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LESESTOFF: AUSCHWITZ – DIE ERINNERUNG STIRBT ZULETZT | KULTUR
FreiePresse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 20. Januar 2015
Poroschenko
verteidigt
Offensive
LOKALES
OELSNITZ/KLINGENTHAL
Vermieter zögern
mit Rauchmeldern
50.000 Ukrainer sollen
heute bewaffnet werden
Schwere Wohnungsbrände – wie
kürzlich am 28. Dezember in Erlbach – bringen immer wieder das
Thema Rauchmelderpflicht auf
die Tagesordnung. 13 von 16 Bundesländern haben sie, Sachsen
noch nicht. Im oberen Vogtland
warten die großen Vermieter ab,
bis das Gesetz dazu kommt – sie
verweisen auf die Ausgaben für
Einbau und Wartung, die erneut
die Nebenkosten für die Mieter
steigen lassen werden, wie bereits
mehrere Vorgaben der vergangenen Jahre. Und bei allen Vorteilen:
Das Allheilmittel im Brandfall
seien die elektronischen Warner
auch nicht. (hagr) Seite 9: Bericht
KIEW/BRÜSSEL — Der
KLINGENTHAL
Politik im Dialog
mit Akkordeonbau
Der Theaterplatz in Dresden blieb nach der Absage der Pegida-Kundgebung gestern Abend weitgehend verwaist. Einen Eilantrag zur Aufhebung des Versammlungsverbots aufgrund der Terrorwarnungen hatte das Verwaltungsgericht Dresden am Nachmittag abgelehnt.
FOTO: ARNO BURGI/DPA
Für den Erhalt des Akkordeonbaus in der Region lohnt es sich zu
kämpfen. Das sagte gestern der
CDU-Landtagsabgeordnete Sören
Voigt nach einem gut zweistündigen Gespräch mit der Geschäftsleitung der Klingenthaler Harmona Akkordeon GmbH. „Die Politik
kann nicht zaubern“, so Voigt,
aber er werde sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für das Unternehmen einsetzen. (tm)
Zwangspause in Dresden –
Pegida plant aber weitere Demos
Seite 9: Bericht
IN DIESER AUSGABE
Sachsen Seltene Erden –
das Berggeschrey bei
Delitzsch ist verstummt
Die Kanzlerin stellt Hilfe
des Bundes in Aussicht,
um künftig auch PegidaKundgebungen abzusichern. Das hohe Gut der
Demonstrationsfreiheit
müsse geschützt werden.
DRESDEN/BERLIN/CHEMNITZ — Unge-
Sport Bei der Handball-WM
werden strittige Szenen per
Videobeweis entschieden
Ratgeber Schnäppchenjäger
sollten bei Auto-Verkaufsportalen vorsichtig sein
achtet islamistischer Terrordrohungen will die Pegida-Bewegung weiter
demonstrieren und in einer Woche
wieder in Dresden auf die Straße gehen. „Das Recht auf Versammlungsund Meinungsfreiheit lassen wir
uns nicht nehmen“, erklärte die Mitbegründerin der islamkritischen Bewegung, Kathrin Oertel, gestern auf
einer Pressekonferenz. Dafür werde
mit Hochdruck an einem Sicherheitskonzept gearbeitet.
Eine Terrordrohung von Islamisten hatte die Polizei veranlasst, für
gestern alle Versammlungen unter
freiem Himmel in Dresden zu verbieten. Konkret richtete sich eine
Terrordrohung gegen Pegida-Cheforganisator Lutz Bachmann. Er be-
stätigte gestern, dass er unter Polizeischutz stehe.
Einige Innenexperten und Juristen halten das gestrige Versammlungsverbot für überzogen. Vor allem wurde kritisch hinterfragt, warum auch Versammlungen verboten
wurden, gegen die keine Drohungen
vorlagen. Nach Auffassung von
Wolfgang Ewert, Präsident des Deutschen Anwaltvereins, wäre der
Schutz Bachmanns auch ohne einen
solchen Eingriff in die Grundrechte
möglich gewesen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU)
hingegen verteidigte das Versammlungsverbot. Die sächsischen Behörden hätten eine verantwortliche
und verantwortbare Entscheidung
getroffen. Zu Details beziehungsweise Hintergründen wollte sich de
Maizière nicht näher äußern. „Das
hat vor allem taktische Gründe.“
Laut Andreas Harlaß, Pressesprecher der AfD-Landtagsfraktion, habe
die tatsächliche Gefahr eines Handgranatenanschlages bestanden. Er
berief sich dabei auf eine „sehr zuverlässige Quelle“. Die mutmaßlichen Täter sollen aus dem Umfeld
der Terrormiliz Islamischer Staat
stammen und in einem nahen euro-
„Bärenkinder“
Am Montagabend tauchen in der
ARD die „Bärenkinder“ auf. Kehrt
damit die Naturdokumentation an
ihren angestammten Sendeplatz
zurück. Mehr dazu lesen Sie heute im rtv-Magazin.
WETTER VOR ORT
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Ausführliches Wetter: Ratgeber
20004
Einzelpreis 1,00 Euro
päischen Nachbarstaat leben.
Nach dem gestrigen Verbot aller
Kundgebungen in Dresden hat sich
Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU) deutlich für eine Absicherung des Demonstrationsrechts in
Deutschland ausgesprochen. „Ich
habe als Bundeskanzlerin, unbeschadet ob mir die Inhalte gefallen,
ein Interesse daran, dass an jedem
Ort in Deutschland demonstriert
werden kann, weil es sich um ein
Grundrecht handelt“, sagte sie in
Berlin. Ein solches hohes Gut wie
die Demonstrationsfreiheit müsse
so weit als möglich, geschützt sein.
Wenn der Bund gebeten werde, werde auch er hierfür Sorge tragen. Infrage kommt laut Polizeigewerk-
schaft GdP die Bundespolizei – besonders bei Einsätzen mit riesiger
Polizeipräsenz, die generalstabsmäßig koordiniert werden muss.
In Chemnitz nahmen am Abend
rund 300 Menschen an einer „Mahnwache für Meinungsfreiheit“ teil.
Anlass war die Absage der PegidaDemonstration in Dresden. Gegen
die Aktion demonstrierten rund 100
Bürger. In mehreren deutschen Städten gingen zudem Tausende Menschen auf die Straße, um gegen Pegida oder deren Ableger zu protestieren. In München sprach die Polizei
von rund 10.000 Teilnehmern. In
Braunschweig kamen rund 8000
Menschen, in Leipzig 5000.
(dpa/rtr/epd/oha) Seite 3: Das Thema
Ein zentrales Grundrecht
Das Versammlungsrecht gehört zu
den zentralen Grundrechten. Es ist
nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unverzichtbar
für einen demokratischen Staat.
Das Verbot einer Demonstration ist
dann möglich, wenn die öffentliche
Sicherheit oder Ordnung „unmittelbar
gefährdet“ ist. In einem solchen Fall
müssen die Behörden konkrete Tatsachen für einen „polizeilichen Notstand“ angeben. Dabei ist die Gefährdung der Sicherheit mit den verfügbaren Möglichkeiten der Polizei abzuwägen. Bloße Vermutungen für eine
Gefährdung reichen nicht aus. Wenn
eine Versammlung verboten wurde,
kann sie von der Polizei aufgelöst
werden. (dpa)
Die Hasel ist ein typischer Frühblüher.
die Birke ist im Schnitt zwei Wochen früher dran. Dieser Baum kann
für Allergiker eine große Plage sein:
FOTO: ARNO BURGI/DPA
ANTI-TERRORKAMP F
EU sucht Austausch
mit islamischer Welt
BRÜSSEL — Im Kampf gegen den islamistischen Terror will die Europäische Union enger mit den Ländern
der islamischen Welt kooperieren.
Es sei beschlossen worden, Geheimdienstinformationen nicht nur innerhalb der EU, sondern auch mit
Ländern in Nordafrika und im Nahen Osten stärker auszutauschen,
sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nach einem EUAußenministertreffen in Brüssel. In
den nächsten Tagen werde in Brüssel zudem ein Expertentreffen zum
Thema Terrorfinanzierung organisiert. Dabei soll es um Wege gehen,
die Geldquellen von Terrorgruppen
wie dem Islamischen Staat auszutrocknen. (dpa)
Seite 4: Leitartikel, Hintergrund
Deutsche besitzen
fünf Billionen Euro
Allergiker greifen jetzt schon im Januar zu den Taschentüchern
Deutscher
Polleninformationsdienst. Das Saarland und das RheinRuhr-Gebiet sind die Ersten. Auch
Seite 5: Bericht
VERMÖGEN
Es kribbelt wieder
Schon wieder dieses Kribbeln in der
Nase, das Augenjucken, dieses ständige Niesen. Allergiker wollen es
nicht glauben, aber es geht schon
wieder los. So früh im Januar! „Es
gibt Leute, die sagen: Ende November hat mein Heuschnupfen doch
gerade erst aufgehört und jetzt fängt
es wieder an“, berichtet der Mannheimer Allergologe Ludger Klimek.
Bis in den November wurden
noch blühende Brennnesseln gesichtet. Und jetzt sind schon die ersten Haselpollen unterwegs. Früher
blühte die Hasel erst im Februar.
„Jetzt fliegen die Haselnusspollen
teilweise schon Ende Dezember“,
sagt Karl-Christian Bergmann, Allergologe und Vorstand der Stiftung
ukrainische
Präsident Petro Poroschenko hat
trotz weiterer verlustreicher Kämpfe gestern eine neue Militäroffensive
gegen Separatisten in der Ost-Ukraine verteidigt. Die Armee habe im
Krisengebiet Donbass auf Angriffe
der moskautreuen Aufständischen
reagieren müssen, sagte der prowestliche Staatschef in Kiew. Heute
sollen zusätzliche 50.000 Ukrainer
bei einer Teilmobilmachung bewaffnet werden. Russland und die
Separatisten kritisieren den Schritt
scharf. Beobachter fürchten eine
weitere Eskalation der Lage. Poroschenko hingegen hält eine politische Lösung des schweren Konflikts
weiter für möglich.
Nach Einschätzung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) drohen die Pläne für einen Ukraine-Krisengipfel im kasachischen Astana allerdings endgültig zu scheitern. „Wir sind in der Situation, in der sich alle Seiten täglich auf die Minsker Vereinbarung
beziehen. Allein bei der Umsetzung
kommen wir nicht genügend
schnell – in manchen Bereichen gar
nicht – vorwärts“, sagte Steinmeier
am Rande eines Treffens mit EUAmtskollegen in Brüssel. (dpa)
50 Prozent der Summe aller Baumpollen, die bei Pollenallergikern
Heuschnupfen auslösen, stammen
von der Birke. Patienten, die auf
Baumpollen allergisch reagieren,
bemerken den früheren Pollenflug.
Der Allergologe Klimek kennt
noch die Regel von früher, dass Pollenallergiker vier bis sechs Wochen
im Jahr Beschwerden haben. Heute
sei das teilweise umgekehrt. „Die
Anzahl derjenigen, die auf verschiedene Pollen reagieren, hat dramatisch zugenommen“, weiß der Mediziner. Einer aktuellen Untersuchung zufolge würden aber nur
zehn Prozent der Allergiker medizinisch richtig behandelt. (dpa)
Elke Silberer
FRANKFURT (MAIN) — Die Menschen
in Deutschland haben erstmals ein
Geldvermögen von mehr als fünf
Billionen Euro. Zwar investierten
die privaten Haushalte ihr Geld
trotz niedriger Zinsen vor allem in
kurzfristige und vermeintlich sichere Bankeinlagen. Trotzdem wuchs
ihr Geldvermögen von Juli bis September 2014 um 28 Milliarden Euro
oder 0,6 Prozent auf 5,011 Billionen
Euro, wie die Deutsche Bundesbank
gestern mitteilte. Gleichzeitig nutzten die Verbraucher das niedrige
Zinsniveau zunehmend für die Aufnahme von Krediten. Ein Großteil
der Neukredite von 9,5 Milliarden
Euro entfalle auf den Wohnungsbau. Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen
auf 1,581 Billionen Euro. (dpa)
4 190932 801007
Die Zeitung im Internet:
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53. Jahrgang, Nr. 16, VERLAG UND REDAKTION:
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2 Freie Presse
SACHSEN
Dienstag, 20. Januar 2015
Museum für
Archäologie
mit Preis geehrt
NACHRICHTEN
KRIMINALBEAMTE
Gegenanzeige nach
Asylbewerbertod
Früher Kaufhaus Schocken – Heute
BERLIN/DRESDEN — Der Bund Deut-
scher Kriminalbeamter (BDK) hat
gestern die Berliner Staatsanwaltschaft aufgefordert, gegen den Bundestagsabgeordneten Volker Beck
(Grüne) wegen falscher Verdächtigung, übler Nachrede und Beleidigung zu ermitteln. Hintergrund ist
eine Strafanzeige Becks wegen möglicher Strafvereitelung im Amt gegen Polizei und Staatsanwaltschaft
in Dresden im Zusammenhang mit
dem Tod des Asylbewerber Khaled I.
Beck warf ihnen „nachlässiges Vorgehen“ und „Ermittlungspannen“
vor, die „rückhaltlos aufgeklärt“
werden müssten. Der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz nannte
Becks Äußerungen „unverschämt,
unangemessen und eine Beleidigung für jeden Ermittler“. Am
Dienstag vergangener Woche war
der 20-jährige Kahled I. aus Eritrea
tot im Innenhof einer Plattenbausiedlung aufgefunden worden. Trotz
mehrerer Stichverletzungen gingen
die Ermittler zunächst nicht von einem Tötungsdelikt aus. Die Todesumstände des Afrikaners sind nach
wie vor unklar. (epd)
UNIVERSITÄT
Pharmazie-Studium
vorerst gesichert
LEIPZIG — Die Universität Leipzig
wird auch in diesem Jahr neue Studenten in ihrem von Schließung bedrohten Pharmazie-Institut aufnehmen. Darauf hätten sich Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange
(SPD) und Rektorin Beate Schücking
in einem Gespräch verständigt, teilte das Ministerium gestern mit. 36
neue Studenten sollen zum Wintersemester ihre Ausbildung an Sachsens einzigem Pharmazie-Institut
beginnen. Die Hochschule hatte
2011 beschlossen, die ApothekerAusbildung aufzugeben, um Sparvorgaben der damaligen schwarzgelben Landesregierung zu erfüllen.
Es hagelte Proteste. Endgültig geklärt ist die Zukunft des Instituts
aber weiterhin nicht. Laut Ministerium sollen Gespräche über eine Kooperation mit der Martin-LutherUniversität Halle/Wittenberg wieder aufgenommen werden. (dpa)
ASYLBEWERBER
Sporthalle dient
als Notunterkunft
CHEMNITZ — Die
Landesdirektion
Sachsen hat jetzt erstmals Asylbewerber in einer Notunterkunft in
der Sporthalle der Bereitschaftspolizei in Chemnitz untergebracht. Das
teilte die Behörde gestern mit. Der
Schritt sei aufgrund der anhaltend
hohen Zugangszahlen von Asylbewerbern erforderlich gewesen. Man
arbeite intensiv daran, die in der
Sporthalle einquartierten Asylbewerber so schnell wie möglich in andere Unterkünfte zu verlegen, heißt
es. In der Sporthalle können 90 Personen unterkommen. In Chemnitz
und einer Außenstelle in Schneeberg betreibt die Landesdirektion
die Erstaufnahme-Einrichung für alle Asylbewerber, die nach Sachsen
kommen. (fp)
FÖRDERGELDER
staatliches Museum für Archäologie. Für ihr Konzept für das im Mai
2014 in Chemnitz eröffnete Museum sind gestern die Direktorin Sabine Wolfram, der Berliner Ausstellungsmacher Thomas Spring (dritter von links) und Museumsgestalter Uwe Brückner (zweiter von
rechts) mit dem Museumspreis des
hbs Kulturfonds ausgezeichnet
worden. Den Preis, der mit 2000 Euro für jeden Geehrten dotiert ist,
übergab Stifter Heinz Schirnig
(zweiter von links). Das Archäologiemuseum sei eine der erfolgreichsten und kreativsten Neugründungen, sagte Laudator Gerhard
Kilger (rechts), Gründungsdirektor
der Dortmunder Arbeitswelt-Ausstellung „Dasa“. Er nannte das Museum im ehemaligen Kaufhaus genial. Die Szenografie, die darin geschaffen wurde, sei beispielhaft. Sabine Wolfram verkündete, dass
man bei den Besucherzahlen auf
70.000 zusteuere. FOTO: ANDREAS SEIDEL
Berggeschrey bei Delitzsch verstummt
In Storkwitz bei Delitzsch
liegt vermutlich der größte
Schatz Seltener Erden in
Mitteleuropa. Doch die
Hoffnung auf Bergbau
erfüllt sich vorerst nicht.
VON GABI THIEME
STORKWITZ — Die drei Straßennamen
in Storkwitz – Schäferweg, Brennereiweg und Am Herrenhaus – lassen
erahnen, was für ein winziges Dorf
sich da östlich von Delitzsch erstreckt. 160 Einwohner leben hier.
Sie schätzen die Ruhe und die Natur,
so wie Ulrike Krumbach. Die Allgemeinmedizinerin hatte hier Ende
der 1990er-Jahre mit ihrer Familie
ein Haus gebaut, die Praxis liegt zwei
Kilometer entfernt Richtung Delitzsch. Sie wirkt erleichtert, dass die
ländliche Idylle vorerst nicht in Gefahr gerät. Aber sie sagt auch, dass
ein Aufschwung durch Bergbau der
Region sicher gut getan hätte.
Goldgräberstimmung kommt auf
Dabei sah es ab 2012 zunächst ganz
danach aussah, als würde das Leben
hier völlig durcheinander geraten.
Damals rückte ein Bohrtrupp an,
um den Boden unter dem Storkwitzer Acker zu erkunden. Die Deutsche Rohstoff AG hatte dazu eigens
eine Tochterfirma, die Seltene Erden
Storkwitz (SES) AG, gegründet,
nachdem sie sich schon 2007 beim
sächsischen Oberbergamt in Freiberg die Erkundungslizenz für dieses Gebiet gesichert hatte. Die Gegend geriet plötzlich in den öffentlichen Fokus. Schnell machte die
Kunde von der größten Lagerstätte
schwarz-rote
Landesregierung hat sich mit den
Landkreisen auf das diesjährige Bauprogramm für Staats- und Bundesstraßen geeinigt. Das teilte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD)
gestern mit. Demnach stünden für
2015 – vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags zum Doppelhaushalt – rund 160 Millionen Euro
aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung. Das mit rund 43 Millionen
Euro Gesamtkosten umfangreichste
Vorhaben in dieser Förderperiode sei
dabei der Bau der 8,5 Kilometer langen Ortsumfahrung Kirchberg im
Landkreis Zwickau, der 2015 fortgeführt wird. (fp)
Seit vergangenem Sommer gibt
es die SES nicht mehr, dafür jetzt die
Ceritech. Vorstand Jörg Reichert bestätigte der „Freien Presse“, dass in
den nächsten Monaten entschieden
werde, ob die Erkundungserlaubnis
an das Oberbergamt zurückgeht, obwohl bereits 2,2 Million Euro investiert wurden. „Jedes Projekt dieser
Art wird auf seine Wirtschaftlichkeit überprüft“, sagt Reichert. Seit
2012 seien die Preise für Seltene Erden stark gesunken, das sei ein ganz
entscheidender Aspekt. Zum anderen liefen noch einige Aufbereitungstests. „Ich gehe davon aus, dass
wir uns im ersten Halbjahr zum
Standort Storkwitz positionieren.“
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover (BGR) hatte sich bereits 2012
skeptisch gezeigt. „Bei den Seltenen
Erden, wie sie in Storkwitz vorkommen, sollte mindestens ein einprozentiger Gehalt vorhanden sein und
eine Million Tonnen zur Verfügung
stehen“, hatte seinerzeit ein unternehmensunabhängiger Experte für
Seltene Erden der „Freien Presse“ ge-
sagt. Zudem sei die Lagerstätte geologisch ungünstig beschaffen, weil
sie wie ein Schlauch aus dem Erdinneren kommt. Damit wäre der Abbau äußerst teuer. Auch für den Geologen Lehmann war die Kernfrage
schon immer, „wie groß die Vorräte
wirklich sind und wie lohnend der
Abbau“.
Weltmarkt verändert alles
Genau in diesem Punkt ist in jüngster Zeit viel in Bewegung geraten.
Den Weltmarkt bei Seltenen Erden
beherrscht seit vielen Jahren China.
Von dort kommen mehr als 90 Prozent der Weltproduktion. Vor fünf
Jahren beschränkte China den Export, angeblich um Umwelt und
Ressourcen zu schonen. Als Folge
stiegen die Preise rasant, weil auch
der Bedarf ständig wuchs. Die USA
und Australien begannen, Lagerstätten zu erschließen – ähnlich wie es
für Storkwitz geplant war. Laut BGR
wurden weltweit 440 neue Vorkommen entdeckt, aus denen der gegenwärtige Bedarf noch 285 Jahre gedeckt werden könnte. Doch der
sinkt, weil manche Technologien
und Produkte inzwischen ohne Seltene Erden auskommen. LED-Lampen brauchen etwa anders als normale Energiesparlampen kaum Yttrium oder Europium – zwei der 17
mineralischen Rohstoffe, die unter
Seltene Erden erfasst sind. Laut BGR
sank die Weltproduktion von 2009
bis 2013 bereits um ein Drittel. Ende
des Jahres hob China nun die alten
Exportbeschränkungen auf – vermutlich um seine Vorherrschaft bei
Seltenen Erden nicht einzubüßen.
Auf dem Storkwitzer Acker wird
daher wohl nicht nach Rohstoffen
gegraben, sondern weiter Getreide
angebaut. Damit lassen sich zwar
keine Milliarden, aber zumindest
Brötchen verdienen. Delitzschs
Oberbürgermeister Manfred Wilde
nimmt es sportlich. Es habe nie Verträge oder Beschlüsse des Stadtrats
gegeben, die jetzt zu korrigieren seien. „Auch wenn die Pläne in Schubladen verschwinden, sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse ja da.
Irgendwann wird man sich an
Storkwitz erinnern“, glaubt er.
Seltene Erden
Ein Bild vom Erkundungsbeginn im April 2012.
FOTO: NORMAN REMBARZ/ARCHIV
Zu den Metallen der Seltenen Erden
(SE) gehören 17 Elemente. Die größten Vorkommen befinden sich in China in der Inneren Mongolei. Das bislang größte bekannte Vorkommen
außerhalb Chinas liegt im Mount Weld
in West-Australien. Der SE-Gehalt des
Erzes dort wird mit zehn Prozent beziffert. Seltene Erden werden in vielen Schlüsseltechnologien eingesetzt.
Man braucht sie für Computer, Handys, Elektro-Akkus, die Generatoren
von Windkraftanlagen. 13 Prozent der
Seltenen Erdmetalle kommen für Polituren zum Einsatz, zwölf Prozent
werden für Spezialgläser genutzt. (gt)
Asylverfahren: Gericht erwartet Klagewelle
160 Millionen Euro
Acht Verwaltungsrichter
für Sachsens Straßen haben 2014 in Chemnitz
DRESDEN — Sachsens
Seltener Erden in Mitteleuropa die
Runde. Ein schräg angesetzter Bohrer holte Proben bis aus 590 Metern
Tiefe zutage.
Dabei waren die Erkenntnisse gar
nicht so neu. Zu DDR-Zeiten war bereits zwischen 1971 und 1989 ein
500 Quadratkilometer großes Gebiet um Delitzsch erkundet worden
– mit maßgeblicher Beteiligung der
Wismut. „Damals wurden in einer
sogenannten oberen Scheibe ebenfalls bis in etwa 600 Metern Tiefe
Proben entnommen und untersucht. Es wurden Vorräte von etwa
20.000 Tonnen prognostiziert“, weiß
Uwe Lehmann, Referatsleiter im
sächsischen Landesamt für Umwelt,
Landwirtschaft und Geologie. Daraus ableitend seien für einen weiteren Bereich – noch einmal 300 bis
400 Meter tiefer – weitere Vorkommen geschätzt worden, allerdings
ohne Bestätigungsbohrungen. Insgesamt sei man von etwa 40.000
Tonnen Seltene Erden ausgegangen.
Einziger Haken war der niedrige Gehalt von etwa 0,5 Prozent im Erzkörper. Und man konnte mit Erkenntnissen der DDR 30 Jahre später nicht
auf dem Weltmarkt für das Vorhaben und um Geldgeber werben.
Die Bohrung 2012 bestätigte die
Erkenntnisse der DDR-Geologen.
Obwohl von einem Milliardenfund
die Rede war, wird er wohl vorerst
nicht geborgen. Nicht einmal die
zweite Probebohrung, die für
2013/14 vorgesehen war, erfolgte.
Denn der geplante Börsengang der
SES blieb aus, damit auch das Geld
für das nächste Bohrprogramm. Mit
ihm wollte man bis in 1000 oder sogar 1200 Meter Tiefe vordringen.
„Das wäre ein echter Erkenntnisgewinn gewesen, denn aus diesem Bereich haben wir ja nur geschätzte
Daten“, meint Uwe Lehmann.
über das Bleiberecht von
mehr als 1000 Menschen
entschieden. Dieses Jahr
wird mit noch mehr Fällen
gerechnet.
VON MICHAEL BRANDENBURG
CHEMNITZ — Zehn Verhandlungen in
sechs Stunden. Teilweise im 30-Minuten-Takt entscheiden die dafür
zuständigen Richter am Chemnitzer
Verwaltungsgericht, ob Asylbewerber in Deutschland bleiben dürfen
oder nicht. Bei einem Großteil der
Fälle, in denen wegen besonderer
Dringlichkeit Eilanträge vorliegen,
geschieht das sogar ohne Verhandlung am Schreibtisch. Zwischen 70
und 90 Prozent der Verfahren enden
mit der Ablehnung der Wünsche
auf Bleiberecht.
Nach Angaben des sächsischen
Justizministeriums dauerten Eilverfahren in Chemnitz im Jahr 2013 im
Schnitt etwa zwölf Tage und Hauptverfahren elf Monate – Angaben für
2014 liegen noch nicht vor. Damit
entschieden die Chemnitzer Richter
schneller als ihre Kollegen in den
Verwaltungsgerichten Dresden und
Leipzig. Im Landesdurchschnitt
dauerten Asylverfahren 2013 mit
Eilantrag doppelt so lange wie in
Chemnitz und ohne Eilantrag eine
knappe Woche länger als hier.
Doch auch in Chemnitz nimmt
die Verfahrensdauer zu. Eilverfahren waren hier im Jahr 2012 im
Schnitt zwei Tage schneller abgeschlossen,
Hauptsacheverfahren
2011 um fast zwei Monate kürzer als
2013. „Es gibt natürlich auch immer
wieder Verfahren, die sich über Jahre hinziehen“, schränkt Wolfgang
Siewert, Vizepräsident des Chemnitzer Verwaltungsgerichts, ein.
Er ist einer der insgesamt acht
Richter in zwei Kammern, die in
Chemnitz über Asylrechtsklagen
entscheiden. Da Gerichtspräsident
Bert Schaffarzik und er je zur Hälfte
ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben gebunden sind, bleiben in
der Summe sieben Arbeitskräfte für
die Verfahren. „Wir sind aber nicht
nur für die Asylfälle, sondern bei-
spielsweise auch für Klagen im Zusammenhang mit der Schließung
des Gausepohl-Schlachthofes und
den Demonstrationen am 5. März
zuständig“, erklärt Siewert.
Die Anzahl der Asylverfahren,
über die er und seine Kollegen zu
entscheiden haben, wächst seit Jahren. 2013 verzeichnete das Chemnitzer Verwaltungsgericht nach eigenen Angaben den Eingang von insgesamt 700 solcher Fälle, im vergangenen Jahr waren es 1082. Die Anzahl der Eilverfahren darunter stieg
von 312 auf 464. Infolge des Anwachsens der Flüchtlingszahlen
rechnet Siewert für 2015 mit einer
noch größeren Klagewelle. Obwohl
das Justizministerium dem Chemnitzer Gericht seit Juli 2014 einen
zusätzlichen Proberichter zugewie-
sen hat, könnte damit auch die Verfahrensdauer weiter zunehmen.
Die Klagen werden von einem
Großteil jener Asylbewerber eingereicht, deren Anträge, die sie in der
Regel in der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates in ChemnitzEbersdorf gestellt haben, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuvor abgelehnt hat. Bis zur
Hauptverhandlung sind sie oft über
das gesamte Bundesgebiet verteilt.
Ausschlaggebend für die Richter
ist beispielsweise, ob die Flüchtlinge
über sichere Drittländer eingereist
sind, ob ihnen in der Heimat Repressalien drohen oder humanitäre
Gründe vorliegen, die einer Ausweisung entgegenstehen. Für die Abschiebung sind dann die Ausländerbehörden zuständig.
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 20. Januar 2015
Freie Presse
3
DAS THEMA: NACH DER DEMO-ABSAGE
Sie reden
Die Pegida-Demonstration in Dresden fiel wegen der Terrordrohung aus – trotzdem war die Bewegung gestern in aller Munde.
Zwei der Organisatoren stellten sich erstmals der Presse, das Versammlungsverbot erhitzte die Gemüter. Szenen einer Verunsicherung.
FOTO: ARNO BURGI/DPA
Auftritt vor etwa 100 Journalisten: Lutz Bachmann und Kathrin Oertel gestern Vormittag in Dresden – sie wurden unter Polizeischutz in den Saal geführt.
VON OLIVER HACH, UWE KUHR
UND ALESSANDRO PEDUTO
So, 21.45 Uhr
Die Talkshow
Schwarze Kleidung, kühler Blick,
die blonden langen Haare streng
zum Zopf gebunden: So lernt TVDeutschland am Sonntagabend
Pegida persönlich kennen. Kathrin
Oertel, Sprecherin der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, nimmt zum
Live-Talk bei „Günther Jauch“ im Alten Gasometer in Berlin neben dem
Moderator Platz. Die 36-jährige Freiberuflerin aus Coswig, Mutter dreier
Kinder, stellt sich vor als „eine ganz
normale Frau aus dem Volk“. Viele
Jahre lang habe sie ihr Kreuz bei der
FDP gemacht, erklärt sie. Aber: „Zur
letzten Wahl habe ich AfD gewählt.“
Mit dem Auftritt in der ARD beginnt
für Pegida ein neues Kapitel bei der
Selbstvermarktung. 5,57 Millionen
Menschen schauen zu – eine Million mehr als sonst bei „Günther
Jauch“ einschalten. Fast auf Augenhöhe mit dem „Dschungelcamp“
(5,64 Millionen). Und Oertel bietet
kaum Angriffsfläche. Anti-Islamisierungskundgebungen in Dresden
mit 0,4 Prozent Muslimen begründet sie mit dem Satz: „In Deutschland wird auch gegen die Abholzung des Regenwaldes demonstriert.“ Für die Forderung nach mehr
direkter Demokratie erntet sie sogar
beim SPD-Politiker Wolfgang Thierse Verständnis. Der Alt-Bundestagspräsident empfiehlt: „Sorgen Sie für
parlamentarische Mehrheiten.“
Mo, 11.00 Uhr
Die Pressekonferenz
Am nächsten Morgen, wieder in
Dresden, geht der Medienrummel
weiter. Die Montagsdemo ist abgesagt, dafür drängen sich etwa
100 Journalisten in der Sächsischen
Landeszentrale für politische Bildung. Durch einen Hintereingang
werden Kathrin Oertel und Pegida-
Chef Lutz Bachmann unter Polizeischutz in den Saal geführt. Bachmann verliest das auf sechs Punkte
eingedampfte Positionspapier – als
Handlungsaufforderung an die Politik: „qualitative Zuwanderung“
nach Schweizer Vorbild, Recht und
Pflicht zur Integration, Ausweisung
von Islamisten, mehr Volksabstimmungen, Ende der „Kriegstreiberei
gegen Russland“, Stopp des Stellenabbaus bei der Polizei.
Kathrin Oertel stellt klar: „Wir
lassen uns nicht mundtot machen.“
Nächsten Montag solle wieder eine
Kundgebung stattfinden, falls das Sicherheitskonzept der Polizei das zulasse. Zugleich kündigt sie Gespräche „mit verschiedenen Politikern“
an, Details nennt sie nicht. Bei Oertel ist zumindest ein wenig Sorge darüber zu erkennen, was Pegida ausgelöst hat. „Nicht in unserem Sinne
ist, dass Menschen ausländischer
Herkunft Angst haben, durch Dresden zu gehen“, sagt sie. Und: „Wir
würden uns wünschen, dass die Gräben, die durch die Gesellschaft laufen, überbrückt werden.“
Bachmann indes zeigt wenig
Lust, sich von islam- und fremdenfeindlichen Äußerungen auf seinen
Demos zu distanzieren. Das habe
man oft genug getan, findet er. Er
stellt auch klar: Seine Bewegung
wird sich nicht umbenennen, auch
wenn es nur noch am Rande um „Islamisierung“ geht. „Pegida ist eine
Marke.“ Immerhin: Alle Ableger in
anderen Städten sollen sich zu den
Dresdner Positionen bekennen. Für
Legida in Leipzig hieße das Verzicht
auf Forderungen nach „Beendigung
des Kriegsschuldkultes“ und nach
„nationaler Kultur“.
11.00 Uhr
Noch eine Studie zu Pegida
In Berlin sorgt derweil eine Umfrage
zu Pegida für Aufsehen, die eher als
eine Reihe zufälliger Stichproben,
denn als repräsentatives Meinungsbild gewertet werden kann. Der
Grund: Die übergroße Mehrzahl der
Befragten hat den Meinungsforschern die Antwort schlicht verweigert. Die Fragesteller des Wissen-
Dieter Rucht
Protestforscher
FOTO: PAUL ZINKEN/DPA
„Der Höhepunkt
von Pegida ist
vielleicht schon
überschritten.“
schaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hatten im Januar
versucht, 1800 Handzettel mit einer
Einladung zu einer Online-Erhebung unter den Dresdner Demonstranten zu verteilen. Doch nur rund
670 der Angesprochenen nahmen
die Zettel überhaupt an, magere 123
beteiligten sich. Entsprechend wenig Aussagekraft hat das Ergebnis:
Demnach ist der Pegida-Demonstrant in der Regel männlich, mehrheitlich Angestellter, Arbeiter oder
Beamter, zwischen 25 und 64 Jahren
alt, hat eine gute Ausbildung und
gehört dem Mittelstand an. In ihrer
politischen Einstellung verortet
sich die Mehrheit der 123 Umfrageteilnehmer in der Mitte und rechts
von der Mitte. Nur, repräsentativ
sind diese Werte keinesfalls, ebenso
wenig wie jene der Studie der TU
Dresden aus der vergangenen Woche, die sich auf Antworten von immerhin rund 400 Demonstranten
bezog.
Dass das Ergebnis der WZB-Studie keine Allgemeingültigkeit besitzt, räumt auch der verantwortliche Berliner Protestforscher Dieter
Rucht ein. Dennoch ist für ihn klar:
„Wir haben den Höhepunkt von Pegida gesehen und er ist vielleicht
schon überschritten. Pegida wird
sukzessive an Zulauf verlieren“.
14.00 Uhr
Der Innenausschuss berät
Das allgemeine Demonstrationsverbot beschäftigt gestern den 18köpfigen Innenausschuss des Landtages in einer Sondersitzung. Quintessenz der etwa 1,5-stündigen Beratung war, so der aus Zwickau stammende Ausschussvorsitzende Mario
Pecher (SPD): Alle fünf Fraktionen
stimmen darin überein, dass die Absage der geplanten Pegida-Demonstration nachvollziehbar sei. Die dafür ausschlaggebenden Punkte hatten Innenminister Markus Ulbig
(CDU), der eigentlich diese Woche
im Urlaub sein wollte, und Landespolizeipräsident Jürgen Georgi vorgetragen. Weit auseinander gingen
allerdings die Ansichten, ob für gestern das Verbot sämtlicher Versammlungen in Dresden angemessen und richtig war. Diesen Punkt
kritisierten Grüne und Linke besonders heftig. Auch deshalb, weil den
Ausschussmitgliedern die eigentlichen Geheimdienstinformationen
nicht vorgelegt wurden. Pecher erwartet nun, dass sich dazu Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)
kommende Woche in einer Regierungserklärung vor dem Landtag
äußert. Es wird zudem erwartet, dass
sich die neue Parlamentarische Kontrollkommission, die geheimdienstliche Angelegenheiten unter die Lupe nimmt, den Fall demnächst vorlegen lässt. Für einen derartigen Antrag reicht bereits ein Minderheitenvotum der beiden Oppositionsvertreter in diesem Gremium.
15.30 Uhr
Tillich spricht
Mit einem trockenen Pressestatement, bei dem keine Nachfragen zugelassen sind, verteidigt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)
das Versammlungsverbot. Bei der
Abwägung zwischen einem Grundrecht und der Sicherheit habe der
Schutz der Demonstrationsteilnehmer überwogen. „Freiheit braucht
auch Sicherheit“, sagt Tillich. Es
handele sich um einen „konkreten
Einzelfall“. Ihm sei bewusst, dass für
die Versammlungsfreiheit die Menschen in Sachsen vor 25 Jahren auf
die Straße gegangen seien. „Wir wer-
den dieses Recht weiter wahren und
verteidigen.“ Gleichzeitig unterbreitete der Ministerpräsident weitere
Angebote zum Dialog mit Bürgern.
Auftakt ist morgen in Dresden mit
etwa 300 Menschen. Das Interesse
sei sehr groß, sagt er. Es werde weitere „Veranstaltungen in diesem Format“ im Rhythmus von drei bis vier
Wochen geben. Dieser Dialog weise
weit über den politischen Raum hinaus, sagte Tillich. „Deshalb auch
meine Bitte: Er sollte in den nächsten Wochen und Monaten auch geführt werden.“
16.00 Uhr
Vermittler unter Druck
Ein Mann steht seit Sonntagabend
besonders im öffentlichen Fokus:
Frank Richter, der Leiter der Sächsischen Landeszentrale für politische
Bildung. Er hatte die Pegida zu Diskussionsveranstaltungen eingeladen, er sprang Pegida-Frontfrau Kathrin Oertel bei Günter Jauch wiederholt zur Seite, er bot dem umstrittenen Verein nun am Vormittag
die Räumlichkeiten seiner Behörde
für die erste Pressekonferenz von Pegida an. Jetzt findet sich der Theologe in einem Trommelfeuer zwischen Schmähkritik und Schulterklopfen wieder. Telefonate, Kommentare in den sozialen Netzwerken und E-Mails beschäftigten sich
mit dem Bürgerrechtler. Richter hat-
Frank Richter
Leiter der
Landeszentrale für
politische Bildung
FOTO: IMAGO
„Wir haben eine
ziemlich tiefe
Spaltung der
Gesellschaft. “
te im Oktober 1989 während Demonstrationen in Dresden die
„Gruppe der 20“ ins Leben gerufen,
die als erste Oppositionsgruppe als
Gesprächspartner der Staatsmacht
in der Stadt akzeptiert wurde. Er
nehme gerade an seiner eigenen Person wahr, „dass wir eine ziemlich
tiefe Spaltung der Gesellschaft haben“. Die Diskussionen seien emotional enorm aufgeladen. Was er getan habe, sagt Richter, um einen Dialog anzubieten und anzuregen, „war
gut und richtig“. Erschrocken sei er
gewesen, dass im öffentlichen Diskurs die guten Sitten sehr verlottert
seien. „Facebook-Einträge bewegen
sich sehr oft am unteren Ende der
Niveauskala.“ Auch darüber müsse
geredet werden. Seine Landeszentrale werde trotz aller Anfechtungen
weitere Veranstaltungen anbieten.
18.30 Uhr
Alles ruhig in Dresden
Auf dem Terrain rund um den Theaterplatz, wo eigentlich der 13. Pegida-Auflauf stattfinden sollte, sind
gegen 18.30 Uhr weit mehr Polizisten als Zivilisten unterwegs. Am
Fuße der Kathedrale stehen dennoch Passanten in kleinen Grüppchen zusammen, unter die sich Polizisten mischen. Um den Sockel
des Reiterstandbildes von König Johann mitten auf dem Platz haben es
offenbar Pegida-Sympathisanten geschafft, einen Kranz farbiger Kerzen
zu entzünden. Ansonsten wirkt der
Platz vor der Semperoper gespenstig. Dutzende Polizei-Fahrzeuge säumen den Platz und die angrenzenden Straßen. Die Polizei spricht immer noch von einem Großaufgebot.
Die Einsatzstärke sei aber gegenüber
„normalen“ Pegida-Montagen reduziert, so ein Sprecher. Die Beamten
sollten
Spontanversammlungen
verhindern. Kurz vor 19 Uhr ist es in
Dresdens Zentrum an einem Montag so ruhig wie lange nicht mehr.
EIN VIDEO, in dem Bachmann die Absage erklärt,
sehen Sie, wenn Sie den Code
mit dem Smartphone scannen. » www.freiepresse.de/bachmann
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 20. Januar 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Neue Ideen
nötig
Mildes Urteil gegen
Steuerdatendieb
DETLEF DREWES
ÜBER DEN KAMPF DER
EU GEGEN DEN TERROR
Ex-Banker Rudolf Elmer spielte Wikileaks
2008 Datensätze von Steuersündern zu
FOTO: FACUNDO ARRIZABALAGA/DPA/ARCHIV
4 Freie Presse
nachrichten@freiepresse.de
V
on einer überzeugenden
Antwort auf die drastisch
gestiegene Terrorgefahr ist
Europa weit entfernt. Zwar tagten
gestern die Außenminister, doch die
Vorschläge, die den Mitgliedsstaaten
bisher eingefallen sind, gehören gar
nicht in deren Ressort. Die Erfassung
aller Daten von Fluggästen, die Vorratsdatenspeicherung und die engere Zusammenarbeit von Polizei und
Geheimdiensten – sehr viel mehr innenpolitische Instrumente hat Europa genau genommen nicht, um
sein Wissen über die potenziellen
Einzelkämpfer zu vergrößern, auszutauschen und dann zu reagieren.
Dabei wissen alle, dass man zugleich an allen sozialen Stellschrauben drehen müsste, um die Brennpunkte in den Städten und Gemeinden zu entschärfen, wo jene arbeitslosen und deshalb für totalitäre Botschaften empfänglichen jungen
Menschen heranwachsen, die von
den Dschihadisten rekrutiert werden. Denn es ist nicht die Attraktivität von deren Ideologie, sondern die
Perspektivlosigkeit ihres Lebens, die
sie anfällig macht. Die Täter von
morgen verhindert man nicht durch
mehr Kontrolle, sondern mit einer
besseren Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Dennoch bräuchten auch die Außenminister ein paar neue Ideen. An
diesem Montag fiel ihnen gerade
mal die Zusammenarbeit mit einigen arabischen Staaten ein, um die
Terrormilizen von internationalen
Geldzuflüssen wie Einnahmen aus
Ölgeschäften abzuschneiden. Das
mag ein Anknüpfungspunkt sein.
Sehr viel wichtiger aber ist die demokratische und wirtschaftliche
Stabilisierung von Krisenregionen,
in denen die Terror-Kämpfer Fuß
fassen.
Doch weder in Afghanistan noch
in Syrien oder dem Irak hat der Westen nach seinem Eingreifen oder mit
den Hilfen für die Politik funktionierende Gesellschaften hinterlassen.
Das ist das außenpolitische Defizit,
das Extremisten und Terroristen
dann eben doch wieder als Alternative erscheinen lässt. Dieser Vorwurf
geht nicht nur an Europa, sondern
auch an alle anderen Mächte, die in
diesen Regionen eine Rolle spielen.
Die USA, Russland, China, Indien
und Europa bräuchten tatsächlich
so etwas wie einen gemeinsamen
Aufstand gegen den Terror. Doch
von einer derart konzertierten Aktion ist weit und breit noch nichts zu
sehen.
IMPRESSUM
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KARIKATUR: TOMICEK
Schnick, schnack, schnuck ...
Der bekannteste Schweizer Whistleblower Rudolf Elmer ist wegen
Verletzung des Bankgeheimnisses
und Urkundenfälschung zu einer
Bewährungsstrafe von 300 Tagessätzen von je 150 Franken verurteilt
worden. Das Bezirksgericht Zürich
sah es gestern als erwiesen an, dass
Elmer im Jahr 2008 geheime Bankdaten an die Enthüllungsplattform
Wikileaks übergeben hatte.
