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4. Quartal 2014
PortFOLIO
Ausgabe Schweiz
Das Anlegermagazin von Swisscanto
Editorial
Peter Bänziger
Leiter Asset Management und
Mitglied der Geschäftsleitung
der Swisscanto Gruppe
Liebe Leserinnen und Leser
Investing is simple, but not easy. Dies ist einer der
Leitsätze, die Warren Buffett all jenen Investoren, die an seinen
Lippen hängen, gerne mit auf den Weg gibt.
Einfach ist es auf jeden Fall, investiert zu haben und sich
nicht um das sogenannte "Market Timing" kümmern zu müssen.
Dann nimmt man die guten Zeiten der Märkte mit – so wie
die letzten Jahre. Und muss in schwierigen Zeiten die Zähne zu­
sammenbeissen und mit seinen Anlagen auf bessere Zeiten
warten. Dass dies der richtige Weg ist, dieser Ansicht ist bei­
spielsweise Nobelpreisträger William Sharpe, weil er wie
manch anderer Wissenschaftler die Auffassung vertritt, dass
Market Timing auf Dauer keinen Erfolg bringt.
Als Chief Investment Officer eines aktiven Managers kann ich
diese Ansicht nur begrenzt teilen. Richtig ist: In Aktien und
Anleihen investiert zu haben, ist auf Dauer besser, als Geld auf
dem Konto liegen zu lassen. Wer eine praktische Lösung
sucht, kauft unsere ausgewogenen Portfolio Funds. Da setzen
wir unsere Anlagestrategie aktiv um – die aktuellen Heraus­
forderungen der Märkte werden also immer wieder neu berücksichtigt.
Dass Neutralität durchaus ihre guten Seiten haben kann, wis­
sen wir als Schweizer nur zu genau. Und im Jahr 2015 werden
wir uns gern daran erinnern: Es steht ein grossartiges Jubiläum
an, weil wir 500 Jahre Neutralität feiern können. Im Jahr 1515
beendeten die Eidgenossen nach der verlorenen Schlacht bei
Marignano um das Herzogtum Mailand ein für alle Mal ihre
Eroberungspolitik und erklärten sich für neutral – auf ewig.
In der Politik hat uns das Leitbild "Neutralität" also grossen Er­
folg gebracht.
Im Asset Management ist es genau umgekehrt. Erfolg kann es
für uns als aktive Manager nur geben, wenn wir uns nicht
neutral verhalten. Wie wir uns derzeit aufstellen, das zeigt
Ihnen diese aktuelle Ausgabe von PortFOLIO.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Nicht leicht ist es, in diesem Quartal einen treffsicheren Aus­
blick auf das Anlagejahr 2015 zu geben. Vorboten und Aus­
wirkungen des neuen Zinszyklus, der in den USA beginnen wird,
halten uns jetzt schon in Atem und werden dies im kommenden
Jahr verstärkt tun. Neutralität ist von mir als aktivem Asset Mana­
ger in dieser Situation nicht gefragt.
3
Inhaltsverzeichnis
3 Editorial
5 Marktausblick
Obligationen6
Aktien
8
Gemischte Anlagen
10
Nachhaltige Anlagen
12
Immobilien Schweiz
13
14 Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute Return H CHF B
15
Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo H CHF B
16
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International B
17
Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest B
18
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50 B
19
Fondsübersicht20
4
Marktausblick
Die USA bleiben das Zugpferd für die Weltwirtschaft. Der schwache Euro verleiht Europa neuen Schub.
Zwischen der alten und der neuen Welt öffnet sich ein gewa­l­
tiger Graben. Auf der einen Seite die USA, deren Wirtschafts­
leistung deutlich über dem Niveau von vor der Finanzkrise
liegt. Die Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, die Arbeitslosig­
keit sinkt, die Löhne steigen und die Auftragseingänge lagen
im August auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Gestützt
auf die sich aufhellende Konjunktur stellt die US-Notenbank
ihre Wertpapierkäufe ein, auch wenn sie die erste Zinserhö­
hung noch einige Zeit hinauszögern wird.
Ganz anders die Lage diesseits des Atlantiks. Die Wirtschafts­
leistung in der Eurozone ist noch weit entfernt vom Vorkrisen­
niveau, die Arbeitslosigkeit bildet sich nur sehr lang­­sam zurück
und das Geschäftsklima trübt sich bereits wieder ein, noch
bevor die wirtschaftliche Erholung richtig angefan­gen hat. Ob­
wohl die sinkende Inflation nur ein Symptom und nicht Ursache der flauen Wirtschaftsentwicklung in der Euro­zone ist,
sieht sich die Europäische Zentralbank (EZB) in der Pflicht,
gegen drohende Deflationsrisiken vorzu­gehen. Konnte die EZB
bisher trotz sinkender Inflation auf die einigermassen gut ver­
ankerten Inflationserwartungen verweisen, so sind auch diese
in den letzten Wochen deutlich gefallen (vgl. Grafik "Draghis
rote Linie", Seite 6). Die EZB sieht sich deshalb veranlasst, ihren
Worten Taten folgen zu lassen, und hastet von Programm zu
Programm, in der Hoffnung, dadurch das Kreditwachstum an­
zukurbeln. Dabei kann sie naturgemäss nur die Angebotsseite
beeinflussen, indem sie den Banken laufend noch billigeres
Geld zur Verfügung stellt – den Haushalten und Unternehmen
Kredite aufzwingen kann sie dagegen nicht. Angesichts der
tiefen Rezession in der Europeripherie war es keine Überra­
schung, dass sich die Unternehmen bei unausgelasteten Kapa­
zitäten bisher mit In­vestitionen und Neuverschuldung zurückhielten. Doch hier zeichnet sich eine Besserung ab. Im 2. Quar­tal
2014 hat die Kreditnachfrage der Unternehmen in der Euro­
zone erst­mals seit Jahren wieder leicht zugenommen, ein Trend,
der sich im 3. Quartal weiter verstärkt hat.
Dr. Thomas Liebi, Chefökonom
Europa und die USA driften auseinander. Die US-Wirtschaft
gibt weiterhin den Takt an, der Rest der Welt wird vom
amerikanischen Aufschwung profitieren. Die Eurozone erhält
einen willkommenen Schub durch den schwachen Euro.
In der Vergangenheit ging eine höhere Kreditnachfrage jeweils
mit steigenden Investitionen einher – die jüngste Entwicklung
stimmt also zuversichtlich für die wirtschaftliche Erholung in der
Eurozone. Dazu passt auch, dass die breit gefasste Geld­
menge in der Eurozone seit einigen Monaten wieder zaghaft
wächst – spiegelbildlich zur Kreditnachfrage. Nicht zu unter­
schätzen ist zudem der positive Einfluss der tieferen Rohstoff­
preise und des schwächeren Euro. Die Einheitswährung hat
gegenüber dem US-Dollar seit dem Zwischenhoch vom Mai 2014
rund 10 Pro­zent ver­loren. Dies stellt einen will­kommenen
Schub für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der ange­
schlagenen Eurozone dar.
5
Obligationen
Märkte erwarten säkulare Stagnation in Europa und Zinswende in den USA.
Am Kreditmarkt hat der Wind gedreht.
Benno Weber, Leiter Obligationen
USA und Europa driften auseinander
Die Abkoppelung der amerikanischen und europäischen Zins­
märkte hat sich im 3. Quartal 2014 akzentuiert. Inzwischen
ist der Rendite-Unterschied zwischen zehnjährigen deutschen
Bundesanleihen und US-Treasuries auf mehr als 1,5 Pro­zent
­angestiegen. Derart weite Zinsspannen gab es zuletzt im Juni
1999. Wir setzen wei­terhin auf steigende Zinsen in den USA
und halten die Duration im EUR neutral.
Die Zins- und Inflations-Forwards lassen für längere Zeit ne­
gative Realzinsen erwarten – in Europa ist damit eine säkulare
Stagnation (vgl. Kasten) eingepreist. Der Europäischen Zent­
ralbank (EZB) kann es überhaupt nicht egal sein, wenn der Markt
offensichtlich nicht mehr glaubt, dass die angekündigten Mass­
nahmen ausreichen, um den Euroraum vor einer Deflation zu
bewahren. In dieser Si­­­tu­ation müsste Draghi eigentlich die
nächste Bazooka zücken.
Die Zentralbanken geben den Ton an: In Europa legt die
Europäische Zentralbank den Turbo ein, während in
Amerika das Fed die experimentelle Geldpolitik langsam
herunterfährt. Insbesondere Letzteres wird den Kreditmarkt
im 4. Quartal bestimmen.
