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Der Sonntag - Online Verlag GmbH Freiburg :: Image

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Schönen Sonntag!
Sonntagslektüre,
die Spaß macht.
Abwechslungsreich,
informativ, vielseitig,
lebendig.
Der Sonntag
18. Januar 2015
Leserservice 08 00/222 42 24 02 · www.der-sonntag.de
Der Sonntag
am Hochrhein
Endspurt im Stadionstreit
Wenn der Opa plötzlich tot ist
Harte Arbeit
n zwei Wochen entscheiden Freiburgs Bürger
über den Neubau eines Stadions für den SC FreiburgimFreiburgerWesten.EinBlitzkurszumStadionstreitundeinÜberblicküberdieGeschehnisse in dieser Woche auf den
SEITE 3
Die Schopfheimerin Nina Thömmes kommt
morgen nach Wehr, um im Rahmen einer Vortragsreihevon ihrer Arbeit als Trauerbegleiterin
für Kinder und Jugendliche zu berichten. Mehr
zum Thema lesen Sie auf
SEITE 4
Der SC Freiburg schuftet fleißig
im spanischen Trainingslager.
Mittendrin Neuzugang Mats
Möller Daehli (Foto), dervielverheißt.
SEITE 9
Die Tür zu Ihrem Tor
Zell · Schönauer Straße 64
Tel. (0 76 25) 9 18 83 92 · www.tueren-schoenauer.de
Die AfD zerfleischt sich selbst
Auch die südbadischen AfD-Kreisverbände sind sich nicht über eine Linie einig – „Genderisierung“ als großes Wahlkampfthema
Zurück zum Anti-EuroKurs? Oder doch lieber Anti-Islam? Mitte oder rechts?
Die Alternative für Deutschland in Baden-Württemberg soll sich bei ihrem Parteitag an diesem Wochenende entscheiden, wofür
sie steht.
KATHRIN GANTER
NINA LIPP
Auf ihrem Landesparteitag, der
gestern in Karlsruhe begonnen
hat und noch bis heute Abend
dauern wird, ging es gestern ordentlich zur Sache. Die rivalisierenden Flügel bezichtigten sich
in einer hitzigen Debatte mehrfach gegenseitig der Lüge. Der
Bundesvorsitzende Bernd Lucke
versuchte
schließlich
beschwichtigend einzugreifen. Lucke sagte laut der dpa, er sei bestürzt über das Klima, das auf
der Versammlung der 500 Mitglieder der Südwest-AfD herrsche. Statt sich in parteiinternen
Streitereien zu zerfleischen, solle sich die Partei Sachthemen
und den nächsten Wahlkämpfen
zuwenden. Ein neuer Parteivorsitzender war bis Redaktionsschluss noch nicht gewählt. Immerhin, berichtet die Freiburger
AFD-Sprecherin Elke Fein, sei es
ein sehr unterhaltsamer Parteitag. Und man habe sich darauf
verständigen können, dass künftig nur noch ein Vorsitzender die
Alternative für Deutschland in
Baden-Württemberg führen solle.
Schon seit Wochen schwelt der
Streit zwischen dem liberal-konservativen Flügel und dem rechten Flügel der Partei. Viele halten
den Vorsitzenden, den 56-jährigen ehemalige Referatsleiter im
Landesrechnungshof Bernd Kölmel, für zu moderat. Er steht für
eine liberale Wirtschaftspolitik,
seine Gesellschaftspolitik gilt als
konservativ. Der AfD-Kreisverband Waldshut steht hinter Kölmel. Laut Sprecher Bernhard Boll
genießt der Mann der Mitte am
Hochrhein „ungeteilte Unterstützung.“ Kölmels grundsätzli-
che Linie sei richtig, befindet
AfD-Sprecher Wolfgang Fuhl aus
Lörrach. Ganz anders sieht das
Hans-Albert Dürr, Sprecher der
Emmendinger AfD: „Ich würde
einen Neustart mit einem neuen
Vorstandsteam
befürworten.
Mein Favorit ist Professor Jörg
Meuthen, denn er versucht, einigermaßen die verschiedenen
Flügel zu einigen.“ Der Emmendinger Dürr wünscht sich den
Neustart auch vor dem Hintergrund, dass die Landes-AfD es
nur mit Müh, Not und Verspätung geschafft hat, den finanziellen Rechenschaftsbericht für
2013 auf den letzten Drücker am
31. Dezember 2014 einzureichen.
Der umstrittene Vorsitzende
Kölmel muss sich jetzt sogar offiziell als „Lügner, Halunke oder
Gauner“ aus den eigenen Reihen
beschimpfen lassen. In einer EMail des Ihringer Juristen Elias
Mößner an andere AfD-Mitglieder wurde er so bezeichnet. Anders als das Landgericht BadenBaden sah das Oberlandesge- So viel Einigkeit wie bei dieser Abstimmung gab es auf dem Landesparteitag in Karlsruhe gestern selten. Die AfD in Baden-Württemberg trägt
richt Karlsruhe in den Äußerun- heftige Flügelkämpfe aus.
FOTO: DPA
gen
keine
unzulässige
nen Ministerpräsidenten stellt.“ man den Kampf gegen die „Gen- Schweiz.“ Hans-Albert Dürr aus im Schwäbischen gesagt wurde,
Schmähkritik.
Kempf falle auf „dass gerade jü- derisierung“ aufnehmen möch- Emmendingen plädiert eben- da fragen Sie die Betreffenden
dische Parteimitglieder mit Sor- te: Einer der Konkurrenten des falls dafür, den Euro wieder zum am besten selber.“ Deutlichere
Pegida strahlt
ge auf eine unkontrollierte Zu- bisherigen Vorsitzenden Kölmel, Kernthema zu machen. Und die Worte sind da schon aus dem
nach Südbaden aus
–
wanderung aus muslimischen der Heilbronner Rainer Podes- Wirtschaft, denn seiner Mei- Kreisverband Waldshut zu höAuch die Frage nach dem Um- Kulturkreisen blicken, das sollte wa, nannte die in der Frauenbe- nung nach führt der Weg derzeit ren: „Herr Fiechtner fiel auch in
wegung verwurzelte „Gender- geradewegs in die Rezession.
gang mit Pegida ist in der man ernst nehmen“.
der Vergangenheit schon mehrLandes-AfD noch ungeklärt.
Und der AfD-Kreisverband Ideologie“ den „geistigen Ausfach durch eine untragbare
Dresden ist weit weg, dennoch Waldshut findet klare Worte ge- fluss von Spinnern mit einem „Populistischer
Wortwahl auf. Wir begrüßen den
sind Pegida und die AFD biswei- gen Pegida: „Die mit Pegida- kommunistischen Heile-Welt- Scharfmacher“
vom KV Stuttgart betriebenen
len gar nicht so weit von einan- sympathisierenden Gegenkan- Bild“. In die gleiche Kerbe schlägt –
Parteiausschluss“, erklärt Spreder entfernt: Zwar sei Pegida ein didaten Kölmels genießen in un- Volker Kempf: Mit der „Gender- Für mächtig Ärger in der Partei cher Bernhard Boll. Hans-Albert
Verein und habe nichts mit der serem Kreisverband keine Sym- Ideologie“ stehe und falle der sorgt auch der Streit um Hein- Dürr ist der Meinung, „es wäre
AfD zu tun, sagt Wolfgang Fuhl. pathien.“ Und Hans Albert-Dürr „Bildungsplan 2015“. Darin gehe rich Fiechner: Der Stuttgarter sinnvoll, wenn einige Leute die
Aber an den 19 Thesen der Pegi- aus Emmendingen warnt in Hin- es nicht nur um Toleranz sexuel- Afd-Vorstand hat am Donners- Partei verlassen würden“, damit
da sei „eigentlich nichts zu bean- blick auf den vorbestraften Pegi- ler Vielfalt, sondern auch um de- tag bekannt gegeben, den Stadt- wieder Ruhe einkehre und die
standen“. Da gebe es durchaus ada-Initiator Lutz Bachmann: ren Akzeptanz, was heißt, die ei- rat Fiechtner mittels eines Par- AfD die politische Arbeit wieder
Schnittmengen. Lapidar positio- „Die AfD tut gut daran, sich nicht gene Überzeugung aufzugeben, teiordnungsverfahrens aus der in den Mittelpunkt rücken könniert sich der AfD-Sprecher des mir Kriminellen an einen Tisch das auch noch fächerübergrei- Partei schmeißen zu wollen. Die- ne.
fend und unter Verkennung der ser hatte zuvor Stuttgarts grüKreises Breisgau-Hochschwarz- zu setzen.“
Das scheint so schnell nicht zu
Schamgefühle der Kinder.
wald, Volker Kempf aus Breisach:
nen Oberbürgermeister Fritz passieren, denn auch Heinrich
Auch Wolfgang Fuhl sieht die Kuhn als „miesen faschistoid- Fiechner meldete sich auf dem
„Da findet sich ein breites Mei- Wie geht man in
„Genderisierung“ als ein Thema, populistischen Scharfmacher“ Parteitag gestern wieder zu Wort
nungsspektrum.“ Und weiter: die Landtagswahl?
das die AfD unbedingt auf die bezeichnet und den Koran mit und kündigte an, ebenfalls für
„Spannend ist sicher, dass in –
Deutschland mittlerweile das Morgen will die AfD auf ihrem Liste der Wahlkampfthemen Hitlers „Mein Kampf“ vergli- das Amt des Vorsitzenden kandibürgerliche Lager zu unter- Parteitag auch die Weichen da- 2016 setzen solle. Des Weiteren chen. Ist so jemand für die Partei dieren zu wollen. Laut der dpa
schiedlichen Themen von ihrem für stellen, wie sie sich bei den die Grenzkriminalität und den tragbar? Volker Kempf, Sprecher bedauere Fiechner aber mittlerDemonstrationsrecht Gebrauch Landtagswahlen 2016 positio- Euro. Was der in der Landespoli- der AfD Breisgau-Hochschwarz- weile den Vergleich zwischen Komacht. Das wundert auch nicht nieren möchte. Weitgehend dar- tik für eine Rolle spiele? „Das wald, will dazu keine Meinung ran und „Mein Kampf“. Dieser sei
in einem Land, in dem die mehr- über einig scheint man sich bei sieht man ja gerade vor allem haben: „Ich muss mich als Bade- extrem unglücklich und unnöfach umbenannte SED schon ei- der AfD im Land zu sein, dass hier in der Grenzregion zur ner nicht zu allem äußern, was tig“ gewesen.
–
–
–
Wer sich über den freien Franken freut
Die Freigabe des SCHWEIZER FRANKEN bringt Turbulenzen, Geldgeschenke und viele Einkäufer
Länger die Zettel nicht werden: Schweizer Kundin am Samstag im
FOTO: DPA
Rhein-Center Weil am Rhein.
Auf die Frage, wer von der plötzlichen Loslösung des Franken
vom Euro am meisten profitiert,
muss der Freiburger VWL-Professor Oliver Landmann nicht lange
nachdenken: Die Schweizer Konsumenten, der grenznahe Einzelhandel und die deutschen
Grenzpendler (siehe Interview
auf Seite 7) . Letztere haben seit
Donnerstag nämlich plötzlich
eine Gehaltserhöhung um 20
Prozent erhalten – ganz ohne eigenes Zutun. Und da deutsche
Waren für Schweizer ebenso
plötzlich 20 Prozent billiger geworden sind – sogar bei Tiernahrung –, rüsteten sich Banken, Super- und Drogeriemärkte, aber
auch Schweizer Verkehrsbetriebe auf einen Massenansturm. Es
gab Sonderzüge etwa nach Konstanz, und die Basler Tram fuhr
gestern doppelt so oft nach Weil
am Rhein. Der Ansturm war tatsächlich groß, mancherorts waren die Bankautomaten leer,
aber schlimmer – oder besser –
als an einem Adventssamstag sei
es auch nicht gewesen, sagten
Händler (siehe Seite 2).
Am Donnerstagmorgen hatte
die Schweizer Nationalbank völlig unerwartet die Loslösung
vom Euro bekanntgegeben. Diese war 2011 eingeführt worden,
als der teure Franken die Schweizer Exportwirtschaft zu bedrohen schien. Durch massenhaften Einkauf von Euro konnte die
Nationalbank den Kurs bei 1,20
Franken stabilisieren. Dies war
wegen des schwachen Euro zuletzt aber eneorm teuer geworden. Nach der Loslöung kostete
ein Euro plötzlich nur noch 86
Rappen, pendelte sich aber bei
RAZ
einem Franken ein.
2 AUS DER REGION
KURZ GEFASST
REFUGEES INTEGRATED
Infos über Flüchlingshilfe
Der Bad Säckinger Verein Refugees Integrated (RI) lädt am
22. Januar zur Informationsveranstaltung mit den Bürgermeistern der Gemeinden Rickenbach, Dietmar Zäpernick,
und der Gemeinde Albbruck, Stefan Kaiser. Beginn ist um
19 Uhr in der Orangerie im Schlosspark in Bad Säckingen. Der
Eintritt ist frei. Ziel ist, sich mit den Gemeindevertretern von
Albbruck und Rickenbach über deren praktische Erfahrungen
in der kommunalen Flüchtlingshilfe auszutauschen. Weitere
Informationen zum Thema auf www.refugees-integrated.org,
DS
Kontakt: info@refugees-integrated.org
„Wir haben wirklich
Besseres zu tun“
JOHANNES FECHNER
zur Debatte über Blasphemie
In dieser Woche hat sich eine hitzige Debatte über Blasphemie
entzündet. Kritiker fordern die
Streichung des entsprechenden
Paragrafen 166 des Strafgesetzbuches. Johannes Fechner, SPDBundestagsabgeordneter
aus
Emmendingen und Rechtsexperte seiner Fraktion, widerspricht.
Herr Fechner, warum setzt sich
die säkulare SPD dafür ein, dass
Gotteslästerung ein Straftatbestand bleibt?
Das tun wir nicht.
Die Vorschrift, die
Sie meinen, bestraft nicht Gotteslästerung.
Sondern?
kannt.
Brauchen wir wirklich solche
Gesetze?
Jedenfalls nicht zur Terrorbekämpfung. Deshalb sind die Anschläge von Paris kein Anlass,
darüber zu diskutieren, ob wir
diese Vorschrift abschaffen sollen. Wir haben wirklich Besseres
zu tun.
Das kann man für den Augenblick gelten lassen – so argumentieren die Grünen.
Zu einem späteren Zeitpunkt
könnte man den
Paragrafen aus
dem Jahr 1871
aber auf den Prüfstand stellen.
Beschimpfungen
Die Parteien, die
von Religionsgejetzt die Abschafmeinschaften in eifung fordern, stelnem Ausmaß, dass
len die Situation
der
öffentliche
vollkommen überFriede gefährdet
zogen dar. Wenn
ist, sollen bestraft
Sie eine Umfrage
werden. Selbstver- Rechtsexperte Johannes
machen würden
ständlich will die Fechner FOTO: KRAMBERG unter Journalisten,
SPD Satire und Kriwette ich, dass die
tik an Kirchen und Religionsge- allermeisten antworten würden,
meinschaften weiterhin ermög- von diesem Paragrafen noch nie
lichen. Da darf auf keinen Fall die gehört zu haben.
Keule des Strafrechts ausgepackt
werden.
Der Kabarettist Dieter Nuhr hat
erst vor kurzem von diesem PaWieso macht der Gesetzgeber
ragrafen gehört. Nach einer Anaber einen Unterschied zwischen
zeige eines Moslems hat die
Religionsgemeinschaften und
Staatsanwaltschaft gegen ihn
anderen Parteien und InstituErmittlungen eingeleitet.
tionen?
Die Strafanzeige war völlig unDa wird kein Unterschied ge- nötig. Das Verfahren ist ja auch
macht. Religionsgemeinschaf- eingestellt worden.
ten müssen auch nach dieser
Vorschrift Spott und Satire ertraWelche gesetzgeberischen Maßgen. Schutzgegenstand des Paranahmen sind für Sie dringlicher?
grafen 166 sind nicht in erster Linie die Kirchen, sondern der öf- Wir müssen Strafbarkeitslücken
fentliche Friede. Wer auch im- bei der Terrorismusbekämpfung
mer diese Vorschrift mit schließen. Wir werden einen eiwelchem Hintergedanken ge- genen Straftatbestand schaffen,
schaffen hat, wollte den öffentli- um die Finanzierung von Terrochen Frieden schützen und nicht rismus unter Strafe zu stellen.
eine Gruppierung. Es ist einevöl- Zum andern wollen wir die Auslig überdrehte Diskussion. Ich reise von Dschihadisten verhinhalte sie für überflüssig. Es geht dern, damit die nicht im Ausland
um einen Straftatbestand, der das kriegerische Handwerk lerkeine kriminalpolitische Rolle nen – und dann zurückkommen
spielt. Es geht um reine Symbo- und hier Anschläge verüben, wie
lik. In Zeiten, in denen jüdische jetzt in Frankreich. Das wird
Einrichtungen und auch Mo- noch im Januar beschlossen.
scheen angegriffen werden, ist es Diesen Personen soll der Reiseaber das falsche Signal, diesen und Personalausweis entzogen
Paragrafen zu streichen – der öf- werden können, um sie an der
fentliche Frieden und die Religi- Grenze stoppen zu können. Zum
onsgemeinschaften sind zumin- anderen wollen wir die Ausreise
dest symbolisch geschützt.
mit terroristischen Absichten
unter Strafe stellen, etwa für den
Dieses Argument lässt sich umBesuch eines Terrorcamps. Die
drehen: Wenn der Paragraf keine schärfsten Gesetze nutzen aber
Relevanz hat, warum streicht
nichts, wenn es nicht das nötige
man ihn nicht, um symbolisch
Personal bei den Strafverfoldie Pressefreiheit zu betonen?
gungsbehörden gibt. Die SPD hat
durchgesetzt, dass beim GeneDieser Ansicht bin ich nicht, weil ralbundesanwalt mehr Stellen
Presse- und Meinungsfreiheit in geschaffen werden, speziell für
überhaupt keiner Form in dieser die Bekämpfung des islamistiVorschrift beeinträchtigt sind. schen Terrorismus.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE
Mir sind auch keine VerurteilunKLAUS RIEXINGER
gen nach dieser Vorschrift be-
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Riesenansturm bleibt aus
Der billige Euro beschert dem EINZELHANDEL mehr Umsatz, sorgt aber nicht für Chaos
Schwierigkeiten mit sich. Kalt erwischt hat es die Stadt Bad Säckingen, wie die Badische Zeitung berichtete. Bad Säckingen
ist mit 13 Millionen Euro in Franken verschuldet. Nach Ansicht
der Stadt ist eine Umschuldung
derzeit unrentabel, man hofft,
dass sich der Euro gegenüber
dem Franken wieder aufwertet,
um die Kredite ohne Verluste
loswerden zu können.
„Ich hätte gedacht, heute ist
wesentlich mehr los“, sagt ein
junger Mann vor der Volksbank,
der in Bad Säckingen wohnt, seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Während am
Freitag wohl kurzzeitig bei den
Banken ein Engpass an Euronoten herrschte, sind die Bankautomaten am Samstag nahezu
verwaist. Einige deutsche Banken haben sich mittlerweile gewappnet und bei der Bundesbankfiliale in Freiburg höhere
Beträge bestellt.
In den Parkhäusern in Bad
Säckingen tummelten sich
am Samstag zahlreiche
Schweizer Kennzeichen, die
Händler stellten einige der
grünen Ausfuhrscheine aus
– doch der große Ansturm
am Hochrhein nach der
Freigabe des Frankenkurses
blieb aus.