Zudem muss der ehemalige Mitarbeiter der Privatbank Julius Bär die
Gerichtskosten in Höhe von 25.000
Franken (etwa 24.850 Euro) übernehmen. Die Staatsanwaltschaft
hatte eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert.
Nach seiner Darstellung wurde
Elmer zu einem Whistleblower,
weil er die Geschäftspraktiken der
Bank nicht länger ertragen konnte.
Vor Gericht stand der 59-Jährige
auch, weil er im Januar 2011 bei einer Pressekonferenz in London dem
Wikileaks-Gründer Julian Assange
zwei CDs mit Bankkundendaten
übergeben haben soll. Elmer bestritt
jedoch, dass die Datenträger heikle
Informationen enthielten. Das Gericht befand gestern, dass es nicht
genügend Beweise für eine Verurteilung gebe. Elmer hatte als Geschäftsleiter der Julius-Bär-Filiale auf den
Kaymaninseln interne Kundendaten gesammelt. (dpa)
EU sucht nach Mitteln gegen den Terror
Mehr Kooperation und
mehr Informationsaustausch sollen die Sicherheit verbessern. Doch die
Umsetzung ist kompliziert.
VON DETLEF DREWES
BRÜSSEL — Die 28 Außenminister
der EU brauchten gestern nur aus
dem Fenster zu sehen, um die veränderte Sicherheitslage zu erkennen.
Nicht nur vor dem eigenen Tagungsgebäude, sondern auch vor dem Eingang der Brüsseler Kommission auf
der gegenüberliegenden Straßenseite waren schwer bewaffnete belgische Soldaten postiert. „Wir müssen
mehr Informationen austauschen.
Wir müssen mehr kooperieren“, forderte Federica Mogherini, die EUAußenbeauftragte, gleich zu Beginn
der Ministerratstagung.
Es war das erste Treffen nach den
Attentaten von Paris, von denen
Bundesaußenminister Frank-Walter
Steinmeier (SPD) sagte, dieser Tag
habe „Europa verändert“. Vorschläge gibt es, die man bis zum Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs am 12. Februar in Brüssel zusammenstellen will.
„Sinnvoll wäre eine gemeinsame
Gefährderdatei, die von allen Sicherheitsbehörden in der EU gepflegt
wird“, hatte der Chef der christdemokratischen Mehrheitsfraktion
im Europäischen Parlament, Manfred Weber, bereits vorgeschlagen –
und damit ein Tabu infrage gestellt.
Denn während die Zusammenarbeit
der Polizeibehörden inzwischen einigermaßen koordiniert abläuft,
weigern sich die Geheimdienste der
Mitgliedsstaaten bisher noch oft, ihr
Wissen mit anderen zu teilen.
Dabei wäre dies dringend nötig,
wie Österreichs Außenamtschef Sebastian Kurz in Brüssel betonte. „Es
gibt mittlerweile rund 5000 Menschen, die aus Europa in den Kampfeinsatz nach Syrien und in den Irak
gezogen sind. Wenn sie zurückkehren, stellen sie ein massives Sicherheitsrisiko da.“ Doch nicht nur die
schwedische Außenministerin Margot Wallström meldete Bedenken
an: „Ich bin mir nicht sicher, ob es so
viele neue und schnelle Lösungen
gibt.“
Zu den Vorschlägen, die eine große Mehrheit finden, gehört der Entzug der Ausweispapiere, um die Reisefreiheit von Terrorverdächtigen
einzuschränken. Immer mehr Mitgliedsstaaten wollen den Vorschlag,
den auch die Bundesregierung beschlossen hat, übernehmen. Auch
die Kontrolle der Fluggastdaten bei
Flügen in die bzw. aus der EU heraus
sowie bei innereuropäischen Verbindungen gewinnt zunehmend
Anhänger. Doch das Vorhaben
hängt in den parlamentarischen Beratungen fest. Zu viel ist ungeklärt.
Schwer bewaffnete Soldaten gehören derzeit in Brüssel zum Straßenbild. Sie
FOTO: YVES HERMAN/REUTERS
schützen auch die EU-Einrichtungen.
Nicht zuletzt die Finanzierung. „Die
anlasslose Fluggastdatenspeicherung kostet mindestens 500 Millionen Euro“, sagt der Datenschutzexperte der Grünen-Fraktion im Europa-Parlament, Jan Philipp Albrecht.
Bei Europol – der Europäischen Polizeizentrale in Den Haag – stünden
hingegen pro Jahr gerade mal um
die 50.000 Euro zur Aufstellung gemeinsamer Ermittlerteams bereit.
Inzwischen liegt auch ein Vorschlag zur Errichtung eines EU-eigenen Geheimdienstes auf dem Tisch.
Den gibt es zwar schon: INTCEN
(Single Intelligence Assessment
Centre) nennt sich die Einrichtung
in Brüssel, die dem Auswärtigen
Dienst der Gemeinschaft untersteht.
Aber ihre Mitarbeiter dürfen nicht
aktiv spionieren oder Daten sammeln.
Wie wichtig eine engere Zusammenarbeit wäre, zeigt nach Angaben des belgischen Außenministers
Didier Reynders die Anti-Terror-Aktion im ostbelgischen Verviers vor
wenigen Tagen, mit der mögliche
Attentate auf Polizisten verhindert
wurden. Sie kam durch eigene Hinweise und „Zuarbeit von außen“ zustande. Dass am Wochenende zwei
weitere Hintermänner in Griechenland festgenommen wurden, steht
inzwischen auch fest. „Es gibt ja eine
Kooperation, die in diesem Fall sogar Blutvergießen verhindert hat.
Diesen Weg müssen wir fortsetzen.
Wir dürfen nicht mehr wie in Paris
zu spät kommen“, sagte ein hochrangiges Mitglied der Kommission
Leitartikel
gestern.
Fahndung in Belgien
Mit Hochdruck fahnden die Sicherheitskräfte in Belgien nach möglichen
Hintermännern des vereitelten Terroranschlags gegen Polizisten. Anders als zunächst vermutet könnten
die jüngsten Festnahmen in Griechenland nach Angaben der Ermittler doch
in Zusammenhang mit den Anschlagsplänen im ostbelgischen Verviers stehen. Dies habe eine gründliche Prüfung aller Indizien ergeben, erklärte
die Staatsanwaltschaft.
In Belgien herrscht Alarmzustand,
seit die Behörden am Donnerstag
nach eigenen Angaben einen größeren Anschlag von Islamisten auf Polizeibeamte in letzter Minute vereitelten. Bei dem Anti-Terror-Einsatz im
ostbelgischen Verviers waren zwei
gesuchte Extremisten ums Leben gekommen. Sie stammten offenbar aus
Brüssel. Direkt danach wurden 15
Personen festgenommen, davon zwei
in Frankreich. In Athen gingen den
Fahndern laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA am Samstag
nach einem belgischen Amtshilfeersuchen zwei algerische Staatsbürger
ins Netz. Der mutmaßliche Anführer
wurde aber offenbar noch nicht gefasst.
In Frankreich hatten drei Islamisten
vom 7. bis 9. Januar bei Anschlägen
und Attacken insgesamt 17 Menschen
ermordet. Allein beim Angriff auf die
Pariser Redaktion des Satiremagazins
„Charlie Hebdo“ starben zwölf Menschen. (dpa/fp)
Zehn Jahre Hartz IV: Gerichte bügeln Fehler aus
In die kontroversen Bilanzen zur Hartz-IV-Reform hat sich ein Chemnitzer Sozialrichter eingeschaltet – Seine Sicht auf das Programm
CHEMNITZ — In den vergangenen Tagen gab es viele, auch kontroverse
Meinungsäußerungen zu der vor
zehn Jahren vollzogenen Arbeitsmarktreform Hartz IV. Außen vor
blieben dabei weitgehend die Folgen für die Sozialgerichte. Martin
Israng ist Richter am Sozialgericht
Chemnitz. Mit dem 51-Jährigen
sprach Gabi Thieme.
Freie Presse: Hatten Sie und Ihre Kollegen 2005 eine Vorstellung, was auf Sie zukommen
würde?
Martin Israng: Diese Woche erzählte mir ein Kollege, wie sehr man
2005 die Arbeitsbelastung für das
neue Rechtsgebiet unterschätzt hatte. Man dachte, drei oder vier Richter
könnten in der zu schaffenden Außenstelle des Sozialgerichts Chemnitz das Rechtsgebiet bearbeiten.
Das erwies sich ja bald als eine
grobe Fehleinschätzung.
Genau. Aus den drei oder vier Richtern wurden 25. Mehr als zwei Drittel unserer Richter befassen sich
heute mit diesem Rechtsgebiet. Anfangs mussten sogar Kollegen aus
anderen Gerichtsbarkeiten aushelfen. Die Zahlen stiegen schnell an:
von über 2000 auf fast 7500 neue
Verfahren pro Jahr. Das war 2009 der
Höhepunkt. Die Zahlen veranschaulichen die Sprengkraft von Hartz IV.
Die Sozialgerichte werden in der
Öffentlichkeit eigentlich erst seit
Hartz IV wahrgenommen.
Das könnte man zugespitzt so sagen.
Bis zur Einführung von Hartz IV genossen sie ein fast schon beschauliches Nischendasein. Sie wurden allenfalls durch kuriose Sachverhalte
zur gesetzlichen Unfallversicherung wahrgenommen, wenn es etwa darum ging, ob ein Arbeitnehmer, der bei der betrieblichen Weihnachtsfeier in volltrunkenem Zustand auf der Toilette ausrutscht, gesetzlich unfallversichert ist.
Ihre Berufswelt geriet mit der
Übernahme von Hartz IV also
ziemlich aus den Fugen.
Allein durch die politische Vorgeschichte der Hartz-Gesetze stand
dieses Rechtsgebiet wie kaum ein
anderes im Fokus der Öffentlichkeit.
Entsprechende Aufmerksamkeit erfuhren nun auch die Sozialgerichte.
Die politische Diskussion wurde befeuert durch die heiße Nadel, mit der
das Gesetz eilig durch Kompromisse
im Vermittlungsausschuss zusam-
Martin Israng
Richter
FOTO: RONNY ROZUM/ARCHIV
mengestrickt wurde.
Gab es nicht auch immer wieder
Nachbesserungen?
Bis heute folgten 67 Rechtsänderungen. Zweimal erklärte das Bundesverfassungsgericht tragende Regelungen für verfassungswidrig. Einmal hinsichtlich der Mischverwaltung aus Bundesagentur für Arbeit
und Kommunen, das andere Mal
hinsichtlich der Regelsatzhöhe. Die
daraufhin ermittelten neuen Regelbedarfe, die seit 2011 gelten, ließ das
Bundesverfassungsgericht
als
„noch“ verfassungsgemäß gelten. In
der Schule wäre das eine Vier minus.
Man hat den Eindruck, auch viele Rechtsanwälte entdeckten die
Sozialgerichtsbarkeit für sich.
Das Sozialrecht galt wegen des Missverhältnisses aus Aufwand und dem
zu erwartenden Ertrag für die meisten Anwälte lange als unattraktiv.
Mit Hartz IV änderte sich das. Wir
haben heute eine Art Industrieanwälte, für die ist Hartz IV schon wegen der Masse an Verfahren eine lukrative Einnahmequelle. Begünstigt
wurde dies durch die zahlreichen
Geburtsfehler des Gesetzes. Dazu kamen schlechte Computerprogramme, die unverständliche Bescheide
produzierten, und eine personell
unterbesetzte Verwaltung.
Viele Bescheide waren doch aber
tatsächlich fehlerhaft.
Durch die besondere Struktur der
Einzelansprüche in Bedarfsgemeinschaften betraf ein Fehler oft gleich
mehrere Verfahren, die die Anwälte
getrennt abrechnen konnten. Dadurch mutierte die Rechtsprechung
zum Reparaturbetrieb für die Geburtsfehler der Politik.
Sie sagten selbst einmal, das
Rechtsgebiet sei ausgesprochen
richterrechtlich geprägt.
Ich meine damit: Wo die Politik keine Farbe bekennen wollte, wie etwa
bei der Angemessenheit der zu übernehmenden
Unterkunftskosten,
musste das Bundessozialgericht mit
seiner Rechtsprechung zum „schlüssigen Konzept“ eine Lösung finden.
Martin Israng
Seit 2005 ist Martin Israng als Richter am Sozialgericht Chemnitz tätig,
wo er seit 2008 ausschließlich zu
Hartz-IV-Klagen Recht spricht. Der
gebürtige Rheinland-Pfälzer (Jahrgang 1963) lebt seit 1993 in Sachsen.
Seine erste Station im Freistaat war
das Verwaltungsgericht in Leipzig, bevor er für ein Jahr ans Oberverwaltungsgericht wechselte. (gt)
POLITIK
Dienstag, 20. Januar 2015
NACHRICHTEN
Freie Presse
5
Hunderttausende Tschetschenen protestieren gegen Mohammed-Karikaturen
BUNDESTAG
Sensburg soll
Immunität verlieren
BERLIN — Die Berliner Staatsanwalt-
FOTO: DANIEL NAUPOLD/DPA/ARCHIV
schaft wird offenbar Ermittlungen
gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Patrick Sensburg einleiten.
Wie gestern bekannt wurde, will sie
wegen des Verdachts der Körperverletzung die Aufhebung der Immunität Sensburgs beantragen. Der 43Jährige leitet den
Untersuchungsausschuss zu den
Spähpraktiken
des US-Geheimdienstes NSA. Der Politiker war von
seiner Freundin nach einem Streit
im Dezember angezeigt worden. Die
Frau hatte ihre Verletzungen ärztlich dokumentieren lassen, berichtete die „Westfalenpost“. Ihre Anzeige zog sie später zurück, die Staatsanwaltschaft geht dem Fall aber von
Amts wegen nach. Sensburg hatte in
der „Bild am Sonntag“ eingeräumt,
dass er bei dem Streit etwas „rabiat“
vorgegangen sei. „Ich habe sie an
den Armen gepackt. Sie hat sich gewehrt. Ich habe sie aus der Wohnung geschmissen.“ (dpa/fp)
Vom Hubschrauber aus sind die Menschenmassen zu sehen, die sich in Grosny rund
um die Achmat-Kadyrow-Moschee versammelt haben. Hunderttausende haben gestern
in der tschetschenischen Hauptstadt gegen
die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen im französischen Satiremagazin
„Charlie Hebdo“ protestiert. Das kremltreue
Oberhaupt der zu Russland gehörenden
Nordkaukasusrepublik, Ramsan Kadyrow,
warf westlichen Journalisten vor, die Gefühle von Gläubigen zu verletzen. Nach dem
Terroranschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ in Paris mit zwölf Todesopfern ist
das neue Heft erstmals in einer MillionenFOTO: KAZBEK VAKHAYEV/DPA
auflage erschienen.
BERUFUNG
EU will Hamas auf
Terrorliste lassen
BRÜSSEL — Die EU-Staaten wollen
die Entscheidung des Europäischen
Gerichts anfechten, die radikal-islamische Hamas von der Terrorliste zu
streichen. Man werde gegen das Urteil Berufung einlegen, teilte die EUAußenbeaufragte Federica Mogherini gestern mit. Das EU-Gericht hatte im Dezember erklärt, bei der Entscheidung, die Hamas auf die EUTerrorliste zu setzen, habe es verfahrenstechnische Fehler gegeben. Die
EU-Staaten wollen nun vor die
höchste Gerichtsinstanz in der EU
ziehen, den Gerichtshof der Europäischen Union. (rtr)
BOKO HARAM
Osten der Ukraine erneut von
blutigen Kämpfen erschüttert
Der Konflikt im Donbass
flammt wieder auf. Die
Regierung versucht, die
Region unter ihre Kontrolle zu bringen. Russland
wirft Kiew vor, die jüngste
Eskalation aus politischem
Kalkül zu befeuern.
Afrikaner erwägen
eigene Einsatztruppe
VON ULF MAUDER
BERLIN — Das westafrikanische Gha-
DONEZK — Die von Kriegsschäden,
na will die nigerianische Terrororganisation Boko Haram mit einer regionalen Einsatztruppe bekämpfen.
Der ghanaische Präsident John Dramani Mahama kündigte gestern in
Berlin Gespräche über eine solche
Truppe zwischen den Staaten der
Region an. Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU) begrüßte nach einem
Treffen mit Mahama den Vorschlag.
Deutschland sei zu finanzieller Hilfe
bereit. Die Sekte Boko Haram, die alles Westliche ablehnt, will im Norden Nirgerias einen Gottesstaat errichten. Mit Terrorangriffen und
blutigen Anschlägen kämpft sie inzwischen auch in den Nachbarländern für ihre Ziele. Am Sonntag entführten Boko-Haram-Kämpfer in
Kamerun 80 Dorfbewohner. 24 von
ihnen wurden später von der Armee
des Landes befreit. (dpa/fp)
Hunger und Kälte gezeichnete Konfliktregion Donbass in der Ostukraine sieht sich von den blutigsten
Kämpfen seit Wochen erschüttert.
Die Militärführung hat nach eigenen Angaben eine neue Offensive
der umstrittenen Anti-Terror-Operation begonnen. Doch ein Verstoß gegen die angeordnete Waffenruhe sei
das nicht, wie Kiew betont. 23 Tote
und mehr als 150 Verletzte ist die
24-Stunden-Bilanz von gestern.
Besonders erbittert kämpfen Regierungstruppen um die Kontrolle
über den strategisch wichtigen Flughafen von Donezk – der allerdings
längst in Trümmern liegt. Die prorussischen Separatisten und die Regierung in Moskau sehen den Flughafen als „Hoheitsgebiet“ der Aufständischen an. Sie werfen dem Militär eine „Aggression“ vor mit dem
Ziel, den Krieg wieder zu entfesseln.
Beamte im russischen Außenministerium und Kremlsprecher Dmitri Peskow kritisierten in Moskau,
dass sich der ukrainische Präsident
JEMEN
Schwere Kämpfe um
Präsidentenpalast
SANAA — Die jemenitische Armee
hat sich rund um den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Sanaa die
heftigsten Kämpfe mit schiitischen
Huthi-Rebellen seit Monaten geliefert. Augenzeugen berichteten gestern von schwerem Artilleriefeuer,
die Armee habe Panzer aufgefahren.
Auch auf den Konvoi von Regierungschef Chaled Bahah wurde
demnach geschossen, ohne dass er
verletzt wurde. Am späten Nachmittag einigten sich beide Seiten auf eine Waffenruhe. Laut Regierung gab
es vorher mehrere Tote. Die schiitischen Huthi-Rebellen kontrollieren
seit September Sanaa und den Nordjemen. Es war seitdem das erste Mal,
dass sich die Armee dagegen zur
Wehr setzte. Der Volksstamm der
Huthi fühlte sich in der sunnitisch
dominierten Regierung nicht ausreichend repräsentiert. (dpa)
Petro Poroschenko nicht um die
jüngsten Vorschläge von Präsident
Wladimir Putin für eine friedliche
Lösung des Konflikts schere. Der
Kremlchef betonte in einem Schreiben an Poroschenko, dass schleunigst die geplante entmilitarisierte
Zone geschaffen werden müsse.
Demnach sollen alle schweren
Geschütze mit mehr als 100 Millimetern Durchmesser von der Frontlinie abgezogen werden. So sieht es
eine in Minsk getroffene Vereinbarung vor. Die ist bisher aber nicht
umgesetzt worden. Zwar beteuert
Poroschenko bei einem Treffen mit
der polnischen Regierungschefin
Ewa Kopacz, dass die Ukraine weiter
an Friedensgesprächen interessiert
aktuell von
Separatisten
kontrolliert
aktuelle
Kampfgebiete
Besonders erbittert
wird um den Flughafen gekämpft
– der aber längst in
Trümmern liegt.
sei. Die EU und der Internationale
Währungsfonds (IWF) knüpfen ihre Milliardenhilfen für die klamme
Ukraine an eine friedliche Lösung.
Doch als Oberbefehlshaber der
Streitkräfte hat Poroschenko dem
Militär befohlen, den Separatisten
„keinen Fußbreit“ ukrainisches Territorium zu überlassen.
LUGANSK
Slawjansk
Kramatorsk
Lugansk
DONEZK
besonders umkämpft
Donezk
RUSSLAND
UKRAINE
Kiew
UKRAINE
Nowoasowsk
Mariupol
50 km
Asowsches Meer
dpa
Krim
Quelle: Ukr. Regierung, Stand 19.1.
Poroschenko hat versprochen,
die Staatlichkeit der Ukraine in der
abtrünnigen Donbass-Region wiederherzustellen. Das Militär habe
das Feuer im Donbass eröffnen müssen, erklärte der Staatschef beim
Treffen mit Kopacz, weil die Separatisten geschossen und den Abtransport von getöteten Soldaten verhindert hätten. Deshalb habe er den Befehl gegeben, auf die Angriffe zu reagieren.
Die Separatisten und Russland
werfen Poroschenko ein „doppeltes
Spiel“ vor: In der EU spreche er von
Friedensplänen, um Milliardenhilfen zu bekommen. Daheim sei er ein
Präsident ohne echte Macht, der den
„Kriegstreibern“ das Feld überlasse.
Regierungskritische Kommentatoren in Kiew sehen die Offensive
auch als Ablenkungsmanöver angesichts wachsender sozialer Probleme, steigender Preise und zunehmender Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
Vor allem aber beklagen Politiker
in Moskau, dass die Ukraine mit
dem Konflikt international Stimmung gegen Russland machen wolle. Die bis zuletzt ruhige Lage habe
dazu geführt, dass sich konstruktive
Kräfte im Westen um Gespräche mit
Russland bemühten, meinte Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow
in Moskau: „Das passt aber der „Partei des Krieges“ in der Ukraine kategorisch nicht.“ Angesichts von Diskussionen im Westen um ein mögliches Ende der Sanktionen gegen
Russland forderte die Ukraine nun
auch ausdrücklich, die Strafmaßnahmen unter gar keinen Umständen zu lockern. (dpa)
Golanhöhen:
Israel tötet
ersten Iraner
General soll syrische
Truppen beraten haben
DAMASKUS/BEIRUT — Die
israelischen Streitkräfte sollen erstmals einen iranischen Soldaten in einem
bewaffneten Konflikt getötet haben.
Ein Mitglied der Revolutionsgarden
sei bei einem Helikopterangriff der
Israelis auf die syrisch kontrollierte
Seite der Golanhöhen ums Leben gekommen, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars gestern berichtete. Der Iraner habe syrische Truppen im Kampf gegen die Terrormiliz
Islamischer Staat (IS) unterstützt,
die noch immer große Teile Syriens
und des Irak kontrolliert.
Nach Angaben von Fars handelt
es sich bei dem getöteten Iraner um
General Mohammed Ali Allahdadi.
Bislang hatte der Iran eine offene
militärische Einmischung im syrischen Bürgerkrieg stets bestritten.
Lediglich Militärberater hätten das
Land besucht. Der Angriff erfolgte
nach Angaben der syrischen Nachrichtenagentur Sana bereits am
Sonntag. Ein Hubschrauber habe die
syrische Seite mit Raketen beschossen. Dabei seien auch mindestens
sechs Hisbollah-Kämpfer getötet
worden. Israel äußerte sich nicht zu
dem Angriff. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pochte jedoch auf
ein umfassendes Recht zur Verteidigung seines Landes: „Wir werden alles tun, was nötig ist, um uns selbst
zu verteidigen, wo auch immer.“
Israel und Syrien streiten sich seit
fast fünf Jahrzehnten um die Golanhöhen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte Israel das 1150 Quadratkilometer
große syrische Plateau erobert und
Ende 1981 annektiert. (dpa)
Oxfam: Wohlstand auf kleine Elite konzentriert
Die Reichen werden immer reicher. Der Kampf
gegen Armut und Krankheiten wird so behindert,
klagen Menschenrechtler.
VON MICHAEL DONHAUSER
LONDON — Ölscheichs, Stahlmagna-
ten und Oligarchen: Ein Prozent der
Menschen weltweit werden im Jahr
2016 so viel Vermögen angehäuft
haben, wie die restlichen 99 Prozent
der Weltbevölkerung zusammen.
Auf dieses Missverhältnis verwies
gestern die britische Hilfsorganisation Oxfam aus Anlass des morgen in
Davos beginnenden Weltwirtschaftsforums. Im Jahr 2014 besaß
ein Prozent der Weltbevölkerung 48
Prozent des Vermögens.
„Der weltweite Wohlstand ist zunehmend auf eine kleine Elite konzentriert“, heißt es in dem zwölf Seiten starken Ungleichheits-Report,
den Oxfam gestern in London veröffentlichte. Die Relation ist nicht
ganz neu. Bereits seit Jahren machen
Oxfam und andere Menschenrechtsorganisationen auf die ungleiche
Verteilung des Vermögens und die
daraus resultierenden Gefahren aufmerksam. Für das Jahr 2013 hatten
die Menschenrechtler etwa errechnet, dass 92 Multi-Milliardäre genauso viel besitzen wie die ärmere
Hälfte der Weltbevölkerung zusammen – das sind mehr als 3,5 Milliarden Menschen. Im Jahr 2015 werden
es nur noch 80 sein, obwohl die
Weltbevölkerung aktuell zunimmt.
Das Vermögen der Top 80 stieg in
den vergangenen vier Jahren von 1,3
auf 1,9 Billionen Dollar.
Auch regional sei der Reichtum
ungleich verteilt. Fast ein Drittel der
auf der Forbes-Liste aufgeführten
1645 Milliardäre weltweit haben ei-
nen US-amerikanischen Pass oder leben in den Vereinigten Staaten.
Die ungleiche Vermögensverteilung behindere den Kampf gegen
die weltweite Armut, sagte OxfamExekutivdirektorin Winnie Byanyima aus Uganda. Einer von neun
Menschen auf der Erde habe nicht
genug zu essen, eine Milliarde Menschen müsse pro Kopf mit weniger
als 1,25 US-Dollar pro Tag zurechtkommen. Der deutsche Linken-Politiker Dietmar Bartsch nannte die
Entwicklung „pervers“. Der SPD-Politiker Joachim Poß forderte die
schnelle Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa, um
die Verursacher von Krisen an deren
Kosten zu beteiligen.
Oxfam kritisiert zudem, dass besonders viele Superreiche, die ihr
Geld auf dem Pharma- und Gesundheitssektor verdienen, erheblich an
Vermögen dazugewonnen hätten,
während die Weltgesundheit jedoch
nur schrittweise vorankomme.
Oxfam-Exekutivdirektorin Byanyima wird in diesem Jahr als CoVorsitzende das Weltwirtschaftsforum leiten. Sie kündigte bereits an,
den Vorsitz zu nutzen, um für ein
härteres Vorgehen gegen Steuervermeidung von Großkonzernen zu
werben. (dpa)
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
NACHRICHTEN
LANDWIRTSCHAFT
36 Millionen Euro
für Investitionen
DRESDEN — Mit rund 36 Millionen
Euro fördern die Europäische Union
und das Land in diesem Jahr Investitionen in der sächsischen Landwirtschaft. Damit solle vor allem ein
sparsamer Umgang mit Ressourcen,
die Reduzierung von Emissionen
und die artgerechte Tierhaltung unterstützt werden, teilte das Landwirtschaftsministerium gestern in
Dresden mit. Der Schwerpunkt liege
bei ökologisch-biologisch wirtschaftenden Milchvieh-, Schafzucht-,
Gartenbau- und Weinbaubetrieben.
Gefördert würden unter anderem
neue Stallungen, energiesparende
Gewächshäuser oder auch Spezialtechnik für den Weinbau in Steillagen. Im vergangenen Jahr wurden
die landwirtschaftlichen Investitionen mit rund 21 Millionen Euro bezuschusst. (dpa)
SANKTIONEN
Chinas Börsen
stürzen ab
SHANGHAI — Die chinesischen Akti-
enmärkte sind zu Wochenbeginn so
stark abgestürzt wie sonst an keinem einzelnen Tag seit Mitte 2008.
Die beiden wichtigsten Indizes büßten jeweils knapp acht Prozent ein.
An der größten Börse in Shanghai allein wurden Firmenwerte im Volumen von 315 Milliarden Dollar vernichtet. Hauptgrund für den kräftigen Rückgang sind geplante Verbote
für bestimmte Finanzprodukte, die
zuletzt dafür gesorgt hatten, dass
viel spekulatives Geld in den Markt
geflossen ist. (rtr)
MOTORRÄDER
BMW mit
Verkaufsrekord
MÜNCHEN — BMW hat im vergangenen Jahr dank mehrerer neuer Modelle so viele Motorräder verkauft
wie nie zuvor. Weltweit setzte der
Konzern mehr als 123.000 Motorräder ab und damit gut sieben Prozent
mehr als im Jahr zuvor. Der wichtigste Absatzmarkt blieb Deutschland: Etwa jedes fünfte Motorrad
wurde hier verkauft, wie BMW gestern in München mitteilte. Auf den
nächsten drei Plätzen folgten die
USA,
Frankreich
und
Italien. (dpa)
Bahnkunden
müssen
weiter bangen
Dienstag, 20. Januar 2015
„Krisenwährung“ kommt zurück Start-ups
aus Europa
werden
häufiger
Internetkonferenz:
Junge Firmen haben
neues Selbstbewusstsein
Tarifverhandlungen neu gestartet – Ergebnis offen
BERLIN — Für Bahnkunden beginnt
das neue Jahr, wie das alte endete:
unsicher. Streiks sind weiterhin
möglich. Denn die Bahn und ihre
Gewerkschaften haben es noch
immer nicht geschafft, ihren Tarifstreit zu lösen. Fortschritte sind
zwar sichtbar. Aber die Lokführer
drohen schon wieder mit Ausständen – dass sie nicht lange fackeln,
haben sie schon bewiesen.
Erst massive Streiks, dann
wochenlang Ruhe – wie kam es
dazu?
Es ist noch immer einer der schwierigsten Tarifkonflikte in der Geschichte der Deutschen Bahn. Sechsmal haben die Lokführer seit vergangenem Sommer gestreikt, zuletzt Anfang November für 34 Stunden allein im Personenverkehr. Wenige Tage vor Weihnachten dann
die Überraschung: Der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky, spricht nach
einer neuen Verhandlungsrunde
vom „Durchbruch“. Tatsächlich gab
es Fortschritte – und einen neuen
Termin erst jetzt, fast fünf Wochen
später. Deshalb die lange Ruhe.
Ist der von den Lokführern
erklärte Durchbruch wirklich
schon erreicht?
Nur zum Teil. Beide Seiten machten
mit der Einigung auf eine Einmalzahlung von 510 Euro einen Strich
unter das Jahr 2014. Entscheidend
für Weselsky war, dass die Bahn damit einen Abschluss für alle GDLMitglieder schloss – nicht nur für
Lokführer, sondern auch für Zugbegleiter, Gastronomen, Lokrangierführer, Instruktoren, Trainer, Disponenten. Doch für die Zeit ab 2015 ist
noch alles offen.
Warum
schlägt
GDL-Chef
Weselsky jetzt wieder schärfere
Töne an?
Er will den Druck im Bahn-Tarifkessel aufrechterhalten. Spiele die Bahn
auf Zeit, sei die Gewerkschaft quasi
über Nacht wieder im Arbeitskampfmodus, drohte er am Wo-
chenende – eine Drohung, die er gestern Morgen nur im Ton abmilderte,
nicht aber in der Sache. Zeitspiel
kann sich Weselsky nicht leisten,
seine Mitglieder kämpfen schon so
lange für mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten. Er hat außerdem registriert, dass nach seinem Wort vom
„Durchbruch“ urplötzlich die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) den
Bremsklotz in den Verhandlungen
spielte.
VON ANDREJ SOKOLOW
MÜNCHEN — Google, Facebook, Twit-
Warum ist die Lösung so kompliziert?
Die GDL will Abschlüsse auch für
ihre Mitglieder in Berufsgruppen
machen, für die bisher die EVG verhandelt hat. Die Bahn will aber erreichen, dass in den getrennten Verhandlungen mit beiden Gewerkschaften das Gleiche herauskommt.
„Es kann nicht sein, dass für ein und
dieselbe Arbeitnehmergruppe beispielsweise unterschiedliche Arbeitszeiten gelten“, sagt Bahn-Personalchef Ulrich Weber im Deutschlandfunk. Es gibt auch die Befürchtung, dass sich sonst GDL und EVG
in Zukunft bei ihren Forderungen
gegenseitig hochschaukeln.
Wann kann ich endlich wieder
ohne Angst vor Streiks einen
Fahrschein buchen?
Das ist schwer zu sagen. „Da sind
schon noch ein paar Verhandlungsrunden zu fahren“, orakelte Weselsky vorige Woche. „Wir legen von
unserer Seite Wert darauf, möglichst im März fertig zu werden.“
Bahn-Personalchef Weber meint,
dass es am Verhandlungstisch noch
„extrem mühsam“ wird. „Völlig
überflüssig“, findet er aber Weselskys neue Streikdrohung. „Das
macht die Leute nur unruhig und
hilft in den Verhandlungen um eine
Tarifregelung keinen Millimeter
weiter.“ Dass die beiden maßgeblichen Gewerkschaften sich schwer
miteinander tun, sei das Problem,
sagte Ulrich Weber. Er setze auf respektvolle Verhandlungen in der Tarifrunde. (dpa)
Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Bundesbank weitere 120 Tonnen
Gold von ausländischen Lagerstellen nach Frankfurt gebracht. Davon
stammten 35 Tonnen aus ihren Beständen in Paris und 85 Tonnen aus
New York, wie die Notenbank gestern in Frankfurt mitteilte. Die Umsetzung ihres Anfang 2013 vorgestellten Gold-Lagerstellenkonzeptes verlaufe reibungslos und sei 2014 intensiviert worden, sagte BundesbankVorstand Carl-Ludwig Thiele: „Wir liegen sehr gut im Zeitplan.“ Der
Großteil der deutschen Goldreserven lagert aus historischen Gründen
im Ausland, vor allem in den Tresoren der US-Notenbank Fed in den
USA. Die Bundesbank will bis 2020 mehr als die Hälfte ihrer aktuell
3384 Tonnen in heimischen Tresoren lagern. Mehr als 1200 Tonnen sollen nach 2020 in New York bleiben, 445 Tonnen in London. Thiele hatte
dies kürzlich so begründet: „Gold kann im Krisenfall beliehen oder in eiFOTO: KARL MATHIS/DPA
ne andere Währung getauscht werden.“
ter: In der Internetbranche sind Firmen aus dem Silicon Valley traditionell das Maß der Dinge. Doch inzwischen ist unübersehbar: Start-ups
aus Europa gewinnen an Selbstbewusstsein – und Marktanteile. Noch
sind die Erfolgsgeschichten meist
auf einzelne Bereiche konzentriert,
etwa Smartphone-Spiele. So landete
die finnische Firma Supercell einen
Hit mit ihrem „Clash of Clans“,
ebenso wie King Digital mit „Candy
Crush“. King wird vor allem nach
dem Börsengang in New York oft als
US-Firma wahrgenommen, hat aber
ihren Sitz in London, gegründet von
einem Italiener – europäischer geht
es also kaum.
„Wir sehen mehr und mehr solcher Erfolgsstorys“, sagt der Mitgründer des Risikokapitalgebers Index Ventures, Giuseppe Zocco. Er
hat den Überblick: Index investiert
seit rund 20 Jahren in Europa. „Es
kommen immer mehr Elemente für
ein erfolgreiches Start-up-Ökosystem zusammen“, sagt er – Serien-Unternehmer, Kapital, Programmierer,
spezialisierte Anwälte. „Seit einem
Jahr haben wir den Eindruck, dass
im europäischen Start-up-Geschäft
eine kritische Masse zusammenkommt.“
Auch der Chef der Berliner Startup-Schmiede Rocket Internet, Oliver Samwer, sieht ein verändertes
Klima in Europa. „Die wichtigste Erfahrung des Börsengangs war: Es ist
machbar“, sagte der 38-Jährige gestern auf der Internetkonferenz DLD
in München. Die Ängste im Vorfeld
hätten sich als unbegründet erwiesen. Er hoffe, dass dies anderen Unternehmen Mut mache. Und aus
Samwers Sicht sind die Branchengiganten wie Google inzwischen
selbst eher behäbige Tanker. „Das ist
etwas für Leute, die Cafeterias mögen“, sagte Samwer. Dabei ist es die
scheinbare Sicherheit eines großen,
börsennotierten Unternehmens, die
viele junge Leute lockt. (dpa)
BÖRSEN UND MÄRKTE
Tops und Flops
Deutscher Aktien Index (Dax)
K U R S A M 1 9.0 1 . 2 0 1 5 : 1 0. 2 4 2 , 3 5 P U N K T E
19.01. Änd. %
61,99
+6,18
11,09
+5,12
38,16
+4,92
76,69
+4,35
1,81
+4,33
79,28
-2,84
44,94
-2,44
38,13
-1,42
77,44
-1,16
25,42
-0,94
Manz
Südzucker
Rheinmetall
Pfeiffer Vacuum
QSC NA
Drägerwerk Vz.
Aurubis
United Internet NA
Hannover Rück NA
Talanx
10250
10000
9750
9500
9250
Ausgewählte Notierungen
9000
November
200-Tage-Verlauf
Dezember
Januar
38-Tage-Verlauf
Markttrend
Die 30 Dax-Werte (Xetra)
DAX in Rekordlaune
Dividende 19.01.
Adidas NA
1,5
58,81
Allianz SE vNA°
5,3
142,15
BASF NA°
2,7
73,36
Bayer NA°
2,1
124,00
Beiersdorf
0,7
75,29
BMW St.°
2,6
94,22
Commerzbank
10,77
Continental
2,5
190,50
Daimler NA°
2,25
74,73
Dt. Bank NA°
0,72
25,05
Dt. Börse NA
2,1
64,31
Dt. Post NA°
0,8
27,98
Dt. Telekom NA°
0,5
14,20
E.ON SE°
0,6
13,20
Fresen. M. C. St.
0,77
66,11
Fresenius SE
0,42
48,11
Heidelb.Cem.
0,6
60,60
Henkel Vz.
1,22
96,55
Infineon NA
0,12
9,27
K+S NA
0,25
24,82
Lanxess
0,5
35,20
Linde
3
160,90
Lufthansa
0,45
14,31
Merck
0,95
87,86
Münch. Rück°
7,25 172,30
RWE St.°
1
23,52
SAP SE°
1
57,51
Siemens NA°
3
96,93
ThyssenKrupp
20,75
VW Vz.°
4,06 192,65
Die Stimmung an der Börse in Frankfurt ist
gut. Die Indizes steigen und steigen. Das
hat gleich mehrere Gründe. Der schwache
Euro verbessert die Position der deutschen
Unternehmen im globalen Wettbewerb.
Der sinkende Ölpreis dürfte positiv auf den
Konsum wirken. Und am Donnerstag
dürfte die Europäische Zentralbank das
erwartete Ankaufprogramm von Staatsanleihen bekanntgeben. Dann dürfte weitere Liquidität an die Börse kommen und
nach einer Anlagemöglichkeit suchen. Der
DAX kletterte im Tagesverlauf auf ein
Rekordhoch bei 10.293 Punkten, am Abend
schloss er noch 0,7 Prozent fester bei
10.242,35. Dabei störte nicht, dass die Wall
Street auf Grund des Feiertages Martin Luther King Jr geschlossen hatte. Fraglich ist,
wie es in den kommenden Wochen weitergeht. Die Erwartungen der Börsianer an
die Europäische Zentralbank sind sehr
hoch. Damit besteht die Gefahr einer Enttäuschung.
Dow Jones
Angegeben sind Schlusskurse in Euro, Börsenplatz
Frankfurt (soweit nicht anders angegeben). Der Kurs
bezieht sich auf Stückaktien. ° = Euro Stoxx 50 Wert,
St = Stammaktie, Vz. = Vorzugsaktie, NA = Namensaktie.
Nikkei-Index = © Nihon Keizai Shimbun, Inc. **Zinsen =
FMH, Durchschnittswerte (Zinsen geben nur ungefähre Hinweise auf die Marktlage). Gold (1 kg) und Kurse für Reisende
sind Schalterkurse der Deutschen Bank. Tops/Flops
beziehen sich auf den HDax (Dax30, MDax und TecDax).
Alle Angaben ohne Gewähr.
Quelle vwd group
16.01.
56,59
142,50
72,67
123,70
75,07
93,59
10,54
188,70
74,38
24,71
63,66
27,56
14,05
13,11
64,90
48,32
60,24
95,92
9,11
24,47
35,04
159,80
14,25
86,44
171,10
23,50
57,57
95,47
20,74
191,80
A. Springer SE
Aareal Bank
Airbus Group°
Aurubis
Bauer
Bechtle
Bilfinger
Brenntag NA
Carl Zeiss Med.
Celesio NA
CEWE KGaA
comdirect bank
CompuGroup
DMG Mori Seiki
Drägerwerk Vz.
Dt. Annington
Dt. EuroShop
Dt. Postbk. NA
Dürr
Evonik
Facebook
Fielmann
Fraport
G. Weber Int.
GAGFAH
GEA Group
Gerresheimer
GfK SE
GK Software
Hann. Rück.NA
Heidelb. Druck.
HOCHTIEF
Hornbach Vz.
Hugo Boss NA
Indus Hold.
Intershop
Jenoptik
Jungheinrich
Kabel Deutschl.
Kion Group
Koenig & Bauer
Krones
Dividende
1,8
0,75
0,75
1,1
1,1
3
0,87
0,45
0,3
1,5
0,36
0,35
0,5
0,83
0,7
1,25
1,66
1,45
1
1,45
1,25
0,75
0,6
0,7
0,65
0,25
3
1,5
0,8
3,34
1,1
0,2
0,86
0,35
2
19.01. 16.01.
52,00 52,06
34,03
33,33
46,83 46,38
44,95 45,83
14,99
15,10
71,00
70,10
49,58
48,18
45,49
45,25
23,49
22,68
26,31
26,28
49,82 48,82
8,35
8,35
21,01 20,88
25,68
25,16
79,17
81,27
29,74
29,65
39,19
38,59
34,25
33,85
75,50
75,10
27,00
26,62
64,58 64,95
59,93 59,40
52,10
52,12
34,71
33,77
19,10
19,07
36,64
36,43
48,27
47,34
32,40
31,89
33,80 33,80
76,77
77,96
1,95
1,90
62,43
61,49
73,01
73,10
106,39 104,34
38,34 38,49
1,05
1,05
11,19
10,69
54,88 54,40
114,79 113,75
32,42
32,47
10,01
9,99
83,32
81,51
KUKA
Leoni
Logwin
MAN SE St.
Medisana
Metro St.
MLP
MTU Aero
Nemetschek
Norma Group
Osram Licht
Porsche SE Vz.
ProS.Sat.1
Puma SE
QIAGEN
Rational
Rheinmetall
Rhön-Klinikum
Rocket Internet
RTL Group
RWE Vz.
Sachsenmilch
Salzgitter
Schneider El.°
SGL Carbon SE
Sixt SE St.
SolarWorld
STADA vNA
Südzucker
Symrise
Talanx
Telef. Dtschl.
TUI NA
Twitter
Utd. Internet NA
Vossloh
VTG
VW St.
Wacker Chemie
WINCOR NIXD.
Xing NA
Zalando
0,3
1
3,07
0,16
1,35
1,3
0,7
2,01
1,47
0,5
6
0,4
0,25
4,5
1
0,11
0,2
1,45
1
0,66
0,5
0,7
1,2
0,37
0,15
0,4
0,5
0,42
4
0,5
1,48
4,2
57,07
57,26
53,90
52,90
1,17
1,22
93,51 93,66
2,64
2,61
27,37
26,85
3,68
3,67
79,19
78,98
88,09 88,02
41,15
41,41
37,24 36,50
69,80 69,60
38,10
37,48
173,11 165,56
20,47 20,50
282,07 284,69
38,19 36,39
23,34
23,25
43,49
44,21
81,29 80,56
17,51
17,66
4150
4150
22,45
22,63
63,65
61,54
14,24
13,97
32,64
33,07
11,90
11,87
27,24
26,93
11,02
10,60
54,21
53,30
25,52
25,79
4,69
4,66
14,69
14,52
32,07
32,38
37,91
38,61
54,40
52,70
20,70 20,08
187,60 187,10
83,31 84,43
40,45 40,22
94,02
94,13
23,34
23,92
Metalle und Rohstoffe
in Euro
19.01.
16.01.
Gold, 1-kg-Barren
35685,00 35165,00
Silber 1 kg Barren
533,00
510,00
Platin (Heraeus) je g
37,47
37,03
Gold-Lnd., $ Feinunze
1275,50
1258,25
Rohöl, brent $/barrel
49,12
49,07
Min. - Max. Max-Vtg.