Draghi müsste die nächste Bazooka zücken
Grafik 1: Draghis rote Linie
(Inflationserwartungen gemessen am
5-Jahre/5-Jahre-EUR-Inflationsswap, Stand 30.09.2014)
2.45
2.40
Jackson Hole, 22. August 2014: "Der 5-Jahres-Swapsatz ist um
15 Basispunkte auf knapp unter 2% gefallen – dies ist die Bemessungsgrundlage, die wir in der Regel nutzen, um die mittelfristige
Inflationsrate festzulegen. … Der EZB-Rat wird innerhalb seines
Mandats alle verfügbaren Instrumente nutzen, um mittelfristig die
Preisstabilität zu gewährleisten."
2.35
2.30
2.25
Quelle: Bloomberg
2.20
Draghi unter Druck: Die EZB hat Anfang Oktober beschlossen, ab Mitte des Monats
mit Pfandbriefkäufen zu starten, dann im 4. Quartal auch noch mit Käufen von
verbrieften Unternehmens- und Verbraucherkrediten (ABS = Asset-Backed Securities).
Die Kaufprogramme sind mindestens auf zwei Jahre angelegt. Bei anhaltend zu
geringer Inflation werden auch weitergehende Massnahmen nicht ausgeschlossen.
2.05
Offensichtlich war die aber zum Ende des 3. Quartals noch nicht
einsatzbereit – zumindest gab es keine Angaben zum kon­
kreten Umfang angekündigter Käufe von ABS (Asset-Backed
Securities). Obwohl die Rendite der zehnjährigen deutschen
Bundesan­leihe bereits unter ein Prozent gefallen ist, besteht also
immer noch Potenzial für eine weitere Zinsrallye. Eidgenossen
haben im August mit der Marke von 0,4 Pro­zent geflirtet; das
könnte durchaus auch das Rendite­ziel für Bundesanleihen sein.
6
2.15
5-Jahre/5-Jahre-EUR-Inflationsswap
2.10
2.00
1.95
2013
2014
Quelle: Bloomberg, Swisscanto
Was ist "säkulare Stagnation"?
Die säkulare Stagnation beschreibt eine lange Phase, in
der es kein nennenswertes Wirtschaftswachstum gibt.
Das wirtschaftliche Umfeld ist geprägt von tiefen Realzin­
sen und niedriger Inflation. Die traditionelle Geldpolitik
ist machtlos, denn die nominellen Zinsen haben die Untergrenze erreicht.
Yellen – alles nach Plan
Völlig anders präsentiert sich die Situation in den USA. Hier ist
die Wirtschaft in Schwung gekommen. Janet Yellen hat die
Straffung der Geldpolitik trotzdem in die Zukunft verschoben –
und damit die Börsen bei Laune gehalten.
Investoren. Wir glauben, dass es noch zu früh ist, um von
den neuen Niveaus zu profitieren, und bleiben darum inner­
halb des High-Yield-Segments defensiv. Besicherte High-YieldAnleihen bleiben unserer Meinung nach attraktiv.
Grafik 2: High Yield korrigiert
5.0
7.0
4.5
6.5
4.0
6.0
3.5
5.5
3.0
2.5
2.0
Bis jetzt lief also alles nach dem Drehbuch von Bernanke/Yellen – noch. Aber nun
gewinnen die Falken innerhalb des Federal Open Market Committee (FOMC)
allmählich die Oberhand. Der Markt ist dabei, Zinserhöhungen im nächsten Jahr
einzupreisen.
Gegenwind am Kreditmarkt
Unternehmensanleihen haben ein unruhiges Quartal hinter sich
gebracht. Politische Risiken haben den Kreditmarkt während
des 3. Quartals zeitweilig in Aufregung versetzt. Langfristige
Spuren hin­terliess dies noch nicht – lediglich die Situation in
der Ukraine lastet weiterhin auf europäischen Namen. Insgesamt
bewegen sich die Kreditrisikoprämien auf leicht höherem
Niveau als Ende Juni. Wir bleiben gegenüber dem Kreditmarkt
aus technischen Gründen positiv, beobachten jedoch die
Entwicklung der fundamentalen Faktoren mit zunehmender
Aufmerksamkeit.
Kreditrisikoprämien High Yield £
5.0
4.5
4.0
1.5
3.5
1.0
3.0
Quelle: Bloomberg
➔ Kreditrisikoprämien
Investment Grade
2012
2013
2014
Quelle: Bloomberg, Swisscanto/Stand 30.09.2014
Neben US-High-Yield standen auch nachrangige Finanzanlei­
hen unter Druck. Eine von Moody's angekündigte Anpassung
der Rating-Methodologie für Banken und die Herabstufung
zahlreicher Titel belasteten den Markt. Auch auf CoCos fiel ein
Schatten, nachdem die englische Financial Conduct Authority
von direkten Engagements durch Retail-Investoren abgeraten
hatte. Bei den Banken wird der im Oktober veröffentlichte Qua­
litätstest (Asset Quality Review) zusätzliche Transparenz schaf­fen und den Markt mittelfristig unterstützen. Wir halten
deshalb nachrangige Finanzanleihen weiterhin für attraktiv.
US-High-Yield im Korrekturmodus
Zu einer stärkeren Korrektur ist es am US-High-Yield-Markt ge­
kommen (Grafik 2). Auslöser war ein Kommentar von Janet
Yellen, welche auf eine Überhitzung in diesem Segment hinwies.
In der Tat hatte die Jagd nach Rendite zu einer schleichenden
Verschlechterung der Konditionen geführt. Eine gewisse Korrek­
tur war darum überfällig. Die Schwäche des US-High-YieldMarktes akzentuierte sich Ende September. Zu den Bedenken
über den Effekt bevorstehender Zinserhöhungen gesellten
sich einzelne Problemkredite sowie Gewinnmitnahmen grosser
7
Aktien
Im 3. Quartal herrschte – noch – Normalbetrieb
Die gute Stimmung an den Aktienmärkten hielt im 3. Quartal
grundsätzlich an, so dass ich Ende September eine posi­tive
Bilanz ziehen konnte. Mit einem Jahresplus von über 10 Prozent
näherten wir uns mit grossen Schritten den Höchstständen (in
Schweizer Franken) von 2007 an. In US-Dollar liegen diese
neuen Rekordmarken schon seit einiger Zeit hinter uns; dabei
darf nicht vergessen werden, dass sich unser Schweizer Fran­
ken gegenüber dem US-Dollar in den letzten sieben Jahren um
mehr als 20 Prozent verteuert hat. Alles in allem scheinen sich
die Aktienmärkte vor nichts nachhaltig zu fürchten (Grafik 1).
Jan Peterhans, Leiter Aktien
Grafik 1: Aktien mit neuen Höchstständen
Performancevergleich (Total Return)
Unser Ausblick bleibt unverändert: Wir gehen nach wie
vor von einer globalen Erholung der Wirtschaft aus, die
zwar langsam, dafür aber nachhaltig verläuft, was einen
positiven Einfluss auf Realwerte wie Aktien haben sollte.
Leider sind die internationalen Aktienmärkte nach fünf­
jähriger Hausse nicht mehr günstig bewertet – relativ
ge­sehen sind Europa und Japan noch am attraktivsten.
160
140
120
100
80
60
40
2007
2008
S&P 500
2009
Topix
MSCI Europe (in EUR)
2010
2011
2012
2013
2014
MSCI AC Asia ex Japan (in USD)
MSCI Emerging Markets (in USD)
Quelle: Bloomberg/Stand 30.09.2014
Obwohl geopolitische Unruhen wiederholt im Mittelpunkt stan­
den und die Aktienmärkte immer wieder belasteten, haben
sich die positiven Konjunktur- und Unternehmensberichte aus
den USA für die Märkte als solide Stütze erwiesen. Die
grösste Volkswirtschaft der Welt präsentiert sich weiterhin in
robuster Verfassung, und bei der ersten Zinserhöhung ist es
nicht mehr die Frage, ob, sondern wann sie kommt.
Das Bild in Europa ist weniger rosig. Dort ist der Appetit auf
Risi­koanlagen aufgrund geopolitischer Spannungen und
schwacher Konjunkturdaten getrübt. Dagegen hilft die Aussicht
auf weitere Konjunkturhilfen durch die Europä­ische Zentral­
bank. Herr Draghi und seine Kollegen zeigen sich besorgt über
die Inflationsentwicklung im Euroraum. "Japa­nische Ver­
hältnisse" – sprich eine Deflation – wollen sie auf jeden Fall
verhindern.
