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ARNOLD

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ARNOLD
INFORMIERT
A13 / VIAMALA:
ENERGIEVERSORGUNG
Erhöhung Tunnelsicherheit und
Lüftung
» SEITE 6
ERSATZ STÄDTLIBELEUCHTUNG IN
WANGEN AN DER AARE
Sanierung der Beleuchtung
ENERGIE
TELECOM
VERKEHR
» SEITE 12
ANLAGEERNEUERUNG
HAGNECK
Neubau des Wasserkraftwerks
» SEITE 19
AUSGABE WINTER 2014/15
ARNOLD AG
VORSTADT 20
3380 WANGEN a. A.
TEL 032 631 77 77
FAX 032 631 77 78
www.arnold.ch
arnold@arnold.ch
UNTERNEHMEN
KONTAKTE & STANDORTE
KINDERZEICHNUNG
Hauptsitz
Ramon Spina, 8 Jahre alt
Zeichnungswettbewerb
Unserem Aufruf, Zeichnungen fürs «Arnold informiert»
einzureichen, sind zahlreiche Kinder nachgekommen.
Der 8-jährige Ramon Spina beispielsweise stellt sich den
Arbeitsalltag bei einem Energie- und Telecom-Unternehmen voller «Action» und frei von jeglicher Höhenangst vor:
So steht der Mitarbeitende auf dem Hochspannungsmast
voller Vorfreude auf den Helikopter – in oranger Sicherheitsbekleidung notabene. Vielen Dank für die farbenfrohe
Zeichnung!
«Drohnenwettbewerb Powertage»
Der Geschäftsbereich Hochspannung hat für die Mast- und
Leitungskontrollen bereits in den vergangenen Jahren Drohnen getestet. Einen ausführlichen Bericht darüber konnten
Sie in unserer Winterausgabe «Arnold informiert» im
Dezember 2012 lesen. An den Powertagen 2014 haben wir
unseren Besuchern die Möglichkeit geboten, selber das
«Drohnen fliegen» auszuprobieren und an einem Flugwettbewerb teilzunehmen. Wir gratulieren den ausgelosten
Gewinnern herzlich und wünschen ihnen viel Freude am
Fliegen!
1. Preis
2. Preis
3. Preis
2
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Rolf Kühni
Helikoptergutschein 500 Franken
Célien Fitoussi, Fichtner
Management Consulting AG
Drohne im Wert von 250 Franken
Vahe Der Houhanessian, Fachkommission
für Hochspannungsfragen
Drohne im Wert von 60 Franken
Arnold AG
Vorstadt 20
3380 Wangen a. A.
Tel. 032 631 77 77
Fax 032 631 77 78
arnold@arnold.ch
Bereich Hochspannung
Obere Zollgasse 74
3072 Ostermundigen
Tel. 031 330 52 42
Fax 031 330 58 43
Region Jura
Les Grands-Champs 5
2842 Rossemaison
Tel. 032 421 00 50
Fax 032 421 00 51
Region Bern/Oberland/Oberwallis
Altelsweg 2
3661 Uetendorf
Tel. 033 346 03 30
Fax 033 346 03 31
Region Westschweiz/Unterwallis
Chemin des Larges-Pièces
1024 Ecublens
Tel. 021 695 05 65
Fax 021 695 05 66
Region Nordwestschweiz
Vorstadt 20
3380 Wangen a. A.
Tel. 032 631 77 77
Fax 032 631 77 78
Region Nordostschweiz
Undermülistrasse 25
8320 Fehraltorf
Tel. 043 355 60 00
Fax 043 355 60 09
Region Zentralschweiz
Baumeler Leitungsbau AG
Dorfstrasse 43
6035 Perlen LU
Tel. 041 534 95 62
Fax 041 534 90 63
Region Südostschweiz
Curea Elektro AG
Mühlestrasse 5
7302 Landquart/GR
Tel. 081 300 69 69
Fax 081 300 69 68
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 27
EDITORIAL
INHALT
UNTERNEHMEN/EDITORIAL
SEITE 2/3
» Zeichnungswettbewerb
» Editorial Werner Sturm/CEO
ENERGIE & TELECOM
SEITE 4 / 5
» Erdrakete FTTH
SEITE 6/7
» A13 / Viamala: Energieversorgung
» Spiegel-Demontage in Bern
SEITE 8/9
» ASTRA A2 Belchen
» BSA Tunnel Lange Heid Münchenstein
SEITE 10/11/12/13
» Isla Bella und Plazzas
» Ersatz Städtlibeleuchtung in Wangen an der Aare
SEITE 14/15
» Partner «Service des Energies» in Yverdon-les-Bains
SEITE 16/17
» Kabelverlegung im Wallis
» Beitrag zur Sanierung der Metro-Linie
SEITE 18/19
» Renovierung Trafostation in Glovelier
» Neuer Stützpunkt Westschweiz
SEITE 20
» Glasfasernetz für Visp
HOCHSPANNUNG
SEITE 21/22/23
» Anlageerneuerung Hagneck
SEITE 24/25
» Ableitung Grimselkraftwerke
» Windmess-Masten, 80 m hoch
SEITE 26
» Impressum
Sehr geehrte Kunden
und Interessenten
Die Winterausgabe 2014 unserer Kundenzeitschrift «Arnold
informiert» gibt Ihnen wiederum einen Einblick in einige
unserer spannenden Projekte. Dabei haben wir festgestellt,
dass wir als umfassender Netzdienstleister verstärkt auch
Synergien innerhalb unseres Unternehmens in den Bereichen
Energie, Telecom und Verkehr nutzen und diese gewinnbringend für unsere Kunden einsetzen können. Doch verschaffen
Sie sich selbst einen Ein- und Überblick anhand der ausgewählten Projektberichte.
Nebst dem operativen Geschäft beschäftigte uns in den vergangenen Monaten auch der Abschluss von zwei Unternehmens-Akquisitionen. Mit der Übernahme der Baumeler
Leitungsbau AG in der Zentralschweiz haben wir unsere
Kompetenzen insbesondere im Bereich Verkehrstechnik und
Infrastruktur (auch Wassernetze) markant erweitert. Zudem
erschliessen wir uns damit im Bereich Metallbau nebst neuen
Tätigkeitsfeldern die Spezialisierung auf die Herausforderung
im Bereich Tunneltechnik. Mit der Akquisition der Cabcon AG
verstärken wir unsere Teams im Bereich Telecom und sichern
uns kompetente Ressourcen mit modernsten Arbeitsmitteln.
Für das neue Jahr ist geplant, die Cabcon AG vollständig in
die Arnold AG zu integrieren.
Insgesamt ist die «Arnold-Gruppe» mit den neu drei Tochtergesellschaften (Curea Elektro AG, Baumeler Leitungsbau AG
und Cabcon AG) per Ende Jahr auf knapp 800 Mitarbeitende
angewachsen, die tagtäglich mit ihrem Know-how für unsere
Kunden und Ihre Projekte im Einsatz stehen.
Wir danken Ihnen an dieser Stelle für die zahlreichen Projekte
und Aufträge, die wir für Sie und mit Ihnen umsetzen durften.
Das erwiesene Vertrauen freut und bestärkt uns. Wir werden
auch im 2015 voller Elan die kommenden Herausforderungen
angehen – Sie können auf uns zählen!