El.-Kupfer (DEL) 500,20-502,95 502,13
Investments
Zinsen
2,5
Realzins
19.01.2015 0,15
Inflationsrate
Dezember 2014
1,5
0,20%
0,5
Umlaufrendite
19.01.2015 0,35
-0,5
F M A M J J A S O N D J
Realzins=Umlaufrendite-Inflationsrate
© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015
Marktdaten
M-Dax
Tec-Dax
Euro Stoxx 50
FTSE 100
Dow Jones
Nasdaq
S & P 500
Nikkei
Hang Seng
1 Euro in Dollar
1 Euro in Yen
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Schw. Fr.
Umlaufrendite
Bund-Future
Rentenindex (REX)
19.01. Änd. %
17.874,12
+1,12
1.453,41
+0,97
3.220,90
+0,58
6.585,53
+0,54
geschl.
geschl.
geschl.
17.014,29
+0,89
23.728,98
-1,58
1,1605
+0,15
136,2700
+0,90
0,7664
+0,35
1,0120
-0,08
0,35
0
157,73
+0,20
139,79
-0,35
* Stand 20.05 Uhr ME(S)Z
Zinsen und Renditen
Basiszins n. § 247 (BGB)
Hauptrefi. (ab 10.09.14)
US-Leitzins Fed Funds Rate
CA-Leitzins Overnight Rate
GB-Leitzins Repo Satz
JP-Leitzins Diskontsatz
HK-Leitzins Prime Rate
Rentenindex (REX)
Tagesgeld unter Banken
Festgeld (1 Mon./ab 5TEuro)**
Festgeld (3 Mon./ab 5TEuro)**
Sparbrief (3 Jahre)**
Ratenkred. (3J./bis 10TEUR)**
Hypothek, Zins 10J. fest eff.**
Hypothek, Zins 5J. fest eff.**
-0,83
0,05
0,25
1,00
0,50
0,10
0,50
139,79
0,22-0,10
0,16
0,23
0,65
5,53
1,60
1,22
KVG - Fondsname
Ausg. Rückn.
Aberd. A.M. DEGI EUROPA
12,81
12,20
AGI GmbH Adifonds A
105,97
100,92
AGI GmbH Adirenta A
16,55
16,07
AGI GmbH Adiverba A
129,24
123,09
AGI GmbH Biotechnologie A 163,41
155,63
AGI GmbH Bondspezial A EUR 51,58
50,08
AGI GmbH Concentra AE
102,25
97,38
AGI GmbH Eur Renten AE
67,08
65,44
AGI GmbH Eur Renten K AE
45,04
44,16
AGI GmbH Euroaktien A
53,20
50,67
AGI GmbH EuropaVision A
28,29
26,94
AGI GmbH Europazins AE
59,14
57,42
AGI GmbH Fondak A
150,14
142,99
AGI GmbH Fondirent
48,85
47,43
AGI GmbH Fondis
67,45
64,24
AGI GmbH Fondra
111,57
107,28
AGI GmbH Fonds Japan A
46,57
44,35
AGI GmbH Industria AE
104,87
99,88
AGI GmbH Interglobal A
243,05
231,48
AGI GmbH InternRent A EUR
47,57
46,18
AGI GmbH Kapital+ AE
64,31
62,44
AGI GmbH Neb. Deutschl.A
241,92 230,40
AGI GmbH Plusfonds
127,34
121,28
AGI GmbH Rentenfonds AE
92,42
90,17
AGI GmbH SGB GELDMARKT
75,27
74,90
AGI GmbH Thesaurus AT
806,89 768,47
AGI GmbH Verm. Deutschl. A 164,50
156,67
AGI GmbH Vermög. Europa A 45,98
43,79
AGI GmbH Wachstum Europa A104,80
99,81
AGI GmbHLux Allianz Euro B.FE 70,60
68,54
Carmignac Investissement A* 1163,53 1163,53
DeAWM Basler-Aktienf DWS
63,14
60,29
DeAWM DWS Akkumula
874,91 833,24
DeAWM DWS Akt.Strat.D
301,45 287,09
DeAWM DWS EUR Bds(L)
1767,59 1716,10
DeAWM DWS EUR Reserve
136,18 134,83
DeAWM DWS Eurol Strat R
35,86
34,98
DeAWM DWS Europ. Opp
249,92
238,01
DeAWM DWS Eurorenta
59,39
57,65
DeAWM DWS Eurovesta
118,23
112,59
DeAWM DWS G M&M Typ O
58,10
58,10
DeAWM DWS Inter-Renta LD
15,31
14,86
DeAWM DWS Investa
155,90 148,47
DeAWM Dws TelemediaTyp O 134,56 134,56
DeAWM DWS Top Div. LD
116,45
110,90
DeAWM Dws Top Europe
133,13 128,00
DeAWM Dws Top World
85,90
82,59
DeAWM DWS Vermbf.I LD
129,03
122,88
DeAWM DWSI GE LD*
157,19
149,33
DeAWM grundb. europa RC
42,62
40,58
Deka Deut. AriDeka
68,45
65,03
Deka Deut. Deka MegaTrends CF 61,17
58,96
Deka Deut. DekaFonds
98,80
93,86
Deka Deut. DekaRent-Internat. 20,65
20,05
Deka Deut. DekaSpezial
309,14 293,69
Deka Deut. DekaTresor
88,39
86,23
Deka Deut. RenditDeka
24,61
23,89
Deka Deut. TeleMedien TF
66,95
66,95
Deka Immob Europa
47,70
45,32
Deka Lux Europa TF
58,30
58,30
Deka Lux-Japan CF
585,74 556,47
DJE Invest Absolut PA
281,67 268,26
DJE Invest Alpha Glob PA
204,95
197,07
DJE Invest Div&Sub P
344,51 328,10
DJE Invest DJEDiv&Sub XP
215,77
215,77
DJE Invest Renten Glob PA
157,01
153,93
Fidelity European Growth*
13,92
13,23
Frank.Temp. TEM Gr.(Eur) Aa* 16,36
15,50
HANSAINVEST HANSAinternat. A21,20
20,49
iii INTER ImmoProfil
51,09
48,66
Pioneer EuroBond Medium
54,34
52,76
Pioneer PI German Equity
188,90
179,90
Robeco N.V. A
32,69
SEB Invest ImmoInvest
35,02
33,27
Union UniDyn.Europa A*
75,78
72,87
Union UniEuroAktien*
60,64
57,75
Union UniEuropa*
1797,40 1711,81
Union UniEuroRenta*
70,17
68,13
Union UniFonds*
49,36
47,01
Union UniGar: Deut.2019 II*
108,04
Union UniGlobal*
181,67
173,02
Union UniKapital*
114,81
112,56
Union UniRak*
112,60
109,32
Union UniRenta*
21,53
20,90
Union VR Sachsen Glbl Un*
49,03
48,07
UniRealEst UniImmo:Dt.*
95,94
91,37
* Fondspreise etc. vom Vortag oder letzt verfügbar, kursiv wenn nicht in Euro
Kurse für Reisende
Land
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Dollar
1 Euro in Schw. Fr.
Dänische Kronen
Kanadische Dollar
Norwegische Kronen
Polnische Zloty
Schwedische Kronen
Tschechische Kronen
Türkische Lira
Ungarische Forint
Ankauf Verkauf
0,726
0,799
1,096
1,227
0,964
1,078
7,091
7,841
1,318
1,478
8,409
9,409
3,861
5,171
8,966
10,116
24,127
30,527
2,567
2,867
265,890 395,890
WIRTSCHAFT
Dienstag, 20. Januar 2015
Freie Presse
Hightech für
Wohnwagen
NACHRICHTEN
FLUGBEGLEITER
Tarifverhandlung
gescheitert
Mit mehr technischer Hilfe und
Komfort versucht die CaravanBranche auf der Reisemesse CMT in
Stuttgart, neue Kunden anzuwerben: Assistenzsysteme und Apps
halten Einzug in Wohnwagen und
Wohnmobile. Damit zielt die Branche vor allem auf ihre Stammklientel, die im Schnitt gut 60 Jahre alt
ist. Die Menschen, die sich für Camping-Urlaub mit dem Reisemobil interessieren, werden nach Ergebnissen des Instituts für Tourismus und
Bäderforschung in Nordeuropa
(NIT) immer älter. Um ihen das Fahren zu erleichtern, rüsten die Hersteller vor allem Reisemobile mit
Helfern auf, die die Kunden auch
aus dem Auto kennen. Spurhalteassistenten warnen den Fahrer, wenn
er zu weit zur Seite abdriftet. „Alles
was den Komfort erhöht, gibt einen
Anreiz“, ist Tim Rüttgers, Technologie-Experte vom CIVD, überzeugt.
Darüber hinaus setzen manche Hersteller inzwischen auf Apps, um
den Komfort ihrer Fahrzeuge zu erhöhen. In Wohnmobilen lassen
sich Licht und Heizung vom Tablet
aus steuern. Wohnwagen können
mit Hilfe einer Fernsteuerung einFOTO: MARIJAN MURAT/DPA
parken.
FRANKFURT (MAIN) — Bei der Lufthansa eskaliert ein weiterer Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft Ufo hat die
Verhandlungen zu Fragen der betrieblichen Altersversorgung und
der Übergangsrenten von rund
19.000 Flugbegleitern für gescheitert erklärt. Man habe sich aber mit
der Lufthansa geeinigt, unverzüglich eine Schlichtung einzuleiten,
erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies gestern in Frankfurt.
Die Mitglieder der Ufo sind in einer
bis zum Monatsende befristeten Urabstimmung aufgerufen, über einen
Arbeitskampf zu entscheiden. (dpa)
AUFZUGSKARTELL
Thyssen-Krupp
zahlt Schadensersatz
ESSEN/BERLIN — Thyssen-Krupp hat
sich mit der Deutschen Bahn auf
Schadenersatz für verbotene Preisabsprachen bei Aufzügen geeinigt.
Das bestätigten Sprecher beider Unternehmen gestern auf Anfrage. Zur
Höhe wollten die Unternehmen keine Stellung nehmen. Nach MedienInformationen soll es sich um einen
Betrag in der Größenordnung von
20 Millionen Euro handeln. (dpa)
TIERNAHRUNG
Fressnapf rechnet
mit stabilen Preisen
KREFELD — Im
hartumkämpften
Heimtiermarkt rechnet der deutsche Marktführer Fressnapf in diesem Jahr mit stabilen Preisen. „Die
Zeit, in der unsere Branche durch
Preissteigerungen gewachsen ist, ist
vorbei“, sagte Geschäftsführer Alfred Glander gestern. 2014 stiegen die
Preise für Tiernahrung und -zubehör durchschnittlich um rund ein
Prozent. (dpa)
Wir-Gefühl setzt Kleinstädte unter Strom
Trotz höherer Hürden
wollen nach wie vor einige
Sachsen ihre Strom- oder
Wärmeversorgung lieber
selbst in die Hand
nehmen. Sie gründen eine
Bürger-Energiegenossenschaft. Beispiele zeigen,
wie steinig der Weg ist.
A N ZE I G E
VON JÜRGEN BECKER
CHEMNITZ — Michael Arnold aus der
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Telefonieren Call by Call Übersicht
über günstige Telefonanbieter (Gebühren in Cent/Min. inkl. MwSt.) aus
dem Festnetz der Deut. Telekom.
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1,44
1,46
0,63
0,65
01038
01028
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01013
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5500-Seelen-Gemeinde Drebach tüftelt beruflich an Roboter-Simulationen – und privat an einer optimalen
Energieversorgung. Als der Erzgebirgler sein Haus auf Holzpellet-Heizung und Fotovoltaik umstellte, hatte er die Idee: „Das müsste doch auf
die ganze Gemeinde übertragbar
sein.“ Kurzerhand ließ sich Arnold
daraufhin zum Projektentwickler
für Energiegenossenschaften weiterbilden und gründete im Mai 2014
gemeinsam mit Mitstreitern die
Bürger Energie Drebach.
Mit einer leicht realisierbaren Fotovoltaikanlage, die seit letztem
Sommer das örtliche Planetarium
mit Strom versorgt, startete die Genossenschaft. Die rund 23.000 Euro
dafür kamen über die gezeichneten
Anteile zusammen – und durch Darlehen, die die Bürger Energie Drebach bei ihren Mitgliedern aufnahm
und bis 2031 tilgt; 2,5 Prozent Zinsen
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010018
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Tarife mit Einwahlgebühr oder Abrechnung schlechter als
Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: xx.xx.2014, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
inklusive. Das zeige, dass die
34 Genossenschaftler eher Idealisten seien, sagt Arnold.
Als Nächstes soll für das Freibad
Venusberg die Sonne angezapft werden – und erneut sollen alle Beteiligten davon profitieren. Die Kommune spart Betriebskosten, weil sie die
Kilowattstunde netto drei Cent
günstiger als vorher erhält. Die Genossenschaft bekommt aber trotzdem von der Gemeinde noch netto
drei Cent mehr pro Kilowattsunde,
als wenn sie den Strom ins Netz einspeisen würde. Von der Entlastung
des Gemeindehaushalts haben aber
auch die Einwohner etwas. Und die
Genossenschaftler selbst rechnen in
drei, vier Jahren mit einer ersten gewinnabhängigen
Ausschüttung.
Um die drei Prozent Dividende
könnten es sein, so Arnold.
Laut Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV) spielt die Aussicht
auf Gewinn zwar auch bei den Bür-
ger-Energiegenossenschaften eine
Rolle. Mehr gehe es den meisten Mitgliedern aber um die Energiewende
vor Ort, um die lokale Wertschöpfung, um Aufträge und Geld, das in
der Region bleiben solle, sagt
DGRV-Sprecher Andreas Wieg.
Hermann Ratz
Vorsitzender BürgerEnergiegenossenschaft Markneukirchen
FOTO: HARALD SULSKI/ARCHIV
Die
Bürger-Energiegenossenschaft Markneukirchen spiegelt das
wider. Der Stein kam ins Rollen, als
eine Firma im Gewerbegebiet den
Standort erweitern und dazu ein
Windrad errichten wollte. Wegen
der Wohngebietsnähe ging das aber
nicht. Als sich dann ein Projektentwickler im Stadtrat vorstellte und
um einen Windkraftstandort be-
warb, war klar: „Wenn unsere Bürger
durch solche Anlagen eventuell Einschränkungen hinnehmen müssen,
sollte kein anonymer Investor die
Früchte ernten, sondern die Bürger
vor Ort sollten selbst den Gewinn
einstreichen“, sagt CDU-Fraktionschef Hermann Ratz, Chef der 2013
gegründeten Bürger-Energiegenossenschaft Markneukirchen.
Eine Fläche auf einer Anhöhe, wo
niemand durch Schattenwurf oder
Lärm belästigt wird, will die Kommune an die Genossenschaft verpachten. Drei Windräder sollen sich
dort drehen, wenn dieser Standort
genehmigt wird. Es wäre laut Ratz
sachsenweit der erste mitten in einem Wald.
„Klar gibt es auch kritische Stimmen“, sagt Ratz. In Gründung ist eine Bürgerinitiative, die gegen die
Windräder kämpfen will. Umweltschützer weisen auf die Gefahren
für Vögel hin. Erlbacher befürchten
Einbußen im Tourismus durch die
Gründungsboom bei Energiegenossenschaften durch Gesetzesänderungen ausgebremst
Bundesweit sind seit 2006 rund 800
Bürger-Energiegenossenschaften gegründet worden, die laut Deutschem
Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) rund 1,5 Milliarden Euro
investiert haben und Strom für rund
230.000 Durchschnittshaushalte produzieren. 130.000 der rund 145.000
Mitglieder sind Privatpersonen. In
Sachsen gibt es etwa 25 Bürger-Energiegenossenschaften.
Im Spitzenjahr 2011 registrierte der
DGRV 167 Neugründungen. Seither
geht deren Anzahl zurück. Im ersten
Halbjahr 2014 waren es nur noch 28.
Um den Stromkostenanstieg zu deckeln, trat im August 2014 das novellierte EEG-Gesetz in Kraft. Die Förderung für die Fotovoltaik sank. „Das
hat die Gründungswelle bei den Genossenschaften gebremst“, sagt
DGRV-Sprecher Andreas Wieg. „Genauso bremsend sind aber auch Änderungen beim Kapitalanlagegesetz.“
Durch die Novellierung sollen Anleger
nach der Pleite des Windanlagenbe-
treibers Prokon besser geschützt werden. Seither entscheide letztlich die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ob eine Genossenschaft ein Investmentfonds sei, so
Wieg. „Beides ist aber nicht vergleichbar. Das reicht hin bis zur Tatsache,
dass ein Fondsmanager ganz andere
Fähigkeiten mitbringen muss.“ Die
Folge sei Verunsicherung, sodass
2013 Energiegenossenschaften 300
Millionen Euro geplante Investitionen
zurückgestellt hätten. Dieser Trend
habe sich 2014 fortgesetzt. (juerg)
Zigarettenkonsum sinkt auf Rekordtief
Dass Raucher weniger Zigaretten kaufen, liegt auch
daran, dass der Staat die
Abgaben auf die Glimmstängel erhöht hat.
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
00-24
7
VON SOPHIE ROHRMEIER
WIESBADEN — Raucher in Deutsch-
land haben 2014 so wenige Zigaretten gekauft wie noch nie seit der
Wiedervereinigung. Der Staat nahm
aber trotzdem mehr Geld damit ein.
Die höhere Tabaksteuer für Zigaretten und Feinschnitt greift also. Die
Industrie stellt sich darauf ein, dass
sie immer weniger Zigaretten loswird - nicht nur weil diese teurer geworden sind. Ob Raucher jetzt auf
Zigarre und Pfeife umsteigen, da
sind sich Statistiker und Hersteller
uneins.
Die im vergangenen Jahr in
Deutschland versteuerten Zigaretten spülten rund 12,3 Milliarden Euro in die Staatskasse, wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte.
Im Vorjahr waren es 12,2 Milliarden
Euro. Zugleich sank der Absatz von
Zigaretten auf ein Rekordtief: Es
wurden offiziell 79,5 Milliarden
Stück verkauft – 0,9 Prozent weniger
als im Vorjahr und die geringste
Menge seit 1991. Damals wurden
146,5 Milliarden Zigaretten versteuert, also fast doppelt so viele.
Wie auch im laufenden Jahr war
im Januar 2014 die Tabaksteuer erhöht worden. „Daraufhin gab es ja
auch eine Preiserhöhung in nahezu
allen Chargen“, erklärt Petra Martin
vom Statistischen Bundesamt. In
der Folge sank im Vergleich zu 2013
sowohl die Zahl der verkauften Zigaretten als auch – wenngleich nur
um 0,1 Prozent – die Menge des versteuerten Feinschnitts zum Selberdrehen.
Der Deutsche Zigarettenverband
(DZV), in dem sich die Hersteller in
Deutschland zusammengeschlossen haben, bewertet den Absatzrückgang als moderat. „Es hätte eine
sehr viel ungünstigere Entwicklung
geben können“, sagt DZV-Geschäftsführer Jan Mücke. Die Erklärung mit
der Steuererhöhung hält er für zu
einfach: „Es gibt viele Faktoren, auch
banale Gründe: Ist das Wetter gut,
rauchen die Leute mehr.“ Auch dass
viele Menschen mehr auf ihre Gesundheit achten, wirke sich aus. Insgesamt produziert die Branche in
Europa nach DZV-Angaben angesichts der sinkenden Verkaufszahlen weniger. (dpa)
Verspargelung der Landschaft. „Das
haben wir durch eine Studie aber widerlegt“, sagt Ratz. Mit Spenden für
soziale Zwecke vor Ort und einem
Energieerlebnispfad will die Genossenschaft zudem die Akzeptanz in
der Bevölkerung erhöhen. Die Stadtwerke in Plauen, Reichenbach oder
Oelsnitz hätte Ratz gern als Kooperationspartner mit im Boot. Denn
Genossenschaften müssen sich
auch selbst um die Stromvermarktung kümmern.
Ein Dutzend Mitglieder hat die
Markneukirchner Genossenschaft.
200 Bürger hatten ihr Interesse bekundet. Um die zehn Prozent niedrigere Strompreise winken den Genossenschaftlern und vier bis acht
Prozent Dividende. 15 Millionen Euro kostet das Projekt. „Dieses Kapital
aufzubringen, wird nicht das Problem sein, sobald wir von der Umweltverträglichkeitsstudie bis zur
Standortgenehmigung alles in Sack
und Tüten haben“, sagt Ratz.
Die Bürger Energie Drebach lässt
indes vom Wind die Finger. „Da haben Sie sofort zu viele Gegner,“, sagt
Arnold. Stattdessen kreisen die Gedanken in Drebach um den Aufbau
eines Nahwärmenetzes. Erdwärme
und eine größere Fotovoltaikanlage
auf einer derzeitigen Freifläche
könnten in das Strom- und Wärmenetz integriert werden. Ein Student
erarbeitet dazu ein Grobkonzept.
„Und der Bürgermeister fände auch
eine kleine Biogasanlage für den
Grünschnitt ganz schön“, sagt Arnold. „Für derartige langfristige
Großprojekte bräuchten wir aber
1000 Mitglieder.“
IG METALL
Anzahl der
Mitglieder wächst
BERLIN — Die Anzahl der in der IG
Die Branche produzierte 2014 weniger.
FOTO: THOMAS FREY
EIN VIDEO zur Zigarettenproduktion können Sie sehen,
wenn Sie diesen Code mit
dem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/zigaretten
Metall organisierten Angestellten in
Berlin, Brandenburg und Sachsen ist
gestiegen. 2014 seien zum fünften
Mal in Folge mehr Menschen in die
Industriegewerkschaft eingetreten
als ausgetreten, teilte die IG Metall
gestern mit. Insgesamt sei die Zahl
der betrieblichen Mitglieder in den
drei Ländern innerhalb eines Jahres
von 95.530 auf 97.781 gestiegen –
ein Plus von 2,36 Prozent (Vorjahr
2,0 Prozent). Am größten sei der Zuwachs in der Gewerkschaft bei kaufmännischen Berufen und Ingenieuren gewesen. Bemerkenswert sei zudem das Plus bei jungen Mitgliedern, so die Gewerkschaft: Trotz
rückläufiger Lehrlingszahlen seien
im vergangenen Jahr 2604 Menschen unter 27 in die IG Metall eingetreten. (dpa)
8 Freie Presse
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
Dienstag, 20. Januar 2015
Für jeden etwas
YOUTUBE-FILMCHEN
Singender Polizist
wird Internet-Star
DOVER — Ein singender US-Polizist
ist zum Internet-Star geworden: Ein
Video zeigt, wie Jeff Davis am Steuer
seines Streifenwagens zu „Shake it
Off“ von Taylor Swift groovt. Der
48-Jährige bewegt nicht nur seine
Lippen synchron zur Musik, sondern wirft auch seinen Kopf hin und
her und nimmt sogar beide Hände
vom Steuer. Die Aufnahme mit dem
kräftigen und glatzköpfigen Polizisten ist auf Youtube bisher schon 13
Millionen Mal angeklickt worden.
Gedreht wurde das Video mit einer
kleinen Kamera, die auf dem Armaturenbrett befestigt wurde. Die Polizei von Dover (Delaware) stellte die
kuriose Darbietung ihres Kollegen
selbst auf ihre Facebook-Seite. (dpa)
DAS VIDEO des groovenden
Polizisten können Sie aufrufen, wenn Sie diesen Code mit
Ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/dover-police
nes Tablet-Computers ist einem
Dieb zum Verhängnis geworden, der
im Zug einen vergessenen Rucksack
gestohlen hatte. Dessen Besitzer bemerkte kurz nach dem Aussteigen
im Karlsruher Hauptbahnhof, dass
er seine wichtigen Sachen liegen gelassen hatte. Als er zurückeilte, war
der Rucksack schon verschwunden,
wie die Bundespolizei gestern mitteilte. Mit einer Smartphone-App
konnte der Besitzer den Standort des
Tablets in seinem Rucksack verfolgen. Die Tablet-Ortung führte die
Fahnder zu einem 49-Jährigen, der
geständig war. Auf den Dieb kommt
jetzt ein Strafverfahren zu. (dpa)
KINDERGEBURTSTAG
Fünfjähriger soll für
sein Fehlen zahlen
LONDON — Ein fünfjähriger Junge in
Großbritannien hat eine Rechnung
bekommen – weil er unentschuldigt
auf der Geburtstagsfeier seines
Kumpels gefehlt hat. Alex Nash aus
dem südwestenglischen Cornwall
war lieber mit seinen Großeltern auf
Tour gegangen. Nun sollen seine Eltern rund 21 Euro zahlen. Denn auf
diesen Kosten für einen Ausflug
blieb die Mutter des Geburtstagskindes sitzen. Sie schickte eine entsprechende Rechnung, wie Alex’ Vater
sagte. Angeblich droht sie auch mit
rechtlichen Schritten. Die Mutter
hingegen betont, Alex’ Eltern hätten
alle Kontaktdaten für eine Absage
gehabt. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 19. Januar: 1, 2, 5, 9, 10,
21, 22, 24, 25, 29, 32, 39, 40, 41, 42, 43,
47, 50, 59, 62.
Zusatzlotterie Plus 5: 08389
Auswahlwette
11, 15, 18, 20, 27, 34, Zusatzspiel: 41
Ergebniswette
2, 2, 2, 2, 2, 2, 2, 1, 1, 0, 0, 2, 2
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: 4.595.130,40 ¤, Kl. 2: 674.936,20
¤, Kl. 3 : 22.012,90 ¤, Kl. 4: 5008,20 ¤,
Kl. 5: 301,50 ¤, Kl. 6: 59,30 ¤, Kl. 7:
29,60 ¤, Kl. 8 = 12,90 ¤, Kl. 9: 5 ¤.
Ergebniswette
Kl. 1: 13.436 €, Kl. 2: 308,80 €, KL. 3:
28,20 €, Kl. 4: 5,90 €
Alle Angaben ohne Gewähr
deszene. Diesmal muss sie allerdings zwei
Absagen verkraften: Die in Finanznöte geratene Messe Bread & Butter fällt aus. Und Designer Michael Michalsky spendete lieber für
die Ebola-Hilfe, als eine Show auszurichten.
FOTO: RALF HIRSCHBERGER/DPA, BRITTA PEDERSEN/DPA
Mittagessen aus Feindesland
Ob Venezuela, der Iran
oder Kuba – ein Imbiss in
Pittsburgh serviert nur Essen aus Ländern, mit denen die USA Probleme haben. Kunden sind begeistert, aber die Gründer haben auch schon Morddrohungen erhalten.
VON CHRISTINA HORSTEN
PITTSBURGH — Zur Vorspeise gibt es
Hummus, als Hauptgang Musakhan
– Pitabrot mit Hühnchen, Pinienkernen und Zwiebeln – und zum Nachtisch ein Stück in Sirup getränkten
Joghurtkuchen, dazu Minz-Limonade. Das alles verkauft der bunt beklebte Imbiss im Uni-Viertel von
Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) für 17 Dollar, also rund 14 Euro. Trotz frostiger Temperaturen
nehmen viele Kunden ihr Essen, das
in weißen Plastikverpackungen serviert wird, bei strahlendem Sonnenschein mit an einen der Metalltische, die an dem Stand aufgebaut
sind. „Es schmeckt köstlich“, sagt einer der täglich bis zu 300 Kunden
und stellt sich ein zweites Mal an.
Vor ein paar Monaten gab es an
dem Imbiss noch nordkoreanisches
Kimchi und Bibimbop, davor Boh-
nen mit Reis auf kubanische Art und
wiederum davor Ceviche und Arepas aus Venezuela.
Aber jetzt sind palästinensische
Spezialitäten dran, denn das Lokal
„Conflict Kitchen“ (auf Deutsch etwa „Konflikt-Küche“) ist kein ganz
normaler Imbiss. Der kleine Stand
„serviert nur Essen aus Ländern, mit
denen die USA im Konflikt stehen“,
wie es auf der Webseite heißt. Bislang waren das jeweils für drei bis
fünf Monate Venezuela, Kuba, der
Iran, Nordkorea, Afghanistan und
jetzt eben Palästina.
Aber das Essen ist nicht alles. Für
jedes neue Land konzipieren die
„Conflict Kitchen“-Gründer und
Künstler Jon Rubin und Dawn Weleski ein komplettes Programm mit
unterschiedlichen Veranstaltungen,
Diskussionsrunden und Lesungen
zu dem Konflikt. Außerdem geben
sie ihrer Imbissbude in der 300.000Einwohner-Stadt Pittsburgh ein
komplett neues Aussehen und veröffentlichen
Informationszettel
zum Thema. Für das alles reisen sie
im Vorhinein immer in die jeweiligen Länder und sprechen mit Experten, um sich ausgiebig zu informieren.
„Wir wollten eine Lücke in Pittsburgh schließen“, erklärt Mitgründer Rubin. „Also haben wir darüber
nachgedacht, was wir servieren
könnten und wie wir Gespräche in
Gang bringen könnten, die es bislang noch nicht gab. Dann haben
wir gemerkt, dass es in dieser Stadt
noch nie ein persisches, afghanisches oder venezolanisches Restaurant gab und das, obwohl Menschen
aus diesen Ländern hier leben. Wir
wollen die Menschen in Pittsburgh
anregen, sich mit diesen Themen
auseinanderzusetzen.“ Mit Essen sei
Geöffnet: Die Köche der „Conflict Kitchen“ stehen bereit, um ihre Gäste
zu verwöhnen.
FOTO: CHRISTINA HORSTEN/DPA
EIN VIDEO (englisch) über
den Imbiss können Sie aufrufen, wenn Sie diesen Code mit
Ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/conflictkitchen
das einfacher. „Ein gemeinsames
Mittagessen bringt mehr Leute zusammen als eine politische Demo
oder ein akademisches Forum.“
Viele private Geldgeber für das
Projekt und auch die von Anfang an
zahlreichen Kunden zeigten sich begeistert, aber gerade für die palästinensische Ausgabe gab es auch viel
Kritik und sogar Morddrohungen
für die beiden Gründer.
Während die Drohungen untersucht wurden, musste der Imbiss im
vergangenen Herbst eine Zeit lang
zumachen. Die israelische Seite sei
nicht ausreichend repräsentiert, kritisierten Vertreter jüdischer Organisationen in Pittsburgh. Aber der
Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern sei auch nicht in erster
Linie Thema des aktuellen Projekts,
rechtfertigt sich Mitgründerin Weleski. „Nur weil es ein internationales Thema ist, was vielen Menschen
unangenehm ist und Emotionen
aufwirbelt, heißt das doch nicht,
dass man nicht darüber sprechen
sollte.“
Die meisten Kunden unterstützten das Projekt jedenfalls und viele
reisten sogar von weit her an, nur
um bei „Conflict Kitchen“ zu essen,
erzählt ein Koch im Imbiss. „Und
mir macht das Ganze auch total
Spaß, weil ich alle paar Monate lerne, komplett neue Gerichte zuzubereiten. Das wird sicher auch noch eine Weile so weitergehen - die Konflikte werden uns jedenfalls nicht
ausgehen.“ (dpa)
Muss Karl Dall wieder zittern?
Erst ein Freispruch, doch
nun will das mutmaßliche
Opfer in Berufung gehen.
Wenn Karl Dall Pech hat,
muss er erneut wegen des
Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht.
VON THOMAS BURMEISTER
ZÜRICH — Der deutsche Entertainer
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt , Kl. 2: unbesetzt ¤, Kl. 3:
1648,70 €, Kl. 4: 42,50 €, Kl. 5: 21,60 €,
Kl. 6: 3,90 ¤.
Marken und 200.000 erwarteten Besuchern.
Als Stammgäste kommen Designer Guido
Maria Kretschmer, Lena Hoschek, Kilian Kerner, Kaviar Gauche, Anja Gockel und Dorothee Schumacher. Die Fashion Week findet
seit 2007 zweimal im Jahr statt und gilt als
das wichtigste Treffen für die deutsche Mo-
Karl Dall muss sich möglicherweise
erneut wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor einem Schweizer
Gericht verantworten. Nachdem er
Ende letzten Jahres vom Bezirksgericht in Zürich von allen Vorwürfen
freigesprochen worden war, hat das
mutmaßliche Opfer jetzt Berufung
eingelegt. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin gestern.
Auch die Staatsanwaltschaft habe eine mögliche Berufung angemeldet, sagte Corinne Bouvard. Allerdings wolle die Anklagevertretung erst noch die schriftliche Urteilsbegründung zu dem Freispruch
vom 9. Dezember abwarten. Erst
dann wolle sie endgültig entscheiden, ob sie sich der Forderung der
43-jährigen Schweizer Journalistin
anschließt, die Dall der Vergewaltigung bezichtigt und den Fall in die
nächste Instanz bringen will.
Dall hatte stets seine Unschuld
beteuert. Gestern war er für eine
Stellungnahme nicht zu erreichen.
Die Klägerin, die wegen Stalkings
von Prominenten in zwei anderen
Fällen vorbestraft ist, wirft dem 73-
jährigen Komiker vor, sie im September 2013 in einem Zürcher Hotel
mit Gewalt zum Sex gezwungen zu
Karl Dall
Entertainer
FOTO: ENNIO LEANZA/DPA
haben. Dafür lägen keine hinreichenden Beweise vor, befand das Züricher Bezirksgericht und sprach
Dall eine Entschädigung in Höhe
von 10.000 Franken zu (derzeit
knapp 10.000 Euro) – unter anderem
für eine viertägige Untersuchungshaft. Nach Auffassung des Gerichts
gab es in den Aussagen der Klägerin
erhebliche Ungereimtheiten.
Karl Dalls Anwalt Marc Engler
sagte: „Ich bin zuversichtlich, dass
die Staatsanwaltschaft nach Studium des schriftlichen Urteils auf die
Berufung verzichtet.“ Die 43-Jährige
könne die Berufung aber auch alleine durchsetzen. Gegen ein Urteil des
Obergerichts wäre wiederum Beschwerde beim Bundesgericht möglich.
Dall hatte auf seinen Freispruch
mit großer Erleichterung reagiert.
Während des Verfahrens, das sich
über Monate hinzog, sei er „durch
die Hölle“ gegangen, sagte er seinerzeit. Vor dem Züricher Bezirksgericht hatte Dall im Dezember erklärt, seit Bekanntwerden der Vorwürfe habe er keine neuen Aufträge
mehr erhalten. „Die Drehbücher ruhen, solange dieser fürchterliche
Verdacht besteht.“ (dpa)
» www.freiepresse.de/fashionweek
LEUTE HEUTE
Berti Vogts (68), ehemalige Bundestrainer, hat sich einem Bericht der
„Bild“ zufolge in der vergangenen
Woche einer Herzklappen-Operation
unterzogen.
„Mir geht es sehr,
sehr gut“, sagte er.
„Ich wusste schon
seit drei, vier Monaten, dass ich eine
neue Herzklappe
benötige. Ich war
auf den Eingriff
vorbereitet.“ Nach dem Ende seines
Engagements als Fußball-Nationalcoach von Aserbaidschan will Vogts
weiterhin als Trainer oder Sportdirektor arbeiten. „Ich stehe kurz vor
einem Vertragsabschluss und freue
mich auf die neue Aufgabe“, erklärte
Vogts, sagte aber nicht, wo er künftig
tätig sein will. (dpa)
FOTO: SERGEI ILNITSKY/DPA
KARLSRUHE — Die Ortungstechnik ei-
wurde sie unter anderem mit Schauen des israelischen Designers Merch Mashiah (links)
sowie der Männermode von Sopopular
(rechts) eröffnet, die ihre Herbst- und Winterkollektionen 2015 präsentierten. Eben-
falls zu sehen waren gestern Kollektionen
der britischen Designerin Charlotte Ronson
sowie der Newcomerin Sasa Kovacevic (Label Sadak). Im Laufe der Woche verteilen
sich nach Angaben der Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) 10 Messen
und 70 Schauen über die Stadt – mit 3000
Hans W. Geißendörfer (73), Vater
der „Lindenstraße“, geht hart mit
dem Regisseurs- und Drehbuchautorennachwuchs ins Gericht. Ihn enttäusche an den jungen Leuten, „dass
sie sehr anpassungsfähig sind –
sie gehen schnell
Kompromisse ein,
um ihre Finanzierung zu bekommen“. „Das war bei
uns anders“, sagte
der Regisseur und Produzent der
„Saarbrücker Zeitung“. Geißendörfer wurde gestern Abend beim
Filmfestival „Max Ophüls Preis“ in
Saarbrücken für seine Verdienste
um den deutschen Filmnachwuchs
mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.
(dpa)
FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
Tablet-Computer
entlarvt den Dieb
Sie ist das Gipfeltreffen der deutschen Modewelt: die Berliner Fashion Week. Gestern
Giorgio Armani (80), Modeschöpfer, will pünktlich zur Weltausstellung Expo sein Modemuseum in
Mailand eröffnen. Zum 40-jährigen
Firmenjubiläum
solle dort die Geschichte des italienischen Modehauses „vom ersten bis
zum letzten Kleidungsstück“
gezeigt werden, sagte
Armani gestern in
Mailand. Für die
Umgestaltung eines einstigen Warenlagers wurden rund 50 Millionen
Euro investiert. Das Museum soll
„Silos Armani“ heißen, weil in den
Silos einst Lebensmittel aufbewahrt
wurden, In dem Gebäude sollen
nach der Expo, die unter dem Motto
Ernährung von Mai bis Oktober in
der norditalienischen Stadt läuft,
auch andere Ausstellungen stattfinden. (dpa)
FOTO: MATTEO BAZZI/DPA
ORTUNGSTECHNIK
OBERES VOGTLAND
Freie Presse
Dienstag, 20. Januar 2015
MOMENT MAL
Liebesboten
Paketzusteller, so hat es mir mein gewohnter Paketzusteller erklärt, haben einen schönen Beruf. Denn die
Dinge, die sie täglich abliefern, werden meist mit Vorfreude erwartet.
Das erscheint ganz im Gegensatz
zum Briefzusteller, von dem viele
Menschen befürchten, dass er unwillkommene Rechnungen bringt.
Aber als Paketzusteller kann man
noch etwas ganz anderes: die Lieferung beim Nachbarn abgeben. So
lernt nicht nur der Zusteller neue
Leute kennen, sondern auch der
Nachbar. Sagt der Zusteller. „Das hat
schon zu neuen Freundschaften geführt. Und zu mehr.“ Das war dann
ein echtes Wertpaket. (sth)
NACHRICHTEN
SCHLITTENHUNDERENNEN
Neuer Termin
nun Ende Februar
SCHÖNECK — Das für Ende Januar in
Schöneck geplante Schlittenhunderennen ist wegen der fehlenden
Schneeauflage um vier Wochen verschoben worden. Das war gestern
von der Stadtverwaltung Schöneck
zu erfahren. Neuer Termin ist nun
vom 27. Februar bis 1. März. Das
Schönecker Rennen geht über eine
Distanz von 40 Kilometern. Im Vorjahr und auch 2013 fiel die Veranstaltung witterungsbedingt aus.
2012 waren 75 Musher am Start, die
weiteste Anreise hatte dabei Gianni
Saija aus Bozen in Südtirol. (tm)
KOMMUNALPOLITIK
Kurort: Neuer Rat
trifft sich erstmals
BAD BRAMBACH — Der neugewählte
Gemeinderat von Bad Brambach
trifft sich morgen Abend zu seiner
konstituierenden Sitzung. Sie beginnt 19 Uhr im Rathaus. Es werden
die Fraktionsvorsitzenden von CDU
und SPD benannt und die Ausschüsse neu gebildet. Zudem werden die
am zweiten Advent gewählten
14 Abgeordneten (elf für die CDU,
drei für die SPD) für ihr Amt verpflichtet. Zur Sitzung geht es zudem
um Grundstücksangelegenheiten
und die Vorbereitung der Bürgermeisterwahl im Juni. (hagr)
KONTROLLE
27-Jähriger unter
Drogen am Steuer
ZWOTA — Die Polizei hat am Sonntag-
nachmittag auf der Markneukirchner Straße in Zwota einen 27-jährigen Ford-Fahrer ertappt, der unter
Drogeneinfluss unterwegs war. Eine
Weiterfahrt wurde unterbunden
und Anzeige aufgenommen. (gsi)
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
HOLGER WEISS
03741 408-15145
red.auerbach@freiepresse.de
Seite 9
Rauchmelder in Wohnungen:
Vermieter warten erst Gesetz ab
Die Dienstleister im oberen Vogtland sehen neben
mehr Sicherheit erneut
steigende Nebenkosten –
und noch offene Fragen.
gestern der CDU-Landtagsabgeordnete Sören Voigt mit der
Geschäftsführung des wirtschaftlich angeschlagenen Klingenthaler
Akkordeon-Herstellers Harmona
gesprochen. „Ich bin sehr umfassend über die Situation informiert
worden“, sagte Voigt anschließend
gegenüber „Freie Presse“: „Es lohnt
sich, um den Erhalt der traditionsreichen Akkordeonherstellung zu
kämpfen“.
Nach seinen Worten wurde vereinbart, dass man in Kontakt bleiben und weitere Schritte, so gegenüber der Sparkasse Vogtland und der
Sächsischen Aufbaubank, miteinander abstimmen wird. Dies bestätigte auch Geschäftsführer Andreas Schertel, der ebenfalls von einem sehr nützlichen Treffen sprach.
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Die
„Es ist ein schwieriger Prozess“
Die Wohnungsbaugenossenschaft
Musikwinkel aus Klingenthal baut
die Rauchmelder zunächst nur da
ein, wo es gesetzliche Vorschriften
gibt. Ansonsten will auch Michael
Barthel, Chef des Vermieters, erst das
Gesetz abwarten. „Wir machen das
nicht von uns aus, denn die Kosten
kommen ja für die Mieter noch
obendrauf. Das Geld der Mieter wird
aber nicht mehr. Wir müssen eher
schauen, dass die Mieten unten bleiben, damit sich die Leute das Wohnen noch leisten können. Es ist ein
schwieriger Prozess“, sagt der Geschäftsführer, der mit der Genossenschaft auch in Markneukirchen und
Schöneck am Markt ist. „Die Leute
haben keine hohen Einkommen,
und sie werden sie auf absehbare
Zeit auch nicht erzielen können. Das
macht es bei solchen Entscheidungen immer schwieriger“, sagt Barthel. Er empfiehlt zudem, Rauchmelder nicht als Allheilmittel zu sehen. „Das Verhalten des Einzelnen
Landtagsabgeordneter
bei Akkordeon-Hersteller
KLINGENTHAL — Zwei Stunden hat
VON RONNY HAGER
Oelsnitzer Wohnungsbaugesellschaft
(Oewog) hat die Ausrüstung einiger
ihrer Häuser mit Rauchmeldern erst
einmal abgesagt. „Wir stehen in den
Startlöchern, haben uns damit befasst und für einen Wohnblock Angebote eingeholt. Aber wir werden
die gesetzliche Regelung abwarten“,
erklärt Geschäftsführer Bernd Glaß.
Die wird für Sachsen erwartet – der
Freistaat gehört bei der Rauchmelderpflicht in Deutschland zu den
Schlusslichtern. Dass die elektronischen Warner helfen, stellt kein Vermieter in Abrede. Trotzdem sehen
sie eine verpflichtende Einführung
mit gemischten Gefühlen – wegen
erneut steigender Kosten.
Selbst wenn die Oewog jetzt eine
Wohnung herrichten lässt, werden
noch keine Rauchmelder eingebaut.
„Wir wollen das einheitlich machen“, begründet Glaß, der eine offizielle Antwort will, ob die Rauchmelder den Mietern auf die Betriebskosten umgelegt werden können.
Denn die Oewog will nicht auf Kosten für Einbau und Wartung sitzen
bleiben. Sie wird Dritte einschalten,
wenn Rauchmelder Vorschrift werden. Glaß: „Wir versuchen, dies über
Abrechnungsfirmen zu machen.
Selber können wir das nicht regeln.“
Sören Voigt:
„Es lohnt sich
zu kämpfen“
Die Montage eines Rauchmelders in Wohnungen kann Leben retten. Vermieter im oberen Vogtland raten aber dazu,
FOTO: PROVINZIAL
sich für den Brandfall nicht allein darauf zu verlassen.
entscheidet“, betont der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft.
Die batteriebetriebenen Rauchmelder funktionieren unabhängig
von der Stromversorgung. Sie erkennen selbst feinste Rauchpartikel, lösen einen schrillen Alarmton aus.