8
2014 – ein guter Jahrgang für Übernahmen
Das Jahr 2014 ist gemessen am Volumen eines der besten
Jahre für Übernahmen und Fusionen (M&A = Mergers & Acqui­
sitions). Alleine im Monat September haben deutsche Kon­zerne (Siemens, Merck KGAa, SAP) Übernahmen im Wert von
USD 45 Milliarden angekündigt. In meinem letzten PortFOLIO
hatte ich geschrieben, dass viele US-Unternehmen in Europa auf
"Einkaufstour" sind. Jetzt fällt dagegen auf, dass deutsche
Firmen vermehrt in den USA zukaufen. Solche Trans­aktionen sind
gute Nachrichten für Aktienanleger. Die Akquisiteure trennen
sich von hohen Kassepositionen und setzen das Geld wieder
produktiv ein, getreu dem Motto "Let's put the money back
to work" (Grafik 2).
"Sesam, öffne dich!" für Alibaba an der Wall Street
Mit einem Emissionsvolumen von über 20 Milliarden gelang es
Jack Ma, dem Chef des chinesischen Onlinehändlers Alibaba,
im September mit dem grössten Börsengang aller Zeiten einen
echten Schatz zu heben. Das war ein IPO (= Initial Public Offe­
ring) der Superlative: Alibaba hat mit diesem Bör­sengang alle
bestehenden IPO-Rekorde amerikanischer Firmen (Facebook,
Google, Amazon, Ebay u.a.) in den Schatten gestellt. Und ob­
wohl die Firma fast keine Umsätze ausserhalb Chinas macht,
Grafik 2: Starke Übernahme-Aktivitäten
1400
7000
1200
6000
1000
5000
800
4000
600
3000
400
2000
200
1000
0
0
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Volumen in Mrd. USD (pro Quartal, linke Skala)
Positionierung
In unseren globalen Portfolios haben wir keine signifikanten Än­
derungen vorgenommen und bleiben unserem Übergewicht
in Europa treu. Zum einen ist die Bewertung der europäischen
Aktienmärkte im Vergleich zu Amerika deutlich attraktiver,
zum anderen wirkt sich der schwächere Euro positiv auf die Ge­
winn­entwicklung europäischer Aktien aus – beinahe 50 Prozent
der Umsätze europäischer Unternehmen kommen von ausser­
halb Europas. Dennoch sind wir uns bewusst, dass das Wirt­schaftswachstum in Europa fragil ist. Global gehen wir von
einer nachhaltigen Erholung aus, was in unserem Übergewicht
von Substanzwerten umgesetzt wird.
Grafik 3: Volatilität auf Mehrjahrestief
Anzahl Transaktionen (pro Quartal, rechte Skala)
Quelle: Bloomberg
hat man sich entschieden, den Börsengang im IT-Land USA
durchzuziehen. Das Alibaba-Börsendebüt ist gelungen und Un­
ternehmen wie Aktie werden in Zukunft noch für viel Ge­
sprächsstoff sorgen.
Aktien Schweiz – verfrühtes Weihnachtsgeschenk?
Für Anleger am Schweizer Aktienmarkt lag das (verfrühte)
Weihnachtsgeschenk bereits per Ende September bereit. Nach­
dem der Gesamtmarkt im abgelaufenen Quartal – zur Haupt­
sache getrieben von den beiden Pharmawerten Novartis und
Roche und den Versicherungstiteln – nochmals zulegen konnte,
lag die Gesamtrendite gemessen am Swiss Per­formance Index
per 30. September bei knapp 11 Prozent seit Jahresbeginn.
Die gros­se Mehrheit der Schweizer Unternehmen zeigt sich bei
Gewinnen und Bilanzen in erfreulich solider Verfassung. Auch
zählt der Schweizer Aktienmarkt gemessen an der Differenz
zwischen der Dividendenrendite und dem Zins auf einer risiko­
losen Anlage (hier also der Rendite auf zehnjährige Eidgenos­
sen) zu den weltweit attraktivsten Plätzen. Das lässt auf weitere
Kursgewinne hoffen. Andrerseits notiert der Markt gemessen
am ge­schätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Jahr 2015 leicht
über seinem historischen Durchschnitt und ist mit einer recht
deut­lichen Prämie gegenüber den übrigen europäischen Märk­
ten ausgestattet. Der Schweizer Markt ist damit unseres Er­
achtens an­fällig für Rückschläge geworden.
80
70
60
50
40
30
20
10
0
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013 2014
Quelle: Swisscanto, Bloomberg/
VIX = Volatilität des Index S&P 500/Stand 21.10.2014
Ausblick
Von der auf Ende Oktober 2014 terminierten Veröffentlichung
der Stresstests der europäischen Banken – der sogenannten
Asset Quality Review – erwarten wir keine signifikanten Proble­me.
Viele Finanzhäuser haben in den letzten Monaten ihre Bilan­
zen verkürzt und um risikoreiche Positionen in den Kreditport­
folios bereinigt.
Lange Zeit haben die internationalen Aktienmärkte politische
Belastungen gelassen hingenommen. Die Märkte blieben ruhig,
das zeigte unmissverständlich der "Seismograf" Volatilität
(Grafik 3), der erst ausschlug, als zahlreiche Daten im Oktober
eine neue Wachstumsdelle befüchten liessen. Nach der starken,
mehrjährigen Aktienhausse muss mit zwischenzeitlichen Korrek­
turen gerechnet werden.
9
Gemischte Anlagen
Aktien bleiben die attraktivste Anlagekategorie
Die Nervosität an den Finanzmärkten ist in den letzten Wochen
etwas angestiegen. Wir haben per Ende September etwas von
den aufgelaufenen Gewinnen bei den Aktien realisiert und damit
das taktische Übergewicht leicht reduziert. Die daraus gene­
rierten Mittel parkieren wir vorübergehend im Geldmarkt, weil
wir Rückschläge für Zukäufe nutzen wollen. Grundsätz­lich
halten wir an der Bevorzugung von Aktien fest. Obschon der
Aufwärtstrend an den Aktienmärkten schon lange anhält,
stellen Dividendenpapiere für uns nach wie vor die attraktivste
Anlagekategorie dar.
Die Weltwirtschaft wird insgesamt weiterhin robust wachsen.
Die Bilanzen der Firmen sind überwiegend gesund, die Aus­
sichten bei den Gewinnen intakt. Zwar sind die Margen auf einem
sehr hohen Stand und es stellt sich die Frage, ob diese weiter
gesteigert werden können. Aber selbst wenn sie die Spitze er­
reicht haben sollten, dann bedeutet dies nicht zwingend das
Ende der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten. Historische
Betrachtungen zeigen, dass die Spitze bei den Bewertungen
erst mit einem deutlichen zeitlichen Abstand von der Spitze bei
den Margen erreicht wird. Support kommt auch vom Ölpreis.
Trotz anhaltender Krisen im Nahen Osten hat sich der Preis
für die Qualität Brent in den letzten Monaten um 25 Prozent
ermässigt.
Beat Gerber, Leiter Gemischte Anlagen
Aktien bieten im Quervergleich zu Obligationen, die aufgrund
der extrem tiefen Zinsen sehr teuer sind, immer noch eine
attraktive Prämie. Wir bleiben in Aktien übergewichtet und
würden temporäre Rückschläge für Zukäufe nutzen. Unsere
aktuelle Anlagestrategie setzen wir in unseren Portfolio Funds
konkret um. Diese Portfolio Funds kann jeder Anleger kaufen.
Jeder einzelne Fondsanteil steht für ein breit gefächertes
internationales Portfolio.
Grafik 1: Aktien – weiterhin attraktive Risikoprämie
Die grosszügige Liquiditätsversorgung bleibt erhalten, weil an­
stelle der amerikanischen Notenbank, welche langsam vom
Gas gehen wird, die Europäische Zentralbank (EZB) und die
japanische Notenbank noch stärkere Stimulierungsmassnahmen
implementieren werden. Trotz der langen Aufwärtsbewegung
an den Börsen ist die Stimmung unter den Anlegern bisher nicht
in einen gefährlich euphorischen Bereich gestiegen. Dies zei­
gen verschiedene Umfragen zur Stimmung, aber auch Erhebun­
gen zur Po­sitionierung. So liegt beispielsweise das Beta von
Long-Short-Aktienfonds gegenüber dem S&P 500 nur in einem
durchschnittlichen Bereich und bei den 20 grössten amerikani­
schen Mischfonds sogar klar unter dem Durchschnitt seit 2006.
8.0
6.0
4.0
2.0
0.0
–2.0
–4.0
–6.0
73
76
79 82 85 88 91 94 97 00 03 06
09
12
Quelle: Datastream/Stand 30.09.2014
Viele Investoren warten auf Rückschläge zum Einstieg, was
einem grösseren Einbruch entgegenwirken dürfte. Die Bewer­
tung von Aktien ist im historischen Vergleich nicht mehr billig.
Aber im Quervergleich zu Obligationen, die aufgrund der ext­
rem tie­fen Zinsen sehr teuer sind, bieten Aktien immer noch
eine attrak­tive Prämie (vgl. Grafik 1). Aus diesen Gründen haben
wir weiterhin Aktien im Vergleich zu Obligationen überge­
wichtet und würden – wie bereits erwähnt – temporäre Rück­
schläge für Zukäufe nutzen.