SINA GESELL
KATHRIN GANTER
„Im vierten Stock habe ich noch
nie geparkt“, sagt Claude Belz,
„heute ist es schon voller als
sonst.“ Der 48-jährige Schweizer
und sein 13-Jähriger Sohn Matthia stehen im Parkhaus Lohgerbe in Bad Säckingen, wo sich
Kennzeichen BE, BS, AG aneinanderreihen. „Wir kommen öfter
zum Einkaufen nach Bad Säckingen“, sagt Belz, der gerade mit
Matthia beim Friseur war. Als
Konsument freue er sich natürlich, dass das Einkaufen in
Deutschland nach der Freigabe
des Frankenkurses nun noch
günstiger sei als zuvor. Doch die
Bedenken überwiegen, sagt er
und spricht von negativen Auswirkungen auf die Schweizer
Wirtschaft und den Tourismus.
So wie Claude Belz geht es vielen, die am Samstagnachmittag
durch die Bad Säckinger Innenstadt schlendern. Wesentlich
mehr als einem gewöhnlichen
Samstag scheinen es aber nicht
zu sein. Es gibt noch freie Plätze
in den Parkhäusern, an den Kassen muss man vielleicht etwas
länger warten als üblich.
Im Schmidts Markt im Lohgerbe-Einkaufszentrum sind alle
Kassen geöffnet – „ganz normal
–
„Ich hätte gedacht,
es ist wesentlich mehr los.“
–
Alexandra Paluchowski, Mitarbeiterin in einem Bad Säckinger Modegeschäft, füllt am Samstag ein paar mehr der beliebten grünen Ausfuhrscheine aus als sonst.
FOTOS: SINA GESELL
an einem Samstag“, sagt Marktleiter Stefan Setz. „Es ist schwer
abzuschätzen, ob mehr Schweizer kommen.“ Die, die sowieso
schon kommen, würden nicht
mehr einkaufen, vermutet er.
„Natürlich würden wir uns freuen, wenn wir mehr Umsatz mitnehmen können.“Dass das aber
von Dauer sei, bezweifle er. Ab
und zu surrt der Drucker, der einen der beliebten grünen Zettel
zur Mehrwertsteuerrückerstattung
ausspuckt,
zwei
junge Frauen, die
Schweizerdeutsch
miteinander reden,
packen ihren Großeinkauf in Taschen.
Größer
noch
scheint die Freude
bei den Bad Säckinger Modeläden zu
sein. „Ein wenig
mehr Umsatz maParkplatzsorgen musste man in Bad Säckingen chen wir seit Freitag
nicht haben.
schon“, sagt Street-
One-Filialleiterin Sabine Lehmann. „Die Schweizer Kunden
sind gerade sehr euphorisch und
geben mehr Geld aus.“ Anstatt
einer Jeans kauften viele ein ganzes Outfit. Lehmann wertet das
allerdings als Anfangseuphorie.
Ähnlich sieht es im Modehaus
May aus. Hausleiterin Melanie
Nüchtern gibt zu verstehen, dass
sie nicht viel Zeit hat. An diesem
Samstag hat der Schlussverkauf
begonnen, zuvor kam die Nachricht über den Franken. „Für uns
ist es gleich doppelt gut“, sagt sie.
Das Personal habe sie allerdings
nicht extra aufgestockt. Familie
Obrest aus dem Kanton Aarau
schlendert durch das Geschäft
auf der Suche nach einem Anzug, der Sohn hat Kommunion.
„Ein gutes Timing“, sagt Thomas
Obrest.
So groß die Freude auf der einen Seite, so groß die Sorge auf
der anderen. Dass es den Mindestkurs von 1,20 Euro je Franken nicht mehr gibt, bringt
Etwas mehr scheint in Lörrach
und Weil los zu sein, doch auch
dort bleibt der ganz große Run
aus. Vor dem Zollamt Weil-Freidlingen gibt es keine langen
Schlangen. „Es ist nicht bedeutend viel mehr als sonst“, sagt ein
Zollbeamter. Aus Richtung
Schweiz stauen sich die Autos.
Auffällig ist, dass es mehr „fremde“ Kennzeichen gibt, als man
sie sonst in der Region sieht.
Zurück in Bad Säckingen: Vor
einem Drogeriemarkt stehen
zwei Schweizerinnen mit Zigarette in der einen, Einkaufstüten
in der anderen Hand. Besonders
Drogerieartikel sind in Deutschland wesentlich günstiger als im
Nachbarland. Kostet ein Herrendeo in der Migros in der Schweiz
knapp sieben Franken, so ist es in
deutschen Drogeriemärkten für
unter zwei Euro zu haben. Oder
für ein Duschgel, für das man in
der Schweiz drei Franken bezahlen muss, reichen in Deutschland 1,50 Euro. „So oft werden wir
aber nicht hier einkaufen“, sagt
eine der beiden, „wir geben unser
Geld dann doch lieber in der
Schweiz aus.“ Schließlich wollten
sie nicht nur die deutsche, sondern auch die heimische Wirtschaft unterstützen.
WAR NOCH WAS?
Die Woche vom 12. bis 17. Januar
Montag
Die BAUARBEITEN des Containerdorfs im Bad Säckinger Gewerbegebiet Trottäcker beginnen. Die Flüchtlingsunterkunft
soll Platz für 130 Menschen bieten. Vier Wohncontainerblöcke
sollen aufgestellt werden, Mitte
Februar sollen sie bezugsfertig
sein.
Dienstag
Mit einem falschen Fünfziger
kauft ein Mann in einem Laden
in Waldshut-Tiengen eine Flasche Wein, spaziert mit dem
Wechselgeld aus dem Geschäft –
und die Kassiererin erkennt den
Schwindel zu spät. Schon seit
Jahresbeginn sind gefälschte
FÜNFZIG-EURO-SCHEINE
im
Kreis im Umlauf, warnt die Polizei. Oft seien Gaststätten die
Leidtragenden.
Mittwoch
Drei Faustschläge soll ein 26-Jähriger aus Bad Säckingen seinem
Freitag
Ganz schön LUSTIG, denkt sich
ein Polizist, der seine Pressemitteilung mit der Überschrift
„Ganz schön schnell (kommt
man zu einem Fahrverbot)“
übertitelt. Darin beschreibt er,
dass seine Kollegen nachts in der
Bad Säckinger Schaffhauser Straße einen Mercedes mit über 100
Kilometern pro Stunde erwischt
haben. Dies sei auch nach Abzug
der Messtoleranzen ein Verstoß,
Dauerthema Fluglärm: Die geplagten Landkreise erheben Einspruch
der mit 200 Euro Bußgeld, zwei
gegen das neue Betriebskonzept des Flughafens Zürich.
FOTO: DPA Punkten im Fahreignungsregister und mit einem einmonatiNachbarn versetzt haben. Vor EINSPRUCH gegen das vom Air- gen Fahrverbot geahndet wird.
dem Amtsgericht erscheint der port Zürich geplante neue Be60-Jährige jedoch mit einer er- triebskonzept, wie die Nachrich- Samstag
heblichen ALKOHOLFAHNE, wie tenagentur dpa mitteilt. Heute
die Badische Zeitung berichtet. läuft die Einspruchsfrist ab. Die Aus den Räumen in der VILLA
Der Angeklagte bestreitet nüch- beantragte Verlegung der Flug- BERBERICH in Bad Säckingen
tern die Tat – und wird freige- routen führe zu einer weiteren klingen wunderbare, fröhlichsprochen.
Belastung der deutschen Seite, wehmütige Töne: Es sind Klezteilen die Landräte der vier be- mers Techter, die im Rahmen
troffenen Landkreise am Mitt- des Grand Salon 2015 in der
Donnerstag
woch mit. Sie fordern Verkehrs- Trompeterstadt gastieren. DiDie von Schweizer Fluglärm ge- minister Alexander Dobrindt Klezmer-Frauenmusikgruppe
plagten Landkreise im südlichen (CSU) dazu auf, sich dem Wider- spielt traditionelle Klezmer-LieBaden-Württemberg erheben spruch anzuschließen.
der.
NIL/SGE
DIE DRITTE SEITE 3
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Am 1. Februar können die Freiburger beim
Bürgerentscheid über den Neubau eines
Stadions (Bild links: fiktive Zeichnung, ohne Zusammenhang zu tatsächlichen Plänen) für den SC Freiburg abstimmen. Sowohl die Frage, ob der SC überhaupt ein
neues Stadion braucht, wie auch die Entscheidung für den Standort im Freiburger
Westen und die Finanzierung haben Befürworter und Gegner.
FOTOS: FOTOLIA
Spielfeld oder Magerrasen?
Wieso streitet Freiburg über ein neues STADION ? Eine Zusammenfassung für Neulinge, Auswärtige und entnervt Ausgestiegene
DIE FINANZIERUNG IST SOLIDE
UND TRANSPARENT, DIE VERWENDUNG VON STEUERGELDERN BLEIBT IM RAHMEN
Das Stadion selbst
kostet rund 70
Millionen Euro,
zur Finanzierung
bringt der SC Freiburg 15 Millionen
plus bis zu weiteren fünf Millio-
FAKTEN
DIE STADIONFRAGE ist nicht
neu in Freiburg. Schon Ende
der 90er Jahre denkt man über
einen Neubau nach, ein Standort Nahe des Tiergeheges Mundenhof ist bereits ausgewiesen. Der SC Freiburg investiert
dann aber doch noch einmal
in den letzten großen Umbau
des Dreisamstadions im Sommer 1999. Mit klagenden Anwohnern einigt man sich wenige Jahre später auf einen
Vergleich vor dem Verwaltungsgericht: Die Kapazität
von 25 000 Zuschauern darf
am jetzigen Standort nicht
überschritten werden. Im
Sommer 2009 beginnt der SC
erneut, neue Standorte zu sondieren, 2012 gibt er ein Gutachten in Auftrag, dessen Ergebnis lautet, dass ein Umbau
des bestehenden Stadions unwirtschaftlich ist. Der Gemeinderat fällt im selben Jahr den
Grundsatzentscheid für einen
Neubau. 2013 gründen sich
erste Bürgerinitiativen gegen
einen Stadionbau am Flugplatzgelände nahe dem Stadtteil Mooswald. Im November
2014 fällt der Gemeinderat
dennoch die Entscheidung,
dass der Neubau auf dem
Wolfswinkel genannten Areal
stattfinden soll – sofern ein
vorgeschalteter Bürgerentscheid keine gegenteilige Aussage tätigt. Um das Projekt zu
kippen, müsste eine Mehrheit
der Teilnehmer, die aber mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten auf sichvereinigt,
gegen den Bau des Stadions
stimmen.
JKI
nen ein. Vom Land kommen 11
Millionen, die Brauerei Rothaus
platziert eine sogenannte „stille
Einlage“ in Höhe von fast 13 Millionen Euro. Für die verbleibenden 26 bis 31 Millionen wird ein
Kredit aufgenommen. Die Baukosten zahlt der SC Freiburg über
eine Pacht ab. Für 80 Prozent des
Kreditvolumens bürgt die Stadt
Freiburg. Die Infrastruktur, Zufahrtsstraßen, Parkplätze oder
Beleuchtung, kostet rund 47 Millionen Euro, davon zahlt die
Stadt 39 Millionen Euro aus ihrem Haushalt, verteilt über mehrere Jahre, der Rest kommt aus
öffentlichen Töpfen des Landes
und von der Freiburger Wirtschaftsförderung.
Verschiedene Gegenrechnungen
sind während der
Debatte
aufgemacht worden. Einig sind sich alle
Kritiker, dass die Gesamtkosten
des Bauprojekts am Ende deutlich höher sein können als bisher
kalkuliert – dies zeige die Erfahrung mit zahlreichen anderen
Großprojekten. Sollte der SC
Freiburg die Kredite nicht zurückzahlen können – passieren
kann dasvor allem bei einem Abstieg in die dritte Liga, eventuell
auch bei explodierenden Kosten
–, haftet die Stadt als Bürge und
damit der Steuerzahler für die
Kredite. Mit Geld, das dann im
Haushalt fehlt. Auch der Wert
des Grundstücks, das die Stadt
für den Stadionbau bereitstellt,
ist nicht in der Kalkulation aufgeführt worden, obwohl diesen
Posten ebenfalls die öffentliche
Hand einbringt. Generell gehöre
Profifußball nicht zur DaseinsGrundversorgung, sagen Kritiker, und deswegen sollten keine
Haushaltsgelder dafür in Anspruch genommen werden.
FREIBURG UND SEINE BÜRGER
PROFITIEREN VOM STADION
Stadiongänger
bekommen eine
nach den Regeln
heutiger Stadionbaukunst
optimierte
Vergnügungsstätte mit bester Sicht und
moderner Infrastruktur. Zudem
sinkt die Gefahr, im Stau stecken
zu bleiben, für Auswärtige vor al-
lem aus dem Rheintal wird die
Anreise einfacher.
Aus einem erfolgreichen und
über die Fernsehsender in alle
Welt verbreiteten Spielbetrieb
des SC Freiburg erwächst der
Stadt auf die Dauer ein Imagegewinn. Dieser Imagegewinn, so
die Rechnung, führt letztlich zu
höheren Besucherzahlen, zu Einnahmen für Gastronomie und
Hotellerie und sorgt somit für
höhere Steuereinnahmen. Außerdem ist der Verein selbst Arbeitgeber und Steuerzahler, der
jedes Jahr etliche Millionen Euro
für Steuern und Sozialabgaben
ausgibt.
Belastbare Zahlen
über eine Wechselwirkung zwischen
Fußball,
Imagegewinn und Einnahmen
gibt es nicht. Fußballübertragungen aus Freiburg hätten für
Freiburgs Beliebtheit nicht annähernd die Bedeutung wie die
naturräumliche Lage, die Schönheit von Stadt und Landschaft
oder die Vorzüge der Universitätsstadt. Zudem könne der SC
Freiburg als Arbeitgeber keine
Sonderstellung einfordern. „Mit
diesem Argument könnte jeder
Industrie- und Gewerbebetrieb
oder sogar Privatleute in Freiburg ähnliche Forderungen für
sich geltend machen“, heißt es
auf der Webseite der Initiative
Freiburg-Lebenswert. „Die wirtschaftliche Bedeutung des SC
Freiburg ist nicht größer als die
vieler anderer Betriebe in Freiburg.“
JENS KITZLER
Original Schweizer
Käsefondue nach altem Hausrezept
„Brunch“
25. Jan. / 15. Feb. 2015
15. März / 12. April 2015
ab 10.30 Uhr mit Live-Musik mit der Gruppe
Crossfire Guitar-Music
G
Qualitätsgastgeber
d
DER STANDORT WOLFSWINKEL
IST DER BESTMÖGLICHE
Die Stadt hat 25
mögliche Standorte überprüfen
lassen, das Gelände in Flugplatznähe blieb am Ende
übrig. Der Lärmschutz sei mit
400 Metern Abstand zur Bebauung gewährleistet, ein Verkehrskonzept soll dafür sorgen, dass
am Spieltag nicht die Wohngebiete zugeparkt werden. Der nahe liegende Flugplatz kann weiter betrieben werden, besagen
die Gutachten, die Segelflugund Fallschirm-Sparte allerdings müsse weichen. Für gute
Verkehrsanbindung sorgen die
nahe S-Bahn-Strecke, die derzeit
noch im Bau befindliche Messelinie der Straßenbahn und der
direkte Anschluss an die vierspurige Umgehungsstraße. Und
Eingriffe in Flora und Fauna könne man durch Umsiedlung oder
Ausgleichsmaßnahmen kompensieren, sagt die Stadt.
Der Wolfswinkel bildet mit dem
Flugplatz eine Frischluftschnei-
se, die der Aufheizung des Stadtklimas
entgegenwirkt.
Folglich
darf sie nicht bebaut werden, argumentieren Kritiker. Auch Biotope und sogenannter Magerrasen würden durch den Bau vernichtet, der Wolfswinkel verliere
zudem Wert als Naherholungsgebiet. Die Segelflieger und Fallschirmspringer kritisieren, dass
ihre Vereine durch den Stadionbau in Freiburg ihre Sportstätte
wohl verlieren werden. Flugplatzleitung und Piloten sehen
die Flugsicherheit beeinträchtigt. Die Bewohner des rund 400
Meter entfernten Stadtteils
Mooswald fürchtenwährend des
Spielbetriebs Lärmemissionen,
zugeparkte Wohnstraßen und
marodierende Fangruppen in
ihren Wohngebieten.
r Wanderverban
DER SC FREIBURG BRAUCHT
EIN NEUES STADION
Ohne, sagt der SC
Freiburg, sei man
auf Dauer nicht
konkurrenzfähig.
Die Kapazität am
jetzigen Standort
ist auf maximal 25 000 Zuschauer begrenzt, auf eine veränderte Nachfrage nach VIP-Logen, Familienplätzen oder Stehplätzen kann der Verein nicht
reagieren, Verbesserungen am
unkomfortablen Gästebereich
sind nicht möglich. Ein kompletter Umbau am derzeitigen
Standort ist unwirtschaftlich,
das sagt eine vom SC in Auftrag
gegebene Studie.
Für den Erstligabetrieb im aktuellen Stadion bekommt der SC
vom Ligaverband wegen nicht
regelgerechter Platzdimensionen und schlechter Infrastruktur schon länger nur noch Ausnahmegenehmigungen.
Das
Stadion liegt mitten in einem
Wohngebiet, die Verkehrssituation im Freiburger Osten ist für
Großveranstaltungen generell
sehr ungünstig.
Nur bei wenigen
Spitzenspielen in
der Saison ist das
Stadion
überhaupt
ausverkauft, argumentieren Kritiker wie beispielsweise jene aus der Gruppierung
Freiburg Lebenswert – für eine
Ausweitung der Zuschauerkapazität scheint folglich kaum Bedarf. Dass die Ausnahmegenehmigung eines Tages nicht mehr
erteilt wird, hat die Deutsche
Fußballliga (DFL) bisher öffentlich nicht erklärt, tatsächlich, sagen Kritiker, ist es eher unwahrscheinlich, dass die DFL ausgerechnet einen so solide wirtschaftenden Verein wie den SC
Freiburg vor die Tür setzt. Die
Einnahmemöglichkeiten durch
VIP-Lounges sind im VIP-armen
Breisgau gering, der Verein
selbst hat nie dargelegt, was er
sich zu erlösen erhofft.
(c) Deutsche
I
n zwei Wochen stimmen Freiburgs Bürger über den Neubau eines Stadions für den SC
Freiburg im Westen der Stadt ab.
Die seit vielen Monaten laufende Debatte ist komplex, zur
schnellen Übersicht hat Der
Sonntag noch mal Argumente
und Gegenpositionen aus dem
Wahlkampf
zusammengetragen.
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag ab 10.00 Uhr
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4 AUS DER REGION
GESICHT DER WOCHE
KÜFERMEISTER EUGEN BÜRGIN
BegehrteWeinfässer
E
in Denkmal hat er sich und schen ist der 76-Jährige im Ruseinem aussterbenden
hestand. Doch das KüferhandHandwerk gesetzt, direkt
werk lässt ihn nicht los.
am Eingang des lieblich gelege- Im Keller des stattlichen Blannen Weinorts Britzingen. Fünf
kenhorn-Palais im Zentrum
alte Barriquefässer
von Müllheim hat
hat Küfermeister
Eugen Bürgin sein
Eugen Bürgin her„Reich des Küfers“
gerichtet, eines daeingerichtet. So
von mit dem badisteht es auf dem
schen Wappen behölzernen Willmalt und sie auf eikommensschild
gens angefertigten
der Ausstellung,
Holzbalken zu eidie zum Stadtmuner Art Fasspyraseum gehört. Mehr
mide angeordnet.
als hundert verDoch diese Woche
schiedene Hobel
meldete die PoliEugen Bürgin FOTO: DAG („für jeden Fassrazei: Die Fässer sind
dius braucht es eiverschwunden. Von den Dieben ne andere Rundung“) und einiund ihrer Beute fehlt jede Spur. ge Zirkel sind zu bewundern,
Zunächst habe der Ortsvorste- zwei jahrhundertealte Weinher bei ihm angerufen, erzählt pressen und natürlich jede
Bürgin, „weil er dachte, ich hätte Menge Fässer. „Jetzt zeig ich Ihdie Fässer mit in die Werkstatt
nen mal was“, sagt Bürgin und
genommen, um ihnen einen
führt an das Ende des Gewölbeneuen Anstrich zu verpassen.
kellers. Dort hinten unter der
Aber ich musste ihn enttäuDecke hängt ein Fassdeckel.
schen.“
Darauf gemalt ist ein blau geEugen Bürgin hat das Holzfäskleideter Küfermeister, der
sermachen Anfang der 50er
stolz an einem schmuckvollen
Jahre erlernt, kurz bevor dem
Fass lehnt. „Sind das Sie?“ – „Ja.