„Das Thema ist nicht von der Hand
zuweisen. Es wird zunehmen“, so
Gabriela Haas-Zens, Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft
Bad Elster. Eingebaut hat der städtische Vermieter die Melder beim Umbau eines Wohnblocks zum Servicewohnen Waldblick und bei grundsätzlich neu gestalteten Wohnun-
Rauchmelderpflicht: Sachsen hinkt deutschlandweit hinterher
Sachsen, Berlin und Brandenburg
sind zurzeit die einzigen Bundesländer ohne Rauchmelderpflicht. Die
Berliner Regierung hat jedoch bereits
einen Gesetzentwurf erarbeitet, auch
Brandenburg hat die Einführung der
Pflicht ebenfalls angekündigt. Im
Freistaat soll die Vorschrift nach
Lage der Dinge Anfang 2016 kommen
– so steht es jedenfalls in der Koalitionsvereinbarung von CDU und SPD.
59 Prozent der Haushalte in
Deutschland verfügen über einen
Rauchmelder, ergab kürzlich eine
Umfrage im Auftrag der Zurich Versicherung. Dagegen sind 41 Prozent der
Haushalte damit nicht ausgestattet,
obwohl laut der Umfrage 85 Prozent
der Deutschen ein gesetzliche Rauchmelderpflicht befürworten. Montiert
sind die elektronische Warner am
häufigsten in Flur (39 Prozent),
Wohnzimmer (34 Prozent) und Schlafzimmer (33 Prozent). Dagegen ist nur
jedes sechste Kinderzimmer (17 Prozent) mit einem Melder versehen.
Kreisbrandmeister Gerd Pürzel
empfiehlt jedem, Rauchmelder zu
installieren. „Besonders nachts, wenn
der Geruchssinn im Schlaf heruntergefahren ist, sind diese Geräte Gold
wert“, sagt er. (kej/gem/dpa/hagr)
gen. Ansonsten wird auch in Bad
Elster nicht vorgeprescht. „Wir wollen die Kosten nicht unnötig in die
Höhe treiben“, sagt Haas-Zens. Denn:
Untersuchungen des Wasser auf Legionellen, Energiesparverordnung,
Mindestlohn – all dies habe sich bereits auf die Betriebskosten ausgewirkt, die die Mieter zahlen müssen.
Andere Sorgen als Mietbremse
In Adorf hat die Wohnungsgesellschaft den zum Betreuungszentrum
umgebauten Block Schillerstraße 23
mit Meldern ausgerüstet und wird
es dieses Jahr auch beim Umbau des
Hauses Hohe Straße 16 tun. Bei den
anderen Wohnungen wartet Geschäftsführerin Kati Stein lieber ab.
Wie ihre Kollegen sieht sie die Einführung als Kostenfrage – und viel
eher als Problem als die oft diskutierte Mietpreisbremse. „Das ist in
München, Stuttgart, vielleicht Leipzig ein Thema. Aber bei uns doch
nicht. Wir haben andere Sorgen“, so
Barthel – nämlich: Bei steigenden
Nebenkosten die Mieter behalten.
Dauerbrenner in Medien
Die Harmona Akkordeon GmbH
sorgt seit Monaten für Schlagzeilen.
Der Komplex der ehemaligen Harmonikawerke an der Markneukirchner Straße in Klingenthal wurde Ende November in der Winterauktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG in Dresden
zum Mindestgebot von 298.000 Euro an einen Schweizer Anbieter verkauft. Zum 30. November schied
Gabriele S. Herberger als Geschäftsführerin aus dem Unternehmen aus.
Die Arbeiten in Markneukirchen, wohin die Firma bis zum Jahresende umziehen wollte, sind eingestellt. Die Baukosten des geplanten neuen Firmensitzes sind aufgrund behördlicher Anordnungen
und den damit verbundenen notwendigen
Planungsänderungen
von 1,22 auf voraussichtlich rund
1,55 Millionen Euro angestiegen.
Deshalb war das Unternehmen
kurzfristig in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Mit einem Teil der
Handwerker, die beim Umbau des
ehemaligen Musima-Gebäudes in
Markneukirchen Aufträge erhalten
haben, konnte inzwischen ein Zahlungsaufschub bis zum 28. Februar
vereinbart werden.
Sanierungskonzept in Arbeit
Diese Frist gibt laut Geschäftsführer
Schertel der Harmona die Zeit, um
in Zusammenarbeit mit einem externen Beratungsunternehmen ein
Sanierungskonzept zu erarbeiten.
Ebenso gab es nach seinen Worten
positive Signale von Seiten der Sächsischen Aufbaubank. Die Sparkasse
Vogtland will nach der Vorlage des
Sanierungskonzeptes über die benötigten Finanzierungsmittel für die
Fertigstellung des Musima-Gebäudes entscheiden. (tm)
Markneukirchen und Klingenthal vom Elstertal abgehängt
Die Bahnverbindung von
Thüringen nach Westböhmen kann aus dem Ostvogtland nur nutzen, wer
dazu in den Pkw steigt.
VON THORALD MEISEL
ADORF — 7.31 Uhr kommt wochen-
tags der Bus aus Klingenthal über
Markneukirchen am Bahnhof Adorf
an. Wer von dort mit der ElstertalBahn Richtung Plauen und weiter
nach Gera fahren will, muss 42 Minuten auf den Anschluss warten:
8.18 Uhr geht es erst weiter.
Das ist keine Ausnahme. Wer
11.39 Uhr mit dem Zug aus Gera ankommt, muss eine gute halbe Stunde auf den Bus in Richtung Mark-
neukirchen/Schöneck warten. Mit
dem neuen Fahrplan, der seit Dezember gilt, hat Zweckverband
Öffentlicher Personennahverkehr
Vogtland (ZVV) das Gebiet um die
Städte Markneukirchen und Bad
Elster, bis auf ein oder zwei Ausnahmen, weitgehend vom Zugverkehr
abgehängt. Das belegt ein Blick in
die Fahrpläne.
Gute halbe Stunde Wartezeit
Die Übergänge vom Bus zu den internationalen Zügen betragen stets
mindestens eine halbe Stunde! Da
nützt es wenig, dass der ZVV mit
dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember die Möglichkeit bietet, dass
die tschechische Hauptstadt Prag
vom Vogtland aus in rund vier Stunden erreicht werden kann.
Machbar ist dies durch die Neuaufstellung der Elstertalbahn. Diese
fährt durchgängig zwischen Gera
und Eger/Cheb. Von Plauen aus dauert die Fahrt eine Stunde und
19 Minuten. „Wir schaffen damit
eine überregionale und regionale
Stärkung der Elstertalbahn“, hatte
Thorsten Müller, Geschäftsführer
des Zweckverbandes Öffentlicher
Personennahverkehr Vogtland, bei
der Vorstellung in Greiz gesagt.
Den Kunden im oberen Vogtland
nutzt das allerdings wenig, wenn sie
auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Betrug im letzten Fahrplanjahr in Adorf der Übergang von
den aus Richtung Plauen kommenden Zügen zu den Bussen nach
Markneukirchen noch etwa fünf
Minuten, so müssen die Fährgäste
jetzt immer etwa 20 Minuten warten, vereinzelt sogar noch länger.
Die teilweisen Übergangszeiten
am Bahnhof Adorf sind keine Aus-
nahme. In Oelsnitz beispielsweise
kommt der Zubringerbus aus Mühlental 8.54 Uhr am Bahnhof an, aber
erst 9.30 Uhr fährt die Vogtlandbahn
Richtung Adorf, 9.34 Uhr dann Richtung Plauen. Wer 11.27 Uhr aus
Richtung Gera ankommt, muss zwischen 19 und 31 Minuten warten,
ehe die Busse nach Tiefenbrunn, Falkenstein oder Wiedersberg fahren.
Unattraktiv für Ostvogtland
Für Reisende aus dem östlichen
Vogtland ist die neue Prag-Tour mit
der Elstertalbahn schon aus dem
Grund wenig attraktiv, da es keine
Verbindung mehr mit der Linie
Zwickau-Klingenthal-Falkenau/Sokolov gibt. Die Strecke zwischen
Zwotental und Adorf wird seit Dezember 2012 von der Vogtlandbahn
nicht mehr bedient – es waren zu
wenig Fahrgäste unterwegs.
Ein Linienbus nach Klingenthal am Adorfer Bahnhof. Wer dort von der Bahn
in den Bus umsteigen will, muss Wartezeiten bis zu 40 Minuten in Kauf nehmen. Das Empfangsgebäude ist verschlossen.
FOTO: HELMUT SCHNEIDER/ARCHIV
10 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110,
Feuerwehr und Rettungsdienst 112,
Giftnotruf 0361 730730
ALLGEMEINMEDIZIN
Adorf, Bad Brambach, Bad Elster,
Markneukirchen, Klingenthal,
Oelsnitz, Schöneck, Muldenhammer:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
AUGENARZT
Oberes Vogtland, Plauen, Auerbach:
19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer
Vereinbarung, Dr. Roland Schmidt,
Plauen, 03741 224643, 0179 8309091,
03741 457222
KINDERARZT
Oberes Vogtland: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde 19 - 22 Uhr, FÄ Ramune
Kaiser-Mykolaitiene, Klosterstraße 7,
Plauen, 03741 3836555, 03741 457222
APOTHEKEN
Klingenthal, Schöneck, Tannenbergsthal: 8 - 8 Uhr, Bären-Apotheke,
Klingenthaler Straße 25, Tannenbergsthal, 037465 2277
Oelsnitz und Oberland: 8 - 8 Uhr, Elster-Apotheke, Grabenstraße 24, Oelsnitz, 037421 22302, 037421 27633
TIERARZT
Oelsnitz: Dr. Gerd Leonhardt,
037421 22047, 0170 9321804
Wohlhausen: Dr. Thomas Rahm,
nur Kleintiere, 037422 2152
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
BLUTSPENDE
Oelsnitz: Blutspende, Melanchthonstraße 11, Gymnasium, 14.30-19.30 Uhr
VERANSTALTUNGEN
Plauen: Katholisches Seniorenzentrum „St. Elisabeth“, Kopernikusstraße 31, Treff der Alzheimer Angehörigengruppe Plauen/Vogtland,
15.30 Uhr
Andrang beim Kleintiermarkt
Hühner, Tauben, Wachteln
oder Kaninchen – in der
Aproha-Halle in Altmannsgrün war alles zu
haben.
VON BERND APPEL
ALTMANNSGRÜN — Was vor 18 Jahren
nicht mehr war als eine Idee und mit
einem zarter Versuch begann, das
hat sich zu einem Massenereignis
entwickelt. „Wir haben ganz bescheiden angefangen, wollten damals nur ausprobieren, ob unser
Kleintiermarkt angenommen wird.
Aber wie man sieht, ist er zu einem
Magneten geworden. Die ersten Leute standen schon halb sieben mit ihren Tieren vor der Tür oder wollten
zum Kaufen rein“, freute sich am
Sonntag Heinz Ottiger, einer der Organisatoren vom Kleintierzuchtverein Altmannsgrün/Droßdorf.
Kaum hatte die Aproha-Halle geöffnet, wurden die Käfige von einigen hundert Tierhaltern und -züchtern umlagert. Anbieter und Suchende kamen mit einander ins Gespräch, begutachteten, feilschten
und wurden sich per Handschlag einig. In den Käfigen machten ebenso
viele Hühner, Tauben, Wachteln, Kaninchen, sogar Meerschweinchen
RODEWISCH — Voraussichtlich
Beim ersten von vier Kleintiermärkten herrschte am Sonntag in der Aproha-Halle in Altmannsgrün reger Betrieb –
sowohl vor als auch in den Käfigen.
FOTO: ECKHARD SOMMER
und Kanarienvögel einen Heidenspektakel und harrten der Dinge, die
auf sie zukommen: gekauft oder verkauft zu werden. Von A wie AlaskaKaninchen über P wie Perlhuhn bis
hin zu Zwerg-Wyandotten war fast
jede Rasse vertreten. Nur Wassergeflügel fehlte wegen der bundesweit
ausgerufenen Vogelgrippe-Gefahr.
Wer auf Annoncen hin Interesse daran hat, muss sich telefonisch mit
dem Verkäufer in Verbindung setzen. Wessen Tierbestand seit den
Weihnachtstagen geschrumpft ist,
wer frischen Wind in seine Ställe
bringen will oder im vergangenen
Jahr öfter Besuch vom Bussard bekam, wurde in Altmannsgrün ziem-
lich sicher fündig. Wer nicht, nutzte
die willkommene Gelegenheit, um
alte Bekannte zu treffen und sich gegenseitig ein gutes und gesundes
Restjahr zu wünschen.
WEITERE KLEINTIERMÄRKTE finden in
Altmannsgrün am 25. Januar, 1. und 8. Februar jeweils von 8.30 bis 12 Uhr statt.
Pokal erinnert an verstorbenen Züchter
Die Eichigter Vereinsmitglider stellen bei der
Lokalschau im Bürgerhaus
rund 260 Tiere aus.
VON ECKHARD SOMMER
EICHIGT — Am Wochenende war es
vorbei mit der Ruhe im Bürgerhaus.
60 Hühner und 82 Tauben krähten
und gurrten um die Wette, die 118
Kaninchen dagegen verhielten sich
bei diesem Spektakel gewohnt still.
Fast hätten die Eichigter Kleintierzüchter die 300-Tiere-Marke geknackt. Verhindert wurde das durch
das Fehlen vom Wassergeflügel. Als
bundesweit veranlasste Vorsichtsmaßnahme wegen der Vogelgrippe
hatten die Eichigter deshalb auf
Klinikum
Obergöltzsch
bekommt ein
Schlaflabor
Rodewisch erweitert sein
medizinisches Angebot –
Vier Einzelzimmer geplant
VON ECKHARD SOMMER
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Trockentalstraße,
Holbeinstraße, Falkensteiner Straße,
Dresdener Straße, Jößnitz; Rodewisch, Kohlenstraße; Rothenkirchen,
B 169; Reichenbach, Klinkhardtstraße; Oelsnitz, Tirschendorfer Straße.
Morgen: Plauen, Hammerstraße,
Neundorfer Grenzweg, Schulstraße,
Pausaer Straße, Jößnitz Bahnhofstraße; Willitzgrün, Schönecker Straße;
Zwota, Schönecker Straße, Reumtengrün, Hauptstraße; Adorf, Markneukirchener Straße B 283.
Dienstag, 20. Januar 2015
Gänse und Enten verzichtet, weil die
vorab hätten getupfert werden müssen. „Das ist aber ein zu großer Aufwand“, erklärte und bedauerte der
Vereinsvorsitzende Lothar Degenkolb. Dennoch konnte sich die Eichigter Lokalschau sehen lassen. Bemerkenswert war erstens die Vielfalt an Rassen bei den Hühnern, Tauben und Kaninchen, zweitens wurde die Ausstellung aus eigener Kraft
und dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren, aber ohne Mithilfe aus befreundeten Vereinen, auf
die Beine gestellt, und drittens belegt das von den Preisrichtern neun
Mal vergebene Prädikat „Vorzüglich“
eine hohe Qualität.
Mit Günter Pfretzschner, der im
vergangenen Jahr verstarb, haben
die Eichigter einen treues, erfolgreiches und stets vorbildliches Mitglied verloren, er gehörte dem Ver-
ein über 60 Jahre an. Den erstmals
ihm zum Gedächtnis vergebenen
Pokal erhielt Uwe Zöphel. Der
52-Jährige freute sich und war stolz
über diese Auszeichnung: „Das ist
für mich eine besondere Ehre.“
Im kommenden Jahr steht für die
Eichigter Kleintierzüchter ein Jubiläum an: Der Verein wurde 1926 gegründet. „Das werden wir würdig
vorbereiten“, sagte Lothar Degenkolb.
Vereinsmeister und Pokale
Vereinsmeister Kaninchen: Roland
Joram (Kleinchinchilla). Hühner: Normen Lenk (Welsumer rost-rebhuhnfarbig). Zwerghühner: Karsten Lenk
(Zwerg-Welsumer orange-farbig).
Tauben: Uwe Zöphel (Giant Homer
rotfahl gehämmert).
Jugendzüchterpokal Kaninchen:
Amelie Todt (Blaue Wiener). Geflügel:
Pascal Krauß (Zwerg-Wyandotten rot).
Tauben: Linda-Michelle Grünert
(Mährische Strasser stahlblau ohne
Binden).
„Gedächtnispokal Fritz Michel“:
Janet Todt (Mecklenburger Schecken).
„Gedächtnispokal Günter Pfretzschner“: Uwe Zöphel (Coburger
Lerchen).
Wanderpokal der Gemeinde Eichigt: Janet Todt (Kaninchen/Mecklenburger Schecken), Normen Lenk
(Geflügel/Welsumer rost-rebhuhnfarbig).
Die Preisrichter vergaben insgesamt neun Mal das Prädikat
„Vorzüglich“. (eso)
ab
1. September gibt es im Klinikum
Obergöltzsch in Rodewisch ein neues medizinisches Angebot: Ein
Schlaflabor mit vier Einzelzimmern
soll eröffnet werden. Die Leitung
übernehmen wird Dr. Beate FaustHerzog – sie ist (unter anderem) Spezialistin für Somnologie (Schlafmedizin, Schlafkunde) und leitete vorher das Schlaflabor im Kirchberger
Krankenhaus. Seit Oktober ist sie in
Rodewisch die neue Chefärztin für
Gastroenterologie. Dieses Fachgebiet befasst sich mit dem MagenDarm-Trakt sowie Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. „Dort
wird auch weiterhin mein Schwerpunkt liegen, daneben will ich die
Somnologie etablieren“, so die 54Jährige, die in der Nähe von Greiz
wohnt. Vier zusätzliche Pflegekräfte
sollen im Labor arbeiten.
Dr. Beate
Faust-Herzog
Chefärztin am Klinikum Obergöltzsch
FOTO: HELMUT SCHNEIDER
Im Schlaflabor geht es vor allem
um die Diagnose von Schlaf-Apnoe
(Atemstillständen während des
Schlafes), die etwa mit Hilfe von speziellen Masken behandelt werden
kann. „Daneben gibt es neurologische Schlafstörungen, die wir feststellen können“, so die Expertin. In
den vier Zimmer werden sämtliche
relevanten Daten erfasst, während
die Patienten schlafen. Schlaf-Apnoe
ist nach Angaben der Doktorin auf
dem Vormarsch, was vor allem auf
Übergewicht zurückzuführen sei:
„Aber auch Fehlstellungen im Kieferbereich oder Herzerkrankungen
können der Auslöser sein.“
Das Klinikum Rodewisch liegt in
Trägerschaft des Vogtlandkreises,
der zuständige Ausschuss hatte im
November den Beschluss zur Einrichtung eines Schlaflabors gefasst.
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Adorf: Hans-Werner Schaar 70 Jahre,
Adelheid Schmied 70 Jahre, Sigrid
Ulm 78 Jahre, Ute Voit 70 Jahre,
Klingenthal: Ilse Schunk 90 Jahre,
Helga Kühne 79 Jahre, Siegfried
Eßbach 74 Jahre, Regina Schöfberger 74 Jahre, Günter Zander
71 Jahre,
Oelsnitz: Erika Hetzer 87 Jahre, Erika
Rauh 73 Jahre, Hildegart Wunderlich
92 Jahre,
Bösenbrunn: Siglinde Heinz 86 Jahre,
Brotenfeld: Waltraute Müller
84 Jahre,
Erlbach: Ulla Rahm 72 Jahre,
Morgenröthe-Rautenkranz: Ute
Schädlich 71 Jahre, Kriemhilde
Schilbach 79 Jahre,
Mühlleithen: Waltraud Meinel
74 Jahre,
Oberbrambach: Christa Penzel
82 Jahre,
Planschwitz: Manfred Neumann
76 Jahre, Esther Stöhr 81 Jahre,
Remtengrün: Jutta Opel 88 Jahre,
Schönbrunn: Gerhard Müller
70 Jahre,
Siebenbrunn-Sträßel: Günther Them
80 Jahre,
Tannenbergsthal: Irmgard Kaiser
82 Jahre,
Zwota: Joachim Hahmann 75 Jahre.
FREIE PRESSE OBERES VOGTLAND
Vogtland
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OBERES VOGTLAND
Dienstag, 20. Januar 2015
NACHRICHTEN
MUSIK
Vogtländer stellen
in Kalifornien aus
Freie Presse
Sagenhaftes Vogtland will jetzt
Edelstein noch bekannter machen
MARKNEUKIRCHEN — Musikinstru-
mentenhersteller aus Markneukirchen sind auf der Musikmesse
NAMM Show 2015 dabei, die am
Donnerstag in Anaheim (USA) beginnt. Bei der viertägigen Branchenschau, in der Größe weltweit nur
mit der Frankfurter Musikmesse
(April) vergleichbar, ist der Gitarrenund Basshersteller Warwick ebenso
vertreten wie die Buffet Group, die
in Markneukirchen Werke für die
Fertigung von Blech- und Holzblasinstrumenten betreibt. (hagr)
UNFALLFLUCHT
Unbekannter fährt
gegen Zaun
SCHÖNECK — Zu einer Unfallflucht
kam es am Sonntagmorgen auf der
Kärrnerstraße in Schöneck. Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer
geriet nach Angaben der Polizei in
einer Rechtskurve nach links an den
Bordstein, kam ins Schleudern und
anschließend von der Fahrbahn ab.
Dabei fuhr er gegen den Zaun gegenüber der Kärrnerstraße 24. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von
ca. 700 Euro. (gsi)
KURZ GEMELDET
Beim Tourismus ist das
Potenzial im oberen Vogtland groß – aber mögliche
Partner finden nicht
immer zueinander.
MULDENHAMMER — Es
Rauchmelder löst Alarm aus Zwischen Baum und Borke
KLINGENTHAL — Zu einem Einsatz in
der Sporthalle des Klingenthaler
Schulzentrums auf dem Amtsberg
musste am Freitagabend die Feuerwehr ausrücken. Laut Stadtbrandmeister Jan Künzl hatte ein Rauchmelder Alarm ausgelöst. Die Ursache dazu konnte aber nicht festgestellt werden. (tm)
Vortrag in der Bibliothek
OELSNITZ — Um das Thema „Heil-
praktische Selbstbehandlung bei
Krebs“ geht es am Donnerstag ab
19 Uhr in der Oelsnitzer Stadtbibliothek. Es spricht Rolf Möbius aus
Oelsnitz. Der Eintritt ist frei. (hagr)
Karten bei „Freie Presse“
OELSNITZ — Mit Musik im Stil der
Goldenen Zwanziger gastieren die
Muggefugg Symphoniker am Samstag, 20 Uhr in der Katharinenkirche
Oelsnitz. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro in allen Verkaufsstellen der „Freien Presse“. (hagr)
Das Vogtland steht, was die Tradition des Bergbaus betrifft, seit Jahren
zwischen Baum und Borke, obwohl
das sächsische Innenministerium
schon 2011 bestätigte, dass der Topasfelsen grundsätzlich Welterbe-
REPRODUKTION: FREIE PRESSE
Der Schneckenstein um 1840.
potenzial besitze. Beim Weltkulturerbe-Projekt Montanregion Erzgebirge ist das Vogtland nicht beteiligt,
was nicht nur Gerisch wurmt – zumal niemand einen triftigen Grund
dafür nennen kann. Wenige Kilometer vor dem Schneckenstein endet auch der Geopark Bayern-Böhmen, obwohl es von dort natürlich
Kontakte ins Vogtland gibt.
Nach Partnern und und Möglichkeiten einer touristischen Vermarktung wird deshalb schon seit Jahren
gesucht. Im März 2011 hatte Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler)
erstmals Partner der Tourismus-
Branche der Gemeinde Muldenhammer an einen Tisch geholt. Zeitweilig ging dabei der Blick auch mit
zur Nachbarstadt Klingenthal. Aus
gutem Grund: Als der Schneckenstein 1901 eine Aufstiegsmöglichkeit für die Besucher erhielt, war das
eine Gemeinschaftsarbeit des Gebirgsvereins Klingenthal mit mehreren Tourismus- und Naturvereinen aus der Umgebung gewesen.
Auf einer Postkarte warben damals
Klingenthal und Zwota gemeinsam
mit dem Topasfelsen.
Aus der schon für Herbst 2012
geplant gewesenen gemeinsamen
Tourismus-Beratung von Klingenthal und Muldenhammer ist aber
bis heute nichts geworden.
Nun will der Verein „Sagenhaftes
Vogtland“ das Angebot noch bekannter machen und weitere Gäste
anlocken. Die Ortsteile Tannenbergsthal und Hammerbrücke der
Gemeinde Muldenhammer gehören
mit zur geplanten Förderregion um
die Stadt Falkenstein. Das hat einen
durchaus plausiblen historischen
Hintergrund, denn im Schaubergwerk ist der um 1800 angelegte Falkensteiner Communstollen noch
original erhalten.
Klammer Kreis zahlt weiter für Schülertransport
Nahverkehrs-Verband setzt Kreistagsbeschluss um und hofft aus das Bildungsticket
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Die
Schülerbeförderung bleibt trotz der
Finanznot des Vogtlandkreises weiterhin gratis. Nach einem am Freitag
gefällten Beschluss des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) werden die
Schüler und Lehrlinge im Vogtlandkreis ohne Zuzahlung der Eltern
befördert. Der Vogtlandkreis trägt
die Kosten von insgesamt 6,4 Millionen Euro. Hingegen sind die Pläne,
30 Musiker
vertreten
das Oberland
Regionalwettbewerb
Jugend musiziert beginnt
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Kommen-
VON THORALD MEISEL
gehört ins
Reich der Sagen, dass einst ein böser
Berggeist
am
Schneckenstein
hübsche Mädchen in die Edelsteine
verwandelt habe. In Wahrheit jedoch sind die leuchtenden Kristalle
vor Millionen Jahren bei der sogenannten Topasierung des Gesteins
im Bereich von Granit und Phyllit
entstanden.
Die Einzigartigkeit des Schneckenstein hat Steffen Gerisch, der
Chef des Besucherbergwerks, seit
2012 sogar schriftlich. Ein kleiner
Erfolg – trotz der damals gescheiterten Kandidatur für das Weltkulturerbe. Touristisch genutzt wird der
Schneckenstein in Verbindung mit
dem Schaubergwerk „Grube Tannenberg“, das von der Kultur GmbH
des Vogtlandkreises bewirtschaftet
wird, und mit dem Vogtländischböhmischen Mineralienzentrum
ein Besuchermagnet ist.
11
von den Eltern der etwa 10.300 betroffenen Schüler 1,3 Millionen
Euro an Beiträgen einzunehmen,
vom Tisch.
So erfreulich diese Regelung als
soziale Wohltat sein mag: Die Probleme des seit Jahren immer teurer
werdenden Schülertransportes sind
damit nicht gelöst. Lagen die Kosten
im Jahr 2011 bei 4,7 Millionen Euro,
so stiegen sie seither jährlich auf
die für 2015 kalkulierten 6,4 Millio-
nen Euro an. Der Schülerverkehr bedarf damit dringend einer Lösung,
doch Schützenhilfe kommt nunmehr aus Dresden. Die neue
CDU/SPD-Landesregierung will das
von den Sozialdemokraten initiierte
Bildungsticket für alle sächsischen
Schüler einführen. Die Umsetzung
ist bereits für dieses Jahr angekündigt. „Es soll Schülerinnen, Schülern
und Auszubildenden über den
Schulweg hinaus die Nutzung des
Öffentlichen Personennahverkehrs
über das gesamte Jahr ermöglichen“,
heißt es in der Erklärung des vogtländischen Nahverkehrs-Zweckverbandes.
Doch bis es soweit mit dem Bildungsticket ist, wird eine Satzung
reaktiviert, die bereits von Februar
2012 bis Juli 2014 galt. Die ZVV-Verbandsversammlung hat dazu Weisungsbeschlüsse des Kreistages umgesetzt. (ur)
des Wochenende geht der Wettbewerb Jugend musiziert ins seine
52. Auflage. Auftakt ist am Samstag
mit den Zupfern (Gitarre, Mandoline, Zither) im Ratssaal Reichenbach,
am Zwickauer Robert-SchumannKonservatorium werden die besten
Duos in der Kategorie Klavier und
ein Streichinstrument sowie Klavier
vierhändig ermittelt. Am 31. Januar/1. Februar geht der Wettbewerb in
Zwickau und am Plauener Vogtlandkonservatorium Clara Wieck weiter.
Aus dem oberen Vogtland stellen
sich 30 junge Musiker der Konkurrenz. Als erste stellt sich Laura Zirnstein (Taltitz/Zither) am Samstagmittag in Reichenbach vor. Am gleichen Tag wird es für die Gitarristinnen Christine Rudolph (Schöneck),
Lena Scholz (Bad Elster) und Nele
Kubicek (Markneukirchen) ernst,
am Sonntag für Jana Gentine Pohl
und Anika Seidel (beide Markneukirchen, Gitarre). Sieben Teilnehmer aus dem Oberland stellen sich
am 31. Januar in Zwickau an der Klarinette vor: Linda Tunger (Schönbrunn), Laura Stark (Eubabrunn),
Niklas Pöhland (Markneukirchen),
Rachel Fendel (Bad Elster), Christel
Jacob (Erlbach), Kevin Körner (Klingenthal) sowie Lea Kreisig (Planschwitz). In der Kategorie Querflöte
sind an diesem Tag Juliane Reichelt,
Jule Elisabeth Blechschmidt, Janine
Windisch (alle Klingenthal), Meline
Sandner (Markneukirchen), Julia
Wenske (Oelsnitz) und Johannes
Kilian (Adorf) in Zwickau dabei.
Am 31. Januar ist zudem Auftrittstermin für Shenja Hänig (Leubetha, Alt-Saxofon) und Konrad
Schreier (Breitenfeld, Saxofon). Am
1. Februar greifen die Trompeter Raphael Roth, Florian Künzel (beide
Oelsnitz) und Boas Weber (Dröda) in
den Wettbewerb ein, zudem die Hornisten Philemon Gerbeth (Magwitz)
und Jonas Winkel (Bad Elster). Mit
der Posaune stellen sich Julia Fischer
(Oelsnitz) und Lucas Schönweiß aus
Markneukirchen vor, als Duo Klavier/Gesang Caroline Schönstein
und Anna Sporn (Sopran) aus Adorf.
Der Landeswettbewerb Jugend
musiziert findet vom 2o. bis 22. und
27. bis 29. März in Stollberg und
Thum statt, das Bundesfinale vom
22. bis 28. Mai in Hamburg. (hagr)
A N ZE I G E
Größe bringt
Probleme mit sich
Für die Sendereihe
„37 Grad“ hat das ZDF
eine 1,90-Meter-Frau
begleitet.
VON SABINE SCHOTT
HOF — Doris Gschoßmann aus dem
oberfränkischen Schauenstein bei
Hof steht mit drei weiteren Menschen im Mittelpunkt der ZDF-Dokumentation „Liebe kennt kein Me-
Doris Gschoßmann.
FOTO: SCHUMACHER
termaß“. Der Beitrag ist Teil der Sendereihe „37 Grad“, die sich mit allen
möglichen Formen des Menschseins
auseinandersetzt. Thema ist diesmal
das Problem, als kleiner Mann oder
große Frau einen Partner zu finden.
Autor J. Michael Schumacher
kam auf die Idee, weil er mit rund
1,60 Meter selbst keine idealen Maße hat. Über eine Casting-Agentur
suchte er nach Frauen und Männern, die rein optisch ins Schema
passen könnten und fand – neben einem Berliner Paar (sie groß, er klein)
und einem recht kleinen Herrn auch
die 46-jährige Gschoßmann. An Lebenslust fehlt es der fast 1,90 Meter
großen Frau nicht. Sie sagt: „Ob ich
mich mit einem Mann verstehe, das
hat doch nichts mit ein paar Zentimetern mehr oder weniger zu tun.“
Doch das starke Geschlecht sieht das
oft anders, ist verunsichert. Und
nicht zuletzt scheiterte ihre Ehe unter anderem an dieser Sache.
Gschoßmann ist nach eigenen Worten auch im Privatleben die „Managerin“, die alles im Griff hat. Sie ist
überzeugt: „Das liegt auch an meiner Größe.“ Sie hofft, dass ihre noch
junge neue Beziehung mit einem
kleineren Mann ewig hält.
DER BEITRAG der Sendereihe „37 Grad“
wird heute um 22.15 Uhr ausgestrahlt.
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3581260-10-1
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 20. Januar 2015
Mit der Kraft der zwei Räder
Ein Paar aus Österreich
hat die Erde umrundet –
auf dem Fahrrad, in 36.500
Kilometern. In Plauen erzählen sie am Donnerstag
von dieser Tour.
VON TORSTEN KOHLSCHEIN
KONZERT
Gospelchor singt
in Markneukirchen
MARKNEUKIRCHEN — Ein
großer
Gospelchor ist am Samstagabend
in Markneukirchen zu erleben: Die
Gospelnight Dresden, zu der etwa
100 Sängerinnen und Sänger gehören, gibt ein Konzert. Unterstützt
wird dies durch Solisten und Band.
Der Chor unter der musikalischen
Leitung von Michael Blessing
probt seit September, um seine
musikalischen Ziele zu erreichen.
Das Programm besteht aus vielen
Liedern zum Mitsingen, Mitfeiern
und Mittanzen – moderne Gospelsongs aus Skandinavien oder den
USA haben ebenso ihren Platz wie
Gospelklassiker oder A-cappellaStücke. Die Gospelnight Dresden
tourt seit 2002 durch Sachsen. Der
Chor hat inzwischen mehr als 20
Gemeinden besucht und wird am
Wochenende auch in Radebeul
und Dippoldiswalde auftreten. Die
Gospelnight ist ein Projekt der
Christuskirche Dresden-Strehlen,
des Dresdner Stadtjugendpfarramtes und des Christlichen Vereins
Junger Menschen Dresden. (hagr)
DER GOSPELGOTTESDIENST mit Gospelnight Dresden in der Nicolaikirche Markneukirchen am Samstag beginnt 19 Uhr. Der
Eintritt ist frei. Die Kollekte kommt der
Gospelnight Dresden sowie dem Bau eines
Kinderheims für Straßenjungen in der
Distrikthauptstadt Arua in Uganda zu Gute.
BÜHNE
Plauen: Vogtland Theater, Theaterplatz,
Schneewittchen und die 7 Zwerge, JubiläumsGala der Evergreen-Kids, 9.30, 15.30, 18 Uhr,
03741 28134832
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstr. 45, Wenn der Vater mit dem Sohne ..., mit dem Trio Divertimento der Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Fanprojekt Plauen, Dobenaustr. 9,
Offener Jugendtreff, 9-15 Uhr
Jugendzentrum Oase, Dr.-Karl-Gelbke-Str. 1,
Teeniebereich, offener Treff mit Oase-Kreativ:
Stühle gestalten, 14.30-19 Uhr; Oase-Keller,
offener Treff mit Werkstattzeit, 15-20 Uhr
Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstraße 4, Kinderzentrum, offener Treff mit Kopfnüsse, 13-19 Uhr; Jugendzentrum, offener Treff
mit Quiztime, 14-20 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Kochküche, 13-15 Uhr; Offener Treff, 13-18 Uhr;
Kinder Schwarzlicht Theater Black Magic,
„Hans Röckle und der Teufel“, 15-18 Uhr;
Kannst du schon: Josi Abschied, 16-18 Uhr
Markuskeller, Morgenbergstraße 34, Kindertreff (6-13 Jahren), 13-19 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Kreativer Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr;
Kreativer Kindertanz (ab 6 Jahre), 16.15 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30,
Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, fröhliche
und spannende Geschichten, 16 Uhr
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, Februarplanung,
15-20 Uhr
Begegnungszentrum Zebra, Katzensteinstraße 1, Die Koch Kids, kleine Leute zaubern ein
leckeres Essen, 16-18.30 Uhr
Auf gewundenen Straßen überqueren Anita Burgholzer und Andreas Hübl im
Norden Perus die Anden.
Sternenhimmel inklusive: Nachtlager mit Blick auf den Cotopaxi, mit 5897
FOTOS: ANITA BURGHOLZER
Metern zweithöchster Berg Ecuadors.
ten. Sie kündigten ihre Jobs, lösten
ihre Wohnung auf, verkauften ihr
Auto. – Wie fühlt es sich an, wenn
man sich von seiner vertrauten Heimat langsam entfernt und einlässt
auf das ungewisse Abenteuer? Was
geht einem durch den Kopf, wenn
man auf 4000 Meter nachts vom
Sturm überrascht wird oder wenn
man auf engen Straßen von rücksichtslosen Lkw-Fahrern fast in den
Straßengraben gedrängt wird und
im Gegensatz dazu auf den einsamsten Pisten der Welt nur den weiten,
blauen Horizont vor Augen hat? Auf
den 36.500 Kilometern, die sie zurücklegten, fanden sie Antworten
auf diese und viele andere Fragen,
die Bestandteil ihrer mitreißenden,
zweifach prämierten Reportage geworden sind. Einer Reportage vom
intensiven, einfachen Leben im Sattel, das sie in 35 Länder und über drei
Kontinente führte – eine Überque-
rung der Anden-Gebirgskette inklusive. Persönlich und ungeschminkt
gewähren sie dem Besucher einen
tiefen Einblick in ihren „ganz gewöhnlichen“ Alltag. Rückenwind –
eine epische Reise, in der nicht Tempo und Leistung bestimmend sind.
Eine Reise, die vor Augen führt, wie
wenig man zum persönlichen
Glück benötigt, und dass die Menschen trotz aller Gegensätze, verschiedener Kulturen und Wertvor-
DER MULTIMEDIAVORTRAG „Rückenwind
– mit dem Fahrrad um die Welt“ findet Donnerstag um 19.30 Uhr in der Aula der Friedenschule Plauen, Weststraße 64 statt. Tickets im Vorverkauf zu 11 Euro, ermäßigt 9
Euro, gibt es bei der Plauener Touristinformation Am Graben, Holydaylandreisebüro und
City Reisebüro Plauen. An der Abendkasse
kosten die Tickets 13 Euro, ermäßigt 11 Euro.
KLASSIK
COMEDY
TOUR
SHOW
KONZERT
Wiener Dreiklang in Vicki Vomit begrüßt
Bad Elsters Kurhaus Gäste im Malzhaus
Erwin Pelzig stellt
sich dem Publikum
Das Stärkste aus der
Welt des Musicals
Frontfrau schreibt
die meisten Songs
BAD ELSTER — Zu Melodien aus Wien
lädt das Trio Divertimento der Chursächsischen Philharmonie morgen
ab 19.30 Uhr ins Königliche Kurhaus Bad Elster ein. Im Mittelpunkt
stehen die zwei Menuette von Franz
Schubert, Mozarts Divertimento in
B-Dur und Beethovens „Sechs Ländlerische Tänze“. Dazu kommen Werke von Kreisler und Strauß. Karten
gibt’s für 6 Euro unter 037437 53900
oder an der Abendkasse. (hagr)
PLAUEN — Zur Comedy Lounge lädt
HOF — Kabarettist Frank-Markus Barwasser trat 2010 die Nachfolge von
Georg Schramm in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ an.
Ebenfalls seit 2010 trumpft er mit
seiner satirischen Talksendung „Pelzig hält sich“ im Zweiten auf. In der
Rolle des Erwin Pelzig ist Barwasser
morgen, 20 Uhr, in der Freiheitshalle
Hof zu erleben. Restkarten gibt‘s in
den Geschäftsstellen der „Freien
Presse“. (nd)
ZWICKAU — Musikalische und tänze-
LICHTENTANNE — Eine musikalische
rische Höhepunkte der Klassiker des
Broadways aber auch aktueller
Kompositionen sind morgen ab 20
Uhr live im Konzert- und Ballhaus
„Neue Welt“, Leipziger Straße 182,
bei der Show „Best of Musical Highlights“ zu erleben. Karten zum Preis
von 55,95 (mit Pressekarte 50,45 Euro) und 60,95 (54,95 Euro) sind in allen Geschäftsstellen der „Freien
Presse“ erhältlich. (tk)
Mischung aus Rock ’n’ Roll, Hiphop,
Country und Bluegrass ist morgen
im Kulturzentrum St. Barbara Lichtentanne zu erleben. Auf Einladung
des Vereins Liederbuch Zwickau
gastiert dort die sechsköpfige Formation Her and Kings County. Deren Frontfrau, die energiegeladene
Sängerin Monique Staffile, komponiert auch die meisten Songs der
Gruppe. Los gehts 20 Uhr. (tk)
Familien- und Begegnungszentrum, A.Schubert-Straße 19, Treff der Arbeiter-Samariter-Jugend, Schnee-/Winterspiele (bei schlechtem Wetter: Kochen), 16-18 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33,
Offener Treff und Planung Februarferien,
14-20 Uhr, 03744 308686
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Straße 19, Gemeinsame Ferienplanung,
12-18 Uhr
Beerheide: Fahrbibliothek, An der Kindertagesstätte, 14.30-15 Uhr
Ellefeld: Fahrbibliothek, Grundschule,
12.45-13.45 Uhr
Falkenstein: Tiergarten, Allee 9, 10-16 Uhr,
03745 5421
Verein Kirche im Laden, Gartenstraße 19,
Mutti-Kind-Kreis: Gott schuf den Mond und die
Sterne, 9-11 Uhr, 03745 751475
Hohengrün: Fahrbibliothek, Am Altenheim,
14.10-14.20 Uhr
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Markneukirchen: Kinder- und Jugendtreff, Wernitzgrüner Straße 38, Offener Treff,
13.30-19.30 Uhr
Mehltheuer: Alte Feuerwache, Spielpunkt,
Freizeitangebot des Kinderland Plauen,
15-18 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Straße 27, Offener Treff, mit Breitensportangebot, 15.30-19 Uhr; Trampolinnachmittag, 16.30-18 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Offener Treff, 13-18 Uhr;
Ligrettonachmittag, 15 Uhr
Reumtengrün: Fahrbibliothek, Grundschule, 10-12 Uhr
Rodewisch: Kinder- und Jugendfreizeittreff, Busbahnhof 3, Offener Treff, 14-20 Uhr,
03744 48426
Ausstellung zum Schaffen des bekannten Plauener Zeichners Erich Ohser (1903-1944), 1117 Uhr
Galerie Forum K, Bahnhofstraße 39, „Immer
wieder Mittwoch“ der Arbeitsgemeinschaft
„Bildende Kunst“ des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Plauen, 13-17 Uhr
Galerie im Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, Tanz
des Lebens, Malerei, Grafik und Plastik von Ines
Falcke, 13-18 Uhr, 03741 15320
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13, Napoleonzimmer und vogtländische Malerei, 1117 Uhr
Auerbach/V: Museum, Schlossstraße 11,
Dauerausstellung Flucht, Vertreibung, Neubeginn, sowie zur Stadtgeschichte; Schneemann,
Schneemann, weißer Mann.., ein kulturgeschichtlicher Streifzug in einer traumhaften
Museums-Winterlandschaft mit der Sammlung
Grätz & Gajek, 10-12, 13-17 Uhr, 03744 835513
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
Die Geschichte des Tuchfärberhauses; Parade
der Qualmguschen, 10-16 Uhr, 037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, Natur- und
Jagdausstellung, zu sehen sind u. a. Bildtafeln
heimischer Bäume, Spuren, Fährten, eine Duftorgel und vieles mehr; Bäume in Öl und Aquarell, von Matthias Kiesel; Wildkatzensprung Rückkehr auf Leisen Pfoten, Einblicke in die
heimliche Welt der Wildkatzen, 13-16 Uhr
Markneukirchen: Historisches Sägewerk,
Trobitzschen 14, Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, Mechanische Musikinstrumente, von der Singvogelspieldose bis zur
großen Karussellorgel, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten 2, Geschichte des Instrumentenbaus,
3200 Musikinstrumente aus aller Welt,
10-16 Uhr
Mehltheuer: Kleinstes Musikinstrumenten-Museum, Hohe Straße 9, 1500 Raritäten
inklusive 350 historischer Musikinstrumente,
Vorführung mechanischer Musikinstrumente,
Schauwerkstatt für Zupf-, Streich- und Zungeninstrumente, 9-12 Uhr, 037431 4159
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstraße 4, Deutsche Raumfahrtausstellung, 10-17 Uhr, 037465 2538
Mylau: Museum Burg Mylau, Reformationsgeschichte, 11-17 Uhr, 03765 3822352
Oberlauterbach: Natur- und Umweltzentrum, Treuener Straße 2, Wildkatzensprung Rückkehr auf leisen Pfoten, Eintritt frei,
9-15.30 Uhr, 03745 751050
Oelsnitz: Zoephelsches Haus, Grabenstr. 31,
Ausstellungseröffnung - Erzählende Buchstaben, Malerei und Schriftbilder von Jo Schütt,
11 Uhr
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, „Gute Geister“, Malerei und Grafik von
Ines Falcke (Plauen), 10-18 Uhr, 03765 12188
Rodewisch: Museum Göltzsch, Schlossinsel, Große Spielzeugschau, 10-12, 13-16.30 Uhr
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, Mineralien und Gesteine, 10-17 Uhr
Schöneck: Zigarren- & Heimatmuseum,
Bauhofstraße 1, Heimatgeschichte; Lieber guter Weihnachtsmann ..., 101 Weihnachtsmänner in Szene gesetzt, 14-17 Uhr
Zwota: Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2, Weihnacht - und mehr ..., Weihnachtsausstellung, 10-16 Uhr
Bad Elster: Fernheizwerk, Forststraße 9,
Kraftwerksführung durch das älteste Fernheizwerk Sachsens, Treff: Werkstor (Eintritt frei),
14 Uhr
Kurhaus, Badstraße 25, Dia-Vortrag Indien Zwischen den Welten, 14. Chursächsische Winterträume, 19.30 Uhr
König-Albert-Theater, Theaterplatz 1, Blick
hinter die Kulissen, Führung durch historische
Publikumsbereiche inkl. Bühnentechnik, 16 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Begegnung/Vortrag: Reisebericht: Süditalien, 14 Uhr
Gaststätte Neuberinhaus, Weinholdstraße 7,
Vogtl. Seniorenkolleg: Zirkel Geschichte, Thema: Deutschland 1930-1933, 15 Uhr
Rodewisch: Sternwarte, Rützengrüner Straße 41, Öffentliche Himmelsbeobachtung,
20 Uhr
Thierbach: Dorfgemeinschaftshaus,
Winterstraße 2, Vortrag über Schüssler-Salze,
14.30 Uhr
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7, „Bewegende Bilder - Bewegung im Bild“,
Vicki Vomit morgen ins Plauener
Malzhaus ein. Von Andrea Limmer
gibt es Schabernack, Geschichten
vom begehrten Schlendrian und
von den Gefahren in Niederbayern
zu hören. Archie Clapp nutzt seine
artistischen Fähigkeiten, die er gekonnt mit Zauberei und Comedy
mischt. Roland Hefter erzählt und
singt aus dem Alltag. Beginn ist 21
Uhr. (ike)
A N ZE I G E
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Der Chor Gospelnight Dresden
unter Leitung von Michael Blessing
singt am Samstag in der NicolaikirFOTO: ARCHIV
che Markneukirchen.