10
Innerhalb der Aktienquote werden Europa und Nordamerika
übergewichtet und der asiatische Raum untergewichtet. Die
Sektoren Energie, Industriegüter, Lebensmitteleinzelhandel, Fi­
nanzdienste sowie IT (Software, Hardware und Halbleiter)
werden übergewichtet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Gebrauchs­
güter und Bekleidung, Verbraucherdienste, Immobilien, Ver­
sorgungsbetriebe bleiben untergewichtet. Substanzwerte und
kleinkapitalisierte Werte werden etwas weniger übergewichtet
als bisher. Die jüngste Underperformance von Small Caps
dürfte unserer Einschätzung nach ein temporäres Phänomen
bleiben.
Im Obligationenteil werden Schuldner mit besserer Qualität
bevorzugt. Die kürzere Duration im Vergleich zur jeweiligen
Bench­mark wird in CHF, USD, GBP und JPY beibehalten; im
EUR bleiben wir neutral. Unternehmensanleihen werden gegen­
über Staatspapieren weiterhin übergewichtet. Bei den Wäh­
rungen werden USD, NOK und SEK übergewichtet zu Lasten
von CHF und EUR.
Rohstoffanlagen werden neutral gewichtet. Der momentan
günstigen Rollsituation stehen die hohen physischen Lager­
bestände gegenüber. Die spekulativen Positionen im Öl sind
zudem deutlich zurückgegangen. Das Übergewicht in Schwei­zer Immobilien wird beibehalten. Die hohen Agios halten
wir angesichts der tiefen Zinsen für gerechtfertigt. Das Über­
gewicht in Hedgefonds bleibt ebenfalls bestehen.
Swisscanto Anlagepolitik am Beispiel eines Privatkunden-Portfolios (Strategie ausgewogen)
Aktuelle Strategie
in %
Festverzinsliche
Anlagen
Aktien
Übrige Anlagen
Geldmarkt
Obligationen
Wandelanleihen
Total
Aktien
Total
Immobilien
Hedge Funds
Rohstoffe
Edelmetalle
Insurance-linked Bonds
Volatilitätsstrategien
Währungsstrategien
Total
Summe
CHF
CHF
Fremdwährungen
Investment Grade hedged
High Yield hedged
Emerging Markets
Inflation-linked
Schweiz
Ausland
Europa ex Schweiz, ex UK
Grossbritannien
Nordamerika
Japan
Asien Pazifik ex Japan
Emerging Markets
Listed Private Equity
Schweiz
Ausland
Total
Diversified
Oktober 2014
2.0
2.0
17.0
0.0
0.0
1.0
0.0
22.0
10.0
33.0
7.0
2.0
14.0
2.0
0.0
8.0
0.0
43.0
12.0
3.0
15.0
15.0
5.0
0.0
0.0
0.0
0.0
35.0
100.0
Benchmark
in %
1.0
5.0
Abweichung
aktuelle Strategie
versus Benchmark
in %
1.0
–3.0
19.0
–1.0
25.0
10.0
–3.0
0.0
22.0
3.0
8.0
0.0
40.0
3.0
35.0
0.0
35.0
100.0
0.0
Bisherige Strategie
in %
September 2014
1.0
2.0
17.0
0.0
0.0
1.0
0.0
21.0
10.0
34.0
7.0
2.0
14.0
2.0
1.0
8.0
0.0
44.0
12.0
3.0
15.0
15.0
5.0
0.0
0.0
0.0
0.0
35.0
100.0
11
Nachhaltige Anlagen
Erfolgreiches "Impact Investing" in den Schwellenländern mit Swisscanto
Um die grossen sozialen und ökologischen Herausforderungen
unserer Zeit global bewältigen zu können, steht nicht genügend
philanthropisches Kapital in Form von Spenden zur Verfügung.
Dazu ist wirtschaftlich orientiertes Kapital notwendig. Dieses
wird sich dann und nur dann mobilisieren lassen, wenn Anle­
ger eine angemessene Rendite erzielen.
Dr. Gerhard Wagner,
Leiter Nachhaltige Anlagen
Allein zur Bekämpfung der globalen Klima­erwärmung sind jähr­
lich Investitionen von rund USD 500 Mil­liarden oder ein
­Prozent des globalen GDP notwendig. Mittel in dieser Grössen­
ordnung können unmöglich alleine durch Spendengelder
­aufgebracht werden.
Konkurrenzfähige Rendite
Mit dem sogenannten "Impact Investing" wird das Ziel verfolgt,
bei einer konkurrenzfähigen Rendite einen möglichst grossen
Beitrag zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme zu leis­
ten. Die Vision ist, dass die drängendsten Probleme unserer
Zeit gelöst werden können, wenn es gelingt, privates Kapital
in grossem Stil zu mobilisieren. Es geht hier beispielsweise
um den Aufbau einer nachhaltigen Energie-, Wasser- und Ver­
kehrsinfrastruktur oder um den Aufbau von Gesundheitssystemen.
Mikrokredite für Firmengründerinnen
Quelle: Bloomberg
Mikrokredite sind in vielen Schwellenländern eine wichtige Finanzierungsquelle
geworden. Sie ermöglichen vor allem Frauen, die keinen Zugang zu konventionellen
Krediten haben, die Finanzierung von kleinsten Unternehmen. Wir investieren mit
unserem Fonds Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging
Markets B in die börsennotierte mexikanische Mikrofinanzbank Banco Compartamos.
12
Seit der Lancierung im August 2008 konnte unser Fonds
Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging
Markets B die Erwartungen erfüllen. Mit Investitionen in
nachhaltige Unter­nehmen in den Schwellenländern konnten
also einerseits eine positive ökologische und soziale Wirkung
und andererseits eine überdurchschnittliche Rendite erzielt
werden.
Keine unökologischen Branchen
Der Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest
Emerging Markets B verfolgt seit seiner Lancierung das Ziel,
das Bedürfnis nach einer angemessenen Rendite zu erfüllen
und gleichzeitig Geld in Unternehmen zu investieren, die durch
ihre Produkte oder Dienstleistungen einen Beitrag zur nach­hal­tigen Entwicklung leisten. Hinsichtlich Rendite hat der Fonds
die Erwartungen erfüllt. Seit Lancierung konnte der Fonds
die Benchmark deutlich schlagen. In Bezug auf die ökologi­sche
und soziale Wirkung überzeugt der Fonds, indem nicht in
besonders unökologische Branchen wie zum Beispiel den Berg­
bau oder Ölförderunternehmen investiert wird. Gleichzeitig
wer­den Sektoren und Unternehmen mit einer po­sitiven ökologischen und sozialen Wirkung in das Portfolio aufgenommen.
Ein prominentes Beispiel ist das mexikanische Mikrofinanzunter­­
nehmen Banco Compartamos, das inzwischen mehr als
2,5 Mil­lionen Kunden Zugang zu Mikrokrediten ermöglicht. Ein
wei­teres Beispiel ist das chinesische Unternehmen China
Everbright International, das Abwässer reinigt und En­er­gie aus
Abfällen gewinnt. Ein drittes Beispiel ist das Unternehmen
Hikma Pharmaceuticals, welches insbesondere in islamischen
Ländern Generika vertreibt.
Immobilien Schweiz
Nachfrage nach Schweizer Immobilienfonds hält an
Tiefe Zinsen geben den Immobilienfonds Auftrieb
Die Kurse der kotierten Schweizer Immobilienfonds sind im lau­
fenden Jahr um gut 8 Prozent gestiegen. Der Aufwärtstrend
steht klar im Zusammenhang mit den gefallenen Zinsen, die im
September ein historisches Tief erreicht haben. Die Agios liegen
etwa im langfristigen Durchschnitt, was angesichts der tiefen
Zinsen die vorsichtige Haltung der Investoren widerspiegelt.
Stephan Lüthi, Leiter Immobilienanlagen
Grafik 1: Agios kotierter Schweizer Immobilienfonds
in %
30
25
20
15
10
5
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Quelle: Swisscanto, Bloomberg/Stand 30.09.2014
Mietwohnungen: Steigende Angebotsmieten,
Beruhigung im sehr aktiven Baumarkt absehbar
Der Mietwohnungsmarkt zeigt sich unverändert robust. Die rege
Zuwanderung sorgt vor allem in den Grosszentren und Agg­lo­
merationen für eine anhaltend hohe Wohnungsnachfrage.
Das inzwischen deutlich gestiegene Neubauangebot wird gut
ab­sorbiert; die Angebotsziffer stieg zur Jahresmitte nur unwesent­
lich auf 5,2 Prozent gegenüber 5,0 Prozent im Vorjahr.