Beruf die Kunststoff- und späIst doch schön, oder?“, antworter die Edelstahlfässer den Gar- tet Bürgin und beginnt zu grinaus machten. Schon sein Vater sen. „Das war das sechste Fass.“
und Großvater waren Küfer.
Erst vor ein paar Wochen habe
Damals gehörte zu dem Beruf
er es abgebaut. Denn nicht alle
auch das, was heute der Keller- Britzinger wollten ihn auf der
meister macht. Als solcher
Spitze der Fasspyramide am
konnte Bürgin dann in der
Ortseingang sehen. Zum Glück.
Schweiz arbeiten. 1976 kam er
Sonst hätten es jetzt die Diebe.
zurück nach Südbaden. Wegen „Das unerwünschte wurde geseines Rheumas musste er die
rettet“, freut sich Bürgin. Im
Arbeit im Weinkeller aufgeben Museumskeller ist es einigerund wurde Gastwirt. Inzwimaßen sicher. DANIEL GRÄBER
Hochzeitsmesse
in Rheinfelden
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Wenn Opa plötzlich weg ist
Nina Thömmes aus Schopfheim begleitet Kinder, die mit dem TOD konfrontiert sind
können für kurze Zeit vergessen
und ohne schlechtes Gewissen
spielen und lachen. Gut tut ihnen auch, dass sie mir alle Fragen stellen können, weil sie merken, dass sie mich damit nicht
belasten.
Im Rahmen einer Vortragsreihe der Schulsozialarbeit
kommt Nina Thömmes
morgen nach Wehr. In ihrem Heimatland Finnland
war sie Waldorflehrerin, in
Deutschland bildete sie sich
in systemischer Familientherapie und Psychotraumatologie weiter. Seit 2010
ist sie gemäß den Standards
des Bundesverbandes Trauerbegleitung zertifizierte
Trauerbegleiterin.
Neben der Einzelbetreuung bieten Sie „Erinnerungsgruppen“.
Worum geht es dort?
Frau Thömmes, Sie begleiten
Kinder und Jugendliche, die einen
Angehörigen verloren haben,
in ihrer Trauer. Worin unterscheiden sich Kinder von Erwachsenen
bei ihrer Reaktion auf den Tod
eines geliebten Menschen?
Die Reaktionen sind höchst unterschiedlich – und das ist für die
Erwachsenen oft schwer auszuhalten. Manche Kinder weinen
viel, andere verhalten sich sehr
unauffällig, wieder andere reagieren aggressiv, manche machen wieder ins Bett. Wichtig zu
begreifen ist: Es gibt kein richtiges oder falsches Verhalten. Den
Tod von Familienmitgliedern erleben Kinder oft als so drastisch,
dass sie den Schmerz zum
Selbstschutz verdrängen müssen. Dann ist es Aufgabe der Erwachsenen, das Kind zu unterstützen.
Nina Thömmes und ihr finnischer Lapphund Pekko.
für Ihre Arbeit eingerichtet. Ist
es nicht besser, wenn sich die
vertrauten Familienangehörigen
in dieser für alle schwierigen
Phase um das Kind kümmern?
Natürlich, theoretisch haben
Sie recht. Aber oft können trauernde Eltern, die eine Beerdigung organisieren müssen und
mit der eigenen Trauer ringen,
ihrem Kind nicht die Zuwendung und Aufmerksamkeit geben, die es braucht. Dazu
kommt, dass Kinder sehr feinWie kommt es zu diesen höchst
fühlig sind und ihre Eltern nicht
unterschiedlichen Reaktionen?
zusätzlich belasten wollen – indem sie sich zurücknehmen und
Das hängt stark vom Alter eines versuchen, mit der Situation alKindes ab. Ist ein Kind noch in leine fertig zu werden.
der „magischen Phase“, ist es
noch nicht in der Lage, Ursachen
Wie spricht man mit Kindern
und Zusammenhänge zu ratiorichtig über den Tod?
nalisieren. Dann kann es sein,
dass das Kind glaubt, an dem Tod Erwachsene umschreiben die
eines geliebten Menschen eine Tatsache des Todes gern, so heißt
Mitschuld zu tragen, weil es auf es zum Beispiel in Todesanzeiden oder die Verstorbene böse gen: „Er ist von uns gegangen“.
oder sauer war und ihn oder sie Doch Kinder, vor allem Vorschulvielleicht sogar weggewünscht kinder, nehmen oft wörtlich, was
hat. Häufig leiden diese Kinder sie hören. Sie reiben sich an dieunter großen Schuldgefühlen, sen Bildern, weil ja Mama und
trauen sich aber nicht, sich je- Papa auch immer wieder gehen.
mandem anzuvertrauen.
Die Kinder quält dann die Frage,
ob die eines Tages auch nicht
In Ihrem Wohnhaus im Schopfwiederkommen. Oder es heißt
heimer Ortsteil Wiechs – einem
„Opa ist eingeschlafen.“ Das aber
mehr als 300 Jahre alten Baukann Kinder sehr erschrecken,
ernhaus – haben Sie einen Raum wenn sie sich vorstellen, dass der
FOTO: LIPP
schlafende Großvater in einem
Sarg eingesperrt beerdigt wird.
Auch der Ausdruck „Oma ist auf
eine lange Reise gegangen“, kann
für Verwirrung sorgen, wenn
sich das Kind fragt, warum sie
sich nicht verabschiedet hat und
warum sie nicht zurückkommt.
Welche Rolle spielt Pekko, Ihr
Es ist wichtig den Kindern Klarfinnischer Lapphund?
heit zu geben, was „Tot sein“ bedeutet.
Er hilft, die Distanz zu überwinden. Die meisten Kinder lieben
Wie kann man sich die TrauerTiere und freuen sich, wenn sie
begleitung vorstellen?
den Hund kraulen können, ihm
Leckerlis geben dürfen und kleiDie Kinder, die zu mir kommen, ne Spielchen mit ihm machen.
waren bis jetzt zwischen fünf Über den Hund entsteht auch eiund fünfzehn Jahre alt. Je nach- ne Beziehung zu mir. Er ist ein
dem, wo sie gerade in ihrem ausgebildeter Sozialhund – die
Trauerprozess stehen, arbeiten Ausbildung absolvierten wir an
wir an unterschiedlichen The- der Blindenführhundeschule in
men. Gerade kleineren Kindern Allschwil.
tut es gut, wenn sie hier im Rollenspiel mit Puppen und Tieren > VORTRAG von Nina Thömmes
ihren Verlust bewegen können. am Montag, 19. Januar, in der
Walther-von-KlingenWenn ein Familienmitglied Wehrer
stirbt, ist das für alle ein völliger Realschule, Beginn 18 Uhr, der EinBruch mit ihrer Normalität – tritt ist frei.
Kinder leiden in dieser Ausnahmesituation nicht nur unter der > Die GRUPPENTERMINE finden
eigenen Trauer, sondern auch wöchentlich oder vierzehntägig zu
darunter, dass es dem Rest der vereinbarten Terminen statt, auch
Familie nicht gutgeht. Zu Hause Einzeltermine sind möglich. Finanist der Verlust sehr präsent und ziert werden sie vom Kinderschutzdie meisten Kinder verhalten bund Schopfheim. Anmeldung
sich sehr vorsichtig, um die Last und Info unter info@kinderschutzTelefon:
nicht zu vergrößern. Da kann der bund-schopfheim.de,
Raum bei mir wie eine Oase sein, 07622/63929 oder per Email an
wo man Kraft tanken kann. Sie nina.thoemmes@gmail.com
„Nicht kostendeckend“
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24./25. Januar 2015
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Sonntag 10 - 17 Uhr
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Müßmattstr. 85
Der regionale Fernsehsender TV SÜDBADEN stellt seinen Betrieb ein
Das lokale Fernsehprogramm TV
Südbaden hat am Freitag überraschend seinen Sendebetrieb eingestellt. Die Geschäftsführung
hatte die Mitarbeiter darüber
erst am Morgen informiert. TV
Südbaden war 2001 auf Sendung
gegangen.
Der Betrieb sei nicht kostendeckend darstellbar, so Geschäftsführer Christian Noll. TV Südbaden gehört zur Funkhaus Freiburg GmbH, ebensowie der lokale Radiosender Baden.FM, der
aber weiter betrieben werden
soll. Funkhaus Freiburg ist eine
Tochter des Funkhauses Nürnberg, eines der größten Funkhäuser Bayerns. Ein Hauptgesellschafter sind die Müller Medien, hinter denen der Telefonbuchverlag Oschmann steht.
„In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Mediennutzung
extrem verändert“, erklärte Noll.
Die schnellen Videonachrichten
im Internet hätte der Sender zu
Nach mehr als 13 Jahren ist Schluss, der regionale Fernsehsender TV
FOTO: EGGSTEIN
Südbaden verschwindet vom Bildschirm.
spüren bekommen. Problematisch wurde zudem, dass über
den
Hauptübertragungsweg,
das Kabelnetz, in Südbaden nur
noch 32 Prozent der Fernsehzuschauer erreicht werden können.
Medienkenner waren über das
Aus des Senders weniger überrascht. Sie verweisen auf das
schwierige wirtschaftliche Umfeldvon Medien im Allgemeinen
In den Gruppen geht es vorrangig um Erinnerungsarbeit und
die Erfahrung für die Kinder,
dass auch andere betroffen sind.
Erinnerungen sind sehr heilsam.
Wenn die Kinder an die Verstorbenen denken, können sie sie
nicht verlieren. Deshalb gehört
es zu jeder Sitzung, dass eine
selbstgestaltete Kerze in Gedenken an den Verstorbenen angezündet wird. Gerade kleine Kinder brauchen zur Erinnerung
weniger Worte, sondern Gegenstände, die sie mit dem Verstorbenen in Verbindung bringen
können. Das abstrakte Denken
setzt erst später ein. Deshalb gibt
es hier allerhand Spielzeug und
Material, mit dem die Kinder „Erinnerungsbilder“ gestalten können. So können die Kinder ein
Stück weit auch ihre Ohnmacht
angesichts des Todes bewältigen.
und für lokale private Fernsehsender im Besonderen.
Mit dem SWR habe TV Südbaden zudem eine starke TV- und
Radio-Konkurrenz vor Ort. Die
Lage könnte sich weiter verschärfen, wenn es den großen
Privatsendern wie RTL gestattet
werde, lokale Werbung zu senden, ohne lokale Fenster anbieten zu müssen.
RIX
WEHR
Podiumsdiskussion
zum Ärztemangel
Die FDP-Kreistagsfraktion und
der FDP-Ortsverband Bad Säckingen/Wehr veranstalten am
Mittwoch, 21. Januar, im katholischen Pfarrzentrum am Kirchplatz 1a in Wehr eine Podiumsdiskussion zum Thema Ärzteversorgung. Unter dem Titel
„Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum – Wohin geht die Reise?“ wird zunächst Landrat Martin Kistler mit einem Impulsreferat in das Thema einführen.
Anschließend diskutieren der
Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee, Dietmar Wieland, Dr. Gerhard Dieter, Facharzt für Innere Medizin, und der
FDP-Fraktionsvorsitzende Klaus
Denzinger. Moderatorin ist Martina Tröscher, Pressereferentin
der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Im
Anschluss gibt es Gelegenheit
für die Besucher sich auszutauschen. Beginn der Veranstaltung
ist um 19.30 Uhr.
DS
AUS DER REGION 5
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Bewachung rund um die Uhr
Keine Panik, aber große Besorgnis:
Nach den Attentaten von
Paris ist die Stimmung angespannter denn je. Rund
um die Uhr patrouillieren
Soldaten vor jüdischen Einrichtungen in Frankreich.
Auch in Deutschland werden Einrichtungen bewacht
– aber meist in Zivil.
ANNETTE MAHRO
Sie sind schwer bewaffnet, ernst
und sehr wortkarg, tragen
Kampfanzüge und behalten, wie
es scheint, alle Richtungen
gleichzeitig im Auge. Ab und zu
kommt eine Polizeistreife vorbei
zur kurzen Lagebesprechung,
dann verteilen sich die Soldaten
wieder. Im grenznahen SaintLouis bei Basel gibt es mehr zu
schützen als anderswo. Vor der
Synagoge des 20 000-Einwohner-Städtchens stehen die Wachmänner, die gleichzeitig das jüdische Gemeindehaus und die
Wohnung des Rabbiners im Blick
haben. Einige Straßenzüge weiter werden auch der Kindergarten und die Talmud-Thora-Schule gesichert. Auf die Frage, wo
hier bitte der koschere Lebensmittelladen sei, müssen die Soldaten passen. „Ein Kosher Shop?
Keine Ahnung.“ Was sie denn
hier aber bewachen? „Das Haus,
vor dem wir stehen.“ Es sei ihnen
nicht bekannt, was sich hinter
diesen Mauern befinde. So ist zumindest die offizielle Sprachregelung.
Während die 1907 eingeweihte Synagoge im Stadtzentrum
mit ihrem zweifarbigen Bandmauerwerk und den Zwiebeltür-
JÜDISCHE EINRICHTUNGEN
men sofort ins Auge fällt und
über dem Gemeindehaus immerhin ein Davidstern erkennbar wird, gibt die weiter am
Stadtrand gelegene Schule bestenfalls dann ein Stück ihrer Bestimmung preis, wenn sich kurz
eine Tür öffnet und in den Gängen Männer in schwarzen Anzügen und Kippa auf dem Kopf erkennbar werden. Kein Schild an
Tür gibt irgendeinen Hinweis,
und betreten kann das Gebäude
nur, wer erwartet wird oder den
Zahlencode kennt, über den sich
die Türen öffnen lassen. Solche
Vorsicht gibt es nicht erst seit
den jüngsten Anschlägen in der
französischen Hauptstadt. Auch
in der Grenzregion kommt es
immer wieder zu antisemitischen Schmierereien oder Grabschändungen auf den hier noch
vergleichsweise zahlreichen jüdischen Friedhöfen.
Seit dem Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse, bei
dem 2012 drei Kinder und ein
Lehrer ermordet wurden, hat in
ganz Frankreich auch die Auswanderung nach Israel wieder
deutlich zugenommen. 2014 waren es den offiziellen Zahlen zufolge 7000 der noch rund
600 000 Franzosen jüdischen
Glaubens, die sich zur Ausreise
entschlossen haben.
Ungeachtet des jüngsten Aufrufs des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Nethanjahu an die französischen Juden,
dorthin zu kommen, wo man sie
mit offenen Armen empfangen
werde, gibt es bei den aktuell
rund 3000 Süd- und 25 000
Nordelsässern jüdischen Glaubens aber, wie es scheint, kein
spürbar gesteigertes Streben ins
im Elsass werden nach den Pariser Anschlägen verstärkt geschützt
Soldaten mit Gewehr im Anschlag bewachen die Synagoge von Saint-Louis bei Basel.
gelobte Land. „Nach dem Zweiten Weltkrieg waren wir zufrieden, wieder zurückkommen zu
können“, erklärt Jacques Banner
als Präsident des Israelitischen
Konsistoriums im Departement
Haut-Rhin, und heute sei es dasselbe, die Juden wollten im Elsass
bleiben. „Wir haben keine Angst.“
Auch wenn die Dauerbewachung, unter der die landesweit
717 Schulen und religiösen Einrichtungen derzeit stehen, niemand als bloßen Aktionismus
ansieht, gibt es keine Anzeichen
von Panik. Auch auf deutscher
Seite, sagt Moshe Flomenmann,
der in Lörrach arbeitende Landesrabbiner für Baden, herrsche
„keine Panik, wir sind aber besorgt. Und die Besorgnis ist begründet.“ Anders als im zwölf Kilometer entfernten Saint-Louis
stehen keine Soldaten vor seiner
Synagoge. „Man sagt uns aber,
das Gebäude werde von Zivilpolizisten beschützt.“ Flomenmann hofft auch, dass das ausreichen möge. Ob er nach den
Pariser Anschlägen Bewachung
angefragt habe? „Wenn sich die
Situation zuspitzt, hoffe ich,
dass die Polizei von selbst
kommt und es nicht den Anruf
eines Landesrabbiners braucht.“
Auch Claude Yaacov Fhima
sagt: „Natürlich sind wir sehr beunruhigt, auch wenn das bei uns
Lückenschluss soll kommen
Die Abschaffung von DIESELLOKS bleibt erklärtes Ziel – doch wer zahlt wie viel?
Dass die Elektrifizierung der
Hochrheinstrecke sehr wahrscheinlich auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ verschoben ist,
war vor gut einer Woche in einer
schweizerischen Zeitung zu lesen. Die Basellandschaftliche Zeitung war darauf aufmerksam geworden, dass die Strecke am
Hochrhein ausgeschrieben ist –
für Dieselbetrieb.
Der Grund für die Ausschreibung ist, dass der Verkehrsvertrag des Landes 2016 ausläuft.
Daher fordert es im Amtsblatt
der Europäischen Union dazu
auf, Angebote einzureichen. Gesucht wird ein Eisenbahnunternehmen, das unter anderem die
Hochrheinstrecke betreibt – und
zwar mit Dieselloks. Denn die 74
Kilometer lange Strecke zwischen Basel und Erzingen kann
nur mit Diesel betriebenen Wagen befahren werden – für den
Strombetrieb müsste die Strecke
modernisiert werden. Neben der
Umweltbelastung hat das zur
Folge, dass es keine durchgehenden Verbindungen zu angrenzenden elektrifizierten Strecken
gibt. „Künftiger Dieselbetrieb
bremst die SBB aus“, titelten sogleich die Eidgenossen. Denn der
derzeitige Betreiber ist die Deutsche DB Regio. Auch die SBB
Deutschland – eine Tochterfirma der schweizerischen Bundesbahnen (SBB), ist an der Strecke
interessiert, aber nur, wenn sie
elektrifiziert wird. Seit 2003 betreibt die SBB Deutschland mit
schweizerischer Gründlichkeit
die trinationale Regio-S-Bahn im
Raum Basel – ein laut Verkehrsministerium „herausragendes
Erfolgsmodell grenzüberschrei-
FOTO: MAHRO
etwas weniger als in Paris der Fall
ist.“ Der Großrabbiner im Oberelsass weiß zwar von einigen Familien, die aktuell nach Israel
auswanderten, das habe aber andere Gründe als die jüngste Entwicklung und sei lange vorbereitet gewesen. Trotzdem sieht er,
dass sich der Hass noch einmal
weiter verstärkt hat.
Persönlich freut sich der Rabbiner zwar über die große Unterstützung und den massiven
Schutz, den die Juden in Frankreich derzeit seitens der Regierung erfahren. Andererseits
fürchtet Fhima aber auch, dass
gerade das Großaufgebot an Armee und Polizei und die schein-
bar bevorzugte Behandlung, die
man so erfahre, neue Ressentiments schüren könnten. Bekanntlich stehen die Franzosen
dem Staat und aller Obrigkeit
auch kritischer gegenüber als
andere, so der Rabbiner.