PLAUEN — Rund jeder zweite Deutsche benutzt mindestens ein Mal
pro Monat sein Fahrrad als reines
Verkehrsmittel, also nicht als Sportgerät. Das klingt erstmal gar nicht so
schlecht, relativiert sich jedoch
schnell, wenn man weiß, dass in
deutschen Haushalten insgesamt
rund 71 Millionen Fahrräder stehen.
Was also hieße, dass zig Millionen
Drahtesel in deutschen Garagen,
Kellern und Schuppen eher als Ding
gewordener guter Vorsatz vor sich
hin rosten und einstauben.
Wie man es anders machen
kann, demonstrieren Anita Burgholzer und Andreas Hübl, die am Donnerstag im Rahmen der „Blickwinkelreihe“ ihren Multimediavortrag
„Rückenwind – Mit dem Fahrrad um
die Welt“ in der Aula der Plauener
Friedensschule in der Weststraße
präsentieren.
„Raus aus der Tretmühle und rauf
auf den Drahtesel“, sagten sich die
beiden Österreicher im Mai 2010, als
sie sich ihren lang gehegten Lebenstraum erfüllen und den Bürosessel
gegen den Fahrradsattel eintausch-
SONSTIGES
Plauen: Agentur für Arbeit, Neundorfer
Straße 70, Berufsinformationszentrum, Arbeitgeber Bundeswehr - Karriere in Uniform und
Zivil, Informationsveranstaltung, 8 Uhr
Helios Vogtland-Klinikum, Röntgenstraße 2,
Infos rund um die Geburt, (Besichtigung des
Kreißsaales, Vorträge, Gespräche und Videovorführungen), 19 Uhr
Rathaus, Unterer Graben 1, Vortrag: Das Arboretum in Plauen (mit Bernhard Weisbach, Naturschutzbeauftragter der Stadt Plauen),
15 Uhr; Vortrag: Ernten wir im Jahr 2100 Bananen in Sachsen - Klimawandel und seine Folgen (mit Dr. Mathias Böttger, Leiter der Abteilung Klima, Luft, Lärm, Strahlen vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft
und Geologie Dresden-Pillnitz), 16 Uhr
Auerbach/V: Begegnungszentrum Zebra,
Katzensteinstraße 1, Bastelkurs, 16-17 Uhr
Café Nebenan, Goethestraße 7, Tanztee,
15.30 Uhr
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stellungen viel mehr verbindet als
man denken mag.
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; 96 Hours - Taken 3, ab 16 J, 17,
20 Uhr; Annie, 14.15, 17 Uhr; Bibi und Tina - Voll
verhext, 14.30 Uhr; Der Hobbit: Die Schlacht
der Fünf Heere 3D, ab 12 J, 19.45 Uhr; Der kleine
Drache Kokosnuss, 14.45 Uhr; Die Entdeckung
der Unendlichkeit, 17 Uhr; Die Pinguine aus
Madagascar 3D, 14.15 Uhr; Exodus - Götter und
Könige 3D, ab 12 J, 16.45 Uhr; Herz aus Stahl,
ab 16 J, 19.45 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14,
16.30, 19.45 Uhr; Let’s be Cops - Die Partybullen, ab 12 J, 17.15, 20.15 Uhr; Nachts im Museum
- Das geheimnisvolle Grabmal, ab 6 J, 14.30,
17.15 Uhr; Paddington, 14.30 Uhr; The Best of
Me - Mein Weg zu Dir, ab 12 J, 20 Uhr; The Gambler, ab 12 J, 20.15 Uhr; Unbroken, ab 12 J, 14, 17,
20 Uhr
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, 03741 15320; Einer
nach dem Anderen, ab 16 J, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; Der Hobbit: Die Schlacht
der Fünf Heere 3D, ab 12 J, 17, 20.15 Uhr; Exodus
- Götter und Könige, ab 12 J, 20 Uhr; Honig im
Kopf, ab 6 J, 17, 20 Uhr; Nachts im Museum Das geheimnisvolle Grabmal, ab 6 J, 17.15 Uhr
Greiz: UT 99, Thomasstr. 6, 03661 629111;
96 Hours - Taken 3, ab 16 J, 17.15, 20.15 Uhr; Der
Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere 3D, ab 12 J,
19 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss, 14.30,
17.15 Uhr; Exodus - Götter und Könige 3D, ab
12 J, 19.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14.15, 17,
19.45 Uhr; Nachts im Museum - Das geheimnisvolle Grabmal, ab 6 J, 14.30, 17 Uhr; Paddington, 14.45 Uhr
WINTERSPORT
Mühlleithen: Skilift, Schneetelefon:
037467 22494, 13-21 Uhr
Schwaderbach (Bublava): Skilifte,
Schneetelefon 00420 352696830, 9-20 Uhr
Schöneck: Zauberteppich, 9-16.30 Uhr
3582103-10-1
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 20. Januar 2015
NACHRICHTEN
ANZE IGE
Autofahrer unter
Alkoholeinfluss
KLINGENTHAL — Einen
58-jährigen
Suzuki-Fahrer hat die Polizei am
Sonntagvormittag auf der Keplerstraße in Klingenthal kontrolliert.
Dabei nahmen die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes wahr, teilte gestern die Polizei
mit. Ein vor Ort durchgeführter
Atemalkoholtest ergab einen Wert
von 0,64 Promille. Es folgte eine Anzeige. (gsi)
SACHBESCHÄDIGUNG
Knaller fliegt gegen
„Polizei“-Schild
AUERBACH — Vermutlich mit einem
pyrotechnischen Erzeugnis wie einem Blitzknaller haben Unbekannte den Kasten mit der Aufschrift „Polizei“ am neuen Auerbacher Revier
an der Schulstraße beschädig. Das
sagt Polizeisprecher Jens Scholze auf
Nachfrage von „Freie Presse“. „Der
Knaller ist wahrscheinlich unmittelbar an der Scheibe explodiert.
Deshalb ist das Glas gesprungen. Ermittelt wird wegen Sachbeschädigung.“ Beschädigt wurde das blaue
Glas an einer unteren Ecke des Kastens. In Auerbach kursierende Gerüchte, wonach es sich dabei um einen Anschlag auf das Revier handelt, wies er zurück. „Wir halten das
eher für einen Dummejungenstreich.“ (lh)
KURZ GEMELDET
Der Bücherbus kommt
SCHILBACH/ARNOLDSGRÜN — Die
Fahrbibliothek macht am Donnerstag von 15 bis 15.30 Uhr an der Buswendeschleife in Schilbach und von
15.45 bis 16.15 Uhr auf dem Dorfplatz in Arnoldsgrün Station. (gsi)
Heute Kraftwerksführung
BAD ELSTER — Das Fernheizwerk Bad
Elster lädt heute zur Führung durch
das 1898 eingeweihte und durch
den Betreiber Eins Energie modernisierte Kraftwerk im Kurort. Beginn
ist 14 Uhr am Werkstor an der Forststraße. Die Teilnahme ist kostenlos
und für Besucher ab zwölf Jahren
möglich. (hagr)
Ausschuss tagt
ADORF — Der Hauptausschuss des
Adorfer Stadtrates berät heute im
Ratssaal unter anderem über den
Haushaltsplan 2015. Beginn der öffentlichen Sitzung ist 19 Uhr. (gsi)
Freie Presse
13
Trubel um Tauben in Theuma
Zur 31. Vogtländischen
Rassetaubenschau wurden
1600 Tiere präsentiert.
Doch eine solche Schau zu
organisieren, ist ein Kraftakt – vom Bürgermeister
gab‘s viel Unterstützung.
VON THOMAS VOIGT
THEUMA — Die größte regionale Rassetaubenschau im Dreiländereck
hat gehalten, was sie versprach. Neben der guten Besucher-Resonanz
im Dorfgemeinschaftshaus war
Vielfalt Trumpf. Insgesamt 1600 Tiere standen zur Bewertung. Die
20 Preisrichter hatten jede Menge zu
tun. Angereist waren 170 Züchter
aus Sachsen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zudem lockten
Sonderschauen.
Die höchste Punktzahl bei der Bewertung erhielt Marco Teuchert.
Der Vogtländer ist in Großzöbern
aufgewachsen und lebt heute im
fränkischen Zell. Zur Ausstellung in
Theuma durfte er seinen insgesamt
zweiten Vogtlandmeister-Titel feiern. Viele Jahre war der 45-Jährige
zweiter Vorsitzender des Vogtländischen Rassetaubenclubs (VRC). Seine Show Racer indigo gehämmert –
es handelt sich um amerikanische
Schönheits-Brieftauben – gingen als
beste Tiere der Schau in die Wertung
ein. Zudem wurde eine seiner Tauben zum VRC-Champion gekürt.
Dem 45-jährigen Züchter sah man
die Freude über den Erfolg an.
„Wenn man unter 1600 Tieren die
besten hat, kann man schon etwas
stolz sein.“ Seit Kindesbeinen hat
ihn das Hobby gepackt, verriet er.
„Vor allem mein Onkel hat mich auf
diesen Trichter gebracht.“ Falls es
mit der Zucht wieder so gut klappt,
will er seinen Titel 2016 verteidigen.
Gemeinsam mit dem Sieger freute sich Ekkehard Knoll. Der Ehrenvorsitzende des Kleintierzucht-Vereins Theuma und Umgebung war
mit dem Verlauf der Schau zufrieden. „Wir haben sehr viel Fachpublikum aus den Regionen der Aussteller gehabt.“ Aus seiner Sicht war die
Ausstellung auch eine gute Werbung für die vogtländischen Züchter. Neben dem Erzgebirge zählt die
Region zu den Hochburgen der Rassetaubenzüchter in Deutschland.
Ein Jahr habe er sich mit vielen fleißigen Helfern auf diesen Höhepunkt im Zuchtjahr vorbereitet. In
diesem Zusammenhang lobte der
Rentner das besondere Engagement
von Bürgermeister Lothar Schwenkbier. Er habe im Vorfeld vieles im
Sinne der Gastgeber in die Wege geleitet. Mitarbeiter des Bauhofs, die
Frauen der Züchter und der Theumaer Fußball-Nachwuchs hätten
entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.
Zum Theumaer KleintierzuchtVerein gehören rund 40 Mitglieder.
Marco Teuchert (rechts) zeigt stolz seine amerikanische Schönheitsbrieftaube. Der aus Großzöbern stammende Züchter wurde Vogtlandmeister. Michael Künzel (links) vom Vogtländischen Rassetaubenklub gratulierte. FOTO: THOMAS VOIGT
Allerdings ist nur ein Drittel aktiv,
bedauerte der Ehrenvorsitzende. „Es
könnten sich ruhig noch mehr von
uns mit einbringen.“ Der 71-Jährige
geht mit bestem Beispiel voran. Seit
1958 gehört er zum Verein. Inzwischen ist Sohn Matthias als Vereinschef in seine Fußstapfen getreten.
Vor fünf Jahren übernahm der Junior den Staffelstab. Aus seiner Sicht
müsse sich künftig einiges verändern. Wie auch in anderen Kleintierzucht-Vereinen sei die Nachwuchs-
Gewinnung ein Dauerproblem. „Es
wird immer schwieriger, solche großen Schauen zu stemmen. Grund
seien die hohen Erwartungen und
der immer größer werdende Kostendruck.“
Dennoch wollen die Theumaer
auch die 32. Auflage der Rassetaubenschau an gleicher Stelle organisieren. Der Termin steht bereits fest.
Die Taubenzüchter können sich den
16. und 17. Januar 2016 schon mal
im Terminkalender vormerken.
VRC Champions 2015
Jürgen Triebel aus Weischlitz mit
Coburger Lerchen silber
Marco Teuchert aus Zell mit Show
Racer indigo gehämmert
Klaus Fülle aus Zoghaus mit Thüringer Schnippe blau
Carsten Michaelis aus Leubnitz mit
Vogtländ. Weißkopftrommeltaube
Feuer in Altchrieschwitz: Angst der Bürger bleibt
Der erneute Brand am
Wochenende löst Ratlosigkeit bei den Anwohnern
aus. Die Polizei bestätigt
indes einen weiteren Fall.
VON JULIA KELLER
PLAUEN — In der Hofer Bierstube an
der Möschwitzer Straße in Plauen
drehen sich auch einige Tage nach
dem Großbrand immer noch viele
Gespräche um die Feuer der vergangenen Wochen. „Die Leute sitzen
nicht hier und reden über das Wetter, wenn es ein paar Meter weiter
gebrannt hat“, sagt Wirt Uwe Trommer, der mit seiner Frau über seinem
Lokal in einer Wohnung lebt. Denn
etliche Anwohner hätten Angst –
und auch er selbst fühlt sich bestürzt und hilflos.
Nachdem eine Woche vorher sowie im November Feuer in unmittelbarer Nähe ausgebrochen war, wurden in der Nacht zum Samstag mehrere Gebäude eines Vierseitenhofs
Opfer der Flammen. Jack Wesley Jacobi dichtete am Freitag noch die
Fenster einer Scheune ab, damit niemand etwas hineinwerfen konnte –
am selben Abend, kurz vor Mitternacht, loderte es in anderen als
Scheune, Schuppen und Garage genutzten Gebäuden, die er für sicher
gehalten hatte. Die Feuerwehr
sprach vom größten Brand in Plauen
seit fünf Jahren, Jacobi selbst hat eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Das Grundstück gehört Elke Jacobi, ihrer Schwester Karin Wolfram und ihrer Tante Maria Albrecht.
Die Polizei bestätigte gestern au-
ßerdem, dass es am 20. Dezember einen weiteren Löscheinsatz im selben Gebäude wie im November gegeben hatte: Gegen 6.30 Uhr wurde
damals ein Glutnest gefunden. Viermal innerhalb von fünf Wochen
rückten die Helfer also zu Nachbargrundstücken aus. Größere Personenschäden gab es in keinem der
vier Fälle. Polizeisprecherin Anett
Münster möchte dennoch nicht davon reden, dass die Fälle zusammenhängen. „Die Fakten zeigen noch
kein eindeutiges Bild und noch keine Tendenz“, sagt sie. Trotzdem seien zurzeit vermehrt Polizeistreifen
in Altchrieschwitz unterwegs.
Der Bierstubenwirt Trommer ist
ratlos: Auch mit stärkerem Aufeinander-Achtgeben unter Nachbarn
oder technischen Einrichtungen
wie Bewegungsmeldern könne man
Feuer nicht abwenden. „Wenn einer
Brände in Chrieschwitz
15.11.2014, 5.45 Uhr
20.12.2014, 6.30 Uhr
Möschwitzer
Straße
Friesen- 16. Januar 2015
weg kurz vor Mitternacht
10. Januar 2015
gegen 5.30 Uhr
Foto: Landesvermessungsamt
Tilo Steiner
etwas anzünden möchte und er
stellt es clever an, kann man es nicht
verhindern“, glaubt er. Umso größer
sind die Hoffnungen, die in diesen
Tagen auf den Ermittlern ruhen:
„Die Leute hoffen alle, dass die Polizei schon eine Spur oder eine verdächtige Person hat“, so Trommer.
A N ZE IG E N
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14 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 20. Januar 2015
Schwarze Sonne und roter Mond
NACHRICHT
DDR-AUFARBEITUNG
Stasi-Beauftragter
kommt nach Plauen
PLAUEN — Roland Jahn, Bundesbe-
auftragter für Stasi-Unterlagen, besucht am Donnerstag Plauen. Den
ganzen Tag wird Jahn in der Stadt
unterwegs sein. Mittags eröffnet er
in der Hufeland-Oberschule im
Chrieschwitzer Hang eine Ausstellung zum Thema „Stasi? Was war
das?“. Der Termin ab 12 Uhr in der
Schule ist öffentlich. Vor der Schau
will Jahn mit Neuntklässlern über
die DDR-Staatssicherheit und ihre
Spitzel-Methoden sprechen. Im Anschluss ist ein Treffen mit Akteuren
der friedlichen Revolution geplant.
Am Abend nimmt er am Neujahrsempfang der CDU im Malzhaus teil,
bei dem es auch um 25 Jahre Deutsche Einheit gehen wird. (manu)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
SCHÜLERVERKEHR KOSTET — Die vogt-
ländischen Kreisräte machen den
Transport von Schülern der fünften
bis zehnten Klassen in Mittelschulen und Gymnasien kostenpflichtig.
Eltern müssen monatlich sechs
Euro pro Kind bezahlen. Die Neuregelung gilt ab dem Schuljahr
2005/06.
Vor 50 Jahren
KONZERT FÜR PARKTHEATER — Am 10.
Februar 1965 soll im Plauener Filmtheater „Capitol“ an der Bahnhofstraße ein Konzert stattfinden, dessen Erlös für den weiteren Ausbau
des 1964 eröffneten Parktheaters gedacht ist.
Vor 100 Jahren
KINDER BETTELN — Das Plauener Gar-
nisons-Kommando berichtet über
immer mehr bettelnde Kinder in der
Kaserne. Die Sprösslinge würden
sich entweder unter einem Vorwand
Zutritt zum Gelände verschaffen,
oder den Zaun übersteigen und
dann die Soldaten um Nahrungsmittel wie Brot oder ein Mittagessen
anbetteln. Man habe vergebens versucht, diese Unsitte auf gutmütige
Art und Weise einzudämmen. (pa)
Am 20. März wird es
über Deutschland dunkel
– ein Ereignis, das auch an
der Sternwarte Rodewisch
mit Spannung erwartet
wird.
Panoramaweg und
Höhensteig ausgezeichnet
AUERBACH/KLINGENTHAL/STUTTGART
— Das Vogtland hat seine Stellung
VON HEIKE MANN
RODEWISCH — Das für astronomisch
Interessierte wohl faszinierendste
Ereignis in diesem Jahr ist die partielle Sonnenfinsternis am 20. März.
In den Vormittagsstunden ist zu
beobachten, wie sich der Mond vor
das Zentralgestirn schiebt. 75 Prozent der Sonne werden so – von der
Erde aus gesehen – bedeckt. „Mit
zweieinhalb Stunden, von etwa
9.35 bis 11.55 Uhr ist das ein recht
lange andauerndes Ereignis, es ist
Freitagvormittag und zufällig auch
noch Frühlingsanfang – klar, dass
wir da zu einer öffentlichen Beobachtung einladen“, sagt Jochen Engelmann, der Leiter der Rodewischer
Sternwarte.
Das Ereignis wird vorab bereits
eine Rolle spielen in den Vorträgen
des Rodewischer Planetariums, die
unter dem Motto „Die schwarze
Sonne“ stehen. Die nächste in
Deutschland sichtbare totale Sonnenfinsternis findet übrigens am
Jochen
Engelmann
Leiter der
Sternwarte Rodewisch
FOTO: SILKE KELLER-THOSS
2. September 2081 statt. Allerdings,
so Engelmann, seien Finsternisse
„nicht so selten“. 2017 zum Beispiel
gibt es eine, die als totale im mittelamerikanischen Raum zu sehen ist.
Die Wüstenlandschaften dort erhöhen die Chancen auf deren Sichtbarkeit. „Ein lohnendes Reiseziel für
Hobbyastronomen“, so Engelmann.
Ein weiterer astronomische Höhepunkt für dieses Jahr ist die totale
Mondfinsternis am 28. September,
zwischen 3 und 5 Uhr. Der Mond ist
Wandern:
Vogtland in
erster Liga
Die letzte in hiesigen Breiten zu beobachtende Sonnenfinsternis war am 4. Januar 2011. An diesem Tag entstand dieFOTO: JOCHEN ENGELMANN
se Aufnahme.
dann nur noch in einem düster-rötlichen Licht sichtbar. Diese Färbung
entsteht durch Streulicht der Sonne,
das durch die Erdatmosphäre hindurch auf den Mond fällt. Nur die
langwelligen, roten Anteile des Sonnenlichtes durchdringen die Lufthülle der Erde.
Im Frühling wartet auf Sternengucker noch ein anderer Höhepunkt: Die Venus wird ab März zu einem auffälligen Gestirn am Abendhimmel. Auch diesem Ereignis ist
ein Vortrag im Planetarium gewidmet: „Venus – Glanz in der Abenddämmerung“ heißt es ab April.
Die Vorträge im Planetarium
werden mithilfe von den drei Honorarkräften Sascha Klobe, Jürgen
Schramm und Steffen Richter abgesichert. Sie haben sich laut Engelmann bislang gut bewährt. Weil es
sie gibt, mussten trotz Personalredu-
zierung in der Sternwarte keine Abstriche an den wöchentlichen Veranstaltungen gemacht werden, es
sind nach wie vor vier. Astronomieunterricht mit Anke Graf, Lehrerin
am Pestalozzi-Gymnasium, und das
Ganztagsangebot für Schüler der
5. bis 11. Klasse vom Gymnasium
mit Jochen Engelmann gehören
ebenso zum Aufgabenspektrum wie
die Besuche von Kindergartengrup-
pen oder Schulklassen in Sternwarte und Planetarium. Das Planetarium besteht in diesem Jahr seit
30 Jahren – ebenso alt ist das Herzstück der Vorführungstechnik, der
Sternenprojektor von Zeiss. Man
hofft, dass er noch möglichst lange
seinen Dienst tut, denn ein Ersatz ist
nicht in Sicht. Der Stadt fehlt dazu
das Geld, um Fördermittel hat man
sich bisher vergeblich bemüht.
Veranstaltungen 1. Halbjahr
Vorträge: Jeweils Mittwoch und
Sonntag der Vortrag „Die Schwarze
Sonne“.
tail auf der Beobachtungsplattform.
Romantik: Zum Valentinstag am
Samstag, dem 14. Februar gibt
es um 18 Uhr eine romantische
Sternenstunde im Planetarium;
im Glanz des Jupiters bei einem Cock-
Konzert: „Gitarren total“ im Planetarium am Sonntag, dem 8. März um
19.30 Uhr mit Martin C. Herberg, eine
Melange aus virtuosen Gitarrenstücken, exzellenten Songs, sphärischen
Eigenkomopositionen und eigenwilligen Interpretationen.
als wichtiges Wandergebiet in
Deutschland untermauert. Bei der
Tourismusmesse CMT am Wochenende in Stuttgart erhielt der Vogtland-Panoramaweg seine vierte Zertifizierung. Damit konnte das Aushängeschild des Vogtland-Tourismus „dauerhaft nachhaltige Qualität beweisen“, heißt es in einer Erklärung des Deutschen Wanderverbandes (DWV). Unter den 35 zur CMT
ausgezeichneten Wanderwegen haben nur vier diese vierte Zertifizierung erhalten – neben dem Vogtland-Panoramaweg der Goethewanderweg in Thüringen, der Spessartweg in Bayern und der Uplandsteig
in Nordhessen.
Der 225 Kilometer lange Vogtland-Panoramaweg beginnt und endet an der Göltzschtalbrücke in
Netzschkau, die als Baudenkmal der
Superlative das Interesse wecken
soll. Zwölf Tagesetappen, jeweils
zwölf bis 24 Kilometer lang, führen
durch vielfältige Landschaft. Der
Rundkurs wurde vom Deutschen
Wanderverband bereits im Jahr
2005 erstmals zertifiziert – als einer
der ersten Wege in den neuen Bundesländern.
Die dritte Zertifizierung gab es in
Stuttgart für den Höhensteig in
Klingenthal. Der 47 Kilometer lange
Weg verläuft fast durchgängig in
800 bis 900 Meter Höhe und bietet
den Wanderern eine Vielzahl von
Aussichtspunkten.
14 der 35 frisch zertifizierten Wege hat der Deutsche Wanderverband
erstmals ausgezeichnet. Damit
wächst zwar die Konkurrenz für
die Wanderregion Vogtland, doch
immer mehr Wanderfreunde richten sich nach der seit zehn Jahren
erfolgten strengen DWV-Bewertung. Erstmals wurden diesmal
„Traumtouren“ ausgezeichnet: Das
sind Wege, die einen Mix aus naturräumlichen und kulturellen Höhepunkten bieten. (ur)
» www.wanderverband.de
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BEKANNTMACHUNGEN
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BLICK NACH BÖHMEN
Dienstag, 20. Januar 2015
Freie Presse
15
Wehr am Eger-Fluss dient Fischen und Wassersportlern
NACHRICHTEN
EIS ENBAHN
Bayern-Korridor
steht vor Ausbau
PILSEN/PLZEN — Die
Tschechische
Republik und Bayern halten den
Ausbau des Eisenbahnkorridors von
Pilsen/Plzeň über Taus/Domažlice
und Schwandorf nach München mit
Blick auf die Entwicklung der gemeinsamen wirtschaftlichen Beziehungen für notwendig. Über den
Bau dieser Strecke, zu der es bereits
eine zehn Jahre alte Studie gibt, werden die Verkehrsminister beider
Länder am 12. Februar verhandeln,
sagte der stellvertretende Pilsner
Landrat Jaroslav Bauer der Presseagentur ČTK. (rewö)
BESCHÄFTIGUNG
Supermarktkette
dünnt ihr Netz aus
AUSSIG/ÚST NAD LABEM — Der briti-
schen Supermarktkette Tesco droht
laut Radio Prag in Tschechien ein
Streik. Nachdem Pläne zur Schließung von zwei Filialen in Aussig/
Ústí nad Labem und Prag/Praha bekannt wurden, befürchten die Gewerkschaften Einsparungen und
Entlassungen in größerem Umfang.
Es sei davon auszugehen, dass mehr
als 100 Arbeitsplätze bedroht sind.
Tesco hat bereits in Großbritannien
und Ungarn mit massiven Sparmaßnahmen begonnen. (rewö)
DENKMALSCHUTZ
Stadt macht sich
für Speicher stark
EGER/CHEB — Mit umgerechnet rund
900.000 Euro unterstützt die westböhmische Stadt Eger/Cheb den
weiteren Ausbau des historischen
Speichers am Franziskanerplatz zu
einem Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen. Mit knapp einer Million Euro sollen im Burgareal die
Kasematten, die Burgmauer und das
bei einer Belagerung 1743 abgebrannte Dach des Palais erneuert
werden. Weitere rund 520.000 Euro
fließen in den Ausbau des Museums
am historischen Marktplatz. (tm)
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TERMINE
23. Januar: Eishockey, Extraliga:
Energie Karlovy Vary gegen Verva
Litvínov. Spielbeginn: 18 Uhr.
28. Januar: Karlovy Vary, Theater:
Galakonzert mit Operettenmelodien. Beginn: 19.30 Uhr.
30. Januar: Nejdek, Kulturhaus:
Konzert mit den Bands Lake Malawi
und The Fellas. Beginn: 20 Uhr.
Bis 3. Februar: Cheb, Galerie G4:
Ausstellung mit Arbeiten, die beim
19. Aktfoto-Workshop 2014 entstanden sind.
5. Februar: Karlovy Vary, KV-Arena:
Eishockey-Länderspiel
Tschechische Republik gegen Russland.
Spielbeginn: 18.30 Uhr.
21./22. Februar: Plzeň, Stadtzentrum: Lichterfestival im Rahmen
„Kulturhauptstadt Europa“.
Bis 28. Februar: Ostrov, Stadtbibliothek: Ausstellung „Ostrov im Spiegel der Fotografie“. (tm)
Mit einer Fischtreppe und einer sicheren
Überfahrt für Boote wird derzeit am EgerFluss das Wehr Černy Mlyn oberhalb von
Falkenau/Sokolov ausgebaut. Mit Kosten in
Höhe von umgerechnet rund 500.000 Euro
handelt es sich um die derzeit teuerste Bau-
maßnahme entlang des Gewässers. Drei derartige Wehre wurden bereits umgestaltet, neben Černy Mlyn wird noch an zwei weiteren
Stellen gebaut. Ziel ist es, dass der Fluss für
Fische wieder durchlässiger wird, und sich
auch die Befahrbarkeit mit Booten weiter
verbessert. Die Eger gehört inzwischen zu
den beliebtesten Zielen für Wassersportler in
Westböhmen. Finanziert werden die Arbeiten zum Teil durch Zuschüsse aus dem Umwelt-Programm der Europäischen Union. Die
Eger entspringt bei Weißenstadt im Fichtel-
gebirge (Bayern), nimmt unterwegs mehr als
ein Dutzend größerer Zuflüsse auf und wird
in drei Talsperren gestaut. Sie mündet dann
nach insgesamt 316 Kilometern in der Nähe
der Stadt Leitmeritz/Litoměřice in die Elbe.
FOTO: VLADISLAV PODRACKÝ
(lada)
Berühmte Prinzenrolle
wirkt jahrzehntelang nach
Das Schloss in Moritzburg ist für Pavel Travnicek noch immer der liebste
Drehort seiner Karriere. Heute leitet er selbst ein Theater. FOTO: STEFFEN NEUMANN
das alles wett, wie er sagt. Dass er in
Moritzburg von Leuten angesprochen wird, ist Travnicek gewohnt.
„Ich glaube, die Deutschen sind
noch verrückter nach dem Film als
wir“, vermutet der 64-Jährige.
Seit einigen Jahren ist er regelmäßig in Moritzburg, der Besuch „seines“ Schlosses für ihn aber keine
Selbstverständlichkeit. „Mir geht jedes Mal das Herz auf. Moritzburg ist
mir der mit Abstand liebste Drehort
in meiner Karriere“, sagt er.
An dieser Einschätzung dürfte
seine damalige Filmpartnerin Libuse Safrankova erheblichen Anteil
haben. Nicht wenige sehen in ihr
den Hauptgrund für den überwältigenden Erfolg des Films. Auch
Safrankova ist bis heute als Schauspielerin gefragt, meidet aber den
Kontakt mit den Medien. Sie lebt
seit fast 40 Jahren mit dem Schauspieler Josef Abrhám zusammen.
nert er sich. Wie unbekannt er war,
zeigt der anfangs weitverbreitete Irrtum der tschechischen Zuschauer,
der damals 22-Jährige sei in der
deutsch-tschechischen Koproduktion eine deutsche Besetzung. Zumal er wegen seines starken mährischen Akzents eine Synchronstimme verpasst bekam und später in einem weiteren, diesmal rein deutschen Märchenfilm besetzt wurde –
wieder als Prinz, der zwischenzeitlich in einen Bären verwandelt wird.
Es blieben nicht die einzigen Auftritte als Thronfolger. In der Erinnerung der Zuschauer ist Travnicek
trotz zahlreicher anderer Rollen deshalb immer der Prinz geblieben. Als
Bürde empfindet er das nicht. „Das
hat mich festgelegt. Aber es konnte
Er gilt als Frauenschwarm
Wie viele am Set, war auch Travnicek damals in Libuse Safrankova
verliebt, wie er heute zugibt. Ein Verhältnis, wie viele munkelten, hatten
sie aber nicht. Dabei wäre das dem
Schauspieler zuzutrauen. Galt er
doch ein Leben lang als Frauenschwarm. Drei Ehen und zwei Söhne bezeugen das nur ansatzweise.
Inzwischen ist er fast zehn Jahre mit
seiner Managerin Monika Fialkova
zusammen. „Dass ich viele weibliche Fans hatte, realisierte ich erst
langsam“, sagt Travnicek. Fanbriefe
kamen nicht nur aus seiner Heimat
und aus Deutschland. Auch in der
früheren Sowjetunion ist der Prinz
ein Begriff. Erst kürzlich weilte er zu
Fernsehaufnahmen in Moskau.
Der Märchenfilmklassiker
„Drei Haselnüsse für
Aschenbrödel“ bildete
für Pavel Travnicek den
Einstieg in die Karriere.
Das lässt ihn bis heute
nicht los.
VON STEFFEN NEUMANN
MORITZBURG — Zweifelsfrei, er ist es.
Die Frau am Schloss Moritzburg nähert sich respektvoll, aber bestimmt.
Beherzt spricht sie einen FernsehMitarbeiter an, ob der Schauspieler
Pavel Travnicek ihr nicht ein Buch
signieren könnte. Zwar ist das Alter
auch an dem Tschechen nicht spurlos vorübergegangen. Doch an seinem charmanten, jugendlichen Lächeln, mit dem er der Bitte der Frau
nachkommt, ist er immer noch gut
zu erkennen.
Zu ewigen Ehren gelangt
Als Aschenbrödels Prinz im Märchenfilmklassiker „Drei Haselnüsse
für Aschenbrödel“ zu ewigen Ehren
gelangt, ist Travnicek mit einem
Fernsehteam an den Ort seiner filmischen Anfänge und zugleich seines
größten Erfolgs zurückgekehrt. Das
Jagdschloss bei Dresden diente 1972
als Kulisse für den Streifen, der aus
den weihnachtlichen TV-Programmen Tschechiens und Deutschlands
nicht mehr wegzudenken ist.
„Es war meine erste richtige Rolle. Ich wurde ja für sie direkt von der
Schauspielschule weggeholt“, erin-
ja niemand ahnen, dass der Film so
ein Erfolg wird“, sagt er. Für ihn war
das Spiel an der Seite großer Mimen
wie Rolf Hoppe, Carola Braunbock
und Vladimir Mensik sowie unter
Regisseur Vaclav Vorliček eine Schule fürs Leben.
Die größte Herausforderung für
Travnicek bildete die bittere Kälte.
Zwar fehlte ständig der Schnee, dafür wurden die Darsteller von Minusgraden nicht verschont. „Catering und Rundumversorgung wie
heute gab es nicht. Wir mussten
teils den ganzen Tag in der Kälte zubringen“, sagt er. Kein Wunder, dass
die Dreharbeiten zwischenzeitlich
wegen Krankheit eingestellt werden
mussten. Doch die freundschaftliche Atmosphäre am Set machte
Solarfirma
schließt
ihr Werk
Das kostet 275 Menschen
ihren Job in Chomutov
KOMOTAU/CHOMUTOV — Das japanische Unternehmen Kyocera hat
im nordböhmischen Kaaden/Kadan
sein Werk zur Fertigung von Solaranlagen geschlossen. Damit verloren zum Jahresende 2014 alle
275 Beschäftigten ihre Arbeit. Als
Grund gab das Unternehmen nach
Informationen der Zeitung „Chomutovsky deník“ den Rückgang der
Nachfrage bei Solaranlagen auf dem
europäischen Markt an. Entlassungen gab es auch in den Nordböhmischen Bergwerken, rund 350 Mitarbeiter sollen betroffen sein.
Wiederkehrender Trend
Die Arbeitslosenquote in der Region
Komotau/Chomutov lag damit zum
Jahresbeginn wieder über der ZehnProzent-Marke. Offiziell registriert
sind 9757 Menschen ohne Job. „Es
ist ein jährlich wiederkehrender
Trend, dass in den Wintermonaten
die Zahl der Arbeitsuchenden
steigt“, sagte dazu Michal Tucek
vom regionalen Arbeitsamt. Er geht
davon aus, dass die Zahl im Januar
und Februar sogar noch weiter
steigt. Nordböhmen ist seit langem
Schlusslicht der tschechischen Beschäftigungsstatistik.
Dagegen wollen andere Unternehmen in der Region ihre Standorte ausbauen und die Belegschaft aufstocken, beispielsweise Toyoda Gosei in Klösterle/Klášterec als Hersteller von Kunststoff, Polyurethan und
Gummiteilen für Automobile sowie
Donaldson Czech, ein weltweiter
Anbieter von Filtrationssystemen,
und das Maschinenbauunternehmen Parker Hannifin. (tm)
Glanz und Verfall des Gewerbes der Zinngießer
Vorerst letztmals ist die
Ausstellung im Museum
von Karlsbad/Karlovy
Vary Ende des Monats
zu sehen. Es folgt eine
längere Schließzeit.
VON THORALD MEISEL
KARLSBAD/KARLOVY VARY — Wer ei-
nen Blick auf die kunstvollen Arbeiten der Karlsbader Zinngießer werfen will, hat dazu am letzten Januarwochenende noch einmal Gelegenheit. Denn danach schließt das Museum in Karlsbad/Karlovy Vary we-
gen Umbauarbeiten für voraussichtlich zwei Jahre.
Seinen Ruf als Zentrum der handwerklichen sowie künstlerischen
Zinnverarbeitung erlangte Karlsbad
im 18. Jahrhundert. Grundlage war
die Erschließung ergiebiger Zinngruben im Erzgebirge und im Kaiserwald. Durch die Kurgäste verzeichneten die Zinngießer im Sommer meist auch einen guten Absatz
ihrer Waren. „Über die Anfänge wissen wir leider so gut wie nichts.
Schuld daran wird der Stadtbrand
von 1604 sein, bei dem viele Unterlagen zur Geschichte vernichtet
wurden“, sagt Museumsleiter Stanislav Burachovič. Das älteste erhaltene Dokument zur Zinngießer-Zunft
stammt vom 1672.
Die Karlsbader Meister produzierten ein sehr breites Sortiment an
Gebrauchsgeschirr – Teller und Töpfe, Krüge, Suppenterrinen und Löffel, aber auch Leuchter. Fünf der
wertvollen Zunftbücher mit Einträgen aus den Jahren 1736 bis 1835
werden neben anderen historischen
Dokumenten im Karlsbader Museum aufbewahrt.
Der rasche Niedergang der Zinngießerei begann im frühen 19. Jahrhundert mit dem Aufblühen der
Porzellanindustrie. Der letzte Zinngießer in Karlsbad war laut Burachovič um 1890 Josef Drumm.
GEÖFFNET hat das Museum in Karlsbad/Karlovy Vary am 31. Januar und 1. Februar jeweils von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr.
Historiker Jan Nedved präsentiert im Museum Karlsbad/Karlovy Vary kunstvolle Arbeiten von Zinngießern.
FOTO: VLADISLAV PODRACKÝ
16 Freie Presse
NACHRICHTEN
LEICHTATHLETIK
Adorfer verpasst
Bestweite knapp
CHEMNITZ — Bei der Hallen-Landesmeisterschaft der Erwachsenen und
der Altersklasse U 18 am Wochenende in der Chemnitzer Leichtathletikhalle hat Mattes Ganßmüller den
ESV Lok Adorf gut vertreten. Er kam
in der männlichen Jugend beim Kugelstoß auf zwölf Meter und belegte
damit Rang 12. Besser lief es beim
Weitsprung, wo er mit 6,10 Metern
seine Bestweite lediglich um fünf
Zentimeter verpasste und damit den
sechsten Platz erreichte. (rkr)
FUSSBALL
Neuer Trainer bei
Merkur Oelsnitz II
OELSNITZ — Die zweite Mannschaft
des SV Merkur Oelsnitz (Kreisliga)
hat einen neuen Trainer. Für den aus
Mechelgrün stammenden Mike
Henninger – er war als Spieler zuletzt beim TSV Trieb aktiv – wird
Oelsnitz die erste Trainerstation.
Henninger, der zur Zeit an seiner CLizenz arbeitet, löst den auf eigenen
Wunsch in der Winterpause zurückgetretenen Steffen Windisch
ab. Windisch hatte die MerkurZweite vorige Saison aus der 1. Kreisklasse in die Kreisliga geführt. (tgf)
SCHACH
OVL-Meisterschaft:
Biba holt den Titel
ADORF — Josef Biba vom SV Klingen-
thal hat die Obervogtland-Meisterschaft im Schach gewonnen. Am
dritten und letzten Spieltag im
Schützenhaus Adorf gewann er gegen seinen schärfsten Verfolger
Frank Weller (SV Markneukirchen).
Nur in der sechsten und letzten Runde gab Biba gegen Jürgen Perlitz (SC
Reichenbach) einen halben Punkt
ab. Hinter Biba kamen Weller und
Heinz Zöphel (VfB Adorf) auf die
Ränge 2 und 3 in der Gesamtwertung. 16 Schachsportler hatten sich
am Wettkampf beteiligt. (hagr)
KEGELN
TSV-Frauen
weiter Vorletzter
KIRCHBERG — Im ersten Turnier im
neuen Jahr kassierten die Keglerinnen des TSV Oelsnitz in Kirchberg
eine knappe 1965:1997-Niederlage.
Damit sind die Sperken weiter Vorletzter. Für den TSV kegelten Lea
Hertel (368), Elke Maul (366), Gabriela Fengler (382), Carmen Bischoff
(404), Jana Krannich (405) und Heike Degen (406). (hed)
LOKALSPORT
Dienstag, 20. Januar 2015
Sperken-Mädels halten bravourös dagegen
Sieg (9:7 gegen Hammerbrücke) und
eine Niederlage (10:13 gegen Ronneburg) war die Bilanz der Frauen des
HV 90 Klingenthal. Die SG Neptun
Markneukirchen war mit Siegen gegen den TSV Oelsnitz (15:9) und
Concordia Reudnitz erfolgreich.
Oelsnitz unterlag Reudnitz 8:13.
(hvk/jowe)
Die Oelsnitzer HandballMänner freuten sich am
Wochenende über einen
Sieg und ein Remis, die
Klingenthaler mussten eine Niederlage hinnehmen.
Am Grünen Tisch gewannen sie jedoch vier Punkte.
1. Bezirksklasse Männer: TSV
Oelsnitz – SV Grün-Weiß Niederwiesa 33:29 (20:16). Mit Niederwiesa kam der Tabellennachbar und
Aufsteiger ins Vogtland, begleitet
von einem Bus voller Fans. Diese
sorgten ebenso wie die zahlreichen
Oelsnitzer Zuschauer für eine großartige Kulisse. Klar war: Wer sich
hier durchsetzt, kann sich in der
Spitzengruppe halten. Niederwiesa
erwischte den besseren Start. Mit
schnellem Spiel nach vorne fanden
sie auch oft eine Lücke in der Abwehr der Sperken. Diese brauchten
ein Stück, um sich auf den Gegner
einzustellen. So führte der Gast nach
15 Minuten 11:7. Doch Oelsnitz ließ
sich nicht beeindrucken, die Abwehr war auf die Angreifer eingestellt und auch der starke Keeper Robert Seidel lief zur Hochform auf. So
drehte sich die Begegnung, die Oelsnitzer spielten wie aufgedreht und
konnten bis zur Halbzeit eine 20:16Führung herausspielen. Nach dem
Wechsel hielt der TSV das Tempo
hoch, auch dank einer vollen Ersatzbank. Dieses Tempo konnte Niederwiesa nicht mitgehen. So war das
Spiel beim 28:21 (40.) zu Gunsten
der Oelsnitzer entschieden. Zwar
gab Niederwiesa nie auf, aber die
Sperken brachten die Führung über
die Zeit und feierte einen verdienten
Sieg und Platz 4.