Im Namen der Belegschaft und der gesamten Geschäftsleitung
Werner Sturm
Geschäftsführer/CEO Arnold AG
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
3
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
Adrian Schmalz
Leiter Geschäftsbereich EuD Ost
Mit Stolz und Freude dürfen wir Ihnen einige interessante Projekte vorstellen. Ganz
zuoberst stehen unsere neuen Partnerschaften mit der Baumeler Leitungsbau AG in
der Zentralschweiz und der Cabcon AG in Oensingen. Mit der Baumeler Leitungsbau
AG können wir ein Teilziel unserer Strategie äusserst erfolgreich umsetzen. Mit einer
starken lokalen Präsenz in der Zentralschweiz sowie einem weiterhin erstklassigen
Dienstleistungsangebot wollen wir an diese anknüpfen und gemeinsam weiterhin
erfolgreich am Markt auftreten. Mit dem Kauf der Cabcon AG in Oensingen können
wir unsere lokale Mannschaft im Bereich Telecom weiter stärken und ausbauen. Ich
heisse an dieser Stelle die zwei Firmen ganz herzlich im Geschäftsbereich EuD Ost
der Arnold AG willkommen!
Operativ konnten wir zudem unseren Bereich Mittelspannungsanlagenbau erfolgreich
weiterentwickeln. Mit innovativen Lösungsansätzen können wir unserer Kundschaft
massgeschneiderte Gesamtlösungen anbieten – von der Planung bis zur Inbetriebsetzung. Im Teilmarkt Telecom dürfen wir zurzeit unseren Kunden Swisscom aktiv
im Breitbandausbau des Schweizer Datennetzes unterstützen. Nebst den Glasfaser
sind auch unsere Kupferspezialisten täglich mit grossem Engagement unterwegs
und leisten einen wichtigen Beitrag für dieses Projekt. Im Bereich Verkehr konnten
wir in diversen Projekten zur Erhöhung der Tunnelsicherheit bei Bahn und Strasse
unser breites Know-how unter Beweis stellen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und viel Vergnügen bei der
Lektüre!
© TRACTO-TECHNIK GmbH & Co. KG
4
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
GRABENLOSER LEITUNGSBAU
MIT ERDRAKETE
Im Leitungsbau, beispielsweise bei der FTTH Glasfaserverkabelung, steht man oftmals vor dem Problem, für die
Leitungsführung vom Werkleitungsnetz zum Hausanschluss
eine bebaute oder gärtnerisch kultivierte Strecke auf Privatgrund überwinden zu müssen. Konventionell würde ein
Graben aufgebaggert, um die Rohre für die Leitungsführung
einbringen zu können. Der damit verbundene Flurschaden
und der Aufwand für die Wiederherstellung liegen auf der
Hand.
Alternativ setzen wir deshalb sogenannte Erdraketen ein, mit
denen der Hausanschluss «grabenlos» realisiert werden
kann. Nach der Erstellung einer Kernbohrung im Gebäude
wird die Erdrakete – der korrekte Fachbegriff lautet Horizontalbodenramme – im Keller auf einer Lafette zielgenau einjustiert und anschliessend mittels Druckluft pneumatisch
vorangetrieben. Die Erdrakete ist ein 2-taktiges KolbenMeissel-System, welches im jeweils ersten Takt die Bohrung
erstellt und dabei anstehende Hindernisse zertrümmert
sowie im zweiten Takt das Schutz- respektive Produkterohr
in den durch die Bodenverdrängung gewonnenen Hohlraum
nachzieht.
Bis zu 15 Meter lassen sich auf diese Weise problemlos überwinden, unter günstigen Bodenverhältnissen auch bis zu 25
Meter. Wir sind aktuell gerüstet für Rohrdurchmesser bis 120
Millimeter. Da es sich um ein ungelenktes Verfahren handelt,
kommt dem Ausrichten «vor dem Schuss» eine hohe Bedeutung zu. Mit unserer langjährigen Erfahrung gelingt unseren
Fachleuten dabei eine sehr präzise Zielerreichung. Neben
Hausanschlüssen für FTTx, Gas, Wasser, Strom oder Kabel-TV
eignet sich das Verfahren auch für Unterquerungen von
Strassen, Gleisanlagen, Bächen sowie in allen Situationen,
in denen der Leitungsbau nicht, oder nur erschwert, konventionell durchführbar wäre.
» Hans-Peter Bross, Bereichsleiter Telecom NO-CH,
Fehraltorf
» Thomas Schrag, Bauleiter Telecom NO-CH, Fehraltorf
Erdrakete
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
5
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
TUNNEL VIAMALA: ERHÖHUNG
TUNNELSICHERHEIT/LÜFTUNG
Container Nord
Container Süd
Der Tunnel Viamala gehört zur Viamalagruppe mit den Tunneln
Viamala, Bargias und Wegerhaus. Die Tunnelgruppe ist
Bestandteil der Nationalstrasse A13 und liegt zwischen Zillis
(GR) und Thusis (GR).
Die Niederlassung Fehraltorf hatte den Auftrag vom ASTRA,
diese Container zu planen, auszubauen, vor Ort zu montieren
und in Betrieb zu nehmen. Trotz der unterschiedlichen
Herausforderungen konnten wir die Container termingerecht
in das bestehende Mittelspannungsnetz der Kraftwerke
Hinterrhein AG einbinden. Der Tunnel Viamala wird somit komplett ab den neuen provisorischen Containern mit Energie
versorgt.
Beim Tunnel Viamala handelt es sich um einen 761 Meter
langen Strassentunnel. Der Verkehr wird gegenläufig auf zwei
Fahrspuren geführt. Der Tunnel verfügt über eine Zentrale
unter dem nördlichen Tunnelportal und eine kleine Nische
für die Elektronik im südlichen Portalzonenbereich. Die
Tunnelportale dienen aktuell als Flucht-, beziehungsweise
Rettungswege.
» Roger Küng, Projektleiter Energie NO-CH, Fehraltorf
Ziel und Zweck des Projekts ist die Erhöhung der Tunnelsicherheit durch eine verbesserte Lüftung. Die Tunnellüftung
wird dabei nach den aktuellen Normen und Richtlinien des
Bundesamts für Strassen (ASTRA) ausgelegt, was verschiedene Anpassungen der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
(BSA) zur Folge hat. An den Tunnelportalen Nord und Süd
wurden die provisorischen Container für die Energieversorgung und Lüftung montiert. Der Energie-Container ist mit
Mittelspannungsanlage, Transformator mit 400 kVA-Leistung,
USV-Anlage und Hauptverteilung ausgerüstet. Im LüftungsContainer sind die Frequenzumformer zur Ansteuerung der
Strahlventilatoren sowie die notwendigen Lüftungssteuerungen untergebracht.
Einblick Energie-Container
6
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Einblick Lüftungs-Container
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
PROJEKTE, DIE IDEEN FORDERN
Spiegel-Demontage in Bern: ein Projekt der upc cablecom
Für Arnold ist kein Projekt zu schwierig. Von der
upc cablecom erhielten wir den Auftrag, Satellitenspiegel in
Bern zu demontieren. Die einen Spiegel befanden sich bei
einer Gasfüllstation für Busse. Die andere Anlage befand sich
auf einem Hochhaus. Die Herausforderung bei der Demontage der Spiegel bei der Gasfüllstation bestand darin, keine
Funken zu erzeugen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Spiegel mit einem Autokran zu entfernen und
auf dem Parkdeck einen Demontageplatz einzurichten.