Und die Bewegung „Je suis
Charlie Hebdo“, kann er die unterstützen? „Natürlich unterstütze ich normalerweise Zeitungen mit blasphemischen Inhalten nicht, egal, gegen welche
Religion sie sich richten“, sagt
Fhima. „Wenn das allerdings der
Preis für die Freiheit ist, dann
würde ich ausnahmsweise sogar
das tun.“ Ganz ähnlich sieht es
auch Raphaël Breisacher. Der
Rabbiner von Saint-Louis, der
gleichzeitig auch Direktor der
Talmud–Thora-Schule ist, sagt
seinerseits lächelnd: „Ich bin
persönlich kein Leservon Charlie
Hebdo.“ Er wisse auch nicht, ob
die Welt wirklich solche Zeitungen brauche, das Problem sei
aber ein anderes. Die Mördervon
Paris und nicht nur sie hätten
dem Volk ihre eigenen Grenzen
aufzwingen wollen, ihre eigenen
Grenzen der Freiheit, und genau
das sei alles andere als die Linie
der Franzosen. Deshalb wache
man auch genau hier auf.
Dass alle zusammenstehen,
ließe sich insofern auch als positiver Effekt des Massakers verbuchen? Jacques Banner würde das
bejahen: „Vorher war es nur gegen die Juden. Jetzt geht es gegen
die Demokratie.“ Die Soldaten,
die vor der Synagoge wachen,
schützen übrigens auch keine
spezielle
Glaubensgemeinschaft, erklärt der Brigadeführer:
„Es geht nie um Einzelne. Wir
schützen das französische Volk.“
KURZ GEFASST
SPARKASSE HOCHRHEIN
Schließung trotz Protest
Weil die Kunden der Sparkasse Hochrhein zunehmend das
Online-Angebot nutzen, will die Sparkasse Hochrhein ihre
vier kleinen Filialen in Murg-Niederhof, in der Bad Säckinger
Uhlandstraße, in Gurtweil und in Bannholz schließen. Diese
bereits im Dezember vom Verwaltungsrat der Sparkasse
Hochrhein einstimmig beschlossene Schließung sei aus Kostengründen unumgänglich, erläuterten der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hochrhein, Heinz Rombach, und sein
Stellvertreter Wolf Morlock in der Murger Gemeinderatssitzung
am Montag. Zahlreiche Niederhofer hatten an den Plänen
des Geldinstituts Kritik geübt.
DS
BEILAGENHINWEIS
Teile der heutigen Ausgabe enthalten Beilagen der Firmen:
ALDI Süd, Villringer GmbH, Parfümerie Ruthe.
DS
Wann fahren die Wagen auf der Strecke zwischen Basel und dem Grenzort Erzingen endlich strombetrieben?
GRAFIK: ZVG
Solange nicht klar ist, wer dafür wie viel zahlt, ist die Umstellung auf Strom Zukunftsmusik.
tender Zusammenarbeit im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs.“ Den Vorwurf, dass die
Schweizer mit der Ausschreibung vom Markt gedrängt werden, weist das zuständige Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) allerdings weit
von sich. In der Ausschreibung
heißt es, dass der neue „Verkehrsvertrag voraussichtlich im Dezember 2016 in Kraft und eine
Laufzeit von voraussichtlich
zehn Jahren hat“.
–
Die Ausschreibung
schließt die Elekrifizierung
nicht aus
–
Die Möglichkeit, den Vertrag
frühzeitig aufzukündigen, sei also eine von Anfang berücksichtigte Option.
Die Ausschreibung und die
Modernisierung der betroffenen
74 Kilometer zwischen Basel und
Erzingen schließen sich laut MVI
nicht aus, sondern gehen Hand
in Hand. Ohne Zweifel strebe das
Land weiterhin die Schließung
der Elektrifizierungslücke auf
der Hochrheinstrecke an.
Darin sind sich alle einig: Die
Region würde grenzüberschreitend von der Abschaffung der
Dieselloks profitieren. Der elektrische Betrieb würde die Einbindung in ein regionsübergreifendes Eisenbahnnetz, auch in die
Schweiz, bedeuten. Die Investition am Hochrhein ist also ein
Muss, soll der ländliche Raum
umweltverträglich mit dem Osten und Westen verbunden werden – das Problem ist das Geld.
Die Vorgeschichte: Anfang
2013 schlossen sich Hochrheinpolitiker zusammen, um die
„Basler Erklärung“ zu verfassen.
Das Land, die angrenzenden drei
Schweizer Nachbarkantone sowie die betroffenen Landkreise
hatten sich auf ein Finanzierungsmodell geeinigt – doch wenig später zog der Kanton Aargau seine Unterstützung zurück
– weil er den Deutschen Ihre Position im Fluglärm-Streit übelnahm.
Nun wird weiter geplant, damit die Kosten weiter eingegrenzt werden können. Um die
Pläne zu finanzieren, haben die
Landkreise Waldshut und Lörrach, der Kanton Basel-Stadt und
das Land Baden-Württemberg
die Kofinanzierung zugesagt.
Wer wieviel zahlt, hängt auch davon ab, ob das Projekt durch das
Interreg V Programm „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“ der
Europäischen Kommission gefördert wird. Der entsprechende
Antrag muss allerdings noch geNIL
stellt werden.
Konzertfahrten (inkl. Fahrgeld)
So. 5. 4. Musical „König der Löwen“ (in engl.) in Basel
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Di. 28. 4. Florian Silbereisen in Freiburg103,–
So. 3. 5. Musical „König der Löwen“ (in engl.) in Basel
ab 148,–
Do. 4. 6. Herbert Grönemeyer „Open Air“ in Freiburg99,–
So. 19. 7. Basel Tattoo – Die Jubiläumsshow in Basel
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23. 5.–30. 5. Sizilien-Rundreise – mit vielen Höhepunkten
HP 951,–
25. 5.– 1. 6. Schottland – faszinierende Naturschönheiten
HP 1268,–
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6 AUS DER REGION · EXTRA
Der Sonntag · 18. Januar 2015
8 000 Euro für falschen Pass
Geschäft mit der Not: SCHLEUSER syrischer Flüchtlinge werden in Freiburg angeklagt
Knapp drei Millionen Menschen aus Syrien leben derzeit als Flüchtlinge in der
Türkei, Jordanien oder im
Libanon. Viele von ihnen
möchten Zuflucht in Europa finden. Davon profitieren gewinnsüchtige Schleuser. Auch in der Region.
TONI NACHBAR
In der Stimme des Freiburger
Kriminaloberkommissars Dirk
Schäfer schwingt sogar ein bisschen Anerkennung mit. Er berichtet, wie ein Trio, das seit Freitag vor dem Freiburger Landgericht steht, während der vergangenen Jahre die Rathäuser in
Bahlingen, Ihringen, Vörstetten
und Schliengen überfallen hat.
Dort knackten die Männer
„hochprofessionell“ mit „schwerem Gerät“ und „Kernbohrun-
gen“ die Tresore mit Blankodokumenten für Pässe und Personalausweise. Diese übergaben
sie einem Mann aus dem Landkreis
Breisgau-Hochschwarzwald, der inzwischen ebenfalls in
Untersuchungshaft sitzt – in Gesellschaft eines hier lebenden
Irakers, der die Blankodokumente in der Türkei verkaufte: an syrische Flüchtlinge für 8 000 Euro pro Person. Mindestens 93 Syrer – darunter 66 Erwachsene, 19
Jugendliche und sieben Kinder –
sollen es dank dieser gefälschten
Papiere nach Europa geschafft
haben, vor allem nach Deutschland, aber auch in die Niederlande und Polen.
Um den beiden Schleusern sowie den von ihnen beauftragten
Tresorknackern das Handwerk
zu legen, hatten Bundes- und
Landespolizei in den vergangenen Monaten eine gemeinsame
Ermittlungsgruppe namens „Papyrus“ gegründet. Gemeinsam
Syrische Bürgerkriegsflüchtlinge
in Jordanien: Viele wollen nach
Europa.
FOTO: AFP
mit seinem Kollegen von der
Bundespolizei, Hauptkommissar Friedrich Hassel, verkündete
deren Freiburger Leiter, Dirk
Schäfer, dass sie ihre Arbeit erfolgreich zu Ende gebracht habe:
Ab dem 30. Januar wird am Freiburger Landgericht den Schleusern ebenfalls der Prozess gemacht. Und die Polizei ist über-
zeugt, dass sie nicht bloß kriminelle
„Migrationshelfer“
festgenommen hat, sondern
zwei Täter, die tief verwurzelt im
Milieu der Organisierten Kriminalität sind. Denn ihnen werden
zudem Autoschiebereien, illegaler Waffenbesitz und vor allem
Kreditbetrügereien vorgeworfen.
Doch der Coup des „Papyrus“Teams wirft auch ein Schlaglicht
auf ein Flüchtlingselend gewaltigen Ausmaßes und enthüllt nur
die Spitze eines Eisbergs: Denn
nach Deutschland sind in den
vergangenen zwei Jahren nicht
weniger als 40 000 Flüchtlinge
aus Syrien auf illegalem Wege
gelangt. Dies bestätigte dem
Sonntag eine Sprecherin des
Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge diese Woche. Über
Fluchtrouten besitzt die Behörde oft keine präzise Kenntnis.
Aber dass Schleuser dabei die
entscheidende Hilfe leisten, sei
offensichtlich. Dabei holt das
Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge, das auch über das
Schicksal der Zufluchtsuchenden entscheidet, selbst syrische
Flüchtlinge nach Deutschland.
Hauptsächlich aus dem Libanon, wo ihre hohe Anzahl den sozialen Frieden im Land angeblich am meisten gefährdet. So
hatte die Bundesregierung 2013
beschlossen, 5 000 syrischen
Flüchtlingen die Einreise nach
Deutschland zu gewähren.
Nachdem immer mehr Kritik an
dieser geringen Zahl laut geworden war, erhöhte man sie in Berlin auf 10 000, danach auf
20 000. Doch in Deutschland
sind bereits rund 60 0000 syrische Bürgerkriegsflüchtlinge angelangt, davon dürfen derzeit
rund 89 Prozent vorübergehend
auch hier bleiben.
Diese deutlich höhere Zahl als
von der Bundesregierung vorgesehen hat das Bundesamt veran-
lasst, eine Studie in Auftrag zu
geben, die die Frage beantworten soll, wieso die Flüchtlinge
aus Syrien als Zielland Deutschland aussuchen. Das Ergebnis
dürfte teilweise überraschen.
Denn einerseits erklärt sich der
Wunsch, nach Deutschland zu
gelangen, mit dem guten Ruf des
Landes sowie den Erfahrungen,
die syrische Flüchtlinge hier bereits gemacht haben. Andererseits, so die Studie, beeinflussen
oft die Schleuser mit ihrem
Know-how, welches Land die
Flüchtlinge ansteuern können.
Auch um solche Zustände zu
vermeiden, hatte bereits vor ungefähr einem Jahr unter anderen
der Freiburger Politologe Dieter
Oberndörfer für eine größere
deutsche Bereitschaft zur Aufnahme der syrischen Flüchtlinge plädiert: Viele von ihnen hätten eine gute Ausbildung, zudem seien sie mit einer säkularen Gesellschaft vertraut.
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WEHR
SAMSTAG, 24. JANUAR
14.11. Uhr: Narrenbaumstellen
beim Rathaus
19.11 Uhr: Nachtumzug ab Radsport Büche durch die Hauptstraße mit 80 Gruppen und Fasnachtscliquen
(Plakettenverkauf)
20.11 Uhr: Eröffnungsball der
Narrenzunft in der Stadthalle
FREITAG, 30. JANUAR:
20 Uhr: 1. Zunftabend in der
Stadthalle
SAMSTAG, 31. JANUAR
20 Uhr: 2. Zunftabend in der
Stadthalle
DONNERSTAG, 5. FEBRUAR
9 Uhr: Besuch der Wehrer Kindergärten (Treffpunkt Narrenheim)
FREITAG, 6. FEBRUAR
18.11 Uhr: 7. Jugendball in der
Stadthalle
SAMSTAG, 7. FEBRUAR
20.11 Uhr: Fröscheball im Gasthaus Drei König
20.11 Uhr: Chio-Ball in der Stadthalle
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR
9 Uhr: Besuch der vierten Klassen (Treffpunkt Narrenheim Talschulplatz)
14.11 Uhr: Kinderumzug ab Georg-Kerner-Straße,
anschließend Kinderball Stadthalle
20 Uhr: Hemdglunkiumzug
durchs Tal ab Schulplatz, anschließend Hemdglunkiball in
der Stadthalle
SAMSTAG, 14. FEBRUAR
18 Uhr: Narrengottesdienst in
der Kirche St. Martin
19.11 Uhr: Ü30-Ball der Lus-Chabe in der Stadthalle
SONNTAG, 15. FEBRUAR
11.11 Uhr Narrenmarkt auf dem
Talschulplatz
14.11 Uhr: Großer Umzug durchs
Tal ab Radsport Büche mit rund
40 Gruppen und Mottowagen,
anschließend
Wagenprämierung (Plakettenverkauf)
20 Uhr: Pfarrfasnacht im Pfarrsaal St. Martin
MONTAG, 16. FEBRUAR
11.11 Uhr: Narrenmarkt
14.11 Uhr: Kinderumzug zum
Narrenmarkt ab Gasthaus Krone
15.30 Uhr: Besuch der Narrenzunft im Pflegeheim (Treffpunkt
Narrenmarkt)
DIENSTAG, 17. FEBRUAR
11.11 Uhr: Wiiberrätschede im
Rathaus
16.11 Uhr: Wiiberrätschede im
Gasthaus Drei König
20.11 Uhr: Verbrennungsumzug
(Start obere Hauptstraße), anschließend Verbrennung bei der
Mediathek
SAMSTAG, 28. FEBRUAR
19.11 Uhr: Schiibefüür der Feuerwehr (Wiese unterhalb Gasthaus
Schneckenkarle)
ÖFLINGEN
SAMSTAG, 24. JANUAR
20 Uhr: 1. Zunftabend in der
Schulsporthalle in Öflingen
DONNERSTAG, 29. JANUAR
9.30 Uhr: Besuch der Kindergärten und Tagespflege durch das
Sumpfernieorchester, anschließend Schulbefreiung
SAMSTAG, 31. JANUAR
20 Uhr: 2. Zunftabend in der
Schulsporthalle Öflingen
SONNTAG, 1. FEBRUAR
13 Uhr: Narrenbaumstellen auf
dem Schulplatz, Kinderumzug
ab dem Haus der Diakonie, anschließend Kinderball in der
Schulsporthalle
DONNERSTAG, 12. FEBRUAR
15 Uhr: Empfang der Wiiber im
Rathaus
SONNTAG, 15. FEBRUAR
11.31 Uhr: 40 Jahre Schällenmarkt
mit Eröffnung der Wirtschaften
und Buden.
MONTAG, 16. FEBRUAR
11 Uhr: 40 Jahre Schällenmarkt
DIENSTAG, 17. FEBRUAR
19.11 Uhr: Bantleverbrennung
OLD
auf dem Schulplatz
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Der Sonntag · 18. Januar 2015
„Abkühlung der Wirtschaft“
FAKTEN
DerWährungsschock
und die Folgen
Nach dem Währungsschock: Welche Folgen hat eine starke Aufwertung des SCHWEIZER FRANKEN ?
Rechnen Sie bei einem anhaltend
starken Franken mit einer Rezession in der Schweiz?
Die plötzliche Abkopplung
des Franken hat für Panik
am Markt gesorgt. Was hat
die Schweizer Nationalbank
getrieben? Was sind die Folgen, wer sind Gewinner und
Verlierer? Ein Gespräch mit
dem Schweizer Volkswirt
Oliver Landmann von der
Uni Freiburg.
Erste ungefähre Schätzungen
lauten auf eine Wachstumsverlangsamung von bis zu 1,5 Prozentpunkten. Die Arbeitslosenquote, die derzeit ja sehr niedrig
ist, könnte demnach um 0,5
Punkte steigen. Das wäre spürbar, aber noch keine Rezession.
Vieles hängt vom weiteren Verhalten des Euro-Franken-Kurses
ab. Man muss hoffen, dass es der
Schweizerischen Nationalbank
besser als Goethes Zauberlehrling ergehen wird und sie die
Wechselkursgeister, die sie rief,
beherrschen kann.
Herr Landmann, am 5. Januar
hat der Chef der Schweizer Nationalbank, Thomas Jordan, erklärt, die Eurokopplung des Franken sei „absolut zentral“ für eine
funktionierende Schweizer Geldpolitik. Warum hat er diese nun
so abrupt beendet und Panik in
Kauf genommen? Und warum
gerade jetzt?
Das Timing istvon außen schwer
nachzuvollziehen; alle waren
überrascht. Die Schweizerische
Nationalbank hatte durch die
Bindung an den Euro ihre Unabhängigkeit eingebüßt. Das wurde ihr zunehmend unbequem.
Jetzt hat sie sich mit einem dramatischen
Befreiungsschlag
wieder vom Euro gelöst.
Unbequem, weil die für die Kursstabilität nötigen Euro-Käufe
zu teuer geworden sind?
Die Nationalbank war gezwungen, massiv Euro aufzukaufen
und damit sehr viele Schweizer
Franken ins System zu pumpen.
Angesichts der eigentlich ganz
Oliver Landmann
FOTO: REISER
Und wer sind die Gewinner des
neuen Kurses?
Das sind in erster Linie die
Am Mittwoch noch eng verbunden, heute völlig losgelöst: Der Schweizer Franken hat einen großen Sprung Schweizer Konsumenten, die
gemacht und ist nun praktisch so viel wert wie ein Euro. Das bleibt nicht ohne Folgen.
FOTO: DPA nun von tieferen Importpreisen
profitieren.
robusten Konjunktur war dies je Das mag ein Faktor gewesen wird.
länger je mehr keine adäquate sein, ja. Dazu kommt aber das
Der deutsche Handel hat am
Geldpolitik mehr für die Auseinanderdriften der großen
Rechnen Sie mit Schwierigkeiten
Donnerstag wohl in Schampus
Schweiz.
Wirtschaftsräume. Die USA
für den Arbeitsmarkt durch einen
gebadet: 20 Prozent auf alles
wachsen sehr kräftig, während
viel stärkeren Franken?
– sogar auf Tiernahrung.
Welche Risiken hat die SNB bedie Eurozone stagniert. Die USA
fürchtet?
sind schon dabei, aus der extrem Die Schweizer Wirtschaft hängt Ja, die grenznahen Einkaufszenexpansiven Geldpolitik mit den überwiegend vom Auslandsge- tren sind auf einen GroßanDie Binnenkonjunktur der Niedrigstzinsen wieder auszu- schäft ab. Knapp 50 Prozent der sturm vorbereitet. Der süddeutSchweiz lief in den letzten Jahren steigen. Die unterschiedliche Ausfuhr gehen in den Euroraum. sche Raum ist also ein großer
ziemlich stark. Sie wurde ge- Ausrichtung der Geldpolitik hat Daher ist zu erwarten, dass der Profiteur dieser Entwicklung.
stützt durch eine starke Bautä- lehrbuchmäßig auf die Devisen- neue Kurs in der Wirtschaft Auch die 40 000 Pendler haben
tigkeit, aber auch durch die Zu- märkte durchgeschlagen: Der deutliche Bremsspuren hinter- gestern eine 20-prozentige Gewanderung. Die Nationalbank Euro hat zuletzt gegenüber dem lassen wird, und dies wird auch haltserhöhung bekommen.
hatte die Sorge, dass ihr die Ent- Dollar stark an Wert verloren. am Arbeitsmarkt zu spüren sein.
wicklung aus dem Ruder laufen Der Schweizer Franken musste
Einzelne Medien vertreten die
könnte. Mit der Loslösung von durch seine Bindung an den EuIst es nicht riskant, die Wirtschaft
Meinung, der Schweiz helfe nur
der Wechselkursbindung kann ro diese Entwicklung mitmaeines Exportlands mit Geldaufein Beitritt zur Eurozone.
sie hier nun besser reagieren.
chen. Aber anders als der Eurowertung zu schwächen?
raum benötigt die Schweizer
Dazu müsste die Schweiz erst
Was macht eine starke BinnenWirtschaft kein Abwertungs-Do- Eine gewisse Abkühlung der der EU beitreten. Eine EU-Mitnachfrage gefährlich?
ping.