Schweizweit legten die inserierten Wohnungsmieten auch im
2. Quartal 2014 um knapp 3 Prozent zu. Im laufenden Jahr
wird sich die rege Entwicklungstätigkeit im Mehrfamilienhaus­
segment fortsetzen. Auch für 2015 wird eine Investitions­tätig­keit auf hohem Niveau erwartet. Allerdings deutet das Volumen
der Baubewilligungen auf eine abnehmende Wachstumsdy­
namik im Wohnungsbau hin: Im 2. Quartal 2014 lag die Zahl
der bewilligten Wohnungen in der gesamten Schweiz rund
10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Wenig Bewegung ist bei
den Wohnungsmieten unter bestehenden Mietverhältnissen
zu erwarten, nachdem der massgebliche Referenzzinssatz per
Anfang Juni 2014 unverändert bei 2 Prozent geblieben ist.
Die Schweizer Wohnimmobilienmärkte entwickeln sich an­
ge­sichts günstiger Rahmenbedingungen – steigende Haus­
haltseinkommen, anhaltende Zuwanderung und erneute Zins­rückgänge im Vergleich zum Vorjahr – grundsätzlich positiv.
Allerdings müssen die sehr aktive Bautätigkeit sowie weitere
Verschärfungen im Hypothe­kar­markt im Auge behalten
werden. Auf den Geschäfts­flächenmärkten wirkt das um­fang­
reiche Angebot weiterhin dämpfend auf die Mietpreis­entwicklung.
Ende eines goldenen Jahrzehnts
Die Immobilienbranche befindet sich derzeit knapp hinter
dem Zenit. Wir sind bei Immobilien sicherlich am Ende eines
­"goldenen Jahrzehnts" und erwarten keinen Anstieg der Wert­
änderungen. Es ist denkbar, dass bei einzelnen Liegenschaften
begrenzte Wertminderungen hinzunehmen sind. Angesichts
des a
­ bnehmenden Wertsteigerungspotenzials wird sich das Immo­
bilienmanagement wieder mehr auf den Cashflow und die
Cashflow-Rendite konzentrieren. Swisscanto prüft alle Mass­
nahmen, die in den nächsten Jahren zur Erwirtschaftung von
­guten Cashflows beitragen, um bei seinen Immobilienfonds at­
traktive Ausschüttungen und stabile Liquidität zu gewährleisten.
In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Arbeit innerhalb
der Erfolgsrechnung im Vergleich zur Bilanzseite an Bedeutung
­gewinnen wird. Bisher war ein sinnvoller Abbau von Liquidität
die Herausforderung; in Zukunft werden es die gute Vermietung
und das Kostenmanagement sein.
13
Fonds im Fokus
Im Aktienbereich verfügt Swisscanto über einen Fonds, der eine Vielzahl von Daten systematisch
auswertet. Die Ergebnisse dieser modellbasierten Strategie sprechen für sich.
Christophe Racine
Leiter Vertrieb Kantonalbanken
und Mitglied der Geschäftsleitung
der Swisscanto Gruppe
Liebe Leserinnen und Leser
Die Erfahrung zeigt: Anleger lassen sich von ihren Gefühlen
leiten und handeln wenig rational. Dies macht sich nicht nur in
ihren Entscheidungen bemerkbar, sondern auch in Kursent­
wicklungen von Wertpapieren, die hin und wieder grundlos
steigen oder fallen.
Zu den klassischen Ratschlägen für Anleger gehört deshalb die
Empfehlung, Entscheide so emotionslos wie möglich zu treffen.
"Don't fall in love with your stocks" heisst die Regel im englisch­
sprachigen Raum. Dies liest sich so leicht, doch die Umsetzung
ist nicht einfach, denn wir alle – egal, ob engagierte Privatanle­
ger oder professionelle Investoren – haben gerade im Aktien­
bereich unsere Favoriten. Besonders schwer wird der Abschied
von einer Lieblingsaktie dann, wenn wir damit schon mal gutes
Geld verdient haben.
Wer ohne Emotionen investieren möchte, kann dies mithilfe
von Modellen tun, die basierend auf einer Analyse grosser Da­
tenmengen Kauf- und Verkaufssignale aussenden. Swisscanto
hat vor Jahren bereits ein eigenes Modell entwickelt und seither
14
ständig verfeinert. Erfolgreich angewendet wird diese modell­
basierte Aktienstrategie unter anderem beim Swisscanto
(LU) Equity Fund Selection International B. Der Invest­
ment­ansatz ist wissenschaftlich fundiert. Eine zentrale Rolle
spielen dabei verschiedene Faktoren, welche die Rendite von
Aktien entscheidend beeinflussen. Mit diesem Konzept können
wir sowohl attraktive als auch unattraktive Aktien identifizieren.
Dass unser Modell in der Praxis sehr gut funktioniert, zeigt
die hervorragende Performance, die dem Fonds zu einer Topklassierung durch die namhaften Ratingagenturen verholfen
hat. Mehr zur Positionierung des Fonds erfahren Sie aus erster
Hand auf Seite 17.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung unserer
Anlageideen.
Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute Return H CHF B
Indexierte Performance in CHF
135
Blaise Roduit,
Senior Portfolio Manager
130
09.12.2013*
125
120
115
110
der Ukraine. Bei einer Duration von rund einem Jahr wirkten
sich die Zinsbewegungen nur minimal auf die Performance aus.
105
100
95
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute Return H CHF B
Citigroup CHF 3 Months Eurodeposit
Quelle: Lipper/Stand 30.09.2014
* Am 09.12.2013 ist der Fonds aus der Überführung der beiden Teilfonds Swisscanto
(LU) SICAV II – Bond Absolute Return (CHF) und (EUR) entstanden, welche am
16.11.2006 lanciert worden sind.
Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator und keine Garantie für den Erfolg
in der Zukunft. Die Performancedaten wurden ohne Berücksichtigung der bei Aus­
gabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten und auf der
Basis der Wiederanlage etwaiger Ausschüttungen berechnet. Provisionen, Ge­büh­ren und andere Entgelte wirken sich negativ auf die Performance aus.
Kurzbeschreibung des Fonds
Der Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute
Return H CHF B ist ein Obligationenfonds und strebt in je­
dem Markt­umfeld eine positive Rendite an, die über dem
Geldmarktsatz in CHF liegt. Da der Fonds viel Spielraum bei
der Auswahl der Obligationen hat, lässt sich die Anlagestra­
tegie flexibel an die Marktsituation anpassen. Die wichtigsten
Renditequellen sind Kreditrisiken. Durch die breite Streuung
der Obligationen (zurzeit von mehr als 300 verschiedenen
Emittenten) werden allfällige Schuldnerausfälle aufgefangen.
Marktrückblick
Das 3. Quartal 2014 stand im Zeichen der Ukraine-Krise, wel­
che durch europäische und amerikanische Sanktionen gegen
Russland und russische Gegensanktionen geprägt war. In Europa
erhielten die Banken mit dem Start des TLTRO-Programms die
Möglichkeit, sich bis 2016 zum Nulltarif mit frischer Liquidität
einzudecken.
Performanceanalyse
Im 3. Quartal 2014 generierte der Fonds nach Kosten eine
leicht negative Performance von rund – 0,60 Prozent. Haupt­­ur­sache für diese leichte Unterperformance war die Kurskorrek­
tur bei einigen Unternehmensanleihen aufgrund der Krise in
Aktuelle Positionierung
Der Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute
Return H CHF B ist weiterhin defensiv positioniert. Währungs­
risiken wer­den zu 100 Prozent in der jeweiligen Referenzwäh­
rung ab­gesichert. Die Duration unserer Positionen in USD beträgt
lediglich 0,8 Jahre und die Duration in EUR 3,2 Jahre. Damit
sind wir gegen einen Zinsanstieg, insbesondere in den USA, gut
abgesichert. Wir haben unser gesamtes Russland-Engagement
(3 Prozent des Fonds) veräussert, da das Risiko weiterer Wirt­
schaftssanktionen gegen die russischen Staatsunternehmen
hoch bleibt.
Ausblick
Für das Gesamtjahr 2014 erwarten wir für den Fonds eine
­Performance von 2 Prozent nach Kosten.
Die wichtigsten Vorteile
• Kapitalerhalt/positive Renditen auch bei steigenden Zinsen
• Aktives Kreditmanagement
• Geringes Zinsrisiko
• Währungsrisiko zu 100 Prozent abgesichert
Eckwerte
Valor/ISIN
22255233/LU0957586067
Domizil
Luxemburg
Rechnungswährung
CHF
Volumen in Mio.
CHF 2151.79
TER
1.06%
Der gesamte Swisscanto Anlageprozess und die Professiona­
lität des Teams spiegeln sich in einem sehr erfolgreichen
Performanceausweis wider, der in den Jahren 2010, 2011 und
2013 durch Lipper Awards honoriert wurde.
