finanz- und Rechnungswesens. Ihr fixes Jahresbruttogehalt wird
bei einer Berufserfahrung von sechs
bis 15 Jahren im kommenden Jahr
zwischen 71.500 Euro und 105.000
Euro liegen. In diesem Jahr lag es zwischen 70.000 Euro und 103.000 Euro,
was einem Gehaltszuwachs von rund
2,5 Prozent entspricht. Das ist das Ergebnis der Gehaltsübersicht 2015, die
der Personaldienstleister Robert Half
gerade veröffentlicht hat.
„Es gibt im deutschsprachigen
Raum nicht sehr viele Senior Treasurer“, begründet Sven Hennige, Senior
District Director Central Europe & Germany von Robert Half, diese besondere
Stellung der Senior Treasurer. Hinzu
komme, dass das Treasury im Zuge der
Finanzkrise eine Aufwertung erfahren
habe, was sich nun auch im Gehalt
widerspiegelt. „Gerade die erfahrenen
Spezialisten wollen die Unternehmen
halten, da die Senior Treasurer über
ein sehr gutes Netzwerk bei Banken
und Investoren verfügen.“
Gehaltszuwächse im Treasury
(Angabe in Euro)
Jahr Berufserfahrung
0-2 Jahre
3-5 Jahre
Junior Treasurer
2015
44.000 – 51.000
2014
43.000 – 50.000
Treasurer
2015
50.000 – 76.500
2014
49.000 – 75.000
Quelle: Robert Half
Aber nicht nur die Senior Treasurer
können mit einem Gehaltszuwachs
rechnen. Die Junior Treasurer werden
im kommenden Jahr rund 2,2 Prozent
mehr verdienen, die Treasurer etwa
2,0 Prozent und die Leiter Treasury
rund 0,8 Prozent. Die Unternehmen
setzen alles daran, ihre Treasury-Mit-
arbeiter zu halten: „Die Kandidatenknappheit in allen Finanzbereichen ist
wieder da“, sagt Hennige. Ein Kandidat könne derzeit in der Regel zwischen drei und fünf Angeboten wählen. Auch der bestehende Arbeitgeber
versuche mitunter, den Mitarbeiter mit
einem Gegenangebot zur Rückkehr
zu überzeugen. „Der Markt ist heiß,
die Gehälter werden weiter steigen“,
ist Hennige überzeugt. „Allerdings
steigen sie nicht so stark wie in den
Jahren 2007 und 2008, als wir den
letzten Mega-Gehaltssprung bei den
Finanzmitarbeitern gesehen haben.“
Zu den fixen Jahresbruttogehältern (siehe Tabelle) kommt häufig noch
die variable Vergütung hinzu. Dabei
gilt der Grundsatz: Mit steigender
Seniorität steigt der variable Anteil.
„Treasurer mit einer Berufserfahrung
von drei bis vier Jahren erhalten in der
Regel eine variable Vergütung in Höhe
von 10 Prozent ihres Fixgehalts“, sagt
Hennige. Dieser Anteil könne im Laufe
der Karriere auf bis zu 25 Prozent ansteigen.sap
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Personen & Positionen 7
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
Frank Seiler, Leiter Konzerntreasury bei Stada, über das
Währungsmanagement des Pharmakonzerns
Treasury-Chef Frank
Seiler ist seit 2009 als
Vice President Corporate Treasury für Stada
tätig und berichtet
direkt an CFO Helmut
Kraft.
Das Treasury-Team
der Stada besteht in
Deutschland aus sieben
Mitarbeitern, über die
Gruppe verteilt übernehmen zwölf weitere
Mitarbeiter TreasuryAufgaben.