Bei der Anlage auf dem Hochhaus mussten wir auf engstem
Raum in der Innenstadt Bern eine Lösung für den Transport
der schweren Spiegel finden. Wir entschlossen uns, die
Demontage aus diesen Gründen mit dem Helikopter zu
organisieren.
Kurz vor dem Start des Projektes wurden wir zudem angefragt, auch die Sockel, auf denen die Spiegel verankert waren,
zu entfernen. Die Sockel waren auf dem Hochhausdach einbetoniert worden. Damit diese entfernt werden konnten,
musste das alte Schwarzdach aufgeschnitten werden. Dazu
mussten die Sockel bündig zur Betondecke abgetrennt
werden. Für diese aufwändigen und heiklen Arbeiten haben
wir zwei Spezialfirmen hinzugezogen. Die Sockel wurden
mit dem Helikopter zum Demontageplatz transportiert.
Anschliessend wurde das Flachdach erneuert und die
Gartenplatten neu gesetzt.
Um ein Projekt in diesem Umfang realisieren zu können,
benötigten wir eine professionelle Infrastruktur und die richtigen Fachleute. Die Demontage der Satellitenspiegel erfolgte ohne Zwischenfälle und zur Zufriedenheit unseres Kunden.
Die Zusammenarbeit mit den beiden Spezialfirmen verlief
optimal und wir danken für die Kooperation. Damit solche
speziellen Aufträge erfolgreich realisiert werden können,
braucht es nebst einer präzisen Arbeitsvorbereitung auch das
Vertrauen des Kunden, wofür wir uns herzlich bedanken.
» Peter Althaus, Chefmonteur NW-CH, Wangen a. A.
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
7
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
16 KV/5.25 KM/9 MVA
KABELANSCHLUSS-SÜD
FÜR SANIERUNGSTUNNEL
BELCHEN STB
Im Auftrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) realisierte die Arnold AG einen
16 kV/9 MVA/5.25 km langen Kabelanschluss in mehreren Etappen zwischen UW
Kappel und Baustrom Transformatorstation STB. Die Hälfte des Trasses verläuft
über die drei Gemeinden Kappel, Gunzgen und Hägendorf sowie ein weiterer Trassenabschnitt zur Hälfte entlang der Strecke der Autobahn A2, zwischen Eggberg und
Tunnel Belchen in Fahrtrichtung Basel.
Der Projektperimeter Sanierungstunnel Belchen erstreckt
sich von Kilometer 34.000 bis Kilometer 37.200. Der Tunnel
Belchen ist circa 3'200 Meter lang. Für die Erschliessung der
Portalzentrale Süd ab dem UW Kappel gehört auch die
bestehende Rohranlage ab dem UW Kappel bis zum Nationalstrassen-Kilometer 37‘300 zum Projektperimeter. Die Luftlinie der Strecke beträgt circa 4‘500 Meter.
Die Kabelverlegung auf der A2-Strecke erfolgte auf dem
Nationalstrassenperimeter. Für die Kabelverlegung sind der
Pannenstreifen sowie die Normalspur durch die Gebietseinheit NSNW eingerichtet geworden. Da der Abschnitt im
3-spurigen Strassenabschnitt liegt, konnten der Spurabbau
und die Kabelzug-Montagearbeiten tagsüber erfolgen. Der
Spurabbau war vom ASTRA bewilligt worden. Die Termine für
den Kabelzug wurden daher frühzeitig mit der Gebietseinheit
NSNW, Kabellieferant Brugg Kabel AG und a.en abgestimmt
und koordiniert.
Im Teilabschnitt der Autobahn A2 Tunnel Belchen wird eine
Erweiterung in Form einer dritten Tunnelröhre realisiert. Der
bestehende Tunnel Belchen bildet das Verbindungsstück
zwischen den Kantonen Solothurn und Baselland. Westlich
der zwei bestehenden Röhren wird der Sanierungstunnel
Belchen (STB) gebaut. Der STB ermöglicht in Zukunft die
Totalsperrung einer Tunnelröhre für Sanierungsarbeiten.
Dabei können die zwei übrigen Tunnelröhren ohne Gegenverkehr betrieben werden.
8
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Das Kabelzug- und Energieteam der Arnold AG konnte in
einem reibungslosen, sehr dynamischen und sequenziell
vorgegebenen Terminplan zur vollen Zufriedenheit des Kunden Mittelspannungskabel in der Länge von 5'250 Meter,
bestehend aus 7 Teilstücken und einem Gesamtgewicht von
circa 60‘000 Tonnen in mehreren Tagen einziehen, verlegen
und in 6 Muffenschächten verbinden.
» Ranko Tanasic, Leiter Bereich Energie NW-CH, Wangen a. A.
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
UMBAUSANIERUNG TUNNEL
LANGE HEID
Der Tunnel Lange Heid ist ein zweiröhriger Tunnel von circa 295 Metern Länge,
befindet sich in der Gemeinde Münchenstein Baselland und wird im getrennten
Richtungsverkehr betrieben.
Der Tunnel unterquert zwei wichtige Hauptverbindungsstrassen, die SBB-Linie Delémont – Basel sowie die Tramlinie der BLT. Er verfügt über eine Tunnelzentrale in der die
Unterverteilungen, Steuerungen etc. installiert sind.
Die baulichen Erhaltungs- und Instandsetzungsmassnahmen
wurden im Zeitraum von April 2013 bis circa Oktober 2014 in
jeweils zwei Bauetappen pro Tunnelröhre erfolgreich ausgeführt.
1. Bauetappe Tunnelröhre Nord: April – Dezember 2013
2. Bauetappe Tunnelröhre Süd: Februar – Oktober 2014
Die vielseitigen und komplexen Arbeiten im Tunnel wie die
Demontage, Neumontage und die Erneuerung der Betriebsund Sicherheitseinrichtungen forderten den Mitarbeitern und
deren Verantwortlichen einiges an Organisationsgeschick und
Fachwissen ab.
In der ersten Zwischenetappe wurden die kompletten und
teilweise sehr komplexen Demontagearbeiten in der Röhre
Nord durch die Arnold AG ausgeführt. Die Demontagearbeiten konnten in Normalarbeitszeit bewerkstelligt werden.
Während der ganzen Umbauphase musste die Befahrbarkeit
des Tunnels gewährleistet sein. Die Bausanierungsarbeiten
wie Beton- und Malerarbeiten etc. wurden im Anschluss an
die Demontage von anderen beauftragten Firmen erledigt.
In der zweiten Zwischentappe und im Zweischichtbetrieb
übernahm nach vollendeter baulicher Sanierung der Röhre
Nord die Arnold AG Pratteln wieder die komplette Neumontage der elektrotechnischen/-mechanischen Arbeiten wie
Trassenneueinbau und Installation der gesamten Beleuchtung sowie der Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen. Die
Tunnelröhre Nord konnte im Dezember 2013 termingerecht
und erfolgreich saniert wieder vollständig in Betrieb genommen werden. Die ganzen Abläufe und Arbeiten wurden
während der zweiten Hauptetappe in der Tunnelröhre Süd
(Februar – Oktober 2014) identisch abgewickelt und termingerecht fertiggestellt.
