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Infoblatt vom 25.03.2015

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Bauen, Mieten, Investieren
Fachbeitrag (Anzeige)
Bergische Universität Wuppertal
WEGE AUS DER
NACHWUCHSFALLE
Wie wird die Digitalisierung der Bauwirtschaft die Branche verändern? Wie können Prozesse optimiert
und die Produktivität des Unternehmens nachhaltig gesteigert werden? Wie kann die Bauwirtschaft den
dringend benötigten Nachwuchs gewinnen, fördern und binden? Fragen, die die Branche beschäftigen
und zu denen an der Bergischen Universität Wuppertal intensiv geforscht wird.
Professor Dr.-Ing.
Manfred Helmus
Die Unternehmen der Bauwirtschaft stehen vor großen Herausforderungen: In
Deutschland vollzieht sich derzeit nicht
nur ein gesellschaftlicher Wandel, der
mit massiven Nachwuchsproblemen
einhergeht, die Bauwirtschaft muss sich
auch auf einen massiven technologischen Wandel einstellen.
Radiowellen für
effizienteres Bauen
Um ein Bauprojekt termin-, kosten- und
qualitätsgerecht erstellen und das Bauwerk später effizient nutzen zu können,
ist sowohl ein reibungsloser Informationsaustausch als auch eine systematisierte Datenablage von entscheidender
Bedeutung. Die Praxis sieht häufig anders
Wirtschaftsblatt 4/14
aus. Für die Informationsbeschaffung und
Datenaufbereitung wird entlang der Wertschöpfungskette Bauen viel Zeit und Geld
aufgewendet. Das steht einem schnellen,
kostengünstigen und erfolgreichen Bauablauf im Wege. Die Vision, mit der ein
reibungsloser Bauablauf realisiert werden
soll, bei dem alle relevanten Daten und
Informationen zum richtigen Zeitpunkt
zur Verfügung stehen, heißt BIM-basiertes
Bauen mit RFID.
BIM – Building Information Modeling – bedeutet die Integration und Vernetzung aller
relevanten Daten eines Gebäudes in einem
virtuellen Datenmodell über den gesamten
Lebenszyklus des Objektes, also von der
Konzeption, Planung und Ausführung bis
hin zur Nutzung. Die RFID-Technik geht einen Schritt weiter, denn mittels ihrer Unterstützung sollen Prozesse optimiert und
die Datengewinnung automatisiert werden. RFID heißt Radio Frequency Identification
und ist eine Technolgie zur sicht- und kontaktlosen Identifizierung von Objekten.
Daten werden prozessbezogen automatisiert erfasst und in Echtzeit verarbeitet.
Über Netzwerktechnologien werden sie
allen Akteuren entlang des Lebenszyklus’
jederzeit zur Verfügung gestellt, von der
Planung über Vergabe, Produktion, Logistik und Ausführung bis hin zur Abnahme,
aber auch während der Nutzung und am
Ende des Lebenszyklus’ eines Gebäudes.
Weiteres hierzu unter www.rfidimbau.de
Image, Attraktivität und
praxisorientierte Ausbildung
Auch in punkto Nachwuchsgewinnung
könnte die Bauwirtschaft mit ausgereiften, neuen Technologien punkten. Ins-
besondere bei der medienaffinen Nachwuchsgeneration, die aufgrund von Social
Media bereits ein anderes Kommunikationsverhalten hat, könnte sie damit an Attraktivität gewinnen. Es gibt zwei weitere
Lösungsansätze, um dem Nachwuchsdilemma entgegenzuwirken: Zum einen gilt
es, die Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern zu erhalten. Zum anderen muss
der Nachwuchs bestmöglich auf zukünftige berufliche Anforderungen vorbereitet
werden. Um Führungskräfte des Baubetriebs zielgerichtet auszubilden, hat die
Bergische Universität Wuppertal gemeinsam mit der Bauwirtschaft ein Programm
entwickelt. Der Masterstudiengang MBE
Baubetrieb // Führung | Prozesse | Technik
vermittelt Kenntnissen und Fähigkeiten
entlang des Bauprozesses, Führungskompetenz und bauwirtschaftliche Kenntnisse. Und auch die Zukunftstechnologien
sind Teil des Studienprogramms.
Der Autor des Textes Professor Dr.-Ing.
Manfred Helmus ist Leiter des Lehr- und
Forschungsgebiets Baubetrieb
und Bauwirtschaft an der Bergischen
Universität Wuppertal.
Bergische Universität Wuppertal
Fachbereich D – Abt. Bauingenieurwesen
Pauluskirchstraße 7
42285 Wuppertal
Tel.: 02 02 / 4 39-41 14
helmus@uni-wuppertal.de
www.baubetrieb.de
www.uni-wuppertal.de
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Bildung
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