Weitere Infos unter:
www.swisscanto.ch/absolutereturn
15
Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo H CHF B
Indexierte Performance in CHF
140
Daniel Björk,
Senior Portfolio Manager
130
120
tal mit einer Performance von –1,55 Prozent negativ aus­
gefallen. Trotz der negativen absoluten Performance lag der
Fonds vor den Vergleichsindizes für CoCos, sowohl in der
Berichts­periode als auch im gesamten Jahr 2014.
110
100
90
80
2011
2012
2013
2014
Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo H CHF B
Quelle: Lipper seit Auflage am 31.05.2011/Stand 30.09.2014
Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator und keine Garantie für den Erfolg
in der Zukunft. Die Performancedaten wurden ohne Berücksichtigung der bei Aus­
gabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten und auf der
Basis der Wiederanlage etwaiger Ausschüttungen berechnet. Provisionen, Ge­büh­ren und andere Entgelte wirken sich negativ auf die Performance aus.
Kurzbeschreibung des Fonds
Der Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo H CHF B in­
vestiert in Contingent Convertible Bonds (CoCos, bedingte Pflicht­­
wandel­an­leihen) und andere nachrangige Anleihen von Fi­n­an­
zinstituten. CoCo-Anleihen bieten auch im gegenwärtigen
Tiefzinsumfeld attraktive Coupons. Der Druck auf die Banken,
ihr Eigenkapital weiter zu stärken, begünstigt die Ausgabe
neuer CoCos. Schrumpft das Eigenkapital der emittierenden
Bank bis an oder unter einen festgelegten Schwellenwert,
wird die CoCo-Anleihe abgeschrieben oder in Aktien dersel­
ben Gesellschaft gewandelt.
Marktrückblick
Banco Santander, UniCredit und Crédit Agricole sind als be­
reits bekannte CoCo-Emittenten in der Berichtsperiode erneut
am Markt aufgetreten. Zusätzlich hat sich nun die HSBC mit
zwei USD-CoCo-Bonds und einem EUR-CoCo-Bond mit "addi­
tional tier 1"-Kapital in der Höhe von umgerechnet mehr als
CHF 5 Milliarden ein­gedeckt. Wir erwarten, dass die HSBC
noch mehrfach CoCo-Kapital am Kapitalmarkt aufnehmen
wird, um die Eigenka­pi­talquote von zurzeit 11,2 Prozent weiter
aufzupolstern. Das gesamte Marktvolumen aller CoCos be­trägt nun etwa EUR 77 Milliarden.
Performanceanalyse
Nach einem sehr ansprechenden 1. Halbjahr 2014 mit einer
Performance des Portfolios von über 6 Prozent ist das 3. Quar­
16
Aktuelle Positionierung
Unser Portfolio besteht zu mehr als 35 Prozent aus CoCos
(Vorquartal 34 Prozent). Wir bevorzugen diejenigen Emitten­
ten, welche bei der anstehenden Asset Quality Review (AQR)
der Europäischen Zentralbank (EZB) voraussichtlich gut ab­
schneiden werden. Das sind Banken, welche über breit abge­
stützte Geschäftsstrategien verfügen und in der Vergangen­heit zeigen konnten, dass der Zugang zum Kapitalmarkt oder
zu privaten Investoren auch im Krisenfall vorhanden ist.
Ausblick
Die Europäische Zentralbank veröffentlicht Ende Oktober die
Resultate der Banken-Stresstests. Die damit einhergehende
Transparenz wird dazu führen, dass sich die Märkte ein klare­
res Bild bezüglich der Krisenanfälligkeit einzelner Banken
­machen können. Die Reduktion der Risiken pro Einheit Bank­
kapital wird weitergehen. Insgesamt bleiben CoCos vor
­diesem Hintergrund attraktiv.
Die wichtigsten Vorteile
• Sehr gute Renditemöglichkeiten im Umfeld tiefer Zinsen
• Vergleichsweise tiefes Zinsänderungsrisiko
• Wachsender Markt für CoCo-Anleihen
• Währungsrisiko zu 100 Prozent abgesichert
Eckwerte
Valor/ISIN
12722631/LU0599119533
Domizil
Luxemburg
Rechnungswährung
CHF
Volumen in Mio.
CHF 478.72
TER
1.46%
Weitere Infos unter:
www.swisscanto.ch/coco
Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International B
Indexierte Performance in CHF
220
Michael Bretscher,
Senior Portfolio Manager
200
180
160
140
120
100
80
60
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International B
MSCI World ex CH NR
Quelle: Lipper/Stand 30.09.2014
Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator und keine Garantie für den Erfolg
in der Zukunft. Die Performancedaten wurden ohne Berücksichtigung der bei Aus­
gabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten und auf der
Basis der Wiederanlage etwaiger Ausschüttungen berechnet. Provisionen, Ge­büh­ren und andere Entgelte wirken sich negativ auf die Performance aus.
Kurzbeschreibung des Fonds
Der Swisscanto (LU) Equity Fund Selection
Inter­national B investiert weltweit in Aktien. Auf Basis von
Modellen, die von Swisscanto entwickelt wurden, wird ein
breit diversifiziertes, optimiertes Portfolio erzeugt, bei dem im
jeweiligen Marktumfeld die vielversprechendsten Rendite­
treiber ausgewählt werden. So kann der Anleger langfristig von
einer attraktiven, risikoadjustierten Wertsteigerung profitieren.
Marktrückblick
Im 3. Quartal gab es an den Aktienmärkten einen Stimmungs­
umschwung. Der klare Aufwärtstrend der letzten Monate
kam im Juli zum Stillstand. Der erste Rückschlag Anfang August
konnte im Laufe des Monats wieder wettgemacht werden;
im September schwächten sich die Märkte jedoch erneut ab.
In diesem Umfeld litten besonders kleinkapitalisierte Aktien,
während im September Low-Risk-Titel in der Gunst der Anleger
standen.
Performanceanalyse
Der Fonds legte im 3. Quartal mit +5,22 Prozent deutlich zu.
Am meisten zur Outperformance beigetragen haben Aktien­
käufe in den Sek­toren Basisgüter und Industrie. Negativ beige­
tragen haben Energieaktien. In den letzten drei Monaten
verschlechterte sich die Performance von Small Caps deutlich,
was auf eine vor­sichtige Stimmung der Anleger hinweist.
Aktuelle Positionierung
Im Portfolio haben wir die grössten Übergewichte in günstigen
Aktien sowie Titeln mit einem positiven Kursmo­mentum. Relativ
am meisten untergewichtet haben wir amerikanische Konsumund Finanztitel, während japanische Konsumaktien klar überge­
wichtet sind.
Ausblick
Obwohl sich die Stimmung der Anleger im 3. Quartal ver­
schlechtert hat, zeigt zumindest das Kaufverhalten institutionel­
ler Anleger immer noch ein positives Bild. Die makroökono­
mischen Daten sind im 3. Quartal etwas schlechter als erwartet
ausgefallen. Wir gehen davon aus, dass sich die USA kon­
junkturell weiterhin stärker entwickeln werden als Europa, was
auch den US-Dollar weiter stärken sollte. Gesamthaft beur­teilen wir die Lage als verhalten positiv und bevorzugen günstig
bewertete Aktien mit einem guten Kursmomentum.
Die wichtigsten Vorteile
• Erfahrenes Team mit sehr gutem Leistungsausweis
• Systematische Auswahl von Renditetreibern
• Effizienzsteigerung gegenüber Long-only-Anlagen durch
Verwendung einer 130/30-Strategie ohne Leverage
Eckwerte
Valor/ISIN
2278995/LU0230112046
Domizil
Luxemburg
Rechnungswährung
CHF
Volumen in Mio.
CHF 141.14
TER
1.87%
Der Fonds wurde im Jahr 2011 von Morningstar mit dem
1. Preis in der Fondskategorie "Large Cap International"
ausgezeichnet.
Weitere Infos unter:
www.swisscanto.ch/selectioninternational
17
Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest B
Indexierte Performance in EUR
260
240
220
200
180
160
140
120
100
80
Dr. Gerhard Wagner,
Leiter Nachhaltige Anlagen
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest B
MSCI World NR
Quelle: Lipper/Stand 30.09.2014
Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator und keine Garantie für den Erfolg
in der Zukunft. Die Performancedaten wurden ohne Berücksichtigung der bei Aus­
gabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten und auf der
Basis der Wiederanlage etwaiger Ausschüttungen berechnet. Provisionen, Gebüh­ren und andere Entgelte wirken sich negativ auf die Performance aus.