Generationswechsel in der
Rossmann-Führung: Wie
im Frühjahr angekündigt,
treten der bisherige Finanzchef Roland Frobel und
Geschäftsführer Klaus Praus
altersbedingt zurück. Neuer
Finanzchef wird der bisherige
Leiter der Finanzbuchhaltung,
Peter Dreher. Zudem wurde
Raoul Roßmann, Sohn des
Firmengründers Dirk Roßmann, zum Geschäftsführer
Einkauf und Marketing berufen. Michael Rybak rückt mit
der Zuständigkeit für Logistik
und IT in die Geschäftsführung auf. Noch-CFO Frobel
bleibt als Geschäftsführer
der Auslandsgesellschaften
an Bord.
FINANCE-TV
Nach fast sechs Jahren im
Amt verlässt Bilfinger-CFO
Joachim Müller das Unternehmen: Wie
der Dienstleistungskonzern mitteilte,
erfolge die
Trennung in
„gegenseitigem Einvernehmen“. Müller bleibt solange
im Amt, bis ein Nachfolger
bestellt ist. Der 54-jährige
Müller ist seit Mai 2009 CFO
bei dem MDax-Konzern, der
die Anleger in diesem Jahr
mit drei Gewinnwarnungen
schockiert hat – sehr zum
Missfallen von Großaktionär
Cevian.
Stada
Zurich
Denny Tesch verantwortet
seit diesem
Monat den
Bereich Risk
Management
bei Zurich
und ist damit
Hauptverantwortlicher für das
Risikomanagement des
Sach- und Lebensversicherungsgeschäfts. Der 39-Jährige folgt auf Patricio Verdieri,
der diese Position nach dem
Ausscheiden von Ralf Weidtmann interimistisch innehatte. Verdieri wird sich
künftig auf die Rolle als Chief
Risk Officer für die Zurich Life
Insurance Company in der
Schweiz fokussieren.
Natural Hedging bei Stada
D
as Pharmaunternehmen Stada Arz- nen, die wir haben, entstehen aus der
neimittel setzt im Währungsma- Translation, und Translationsrisiken
nagement stark auf Natural Hedging. können sie am Ende des Tages nicht
Der Konzern aus dem hessischen Bad absichern. Das müssen sie hinnehVilbel hat zwar rund 45 Prozent sei- men“, sagte Stada-CFO Helmut Kraft
nes Umsatzes in Fremdwährung, kann vor einiger Zeit in einem Zeitungsinaber durch seine Produktionsstätten in terview. Seiler ergänzt: „Die TransOsteuropa, den lokalen Einkauf sowie aktionsrisiken werden über Natural
die lokalen Personalkosten seine Wäh- Hedges oder über Finanzinstrumente
rungsrisiken erheblich senken. „Unter größtenteils abgesichert.“
Einbeziehung dieser Positionen wird
Das Pharmaunternehmen hat
das Währungsexposure von Stada deswegen eine relativ kleine Sicheauf einen relativ
rungsquote. „Wir
kleinen
Anteil
haben nur noch
der Umsatzposikleinere PostioWir haben nur noch
tion reduziert“,
nen zu sichern“,
kleinere Postionen zu
sagt Frank Seisagt Seiler. Das
ler, Leiter Konsei auch gut so,
sichern.«
zerntreasury bei
denn die Preise
Stada. Mögliche
für SicherungsWährungsverängeschäfte seien
derungen gehören zum Tagesgeschäft besonders in Osteuropa sehr hoch. Die
im Treasury.
großen Zinsdifferenzen lassen die SiFür Stada ist das sogenannte cherungskosten in die Höhe schnellen.
