close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

2084481 - SV Westrup

Einbetten
Westfalen-Blatt Nr. 11
LOKALES STEMWEDE
Js10
Mittwoch, 14. Januar 2015
Tageskalender
Bäder
Freizeitbad Dümmer in Hüde, 8
bis 21 Uhr Badebetrieb, 12 bis 21
Uhr Gemeinschafssauna.
Hallen-Freibad Wagenfeld, 6 bis
13 Uhr, 15 bis 22 Uhr öffentliches
Baden.
Öffnungszeiten
WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstelle Lübbecke, Gerichtsstraße 1,
Telefon 05741/34290, 9.30 bis 17
Uhr Öffnungszeit.
Vereine und Verbände
FC Oppenwehe, 16 bis 19 Uhr
»Dance4Fans«.
Verein Reha Aktiv im Therapiezentrum Levern, 10.45 bis 11.45
Uhr, 19 bis 20 Uhr Orthopädischer
Reha-Sport.
Sozialverband
Niedermehnen,
Gasthaus Jobusch, Alter Postweg
25, 18 Uhr Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen.
Sporthalle Oppenwehe, Wirbelsäulengymnastik.
TuS Stemwede, Turnhalle Haldem,
19 Uhr Seniorensport.
RSC Niedermehnen, Turnhalle
Niedermehnen, 18 Uhr Schülermannschaften, 19.30 Uhr Herrenmannschaften.
TuS Stemwede, Zweifachsporthalle Wehdem, 16 bis 17 Uhr Spaß
und Spiel für Kinder von 3 bis 6
Jahren, 17 bis 18 Uhr für Kinder
von 6 bis 10 Jahren.
Kirchen
Kirchengemeinde Dielingen, 15
bis 16.30 Uhr CVJM Kinderkreis,
16 bis 18 Uhr Bibelkreis.
Pfarrbüro Levern, 10 bis 12 Uhr
geöffnet.
Kirchengemeinde Levern, Gemeindehaus Levern, 17 Uhr Kinderchor, 19.30 Uhr Chor Pantarhei.
Landwirte tagen
im Moorhof
Oppenwehe (WB). Der Landwirtschaftliche Ortsverband Oppenwehe veranstaltet morgen, Donnerstag, 15. Januar, seine Jahreshauptversammlung im Gasthaus
Moorhof (Huck). Beginn ist um
19.30 Uhr. Es sind Wahlen vorgesehen. Thomas Kemenah von der
Landwirtschaftskammer
spricht
über EU-Agrarpolitik (Greening
und Agrarumweltmaßnahmen).
Ayslbewerber, die in Stemwede untergebracht sind, haben mit Deutschen in der Wehdemer Schulküche gemeinsam gebacken.
»Die meisten sind sehr liebe Menschen«
Aktion zum Kennenlernen: Arbeitskreis in Stemwede veranstaltet Backnachmittag für Flüchtlinge
Von Maresa
Schmalgemeier
S t e m w e d e (WB). Backen
mit Asylbewerbern – diese Idee
hat der Stemweder Arbeitskreis Asyl in die Tat umgesetzt.
20 junge Männer aus den
örtlichen Heimen sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer
haben sich dazu in der in der
Küche der ehemaligen Hauptschule in Wehdem getroffen.
Neben Plätzchen und anderem
Gebäck wurden auch Spezialitäten
aus den Herkunftsländern der
Flüchtlinge zubereitet. Regelmäßig
organisiert die Arbeitsgruppe solche und ähnliche Aktionen für die
70 Asylbewerber in Stemwede.
Ziel sei es, Kontakt zu den Flüchtlingen zu knüpfen, sich um sie zu
kümmern und sie aus der Isolation, die sie hier oftmals erfahren
würden, heraus zu holen, sagte
Gerhard Nottbeck. Er ist einer der
Freiwilligen, die seit Jahren für
und mit den Asylbewerbern Projekte realisieren.
Nigeria – in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Was hierzulande völlig normal sei, werde dort
nicht akzeptiert, erzählte er. »Deshalb ist mein Partner ermordet
worden.«
Mit dem Schiff floh Adekunle
zunächst in die Dominikanische
Republik, später gelangte er nach
Deutschland. Er hofft nun, in
Deutschland bleiben zu können,
eine Anstellung zu finden und
vielleicht irgendwann sogar ein
eigenes Restaurant zu besitzen. Er
möchte sich so ein neues Leben in
einer neuen Heimat aufbauen.