Kurzbeschreibung des Fonds
Der Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest B inves­
tiert in Unternehmen, die einen Beitrag leisten, die Wasser­
nachfrage vom Wirtschaftswachstum zu entkoppeln. Wir inves­
tieren in rund 50 Unternehmen, die hierfür die besten Lösungen
anbieten. Unser Wasser-Fonds befindet sich im Peer-GroupVergleich in einer Top-Position.
Marktrückblick
Überzeugende Konjunkturdaten aus den USA sowie Spekula­
tionen über mögliche Anleihekäufe der Europäischen Zentral­
bank (EZB) gaben den Aktienmärkten im 3. Quartal Rücken­
wind. Schwächere Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum und
aus China sowie die Krisenherde in der Ukraine, dem Irak und
Syrien sorgten zwischenzeitlich für Kursrückgänge.
Performanceanalyse
Im 3. Quartal konnte der Fonds in Euro mit +0,8 Prozent leicht
zu­legen und erzielte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch.
Im Vergleich zum MSCI World entwickelte sich der Fonds im
3. Quartal 2014 allerdings signifikant schlechter. Belastend
wirkte sich aus, dass der Fonds aufgrund seiner thematischen
Ausrichtung den Grossteil seiner Investitionen im Industriegüter- (rund 43 Prozent) und Versorgersektor (rund 25 Prozent)
tätigt.
Aktuelle Positionierung
Wir investieren in circa 50 Unternehmen, die einen Beitrag
dazu leisten, die Wassernachfrage zu senken. Die meisten Un­
ternehmen in unserem Fonds stammen aus den Bereichen Indus­
triegüter und Wasserversorger und haben eine kleine bis mittel­
grosse Marktkapitalisierung. Gegenüber dem 2. Quartal
wurden bei Wassertechnologieunternehmen selektiv Positionen
aufgebaut.
Ausblick
40 Prozent der Menschen leben in Regionen mit knappen
Wasserressourcen, insbesondere im Nahen Osten, in Nord­
afrika und in weiten Teilen Asiens. Damit sich die Wasser­
knappheit nicht weiter verschärft, ist es einerseits entscheidend,
die Wassernachfrage vom Wirtschafts- und Bevölkerungs­
wachstum zu entkoppeln. Andererseits ist es wichtig, die schwer
belasteten Abwässer insbesondere der Industrie zu reinigen.
Unternehmen, die einen Beitrag dazu leisten, diese Abwasser­
mengen zu reduzieren und/oder effizient zu reinigen, ge­hört die Zukunft, und sie gehören deshalb ins Portfolio des
Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest B.
Die wichtigsten Vorteile
• Wasser ist lebenswichtig und nicht ersetzbar
• Wasserknappheit erfordert Investitionen in wassereffiziente
Technologien
• Überdurchschnittliches Wachstum von Wasserinvestitionen
• Wasserversorger sind dividendenstark
Eckwerte
Valor/ISIN
3118716/LU0302976872
Domizil
Luxemburg
Rechnungswährung
EUR
Volumen in Mio.
CHF 193.08
TER
2.06%
Weitere Infos unter:
www.swisscanto.ch/water
18
Fonds im Fokus
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50 B
Indexierte Performance in CHF
115
Dieter Galli,
Senior Portfolio Manager
110
105
100
re­duzierten wir diese im August mit dem erneuten Aufflammen
der Ukraine-Krise. Nach Abflauen der Volatilität bis Ende
August wurde die Aktienquote im September wieder erhöht.
95
90
85
2011
2012
2013
2014
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50 B
Benchmark, customized
Quelle: Lipper seit Auflage am 10.12.2010/Stand 30.09.2014
Die vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator und keine Garantie für den Erfolg
in der Zukunft. Die Performancedaten wurden ohne Berücksichtigung der bei Aus­
gabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kommissionen und Kosten und auf der
Basis der Wiederanlage etwaiger Ausschüttungen berechnet. Provisionen, Ge­bühren und andere Entgelte wirken sich negativ auf die Performance aus.
Kurzbeschreibung des Fonds
Der Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50 B
investiert in Aktien, Obligationen und Geldmarktinstrumente so­
wie zu einem kleinen Teil in Rohstoffe. Er strebt für das ganze
Fondsvermögen eine Zielvolatilität von 5 Prozent an. Die Ge­
wichtung der einzelnen Anlagekategorien kann sich mit der
Veränderung der Volatilitäten der einzelnen Anlagen verändern.
Der Aktienanteil kann zwischen 0 und 50 Prozent betragen –
dieses Merkmal findet sich im Namen des Fonds wieder. Ist die
Volatilität bei Aktien hoch, was typischerweise bei fallenden
Märkten der Fall ist, werden Aktien zugunsten der Anlageklas­
sen mit niedriger Volatilität abgebaut.
Marktrückblick
Das 3. Quartal war geprägt von divergierenden Konjunktur­
daten: Die USA überzeugten, Europa enttäuschte. Dies nährte
Spekulationen über Anleihekäufe der Europäischen Zentral­bank (EZB). Abermals sorgten die Krisenherde Ukraine, Irak
und Syrien temporär für Kursrückgänge. Passend zur Kon­
junktur stiegen die Zinsen in den USA leicht an und er­mässigten
sich in CHF und EUR weiter. An den Aktienmärk­ten war das
Bild heterogen. Die US-Börse erreichte zwar ein neues Allzeit­
hoch, tendierte per saldo im Quartal jedoch seitwärts.
Performanceanalyse
Der Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic 0-50 B
konnte im 3. Quartal um 1,42 Prozent zulegen. Nachdem
wir das Quartal mit einer hohen Aktienquote gestartet hatten,
Aktuelle Positionierung
Ende September wurde die Aktienquote auf 36 Prozent redu­
ziert. Bei Fremdwährungsobligationen reduzierten wir Aus­tral- und Neuseeland-Dollar. Obligationen in Euro, britischen
Pfund und US-Dollar bleiben nach wie vor hoch gewichtet.
Ausblick
Die Risikoprämie von Aktien ist dank den tiefen Zinsen immer
noch sehr attraktiv. Nicht wenige Investoren scheinen die Hausse
verpasst zu haben und warten nun auf Rückschläge zum Ein­
stieg, was einem grösseren Einbruch entgegenwirken dürfte.
Deshalb werden Aktien grundsätzlich weiterhin als die deut­lich attraktivere Anlageklasse als Obligationen angesehen.
Die wichtigsten Vorteile
• Risikosteuerung: Der Dynamic-Ansatz berücksichtigt die
Volatilität der Anlageklassen und des Währungsmarkts
• Sicherheit: Hohe Marktschwankungen werden durch
die dynamische Risikoanpassung abgefedert
• Gute risikobereinigte Rendite: Die Vermeidung von
extremen Kursschwankungen führt zu einer attraktiven
Sharpe-Ratio (risikobereinigte Rendite)
• Partizipation an Aufschwüngen: Teilnahme an
Aufschwüngen der Finanzmärkte im Rahmen der Risiko­
vorgabe des Fonds
Eckwerte
Valor/ISIN
12041875/LU0562145853
Domizil
Luxemburg
Rechnungswährung
CHF
Volumen in Mio.