Natural Hedging der primäre StellIst es doch einmal nötig, das lauhebel, um die Risiken in den für das fende Geschäft abzusichern oder im
Unternehmen wichtigen Währungen Vorfeld einer Akquisition den Kaufrussischer Rubel, britisches Pfund, ser- preis zu hedgen, nutzt Stada direkte
bischer Dinar, Schweizer Franken und Sicherungsinstrumente. Auf Optionsvietnamesischer Dong zu beschrän- geschäfte greift das Pharmaunternehken. „Obwohl die Stada-Gruppe einen men nur bei bestimmten Projekten zuhohen Umsatzanteil in fremder Wäh- rück. „Das Währungsmanagement ist
rung hat, sind wir durch unsere ent- für uns ein zentraler Bestandteil des
sprechende Aufstellung weniger von Tagesgeschäfts und über ein elektroniWährungsrisiken betroffen, als man sches Handelssystem nahezu vollstänvermuten könnte“, sagt Seiler.
dig automatisiert“, sagt Seiler.
Das Stada-Treasury-Team analyIm Hinblick auf Emir ist Stada als
siert die Währungsrisiken strategisch NFC aufgrund des Volumens der Deund wirtschaftlich. Darüber hinaus rivatetransaktionen
meldepflichtig.
werden die Währungsrisiken separat „Wir melden über unser Treasury-Maim Geschäftsbericht nach den buch- nagement-System selbst und nutzen
halterischen Anforderungen darge- dabei Regis-TR als Transaktionsregisstellt. „Die offenen Währungspositio- ter“, sagt Seiler.sap
»»
Helms wechselt
zu Hogan Lovells
H
ogan Lovells hat Dietmar Helms
(Foto) zum 1. Oktober als neuen
Partner verpflichtet. Der Bank- und
Kapitalmarktrechtler kommt von Baker
& McKenzie, für die er rund 15 Jahre
lang tätig war. Helms ist spezialisiert
auf ABS- und ABCP-Transaktionen im
Automobilbereich.
Zuletzt hatte der 44-Jährige nach
Angaben von Hogan Lovells unter anderem die Mercedes-Benz Bank bei
einer ABS-Transaktion über 1 Milliarde
Euro beraten, BMW unterstützte er
bei einer öffentlichen ABS-Transaktion
in der Schweiz. Zu den bedeutenden
Mandaten gehörten auch MAN, Porsche, Volkswagen
Financial Services
sowie einige Banken.
Mit der Verpflichtung
von
Helms will die
Kanzlei ihr Team
für Kapitalmarktrecht ausbauen. Vor einiger Zeit hatte
Hogan Lovells diesen Bereich auch mit
personellen Neuzugängen im New
Yorker, Hongkonger und Singapurer
Büro verstärkt.
In den kommenden Monaten sollen noch zwei weitere Anwälte von
Baker & McKenzie zu Hogan Lovells
wechseln, teilte die Kanzlei mit. Voraussichtlich zum 1. November 2014
sowie zum 1. Januar 2015 würden
Helms noch einen Project Associate
sowie einen Counsel von Baker &
McKenzie zur Seite gestellt. Namen
nannte die Kanzlei noch nicht.deb
Hogan Lovells
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Aktuelle Stellenangebote
Pfeifer Holding: sucht Referent
Treasury (m/w)
A. Menarini Research &
Business Service: sucht Referent
Treasury (m/w)
Omya Management: sucht
Treasurer (m/w)
LEG Management: sucht
Sachbearbeiter Treasury/
Liquiditätssteuerung (m/w)
Douglas Holding: sucht Cash
Manager (W/M)
8 | DerTreasurer | Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014ANZEIGE
Dem Erfolg unserer
Kunden verpflichtet
Wir bei Barclays wissen um das Bedürfnis unserer Firmenkunden
nach einem Bankpartner, der global agiert und zugleich
umfassende Kenntnis lokaler Märkte zu bieten hat. Mit unserer
internationalen Aufstellung bieten wir umfangreiche regionale
Corporate und Investment Banking Lösungen in mehr als
50 Ländern. Profitieren Sie von unserer Kompetenz durch unsere
breit gefächerte Expertise vor Ort. Um mehr zu erfahren, besuchen
Sie uns am Stand 39 der Structured Finance Conference 2014.