Wirtschaft kommt der National- gliedschaft ist aber überhaupt
bank vielleicht nicht völlig unge- kein Thema in der Schweiz. InsoVor allem in den AgglomeratioDie Aufwertung des Franken von legen. Der Arbeitsmarkt ist in fern stellt sich die Frage nicht.
nen sind die Immobilienpreise
rund 20 Prozent kam über Nacht. den letzten Jahren an Grenzen
stark angestiegen. Und wir haWer sind denn vorerst Gewinner gestoßen. Die anhaltende NachWas müssen deutsche Kommuben ja die Erfahrung gemacht,
und Verlierer?
frage nach Arbeit führte zu einer
nen fürchten, die günstige Kredass dies gefährliche Folgen hastarken Zuwanderung, die indite in Schweizer Franken in ihren
ben kann.
Zunächst ist das ein großer nenpolitisch für Spannungen
Büchern stehen haben?
Schock, auf den sich keiner vor- sorgt. In diesem ZusammenEs könnte wieder eine Blase ent- bereiten konnte. Getroffen wer- hang sind auch die Reaktionen Anders als die Pendler verdienen
stehen, die später platzt?
den vor allem die Exportindust- der Politik auf die Entscheidung die Kommunen eben nicht in
rie und der Tourismus, für die der Nationalbank zu sehen: Das Franken. In einzelnen Fällen soll
Ja.
der teurere Franken gravierende rechtsbürgerliche Lager hat eher es deswegen nun Probleme geWettbewerbsnachteile bringt. mit Verständnis reagiert, Sozial- ben. Es ist Kommunen nicht unAls einen Grund nannte die SNB Leiden wird aber zumindest in demokraten und Gewerkschaf- bedingt zu raten, sich auf Wähdie möglichen Aufkäufe von
Grenznähe auch der Einzelhan- ten dagegen ausgesprochen kri- rungsspekulationen einzulasDAS GESPRÄCH FÜHRTE
Staatsanleihen durch die EZB.
del, der den weiter zunehmen- tisch.
sen.
RENÉ ZIPPERLEN
den Einkaufstourismus spüren
Am 6. September 2011 verkündet die Schweizer Nationalbank einen aufsehenerregenden Schritt: Sie koppelt
den Franken buchstäblich
an den Euro und legt eine
KURSUNTERGRENZE fest,
die sie über hohe Euro-Aufkäufe absichert: Ein Euro soll
nicht weniger wert sein als
1,20 FRANKEN. Warum? Im
Zuge der Eurokrise stürzten
sich große Anleger in den
Schweizer Franken, den sie
als SICHEREN HAFEN betrachteten.
Die Folge war, dass sich der
Franken stetig verteuerte.
Das ist schön für Konsumenten, weil Produkte aus dem
Ausland billiger werden.
Aber gefährlich für die eigene Wirtschaft, die zu rund
50 Prozent vom EXPORT lebt,
weil Schweizer Produkte nun
immer teurer werden. Die
Schweizer Wirtschaft hat mit
der Kursuntergrenze stabile
Verhältnisse vorgefunden,
an die sie sich gut anpassen
konnte.
Diesen Donnerstag schockierte die National die
Märkte, indem sie OHNE
VORWARNUNG die EuroBindung aufhob. In der ersten Stunde nach Ankündigung kostete 1 Euro nur noch
0,86 FRANKEN, der Euro
stürzte ab, der Schweizer Aktienindex stürzte auf ein
Allzeittief, von dem er sich
leicht erholte.
Der Kurs schien sich in der
Folge auf eine PARITÄT einzupendeln, ein Euro kostet
seither etwas mehr als einen
Franken. Damit ist der Franken aber immer noch binnen
weniger Stunden um 20
PROZENT teurer geworden.
Das freut die Grenzgänger,
die mit einem Schlag viel
mehr Geld in der Tasche haben – und die Schweizer Kunden in Grenznähe, die nun
für SCHNÄPPCHENPREISE
in Deutschland einkaufen
können (siehe Seite 2). In der
überraschten Schweizer
Wirtschaft fürchten nun viele einen deutlichen ABSCHWUNG.
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(EUR)
Vorwoche
(EUR)
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(in Prozent)
52-Wochen
Hoch
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Tief
27,62
25,56
8,06%
27,83
23,07
5,81
5,60
3,75%
6,80
4,43
5,71
5,15 10,87%
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99,75
70,15
11,27
10,16 10,93%
12,00
8,32
2
247,20
278,10 -11,11%
295,80
233,60
Syngenta 2
281,60
329,00 -14,41%
358,70
273,20
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Novartis 2
Basel
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Mulhouse
Roche GS
Basel
Basel
Alle Werte Xetra. Ausnahmen: 1Berlin, 2Zürich (in CHF), 3Frankfurt − Stand KW 3
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JointVenture mit US-Unternehmen
Novartis gründet ein Gemeinschaftsunternehmen mit Qualcomm Ventures für Investitionen in Digitalmedizin-Firmen.
Der Ableger soll mit 100 Millionen Dollar dotiert werden.
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8 NACHRICHTEN
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Soldaten in der Stadt
KURZ GEFASST
UKRAINE
Tote undVerletzte bei neuen Gefechten
Bei neuen Kämpfen in der Ostukraine sind mindestens fünf
Menschen getötet worden. Das ukrainische Militär wies Behauptungen zurück, wonach die Separatisten den seit Monaten
umkämpften Flughafen in Donezk eingenommen hätten.
Nach Einschätzung von Beobachtern der Organisation für
Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat sich
die Lage ungeachtet einer vereinbarten Waffenruhe deutlich
verschlechtert. Am Freitag war ein Anlauf für neue Friedensgespräche der Ukraine-Kontaktgruppe in der weißrussischen
DPA
Hauptstadt Minsk fehlgeschlagen.
BELGIEN
verstärkt nach dem vereitelten Terroranschlag seine Sicherheitsmaßnahmen
Brüssel/Paris (dpa/AFP).
Nach dem vereitelten Terroranschlag und der Festnahme von 15 Terrorverdächtigen herrschte in Belgien gestern Nervosität. Die
Sicherheitsmaßnahmen
im Land wurden massiv
verstärkt. Erstmals seit 30
Jahren setzte die Regierung
Soldaten zur Unterstützung
der Polizei ein.
Die belgische Polizei hat drei
weitere Terrorverdächtige in Gewahrsam genommen. Sie hätten
Polizisten bedroht, teilten die
Behörden gestern mit. Zwei
Männer seien am späten Freitagabend im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gefasst worden. Ein weiterer Mann sei in der belgischen
Hauptstadt festgenommen worden, als er versuchte, auf einen
Polizeioffizier zu schießen.
Im Land herrscht Alarmzustand,
denn
mutmaßliche
Dschihadisten planten einen
größeren Anschlag auf Polizisten. Bei einem Einsatz von Spezialkräften der Polizei waren am
Donnerstag im ostbelgischen
Verviers zwei gesuchte Terroristen ums Leben gekommen.
In Brüssel bewachten gestern
sechs Soldaten das Jüdische Museum, wo ein Attentäter im Mai
vorigen Jahres vier Menschen
kaltblütig ermordet hatte. Militär unterstützte die Polizei auch
in Antwerpen, vor allem im jüdischen und im Diamantenviertel
Schwer bewaffnete Soldaten patrouillierten gestern nahe des jüdischen Museums in Brüssel.
der Stadt. Die Regierung hatte
angekündigt, bis zu 300 Soldaten in den großen Städten einzusetzen.
Einer der getöteten Attentäter
auf das Pariser Satiremagazin
Charlie Hebdo, Saïd Kouachi,
wurde derweil am Freitag in
Reims anonym beigesetzt. Das
bestätigte die Verwaltung der
nordöstlich von Paris gelegenen
Stadt. Bei Anschlägen und Geiselnahmen hatten islamistische
Terroristen am 7., 8. und 9. Januar
in Frankreich 17 Menschen getötet. Kouachi habe zwei Jahre in
Reims gelebt, deswegen habe die
Beerdigung dort nicht verweigert werden können, hieß es. Es
solle verhindert werden, dass der
Ort zu einer Pilgerstätte für Fanatiker werde.
Die Regierung des liberalen
belgischen Premiers Charles Michel hatte am Freitag unter dem
Eindruck der Bedrohung einen
Zwölf-Punkte-Plan zum Kampf
gegen Terrorismus und Radikalismus auf den Weg gebracht.
Die Behörden riefen die zweithöchste Terrorwarnstufe für das
Land aus.
Über mögliche Hintermänner
der Terrorzelle in Belgien, zu der
laut Ermittlern auch SyrienKämpfer gehören, wurde weiter
spekuliert. Die Staatsanwaltschaft macht dazu mit Hinweis
auf die laufenden Ermittlungen
keine Angaben. Die Zeitung La
Dernière Heure schrieb, hinter
der Terrorzelle von Dschihadisten stehe Abdelhamid Abaaoud,
ein 27 Jahre alter Belgier marok-
FOTO: DPA
kanischer Abstammung, der in
Syrien gekämpft habe und sich
nun in einem anderen Land aufhalte. Er soll die Zelle zuletzt von
Griechenland oder der Türkei
aus gesteuert haben.
Wie der Fernsehsender VTM
berichtete, kamen die Ermittler
der Islamistenzelle zwischen
Weihnachten und Neujahr über
abgehörte Telefonate auf die
Spur. Abdelhamid Abaaoud
kommunizierte demnach über
den inhaftierten Bruder eines
der beiden am Donnerstag Getöteten mit der Islamistenzelle.
Laut VTM wurden die Telefonate
von Griechenland aus geführt.
Die belgische Generalstaatsanwaltschaft wollte die Berichte
auf Anfrage weder bestätigen
noch dementieren.
Ringen um innere Sicherheit
Die Bundespolitik diskutiert weiter intensiv über angemessene
Jeden Sonntag
370.000 mal
im Briefkasten.
BERLIN (AFP). Sicherheitsgesetze,
Einwanderungskonzepte,
Präventionsmaßnahmen – in
Deutschland wird weiter intensiv über die Reaktionen auf die
Anschläge in Paris diskutiert.
Der SPD-Innenpolitiker Burkhard Lischka plädierte für Aussteigerprogramme für Islamisten auch in Haftanstalten. SPDChef Sigmar Gabriel machte sich
für ein Einwanderungsgesetz
stark. Der Streit um die Vorratsdatenspeicherung geht weiter.
Lischka sagte der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen
Post: „Wenn wir Islamisten schon
mal für längere Zeit in Haft haben, dann müssen wir die Zeit
auch gut nutzen, um den Wettlauf mit der salafistischen und
islamistischen Szene zu gewin-
nen.“ Er warb dafür, in den Gefängnissen Islamisten-Aussteigerprogramme aufzulegen, wie
es sie auch für rechtsextremistische Gefangene gebe.
Die zuständige Bundesjugendministerin Manuela Schwesig (SPD) verwies auf ein bereits
bestehendes und vom Bund gefördertes Präventionsprojekt im
Strafvollzug. Auch sie betonte:
„Wir müssen alles daran setzen,
dass jugendliche Straftäter während ihrer Gefängnisaufenthalte
nicht von Islamisten und Salafisten für ihre Zwecke rekrutiert
und radikalisiert werden.“ Dazu
sei die Hilfe muslimischer Verbände und von Imamen nötig.
Vizekanzler Gabriel schrieb in
einem Beitrag für den Tagesspiegel, Deutschland brauche ein
REAKTIONEN
auf die Anschläge in Paris
Einwanderungsgesetz – unabhängig von der Aufnahme von
Flüchtlingen. Es gehe darum
klarzumachen, „wem wir in der
Welt ein Angebot machen wollen, zu uns zu kommen, weil wir
wirtschaftlich darauf angewiesen sind“. Das Einwanderungsgesetz müsse „aber auch klarmachen, wen wir nicht aufnehmen
können oder wollen“.
Für ein Einwanderungsgesetz,
wie es CDU-Generalsekretär Peter Tauber angeregt hatte,
sprach sich die Junge Union aus.
In der CDU/CSU allerdings ist
Taubers Vorstoß umstritten. Das
Bundesinnenministerium sieht
keinen Bedarf für ein Zuwanderungsgesetz. Auch der Vorsitzende des Sachverständigenrats
deutscher Stiftungen für Inte-
gration und Migration, Ludger
Pries, hält Neuerungen für unnötig. Das deutsche Einwanderungsrecht habe sich „sehr zum
Positiven verwandelt“, sagte er
der Wirtschaftswoche.
Umstritten bleibt auch die
Forderung nach Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret KrampKarrenbauer plädierte in der
Welt am Sonntag dafür, das Instrument einzuführen und
nicht erst auf EU-Vorgaben zu
warten. Die innere Sicherheit
müsse gewährleistet werden.
Linksfraktionsvize Jan Korte dagegen lehnte die Vorratsdatenspeicherung als „unverhältnismäßig, unbrauchbar und unvereinbar mit Grundrechten“ ab.
DA S W E T T E R
4°
-2° Lahr
Ettenheim
4°
-2°
Emmendingen
4°
-3°
NOTDIENSTE
Polizeinotruf:
110
Feuerwehr/Rettungsdienst:
112
Krankentransporte:
DRK 1 92 22
Hausärztlicher Notdienst
01805/19 29 24 30
Apotheken-Notdienst-Infotelefon:
Festnetz: 0800/0022833 (kostenfrei);
Mobilfunk: 22833 (max. 0,69 €/Minute);
Im Internet: mehr.bz/apotheken
Frauenhaus:
0 77 51/35 53
Giftnotruf:
0761/19240
Notfallpraxis Bad Säckingen:
9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr
0 7761/9 33 72 22
Notfalldienst Wehr:
11 bis 12 und 18 bis 18.30 Uhr
Tel. 0 18 05/19 29 24 30
Telefonseelsorge:
08 00/1 11 01 11
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isam
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Breisach a. Rh.
Elzach
Elz
Waldkirch
Furtwangen
Freiburg
Müllheim
Im Norden dichte Wolken mit Schnee oder Regen. Sonst bei einem Wechsel aus Sonne und
Wolken meist trocken. Höchstens 3 bis 5 Grad,
dazu schwacher bis mäßiger Südwind.
heute
4°
Titisee
F ELDBERG
ELDBERG
morgen
4°
1
Neustadt
0 l/m²
Niederschlag
übermorgen
3°
1
2
2 l/m²
Niederschlag
2 l/m²
Niederschlag
1493
1493 m
m
-3°
Schluchsee
-5°
Bonndorf
St. Blasien -1°
-6°
3° Schopfheim
WaldshutWeil a. Rh. -2°
Tiengen
Lörrach
Basel
DEUTSCHLANDWETTER
Ein Zwischenhoch setzt sich durch und sorgt für
ruhiges und recht freundliches Wetter in Südbaden. Nach frostiger Nacht erwartet uns eine Mischung aus Sonne und Wolkenfeldern. Dabei
bleibt es trocken. Die Temperaturen erreichen
maximal 4 Grad. Dazu ist es meist schwachwindig. Morgen und am Dienstag ziehen dichte Wolken vorüber und bringen örtlich etwas Regen
oder Schnee. Dabei liegen die Höchstwerte bei 3
oder 4 Grad.
-1°
-6°
4°
-3°
Bad Krozingen
REGIONALWETTER
Rheinfelden
Bad Säckingen
2°
-3°
Kiel
4°
-2°
Bremen
4°
0°
Hannover
Essen
5°
3°
-1°
-2°
Köln
Frankfurt
3°
-1°
Berlin
Dresden
5°
-1°
Nürnberg
0°
6 12 18 0
Rostock
Hamburg
6 12 18 0
6 12 18 Uhr
1 Windstärken in den Kreisen in Beaufort
08:09 / 17:08 Uhr
05:50 /15:15 Uhr
Auf- und Untergangszeiten gelten für Freiburg
Saarbrücken
Stuttgart
4°
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Medea ist die blutrünstigste Heldin
der Antike, in Charpentiers BarockOper „Médée“wird siewieder
Mensch. In Baselwird dazuwunderSEITE 12
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18.Januar2015
Möller Daehli verspricht viel
STANDPUNKT
Die Steinewerfer
im Glashaus
M
MICHAEL DÖRFLER
Ausfahrt Sotogrande – und
dann? Wer in den vergangenen
Tagen an der südspanischen Costa del Sol auf der Suche nach
dem SC Freiburg war, dem half
selbst ein modernes Navigationssystem nicht weiter. Ein vom
Ligakonkurrenten
Eintracht
Frankfurt losgeschickter Späher
musste jedenfalls unverrichteter
Dinge wieder umkehren. Die in
einem stillen Winkel gelegene
Polo-Anlage war nur durch entsprechende Hinweise und über
einen staubigen Feldweg zu erreichen. „Das ist richtig prima
hier“, entfuhr es ob der äußeren
Umstände dann auch Christian
Streich. Bessere Trainingsbedingungen hätte der Coach auch
kaum finden können. Ein über
vier Fußballfelder großes Rasenstück, drumherum hoch gewachsene Büsche und Bäume.
Kiebitze? Fehlanzeige! Dafür
himmlische Ruhe, Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Es war, als hätte sich der
Sportclub die Anlage selbst konzipiert.
Lob kam dann auch aus berufenem Munde. Admir Mehmedi,
Schweizer Nationalspieler und
als solcher auch bei der WM in
Brasilien am Ball, schwärmte geradezu von den „idealen Bedingungen“. Ein großzügiges, angenehmes Hotel, in dem die Spieler paarweise in kleinen Bungalows untergebracht waren,
erzeugte zudem gute Laune. Zumal auch das Essen allen mundete. In den vergangenen Jahren,
als der SC-Tross jeweils in Rota
bei Cadiz sein Winterquartier bezog, waren die Umstände nicht
annähernd so gut gewesen.
Doch zum Urlaub machen war
der Bundesligist nicht angereist.
Die Konzentration galt einem
höheren Ziel. Weg vom Tabellenende der Liga, den Abstieg vermeiden. Dafür wurde gearbeitet:
hart und viel. „Die Intensität ist
enorm hoch“, sagte Nils Petersen
schon nach zwei, drei Tagen. Der
07761/9219-0
HANDBALL-WM DER MÄNNER
Der norwegische Neuzugang gefällt im Trainingslager, wo der SPORTCLUB schuftet
Noch bis morgen weilt der
SC Freiburg im Wintertrainingslager in Südspanien.
Arbeitsauftrag: den drohenden Abstieg verhindern.
Ein Situationsbericht.
Weitere INFORMATIONEN unter Tel.
Ein sympathischer, zurückhaltender Zeitgenosse: Mats Möller Daehli.
bis Saisonende von Werder Bremen ausgeliehene Angreifer, der
zuvor auch schon das Trikot des
FC Bayern München getragen
hat, war jedenfalls sehr beeindruckt. Mit München oder Bremen sei die Tagesarbeit nur
schwer zu vergleichen.
Christian Streich mag diese
Diagnose gefreut haben. Nur eine zu 100 Prozent fitte Mannschaft habe eine Chance im Abstiegskampf, erzählte er jedem,
der es hören wollte. Man wolle
sich in Freiburg am Saisonende
nicht nachsagen lassen, nicht alles versucht zu haben. Dazu gehört auch, dass die Freiburger
neben dem 26 Jahre alten Petersen, für den man eine Kaufoption hat, auch noch den 19-jährigen Mats Möller Daehli verpflichteten. Der norwegische Nationalspieler durchlief von
seinem 15. Lebensjahr an die
Fußballakademie von Manchester United, er spielte mit Cardiff
City in der Premier League, aus
der das Team jedoch abstieg, und
gilt als großes Talent im Mittelfeld.
Möller Daehli, ein sympathischer, zurückhaltender Zeitgenosse, mauserte sich bei seinem
ersten Auftritt für seinen neuen
Klub gleich zum Hingucker.