Oelsnitz: Seidel – B. Schmidt, Rauh (5), P. Bechler (3), Grünwald (4), Heyne, Stache, F. Bechler (8/2), Görnitz (1), Weidenmüller (3), F.
Die weibliche B-Jugend-Mannschaft der NSG Oelsnitz/Oberlosa lieferte gegen den haushohen Favoriten Marienberg
eine bravouröse Leistung ab. Hinten von links: Trainer Florian Hirsekorn, Lea Kreisig, Josephine Wittig, Shuting Luc,
Maria Schneidenbach, Sandra Jacob, Jette Winter. Vorn von links: Pauline Ebersbach, Selina Wunderlich, Michelle
FOTO: HARALD SULSKI
Hennig, Johanna Mattes, Marieluise Frank.
Schmidt (1), Puschert (3), Koffent, Lehmann
(5). Schiedsrichter: Baumann/Baumann
(Aue). Strafwürfe: Oelsnitz 4/2 verwandelt,
Niederwiesa 10/6 verwandelt. Zeitstrafen:
Oelsnitz 10 Minuten, Niederwiesa 8 Minuten.
Zuschauer: 140. (ixs)
2. Bezirksklasse Männer: SG HSC
Chemnitz – HV 90 Klingenthal
41:26 (22:14). Mit zunehmender
Spieldauer stieg die Fehlerquote des
HV 90 an, was die schnellen Gastgeber umgehend mit Tempogegenstößen bestraften (3:8/10.) und
(6:12/15.). Auch eine frühe Auszeit
zeigte wenig Wirkung. Die Vogtländer waren im Angriff zu statisch und
damit für die Gastgeber zu ausre-
chenbar. So hatte Chemnitz nur wenig Mühe, sich bis zum Pausenpfiff
vorentscheidend mit acht Treffern
Differenz auf 22:14 abzusetzen.
Nach dem Seitenwechsel versuchte
Klingenthal dem Spiel zwar nochmals eine Wende zu geben, doch an
diesem Tag war man dazu nicht im
Stande. Chemnitz stellte seine Deckung nun noch offensiver ein und
zwang den HV 90 wiederum zu zahlreichen Fehlern. Damit war die Partie zeitig entschieden, mit einem
Lauf von 15:5 setzte sich der Gastgeber vom 26:15 (35.) auf 37:18 (50.)
mehr als deutlich ab. Im Zeichen des
sicheren Sieges schaltete Chemnitz
etwas zurück, was Klingenthal zu-
mindest zu einer kleinen Ergebniskosmetik nutzen konnte.
Klingenthal: Lemoine, Hahn (3), Glaß (1),
Hennig, Ludwig (4/1), Reißmann (5), Hammer
(3), Pöhland (2), Lehmann (2), Grohmann (5),
Körner (1), Joost. Zeitstrafen: Chemnitz 4 Minuten, Klingenthal 6 Minuten. Strafwürfe:
Chemnitz 5/5 verwandelt, Klingenthal 2/1 verwandelt. (hvk)
Kreisliga Männer: Oelsnitz II –
VfB Lengenfeld II 28:28. Die beiden Reserveteams trennten sich mit
dem im Handball doch eher seltenen Unentschieden. Lengenfeld ist
nun Vierter, Oelsnitz Sechster. (tgf)
Vogtlandrunde der Frauen: Ein
Nachwuchs: In der Sachsenliga der
männlichen Jugend C konnte die
NSG Oelsnitz/Oberlosa gegen den
den Tabellenfünften NSG Westsachsen nur bis zum 4:4 mithalten. Dann
setzten sich die Westsachsen bis zur
Halbzeit mit acht Toren ab. Die Vogtländer kämpften trotz des Rückstandes um eine Ergebnisverbesserung
und konnten Hälfte 2 fast ausgeglichen gestalten. Die NSG Westsachsen siegte aber 34:24.
In der Bezirksliga der weiblichen
Jugend B war der verlustpunktfreie
Tabellenführer HSV Marienberg bei
der NSG Oelsnitz/Oberlosa zu Gast.
Die Gastgeberinnen lieferten gegen
den haushohen Favoriten eine bravouröse Leistung ab. Bis zur 35. Minute war kaum ein Leistungsunterschied festzustellen. Erst als die Gäste zur offensiven Deckung übergingen, konnten sie sich in der Schlussviertelstunde einen 29:17-Erfolg herausspielen. (khfr)
Punkte für Klingenthal
Gleich zweimal hat das Sportgericht
jetzt zugunsten der Klingenthaler
Bezirksklasse-Männer entschieden,
die so insgesamt vier Zähler zugesprochen bekamen. Einerseits wurde das Nichtantreten des FSV Rittersgrün Anfang Dezember in Klingenthal mit 2:0 für den HV 90 gewertet, andererseits bekam man auch
beide Zähler aus dem Match bei der
USG Chemnitz II (25:25) vom 10. Januar zugesprochen. Die Chemnitzer
hatten einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Damit rücken
die Männer des HV 90 auf Rang 7
vor. (tgf)
Ina Stark macht Namen alle Ehre
Fünf Medaillen für ASV
Kegeln, Frauen-Bezirksliga: Markneukirchen verliert in Chemnitz-Siegmar 2478:2615
Judo: Bezirksmeisterschaften in Chemnitz
CHEMNITZ — Im
CHEMNITZ — Unter den 250 Teilneh-
vorletzten Punktspiel der Bezirksliga-Saison der Frauen hat die SG Neptun Markneukirchen beim Tabellenzweiten CSV
Siegmar II eine klare 2615:2478-Niederlage hinnehmen müssen. Die
Chemnitzerinnen sicherten damit
ihren zweiten Tabellenplatz, Markneukirchen verteidigt mit acht
Punkten den dritten Rang.
Für Markneukirchen startete im
ersten Durchgang Antje Wagner mit
tollen 417 Punkten und damit Sai-
sonbestleistung. Die sonst so souveräne Carolin Künzel erwischte mit
358 Punkten diesmal einen etwas
schwächeren Tag. Chemnitz startete
mit 410 und 455 Zählern stark in
den Wettkampf und ging so mit 90
Punkten in Führung. Im zweiten
Durchgang spielten für Neptun Karin Camphausen und Sandra Stark.
Beide zeigten solide Leistungen, wobei Camphausen mit starken 422
Punkten auch mal auswärts ihre
Qualität unter Beweis stellte. Sandra
Stark erspielte gute 393 Punkte. Vor
dem abschließenden Durchgang
mit Ina Stark und Annette Masur für
Neptun vergrößerte sich der Rückstand auf Chemnitz auf fast uneinholbare 163 Punkte. So konnten beide beruhigt aufspielen. Masur erreichte sehr gute 430 Punkte, Ina
Stark machte ihrem Name alle Ehre
und erreichte als Mannschaftsbeste
starke 458 Punkte. Mit 137 Punkten
Rückstand fiel die Niederlage trotzdem sehr deutlich aus. (anem)
mern bei den Bezirkseinzelmeisterschaften der Altersklassen U 13 und
U 18 in Chemnitz waren auch Sportler des ASV Oelsnitz am Start.
Bei den unter 13-Jährigen holte
sich Lorenzo Haller nach drei gewonnen Kämpfen den Titel, Wieland Gropp wurde kampflos Meister. Bei den unter 18-Jährigen landete Tanya Schunk nach zwei Siegen
und zwei Niederlagen auf Platz 3,
auch Christine Husen wurde Dritte.
Sie qualifizierten sich wie auch Julian Neidel für die Landesmeisterschaft in Bautzen. Neidel, in der
zweiten Hauptrunde knapp gescheitert, kämpfte sich ins kleine Finale,
wo er im Duell um den dritten Platz
siegte. Bastian Gemeinhardt und
Tom Ullrich fanden sich unter 16
Teilnehmern in dieser Gewichtsklasse in der Hoffnungsrunde wieder. Bastian musste sich nochmals
geschlagen geben und schied aus,
Tom erreichte Platz 7. (volr)
KURZ GEMELDET
Skat: Wernesgrüner Pokal
OELSNITZ — Der Skatclub Oelsnitz
lädt am Samstag zum Turnier um
den Wernesgrüner Pokal in die Altdeutsche Bierstube ein. Beginn ist
14 Uhr, Einlass 30 Minuten eher.
Gespielt werden zwei Serien. (pj)
Skat: Turnier der Wenzel
KLINGENTHAL — Der Skatverein Vogtlandwenzel Zwota lädt am Freitag,
19 Uhr zum Preisskat in die Gaststätte Zum Sportlerwirt nach Klingenthal, Jahnstraße 30 ein. Anmeldung
ist ab 18.30 Uhr. Gespielt werden
zwei Listen mit deutschem Blatt
Altenburger Skatregel. Das Startgeld
beträgt zehn Euro und wird komplett als Preisgeld ausgezahlt. (pj)
Wandersperken auf Achse
OELSNITZ — Die Oelsnitzer Wander-
sperken gehen am Donnerstag auf
Vereinstour zwischen Raschau, Pirk,
Planschwitz und Oelsnitz. Treff zur
Wanderung ist 9 Uhr an der
Raschauer Schule. (ngh)
Winter-Wanderung
OELSNITZ — Die Vereins-Winterwan-
derung der Oelsnitzer Wanderfreunde führt am Donnerstag über zehn
Kilometer nach Oberhermsgrün.
Treff ist um 9 Uhr ohne Pkw an der
Raiffeisengenossenschaft. (nsh)
800 Kilometer nur zum Jubeln unterwegs
Die Westsachsen Bazis
haben die 19. Auflage des
Indoor Soccer Cups des
Klingenthaler SV gewonnen. Im Finale setzten sie
sich 4:1 gegen den FSV
Zwota durch.
VON ECKHARD SOMMER
KLINGENTHAL — Ein Gerücht geht seit
Jahren um in Klingenthal: Über den
Sieger beim Indoor Soccer Cup wird
am Samstagabend im Gambrinus
entschieden. Wer sich beim berüchtigten gemütlichen Beisammensein
zurückhält oder am besten durchhält, dürfte vielprozentig am Sonntag in der Finalrunde die Nase vorn
haben. Ob das auch diesmal, bei der
19. Auflage des vom Klingenthaler
SV organisierten Turniers der Fall
war – man weiß es nicht.
32 Mannschaften waren in den
Vorrunden angetreten. Die Sportfreunde Budderrettersheim mussten diesmal absagen, ließen es sich
aber nicht nehmen, zwei Spieler als
Zuschauer nach Klingenthal zu
schicken. 800 Kilometer hin und zurück nur zum Jubeln und aus Verbundenheit – das hätte einen Fairness-Pokal verdient gehabt. Wer
nicht fehlte, waren die Vorjahresfinalisten Knipser Schwarzenberg
und Westsachsen Bazis. Seinerzeit
gewannen die Erzgebirger knapp
mit 2:1. Ein erneutes Endspiel der
beiden starken Teams war auch diesmal erwartet worden. Doch es kam
nicht dazu, denn sie standen sich bereits in der Finalgruppe A gegenüber, spielten 2:2 und nur durchs
bessere Torverhältnis zogen die Bazis ins Finale ein. In der Finalgruppe
B setzten sich überraschend als Erster FSV Zwota und dazu Ajax Lattenstramm aus der Region Auerbach
durch.
Wer gedacht hatte, dass Ajax im
Spiel um Platz 3 von den Knipsern
weggeputzt würde, sah sich getäuscht. Die Vogtländer lauerten auf
Konter und zogen ein giftiges Vorchecking auf, an dem sich die Erzgebirger ein ums andere Mal die Zähne
ausbissen. Erst knapp sechs Minuten vor dem Schlusspfiff gelang ihnen das 1:0. Doch Ajax gab nicht auf,
glich nur zwei Minuten später
durch einen satten Fernschuss zum
1:1 aus und musste sich erst im entscheidenden Neunmeter-Schießen
1:3 geschlagen geben.
Dass es der FSV Zwota bis ins Finale schaffte, glich einer kleinen
Sensation. Bürgermeister Thomas
Hennig, der mit von den Rängen anfeuerte, schrie vor dem Anpfiff aufs
Spielfeld: „Solange wie ich Bürgermeister in Zwota war, seid ihr nie so
gut gewesen.“ Gegen die Westsachsen sah der FSV allerdings so gut wie
keinen Stich: Die Bazis waren in
puncto Technik und Schnelligkeit
eindeutig überlegen. Bereits zum
Seitenwechsel führten sie 4:1, was
aus Zwotaer Sicht Schlimmes für die
zweite Hälfte befürchten ließ. Doch
die Bazis ließen es gut sein, der FSV
kam zwar etwas besser ins Spiel, die
Wende gelang jedoch nicht mehr.
Auf den Finaleinzug konnten die
Zwotaer dennoch stolz sein.
Nach einem Turnier ist vor einem Turnier: Im kommenden Jahr
Geschafft und etwas enttäuscht war der FSV Zwota, obwohl die Mannschaft
überraschend den zweiten Platz belegte.
FOTO: ECKHARD SOMMER
steht für den Klingenthaler SV das
Jubiläum an. Dass der 20. Indoor
Soccer Cup im Januar 2016 stattfindet, daran besteht kein Zweifel, und
rechtzeitiges Anmelden sichert die
Startplätze. Zusätzlicher Anreiz
dürfte sein, dass Thomas Hennig unter großem Jubel versprach, die bisherige Siegprämie von 200 Euro zu
verdoppeln.
Bereits am Freitag hatte im Finale
der Stadtmeisterschaft das Team Galaxy nach dramatischem 13:12 im
Neunmeterschießen die Klingenthaler Riesenschnauzer niedergerungen. Platz 3 belegte Ajax Lattenstramm durch ein 2:0 gegen die Lottengrüner Schderzer.
ERGEBNISSE
Finalrunde A: 1. Westsachsen Bazis, 2. Knipser Schwarzenberg, 3. Lok Plauen, 4. Einigkeit
Tollwitz. Finalrunde B: 1. FSV Zwota, 2. Ajax
Lattenstramm, 3. Klingenthaler SV, 4. Knochenjäger Auerbach.
Endstand: 1. Westsachsen Bazis, 2. FSV Zwota, 3. Knipser Schwarzenberg, 4. Ajax Lattenstramm, 5. Klingenthaler SV, 6. Lok Plauen, 7.
Einigkeit Tollwitz, 8. Knochenjäger Auerbach.
Bester Torwart: Lukas Scheffler (Ajax Lattenstramm). Bester Torschütze: Maik Herrmann (Westsachsen Bazis) 10 Treffer.
SPORT
Dienstag, 20. Januar 2015
NACHRICHTEN
HANDBALL
Weltmeisterschaft
SKI ALPIN
Vonn setzt sich mit
63. Sieg ein Denkmal
D’AMPEZZO — US-Skistar
Lindsey Vonn hat sich mit ihrem
63. Weltcup-Erfolg den alleinigen
Rekord gesichert. Nur einen Tag
nach dem Abfahrtssieg legte die
30-Jährige gestern im Super-G von
Cortina d’Ampezzo
nach und überholte in der Bestenliste
die Österreicherin
Annemarie MoserPröll. Vonn gewann
auf der „Olimpia
delle Tofane“-Strecke mit deutlichem
Vorsprung auf die zweitplatzierte
Österreicherin Anna Fenninger und
Tina Weirather aus Liechtenstein
auf Rang drei. Viktoria Rebensburg
schied aus. Im Zielbereich wartete
zur großen Überraschung Tiger
Woods als erster Gratulant auf
Vonn. Der extra eingeflogene und
dick vermummte Top-Golfer fing
seine Freundin ab und gab ihr zur
Belohnung ein Küsschen. „Mein
Heimatland ist stark von Rekorden
getrieben. Deshalb hoffe ich, dass
dieser Rekord meinem Sport in den
USA hilft“, erklärte Vonn. (dpa)
FOTO: ANDREA SOLERO/DPA
CORTINA
BAHNRADSPORT
Beyer verbucht
ersten Weltcupsieg
CALI — Maximilian Beyer hat in Cali
FOTO: IMAGO
seinen ersten Weltcupsieg im Bahnradsport verbucht. Der 21-jährige
Berliner gewann die aus sechs Disziplinen bestehende Omnium-Konkurrenz und verwies mit 220 Punkten den Belgier Jasper de Buyst (206)
und den Schweizer
Gael Suter (178) auf
die Plätze. Nach
dem Erfolg von
Lucas Liss zum
Weltcup-Auftakt in
Guadalajara war es
bereits der zweite
deutsche Erfolg im
olympischen Mehrkampf in dieser
Saison. Im Omnium der Frauen
krönte Anna Knauer ihre starke Saison. Nach der Bronzemedaille bei
der EM auf Guadeloupe holte die
19-Jährige mit Platz drei ihren ersten
Podestplatz im Weltcup. Die Sprinter verpassten die Top-3. Maximilian
Levy fuhr nach schwacher Qualifikation mit Platz 20 ein kampfstarkes
Sprint-Turnier und belohnte sich
nach langer Verletzungspause mit
dem vierten Platz. „Einige meiner
Fähigkeiten kann ich im Moment
noch nicht zu 100 Prozent abrufen“,
sagte der Cottbuser. (dpa)
Männer in Katar:
Gruppe A: Spanien - Chile 37:16 (14:7),
Weißrussland - Brasilien 29:34 (12:16),
Slowenien - Katar 29:31 (15:18). Gruppe B:
Kroatien - Iran 41:22 (19:13) Bosnien-Herzeg. - Mazedonien 22:25 (11:13).
Gruppe C: Tschechien - Schweden 22:36
(10:19), Ägypten - Frankreich 24:28 (11:14).
1. Schweden
2 2 0 0 60:38 4
2. Frankreich
2 2 0 0 58:51 4
3. Ägypten
2 1 0 1 58:48 2
4. Island
2 1 0 1 48:48 2
5. Tschechien
2 0 0 2 49:66 0
6. Algerien
2 0 0 2 44:66 0
Gruppe D: Saudi-Arabien - Dänemark 18:38
(6:20).
1. Deutschland
2 2 0 0 56:52 4
2. Dänemark
2 1 1 0 62:42 3
3. Russland
2 1 0 1 53:44 2
4. Polen
2 1 0 1 50:52 2
5. Argentinien
2 0 1 1 47:48 1
6. Saudi-Arabien
2 0 0 2 35:65 0
2. Bundesliga
Frauen, 14. Spieltag: Rödertal - Bensheim/A.
31:19 (14:9), Haunstetten - Travemünde
29:19 (15:5), Nellingen - Dortmund 26:22
(10:12), Allensbach - Neckarsulm 29:28
(15:12), Halle-Neustadt - Zwickau 27:30
(15:18), Herrenberg - Mainz 29:26 (15:12).
1. Borussia Dortmund
412:338 23: 5
2. SGH Rosengarten-B. 415:351 23: 5
3. Sachsen Zwickau
371:355 22: 6
4. SU Neckarsulm
449:401 21: 9
5. HSG Bensheim/A.
360:347 19: 9
6. TV Nellingen
383:361 18:10
7. Union Halle-Neustadt 380:381 16:12
8. TV Beyeröhde
385:397 11:17
9. TSV Haunstetten
334:365 11:17
10. SG Herrenberg
343:347 10:18
11. FSV Mainz
369:388 9:19
12. HC Rödertal
342:379 8:20
13. SV Allensbach
340:411 4:24
14. TSV Travemünde
330: 392 3:27
3. Liga
Frauen: Marienberg - Kirchhof 20:26 (10:11),
Rohrsen - Hahlen 25:25 (10:11), Leipzig II Fritzlar 21:21 (12:11), Salzland - Halle 22:20
(10:10), Osterode - Hannover 33:28 (13:14),
Bad Salzuflen - Bayreuth 23:29 (12:14).
1. SG Kirchhof
437:344 28: 2
2. Germania Fritzlar
379:326 23: 7
3. HSV Marienberg
450:384 23: 9
4. HC Salzland
373:348 19:11
5. HaSpo Bayreuth
380:369 17:13
6. HSG Blomberg-Lippe II 414:412 15:15
7. SC Bad Salzuflen
382:406 15:15
8. HC Leipzig II
414:406 13:17
9. HSG Union Halle
367:361 13:17
10. HSG Osterode-Harz
400:438 12:18
11. MTV Rohrsen
355:409 9:21
12. HSG Hannover-West
416:453 8:22
13. TSV Hahlen
363:437 8:22
14. HSV Minden-Nord
357:394 7:21
Mitteldeutsche Oberliga
Männer: Werratal - Burgenland 35:34, Grubenlampe - Freiberg 38:34, Plauen - Glauchau/Meerane 30:25, Oebisfelde - Radis
26:38, Staßfurt - Spergau 36:28, Hornets Aschersleben 30:27, Halle - Hermsdorf 31:27.
1. HC Glauchau/Meerane 439: 413 22: 6
2. HC Einheit Plauen
412: 367 20: 8
3. USV Halle
468: 425 20: 8
4. SV Hermsdorf
433: 410 17:11
5. TuS Radis
419: 397 15:13
6. HC Burgenland
482: 461 15:13
7. HV Rot-Weiß Staßfurt 467: 451 15:13
8. HSG GoGo Hornets
412: 406 15:13
9. HSG Freiberg
631: 598 14:14
10. Zwickauer HC
405: 393 13:15
11. HC Aschersleben
408: 436 11:17
12. HSG Werratal
428: 501 9:19
13. SG Spergau
433: 502 5:23
14. SV Oebisfelde
441: 518 5:23
Frauen: Hoyerswerda - Magdeburg 35:38, Rödertal II - Markranstädt 36:28, Thüringer HC II
- HV Chemnitz 23:21, Görlitz - Burgenland
24:27.
1. SC Markranstädt
313: 264 18: 2
2. SG HV Chemnitz
274: 240 16: 4
3. HC Burgenland
283: 259 14: 6
4. TSV Niederndodeleben 242: 242 11: 7
5. BSV Magdeburg-O.
282: 282 11: 9
6. SV Koweg Görlitz
264: 256 8:12
7. Thüringer HC II
273: 270 8:12
8. HC Rödertal II
286: 297 6:14
9. SC Hoyerswerda
265: 305 4:16
10. HC Neustadt-Sebnitz 174: 241 2:16
Sachsenliga
FORMEL 1
Silberpfeil-Premiere
am 1. Februar
STUTTGART — Weltmeister Mercedes
präsentiert seinen neuen Formel-1Rennwagen am 1. Februar während
der ersten Testfahrten der Öffentlichkeit. Vizechampion Nico Rosberg (Wiesbaden) darf auf dem Circuito de Jerez in Andalusien die
Jungfernfahrt mit dem neuen Silberpfeil F1 W06 Hybrid bestreiten. Er
fährt am dritten Tag erneut. Titelverteidiger Lewis Hamilton testet das
Auto am zweiten und vierten Tag.
Im Vorjahr hatten Hamilton und
Rosberg die Konkurrenz nach Belieben beherrscht. Das Duo gewann zusammen 16 der 19 Grand Prix. (dpa)
Männer: LVB Leipzig II - Radeburg 33:23,
Plauen-O. - Pirna Dresden II 33:21, Weinböhla
- Görlitz 25:34, Leipzig/Zwenkau - Hoyerswerda 26:25, Kamenz - Delitzsch 30:28.
1. SV Plauen-Oberlosa
364: 271 24: 0
2. LHV Hoyerswerda
370: 295 17: 7
3. NHV Delitzsch
342: 304 16: 8
4. TSV Radeburg
339: 323 16: 8
5. SG LVB Leipzig II
345: 336 14:10
6. SV Koweg Görlitz
343: 339 13:11
7. SG Leipzig/Zwenkau 288: 305 10:14
8. HVH Kamenz
337: 355 10:14
9. HSG Neudorf/Döbeln 295: 331 8:14
10. HV Cunewalde
282: 316 5:17
11. HSV Weinböhla
315: 378 5:19
12. Pirna Dresden II
323: 390 4:20
Frauen: HC Leipzig III - HV Chemnitz II 26:22,
Waldheim - Riesa/Oschatz 29:23, Plauen-O.Mölkau 31:11, TU Dresden - Neudorf/Döbeln
22:16, Schneeberg - Pirna/Heidenau 28:24,
Chemie Zwickau - Sachsen Zwickau II 26:40.
KONTAKTE
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24: 0
19: 5
14:10
14:10
14:10
13:11
12:12
10:14
8:14
8:16
4:20
2:20
Frauen: Lok Engelsdorf - VCO Dresden 3:1,
MTV Stuttgart II - SWE Erfurt 3:1, FTSV Straubing - VC Offenburg 3:0, Vilsbiburg II - VV
Grimma 2:3, Lohhof - Sonthofen 0:3, TG Bad
Soden - Volleys Chemnitz 3:2.
1. FTSV Straubing
14
42: 6 41
2. Sonthofen
14
39:16 34
3. Vilsbiburg II
14
31:23 27
4. SV Lohhof
13
29:18 26
5. VV Grimma
14
29:26 22
6. VCO Dresden
13
24:23 20
7. MTV Stuttgart II
14
24:27 20
8. SWE Erfurt
14
26:28 19
9. TV Holz
13
21:25 18
10. TG Bad Soden
14
23:31 15
11. Lok Engelsdorf
15
19:39 13
12. VC Offenburg
14
17:37
9
13. Volleys Chemnitz
14
15:40
6
3. Liga Ost
Männer: Hammelburg - Zschopau 3:0, MTV
München - SC Freising 2:3, Marktredwitz Kempfenhausen 3:0, Kempfenhausen - Zschopau 1:3, Mühldorf - Friedberg 0:3, Niederviehbach - Neumarkt 2:3.
SKI ALPIN
BASKETBALL
EISHOCKEY
Weltcup
Bundesliga
DEL
in Cortina d’Ampezzo/Italien:
Damen, Super-G: 1. Vonn (USA) 1:27,03 min;
2. Fenninger (Österreich) 1:27,88; 3. Weirather (Liechtenstein) 1:27,95; 4. Maze (Slowenien) 1:28,02 und Hütter (Österreich)
1:28,02; 6. Gut (Schweiz) 1:28,19; 29. Hronek (Unterwössen) 1:30,95. WC-Stand: 1.
Maze 972 Pkt.; 2. Fenninger 641; 3. Shiffrin
(USA) 605; 4. Vonn 538; 8. Rebensburg
(Kreuth) 371.
Verbandsliga
Männer, Staffel West: Zwönitz - Rückmarsdorf 33:30, Leipzig-M. - Leipzig/Zwenkau II
31:30, Böhlen - Annaberg-B. 23:23, Aue II Plauen II 40:28, Plauen-O. II - Mölkau 35:22,
Glauchau/Meerane II - Chemnitzer HC 28:20.
1. Zwönitzer HSV
391: 314 22: 2
2. Glauchau/Meerane II 372: 314 20: 4
3. EHV Aue II JT
409: 321 18: 6
4. SG Leipzig/Zwenkau II 328: 282 16: 8
5. HSG Rückmarsdorf
350: 329 15: 9
6. SV Plauen-Oberlosa II 324: 300 13:11
7. SV Lok Leipzig-Mitte 343: 353 13:11
8. HC Einheit Plauen II
324: 397 7:17
9. Chemnitzer HC
313: 344 6:18
10. HV Böhlen
320: 386 6:18
11. HC Annaberg-Buchholz 305: 371 4:20
12. HSV Mölkau
323: 391 4:20
Männer, Staffel Ost: Waldheim - Neugersdorf
28:23, Hoyerswerda - Elbflorenz II 21:35, Radebeul - Freiberg II 25:29, Niederau - Pulsnitz
24:31, Zabeltitz/Großenhain - Riesa/Oschatz
32:33, ESV Dresden - Görlitz II 35:27.
1. HC Elbflorenz II
410: 294 24: 0
2. HSG Riesa/Oschatz
391: 335 21: 3
3. HSV Pulsnitz
359: 332 15: 9
4. TBSV Neugersdorf
320: 323 13:11
5. HSG Freiberg II
400: 396 10:14
6. ESV Dresden
339: 337 10:14
7. Radebeuler HV
314: 314 10:14
8. SV Koweg Görlitz II
343: 351 10:14
9. VfL Waldheim
323: 339 10:14
10. Zabeltitz/Großenhain 345: 380 10:14
11. HF Hoyerswerda
312: 379 8:16
12. SV Niederau
317: 393 3:21
Frauen, Staffel West: Schkeuditz - Markranstädt II 26:23, Limbach-O. - Burgstädt 15:14,
Wurzen - Naunhof 28:19, Raschau-B. - Rückmarsdorf 24:27, Glauchau/M. - DHfK Leipzig
24:26, Leipziger SV - Turb. Leipzig 26:23.
1. HSG Rückmarsdorf
328: 236 24: 0
2. TSG Schkeuditz
317: 258 20: 4
3. SC DHfK Leipzig
300: 286 20: 4
4. SC Markranstädt II
348: 307 16: 8
5. Leipziger SV Südwest 300: 281 14:10
6. SG Lok Wurzen
273: 288 10:14
7. HC Glauchau/Meerane 285: 297 8:16
8. Burgstädter HC
242: 260 8:16
9. Turbine Leipzig
261: 286 8:16
10. SG Raschau-Beierfeld 258: 317 7:17
11. BSV Limbach-O.
182: 215 6:16
12. BSC Victoria Naunhof 211: 274 1:21
Staffel Ost: Radeberg - Bischofswerda 23:23,
Radebeul - Klotzsche 15:20, Weißenborn TSV Dresden 27:22, Weinböhla - Meißen
26:22, Görlitz II - Neugersdorf 29:20.
1. Radeberger SV
330: 255 19: 3
2. VfB Bischofswerda
242: 190 18: 4
3. TSV Dresden
221: 222 14: 8
4. SV Weißenborn
292: 268 12:10
5. HSV Weinböhla
225: 213 12:10
6. VfL Meißen
218: 209 11:11
7. SV Koweg Görlitz II
229: 251 10:12
8. SV Dresden Mitte
191: 209 8:12
9. SG Klotzsche
190: 219 8:14
10. TBSV Neugersdorf
200: 224 6:16
11. Radebeuler HV
180: 258 2:20
Bezirksliga
Männer: Chemnitz-Rottluff - Oederan 36:31,
Schneeberg - Mittweida 36:26, Weißenborn Fraureuth 19:21, Zwönitz II - Flöha 38:21,
Glauchau/Meerane III - Lengenfeld 27:33, Aue
III - Rodewisch 33:31.
1. SV Schneeberg
368: 304 19: 3
2. TSV Mittweida
339: 298 16: 6
3. EHV Aue III
331: 327 16: 6
4. Zwönitzer HSV II
292: 260 15: 7
5. VfB Lengenfeld
348: 340 13: 9
6. HV Oederan
314: 311 11:11
7. Rodewisch
358: 361 11:11
8. HC Fraureuth
282: 283 10:12
9. SV Weißenborn
281: 271 8:14
10. SSV Chemnitz-Rottluff 321: 339 7:15
11. Glauchau/Meerane III 273: 299 4:18
12. VfB Flöha
296: 410 2:20
Frauen: Aue - Annaberg-B. 23:26, USG
Chemnitz - HV Chemnitz III 19:24, Langenhessen/C. - SSV Lichtenstein 28:22, Zwönitz - Marienberg II 20:27, Plauen-O. II - Oederan
23:20.
1. HSV Marienberg II
368: 229 22: 0
2. SG HV Chemnitz III
322: 248 16: 6
3. SSV Lichtenstein
250: 236 15: 7
4. SV Chemie Zwickau II 233: 226 13: 7
5. HSG Langenhessen/C. 271: 262 13: 9
6. HC Annaberg-Buchholz 268: 257 11:11
7. HV Oederan
224: 253 11:11
8. HC Fraureuth
185: 221 7:13
9. SV Plauen-Oberlosa II 194: 231 7:15
10. Zwönitzer HSV
245: 285 7:15
11. SG Nickelhütte Aue
258: 296 6:16
12. USG Chemnitz
203: 277 2:20
Bezirksklasse
Männer: Schneeberg II - Werdau 31:33, SV
Beierfeld - Grubenlampe II 22:21, USG Chemnitz - Freiberg III 26:19, Sachsenring - Burgstädt 40:27, Oelsnitz - Niederwiesa 33:29.
Frauen: Raschau-Beierfeld II - Penig 17:24,
HC Glauchau/Meerane II - HV Chemnitz IV
18:14, CPSV/Stahl Chemnitz - Mittweida
15:20, VfB Flöha - Thalheim 20:13, Niederfrohna - VTB Chemnitz 12:20.
VOLLEYBALL
2. Bundesliga Süd
A N ZE I G E
1. BSV Sachsen Zwickau II 415: 272
2. SV Plauen-Oberlosa
371: 305
3. VfL Waldheim
318: 310
4. HSG Neudorf/Döbeln 330: 328
5. SV Schneeberg
306: 309
6. HSG Riesa/Oschatz
314: 302
7. SG Pirna/Heidenau
342: 314
8. USV TU Dresden
269: 314
9. HC Leipzig III
259: 297
10. SV Chemie Zwickau
331: 367
11. SG HV Chemnitz II
336: 399
12. HSV Mölkau
209: 283
Regionalliga Ost
Männer: L.E. Volleys II - VSV Jena 3:2, SV
Chemnitz-Harthau - Oelsnitz 1:3, Markkleeberg - Reudnitz 2:3, Altenburg - Ohrdruf 3:0,
VC Dresden II - TU Dresden 3:1. Frauen: VV
Meiningen - CPSV II 3:2, TSV Leipzig - SSV
Lichtenstein 3:1, Weimar - Ol. Dresden II 3:0,
L.E. Volleys - SWE Volley Team II 3:1, Volley
Jun. - Dresdner SC II 2:3, Borna - Gotha 2:3.
Sachsenliga
Männer: Dresdner SSV - St. Egidien 3:0, - Bad
Düben 3:1, Hoyerswerda - VC Dresden III 2:3,
- Post SV Dresden 0:3. Frauen: Engelsdorf II Zschopau 3:1, - Lichtenstein II 3:1 Dresdner
SC III - Dresdner SSV II 2:3, - Nünchritz 3:0.
Sachsenklasse West
Männer: Delitzsch II - L.E. Volleys III 3:0, Chemnitz-Harthau II 3:0, Krostitz - Dommitzsch 3:0, - Plauen-O. 3:0, Schneeberg Borna 3:0, - Textima Süd 3:1. Frauen: Mauersberg - Burgstädt 2:3, - Volkmarsdorf 3:0
Reudnitz - Grimma II 3:0, - Lok Leipzig 3:0.
Bezirksliga: Männer: SSV Lichtenst. - Mauersberg 2:3, - Röhrsdorf 0:3. Frauen: Textima
- Reichenbach 2:3, - Schwarzenberg-W. 3:1.
Freie Presse
SKILANGLAUF
Deutsche Meisterschaft
in Oberwiesenthal:
Einzel Freistil, Männer: 1. Valentin Mättig
(Oberwiesenthal), 2. Bernhard Benedikt (Hirschau), 3. Philipp Marschall (Rhöner WSV), 5.
Andy Kühne (Oberwiesenthal).
Frauen: 1. Katharina Hennig, 2. Julia Belger
(beide Oberwiesenthal), 3. Nadine Herrmann
(Bockau), 10. Anne Winkler (Sayda).
U 20 mnl.: 1. Josua Strübel (Seebach), 2. Felian Schubert (Bernau), 3. Felix Schwebe (Einsiedel), 7. Vincent Waller (Oberwiesenthal), 9.
Lukas Groß (Schwarzenberg); wbl.: 1. Hennig,
2. Herrmann, 3. Sofie Krehl (Oberstdorf), 6.
Jenny Mann (Oberwiesenthal).
U 18 mnl.: 1. Jacob Vogt (Holzhau), 2. Christoph Büttner (Steinheid), 3. Albert Kuchler
(Lam), 7. Philipp Unger (Stützengrün); wbl.:
1. Antonia Fraebel, 2. Katherine Sauerbrey
(beide Asbach), 3. Lisa Dotzauer (Klingenthal), 4. Julia Richter (Sayda), 10. Lena Zeise
(Neuhausen).
U 16 mnl.: 1. Paul Frohmarder (Weißenstadt),
2. Florian Knopf (Bernau), 3. Konstantin Müller (Goldlauter), 7. Nick Fritzsch (Gebirge-Gelobtland); wbl.: 1. Anna-Maria Dietze (Neuhausen), 3. Marie Herklotz (Holzhau), 8. LeaAnnabell Storch (Klingenthal).
Verfolgung klassische Technik, Männer: 1.
Philipp Marschall (Rhöner WSV), 2. Bernhard
Benedikt (Hirschau), 3. Valentin Mättig (Oberwiesenthal).
Frauen: 1. Katharina Hennig, 2. Julia Belger
(beide Oberwiesenthal), 3. Sarah Schaber
(Buchenberg), 6. Nadine Herrmann (Bockau),
7. Anne Winkler (Sayda).
U 20 mnl.: 1. Josua Strübel (Seebach), 2. Felian Schubert (Bernau), 3. Marius Cebulla
(Goldlauter), 6. Vincent Waller (Oberwiesenthal), 8. Felix Schwebe (Einsiedel); wbl.: 1.
Hennig, 2. Sofie Krehl (Oberstdorf), 3. Herrmann, 5. Jenny Mann (Oberwiesenthal).
U 18 mnl.: 1. Jacob Vogt (Holzhau), 2. Richard Leupold (Dresden-Niedersedlitz), 3.
Christoph Büttner (Steinheid), 5. Philipp Unger (Stützengrün); wbl.: 1. Antonia Fraebel
(Asbach), 2. Katherine Sauerbrey (SteinbachHallenberg), 3. Julia Richter (Sayda), 7. Lisa
Dotzauer (Klingenthal).
U 16 mnl.: 1. Florian Knopf (Bernau), 2. Paul
Frohmader (Weißenstadt), 3. Konstantin Müller (Goldlauter), 8. Nick Fritzsch, 10. Philipp
Richter (beide Gebirge-Gelobtland); wbl.: 1.
Anna-Maria Dietze (Neuhausen), 2. Marie Herklotz (Holzhau), 3. Kim Hager (Gefrees) 10.
Angelina Franke (Oberwiesenthal).
SKI NORDISCH
Alpencup
in Oberwiesenthal:
Nordische Kombination: 1. Wettkampf:
1. Philipp Mauersberger (Ruhpolding/Geyer)
28:27,1 min, 2. Antoine Gerard (FRA) 6,7 s
zur., 3. Anton Schlütter (Zella-Mehlis) 28,3 s,
6. Terence Weber (Geyer) 50,9 s, 13. Martin
Hahn (Klingenthal) 1:35,7. 2. Wettkampf:
1. Schlütter 13:23,8 min, 2. Thomas-Wolfgang
Jöbstl (Klagenfurt) 6,5 s zur., 3. Mauersberger
8,1 s, 13. Weber 41,8 s, 14. Tim Kopp (Klingenthal) 44,1.
Skispringen: 1. Springen: 1. Sebastian Bradatsch (Ruhla) 257,5 Punkte (102,5 m/103,5
m), 2. Cene Prevc (SLO) 253,5 (100,0/
105,0), 3. Simon Greiderer (AUT) 251,5
(101,5/101,0), 6. Martin Hamann (Nickelhütte Aue) 235,0 (97,0/98,5). 2. Springen:
1. Prevc 250,0 (102,0/99,0), 2. Bradatsch
248,5 (104,0/97,5), 3. Tim Fuchs (Degenfeld) 246,0 (102,0/97,0), 8. Hamann 231,5
(97,5/97,0).
Damen: 1. Springen: 1. Henriette Kraus (Nickelhütte Aue/Oberwiesenthal) 196,0 (84,5/
94,5) und Elisabeth Raudaschl (Österreich)
196,0 (90,5 m/87,0 m), 3. Pauline Heßler
(Lauscha) 195,5 (86,0/93,5), 12. Arantxa
Lancho (Nickelhütte Aue/Oberwiesenthal)
150,0 (76,5/82,5). 2. Springen: 1. Heßler
213,5 (92,5/94,0), 2. Kraus 210,0 (92,5/
93,5), 3. Agnes Reisch (Isny) 199,0 (92,0/
87,5), 10. Lancho 162,5 (81,0/83,0).
TISCHTENNIS
Sachsenliga
Damen: Unikl. Dresden - TSV Falkenau 4:8.
1. Bezirksliga
Herren/Chemnitz: Germania Werdau - Hohenstein-E. III 9:6, Lok Zwickau II - Aufbau
Chemnitz 9:6. Dresden: Elbe Dresden II - Falkenau 5:10, Elbe Dresden II - Oederan 8:8.
Bezirksliga Damen/Chemnitz: TTV Amtsberg - ESV Eibenstock 11:3. Dresden: VfB
Hellerau-Klotzsche - Saxonia Freiberg 9:5.
2. Bezirksliga
Chemnitz, Staffel Ost: Post Chemnitz - TTC
Grünstädtel 12:3. Staffel West: SC Syrau - BW
Gersdorf 11:4, VfB Lengenfeld II - BW Reichenbach 9:6. Dresden, Staffel 1: BSC Freiberg II - Motor Mickten-Dresden II 10:5.
Sachsenmeisterschaft
Herren: 1. Neumann-Manz (SR HohensteinE.), 2. Meinel 3. Fuß und Kurkowski (alle TTC
Holzhausen). Doppel: 1. Hoffmann/Meinel, 2.
Fuß/Kurkowski (alle TTC Holzhausen), 3. Müller/Engert (TTC Holzhausen/MSV Bautzen)
und Hornbogen/Neumann-Manz (SR Hohenstein-E.).
Damen: 1. A. Krieghoff (Lok Pirna), 2. Mühlbach, 3. Do Thi Huong und Helbig (alle Leutzscher Füchse). Doppel: 1. Mühlbach/Helbig,
2. Renner/Do Thi Huong (alle Leutzsch), 3. J.
Krieghoff/A. Krieghoff (Pirna) und Lasch/Knobloch (Rapid Chemnitz).
Gemischtes Doppel: 1. Mühlbach/NeumannManz, 2. Lasch/Kurkowski, 3. Knobloch/Fuß
und Do Thi Huong/Müller (Holzhausen/Bautzen).
Damen, 14. Spieltag: Halle - Freiburg 65:67
(30:36), Oberhausen - Herne 62:74 (34:33),
Bad Aibling - Chemnitz 63:50 (36:33), Marburg - Saarlouis 79:72 (35:39), Langen - Donau-Ries 54:67 (34:28), Wasserburg - Rotenburg-Scheeßel 79:58 (39:23).
1. TSV Wasserburg 14 1166: 830 28
2. TV Saarlouis
14 1064: 949 22
3. Herner TC
14 1028: 887 22
4. BG Donau-Ries
14
980: 913 18
5. BG Rotenburg-S. 14 1037: 994 16
6. SV Halle
14
907: 936 14
7. USC Freiburg
14
930: 991 14
8. BC Marburg
14
866: 962 10
9. NB Oberhausen
14
949: 995 8
10. Baskets Langen
14
897:1044 6
11. Chemnitz
14
926:1082 6
12. TuS Bad Aibling
14
819: 986 4
2. Bundesliga Pro A
Herren, 18. Spieltag: Ehingen - Nürnberg
59:87 (33:54), BV Chemnitz - Essen 62:57
(26:20), Kirchheim - Baunach 89:88 (52:49),
Vechta - Würzburg 66:79 (29:36), Gießen Gotha 67:65 (34:41), Leverkusen - Paderborn
75:62 (47:36), Jena - Cuxhaven 96:86 n. V.
(81:81,48:48), Hamburg - Heidelberg 92:95
n. V. (71:71,40:32).
1. Würzburg Baskets 18 1548:1267 32
2. Gießen
18 1378:1245 26
3. BIG Gotha
18 1366:1254 24
4. Nürnberger BC
18 1515:1341 24
5. USC Heidelberg
18 1421:1414 24
6. ETB Baskets Essen 18 1385:1336 22
7. Hamburg Towers 18 1397:1423 20
8. Science City Jena 18 1480:1458 18
9. SC Rasta Vechta
18 1371:1382 18
10. VfL Kirchheim
18 1493:1552 16
11. BV Chemnitz
18 1303:1403 14
12. FC Baunach
18 1494:1456 14
13. Giants Leverkusen 18 1297:1364 12
14. Paderborn
18 1308:1407 12
15. Erdgas Ehingen
18 1231:1398 6
16. Cuxhaven
18 1206:1493 6
2. Regionalliga
Männer: Bamberg - Regnitztal 45:61 (29:36),
Zwickau - Dresden Titans II 115:70, Jena II Würzburg II 86:57 (40:24), Gotha II - Rattelsdorf 115:90 (60:45), Leipzig Eagles - Stauf
85:78 (36:38), Coburg - BV Chemnitz II 95:59
(52:35).