CHF 447.52
TER
1.15%
Weitere Infos unter:
www.swisscanto.ch/dynamic
19
Fondsübersicht
Swisscanto Fonds
Geldmarktfonds
Aktienfonds
Schweizer Franken
Schweiz
Swisscanto (LU) Money Market Fund (CHF)
Swisscanto (CH) Equity Fund Switzerland (CHF)
Fremdwährungen
Swisscanto (CH) Equity Fund Value Switzerland (CHF)
Swisscanto (LU) Money Market Fund (USD/EUR/GBP/AUD/CAD)
Swisscanto (CH) Equity Fund Small & Mid Caps Switzerland (CHF)
Swisscanto (CH) SPI® Index Fund (CHF)
Europa
Obligationenfonds
Swisscanto (CH) Equity Fund Euroland (EUR)
Anleihen in Schweizer Franken
Swisscanto (CH) Equity Fund Europe (EUR)
Swisscanto (CH) Bond Market Tracker (CHF)
Swisscanto (LU) Equity Fund Top Dividend Europe (EUR)
Swisscanto (CH) Bond Fund (CHF)
Swisscanto (CH) MSCI® Europe Index Fund (EUR)
Swisscanto (LU) Bond Invest Medium Term (CHF)
Swisscanto SmartCore European Equity (ex CH) (EUR)
Swisscanto (LU) Bond Invest (CHF)
Nordamerika
Swisscanto Swiss Red Cross Charity Fund (CHF)¹
Swisscanto (CH) Equity Fund North America (USD)
Staatsanleihen
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection North America (USD/EUR)
Swisscanto (LU) Bond Invest Medium Term (USD/EUR)
Swisscanto (CH) MSCI® USA Index Fund (USD)
Swisscanto (LU) Bond Invest (USD/EUR/GBP/AUD/CAD)
Swisscanto SmartCore North American Equity (USD)
Swisscanto (LU) Bond Invest International (CHF)
Asien
Swisscanto (CH) Bond Market Tracker World (ex CH) Governments (USD)
Swisscanto (CH) Equity Fund Asia (USD)
Gemischte Anleihen
Swisscanto SmartCore Asia Pacific Equity (USD)
Swisscanto (CH) Bond Fund International (CHF)
Japan
Unternehmensanleihen
Swisscanto (LU) Equity Fund Small & Mid Caps Japan (JPY/EUR)
Swisscanto (CH) Bond Fund Corporate (EUR)
Swisscanto (CH) MSCI® Japan Index Fund (JPY)
Swisscanto (CH) Bond Fund Corporate H CHF¹
Globale Schwellenländer
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Corporate (CHF/USD/EUR)¹
Swisscanto (CH) Equity Fund Emerging Markets (USD)
Hochzinsanleihen
Swisscanto (CH) Equity Fund Tiger (USD)
Swisscanto (LU) Bond Invest Short Term Global High Yield (CHF/USD/EUR)¹
Welt
Swisscanto (LU) Bond Invest Secured High Yield (CHF/USD/EUR)¹
Swisscanto (CH) Equity Fund International (CHF)
Wandelanleihen
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International (CHF/EUR)
Swisscanto (CH) Bond Fund Convertible International (CHF)
Swisscanto (CH) MSCI® World ex Switzerland Index Fund (CHF)
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Convertible (CHF/USD/EUR)¹
Swisscanto SmartCore Global Equity (ex CH) (USD)
Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo (CHF/USD/EUR)¹
Themen/Sektoren
Absolute Return
Swisscanto (CH) Equity Fund Gold (USD)
Swisscanto (LU) Bond Invest Global Absolute Return (CHF/USD/EUR)¹
Swisscanto (LU) Equity Fund Selection Energy (EUR)
Swisscanto (LU) Bond Invest Emerging Markets Absolute Return (CHF/USD/EUR)¹
Swisscanto (LU) Equity Fund Innovation Leaders (EUR)
Swisscanto (CH) Selection Swiss Real Estate Securities (CHF)
Immobilienfonds
Immobilien Schweiz
Swisscanto (CH) Real Estate Fund Ifca (CHF)
¹ Gegen Währungsschwankungen abgesichert.
20
Anlagestrategiefonds
Nachhaltigkeitsfonds
Obligationen
Aktienfonds
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Income (CHF)
Swisscanto (CH) Equity Fund Green Invest (CHF)
Ertrag
Swisscanto (LU) Equity Fund Climate Invest (EUR)
Swisscanto (CH) Portfolio Fund World 30 (CHF)
Swisscanto (LU) Equity Fund Water Invest (EUR)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Yield (CHF/EUR)
Swisscanto (LU) Equity Fund Green Invest Emerging Markets (USD)
Ausgewogen
Anlagestrategiefonds
Swisscanto (CH) Portfolio Fund World 45 (CHF)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Income (CHF/EUR)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Balanced (CHF/EUR)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Yield (CHF/EUR)
Wachstum
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Balanced (CHF/EUR)
Swisscanto (CH) Portfolio Fund Valca (CHF)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Green Invest Equity (EUR)
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Growth (CHF/EUR)
Aktien
Andere Fonds
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Equity (CHF)
Dach-Hedgefonds
Dynamisch
Swisscanto (CH) Alternative Fund – Directional (CHF)¹
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic Yield 0-50 (CHF)
Swisscanto (CH) Alternative Fund – Diversified (CHF/EUR/USD)¹
Swisscanto (LU) Portfolio Fund Dynamic Yield 0-100 (CHF)
Rohstoffe
Swisscanto (CH) Commodity Selection Fund (CHF)
¹ Gegen Währungsschwankungen abgesichert.
Wichtige Hinweise
Diese Publikation ist für die Verbreitung in der Schweiz bestimmt und richtet sich nicht an Anleger in anderen Ländern. Diese Angaben dienen ausschliesslich Werbe­
zwecken und stellen keine Anlageberatung oder Offerte dar. Alleinverbindliche Grundlage für den Erwerb von Swisscanto Fonds sind die jeweiligen veröffentlichten Doku­
mente (Fondsverträge, Vertragsbedingungen, Prospekte und/oder wesentliche Anlegerinformationen sowie Geschäftsberichte). Diese können kostenlos bezogen werden
unter www.swisscanto.ch sowie in Papierform bei der Swisscanto Asset Management AG, Nordring 4, Postfach 730, 3000 Bern 25, die für luxemburgische Fonds die Ver­treterin ist, sowie in allen Geschäftsstellen der Kantonalbanken in der Schweiz und der Bank Coop AG, Basel. Die mit (LU) bezeichneten Fonds sowie Fonds der Familie
Swisscanto SmartCore sind Fonds luxemburgischen Rechts; ihre Zahlstelle ist die Basler Kantonalbank, Spiegelgasse 2, 4002 Basel. Die in diesem Dokument enthal­tenen
Informationen wurden von Swisscanto mit grösster Sorgfalt zusammengestellt. Die Informationen und Meinungen stammen aus zuverlässigen Quellen. Trotz profes­sionellen
Vorgehens kann Swisscanto die Richtigkeit, Vollständigkeit sowie die Aktualität der Angaben nicht garantieren. Swisscanto lehnt jede Haftung ab für Investitionen, die sich
auf dieses Dokument stützen. Die darin enthaltenen Informationen sind nur insoweit ein Angebot, als sie ausdrücklich als solches gekennzeichnet sind. Die Steuerfolgen
wurden mit Sorgfalt, jedoch nicht allumfassend abgeklärt. Es kann dafür keine Gewähr übernommen werden. Genehmigungen durch zuständige Behörden bleiben vorbe­
halten. Steuerfolgen sind im Einzelfall von verschiedenen Faktoren abhängig, insbesondere auch von der Rechtsform und der steuerlichen Ansässigkeit, und können sich
jederzeit ändern. Diese Werbemitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Vorschriften zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt
auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.
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Swisscanto – ein führender Asset Manager
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Anlage­fondsanbieter, Vermögensverwalter und Anbieter von Lösungen
der beruflichen und privaten Vorsorge. Das Gemeinschafts­
unternehmen der Schweizer Kantonal­banken verwaltet Kunden­
ver­mögen von CHF 53,0 Mil­liarden und beschäftigt 400 Mit­
arbeitende in Zürich, Bern, Basel, Pully, London, Frankfurt am
Main und L­uxemburg (Stand 30. September 2014).
Als ausgewiesener Spezialist entwickelt Swisscanto ­qualitativ
hochstehende Anlage- und Vorsorgelösungen für ­private
­Anleger, Firmen und Institutionen. Als Fonds­anbieter wird
­Swisscanto national und international regel­mässig aus­
gezeichnet. Weiter ist Swisscanto für seine V
­ orreiterrolle bei
nachhaltigen Anlagen sowie für die jährlich publizierte
­Studie "Schweizer Pensionskassen" bekannt.
www.swisscanto.ch
Blog: blog.swisscanto.ch
Twitter: @swisscanto
Impressum
HerausgeberSwisscanto Asset Management AG,
Europaallee 39, 8021 Zürich
RedaktionsteamAngela Baumann, Christian Zurfluh, Thomas Liebi,
Christine Martin, Jacqueline Schmid, Urs Wieser
Publikationsrhythmusquartalsweise
Abonnemente
und Bestellungen
sales_services@swisscanto.ch
© Swisscanto Asset Management AG, Zürich
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Swisscanto (LU) Bond Invest Secured High Yield
Den Honigtopf anderen überlassen?
Nicht mit uns.
Geld macht glücklich, wenn man die Chance hat, eine neue Ertragsquelle zu erschliessen. Als Folge der verschärften Bankenregulierungen finanzieren sich Firmen vermehrt in
Form von besicherten Hochzinsanleihen am Kapitalmarkt. Nutzen Sie jetzt diesen neuen
Zyklus und investieren Sie in den Swisscanto (LU) Bond Invest Secured High Yield.
Informieren Sie sich unter www.swisscanto.ch/highyield oder beim Kundenberater Ihrer Bank.
Die Angaben sind keine Offerte. Sie dienen lediglich zu Informationszwecken. Dies ist ein Fonds Luxemburger Rechts. Verkaufsprospekt und wesentliche Anlegerinformationen,
Vertragsbedingungen sowie Jahres- und Halbjahresberichte können bei der Vertreterin Swisscanto Asset Management AG, Nordring 4, Postfach 730, 3000 Bern 25, oder unter
www.swisscanto.ch kostenlos bezogen werden. Zahlstelle: Basler Kantonalbank, Spiegelgasse 2, 4002 Basel.
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