Wendig, schnell, dribbelstark
und ballfertig überzeugte er
über weite Strecken im zweiten
Testspiel der Freiburger, das 1:0
gegen den Ligakonkurrenten
Mainz 05 gewonnen wurde.
Mehmedi traf dabei spektakulär
per Volleyabnahme – und die
Mainzer machten zum Schluss
lange Gesichter.
–
Heute gegen den KSC
–
Der Kick geriet auch deshalb zur
harten Nuss, weil die andere
Hälfte des Freiburger Kaders am
selben Tag schon am Vormittag
über 90 Minuten ranmusste –
und gegen den derzeitigen Tabellenführer der albanischen Liga, KF Skenderbeu Korca, mit 0:1
verlor. Die Mainzer jedenfalls
wechselten zur Halbzeit munter
durch, während das Gros der
Freiburger durchspielen musste.
Er als Trainer sei froh darüber,
dass quasi alle seine Spieler zu
90-minütigen Einsätzen kämen
und somit Wettkampfbedingungen simuliert werden könnten,
begründete Christian Streich die
etwas außergewöhnliche Terminierung. Am heutigen Sonntag
erfährt der „Doppelspieltag“
FOTO: DPA
denn auch eine Neuauflage.
Dann ist am Morgen der Drittligist Preußen Münster Testspielgegner der Breisgauer, am frühen Abend kommt dann der
Zweitligist Karlsruher SC auf die
Polo-Anlage in der Nähe von Gibraltar.
Zum Klassenerhalt gehört
mehr als nur ein gelungenes
Trainingslager. Zumindest das
Fundament dürfte aber gelegt
sein, wenn das Team von Christian Streich in 13 Tagen zum Rückrundenauftakt zu Hause auf Eintracht Frankfurt trifft. „Wir sind
gerüstet“, glaubt denn auch Kapitän Julian Schuster, der „viel
Positives“ während der Tage in
Spanien wahrgenommen haben
will. Die Mannschaft sei fokussiert und hochmotiviert.
Einmal werden sich die Fans
der Freiburger vor dem Frankfurt-Spiel noch selbst ein Bild
machen können: Am kommenden Samstag wird der Sportclub
noch einen abschließenden Test
gegen den vielfachen Schweizer
Meister
und
ChampionsLeague-Teilnehmer FC Basel einlegen. Aller Voraussicht nach in
Basel – wo genau und zu welcher
Uhrzeit stand gestern noch nicht
fest.
ehr guten
Gewiss: Die großen
Sport kann
und dank ihrer Arman von
chitektur beeindruden ersten beiden
ckenden Hallen in
Tagen einer HandLusail und Doha
ball-WM fast nicht
sind mit Fans nicht
erwarten: Nach dem
vollbesetzt. Doch bei
exotischen Eröffden Spielen der
TONI NACHBAR
nungsspiel zwiDeutschen, Dänen
schen Gastgeber Kaoder Mazedonier
tar und Brasilien folgte am
herrschte bereits eine dichte
Freitag der emotional hochAtmosphäre, und einiges
geladene und zumindest im
spricht dafür, dass es im TurAngriffsspiel hochklassige
nierverlauf noch stimmungsSchlager zwischen Deutschvoller wird.
land und Polen. Daneben gab
Damit sollte es langsam genug
es noch den Krimi zwischen
sein – mit den Lästereien zum
Kroatien und Österreich sowie Event in Katar, von dem auf
die faustdicke Überraschung
peinliche Art und Weise Ausdurch die Argentinier, die dem tralien, Bahrain und die Verhochgehandelten Favoriten
einigten Arabischen Emirate
aus Dänemark ein Unentschie- entfernt, dafür Deutschland,
den abtrotzten.
Island und Saudi-Arabien einDie Krux: Handballfreunde,
geschleust wurden. Dass für
die nicht Abonnenten des Pay- das Team Katars fast nur AusTV-Senders Sky sind, gucken
länder spielen, ist keine Erfinin die Röhre. Zum schwachen
dung des Gastgebers, sondern
Trost seien aber noch einmal
eine Malaise des Internatioalle Internet-User darauf hinnalen Handball-Verbandes,
gewiesen, dass Sky alle Spiele
der dies seit vielen Jahren erder WM über frei zugängliche laubt. So hat man in Katar nur
und qualitativ hochstehende
in größerem Maßstab imitiert,
Streams im Netz überträgt –
was Spanier und Deutsche mit
allerdings ohne die Spiele der
den Weltklassespielern Talant
Deutschen und Österreicher
Duschebajew oder Bogdan
sowie ausgewählte weitere
Wenta vorexerziert haben.
Hochkaräter, die Halbfinals
Aber meistens sitzen Steineund das Endspiel.
werfer im Glashaus.
KURZ GEFASST
MOTORSPORT
Al-Attiyah gewinnt Rallye Dakar
Der Katarer Nasser Al-Attiyah hat zum zweiten Mal die Rallye
Dakar gewonnen. In Mini des hessischen X-raid-Teams genügte
dem 44-Jährigen auf der Schlussetappe nach Buenos Aires
ein dritter Platz zum Gesamtsieg. Al-Attiyah hatte das Offroad-Abenteuer in Südamerika bereits 2011 für sich entschieden.
In der Gesamtwertung hatte er am Ende mehr als 35 Minuten
Vorsprung auf Giniel de Villiers aus Südafrika und dessen
deutschen Co-Piloten Dirk von Zitzewitz im Toyota.
DPA
SKILANGLAUF
NorwegischerTriumph
Norwegens Langlauf-Asse haben beim Sprint-Weltcup in
Otepää/Estland groß aufgetrumpft. Im Wettbewerb der Frauen
setzte sich gestern Ingvild Flugstad Oestberg vor der in diesem
Winter stark auftrumpfenden Schwedin Stina Nilsson und
ihrer Landsfrau Celine Brun-Lie durch. Bei den Männern gab
es sogar einen norwegischen Doppelerfolg durch Tomas Northug
vor Ola Vigen Hattestad.
DPA
Biathleten glänzen in Ruhpolding
Simon Schempp und Arnd Peiffer beim WELTCUP auf dem Podest, Benedikt Doll aus Breitnau wird Sechster
Die Biathleten Simon Schempp
und Arnd Peiffer sind beim
Heim-Weltcup in Ruhpolding
auf das Podest gestürmt. Den
Sieg des überragenden Johannes
Thingnes Bö im Sprint über zehn
Kilometer konnte das Duo aber
nicht verhindern.
Schempp lief nach einer tadellosen Schießleistung mit einem
Rückstand von 24,5 Sekunden
hinter dem ebenfalls fehlerlos
gebliebenen Norweger auf Rang
zwei. Der in den Einzelrennen
bisher enttäuschende Peiffer sicherte sich trotz einer Strafrunde den dritten Platz (+57,9 Se-
kunden) und schaffte damit als
letzter deutscher Top-Athlet die
interne WM-Norm.
Die bisher beste deutsche
Teamleistung rundeten vor
14 000 begeisterten Fans Benedikt Doll aus Breitnau (1 Fehler/+1:06,7 Minuten) als Sechster und Daniel Böhm (0/+1:12,8
Minuten) auf Rang neun ab. Erik
Lesser (1 Fehler /+1:46,0 Minuten) landete auf Position 25. Einzig Andreas Birnbacher musste
auf seiner Heimstrecke gleich
fünf Strafrunden drehen und
kam als 68. (+3:22,0 Minuten) ins
Ziel. Für Schempp war es der
dritte Podestplatz der Saison,
nachdem er bereits in Hochfilzen zweimal Zweiter geworden
war. „Hier auf dem Podest zu stehen, ist der Wahnsinn“, sagte der
26-Jährige. Peiffer profitierte im
dichten Schneetreiben auch ein
bisschen davon, dass ihm sein
Oberhofer WG-Kumpel Böhm
den Startplatz in der frühen
Startgruppe überließ. „Das hätte
er nicht tun müssen. Dafür muss
ich ihm danken. Ich bin total
froh“, sagte Peiffer.
Aber auch der Schwarzwälder
Doll freute sich über die Maßen.
Mit dem sechsten Platz in Ruh-
polding erzielte er das beste
Weltcup-Ergebnis seiner bisherigen Karriere. „Mit einem Fehler
wusste ich, dass es ganz gut ist.
Mich hat gefreut, dass ich wieder
eine stabile Leistung zeigen
konnte“, sagte der 24-Jährige gestern. Bereits vor einer Woche
konnte der Biathlet von der Skizunft Breitnau beim Weltcup in
Oberhof überzeugen. Zweimal
erreichte er Platz acht. Nach Jahren im zweitklassigen IBU-Cup
nimmt der Schwarzwälder damit neuerdings einen Stammplatz im Weltcup-Team der deutschen Biathleten ein. DPA/STR Überglücklich im Ziel: Benedikt Doll aus Breitnau
FOTO: DPA
10 SPORT
Der Sonntag · 18. Januar 2015
„Sind jetzt im Turnier drin“
HANDBALL-WM : Im deutschen Lager herrscht große Freude nach dem Sieg gegen Polen
Der WM-Auftaktsieg gegen
Polen hat den deutschen
Handballern gut getan. Mit
neun Toren war Steffen
Weinhold einer der Erfolgsgaranten. Der Linkshänder
ist eine Führungsfigur im
Team. Auch im zweiten
WM-Spiel gegen Russland
will er seine Athletik ausspielen.
Die WM kann kommen: Felix Neureuther
FOTO: DPA
Neureuthers
Glanzleistung
Sieg beim alpinen SLALOM-WELTCUP in Wengen
Felix Neureuther feierte seinen
elften Weltcup-Sieg mit erhobenen Händen und breitem Grinsen, Konkurrent Henrik Kristoffersen ging gar auf die Knie und
zog seinen Helm. Als Dritter
fehlte dem Norweger schon fast
eine halbe Sekunde auf Neureuther. Der Italiener Stefano Gross
hatte beim Slalom in Wengen als
Zweiter 0,20 Sekunden Rückstand auf den WM-Zweiten, der
sich mit einer furiosen Fahrt im
Finale gestern noch von Rang
fünf nach vorne gearbeitet hatte.
„Das war einfach eine Meisterleistung“, sagte Wolfgang Maier.
Der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV) betonte: „Und er hat kein Glück gehabt,
sondern hat das zu jeder Zeit
souverän nach unten gebracht.“
Eine Woche vor dem Alpin-Klassiker in Kitzbühel und gut zwei
Wochen vor der Eröffnungsfeier
der Ski-WM in Vail und Beaver
Creek feierten tausende Fans
Neureuthers Glanzleistung in
der Schweiz.
„Es ist großartig auf diesem
Hang zu gewinnen. Für mich
macht es keinen Unterschied, ob
ich Fünfter, Vierter oder Erster
bin. Ich pushe immer“, berichtete Neureuther. Fritz Dopfer, der
mit seiner eigenen Leistung und
Rang sieben etwas haderte, lobte: „Gratulation an Felix, das war
allererste Sahne.“ Neureuther
übernahm zudem die Führung
in der Torlauf-Wertung des Weltcups. Noch im ersten Durchgang
wirkten Dopfer und Neureuther
nicht so flink wie gewohnt, landeten dennoch mit nur rund einer halben Sekunde Rückstand
auf den Halbzeit-Führenden
Mattias Hargin aus Schweden
auf den Rängen vier und fünf.
Insbesondere Neureuthers Fahrt
durch den Schnee gewann im
Nachhinein an Wert: Nach eigenen Angaben war der 30-Jährige
mit eingeschränkter Sicht unterwegs. Er habe auf dem linken Auge nur schlecht sehen können,
berichtete er.
Das sei eine gelegentlich auftretende Folge seines Autounfalls vor den Olympischen Winterspielen im Vorjahr. Im Gegensatz zu Dauerrivale Marcel Hirscher kam Neureuther aber ins
Ziel. Der Torlauf-Weltmeister fädelte mitten in einer bärenstarken Fahrt kurz nach der zweiten
Zwischenzeit ein. Nach 29 Weltcup-Slaloms ohne Ausfall erwischte es den Österreicher. „Lieber schnell und ausscheiden als
Siebter und ein riesengroßes
Fragezeichen über dem Kopf“,
sagte Hirscher.
Die verfrühte Abreise aus
Wengen erfolgte „ohne Ärger
und Zorn“. Bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel will
Hirscher kommende Woche in
der Kombination und dem SlaDPA
lom starten.
KURZ GEFASST
BASKETBALL
Dirk Nowitzkis Revanche
Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks ist gegen die Denver
Nuggets eine erfolgreiche Revanche gelungen. Der deutsche
Basketball-Profi kam mit seinem Team in der nordamerikanischen Profiliga NBA zu einem 97:89-Erfolg. Zwei Tage zuvor
hatten die Texaner noch gegen den gleichen Gegner verloren
– allerdings ohne den geschonten Nowitzki. Die Atlanta Hawks
und Dennis Schröder bauten ihre beeindruckende Siegesserie
weiter aus und feierten mit dem 110:89 gegen die Toronto
Raptors ihren elften Erfolg nacheinander.
DPA
Steffen Weinhold schlenderte
mit den Händen in den Taschen
seiner Trainingshose den Wandelgang über dem Hotel-Foyer
entlang. Am Tag zwischen seinem Glanzauftritt beim 29:26Sieg im ersten Spiel der Handball-WM in Katar gegen Polen
und der heutigen zweiten Vorrundenpartie (17 Uhr, live bei
Sky) gegen Russland schien bei
dem Rückraumspieler alle Anspannung verflogen zu sein. „Wir
sind jetzt im Turnier drin. Vorher
waren wir doch etwas nervös“,
sagte der Spieler vom THW Kiel
gestern.
Mit seinen neun Treffern hatte der athletische Linkshänder
wesentlichen Anteil an dem
letztlich souveränen Erfolg, dem
nur beim 20:20 (42.) und dem
25:25 sechs Minuten vor Schluss
Gefahr gedroht hatte. „Da haben
wir Charakter gezeigt“, sagte
Bundestrainer Dagur Sigurdsson und verteilte ein Extralob an
Weinhold: „Mich hat am meisten gefreut, dass die Mannschaft
in den schwierigen Phasen, wo
wirklich Gegenwind war, zusammengehalten und sich durchgekämpft hat. Das fand ich stark.
Und da ist Steffen vorneweg
marschiert.“
Die Anerkennung des Trainers
und die Auszeichnung als
„Mann des Spiels“ ließen Weinhold zwar nicht kalt, aber überbewerten wollte er sie auch wieder nicht. „Ich freue mich natürlich, dass ich mit meiner Leis-
Der Kieler Linkshänder Steffen Weinhold (rechts vorne), der gegen den großen Rivalen neun Treffer erzielte,
war der Führungsspieler der deutschen Mannschaft im harten Spiel gegen Polen.
FOTO: HEUBERGER
tung der Mannschaft helfen
konnte. Aber ich freue mich
mehr, dass wir gewonnen haben“, meinte der 28 Jahre alte
Franke.
Spätestens seit dem AuswahlAbschied von Holger Glandorf
ist Weinhold mehr als zuvor als
Führungsspieler gefordert. „Da
gehöre ich mit dazu. Aber in einem anderen Spiel kann es auch
ein anderer sein. Ich bin auch
froh, wenn ein anderer Verantwortung übernimmt“, sagte er.
Weinhold lebt bei seinem Tordrang in erster Linie von Dynamik und Athletik. Statt wie sein
Kieler Club-Kollege Marko Vujin
aus großer Entfernung im
Sprung aufs Tor zu werfen, geht
er dahin, wo es wehtut, und
wuchtet sich selbst durch kleinste Lücken. „Ich habe eine Spielweise, die körperlich anstren-
gend ist. Dafür ist es wichtig,
dass ich fit bin“, meinte der gebürtige Fürther, der vor der Saison vom Champions-LeagueSieger SG Flensburg-Handewitt
nach Kiel gewechselt war.
Unmittelbar nach dem Sieg
stand Regeneration auf seinem
Programm. Ab in die Eistonne,
dann auf die Massagebank und
gestern über Mittag ins Bett.
„Eins der wichtigsten Dinge, die
mir die Trainer mitgegeben haben, ist schlafen“, berichtete er.
Zur Entspannung geht er auch
spazieren oder springt mal am
hoteleigenen Strand ins Meer.
„Im Playstation-Zimmer bin ich
nicht“, sagte er mit einem
Schmunzeln.
Für die Partie gegen Russland
will er so seine Kräfte ausreichend wiederbelebt haben. „Ich
bin guter Dinge, dass ich wieder
richtig fit bin“, meinte Weinhold.
Nach Meinung des Bundestrainers wird die Mannschaft einen
quicklebendigen Kieler brauchen.
Denn der Isländer hat einen
Heidenrespekt vor dem nächsten Kontrahenten. „Seit der Auslosung habe ich kein gutes Gefühl gehabt für das Spiel gegen
Russland“, gab er zu.
Vor allem deren Trainer Oleg
Kuleschow steht hoch in seiner
Achtung. Unter dessen Regie sei
das Team moderner geworden.
„Die haben einen sehr, sehr guten Trainer. Er war einer der besten Mittelmänner meiner Zeit.
Er ist ein sehr cleverer Typ“, lobte
der einstige Spielmacher Sigurdsson seinen Kollegen und
fügte an: „Es sieht gut aus für
Russland in den nächsten paar
DPA
Jahren.“
Locker und gelöst
TENNIS:
Roger Federer gehört bei den Australian Open in Melbourne zu den Favoriten
Beim traditionellen Kids Day
amüsierte sich Roger Federer
prächtig mit den Ninja Turtles
und SpongeBob. Bei einem
Spaß-Match in der voll besetzten
Rod-Laver-Arena schlug der 17malige Grand-Slam-Champion
gestern mit Ana Ivanovic, Eugenie Bouchard und dem Australier Nick Kyrgios ein paar Bälle
über das Netz. Dabei begeisterte
Federer nicht nur die 15 000
Menschen im Tennisstadion,
sondern auch die kostümierten
TV-Helden in Überlebensgröße
am Spielfeldrand.
Alles andere als ein Kinderspiel wird jedoch die Aufgabe,
die sich der 33 Jahre alte Schweizer für die kommenden zwei Wochen in Melbourne vorgenommen hat. Will Federer zum fünften Mal die Australian Open gewinnen, zum ersten Mal seit
Wimbledon 2012 wieder einen
Sieg bei einem der vier wichtigsten Turniere erreichen und seinen 18. Grand-Slam-Titel feiern,
müsste er – bei normalem und
für ihn optimalem Verlauf – erst
Andy Murray, dann Rafael Nadal
und im Endspiel Boris-BeckerSchützling Novak Djokovic
schlagen.
„Ich habe das Gefühl, dass ich
zur Zeit sehr gut spiele. Ich bin
zufrieden damit, wie es in den
letzten sechs Monaten lief“, sag-
Roger Federer hat sich eindrucksvoll zurückgekämpft.
te Federer, als er eine halbe Stunde nach dem Show-Match in der
Pressekonferenz saß und mit
seiner neongelben Mütze und
der offenen weißen Trainingsjacke Gelassenheit und Optimismus verbreitete.
Vor einer Woche feierte der
doppelte Zwillingspapa mit dem
1000. Einzelsieg seiner bemerkenswerten Karriere den Titelgewinn in Brisbane. Nach seinem
enttäuschenden Jahr 2013 mit
Rückenblessur, Schlägerproblemen und nur einem Turniersieg
hat sich Federer in beeindru-
FOTO: AFP
ckender Weise zurückgekämpft.
Kein anderer Profi hat 2014
mehr Matches gewonnen als er.