Die Abnahme erfolgte in der Nacht vom 29. auf den 30. September 2014 durch das Tiefbauamt Basel-Landschaft und die
Oberbauleitung. Nach der Rundumerneuerung ist der Tunnel
Lange Heid auf dem neusten Stand der Technik und erstrahlt
wieder im besten Licht.
» Gérard Puljer, Projektleiter Telecom NW-CH, Pratteln
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
9
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
UMRÜSTUNG DER BELEUCHTUNG IN DEN TUNNELN
«ISLA BELLA» UND «PLAZZAS»
Ein grosses Dankeschön an die Montageteams für ihre
Flexibilität und Ihr Engagement trotz schwierigen Bedingungen
innerhalb der kurzen Ausführungszeit. Darüber hinaus
bedanken wir uns auch bei der Bauleitung und dem Bauherrn
für die gute Zusammenarbeit und das grosse Vertrauen.
10 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
KENNZAHLEN:
Isla Bella:
alt:
neu:
1600 Stk.
Anzahl Durchfahrtsleuchten
419 Stk.
51.2 kW
Installierte Leistung Durchfahrtsbeleuchtung
18.9 kW
245 Stk
Anzahl Adaptionsleuchten
124 Stk
92 kW
Installierte Leistung Adaptionsbeleuchtung
15.6 kW
Plazzas:
alt:
neu:
184 Stk.
Anzahl Durchfahrtsleuchten
38 Stk.
5.9 kW
Installierte Leistung Durchfahrtsbeleuchtung
1.7 kW
120
Anzahl Adaptionsleuchten
97 Stk.
48 kW
Installierte Leistung Adaptionsbeleuchtung
17.2 kW
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
Die im Jahr 2009 durch das Bundesamt für Strassen (ASTRA)
durchgeführten, schweizweiten Tunnelinspektionen im
Nationalstrassennetz ergaben, dass mehrere Anlageteile in
mangelhaftem Zustand sind oder kurz vor dem Ablauf der
prognostizierten Lebensdauer stehen. Aufgrund des Alters,
der Ausfallrate und der Ersatzteilversorgung waren im Bereich der Beleuchtung dringende Massnahmen erforderlich.
Diese Arbeiten wurden als vorgezogene Massnahmen der
eigentlichen Tunnelsanierung vorangestellt.
Die Erneuerungsarbeiten in den beiden Tunnels «Isla Bella»
und «Plazzas» wurden minutiös geplant. Die Terminvorgaben
seitens ASTRA hatten zum Ziel, die Tunnelsperrungen auf
einen möglichst kurzen Zeitraum zu begrenzen. Dies bedingte eine detaillierte Terminplanung und eine präzise
Arbeitsvorbereitung.
Im Tunnel «Isla Bella» wurde die Durchfahrtsbeleuchtung
(DF) seitlich über dem Bankett an der Tunneldecke angebracht. Eine Montage am Tunnelscheitel war aus Platzgründen – das Lichtraumprofil von 4.5 Metern musste eingehalten
werden – nicht möglich. Die Adaptionsbeleuchtung (EF)
musste im südlichen Portalbereich aus demselben Grund an
den Tunnelwänden angebracht werden. Anders sah es im
Portalbereich Nord aus. Die im Portalbereich rückgebaute
Zwischendecke liess genügend Raum, um die Adaptionsbeleuchtung wie üblich im Tunnelscheitel anzubringen. Im Tunnel «Plazzas» wurde die DF- und Adaptionsbeleuchtung
ebenfalls neu im Tunnelscheitel installiert.
Um die zukünftigen Sanierungen der restlichen Tunneleinrichtungen und der Bausubstanz nicht zu beeinträchtigen,
wurden die neuen Kabel nicht in die bestehende Rohranlage
eingezogen, sondern über alternative Kabelwege – teils mit
neu erstellten Kabeltragsystemen und Kernbohrungen – von
den Zentralen zu den Leuchten verlegt. In den Zentralen wur-
12 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
den die kompletten Energieverteilungen und Steuerungen für
die Beleuchtung erneuert.
Im Herbst 2013 wurden zuerst während acht Wochen die
Leuchten- und Kabeltragsysteme installiert. Anschliessend
folgten im Winter 2014 die Arbeiten für den Ersatz der EF- und
DF-Beleuchtungsanlage, die in vier Arbeitswochen realisiert
wurden. Schliesslich folgten die Schlussarbeiten mit dem
Rückbau der alten Beleuchtungsanlage in lediglich drei
Arbeitswochen. Die Arbeiten wurden so geplant und ausgeführt, dass die alte Beleuchtungsanlage bis zur erfolgreichen
Inbetriebnahme der Neuanlage ihren Dienst verrichtete.
Insgesamt wurden Kabeltrassen mit einer Gesamtlänge von
rund 2'900 Metern montiert. Für die erforderliche Verkabelung wurden insgesamt circa 30 Kilometer neue Kabel eingezogen und verlegt. Die Lieferung der Leuchten erfolgte
durch die Officine Rigamonti SA aus Contone. Bei der Installation der neuen EF- und DF-Beleuchtungsanlage standen
bis zu 20 Mitarbeiter der Curea Elektro AG im Einsatz. Die
Ausführung im Tunnelfahrraum erfolgte ausschliesslich in
Nachtarbeit zwischen 22.00 und 05.00 Uhr. Begonnen
wurde jeweils am Sonntagabend für fünf Nächte pro Woche.
Die installierten Beleuchtungsanlagen entsprechen nun den
modernsten Sicherheitsanforderungen und Normen. Die
neuen LED-Leuchten reduzieren zudem den Energieverbrauch und den Unterhaltsaufwand wesentlich: Im Tunnel
«Isla Bella» konnte eine Energieersparnis von bis zu 75 Prozent und im Tunnel «Plazzas» eine von bis zu 65 Prozent
erreicht werden.
» Marcel Rogentin, Geschäftsführer Curea Elektro AG, Landquart
» Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Brüniger + Co. AG
(Projektierung und Bauleitung) und dem ASTRA (Bauherr)
EUD OST I ENERGIE & TELECOM
SANIERUNG DER
«STÄDTLIBELEUCHTUNG»
IN WANGEN AN DER AARE
Steuerung zu finden. Der nostalgische Charakter der
Beleuchtung sollte dabei erhalten werden. Verschiedene
Varianten wurden geprüft und geeignete Leuchtkörper mussten gefunden werden. Mittlerweile hatte sich zudem die
technische Machbarkeit verändert. Ein Wechsel zur sparsamen LED-Beleuchtung wurde dadurch realistisch. Die
Leuchtpunkte sollten aus Kostengründen an den gleichen
Standorten wie zuvor angebracht werden. Zudem war es eine
Auflage der Denkmalpflege, dass die Beleuchtung dimmbar
sein sollte.