In Deutschland erreichen Sie uns unter der Tel. 069 716 12518
oder besuchen Sie uns auf www.barclays.de
Barclays ist der Markenname der Barclays Bank PLC und ihrer Tochtergesellschaften. Barclays Bank PLC ist von der britischen Prudential Regulation Authority (PRA)
zugelassen und steht unter der Aufsicht der britischen Financial Conduct Authority (FCA) und der PRA (Financial Services Register No. 122702). Barclays Bank PLC ist
Mitglied der London Stock Exchange. Barclays Bank PLC ist in England unter der Nr. 1026167 eingetragen. Sitz: 1 Churchill Place, London E14 5HP. Copyright: Barclays Bank
PLC, 2014 (alle Rechte vorbehalten).
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Software 9
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
Jenoptik mit neuem
System
Die Treasury-Abteilung des
Technologiekonzerns Jenoptik wird in den Bereichen
Zahlungsverkehr, Cash
Management, automatische
Verbuchung, Planung und
Risiko Management künftig
mit der Software von Technosis arbeiten.
Phishing bleibt
unerkannt
Phishing-Angriffe sind für
Cyber-Kriminelle ungeachtet
zahlreicher Warnungen immer
noch der einfachste Weg, um
an Unternehmensdaten zu
kommen. Zu diesem Ergebnis
kommt ein aktueller Report
von McAfee. Die entscheidende Schwachstelle bleiben
die Mitarbeiter: 80 Prozent
der professionellen Anwender
in Deutschland seien nicht
in der Lage, unterschiedliche Phishing-Angriffe zu
erkennen.
TIS präsentiert
neues Tool
KPMG kooperiert
mit Reval
D
ie Treasury Intelligence Solutions
Gmbh (TIS) hat ein weiteres Tool
der cloudbasierten Zahlungsverkehrsplattform herausgebracht. Der Bank
Statement Manager (BSM), so der
Name der Lösung,
soll als „zentrale
Drehschreibe“
dienen und Kontoauszüge weltweit
einsammeln. Im
nächsten Schritt TIS-CEO Jörg Wiemer
werden diese formatiert und konvertiert und in die
Treasury- und SAP ERP-Systeme übertragen.
Die Kontoauszüge sollen dann an
einer zentralen Stelle auswertbar werden. Damit will der Softwareanbieter
aus Walldorf Prozesse standardisieren, die derzeit zum großen Teil über
bankspezifische E-Banking-Tools laufen. Neben der neuen Lösung bietet
TIS Tools im Bereich Zahlungsverkehr,
Bankkonten- und Bankgebührenmanagement an. red
TIS
News
D
er Treasury-Beratungsbereich von
KPMG hat mit dem Softwareanbieter Reval Austria eine Kooperation
zum Treasury-Reporting abgeschlossen. Neben einer eigenen vorkonfigurierten Berichtsplattform von Reval
bietet die KPMG auch individuelle Lösungen über die gängigen technischen
Plattformen an.
Im Fokus stehen nach Unternehmensangaben eine Kosten-/Nutzenbetrachtung, zukunftsfähige Technologien, innovative Visualisierung und
intuitive Nutzbarkeit, um auch den
Prozess der Berichtserstellung zu unterstützen. Carsten Jäkel, Partner im
Bereich Finanz- & Treasury-Management von KPMG sagt dazu: „Durch
diese Kooperation haben unsere Kunden nun eine weitere interessante
Alternative bei ihrer Herausforderung,
ein optimales ­Treasury Reporting aufzustellen“.