Oberliga: Frauen: Leipzig Eagles - TU Dresden II 64:66.
Landesliga: Männer: SV Sörnewitz - MSV
Bautzen 72:66. Frauen: TSG Markkleeberg Zittau 59:48.
Bezirksliga: Männer: Limbach - ATSV Freiberg 124:57, Dittersbach - Limbacher Füchse
II 94:58, Lok Chemnitz - SG Meerane 68:96.
40. Spieltag: Hamburg - Eisbären Berlin 1:4
(0:0, 1:1, 0:3), Augsburg - Iserlohn 7:4 (1:2,
4:0, 2:2), Düsseldorf - Straubing 3:2 n.P. (1:1,
0:1, 1:0), EHC München - Krefeld 3:1 (1:1,
1:0, 1:0), Wolfsburg - Ingolstadt 2:4 (1:2, 0:1,
1:1), Schwenningen - Mannheim 1:5 (1:1, 0:2,
0:2), Nürnberg - Köln 4:2 (0:1, 3:1, 1:0).
1. Adler Mannheim
40 143: 91 88
2. EHC München
40 135: 92 79
3. ERC Ingolstadt
40 135:119 71
4. Hamburg Freezers
41 132:121 70
5. Eisbären Berlin
41 127:101 69
6. Iserlohn Roosters
40 133:109 66
7. Wolfsburg
40 124:116 61
8. Düsseldorfer EG
40 116:122 61
9. Nürnberg Ice Tigers 42 129:123 60
10. Kölner Haie
41 94:117 57
11. Krefeld Pinguine
40 116:127 56
12. Augsburger Panther 42 111:144 47
13. Schwenningen
41 88:143 34
14. Straubing Tigers
40 80:138 33
DEL2
19. Spieltag: Löwen Frankfurt - Bremerhaven
2:1 (0:1, 1:0, 1:0). 39. Spieltag: Dresden Landshut 5:2 (1:1, 3:1, 1:0), Bietigheim Steelers - Bad Nauheim 4:1 (2:1, 2:0, 0:0), Crimmitschau - Ravensburg 2:5 (0:1, 1:3, 1:1), Rosenheim - Heilbronn 4:0 (1:0, 2:0, 1:0), Lausitzer Füchse - Riessersee 1:2 n. P. (1:1, 0:0,
0:0), Kaufbeuren - Kassel 3:7 (1:1, 1:4, 1:2).
1. Bietigheim Steelers 39 171:103 92
2. Kassel Huskies
39 147:100 73
3. Löwen Frankfurt
38 156:118 67
4. Ravensburg
39 134:129 67
5. Dresdner Eislöwen 39 136:136 62
6. SC Riessersee
39 118: 95 60
7. Lausitzer Füchse
37 139:133 60
8. Bremerhaven
35 113:104 59
9. Rosenheim
39 110:111 59
10. EV Landshut
39 123:130 58
11. Bad Nauheim
39 120:132 56
12. Crimmitschau
38 121:138 43
13. Heilbronner Falken 39
92:163 28
14. ESV Kaufbeuren
39
91:179 23
Oberliga Ost
30. Spieltag: Halle - Erfurt 6:1 (3:0, 2:0, 1:1),
Niesky - Leipzig 5:2 (3:1, 2:1, 0:0), Niesky Schönheide 0:5 (0:2, 0:0, 0:3). 31. Spieltag:
Schönheide - Leipzig 3:6 (2:0, 1:2, 0:4), FASS
Berlin - Halle 2:9 (1:3, 1:4, 0:2).
SCHACH
Oberliga Ost
Regionalliga Ost
St. A: 6. Rd.: SG Leipzig II - Nickelhütte Aue II
3,5:4,5, USG Chemnitz - König Plauen 2,5:5,5,
Grün-Weiß Dresden - Coswig 5:3, TU Dresden
II - Hoyerswerda 4,5:3,5, Löberitz - Rochade
Magdeburg 5:3, VB Halle - Aufbau Elbe Magdeburg 2,5:5,5. 7. Rd.: König Plauen - SG
Leipzig II 5,5:2,5, Aue II - USG Chemnitz
4,5:3,5, Hoyerswerda - Grün-Weiß Dresden
3:5, Coswig - TU Dresden II 2,5:5,5, Aufbau Elbe Magdeburg - Löberitz 6,5:1,5, Rochade
Magdeburg - VB Halle 3,5:4,5.
Mitteldeutsche Oberliga
KEGELN
Sachsenpokal
Männer: Lok Dresden - BC Zwickau 98:17.
HOCKEY
Herren: Meerane – CHC Köthen 7:3 , HC Königs Wusterhausen – SSC Jena 5:6, RvC Berlin
– Berliner SV 9:7, Spandau – Potsdamer 4:8.
Damen: Staffel A: Chemnitz – Freiberg 1:2,
Dresden I – Jena 11:0, Köthen – Chemnitz 3:7,
Freiberg – Jena 12:0, Köthen – Dresden I 0:12.
Herren: Leipziger SC – HCLG Leipzig 5:6,
Chemnitz – Torgau 1:4, Magdeburg – Osternienburg II 6:1, Freiberg – Dresden 3:9, Leipziger SC – Magdeburg 4:3, Dresden – Osternienburg II 11:5, HCLG Leipzig – Torgau 5:2, Freiberg – Chemnitz 3:14.
TENNIS
Landesoberliga
Damen: VTC Reichenbach – Bad Weißer Hirsch
Dresden 8:0, 1. TC Zwickau – Leipziger SC
2:10. Herren: Freiberger HTC – Sport Leipzig
6:6, SV Dresden-Mitte – CTC Küchwald 6:2.
Landesverbandsliga
Damen: TG Stadtpark Chemnitz – Leipziger TC
II 10:2. Herren: Radebeul – Reichenbach 1:7.
Bezirksliga
Damen: Siegmar – Limbach 2:10, Plauen – Altendorf 9:3. Herren: Crimmitschau – Freiberger HTC II 0:8, Brand-E. – USG Chemnitz 2:10.
LEICHTATHLETIK
Sächs. Hallenmeisterschaften
in Chemnitz:
Männer: 60 m: 1. Kluge (LAZ Leipzig) 7,09,
3. Brussig (LAC EG Chemnitz) 7,25. 200 m: 1.
Kriese (Dresdner SC) 21,90, 2. Hamich (LAC)
22,08. 400 m: 1. Hamich 48,04. 800 m: 1.
Riedel (DSC) 1:52,14. 1500 m: 1. Müller (Pirna) 4:10,75, 3. Barthel (V. Zwickau) 4:24,90.
60 m H.: 1. Bayer (LAZ) 7,97, 2. Vogel 8,09
3. Krause (bd. LAC) 8,54. 4x 200 m: 1. DSC
1:28,04, 3. LAC 1:30,66. 5000 m BG: 1. Reichel (TSV Pobershau) 22:10,46, 2. Schröter
25:19,08, 3. Werner (bd. LG Vogtland)
27:59,45, Hoch: 1. Thomas (Markkleeberg)
1,95, 3. Yero Cano (LAC) 1,85. Stab: 1. Herrmann 4,20, 2. Hecker 3,40, 3. Lagatz 3,40
(alle Frankenbg.). Weit: 1. Heß 8,03, 2. Bauer
7,29 (bd. LAC), 3. Kleeberg (LV 90 Erzg.)
6,90. Drei: 1. Heß 16,10, 2. Groschopp (LV
Erzg.) 15,01, 3. Bauer 14,24. Kugel: 1. Wiesenberg (LV Erzg.) 14,52.
Frauen: 60 m: 1. Reck (DSC) 7,63. 200 m:
1. Hoppe-Herfurth 25,10. 400 m: 1. Schwabe
(bd. LAZ) 59,77. 800 m: 1. Röhner (MoGoNo)
2:17,45. 1500 m: 1. Rodriguez (LAC)
4:51,17, 3. Lauterbach (Schwarzenberg-W.)
5,08,11. 60 m H.: 1. Storch 9,61, 2. Ihl (bd.
Freiberg) 9,76. 3000 m BG: 1. Schröter B.
14:50,34, 2. Schröter L. (bd. LG Vogtland)
15:02,94 Hoch: 1. Schreier (DSC) 1,63, 3.
Greil (Treuen) 1,50. Stab: 1. Hennig (LAZ)
3,80, 3. Herrmann (Frankenbg.) 3,20. Weit:
1. Gierisch (LAC) 6,4, Drei: 1. Gierisch 13,60,
2. Schulze (Lauta) 11,59, 3. Ihl 10,65, Kugel:
1. Stelzner (LAZ) 12,49, 3. Herrmann 10,70.
MJ U 18: 200 m: 1. Schlegel (LAC) 22,29. 60
m H.: 1. Wolf (LV Erzg.) 8,19. 5000 m BG:
1. Knobloch (LG Vogtland) 26:50,52. Weit:
2. Weber (LAC) 6,54. WJ: 60 m: 2. Weigold
(Mittweida) 7,96. 60 m H.: 1. Weigold 9,08.
Hoch: 1. Anschütz (Mittweida) 1,66. Drei: 1.
Klette 11,44, 2. Straßberger (bd. LAC) 11,15.
MJ U 16, AK 14: Fünfkampf: 1. Kuhn (Vor.
Zwickau) 2513 P. U 14: 4x 100 m: 1. StG Erzgebirge 53,33. 3x 800 m: 1. StG Erzgebirge
7:42,37. WJ U 14: 3x 800 m: 1. StG Freiberg/
Frankenbg. 8:01,63.
Bundesliga
Männer 120: Amberg - Staffelstein 2:6, Bamberg - Zwickau 7:1, Straubing - Zerbst 1:7,
Lonsee - Lorsch 1:7, Peiting - Schwabsb. 2:6.
1. SKV RW Zerbst
24:2
85
2. KC Schwabsberg
18:6
61
3. FEB Amberg
16:8
56
4. Victoria Bamberg
15:9
60
5. SKC Lorsch
15:9
56
6. KC Staffelstein
15:9
55
7. Aufw. Straubing
8:16
38
8. TSV Zwickau
7:19
39
9. SKC BW Peiting
6:22
33
10. EKC Lonsee
0:24
13
Frauen Classic 100: Mickten Dresden - Riesa
2505:2594, Auma - Lauterbach 2722:2670,
Seelow - Welzow 2391:2594, Hagenwerder Brand-Erbisdorf 2595:2585, Erfurt - Cranzahl
2581:2651.
1. SSV Brand-Erbisdorf 31.500
16: 8
2. SV BW Auma
31.517
14:10
3. Sportclub Riesa
30.661
14:10
4. KSV Welzow
30.096
14:10
5. KSV Cranzahl
31.529
12:12
6. BW Lauterbach
31.396
12:12
7. BSG Fiskus Erfurt 30.920
12:12
8. SV Mickten Dresden 30.772
12:12
9. ISG Hagenwerder
31.054
8:16
10. KSC Seelow
29.738
6:18
2. Bundesliga N/O
120 Männer: Schönebeck - Auma 1:7, Freiberg - Leipzig 7:1, Rudolstadt - Leitzkau 6:2,
Zerbst - Elsterwerda 6:2, Roßlau - Senftenberg 2:6. 120 Frauen: Sangerhausen - Sanderdorf 6:2, Schönebeck - Schafstädt 1:7,
Holzweißig - Bautzen 2:6, Bennewitz - Dresden 6:2, Freiberg - Kleeblatt Berlin 6:2.
Verbandsliga
Männer 120: Bautzen - ATSV Freiberg II 6:2,
TSV Zwickau II – Treuen 6:2, Sprotta - Taucha
1:7, MoMi Dresden - Auerbach 6:2. 200: Döbeln - Großschweidnitz 5312:5256, Turbine
Dresden - Großschirma 5356:5339, Radeberg
- Radebeul 5268:5160, Deutzen – Fraureuth
5360:5359. Frauen: PSV Leipzig - Hohnstädt
2865:3018, Sörnewitz - Siegmar 2991:3049,
Radebeul - Mehltheuer 3037:2818.
2. Verbandsliga
Männer 120: Königsbrück - Hoyerswerda 7:1,
Neukieritzsch - Bennewitz 6:2, Seelingstädt Krumhermersdorf 7:1. 200: Thonberg - Chemie Leipzig 5252:5189, Ottendorf-O. - Flöha
5339:5097, Oschatz - Cranzahl 4914:5202, S
Nossen - Eska Chemnitz 5034:5007, SV Dresden-Neustadt - USC Leipzig 5388:5242.
Frauen, Staffel 1: Bennewitz II - Reichenbach/M. 3231:2975, SV Leipzig - Thurm
3028:3012, Torgau - Treuen 3033:2987, TSV
Mittweida - Hohenstein-Ernstthal 2987:3167.
Bezirksliga
Frauen: Lößnitz - Zwickau 2433:2390, Fraureuth - Hainichen 2373:2320, Chemnitz II Markneukirchen 2615:2478. Männer: Ellefeld - Zschorlau 5137:5283, Plauen - Mühltroff 5289:5386, Neukirchen - Werdau
5044:5015, Mittelbach - Geyer 5280:5107.
BILLARD
Landesmeisterschaft
Biathlon (Dreiband & 5-Kegelbillard): 1.
Steffen Exler (SV Dresden Reick), 2. Toni Rosenberg (Empor Freiberg), 3. Andreas Kolditz,
3. Eberhard Puschmann, 5. Karl-Günter Appel
(alle 1. Chemnitzer BC), 6. Siegfried Jeschky
(Dresden Reick).
SPORT
Freie Presse
Dienstag, 20. Januar 2015
GT-Masters:
Rennstall
aus Plauen
wieder dabei
Keine Stürmer – keine Tore
NACHRICHTEN
FUSSBALL
CFC: Karol Karlik
zum Probetraining
CHEMNITZ — Karol Karlik vom rumänischen Erstligisten Otelul Galati
weilt zum Probetraining beim Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC.
Das gab der Verein gestern bekannt.
Der 28-Jährige kann im Mittelfeld
sowohl offensiv als auch defensiv
eingesetzt werden. Der Slowake soll
morgen im Testspiel der Himmelblauen gegen den Regionalligisten
1. FC Union Berlin II auflaufen. Die
Partie findet ab 14 Uhr im Chemnitzer Sportforum statt. Unterdessen
hat der DFB die weiteren Termine
für die Saison 2014/2015 in der 3. Liga veröffentlicht. Der CFC bestreitet
weiterhin seine Punktspiele samstags. Einzige Ausnahme ist das Auswärtsspiel in Unterhaching. Diese
Partie wird am Freitag (20. Februar)
unter Flutlicht ausgetragen. (sg)
SPIELTERMINE: Freitag, 20. Februar: Unterhaching – CFC (19 Uhr); Samstag, 28. Februar: CFC – Borussia Dortmund II; Samstag,
7. März: Hansa Rostock – CFC; Samstag,
14. März: CFC – VfB Stuttgart II; Samstag,
21. März: Energie Cottbus – CFC; Samstag,
4. April: CFC – Dynamo Dresden; Samstag,
11. April: Preußen Münster – Chemnitzer FC
(alle 14 Uhr).
AMERIC AN FOOTBALL
Vollmer erreicht
erneut Super Bowl
FOXBOROUGH — Football-Profi Sebastian Vollmer aus Kaarst hat mit den
New England Patriots in der NFL
erneut den Super Bowl erreicht. Das
Team aus dem Großraum Boston
kam am Sonntag (Ortszeit) im heimischen Stadium gegen die Indianapolis Colts zu einem klaren 45:7Heimsieg. Die Patriots stehen zum
achten Mal im Endspiel der nordamerikanischen Football-Liga und
stellten damit den Rekord der Dallas
Cowboys und der Pittsburgh Steelers ein. Finalgegner sind am 1. Februar in Glendale/Arizona die Seattle
Seahawks. (dpa)
Philip Geipel steuert auch
in diesem Jahr einen Audi
R8 des Yaco-Racing-Teams
PLAUEN — Die Automobilsport-Fans
am Sachsenring dürfte es freuen:
Auch in der kommenden Saison
geht das in Plauen beheimatete
Yaco-Racing-Team bei den Rennen
der ADAC-GT-Masters an den Start.
Vom 28. bis 30. August gastiert die
Sportwagenserie auf dem Traditionskurs bei Hohenstein-Ernstthal.
Wie der ADAC gestern bestätigte,
hat der Rennstall des ehemaligen
DDR-Rallyemeisters Uwe Geipel
sich bereits frühzeitig einen Startplatz in der „Liga der Supersportwagen“ 2015 gesichert. Yaco-Racing
nimmt bereits seit 2012 am GT-Masters teil und startet in der dritten Sai-
Philip Geipel
Auch das zweite Testspiel im Rahmen des Trai-
ningslagers in Lara/Türkei hat Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue verloren. Drei Tage nach
dem 0:1 gegen Bundesligist SC Paderborn endete auch die gestrige Partie gegen Dinamo Bukarest 0:1. Valentin Lazar traf in der 40. Minute für
DOHA — Überraschung durch Gast-
geber Katar: Der Asienmeister hat
bei der Handball-WM im eigenen
Land vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Im dritten Spiel der Vorrundengruppe A gewann Katar gestern
in Doha gegen den WM-Vierten Slowenien mit 31:29 (18:15) und feierte
damit seinen dritten Sieg in Serie.
Matchwinner für das Team von Trainer Valero Rivera, der vor zwei Jahren mit Spanien Weltmeister geworden war, war Rafael Capote mit
zwölf Toren. Jure Dolenec traf vor
mehr als 8000 Zuschauern achtmal
für Slowenien. Zuvor hatte Titelverteidiger Spanien als erste Mannschaft das Achtelfinale erreicht. Der
Weltmeister deklassierte Chile mit
37:16 (14:7) und feierte den dritten
Sieg im dritten Spiel. (dpa)
gisten TSV Havelse. Stipic, der ohne Stürmer in
die Türkei gereist ist, sucht weiter händeringend einen neuen Torjäger. „Das muss ein Spieler sein, der in der Stresssituation vor dem Tor
psychologisch sehr stark ist und cool bleibt“, beFOTO: PICTURE POINT
tonte der Chefcoach der Auer.
Die komplette Überwachung
Die Technik-Revolution
kam überraschend, aber
dafür vollständig. Bei der
Handball-WM werden
strittige Szenen per Videobeweis entschieden.
VON MARTIN KLOTH
HANDBALL
Gastgeber Katar mit
WM-Überraschung
den rumänischen Erstligisten. Davor und in der
Folgezeit hatten die Auer (in der Bildmitte Patrick Schönfeld) durchaus ihre Chancen, aber alle Möglichkeiten blieben ungenutzt. Das letzte
Testspiel in Lara bestreitet die Elf von Trainer
Tomislav Stipic morgen gegen den Regionalli-
DOHA — „Big Brother“ im Handball:
Bei der WM in Katar hat der Weltverband IHF handstreichartig mit
dem Videobeweis eine Komplettüberwachung des Spiels eingeführt
und damit fast beiläufig den Fußball
überholt. Was der Verband als
„zusätzliches Auge für den Schiedsrichter“ preist, ist mehr als nur eine
simple Torlinientechnologie. Denn
nicht nur die strittige Frage, ob Tor
oder nicht Tor, kann geklärt werden,
sondern durch das „Video Referee
Assistance System“ können grobe
Regelverletzungen an jeder Stelle
des Spielfeldes aufgedeckt werden.
Die Technik-Revolution erhält
breite Zustimmung. „Ich finde des
unheimlich gut“, schwärmte Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen
Handballbundes (DHB). Das Spiel
sei so schnell, die Würfe der Spieler
so hart und trickreich, dass jede Entscheidungshilfe willkommen ist.
Auch Weltmeister-Trainer Heiner
Brand, der Mitglied der Schiedsrichter- und Regelkommission bei der
IHF ist, begrüßte den Videobeweis.
„Er ist nicht für die Existenz des
Handballs notwendig, aber er kann
in einigen Dingen ganz hilfreich
sein. Da muss man sich der Technik
nicht verschließen. Das machen
andere Sportarten wie Basketball
oder Eishockey auch nicht“, sagte
der scheidende DHB-Sportmanager.
Dabei hat die IHF im Vorfeld einmal mehr Transparenz vermissen
lassen. Die 24 Teams sind erst zwölf
Stunden vor Beginn des WM-Turniers vom Videobeweis informiert
worden. „Wir haben auch erst zur
WM davon im Mini-Kurs erfahren“,
berichtete Referee Lars Geipel, der
mit Marcus Helbig bereits zwei Spiele in Doha geleitet hat. Nichtsdestotrotz ist das Gespann aus SachsenAnhalt von der neuen Technik überzeugt. „Es hilft uns als Schiedsrichtern ungemein, dass es eine objektive Entscheidung gibt und unnötige
Diskussionen vermeidet“, meinte
Geipel.
Entwickelt wurde das System
von der französischen Firma Vision
Sport. Insgesamt neun Kameras
überwachen das gesamte Spiel. Jeweils drei sind hinter den Latten der
Tore in Kästen angebracht und zeigen, ob der Ball hinter der Linie war.
Drei weitere Kameras stehen oberhalb des Spielfeldes auf Höhe der
Mittellinie auf einem Stativ. Sämtli-
Die Kameras sind an der Querlatte des Tores angebracht.
che Bilder laufen beim Supervisor
als höchster Instanz des Spiels auf
einem Bildschirm auf. Nur er kann
strittige Szenen überprüfen. Über
Headsets ist er mit den Schiedsrichtern verbunden, die dann eine Entscheidung treffen. Die Mannschaften haben keinen Zugriff auf den
Videobeweis. Den können nur die
Referees anfordern oder er kann
vom Supervisor angeordnet werden.
Angewendet wird der Videobeweis vorerst in fünf Punkten: 1. Tor
oder kein Tor, 2. ist ein Tor innerhalb
der Spielzeit gefallen, 3. Rudelbildung, 4. Rote Karte gegen einen falschen Spieler und 5. eine Tätlichkeit,
die im Rücken der Schiedsrichter geschieht. „Ich denke, dass das in manchen Situationen hilfreich und sinnvoll ist. Die Schiedsrichter werden
sich darauf einstellen und wenden
es dann an“, sagte der deutsche Spiel-
FOTO: HEIMKEN/DPA
macher Martin Strobel. Anwendung
fand die Torlinientechnologie bei
der WM erstmals im deutschen Auftaktspiel, als den Polen ein Tor zuerkannt wurde, das nach Meinung der
Spieler keines war.
Über die Kosten für das System
gibt es keine Angaben. Dennoch ist
es für die deutschen Hallen kein
Thema. „In der Bundesliga ist es derzeit aber aus Kostengründen völlig
unrealistisch“, erklärte Geipel.
DHB-Generalsekretär Mark Schober
führte ins Feld: „In Deutschland
wird es das vorerst nicht geben, weil
der technische Aufwand zu groß
ist.“ (dpa)
EIN VIDEO mit Reaktionen
von DHB-Spielern zum Thema
sehen Sie, wenn Sie den Code
mit Ihrem Smartphone scannen. » www.freiepesse.de/videobeweis
Kerber und Lisicki desaströs
Die beiden Tennis-Damen
sind bei den Australian
Open überraschend in der
ersten Runde ausgeschieden. Auch die deutschen
Herren enttäuschten.
Wirkte ratlos: Angelique Kerber.
FOTO: GETTY IMAGES
MELBOURNE — Angelique
Kerber
wirkte ratlos, Sabine Lisicki trotzig.
Eine richtige Erklärung für ihre
desaströsen Auftritte zum Auftakt
der Australian Open hatten die beiden großen deutschen Tennis-Hoffnungsträgerinnen aber nicht.
Lisicki ließ sich nach dem 6:4, 4:6,
2:6 gegen die Französin Kristina
Mladenovic fast zwei Stunden Zeit,
ehe sie Rede und Antwort stand.
Kerber wollte das unangenehme
Prozedere sofort nach ihrem kuriosen 4:6, 6:0, 1:6 gegen die Rumänin
Irina-Camelia Begu hinter sich bringen. Weil auch noch das vielversprechende Talent Annika Beck, Qualifikantin Tatjana Maria und AnnaLena Friedsam frühzeitig scheiterten, endete Tag eins beim ersten
Grand-Slam-Spektakel der neuen
Saison für die deutschen Damen mit
Ernüchterung statt Euphorie. Einzig
die Siege der beiden Norddeutschen
Julia Görges und Carina Witthöft
dienten Bundestrainerin Barbara
Rittner als Seelenbalsam.
Auch bei den Herren lief es nicht
besser. Nur Philipp Kohlschreiber
setzte sich gegen Paul-Henri Mathieu (Frankreich) 6:2, 6:2, 6:1 durch
und steht nun vor einer Revanche
gegen den Australier Bernard Tomic.
In Sydney hatte der 31 Jahre alte
Augsburger zuletzt eine klare Niederlage kassiert. Tobias Kamke, JanLennard Struff und Dustin Brown
dagegen bestanden ihre Auftaktprü-
fungen nicht. „Es war einer meiner
schlechtesten Tage“, sagte Kerber
nach ihrem bizarren Auftritt. Im ersten Satz bewegte sich die Linkshänderin schlecht, traf kaum einen Ball
vernünftig, war extrem nervös. Den
zweiten entschied sie klar 6:0 für
sich. Im finalen Durchgang ging sie
regelrecht unter gegen die Nummer
42 der Welt. „So etwas passiert, aber
es ist schade, dass es bei einem
Grand-Slam-Turnier passiert ist“,
sagte Kerber und ergänzte: „Wenn es
an einem Tag gar nicht läuft, dann
läuft’s einfach nicht.“
Sehr wenig lief auch bei ihrer
Fed-Cup-Kollegin Lisicki zusammen. Der so aufschlagstarken Berlinerin unterliefen neun Doppel- und
insgesamt 39 einfache Fehler. „Natürlich ist das sehr enttäuschend.
Ich brauche Matchtraining, um
mehr Ruhe zu finden und nicht in
Panik zu geraten“, sagte Lisicki. (dpa)
Tränenreiches Aus: Sabine Lisicki.
FOTO: THOMAS PETER/REUTERS
Automobil-Pilot
FOTO: ADAC
son mit dem Audi R8. „Wir freuen
uns sehr auf eine weitere Saison mit
dem Audi R8“, sagt Uwe Geipel. „In
den beiden vergangenen Jahren haben wir sehr viel Erfahrung mit dem
Auto gesammelt. Mit der Unterstützung unserer Sponsoren und Partner freuen wir uns auf die vierte Saison in dieser Serie.“
Wer den 525 PS starken Boliden
steuern soll, darüber hat Geipel bereits klare Vorstellungen: „Am liebsten würden wir in der Fahrerkombination von 2014, mit der Schweizerin Rahel Frey und Philip Geipel,
in die zweite Saison gehen.“ Die Zusammenarbeit zwischen Rahel,
seinem Sohn Philip und dem gesamten Team sei in der vergangenen Saison hervorragend gewesen. „Ich
würde mir wünschen, dass wir darauf in diesem Jahr aufbauen können“, fügt der Plauener hinzu.
Das vogtländische Team plant
darüber hinaus, einen weiteren
Audi R8 einzusetzen, und will damit
jungen Nachwuchsfahrern eine
Chance geben. Der Saisonauftakt
zu den GT-Masters wird vom 24. bis
26. April auf dem Kurs in Oschersleben vollzogen. (sg)
Aus für
Turn-Team
in Bundesliga
Männermannschaft
verzichtet auf Startrecht
CHEMNITZ —
Das Mitteldeutsche
Turn-Team (MTT), das von Athleten
des KTV Chemnitz und SV Halle
gebildet wird, zieht sich nach zehn
Jahren aus der Bundesliga zurück.
Als Grund gab das Präsidium des
MTT die immer stärkere Kommerzialisierung in Reihen der Kontrahenten an. „Andere Vereine werben unsere Turner mit finanziellen Angeboten ab und schwächen damit den
Kader. Die verbleibende Mannschaft
ist für den Liga-Betrieb nicht mehr
konkurrenzfähig“, erklärte Präsident Harry Schwarz.
Um weiter mithalten zu können,
müssten mit hohem finanziellen
Aufwand Turner aus anderen Vereinen oder dem Ausland verpflichtet
werden. „Dies widerspricht der
Auffassung des Mitteldeutschen
Teams“, so Schwarz. Das MTT hatte
2004 den deutschen Meistertitel
geholt und ein Jahr später Rang zwei
in der Bundesliga belegt. In der Vorsaison reichte es im Feld der acht
Teams nur noch zu Rang sieben.
„Wir suchen jetzt nach Alternativen,
um dem Publikum dennoch attraktive Wettkämpfe bieten zu können“,
sagte Hans Müller, Leiter des Bundesstützpunktes Kunstturnen. (ms)
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 20. Januar 2015
Fernsehen
Herzige Komödie
– ein Dorf tritt in
einen „Sexstreik“
Seite A3
Seite A1
Die Erinnerung stirbt zuletzt
NACHRICHTEN
MARIO TESTINO
Linker
Priester und
streitbarer
Dichter
Magier der
Modefotografie
BERLIN — Von Claudia Schiffer bis
Lady Gaga – Mario Testino (60), der
„Magier der Modefotografie“, zeigt
seine europaweit erste Ausstellung
in Berlin. Unter dem Titel „In Your
Face“ vermitteln die rund 130 Werke
in der Kunstbibliothek am Kulturforum die Respektlosigkeit, Eleganz
und Kreativität des Künstlers, wie
Museumsdirektor Moritz Wullen
gestern bei der Vorstellung sagte. Zu
sehen sind Ikonen der Fotografie
wie eine fast unbeschürzte Claudia
Schiffer mit Katzenmaske, Kate
Moss im Spiegelkabinett oder Carmen Kass als roter Vamp, aber auch
provokante Szenen, die der gebürtige Peruaner bei den Partys der Schönen und Reichen einfing. Die Ausstellung, die bereits in Boston, Buenos Aires sowie in Sao Paolo zu sehen war, läuft bis zum 26. Juli in der
deutschen Hauptstadt. (dpa)
Eckte beim Papst an und
kritisierte Parteigenossen:
Ernesto Cardenal wird 90
VON DENIS DÜTTMANN
» www.ifskb.de
FILMFESTSPIELE
Bären-Kandidaten:
Liste ist komplett
BERLIN — Das
Wettbewerbsprogramm der 65. Berlinale ist komplett. Insgesamt 19 Filme konkurrieren in diesem Jahr um die Goldenen
und die Silbernen Bären, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin
(5. bis 15. Februar) gestern mitteilten. So gab die Berlinale die letzten
fünf noch fehlenden Titel für den
Wettbewerb bekannt, darunter die
chilenische Produktion „The Club“
von Pablo Larraín („No“) sowie
„Sworn Virgin“, ein Debütfilm der
Italienerin Laura Bispuri. Dazu kommen zwei deutsche Produktionen,
die außer Konkurrenz laufen: Wim
Wenders’ 3-D-Film „Every Thing
will be Fine“ mit James Franco, Charlotte Gainsbourg und Rachel McAdams sowie „Elser“ von Oliver
Hirschbiegel („Der Untergang“), ein
Film über den Hitler-Attentäter Ge» www.berlinale.de
org Elser.(dpa)
SACHSEN-ANHALT
Horror-Musical
mit Ex-No-Angels
MAGDEBURG — Die beiden ehemali-
gen No-Angels-Sängerinnen Lucy
Diakovska und Sandy Mölling stehen ab 19. Juni bei einem OpenairMusical in Magdeburg auf der Bühne. Sie hätten Rollen in „The Rocky
Horror Show“ übernommen, teilte
das Theater Magdeburg mit. Diakovska werde die Rolle der Magenta
singen, während Möllring als Janet
auftrete. Gzeigt wird das Spektakel
auf dem Domplatz. (dpa)
FOTO: ROLF ZÖLLNER/EPD
Koffer von Deportierten im Konzentrationslager Auschwitz.
Vor 70 Jahren wurde
Auschwitz befreit. Verlage
sehen das als Auftrag, zur
Erinnerung beizutragen –
weniger als Geschäft.
VON EVA PRASE
CHEMNITZ — „Es dauerte drei bis 15
Minuten, bis die Menschen tot waren. Wir wussten es, weil ihr Kreischen aufhörte.“ Das sagte der Kommandant des Vernichtungslagers
Auschwitz, Rudolf Höß, vor dem
Kriegsverbrecherprozess Nürnberg
1946. „Die Kinder im zarten Alter
wurden ausnahmslos vernichtet.“
Vor 70 Jahren am 27. Januar, befreite
die Rote Armee das Lager. Das Datum ist Verlagen Anlass, das „Thema
Auschwitz“ zu behandeln. Dabei folgen sie vor allem der historischen
Verpflichtung.
„Die CD ,Auschwitz‘ wird sich
nicht so verkaufen, dass es ein Plusgeschäft wird“, sagt Hannah Schenk.
Sie hat beim Audio Verlag die CD
lektoriert, die auf Zeitzeugenaussagen aus dem Jahre 1961 basiert. Damals hatte der ehemalige Lagerhäftling Hermann Langbein mit Überlebenden gesprochen. Detailliert berichten sie von Selektionen, der Arbeit der Lagerärzte, den Gaskammern, von Krematorien... Vorangestellt sind die Äußerungen von Rudolf Höß. „Nachdem die Leichen
fortgebracht waren, nahmen unsere
Sonderkommandos die Ringe ab
und zogen das Gold aus den Zähnen...“ Roosje Glaser gehörte einem
dieser Kommandos an. Paul Glaser
entdeckte zufällig den Namen seiner Tante Roosje, als er in Auschwitz
vor dem Berg mit Koffern stand, die
man den Deportierten abgenommen hatte. Er begann, den jüdischen
Wurzeln seiner Familie nachzugehen. In „Die Tänzerin von Auschwitz“ erzählt er von der Tante, einer
temperamentvollen Tanzlehrerin
aus Amsterdam. Aus ihren Tagebüchern und Briefen setzt Glaser ihre
Biographie zusammen, authentisch,
emotional. Roosje überlebte, durch
viele Zufälle und obwohl sie medizinische Versuche über sich ergehen
lassen musste. Sie überlebte, indem
sie den SS-Leuten in Auschwitz
Tanz- und Benimmkurse erteilte.
„Leben sammeln,
nicht fragen, wozu
und warum.“
Victor Klemperer Romanist und Politiker
Dem Verlag sei es seit langem eine
Verpflichtung, die Erinnerungen
wach zu halten, sagt Andrea Doberenz, Sprecherin vom Aufbau-Verlag. Geld verdienen sei auch bei dieser Literatur möglich, aber man dürfe nicht nur an die Rendite denken.
Man könne es mit Victor Klemperer
sagen. Der überschrieb seine Tagebücher mit: „Leben sammeln, nicht
fragen wozu und warum.“ Wie vielgestaltig die Titel über Auschwitz
sind, zeigt „Der Jude mit dem Hakenkreuz“, ebenfalls bei Aufbau erschienen. Lorenz S. Beckhardt erzählt die
Geschichte seines Großvaters Fritz
Beckhardt. Der war im Ersten Weltkrieg Kampfpilot, glühender Patriot
und diente im Geschwader von Hermann Göring. Ein Hakenkreuz auf
seinem Flieger sollte ihm Glück
bringen. Nach 1933 wurde die Situation für die Familie unerträglich.
Nur durch die Bekanntschaft zu Göring wurde Beckhardt aus dem KZ
Buchenwald entlassen und konnte
emigrieren. Weil der Autor die
deutsch-jüdische Geschichte seiner
Familie einbettet in den historischen Kontext, ist ihm ein Geschichtsbuch
gelungen,
das
deutsch-jüdisches Zusammenleben
seit 1900 beschreibt.
Mit
einem
merkwürdigen
Wunsch hat „Erben der Erinnerung“
begonnen. Philip Meinholds siebzigjährige Mutter hatte auf die Frage,
was sie in ihrem Leben noch machen wolle, geantwortet, sie würde
mit ihren Kindern und Enkeln gerne nach Auschwitz fahren. Die Mutter galt nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen als „Jüdischer
Mischling zweiten Grades“; ihre Verwandten wurden deportiert. Obwohl sie noch ein Kind war, prägte
Todesangst der Familie ihr Leben.
Philip Meinhold stellt bei seiner
Erkundung fest, dass sich einige seiner Verwandten selbst als Kinder der
Täter sehen. Andere betrachten sich
dagegen als Nachkommen der Op-
fer. Meinhold gibt intime Einblicke
in seine Familie, geht liebevoll mit
seinen Verwandten um, wahrt aber
die Distanz und bleibt selbstkritisch.
Gerade sein Titel zeigt, dass die Geschichte der sogenannten Halbjuden nicht aufgearbeitet wurde. Das
Buch – im Verbrecherverlag veröffentlicht – wäre auch ohne den Jahrestag erschienen. „Wir haben erst
bei der Produktion gemerkt, dass
dieser Jahrestag bevorsteht“, sagt
Verlagschef Jörg Sundermeier.
Nicht pünktlich zum 27. Januar,
sondern etwa drei Wochen später,
wird „Auschwitz – Die Geschichte
eines Vernichtungslagers“ erscheinen. Die Autorin, Historikerin Susanne Willems, präsentiere so etwas
wie ein „Standardwerk“, das mit Sicherheit „nachhallen“ werde, sagt Simone Uthleb, Sprecherin von Edition Ost. Viele historische und aktuelle Bilder sollen vor allem junge Leute ansprechen. Natürlich stehe der
historische Auftrag im Vordergrund,
die Geschichte nicht dem Vergessen
preiszugeben. „Verdienen werden
wir an dem Buch wahrscheinlich
nichts“, so Uthleb.
DIE BÜCHER H.G. Adler und Hermann
Langbein Auschwitz – Topographie eines Vernichtungslagers, 3 CD, Audio-Verlag, 19,99 Euro. Paul Glaser Die Tänzerin von Auschwitz –
Die Geschichte einer unbeugsamen Frau. Aufbau-Verlag, 19,95 Euro. Beckhardt, Lorenz S.
Der Jude mit dem Hakenkreuz, Aufbau, 24,95
Euro. Philip Meinhold Erben der Erinnerung.
Verbrecher-Verlag, 14 Euro. Susanne Willems Auschwitz – Geschichte des Vernichtungslagers, Edition-Ost, 29,99 Euro.
Elf Lieder, um den Sieg zu verfehlen
Hans-Eckart Wenzel ist
einer der produktivsten
deutschen Liedermacher.
Seine neue Platte
„Viva La Poesía“ singt
ein Hohelied auf die
Poesie und die Hoffnung.
VON MATTHIAS ZWARG
CHEMNITZ — „Halte dich von den Sie-
gern fern, halte tapfer dich am
Rand“, singt Hans-Eckart Wenzel auf
seiner neuen Platte, „Viva La Poesía“,
die zum Teil in Kuba aufgenommen,
von kubanischen Musikern begleitet und von der Karibikinsel inspiriert ist. Hatte Mauricio Kagel einst
„Zehn Märsche, um den Sieg zu verfehlen“ komponiert, singt Wenzel
nun elf Lieder, die ebenfalls den Verlierern der „Allmacht der Gewinn-
ökonomie“, wie es in einem Stück
heißt, gewidmet sind.
Wenzel, melancholischer Dialektiker, immer verliebt und inzwischen etwas (alters-?)wehmütig,
bleibt sich treu und geht doch weiter – manchmal vielleicht etwas zu
eilig. Diesmal hat ihn sein Weg nach
Kuba geführt. Die nicht nur vom
US-Embargo gebeutelte Insel hat
ihn zu einigen der schönsten Lieder
der Platte inspiriert: das wunderbare
„In der Nacht von Santa Clara“, das
nachdenklich-einfühlsame „Havanna wartet“. Der Musikerdichter
spielt sich nicht als besserwisserischer Wohlstandsbürger oder
abendländischer Musterdemokrat
auf, der den Kubanern mal eben eine
Lektion in Freiheit und Fortschritt
bringt. Er hängt auch nicht nostalgischen Erinnerungen an Che Guevara und die Sturm- und Drang-Zeit
der kubanischen Revolution nach.
Stattdessen verpackt er einfühlsam
die Widersprüche und Hoffnungen
des ansonsten oft nur mitleidig belächelten oder als exotisches Urlaubsparadies benutzten Landes in leise
Verse: „Ach, unsere Wünsche zielen
nur noch auf das kleinste Stück“.
Und: „Was gibt es zu kaufen? Was
gibt es zu hoffen? Für welches Geld
und für welchen Preis?“ Oder: „Am
Hans-Eckart
Wenzel
Liedermacher
FOTO: MARKUS ALTMANN/PR
Morgen kann man den Kindern zusehen, ziehn in weißen Blusen zur
Schule durch die Stadt, … gekämmt
und gebügelt, geliebt und satt.“ Kürzer und prägnanter kann man die
kubanische Wirklichkeit kaum beschreiben – Wenzels Blick ist ungetrübt und menschlich geblieben –
gelernt ist eben gelernt. Er kompo-
niert und dichtet und reimt leichthändig, aber vielleicht mitunter ein
wenig zu routiniert. Lieder wie „Immer fehlt etwas“ schüttelt er aus
dem Ärmel, und das merkt man ihnen manchmal auch an. Wenzel ist
25 Jahre nach der „Wende“ auch irgendwie angekommen in der Realität: Er nimmt sie an, aber nicht hin –
schon gar nicht als unabänderlich.
Für Leichtigkeit und lebendige
Vielfarbigkeit der Arrangements
sorgen neben Wenzels exzellenter
Begleitband um den Gitarristen
Hannes Scheffler auch die kubanischen Gastmusiker, die Wenzel in
Havanna getroffen hat. Sie bringen
lateinamerikanische Rhythmen in
die Lieder, die so ganz frisch und oft
sogar tanzbar klingen. Nur manchmal hastet Wenzel etwas zu sehr
durch die Lieder – als hätte er Angst,
nicht mehr alle Ideen in Musik verwandeln zu können. So klingt es fast
ein wenig zu beiläufig, unentschieden, wenn er von den Zahlen singt,
die die Toten nicht mehr zählen,
oder wenn er seinem Land ein weiteres Lied widmet: „Ich hab mein Vaterland so gerne, wenn es liegt weit
weit in der Ferne…“ Dann wünschte
man dem Sänger selbst ein wenig
Zeit zum Innehalten, um die kleinen, reduzierten Perlen wie „Dreißig
Wünsche“ oder den Text von Theodor Kramer „Wenn der Kragen ganz
verschwitzt ist“ zu genießen oder
sich der Poesie in „Viva La Poesía“
hinzugeben: „…und jedes Lied und
jeder Tanz verhöhnte die Allmacht
der
Gewinnökonomie.“
Dem
schließt sich Wenzels Platte an: Es
sind elf Lieder, die den Sieg verfehlen, gewidmet den Letzten, die ja
aber nach Bob Dylan irgendwann
die Ersten sein werden.
DIE FACEBOOK-SEITE von
Wenzel können Sie aufrufen,
wenn Sie den Code mit dem
Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/wenzel
MANAGUA — Er war das intellektuelle
Aushängeschild der sandinistischen
Revolution in Nicaragua. Als idealistischer Dichter träumte er vom
Himmelreich in sozialistischen
Kommunen, als Kulturminister seiner mittelamerikanischen Heimat
trieb er die Alphabetisierung der armen Landbevölkerung voran. Heute
wird Ernesto Cardenal 90 Jahre alt.
„Stärker als der Glaube treibt
mich die Hoffnung an und noch
stärker als die Hoffnung die Liebe“,
sagt der Theologe und Schriftsteller.
Cardenal sei ein wortgewaltiger
Mahner, der sein dichterisches Werk
gegen die Hoffnungslosigkeit stelle
und die Liebe als einziges Element
der Veränderung kenne, begründete
die Jury des Friedenspreises des
Deutschen Buchhandels 1980 die
Auszeichnung des Nicaraguaners.
Cardenal stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Granada. Er
studierte Philosophie und Literatur
in Mexiko-Stadt sowie New York,
später Theologie in Mexiko und Kolumbien. Zwei Jahre verbrachte er in
einem Trappistenkloster in den
USA, bevor er 1965 zum Priester geweiht wurde.
Ernesto
Cardenal
Schriftsteller
FOTO: SASHENKA GUTIERREZ/DPA
Auf der Insel Mancarrón im Solentiname-Archipel im Nicaraguasee gründete Cardenal eine Bauernkommune nach urchristlichem Vorbild. Er verstand die Gemeinschaft
als Versuch, das Reich Gottes im irdischen Kommunismus zu verwirklichen. Dort entstand auch sein bekanntestes Werk: „Das Evangelium
der Bauern von Solentiname“.