In einem Submissionsverfahren erhielt Arnold AG den
Zuschlag. Die alten, schmiedeeisernen Beleuchtungshalter
wurden für die neuen Laternen wiederverwendet. Sie wurden
gereinigt und an die neuen Laternen angepasst. Die 19 Watt
LED-Laternen können neu mit Nachtabsenkung gesteuert
werden. Der Ersatz der Laternen erfolgte in zwei Etappen.
Damit konnte über die ganze Realisationsphase garantiert
werden, dass die historischen Gebäude im «Städtli» zu
mindestens 50 Prozent beleuchtet waren.
» Werner Fankhauser, Bauleiter Energie NW-CH, Wangen a. A.
TECHNISCHE DATEN:
Alte Laternen:
Die Planung für den Ersatz der historischen Laternen in der
Gemeinde Wangen an der Aare nahm 3 Jahre in Anspruch.
Nötig wurde der Ersatz, da diese den heutigen Ansprüchen
an Energieeffizienz und Steuerbarkeit nicht mehr genügten.
Auftraggeberin ist die Einwohnergemeinde. Die Planung
erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege
des Kantons Bern.
Ziel der Erneuerung war es, das Erscheinungsbild des historischen Städtchens, von den Wangenern liebevoll «Städtli»
genannt, zu bewahren und gleichzeitig eine energieeffiziente
7 x NAH 50 W
21 x Sparlampen 50 W/80 W
Total Anschluss 1400 Watt
Neue Laternen:
Typ Valentino
28 x 19 Watt LED
Total Anschluss 532 Watt
Mit mehrfacher Lichtstärke
Regulierbar 100% bis 30%
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
Bernard Pittet
Leiter Geschäftsbereich
EuD West
Das Jahr 2014 ist vom umfassenden Ausbau der Glasfasernetze unter Verwendung
der FTTS-Technologie (Fiber to the Street) durch die Swisscom gekennzeichnet, zu
deren Partner die Arnold AG gehört. Neben diesem aufwendigen Projekt entwickelt
sich die Region West und investiert, um ihren Kunden noch mehr Leistungen bieten
zu können. In dieser Ausgabe finden Sie einen Überblick über mehrere interessante
und vielfältige Projekte, die im Laufe des Jahres umgesetzt wurden – wie beispielsweise die Verkabelung von Schneekanonen, die Instandsetzung einer Übertragungsleitung und die Modernisierung einer Unterstation unter sehr strengen Auflagen.
Darüber hinaus ist unser Standort Treyvaux im Kanton Fribourg voll einsatzfähig und
ergänzt unser Netz ganz wunderbar. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.
Bild: Thierry Porchet
14 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
PARTNER FÜR DEN «SERVICE
DES ENERGIES» DER STADT
YVERDON-LES-BAINS
Yverdon-les-Bains ist seit 1‘500 Jahren für die Qualität seines
Thermalwassers bekannt, zählt 30‘000 Einwohner und stellt
mit dem Neuenburgersee, dem Jura und der ländlichen
Umgebung einen einzigartigen Lebensraum dar.
Der «Service des Energies» der Stadt Yverdon-les-Bains
(SEY) bietet ein umfassendes Leistungsangebot: Er ist im
Wesentlichen für das Wasser-, Erdgas- und Stromnetz
zuständig und verwaltet darüber hinaus die öffentliche
Beleuchtung.
Der SEY hat die Arnold AG als einen seiner Partner ausgewählt, um seine Flexibilität hinsichtlich von Kapazitäten,
Ressourcen und Kompetenzen zu verstärken und zu optimieren. Die zugewiesenen Aufträge sind ganz unterschiedlich:
Sie umfassen beispielsweise die Sanierung einer kompletten
Strasse, die Verlegung von Kabeln, Arbeiten an der öffentlichen Beleuchtung und Störungsbehebungen, um nur einige
zu nennen.
Die Auftragserteilung erfolgt durch den SEY und die Ausführung der Arbeiten basiert auf gegenseitigem Vertrauen.
Arnold hält sich an die vom Kunden vorgegebenen Termine,
hat jedoch bei der Planung und Organisation freie Hand. Die
Arbeitszeiträume werden je nach Anforderungen des Kunden
grob über das ganze Jahr hinweg geplant.
Durch die zusätzliche Kapazität und die Optimierung der
grundsätzlich beschränkten Ressourcen ist eine derartige
Partnerschaft ein exzellentes Beispiel für eine für beide
Seiten gewinnbringende Beziehung. Der einzig mögliche
problematische Punkt ist, dass der Dienstleister Arnold von
den Angestellten des SEY als Konkurrent wahrgenommen
werden könnte. Hier ist eine proaktive und transparente
Kommunikation unerlässlich.
Wir danken dem «Service des Energies» der Stadt Yverdonles-Bains und insbesondere Herrn Frédéric Nicole, Montagemeister für das Stromnetz und Ansprechpartner für die
Planung und Umsetzung der Arbeiten, für das uns entgegengebrachte Vertrauen.
» Samuel Nicolet, Projektleiter Energie WE-CH, Ecublens
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 15
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
VERLEGUNG VON KABELN FÜR
SCHNEEKANONEN IM WALLIS
Im September 2014 hat die Arnold AG ein Projekt umgesetzt,
das für seine Mitarbeiter etwas besonders war. Das Unternehmen wurde nämlich mit der Durchführung diverser
Arbeiten auf den Skipisten von Crans-Montana-Aminona
beauftragt: ein Projekt auf Bergweiden, teilweise inmitten
von Viehherden und mit einem grossartigen Blick über die
Alpen.
Für den Bau des neuen Sessellifts von Boverêche sowie von
18 Schneekanonen hat Arnold die Verlegung der Strom- und
Dialog-/Steuerkabel realisiert sowie die Anschlüsse und
Schnittstellen vorgesehen. Insgesamt wurden 3‘400 Meter
Stromkabel und 4‘500 Meter Dialogkabel gezogen.
16 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Die Herausforderungen bestanden im Wesentlichen aus
einem sehr abschüssigen Berggelände und Verlegungen mit
grossen Höhenunterschieden an Orten, die teilweise schwer
zugänglich waren.
Für ihr Vertrauen danken wir unserem Kunden, dem Konsortium Mont-Lachaux Boverêche/Emery-Epiney, und dem Endkunden CMA – Crans-Montana-Aminona Bergbahnen.
» Samuel Nicolet, Projektleiter Energie WE-CH, Ecublens
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
BEITRAG ZUR SANIERUNG
EINER METRO-LINIE
Im Sommer 2014 wurde die Metro-Linie m1, welche die Stadt
Lausanne mit der ETHL (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) verbindet, durch ein Feuer beschädigt. Die
Arnold AG war an den dringenden Instandsetzungsarbeiten
der Linie beteiligt und trug dazu bei, dass die Linie ihren
Betrieb wieder vollständig aufnehmen konnte, bevor die
Kurse für zahlreiche Studierende der Hochschule wieder
anfingen. Das Unternehmen hatte die Aufgabe, die Kommunikation zwischen zwei Stationen wieder einzurichten.
Hierzu gehörten Tiefbauarbeiten sowie das Verlegen von
Kabeln und Spleissungen.