Neben KPMG kooperiert der
Systemanbieter Reval in Sachen Reporting mit weiteren namhaften Beratungshäusern.red
IMPRESSUM
Verlag
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH –
ein Unternehmen der F.A.Z.-Verlagsgruppe
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Verantwortlich für Anzeigen
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Geschäftsbereichsleiter Business Development & Sales
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Herausgeber: Boris Karkowski
Mitherausgeber: BELLIN GmbH, BNP Paribas,
Commerzbank AG, Deutsche Bank, Horváth & Partner GmbH,
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Reval, SEB AG,
treasury executives 53° gmbh
Partner: Barclays Bank PLC, Litreca AG, Omikron Systemhaus
GmbH & Co. KG, UniCredit Bank AG
Jahresabonnement: kostenlos
Erscheinungsweise
zweiwöchentlich (24 Ausgaben im Jahr)
Layout: Daniela Seidel, FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH
© Alle Rechte vorbehalten.
FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, 2014.
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­digitaler Form vertrieben und sind aus Datenbanken abrufbar.
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Risiko Management 10
Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014
News
Studie sieht Defizite bei Rohstoffabsicherung
Stresstestergebnisse
am 26. Oktober
KPMG-Studie: Mehrheit sichert Rohstoffrisiken ab / Messung verbesserungswürdig
Fed könnte Leitzinsen
später erhöhen
Die US-Zentralbank könnte
die für Frühjahr 2015 erwartete Leitzinserhöhung wegen
der Dollar-Stärke später einleiten. Darauf deuten Aussagen der Notenbanker in einer
Sitzung vom letzten Mittwoch
hin. „Insgesamt scheinen
es die Währungshüter nicht
besonders eilig zu haben, die
Leitzinswende einzuleiten“,
kommentierte die Helaba.
D
ie überwältigende Mehrheit der
Unternehmen sichert Rohstoffrisiken mit Derivaten ab, bei der Messung und Steuerung gibt es in vielen
Firmen allerdings noch Defizite. Das ist
die Kernbotschaft einer noch unveröffentlichten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der
Berliner Humboldt-Universität, deren
Kurzfassung DerTreasurer jetzt exklusiv vorliegt.
91 Prozent der befragten 200
Unternehmen aus der DACH-Region
sichern demnach ihre Rohstoffrisiken
mit Derivaten ab. Besonders beliebt
sind dabei Forwards und Swaps, Optionen und Futures setzen Unternehmen dagegen seltener ein. Wie viel
ihres Exposures die Unternehmen
absichern, haben die Autoren nicht
abgefragt, wohl aber, wie die Sicherungsquote zustandekommt: Bei 60
Prozent der Befragten werden die
Erwartungen der Risikomanager über
zukünftige Rohstoffpreise dabei mit
einbezogen, ein Viertel davon begrenzt die Sicherungsquote nicht
durch ein Limitsystem. Dieses Ergebnis
überrascht, da die Treasury-Abteilung
bei der Absicherung des FX-Risikos oft
genauen Vorgaben unterliegt.
Dass das Rohstoffmanagement
bislang weniger professionalisiert ist
Thinkstock
Am übernächsten Sonntag
um 12 Uhr wird die EZB die
Ergebnisse des Stresstests
und des Asset Quality Review
bei 130 Banken im EuroRaum veröffentlichen. Wie die
Zentralbank mitteilte, haben
die Banken anschließend
zwei Wochen Zeit, um der
EZB Pläne vorzulegen, wie
sie mögliche Kapitallücken
schließen wollen.
Der Ölpreis ist für viele Unternehmen wichtig.
als das Zins- und FX-Management,
darauf deuten auch andere Studienergebnisse hin: Zwar hat die Mehrheit
der Befragten ihre Rohstoffstrategie
schriftlich festgehalten, jedoch haben
37 Prozent keine einheitliche Definition von Exposure und Rohstoffrisiko.
Nur 21 Prozent nutzen Szenarioana-
lysen oder At-Risk-Kennzahlen, um
Risiken zu messen.
Auch in der Zuständigkeit für das
Rohstoffmanagement gibt es Defizite:
Für den Abschluss der Derivate ist
überwiegend das Treasury verantwortlich. Bei der Erhebung und der Beurteilung des Rohstoffrisikos sowie der
Festlegung der Sicherungsstrategie
ist das Treasury dagegen häufig nicht
involviert.