Als scharfer Kritiker der Diktatur
von Anastasio Somoza musste Cardenal ins Exil nach Costa Rica fliehen und schloss sich dort der Guerillaorganisation FSLN an. Nach dem
Sieg der Sandinisten 1979 kehrte er
in seine Heimat zurück und startete
als Kulturminister der neuen Regierung eine große Bildungskampagne
unter den verarmten Bauern.
Beim Papstbesuch 1983 in Managua kam es zum Eklat zwischen dem
linken Befreiungstheologen und
dem Vatikan. Weil sandinistische
Parteihänger Johannes Paul II. ausbuhten, maßregelte das Kirchenoberhaupt Cardenal in aller Öffentlichkeit. Zwei Jahre später wurde er
wegen seiner politischen Tätigkeit
vom Priesteramt suspendiert.
Nach dem Ende der ersten sandinistischen Regierungszeit brach
Cardenal auch mit seinen einstigen
revolutionären Weggefährten. Der
autoritäre Führungsstil von Sandinistenchef Daniel Ortega und die
unverhohlene Raffgier der linken
Nomenklatur ließen ihn an seiner
Partei verzweifeln. Gerade für die europäische Linke ist Cardenal noch
immer die Ikone der sandinistischen Revolution, doch mit seinen
früheren Genossen will er nichts
mehr zu tun haben. Seit Ortega 2007
an die Macht zurückgekehrt sei, habe er sich das Land zur Beute gemacht, sagte Cardenal kürzlich.
Milde blickt er kurz vor seinem
90. Geburtstag hingegen auf die katholische Kirche. Vor allem das bescheidene Auftreten von Papst Franziskus gefällt ihm: „Das ist eine große Veränderung im Vatikan, die niemand vorhersehen konnte“. (dpa)
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
A
ber warum treffen sie sich
hier? Hier im Tal gibt es
doch keine Rüstungsindustrie, und auch im ganzen Département nicht.“
„Es gibt doch die Dassault Aviation bei Martignas und eine Waffenschmiede unten in Biarritz, und
dann wären da noch Airbus bei Toulouse und ein großes Forschungszentrum in Brive“, entgegnete sie.
„Von hier aus sind alle diese Einrichtungen schnell zu erreichen, mit
dem Hubschrauber in weniger als einer Stunde. Wem dieses Hotel gehört, weiß ich nicht, aber wer es restauriert hat, wusste anscheinend,
was er tut. Die Arbeiten daran scheinen gerade erst abgeschlossen zu
sein.“
„Ja, es hat dieses Jahr aufgemacht.
Nomineller Eigentümer ist, wie
man mir sagte, ein gewisser Graf Vexin. Er steht auch hinter dem Projekt, das für Saint-Denis geplant ist.“
„Vexin, Vexin, irgendwie kommt
mir der Name bekannt vor“, sagte
sie. „Wohin fahren wir jetzt?“
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Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 84
„Nach Les Eyzies. Entweder wir
kehren dort in eines der Restaurants
ein, oder wir fahren zu mir. Irgendwas Essbares werden wir schon zusammenkratzen können.“
„Dann lass uns was bei dir zusammenkratzen“, bettelte sie und legte
eine Hand auf seinen Oberschenkel,
während sie mit der anderen Balzac
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„Und was sagt uns das?“
„Mir nichts, aber vielleicht einigen Kollegen. – Du wirkst zerstreut.
Woran denkst du?“
„An unser Abendessen.“
„Verrate mir nicht, was es gibt.
Überraschungen sind mir lieber.“
Sie tätschelte seinen Schenkel. „Ich
mache jetzt einen kleinen Spaziergang mit Balzac, und wenn du fertig
bist, kommst du mit umgebundener
Schürze und einem Holzlöffel in der
Hand vor die Tür. So, jetzt kennst du
meine Vorstellung von einem glücklichen Familienleben.“
Dass sie sein Bein streichelte,
hielt ihn davon ab, leicht sarkastisch
anzumerken, dass ihre Glücksvorstellungen relativ bescheiden seien,
da sie ja am Sonntag schon wieder
nach Paris zurückkehren würde.
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würde also eine herzhafte Zwiebelsuppe als Vorspeise zubereiten können. Isabelle las anscheinend gerade
die notierten Autokennzeichen und
die Nummern der Hubschrauber
vor. Bruno hatte noch Spaghetti, entschied sich aber für ein Risotto als
Hauptgang, und zwar mit getrockneten Steinpilzen und Speckwürfelchen. Und im Garten war noch ein
wenig Feldsalat.
„Libanon“, sagte Isabelle. Er bemerkte, dass sie ihr Telefonat beendet hatte und jetzt mit ihm sprach.
„Das stand auf dem DiplomatenKennzeichen. Der eine Hubschrauber gehört irgendeiner Gesellschaft,
welcher, wird noch überprüft, der
andere ist eine nicht markierte ,Gazelle‘ des Verteidigungsministeriums.“
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streichelte. „In einer Beziehung hat
Mascagny schon recht: Balzac ist ein
ganz besonderer Welpe. Apropos
Tiere, wer kümmert sich heute
Abend um dein Pferd?“
„Ich habe Fabiola gebeten, ihn
mitzunehmen, wenn sie mit den
Stuten ausreitet. Ich kümmere mich
auch um ihr Pferd, wenn sie beschäftigt ist.“
Isabelle holte ihr Handy hervor;
es war dasselbe Modell, das Bruno
von ihrem Chef, dem Brigadier, bekommen hatte, als seines abgehört
worden war. Bruno hörte kaum hin,
als sie telefonierte, und dachte darüber nach, was Vorratskammer und
Kühlschrank für eine Mahlzeit hergeben würden. Er hatte noch Zwiebeln und Brot, Käse und den Rest eines besonders guten Wildfonds. Er
Stattdessen sagte er: „Was meinst
du damit?“
„Ganz einfach“, antwortete sie.
„Ich denke immer wieder daran, wie
es wäre, mit dir verheiratet zu sein,
Kinder zu haben und jeden Sonntag
am Familientisch einen leckeren
Braten zu essen. Das gefällt mir, obwohl wir beide wissen, dass es nie
dazu kommen wird. Du wirst wahrscheinlich irgendwann eine Familie
haben, und dann hat es sich für
mich ausgeträumt. Ich kann nur
hoffen, in meinem Beruf so viel Erfüllung zu finden, dass ich es nicht
bedauere.“ Ihre Offenheit verblüffte
ihn, vor allem deshalb, weil ihre
Worte wie einstudiert klangen, also
nicht einfach so dahingesagt, sondern wohlüberlegt waren.
„Kannst du dir wirklich nicht
vorstellen, dass sich beides verbinden lässt, Karriere und Familie?“,
Fortsetzung folgt
fragte er.
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Dienstag, 20. Januar 2015
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 20. Januar 2015
IM RADIO
USA
Wo der Colt
sehr locker sitzt
Schießen
als Freizeitunterhaltung: Was in den
meisten europäischen Ländern wegen der strengen Waffengesetze undenkbar wäre, ist in den USA problemlos möglich. Professionelle
Schießstände haben eine ganze Reihe an Maschinenpistolen und Gewehren im Angebot. Vor allem in
der Unterhaltungs- und Glücksspielstadt Las Vegas haben solche
Schießstände gerade Hochkonjunktur. Doch es bleibt ein ungutes Gefühl, da es immer wieder zu Unfällen oder zu Schlimmerem kommt,
wenn Laien Automatikwaffen in die
Hand bekommen. (fp)
D-RADIO KULTUR 18.30 UHR
Freie Presse
Nur die Liebe zählt
A3
Qualität
bei Aldi, Lidl
& Co.
In der herzigen Komödie
„Sexstreik!“ probt eine
sympathische Dorfgemeinschaft den Aufstand gegen
die Giftmüll-Mafia.
Wie gut sind DiscounterLebensmittel?
Das jüngst in
Aue und Annaberg-Buchholz über
die Bühne gegangene Konzert der
Erzgebirgischen Philharmonie wird
heute im Radio zu hören sein. Unter
der Leitung von Naoshi Takahashi
erklingen Kompositionen von Richard Wagner, Eric Voegelin, Tobias
Morgenstern, Tokuhide Niimi,
Aram Chatschaturjan und Paul Dukas. Übrigens: Eric Voegelin, geboren 1962 in Paimpol, ist ein zeitgenössischer Komponist aus der Auer
Partnerstadt Guingamp. (fp)
SAT.1 20.15 UHR Sex im Titel macht
sich immer gut. „Sexstreik!“ ist ja
auch eingängiger als „Lysistrata reloaded“ oder etwas in der Art. Obwohl das auch gepasst hätte. Der gebildete Würstchenbuden-Chef im
Film erklärt: Schon in der Komödie
„Lysistrata“ von Aristophanes aus
dem Jahr 411 v. Chr. erzwangen die
Frauen von Athen und Sparta per
Liebesentzug den Frieden im Peloponnesischen Krieg!
Warum also soll das nicht auch
den Frauen von Schönstett gelingen,
die verhindern wollen, dass in ihrer
strukturschwachen, aber beschaulichen Gemeinde Giftmüll aus Italien
entsorgt wird? Der Film aus dem
Jahr 2009 ist gar nicht so schrill, wie
er heißt. Blöde Klischees müssen
nicht erwartet werden, dafür aber eine streitbare Dorfgemeinschaft, die
so herzig ist, dass man fast am liebsten selbst gleich nach Schönstett ziehen würde. Ohne Müll natürlich.
Hier wohnen ganz normale Männer und Frauen in mehr oder weniger erfüllten Paarbeziehungen mit
mehr oder weniger Leidenschaft im
Schlafzimmer. Bei Julia (Elena Uhlig) und ihrem Mann Martin (Henning Baum) ist es gerade eher weniger. Seit er mit seiner kleinen Firma
pleiteging und sich um Haushalt
und Kinder kümmert, während Julia als Sekretärin des Bürgermeisters
Geld verdient, fühlt er sich nicht
mehr wie ein ganzer Mann.
Doch das soll sich ändern, dank
der Geschäftstüchtigkeit von Bürgermeister Richard (Martin Brambach). Mit einem italienischen
Amtskollegen und Amigo hat er etwas ausbaldowert: Die Entsorgungsanlage in Schönstett nimmt italieni-
schen Müll auf – und kassiert dafür
täglich 50.000 Euro. Arbeit für alle!
Da braucht er den Vertrag auch gar
nicht so genau zu lesen.
Das übernimmt stattdessen die
gewissenhafte Julia und entdeckt
natürlich Bedenkliches. Während
sich die Männer von Schönstett bei
gemeinsamen Sauna-Sausen die
Freude nicht nehmen lassen wollen,
und die erste stinkende Fuhre mit
der Blaskapelle begrüßt wird, mobilisiert Julia ihre Freundinnen zum
Aufstand gegen den zweifelhaften
Aufschwung. Ursprünglich war von
einem „Sitzstreik“ die Rede, aber ein
Missverständnis am Telefon führte
eben zum „Sexstreik“ – was ja auch
viel effektiver ist. Wie er sich im Einzelnen auswirkt – und zwar auch
auf die Frauen – ist liebevoll und
nicht nur humorig erzähl.
Zum grundsympathischen Ensemble des Films gehören in Nebenrollen Liane Forestieri als leicht naive Yvonne, die blöderweise gerade
unbedingt schwanger werden will,
und Petra Kleinert als gereizte Bürgermeistergattin Birgit, die die Sexpause genießt und endlich dahinter
kommt, was ihr all die Jahre gefehlt
hat... (tsch)
Nirgendwo in Europa
gibt es so viele Discounter wie in
Deutschland. Die Branche boomt –
vor allem, weil der Kunde kostengünstige Lebensmittel haben will.
Der Umsatzanteil von Aldi, Lidl &
Co. liegt bei mehr als 40 Prozent.
„Bei manchen Sachen sind die Discounter preislich kaum zu schlagen“, sagt auch Nelson Müller. Der
Sternekoch hat für eine weitere Sendung der Reihe „ZDF-Zeit“ die Discounter getestet. Sein Urteil: gar
nicht so schlecht. „Auch beim Discounter gibt es gute Sachen“, sagt
Müller und fügt sofort hinzu: „Ohnehin muss man sagen, dass wir in
Deutschland eine gute Qualität haben.“ Da kann es sich auch ein Aldi
nicht leisten nach unten auszubrechen. Als Kunde müsse man sich allerdings schon fragen, warum ein
Produkt so günstig angeboten werden könne, sagt der Sternekoch. Die
durchaus informative Dokumentation gibt einen ordentlichen Einblick in vermeintliche Machenschaften – beispielsweise bei einem
Preisdiktat gegenüber Milch- und
Eier-Herstellern. Fairerweise benennt der Tester auch die Vorteile
der Discounter. Diese punkten laut
Müller bei Frischware wie Obst und
Gemüse. (tsch)
ARD
ZDF
MDR
RTL
ARTE
3 SAT
5.30 ZDF-Morgenmagazin 9.05 Rote Rosen 9.55 Sturm der Liebe 10.45 Um Himmels Willen 11.35 Nashorn, Zebra & Co.
12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet. U.a.:
Zuschauerfragen zum Thema: Tierarztsprechstunde 13.00 ZDF-Mittagsmagazin
14.00 Tagesschau 14.10 Rote Rosen
15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe
5.00 hallo deutschland 5.30 ZDF-Morgenmagazin 9.05 Volle Kanne – Service täglich. U.a.: Top-Thema: Früh buchen – lohnt
sich das? 10.30 Die Rosenheim-Cops 11.15
SOKO Wismar 12.00 heute 12.10 drehscheibe 13.00 ZDF-Mittagsmagazin 14.00
heute – in Deutschland 14.15 Die Küchenschlacht 15.05 Topfgeldjäger. Spielshow
5.50 Sehen statt Hören 6.20 LexiTV – Wissen für alle 7.20 Rote Rosen 8.10 Sturm
der Liebe 9.00 Brisant 9.45 Mach dich ran!
10.10 Giraffe, Erdmännchen & Co. 11.00
MDR um elf 11.40 In aller Freundschaft
12.30 Die Dienstagsfrauen – Sieben Tage
ohne. TV-Komödie, D 2013 14.00 MDR um
zwei 15.00 LexiTV – Wissen für alle
5.35 Explosiv – Das Magazin. Moderation:
Nazan Eckes 6.00 Guten Morgen Deutschland 8.30 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
9.00 Unter uns. Soap 9.30 Betrugsfälle
10.00 Die Trovatos – Detektive decken
auf 11.00 Die Trovatos – Detektive decken
auf 12.00 Punkt 12 – Das RTL-Mittagsjournal 14.00 Verdachtsfälle. Doku-Soap
19.10 ARTE Journal 19.30 Indiens wilde
Schönheit 20.15 Städte der Zukunft (1/3)
(VPS 20.10). Von Null auf Zukunft 21.10
Städte der Zukunft (VPS 21.05). Smart Cities 22.05 Städte der Zukunft (3/3) (VPS
21.55) 22.55 Griechenland – Gespräch mit
Jean Quatremer 23.10 Griechenland,
Stunde Null (VPS 23.09) 0.05 Einer flog
über das Kuckucksnest. Drama, USA 1975
16.10 Die Gorillas meines Großvaters
16.55 Die Dynastie der Elefanten – Das
Vermächtnis 17.40 Vögel aus dem Paradies 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit 20.00 Tagesschau 20.15 Die Affäre. Drama, F 2009 21.40 Kino Kino 22.00
ZIB 2 22.25 Ein Freund gewisser Damen –
The Walker. Kriminalfilm, USA/GB 2007
0.05 37 Grad: jung.radikal 0.35 10vor10
16.00 Tagesschau
16.10 Panda, Gorilla & Co.
17.00 Tagesschau
17.15 Brisant
18.00 Verbotene Liebe Daily Soap
18.50 Heiter bis tödlich – Morden im
Norden Tödliche Beobachtung
19.45 Wissen vor acht – Mensch
Was tun bei Hexenschuss?
19.50 Wetter vor acht
19.55 Börse vor acht
16.00 heute – in Europa
16.10 SOKO Kitzbühel
Tod einer Hexe. Krimiserie
17.00 heute
17.10 hallo deutschland
17.45 Leute heute
18.05 SOKO Köln
Der stumme Tenor. Krimiserie
19.00 heute
19.25 Die Rosenheim-Cops
Vergiftetes Glück. Krimiserie
16.00 MDR um vier Neues von hier
17.45 Aktuell
18.10 Brisant
18.54 Unser Sandmännchen
19.00 SachsenSpiegel
19.30 Aktuell
19.50 Einfach genial Magazin
U.a.: Auf dem Eis: Spezialtechnik
am Motorrad / An der Wand:
Tapetenwechsel leicht gemacht /
An der Tür: Klingel für die Katze
17.00 Berlin Models – Unser Leben,
unser Traum Soap
17.30 Unter uns Daily Soap
18.00 Explosiv – Das Magazin
Moderation: Nazan Eckes
18.30 Exclusiv – Das Star-Magazin
Moderation: Frauke Ludowig
18.45 RTL Aktuell
19.05 Alles was zählt Daily Soap
19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Daily Soap. Mit Daniel Fehlow
NDR
WDR
20.00 Tagesschau
20.15 Um Himmels Willen Echte Freunde
21.00 In aller Freundschaft Arztserie
21.45 FAKT U.a.: Schwierige Terrorabwehr:
Wie gewaltbereite Islamisten
ungehindert reisen können
22.15 Tagesthemen
22.45 Menschen bei Maischberger
Gütesiegel für Bordelle, Strafen für
Freier – Wird Prostitution menschlicher? Zu Gast: Marie Merklinger u.a.
20.15 Aldi, Lidl & Co. – Wie gut sind
Discounter-Lebensmittel? Der
große Test mit Nelson Müller. Mit
Nelson Müller (Sternekoch)
21.00 Frontal 21 Magazin
Moderation: Ilka Brecht
21.45 heute-journal
22.15 Liebe kennt kein Metermaß
Von großen Frauen und kleinen
Männern. Dokumentation
22.45 Markus Lanz (VPS 23.30)
20.15 Umschau MDR-Magazin
U.a.: Test PC-Notdienste: Wer
wirklich hilft und wer nur kassiert
20.45 Der Osten Entdecke wo du lebst.
Die Semperoper im Dreivierteltakt
21.15 Geschichte Mitteldeutschlands
U.a.: Von der Wiege bis zur
Bahre Schacht?! – Denkste!
21.45 Aktuell
22.05 1990 – Aufbruch zur Einheit
22.50 Polizeiruf 110 TV-Krimi, D 1991
20.15 Bones – Die Knochenjägerin Eine
Eiszeit vor dem Ende. Krimiserie
21.15 Bones – Die Knochenjägerin
Opfer der Liebe. Krimiserie
22.15 Ich bin ein Star – Holt mich hier
raus! Reality-Soap. Sonja Zietlow
und Daniel Hartwich präsentieren
die Tücken und Hindernisse des
‘Promi-Dschungellebens’.
23.15 CSI: Miami Absturz. Krimiserie
Mit David Caruso, Kim Delaney
16.10 Mein Nachmittag 17.10 Das Waisenhaus für wilde Tiere 18.00 Niedersachsen
18.00 Uhr 18.15 NaturNah: Dreschkasten
und Kartoffelschleuder 18.45 DAS! 19.30
Hallo Niedersachsen 20.00 Tagesschau
20.15 Visite 21.15 Panorama 3 21.45 Aktuell
22.00 Tatort. Auskreuzung. TV-Kriminalfilm, D 2011 23.30 Weltbilder 0.00 Joschka
und Herr Fischer. Eine Zeitreise ducrh 60
Jahre Deutschland. Dokufilm, D/CH 2011
16.00 WDR aktuell 16.15 daheim + unterwegs 18.05 Hier und Heute 18.20 Servicezeit 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit
20.00 Tagesschau 20.15 Abenteuer Erde
21.00 Quarks & Co: Welche Zukunft hat
die bemannte Raumfahrt? 21.45 WDR aktuell 22.00 Job im Gepäck – Als Zahnarzt
in Indien 22.30 West ART 23.15 Über uns
das All. Drama, D 2011 0.40 Fräulein Stinnes fährt um die Welt. Biografie, D 2009
RBB
KIKA
0.00 Nachtmagazin
0.20 Im Winter ein Jahr Drama, D/USA
2008. Mit Karoline Herfurth u.a.
2.25 Menschen bei Maischberger
3.40 Brisant (VPS 3.45)
4.25 Deutschlandbilder
0.00 heute nacht (VPS 0.45)
0.20 Stieg Larsson: Verdammnis
(VPS 1.05) Thriller, S/DK/D 2009
Mit Michael Nyqvist u.a.
2.20 SOKO Köln
3.05 Frontal 21
0.20 Die gläserne Fackel (1/7) Die
Gründung. TV-Chronik, DDR 1989
Mit Alfred Müller, J. Reuter u.a.
1.55 Umschau MDR-Magazin
2.25 Fakt Das MDR Magazin
2.55 Der Osten Entdecke wo du lebst
0.00 RTL Nachtjournal
0.27 RTL Nachtjournal – Das Wetter
0.35 Ich bin ein Star –
Holt mich hier raus!
1.30 Bones – Die Knochenjägerin
2.20 CSI: Miami
16.50 kurz vor 5 17.05 Giraffe, Erdmännchen & Co. 18.00 rbb um sechs – Das Ländermagazin 18.30 zibb 19.30 Regional
20.00 Tagesschau 20.15 Geheimnisvolle
Orte 21.00 Geheimnisvolle Orte 21.45 rbb
aktuell 22.15 Thadeusz (VPS 22.14) 22.45
Wohnen im DDR-Denkmal (VPS 23.15)
23.30 Wilder See und Blütenpracht – Die
Pragser Dolomiten (VPS 0.00) 0.15 Thadeusz (VPS 0.45) 0.45 Łužyca (VPS 1.45)
12.55 Rowdy & Zwick 13.20 Das Green
Team 13.40 Die Pfefferkörner 14.10
Schloss Einstein – Erfurt 15.00 Sadie J
15.25 Horseland, die Pferderanch 15.50
Hexe Lilli 16.20 Garfield 16.45 Marsupilami – Im Dschungel ist was los 17.10 Die Wilden Kerle 17.35 Peter Pan – Neue Abenteuer
18.00 Ritter Rost 18.15 Mouk, der Weltreisebär 18.40 Weißt Du eigentlich, wie lieb
ich dich hab? 18.50 Unser Sandmännchen
MUSIK
Philharmoniekonzert
aus dem Erzgebirge
MDR FIGARO 20.05 UHR
ZDF 20.15 UHR
VON MONA PETRI
FOTO: SAT.1
Die Frauen von Schönstett und der schwule Leo treten in den Sexstreik.
SAT 1
PRO 7
RTL 2
BR
KABEL 1
VOX
5.30 SAT.1-Frühstücksfernsehen. Talk:
Kostja Ullmann, Kida Ramadan und Ekrem
Bora alias Eko Fresh / Gewissensfragen:
Höflichkeit / Die Wildnis und ich / Newtopia 10.00 Auf Streife 11.00 Richterin Barbara Salesch 12.00 Richter Alexander
Hold 13.00 Richter Alexander Hold 14.00
Auf Streife 15.00 Im Namen der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie! Doku-Soap
6.45 Two and a Half Men 7.15 Mike & Molly
7.40 Mike & Molly (1/23) 8.10 How I Met
Your Mother 9.35 The Big Bang Theory
10.50 Mike & Molly 11.15 Mike & Molly
11.40 Two and a Half Men 12.10 Two and a
Half Men 12.40 Two and a Half Men 13.10
2 Broke Girls 13.35 New Girl 14.05 The Big
Bang Theory 15.00 The Big Bang Theory
15.30 How I Met Your Mother. Sitcom
5.10 Grip – Das Motormagazin 5.55 Die
Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim 6.45 Die Kochprofis – Einsatz am
Herd 7.45 Infomercial 8.00 Die Kochprofis – Einsatz am Herd 9.00 Frauentausch
11.00 Family Stories 12.00 Köln 50667
13.00 Berlin – Tag & Nacht 14.00 Hilf mir!
Jung, pleite, verzweifelt... 15.00 Der Trödeltrupp – Das Geld liegt im Keller
6.50 Sturm der Liebe 7.40 Tele-Gym 7.55
Panoramabilder / Bergwetter 8.35 TeleGym 8.50 Panda, Gorilla & Co 9.40
Abendschau 10.25 Wir in Bayern 11.40
Dahoam is Dahoam 12.10 In aller Freundschaft 12.55 Elefant, Tiger & Co 13.45 Bayerische Landschaften 14.15 In den Tiefen des
Pazifiks – Mantarochen und Muränen 15.05
Polizeiinspektion 1 15.30 Wir in Bayern
11.05 Castle 12.00 Numb3rs 13.00 Cold
Case 13.55 Ghost Whisperer 14.50 The
Mentalist 16.00 Castle 17.00 Mein Lokal,
Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?
18.00 Abenteuer Leben 19.00 Achtung
Kontrolle! Einsatz für die Ordnungshüter
20.15 Die Wildnis und ich – Die Abenteuer
des Richard Gress 22.20 K1 Magazin-Spezial: Auto und Verkehr 23.20 Abenteuer
Leben 1.15 K1 Reportage spezial. Reihe
13.00 Wer weiß es, wer weiß es nicht?
14.00 Flirt oder Fiasko 15.00 Shopping
Queen 16.00 4 Hochzeiten und eine
Traumreise 17.00 Mein himmlisches Hotel
18.00 mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das
perfekte Dinner 20.00 Prominent! 20.15
Die tierischen 10 21.15 Secret Dancer 22.15
Goodbye Deutschland! Die Auswanderer
0.15 vox nachrichten 0.35 Medical Detectives – Geheimnisse der Gerichtsmedizin
16.00 Anwälte im Einsatz
17.00 Mein dunkles Geheimnis
Nicht willkommen
17.30 Schicksale – und plötzlich ist
alles anders Happy Pills
18.00 In Gefahr – Ein verhängnisvoller
Moment Doku-Soap
Liv – Unheimlicher Fahrgast
19.00 Navy CIS Unplugged. Krimiserie
Mit Mark Harmon, Michael
Weatherly, Pauley Perrette
19.55 SAT.1 Nachrichten
16.00 How I Met Your Mother
Platonisch. Comedyserie
16.30 How I Met Your Mother
Wieder vereint. Comedyserie
17.00 taff Rockin’ Miami (2)
18.00 Newstime
18.10 Die Simpsons Homer, hol den
Hammer raus. Zeichentrickserie
18.40 Die Simpsons Krieg der Welten
Zeichentrickserie
19.05 Galileo Luftmatratzenexplosion
Moderation: Aiman Abdallah
16.00 Der Trödeltrupp – Das Geld liegt
im Keller Nach der Trennung von
seiner Frau ist Annelieses Sohn
Dirk wieder bei ihr eingezogen. Mit
im Gepäck hat er eine riesige
Trödelsammlung. Doch in der
Pension der Familie ist kein
Platz für Dirks Leidenschaft.
17.00 Die Geissens – Eine schrecklich
glamouröse Familie!
18.00 Köln 50667
19.00 Berlin – Tag & Nacht
16.45 Rundschau
17.00 Dorfleben – Allkofen im Labertal
Dokumentationsreihe
17.30 Regional
18.00 Abendschau
18.45 Rundschau
19.00 Gesundheit! Magazin
Erkältung – was hilft wirklich? /
Binge-Eating Störung / Wundrose –
nur der Name ist romantisch
19.45 Dahoam is Dahoam
Politische Wurst-Phobie. Soap
HR
TELE 5
20.15 Sexstreik! TV-Gesellschaftskomödie, D 2010. Mit Elena Uhlig
u.a. Regie: Thomas Nennstiel
22.15 akte 20.15 Spezial –
Die größten Verbraucherfallen
Magazin. U.a.: Die größten
Verbraucherfallen / Leichtfertige
Kreditvergabe: Wie Menschen in
die Schuldenfalle geraten können /
Teure Handy-Versicherungen:
Lohnen sie sich tatsächlich?
20.15 Two and a Half Men
Wer liebt die Kinder? Comedyserie
20.45 Two and a Half Men Knall und Fall
21.15 Two and a Half Men Der kleine
Furzmeister. Comedyserie
21.45 Two and a Half Men Nutten,
Nutten, Nutten. Comedyserie
22.15 The Big Bang Theory Sex mit der
Erzfeindin. Comedyserie
22.45 The Big Bang Theory
23.10 TV total
20.00 RTL II News
20.15 Game Of Thrones –
Das Lied von Eis und Feuer
Eidwahrer. Fantasyserie
21.20 Game Of Thrones – Das Lied
von Eis und Feuer Der Erste
seines Namens. Fantasyserie
22.25 Hunted – Vertraue niemandem
Der Maulwurf. Actionserie
23.30 Hunted – Vertraue niemandem
Kismet. Actionserie
20.15 Tatort Vergeltung
TV-Kriminalfilm, A 2011. Mit Harald
Krassnitzer, Adele Neuhauser u.a.
Regie: Wolfgang Murnberger
21.45 Rundschau-Magazin
22.00 Münchner Runde
22.45 Die Königin von Versailles –
Die fabelhafte Welt der Reichen
und Schönen (VPS 22.44)
Dokumentarfilm, USA/NL/GB/DK
2012. Regie: Lauren Greenfield
18.00 maintower 18.20 Brisant 18.50
service: reisen 19.15 alle wetter! 19.30
hessenschau 20.00 Tagesschau 20.15
Hessische Hoheiten 21.00 Schlemmen im
Ederbergland (VPS 20.59) 21.45 Gruselige
Orte in Hessen (VPS 21.00) 22.30 hessenschau kompakt 22.45 Fremde Heimat
(2/2) 23.30 Kommissar Beck – Die neuen
Fälle. Auge um Auge. TV-Kriminalfilm,
S/D/N/DK 1998 0.55 Mord mit Aussicht
14.05 Leider geile Werbeclips! (1) 14.20
Star Trek – Das nächste Jahrhundert 15.20
Stargate Universe 16.15 Stargate Universe 17.10 Star Trek – Enterprise 18.10 Star
Trek – Raumschiff Voyager 19.10 Star
Trek – Das nächste Jahrhundert 20.15
Johanna von Orleans. Drama, F 1999
23.25 Replicant. Actionfilm, USA 2001
1.20 Retrogade – Krieg auf dem Eisplaneten. Actionfilm, LUX/I/GB/USA 2004
SPORT 1
EUROSPORT
0.15 Criminal Minds Zweifel. Krimiserie
1.20 Navy CIS Krimiserie
2.00 In Gefahr Doku-Soap
0.10 Two and a Half Men
1.10 The Big Bang Theory
1.35 The Big Bang Theory
2.00 Fringe – Grenzfälle des FBI
Nichts ist einzigartig. Mysteryserie
0.35 Game Of Thrones – Das Lied
von Eis und Feuer Eidwahrer
1.35 Game Of Thrones – Das Lied
von Eis und Feuer Fantasyserie
2.25 Hunted – Vertraue niemandem
0.20 Rundschau-Nacht (VPS 0.05)
0.30 Die Katze und der Kanarienvogel
Psychothriller, GB 1978. Mit Carol
Lynley u.a. Regie: Radley Metzger
2.00 Dahoam is Dahoam
8.00 Teleshopping 8.30 Sport-Quiz 11.30
Teleshopping 14.30 Teleshopping 15.00
NORMAL 15.30 Fußball. Testspiel. 1. FC
Kaiserslautern – FC St. Gallen. Live 17.30
Cajun Pawn Stars – Pfandhaus Lousiana
18.30 Storage Hunters 20.00 Die PS Profis – Mehr Power aus dem Pott 21.00 Die
PS Profis – Mehr Power aus dem Pott
22.00 Die PS Profis – Mehr Power aus dem
Pott 0.00 SPORT CLIPS 0.45 Teleshopping
1.05 Teleshopping 1.20 SPORT CLIPS
10.45 Tennis. Australian Open. 1. Runde
der Damen und Herren. Aus Melbourne
Park 14.15 Tennis. Australian Open –
Game, Set & Mats. 14.45 Tennis 16.45 Fußball. Africa Cup of Nations. Gruppe D, 1.
Spieltag: Elfenbeinküste – Guinea. Aus Malabo 19.00 Fußball 19.45 Fußball. Africa
Cup of Nations. Gruppe D, 1. Spieltag: Kamerun – Mali. Aus Malabo 22.00 Tennis 22.30
GT Academy Masterclass 22.45 Tennis
0.30 Tennis 1.00 Tennis. Australian Open
Blaue Zeiten = Programmaktualisierung
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 20. Januar 2015
Die miesen Tricks mit Autos
RATGEBER IM TV
Gefährlicher Kalk
20.15 Uhr im NDR: Visite. Jeder
fünfte Schlaganfall wird durch eine
verkalkte Halsschlagader ausgelöst.
Die Engstelle kann den Blutfluss
zum Gehirn behindern. Doch wie
groß ist die Gefahr, dass man an der
Halsschlagader operieren sollte?
Außerdem: 12.15 Uhr ARD: Buffet. Mit: Vögel füttern im Winter, ja
oder nein? 18.35 Uhr n-tv: Ratgeber
Bauen und Wohnen: Mit: Möbeltrends 2015.
(Programmänderungen möglich)
STILVOLL
Auf Lila folgt
Marsala
In Verkaufsportalen sind
Kriminelle kreativ – und
Schnäppchenjäger für sie
oft eine leichte Beute.
GISELA BRAUNE
ZUR NEUEN
TRENDFARBE
expertentipp@redakltion-nutzwerk.de
VON CHRISTOPH WALTER
A
Auf dem Online-Automarkt gilt oft
das Prinzip: Gier frisst Hirn. Käufer
und Verkäufer müssen auf der Hut
sein. ADAC-Jurist Ulrich May erklärt
typische Betrugsmaschen. Er ist
gleichzeitig Sprecher der Initiative
Sicherer Autokauf im Internet.
NACHRICHTEN
VERKEHR
Der Schadenersatz-Trick: Autoverkäufer werden von einem angeblichen Kaufinteressenten gebeten,
persönliche und Fahrzeugdaten per
E-Mail zu bestätigen. Dann bricht
der Kontakt ab. Wird der Wagen anschließend anderweitig verkauft
und das Online-Inserat also gelöscht, tritt der Betrüger wieder an
den Verkäufer heran und behauptet,
dass die Mail eine Bestätigung zum
Fahrzeugverkauf sei: Er pocht nun
auf Vertragserfüllung und verlangt
Schadenersatz unter dem Vorwand,
dass bereits ein Weiterverkauf des
Autos zu einem höheren Preis vereinbart sei.
Harald Schmidt, Geschäftsführer
der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes,
mahnt zur Vorsicht beim Beantworten von unaufgefordert zugeschickten E-Mails potenzieller Interessenten. „Schildern Sie immer den Sachverhalt und den Grund für die Mail“,
rät der Fachmann.
Nachmelden eines
Unfalls hilft wenig
Mit der Nachmeldung eines Unfalls
nach einer Fahrerflucht kann der
Verursacher lediglich eine Strafmilderung erreichen. „Wer einmal unerlaubt die Unfallstelle verlassen hat,
hat stets eine Unfallflucht begangen“, teilt der Auto Club Europa mit.
Die Nachmeldung sei generell nur
bei kleinen Schäden an geparkten
Autos, Straßenzeichen oder anderen
Gegenständen gültig. (dpa)
INTERNET
Männer schummeln
mehr beim Dating
Jeder vierte Nutzer von Internet-Singlebörsen und Dating-Apps schummelt bei persönlichen Angaben. Dabei sind Männer (25 Prozent) eine
Spur weniger ehrlich als Frauen (21
Prozent). Laut einer Bitkom-Umfrage sind besonders Daten wie Gewicht, Familienstand oder Alter beliebte Mogelpunkte. Am ehrlichsten
sind den Daten nach die 14- bis 29Jährigen. 83 Prozent erklärten, nur
richtige Angaben zu machen. Insgesamt ist jeder sechste Internetnutzer
ab 14 Jahren (16 Prozent) in Singlebörsen oder Dating-Apps aktiv. (dpa)
Der Kaufantrag-Trick: Kriminelle
täuschen dem Fahrzeuganbieter ihr
dringendes Kaufinteresse vor. Dazu
soll er einen Kaufantrag der Betrüger per E-Mail bestätigen. In diesem
Angebot weicht ein Detail wie Erstzulassungsdatum oder ein Ausstattungsmerkmal vom Inserat ab. Bestätigt der Verkäufer dies, weil er die
Mogelpackung nicht bemerkt, wird
bei der Fahrzeugübergabe oder danach eine massive Preisminderung
und womöglich obendrein Schadenersatz verlangt.
HEIZEN
Altpapier-Briketts
nicht in Kaminofen
Der Scheck-Trick: Der im Ausland
sitzende Betrüger bietet dem Autoverkäufer an, ganz bequem mit einem Scheck zu bezahlen, der – zum
Beispiel angeblich wegen eines geplatzten Geschäfts – einen höheren
Betrag ausweist als den Fahrzeugkaufpreis. Der Verkäufer soll den
überschießenden Betrag über ein
Bargeldtransferunternehmen oder
Beim Verbrennen im Kaminofen
entsteht Feinstaub. Um den Ausstoß
möglichst gering zu halten, dürfen
laut Bundes-Immissionsschutzgesetz zum Beispiel Paraffinbrennscheite und Altpapier-Briketts darin
nicht verbrannt werden – auch
wenn diese im Handel zu kaufen
sind. Darauf weist das Umweltbundesamt hin. (dpa)
FOTO: ANDREA WARNECKE/DPA
Autos am Computer kaufen: bequem, aber gefährlich.
via Auslandsüberweisung ausgleichen. Wer die Differenz entrichtet,
wird später feststellen, dass der
Scheck gefälscht oder ungedeckt
war.
Harald Schmidt erklärt, dass derartige Überweisungen per Western
Union, Money Gram oder ähnliche
Anbieter „vorwiegend für den Bargeldtransfer mit bekannten Personen wie Verwandten oder Freunden
gedacht“ seien. Für Zahlungen im
Online-Autohandel seien sie hingegen nicht geeignet, auch nicht mit
angeblich eingebauter zusätzlicher
Legitimierung.
Der Hehler-Trick: Gestohlene oder
unterschlagene Fahrzeuge werden
mit gefälschten Papieren von sogenannten Straßenhändlern verkauft.
Auffällig sind hier die Umstände der
Kaufabwicklung: Alle Vorbereitungen mit dem Händler laufen grundsätzlich über das Internet, die Fahrzeugübergabe findet an ungewöhnlichen Orten statt, etwa auf einem
Rasthof. Und es wird stets auf Barzahlung bestanden.
Die gefälschten Kfz-Papiere sind
meist nur schwer zu erkennen.
„Werden Sie misstrauisch bei verwaschenen oder vergilbten und
schlecht leserlichen Dokumenten,
achten Sie auf unterschiedliche
Schriftentypen und -farben“, rät
Schmidt.
Der Trick mit der Transportfirma: Hier werden hochwertige Autos, die mit deutscher Zulassung im
Ausland stehen sollen, weit unter
dem regulären Marktpreis angeboten. Die Betrüger schlagen Interessenten vor, das Geschäft über ein
vermeintlich seriöses Transportunternehmen abzuwickeln, das einen
professionellen Internetauftritt hat,
aber in Wahrheit gar nicht existiert.
Das Geld soll nach der Fahrzeugübergabe an die angebliche Transportfirma ganz oder teilweise gezahlt werden, ein Großteil über ein
Bargeldtransferunternehmen. Nach
Netzsuche nach umweltschonendem Auto
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat sein
Online-Beratungsangebot besser-autokaufen.de auf Vordermann gebracht. Die aktualisierte und erweiterte Seite soll potenziellen Neuwagenkäufern Inspiration bei der Suche
nach einem umweltschonenden und
erschwinglichen Modell bieten.
sechs Fragen ermitteln, welcher Käufertyp sie sind – ob sie zum Beispiel
mehr Wert auf ein geräumiges oder
auf ein komfortables Auto legen. Für
jeden Käufertyp spuckt die Datenbank fünf Vorschläge für aktuelle
Pkw-Modelle aus, die im Schnitt weniger als 90 Gramm CO2 pro Kilometer
laut Hersteller ausstoßen und somit
deutlich unter dem aktuellen Grenzwert liegen, erklärt der VCD. (dpa)
Nutzer können jetzt anhand von
der Überweisung bricht der Kontakt
ab und das Geld ist weg.
„Fragen Sie nach einer persönlichen Fahrzeugübergabe mit Unterzeichnung eines Kaufvertrags und
anschließender Barzahlung“, empfiehlt Schmidt. Lehnt das Gegenüber ab: Finger weg!
Der Strohmann-Trick: Ein professioneller Händler bietet einen Gebrauchtwagen an. Bei Verhandlungen erfahren Interessenten dann,
dass er das Fahrzeug im privaten
Kundenauftrag veräußert und nur
als Vermittler auftritt. Der Clou: So
schließt der Händler die gesetzliche
Sachmängelhaftung aus, zu der er
im Gegensatz zu privaten Anbietern
verpflichtet ist. Und meist lässt sich
nur schwer beweisen, dass ein verschleiertes Eigengeschäft des Händlers vorliegt.
Große Marktplätze wie Autoscout24.de oder Mobile.de sind nach
eigenen Angaben um Sicherheit bemüht. „Wir haben ein dreistufiges
Sicherheitssystem, das eine umfangreiche Filtersoftware zur Früherkennung beinhaltet, die jedes Angebot
analysiert und zweifelhafte Inserate
blockt“, erklärt Mobile-Sprecher
Christian Maas. Parallel prüfe ein
Spezialisten-Team verdächtige Inserate. Außerdem helfen beide Online-Börsen bei der Aufklärungsarbeit mit: Gemeinsam mit Polizei
und ADAC sind Autoscout24 und
Mobile als Initiative Sicherer Autokauf im Internet aktiv. (dpa)
» http://sicherer-autokauf.de/de
usgerechnet ein sizilianischer Likörwein stand Pate
für die Trendfarbe 2015 –
Marsala. Wie jedes Jahr hat das Pantone Color Institute die Trendfarbe
für das neue Jahr ausgerufen: Auf
Orchideen-Lila und Smaragdgrün
folgt nun Marsala – ein erdiges, exotisches Bordeauxrot, ein Mix aus
Rostbraun und Dunkelrot. Dieser
herzliche und doch stylische Ton
lässt sich einfach auf Mode, Beauty,
Design und Interieur übertragen. Es
ist die ideale Farbe für einen Herbsttyp, der zum Sommerfarbtyp neigt.
Auch der Wintertyp mit Herbstanteile kann die neue Farbe gut tragen,
idealerweise mit einer kühlen Kontrastfarbe wie Reinweiß oder Eisgrau
kombiniert. Selbst Schwarz wäre ein
eindrucksvoller Gegenspieler.
Vielen Menschen würde auch das
neue Farb-Traumpaar – kühles Violett und warmes Weinrot – stehen.
Diese Kombination ist auch schön,
wenn Sie ein Sommer-Herbsttyp
sind mit kühler Optik und warmer
Persönlichkeit. Wichtig ist dann
nur, dass die Farben eher etwas gedeckt und weniger leuchtend sind.
Ein Winter-Sommer-Farbtyp mit
ausgesprochen kühler Farbgebung
von Haut, Augen und Haar sollte darauf achten, dass das Weinrot in
Richtung Aubergine geht.
Wer eine sehr frische eigene Farbgebung hat und dazu noch viel Temperament wie Menschen mit viel
Frühlingsanteil, wird weniger von
Marsala begeistert sein. Sie brauchen einfach sehr klare Farben, egal
ob warm oder kalt, am besten gemischt. Wenn Sie die Mode mitmachen möchten, können Sie die Farbe
mit einer Knallfarbe kombinieren.
Eine Knallfarbe wirkt immer
spontan, und so sollte der Mensch
auch sein, der sie trägt. Der Kleiderschrank meiner fast neunzigjährigen Mutter besteht vorwiegend aus
roten Pullovern und einigen wenigen grünen Sachen. So spontan und
direkt war sie ihr ganzes Leben lang.
Marsala lässt sich vortrefflich
von Kopf bis Fuß tragen – den ganzen Tag lang.
GISELA BRAUNE ist Stil-, Farb- und Imageberaterin in Dresden und klärt jeden zweiten
Dienstag im Monat an der Stelle Stilfragen.
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