» Laurent Pautre, Projektleiter Telecom WE-CH, Ecublens
TECHNISCHE DATEN:
tl – Der öffentliche Nahverkehr der Region
Lausanne in Kürze
•
38 Linien auf 260 Kilometern Gleis/Strasse
•
Mehr als 100 Millionen Fahrgäste haben die
öffentlichen Verkehrsmittel 2013 genutzt
•
2 Metrolinien: die m1 als Verbindung zur ETHL
und die berühmte m2
•
Die m2 ist die erste automatische Metro in der
Schweiz. Sie wurde 2008 eingeweiht und verbindet den See (Ouchy) mit den höhergelegenen
Stadtteilen von Lausanne (Vennes/Croisettes
nahe der Autobahn).
Bild: «collection tl»
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 17
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
RENOVIERUNG EINER TRAFOSTATION IN GLOVELIER
Die BKW Region Jura hat uns mit der Renovierung einer
Trafostation bei S.I. Condé SA beauftragt.
andere Bereiche des Unternehmens und dem neuen Transformator bestückt und zum Schluss die Kabel angepasst.
Da für dieses Vorhaben der gesamte Strom abgestellt werden
musste, war es erforderlich, die Tätigkeiten an einem einzigen
Tag und ausserhalb der Arbeitszeiten durchzuführen. Wir
haben uns daher entschieden, den Strom an einem Samstag
von 06.00 bis 21.00 Uhr abzustellen.
Dank der minutiösen Planung der Arbeitsschritte und der
grossartigen Leistung unserer Mitarbeiter konnten wir den
Zeitraum der Stromabschaltung deutlich verkürzen. Der
Betrieb der gesamten Anlage konnte zur grössten Zufriedenheit unseres Kunden ab 17.00 Uhr nach und nach wieder
aufgenommen werden.
Die komplexen Arbeiten umfassten den Austausch der nachfolgenden, veralteten Elemente: 7 Mittelspannungszellen und
den Transformator sowie die Abschaltung der NSHV. Nach
der vollständigen Räumung haben wir die neue NSHV mit
neuen Mittelspannungszellen, den beiden 16 kV-Kabeln für
die Hauptstromzufuhr der BKW, zwei 16 kV-Kabeln für
18 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Wir danken unserem Kunden ganz herzlich für das uns bei der
Umsetzung dieser Arbeiten entgegengebrachte Vertrauen.
» Josué Maître, Bauleiter Energie Jura, Rossemaison
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
ARNOLD VERSTÄRKT SEINE
PRÄSENZ IN DER WESTSCHWEIZ
Bild: Delfart Photography
Die Arnold AG weitet ihre Aktivitäten in der Westschweiz aus:
Zu den Zweigstellen Martigny (Wallis) und Ecublens (Waadt)
kommt nun noch ein neuer Standort in Treyvaux im Kanton
Fribourg hinzu.
Das Unternehmen ist in der ganzen Schweiz vertreten und legt
grossen Wert auf eine regionale Verankerung. Mit der Eröffnung eines neuen Standorts in Treyvaux (Fribourg) zeigt die
Arnold AG, dass sie nahe an ihren Kunden bleiben, eine enge
Zusammenarbeit gewährleisten und beim Bau und der Wartung von Netzen qualitativ hochwertige Leistungen bieten will.
Das Unternehmen beteiligt sich im Kanton Fribourg an verschiedenen Grossprojekten, insbesondere im Rahmen einer
Partnerschaft zwischen den kantonalen Behörden und
Energieversorgungsunternehmen, die auf die Einrichtung
eines Glasfasernetzes abzielt. Der neue Standort in Treyvaux
ermöglicht es Arnold, die im Kanton erforderlichen Arbeiten
vor Ort besser zu koordinieren und die Anfahrtszeiten zu
verkürzen.
» Bernard Pittet, Leiter Geschäftsbereich WE-CH, Ecublens
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 19
EUD WEST I ENERGIE & TELECOM
DIE STADT VISP ERHÄLT EIN
GLASFASERNETZ
Die Energiedienste Visp – Westlich Raron AG, kurz EVWR,
erschliessen zurzeit die Stadt und Umgebung von Visp mit
Glasfasernetzen. Um die nötigen Ressourcen für diese
Arbeiten bereitstellen zu können, ohne dabei den Unterhalt
des Stromnetzes zu vernachlässigen, suchte das Energieunternehmen die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen
Netzdienstleistungs-Unternehmen, das sie bei dieser Herausforderung unterstützt. Ein Team mit drei Mitarbeitenden der
Arnold AG führt derzeit diverse Arbeiten im LWL-Bereich
durch. Zu ihren Aufgaben gehören auch Arbeiten im Energiebereich. Die Mitarbeiter der Arnold AG verstärken dabei die
angestammten Teams der EVWR.
Die Nutzung von Synergien im Zusammenhang mit VerlegeArbeiten, sowohl im Telecom- wie auch im Energiebereich,
erfordert Erfahrung und Know-how. Dazu gehört eine fundierte Ausbildung, in der die Sorgfaltspflicht und der verantwortungsvolle Umgang im Spannungsbereich geschult
wurden.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der EVWR
werden wir weiter vertiefen können, sobald wir im Frühjahr
2015 die Leitungsverstärkung 16 kV von Saas-Grund nach
Saas-Almagell in Angriff nehmen. Wir danken für das in uns
gesetzte Vertrauen.
» Markus Weissmüller, Projektleiter Energie Oberland/Oberwallis,
Uetendorf/Brig
20 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
HS I HOCHSPANNUNG
Nachdem die grossen Projekte etwas zögerlich starteten, konnten wir mehrere namhafte Projekte bei EVU und dem öffentlichen Verkehr erfolgreich in Angriff nehmen.
Wir sind mit diesen Projekten auch noch im Jahr 2015 beschäftigt.
Die Investitionen bei EVU sind nach wie vor zögerlich. Dies ist zum Teil zurückzuführen auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 des
Bundesrates. Die Energiestrategie wird in der kommenden Wintersession im Parlament behandelt. Verschiedene EVU rechnen bei der bevorstehenden Strommarktliberalisierung mit höheren Strompreisen, mehr Aufwänden und mehr Abgaben.
Zudem steigert sich die Komplexität der Netze durch dezentrale Einspeisungen immer mehr. Es sind nicht einfache Entscheide zu fällen, jedoch müssen Werkzeuge
geschaffen werden, welche den EVU Investitionssicherheit gewährt.
Martin Roth
Leiter Geschäftsbereich HS
Die Arbeiten zur Übernahme der Instandhaltung bei Swissgrid laufen auf Hochtouren
und sind faktisch abgeschlossen. Wir freuen uns nun, die Arbeiten an den Anlagen
und Trassen der Swissgrid kompetent und zuverlässig zu übernehmen.