Keine Perspektiven
Ähnlich wie Adekunle geht es
vielen Asylbewerbern in Stemwede. Es sind überwiegend junge
Männer zwischen 20 und 30 Jah-
ren, die in ihrem Heimatland
keine Lebensperspektiven mehr
sahen und daher flohen. »Doch die
Wahrscheinlichkeit, dass sie bei
uns bleiben dürfen, ist gering«,
sagte Gerhard Nottbeck. »Aber für
unseren Arbeitskreis zählt nicht,
ob sie ihr Asylantrag genehmigt
oder abgelehnt wird und sie irgendwann abgeschoben werden.
Es sind alles Menschen und jeder,
der hier ist, hat für uns auch hier
seinen Platz.«
Sprachbarriere
Es sei eine Bereicherung für die
Mitglieder des Arbeitskreises, die
Freude dieser jungen Männer bei
der Backaktion zu sehen. Viele
Bürger wüssten gar nicht, wie sie
mit den Flüchtlingen umgehen
sollten, zumal fast immer eine
Gute Gespräche
Diese Beschreibung erwies sich
beim Backen als durchaus zutreffend. Schnell kamen die Einheimischen mit den Fremden ins Gespräch und erlebten jene von
Nottbeck beschriebene Aufgeschlossenheit. Doch wurde der
Nachmittag für manche auch von
den Ereignissen und Diskussionen
sen rund um die Flüchtlingspolitik
Nail (21), aus Albanien (von links), Kristin (18) und Adekunle (36)
präsentieren einige ihrer Gebäckstücke, die sie gemeinsam gebacken
haben. Regelmäßig nimmt Kristin an Aktionen des Stemweder
Arbeitskreises teil und engagiert sich in der Arbeit mit Flüchtlingen.
Für Gerhard Nottbeck ist die
Antwort auf die Flüchtlingsproblematik ein Appell an die
Menschlichkeit. »Die Flüchtlingssituation ist beschämend für Europa. Ich nenne nur das Beispiel
der italienischen Flüchtlingsinsel
Lampedusa.« Man schotte sich
gegen den Rest der Welt ab und
dies angesichts verheerender Zustände in manchen Ländern. Die
EU werde ihrer Schutzverantwortung nicht gerecht. Die westliche Welt lebe zudem »ihren
Wohlstand auf Kosten der Entwicklungs- und Schwellenländer
aus«. Das Resultat sei zunehmende Unzufriedenheit der dortigen
Bevölkerung, da sie keine Lebensgrundlage mehr sehe. Das
Konfliktpotenzial nehme zu und
Vorstand der Westruper Schützen fordert Mitglieder zu regerer Teilnahme an Festen der Gastvereine auf
Stemwede-Westrup
(WB). Es ist ein eindringlicher
Aufruf des Chefs gewesen:
Während der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Westrup hat Vorsitzender Markus Meier die Mitlieder
darum gebeten, bei den Schützenfesten der Gastvereine
zahlreicher zu erscheinen.
»Die Beteiligung bei Besuchen
der Feste benachbarter Verein
muss angemessen sein«, appellierte Meier an seine Mitglieder. Besonders bei den Schützenfesten in
Oppendorf und Levern sei der
Verein im vergangenen Jahr zu
schwach angetreten. Angesichts
sinkender Besucherzahlen beim
eigenen Schützenfest sei dies nicht
tragbar, da man auf den Besuch
der bestehenden vier Gastvereine
angewiesen sei, erklärte Meier. Die
diesjährige Westruper Veranstaltung solle jedoch bis auf geringfügige Änderungen weiterhin in gewohnter Weise organisiert werden.
Während der Jahreshauptversammlung wurde Karl-Heinz Rittel
nach 20 Jahren Dienst als Kommandeur aus seinem Amt verabschiedet. In seiner Laudatio bedankte Meier sich für die langjährige Mitarbeit und das Engagement des Vereinsmitgliedes und
überreichte ihm als Dank dafür ein
Präsent. Zum neuen Kommandeur
wurde Björn Rittel gewählt, der
zuvor Zugführer gewesen war.
Meier selbst wurde als Vorsitzender wiedergewählt, betonte jedoch in seiner Rede, dass dies
seine letzte Amtsperiode sein würde. Aufgrund seiner privaten Situation müsse er in Zukunft etwas
kürzer treten. »Der Schützenverein ist für uns alle wichtig, aber
er ist eben nicht alles. Es soll ja
weiterhin ein schönes Hobby blei-
in Deutschland und Europa überschattet. So verfolgt der 23-jährige
Abdul mit Besorgnis die Entwicklung der »Pegida«-Bewegung und
ihren Ablegern.