Der Umfang der Absicherung
könnte sich künftig erhöhen, meinen
die Studienautoren und geben dafür
zwei Argumente: Erstens fühlt sich
rund die Hälfte der Befragten durch
die komplexen Anforderungen an das
Hedge Accounting unter IAS39 eingeschränkt. Der neue Bilanzierungsstandard IFRS9 verspricht hier Erleichterung (siehe DerTreasurer X/2014).
Zweitens erwartet die Mehrheit in
den nächsten Jahren eine hohe Volalität an den Rohstoffmärkten – kein
Unternehmen rechnet mit sinkenden
Preisen. Die Notwendigkeit für eine
Absicherung wird damit steigen.deb
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Die norddeutsche Art.
Wer hält Ihre Bilanz in Balance?
Ihre Bank sollte nicht nur Kreditgeber sein,
sondern Ihnen als unternehmerisch denkender Partner auch beratend zur Seite stehen.
Deshalb helfen Ihnen unsere Lösungen dabei,
Grenzen und Möglichkeiten Ihrer Bilanz- und
Kapitalstruktur zu erkennen, Liquidität freizusetzen und sich bestmöglich gegen Risiken
abzusichern. Mit individuell strukturierten
Konzepten sorgen wir dafür, dass Finanzprodukte ihre Wirkung optimal entfalten und
Sie Ihr Unternehmen zukunftsorientiert ausrichten können. Mehr zu unseren Struk tu rierungs- und Beratungsleistungen finden Sie
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Neu: Der neue mobile
Service der NORD/LB
für den deutschen Mittelstand:
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11 | DerTreasurer | Ausgabe 20 | 16. Oktober 2014ANZEIGE
10. Structured FINANCE
Kongress und Ausstellung für moderne Unternehmensfinanzierung und strukturierte Finanzprodukte
12.-13. NOVEMBER 2014, KONGRESSZENTRUM KARLSRUHE
Großer Jubiläumskongress – 10 Jahre Structured FINANCE:
Mehr Unternehmensfinanzierung geht nicht!
 Über 1.400 Finanzentscheider aus großen mittelständischen und börsennotierten Unternehmen und Banken
 Inspiration von über 150 Finanzverantwortlichen und Top-Experten in rund 80 Roundtables und interaktiven
Workshops rund um Themen wie Kapitalmarkt, internationale Finanzierung, Eigenkapital oder Personal
 On-Stage-Interview mit Dr. Daniel Stelter „Die globale Verschuldungsfalle: Was kommt auf deutsche Unternehmen zu?“
 Zwei Tage Networking pur und Weiterbildung auf höchstem Niveau
 Große Fachausstellung mit über 80 Finanz-und Beratungsdienstleistern
 Stimmungsvolle Preisverleihungen „CFO des Jahres“ und „Treasury des Jahres“ mit großer Jubiläumsparty und SF Casino
Die Impulsgeber an zwei Tagen in rund 80 Workshops

Ralf Brunkow,
Senior Vice President
Corporate Treasury,
Nordzucker AG
Carl E. Hoestermann,
Head of Corporate
Finance,
HOCHTIEF
Aktiengesellschaft
Boris Jendruschewitz,
Direktor KonzernFinanzen,
Otto Group
Matthias Krampert,
Leiter Finanzierung
und Zuschüsse,
Städtische Werke
Nürnberg GmbH
Susanne Ochernal,
Bereichsleiterin
Corporate Finance &
Treasury,
Senvion SE
Manfred Peter,
Leiter Konzern Treasury,
Gebr. Heller
Maschinenfabrik GmbH
Christian M. Sailer,
CFO, A.T.U AutoTeile-Unger Handels
GmbH & Co. KG
Eckhard Winkler,
Leiter Finanz- und
Rechnungswesen,
TSR Recycling
GmbH & Co. KG
 Referentenauszug
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