HAGNECK:
ANLAGEERNEUERUNGEN IN
DER WIEGE DER BKW
Neubau Kraftwerk Hagneck
Das Wasserkraftwerk Hagneck – als Wiege der heutigen
BKW – ist über hundert Jahre alt. Nach intensiven Abklärungen, insbesondere bezüglich Heimatschutz, Denkmalpflege und Umweltschutz, erhielt die BKW und die Bielersee
Kraftwerke AG (BIK) im Januar 2010 die Neukonzession und
im Frühjahr 2011 die Baubewilligung zur Erneuerung des
Kraftwerkes. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Spatenstich,
im Verlaufe des kommenden Jahres soll die Erneuerung
abgeschlossen werden. Das bestehende Wehr wird abgebrochen und durch ein vierfeldriges Wehr mit seitlich
anschliessendem Kraftwerk ersetzt. Das Kraftwerk erhält
zwei moderne horizontalachsige Rohrturbinen mit je 13 MW
Leistung und erlaubt eine bessere Nutzung des Wasserangebots. Die mittlere Jahresproduktion kann somit um 35
Prozent auf 107 GWh gesteigert werden. Zudem wird die
Abflusskapazität des Wehrs erhöht damit in Zukunft Hochwasser der Aare sicher und gefahrlos in den Bielersee abgeleitet wird.
Im Gebäude des alten Kraftwerks wird Turbine 5 nach ihrer
Revision als Restwasserturbine weiter betrieben. Drei der
alten Turbinen und Generatoren bleiben am aktuellen Standort eingebaut und bilden Teil eines Museums, das der interessierten Öffentlichkeit offen steht. Dem Naturschutz wird
im sensiblen Uferbereich des Bielersees speziell Rechnung
getragen. Im Zusammenhang mit dem Neubau werden
umfangreiche und ökologisch wertvolle Aufwertungs- und
Ersatzmassnahmen umgesetzt.
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 21
HS I HOCHSPANNUNG
Unterstation Hagneck
Die Unterstation nimmt für die regionale Energieversorgung
und für die Energieableitung des benachbarten Wasserkraftwerkes eine wichtige Funktion ein. Mehrere Anlageteile und
Komponenten der bestehenden Unterstation Hagneck sind
am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Mit der Erneuerung
des Kraftwerkes erhöht sich zudem die zukünftige Generatorleistung markant. BKW hat sich aus diesem Grund
entschieden, die Anlage an künftigen Bedürfnissen auszurichten und gesamthaft zu erneuern. Dies umfasst den
Neubau eines funktionalen Unterstationsgebäudes zum Einbau der GIS-Schaltanlagen 50kV und 16kV sowie der angebauten Trafostandplätze für zwei Transformatoren mit je 25
MVA Leistung. Die angeschlossenen Leitungen beider Spannungsebenen werden angepasst und in das neue
22 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
Gebäude eingeführt. Nach der Inbetriebsetzung der Unterstation werden die alten Anlagen und Gebäude rückgebaut.
Mit der Umgestaltung werden die Anforderungen der Bewilligungsbehörden betreffend Denkmal- und Umweltschutz
umgesetzt.
Vielfältige Arnold Leistungen – hüben wie drüben
Die Geschäftseinheit Hochspannungsanlagen wurde mit sämtlichen Anlagemontagen in der neuen Unterstation betraut. Die
Arbeiten starteten mit der Verlegung der Erdungen in den
Fundationen im März 2014. In einem engen Bauprogramm
wurden die neuen Schaltanlagen beider Spannungsebenen mit
allen Zusatz- und Nebenaggregaten montiert, verkabelt und
angeschlossen. Wie geplant konnten die Prüf- und Parametrierungsarbeiten für die Steuer- und Schutzsysteme der 16kV
HS I HOCHSPANNUNG
Anlage im Sommer 2014 gestartet werden. Mittlerweile steht
die Anlage in Betrieb und stellt die Eigenbedarfsversorgung
des neuen Wasserkraftwerkes sicher. Der Start der Prüfarbeiten der 50kV Anlage erfolgt ab Januar 2015.
Mit den gestaffelten Leitungsumhängungen und der Inbetriebsetzung der 50kV Anlage sowie der neuen Transformatoren soll die gesamte Unterstation im Frühjahr 2015 im
Vollbetrieb der Eigentümerin übergeben werden. Die bereits
ausgeführten und noch ausstehenden Kabelarbeiten werden
durch verschiedene Organisationseinheiten der Arnold AG
in Zusammenarbeit mit den Kabellieferanten ausgeführt.
Die enge Zusammenarbeit innerhalb der Arnold AG ermöglichte eine gute Koordination und den reibungslosen Ablauf
der verschiedenen Arbeitspakete. Wir sind zuversichtlich,
die noch ausstehenden Arbeiten weiterhin fristgerecht
durchzuführen.
Auch im benachbarten Wasserkraftwerk stecken Know-how
und wichtige Leistungen von Arnold. Seit einigen Wochen
beschäftigen sich unsere Inbetriebsetzungsspezialisten mit
der Planung und Koordination der anstehenden Inbetriebsetzungsarbeiten. Dabei arbeiten sie in engem Kontakt mit den
Engineering-Stellen der BKW, der örtlichen Bauleitung sowie
den Lieferanten und externen Dienstleistungserbringern.
Eine detaillierte Planung der Arbeitsabläufe sowie die fortlaufende Kontrolle der Arbeitspakete helfen mit, das umfangreiche Projekt auf Zielkurs zu halten.
Ein wichtiges Element bildet dabei die Generatorschaltanlage, ab welcher das neue Kraftwerk an die Unterstation angebunden wird. Verschiedene Organisationseinheiten bauen und
installieren Eigenbedarfssysteme, montieren Schaltanlagen
sowie Maschinentransformatoren und führen die Mittelspannungsverkabelungen zwischen den verschiedenen Anlageteilen aus. Unsere Inbetriebsetzungs- und Schutzspezialisten
prüfen die einzelnen Anlageteile und setzen Eigenbedarfssysteme in Betrieb. Damit werden die Voraussetzungen für
die weiteren Prüf- und Inbetriebsetzungsarbeiten der Kraftwerkstechnik geschaffen. Nebst der Inbetriebsetzungsleitung
für das Kraftwerk werden ab Januar 2015 auch operative
Inbetriebsetzungsleistungen durch unsere Fachspezialisten
erbracht.
Dank
Arnold AG bedankt sich bei der Bielersee Kraftwerk AG sowie
bei den Geschäftsfeldern Netze und Hydro der BKW für das
erneute Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in der
Realisierung der verschiedenen Teilprojekte. Unser Dank gilt
aber auch den Lieferanten, in deren Auftrag wir als Sublieferanten unsere Dienstleistungen erbringen durften. Es freut
uns, die Erneuerungen der Anlagen mitgestalten zu dürfen,
das neueste Kind der BIK/BKW-Familie aus der Wiege zur
Taufe zu begleiten!
» Felix Häberli, Gesamtprojektleiter Hochspannungsanlagen
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 23
HS I HOCHSPANNUNG
ERSATZ DER ENERGIEABLEITUNG GRIMSEL KRAFTWERKE
In den vergangenen zwei Jahren durften wir im Auftrag von Brugg Kabel AG die
220 kV Energieableitung und Maschinentransformatorverbindungen der Kraftwerke
Grimsel I und Grimsel II der KWO in mehreren Etappen erneuern.
In einer ersten Phase wurde eine der beiden bestehenden
220 kV- Ölkabelleitungen, die das Abspannportal mit der
bestehenden GIS-Anlage im drei Kilometer entfernten
Kavernenkraftwerk verbindet, getrennt. Die Ölkabelleitung
zum Abspannportal wurde mit neuen XLPE-Kabel und ÖlKunststoff-Übergangsmuffen mit der neuen GIS-Anlage verbunden. Auch der Anschluss zur bestehenden GIS-Anlage
wurde genutzt, um mit XLPE-Kabel und Öl-Kunststoff-Übergangsmuffen eine Verbindung zur neuen GIS-Anlage zu
erstellen.