Entsprechend locker und gelöst
präsentiert sich Federer zu Beginn der neuen Saison. „Natürlich gehe ich in diesem Jahr viel
ruhiger in das Turnier“, sagte der
Basler vor seinem ersten Auftritt
am Montag (9 Uhr MEZ) gegen
Lu Yen-Hsun (Taiwan). „Der Erfolg in Brisbane hat mir viel Sicherheit gegeben.“
Gemeinsam mit dem Ranglisten-Ersten Djokovic zählt der an
Nummer zwei gesetzte Federer
zu den großen Favoriten – sein
langjähriger Rivale Nadal dagegen wies die Rolle nach seiner
langen Auszeit zum Ende der
vergangenen Saison von sich.
„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich hier gewinnen kann. Stand heute sehe ich
mich nicht in der Lage, das Turnier zu gewinnen“, sagte der Spanier vor dem Duell am Montag
mit dem Russen Michail Juschni
(nicht vor 4 Uhr MEZ).
Auch elf der insgesamt 17
deutschen Profis greifen bereits
am ersten Turniertag in das Geschehen ein, darunter einen Tag
nach ihrem 27. Geburtstag die
Weltranglisten-Neunte
Angelique Kerber (Kiel) gegen die Rumänin Irina-Camelia Begu (nicht
vor 5 Uhr MEZ). Als Qualifikantin
rückte gestern noch Tatjana Maria nach. Die 27-Jährige aus Bad
Saulgau, die unter ihrem Mädchennamen Malek für das deutsche Fed-Cup-Team spielte, steht
zum ersten Mal seit der Geburt
ihrer Tochter Charlotte 2013 wieder im Hauptfeld eines GrandSlam-Turniers. „Ich bin überglücklich, dass ich das geschafft
habe. Jetzt versuche ich, mein
Bestes zu geben. Jede Runde ist
ein Bonus für mich“, sagte sie vor
ihrem Erstrunden-Match am
Montag (1 Uhr MEZ) gegen die
DPA
Chinesin Peng Shuai.
BZ Karten-Service
badische-zeitung.de/events
Oder Sie buchen Ihre Karten
unter 0761 / 496-88 88.
Der Sonntag
BZ Karten-Service
Kultur
badische-zeitung.de/events
Schwarz und köstlich
Lange galt sie als ungenießbar, dann
wurde sievon schwerer Soße erdrückt. Jetztwird die Schwarzwurzel
neu entdeckt: Christoph Trienen serviert sie gern geschmort. SEITE 11
18.Januar2015
Oder Sie wählen Ihren
Lieblingsplatz gleich vor Ort
in allen BZ-Geschäftsstellen.
„Aida“ lockt
14 000 Besucher an
Gloria-Theater zieht BILANZ zur Halbzeit
Mehr Meinung für das linksliberale Basel oder politisches Instrument der Rechten: Die „BaZ“ gibt viel Anlass für Diskussionen.
FOTOS: GRA/ZVG
„Nur noch Kampfinstrument“
„Das Experiment Aida ist ge- suchern, schreibt die BZ. Für die
glückt“, bilanziert Intendant Jo- Mittagsvorstellungen gebe es
chen Frank Schmidt gegenüber noch gute Karten, für die Abendder Badischen Zeitung. Bisher vorstellungen seien erst ab Mitte
haben 23 Aufführungen im Bad März Einzelplätze verfügbar.
Säckinger
GloriaAuch die GastspieTheater stattgefunle
laufen
laut
den, fast alle waren
Schmidt hervorraausverkauft. Insgegend und die Planunsamt lockte das Mugen für die Saison
sical 14 000 Besu2015/2016
seien
cher an.
schon im vollen Gan„Aida“ wird mit 19
ge. Ein Musical wird
weiteren
Auffühes allerdings erst 2017
rungen bis zum 19.
wieder geben – eines
April zu sehen sein.
von Intendant und
Bis dahin rechnen
Komponist Jochen
die Veranstalter der
Frank Schmidt. Um
Hochrhein Musicals
was es gehen wird,
mit
insgesamt Szene aus dem Musi- bleibt vorerst noch
25 000 Musicalbe- cal „Aida“ FOTO: LIPP ein Geheimnis.
DS
KURZ GEFASST
Streit um die BASLER ZEITUNG : Edgar Hagen über seinen Film „Die Übernahme“
Der Basler Filmemacher
Edgar Hagen hat sich einem
ungewöhnlichen Sujet gezeigt, das jetzt ins Kino
kommt: der Basler Zeitung.
„Die Übernahme“ sieht das
Blatt mit seinen Besitzern
als Gefahr.
Herr Hagen, seit der Übernahme
durch SVP-Vordenker Christoph
Blocher und dem von ihm installierten Chefredakteur Markus
Somm sei die „Basler Zeitung“
eine „Gefahr für die Demokratie“.
Wie beweist man das in einem
nicht ganz einstündigen Film?
Wir haben die Ereignisse der lange verschleierten Übernahme
der Zeitung durch Christoph
Blocher noch einmal mit viel Archivmaterial dargelegt. Der Rest
ist eine Auseinandersetzung mit
der Zeitung und speist sich aus
einer Veranstaltung von „Rettet
Basel“. Wir ließen eine Schauspielerin aus der Basler Zeitung
lesen: Artikel, die polarisieren
oder Leute frontal attackieren
und demontieren. Eingeladen
hatten wir Betroffene aus dem
öffentlichen Leben, aber auch einen Psychiater, der die Texte
analysiert hat. Die Frage war:
Sind das Zufälle, weil die Schreiber nicht wissen, was sie tun,
oder steckt ein System dahinter?
Und?
Es ist ganz klar ein System. Es
geht um einen Prozess der
schleichenden Entpolitisierung.
Die Leute sollen weggeführt werden von kritischer Betrachtung
des Geschehens.
Aber Somm will doch gerade die
politisch Verantwortlichen am
ruhigen Schlaf hindern?
Das ist natürlich eine Provokation, aber ich glaube, er hat etwas
anderes im Sinn: Gegnerschaft
zur EU, es gibt einen latenten
Rassismus, Attacken auf das Sozialsystem. Da sind gefährliche
Ausgrenzungsmechanismen am
Werk und der Versuchvon Destabilisierung der Institutionen.
Wenn es ein System wäre, wie
sähe es aus?
Wir kennen das aus Italien mit
der Berlusconisierung. Dahinter
steckt weniger die SVP, als das,
was die Übernahme durch die
Rechten aus ihr gemacht hat.
Und so ist auch die BaZ übernommen und instrumentalisiert worden, mit viel Geld. Das
haben wir auch bei der Weltwoche erlebt. Und ich glaube auch
nicht, dass der Versuch, die NZZ
oder ihre Regionalblätter zu
übernehmen, schon beendet ist
nach Somms Rückzieher. Dahinter steht ein bewusstes Handeln:
Man will mehr Einfluss auf die
Medien, es ist
der Versuch einer Gleichschaltung. Deshalb attackiert die SVP
auch das öffentliche Radio und
Fernsehen so vehement.
Somm hat sich einmal als „Stellvertreter Blochers“ bezeichnet,
sagt aber, er wolle vor allem die
Meinungsbreite erhöhen. Was
ist für Sie daran gefährlich?
Man versucht mit dieser Zeitung
eine völlige Umwertung, die
Übernahme durch eine Ideologie. Sicher darf jeder kaufen, was
auf dem Markt ist. Aber die Aufgabe der Zeitung in einem demokratischen System ist gefährdet, wenn sie politisch instrumentalisiert wird. Es geht ja gar
nicht mehr um die Analyse der
öffentlichen Prozesse. Es geht
nur darum, Mehrheiten zu kippen. Das rot-grüne Basel war Blocher schon immer
ein Dorn im Aug.
Die Auflage der
Basler Zeitung ist
seit Somm auch
unglaublich erodiert. Die BaZ ist ja
kein einträgliches
Unternehmen
mehr, er fährt dieInwiefern soll
se Zeitung mit
die „BaZ“ InstiChristoph Blocher
tutionen destaan die Wand. Aber
bilisieren?
sie ist weniger ein
Doku-Filmer Edgar Hagen
wirtschaftliches
Es gab Angriffe
Produkt als ein
gegen Finanzsekretäre, Bundes- Kampfinstrument, um die Leute
rätinnen und andere wie Baudi- weichzuklopfen.
rektor Hans-Peter Wessels, die
unerhört sind in ihrer UnflätigIm Film fallen Begriffe wie Makeit. Denken Sie an die Mitarbeinipulation, Gehirnwäsche, Atter des Bauamts, die öffentlich
tacken, die auf Vernichtung der
und mit Namen angegriffen
Leute ausgerichtet sind. Können
wurden, weil sie besondere
Sie das belegen?
Spielgeräte für Spielplätze in
Deutschland eingekauft hatten. Der Medienjournalist Philipp
Das war laut Wessels nur ein paar Cueni findet eins besonders geZentimeter entfernt von „Kauft fährlich: Man weiß bei der BaZ
nicht bei Juden“. Ich habe da als nicht mehr, ob stimmt, was sie
Filmemacher das Gefühl, dass schreibt. Immer wieder hat sich
man sich dazu einfach verhalten herausgestellt, dass jemand gemuss.
zielt attackiert wurde, die Sache
aber nicht stimmt. Fehler werSie nehmen aber eine ungeden aber gar nicht korrigiert.
wöhnliche Perspektive ein: Es
kommen nur Gegner der BaZ
Das hat jüngst auch der Presserat
zu Wort.
heftig gerügt.
Das ist denkbar. Aber Provokation um jeden Preis kann es auch
nicht sein. Es wird vor allem gezielt versucht, Institutionen anzugreifen und zu destabilisieren.
Wie nehmen Sie die Mediensituation Basel war: Sorgen die
„Basellandschaftliche Zeitung“
und die von einer Mäzenin geförderte „Tageswoche“ für genug
Pluralität?
Die BZ hat tatsächlich zunehmend Verantwortung in der
Stadt übernommen. Die Tageswoche setzt sich noch zu punktuell mit gesellschaftlichen und
politischen Prozessen auseinander. Aber durch das Zusammenspiel ist die Lage nicht so
schlimm wie befürchtet – man
kann durchaus klarkommen,
wenn man die BaZ nicht liest.
Die „Tageswoche“ wollte die Zeitung für das Gute Basel sein, ein
groß angekündigtes journalistisches Gegengewicht. Erfüllt
sie ihren Anspruch? Die Redakteure laufen ihr auch davon.
Es ist schwierig, heute noch eine
Zeitung zu etablieren. Ich habe
den Eindruck, die nahe Zukunft
ist finanziell gesichert. Die Frage
ist, was sie daraus machen. Es ist
nicht alles spannend, was sie
bringt, aber ich verfolge das mit
sehr großem Interesse. Es ist
auch unbedingt zu wünschen,
dass sie ein gewisses kritisches
Potenzial erreicht, das ist ja auch
eine Aufgabe eines solchen Mediums.
Im Anschluss an den Film gibt
es Podiumsdiskussionen. Sind
auch „BaZ“ und SVP geladen?
Ja, Herr Somm und sein Stellvertreter wurden eingeladen, sie haben aber abgesagt. Es kommen
aber Leute von der SVP. Ich finde
bemerkenswert, dass sie sich der
Diskussion stellen.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE
RENÉ ZIPPERLEN
Wir hatten ja BaZ-Leser eingela- Ja, Falschmeldungen werden
den, natürlich auch Redakteure nicht widerrufen oder korrigiert.
und den Chefredakteur Somm.
> DIE ÜBERNAHME Kult. Kino
Es haben aber alle abgesagt.
Die „BaZ“ hat aber auch wichtige Atelier,Theaterstraße 7, Basel, heuSomm taucht auch im öffentliDinge, etwa bei den Verkehrste und Sonntag, 25. Januar,11 Uhr,
chen Leben Basels nicht auf.
betrieben, aufgedeckt.
Samstag, 24. Januar, um 12 Uhr.
ST. BLASIEN
Sammlung des Landkreises Waldshut
Der Landkreis Waldshut besitzt eine Sammlung moderner
und zeitgenössischer Kunst. Dazu zählen beispielsweise zwei
großformatige Werke des aus Menzenschwand stammenden
Malers Franz Xaver Winterhalter (1805-1873), die sich in der
Dauerausstellung des Museums St. Blasien befinden. Nun
gewährt das Haus Einblicke in die Sammlung des Kreises, die
normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist. Die Ausstellung
ist bis zum 17. Mai, dienstags bis sonntags von 14.30 bis 17 Uhr
geöffnet.
DS
SAMEDAY RECORDS
Konzert in Murg-Oberhof
Das Akustik-Trio aus Murg Sameday Records spielt am Freitag,
23. Januar, im Café Verkehr in Murg-Oberhof. Die Band besteht
aus Daniele Cuviello, Severin Ebner und Patrick Huber – drei
Stimmen, zwei Gitarren und einem Cajon. Das Konzert in Murg
beginnt um 20.30 Uhr, Einlass ist um 19.30 Uhr. Karten gibt
DS
es an der Abendkasse für 10 Euro.
LAUFENBURG
Konzert mit Lyrik und Prosa
Unter dem Titel „Lyrik lohnt und Prost auf Prosa!“ findet am
heutigen Sonntag, 18. Januar, in der Evangelischen Versöhnungskirche in Laufenburg ein Konzert zum neuen Jahr statt.
Sängerin Petra Gack und Mike Schweizer (Saxofon und Bassklarinette) spielen mit Texten von Erich Kästner, Hermann
Hesse, Eduard Mörike, Ernst Jandl, Robert Gernhardt und anderen
bekannten Autoren. Die beiden Künstler aus Freiburg geben
zudem humorvolle Weisheiten mit auf den Weg. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Eintritt frei, Kollekte.
DS
BAD SÄCKINGEN
Eure Mütter mit
neuem Programm
Das Stuttgarter Comedy-Trio
Eure Mütter gastiert am Donnerstag, 14. Mai, im GloriaTheater in Bad Säckingen. Andi,
Matze und Don diskutieren
nicht gern politisches Kabarett.
Stattdessen beschäftigen sie
sich lieber mit den vermeintlich banalen Themen des Alltags. Dabei schlüpfen sie in die
unterschiedlichsten Rollen und
stellen ohne Angst vor Lächerlichkeit sämtliche Abarten ihrer eigenen Generation infrage.
Showbeginn ist um 20 Uhr.
Karten kosten zwischen 23,50
und 29,50 Euro. Der Vorverkauf
hat bereits begonnen. Karten
gibt es im Gloria-Theater, unter
www.gloria-theater.de oder
Kartentelefon 07761/6490 und
bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.
DS
12 KULTUR IN DER REGION
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Mitleid mit der Teufelin
Ein Ort zwischen
Krieg und Frieden
Viel Aufwand, weniger szenischer Ertrag: Die Basler MÉDÉE überzeugt nur musikalisch
Dank Magdalena Kožená
und einem starken Orchester ist Charpentiers barocke
„Médée“ein Erlebnis. Die
Szene buchstabiert dagegen
den Text vor allem drastisch
und mit großem Aufwand
nach.
GEORG RUDIGER
Wohl kaum eine Frauengestalt
aus der griechischen Antike hat
solch einen schlechten Ruf wie
Medea. Wer seine eigenen Kinder tötet, um dem Vater Schmerzen zuzufügen, hat kein Mitleid
verdient. Oder doch? Marc-Antoine Charpentier präsentiert in
seiner 1693 uraufgeführten
Oper „Médée“ die Titelfigur
nicht einfach als gefühllose,
rachsüchtige
Kindsmörderin,
sondern interessiert sich für ihre
Entwicklung.
Am Theater Basel wird Medea
nun in der lange Zeit verschollenen „Tragédie mise en musique“
fast zur Sympathiefigur, weil
man ihre eigenen Verletzungen
besser verstehen kann. Das liegt
vor allem an Magdalena Kožená.
Die tschechische Mezzosopranistin zeigt Médée alsvielschichtige Frau, die große Emotionen
in sich trägt. Schon bei der Ouvertüre, die das La Cetra Barockorchester Basel unter der Leitung von Andrea Marcon geschärft und gespannt zum Klingen bringt, steht Médée als
fürsorgliche Mutter auf der Bühne und spielt ausgelassen mit ihren Kindern. Erst als die YuppieGesellschaft laut lachend und
quatschend auf die Bühne
kommt, verschwindet sie in den
Keller dieses zweistöckigen, marmornen Machtapparats von König Créon.
Charpentiers Musik unterscheidet kaum zwischen Rezitativ und Arie. Die fließenden Gesangslinien sind nah an der gesprochenen Sprache. Es gibt
kaum geschlossene Nummern
in dieser frühen Barockoper. Die
Virtuosität liegt vor allem im Or-
Magdalena Kožená zeigt vielschichtig und psychologisch einleuchtend,
wie sich Medeas Verletztheit in Wut verwandelt. Hier mit Robin Adams
als Prinz Oronte.
FOTO: HANS JÖRG MICHEL
chester, Koloraturen sind gar
nicht zu hören. Nur die Affekte
hat der Franzose von der italienischen Oper seiner Zeit übernommen, wenn in den Gesangsstimmen große Intervalle ausgemessen oder einzelne Worte gedehnt
werden.
Magdalena Kožená reichert
die Partitur mit vielen Nuancen
und Farben an; bei dramatischen Ausbrüchen intoniert sie
anfangs etwas hoch. Ihrem untreuen Jason, den Anders J. Dahlin mit leichtem, hellem Tenor
zu einem windigen Schwächling
macht, ist sie in jeder Phase
überlegen, auch wenn sie noch
im dritten Akt um seine Liebe
winselt. Dann aber schlägt ihre
Verletztheit in Wut um. Ins Extreme verfällt sie dabei aber
nicht. Wie genau Kožená diese
psychologische Entwicklung gesanglich und darstellerisch gestaltet, wie sich ihre Mimik ver-
Rivalin Créuse (mit schlackenlosem Sopran: Meike Hartmann)
schenkt, fängt am Ende an zu
qualmen, weil es laut Libretto
brennen soll. Auch im Lift legt
die Rächerin zu ihrem dramatischen Abgang Feuer. Brieger
nimmt alles wörtlich. Die toten
Kinder werden blutüberströmt
auf die Bühne geworfen. Geister
müssen komisch aussehen und
seltsame Verrenkungen machen
wie die Männer des La Cetra Vokalensembles Basel. Die von
Médeé verhexten, Springerstiefel tragenden Krieger schlagen
sich die Köpfe ein, ehe sie als
Zombies nochmals kurz über die
Bühne geistern.
König Créon (mit mächtigem,
etwas ausgeleiertem Bass: Luca
Tittoto) kriegt von Médeé ein
paar Ladys herbeigezaubert, die
ihm die Hose ausziehen und eine Wellnessbehandlung inklusive Gesichtsmaske verpassen.
Fantasievoll ist das alles leider
nicht. Der enorme Aufwand der
Inszenierung steht in keinem
Verhältnis zum geringen künstlerischen Ertrag.
Die Partie des Prinzen Oronte
singt Robin Adams mit kernigem Bariton, aber etwas zu viel
Vibrato. Silke Gäng ist als
Médées Vertraute Nérine ein Ruhepol im immer hitziger werdenden Geschehen. Das Cetra
Barockorchester Basel sorgt bei
dieser umjubelten Premiere für
den fast pausenlosen musikalischen Fluss. Die beiden Continuogruppen
mit
Cembali,
Theorben und Celli wechseln
sich ab oder tragen die Sänger
auch gemeinsam. Hin und wieder fehlt die Präzision bei Unisoni zwischen Streichern und Bläsern, was aber dem guten musikalischen Gesamteindruck keinen Abbruch tut. Und den
tanzenden Pauker, der mit der
Hacke das Donnerblech bedient,
muss man auch gesehen haben.
ändert und ihre Stimme härtet –
das macht die Basler „Médée“ zu
einem echten Musiktheatererlebnis.
Kostümbildnerin Bettina Walter unterstützt diese Verwandlung, indem sie Médée am Ende
mit einem Harnisch über ihrem
Unterkleid zur Kriegerin werden
lässt. Die Barockzeit wird in den
Einheitskostümen des Orchesters und den Perücken und Kleidern des Bewegungschors beim
Divertissement im zweiten Akt
zitiert.