»Nette Stemweder«
Abdul stammt gebürtig aus Syrien,
wo seit mehr als drei Jahren
Bürgerkrieg herrscht. Er flüchtete,
um nicht zum Militär eingezogen
zu werden und hofft nun, in
Deutschland sein begonnenes Architektur-Studium abschließen zu
können. Für ihn sei die Fremdenfeindlichkeit mancher Menschen
nicht nachvollziehbar, sagte Abdul. Er betonte aber gleichzeitig,
dass er selbst kaum solche negativen Erfahrungen gemacht habe.
Die Menschen in Stemwede würden selten Abneigung zeigen.
»Pegida entand aus der Angst heraus«
Zuflucht vor Krieg
Längst hat die Flüchtlingswelle
auch Stemwede erreicht. In der
Gemeinde hätten sich die Zahlen
in den vergangenen zwei bis drei
Jahren vervielfacht, hieß es seitens des Arbeitskreises. Die
Flüchtlinge, die an der Wehdemer
Backaktion sichtlich viel Freude
hatten, stammen überwiegend aus
dem nordafrikanischen Raum. Sie
suchen in Deutschland Zuflucht
vor Krieg und Verfolgung. Zu
ihnen gehört auch der 36-jährige
Adekunle. Ursprünglich lebte er in
Sprachbarriere herrsche. »Aber
die meisten sind ganz liebe, aufgeschlossene, intelligente und produktive Menschen. Wenn man sich
darauf einlässt, dann ist es leicht,
diese Barrieren zu überwinden.«
Es mache außerdem sogar Spaß,
mal nicht überwiegend über die
Sprache, sondern über Gestik und
Mimik zu kommunizieren.
Markus Meier kündigt letzte Amtsperiode an
Von Maresa
Schmalgemeier
Fotos: Maresa Schmalgemeier
ben«, begründete er seine Entscheidung.
Zur neuen Kassenprüferin wurde Sigrid Tacke gewählt und das
Amt des Zugführers übernahm
nach Rittel Daniel Wagenfeld. Andreas Jacobmeyer, Andreas Körding, Günther Eigenrauch, Wil-
fried Frickenschmidt, Udo Wehmeyer und Detlef Strangmeyer
wurden als Fahnenträger bestätigt.
als Reaktion darauf würden sich
die Europäer nur zunehmend
distanzieren.
»Bewegungen wie Pegida entstehen zum Großteil aus Angst
heraus«, sagte Nottbeck. Bestehende Problematiken werden auf
Minderheiten abgewälzt, aber es
sind doch alles Menschen. Und
jeder Mensch verdient es auch,
wie einer behandelt zu werden.«
Jüngste Entwicklungen ausgenommen habe sich die Situation
der Flüchtlinge in Deutschland in
den vergangenen 20 Jahren jedoch enorm verbessert. Damals
hätten Adekunle oder Abdul viel
mehr Ablehnung erfahren, während der Großteil der Bevölkerung ihnen heute mit Wohlwollen
begegne, meinte Nottbeck.
Dorfgemeinschaft
zieht Bilanz
Haldem (WB). Die Dorfgemeinschaft Haldem trifft sich am Donnerstag, 29. Januar, zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus
von Hermann Rosengarten, Ilwede. Beginn ist um 19.30 Uhr.
Neben Vorstandswahlen ist ein
Ausblick auf die kommenden Monate geplant. Unter anderem soll
über das Dorffest am 18. Juli am
Feuerwehrgerätehaus gesprochen
werden. Ein weiteres Thema ist
die Instandsetzung der Ortseingangsbeete. Zudem geht es um
eine mögliche Teilnahme am Dorfwettbewerb.
Versammlung
mit Imbiss
Der Vorstand der Westruper Schützen sowie die
amtierenden Majestäten Christian Becker und Pat-
rick Vahrenkamp (Jungkönig). Links Vorsitzender
Markus Meier.
Foto: Maresa Schmalgemeier
Wehdem (WB). Die Löschgruppe
Wehdem lädt alle aktiven und
passiven Mitglieder, sowie die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung zur Generalversammlung
ein. Sie beginnt am Samstag, 24.
Januar, um 20 Uhr im Stemweder
Hof Nach der Versammlung wird
ein kleiner Imbiss gereicht.
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
5
Dateigröße
422 KB
Tags
1/--Seiten
melden