Im Anschluss konnte die erste MaschinentransformatorVerbindung erneuert werden. Die bestehenden Ölkabelleitungen wurden umweltgerecht demontiert und entsorgt. Der
Ersatz dieser Verbindungen mit neuen XLPE-isolierten
Kabeln brachte einige Herausforderungen mit sich. Wie bereits
in der ersten Etappe gestaltete sich die Logistik äusserst
schwierig, da der Grimselpass zu dieser Jahreszeit nicht
befahrbar ist und alles Kabelverlegematerial sowie Spezialwerkzeuge und die neuen Kunststoffkabel mit der Seilbahn
oder im unterirdischen Stollen transportiert werden mussten.
Die Arnold AG durfte auch die neuen Kabelgerüste sowie alle
Befestigungssysteme designen, liefern und montieren. Die
Verlegung der Kunststoffkabel über mehrere Stockwerke und
durch einen Kabelstollen konnte durch den Einsatz einer
24 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
speziell angefertigten elektrischen 3.8 t Zugmaschine, Kabelfördergeräten und Kabelverlegematerial effizient und ohne
Zwischenfälle durchgeführt werden. Durch den Einsatz von
erfahrenen Montageteams konnten alle Etappen termingerecht und nach den anerkannten Regeln der Technik an die
Kraftwerke Oberhasli übergeben werden.
Um die Ausschaltzeiten möglichst kurz zu halten und den
Betrieb garantieren zu können, wurde jedes Jahr eine weitere Maschinentransformatorleitung ausgewechselt. Im Jahr
2015 wird noch die letzte Maschinengruppe erneuert. Das
Kraftwerk Grimsel I wird diesen Winter auch mittels neuen
XLPE-Kabel und Öl-Kunststoff-Übergangsmuffen von der
bestehenden Ölkabelleitung auf die neue GIS-Anlage geführt.
Trotz zahlreichen Risiken bei der Demontage und Neumontage konnten die Arbeiten ohne nennenswerte Unfälle durchgeführt werden. Dies ist den Spezialisten der Arnold AG vor
Ort, der guten Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der
KWO und Brugg Kabel AG sowie den umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen zu verdanken.
» Stefan Weyermann, Bauleiter Hochspannungskabel
» Simon Eberhart, Monteur Hochspannungskabel
HS I HOCHSPANNUNG
WINDMESSMAST PRÉ RICHARD
Ein Windmessmast auf dem Montoz, in der Gemeinde Court, wird künftig Daten an
Meteotest liefern. Der 83 Meter hohe Mast wurde von der BKW AG und der Arnold AG
in partnerschaftlicher Zusammenarbeit errichtet.
Der Energie Service Biel (ESB) will mit Meteotest Windmessungen für einen Windpark im Gebiet Pré Richard auf dem
Montoz durchführen. Dazu erstellte die BKW AG mit der
Arnold AG einen Windmessmast von 83 Metern Höhe, an
welchem Meteotest seine Messgeräte montiert hat und nun
die Messungen durchführt.
Die ersten 23 Meter wurden von Hand errichtet. Anschliessend haben wir drei Teilstücke mit einer Höhe von je 20
Metern mit dem Hubschrauber angeflogen und montiert.
Insgesamt wurden vier Teilstücke aufeinander montiert, bis
der Mast seine Höhe von 83 Metern erreichte.
ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15 25
HS I HOCHSPANNUNG
Der Mast wurde alle 20 Meter auf drei Seiten abgespannt. Die
Verankerungen bestehen aus drei sogenannten «Toten
Männern», wie wir die Holzstämme umgangssprachlich
nennen, und befinden sich circa 63 Meter vom Mast entfernt.
Diese Holzstämme mit einem Durchmesser von 35 bis 45
Zentimetern und 3,5 Metern Länge werden in einer Tiefe von
etwa 3 Metern vergraben und bleiben nach dem Rückbau im
Boden. Für das Abspannen waren rund 850 Meter Stahlseil
notwendig.
Der Mast selbst besteht aus DQT-Stützenelementen, die zwei
Meter lang sind und verschraubt werden. Diese werden mit
dem Lkw so nahe wie möglich zum Messstandort transportiert. Der Zusammenbau wird dann mit Präzision durch den
Hubschrauber vorgenommen.
Die Montage mit dem Hubschrauber setzt schwache Winde
bis Windstille voraus. Der Pilot musste die einzelnen
20-Meter-Elemente während rund vier bis fünf Minuten
absolut still halten, damit diese von unserem Team verschraubt werden konnten. Damit das präzise Aufsetzen
reibungslos und speditiv verläuft, bedarf es eines eingespielten Teams, das jeden Handgriff beherrscht. Auch der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Montage- und
Hubschrauberteam kommt grösste Bedeutung zu. Der Hubschrauber kommt zum Einsatz, wenn die Zufahrt mit einem
Autokran nicht möglich ist oder zu teuer würde, weil eigens
eine Baupiste errichtet werden müsste.
Nach dem Stellen des Mastes wurden in Zusammenarbeit
mit Meteotest die Verkabelung vorgenommen und die Messgeräte getestet. Auf dem Mast befindet sich ebenfalls ein
sogenannter «Bat Corder» von Pro Natura, mit dem künftig
die Flugbewegungen von Fledermäusen gemessen werden.
Die obersten 20 Meter wurden wegen der Auflage des BAZL
(Bundesamt für Zivilluftfahrt) abwechslungsweise Rot und
Weiss gestrichen. Die Abspannseile wurden mit Fähnchen
versehen und auf der Spitze wurde ein rotes Blinklicht installiert. Dies nennt man «Mastbefeuerung». Diese Massnahmen mussten getroffen werden, um die Bewilligung vom
BAZL bezüglich Flugsicherheit zu erhalten. Es ist geplant,
die Messungen über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren
zu machen. Danach wird der Messmast wieder demontiert.
Die Arnold AG wurde mit der Montage dieses speziellen Windmessmastes betraut und wird auch die Demontage ausführen
dürfen. Wir danken Herrn Kurt Maegli für die Projektierung
und das Einholen sämtlicher Bewilligungen und den Auftraggebern für das Vertrauen, dieses interessante Projekt für sie
ausführen zu dürfen.
» Marc Schertenleib, Bauführer Hochspannungsleitungen
IMPRESSUM
Herausgeber: Arnold AG, Vorstadt 20, 3380 Wangen a. A., www.arnold.ch, arnold@arnold.ch, Tel. 032 631 77 77, Fax. 032 631 77 78
Layout & Gestaltung: business4you AG, Grenchenstrasse 5a, 2504 Biel/Bienne, www.business4you.ch
Fotos: Mitarbeitende Arnold AG, Thierry Porchet (S. 13), «collection tl» (S. 15) , Delfart Photography (S. 17)
Druck: W. Gassmann AG, Druck und Verlag, 2501 Biel
«Arnold informiert» wird klimaneutral und auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.
26 ARNOLD INFORMIERT | WINTER 2014/15
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