Richtig verortet wird die Geschichte von Regisseur Nicolas
Brieger allerdings nicht. Das große Einheitsbühnenbild von Raimund Bauer besitzt wenig Atmosphäre und keine Flexibilität.
Der zentrale Aufzug bringt hier
leider auch nichts in Fahrt. Brie- > MÉDÉE Theater Basel, Großes
ger bebildert die Geschichte, an- Haus, nächste Vorstellungen: 17.,
statt sie zu interpretieren. Das 21., 24., 27. Januar, weitere im Febvergiftete Kleid, das Médée ihrer ruar. www.theater-basel.ch
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IHR HOROSKOP VOM 18. BIS 24. JANUAR
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tanzen. Beruf: Je abwechslungreicher die Aufgaben, desto besser für
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Ansichten Ihres Gegenübers.
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heißt es nun gelassen zu bestehen.
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spannender macht, ist willkommen. Beruf: Ihre Einschätzung der Dinge scheint sehr wichtig zu
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werden als positive Herausforderung erlebt. Allgemein: Jemand zeigt sich momentan leider ein wenig zugeknöpft.
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den Dingen aufmerksamer gegenüberzutreten. Allgemein: Irgendwie wird sich die
kritische Situation entspannen.
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Ein Blueskonzert mit der First Class Blues Band findet im
Berggasthaus Waldhaus in Schopfheim-Schweigmatt am Montag,
19. Januar, ab 20 Uhr statt. Ihr Stil bewegt sich zwischen traDS
ditionellem Blues und Chicago Blues.
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† 2006
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2. Person
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WASSERMANN
Liebe: In der Not ist jemand für
Sie da. Eine lohnende Beziehung. Beruf: In kniffligen Situationen lieber fünf gerade sein lassen.
Allgemein: Nun sind Sie an der Reihe!
Lassen Sie es sich gutgehen.
Geboren und gelebt in Berlin, Pazifisten Berthold Jacob, einen
später nach Paris gezogen, Wegbegleiter Tucholskys, nach
schließlich nach Göteborg – die Basel und entführen ihn nach
Verbindung Kurt Tucholskys zu Weil am Rhein. Tucholsky setzt
diesen drei Städten ist offen- sich beim Bundesrat der Schweisichtlich. Was aber hat der zerischen Eidgenossenschaft für
Schriftsteller und Satiriker mit Jacob ein. Dieser wird dann auch
Basel zu tun? Genau das will der Schweiz überstellt und nach
Martin Jösel, Literaturwissen- Frankreich abgeschoben. Dafür
schaftler und Lehrer am Weiler kritisiert Tucholsky die Schweiz,
Kant-Gymnasium,
herausge- wie Jösel belegt.
funden haben. Mit seinem VorAls dann Knut Hamsun den
trag im Tucholsky-Jahr – 80. To- im KZ sitzenden Weltbühne-Herdestag und 125. Geburtstag – er- ausgeber Carl von Ossietzky
öffnet er die Vorschmähte, ist Tutragsreihe „Wort und
cholsky
außer
Musik“ im Basler
sich: „Es ist das
Klingentalmuseum.
dümmste, das ich
So schickt Kurt Tuseit langer Zeit
cholsky auf einer
gesehen habe“,
seiner Reisen nicht
schreibt er seiner
nur eine Postkarte
Brieffreundin.
vom
Badischen
Auch der Basler
Bahnhof, den er als
Nationalzeitung
„Grenz-Ort
zwischreibt er, um
schen Krieg und
einen Text anzuFrieden“ beschreibt,
bieten – eine Antan seine Frau Mary;
wort bleibt aus.
Tucholsky schreibt
Wenig später töin der Weltbühne Martin Jösel
FOTO: ZVG tet sich Tucholauch immer wieder
sky im schwediüber Basel, bis die Zeitschrift schen Exil. Noch etwas verbindet
nach der Machtergreifung Hit- Tucholsky mit Basel, wie Jösel
lers zum letzten Mal erscheint – anmerkt: Er schloss bei der Basund die Basler Nationalzeitung ler Lebensversicherung einen
für den Journalisten „in mehrfa- Vertrag über 50 000 Mark ab –
cher Hinsicht von Bedeutung“ kündigt diesen aber zwei Jahre
wird, wie Jösel in einer Abhand- vor seinem Tod.
SGE
lung schreibt.
In einem Brief an seine Zür- > DER VORTRAG von Martin Jöcher Brieffreundin Hedwig Mül- sel findet statt am Mittwoch, 21.
ler schreibt Tucholsky über die Januar, 18.15 Uhr im Basler KlinTapferkeit der Basler Zeitungen gentalmuseum. Die Klarinettistin
in der Zeit des Nationalsozialis- Michal Lewkowicz und die Cellistin
mus. Doch spielt Basel auch ein Gunta Abele übernehmen die mudüsteres Kapitel in Jösels Ab- sikalische Gestaltung. Der Eintritt
handlung: So locken Nazis den ist frei.
KREUZWORTRÄTSEL
Bezahlung in
freien
Berufen
SKORPION
Liebe: Mit Ihrem ewigen Misstrauen stehen Sie sich selbst
im Weg. Beruf: Nichts überstürzen! Überzeugungsarbeit will geplant sein. Allgemein: Für Ihr Wohlbefinden müssen Sie schon selbst etwas tun.
Martin Jösel über KURT TUCHOLSKY und Basel
nicht
ohne
10
®
Hand-,
Fußrücken
s1813.24-790
Lösung vom vergangenen Sonntag:
CHAUFFEUR
DREI GÄNGE 13
Der Sonntag · 18. Januar 2015
Nie mehr mit schwerer Soße
Küchenchef Christoph Trienen serviert SCHWARZWURZELN geschmort oder als Chips
seiner Majestät Schmorpäckchen mit Petersilienpesto und
Ziegenfrischkäse servieren.
Ablehnung erfahren sie von
jenen, die ihre Zubereitung
„eine Riesensauerei“ nennen. Doch duften Schwarzwurzeln erst einmal verführerisch, ist alle Mühe vergessen. Christoph Trienen
vom Waldkircher Restaurant „Zum Storchen“ serviert die Rebellen unter den
Wintergemüsen geschmort
mit Ziegenfrischkäse.
> ZUM
STORCHEN, Restaurant
und Hotel, Lange Straße 24, Waldkirch, Telefon 0 76 81/ 4 74 95 90,
www.zum-storchen-waldkirch.de.
Geöffnet täglich außer Montag 12
bis 14 Uhr und 18 bis 22 Uhr.
REZEPT
SUSANNE LINDNER
Tiefe, dunkle, satte, süßlich-kühle Erde: So duften Schwarzwurzeln, wenn sie von Oktober bis
April frisch vom Feld kommen.
Unwillkürlich muss man an den
sandigen Stangen schnuppern,
bevor man die Hände zum
Schutz vor ihrem milchigen Sekret in Gummihandschuhe
steckt und zum Sparschäler
greift. Doch leider wird das klassische
Wintergemüse
von
Marktbesuchern allzu oft links
liegen gelassen, wo es dann seinem Substanzverlust entgegenrunzelt. Ein erbärmlicher Anblick für seine Freunde, zu denen
Küchenmeister Christoph Trienen zählt, obwohl Pastinaken
und Petersilienwurzeln bei ihm
derzeit auf Platz eins und zwei
rangieren. Was ihn nicht davon
abhält, Schwarzwurzeln in seinem Restaurant in der Waldkircher Innenstadt auf die Karte zu
setzen: „Auf keinen Fall aber in
der früher üblichen Kombination
mit
einer
schweren
Béchamelsauce, sondern am
liebsten geschmort, als Süppchen und in Form von Püree
oder Chips“, wie Trienen erklärt.
Saisonal mit internationalen
Einflüssen und frischen regionalen Zutaten wird im „Storchen“
unter der Leitung des ehemaligen Osnabrückers gekocht, der
das historische Haus aus der
Mitte des 17. Jahrhunderts vor
anderthalb Jahren mit seiner
Frau Astrid übernommen und
überzeugend umgestaltet hat.
Das Lieblingsgemüse Karls des Großen: Christoph Trienen mit
erntefrischen Schwarzwurzeln aus der Region.
FOTO: SUL
„Fest müssen sie sein und einfach zu brechen, dann sind sie
garantiert frisch“, sagt der Küchenchef und legt die geschälten
Stangen in frisches Wasser. Ein
Spritzer Zitronensaft oder etwas
Milch sorgen dafür, dass es nicht
zu braunen Verfärbungen durch
den Inhaltsstoff Nitrat kommt.
„Wenn es doch passiert, sollte
man wissen, dass sie spätestens
beim Blanchieren wieder weiß
werden“, bemerkt Christoph
Trienen und rät, Schwarzwurzeln einmal mit Topinambur
und Kerbelknolle zu kombinieren, deren Geschmack ebenso
fein sei. Zum Gemüsetrio passen
Trienens frische Gnocchi ganz
ausgezeichnet.
Zu guter Letzt noch ein Blick
auf die inneren Werte der
Schwarzwurzel: Neben Kalium,
Eisen, den Vitaminen B1, E und
Folsäure enthält sie das Kohlenhydrat Inulin und ist daher für
Diabetiker geeignet. Die dunkle
Tarnung der Schwarzwurzel ließ
sie übrigens bis zum 17. Jahrhundert als essbares Gemüse unerkannt bleiben. Dann nahm ihre
Karriere schnell Fahrt auf und erreichte vorübergehend sogar königliches Niveau: Die Köche
Karls des Großen sollen sie zum
Pläsier ihres Chefs immer wieder
auf die umfangreiche Speisekarte gesetzt haben. In welcher
Kombination, ist leider unbekannt. Christoph Trienen würde
SCHWARZWURZELN, geschmort, mit Petersilienpesto und Weißweinsauce:
500 g Schwarzwurzeln schälen, in 5 cm lange Stücke
schneiden, in eine Schüssel
geben. Mit Salz, Zucker und
Pfeffer würzen. Je 1 Zweig
Rosmarin und Thymian, fein
gehackt, und 4 EL Rapsöl zugeben. 15 Min ziehen lassen.
Ofen auf 180 Grad vorheizen.
Schwarzwurzeln auf 4 Stück
Backpapier (15 mal 15 cm)
verteilen, zu kleinen Päckchen falten und für 10 Min
in den Ofen schieben. Dann
die Päckchen öffnen, 150 g
Ziegenfrischkäse darauf verteilen und weitere 10 Minuten offen im Ofen backen.
DAS PESTO wird im Mixer
aus 1 Bund Blattpetersilie,
50 g gemahlenen Haselnüssen, 50 g Parmesan und
60 ml Rapsöl, Salz und Pfeffer hergestellt. Dazu passt
eine WEISSWEINSAUCE: Dafür 100 g Zwiebel klein
schneiden, andünsten und
mit 300 ml Weißwein ablöschen. Den Wein reduzieren,
bis nur noch der Topfboden
bedeckt ist. 250 ml Gemüsebrühe, 250 ml Sahne und
2 Lorbeerblätter zugeben
und etwas einkochen lassen.
Mit Noilly Prat, Champagneressig und Salz abschmecken. Im Mixer fein pürieren,
durch ein Sieb passieren,
noch einmal aufkochen und
eventuell mit etwas kalter
SUL
Butter aufmixen.
LieblingsplatzderGottesanbeterinnen
Ausflugstipp: Der
CASTELLBERG
Nichts wie raus, heißt es besonders in der lichtarmen Zeit im
Winter. Wenn der Schnee mal
wieder weggeschmolzen oder
gar nicht erst gefallen ist, lockt
die Vorbergzone mit Ausblicken
ins Rheintal, auf Schwarzwaldberge und Vogesen. Etwa bei einer kleinen Wanderung rund um
den Castellberg zwischen Ballrechten-Dottingen und Sulzburg
im Markgräflerland.
Ob wir mit dem Bus nach Ballrechten-Dottingen fahren oder
das Auto beim Verkehrskreisel
vor dem Ortseingang von Sulzburg abstellen, ist egal. Der Bergkegel des Castellbergs mit seinen
steilen Rebterrassen ist unübersehbar. Nur die Kuppe ist bewaldet. Größtenteils geteerte Rebstraßen umrunden den Berg in
unterschiedlicher Höhe. Wer
mag, folgt dem Panorama-Rundwanderweg, der bei der Castellberghalle in Ballrechten beginnt,
der Einstieg ist auch etwas oberhalb des Verkehrskreisels möglich. Genauso gut kann man einfach drauf los laufen und den
Castellberg erkunden. Schon in
der Bronzezeit war der Berg besiedelt, im 12. Jahrhundert wurde
eine Burg erbaut, von der allerdings nur noch Reste eines
Turmstumpfes erhalten sind.
NACHSCHLAG
KOCHEN FÜR ANGEBER
Für Experimentierfreudige
K
ochende Angeber müssen
was auf der Pfanne haben,
so viel steht fest: Wer sich
das von der Stiftung Warentest
herausgegebene Buch des
Kochphysikers
Thomas Vilgis –
„Kochen für Angeber“ – kauft,
um von Null auf
drei Sterne zu
starten, der wird
scheitern. Auch
wenn Vilgis sehr
klar die komplexen Vorgänge erklärt, ist es dennoch Kochen für
Fortgeschrittene. Man lernt ja
das Autofahren
auch nicht im Ferrari. Vilgis’
Buch ist eine Einführung in
Koch- und Küchentechniken,
die als Basis der sogenannten
Molekularküche gelten. Da
wird geliert, mit Flüssigrauch
hantiert, die eine oder andere
Tapiokaperle gefüllt und im Siphon aromatisiert. Ganz viele
Methoden sind einfache physikalische und chemische Vorgänge, die man sich zu Nutze
machen kann – etwa dadurch,
dass man bei der Salatsoße mit
dem Emulsionsgrad spielt, dass
man Obst dehydriert und es
aromatisiert rehydriert, dass
man es milchsäuregärt und fermentiert. Viele dieser Tipps
und Methoden lassen sich in
die Alltagsküche integrieren.
Zu den Erläuterungen der einzelnen Methoden gibt es passende Rezepte, die sehr klar und
übersichtlich strukturiert sind.
Das ist nötig, denn beim „Kochen für Angeber“ muss genau
gearbeitet werden was Zeiten,
Temperaturen und Mengen angeht. Für Leute,
die sonst gerne
frei und nach
Gefühl kochen,
ist das eine große Umstellung.
Hinzu kommt,
dass man über
eine gute Auswahl an Küchengeräten verfügen muss. Auch
wenn Vilgis Alternativen parat
hat – Eismaschine, Entsafter, Siphon und Infrarotthermometer sind fast nicht zu ersetzen.
Die Zutaten bekommt man
auch nicht im Supermarkt, und
leider fehlt dem Buch ein Register von Bezugsquellen für IotaCarrageen, Trehalose, Haco
Weiß und Co. Aber die InternetSuchmaschine weiß Rat. Wer
Spaß am Experimentieren und
geschickte Hände hat, der wird
mit „Kochen für Angeber“ seinen Gästen manch raffinierte
Vorspeise und originelle Desserts servieren können. Doch
wer sich einbildet, ein ganzes
Menü nach Thomas Vilgis Zaubern zu können, wird feststellen: Nur viel Übung macht den
Angeber.
KATHRIN GANTER
> KOCHEN FÜR ANGEBER von
Thomas Vilgis, Stiftung Warentest, 240 Seiten, 29,90 Euro.
QUERBEET
LÖRRACH
Schneckentisch im Glashaus
„Gemüse satt“ lautet das Motto beim nächsten Schneckentisch
des Slow-food-Conviviums Lörrach, das am Donnerstag, 5.
Februar, ab 19 Uhr im Inklusionsbetrieb Glashaus am Chesterplatz 9 in Lörrach stattfindet. Auf den Tisch kommen
Rote-Beete-Carpaccio mit Meerrettich, Nüsslisalat und schwarzem Rettich, Möhren-Basilikumsuppe mit Fetakäse im Lauchmantel, Wirsingroulade gefüllt mit Rüben und Pilzen, knusprige
Schwarzwurzeln und Rahmpostelein sowie Kürbistarte mit
Schoki, Pinienkernen und Vanilleeis – alles bio und fair und
kreiert von Küchenchef Thomas Bossert. Preis: Menü 35 Euro,
Getränke extra. Anmeldung unter www.slowfood.de / Slow
Food vor Ort / Lörrach.
DS
im Markgräflerland bietet steile Rebterrassen und herrliche Ausblicke
Der Castellberg zwischen Ballrechten-Dottingen und Sulzburg war
schon in der Bronzezeit besiedelt.
FOTO: HEG
Beeindruckend sind die steilen Trockenmauern und Steintreppen zwischen den Rebterrassen. Die Winzer haben die
steilen Hänge in mühevoller Arbeit zu stufenförmigen Flächen
gegliedert und bewirtschaften
die dort wachsenden Reben in
Handarbeit. Die Kalksteinmauern speichern die Wärme des Tages und geben sie nachts wieder
ab, so entstehen hier Weine besonderer Qualität. Für wärmeliebende Tiere wie die Gottesanbeterin, eine Fangheuschrecke, die
ihr Hauptverbreitungsgebiet im
Mittelmeerraum hat, sind die
Mauern mit ihren Ritzen und Fugen ein idealer Lebensraum.
Etwa zwei Kilometer lang sind
alle Mauern zusammen, drei
lange Treppenanlagen erschließen den Berg von unten nach
oben. Im Rahmen eines großangelegten
Sanierungsprojekts
wurden zwischen 2006 und
2010 zerfallene Mauern saniert,
verbuschte Flächen freigelegt,
Ruhebänke, eine Schutzhütte
und Infotafeln aufgestellt. Diese
Tafeln informieren über das Castellberg-Projekt, die Natur und
die Weinkultur. Wer mag, kann
mit dem Mobiltelefon Texte abrufen – allerdings telefonisch
und nicht per QR-Code.
Von der großen Schutzhütte
am Südwesthang des Castellbergs aus geht es in den Wald
und hinauf zum Gipfel, wo die
Burgreste zu sehen sind. Schon
nach zehn Minuten erreicht
man den Aussichtsturm, den der
Schwarzwaldverein Sulzburg vor
über 50 Jahren errichtet hat. An
klaren Tagen, vor allem im Winter, wenn die Bäume nicht belaubt sind, soll man vom Turm
aus 65 Ortschaften in der Rheinebene sehen können. Wir haben
nicht nachgezählt, den Ausblick
aber sehr genossen.
Weiter geht es durch Laubwald
zu den Castellberghöfen und
von dort zur nächsten Schutzhütte mit Waldspielplatz beim
Wanderparkplatz. Dort steht die
über 400 Jahre alte Gerichtseiche, die der Freiburger Holzbildhauer Thomas Rees gestaltet hat:
ein Henker, eine Trauernde, ein
Drache und viele andere Figuren
sind zu entdecken. Von hier geht
es zurück zum Ausgangspunkt,
oder man spaziert weiter nach
Sulzburg und schaut sich das
historische Städtchen an.
GABRIELE HENNICKE
Vergänglichkeit des ewigen Eises
DICK LIEGT DAS EWIGE EIS auf der Pasterzenzunge am Großglockner in Kärnten auf diesem Bild aus dem Jahr 1910. Rund 100 Jahre
später sind nur noch die Gipfel weiß, alles andere ist weggeschmolzen.
„Gletscher im Treibhaus“ heißt die Wanderausstellung, die noch bis
1. März im Haus der Natur am Feldberg, Dr.-Pilet-Spur 4, Station
macht. Foto-Vergleiche aus einem Jahrhundert veranschaulichen die
dramatischen Veränderungen im Alpenraum. Der Gletscherschwund
ist das sichtbarste Anzeichen der weltweiten Klimaerwärmung. Seit
Mitte des 19. Jahrhunderts – dem Beginn der Industrialisierung –
gehen die Alpengletscher zurück. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Eintritt frei.
FOTO: GEOF
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